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CM„ an dem zweiten den ältesten Sohn des Herzogs von Mel- UUIWU- Marquis von Douro, und am leßten Herrn Planta, ""'" der Kommissarien der Ostindischen Kontrolle. Dieses Dc- W'kément- so wie das Feldzcug-Amt und die Admiralität, haben bw ]eßt unter allen Zweigen der Verwaltung das meiste Unglück Rhabt. Die Blätter der Opposition hoffen , daß das Ministe-
rium im Unterhause nicht in geringe Vcriqgenheit kommen dürfte,“
den" es MW? ibm, Was namentlich das Seewesen. betreffe, in Welch7k Beziehung es bis jetzt bloß durch den Admiral Beres- sokd tm UnterhaUse verti'eten sey, an Beamten fehlen, die vor- kommenden Falles auf die Fragen der Opposition Rede und Ant- wort stehen könnten , Wodurch sich die Schwierigkeiten für Sir "Ross" Peel immer mehr häufen würden. Auch die Times kanrz nicht umhin, es als sehr ungelegen für die Verwaltunß zu bezetchnen, daß die beiden Lords der Admiralität, Sir G. Lock- duvn und Sir Z. Rowley, und die Herren Planta und Daw- kon bei den Wahlen durchgefallen.
, „ Der Standard behauptet, die Konservativen hätten durch die neuen Wahlen bis jetzt zwischen 40 und 50 Stimmen, und die Times giebt die Zahl derselben auf 46 an. Diese Verstär- kung der konservativen Partei, welche übrigens von der Times WM kpeziftzirc wird, soll durchweg mehr auf Kosten der Whigs als auf Kotten der Radikalen vor sich gehen. Der Spectacor baltekaixf eine Verstärkung der Konservativen um 1.00 gerechnet, und außerte gestern, als ungefähr ein Drittel der sämmtlichen Wahlkn bekannt war, daß sich darunter nicht über (50 neu hin- zimkkommene Tories befänden. Dieses Blatt bcrech11et nun für ')“ nächste Session 235 Tories und 423 Reformer, also eine Ma- jvrität von 188 gegen die Minister. Die ministerieüen Blätter “machen jedoch darauf a'ufmerksam, daß unter den auf den Listen der ii- bcralenZeitungen figurirenden Reformern auch solche Mitglieder mit eingerechnet seven, die, wie namentlich Sir F. Burdetr, Oberst Evans, Herr Tennyson, Herr Hawes und Andere, bei Gelegen- biit der Wahlen erklärt hätten, daß fie sich dem Ministerium nicht unbedingt opponiren, sondern mehr auf die »Maßregeln, als auf die Personen sehen würden; von diesen sey also zu erwar- UU- daß sie bei Abstimmungen,'wo es lediglich auf eine Demon- skrarion gegen die Minister abgesehen sey, wie z. B. bei der Wahl des Sprechers und bei der Adresse, gewiß nicht gegen die Verwaltung stimmen würden,
So sehr die Times zu Gunsten des neuen Ministeriums spricht, so bleibdste doch immer noch dabei, daß fie dies nur msofern thue, als fie die feste Ueberzeugung habe, daß daffelbe auf der Bahn der Reformen fortschreiten werde. „Das 51110 41-111 1101» eines freundlichen Verhältnisses zwischen dem Engli- schcn Volke und der konservativen Regierung“, sagt sie in ihrem gestrigen Blatts, „muß das unbedingte Aufgeben jener Vorur- thciie und Abneigung der lelzreren gegen den Rcform-Grundsalz sei)". Man bedenke ja, daß vom Voike keine Annäherung an die Anti-Reform und ihre Männer oder Maßregeln auSgehen “wird und kann; die Annäherung muß vielmehr dem Volke ent- gegen kommen, und wenn dieser Grundsatz von den Konserva- tiv'en nicht zugegeben. und unwandelhar befolgt wird, so muß ihre Lage als schlechthin verzweifelt und unhaltbar betrachtet werden. Als einzige Bedingung für die Erhaltung des nenen “Ministeriums stellten wir gleich anfangs auf, es müsse eine ReformäVerwaltung seyn, oder sie werde _nicht drei Monate 1ang am Ruder bleiben. Dieselbe Ansicht wird, wie wir uns mehr und mehr überzeugen, von Sir Robert Peel und der %)Nehrheit seiner Kollegen gehegt; an der Erfüllung dieser Erwar- tung hängt ihre politische Exiftenz; sich dagegen 11 sträuben, wäre geradezu paradox; es könnte eine furchtbare evolution in England verursachen, allein die ersten Opfer derselben würden die Wahnsinnigen seyn, die sie hervorgerufen hätten.“ Daß die Times sich in der Ucberzeugung, die sie von den Absichten der jéßigen *Minisker hegt, nicbt irrt, zeigt fdlgender Artikel, Womit der Albion gestern Abend sein Blatt begann: „Wir erfahren, daß die Regierung Sr. Majestät schon höchst wichtige Maßre- geln vorbereitet, die dem Lande zur Genüge beweisen werden, und war nicht allrin durch Worte, sondern durch Tbatcn, daß die iinisier Willens smd, dem' Volk ihren Eifer für Erspar- nisse und ihre Entschlossenheit u praktischen Reformen zu zeigen.“
Die leidenschaftliche :Oppoizition, womit die Morning Chro- nicie täglich über die Times herfällt, erklärt letzteres „Blatt aus den niedrigsten Beweggründen, indem es aus der Persönlichkeit der jeßigen Eigenthümer der Morning Chronicle folgert, daß sie ihr, der Times", den Absatz verkürzen wollten. Die Widersprüche, welche jene“ Zeitung in der Sprache der Times vom vorigen Sommer und in ihrer jcszigen entdecken will, sucht letztere durch folgende Erklärung aufzuheben: „Es ist wahr“, sagt sie, „daß wir zu Lord Grey sagten, er habe nichts, worauf er sich verlas- sen könne, als das Volk; aber eben dasselbe sagen wir auch zu Sir Robert Pee]. So wie jedoch D*Conncll, es auch behauptet, nicht das Volk von „Irland ist, so 0113 auch die Ultra : Radikalen und Dcstruktivcn nicht das Bri- tische Volk. Zur Beleuchtung ihrer ]elzigen Politik liefert die heutige Times unter Anderem auch ein Schreiben eincs Gen- fer Bürgers aus Philadelphia vom 29. November über „die furchtbaren und alle Sittlichkeit uncergrabenden Wahlamtriebc, die in den Vereinigten Staaten aus dem daselbst mehr oder minder ausgebildeten Prinzip des aligemeinen Stimmrechts her; vorgegangen seven.
In Irland predigen die katholischen Geistlichen das Stim- 111cngeben gegen die Tories als“ eine religiöse Pfifcht, und OEM- neU versichere in seinen Reden gegen den ihm entgegengckiellrcn 'Tory-Kandidaten, man Werde den Wählern, wclch_c fiir die To- ries siimmen, einen Todtenkopf an ihre Hausthur malen und ti)rc Häuser wie mit der Pest behaftete Wohnungen meiden; Niemand Werde ihre SchWelic betreten, kein ““Mann sich mit i!)- nen in Geschäfte einlassen, kein Weib mit ihnen reden; sie wür- den das- Gespött der Kinde": seyn, und in ganz Irland als Va- terlands-Verräther proklamirt werden.
Oberst Maberw, der Vorgänger des Obersten Fox in dem Posten eines Ober-Aufsehers des Geschüßwesens, hat kurz vor dem Eintritt der jetzigen Minister icine Stelie mit dem lebens- länglichen Amt eines Zoll-Kommissars vertaustht.
Lord William Bentinck hat dem Supercargo des Schiffes „Tmcamp“, Herrn Rogers, aus Boston in Amerika,. eine schöne silberne Vase zum Geschenk gemacht, als Zeichen der Anerken- nung für die glückliche Ueberbringung der ersten Ladung von Amerikanischem Eis nach Kalkutta. Diese Ladung bestand aus ungefähr 100 Tonnen, die Zu 64 Ces. das Pfund verkauft wur; den und den Rbedern !*.-500 Dollars einbrachten, während ihnen dsieuganze Expedition nicht über 500 Dollars (??) gekostet
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h Gestern eingegangene Berichte aus Jamaika vom 1!) „Nov. lauten, wenn sie nicht etwa von den KoionialwaarenxHändlern übertrieben worden, höchß unerfreulich und Besorgniß erregend. Es soll dreimal dci" Vermch gemacht worden seyn, die Stadt Savana in Mac in Brand zu stecken, und die Neger schienen
Wenn er“
-schickt.
82 „
durchgängig entschlossen, höchstens bis 6 Uhx' Abends zn arbeitcn oder gar nicht. Auf einer Plantage zu Shrewsbury, wo 400 Neger-Lehrlinge beschäftigt smd, und wo früher wöchentlich 30 Oxhoft Zucker gewonnen wurden, sdll jcizc wöchentlich nur ein Oxhoft produzire werden. * _
Nachrichten aus Mexico vom 25. Okt. zufolge, herrxchte 1th dort wieder vollkommene Ruhe.
Niederlande.
Rotterdam, 7. Jan. Ueber den bereits mehrfach erwähn- ten Untergang des Dampfßootes „Pvlach“ melden dffentiiche Blätter folgendes Nähere: „Scheint es doch, als ob es unjerer Regierung nicht gelingen sollte, ein großes Dampfboot auf die Station von Java zu bekommen! - Das Mxßlingen des ersten Planes mit dem „Atlas'“ (eincm Dampfdoote eigener Art, wel- ches, nachdem ein paar MiUioncn Gulden darauf verwandt wor- den, fehlerhaft in seiner Cdnsrruction befunden ward, nämlich zu lang und zu schmal, und deshalb die Reise nicht unternehmen konnte) ist bekannt. Ein zweiter Versuch ward durch die Bel- gische Revolution unterbrochen, und nun war man an dem drit- ten. Die Regierung machxe nämlich der .Niederiän- dischen Dampfschijffahrts ; Gcsellschafc hier den Antrag, ihr den „PvladeS“, ein schönes, großes, für Bewaffnung aus- gerüsietcs Dampfschiff abzukauscn, und ihr dafür 300,000 Fl. und 84,000 Fl. Prämie zu bezahlen, jedoch erst nach Ankunft in Batavia. Denn unser Kömg, eingedenk dcs miß- lungenen Versuchs" mit dem „AriJ“, wollte lieber etwas mehr zahlen, und sicher seyn, daß das Schiff" die Reise nach Ostindien glücklich zurücklegen könne. .Die Dampfschifffahris- Gesellschaft ging auf den Vorschlag ein, und bot nun aljes auf, um etwas Vollkommenes herzustellen! Alle, die den „Py- ladés“ sahen, ließen dem Erbauer die Gerechtigkeit widerfahren, daß keine Sorgfalt, noch Kunst u. s. w. gespart worden. Doch wollten Einige bemerkon, daß man auch dieSmal(wief1Üher beim „AtlasU die Dimensionen unrichtig gegriffen, und das Boot zu schmal im Verhältniß zur Länge gevgur habe. Da nun eine solche Proportion weder solid noch seehaltig-seyn kann, so wurden Wetten gelegt, daß das Schiff bei schlechtem Wetter nicht aus dem Englischen Kanal kommen würde. Am 1. d. M. fuhr nun der „Pylades“ von Helvoctsiuis bei schönem Wetter ab, gerieth zWar in der alten, Maas auf den Grund, warde jedoch durch ein anderes Dampfboot glücklich wieder abgebracht. Einige Tage darauf ging er bei sehr günstiger Witterung in See, beglei- tet von dem Erbauer, Hrn. Röntgens, und mehreren seiner Freunde, die mit dem Lootsen nach dem Hafen zurückzukehren gedacycen. Man versammelte sich einige qunden nach dcr Abfahrt in der Kajüte, um einen fröhlichen Abschied u begehen, als plötzlich die Meldung geschah, es dringc das * asser mic solcher Macht in den Boden des Schiffs, daß alle Pumpen ihm nicht Mhren kqnnten! Man kann sta) die Bestürzung der Anwesenden den- ken. Alle eilten auf das Verdeck, jedoch nur, um sich zu über- zeugen, daß an Erhaltung des Schiffes“ nicht u denken 1er), und man nur darauf bedacht seyn müsse, sich selbs? das Leben zu ret- ten. Zam Glück umgaben den „Pylades“ so viel kleine Schiffe und Böte, die ihm auf der schönen Jahre bei dem herrlichen Wetter das Geleit gegeben hatten, daß die Rettung aller am Bord befindlichen Mannschaft und Passagiere möglich ward, und es kam dabei'nur ein Mann, der an dem Ofen der Maschine beschäftigt war, ums Leben! » Das prächtige Dan1_pf]chiff, der „Pylades“, selbst aber ging vor den Augen seines Trbaucrs - unter! Es sind darauf in England 300,000 Fl., und hier und in Amsterdam 100,000 Fl. versichert. Werden diese nun bezahlt, so kann sich die Niedekländische Dampfschifffahrts-GescUscHasc schon tröticn; fie verliert dann nur Zeit und hat neue Erfah- rungen gewonnen! _ keiten machen und mit einer Zahlungs: Weigerung Wegen Sec- Untaugiichkeit durchdringen, so wäre dies ein so empfindlicher Verlust für die Gesel]schaft, daß der Werth der Action darunter leiden müßte; Daß das Unglück dcs „Pylades“ _durch bösliches Anstiftcn veranlaßt worden, ist zwar mitunter gejagt, wird aber nur von Wenigen geglaubt. Wahrscheinlicher isr cs, daß das Schiff bei dem Festfißen auf der Bank in der Maas eincn Leck davoncrug, der erst bei (Gores zum völligen Durchbruch kam. Natürlich kann die obcnerwähntc Disproporticn _d-xc Länge und Breite, wenn sic Überhaupt statthatte, an dic1em Unfall bei ruhigem Wetter und stiller Sec keine Schuld haben.“
Polen.
Warschau, 16. „Jan. Am Neujahrsmge alten Styis skat- teten alle Militair- und Civil-Behörden Sr. Durchlaucht dem Fürsten Statthaltsr ihre Glückwünsche ab. Abends war in den Sälen des Schlosses ein glänxcndcr Maskenball, der bis um .; Uhr nach Mitternacht dauerte. Alle Kostüme zeichneten sich so; wohl durch Schönheit und Rcichthum als durch Geschmack aus. Am Abend vorher beehrten der Fürst und die Fürstin von War- schau einen vom Grafen Konstantin Zamoyski gegebenen Ball mit ihrer Gegenwart.
Der junge Türke, welcher kürzlich hier getauft wurde, hat den Namen Michael Warncnski erhalten. Er ist in Konstanti- nopel geboren und heißt Mehmed Hassan. Seine Aeltern hat- ten ein Kaffeehaus, und als der Sdhn 11 Jahr alt war, gaben sie ihn unter die Ianicscharcn, bei denen er drei Jahre blieb. Als der Krieg mit Rußland begann, wählte der Sultan 17 Freiwillige aus diesem Corps aus, zu denen auch dieser I)ieh- med gehörte. Bci Warna wurde er von den Kosaken gefangen genommen, und ein Russischer Oberst, der von Geburtein Grieche war und früher mit dancltern dcs jungeuTürken in freundschaftlichcm Umqange gelebt hatte, nahm sich seiner an und stellte ihn dem Groß- fürsten Michael vor; dieser iandte ihn sogleich auf das Schiff „Paris“, auf welchem fiel) der Kaiser befand. Auf die Frage Sr. *))Tajestät, ob er in Rußland bleiben onc, antwortete Mek)- mcd mit' Freuden Za. Er wurde nun reichlich vom Kaiser be.- schi'nkk und nach Warschau zu dem Großfürsten Konstantin ge; Seit dieser Zeit war er immer in Warschau. Den Namen Michael nahm er in der Taufe zum Andenken an die huldreiehe Aufnahme von Seiten dieses Großfürsten an, und den' Namen Warnenski 111“ Erinnerung daran, daß er “bei Varna zuerst die licbreiche L cfinnung der Christen kennen gelernt hatte.
Deutschland.
Kassel, 17. Jan, . Ja der Sitzung der Ständr-Vcrsamm; lung vom 11. Jan. wurden die einzelnen Paragraphen des Ge- selz-C'ntwurfs übe.“ die Forsb, Jagd- und Fischcrei-Vergehungen durchdiskutirc „und größtentheils angenommen. Der dem Gesetz anliegende Forst-Straf-Tarif wurde bis zu Salz 77 unter An- nahme des größten Theiss der einzelnen Sätze diskutirt, dann aber die Diskussion wegen vorgcrüc'c'ter TageSzeit und weil der Landtags-Kommiffar, Heri" Regierungs-Rath Koch, erklärte, er haba noch eine Mittheilung der Staacs-Regierung zu eröffnen, abgebrochen und die Diskussion bis zur nächsten Sitzung vcr-
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Solltcn aber die Versicherer Sci)wicrig-.
tagt.. Die erwähnte, von dem LandtaszKonmex daraus v" icxcne Mittheilung, wonach dem zum stellvertretenden Adxxeo-Wet* crwähleen Assessor Rßode zu Hanau die Genehmigung zUm'C' tritt in die Ständc-Veisammlung wegen Unabldtmniichkejx ni" crtheilt werden kann, wurde auf den Antrag des V:“,Mäsw'w
.ten dem Legitimations-Ausschuß zur Prüfung überwiesen im
die Sitzung darauf geschlossen.
Münche11,15.Ian. In der Münchener politisches
Zeitung liest man: „Oeffenciiche Blätter des In; und Au landes haben bereits mehrfach der Feste erwähnt, Welche ihr Erachtens im Oktober 1). J. in allen Städten des Reichesau Anlaß des Löjährigen Ehebundes Ihrer Königl. "Wéajeüäten “„ troffen werden, Wir können mit Bestimmtheit ver1ichern,da Ihre Majestäken sich alle und jede für diesen Zeitpunkt bcabfichrigce öffentliche Freudenbczeugungen ausdrücklich verbm Haben, und daß der Königl. StaaW-Ministev des Innern inozz, ser Beziehung folgendes Schreiben an die Königl. General-«m, miß'aire'und Regierungs-Präsidenten erlassen hat: „„Dmu:
habens Königl. Ehepaar feiert in dem Laufe dieses Jahres» Z.sxzäk)rige Dauer seiner so glücklichen und für Bayern so seg,“ rcichen Verbindung. Famiiicn-Fesi nach dem Beispiele „Ihrer Majeßäten des hdi vcrewigten Königs und der verwittweeen Königinduf den Kr: dcr Königl. Familie beschränkt wissen und zählen mit *„ stimmtheit darauf, daß aus Anlass desselben, durchaus k Feierlichkeiten irgend einer Art angeordnet und daß vielmehr
den Gemeinden, Corporationen und Privaten alle Und
diesfalstge Ausgaben ferne gehalten werden.““ - Der dene.“ dige 12, Oktober 1835 wird daher allerdings in allen Ex Bayerns ein Tag der Freude und der innigsien Theiln seyn; die Haupt und Residenz-Stadt wird durch die auf., Oktover 1835 treffende Industric-Ausstellung, so wie viel] auch durch die seit mehreren Jahren eingeleitete Vervollßi
gung des von dem Vermählungstagc ZZ. KK. MM. avi menden Oktoberfestes in dem Sinne der Nürnberger und bcrgcr Volksfeste in jenem Zeitpunkte an Glanz und regem ben gewinnen; das erhabene Familienfest aber wird seiner tur und altem Deutschen Herkommcn gemäß nicht durch in:. Prunk und laute Demonstrationen, sondern in dem Schoße
Regenfen-Familie und in dcn Herzen eines treuen Volkes
gangen werden.“ "
Stuttgart, 15. Jan. Der Landtag von Hohenzol! Sigmaringen ist am 5. Januar durch den Geheimen Rath Präsidenten von Huber in Auftrag Sr. Hochfürstl. Durchl." schlossen worden. _
Vorgestern feierten dcr Kriegs-Minisier, eriherr von“ -* und sein Bruder, der General-Lieutmant Freiherr von in Ludwigsburg das Jubiläum ihrer funfzigxährigen Diem?“ Morgens wurde der Firiegs-OJTinister von den Musiken der ' schiedenen hier garnisonirenden Militair-Corps begrüßt, später von einer Deputation des Ojfizier-Corps beglückwüns Heute geben die Offiziere der hiesigen Garnison den beiden “» bilaren ein Mittagsmahl auf dem Museum, an welchem Offiziere der auswärtigen Garnisonen Theil nehmen.
Darmstadt, 15. Jan. (O. P. A. Z.) Die Wahl-
-Geh. »))?edizinal-Raths |)-*.“Ritgcn zu'Gießen, an die St:
des nicht beurlaubtcn Hofgerichts-Raths Zuehl, zum Abgeord- ten dieser Stadt, hat si .; des vollsten Beifalls alier Guigejin ten erfreut. ])1'. Ritgen isi nicht bloß einer der ausgezeiWet/i Professoxen der Universität, sondern _als Arzk und GeledMW ganz Deutschland geachtet, überdies ein viel erfahrner GSW mann und ein treuer Anhänger des Fürsten und seinerRtg rung. So würdig diese Wahl und ganz angemessen der und ihren Interessen, namentlich im jeßigen Augenblidke, isi, mußte se dennoch überraschen, da man nach dem durch ein
fentliches Blatt bekannt gewordenen Schreiben der GießnerW ler an ihren vorigen Deputirten, worin sie sich geradezu zu» Grundsäßen der Majorität der aufgelösten Landtage, also] äußersten Opposition bekennen, ein ganz entgegengejeßtes Rei tat befürchten mußte. Sie läßt sick) nur dadurch cr] ren, und ist in sofern noch eine besonders erfreui Erscheinung, daß bei weitem die Mehrheit der Gicß Bürger jene von den Wählern ausgesprochenen Ans- nicht theilt, und diese deshalb nicht in ihrem, sondern d-* Mehrheit der Bürgerschaft angemessenen Sinne und den
verstandenen Interessen der Stadt gemäß, wählen zu m'- glaubten. -- Die Wiederanskellung des pcnsionirten Kreisgert Präsidenten Aull zu Mainz in den aktiven Staatsdienst ist
mehr bekannt gejvordcn. Er wurde zum Ober-Appellationss“ Cajsation6gcrichtsrathe befördert, eine ehrenvolle Ernennung- !ich des allgemeinen Beifalls erfreut und schon länger ausges ebenen Wünschen entspricht. Herr Aull ist so großer Kanne!“
eifriger Freund der Rheinischen Institutionen, und diese kon" in dem Höchsten Gerichtshofe des Großherzogthums nichr wü ger vertreten werden. Zugleich widerlegt diese Beförderung neuem thatsächlich das von Böswiüigen immer: wieder und mentitcl) vor den Rheinischen Wahlen vielfach ausgesprengts„ rächt, als beabsichtige die Regierung die Aufhebung jcnci'I" tutioncn. Die Regierung hat diese stets geachtet und wo änderungen cintraten, waren es nur gewünschte Verbesseruni auf dem geschlichen Wege. -- Gestern starb hier an einer Bk" krankheit der Bürgermeister der Residenz, Herr Lauteschläscl cin aligemein geachtetcr Mann, noch in seinen besten Jahr'"
Frankfurt a. M., 13. Jan. Hr. Senator Baus“ 9?“ Ende dieser Woche ebenfalls nach Berlin, und war über M* Gestern Abend gab der I'ieapolieanischc onsul, B““ Karl von Rothschild, zur Feier “des Geburtstages des KM von Neapel einen .so brillanten Bail, daß an allgemein bei)“ ccc, ein solcher habe in Frankfurt noch ni )t stattgefunden- Straße War mit Pechfackeln erleuchtet, _und am Eingang “ Hoiels duftcten köstliche Spezercicn und Eisen en von orienk schen Rauckzpfannen. Heute gab der Russiche “esanoee,Fre “„ v. Austen, bei Gelegenheit des Jahreswechsels ("a._ St-)„ splendides Diner. Ueberyaupc fehlt es bei uns diesen _Wml nici)? an Diners, Bällén, GeseUscbaften u. dgl., und dieE des Kaufmannstandes steht dem diplomatischen Corps “ nicht nach. ! Herr Charles Durand, Redacteur des Journal de Fk“ fort, R aus Rußland wieder in unserer Mixte angekommen- Jn Berg auf den am WeibnachtszAbend gegen den' tiker Gollmiik ausgeführten Mord-Versuch wird 1th Folgen' gemeldet: „Als Herr Gollmick nach seiner “)'.IZiedeilstkstell das erstemal wieder ausging, wurde ihm mit der Stadtpsst Brief nach Hause übersendet, wvrin ihm mit ***-.sIZi-kdékhomng ' Mord-Versuchs gedroht -wird, wenn er nicht unterlaksc- I"" Besuche zu machen. Die Polizei, die den oder die Frevler : *U'chk entdeckt hat, muß nun allerdings Herrn Gollmich erlau * Waffen zu tragen und jedem Anfall aufs nachdrücklichste 1"
Ihre Majestätcn wollen dieses bkdemsq ,
Aufreizung und
1 "UF Regierung
Wasn.“ -- Die am verflossenen Donnerstag ASend in der Nähe
des hjesgen Doms“ angefaUene und verwundete Frau wird, da genommen, schwerlich
ihre Krankheit eine schleMe Wendung wieder aufkommen.
Luxemburg, 14. Zan._ Dem hiesigen Journal zu- folgs- hat das iki Arlon befindliche Belgische Gouvernement war die vorgeschriebenen Kantonalräihe zur Bildung der Bür- er-Garde angeordnet, ]edoch nur für den Wallonischen (d, h.
5 ;gxrmxöfisch xedenden) Theil des Großherzogthums mit Einschluß
yon rlon jelbst. Das genannte Blatt giebt zu verstehen, daß es wohl seine guten Grüpde haben möge, Wenn dieses Mal der Deutsche Theil der Provinz von der allgemeinen Maßregel usgenommen worden sev.
SchWeiz.
Von dem Inhalte der' neuen Note des Kaiserl. Oesterrei- ischen Gesandten ( Zürich, den 1. Januar datirt und an den torort Bern gcrichtetd theilen wir aus der Frankfurter Ober-Posk-Amrs-Zeitung Folgendes als das Bedeutendfte
it.
I" diesxr Erklärung aUein (nämlich der Tagsaßnn vom „_ ZW hinilchtlick) der fremdeanjlüchtlinge), in deren etFOlicber md gleichmäßiger Erfullung von wetten aller etdgcndsyischen Stände, ann dcr Kaisers. Königl. Hof, gleich den übrigen Nachbar-Staaten,
.me Grundlage künftiger ununterbrochener freundschaftlicher Ver-
ältniese mitßder Schweiz finden. Daß Vorgänge, wie jene, die im .erßos'ch Juli im Kanton Bern stattgefunden, und über welche
“„11N11chbar-Staaten vergeblich bei der Regierung dieses Kantons
„eschwerdeegefübrt haben, mit solchen Vcrlhäitniffen nicbt besehen önnen, daruber l_ann wohl kein Zweifel obwa ten. Wenn die Schweiz it Recht daraux besteht, daß sich daH Ausland von keiner Seite .rr 'in ihre inneren Angelegenheiten mrschc, so haben die anderen )'e errungen „vgs Rßcbt, zu vcrlgngen, daß man auch auf SchWeize- is cmFBoden uch iiicht mit de„n ttzneren Angelegenheiten fremder Län- er befasse“, aiso eine - gietchvtel aiif welche Weise - sicb kund ebenda Etymtschixtig auf diesem Gebiete nicbt gestatte, die fich von er Verbreitung tenzdselYer Gesmqungen unter den Angehörigen rcmder Staaten (die 1“: _ zufälltY tn der Schweiz befinden), von -rr Vorbereitung „feindseliger Plane gegen diese Staaten und von hbnenden, belerdrgetxden Handlungen gegen ihre Fürsten und Re- .ixxutxgen nach Umsiand'cn und günstiger Gelegenheit bis zu einem tndltcven Uebxrfau steigern Funn, und wirklich bereits gesteigert *.“- Wenn die „Schwaz mit. Rccht von dem Auslande Achtung r thrc Institutionen und Einrichtungen, für ihre Regierun s- ormen, Verfaessungen ,und verfaffungs'mäßigen Behörden, für i re agsakzung, fiir „die eidgenössischen wie für die Kantonal-Fahnen erlangt, so in sie nicht men_der„schuldtß, die gleiche Achtung den uswärtigen Regierungen bet sich zu tchern und zu geben; wie
enn Achtung immer durch Gegenachtung bedin t, und Gegen-
itigkeit vorzüglich die Haupt:Grundlaqe des ölkerrechtes bil-
et. Weit entfernt daher, daß die Nachbär-Staaten » wic Uebel-
ouxnde jgern in der Schwe_iz ausstrcuen - die Ehre der Eidgenossen- ch_ast ver eisen, dte Schwetz stören und necken, um Unruhe darin zu men, beßebt das Janz: Verlangen der Nachbar-Staatcn darin, aß'sie von Seiten er Schweiz her nicht gestört und geneckt, nicht cletdtgt und beunruhigt werden; das; demnach die Schweiz bei sich icht dizldc, was in dffxntltciwn Aeußerungen, Plänen oder Ausfüh- img fcmdselt gegen dtc Nachbar-Staaten geri tet ift. Je Mehr teNachbar- tanten während der seitdem der offenen 6 Monate
“ren innern Föderativ-Schwicri keiten binlänglichc Rechnung getra-
Zen hxiben, desto mehr dürfen te das feste Vertrauen hegen, daß es .er Erd enoffenschaft und threm Vororte ernst und dringend ange- das ÖeJebc'm Wort zu halten, keine feindselige
eeidtgung gegen dte Nachbar:Staaten im Lanzen Gebiete der Schweiz ferner zu dulden, diejenigen Frem- en und Flüchtlinge, die dcrgleichen versuchcn, ohne Nach:
legen ey ,
icht nicht bloß aus einem oder dem andern Kanton, sondern
aus der SchWeiz fortwcisen zn lasen _ ohne welche Vcrjüqung die
erschien Beschwerden der Nachbar-Staaten nicht gehoben sern wür-
en _ und endlich redlich mit ihxen Nachbarn in guter Eintracht l_eben. So wie der K. K. Hof eme bestimmte, unuznwundcne Be: ätthkng der von der leisten Tagsatzung gegebenen feterlichen Zusage non weiten dLs jetzigen hohen Vororts zuversiwxlich erwartet, so ist erselbe auch uberzeugt, daß eine (ihnliche Besiättgung von den übri- -cii Nachbar-Staat'cn der Schwetz in Anspruch genommen Werden ird. Jedenfalls werd die zu erwartende ErklärunY die Bedingung er Fortsetzung der alten freundnachbarlichen Vcrh ltnisse, oder der *- aßsiab dxr von den Nachbar-Staaten ungern anzunehmenden ver: -nderten GteUung seyn.“ -
“In der Allgemeinen Zeitung liest man: „Durch die ebertragung der vorörtlichen Functionen an Bern möchte die schweiz gerade nicht in die freundschafclichsken Verhältnisse mit em Auslande treten, denn Bern hat zu viel Veranlassung zu lagen geqeben, und das Benehmen seiner Regierung hat für UedHerkömmliche so wenig Achtung gezeigt, daß nichts nach- hetltger für die Schweiz seyn konnte, als diesem Kanton die „entral-Leitung anvertrauen zu müssen. Es war allerdings schwer, ies zu hindern, und Niemand wird daraus Stoff zu Tadel hmen wollen, allein wenn von der einen Seite gewissenhaft ix Upabhängigkeit eines Staats geachtet wird, und man jede mmxsäyung in dessen innere Verhältnisse unterläßt, und da- durch sm_1e Freiheit und'Selbstständigkeit anerkennt, so hat man andererseits auch eine ähnliche Reziproziiät anzusprechen. Deutsch- and kann peremtorisch verlangen, daß allen Unbilden ein Ende gemacht Werde, die, im Schoße des Berner Conseils gegen das Au81and beschlossen, von den fcindlichsten Gestmmngen ge- )?" dasseibe Zeugniß gaben. ZUM)? emgesta'ndenermaßen auf nichts Anderes abzielen, ais kk den gewerbtreibenden Klassen in Deutschland Mißbehagen 3" ekikUgen, und die Revolutionnirungs-Sucht so weit als" Möglich zu verbreiten , smd Ergebnisse , die eine Regie; "'US m den Augen der übrigen cntehren, wenn sie sie auch ZM augenblicklich duldet, aber sie brandmarken, wenn sie diesel- M' befördert. Was hat nun Bern Anderes gethan, als zur kxlfühkung der fremden Handwerker behülflich zu seyn, den s? sien Demagogen Schuß und Unterkunft zu gewähren, damit '“ kacht_los imd sorgenfrei ihre Doktrincn verbreiten, und ihre vÜnger tn die Geheimnisse der Demagogie, die das Heiligsie zu sesracbten befiehlt, einWeihen können? Niemand. wird es daher ttsam Ünden, daß, wenn man auch das Daseyn einer Regie- fxnlg nicht.Wegle'zgnen mag, man doch gerade keine Nyigung mh t, mit thi- in nähere Berührungen zu treten, so lange sie ei- Ons Gang nicht verlassen will oder kann, der alle Fi'eunde dcr sick“) "Uns aufrUft, auf ihrer Hut zu seyn. Vorerst dürften diese . daran beschränken, a11e Gemeinschaft in intellektueller Be-
' "h""!!„ZU untersagen, und wenn dies nicht fruchten sourc-
später m der ganzen Ausvehnung des Wortes sie!) von ei-
:s _ zit_isoliren, die sich nicht selbsk_zu achten weiß- es wcrd gewiß wenigstens bei allen Deut1chen Regierun- :" n der Fail sevn, und man darf sich daher nicht wundern,
chskens eme Erkläruüg von. dieser Seite erscheinen zu se-
hen, worin genau bestimmt wird, wie gegen Bern vorzuge»
en sey.“
Die Handwerkéburschen ;Vereinc, .
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Italien.
Rom, 5. Jan. (All . Ztg.) Die e ta e nd au die- ses Jahr mit der üblichen Feierlichkeit vorüFbesrtgeZansgm, unc?) das Oßerhaupt der Kirche verrichtete selbst alle heiligen Functionen. Eine Deputation der Einwohner von Rom legte ihre Freude darüber, und ihre Wünsche für die Erhaltung seiner Gesundheit zu seinen Füßen nieder. Während dieser Zeit wurde nicht an Geschäfte gedacht, und die ausländischen Angeleqenhcéren schienen für den Augxnblick anz in den Hintergrund'gecxexen. IL?! werdet) fie eifriger ervorgezogen. Der Stand der Dinge 111 Spanien und Portugal giebt allen denksnden O)?c1»sche:1 Stoff gepug zii Betrachtungen über die Vsrhältniise Kirche, indem der geistlichen Hicrarchie eixi herber Terim? drohe. Ich verstehe hierunter nicht den Verluß an (Geld; die Sum- men, Welche nach Rom stießen, als man gewöhnlich glauöt, ste sen und Bestätigungen ab, welche !!icht 1ed95 Jahr gleich fim); so_ndern der Verlust besteht darin, daß der Einfluß, welcher von heir aus. bisher geübt wurde, und welcher zur Einheit der Kirche iiochwendig ist, nach und nach immer lockerer wird, WN durch mit der Zeit das Schiimmfie zu besorgen ist. Die Nach- rtchtc11 “aus der neuen Welt hingegen lauten erfreulicher; in den Ye-remtgten Staaten von Nord-Ameriia macht die katholische Re,- lcgion bedeutende Fortschritte, und die römische Propaganda fin- det fich für ihre Bemühungen reichlich belohnt. Es sollen dort mehrere neue Bischofssiße errichtet werdon. Unsre innern Ange- legejxhexien regeln sich immer mehr, und man hofft, daß dieses Jahr viele Mißbräuche, welche noch in verschiedenen Zweigen dxr Verwaltung stattfinden, abgeschafft werden dürften, wozu dte'Regierung gegenwärtig den besten Willen zei t. Das Röm1sch17 Publikum beschäftigt ssi) seit einiger Zeit viel mit einer Eisenbahn, welche von Ancona nach Civitavecchia an- gelegt werden, und ganz in der Nähe von Rom vorbeigehen sdu. Es ist von mehreren ausländischen Kapitalisten ein Plan hierüber der Regierung vorgelegt worden, worin die Be,- dmgungen für das Land äußerst vortheilbaft gestellt seyn sdllen; auch smd bedeutende Summen der Regierung als Cau- tton angetraqen. Man will Thalwege gefunden haben, wobei die höchste Steigung der Straße nur unbedeutend ist; dadurch würden die Kosten der Anlegung freilich sehr vermindert wer- den, Die Sache ist schon einigemale bei der Regierung zur Berachung gekommen, aber bisher hört man noch von keinem Entschlusse, dci sich viele Zweifel und Rücksichcen erhoben ha- ben. Es ist ntchc zu leugnen, daß, wenn eine solche Verbin- dung zwrschen unsern beiden Haupt-Seehäfen zu bewerkstelligen wäre, es für den Handel von größter Wichtigkeit seyn würde, da der'Weg zur See um die Südspihe von Italien mit vie,- lem Zenverlusie verbunden isi, ohne die Gefahren zu rechnen, Weltchte das enge und doch so stürmische Adriatische Meer dar.- te e .
hängen lediglich von Dispen-
Spanien.
Die Cholera nimmt in den Distrikten von Caceres, Ciudad Reale, Cordova, Ligo und Malaga allmälig ab. .
In dxm Theurer zu Granada haben Unruhen stattgefunden, wxil sich einige Personen dem Rufe: „Es lebe Isabella !!,!“ widersetzten. Der General Rojal redete die Zuhörer aus seiner L_oge an, und gerieth in Wortwechsel mit einem zur Stadt-Mi- liz gehörenden_Manne, der sogleich verhaftet wurde.
Zu Santillana de la Mar isi eine Karlisiische Verschwörung entdexki und zugleich sind 800 Gewehre, die in einem der Hä- fen dieser Küste gelandet wurden, in Bcschlag genommen. _ Da der Gouverneur von Tortosa erfahren hatte, daß die Ueber- reste der Insurgencen der Provinz Catalonien sich in den Höh- len der Umgegend verborgen hielten, so sandte er zwei leichte Compagnieen des 5ten Regiments ab, welche den Anführer der Bande, Vallée, mit 26Mann gefangen nahmen. Etwa 10 wur- den gytödtet und nur Wenigen gelang es, zu entkommen. Die hierdurch wieder hergestellte Ruhe ist eine große Wohlthat für das Land. -
» Der Korrespondent des Mo rning- Herald theilt in einem Schreiben aus Madrid vom “31. Dezember folgende, wenn sie fich, was“ freilich die Frage ist, bestätigen sollten, schr merkwürdige Aufschlüffe über LlaUders Stellung und Streben mit: „Llauders Jncriguen“, sagt er, „sind zu Schanden geworden, und Mar- linez de la Roda und Toreno hasen mehr Stabilität erlangt. Llauder hatte die Königin ganz gewonnen, und sein Plan sollte ihr bei einem Gastmahlc mitgetheilt werden, das sie vergangene Woche auf ihrem Landfihe ihm, dem Herzoge von Alagon und Munoz gegebxn; die Entschlossenheit Toreno's aber, welcher der Regentin sogleich aufwarcere, und ihr seme Entlanung darbot, unterstützt von den Vorstellungen des „I)iarquis von Amarillas und mehrerer der angesehensten Procekes und Prokuradoren, brachten die Königin zur Vernunft zurück, und der Plan des „Embryo-Cromwcil“ :| für den Augenblick gescheitert. Er hatte die Furcht der Königin, daß eme Revolution auszubrechen im Begriff stehe, rege gemacht, und sie hatte ihm die _. Jacht ertheilt, die Minisi-er abzuseßen und neue zu er- nennen.„ Llaudcr schlug zuerst „ vor, daß Toreno an der Spitze ch Conseils stehen und Remisa der neue Finanz-Mini: ster sevn dolle; als er aber fand, daß sich Toreno nicht bethörcn
ließ, bot er diesen Posten dcm Pizarro Ulid das Porrefeuilic der ; “: Zi'igc so öffentlic.) dargeleat hätte.
Finanzen dem Remisa an. Er erklärte sodann öffentlich, daß dcr L_iberaiismus zu schnell fortschreitc, und das; die Prinzipien des Herrn Zea die einzigen wären, die für Spanien paß'tcn, räumte zwar ein, daß Zea 11icht dcr Pkann sen, diese seine Lei)- r-cn selbst in Ausführung zu bringen; in den Händen aufgeklär- tcrer Männer würden dieiclbcn sich aber als sehr Heilsam dewäiz- ren. So sprach Liauder, und wenn ihm kem Einhalt gethan
worden wäre, so würd' er in einer Woche eine Revolution her: ' : seine Gcßnnmtgen über dcn Gegenstand aUSOTÜCkC-
ß feln nicht,
beigeführt haben, denn die Bürger-Gardc, die er insultirt [Jane, war bereit, gegen ihn aufzustehen, die Garde wiirde sicb für Quesada erklärt haben, und da er-keinc anderen Anhänger, ais den Herzog von Alagon, *))kuiwz und die Königin hatte, io sprachen alle Zeitungen, und besonders die ministcrielle „Abcja“, frei von der Leber weg, und starke Anspielungen wurdcn ge- macht, daß er ein Verräiher sen. Der Regentschafts-Ratk) und mehrere der Häupter beider Kammern drückten sich in einem gleichen Geiste aus; die Königin war genöthigt, nachzugeben, und Liauder für den ?lugcyblick jene ehrgeizigen Absichten zu beseitigen, die ihn “dereinst auf das Schaffott bringen dürften. TNadrid is nicht Barcelona, Casriiien nicht Catalonien, und ob- qieich er da, wo er allein Herr war, dominiren konnte, so wird Llauder doch hier zu Viele finden, die seine Pläne streng be- wachen und se zu vereiteln.im Stande sind. Das beste und eigentlich „Spanische“ der Sache ist nun, daß Llauder noch im- mer Kriegs-Minisier ist und dicht bei Martinez de la Rosa und Torer über die Anschläge für die Armee diskutirt. Es fehlt den beiden Ministern an Much, den Mann zu vertreiben, der sich
der Halbinsel „zu!: „
smd bei Weitem nicht so groß. ,
Er . .“ Freund und BundeSgenossen folgen; oder, ob sie die Breite und Z Tiefe des Abgrundes, den sie zu überschrciecn aufgefordcri wer) . den, messen, ehe" sie Über ihn hinweg (Odi'k in demelbeti hineiy; ; springen. Als wir sagtcn, daß diese Botschaft charakkeklsttsck) iw
gegen fie verschworen Hatte, um fie zu stürzen, um als Diktators den Despotismus wieder einzuführen, Um eine Französische Ar- mee nach Spanien zu rufen, und um die Finanz-Pxäue Toro- no's -- diesen 1108113 061.15 der aktiven und passiven Schuld «- umzuxioßen. Für wa rscheinlich hält man es, daß in einer sol- chen Revolution Llauder und seine Anhänger “és Opfer fallen und die Königin vertrieben werden würde. Liaudcr sieht nicht im mindesten wie ein Diktator aus. Er ist ein [axxger dünner '))?„Nn mit einem Larxrtixn-Geschce und einer ungeheuren Nase- ein sei;. ci-mder NMMO und spricht seine I)21ictersprache nieht Timna? kiwi»...-
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Lisa. €) 1" 12“. .. „- »..'1„ ,LJe geskriße HOP Zeitung entHälk foixx-„cndxzn «7571.1ko - ».c'i'ci „ZHW “Maxestäten, die „Königin"- 11:13- die 311125771111, ci'“ 11.717.361- hem 1111"; 1 Ui)? "Nachmittags Lord 'oward xc Walden d1dock1mächt1111cn Ministsr Stk. Briiisckzcn 5 ?ajestäi, LL**.1chL!.' de.irvczx I)iajestätcn, von Scixen Ik)??? Jia]?-
' siäten dss Kömigs 111:d der Königin von England, ein Paar 11.11-3-
gezeichnet [(Wörter qoids-nec. m.tc Diamanten besexzter, Uudmii dim Namenszuge Jiscr L?»;itescl1en Majesiären vexseßency Armc bänder 1“:berre:chte.-““
*“ Die Morning Chronicle enthält nachstehende Pram?- . ?ixehciiung aus Lissab on vom 3. Januar: „Heute wurde;: die Cortes bis" zum 20. Januar prorogirt, um die Ministch ww ich glaube, in den Stand zu seßen, einige Maßregeln, die sie schon lange vorbereitet:, in Ausführung zu bringen. Ngch demx was ich von einigen Devutérten gehört habe, steht zu hosen, daß die Debartcn in dieser Session nicht so heftig sept) werden, WZ? in der vorigen. Seit der Vertagung der lclzten Cortes *sind dd?- öffentlichen Blätter weit gemäßigter. Das Opposition“ Blakk sprieht sich zwar immer noch heftig gegen die Regierung aus“, aber es herrscht in seinen Aufsäßen nicht mehr jene skÜ- herc Erbitterung. Der Nacional, das Organ der ul- tra-radikalen Partei, fährt in seinen Beschuldigungen ge“ gen den Herzog von Palmella fort. Einige ONitarbeiteu an diesem Blaue sind geWiß Männer von bedeutenden Talenten- aber es" fehlt ihnen die Klarheit und Bestimmtheit des Raéson- nements, welches die Hof-Zeitung so sehr auszeichnet. DEL Aguia, welcher im Verdacht des Migueliömus .|eht, isi noch mysteriöser und dunkler, als das radikale Blatt, und für Ie»- mand, der nicht zu seinex Partei gehört, kaum versiändltck). Miguelistische Gesinnungen smd jeßt nicht mehr in der Mod:: und wenn die Herausgeber dieses Blattes irgend ein Mitgefühl für die gestürzte Partei äußern, so werden sie nicht 50 Exem- plare absetzen. Es iki ein günstiges Zeichen für die zunehmende“ Wißbegierde und Intelligenz des Portugiesischen Volkes, d-ß ein für die unteren Klassen bestimmtes Blatt, 0 9011011100 (10; ])11])1'05 (?[rmen-Zeitung), nächst der Hof-Zeitung, die größte Verbreitung hat.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
Washington, 5. De. In der Sitzun des Senats am 3. Dezember legte der * räsident den 1 rlichen Berichr des Secretairs des Schatzes über den Zustand der Finanzen vor, der ohne Weitéres nebft den beigefügten Dokumente:: zum Druck beordert warde. Hierauf theiite der Präsident noch den Bericht über die Einnahmen und Ausgaben der Regierung in dem ver- flossenen Jahre mit.
In der Sitzung am 4ten erhielt der Senats-Präsident foi- gendes Schreiben des Präfidenten Jackson:
„An den Senat der Vereinigten Staaten.
Ick übersende dem Kongreß ein an mich gerichtetes Schreiben des Herrn George Washington Lafayette, das die erste gravtrte Kupferplmtc von der Unabhängigkeits-Erklärung begleitet, welche Platte sein großer Vater, als einen lehren Beweis der Achtung, patriotischer Léxbe und Unhängltchkeit für sein zweites Vaterland- dem Kong:“cß vermacht hat, damit se in der Bibliothek deffelben «mfgciiellt Werdc. Ic!) erfülle die trauriJe Pfiickyi, Ihnen dies kost: bare Vermächtniß dcks großen und treffichen Mannxs zu übxrsen- den, dcr, während eines langen Lebens, unter mannigfachen Weck): seln und in beide_n Hemisphären dex: Grundsätzen der bürgerlichen Freiheit, welche in jener merkwürdi en Erklärung aufgcsicUt wur- den, treu blieb, und der yon “„einer '; ugjcnd an bis zum leisten Au- genbliékc seines Lebens dic"edeltztüthigte Aiihänglichkcit an unser „cliebtcs Land bewahrtc. Wnshtngton, den 21, De amber 1834.
Zac. son.“
Nachdem das erwähnte Schreiben von George Washington Lafayette verlesen War, trug Herr Ewing auf die Feststellung der nördlichen Gränzlinie des Staates Ohio an. Der Antrag erhielt die ersie Lesung.
Dcr Washington Intelligencec besinnt in seinem Blatt vom 4. Dezember seine Betrachtungen über die Botschaft, des Präsidenten. Nachdem er den Stil im Allgemeinen gelobt: und bemerkt hat, daß sie Vieles enthalte, dem er völlig, bei,: stimme, dagegen auch Manches, was er nicht darin zu finden gewünscht hätte, geht er folgendermaßen zu den Veryälmissen
' mit Frankreich Über: „Wir sehen in„dickem Thciic der Vor-
schaft den Geist des alten Soldaten, empfindlich gegen Beleidi- gungen, mögen sic wirklich oder nur eingebildet seyn, ungeduk
' dig über Zögerungen “.ind unbesorgt um die Folgen, welche aus
der Wiaßregci, dieselben zu bcseiiigen, entstehen können. Bit?l jetze h:“.t sich in den auswärtigen Verhälrniisen der Vorri- niqrcn Staaten mchxs ereignet, was diese charakteristichen Es muß s1ch nun zeigen, ob unsere Mitbürger Kamp.“ und Blutvergießen so sehr lieben. daß sie ihrem Führer blindlings in einen Krieg mit ihrem alter.
für Unseren Präßdcncen, meinten wir keineswcges, da!; sie alle
Wir zwei- Bocschaft und ihrer Empfehlungen , wäre er dabei seinen eigenen Eingebun- gen gefolgt, noch feindseliger lauten_ würden , gls jeßt, Es hcißt, imd wir können in der That mch?» daran zweifxln, daß in dcr Botschaft ein weir milderer Ton gegen FT.7“?'kretch herr- schen würde, wenn den ernstlich?" Abrathuann 0?“ _RKLHIEÖU' des Präsidenten Gehör geschenkt worden wäre. Wir zMifein nicht, daß w-xsere Rathschläge übergiimmc wurden, und daß die kriegerische Neigung des Genexals weder durch Gcaengründei noch durch Bitten ganz unterdruckt Werden konnte. em möge jedoch seyn, wie ihm wolJe, genug die in dieser Botschaft gegen Frankreich geführte Sprache muß sowohl in Betreff des Zwecks, den man dadurck) erreichen , als der Uebel und Gefahren, die man dadurch vermeiden will, als höch| unglücklich betrachtet wer- den. Konnte irgend etwas da u beitragen, die Befriedigung un- serer Forderungen an jene egimz auf eine lange Zeit hin- auszuschieben oder für immer ausxu yen, so ist es der bei die- ser Gelegenheit von unserem Pr fidenten gebrauchte herausfon
daß die Sprache der
*F'Y-“M!WNFWUW'"* - *