1835 / 27 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

511 122111 Wahl-Lokal zu gekangen, es pairouéllére aber ein Deta- 1chcmkmt Dragoner in hdeln benaébarten Straßen, um allen Ruhe; druxt-cn so leich Ein ac zu 1 un. „. fi Déen lethen hier eingegangenen Nachréchten aus Ltssqbon VOM 10ten d. M. zufolge, litt die Königin Donna Marta an c::t-xr Schwäche in dem einen Fuß und mußte am Tage deJEr- Ssßxnxx: dcr Cortes in einem Sessel fortgxt'ollt varden. ann 215-1711 (“:"éndruck soll es gemacht haben, da[: fie eentgy alte Drener 117-188 „Vaters, unter Anderen dessen Groß-Ylmosemer, den Erz.- bxscßof von Lacedämon, von dem fast alle Karchen-Reformen aus- gZ-anzsm, etxtlassen hat. Man glaubt, der Herzog von Le-Uchtepberg »er unter dyn Intriguen des Portugiest1chen Hofe§ emen 1,1012)»,- r*:n Stand babw, und er würde großen Takt besaßen mussen, wxctm er nicht dsn .Küx'zercn ziehen sol1e. . Morgen wird der»H.-r- „4,07: vor: 1)??? aöreésen. Der König hat 15111 eme kostbare Taba- ti»? und zwei Pferde aus seinen Marställen zum Geschenk a?,x'nmcbt. "* Die Pfianzcr von Antigua haben bekanntlich ihren vo-“tpa- [40,271 Skéavcn oke Freiheit ohne alle Einschränkung bewi11:gt. ?Zxrx; Trinidad vernimmc man jeßt, daß einige der dorttgen ' “1311331zcr, die wegen der Fruchtbarkeit ihres Bodens hdherep ??krvcckzloéw zu geben im Stande smd, mehrere d_er auf?1nt_t- 92121 f('='iZ€'las1'cU€11 Neger gcmiethet haben. Eben 10 hatten dee

';.1111211381' tn Detncrara freie Neger aus Caraccas in ArDeic,

«9111111111111. , " “11:2“; Cuba wérd gemeld-st, daß der Gcnérak-Capitain dieser Zxxscl, um das Eénßrjngsn von Verbrechern und Ldekreichcrq zn verßüxen, ein Gesysz bekannt gemacht habe, wonach sch, bet scßxxocrcr Ahndung, kein Ausländer ohne einen Paß vom Spa- UiNH-Ixx Koxxsul dort blicken lassen dürfe.

Niederlande.

Aus dem Haag, 21. Jan. Die beiden [cßtxn in Bezug ems dcn Gesundheits-Zustand Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Don Oranien angegebenkn Bulletins lauten folgendcrnmsxcn:

„Dienstag, “20. Januar Avends 6 Uhr. - Die Symptome der Krankheit haben steh im Laufe des Vormxcmgs von der Art gszcigt, daß üe et'nen Adet'laß noth- 17'6110531 maäzxen, der einige Stunden später hat wiederholt wer- dex: ::;éjsssn. _ Se. Könia1.Hohe1t befindet fich fortwährend in ee'xwmbcx'orgnißerregendenZustande. Bernard. Eve-rard.“ „Mittwoch, 21. Januar Morgens 8 Uhr.

So. Köxxégl. Hoheit hat die Nacht schlaflos zugebracht, das JM 111 jedoch MMVR" heftig und die Brust etwas freier; mit Eééxcm Worte, der Krankheits-Zußand [)at fich seit gestern nicht vc:*sch,1inn21crx. Bernard. Everard.“

DeUe.schland.

Hatmovcr, 21. Jan. In der bemessen Sißung der zwcitcn Kammer unkerer allgemeinen Stände-Ver1atnmlUng 101121». der Braunschweiger ZoU-Vertrag mit den in sein Geleite qcöraäzten Steuec-GZesekz-Entwürfen durch bedeutende Nkajorität 1111 (!,-3119111111911. Die Diskussionen sollen gegen Ende der Siz- z, :I “schr 121)!th gewesen seyn. Die Herren Lang, Vater und "Sehn, so wis dée-Doktorcn Stüve und Christiani, Leßtcxe bcx'ondcrs in Opposxceon mit dem Geheimen Kriegsrat!) Roje, waren in diesem Stadium der Debatte die Wortführer. Mor- gen Wérd die zweite Berathung folgen.“ , -

Nachßchcndcs Schrciben dcs Mimsteréums, Welches erste F?».Unmer bloß m] 30171 zu nehmen beschlossen hat, ist zu morgen 131 zxveicer Kammer auf die Tagesordnung gestellt: „In der “PLUM?! Versammlung des Deutjchen Bundes vom 30. Oktober “;;. ;;--. isi c-ux'ck) elnhcliise Zustimmung sämmtlicher BunYes-Re- Nixr'mxgsn em Bundcs-Gcscß über die Errichtung eines Schwds- (Mrichtxs zur Entscjwidung der Streitigkeiten zwischen den Re- qxermecn unk) dcn Landständen der verschiedenen Deutschen Bun- Z2511aatsn b::s'chlossen worden. Sc. Majestät der König haben ITUcrgnädéas: gerUW, dicses Bundes-Geseß, dem 2191: Paragra- phsn dcs Sraats-Grngeseßes gemäß, unter dem 14. Novem- bsr u. 10“ in dem Königrerche Hanvover zur öffentli- kan Kur-de gslangcn zu lassen, wie solchks] die Anlage er,- (01 C1“; wtrd dcn löslichen Sxänden nicht entgehen, das;, izzi („;-"1111110115 dcs fraglichen BundesZGesekch, _der_ bei dieser Ge- lexxe;21)ch 111 der Px'äüdial-Propofinoy “ausdrucklich zu erkennen «.Z-ggkxene Zweck 1103211011121 habs, Has x_n der Bundes-Verfassung jkéq-xnde Band dsr National-iEmhert Deutschlands feßer zu knüpfen und das Vsrtraneq zwtjchen Regterung und La_nd1rändcn dm-ck) dieses neue_Sc1)u15mx!rcl ,der bestehender; Rechtz-Verhält- nisse dauernd zu befestigen. War ermangeln mehr, dxn lßhlecxxn Sxänden zugleécl) anzuzeigxn, daß dxs Königs JJTax. fur dae nach- sten dre! Jahre daö scyie13s1'1ch121'[lche Amt den1Landdr011c-n I)? cyer zn Lxanbm'g und dym KanYeZDrrektor Graf:" von Ktc_lmans- cgzze zu Cslle übcrtragen. Hannover, 10. Januar 1831).“

?)?ÜncOen, 11). Jan. Unter den Griechen, Welche sch 12:27,- aushaltcn, Hafindec chi) ein schon bcja1)t'tcr Eelehrxer, Hyc'r Tsz-zhatopulos, aus Patras, der vergangeNcs Jahr em 1651790- 184115523 13-*x-.kon, Franzésch, Englisch, Alt- und Neugriechisäz, !*.-2513 der Anlass von Powicton, auf seine Kosten drucken ließ. Da.111'ch 111 pccu1:1-.11re Vcrlcgenhcit gerathen, wandte er fich an 12:49. Majestät unsern „König, und erfuhr auch an sich die groß- :!111117192 Gesmnunq des JJJonm'Mn. Aus Dankbarkeit will er

Z.,», hscräckzclxcise Symmc, weiche Se. Majestät ihm zu bewilligen '

«420615, 111 Cxewarcn seines vußbaren und gelehrten Wct-kcs „„ (*Frtsk1zxnla11d a'ztragcn, und diere zur Vertheilung a11 ärmere c;),tszdtrcnxw nach ?Tthen an das Minisieréum des öffentlichen Un- trrrkchrs sa71cé'x11.

Würzßurg, 18. Jan. (Schw. Merk.) Dem Verer- t;.s:k*xxa-L' [911911 die Kandidaten der Theologie an (Zen zwct ka; 130311110711“ Zlnivcx'stcäten Bayerns ebenso 50111 Studtum dcr hc,- 1»,Z5,jsch;.n Sprache angehn'ten werden, ww d_t'es auf_d€r protx- 17.-„1111110131: „1Z)0chsch:1[é_ M EUER)?" [ck00 von jeher gcjck)ah. „DW [3cHx-ä11'chc Spyache 101! an den katholcschen Hochschulen btsher 37c:n11c1) vernachläsügct wordxn- seyn. Aukßerdcm erfährt man "13113, das; von dem Ober-Studtenrathe 111 Muychxn beantragt WW Den soy, den Hochschulen in Bayern eme Emrcchtyng zu geben, Hie dcr ähnlxch wärk, we1che jüngsx die Ly_ceen erhalten, auf de- 271511, wie Das K. Rescrépt sagt, mcht b1o1; gelehrt, sondcrn auch p:“;«zen Werden so11. Wirküch léefern_auch dte Lycxen, quen “„IT-LMM auf alle häuslichen Verhältmsseßder .Kanpedaten :hre SZZ-Irkmeic auszudchnen haben, mix gcrmger Ausnahme schr «911101.- .11110 fleißige Jünglznge. Aux dyn HochschUlM soll hem ich) der Senat in quuqfc dcn _moraleschen Wandel der Stu- dcntcn genau 11 beaufslchttgen haben. Auch hinsichtlich der Lehr- art soll eine eränderung stattßnden, und ur Verßänyigung zwischen Lehrer und Zuhörer eln Wechselyer ältnßß m:rtelst na- mentléchen Aufruf:? zum Antworten oder Dispuuren begründet werden. Ebenso wi man die Studenten_zum fleißigen Besuch der Kollegien dadurch anhaltekd daß man xedem derselben seinen

' bestimmten Play im Hörsaale anweisk.

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Darmstadt, 20. Jan. Die Ober-Poß-Ämtstej- tung enthält nachstehende, von 160 Bürgern von Worms un- terzeichnete Adresse an Se. Könég1.'Hoheit den Großherzog, Welche mit lebhaften Farben ein Bild der dasigen Wahl-Um- triebe giebt:

„A[1erdurcblauchtigßcr Großherzog , ?luergnädiZüer Fürst und Herr! Die allerunterthänigsk Unterzexcbnetcn, in er lebhafteücn Besorgmß, daß das betrübendc chebncß der hter stattgehabten jüng- sten andüandestvahl der hiesfgen Stad_t und mithin auch" der jenem Meßgrxffe durchaus fremden Mehrhett der hirfi'gen Bürgerschaft das Allerhöchste Mtßfallcn zugezogcn haben könnxc, wagen es, Ew. KZU1g[.,Hohktt dae Verhältnkffe, nxelchq es allein möglich machten, diese mat bxinahe aligemeiner Indegnatton yon den hirsgen Bür- gern aufgenommene Wahl zu Stande zu bringen, in ihrem gan- zc_n Zusammenhange und mit der Offenheit gehorsamft darzulegen, Dee dem treuen Unterthemen vor dem Throne seines väterlichen und [)uldvoUcn Souvcrains und Anxrgnädigsten Fürsten xéemt. Es i:? nämlich bckantzt, Haß scit cinegen Jahr(n die verschiedenücn Wahlen, wclche m Worms stattfandkn, Mit den aufkauendsten Ausxegmrgen verbunden Waren, die zum Theil sogar öffentlich zur Spracsxc kama'xt, und kaum möchte es eich Erwäymmg verdie- nen, daß Hte unsclcge Thätigkeit, dre sich hierbei bemerklic!) machte, von den tngntjexer Stadt nur auf eine geringe Zahl bcschränk- ten Angehörtgcn jener Facxéon ausgtng, 1vc1che zu unserek Zeit die trübe QuelZe dffxntltchcr Unruhezr in allen Ländern 111. Nach dem dicser Faction _ctgcnett Systcm :| jedes Mttxc'l er1aubt, das zum Zwecke führt; ern. Grundsatz, der fich nach bet den hiesigen Wahlcn und besonders. der dcr letzten in den Maßregeln aUSsprack), durch Welche anf dre Wahlcn cingxwéykt wnxdr, „Den Umstand nämlich bmuhend, daß nach dcn beüchcndcn Etnréchtungen das End-Resul: tat dcr Wahlen größtenthcéls von Per Richtung abhängt, welcher es gelingt, dera Urwahlen zu geben, rwhtcte man sein Hauptaugcmnerk auf dix unterqeordyeten Volké-Klassen, die jedem Ec'nfiussc am 1!- gäxrglechücn find, ende.:n rbre Stellung in der Gesellschaft ffc grxß- tetxtyccls kciycn Antherl gn dcn dffmrlichcn Angrlcgenhcitxn mhmcn läßt, auci) vccle weder lcxen_ noch schreiben odcr doch beides nnr un- vojlkomen könnrn, fo1gltc1) gern der Mühe überhobcn sind, die Namen de_r zu wählenden. Bcvo11n1ächtigten zu Papier zu bringen. Für d1cse tn WormZ schr zaölrcéckw Volks-Klaffe nun Wurden völ- lig gle„tc1)lautcnde StammzeLtLl geschriebenx zu deren Einreichung dn? Sttmmcndcn dm'cl) dte seltsamfien Vorspécgclungcn von den hetlsamen „Folgen „der zu kreFenden Wahlen bei ihrer Unwiffcnheét und der_thxten ctgencn Judoxenz leicht zu bercden waren. Da nun aus dcsse Weise von „Soeren jener Partei durch cinüémmig verabxedetk _Maßrchln gewerkt ward, während der unbefangene, obglctcly wett zgplreeckwrc Theaj der Bürger stck) bci den Abstimmun- gen bloß 1911 (ngcbungcn scenes Vertram-ns und sekncr Ueberzen- gung ühcrlzcß, so mußten nothweydegerweése die Stimmen der letz- teren gerhetlte chsultczte hervoi'brmgcn, und die Wahlen im Sinne deer Bewcgungs-Partct ausfaUen. Aus dicser cinfacbcn DarüeUung durftewohl zur Genüge hervorgehen, wie wenig die letzte Land- siands-Wahl*) aus der Mchrhcet dex héefi en Bürger hervorging. Berückstclxttgt mcm nun ferner, daß dre héé tgc Stadt der allerhöch- sien StaatI-checrnng seit eéner langett-Zal)1“c!trcéhe dt'e Garnison verdankt; _„daß_ ste én peuercy Zeit die gegründetsc Hoffnung hatte, zg denxStß emes KreeI-Gertchtö erhybcn zn werdcn, so liegt auch tt_cchx dte entferntcße Wahxscheinlichkett vor, daß ihre Bürger beab- stchttct hach: könntexr, „ck ohne aUen Anlaß in direktxn Wider- svrch smt emer Regterung zu versetzen, de_r sie die eine Wohlthat bereits verdankten und von dcr ße dte andere mit Sehn- sucht erwarten. _ So sehr,“ diese Gründe auch geeignet seyn möchten, den Vorwurf zu mildckn, der dée Stadt trifft, 1:1 der sack) ein solcher Vorfall eretgnete, so bedarf es doch, um thre Ehrx vor Fürst und, Vaterland zu retten, eines entscheiden- den Schrittes. _ Von dtescr Ansicht ausgehend, legen die allerun- tcrthänigü Unterzewhneten zu dcn Stufen des Throncs Ew. Königl.

Hoheit hiermit die feierliche Erklärung nieder: „daß se die jüngst-

ht'n ünttgehabthahl ("MLS Landüandes für die Stadt Worms als eine ihren Gesinnungen der Treue und Anhänglichkeét an ihren Durchlaucbtt'gßcn Landesfürsten widersprechende Handlung ansehen und als solche laut und öffentlich méßbéllégcn;“ dieselben erfiebcn daher von _Ew. Königl. Hohcét die hohe Gnade, dic méßfällige Auf- nahme, wcklcl3e dre, aus der Frioolétät cinkger Wenégcn hervorgegan- gene, oft berührte Wahl ohne Zweifel gefunden habcn wixd, nicht auf die Mehrheit ch“ trxngrfinnjen Bürger ausdehnen zu wollen, und iere Stadt met, der Ancrhöchstcn Huld und Gnade forthin zu beglücken, dcr sch dtcselbe bisher zu erfreuen hatte, _ Mit den Ge- snnungen der unverbrüchléchüen Treue und nnerschütterlécßüen An- hänglichkcét an die qeheélégtc Person Ew. Königl. Hoheit und das ganze erhabene Fürstenhaus, verharrcn dic ehrfurcbtsvonsi Unter- zeichneten. Ew. Königl. Hoheét aUerunterthänégft gehorsamfte. (Fol- gen die Unterschristen.)“

„Wie man vornimmt“, fügt die Oöcr-Posc-Amts-Zcitung hinzu, „soll die Deputation, die mit Ueberreichung dieser Adresse beauftragt war, und an deren Spilze sc!) dcr Bürgermeisker von Worms bcfand, eine so gnädige Aufnahme gxfunden Haben, als fie sich unter den bewandcen Umständen nur versprechn konnte. Mild und srcundlxch, aber auch sehr bestimmt und mét Würde äußerte sich der Gxoßhcrzog gegen die Depmirten. Er sprach scin lebhaftes Wohlwollen für die Provinz Rhein-Hessen aus, und daß Seine Regierung gcwéss cine feindliche Oppofitéon nicht verdiene, wie se sick) hier und da, und namentlich in Woéms durch die Wahl e:“nes Depucirtén," der nach allem, was voraus- geganxzcn, durchaus m:“ßfällt'g erscheinen müsse, gezeigt habe und noch zeige. Das End - Resultat, tve1ches man aus dsn Auöienlzcn der „Deputation nach desfaljsgcn glaub- würdigen ? cußcrungen ziehen kann, dürfte kurz folgen- des seyn: Wie der Großherzog und Seine Reg:“erung stets an Verfassung und “Gesclz hielten, und ße, so wie alle Rechte des Volkes, heilig achtctcn, wie fie dies insbesondere der Provinz Rheénheffen vielfach bewiesen haben, so werden ste Tics anch fer- ner; eben, so fest aber Werden fie auch halten an den Rechten der Krone, die dem Volke eben so heilig als unverletxlr'ch seyn müssen. Wenn die gutsn Bürger, die Freunde der Ordnung und waßken Freiheit, wie man versichere und nicht bezweifelt werde, die große »))?ajocität ausmachen, dann Werden ste sich nicht länger von eincr ruhej'cörenden, feindlichen Faction, von der fie sprexhcn, bevormundcn lassen, sondern dress durch ihr Be- nehtmn und ihre. Handlungen zum Schweigen zu brin- gen wissen, und so auch hécr der guten Sache des Va- t,erlandcs dem Sieg verschaffen. Was die erwähnten Ge.- rüägee betrifft, so ist von deren Ryalifirung bis jetzt noch keine Rede, und es hieße das Großhcrzogl. Gouverncnjent schkccht kennen, wollte man ihm mich nur im entferntesten die Abficht cc'n-er Rache oder einer Bee1nträchtigUng dcr Wahlfrei- heit zutrauen. Ob dieses Gouvernement aber aueh künftig, bei Berückschtégxung der allgemeinen Interessen des Staates, eine Garnison, cin Gymnaßum in eine!" Stadt [affen könne, worin sich fortwährend ein so1chcs politisches Treiben auSspräche, wie in Worms seit dcm Hambackxer Fcße, und welches die acht- barftcn Bürger in ihrer ??orcsse ]elbxsk als beüchcnd anerkcnn-en, dies“ ist eine andere Frage, die man im Interesse dieser Stadt und der Provinz überhaupt wohl bedenken möge.“

Oesterreich.

„Innsbruck, 15. Jan. Wir hatten in diesem Winter zwetmal schon eine Kälte von 15 und nach dem verschiedenen

*) Die bekanntlich auf den Freiherrn von Gagern gefallen 111.

Standorte des ThermoMeter selbst von 18 Graden, 'Und elder waren ziemlich mit Schnee bedeckt“, es schöne Schlittenbahnen gab. Seit 3 Tagen aber tiger Süd-West-Wind den Schnee großem räumt. „Jenseits des Brenners hat es aber noch keinen S gegeben und auch sehr lange Zeit nicht geregnet.

dort außerordentlich an Dürre und Trockenheit. Di auf den Gebirgen smd beinahe alle vertrocknet, müssen das nöthige Wasser für Menschen und Weit,- meistens“ bergan, zuführen. Entzündunqs-Krankheiten und Todesfälle z T| andererseits auch für die Neben und Sa

Italien.

Zum Kommandanten der Majestät der König unterm 13. orm di Lavriano ernannt. _ Neapel, 28. Dez. Es" ist hier seit kur l§cher Kriminal; Gerichtshof instituirt worde lach angeklagter Geistlicher kü'nftf Gericht gestellt werden darf. In Palermo war es _tage so kalt, eine Eisdecke 11

Häuser und F

heéls wie

und die Le Die Wittxrung hat dortvz' ur FYTge, undm aten 1ehr besorge,

Turin,17.Ian. tadelle haben Se. General-PZajor M zem ein neuerg . n, so daß eino“ g mehr mehr vor das Wein

_ hrcnd der lehren Weihnachts; [; auf den stehenden Gewässern cl) bildete _ eine Klima zu den überaus seltenen geh Madame Malébran Theater San Carlo beende schen Blättern über ihr schkeiben fich vieslei die berühmte Sängerin in der ne in welcher se im zen hatte, keinen blikum zugleich vie

der UMgeg C'rxcheinung, die in da[ hat ihre Gastrollen auf dem hies t, und alle Gerüchte, die von Franz" c Ermordung u. dgl. m. verbreitet ganz einfachen Thatsache ber, uen Rossnischen Oper „Axmll weitankte eine Art von Allemande 1"! onderléchen Beifall erhielt, was jedoch im len lauten Widerspruch fand.

Portugal.

Die Zurechttveisung, Welche. tes m der Schluß-Rcde der wie zu erwarten stand, nur1* er Deputérten-Kammer noch : .“ ung einer Art vo Folge gehaöc.

cht von der

__ Lissabon, 4.Za11. dkr Regierung den Cor zung ertheilt worden war, hat, beigetragen, die Oppoütion in 1) zu“ reizen, und die Bekanntmach . Seitens der lcxzteren zur ckck von ctlichen drei der Gesammthcitz untcrzeéchxkt ist, sucht das B fcrtégen, indem es zugleich den der schärfsten Kritik unterwirft, lich der Fall in solchen Parte neben vielem Falschen. eben so leicht seyn, nachdem„jencs Aufhebung der thnten und der höchléchst gebilligt hat, seinen Ver wortlichkeic für so manahe Ucbelstände Prévat-Znteresscn, die diese revolutiotmai _aazogen haben, von sécl) aözulchncn, Regierung vorgebrach Nepotfsmus, JIIangel tiger Handlungen mög11cherwe1 Eindrücke bei der Masse des Man kann, ohne sich der Gesa den, auszuseßen, dreist vorhcr1agen, Rathgeber künftig noch oft stch sel!) niß ablegen werden, leichtere Sache Parteigcisk fiKd nämli daß ein System von Amortifirung der P reich selbiges bisher mit ches Resultat den Portugixßé'Mn Man hat bemerkt, daß bei Geke eröffnung 'der Cortes der Emy in der Versammlung, als auf einigermaßen kühl war. . stattgehabte giebt im P

n 01)n1[)10 1111 Dieses Akkenüück, ßig Mitgliedern, ungefähr einem Dritt sich auch Sawanha bxßn enehmenx der Oppofitjon zu re ganzen Gang des Ministerin und enthält, wie solches gewö festen ist, einiges Wm». e nämlich dem Ministers 0011111113 11311011 die radik einmal im Prinz gegenüber dé? Vera und Verlckxungcn 1 re Maßregeln 37ach * . als wiederum r* :cn Llnschuldégungen wegen s an Spar1

und worunter

Es dürft

_ _ Übertrieben „amkett und mehrerer se nacht der Opposttion Publikums zurücklasse ein falscher Prophet zu we- daß Donna M | im Stillen das Gestein daß das Regieren ohne Kammern cine w Die Leidenschaften und d (1) in Portugal noch viel zu schr rege,a O)?an_ivulirung der einzelnen Métgliedcrun fahrer, wée Ludwig Philipp in Fran- m Glück befolgte, ein ganz gl' Kammern gegenüber versorän genheit dcr vorgeürigen Wied fang der jungen Königin, sowo dem Wege dahin in dcr Sta- Und die gestern bis auf den 20! Corcks ; Sitzung

gen Anlaß, da m-« orgestern Abend im Conseil ** Zeder unbefangene Beobach daß die Lekdenschaftléchkeit »

bei dcr segreichen Partei vorherrsch- eren Leitung, selbst 111 ihrem eigenen? Dom Pedro, beép

war im Stande, eine solche

Die jugendlichen

eben so Wenig, als dte .- ungeachtet vieler anderer Eig

aréa und ck

als mit solchen 111.

_ Prorogirung der

ußljkum zu aUcrlei Vermuthun sehr wohl weiß, daß selbige ersk v rathen und beschlossen wurde.

dürfte die Ucbcrzeugung theilen, der Partcé-Geésr, die

vorerß wen-égstens für d teresse, eine Art nem Einfluss auf die Armee, auf einen gewisse

von Diktatur erheischen.

_ n Punkt auszuüben. Donna WDaréa's vermögen es aber 3699 von Palmella und Terceira, schaften, die selbst ihre Gegner dicsm beiden Männern einr Der junge Herzog von Lou

chtenberg, seinerseits des 1" des?, der Sprache und der Geschäf

cc unkund1g, dürfte es vor : seyn, und selbst Dom ** r Hénscht nécht als Taliswan zu wir Eine Beruhigung haben unter diesen Umüändcnd Paar reiche Armbänder verursacht, died Englische Könégs-Paar dcr „Donna Maria von Braganza ganz kürzlich übersandten, und deren U berrcichung durch den Englischen tung mit a11em Dctail meldet.

dicser frxiwüéigcn Aufmerksamkeit, daß auch dies neue B tische 932111iß7er111m die Znthronisativn der Donna ONaria als 11 vollendekes Faktum ansrkeune; Rücksicht sehr ge] Leuchtenberg in England hierher eintreff»: muß, am Ruder befindlichen Staats-Männcr nämlich das „Dcklamiren der Partei Mode 117, di dankt, so sagt doch ein, wenn an doch darum nécixt minder bestimmtes Gefühl den Beißeiligte daß Großbritané-n eigentlich die Wagscyaaie dcs Schicksals „all äkt. _ Jener den Portugtcscn Us usländcr, dem selbst

zuver1äss1g noch Weniger im Stande dro's Schwerdc in diese vermögekx. hiesigen Hofe ein und der HerzM"

die Hof-Z'

Gesandten , Man schließt nämxich a**

und man ist aus ex'c-n dies den der Herzog 11 , Wo er unverzüglich auf seinem We dortigen Hofss vnd 1“ finden wird. gegen den Britischen Einfluß selbst 1 e demselben ihre jetzige .sycrrsckzast v ck nicht offen eingestonden

pamxt auf den Empfang,

von Seiten des"

Portugiesischen Parteien thümlickx Neid auf aUe nicht entgehen, crsireck'c fich auch a Schwestcr-Landcs Brafilien. Oppostéon, b;“kagte fich dieser Tage Weise darüber, daß, gegangen scyen, um von dortGold nach Portugal kämen,

dée“ Engländ uf die Bcwohnér des ehemalig Nacional, das „B'att z. B. auf eine höcbsx nur während sonst dle Portugiesen nach Bras!“ , xu holen, je t die Bramtan Um baer die Ordens-Kle dungen der aus;, Avis: und Empfängnéß-Orden u erhaschen. Der Na ilanz bei diesem Taus' Wfalle. _ In der Abßchk- dk daß d1e*neue Regierung noch ni Europa anerkanntworden sey, "

auben, daß die

nal scheint fast zu utterland a

handel gegen das- Land darüber zu beruhigen, von einem großen Thejle von

lm ßchekée dkeNegÉeRUüZs-Zektuüg ä't'n Neujaßkséäge ißre Sefer, „daß

wisse Formalitäten einer .norMalen Etiquette“ die einzige Ur-

Xche davon seyen.

. Aegypten.

Kahira, 1-„Dez- (Allg. Ztg.) Mehmed Aliist seit xi- "ng Wochen, wxeper sy gesund und kräftig aussehend, wie tm vorigenWénter, hter etjngetroffßn. Er hielt sich, nachdem er [exandricn ve-rlassenx eentge Zett im Delta auf, wo er, w1e_es scheint, 110ch,Vkel? nmmzliche Eenwvhner erbléckt haben muß, m- am er in dzesey Provmzen nenerdings 9000 Mann ausztzhehen befabk- Auch lteß er den Rafirs ( Verwaltern) dieser Dlskktkte strenge Rechenschaft abfordern, und manche der Unterschlggung ueberwiesene aufhéngen. Hier war sein erskes Geschäft, dre ver-

iedenen next errtchteten Schulen zu besuchen, und gegen die Alexandrien ausgebrochene Pest kräftige VorfichtssMaßregeln nzuordnen. Auch sein Sohn Ibrahim Pascha ist auf dem euen unlängst m England verfertégtcn Dampfboote aus Sy- “en zurückgekehrt. „Nach einer vierzehntägigen Quarantaine in .»amtette wird er hter erwartet, und schon werden. Festlichkei- en zu seinem Empfange vorbereitet. D;"e Ankunft des Ober,- enerals t'n Aegypten ist ein sicherer Beweis für die wéederher- esteüte Ruhe in Syrien, und diese ist eine Folge der milden “.eschn'jffe Mehmed Ali's während seiner Reise dahin, der wohl ex,;sah, daß es. für_ jeßt unmög11ch sey, Syrien wie Aegypten zu regiercn. Wie vtel den Syrian nachgegeben worden, ist hier ;ck: 11111 Bestimmtheéc bekannt. Ihre Hauptbeschwerde aber, daß ße alle, gle1ch_.dcn Aegyptécrn, ohne Unterschied zu Soldaten cmacht wükden, jchcint beseétigt wwrden zu seyn. Auch find ihre hgaben etwas erleichert worden. Daß man ihnen aber doch 1013 dieser Zugeständnisse nicht sehr traut, geht daraus hervor, man fortwährend eine sehr ansehnliche Truppenzahl in ih- em Lande läßt, und erst vor kurzem neue Verstärkungen, wor- nter ein Regirvent Artillerie zu Pferde, dahin abschickte, ob- chon diese Truvpen der“ Armee im Hedschas, die einige Nieder; agen erxétten haben, und zu einem nicht sehr ehrenvollen Frie- en gcnöthigt worden seyn soll , von “höchstem Nußen ewesen wären. Indessen is? auch dieser The1l der Be; Zungen Mehmed Alls nicht vernachlässigt worden; es sind reiR-xgimenter dahin bestimmr, von denen schon ein Theil bmarschért ist. In Aegypten selbst bleéöen sehr wenig Trap- en, aber auch dee mxßedeutendsre Besatzung reicht hin, um jesés an blinden Gehorsam längs? gewöhnte Land in Ruhe zu rhalcen. Ahmed PascH-x, ein Neffe “'Mehmed Ali's, der über ie Aegyptésche Armee in Araöic-n den Oberbefehl führt, leidet eiceinégen Monaten an den Augcn; als daher Mehmed 2111

ci seiner Ankunft in Kahiya das aUSgezeéckznete Talent des

*ayerischcn Arztes, ])1', Pruner, der bei seinem ersten zweijäh- igen Aufenthalte in Akgypten als Professor der Anatomie an *er medézinischen Schule z'u Abu S_abel, und nach seiner Rück- ehr als Ober-Arzt an dem großen Epkcalc dahéer angestellt War, on aller: Seiten rühmen hörde, 1111] er ihn rufen und ersuchte 'hn, sich zu seinem Neffx'n, den_erw1ese1nen Sohn liebt und dessen exzetxwart im Hedschas von 10 großer Wichtigkeit ist, zu bege- en, um ihn zu behandeln. _Obschon Herr Pruner eine sehr ein- räg1iche Privac-Praxis angcbcn mußte, zauberte er doch keinen ugenblick, einen so ehrenvollen Auftrag zu übernehmen, um so

, _wm1ger, als ihm diese Reise auch noch zu wissenschaftlichen Ent-

deckungen Gelegenheit verschaffen kann. Er ist am 25. Novem- ber von hier zu Dromedar nach Suez abgereist, von wo ihn eln EngUsches Dampfboot “nach Dschidda bringen soll. Seine Abreise hat hier allgemeines Bedauern erregt; Männer und Frauen aller Nationen und Religionen, Araber, Türken, Grie- chen, Armenier, Juden, Franken, Bürger und Soldaten, Re1che und Arme“ begleiten ihn mit ihren chcnéwünschem und sehnen s1ch nach seiner Rückkehr. _ Daß der Marschall Marmont gegenwärtig Aegypten unter Oefferreichéscher Protection be- rcizk, wird Ihnen schon bekannt seyn. Da er Empfeh- lungsschrciben von dem Fürsten von Metternich überbrachte, ward er von Mehmed Alt aufs ausgezeichnetske empfangen und sogleich Befehl ertheilt, ihm überall die Ehren eines Pascha's zu erwei- sen, deren fich bis cht kein Chrést in diesem Lande rühmen konnte. Sein Aufenthalt mag für Aegyyce'n schr ersprießlich werden, in; dem er a1s Sachverständiger alles Neugeschaffene beurtheilen, und als Unbethsilégter die Mängel dem Pascha furchtlos angeben kann. _ Man erwartet bald wieder Hrn. Ganway hier zurück, der zur Bestellung der Erfordernisse für die Eisenbahn zwischen Kahxra und Suez nach England geschickt wurde. Auch soll noch ein Dampf- boot für den Dicnsk im Rothen Meere bestellt worden seyn, so daß Mehmed Ali aus allen Theilen seiner sich so weit erstrecken- den Bestkzungen, aus den nördlichßen Syxisctzcn Städten, wie von der südlichsten Seeküske Arabiens, künftig in sehr kurzer Zeit Nack)rtchtener1)alten kann. _ Dée Ueberschwemmung war dieses Jahr sehr befx'iedigend, so daß man auf eine vorzüglich reiche Acrndee rechnet. _ An den neuen Brücken und Schleusen bei dem Scheidypunkte der zweé Nil-Arme, Wodurch in Zukunft 41111) bei niedrigem Wasscrüande des Nils das ganze Delta dock) hkn1ängiéch Wasser erhalten so?, wird thätég gearseitet; Alles, Wax; zur Cowscrsptéon untauglich ist, wird dahin geschickt. _ ZMschtn AlexanQrien und hier ist wegen der Pest ein Sam'- käks-Kordon gezogen, und *crst nach einer 211ägégcn Quarantaine kann man aus jener Stadt hierher kommen. Möge der Him- MEl dieses leidende Land vor der Souche bewahren, und die [W abnehmende Bevölkerung nicht noch “mehr vermindern!

Vereinigte Staaten von Rord-Amerika.

Washington, 25. Dez. Dcr Köniql. Preußische Ge- schäscSträger in den Vereinigccn Staaten, Regierungsratk) von 93611319, u::d Herr Skcen Bille, Geschäftsträger Sr. Maj. des

5711135 von Dänemark, find am 18ten d. M. bier eingetroffen.

„Der Herausgxber des „Louisville Publéc Advertiser“, sagt der Washington Zntclligencer, „hat die Entdeckung ge- Macht, daß die Oppoßtion gagen den Krieg mit Frankreich von dkaank der Vereinigten Scaaten ausgegangen sey. Wenn er dseWahrlmt seiner Worte darthun könnte, so würde er dadurch zugle:_ch bewkjsen, daß dieses Institut in seinen Wirkungen auf den Charakter und die öff611111che Wohlfahrt der Natisn wohl- thä_t1gcr sey, als sexbsk seine eifrégsren Freunde geglaubt haben.

U' bkfürcyten indeß, nach Allem, was wir über diesen Gegen- stand w1ffen, daß die Bank, wenn se bei einer Frage dieser Art e1ne Partei ergrfféc, auf der andern Seite zu suchen sey; denn d'? Philadelphia (Hazette, welche das höchste Vertrauen der Bank befaßt, spricht sxcb in dieser Beziehung entschiedener, “'s irgend ein anderes unabhängiges Blatt in den Vereinigten Ttaaten, zu Gunsten des Praktdenten Jackson aus. In der ! at, wäre der Zusta'nd der Bank nicht hoffnungslos, so würde Me Politik der Regierung für eine Erneuerung des Freibricfs _d'k Bank günstiger seyn, als ein Krieg mit Europa. Wenn mMalfy im nteresse der Bank irgend etwas gegen das wahre „Intense des andes in _die Wagschale legen dürfte, so würden

11)?

1131? auch, aus ökößer Rückftchc auf den Nußen, éär Mien Krieg mit der Franzöfischen Nation stimmen.“

Als die Nachricht von der ersten im Novemöer-v. I. statt- gefundenen Minister-Veränderuug in Frankreich und der Zu- sammenberusung der Kammern auf den 1. Dezember nach Ame- rika gelangte, glaubte der Washington Jntelligencer um so mehr, daß die Erfüllung des Vertrages mit den Vereinigten Staaten nahe sey, als der General Bernard, Welcher früher in der Marine der Vereinigten Staaten gedient, günstige Gesin- nungen gegen dieselben hege, und Herr Breson, der neu;: Mi- nister der auswärtigen Angelegenheiten, fick"- nicht nur lange Zeit in den Vereinigten Staaten aufgehalten 61209, sondern auch mit einer der achtbarsken Familien des Landes verwandt sey. .Der König, memte dieses Blatt schr naiv, habe slch wahrsche1n1ich durch die dringenden Anforderungen des Hcrrn Livingston be- wegen lassen, die Kammern früher zusammenzuberufen. Es würde uns nicht überraschen“, heißt es darauf, „Wenn Herr Livingston im Geheimen von der drohenden Sprache, Welche in der „Botschaft hinsichtlich Frankreichs herrschen sollte, untsrrichtet gewesen wäre,.und daher fich bestrebt habe, einen früheren Zusam- mentritt der Kammern zu 091011?an um die Zustimmung dersel- ben zu erhalten, ehe durch das Eintreffen der Botschaft die Maßregel verschoßen, wenn nicht ganz verworfen wurde. Sollte Herr Livingston seinen Zweck erreichen, so würde er sich dadurch neue Ansprüche auf die Dankbarkeit seines Vaterlandes erwerben)“

„Der neueste O)?ini|erw«*chsel in Frankreich“, bemerkt dies Blatt in einer späteren“ Nummer, „wurde dadurch herbeige- führt, daß das Ministerium Bassano suck) nicht dazu verstehentvollte, die ganze Summe, welche zur ZahlUng dev Entschädigung an die Vereinigten Staaten erforderlich ist, von der Deputirten-Kam- mer zu fordern. Es scheint in der Kammer die (nach dxr Ra- tißcation des Vertrages zwischen beidcn Regierungcn gewaß sehr auffallende) Anfieht u herrschen, daß durch die Zahlung eines Theils der Summe 'rankrcich die 11)m durch den Vertrag auf- erlegte Verpflichtung erfülle. Diese alberne Grille wurde in der letzten Session von der Majorétäc der Kammer unterstüßt, o'b- gle€ch die P?inisker fick) crnskxicf) widersetzten. Der König :| mit diesem Benehmen des Ministeriums Hoklkommen einverstan- den und ihn trifft der Vorwurf der Treulofigkeér nicht, der ihm zu voreilig gemacht worden ist.“

Aus den Dokumenxen, welchs'dc111Bericht dcs Kriegs-Se- cretairs beigefügt waren, geht hervor, daß die Armee der Ver- einigten Staaten, mit Einschwß des Generalstabes und der Of- fiziere, aus 6507 Mann besteht, und nach der dies'jährigen Or- ganisation 7198 Mann zählen wird, Vom 1. Januar bis zum 30. September 1834. find 2111 Mann in die Listen eingetragen. Die Forts, Zeughäuser u. s. w., Welche seit dem leßten Kriege errichtet worden snd, werden mir den noch n1cht vollendeten in einigen Jahren die Verehxiüégungsmittel des Landes um das Vierfache vermehren.

-- Eén Korrespondent der Times schreibt derselben aus Philadelphia vom 6. Dez.: „Derjenize Theil der Botschaft des Präßdcnten, der von der Französischen Angelegenlxit han- delt, muß fast ausschließiiä) als von dem Präsidenten selbst aus- gegangen betrachtet werden. Die Mehrheit seines Kabinettes ßimmte nicht damit überein. Der Ausdruck“ „Kabinet“, wenn auch hier in allgemeinem Gebrauch _ die Nord-Amerikanischen Zeitungen nennen es das Küchen Kabinec (111011911-031111101) _ ist doch der Verfassung dsr Vereinigten Staaten _eigentlich fremd; durch fie ist kein Kabinet gestiftet. Der Präsident ist jedoch er; mächtigt, von seinen Secretairen, wcnn er es rathsam fin- der, über irgend eine „besondere Maßregel ihre 'Meinung schriftlich zu fordern. Statt dessen hac fick) aber jetzt der Gebrauch eingcschlkch1n, daß fich diese Beamten bei dem General Jackson zur Raths" ; Versammlung einfinden, zu welcher er seit einigen Jahren noch den General-Proku- rator und den General-Poskmeésker hénKzugezogen hat. Es besteht demnach, außer diesen Heiden, das . abinet aus“ dcm Staats-Secretair, dem Secretaér des Schaß-Amts, dem Marine-Sccretnir und dem Kriegs-Secretair, .Die jetzige Kongreß-Scsfion dürfte Wohl schließ_cn, ohne daß eine Aenderung in der Polixtk von Seiten der Gepeßgebung eintrézte. TNit dem 4. März beginnt dor neue Kongreß seine politirche Existenz; der verfaffungsmäßige Zeitpunkt für des'stn Zusammen,- kunft zu Washington 111 aber erst der erste VNoi1tag im Dezem- ber 1835, doch kann ihn der Präfidcnt auch eher emberufen.“

Inland.

Berlin, “26. Jan, Der hiefige Verein zur Beförderung des Gewerbsccßes beging vorgestern Mit dem Geburtéseste Friedrichs 11. zugleich die Foécr seiner Stiftung durch ein Fest- mahl im Iagorzsckxn Saale, der zu_ dicscm-Bchufe auf eine eben so finnreéche als geschn1ackvolle Weise mit dem Standbilde des großen Königs und dcn Büsten des 191ta regierenden Kö- nigs Majestät, so wie Sr. Königl. Hoheit dcs Kronprinzen ge- schmückt war. Gegen 250 Personen, unter ihnen Sc. Königl. Hoheit der Prénz August“, hatten sick) Zu dieser Feierlichkeit em,- gefunden, die der Professor 111: Schubarek) 1111 einem Berichte über den Zustand und die Fortschritte des Vereins seit seiner Stiftung bis auf den heutigen Tag eröffnete. Es ergiebt fick) aus demselben, daß die Zahl der Vereins-Métglieder [ich gegen- wärtég auf 806 beläuft, wovon 203 in Berlin, 404 in der Pro- vinz und 100 im Auslande wohnen, Nachdem der Redner: an den Verlust erinnert, dsn der Verein im vorigen Jahre durch

- den Tod des Fiuanz-anésters Herrn Maaffen erlitten, berührte

er die Einnahme u:1d Ausgabe des Instituts; erstere betrug im vorigen Jahre 7685 MM., [eßtex'e 7821 Rthlc. Der Verein besißc ein Kapital von 24,000 MW., und durch das_ Vermächt- néß des Ritterschafts-Raths von Scydlikz, das che über 100,1, 00 Rthlr. baträgt, ist dkrsclße in den Stand-gcsxßc worden, 38 jun- gen Leuten, dercn Aeltcrn dem Eelverdstande nicht angehören, während der Zeit, daß so den Unterricht im Gewerbc-Jnsxétut genießen, Stapendia zu crtöeilcn. Herr ScÖ-ußaktk) schkoß wine Rede mit einem Toast, den er den Manon Friedrichs dss Gro- ßen brachte, und der von der Vcrsamrn1nng mit Bcgeiskcrung aufgenommen wurde. Dem Volksliede folgte der zweite Toast auf das Wohl Sr. Majestät des Königs , und der drétte auf das Sr. Königl. Hoheit des Kronprin en, sy wie des gesammten Königlichen Hausts. Ein vierter „rinkypruch galt dem Vorstande des Vereins, Wirklichen Geheimer: Ober.- chéerungsratl) Beuth, der, mit wenigen Worten dankend, zu- gleich bemerkte, wie er an diesem Tage strts der Abgeschiedencn dcs zucht verwicszencn Jahres, Welche dem Vereine angehört, und eine ganz besondere Wirksamkeit in demselben gehabt hät- ten, zu gedenken pflege, Und somit die Anwesenden auffordere, dem verstorbenen Minister Maassen einige Augenblicke der Erinnerung zu weihen. Eine tiefe Stille folgte dieser Auf- forderung, und erst allmält'g skellte fich wieder der Frohsinn ein,

der die Versammlung bis zum Schlusse des Festes belebte.

ringe und 336 Ballast zur Ladung. Mic d-xnsclkqén111111255; ;348 Passagiere an. _ „Von den' ausgegangenen C?ckc':,*-:f,«:n HALL]! 5, mit Mehl, Schiffsbrod, Erbsen und ZécqueincY (321111911, Amerikanische Häfen zum BcstftnmungSort. Di:: “mchen 13:0“;(1' Schiffe (resp. 195 und 133) hat-xen 11.111709? Englédäx UNO H;; ländische Häfen zum Orxe ihrer Beßinnmma. Dic 1340110110;- lichste Ausfuhr bestand in 39,40“- Stück““ F1chtcn- nnd 1:78“; Ci: ckenbalken, ferner in 17,820 Stück“ Lsétxwatxd, 33,803 TO::xxcU Mehl, 12,240 Cenmer Schiffsbrod, 107» Cxxitncr x'w-sxcn _chn- stein, 21,040 Centner Knochen, 23 Cc211nc1' Takvack, 082C632232c1' trocknes und 3477 Scheffel frischcs OM, 52 S*“Lxeff-cl B01);:cn, 2534 Stück? Singvögel, 2048 Eimer SpiritUS, 568“ Eimcr 5701.11- und desttliirter Branntwein und 300 Cencncx' LU,“:ch.

* In der hiesigen Nécosai-KérÖe 11301136 99114213 5119 .-:x*,-€*;;1:Z;„-

UZ? Gedächtnißfeier des ehemaligen würdigen Propstés dwrsec Kkkchxx ])l'- Philipp Jakob Spcner, begangetx. ZHW „W;:zzl. Hohetten der Kronprinz und die Kronprinzessin, so wie MC:")TCW der übrigen Prinzen und Prinzessinnkn des KöniM. „“ck-“11.1165 WWW?" dieser Feier bei, zu der fich eine so gxoßc DZUUW .*:n- dächtiger Zuhörer eingefunden hatte, daß dé»: 9914121111159 *.*-411721)»: 179 kaum zu fassen VU'MOCHte. Die LitUrZé-x héeét de": Pkcöéz'xsk

Schweder und die Predigt der Pr0p§1 1):-, Naß, Okt“ 081 Fx-"sex Gelegcxxbeit zuglcéci) de'." alkszxezcéchren E€§2731chUgsxgxx «991».on und 081161? jvobirßäcégex“; 1111171111798 awk die 1211-3461? RWWU seine? Zeit dakxkchr g-eOacF)»; „DKH F?;xixMcrxuxn (*g*-.' 37.191111- Kirche hat eine: tvxhlxkkßxtégc (7515151013 be1:'é.J-1os1"cj'1 mxd xx»: ZZZ“ ;i; trägen Qufgefordkx'c, „05 M11; (Z't'k'xaß 530.25 BUNNY ;;“:“Zx-z-xxwx-Z nach einem. aLten Gchs-e 1911111 und [31 ";-c;“ 5'321c01-Ki-./.*“-;*“.'i.=;*;'.»** «xf; gehängt, fcx'xxcr d-He (»“.beschérist ch,: LKUWchéchn szxoxox..-::*, c neuert, endltck) UnbemMch SchUxééxxöer 11110 „??..7-191'101221937431 112.11 Bibeln, Gesangöüchrn und KÄSFNNUJSJÜLÉ'M 1";T",:Z136!11§41'§-;11 sollen. "

_ Es find im vcrßoékenejx Ja.“)k-x 111 TM .?)an zu O »": :1-

zég überhaupt 641 SMffe eiw 1111.11 6.30 SOL)??? WU 10:1 91.15.- gegangen. Von den eingegayg 211911 Scyizéxetx 132.21 1.1): 9125472,- zaHl (resp. 127 und 125) aus Holländisck)?" U;";O C»::“;l€;w.)c»:7 .“-_;7_:- fen. EML? diescr Schéffc Hatte THEO, 3 hakken Wkétx, 81 55-7.-

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_ Aus“ einer uns vorliegen-Icn11eber11c1ckt dcr i'm vchx-„cn

Jahre im Bezirk des Haupx-ZoU-Amts zu Stra111x21d ams“- und eingeführten Waaren im Vcrzxieéch mic dcm JWT“: 101.2"; cr- giebt sach namentlich ein bedeutendxs Plus bei dxr 2111110131' dw“; Getraédes. Es wurd-cn 1154111041) 1112341313 183.3 11111' axäsZcéxUWr: 114,310 Scheffel Weizen, 135,01!) SMN! Rogch, 1001-15 Scheffel Gerste, 4097 Scheffel HUM mxd 0,3 EMMA" MKW; im Jahre 1834 dagegen 185,142 Schsffel Wsézcn, “:*73,1__1«57 FTsx-Lch; fel Roggen, 104,380 Scheffsl ET-srsx-x,_41),21;8 *SLYZYs-És 75.1“:11'1', und 10,373 Centner Mek)» also mehr 70,802 6:1050-„1 ?ZMLZFT, 38,068 Scheffel Roggen, 4265 Scsxsffck ÖMsée, ..?-1,171 4921311761 Hafer, “und 10,281 Ccntncr JIM. „“E-cx“ Os»; („422.05 szkkk sch hauptsächléch 2111 Plus bei den (Z'teékkkk-ÖTCU 521318115“. 055“ wurden im Jahre 1833 nur 11,001, 1:11 Zaéyrc 11,3.“- (:I-:,"? 406113, also 11,839 Ccntner mehr eingefWrT. '

_ Seit Kurzem find auch 111 der 713117111115 XVI.“???*'7Fx1*',€*7'-L (;ck?!)

und da WSLfe zum Vorschein _ac1c111111121. "Fix:; 152. "». ; x')»; der Gastwirtf) zu Herbern (RM. 5895. “35.1711x';*,;:)1) 12:21; TY-"x'ch, in der Nähe dieses Dorfes em s-o1c1;cs 8121111320191 32.3 125.0?“ (.*-311, das fich ihm bis auf 12 Schréfts gknähext Hartz. FxTéak'HZPZ nach Münster gebracht, und dem Verxchmcxx txacé) dsm LOZLTJCU naturhiftorischcn Museum geschenkt worden.

Verzeichnis? 061“ Vorlcsxxzxgcr:

bei der Königl.Preußischen höHcchFo1*ZY;L-30:'x?“ :

stalt zu Neuxkadt-Eberswaldc11“- (Ixudcxxx: Jahre 18.3",f.

"

1. Im Sommer-Semeßcr- 17111 dé"? 739» “41“ '

tragen vor: Ober-Forsrratl) 131". Pfcll 1) Waldbau.

2) Bodenkunde und Klimakik.

3) Smatswirtbfthastltcbe Forstkumc, „Professor 115»;§7Z_a:_chc1*n:“13

2-7) Encykloyädte dcr Natzxy:W;;xcrxxcxmqtsn,

5) Spezielle Forü-chotatttk.

0) Ueber Forst-Unkyauter. _

7) Ueber cxyptogamtschx (0c11*c1(1)1k, . Ö .

8) Anatomtc und Phynologtc oer 0211001105 Professor Schneidcr

9) Arithmcthik.

10) Geometrie. , 11) Statik und Mcchamk

11. Winter-Semestcr, mik“0611121155!NOVBMÖW('*'1111'06110.

Obcr-Forürath ZA:: Ps:"?! ]) Forst-Einrichtung und Ertrags:Bcßimmxxmz. 2) Forst=BenuHung. 3) Forst-Verwaltungs:Kunda 4) Examinator1um, Proféssor 111: 121171510117» 5) Encyklopädic der Naturwiffcnsxwaft'cn. * ; kL-Zceé c;) Ucberst'cht dcr gcognosiéscizmt 2766011111171“ ZI»311rsch1x-lx-,!;K:J Bezug auf Wald-chctntcoxn. _ 7) Ueber die wichtigsten 235311“; 11-3" _“),IKLDW'. 8 Anatomie und Physiologie 061“TOUR",111111;(?€»51(2) i)»."-.'Z.7.7 VZ Examinatorimn und 311111111191'111111. Professox Scizneidcr.

1

m) Stercometrie. ,

||) Edna Trigonomrtrte. ,

12) Mathematisches Exanrinatormm. _ Mittwochs und Sonnabcnds snch 101102711117 1371“;771*,'-'..2-::;; :x: I:); Inüitutions- Forücxx zur Ldsnng 1.12'111111'11111“ IT::sszWU 41117“, . JUZ. Sommer-Scmcstcr nnd der Väoukux] UU?- L**»-:17111«1*,;.13,3 111 FU.- IFW) mittags: Stunden von 4 bis 7 2.131“ 51: 11»'s*kkk,-,*e'si 41715 .'*Tx*.-'**:1 nnd Nivelsére'n, der Dienstag und *,;iérctw... 11; (NY:,xsx-H'TM; :::“F- 7 010511 schen Excursioncn vcskimmt. “Orc „155.41; -. “.:.;2010 ;.:1 «mm' Forßreise in die Elf)- und „121173 *,Fxrmx: de.: ",“-*.» 7:*_;_*-_*“:

Um den vielfachen Anfrage:: 311 1101921131“ nnr?) 1*ck§.'?-.*1“.'.3?1 dm“-

auf aufmerksam gemacht, daß ziir *.*-“111017117225 OOTC? 1,1101“; 51011011 das Abiturienten-Zeugnés: kino.: 3112111101021?„(“*“-17320 ***: *.*: 7,001" höheren Rcal:Schule, dercn Zktan't' xu": «*:xn-xxr-xcxx 23:9. 21:00: die Bercchtégung gebcn, 1111610110111) vox: allex: „2711-01-52: 05:31:01»? werden muß."

Ncusiadt-Ebcrswaldc- den 21 *.*-.'»7-11- 1:3“)

Der Direktor dcr Königl. Preuß. 1112-4711 „S» 25-12-1112“: **:-“27271111,

1)». W. “0111!-

Üuswürtikzo [Nörßow

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