1835 / 15 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

müssen. In Liverpool dagegen hat Lord Sandon, ein Tory, die meisten Stimmen; außerdem haben die Ministerielicn in den kicinerrn Städten und auf dem Lande den Sieg davqn getragen, Was die OppositionszBiätcer in ihrem Aerger darüber natürlich der Bxftechyng durch Geld zuschreiben; besonders heben sie in dieter Hinsichc Liverpool hervor, Weil dort ungeheure Summen in den Händen Einzelner aufgehäufc seyen. Sie bedauern es unendlich , daß Herr Morrison dort durchgefallen isi. Eben diese Blätter äußern ihre Ver- wunderung darüber, daß es scheine, ais werde Herr Hume in Middlesexrtckzt gewählt werden. Das" zweite von Liverpool. ge- wähice Mitglied ist übrigens ein Radikal-Reformer, Herr Cwart. Zn EnenwiQ stehen die Wahl-Lisien jetzt zu Gunsten der Her- ren Lingerstein, eines Reformers, und Attwood, cinrs ministeriei; len Kandidaten. Zn Birmingham haben die Herrin Thomas Artwood und Scholesicid, beides Radikale, bis feht die Oberhand über Herrn R. Spoonrr, einen Tory." Zn Manchester käpréU die beiden ehemaligen Repräsentanten, err P. Thompson und Herr M. Philips,Resormer, gegen Herrn raidley, den miniiieriel- len Kandidaten, und Sir Ci). Wolseley, einen heftigen Radika- len; die Aufhebung der Hände entschied für die letzteren beiden; es wird abrrnoch zu einer definitiven Abstimmunggeschritten Werden. Unter den übrigrn sciwn geschlossenen Wahlen befinden sich fol- gende: Sir R. für Tanxirorik); F err Gouibourn und SirC. Wianuers Sutton für die Univrrsrräi (iambridgc ; Lord E. Somerset u. HerrZ. Cripps, Ersterer Mirgléed daß Minisreriums, Lrßterer zur Opposition ge- hörig, für Ctrencesirr; Lord E. Bruce und Herr H. Baring, :inisterieüe Kandidaten, für Marlborough; Herr Labouchere und Herr T. Bainbridge, Reformer, für Taunton; Graf von Euston und Herr F. Bari» , Ministerielle, für Thetford; Herr „J. Ramsbotrom und Sir Z. E. de Beauvoir, Reformer, für Windsor; Sir W. Foiiet und Herr E. Diven, Ersterer Mit- glied des Ministeriums, 'Lrßterer Reformer, für Exeter; Capi- tain Berkeley, Reformer, und Hr. . T. Zope, Tory, für Glou- cciirr; Sir F. Pollock und Oberst J. eei, onservativc, für Hur:- tingbon; Obers": Sibrhorpe, Tory,“ und .Hr. E. L. Buiwer, Radikaier, für Lincoln; Lord Stormonr und Herr R. C. Scarlett, Tories, für Norwich; Herr (S. F. Young, Reformer, der in diesem Augenblick in seiner Wohnung zu Limebouse gefährlich krank danieder liegt, für Tynemouth; Herr R. Smith und Oberst-Lieu- tenant Grey, Rcformer, für chombe; Herr Lowrher, Tory, und Herr Dundas, Reformer, fiir die Stadt York; die Herren Goulburn und Gladstone, Konservative, für Leicester; Herr “Thompson, Konservativer, für Sunderland; General Paimrr und Herr Roeburi, Reformer, für Back); Sir M. W. Ridley, Reformer, für Newcastle upon Tyne; Sir J. P. Beressord, „Konservativer, für Chatham; Sir H. Hardinge, Mitglied drs Ministeriums, für Launceston; Herr Carruthcrs, Tori), und Herr Hun, Rsfor'mer, für Hul]; Herr M. Liti- wood, Tori), für Whitehaven; Lord Bentinrk und Sir . Canning, Reformer, für Lynn. Die Gcsammtzahl der bis jetzt erfolgten Wahlen giebt der Globe auf218, dar- unter 80 minifiericile und 129 Oppositionö-Kandidatcn, der Courier dagegen auf 223, darunter 99, ministerieile und 124 Oppositions«Kandidaten an; man erzieht bier- aus, daß der Globe, wie es sich schon bxi seinen Berichten uber das Resultat der ersten Wahlen zeigte, ]ehr geneigt ist, mehrere Kandidaten seiner Partei, also der Oppoßtion,ckuzurecknen, die, wenn auch nicht gerade eifrige Tories, doch, onservative ';".k'd insofern auch wahrscheinlich Anhänger des jetzigen Mimikr- riums smd. _

Die Morning Chronicle erwartet in den großen Städ- ten mehr Reform-Mitglieder als zum letzten Parlamente ge- wähic zu sehen. Dagegen räumt sie selbst ein, das; die Tories in den BoroUghs gewinnen würden.

In den östlichen Grafschaften Norfolk, Suffolk und Effex scheinen die Tories entschieden die Oberhand in den Wahlen zu

.haben. Die Städte hangen dort, was ihre Indusirie betrifft,

wesentlich vom platten Lande ab. Im Westen dagegen 1cheinen die Whigs die stärkeren zu seyn.

Herr Alexander Baring hat sich gestern nach Essex begeben, wo er als Kandidat auftritt, um der dortigen Wahl selbst be;- zuwohnen.

Der bisher am eneschiedensieu von Herrn Abercromby us- gesprochenen Absicht, den Herzog von ellipgton für der Ent- lassung des Whig - Ministeriums verantwortlich zu machen, „:| jeßrauch Sir John Campbell, der andere Kandidat für Edm- burg, beigerreten. Er behauptet in seiner Ydresse unter Ande- rem, seit Augustus Zeiten habe es keine größrre Usurpation un- umschränkcrr Herrschergewalt gegeben, als die, welche sich der Herzog von Wellington zu Schulden kommen lassen, der vom 15. November bis zum 10. Dezember Diktator von England, nämlich zugleich StaaW-Srcretair in alien 3 Departrmencs, cr- ster Lord der Schaßkammer und Präsident des Geheimrn-Rachs gewesen, gerade wie Augustus „Konsul, Volkstrtbun urid Impe- rator geworden sey und alle diese Würden ugleich bekleidet habe; ein solcher Zustand der Dinge sry aber in ngland unerhört und der Verfassung zuwider, und der Herzog sey dafür zur Verant- wvrtung zu ziehen. . .

Sir Hussey Vivian wil], nach dem Bericht einiger Blätter, sein „Kommando in Irland beibehalten und keiner) Pariamrncs- sitz annehmen. Nach anderen Berichten ist er in Bristol ge- wählt worden. _ .

Die Morning Post beeilt fich, die uz einem Artikel des Standard enthaltene Androhung einer zweiten Auflösung des Parlaments (s. den Art. London in Nr. 13 der Staats-Ztg.) zu widerrufen. Sie erklärt sich ermächtigt, bekannt zu machen, daß der Beschluß einer eventuellen, weiten Aufiöiung _niemals gefaßt, nicht einmal im Kabine: in orichiag gebracht, ]4 sogoar nie von irgend einem Mitglied: der Verwaltung nur privanm erwähnt worden sey.

Der S ta n d a r d sagt nunmehr ebenfalls, in Uebereinstimmung mit der Morning-Post, daß das, was er neulich von der Pfiichc eincr abermaligen und nochmaligen Parlaments- Auflösung, im Fall die Wahlen ungünstig für das Ministerium ausfielen, ge- äußert habe, nur seine Privac-Meinung gewesen sey; Jeder, der die Stelle gelesen, müsse sie so verstanden haben, und nur Schur- ken könnten vorgeben, daß sie anders dächten.

Sir R. Pnksou nach Angabe der Oppofitions-Blätter seine Anfiehten aber die Emancipation der Dissenters sehr geändert und den WUUscb geäußert haben, daß ihnen Absteliubg ihrer sämmtlichen- Beschwérden gewährt werden möchte. Auch er äh- len Dubliner Blätter, Sir R. Peel habe der in Irland six en- den Armee den positiven Befehl gegeben, in keinem Fall bei der Einsammlunq der Zehnten direkt einzuschreiten. .

Der bekannte Sergeant Spanki- hat in der. City„ für die minißerieiien Kandidaten gestimmt. .

Alo geßern nach dem Schluß der Wahl, in der City ber [Glossen wurde„ das Resultat derselben in die Morgen- und

Prei nnd sein Bruder, HirrW. Yaxes Perl, .

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Abend-Biätter einrücken zu Lassen, riefen MeÉe Personen: „Nur nicht in die Times!“ - *

Zn Schottland ist einer der auSgexeichnetsken Advokaten, Herr R. Zamieson, und in Irland der Arzt Simon Shiri, ei- nes der icrzten noch lebenden Mitglieder des katholischen Kon- vents von 1703, mit Tode abgegangen. .

Bei Babyshannon in Irland soll ein neues Gefecht bei Einsammlung dcr Zehnten vorgefallen, und sechs bis sieben Per- scn'en getödtet worden seyn. Man hoffte indcß noch, daß die lclztcrrn Zahlen Übertrieben wären.

In Folge der Uebereinkunst zwischen der Bank von Eng- land und den großen Aktien-Banken im Lande erhält, wie man erfahren hat, eine der lelzteren aiiein von ersterer 600,000 Pfd.- zn 2.3. pCt. geliehen, [voraus man sich das Aufhören des Geld- mangels erklären hilft. Man giaubc jedoch, daß die Bank von England zu vici wage.

Zn auswärtigen Fonds wurden an der heutigen Börse we- nig Geswäfee gemacht. Man hatte ein höheres Steigen der Spanischen Papiere erwartet, doch waren einige Verkäufe dem- selben hinderlich; sie fielen indeß nicht beträchtlich. Ueber die nrue Anleihe vrrlautete noch nichts; sie kann nicht in Umlauf kommen, bevor die Cortes-Obiigationen nicht beträchtiicher stei- gen, denn bei den jeßigcn Preisen isi es immer noch vortheil- hafrrr, Grid in diescr; aaniegcn. Hcrr Ardvuin wird hier er- Wartet.

Niederlande.

Aus dem Haag, 10. Jan. Se. Majestät der König ha- ben an die Stelle des verstorbenen Baron von Roell den Gra- fen von Reede um Präsdenten der ersten Kammer der Gene- ralstaaien für die gegenwärtige Session ernannt.

Hiesigcn Blättern zufolge, dürfte der Aufenthalt des Barons van Zuyien van Nyevelc in London nicht über 14 Tage dauern.

Der Niederländische Gesandte in Wien, Baron Monerus, und der Amerikanische Geschäftsträger am hiefigen Hofe , Herr Davrzac, weicher Leßtere während längerer Zeit von hier abwe- send war, smd wieder hier angekommen.

- *- Amsierdam, 10, ("anima Der hiesige FondJ-Markt hat während dieser Woche fa für ails Staats-Papiere werder eine steigende Richtung behalten,_ wobei sich ,die Holländischen und Spa- nischen ganz besonders aus cichrneten- Ein anhaltender lebhafter Be- gchr für Englisch,: und in (indische Rechnung führte sebr bedeyten- den Umsatz herbei und brachte die 2;proe._wirkleche Schuld bis zu 544, dproc. auf 100,77, Ybroc. Syndicat-Ovlrgationen aiif 93§ivCi und Kanz-Bilicts bis 25,1, Fl.; gewiß hat wohl der seit dem Men d. M. vorhandene größere Geld-Vorratb eincn Antbetl an die'ser merklichen Preis-Vcrbcffcrung, doch ein stärkerer Grund nochschrtnt die sich wieder beicbende „Hoffnung z-u reyn, daß dir Hollandisch- Belgische Angelegenheit neuerdings ernsthaft zurSprgche kommen wird und der jetzige politisbe Zustand eine diesseits qunsiigere Er- ledigung derselben wahrscheinlicher macht. Die von Paris und Ant- werprn gekommenen höheren Course der Perpexuelien und ausgrseh- ten Spanischen Schuld-Dokumxnte siellten diese aucb hier wieder Höher; letztere waren längere Zeit gedrückt und yernachläsßgt, selbst bis 13; pCt. gesunken; mehrere Gerüchte übkcr mx, ungünsit es Ge- scbick', weiches dicser Schuld bevorsiche, scheinen uch aerr a s falsch erwiesen zu haben, wodurch dieselbe bei großen Geschaftetct, mctsi für Belgische Rechnung, um 3 pCt. „höher egangen ist; fur Cyr- tcs-Obligationen sind aus EnJi-md viele Au träge zum Ankauf em- gelaufen, deren Erfüllung a mälig eine Preis-Vrrbrssrryng vpn “2; pCt. verursachte; auch in Coupons dieser Obiigatwnen nnd wre- der mehrere Geschäftr zu “.'-31 pCt. gcmacvt. Dee Preise der Oeficr- rcirbiscben und Russischen Staats-Papiere zogen ebenfalls etwas an und auch Preußische Loose warden besser, imd zwar mit 110 F1. bezahlt, doch war der Umsatz darm verhältntßmaßig nur „geringe. Geld wurde mehr ausgebotcn, weshalb drr Zinsfusi bei Lethungcn bis 23, ;. 2; und bei Prolongattons-Geschäftrn bis 2.7; 5: 3 th. nacb- ließ. Am Getrmde-Markt isi diesx Woche wredcr tchijks Bemerkens- Wertbes vorgegangen; Weizen ging bei ganz kleinen Quantitäten an 'Pcrbrauchcr zu vorigen Preisen ab; Roggen blieb ganz ohne Um aß.

Belgien.

Brüssel,10.Jan. Der-Beigische Moniteur wider- spricht dit“ von einer andern hiesigen Zeitung gegebenen Nack)- ricbt, daß der Brasilianische Gesandte, Marques Lisboa, in der AdWesrnbeit des Herrn von Aimeida-Garrett, auch die Func- tionen eines Portugiesischen GeschäsrSträgers versehen werde. Drrgleichcn gegenseitige Vertretungen von Gesandten zWeier ganz verschiedenen Höfe seyen durchaus nicht Üblich, und der Marques von Lisboa habe iich _zwar erboten, in der Abwesen- heit des Portugiesischen Diplomaten, die Interessen der in Bei- gien sich aufbairendcn Portugiescn Wahrznnehmen; keinesweges Würde er darum aber auch die gesandtschafrlicyen Geschäfte seines Koliegen übernehmen.

_ Die Morning Chronicle enthält ein Schreiben aus Brüssel vom 6. Januar, worin es heißt: Bei dem I)iangei aller politischen'Bcwqgung trösten fich die Bewohner Brüssels mit Bällen und anderen Vergnügen. Ihre ONajesiäten gaben am Dienstag einen glänzenden Ball, der alle vierzehn Tage wie- derholt werden soll. Es ist unmöglich, die Herabiassung des Königs und der Königin, namentlich gegen die Engländer, zu scbiidern. Mehr als hundert Personen waren eingeladen, wozu alle Personen, die bei ihrem eigenen Hofe Zutritt hatten, ge_- börten. Diese Formalität ist unerläßlich. Die Bälle, oder Brax- seier Aimarks, zu denen jeder Fremde Zutritt hat, haben begon- nen und zeichnen sich durch großen Glanz aus; es" vergeht kaum ein Tag ohne irgend ein Vergnügen. Der König will im Fe- bruar einen maskirten Bali gebcn und die Damen treffen schon Vorbereitungen zu dieser Neuigkeit. -- Die Miliz ; Soldaten von 1833, etwa 12,000 Mann, haben den Befehl erhalten, sick) nach ihren Depots zu begeben. Die Zahl der Beurlaubten is? jetzt vermindert und die auf Urlaub abwrsenden OffLiere h_abey den Befehl erhalten, sch jeden Augenblick zur Na kehr bereit zu halten.“

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 2. Januar. Dem Berichte des Kommrrz- „Kollegiums an den König für, das Jahr 1833 zujfolge, waren der Handel und die SchifffahrtSchwedens in die em Jahre aber- mals im Zunehmen gewesen. Der Bclauf der Einfuhren Schwe- deus im Jahre 1882 war 13,757,000 Rtblr., der der Ausfuhr 14,617,000 Rthlr. geivei'en. 1833 hatte die_erskere 13,885,000, die ießtere 16,902,000 Rthlr.'betragen. Demnach hatte 1882 die AUSfubr um 890,000 Rchlr. die Einfuhr überschritten , hin- gegen 1833 um 8,017,000 Rthlr. Die Ausfuhr wird derma- ßen begünstigt, daß die Zoli-Emnahme von derselben. nicht den siebenten Theil Wie von der Einfuhr beträgt, obschon der Zoll von Arzneistoffen, Kaffee, Zucker u. s. w. um ; herabgeseh: worden. Auch haben in den lebten “Jahren die Schwe- dischen Manufakturen beträchtliche Fortschritte gemacht. In- sonderheic fertigen die Wesigothischcn Bauern eine sehr

große Quantität von Baumwollengeweben an. davon nur Ein Beispiel anzuführen: Ein Bauer, son in Kinna, hält beinahe

Mari brau

SWM

700 Weber und Weberinnen ;„ „;

beit, die jährlich 7 bis 800,000 C'llen Zeug anfertigen Diq . BMU". ck| kürzlich vom Könige mit einer goldenen Denim"

bescbrtiki worden, mit der Znschrift:

Fiir biirgerli-ch Verdi»,

-- Die große Kupfer-Schmelzhütce in Fahlun hat dieses ,

1,009,841 Pfd. geliefert. nigrriche ungefähr eben so viel.

Die übrigen Kupfer-Gruben imx

Nach den , dem Könige eingereichten Berichten-üi-xz- Gittsrheiiungcn in Schweden haben WM im Laufe "9th

1833 große Fortschritte gemacht.

Es smd im Ganzen 975.

tal eingetheilt und 1,052,327 Tunniand (2,154,654 FraW ArpenS) ausgemessen. *- Ein, dem Könige von dem ZUM, nister abgrstaitrcer Bericht zeiqt, daß die Schwedischen Bar

fortwährend ihre Vermögens-Umstände verbessern.

Skit zw

Jahren ist ihr Grundbesiß um den Werth von beinahe 31

lionen Rtbir. angewachsen.

P o l e n. Warschau, 11.

„Jan. Se. Majestät der Kaiser haben „,

bisherigen Direktor der Abtheilung für die Generai-Verwal. in der Regierungs-Kommission des Innern, der geistliches. Unterrichts-Angeiegenheiten, außerordentlichen' Staats-Rath Woyde, zum Mitgliede dcs Staats-Raths im KönigreicH-Yz den Direktor der Abthexlung für den“ Kultus und öffentli Unterricht, außerordentlichen Staatéraih Ignaz Badeni,z Direktor der Abtheilung für die General-Verwaltung, deni, des Kontroll- und Rechnungs-Bureaus, außerordentlichen Sg Referendar Vincenz Ko iowski, zum Direktor der Abth'.

für den Kultus und b entlichen Unterricht und N. Pawliszczew zum Unter-Staatö-Secretair beim des Königreichs ernannt.

den ***. ,' SMOKE

Am then d. Werden für 2,190,805 Fl. Kasse"- und Billers, die, wegen Abnutzung, außer Circulation gesagt öffentlich von drr hiesigen Börse verbrannt Werden.

In Betracht, daß die Farbe Kremser Weiß,

ungeachtn

ler Bemühungen, im Königreich Polen nicht in der Gütesa irt wird , wie sie die Fabriken des Landes bedürfen, hac Adminißrations-Rach, um denselben den Ankauf dieses M rials zu erleichtern, verordnet, daß der bisher bei der Ein ' Zoll von 50 auf “20 Fl,

aus dem Auslande davon erhobene den Centner herabgeseßt werden soli.

Deutschland.

München, 9. „Jan. Se. Majestät der König haben, diesseitigen Gesandten am Deutschen Bundestage, Staatir v. Mieg, so wie dem General-Lieutenant der Artillerie er.,F-x herrn v. Colongc, das Großkreuz, und dem Minister der Zu Freiherrn v. Schrenk, das Comnmndeur-Krruz des Königl.» vil-Verdienst-Ordens der Bayrrischen Krone verliehen; f- das Ritterkreuz des erwähnten Ordens dem diesseitigen Gesaa

ten am Kbniqi. Großbritanischeu Hofe, Grafen v.

Regierungs-Direktor des Unter-Main-Kreises, Grafen v. Gi- dem Appellations-Gerichcs-Direktor des OberDonau-Kreisei,»

Heinricben, Joh. Christ. Gramm.

Das Regierungs-Biact meldet die Herrn v. Wirschinger in nachstehender Weise: der Köni haben, Jan. d. . aller

und dem Königl. Ober-Appeliatibns-Gcrichts-M

Beförderung »* “Se- MM vermöge Alierhöchsier Entschließung vom“ nädigst geruht, den bisherigen Geheimer Xi

und Genera'-Zo :Adminisirator 1)r. Ludwig v. Wirschinuxr

wirklichen Staatsrath im ordentlichrn Dienste, und

verm a': w

terer Aileéhöchsier Entschließung vom näwlicben Tage, den Sta- rati) 1)1'. Ludwig v. Wirschinger, im Vrrcrwauen" auf ieineThi keit und Anhänglicbkeit, in provisorischerEigeniciwftzum Staa

Miniffer der Finanzen zu ernennen.“ Darmstadt, 10. Jan.

Das Großherzogs. H91“fische:-

gierungK-Blatt vom 81. De ember enthält eine Bekanntmachu die Ausführung der in den oli-Vereinigungs-Vrrträgen eneha nen Vereinbarungen über den gegenseitigen Gewerbsbetrieb Unterrhancn in den sämmtlichen Vereins-Staaien betreffend,

Wiesbaden, 10. Jan.

Heute wurde die Vrrsammlu

der Landkiände des Herzogthums mit nachstehender Rede dem Staats-Minister, Grafen von Walderdor'ff, eröffnet:

„Hochznverrhrcndc, hochgeehrtcsic Herren!

Es iii in F1

der! mir durch das gnädige Vertrauen Sr. Durchiaucht des .der],

angrwiescnrn, von mir crkanntc_n Berufs, daß trag bet anen erscheine, den Landtag zu eröffnen. abgelaufencmVerwaltungs-Jabr iii es, wir Sie,

iq seiner vollen Bedeutung und Wichtiak ich zum erüenmnl mit dem höchsien '

Nach ks

hochgrehrte H

rcn, leicht crmrffen werden, nicht möglich ,' „die Voranschlägei

die diesjährige Finanz: Verwaltung bs werd aber in kürzester Frau mit en. nen vorläu Land*cs-Steuer-Kasse so günstig erscheint, Fe? vorgesehenen T)ct7ziis, ein nicht unbedeutender a rer zu kommen, Ihnen _übrr hältniffen nähere Mittheilun ben, mit Rückscht auf_dic Lgndiage hinsichtliii) dieses Gcgensiandcs geäurert Einleitungen zu Verhandlungen getroffen, tritt zu dem benachbarten großen Zoll-

g die Versicherung geben zu können, daß

Ibn?" "bt schon vorzuley- _ gewohnter Genauigkeit gei Es Yrrcicbt tmr mdrscn zum besonderen Vergnü en, “.

der Stand '

daß voraussichtlich,

Ueberschux

(genwärtigr Finanzjahr übergeben wird. In dem Vcrlan

ttzung hoffen Se. Durchlaucht der „Herzog auch in den. eme etwaige Veränderung in den Job niaciien zu lassen. „Höchüdieseiberb nnchten, welcbe Sie auf dem vorm

haben, bei

die den dicffeitigenbk und Hnndcls-

Verein, wel!“

es auf eine den thtereffen dcs Herzogtbums entsprechxnchl

zu. bcwrrkürllt'gen iii, zur Folge haben werden. beit, meine hochgeehrtc Herren, keit in Anspruch nehmen.

Eine tvtchti M . wird unterdessen Ihre volle Die Landes=Deputirten-Vcrsammlm'

bitls

hat durch einen, in ihrer achten vorjährigen Sitzung gefaßten B

schluß die Absicht zu erkennen

Ergeben, die ihr angebotene

Uniersli

Orsterreich.

Wien, 6. Jan. (Schies- Ztg-) Vorgestern hat der Französische Botschafter am hiesigen Hofe, Graf St. Aulaire, die ieit geraumer Zeit beschiossene Urlaubsvrise nach Paris an- - irrsten.

;] Aus Albanien lauten die Nachrichten sehr widersprechend. . Nach Einigen wäre ganz Albanien im Aufstands, nach Anderen beiräfe dieses“ Gerücht nur Unter-Albanien, und wieder Andere behaupten, es wären nur partielle Unruhen, wie sie eigentlich sii! etwa 20 Jahren nie, ganz aufgehört, sondern sich immer wicdrrhoic hätten, und dies scheint die wahrscheinlichste Ansicht * [" seyn. Ob es wahr ist, daß Mehmed Aii's Einfluß diese Un- *-*ruhen erregt habe, was man daraus schließt, daß ein diesem Pascha ergebenxr, eben so berüchtigter als bekannter Parteigän- ger an der Sptße der Rebellen siehe, kann eben so wenig als obiges, bis heute verbürgt Werden. Wir erwarten jedoch tbglick) Briefe aus verschiedenen Gegenden Albaniens und Macedoniens, und glaubrndeshalb bald im Stande zu seyn, eine richtige Dar- seilung der )eßigen Unruhen und ihrer Veranlassung liefern zu können.

Neuere Ngchricbten aus Alexan drien bis zum 20. Dez. meiden noch keine Aenderung hinsichtlich der Pest, sondern lau- ten eher noch betrübeuder, indem diese Seuche immer mehr Fort-

- ftvkilk? machte, und fich namentlich landeinwärts rasch ausbrei- tete. Dagegen meiden diese Briefe mit mehr Bestimmtheit die zu Stande gebrachte Ausgleichung der hauptsächlichsien Differen- zen zwischen der Pforte und Niehmed Ali, und führen insbe- sondere an: daß Ibrahim Pascha denBezirk von Orfa, dessen widerrechtliche Beseßung eine der wichtigsten Beschwerden der Pforte war, in Folge der Befehle seines Vaters bereits wieder geräumt habe.

Italien.

Rom, 1. Jan“. (Allg. Ztg.) Bekanntlich wurden, u Be- rathung des GeseHeSdorsci)iags wegen gleichmäßiger VertJeilung derGrundjieuer, von der Regierung aus allen Theilen des Kir- chen|aats Deputirte einberufen. Diese sind nun vor einigen Tagen hier eingetroffen, und haben schon eine Sißung gehalten. Diexgemacixen Vorarbeiten sind von der Art, daß die Berathung schnell beendigt werden kann, und es hängt nun von dem Ver- fahren derVersammiung ab, dem Lande manches Gute zu ver- schaffen. Es ist dies das Erstemal, daß die Päpstliche Regierung

Dcputirte beruft, um über ein Geseß, welches eingeführt werden,

"soll, die Meinung des'Landes zu Rache zu ziehen. alierdings diesen ersten Schritt als eine trachten, besonders von Seiten einer Regierung, die noch vor _“Wenig Jahren sich durchaus zu keinen Konzessionen von den Un- iortbanen zwingen ließ, während sie che dieselben aus freiem “Willen zugesteht. Das neue Jahr kann in dieser Hinsicht fiir die Verhältnisse des Römischen "Staates von großer Wichtigkeit Werden; wenigstens fängt es unter den günstigsten Auspizien an.

Spanien.

, .Der Courier melder Nachstehendes aus Madrid vom 31. Dezember: „In der Sihung der Prokuradoren vom Zistrn verlas der Graf von Toreno seinen Gescß-Entwurf über die tilgbare innere Schuld Spaniens, die aus nicht konsolidirten Vries und aus unverzinster Schuld besteht. Erstere standen an ; der hiesigen Börse bis_ vor wenigen Tagen auf 16 pCt. und sei;- .eereckuf 8-9 pCt., io wie indeß nur etwas von dem ministe- rieilen Plan veriautete, stiegen sie beträchtiich, und erstere wur- den zu 34, letztere zu 16 notirt. Nach dem Plan des Finanz- Minisrcrs soll die ganze nicht konsolidirte Schuld konsolidirt und Z- derselben in aktive und F in passive Schuld getheiit und er- srxre mit 4 pCt. verzinst werdcn , welches jähriich etwa 30 Millionen Realen (300,000 Pfund) Zinsen betragen würde. Ein bestimmter Theil der Kirchen; und Nationai-Güter soll zum Verkauf gestellt und zur Bezahlung einer; Drittheils der passt; ven und der unverzinsbaren Schuld verwendet Werden. Ohne Zweifsl wird man dasselbe auch*auf die durch die lebten Anord- nun en geschaffene passive Schuld anwenden. Es ist eine Kom- mision zur Prüfung dieses Entwurfs “ernannt, und in wenigen Tagen wird er Geseizeskraft haben. Toreno wird dadurch einer der populairsten Minister, den Spanien jemals hatte. Der Ent; wurfbefteht aus 39 Artikeln. Der ONinisier verlas ihn unac- mein schnell Und schloß mit den Worten: „„Es ergiebt sich auidieser Darstellung leicht, daß die von den Ministern zur Zahlung derZinien vorZeschlagenen Maßregeln ausführbar und sicher sind.““ -- Ein Antrag des Grafen de las Na v as,den Sold der Lieute- nabts und Unter-Lieutenants zu erhößen, ist mit 68 gegen 36 Sthmen zur Debatte zugelassen. »- Wkan sagt, daß unter den Ministern im Geheimen eiiie starke OReinungsspaitung herrsche; in der Prokuradorrn-Kammer unterhalten sie sie!“) jedoch und vU'kk)etdigen sich gegenseitig. Die Veranlassung zu die- stkUneinigkeit soll die Nothwendigkrit seyn, ein gewaltsameres Svixm zu ergreifen. Der Premier: Minißer hat ein System der Veksöimung alierParteien angenommen und istdeshalb natürlich den „" ängern gewaltsamer WTaßregein zu friedlich; man hatdaher von emer Entfernun esprochcn , Hände des neuen .ZriegS-Ministers zu legen, der dann als Ca- taionier „gewiß mehrere Prokuradorcn dieser Provinz in das Miniserium aufnehmen würde. Die Furcht der Prokuradoren vor einem militairischen Diktator hat daher mehrere Ultra-Libe- kalebewogen, sich mit den Grundsäßen "Martinez de la Rosa's aWillsöbnen, vorzüglich da fich das Uebergewicbr dieses Méni- ers und des Grafen Toreno im Debattiren und als Fahrer kk ammer mehr als jemals gezeigt hat. _Der General Cordova M auf Verlangen Mina's, der mit seinem Benehmen gegen Zu-

Man muß zeitgemäße Reform be-

chung der Kaffentrennung im Jahr 1835 vorzunehmen. Da esd“ Mälacarreguy unzufrieden zu seyn scheint, seines Kommando's in

Wunsch Sr. Durchl. des Herzogs isi,

Gründlichkeit geschehe, und daß Alles vermieden Werde, was- Uebereilung der ständischen Prüfung veranlassen könnte, so sind S1

bochéuvrrrhrendr und hochgeebrtr Herren- wie rgend möglich, einberufen worden.

diesmal so rüh im Joik Sie werden fdurch dieI

nen ,?" machenden Vorlagen,_für deren md lichsie Klarheit

Voll ändigkeit keine Mühe ge1cheut worden i menue in den Stand gesetzt werden, dasjeni c

selb einer frühern Stände-Versammlun dcr Ffircbt der Gerechtigkeit gegen eine

nkertbanen auf

ob durch die Art, wie die Kaffentrennung bewerk

, auf das Voliko seinem fan e*nach zu würdigen, was unser gnädig! er Landes zu erkennen gab: „daß "k Oppostt

an en 11 Ferri HW

vor Allem ""

as Vollkommensie Genüge lei en wolle.“ Prüfen Sie dab m. ,s). von der Oeputirten-Veriammlung, mit gewiäselxlrihafterStrens », e

gt wnrde- '

daß dees mit der mdsliibß Navarra entseßt.“

_.

G _ In einem von der Morning Chronicle mitgetheilten * chretben aus Madrid vom 31. Dezember wird Folgendes - trichter: „Die ministerielie oder vielmehr anti-ministerielle In- klaue Wird mit großer Lebhafti keit betrieben , aber sie wird zu einem Resultat führen. Die resse hac Lärm geschlagen. Die *, kia“ und der „Compilador“, beides ministerielle Journale, "bm “ck Legen jede Veränderung auSgesprochen und drohen, on überzugehen. Das „Eco delComercio“ und der Observador“ haben die Idee , ein weniger liberales Ministe- "m, als das ]eHiZe, zu bilden, aufgegeben." Der „Mensagero las Cortes“ benimmt sch mit mehr Vorscht und scheint sich

Verbindlichkeiten der Kammer-Kaffe ge en das Land voaes Gerd ,was)? zu geben, das ministerielle Schisma zu vergrößern. Zch

geleiüet worden iii, und sprechen haben, mit Unparteilichkeit Ihre freie Werden hältnisse, die für immer vergessen seyn wird Ihre heiligste und schönste Sr. Durchlaucht des Herzogs cri? 1835 für erdffnet.“

icht erfüllt seyn.

ie, wenn Sie so gep Ucberzeugung aus. D“" Sie Ihrerseits redlich dazu beigetragen haben, daß Ae . _ mögen, in unserm th' * und giucklichen Vaterlande nicht wiederkehren können, und vom 5». nxipien handle.

Fm Nami

rc ich- den Landtag vesI'kb'“

n jedochbberzeugt, daß der Gedanke an ein Liaudersches Mi“ erium ]esi aufgegeben isi. Es ist 1 die „Abrja“ gegen die Whigs und ', ' hat. te Regierung. rühmt sich, rtigen Freunde hitYnch' dürxkt, _ er_ an en * panische“ ]usio-müjau g '

ein *aiiffallcnder Umstand, die Reform-Bill geschrie- daß sie nach konservativen die Whigs Faber: ihre aus- sowohl das ran dusche als aben in ihrer Zusammens1ßung viel

um die Regierung ganz in dir

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Tory-Masse. -- Heute ist das Dekret, weiches die nellen wieder in Amt und Würden einsetzt, in der Hof-Zeitung bekannt gemach1.-- Der Graf Toreno hat seinen Plan in Be- treff der inneren Schuld vorgelegt. Einige Artikel'desseiben snd gebilligt worden, doch ist ein Theil nicht nach dem Geschmack der liberalen Partei. Der Verkauf der Kirchen-Gütcr in den Jahren 1821, 1822 und 1823 ist nicht anerkannt worden, und die Käufer erbalten zur Entschädigung das Staats-Papier, dessen sie slch beim Kaufe bedienten, zurück, und etwas, das“ wie Zin- sen aussieht. Natürlich ist das erwähnte Papier nur von ge- rin em Werthe. Der Bruder von Martinez de in Rosa, drr au . zudiesen Käufern gehört, sprach sich sehr heitig gegen den ministeriellen Entwurf aus. Ick hoffe, die Prokuradoren Wer- den fiir die Anerkennung des Verkaufs stimmen.“

Türkei.

„Konstantinopel, 17. Dez. (Allg. Ztg.) Was ich in meinem lehren Briefe von Mehmed Aii's fricdiichen Gefinnungen sagte, bestätige sch vollkommen. Bei seiner Rürkkunsc aus dem Innern des Landes hatte Mehmed eine lange Unterredung mit dem Englischen General-Konsul, worauf er alle diplomatischen Agenten der übrigen großen Mächte zu fich beschied, und ihnen erklärte: er habe ihre Vorstellungen beherziget, und halte fick) für verpflichtet, ihnen Gehör zu schenken, nachdem die Pforte auch ihrerseits Bereitwilligkeit gezeigt, auf dem Wege freund; schaftlicher Uebereinkunfc 1711) mit ihm über alle noch zu regeln; den Punkte zu» verständigen; er Wolle daher alle Schritte als nicht gethan ansehen, die zum Zwecke gehabt, die Anerkennung der Europäischen Mächte zu erhalten, falls er fich unabhängig erklären würde, und verspreche demnach feierlich, daß er nie hierauf zurückkommen, sondern in Zukunft die Oberherrschaft des Sultans achten werde. Zugleich maxhte er diese Herren mit dem Kaiserlichen Hattischeriff bekannt, wodurch ihm (Mehmed Ali) der rückständige Tribut erlaffrn worden, und fügte hinzu, daß er von nun an mit größter Gewissenhaftigkeit den Tribut an die Pforte entrichten, alia Provinzen, Siädte und Dörfer, welche ihm der Traktat von Koniak) nicbt zugewiesen, räume'n, und seinen Sohn von der Armee abrufen wer-de, welches [erz- tere die Pforte und die hohen Mächte gewiß überführen müsse, wie ernstlich er es mit seinen Zusicherunzzen meine, und wie viel ibm daran gelegen sey , Alles in G te auszugleichen, in- dem er sonst Ibrahim Pascha in Syrien lassen würde, Wo er bei irgend einem rückhaitigen Gedanken von seiner Seite höchst nöthig wäre. Mehmed Ali wird also nun den Tribut zal)- len, und Orfa räumen, dies hat er wenigstens am 25. Nov. in jener diplomatischen Konferenz feierlici) angeiobt. Der Englische General-Konsul berichtet darüber unterm 26. Nov. sehr umjiänd- lich at) Lord Ponsonbv und fügt hinzu, daß das Verbleiben der Engliichen Flotte während der jeßigen Jahreszeit in den Ge- wässern von Smyrna viel beigetragen haben möge, um den Paicha so schnell andern Sinnes zu machrn, indem er sich überzeugt habe, daß es mit den Drohungen Englands ernstlich gemeint sey. Diese Drohungen sollen sehr nachdrücklich gewir- sen seyn, undM-ehmed Ali für seine Marine -Besorgniß ein- geflößt haben, die er so mühsam und mit so vielen Anstren- gungen organisirt hat. Die Znstructionen Lord Palmerston's an den'hiefigen Englischen Botschafter und den Englischen Gr- nerai-Konsul in Alexandrien gingen nämlich dahin, ohne Sebo- nung gegen Mehmed Ali zu verfahren, und selbst Koerzitiv- Maßregeln anzuwenden, faiis er fich niche fügen und seine Unabhängigkeits-Zdeen aufgeben würde. Mehmed weiß wohl, was es mit Englands Koerzitiv-Maßregeln u bedeuten hat, er wird es sich von Navarin her erinnern. iese Erinnerung muß ihn so eingeschüchtert habrn, daß aus dem hochfahrendrn, kriegslustigen Emporkömmiing pibhlich der brscheidrnsre, fried- liebcndste Dirner des Sultans ward. Die Pforte kann den . Tächten nicht dankbar genug seyxi; sie 171 es aber auch wirklickp, sie drückt :in einer Note, municationen der hier residircnden Botschafter erließ, worin diese die Bemühungen ibrer Höfe, den Frieden im Oriente zu erhalten, kund thaten, ihren innigsten Dank für die Beweise von Tbeilnahme und freundschafiiich grieiiietcr Utxtcrsiüßung aus. In dieser Cirkular-Notr sagt die Pforte unter Andrrm; „xxo- 001111111100 (10 Wir (1091115 101154. [(IljlkW 41:1115 108 [)uixxuncss

Constitution-

ulliéos (185 amig 81116131'05 01 11011 1111(*1'25§*é5, 81112 cr0it. (1a; 8011.

1187011“ (1'01191'11110r (13115 68110 0011151011 108 3911111116115 (112 rr:- 6011111118801100 (111'0112 & 10:1j0111'5 [xoriés 711131 111111195 [missmi- 005, (31 6110150 113110, ([!1'1511128 17011111'0111 1)181] 111] 43011561'r0r par 13 sniic 10111" bjcnrchlmicd di 11113174301'1181' 10111“ 4199-11 011 (“35 (10 11050111." Divan, troiz Mehmed's Erklärung» doch nicht ganz ohne Besorg- niß fiir die Folgezeit ist, und daß er dem Pascha mißtraut. Er mag darin nicht ganz Um'rcbt haben, denn man weiß hier nur zu gut, wie thäcig -in den Zeugbäusern von Alexandrien und Kahira gearbeitet wird, und mit welchem Nachdruck Mehmed seine Armee und Kriegs-Marine vrrstärkt. Zn demselben Augen- blicke, wo er von friedlichen Geünnunqcn spricht, und Ibrahim aus Syrien abruic, schickt er ganze Artillerie-Parks und unge- wöhnlich große Munitionsvorräthr nach Aleppo. Das große Dampfscksff, der „Nil“, weiches Unlängst in Eiigland gebaut worden, hat in Kahira 90 Feldstärke und ach zu ihrer Bedienung nö; tyige Material geladen und sollte damit nach Syrien abgehen. Auf diesem Dampfschiffe wird Ibrahim Pascha nach Alexandrien zurückkehren. In Syrien selbst fiekht es noch kritisch aus, und wer daselbst auch den Oberbefehl uber Truppen und Land er- halten mag, es wird ihm stets schwer fallen, die Klagen der Einwohner zu beschwichtigen, und die an ihnen verübten Gräuelthaten vergessen zu machen. In Tripulis und Larakia sind die Jnsurgrnten noch keineswegs bezwungen; sie führen mit abwechselndem Glücke den Krieg gegen die Argyptische Ar.- mee fort, und die sogenannten Ansarischen Araber [ind läeiige Feinde der Aegyptier. Diese Umstände mögen alierdings geeignet seyn, um für“ die Zukunft Besoranisse zu erre- gen, denn ein unvorhergesehenrs Ercigniß kann Lilies von Neuem verwickeln. Es scheint daher noch zweifelhaft, ob die Ottoma- nische Armee ihre jeßigen Stellungen verlassen wird. Verweilt sie darin, so können die Aegyptier nichts Anderes thun, als ihre chige-Dislocation so lange beibehalten, bis man sich end- lich ber Alles förmlich verständigt, oder ein Mittel ausfindig gemacht hat, die Aufregung in Syrien zu dämpfen. Unter soi- chen Umständen werden beide Parteien fich gezwungen sehen, noch ferner großen Geld-Aufwand zu machen, und doch ist der Sultan, wie Mehmed, in Geldmitteln sehr beschränkt. Die Fi- nanzen des Vice-Königs sind völlig zerrüttet; ob er gleich Alies anwendet, um sich Fonds zu vel'ichaffen, so ist doch aus dem Lande nichts mehr zu erpressen, und er muß dara_uf denken, die Lasten seiner unglücklichen Unterthemen einigermaßen zu erleich- tern. Er sieht dies ein, denn auf seinen Reisen in den Pro- vinzenmuß er sich von dem“ unerträglichen Drucke des Landes Überzeugt haben, der überall eine gefährliche Unzufriedenheit

welche sie als Antwort auf die Com; *

Diese lehren Worte zeigen, daß der !

zur Folge hat., Zu diesem Ende wolite er au_ch einm Nachlaß bei der Erzeugung von Baumwolle und Reis bewilligen, Und hat das Versprechen gegeben, später größere Erleichterungen zuzugestehen, Andererse-ts ist er aber gleich wre er auf Er- salz für diesen Ausfall im Einnahme-Budqet brdacbr „gewe: sen, und hat den Geld-Cours diktatorisch erhöht, WU bei dem bandeitrcibenden Publikum den sch1echcesjen Eindruck machte- Die Pforte beherzigt die Interessen des Handels besser; fiebe- währt so vici ais möqiich Handelsfreibeic, und erlaubt„ntchk, daß sick) Privat Riicki'i-Htrn bei ihren Verordnungen einmischen. So giebt ern „Haitiscberiff den Handel von Rhodus ganz im Und erlaubx drrsrr “;;nsri, eine erßene Flagge zu führen. Ohne das Dazmhur. vi-xle" 9wvcnniüchtigrr EMW?!“ wäre Mehmed Ali läng]? 9231WN§§77 drivrscU, sein verderbltehes Mondpol-Sy- stem, das er si-Lbsi i:»“zxn Grid-Coarir gelceixd wachen. WU], aufzi-J- geben. DN,“ Eigcnr-U.-§ drr Europäer aber erlaubt ck"?- asls Fä- den der Oéei'rH-äfte ix: 16111711 Händen eng zusammerxzuzlebkp- UM“- :mch Girtdünkrn der,“ Preis der Landes-Erzeugmsse zu bkstkaM Sind einmal die Vrrbindungcn mit Indien mittelst Qatüpfich1f§ fen organifirr, so Werden wir es auch noch erleben, daß rr dabei 9)?onopoie anspricht. Ucbrigens scheinen alie Schwierigkeiten, welche einer regelmäßigen Dampfschifffahrt auf dem Arabischen Pkeerbusen nach und von Indien entgegen standen, gehoben zu seyn, und es handelt sich nur noch darum, Entrepots zur Auf- bewahrung drr Brenn-ORaterialien anzulegen. -- Am 14. Rob. kam ein Dampfboot aus Bombay zu Suez an, weikhes die Fahrt in 52 Taan zurückgelegt hatte. Man erfuhr durch das- selbe, daß die Völkersiämme Yemens sci) Mehmed Ait unser- worfen haben. _

Belgrad, 18. Dez. Der rastlose Fürst Miiosch ck| dem Wunsche der Pforte, durch Serbien fahrbare Poßstraßen anle- gen zu lassen, mit Bereitwiuigkeic entgegengekommen. Gleich mit Eintritt des Frühjahrs soll mit diesem Werke begonnen wer- den, und in wenigen Jahren soll es vollendet seyn. „Die Pöst- skraße von Belgrad bis Alexinza wird den Namen „Obrenowitsch- Straße“ erhalten, und dieses Werk allein wird das Andenken des Fbrsien für Jahrhunderte begründen, abqesehen von den vielen andern wohlthätigen Institutionen und Vortheilen, weiche Serbien und zum Theil auch die angränzenden Staaten dem Fürsten »))?iiosch verdanken. -- Ein herber Schlag steht dem Fürstlichen Hause und dem Fürsten selbst bevor. Der Erbprinz 'Miian ist nach einem MYM Spazierritte plößlich erkrankt und lirgt nun seit ein Paar agen befinnungsws danieder. Man hat den Fürsten vermocht, in dieser angsivollen Bedrängniß nach_ alter Sitte und Türkischem Aberglauben alle Gefangenxn fret. zu lassen, um gleichsam durch ein Opfer den Himmel zu iühnrn, was indessen nicht aligemeinen Beifall fand, sondern von-Vie- len, die da giadbrn, daß das Gebet von Dieben, Fördern und andern Verbrechern dem Himmel nicht angenehm seyn könne.- mit Kopfschütteln vernommen wurde.

Inland.

Berlin, 15. Jan. Am 10th d. M. beging der Iusiiz- rats) und ?[dvokat-Anwalt bei dem Rheinischen Appellations- Gerichtshose zu Köln, ])1'. Bleissem, sein 50jähriges Dienstju- biläum, bei welcher Griegcnheit ihm die Insignien des ihm von des Königs Majestät Liliergnädigsk verliehenen Rothen Adler- Ordens dritter Klasse überreicht wurden.

-- Das Serhandiungs-Znsritut hat fich veranlaßt gefun- den, von der Befugniß, die dasselbe sich in seinen Obligationen vorbehalten har, Gebrauch zu machen, und die sämmtlichen bei dem „Institute noch zu 4 pCt. Zinsen stehenden Kaoitalien zum 1. August d. J. zk! kündigen. Indessen soll es den Besitzern von Seeixandlungs-Obligationen freistrhen, ihre Kapitalirn auch schon früher zu erhcben, wcnn anders sie diesclbrn nicht vrm 1. August ab zu z.;- pCt. Zmsen bei dem gedachten Jusiirme aufs neue belegen wollen. Wer letzteres wüns'ciU, muß sich je- doch srätcstcns bis zum !. Zaii meldrn, dam't die neuen Obli- xxakionrn ausseferté-„xr werden können. Für d-e Folgr nimmt die?

* Scrbandlunq überhaupt nur Kapitaiien zu ZH pCt. Zinsen und

in Summen von 50 Rthlr. und darüber, weiche durch 10 th;.ii- bad" find, an.

- Man schreibt aus Köln unterm 10cen d. M.: „Seit drm 1. Nov. v. Z. ist die Lebhaftigkeit des Schifffahrts-Ver- kehrs auf dem Rheine immer im Steigen gewesen. Außer cmer bedeutenden Ansuhr von Koioniai-Waaren, Worantrr besondch große Pdrtien rohen und halbraffinirten Zuck-“ers für die vielen- hiejigen Zuckersiederricn, wurden vorzüglich starke Transporte diedjäbrigrr Weine von der Mosel wahrgenommen. Angekom- men sind hier in dem Zeitraums vom 16. Noro. bis zum 15. Dez. zu Berg 1.34 und zu „Thai 320 beladene Fahrzeuge. Jm bieiizxen Hafen befrachtci wnrdrn zu Berg 68 Ulid zu Tbal 45 Fahrzeuge. Unter den angekomm'nen Schiffen waren 9 vom. Amsterdam und 7 von Rotterdam; sie brachten mit den Nied» ländischen Dampfschiffen zusammen 63,948 Ctr. Von Hoiiatxd kommend, sind hier vorbeigefahren 77,081 Ctr., und Rheinauré wärts verladen worden 24,134 Ctr. Auch diesmal bestand Ws. nigsirns ein Drittheil dirser Veriadungrn aus Warren dcs htc- sigen Eigenhandeis, und kaum 15,000 CU". waren Spedicons. Güter, so daß man annehmen kann, daß von den von Holland hier angekommenen Waaren etwa 50,000 Cn". dem Eigcnhandci und nur der kleine Rest von 1.1,000Ctr. der Spedition angehören:; In dem hiesigen Hafen hatten die Waaren auf den Werften sich so sehr angehäuft, daß die Löschung der Schiffe oft unnr; brochen werden mußte, und Stockungen entstanden. Der Was.- serstand ist der Schifffahrt auch in dem erwähnten Zritraume sehr ungünstig gewesen. Etwas bedcutende Ladungen konnten ohne Leichtschiffe nicht weiter gebracht werdet). Der Dienst der Dampfschiffe zwischen Kdin und Piainz iii _ichon mit Ende No- vembers emgeskeUr worden, und die Dampf|chtffe find natd dem Winterhafen Ruhrort abgegangen, tro gegenwärtig 6 Dampf- schiffe dcr Rheinischen Geseuschast halten, um den «wöhnlichen Winter-Repararurcn unterworfen zu wcrden. Der Bau dcs neuen Dampfschiffes, „Kronprm von Preußen“, iii senen sehr vorgerückc. Es wird anf dle oystruceion des Schiffes silbsk sowohl, als der 'Die-schine", gkove Sorgfalt verwendet. Die Maschinen sind von _dem System der kombinirttn Expensions- Maschinen. Ein zweites nrues DatUPfsthiff für die hiesige Ge- sellschaft, der „BUMM- tsk der Gewerkickwft der uten Hrff: nungs-Hütke in Beilrliuriq gegeben, Auch dieses chiff wird komvinirte Expensirns-MaiMnen erhalten, und ist für die Strom- strecke zwischen Köln und Mannheim bestimmt, während der „Kronprinz von Preußen“ die Bestimmung erhalten“ wird, zwi- schen Mannheim und Straßburg zu fahren.“ .