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scben Auslegungen Unserer Belveggründe würden wir uns aus- geseßx haben? Würde man nicht unsere frühere Abdankung als einzig und allem in der Absicht geschehen betrachtet haben, um uns auf den Trümmern der Verwaltung, aus der tvir uns zurückgezoqcn, zu erheben? Za, würde man'nichcgesagt haben, unser xyüheres Benehmen sey bloß eine Intrigue gewesen, um es da- bm zu brmgen, daß Wir unter andern“ Auspicien wieder ans Ruder kämen? (Großer und lange anhaltender Beifall.) So wie war aber 196; daskchen, von allem Vorwurf frei, wie ich hoffe, UW l?l'kk1ks„1chlkchten Motivs verdächtig, haben wir freien Spiel- MUTU-„dex'„1ek§kgkn Vertpaitung entweder beizustehen oder zu op- ponkrén, je nachdem wer es für nöthig halten werden, um Un,- skrc Ugmen Gl'undsäixe in Kraft zu bringen und unsere rechtli- chen und constquemen Ansichten aufrecht zu erhalten.“ “ (Wie- derhylcer BUsa'k.) Der Redner fügte dann noch hin u, daß er die O cnheit uud Aufrichtigkeit, die in dem ganzen on der vor) Str „(obert Peel ihm zugekommenm Mittheilung geherrscht babe;- ohpe Bedqnien anerkenne, daß er fest entschlossen sey, M) ck; keine Coa-iitionen mit den verschiedenen und heterogenen 914311711 voii Politikern einzulassen, die um eines augenbiickiichen „kasoigs wilien Has Banner der Reform zu ihrem gemeinsamen S_ammlungs-S-gnal machten, und daß er fich der Verwaltung U„lchk “„Uk factiöse Weise widerscßcn Werde, so wenig ihm auch MItZ-e ihrer Bestandtheile gefielen, sondern daß er bekeit sey, ihre Maßxege'ln zu unterstüßen, wenn sie ihm heilsam fiir das Land erjchcmen sollten.
U95?" 01? VWL, welcbe Ski John Campbell in Edinburg geht“?" hat, äuycrc fich die Times folgendermaßen: „Einen le_rd_en1chafc_slosen Zuschauer muß die Wurf) empöre-i, von der “MV? Mitgliekkéi' des vorigen Ministeriums besessen zu seyn scheinen„ "!?-nn zum Beispiel der Rechts-Anwalt dcr Whig- Verwxalwng, ihr General- Prokurator, eintalentvollcr Jurist- ÜÜÉÜÜN durch ein reooiutionnaires Votum, nämlich dura) Oi: katyerfung aller Mittel und Wege, den ganzen Stassdiensr J';_Utzterbrechen, was auf die Auflösung aller Regierung hin- ausläuft, wenn der König nicht seine jeizigen Minister entlassen wale, weil er bei *Der Entlassung der vorigen "gegen die Consti- trxtcon verstoßen habe, denn die Königliche Prärogative dürfe Ulcht aUSgeübt Werden, wenn das Parlament sich nicht ge- gen die bestehende Verwaltung erklärt habe, wenn nicht Petitio- nen vom Publikum dagegen eingelaufen scyen, oder we'nn dcr Souverain nicht 1111er das Benehmen seiner Diener Beschwerde zu führen hätcs; keiner dieser drei Fälke sey aber in Bezug auf das vorige Ministerium anzufühxen. Man kann leicht sehen, in welche Gesellschaft die Whigs gerathcn sind, und wie ste von den Lehren ihrer anarchischen Kollegen profitirt haben. Wiko aber bin; Englische Volk mit Leuten gemeinfehasclichc Sache machen, kte von einem solchen Geiste bethört zu seyn bekennen? Wird es diese vertriebenen und ihrer Unfähigkeit wegen entlassenen Po- litiker, die der Regierung *die Subsidien für die dringendsten Bedürfnisse des Staats verweigern onen, ivenn nicix-t ein Theil diescr Subsidien in Gestalt von Gehalten in ihre eigenen "Taschen fließen soil , sich noch einmal am Ruder fesiseßen lassen? Wenn das Enqlische Volk dies zu- gäbe, .so müßten wii“ sagen, daß wir unsere Landleute nicht mehr kennen.“ .Der Morning Herald, der die Rede des Sn,“ Z. Campbell ebenfalls höchst verbrecherisch findet, bemerkt, daß
ir John noch dazu derselbe Beamte sey, der den „True Sun“ von Amts Wegen belangt habe, weil dieses Blatt den Nati) zur VerWeiqerung der Steuern, den der Graf von Fihwilliam und Herr W. BroUgham bei einer friiheren Gclegenhntdem Volke gegeben, wiederholte, ais die Whigs in Gefahr Waren, ihre Stellen zu verlieren.
?.Nic Hinsicht auf den Krieg in den Baskischen Provinzen bkxiiékkk die Times: „Die Spanische Regierung hat es wohl zu überlegen, "ob die FZei'steliung der Ruhe im Reiche und die Sicherheit der neuen Jnfiitutionen zu theuer dadurch erkauft wären,“wenn man den Gränz-Provinzen die Beibehaltung iHrcr alten Privilegien einräumte, Inzwischen ist es auch klar, daß, Wenn die 0161-08 Biscaya's nnd die eingeschränkte-ren Freiheit,“.n Na- varra's morgen bestätigt würden, die Regierung sich dadurch die gerech- ten Vorwürfe der Catalonic-r und Aragonie'r zazichen müßte, die nicht allein ihre besonderen Privilegicn ausgegeben, sondern auc!) den Kampf für gescßliche Gleichheit im ganzen Königreich unter- nommen haben.“ '
Die hiesigenZeicunZen brachten vorgestern erst die Botschaft des Präsidenten“ der Vereinigten Staa'ten. Nach dem Tone zu ureheiien, meint die Times, in welchem General Jackson darin vm Frankreich spreche, sei) noch Raum gung; zu einer Ausglei- chung gelassen, und es handle sick) dem Präsidenten mehr um die Behauptung der National-Würde, als um eine kriegcrische Drohung; „den Traktat über die zu zahlenden Entschädigungen ur Grundlage von Feindseligkeiten zu machen, würde beide:“ “änder unwürdig seyn, und man habe, trotz der Befürchtungen der Pariser Politiker, für den Auögang nichts zu besorgen. Dcr Courier sagt über diesen Gegenstand Weiter nichts, als, der Präsident habe, Frankreich gegenüber, ein sehr gcziemendcs und würdiges Verfahren eingcsch1a„ en.
Aus New-York smd eitungen bis zum 17. Dez. hier eingegangen. Derjenige Theil der Boischaft des Präsidentew weicher steh auf Frankreich bezieht, war gelegentlich in dem Rc- pkästnrantenhause schon “zur Sprache gekommen. Die vorhcrr- schende Meinung in Washington war jedoch, daß der Kongreß keine den Präsidenten zu Repressalien gegen Frankrcich ermäch- tigende Maßregci annehmen würde, oder, wenn ja eine solche durchginge, daß die MajN'Üäk dafür zu gering seyn wÜrPe, als daß die Maßregcl sügltcher Weise gegen den Franzöfischen Han- del dürfte auSgeführc wcxden.
Niederlande.
Aus dem Haag, 15. Jan. Man schreiöt aus Middel- burg, daß der General-Lieucenant de Kock am 1Zten d. M. von seiner Reise nach dem Auslande zurückgekehrt ist und“ bereits witch den Ober-Befehl über die Truppen in Seeland übernom- men at.
Ein gewisser Koning , der in Amsterdam eine Elementar- Schuie ohne obrigkeitliche Genehmigung 'crdffnet hatte, ist dura, em vom Ober ericyte beßäeigces Erkenntnis; des Zuchtpolizei- Gerichtes aus sterdam verwiesen worden, wo er binnen sechs Jahren seinen Wohnort niche wieder nehmen darf.
Belgien.
Brüssel, 15- Ian. In der gestrigen Sißunß der Re- präsemwem-Kammer ward das Budget der Marine cr rterc und hierauf das deßnitive Votum desselben, so wie das des Budgets der auswäktigen Anstiegen eiten bis zur nächsten Sésung aus- gesetzt. Dann schritt m : Erörterung des Budgets der Ju- stiz. -- Hr. Robaulx :, daß ein neues Geist; über den Zweikampf vorgelegt werd , eil die jeßigm Herafgeseße zu streng seyen, in so weit sie den Duellantm dem Monchelmöeder gleich
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stellten und mithin nicht angewendet werden könnten. Hieyauf lenkte er die Aufmerksamkeit auf die Hazard-Spiele, einen Miß- brauch, der überall im Hennegau bestehe. Endlich verlangte er ein Gesetz über die Fremden. Der Iuskiz-Minister antwor- tete, was den Zweikampf betreffe, so habe er dem Cassationshofe
. die Frage vorgelegt, Ob das Strafgeseßbuch von 1.810 darauf
anwendbar sey. Wenn dieses Gericht siv nicht bejahend erkläre, so werde er einen Geseß-Entwurf vorlc en. Zn Betreff der anard-Spiele werde er eine thätigere ussicht anordnen; end- lich werde er in Betreff der Fremden einen Geseh-Entwurf vor- legen, damit derselbe nach den Budgets erörtert werden könne. In der heutigen Sißung wurden die Budgets der aus- wärtigen Angelegeuheicen und der Marine, beide zusammen 1021868 Fr. 55 C. betragend, mit 58 gegen 1 Stimme ange- nommen. Hierauf ward die Erörtcrung des Budgets der Justiz fortgeseizt. Herr Gendebien proteftirte gegen den Leichtsinn und die Unanständigeeic (wie er sich ausdrückte), womit der Justiz-Minisier gestern vom Zweikampf gcsprochen habe. Herr v. Brouckdre sprach ebenfalis seine Meinung über die Frage des Zweikampses aus; er [)äic es für unmöglich, die Bestimmungen des Strafgeseßbuches über den Mord und Meucbelmord auf den- selben anz'xwenden, und behauptet, es werde schmei' seyn, ein gutes Gcsciz überdiesen Gegenstand zu Stande zu bringen,
Dänemark.
Kopenßagen, 13. Jan. (Alt. Merk.) Die Preß-An- gclcgenkxeét in Betreff dks Professors" Dübéd beschäftigt fortwäh- rend alle Gemächer, nur daß im Pixßlikum die Meinung eines giinstigen Ausfalls sich mehr und mehr ZF! befestigen scheint. In der vom Professor Schouw rcdigirtm änischen Wochenschrift findet sich ein Artikel dcs Profcssors Sibbern mit der Ueber- schrift: „Wie ist die öffentliche Anklage gegen einen Verfasser anzusehcn und zu behandeln?“ vornehmlich bcßimmt, um zu zei“- gen, daß es eine falsche Vorj'keUungSacr sey, anzunehmen, von Seiten des Oeffentlichcn Walke ein Interesse ob, daß in Preß- Angeleqenhciten dcr Angeklaqte verurtheiir werde. Der («.?-ich-
mir Ussmg hat fich gegenwärtig in der Kiöbenhavns Post.
gleichfaUs über diese Angelegenhcit vernehmen lassen. Wie bei jeder andern offiziellen Untersuchung erscheint bei der vorliegen- den auch ihm die Anficht einer solchen parteilichen Gesinnung eben so ungegründet als unwürdig. Demnächst. die Sache sel- ber ins Auge fassind, glaubt er aus “Gründen, die in deren Natur liegen, annehmen zu dürfen, das; ein ver- urtheilendes Erkenntniß mit einiger Wahrscheinlichkeic sich nicht füglick) erwarten lasse. Die nach Montesquieu wiederholte Behauptung, daß überall, Wo in einer Person oder in Einem Rache geselzqebsnde und vollziehende Macht vereinigt seyen, wahre btérgerliche Freiheit nicht angetroffen werde; dieser Satz paßt, bei der gi'oßen Unabhängigkeit der Dänischen Gerichte, weder auf unsern Staat, noch möchtcn die Worte des geltenden Preß- Gcseßes jener Aeußerung den Charakter der Strafbarkeit bei!:- gen. Wenn aber, wie es heißt, die Anklage vom Buchstaben abweichexxd, die Tendknz des Blattes „Fädrenclandet“ überhaupt in Anspruch nimmt, so dürfte gerade bei dieser Allgemeinheit der Anklage fiir den Angeschuidigten ein weites Feld der Vertheidi- gung offm blsibcn. Gegen eine aufrührerische Richtung spricht schon der mehr wissenschafiliche Standpunkt des Blat- tes, welchem, nebenbei bemerkt, der Ruhm ciner eingrei- fenden, dauernden Wirksamkeit schwerlich beizulegen seyn tnöcixt-s'. Es finden sich darin Abstrakea, die für alle Staaten passen und nicht passen, dazu ohne originale Einkleidung, Bekaxsntes, wie es die Französische pqlitische Lice- ratur so:“: lange Oaibictet, wiederholt unQ breitgetretcn. “- Die- sem Alien düxsten sich 'die Gemüther bei dem regen Interesse für Thatsachen und lokale Zuftände nicht lange mit Andacht zu; wenden. Mehrere dcr Aufsäße im „Fädrenelandec“, dic beson- dex's Aufsehen ct'regt, haben, dem Vernehmen nach, nicht ein- mal dcn Professor David zum Verfasser. Als harmloser Noth- bchclf politischer Nahrungslostgkcir mögen sie immerhin mit ei- niger Gunst aufgenommen werden; mir größcrm Rechte würde aber die Zcitfthrifc ihren Namen führen, wenn die Bearbeiter entschios'scn wie im Stande wären, mit Hintanseßung kümmer- lichcr Angemeinheiten, aus der Fülle des rings und zunächst uns umgebenden chcns, Thacsächlicves, Gutes wic Schlimmes, von einer Gesinnung beseelt, mitzuthcilen, welche jenem sein volles Recht angedeihen ließe, Und dieses in seinem Zusammenhange, aus der lebendiger: Anschauung des gaiizen StaatöOrganiSmuS, darsrcilte, wodurch aijein Einseitigkeit vermieden, und mit der fich emtieiicndcn Ueberzcugung von einer, neben bioßer Willkür und Aßsichc ciwlzcrgchendi'n höhern NoeHWendigkcit, eine gerechte und versöhnliche Würdigung der widerstreitenden Elemente im Staatsleben möglich Werden würde,
Deutschland.
Kasssl, 16. Jan. Der bereits erwähnte Antrag des Hrn. Thielepape, die Verhältnisse der Rotenburger Quart Herrcffend, lautete wöriiich also: „Durch den Tod des Landgrafen von No- tenburg ist eine Sciten-Linie der Hessischen Regenten-Familie ausgestorben, welche nicht unbcträchtiictze Befiizungcn und Em,- künfte gehabt hat. Es ist für die StänOe-Versammlung von gröZZrem Interesse, näher über die'Rcvcnüen unterrichtet zu wer- den, Miche durch ]encs Ereignéß dir Staats-Kasse zugewacl)1'en sind, da sich hierdurch Oer Staats-Bedat'f modifizirt, für dessen Aufbringung die Landstände, nach Erschöpfung der übrigen Hi'iifs- miitei, dura) Abgaben xu sorgen haben. Wenn auch lckztercs be- r-xits für die laufende Jinanz-Periode bewirkt ist, so wird doch durch einen solchen vaachs von Auskommen das festgestellte Budget alterirc wcrden, weshalb es keincr ausführlicheren Bc; gründung bedürfin wird, wenn ich daraufantrage, hohe Stände- VersaxiMlung möge folgcnixe Beschlüsse fassen: 1) Die Staats- Regierung um AUskunst Über den Bitrag der der Staatskasse durch das Aussterben der Fürstlioi) Rotenburgischen Linie u- wachsenden Einkünfte, und zwar wenigstens um eine ungefä re Angabe derselben zu crsuchen, vorbehaltlich einer näheren Nack)- weisung, sofei'n lehreres nicht alsbald möglich seyn sollte. 2) Die Staats-Regierung um Mittheilung von Vorschlägen über die Verwendung dieses Einkommen:? .zu ersuchen, auf wel- ches bci Feststellunq des Bitdgets noch keine Rücksicht genom- men wurde. 3) Die Staats-Regicrung um Nachr1chc dar- uber zu ersuchen, weiche Maßregeln gmoffcn sind, um die erwähnten Einkünfte in jeglicher Beziehung für den Staat sicher
. zu Nellen. 4) Die Staats-Regierung um Auskunft zu ersuchen,
wie fich die Rechts-Verhältnisse gejkaltcn, in welchen der Staat zu den Successoren des Landgrafen Victor Amadeus von No- tenburg stehe. Außerdem erlaube ici) mir,“ darauf anzucra en, daß die Staats-Regrecung ersucht werde, alsbald über den e nen oder den andern dieser Punkte Auskunft u ertheilcn; wenn aber Hindernisse seyn sollten, auf der Stelle ?)inslMlich dr.!" Übri- gen die ndthige Aufklärung -zu geben, dann aber zugleich die Hindernisse namhaft zu machen.“ -- Der Ausschuß fand es in
„,reäjnct man dazu noch die außeroxdenclichrn Zeitungen, plcmente, die Bericht: über die Cortes-Sikzungen, dieBekan ,
der Sitzung vom 10ten d. in dem Bericht ganz natürlich, daß- Stände-Versammlung bei dem Absterben der jüngeren Linies regierenden Fürstenhauses eine Auskunft in der beantragt» W ergreife, und trug deshalb auf Genehmigung der gesteumx ' träge an. „_ Der Landtags-Kommissar, Regierungs-Nath Ko
widersprach der sofortigen Diskussion, welche leßtcre vertachlk .
Darmstadt, 14. Jan. Die leßten Verhandlungeuimse ersten Kammer sind jetzt im Drucke ausgegeben“ worden. O; fcntiiche Blätter heben daraus einige Stsllen hervor, w„ ein allgemeines Interesse haben. Bekanntlich hatte die Yve" Kammer beschloffen, sich tvegen dcr Abolieion der ]),„x; Schulz'schen Untexsuchungs-Sache bei Sr. Königl. Höheit Großherzoge zu verwenden. Der Antrag des Ausschuffxs ersten Kammer War dagegen; eben so sprach sich kein Mn! der ersten Kammer für solche Verwendung aus, weder bei „ Berathung, noch bei. dcr Adstimmung.“ Aber der Graf zu Laubach bemerkte bei ersterer: Er könne der durch vorli Sache gegebenen Veranlassung nicht widerstehen, seine Anß in Beziehung auf den pokitischcn Zustand Deutschlands .„ auszuspreck)cn, daß doch von aUen Seiten dahin werden möge, die bei uns bestehende Trennung in . teien und das daraus hervorgehende Wechselseitige ]? trauen zu mildern, und nach und nach zu besen,“ „Und wer woute leugnen“, fuhr der Redner fort, „daß 11» der Partei, deren politische Ansichten wir nicht theilen„, manches cdiere Element sich befindet? Also Versöhnung, »? Mittelung, Wiederherstellung des VertraUcns, das ist es, uns noch tixut, damit der Zustand äußerlichen Friedens, _ wir uns erxreuen, möglichst auch in einen Zustand innerer und wechselseitigen Zutrauens wieder übergeße, und aus Tag der Gefahr, die Feinde der Stärke, des Glücks und Integrität unseres Demschen Staatenbundes ein zur Verto gung des Vaterlandes einiges, und nicht ein durch Parteiu innerlich zerrissenes Deurschiand finden mögen.“ »- In “:., hung auf diese Bemerkungen des Grafen zu Solms-La äußerte nachher der erste Präfident, Prinz Emil von sen: C'r könne die Ansicht, daß es das Bestreben der “Regi gcn seyn müsse, durch gelinde Mittel und Milde Dcucs- wieder zu versöhnen, durchaus nicht theélen. Es unterliege ner Frage, daß gerade und allein durch die seitherigen kri' ren “Mittel den bestandenen Umn'ieben gesteuert worden und er sey der UeberzcuZung, daß diese Umtriebe noch ibn im Geheimen fortdauerten, daß fie bri einer größeren 1“- wieder, wie früher, zum Vorschein kommen würden, nochg gert durch die bisherige Repression. In dieser Hinsicht!- er dieser Ansicht, so sehr er sonst Freund der Milde sey, beitr'eten, weil er die feste Ueberzeugung habe, daß der emp [ene Weg nicht zum Ziele, sondern gerade zur Erneuerung Uebels in seiner ganzen Größe führen würde. Er glaube auch überhaupt nicht, daß es irgendwo an Milde fehle„ wenn etwa ein Mangel bestehe, so sey es ein Mangel an “ und an Uebereinstimmung in der Wahl starker, kräftiger ] zur Unterdrückung" solcher Umtriebe. .
Frankfurt a.M.,1-7. Zan. Das Journal de Fm fort widerspricht in seiner gestrigen Nummer der Mittheil mehrerer Zournake, daß Fürs Lubecki, in Folge einer Recta tion des Kaisers von Rußland, der in dieser Angelegenheit als khätiger und drängender Gläubiger zeige, nach Paris „1111 worden sey. Es glaubt zu wissen, daß Sc. Majestät de-KY-se- Weit davon entfernt, auf der Liquidation dieser Angelegeiixiii bestehen, dercn Resultat von der Verification einer Masiv Titeln abhänge, nicht daran gedacht habe, fich damn beschäftigen, als die Franzöfische Regierung seids: verlan- daß jemand von Rußland nach Paris geschickt wiirde. Dix, und auf das wiederholte _Begehren des Französischen Mm riums, sey der Fürst Lubecki mit dieser Mission beauftragt den, um in Paris die verschiedenen Dokumente und Titel den Französischen Ministern zu prüfen. „
- - Frankfurt a. M., 17, Jan. Wii: hatten eine leb „ Wochc im StaatspapiewHandel; in Oesierrcichtschcn und Hol" sämn Fonds waren die Umsätze, sowohl p_r. Casa, als_aquiefer von ansehnlichem Belang Htesigc Spekulanten kauften 11arke sien an, und auch an Aufträ cn von auswärts fehlte es nxcht. taliiqucs- Acticn und die ver chiedcnen Gatgmgen HoUändischer fck'ten hielten sci) fortwährend begehrt; Go gesch'ah es, paß 12. bis ]."). Jan. dic Mctalliqnes um circa FvCr- mcgcn, dch um 15 ;“; 16-F1. pr. Stiick, die Syndikats-Oblxgationcn u„m ; Die Haupt-Ursache dcs Steigens fand mgn in dem ayhali Gcld-Ucberfiuß; günstige Berichte aus „Wien und Berlin wr mit. Von icyterem Hauptplatz „kamey dieser Tage bedeutende »] missionen zum Einthun, wriéyc inzwischen mir zu höheren Co!! zu cffektuiren Waren. - Geücrn („am ]6. Fan.) vltcbcnfdie gan* ren Sortcn etwas sauer, weil mehrcqunhnbcr, die wel eint hatten, ihren Nutzen zii realisircn, verkauften. -- Spanische tueUe waren beliebt, dtc .'jvroc. Rente fand m_ehr Nehmer als bet“. In den Preußischen undPolntsclzenLoosen ging wmig um-lxi bliebenaufultimoIammroffertrt. Aufdte neuen5_)_c1rm|ädtschcn-5 Loose liefen täglich Kommrsäoncn zum Kaufen em; mcm mußte che gestern mit M; Fl. bezahlen. ' Preußische, Bayerische, Da üädtsche nnd Nassausclxe Obligationen imd anhaltend begehrt" nur zu ücigcnden Coursen zu hach. Im P1'11n1ieu-Gesc111111 „ es sehr lebhafr. Man. gab auf Exproc. Mctathncs zu 93111, Prämie, um solche Ende März d. I. zu thZn, aancticn zum-Z ges-Cours auf Ende Februar |.": Fl. pr. Gtiilk, Integrale war auf ultimo Januar 1: 53-1 mit .; pCt. Prämec verkauxt. AU ren die Prämien aufz Spanische Effekten gesucht. Jm_2§3ech111-rk schäft ging wenig um. Nur Berlitz, Haniburg und Wien k'S'1 rcn begehrt, alle übrigen Devisen hielten Uk!) ausgevotcn- :“Oksr to-Papicr ist zu :: 1161. sehr gcsuxht izitd sc_lbsi zu 22; 1161.11?! kleinen Posten zu bczben. - Naci)jci).“ttt. Heute, am Dom!“' blieben die Ocüerrcichischcn und Holländischen Papiere, weil u träge zum Ankaufe von xmßen gekommen waren,„mcrklich Es und sirigcnd. In Spanischen Pavicixen ging wemg U"!- städtische 2.3 Fl. Loose waren heute wccdcr höher anzubringen-
Spanien.
Das Iöurnal des Débats cnthälcFolgendcs aus M drid vom 3. Jan.: „Zu Anfang des Jahres 1864 “M“"
in Spanien 08 Zeitungen, wovon 21 im Laufe deseIahrcs *i- e qingen.' Von den übrig gebliebenen 77 haben 50 emen 01111 tvs
ien Charakter, 3 sind rein miniftcrieu, und 24 gehören vers. , denen JITeinungen au. Letztere können nicht bestimmt klassifi]
werden, da sie wiederholt ihre Meinung nach der Anregung ';
Augenblicks geändert haben und ihre Farbe so vorübergehkndl. wie die Ereignisse. Sämtntliche Zeitangen verbrauchen jäh“ 40,000 Ries Papier, dies giebt, ein Ries im Durch . 30 Realm gerechnet, etwa 1,200,000 Realm. Die SUM tionen auf diese 77 Journale betragen 10,315,000 Realosikx-S
chungen, so kann man Wohl 12 Mill. ch1.rechnen, die folgende?"' vertheilc sind: Die Papier-Fabrikanten erhalten 1,200, “ „„ len; die Scher, Drucker u. s. w. 8 Millionen; die Sp?o
“ ici“ zu verleumden. ;xyascung und Einkerkerung von Bürgern, nachdem die
schnitt '-
, "ses Jahres 8.002,925 D
«95,000; die Eigenthümer, Redaktoren und ihre Gehülfen
" 2000060; die „Hospitäwr und andere Wohlthätigkeits-Anstalten
100000; für Porto "» s- W- 100,000 Realen,“
Portugal."
In der (gestern, theilweise mitgetheilten) Korrespondenz der Morning Chronicle a11s Lissabon vom 3. Januar liest man noch Folgendes:_ „Die- Freunde der Constitueion müssen die Meinungs-Verschiedenheit, welche eine Zeit lang unter den liberalen Mitgklkdék" d.“ Dchtirten-Kammcr herrschte, aufrich- Zig beklagen. Einige dieser Herren scheinen zu g(auben, daß es die erüe Pfiicht eines unabhängigen Mitgliedes sey, sich der Re- ierung zu widexseßßn, und mehrere von ihnen haben sich unbe- dachcsamerweise m eme Opposition gestürzt, die keinen bestimm- ten nationalen ZWEck„k)at. Die Mitglieder dieser heftigen, aser unwirksamen Opposition haben so eben ein (in Nummer 20 der
Staats-Zeitung erwähntes) Manifest an ihre Wähler erlassen,
worin sie ihr Verfahren. wäHreud der leßten Sesfion zu rechtfer- xjgen suchen. Sie hegtnnen mit der Behauytung, daß die Re- gierung durch die Ctytl-, Milttair- und kirchlichen Behörden einen verderblichen Einfluß auf die Wahlen ausgeübt habe, um ihre Anhänger m_ die Kammer zu bringen und die Erwählung achtbarer, keyntmßyercher und patriotischcr Bürger zu verhindern. - ie heschiiidtgen _die Regierung einer ungesekzlichen und verfas- sungswidrtgen Murpation der Corporations-Rechtc, indem se
. )):unjzxpal-Comité's ernannte, statt die Erwählung derselben dem
:ck zu überlassen. Sie beklagen fich über die Einschränkung -rr Oppositions-Presse, während diejenige im Interesse der Re- kerung die unbeschrärxkteste Freiheit habe, die achtbarsten Män- Sie bcschtvercn sich über die willkürliche
uspendirung der 11511035 (701-9115-Akte durch die Convention -on Evoramonte 110 15010 und (16 jura aufgehört habe. „Auf lese Weise“, heißt es in dem Wkanifesi, „erhielt das Ministe- ium in der erwähnen Kammer eine Majorität, und diejenigen osputirtcn, welche es nicht ausschließen konnte, verbanden ich zu einer patriotischen, beharrlichen und unbestechlichen Oppo- ition, mit dem festen Entschluß, die genaue Befolgung der 3'haree zu befördern und gegen die in allen Zweigen der chie- ung sichtbaren Mißbräuche, Irrthümer uno Verschwendungen hre Stimme zu erheben.“ Hierauf radelt das Manifest das räfckcur- System, welches allerdings so sch1echt wie nur mög- ich ist, allein die Opposition vergißi hierbei, daß die bestehen- cn Mängel allerdings anerkannt sind, und daß ste, dazu aufge- oydcrt, nichts Besseres“ an dessen Stelle zu seßen wußte. Dann olgt eine Beschwerde über die hohen Besoldungen im Finanz- Ocpartement. Ist dies gegründet, so machte dies Departement ine seltene AUSnahme von allen übrigen; denn es ist eine be- ändige Klage, daß die Civil-Bcamten in Portugal so schlecht esoldet werden, daß sie genöthigt sind, zu unerlaubten Mitteln hre Zuflucht zu nehmen. Bis zur Bildung des jekzigen Mini- eriums war Bestechung etwas ganz Gewöhnlichcs und allge- ein bekannt. Die Oppofitions-Deputirten räumen ein, daß die 11 ufhebung der Zehnten eine Maßregel sey, Welche der constitu- ionneilen Regierung eine_s aufgeklärten Zeitalters Ehre mache, nd gestehen zu , dak; ste für das Emporkommen des Ackerbaues meriäßlich gewesen sxy; allein man hätte auch ngleich für den nterhalt der Geistlichen und für die Unterstühung der from,- men, gelehrten und barmherzigen Anstalten sorgen sollen. Man daxf in„„deß_l)ierbei,nichc vergessen, daß die Weltgeistlichen durch- -us keine Verbindung mit der Regierung haben wollten und sich . eigerten, von so profanen Händen eine Unterstüßung “anzunehmen. Dachdem das Manifest die_ Aufhebung der Mönchsklösker ge- oilligt, bcsclxwext es fich daruber, daß für den Unterhalt der Be- vohncr dieser Institute nicht geiorgt worden sey, und daß man, „ls sie den Befehl erhielten, ihr Mönchsgewand abzulegen, sie icht znit andern Kleidungsstücken versehen habe. Dies mag iir einige wenige Orden Wahn seyn, aber die große Mehrheit “. Mönche, vielleicht neun Zehntheile derselben, haben das fei- rlichs1e Gelübde der Armut!) gethan, und mich dünkt, fie könn- enmii gutem Gewissen keine National-Unterstüßung annehmen. (! !) s .wcrd ferner in dem Manifest gesagt, daß die Minister nie- mls Recheiischafc abgelegt hätten Über die ungeheuren Schäße nGold, Silber und andern Kostbarkeiten, Welche sie in den Klöstern orfanden. Ich habe allerdings niemals von einer solchen Rechenschafc xhörc, allein wahrs inlich haben die Mönihe der Regierung !S„Ml1hs„ erspart, äße in den Klöstern aufzufinden. Naa) xmgetx minder wichciqen Beschwerden kommt die Opposition zu mer Kia e, deren Widerlegung den Ministern nicht so leicht ,erden d rfte. Es ist die Verhaftung des Deputireen Pizarro, ie offenb'ar gegen die Bestimmungen der Charte und eine Ver- Mug semer_Privilegieu, als Repräsentant der Nation, war. le Wahrheit ist, wie ich glaube, daß die Minister stch der iothwetidigkett fügten und, um in einem schwierigen Moment .te Auflösung des Ministeriums zu verhindern, fich den Befeh- edu Dom Pedro's unterwarfen, dcr tvohl fühlte, daß seine per.- „"NO? Ehr; auf dem Spiele stehe, wenn er die geringste Nach- .cebigkeic zetge, woraus man auf Mitgefühl für einen Mann, er 'bn emen Meuchelmördcr genannt hatte, schließen könne. .lt-ßer dem bereits angeführten enthält das Manifest noch etwa 'kxlßkg Beschwerden gegen die Regierung. Unter den unter- 11chneten Dcputirten der Oppoficion befinden sich Männer von nérkanntqtix Talent und PatriotiSmus, die, wie ich fürchte, Ulch zwe: oder drei Rädelsführcr, welche geheime und vielleicht ch1echtx Motive haben, verleitet morden smd. Welche Motive Uk" dtxse Herren auch haben mögen, und welches“ auch der Cha- err lhxer Opyosition in den Cortes seyn mag, immer ist es in günstiges Zeichen füy die neue Verfassung in Portugal, daß "? solche RechtFertigung erlaubt ist. Die heutige Hof-Zei- 311,8 enthält eme Widerlegung dicses Manifestes von 43 De- ! k„,cwten, die gewöhnlich das Ministerium unterstüßen; fie nimmt kkn Spalten des genannten Blattes cin.“ .
Vereinigte Staaten von Nord-Atnerika.
Washington, 5 Dez Aus dem Bericht w
*, _ - - , elcben der
recr.et“*r des Schaß-Amis dym Kongreß über den Zustand
CMMI?" vorgelegt hat, ergiebt sch- daß daschrhäitniß
n1chen_den Ausgaben und Einnahmen der Vereinigten Staa,-
_ fich m den lexzxen drei Jahren folgendermaßen stellte:
1830- _ Tcnnahmen, „_ Ausgaben.
183.“- ZZ-865,.161Do[l. 16 Cents 34,856,698Do11, (; C. ?- 30-960-2023 » 80 » 24,257,298 „49 „
518345 32-327-623 » 25 ** 25,591,390 » 9] ..
WFM? sa) „**-[so, für den 1. „Januar 18.15 ein Ueberschuß von “"“;“ D' 34 €* auf Seiten der Einnahme. Der Veran-
„“lagung QUngs- Würden von den früher durch den „Kongreß
YVerschiedenen chcken angxwsicscnen Summen am Sch1uß _ _. 1' &. uuverausgabt geblieben se n.
Jaékznguf die öffxntlicbe Schuld heißt es in dem BericJt: 5 nfang diess Jahres noch in Umlauf gewesenen
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Uprocent. Fonds sind, bis auf 443 Dollars 25 Ces eä: clö wvrdcn. „Es wuxde im verfiossenen Mai so viel (ck1le iZ disx Bank 'der-Vereinigten Staaten und ihre Filial-Banken, als Kommcssarien der Anleihen, gegeben, daß der ganze Rest jener Schuld getilgtfwerden konnte, und derjenige Theil, der den In- habern der_Ohltgationen noch nicht abgezahlt worden ist, befindet ck noch in jenen Banken deponirr. Ein Theil des im März 1821 creirten 5procent. Fonds, zum Belauf von 4.712,060 D. 29 C., War Alles, was von der im Jahre 1816 1,23 Millionen betragxndey Schuld und den späteren Vermehrunqen derselben noch emzliiösen war. Déese Summe wurde erst ain 1. Janaax 1835 fäiliF, da aber im Scheiße hinreichende Fonds zu diesem Zweck vor„anden waren und man es fiir das Räthlichsie hielt, dim gemeinen Wesen so viel als möglich alle noch auslaufende Zinsen zu_ersparen, so wurden im Anfange dcs verfioffenen ZUii L_lgeiitin des Schaß-Departements damit beauftragt, wo mög- lich die ganze noch ausstehende Schuld n"! |M; aufzukaufen. Von da-bis Zum 30. v. M. gelang es uns, für 491,258 D. 35 C. davon ctt1zUl sen, und es wird mit diesem Aufkauf unablässig fortgeschxitten. Im verfioffenen Oktober zeigte der unterzeich-wte Secretair des Schaßamtes an, daß der ganze Betrag diescr Schuld nach dem 1. Jan. 1835“ keine Zinsen mehr LMI?" würde, und dgß man den Rest von den Kommissarien der Anleihen in den einzelnen Staaten, sobald man es verlange, augenblick1ich ab_bezai)it erhßlten solle. Das SchaZ-Departement hat demgemäß, met „Genehmigung der Kommissarien des Tilgungs-Fonds, zum Theil scho11 die nöthigen Fonds zu diesem Zweck jenen Beamten etngehändigt, zUm Theil die erforderlichen Anstalten getroffen, dciß fie denselben zur gehörigen Zeit zugesertigc werden. So wrrd also noch vor dem Schluß des Jahres die ganze Schuld etitWeder abbxzahlc, oder doch das zur Abzahlung derselben nö- t ige Geld in Bereitschaft gestellt seyn, und die Vereinigten . taaten werden das glückliche und in neueren Zeiten wahrschein- Zech: un-e/rhörte Schauspiel eines ganz schuldenfreien Volkes dar“- ie en.
Zu Chag'rin, im westlichen Theile des Staates Ohio am Ufer. des Erte-Sees, ist eine Universität, unter dem Namen „Willoughley-Univerfität des Eric-Sees“, errichtet. Ihre Sta- tuten snd_sehx ausgedehnt. Sie ertheiic die akademischen Grade usnd isi mri einem kürzlich gestifteten Medizinal-Kollegium ver- emigt. Die Univerfität zu Naxhvilie in Tennessee ist in einem blühenden Zustande.
'Der- Daily Advertiser theilt ein Schreiben aus St. Loms nut, welches die Nachricht enthält, daß die Indianer in der Gegend der [)x'ail'ic) (11: („1111011 ihre Feindseligkeiten erneuert hgben. Eine Partei der Sacs und Foxes überfiel die Menomi- ms am Grant-Flusse und tödtete drei Personen. Die Mörder wurden indeß dem Capitain eines Detaschements dxr Vereinig- ten Staaten ausgeliefert. Derselbe anianer-Sramm überfiel bald darauf einen Wohnplatz der Winnebago's, deren Krieger der Jagd wegen abwesend waren. Sie tödteten und skalpircen zehn Personen und verloren einen ihrer „Krieger, den ein' junger Winnebago von etwa 15 Jahren erschoß. Eben dieser India- ner schwamm durch den Fluß und brachte die Kunde von die- sem Ueberfau nach dem Fort Crawford. Die sogleich zur Ver- folgung dex Mörder abgesendeten Trappen kehrten, ohne ihren Zweqk erreich; zu haben,.zurück. Die Winnebago's versammeln 1th ihre «Krieger, um sich zu rächen.
Inland.
, Berlin, 21. Jan. Auf der Rheinischen Friedrich-Wilhelms- Umversitäx zu Bonn befinden sich in dem gegenwärtigen Semesker 832 Stadtrende, und zwar 97 evangelische Theologen (73 Inländer und 24 Ausländer), 180 katholische Theologen (170 Inländer une) 10 Ausländer), 265 Juristen (220Jnländer und 36 Ausländer), 156 Mediziner (1.38 Inländer und 18 AUSländer), 118 Philo,- sophcn und Kameralisten (100 Inländer und 18 Ausländer), und 16 nicht meatrikulirte.
-- Zm Laufe der letzt vergangener: 8 Wochen bis zum 28|en v. M. und I. find bei Halle auf der Saale stromauf- wärts gefahren: 50Elbkähne, und zwar 4 mitKreide, 11 mit Gütern von Hamburg, 2 mit dergl. von Magdeburg, 1 mit dergl. von Berlin, 16 mit Stabholz, 16 leer; 76 Oder,- und Saal-Kähne, als: 27 micBruchfteinen, 1 mit Kreide, "3 mit Mauersteinen, 6 mit Gütern von Hamburg, 1 mit Gütern von“ Magdeburg, 1 mit dergl. von Stettin, 1 mit Ziegelsteinen, 8 mat Getraide, 1 mit Mobilien, 1 mit Steinkohlcn und Mauer- sieinen, 7 mit Kaikxieinen, 20 leer, 3 mit Stabholz, 1 mit Bau- Utensilien. Stromabwärts 51 Elbkähne, (11:5: 2 mit Gütern, 4 mit Getraide, 19 mit Salz, 26 leer; 64 Oder; und Saal- Kähne, als: 13 mit Ziegel; Maucr-, Sand- und Bruchsteinen, 3 mit Gctcaide, 2 mit Braunkohicn, 1 mit Salz, 1 mit Oehl- kuchen, 1 mit Brennholz und 43 leer. Es wurden ferner stxomabwärts gcfiößt; 1524 Siück Stämme Bauholz, 140 Schock Bretter, 53 Schock Latten u. s. W.
...... .O...
„ Iqskrumental-Musik in Berlin.
Wir haben m unserem letzten Berichte (Staats-Zcitung Nr, 10) dqrauf aufmerksam gemacht, daß vox der lehren, denkwürdigen Ent: weckelung der Fnsiruemental-Mujik tn Deutschland schon eine ältere sebr reiche Schule fur diesen Zweig der Kunst besiand. Es sei) er- laubt, über ihre Aehnlichkeit und Vcrscyiedcnhcit heute noch Eini- ges beizubringen; _„
Während die Russische Znßrumcnml-Musik das Zusammcngc; bbrige in imiter einzelne Tdnc odcr_Atomc auseinandcrrcißt, und mit unsäglecher Mühe urid untcr Yerx-Mwendnng bcffcr zu benutzen- dcr Kräfte doch nur em dürftich Kunstüück zu Stande bringt, sxhlug die ältere Deutsche Schule cm.:z ganz entgcgcngcscytcn Weg cm. Sie strebtx dahin, mit den wcmchn äußeren Mitteln, das Hdchue xu erreichen und darzustellen. Zweitauscnd Pfeifen cines großen Orgelwerkcs (zu desen Bchßndlung nac!) :)itisiiiaur Weise 2000 Menschth erforderlich seyn wm'dxn) beherrscht ein einziger Organisi-und isi des Geiingcns mid „Zysanmicntrcffcns sichcrcr, als der musikalische A11füb_rek jenes" mührchg eingeschalten chimcnts. Schon deshalb, weil die Orgel jeder_chrnilichen Gcmct'ndc eine ganze Kapellx zu Gebote stellt, verdient ne die ehrenvouße Ancrkenntniß und die sorg_sa_mße Behandlung.
Andererietts behält die Orgel etwas Einseitiges, weil so nur mit Blas-Jnürumcnten wirkt, mid dic“ Kunst des ch,istcrzicbcns, oder ein a gcbrachter SchweUer, mcbi dte Wirknngcn ersetzen kann, tvclc_1)e an dem Hinzitfü?cn dcr Streich-Fnstmimcntc und der Vir- tuontät lebendiger Künü er hervorgcvxn. Hier zei t fich also cine bemerkenswertbc Verschiedenheit und ein eigenthümlJcbcr Vorzug der neueren inürumcniaicn Entwickelung. „Dagegen möchten wir ihr die, Mchrüimmrgkirt nicht so zum Vexdtcnüc anrechnen, wie es bis- wxilen geschieht_. .Verüebt man nämlich darunter nur die Möglich- keit, nach wemgen Stimmen plötzlich Viele eintreten zu laffcn, so war diese bei jenem älteren Verfahren auch vorhanden; versteht man hingegen das fortdauernde Incinnndcx reifen obiigatcr Stimmen, so bat die ältere Schule das Ucdcxgicwi t vor der ncncren.
Es sev crlanbt-_bieran „noch cm gc a„llgemcinere chcrkunqen zu knüpfen. Steam Wik dic einfachere Lyrik und Rhythmik dcs'Licdes
und Tanzes ur Seite, so erfällt der c*“nhegriff ber musikaliscö-n Kreise tn Kir en:MUsik,dra11zmtische Must? und Instrumentai-Muiik.
„xn Yemsclben Maße, wie die großen praktischen Meiüer die Kirchen:
Munk zur Vollkommenheit erhoben, bildete séch ih"??? gkgénübkk"
pte Theorie aus, theils begründet eben auf die Werke und „Zeugnise.
tener Genien, „theils umyiderleglich abgeleitet aus den mathemati- schen und physikalischen Verhältziisien der Töne, Consonanzen, Dis- sonanzen, Jutervalie u. s, w. Fur die Imitation, dieFu e, den Ca-
non und jedi Art dhcs Contrapnnkts gab es also anerkannteZieaeln und
Geschi- Oec 4111016)! MW all' diese Gesetze 121) der Geniüs kläg-
11chcrweisu in 3116171 11051111qu worden, üeht nicht höher als dick
chauptmm, NKF) (15-151,- Wcrdc übrrhgupt die Freiheit des Min“-
1chch ?.xntlka-ik-stf. ?»- Say: “)aß in sener gewöhnlichen Fuge Oer
Gd.säh1*té dem,: FWW 117, 3-55 :anintc foigkn muß, und nicbt e71vm
in dcr Qnaxix W-rr .F.-1171811.“ folgen kann, beruht auf so fciicm
Gkundx, 1115179511? „(xz :*thk'z“ci)cs (s:?edot, oder cineprivatrcchtiicve:
Vorschxixr, z,:xernxit 11.1 aix-xr keineswcges dic unbedingte Unwerän--
dcrlecizken „Oer ii-unk-wisißcn Behandlungsweise Lefordcrt: denn a:; ga? und giedi m der Muss, wie im Staate, a erdings auck) „Fkk:
thumer und Frseln. 11ckl1c11a namiälig berichtigt und gcidset werdsn kbnnen_und folien.
„Dre wahrhaft drantatéscbe Musik findet ihre Regel“ und M (75.52- seß in dem Verhältniss, dcr Dichtkunsi „zur Musik, des Woxtks 11111“? Tone. Komponisten, welche (wie Gluck“, Mozart, SponktW VMM weit entfernt waren, hierin cine Himmniß ihres Genius zU„sc_b„M- haben durch den harmonischen Zusammenhang, durch Ueberemnmt- "UMS von Text und Musik ihren Werken eine Haltung und Dauer gegcven, welchc, xroh alles anfangs glänzenden Scheines, yen OPML nieht 311 The_tl wxrd/ wo jener Zusammenhang vernacklä1sigt, „oper vorsätzlich mtt Füßcxt getreten wird. Kirchenmusik und drmnatitche Musik haben also ehre ausgesprochenen und anerkannten Gesch; Theorie und PraxiZ gehen Hand in Hand, und die Erkenntneß hat "ck) mit dcr'Bxgeinerun versiändigt.
Dees wgrdigeZiel i , so scheint es uns, bei der neueren Instru- mentai-Munk noch nicht erreicht; denn wollten wir auch zugeben„ was citizelne Sachverßändigc („z. B. Nägeli) läugnen, daß Haydn's, Mozarts nnd Bierhoven'; Werke hinsichtlich ihrer innern Oxgünk- sation tadellos, „m unbedingte Mufter wären, so beruht die? so- bendeAnerkenntmß doch meist nur auf dem unmittelbaren snnltchkn Eindruck?, und das Wee und Warmn iii keineswegs auf wissenschaft- liche Werse ahgelcttet und zum Bewußtsevn gebracht worden. Ja- wir wyllcn m_cht leugnen, daß wir in vielen der neuern inßrumen- talen Qomposittonew Regel und Gesetz ganz vermissen, und daß uns ßatt wahrer_ Genialität nur anmaßliche, zügeüose Willkür hervorzu- hrtchen scheint. So war z. B. in der alten Inftrumental-Musik jeder Fuge ein bestimmter Umfang vorgeschrieben, üher welchen sie se1b| bei Anwendung gewisser Veriän erungsmittel "ck ohne Tach mcht ausdehnen ließ; nicht minder Latten die Gigue, Courante,
Sarabande u, dgl. ihre eigenthümlichen periodischen und rhythmi-
schen Geseßx. Die neuxrc Justrumental-Muffk begnügt sic!) dage-
en meist met Ueberschrtften, welche nur das Zeitmaß andeutctx (Al- egro, Adagio)-„ sonst aber keinen besiimmteren Inhalt, bezeichnen oder in sich schließen. Daher bleiben viele und sehr wrchtige Fra- gxn unbeantwortet, z. B.: warum ein Stück geradeso1ang mid nicht noch emma! so_lang, oder halb so lan sei)? Wie tn esel]!- gen Plaudereien (dee aver keinen Anspru machen, Kumwcrke zu seyn kommen manche Komponisien vom Hundertüen uns das Tau endsic, so daß man nur zu oft veranlaßt wird, den alten Aus:“uf zu wicderhoienz Sonate, qu winkt Du? In den Fanta- fien Jyhann Sebastian Vach's, „Philipp Emanuel Bachzs und Mo- zart's isi, neben der größten Freiheit und Genialität mehr Einheit“ und Zusammenhang, als 1th oft m einem Thema von acht odek sechzehn Taktcix.
„ Daffxlbe gilt von der Modulation. Sie wird nicht selten in. einer Weise behandelt, als gäbe es gar keine musikalische Gramma- tik mehr. So beruht ja kz.B. das Verbot der aufeinanderfoigen- den Quintin und Oktaven ernesweges darauf, daß der Ueberschwall von consonetrextdem Wohllaut unerträglich wäre; sondern es iyurzclt in der näturlxchcn Verwandtschaft der Töne, und „widersetzt sich den 38110, martnxq- d'. die cht (oft ohne den Springüock des verminderten Scpttmen-Akkords imd ohne irgend genügende Veranlaffung) aus» bloßem Ucpcrznutbe m die cntfernteüen Tonarten ewagt werdxn,
Da wir mdcscn sehr weit entfernt sind, uns ür eme musikqli- schr Auxorttät auszugeben, fo sey es erlaubt, das nächste Mal eine solche fur dicse unsere Behauptungen vorzuführen. *** » 0
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Konzert.
Der Königliche Kammer-Muskus und Posauniü Herr F. B ; ! ke. gab agu Montag in Gemeinschaft mit seinem Bruder, dechr-xoql. Saclncn-Altenburéxiscven Kannner-Muskus und Flötisten, „Herrn C. G. Weiße, cn Konzert in dem Saale des Schauspiclhanscs, zu welchem sich, trotz des ungünstigen Wetters, eine sehr zahlreiche Versammlung eingefunden hatte. Herr F. Belkc hat das Vcrdicnü- die Posaune tn einem Umfange und cincrKunsifertigkeitgctrend gi» macht zu haben, wie es vor ihm noch nie der Fan war. Daß er darin zuweilen zu weit gegangen seyn dürfte, ist Herrn Belke bci seinqn früheren Konzerten bemerklici) gemacht worden, in dsncn cc“ Variationen blies, deren Koloraturen für die Sonntag ihre Scbwic- rigkeitgehabt haben würden. DcmWirkungskrcis dchosaunc bci wei- tem angemcffener fanden wer es- da;“; Herr Balke dicImal das bcrühmtc Chor aus der Zaubcrfidtc: „I Isis und Osiris“, für vier Posau- nen arrangirt, mit drei seiner ausgezciämeten Schüler, dcn eri'rcxi Schweizer, Hartmann und Bennewitz, vortrug. Auch das liebliaw Lied von Reichardt, „das Bild der Rose“, welches von drei Posau; um als Brummftimme begleitet wurde, trug Herr Bcikc, welch“ das Thema blies, sehr diskret vor, und machte hierbei nur scinexx schönen Ton geltend, während er seine Kunstfertigkeit diesmal auf dcm chromatischen Tenorhorn zcigte. Herr (T. (6. Bcike zeicbn-„t fich insbesondere durch ungcmcéne Fertigkeit dcr Pasagcn aus Und scheint sich hierin den bcxüvmtcn Drouct zum Vorbild genomn'cxi, zu haben: soll indcffcn die Flöte zu ihrem Recht gclangen- so kart ihr das klagende und schmelzende Adagio nicht fehlen. - Dic “IU“ verture und cine Arie aus der Oper „die Freibeuter“, von dem 3215 niql. Kammer-Musikiis Herrn (éiäbricb, fanden Bcifaij und 11711». wünschen, die Oper bald auf der Bühne zu seich- wo dic Aris, wclcbe Olle. Leni mit (1101-61 vortrug- von ardßcxcr Wirkung,_.115 im .Konzert-„Saal scvn würde. Schr alüci'1iéi» war die Wabx cm:“:- Arie mit Variationen von Pucitta, wi'léve Där. («rknrb-inm ""I *11'0 . ßcr Mcistersckmft vortrug. „x'.
„T 11511'1'11'1ig1- lkijrscn, „R "151 :*!"5171111. 16. „1111111117,
Fimli'kl. ix'ir1x'1. 801111111 5411. 53 110. 1004“, “11182. 56110111 [12.71- [(:i!)7.-iki11.241§. -1-',§.-x"10rt.11ZH-. „';-J.,“; 76:1- 11115§.98§. "!"-“wm. 1;132.,_1'ke*1:88. 1'r5111.-§c1|i'im' 11345. 41" “TZ U"!- "- ZW"- 53 25;- - d s]";-
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