1835 / 22 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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derndx und drohende Ton, wenn die Französische Nation un- glücklcchxuveise nicht die persönlichen Meinungen und Gesinnun- J:" desjenigen, der diese Innung einnimmt, und diejenigen des .c-olkes, dessen beschränkter Repräsentant er in den auswärtigen Beziehungen 01, unterscheidet. Was würden wohl die Einwoh- yer der leuiztm “Staaten, in selbst der Präfident, dazu ge- sagt haben, "wennde: König der Franzosen den Kammern seines Landes anempfohltn hätte, auf seine Veranmortung ein Gesetz zur (.???an von Nepressaüen gegen das Eigenthum unserer Regierung 1111 e Kongreß ck nicht beeiln, einen gewissen orschlag anzuneh- men? ürde unser Kongreß bei einer solchen Drohung ver- zqgc werden, oder würde er nicht erst warten, um zu sehen, ob du Kammern fie auch wirklich ausführten? Und wenn die „Kam- Mern solche Repressalien biüigten, würde der Kongreß, mit dem Messer an der Kehle, bewilli en, was ihm früher unvernünftig geschienen? Das Weitere ber diesen Gegenßand müssen wir 1018 vorbehalten; doch sey es uns hier noch verstattet, die Hoff- nung auszusprechen , daß die Empfehlung des Präfidenten nicht nur in unserem Lande, sondern aus auswärts, als nur von ihm allein ausgehend betrachtet werden wird, und daß es nicht wahr- scheinlich ist, daß fie die Billigung des Kongresses oder des Volkes der Vereinigten Staaten erhalten werde.“

Der Courrier des Etati-unis ist zwar für sein Theil auch yer Meinung des obengenannten Blattes, bcmerkt jedoch, daß dae meisten Oppofitions-Bläner, welche sonst alle Maßregeln der Regierun zu radeln pflegten, in dieser Beziehung ihr voll- kommen beip lehnten.

Inland.

Berlin, 20. Jan. Des Königs Majestät haben zum Bau eines neuen Schulhauses in Esperstedt (Reg. Bez. Merseburg) elne hBeihülfe von 400 Rthlr. als Gnadengeschenk zu bewilligen gem 1.

-- Die zwar große, aber arme Gemeinde zy Roéß sch im Bitterfelder Kreise des Reg. Bez. Merseburg .',at im Laufe der Jahre 1833 und 1834 ein großes Schulhaus mit 2 Klas- senskuben und Wohnungen für zwei verheirathete und einen Un- verheiratheten Lehrer mit einem Kosten-Aufwande von circa 2840 Rthlr., wozu des Königs Majestät die Summe von 400 Rchlr Allergnädi | geschenkt haben, erbauet und ist dasselbe am 10. Dez. v. . eierlich eingeweihet wo'c-den.

-- Die tadt Eisleben (Reg. Bex. Merseburg) hat im verßossenm Iahre-1788 Rthlr. Kommunal-Schulden getilgt.

""? In Bezug auf die in der Nr. 11 der Staats-Zeimng enthaltene Nachricht von den im Regierungs-Bezérk Merseburg für das abgebrannte Dorf Kirchheilingen aufgekommenen mtlden Gaben sind uns noch folgende nähere Notizen ugegan-

en: Am 31. Mai v. I. wurde das im „Kreise LangenZalza des ?Kegierungs-Be irks Erfurt belegen: große, wohlhabende und sick) durch die iederkeit und den rechtschaffenen Sinn seiner Einwohner vortheilhast aUSzeichnende Dorf Kirchheilingen bis auf wenige übrig gebliebenen Hütten innerhalb 2 Stunden ein Raub der Flammen. Bei der Schnelligkeit, mit der das Fener um sich griff, konnten die Einwvhner nur Weniges von ihrer

abe retten; der größere Theil des Viehskandes kam in den ' sammen um, und bei einem Verluste von mehr als 80,000

thlr, hatten die Abgebranntsn nur eine Entschädigung von etwa 27,000 Rthlr. aus der FeuerzSocietäts-Kasse zu erwarten. In dieser großen Roth bewilligte das Königl. Ober-Präfidium der Provinz Sachsen für die Abgebrannten eine Sammlung milder Gaben innerhalb des Provinzial-Bezirks. Diese Sammlung hat, so weit die Nachrichten bis jest reichen, 3554 Rthlr. 29

Sgr. ergeben. Außerdem haben des Königs Majestät den 216- 7.

gebrannten ein Unerhöchstes Gnaden-Gescbenk von 2200 Rthlr. zu bewilligen geruht, und aus den benachbarten Gothaischen und Schwarzburgischen Landen find noch 152 Rthlr. 5 Sgr. 5 Pf. für dieselben eingegangen. _ -- Die Geschäfte der in Marienwerder bestehenden Ge- neral-Kommisfion zur Regulirung der gutsherrlichen und bäuer- lichen Verhältnisse haben im Laufe des verflossenen Jahres fol- gende Resultate geliefert. Zunächst smd die Befiß-Verhältnisse der Einsassen in 1224 Ortschaften untersucht und von diesen in 907 gänzlich beendigt worden, so daß sie nur noch in 317 zum Abschluß zu bringen smd; 6059 früher zuvverschiedeyen Pachtx rechten wohnende Ackerwirthe haben das ngenthum three“ Höfe unö damit ugleicb eine Fläche von 522,903 Morgen erworben; den Gutsbetßern aber, die das Eigenthum verliehen haben, find als Entschädigung 223,474 Morgen zur freien Dispoütion zu- rückgegeben worden, außerdem haben fie an Kapital 77,318 Rthlc'. erhälten, und an Renten jährlich 48,253 Rxblr. baar und 4758 Sckxeffel Getraide zu fordern. -- Anträge aux Ablösung von Dien- sxen und Naturalien snd von 462 Ortschafcen gemacht und in 349 abgeschlossen worden, so daß noch 113 zu Ende zu führen snd. V9§12497 belasteten Grundstücken sind die Dienste uud Naturalien abgelöket und den Berechtigten als Entschädigung 5096 Morgen

1

Land, 1380 Rehlr. Kapital und 6808 Rthlr. jährliche Rente über-

wiesen. Durch die Regulirungen und Dienst-Ablösungen zusammen

sind 148,166 Spanntage und 258,056 Handtage abgelöset. - Von 2018 Anträgen aufGemeinheits-Aufhebungen find 1.118 erledigt und 700 noch zu erledigen, und bis jetzt 2,701,204 Morgen aus dxr Gemein- heit gesetzt. -- Endlich 111 noch zu bemerken, daß em vorigen Jahre 640 Prozesse anhängig waren , wovon 131 durch rechts.- kräfeiqe Entscheidungen, 10 durch Entsagung, 62 durch Verglciä), also 212 im Ganzen beendigt, und nur noch 214 in erster Zn- stanz, 161 in zweiter Instanz, 80 in dritter Instanz und 23 in

der Rekurs-Jnßan] schwebend smd. _ .

' «» Im Könogsberger Landkreise und am Laufe des verflossenen Jahres aus einem Flächen-Inhalce von 10,301 Hu- fen Magdeburgisch mit 35,489 Einwohnern 7535 wilde Obst- baum-Stämmlinge neu gepflanzt, 6872 Obstbäume dUkch Pfro- pfen, Okuliren, Kopuliren :c. gut gemacht und 8220 schon gut gemxehte Obstbäume verpflanzt worden.

- Am 31skm v. M. erfolgte zu Kosten, im Reg. Bez. Posen, die feierliche Einweihung des daselbst neu erbauten Schulhauses. .

- Aus der tabellarischen Uebersicht, welchke dre Kranken- Anskale der barmherzigen Brüder zu Breélau uber 1h1'e Wirk- samkeit während du verflossenen Jahres bekannt gemacht hqt, ergiebt sich, daß die genannte Anstalt in dem angegebenen Zett- raume 967 Kranke aufgenommen, davon 701. vöUig gesund, 14 ““W““, 37 unge ““ MUMM hat, während 60 derselben ge- siorben und 56 no in der Kur verblieben find. Dazu kommen aber außerdem noch49 „Kranke, die vom Jahre 1833 her noch in der Anstalt verblieben _ en, und wovon 45 ganz esund,

,erleiehecrt, 2 aber uns * t entlassen worden snd. ie be- ?andeluuKranken gehörten nicht bloß den verschiedensten Reli- gions-Pareeim an, sondern waren zum Theil aus den verschie-

olkes der Vereinigten Seaaten zu eben, im Falle der .:

84 densien Ländern Deutschlands, einige sogar aus Polen, Rußland und Frankreich gebürtig. -- Bei Dirschau ist die Weichsel am 12ten d. M. zum Stehen gekommen und am 13cm auf übergelegten Brettern die Fuß - Passage eröffnet worden.

Vermischte Nachrichten.

Da auch im vorigen „Jahre wieder aus verschiedenen Ge- genden Deutschlands und der Schweiz Auswanderungen nach den Vereinigten Staaten von Rord-Amerika stattgefunden haben, so möchte es hier wvhl .am Orte seyn, das Wesentlichen aus ei- ner im Monat Oktober v. 3. zu Baltimore erschienenen kleinen Broschüre mitzutheilen, worm die seit dem Jahre 1817 daselbst bestehende Deutsche Gesellschafc von Maryland, dem Zwecke ih; rer Stiftung gemäß, denjenigen Deutschen und Schweizern, die eine Auswanderung nach den Vereinigten Staaten von Nord- Amerika beabsichtigen, einige wvhlgemeince Winke giebt, um sie vor unermeßlichem Elend zin bewahren.

„Zuvörderst“, heißt es 11 décfer Schrift, „ist es gewiß rathsam, daß derjenige, welcher mit dem Gedanken umgeht, von Deutschland nach den Vereinigten Staaten auszuwandern, |ck wobl prüfe, ob

. seine VermögenNUmsYände, seine Anlagen, seine Sinnesart, sein er- lerntes Handwerk, sem Alter und scene Gesundheit auch dtenlich„

snd, ein solches Unternehmen auszuführen; denn gar mancher, der unüberle t, oder durch Andere verlenet, den Schritt gethan , hat, und gew hnlich zu sväx, es bitterltcb bereut. Es ist nur zu wahr, daß in Deutschland mexj'tens eine verkehrte Ansicht von den hiesigen Verhältnissen unter denjenigen obwaltet, _wel : den Gedanken des Aus'wanderns apfgcfaßt haben. Gewöhnlecl) md solche zu entbu- siastiscl) dasü'.“ etngenommen, als daß se erst die ruhige Ueberlegung walten „lassen sollxenx daß fie ersi sollten von der rechten Quelle die Erkunde ungen etpztchcn, und dann entscheiden, ob üe für dieses Land pa en oder mehr. In Deutsch1and giebt es einen Wust von Bü- chern'übexAmerika, zum Theil, geschrtcben,_um Geld damitzu verdienen, und m dccscr Avficht mit Veldern ausgeycbmückt, die der Wirklich-

" keit nicht entsprechen, an denen aber der Enthusiast seinen Gefallen

hat, und die er durch scme eigenx Phantasie und durch gegenseitige Mütbeilnnjg mitAndevn, wem): m semeJdecn eingeben, nur in cj-

? nem noch ubertriebeneren Lichte auszumalen sucht. Verderblich sind,

unserer Anscht nach, jene,.Zus'ammenkünfte 111Deutschlnnd, wo eine Men e Personen s1ch verbmdltch machen, s7ch gemeinschaftlich bicr anxu tedeln, jene Klubs, wo über Ammka gelesen, gesprochen und geschrieben wird, und jene Bücher, von denen oben die Rede war. Will Jemand hterher kommen, der untersuche zuerst seine Ver. mögensZUmstände nnd berechne wohl,„ ob nach den Ausgaben der Reese bis an den afen, nacb fernen Unkosten dort, und seiner Passage hierher, tym noch genug übrig bleibt, um die „Reise von hier weiter fortzuseßcn- und nach Ankunft am Beüim- munzSorte Land u. s. m. zu fernem Fortkommen zu kaufen. Er un- ter suche weiter, ob seine Anlagen von der Art snd, daß er hier, wo der Mensch erfindercscl) seyn muß, sem gutes Fortkommen finden kann. Nm" tüchtcge „Ackerbaxnr und Handwerker wcrden äch- unse- rer Anücht nach, für tvre Retse helohnt finden. Der-Kaufleute giebts" 1171 Ueberfiuß; Künüler finden mehr gehöxégx Anerkennun ihrer Vev- dtenfte, es sey denn, daß fie etwas Vorzygltckzes leisienk nnen, und dkc Englische Sprach? verstebxn; Predt er, Gelehrte, Advokaten, Aerzte, werycn uch fast énmgcr m ihren - rwartungen getäuscht fkn- dcn, zumal wenn sie nicht uberwiegendc Talente defftzen. Wir ha- ben oft Persotxen hier gesehen, welche Landwirthschaft erlernt hatten und hter ankamen met der Erwartung , Verwalter auf großen Gütern „werden zu können, und fich nicht wenig wunderten, als _ma_n tbnen sagte, solche Stellen gäbe es hier gar nicht- Wir snd mtt Andern zusammeantroffen, die in Deutschland

or|=Wessenschaft ßudirt hatten, und te nun hier eine Anüeüung

achten, und ebenfalls erstaunt waren, wie in diesem waldreichen*

Lande dix ForsY-Wissxnscbnft n1chtbdhergcschäst würde, indem man ihnen mcht dre germgüe Hoffnung eines Fortkommens in ihrem Fache machen konnte. Wem es aber a_n den nbthigen Mitteln fehlt, der bleebe 1a hter weg. War haben der Solchext, die dieses unbeach- tet gelassen und ihren letztep Heller am Einschiffungsplave auSgege- ben hatten, schon_ zy vtel Elend ?esehen, als daß wir un- sere Deytschen Mttbürgev nicht erm lich warnen sonten, die- sen Schritt „zu „thun, weyn se n1ch1t wenigstkns soviel ha- ben, daß st: ftch„ und thre Famtlien„ hier eine Zeit lang ernähren können. Ste_müffen sonst in Balxemore oder in der Nach- ba-csthaft bleiben, wo sie- in Ermangeluyg ctnes Unterkommens, ent- weder Schulden machen, odcr„schon m den-ersien Wochen ihren Landsleuten zu„r Last faUen. Dt; Deutsche Gesellschaft giebt Unter- stützung, wo ste Noth stehx, „allem unsere Mittel snd beschränkt und die Ansprüche haben fett etntger Zeét so ubxrhand gxnommen, daß wir bei unseren Gaben mehr als Zewhbnltcbe Vorsteht gebrauchen müffen, um nur da Flu geben, wo w rxltch zkußerste Roth und Krank- heit es erfordern._ der diese Noth rst mxtunter unglaublich groß, besonders wenn m_: Vater mit exner zahlretcyen Famclie in Armuth hier angekommen tsk, keinen einzrgen Freund oder Verwandten hier bat_, und wenn dann,„1vte oft der Fall, bei dem ungewohnten Kltma die „ganze Famelte auf das Krankenbett geworfen wird. andertx smd hier in solchem Elend zu fkndcn, und im strengen Wmtcr 111 die: Noth oft noch wxit ardßet'. Es 111 auch häufkg der Fall, Haß unbemittelte Leun,“ dre 1711) 1:1 den höheren Kia en zäh- len, mxt oberflächlichen EmvnhlungNBrcefen, an ansässige eutsche gexichtet, hier ankommet). Nur sclxen können solche Empfehlungen bet der Menge drr Avvltkanten zu den gewünschten Ansiellungen und Beschäftigungen führcn, sondertx ßeren Werkung muß nothwendiger Werse wadhnlich nur auf pecunmtrx Hulfx sch beschränken. Man kennt tek den Unterschied der Stande mcht wie in Deutschland. Dem Handwerker stehen die höchsten Ehrenämter offen, wenn er die Gaben dazu mit Treue und Redlichkeit verbindet; dagegen wird der vornehme, aber arme Mäßig änger bald zu der verworfenüen K!affe berabsinken. Ww Faden Beweise, daß manche Menschen, dée im Innert) angkscdelt ßnd, Briefe nach ih: rer Heimatb senden, worin fie cme gar günüége „Beschreibung von ihrer Lage „und ihrer) Umgebung machen, in der Absicht, Andere zu verlocken, stxt) auch xn ihrer Nachhaksthaft axtzuüedeln, weil dadurch der Werth thres Er enthums singt und ste vielleicht Gelegenheit haben, stcl) auf Ko cn Anderer em Vermögen zu erwerben. Wir warnen einen Jeden ernstlich, slch aus derglcichen Berichte 11 ver- lassen, bevor man sch _nicimvon dcr GlaubwUrdigkeit des chrei- bexs überzeugt hat. Ntchis tft abex thbrichter für Menschen, die kesne praktische Kenntniß der Veremßkten Staaten haben, als in Deutschland eine große Gesellschaft xn_b lden und mit fertigen Plänen zur Erbauun einer Stadt, zur Gcmxduns einer Kolonie seh hier,- her einzuschi en. Wtr haben noch necht Gelegenheit gehabt, ein günüiges Resultat von solchen Plänen zu sehen. Gewöhnlich sind schon vor der Ankunft hixr unter den MitxXlicdcrn einer solchen Ge- sc„llschnft manche M1ßbeü-gkeiteneund Zwi] igkeiten eingetreten, und mehr selten, daß Streit entsteht aber Dmge, die bloß in ihrerPhan- taste leben, aber nie in Wirklichkeit übcrgcben Werden, Man hat Jenau auf der Karte den Plnv vtzetclmet, wo die Kolonie sch nie- erlaffen soll, fi'ndet aber dort den Boden schlecht, die Luft unge- sund, den Verkehr schwierig, kurz, man siößt auf hundert vor- her nicht berechnete Uebcl: Einer verläßt die Gesellschaft nach dem Andern und bald 01 sie ganz aufgehoben. Nur kräftige fieißégx Leutx, dic Kc!) jn üble La en 111 en - stcb 111 ratben und zu helfen waffen und steh keiner rhcit sci) men- passen für dieses Lxmd- Wer da glauht, o'bne Geschick 1111?) Arbeit ein Fortkommen hat“ zu ffndcn, wer src!) einbildet, vter ecn_ behagliches Leben führen ?_u können, ohne Anjkrengung, der bleibe 1a 50 Hause, denn er wird [ck sehr getäuscht31nde11 Wer aber mit cmi cm Vermögen und nzlt Kraft und Th tjgkeat versehen, in der Ab cbt hierher kommt, sur fich und seine Kmver einen Platz zu finden, wo er _mit ange-

Wolkenzug

|ren terArbeit un ebindert den Ertrag des ?leißes seiner 1)“ genie en könne, der w rd bier Enden, was er , acht nicht zu übereilt handelt und sich zu sehr auf sein eigenes Uktbeély

läßt/ sondern den Rath wohlmeinender Menschen erwägt Und"

seinem Besten anwendet.

Meteorologische Beobachtung.

1835. ] Morgens | Nachmitt. ' Abends | Nach einmalig„ 19.3anuar. 6 uhr. 2 Uhr. 10 uhr. Beobachtung„

LUJ1Z*1'§1ch..'335,2 1'“'Par.|,332,7 1 '"Par. 329,9 4““Par.1Quellwärme Flak Luftwärme - 1,6 "R+ 2,3 “R+ 2,7091. Fl ßwä .

Thauvunkt - 5,00N.- 0,7“R.+ 2,4091. " ""e 1“ 11 Dunsisättg. 75 pCt. 80 pCt. 98 pCt. Wetter trübe. halbheiter. rcgntg. Wind ..... ' WNW. Y 1 W.

Bodenwärme 1,40)!

AuSdünst. 0, 11 sg" .,

""' iederschlag 0,00“;- K

Zerlinsr 116120. [)en 20. .!anunr1835.

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* l'aria, 14. 1111111111".

53 8011113 pr. compt. 106. 85. 1111 00111". 107. 5. 33 [1100 76. 80 1111 60111“. 76. 00. 5F KM]). [)1'. (70111111. _. ---- 1111 - 93. 50, Z anu. 1101119, 44-1» ZF 110. 27.3. [30119- 42J. 11 8119.11. 80111116 15F. LFZ 11011. 54. 9-1.

Tim]. 16. 00 »

Königliche Schauspiele.

Mittwoch, 21. Jan. Im Schauspielhause: König 111., Trauerspiel in 5_Abth., von Shakespeare. Nach dem ginale und der Uebersetzung A. W. v. Schlegels, für die * nigliche Bühne bearbeitet von Fr. Förster.

Donnerstag, 22. Jan. Im Schauspielhause: Das Käths von Heilbronn, großes Ritter-Schauspicl in 5 Abck)., nebst e Vorspiele in 1 Aufzug, genannt: „Das heimliche Gericht“, H. von Kleist, für die Bühne bearbeitet von F. von Ho“ (Dlle. Kiara Stich: Käthchen, als Gastrolle.)

Zu dieser Vorstellung smd nur noch Billers zu den L*» des zweiten Ranges :*1 15 Sgr., des dritten Ranges :*1 10 M zum Parterre :*1 15 Sgr. Und zum Amphitheater Z- 7-1- Sgr." Billet-Verkaufs-Büreau zu haben. -

_ Die eingegangenen Meldungen um Billers snd berü- tegt worden, und wird ersucht, dieselben bis Mittwoch den

Titrags 2 Uhr im Billet-Verkauss-Büreau abholen zu

widrigenfalw solche anderweitig verkauft werden müssen.

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11-1 47; 11111. -. 8111111. JZ - »

* Preuß“...«...s-Z......

Allgemeine

* Berlin,

AmUicheNachrUWWm

Kronik des Tages.

Des Königs Majestät haben A(lergnädigst geruht, die Land- .„jchxs,Affefforen Oedekoven und Pelman zu Köln zu Land-

ricyts-Räthen zu ernennen.

Der Notariats-Kandidat und Friedenögerichts-Schrekber , hann Georg Zohaentgen zu „Bonn ist zum Notar in 6111 ernannt worden.

Im Bezirke der Königl. Regierung zu Köln ist der bisherige Prediger an der reformirten Ge- einde zu Elberfeld, Johannes Wichelhaus, zum Pfarrer revangeliscyen Gemeinde zu „Bonn berufen worden.

ZeUungs-Rachrichtmx AuSland.

R u F l a n d. St. Petersöurg, 13. Jan. Se. Majestät der Kaiser ben den bisherigen Kommandanten von Äbo, General-Lteute- nt Turtschaninoff l., zum Kriegs-Gouverneur von Podolten

nannt. Der als Legations-Ratl) bei der diesscétigen Botschaft in

.“; .ien angestellte Staats-Rath Fürst Gortschakoff hat den Sta-

(.ws-Orden zweiter Klasse erhalten _ Der Gouverneur von Wilna, General-Adxutant Fürst Dol-

* kukaj, ist aus Wilna, und der Commandeur des ersten Infan-

rie;Corps, General-Adjutanr Neidhard, aus Miran hier ange- . en. mmAm 3. Jan. starb hier der Oberst des Corps der Steuer- ute der Katserlichen Flotte und 13211411» 616 "gelehrten Aus- usses der Admiralität, Wassly Berg,“ bekannt durch viele werth- olle Beiträge zur Geschichte der Rusfischen Literatur.

Die Kaiserliche Bestätigung eines neuen Fcäulein-Stéstes n Kiew ist zu „Berlin am 17. November v. I. erfolgt. Es ollen in diesem Stifte die Töchter armer Edelleute aus den ouvernements Kiew, Wolhynien und Podolien erzogen wer- .,„, und zwar wird die Anstalt für 120 Zöglinge eingexéchtet,

on denen jedoch die Hälfte nur gegen Bezahlung einer jährli-

-e:1 Penfion von 800 R61. aufgenommen wird? _Die Aqßalt wd zwei Kirchen haben, und zwa!" eine Griechisch - Rusmche nd cine Römisch-Katholische.

Nach der St. Petersburgisckzen Zeitung sind auf der harkowschen Universität unbesetzt die Profeffuren der Philosophie, er Gesetzgebung älterer und neuerer Völker, der Diplomatik, der taatswtrthschaft, der Landwirthschast, der Technologie, der an- elswissenschafc und JITanufakturenkunde, der Pathologie, der de_- apje, der Klinik, der Chirurgie, der Universalgeschichce, der Sta- isttk und Geographie und die Stelle eines Deutschen Lektocs: reizehn Professuren und eine Lektorstclle. Die vier Fakultäten,

welche sich die Universität theilt, werden genannt: die ethxko- olitxsche, die phyfico-mathemacische, die medizinische, die litera- ische. Die letztere las im verflossenen Sommer über philolo- ische Encyksopädie, Statistik, Griechische Grammatik und Grie- ische Schriftsteller, Perstsche, Türkische, Englische und Frau- öfische Sprache, Französsche Literatur, Horazens Oden, Römi- che Alterthümer, die Aeneide, thero's Rede [)1'0 1115-13 6111111119.

" Allgemeine Literatur, Polittk und endlich Gesch1chre der Russischen

'iteratur.

Der Hofrath Sotoff, Vkrfasser eines neulich erschienenen omans: „Der geheimnißvolle Mönch, oder einige Züge aus 'em Leben Peter's des 1.“ (und eines zweiten Romans: „Leonid, der einige Züge aus Napoleon's Leben“, so wie einer „Geschichte uropa's unter der Regierung Alexander's 1.) hat das Glück ehabt, dem Kaiser ein Exemplar jénes erstgenannten Werkes zu berrei_chen , und dafür von Sr. Majestät einen kosbaren Brat-

_- antring zu empfangen.

. Königsiädtisches Theater. Mettwoch, 21. Jan. Lestocq, oder: Zntrigue und Lu Oper in 4 Akten, von Scribe. Musik von Auber. Für Deutsche Bühne bearbeitet vom Freiherrn von Lichtenfiein. Donnerstag, 22. „Jan. Das Mädchen aus der Feen" oder: .Der Bauer als Miüionair, Zaubermährchen in 3 Akt

Markt-Preise vom Getraide.

Berlin, den 19. Januar 1835. Zu Lande: Weizen 1 Rthlr. 20 Sgr., auch ] Rthlr- 17 S- 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf, auch 1 Ntvlr. 761 6 Pf.; große Gerüe ] Rtblr. 7 Sgr. 6 Pf, auch ] Rthlr. 6 S“" 3 Pf.; kleme Gerät 1 Ntblr. 10 Sgr., auch ] Rthlr. 6Sg" Hafer 23 Sgr. 9 Pf., auch 20 Sgr.; Erbsen (schlechte Sorte; Rtblz WWS??- Wi ' ( ) Nhl - bl u 11 er: ezen „cer 2 tr. aucb [Rtk- Sgr. und ] Rtblr. 16„„Sgr.w3* Fk.; Ryggen/j Rt'hlr. 15 7 auch thblr- 12 Sgr. .. pf; gro e Gerne ] Ntblr. 6 Gar.; aua) ] Mtblr. 5 Sgr.; Hafer 22 S ' Erbsen (schlechte Sorte) ] Noble. 17 Sgr. 6 Pf. Sonnabend, den 17. Januar 1835. Das Schock Stroh 7 Ntblr. 15 Sgr., auch 6 Niblk-I Centner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pk- auch 15 Sgr.

Redacteur ()'-1 et“. M.

Gedruckt bei a. W- OTW“

gr 6 PH auch 21 Sgr. 3 P“ S

Zn Kronstadt snd während des vorigen Jahres 1011 Scbiffe ngekommen, worunter 123 Russtsche, 302 Preußische, 723 Eng- ésche, 95 Schwedische und Normegische, 189 Dänische, 59 Han; oversche, 132 Holländische, 47 Franzöfische, 8.3 Mecklenbu-xgi- ck?- 20 Hamburgische und 63 Amerikanische.

Der Werth der Einfuhren von Schweden nach Finnland ac im vorigen Jahre 1,927,500 R81. 40 Kop. B. A. und der er Ausfuhren von Finnland nach Schweden 2,203,336 Rbl. "'s. A. betragen.

Frankreich.

Paris, 14. Jan. Die mit der Prüfung des GeseßzEnt- wurfes über den Bau eines Gerichts-Saales für den Parrshof bxauftragte Kommission der Pairs-Kammer hat einstimmig auf dre Annahme desselben angetragen.

Der Temps sagt: „Vor einigen Tagen hatte man Ver- suche gemacht, den Herrn Roper-Collard dem Herrn Guizot näher zu bringen; fie „smd aber gescheixext. Die am Ruder be- findlichen Docerinairs fühlen sehr 9ka ““Über Nachtheil ihrem ystem durch das Schweigen und die vertraulichen Wißeleien des_Mannes zugefügt wird, den man im Publikum als den Vax Uk jenes Mysticismus betrachtet, welchcr eigentlich eher den Herren vonBroglie und Guizot angehökt. Herr Tbiers ist der einzige der jetzigen Minister, der den Herrn Royer-Coüard besucht, und Lxßterer empfängt zwar den Minister, stattet ihm aber niemals "'"" Gegen-Besuch ab. Ein emzigesmal ist Herr _Royer-Canrd “l_lf das Schloß eingeladen worden, hat aber diem“ Einladung Mehl Folge geleistet. Dek dtenstwiüjge Freund , der ihn dem Herrn Guizoc nähern wollte, “wurde mit folgenden Worten ab- S'Wieskm „„„Sie wissen sehr wohl, daß mir der Mann immer ck?" so tvemg gefallen hat, als seine Doktrinen. Ich habe sa-

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gen lassen, Faß ich es mit ihm hielte, ich kann, eben so gut sagen lassen, daß ich gegen ihn sey; das sind Dinge, Über die ich n1cht gebieten kann.““

Der zut_n Botschafter in London ernannte General-Lieute- nant Graf Horaz.Sebasriani isr znglecsch Mitqlied der Deputir- ten-Kammex für den Bezirk Vervins im Aisne-Departement. Am Tage 1eéner dortigen Wahl erließ er ein Schreiben an die Wähler, worin er sagte: „Siebcsorqen véelleicht, das;, weil nur das Amt eines Botschafters (in Neapel, wo der General fich zur Zeit noch befindet) übertragen worden, ich dasjenige Ihres Deputirten nicht würde erfüllen können. Seym Sie die- serhalk) unbesorgt! Beide Posten smd nicht mit einander unver- träglich; ich werde diesem Bezirke noch vielfältig meine Hinge- bung beweisen, und an den Séßuygen der Kammer Theil neh- mon.“ - Das Journal de l'AiSne bemerkt jetzt, daß die Kammer schon seit 6 Wochen versammelt sey, während Herr Sebaüiani noch immer ruhig in Neapel vsrweile.

Im Mémorial Bordelaés liest man Folgendes: „Es heißt, dock) ist dies noch zweifelhaft, Mina habe, um die Eskorte 016 von Elisondo nach Pampelona bestimmten TranSports zu ver- stärken, demselben 600 junge Leute von Pampelona entgegenge- schickt. Diese Unglücklicben, Welche den ausgezeichnetsten Fami- lien Pampelona's angehörten, sollen durch die Karlisten über- fallen und als Geisel zurückgehalten seyn. Fünfhundert Gtxiden und 100 Peseteros sind in diesem Augenblick in der Umgegend von Pampelona umzingelt. Die Karlisren haben ein Schreiben des Generals Espaccero aufgefangen, worin er sagt, daß seine Truppen in der größten Entblößung, ohne Sold, ohne Kleidung, ohne Fußbedcckung seyen; ihre Erbitterung ist aufs höchste ge- stiegen; er hat kein Mittel, fie im Zaume zu halten, und giebt von neuem seine Entlassung ein, die er, wie es scheint, schon zweimal angeboten hatte. Ich habe Ihnen gesagt, daß Mina abgenutzt sey, wie die Andern. Sie werden sehen, ob ich mich getäuscht habe.“

Aus“ Bayonne schreibt man unterm 9ccn d. M.: „Am Iten d. verhafteten die Karlisten einen Bauer 11.111 Mendigorria, der auf Befehl des “Maire seiner Gemeinde einige TranEporte für die Chrtstinos befördert hatte; er ist erschossen und an dem Brückenkopfe von Mendigorriq.aü?geknüpft woxden , obgleich er zwei Söhne bei den Znsurgenten hatte, die fich an Ort _und Stelle befanden. - In allen,? *Wrck) Garnisonen der Königin be; seßten Orten ndthigc man die als Karlisten bekannten Einwoh- ner, den Dienst der Depeschen zu versehen, die Nacht in der Umgegend zu wachen und das Gepäé zu tuanSportércn, so daß fie, im Falje ihrer Ergreifung, durch die Karlifken selbst gestraft werden. Diese lekxten bedienen fich ihl'krscéks dcr Chréffinos an den Orten, wo keine Garnison der Königin ist, zu demselben Zwecke. «“ Don Carlos" hat die '5 Gerichtsbarkeiten des König,- reichs Navarra mit einer neuen Sv-mr von 25,000 Douros be- legt. » Am 1. Januar hac Don Carlos mehrere Ernennungen und Beförderungen bei seiner Armee vorgenommen. _ Nach Aussage der Karlik1en hatten die Christinos in dem Treffen am 2ten zu Ormastegun 115 Todte und 160 Verwundete, worunter 10 Offiziere, die Karlisren dagegen nur 00 Todtc und 140 Ver- wundete, worunter 2 Capitaine und 6 Offiziere.“

Der zu Bilbao ermordete Französlsche Schiffs-Capitain, Herr Mazé, Kommandant der „Hirondelle“, ist dort auf Ver- anlassung des Französischen Konsuls mit großer Feierlichkeit beer- digt worden; a11e „Behörden von Bilbao, so wie die General- stäbe und Dcraschements der Garnison und der National-Garde, gaben ihm das lexzke Geleite.

Es hat sich das Gerücht verbreitet, das; die Herren von Polignac und von Pcyronnct von Hamm nach Bourges gebracht werden würden.

Herr Simon, der verantwortliche Herausgeber des Cha- rivari“, dev: unlängsk wegen eines Preßvergehcns 111 1701111111111- ("13111 zu 1jähriger Haft und einer Geldbuße von 5000 Fr. kon- demnirt worden War und von diesem Urtheile appellirt hatte, erschien heute in Person vor dem hiefigen Asfisenhofe. Die Geschwornen erklärten ihn für nicht schuldig, worauf der Ge- richtshof seine sofortige Freilassung und die Zurückgabe dcr in Beschlag genommenen Nummern seines Blattes verfügte.

Die im vorigen Jahre eröffnete Subscription zum Besten der Einwohner von St. Etienne und der Umgegend, die durch das AUStretcn der Loire und der Nebenflüsse gelitten, hat 25,485 Fr. eingetragen, wovon 7200Fr. zur chdcrhekjkeüung der Feld- wege verwandt und der Rest untcx 165 hülssbedürfcige Familien vertheilt worden ist.

Das Journal du Commerce meldet: „Herr de Vins, General-Konsul, und Herr Iwwer, Konsul zu Buenos-Anrcs, sind nach „Brest abgereist. Sic jvcl'den daselbrt die Fregatte „la Flore“ aöwarten, die sie nach ihrer Bestimmung bringen soll. Man rechnet auf die Gewandthcir dieser beiden Agenten, um den Abschluß e111es Handels-Trakcaces zwischen Frankreich und der Argentinischen Republik zu Stande zu brinqen. Es isi in der That Grund vorhanden, zu hoffen, daß die Schwierigkyiten, die die beiden Länder bishcr, wo wir kaum einen beglaubigten Agenten in jenen Gegenden hatten, verhändcrtcn, fich zu verxkän- digen, nunmehr zum größten Theil verschwunden seyn werden. Unser Handel mit Süd-Amcrtka würde durch einen solchen Trak- tat ungemein gewinnen.“

Es wurde kürzlich von den hixsigen Blättern gemeldet, daß der bekannte Juwelier Herr Cornillicc in dem Augenblicke verhaftet worden sey, wo er 0111POskwagen besteigen wollte, um sach nach Calais zu begeben. Der mit den Angelegenheiten die- ses Mannes beauftragte Advokat, Herr Lainé, hat jetzt zur Be- richtigung obiger Angabe Folgendes in die öffentlichen Blätter einrücken lassen: „Es ist wahr, daß Herr Cornillict genöthiget war, fich für insolvent u erklären; aUein er hat dieses„erst gethan, nachdem er ein nvcntar von seinen Waaren, die fich wenigstens auf 200,000 Fr. belaufen, im Beiscyn von 6 bis 8 seiner Kreditoren hatte anfertigen lassen, die fich von jenem Au- genblicke an, mit Bewilligung ihres Schuldners und 2 Tage vor

seiner Abreise, als Hüter konßituirten. Es ist ebenfalls wahr,

Donnerstag den 22üenZanua1;

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1835.

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daß er, als er die 1111110400020 eines gütlichen Vergleichs mix seinen Kreditoren eingesehen, Mick) beauftragt hat, seine Bilavz zu deponjren, und daß er geglaubt hat, séch, dem Gebrauch ge- mäß, aus seiner Wohnung encsxrnen zu müssen,-bis kk6111s1ch€5 res Geleit erlangt habe. Eben so ist es wahr, daß 2 semcr Gläubiger sich seiner Abree-se widerseßt und an seiner Persor: das Verbrechen einer willkür1ichen Verhaftung begangen haben- Aber falsch ist es, daß er mit irgend einer Waare versehen be- troffen worden; er hatte nicht einmal ein Paket bei fich , was beweist, daß er nur beabstcbcégte, fich während einiger Tage ent- fernt zu halten.“

Großbritanécn und Irland.

London, 14. Jan. Vorgestern Abend speiste der Herzog von Cumberland bei Ihren Majestäten in Brighton. Unia“ den 3? diesem Diner eingeladenen Gästen bemerkte man eine große

nzabl von MilatairsPersonen, namentlich die Generale Phipps, Sir R. Macfarlane, Graf von Chatham, Sir I. Champneys und St. John, die General-Léeutenants Sir J. Smith, Vis- count Lake, Lord Howard von Effingham und Sir P. Mait- land, und die Genexal-Majore Sir L, Otway, Sir A. Clifton, ISL“, Cl). Pratt, «Henry King, Sir Cl). Doyle und Sir Z. aters. '

Der Portugiefische und der Griechische Gesandte und der Französische Gejcyäftseräger, Herr Pontois, besuchten gestern den Herzog von Wellington im auswärtigen Amte. Auch Sir Ro- bert Gordon hatte daselbst Geschäfte.

Nach der Liste des Globe befinden sich unter den von die- sem Blatt gestern angegebenen 367 Parlaments-Wahlen 106 neue; davon smd 61 zu Gunsten des Ministeriums und nur 45 zu Gunsten der Opposition ausgefallen; es wurden nämlich 53 konservative Mitglieder an die Stelle früherer reformistisch gesinnter Repräsentanten und nur 7 re.- formistische an die Stelle früherer konservativerRe- präsentanten gewählt; bei 46 Wahlen wurden zwar die Per;- sonen getauscht, aber nicht die Prinzipien; 8 nämlich fielen wieder auf konservative und 38 wieder auf reformiskisck) gefinnte Kandidaten. Die heutige Times fügt zu den bis geßern be- kannt gewordenen Wahlen, deren Zahl fich nach dem Courier- auf 372 belief, noch 4 neue hinzu, nämlich die des Lord Stan- len und des Herrn J. W. Parten, für den nördlichen Theil der Grafschaft Lancaster, beides gemäßigte Reformer und die früheren Parlaments:Repräsentanten dieser Grafschafes-Abthei-

lung, und die des Gxafxwvon Lincoln 11116 des Herrn I, E. Denison, wovon der Erstere em Konservativer, der Le tere ein Reformer ist, für den südlichen Theil der Grafschaft otcing: ham, den ste auch im vorigen Parlament vertraten.

Die Times'beobachtet seit einigen Tagen ein halbes Stil],- schweigen über den Stand der Wahlen, und der Courier warnt, ungeachtet der günstigen Erwartungen, die er für den Erfolg der Reform-Sache hegt, vor voreiligem Jubel, denn noch hänge es von den Freisassen auf dem Lande ab, ob die Tories die Oberhand behalten sollten. *

Herr Alexander Baring ist aus" der Grafschaft Essex, für deren nördliche Abtheilung er ohne Oppofition zum Parlaments- Mitgliede gewählt wurde, wieder hier eingetroffen. Er hat Hrn. Rawson zu seinem Prévat-Secretaéc ernannt.

In der Rede, welche Lord Stanley vorgestern bei dcr Wahl zu Lancaster hielt, gab er folgende Aufschlüsse darüber,- weshalb er es abgelehnt habe, an der jetzigen Verwaltung Ther! zu nehmen: „Zur Zeit der Auflösung des vorigen Ministeriums“, sagte er, „war ich gerade, doch wahrlich zu keinem politischen Zweck, mit mehreren meiner gleichgesinnten Freunde zusammen, und da nun damals das Gerüchcging, es würde ihnen und mir selbst das Anerbieten gemacht Werden, Aemter zu übernehmen, so war es wohl ganz natürlich, daß das politische Verfahren, welches von uns allen bcoöachtec werden sollte, zur Sprache kam, und ich muß sagen, daß fich mic Hinfichc auf den 31116131 von uns gefaßten Beschluß auch nicht die geringste OJTeinung-I- Verschiedenheit unter uns kund gab, so wie daß seitdem von keinem aus unsersr Mitte an der Zweckmäßigkeit des von uns beschlossenen politischen Benehmens im mindesten gezweifckt worden ist. Ich hoffe, daß man mich und meine Freunde vor:; der Beschuldigimg freisprechen wird, als hätten wir uns bei dc? ser Gelegenheit von unwürdigen politischen Partei-Gründcn br stimmen lassen. (Beifall.) Ich finde mich nur deshalb bewogen, so viel über diesen Punkt zu sagen, weil man es mir als 11.111) wendig dargcsteüc hat, eine hin und wieder herrschende 932011111117,

11 berichtigen, als ob ich zwar Willens gewesen wäre, mit SU“

obere Peel, chr nicbt unter thm zu sungircn. Eines so1ch911 Gefühls bin ich '.“icht fähig, und ich hoffe, die Vcrsamtr.1um; wird glauben, daß, wenn es mir möglich gewesen wäre, 111111» der Verwaltung Sir Robert Preis und des Herzoqs von Wellington anzuscdiicsxen. die Worte mit oder unrér bei mir keinen Ausschlag in T.:." Waagschale gegeben här.- ten! (Lauter Beifall.) Auch das, hoffe ich, werden Sie glau- ben, daß war, ich und meine “Freunde,. 111011111111 damals häctcn überzeugt seyn können, durch unseren Cinrrttr_ ins Ministermm würden jene Grundsäße vernünftiger und bejonncncr Reform, zu denen wir uns bekennen, am besten zu fördern sen", die F**- srigkeit des Geistes gehabt haben würdxn, vor den ,Jor'xyarssw denen wir uns dadurch viclleicht_ ausgedekzt, nicht zurückzubéoen, sondern daß wir im Gcgetxthckl, [clbti auf die Gefahr hin, sche», bar an Charakter cirrzuvüßen, mxr Vertrauen von der Zeit erwar- tet hätten,daß ste uns Gercckxttgkettwiderfabxen lassennwrdc, (Gro- ßerB-ifal].ck Wir waren aber überzeugt, da!; uns in diesem Fal] das öffentlichePfiicbtgesÜhs- unsere perdötxltchen Verhältnisse und unsere Freundschafts-Vcrbnxdungxn als Pcwatmänncr, kurz alles zu dem Schluß nöthige, war wurden unsere öffentlichen Pfiicbten am besten erfüllen, wenn wur es ablehnten, wieder in den Dienst des Königs einzutreten. Nehmen an, daß wir eingewiüiqt hätten, uns der txeuen Verwaltun uscvließen, um ste sei sc. nen liberalen Maßregeln zu untcrst , die sie, wie ich überzeugt

bin, ausführen muß und wird, welchen Verleumdungen und fal,