habe? Die beste Antwort ist meine Weigerung , eén Amt in dcmselb-cn anzunehmen; und ich muß hinzufügen: meiner Mei- nung nach 111 die Zusammenseßung desselben so schlecht, wie ir- gend möglich; es besteht aus lauter Männern, die und deren Grundsäße ich von jeher bekämpft habe.. Hiernach aber wird 111.111 natürlich weiter fragen, ob ich entschlossen s?y- méch dem Mi- 11111cr1'um zu opponiren? Ich will diese Frage offen und ohne Rück- halt bpantworten. Da ich nicht unbedingtes Zutrauen zu dem Ministerium Lord Melbourne's und nach der Entlassung der ge- gcnwärtigen Verwaltung keine Aussicht zur Bildung eines besse- ren habe, so hm „ich nicht geneigt, jeder Motion zum Sturz des Ministeriums meine Zustimmung 11 geben. Obgleich es unter gewöhnlichen Umständen richtig 1' , sowohl auf die Person als auf die Maßregel Rückücht zu nehmen, so werde éch es doch im gkgenwärtigm Augenblicke für meine Pflicht halten, nur auf die Maßregeln zu sehen. Ich meines Theils glaube, daß die gegenwärtigen Minister entschlossen seyn Werden, gute Maßre-* geln vorzubréngen, und diese werde ich unterstüßen. Thun sie das nicht, oder treten fie mit Maßregeln der entgegengescßten Art auf, dann werde ich mich der Verwaltung auf jeden Fall und unter jeder Bedingung opponiren.“
Die Dubliner Wahl ist bis auf den leßten Augenblick von beiden Seiten mit dem größten Nachdrucke durchgefochcen ivor- den. Dublin bot während dieser Tage ein Schauspiel dcr größ- ten Verwirrung dar. Besonders am 15cm 0. :-;*aren fast alle Stxaßen von dem Auswarf des Pöbels beseßt, und kein wohl- gekletdeter Mann konnte sxch nach den Snmmbuden begeben, ohne verhöhnt oder mißhandclt zu werden. Bekanntlich darf während der Wahl kein Militair ugegen seyn; da aber Herr Ruthven sich ausdrückét'ch Weigkrte, pecial-Constabler vereidigen zu lassen, wozu er allerpings berechtigt war, so fiel jene Be- schränkung hinweg, und es wurden Dragoner beordert, Welche die Ordnung einigckmaßen herstellten. Großes Aufsehen erregte" die Ersäxeinung des Herrn Latouche, eines katholischen Banquiers von größtem Ansehen, auf dem Wahl-Gerüüe. Dieser Mann, welcher früher bedeutende Summen zum Besten des kathol-schcn Vereins hergegeben hatte, erkiärte, er halte es für seine Pfiecht, in dieser wichtigen Kmfis für die Tory-Kandidaten zu stimmen, so verschieden ihre Anfichten auch von den seénigen seyn möch- ten; denn er könne es nicht ruhig mit ansehen, daß“ die entge- gengesetzte Partei aüen anders Gesnnten mit dem ToK-e gedroht habe und dadurch alle Wahl ; Freiheit vernichten wolle. Daher hofften denn auch die Konservativen eine Zeit lang, O'Connell von der Wahl _für die Hauptstadt Irlands zu verdrängen. Dennoch aber erwies s1ch der Einfluß der kathouschen Geistlich- keit auf die untern Klassen stärker, als alle „Bemühungen der chierung. Am Schlusse dcr Sttmmliste hatte O'Connell 2495, Ruchven 2456, Ham1lton 2364 und West 2354 Stimmen; Lie beiden Ersteren wurden demnach als Parlamenrs-Métglieder proklamért. Beide Parccien werfen einander vor, |ck der Einschüchterung und Gewalctbätigkeit gegen einavder bedient zu h1ken, und die Konswvatiöcn gedenken, eine Biltschrift besm -Parlamente einzureacben, um nachzuwen'en, daß viele unechte Wähler micgestimmt haben. Auch behauptet man, die O'Con- nellsche Partei habe gedroht, die Namen aller derjenigen, welche gegen „den großen Agetator qeüimmt, öffentlich bekannt zu ma- chen und so der Wut!) des Pöbels preiszugeben. In der Graf- schaft Dublin ist O'Connells Schwiegersohn, Fjtz-Sémon, nebst eimm andern Anti-Unionisten, Namens Evans“, gewählt. In Cork isk es zu schlimmen" Auftratren gekommen._ Heer Waren zwei Anhänger des Ministeriums, Oberst-Lieutenant Chatterton und Herr Leycester, gegen die bekannten Anti-Uniom'sten Castag- han und Baldwin, O'Connells Vetter, aufgetreten. Erstere haben Ausscht ausErfolg; allein der Pöbel gestattete sich die ärgßen Exxesse gegcn die1enigen, welche für die Tory-Kandidaren stimmten, denen man die Thüren mit Steinen einwarf. .Bei dieser Gelegenheit wurde ein gewisser Cantillon verhaftet; das Volk suchte ihn aber aus den Hänoeü der Polizei zu befreien. Diese mußte nun, um sich s:!bft zu schükzen, Feuer geben, wobei ein Fraumzimmer erschos- se]: wurde. In der Gegend von Tralee ist eine ansehnliche
Txupxenmasse zusammengezoqen, um die Wahlen für die Graf- 1
schaft Kexry zu beschützen. In dcr Grafschaft Waterfyrd ist eine Adresse an die Wähler erlassen worden, in welcher 11e aufgefor- dert werden, M in das Blut ihres Sohnes getauchte Sch1117ze der Wietwe Ryan (deren Zehntenchrweigerung zu dem Gcmez- zel bei Rathcormac Anlaß gab) als Panier aufzusteoken!
An die Stelle des bei den Wahlen in Schottland durchge- fallenen Herrn Stuart Wortley, soll Lord Sanson zum Unter- Scaats-Secretajr im Kriegs-Departement ernannt werden.
1)-*. Bowrin.) , der bei einer früheren Wahl durchgefallen
war, ist nun 111 Ktlmarnock zum Parlaments;M1'tgliede gewählt worden. Man glaubt, daß der General-Feldzeuqmeister, Sir George Murray, _einer der besten Freunde des Herzogs von Welling- ton, “obgleich er bei der Wahl für Perthsyire von Herrn Felix -Mau[e, ältestem Sohn, des Lord Panmure, verdrängt worden 111, doch sch1ve111ch im Parlament fehlen werde, indem einer der Anhänger des Minister-ums seinen Burgfiecken aufgeben wolle, 11111 Ersterem Platz ;zu machen.
Der bekannte (apicain Roß, ein eifriger Tory, ist auch Z“.“„i den Schomfthen Pa11ament6-thlcn an einem Ort als Ka,;didat aufgetreten, aber durchgefallen.
D,? Times behauptet, die konservative Partei, aus den chemaligkkk Tories und sämmtléchcn nichc_radtka1en Wh1g§ zu- sammengeseßk; werd? in der nächsten Ses11on in Betracht 1hre1( Zahl, ehrer Einzgkeu und der Meinungs-V1rsch11dc11heit dcr "155191111“, dic 111äa1tlgste Partei bilden, welche jemals tm Unter,- haust versammelt gewesen. _ ' .
Der Gemetnde-Rath von London faßte qxßern met 81) gegen 5!) Summen auf den Aßxrag des Herrn W111on den Beschluß, dcn Lord-Mayor wegen se1nes parteiisch'en Benehmens, weil der- selbe sich geweigert, eéne Gemeende-Yxrsammlung zur Berathung über die Entlassung der vorigen Mmester emsuberufen, nicht auf die Liste des Cety-Land-Comitc's anzune men, sondern stat; seiner dem Aidermann Scholey oiese Ehrezu erweisen.
Der Courier will wissen, daß Str James Kempt, der ehemalige Genxral-Feldzeugmeéster, wenn er den ihm in der That von dem jetzigen Ministerium angebotenen Posten ,xnes General-Gouverneurs von Indien angenommen hätte, zuglsjch zum Ober-Befehlshaber der dortigen Truppen cryanyt und zum Pair erhoben worden wäré. Jelzr erwähnt 'der Coumer des Ge- xÜch1s, daß nun wahrscheinlich der General-Luutenanc Sir Henry
“Fame zum General-Gouverneur von Indien ernannt Werden dürfte, und daß Sir R. Wilson sein Nachfolger im Kom- mando auf den Ionischen Inseln seyn würde. Die Tim es da- gegen bezeichnet den Lord Heinsbury als den neuen General: Gouverneur von IUUM- .
Der katholische Primas von Irland, ])r..Thomas Kelly, ein überaus gelehrter Mann, 111 vor einigen Tagen zu Drogheda
gestorben.
!
.Der Sergeant Herr Coleridge hat die durch das Ableben des Herrn Taunton erledigte Richtersteüe in dem Gerichtshofe der King's Bench erhalten. . *
Der „Kontrahent der Spanischen Anleihe, Herr Ardouin, ist hier eingetroffen und wird den Plan der neuen Anleihe in We- nigen Tagen bekannt machen.
An der gestriqen Börse wirkten die umlaufenden Gerüchte über die Verhältnisse in Spanien, namentl1ch über die Entlassung Mina's und über eine Ministerial-Krisis in Madrid, nacbtheilig auf den Cours der Spanischen Fonds; heute hoben fich dieselben jedoch wiedcr.
Das Dampfschiff „Fire-Fsy“ hat Berichte aus Korfu vom 29ste11 v. M. überbracht. Die Nachrichten aus Griechenland lauten keinesweges günstig. Zu Athen sollen die größten Ver- wirrunqen herrschen Und die RégiorungOGeschäfte gänzlich stocken.
Die Fregatte „Samarang“ hac Berichte aus Peru vom 25. August und 590,000 „Dollars für Privat: Rechnuna über- bracht. Zn Peru scheint Ordnung “zu herrfchen und General Orbegoso seine Gegner gän lich befiegt zu haben. ZWLi Brités sche Offiziere tvaren nach 1ma abgegangen, um *eine Untersu- chungs-Reise in das Innere des Landes vorzunehmen. Man glaubt nämlich, daß eine Verbindung zwischen dem Amazonen- Flusse und einem der großen Ströme, welche fick) in das Stille Meer ergießen, vorhanden 11-11, und eine solche Entdeckung würde vielleicht die gefahrvolle Sch1fffahrt um das Cap Horn unnöchig machen. .
Das lang erwartete Packetschéff “Swallow“ 111 endlich mit 750,000 Dollars am Bord zu Falmoutt') angekommen. Es hat Tampico am 2, und Vera-Cruz am 11. Oktober verlassen, im Mcxikanischen Meerbusen seine Maßen kappen ynd in Ha- vana einlaufen müssen, von wo es am 3. 11. PZ. wieder ab- segclte. Spätere Nachrichten, n.'-.11lich aus Mexiko vom 24. und aus Veracruz vom 28. November, brachte das 111 Falmoutk) angekommene Packetschiff „Lapwing“. kan traute in Mexiko der für den Augenblick dort herrschenden Ruhe noch immer nicht. Die Regierung war in großer Geldnoth, man sprach von_einer neuen Anleihe, und ein großes Handelshaus hatte die ge1eßwi; dr1ge Erlaubniß erhalten, 1000 Silberbarren auszuführen, bloß mal es den Zoll von 7 pCt. im Voraus zahlte. Die Ausfuhr von Barren 111 sonst verboten. Der „Lapwing“ hat 000,000 Doaars für kaufmännische Rechnung und ein Schreiben des F1“- na11z'1 Ministers an das.Ha11de|shaus Baring überbracht, worm
* dieser sich wegen der Zögerung mir der Zinszahlung entschuldigt.
Das Packstschiff „Hannibal“ hat 70 Britische Auswande- rer von NewYork zurückgebracht, die fich in ihren Hoffnungen dort sehr getauscht fanden und in dem traurigsten Zustande heimgekehrt find.
Die Times enthält ein zweites Schreiben eines Genfer Reisenden aus Philadelphia vom 1Zcen v. M.,. in welchem, ganz im Widerspruchs mit anderen Angaben, die Botschaft des Präsidenten als populair und der Geist des Amerikansxhen Vol- k-s als kriegerrsch geschildert wird. In dem R1pra1cntanten- Hause, heißt es, sey der Ausschuß für die auswärtigen Angel,“ genheiten 1'm Sinne des Präfidenten gewählt worden; den Vorstß führe Oberst Wayne aus Georgien. Die Auöschüsse des Senats seyen hingegemalle gegen den Präsidenten, und an der Spiße des Ausschusses für die auswärngen Angelegenheiten siehe der be- kannte Henry Clay, einer der Unterhändler des Genter Vertra- ges, das eigentliche Oberhaupt der Senats Oppofition. Der Se- nat wolle jedoch die Beschlüsse des Repräsentanten-Hauses ersk abwarten.
Aus Kalkutta find Nachrichten bis zu Anfang September hier eingegangen; Lord Bentinck war noch nicht wieder dorthin zurückgekehrt. Herr Macautay befand sch auf dem Wege vpn Madras nach Kalkutta. Von seiner Politik versprach man s1ch keine gute Folgen. Um die Mitte August?" hatte in der Gegend zwischen Chandernagor und Benares eine furchtbare, verheerende Ueberschwemmung stattgefunden; der Fluß Damuda war 171611 seine Ufer gktreten, und hatte eine Menge von Wohnungen m1t fortgerissen. Ein Abgeordneter des bekannten Rundschit Singh, Namens Gingow Singh, sollte an den Britischen Hof gesanyc werden. Rundschit Singh hatte beschlossen, die Br;- tische Verfassung in Lahore einzuführen, und Wollte daher eine Ladung Englischer Geseke auf Kameelen nach seiner Hauptstadt transportiren lassen. Das Prinzip der Unverant- wortlichkeit des'Souverains“ soll ihm ganz besonders gefallen haben.
Nachrichten aus Quebeck “vom 13. Dezember zufolge, war man dort durch die Händel zwischen der Franzöfischen und der Englischen Partei in beständiger Aufregung. Diese batte sich vor kurzem in Folge einer ausreizenden Adresse des Präfidenten Papéncau an seine Partei, die sogenannte Kanadische Clique, noch vermehrt. Er.sagt darin, daß er in Kanada werden wolle, was O'Connell in Irland sey, und er ziele darauf hin, die Tren- nung Kangda's von England zubewérken.
Niederlande.
Aus dem Haag, 28. Jan. Nachstehendes sind die bei- den 'ezten in Bezug auf. den Gesundheits-Zustand des Prinzen von Oranien erscyjenenen Bulletins: -
„Donnerstag, 22. Januar Abends 8 Uhr.
Der heutige Tag hat einen sehr ruhigen Verlauf gehabt. Es ist keine ungünstige Veränderun in den Symptomen der Krankheit ei-ngetreten. verard. Bernard.“ „ Freitag, 23. Januar Morgens 8 Uhr.
Se. Königl. Hoheit, wiewohl sehr schwach, fühlt 11ch doch nach einem erquickenden Schlaf während einiger Stunden der Nacht etwas besser. Everard. Bernard.“
D e u t s ch ! a n d.
Hamburg, 26.,Jan. Troß des vielen T-reibeises, Welches s1ch noch in der Elbe befindet, ist es gestern bei o_em starken Wcst-Winde doch mehreren Schiffen elungcn, den htefigen Ha- fen zu erreichen; wenn die gelinde . itterung anhä1t, so was die Sch1fffahrc der ganzen Elbe in emigen Tagen wteder herge- stellt seyn.
S ck w e i z.
Neuchatel, 20. Jan. Nachstehendes ist, mit Uebergehung der Eingangs-Srelle, der Inhalt der (gestern erwähnten) Ant- worcNdes Kantons Neuchatel auf das Schreiben des Vororte; vom 10. vv.: “
„Der Eintritt Neuchatels in die Eidgenoffensckwst als Kanton hatte, wie dies bei allen übrigen der Fall war, den doppelten Zweck, zur Vertbeidigung des emeinsamen Vateylandes mitzu- wirken und die Garantie seiner 1t-Stände für scme Verfassung zu erhalten. Diese Garantie wurde ihm bewtlligt und seine Ver- faffungs-Urkunde wurde in das eidgenössische Archiv niedergelegt. Seit funfzehn Jahren haben die durch den Bundes- Vertrag bc- .üémmeen Verhältnisse des Standes Neuchatel zu der Eidgenqffsn- schaft unverändert beßanden und ohne daß es Jemand eingefallen
wäre, den Sinn oder die Ausdehnung derselben in Zweifel zu ziehen.“
' esiehcnden öffentlich
Garantie nothwendeg gemacht häattez 11nd war, wekl die conüéfu- tionnelle Chaxte von 1814 vollüanptg m “'raft isi; daß ferner die Erwählung eenxs eselzgebenden Körpers 1e11 1814 bewlrkt worden , und daßdtx rkläl'uttgen von 1831 nur die Zusmmnensehung desselben, mod117c1rx und stine Geschäfte erweitert haben.“
„Dtcs End dre Eröffnungey, welche wir, zufolge der Aufforde- rung des Vororts, gn Ste 5? r:chten hach; gegrundet auf beftimmte Verträge, werdcn ste„cm„e gunütge Aufnahme bei den eidgenössischen
tänden sßdndetnanLdtx b§xtnl11.ds. 1x. Yeuchatel, 29. Dez. 1834. c 1111 en 1: 111 11 er es taats-Nat s des “ür cn- D 1“ P thums und Kggtons Nkucixatel. h G ü Dcr P1*a11dent:Louéö von Pourtalés. Dkk Kanzler: Favargcr.“
.Spanien.
DerOesterre1ch11che Beobachter enthält nachstehendes Schreiben au? Madritd vom 31. Dez.: „Wenn es noch eines Beweises bedurfte, tyte Wenig man den in unserer Gaxeta be- kannt gemachten Bertchten über die angeblich von den Truypen derKönigin errungenen Vortöeile, wenn se auch mit noch so glänzenden Farben ausgeschmt'ickx smd, trauen darf, so würde er in den Geständnissen 511 finden 111111, die in nach|ehenden Brie- fen Wen, dereu'Ocigmale ich selbst gelesen habe, und die axxs zwei ganz ver_sch1edet1en Orth von Offizwren der Armee der Kznjgjn 1111 thre hcesgcn Freunde geschrieben worden sind: „„V1110_1'1a, den 20. Dezember 1834. Seit mehreren Tagen harten U111ere Truppen, dxe eine Streitmacht von 11 bis 12,000 Mann btldeten, den Jmurgenten in ungefähr gleicher Zahl an 1111 Gränze von Alava gegenüber gestanden. Die Unsrigen hat- ten fick) mit großer Tapferkeit der Brücke von Arquijas bemäch- tigt, und suchten fie zu behaupten. Die Znsurgenten ihrer- seits boten alle Kräfte auf, um fie zu vertreiben. Zumalacar; eguy tk)eilce zu diesem Ende seine Truppen in drei Ko- onnen_und griff die Unsrigen so Ungestüm mit dem Bajonnette .11,da1; fie 1ve1chen und fich, von den Znsurgenten verfolgt, die *inen nache Estella, die andern nac!) los Yt'cos,1“n größter Unord- ung-zuruckziehen mußten, Vierhunderc Verwundete smd in ogrono eingebracht Worden. - Die Zahl der Todten beläuft 111)an beiöen Seiten auf ungefähr 2000. Wir hofften, daß 11“ |1chcr den Sieg crrinqen würden; allein das Schicksal bat ndcrs entsch1eden. Die Insurgenten haben uns 400 Gefangéne bgenommen.““ "- „„Pampelona, den 18. Dez. 1834. Ich ile, then zu melden, daß uns, nachdem wir einize kleine Vor- eile gcgen die ZUsurgenten 111 den Gefechten von Sorlada und 111zun et'focbten hatten, das Kriegsglück' keineswegcs so günstig ei der Brücke von Arqu1'1as gewesen ist, wo Cordova und die ivéfion Lopez, weil ste nicht, wie fie sollten, Oraa's Ankunft wartet hatten, eine bcträcbtiéchc Anzahl Tapferer verloren ha- m; denn ungeachtet des wohlgenährcen Feuers unsers Geschüz- ssenxächtigten sch die Znsurgenten zweimal der Brücke, die on umern Truppen bxseßc gswesrn. _“ Es läßt fich nicht in von der unscrer Freiheiten isi, förmlich durch die Eidgenossens bre0e_ stellen, daß Mma, der dte-Ov'erationen von Pgmpelona versprochen. Es handclt sick) daher nicht um die Fc11dcrung1 "5 ["W“ in d1eser A.“ "9" KUWsuhl'Mg eine große U95?!“ neuen Garantie, wir glauben, nach dem, was in den letzten 3 genheec über a11e 11111111“) Generale besitzt, denn er kennt das Fcschehen 111, nur die Fortdauer und die treue Befolgunq der 11 and; aber das 111 mehr hmreichend- Er brancht Geld und So!-
. von '11_nsern Eidgenoffen'vexlangen zu kön arm, und selbst damit 111 es noch zweifelhaft, ob wir so bald
YZ; „WHZ? ekidanYx 111 das, we1ches wtdrtge Umstände 1" . Stand; seyn werden, den Si-yg Wer so furchtbare und ent- - chloffene Jkinde zu erringen, die bei 'edem Anla die län e ;
„Die versprochene Garantie "7 aber nicht gehalten WWW en Beweise ihrer Tapferkeit und millitaérischen Zalem? liezt'etrLZ,
die Tagsatzung in mehreren Sesffonen Vorschläge in Yerathv- - - . . * , . . nd namcnrltc!) bet Sorlada auf eme Art manövrtrten wel e zog und, dtskuttrte, dic ße vernechten, da dee Tagsaßum; 1111- 23 M bloß unstr- Offiziere. WWU," „"ck 11-„1.c-„„,1;1“ch„„“„„1. Z)“
einbarkett der monarchischen Vcrfasun Neuchatcls mit 'der E1' , . _ .. . . schaft als'eidgenössischer Stand 1'n1Fragge üellte und 5111111111119 MUMM" Obersten,“§§e |ck ?“" Hauptqyarteer befinden, m Ablegun des ihm zuüehenden Titels „Fürstenthum“ und 1111: rstaunen gesetzt haben. “" DW [UPM MU der gestrigen Post
nahme rener neuen Kokarde nöthégen wollte. Die consiitution 1er angekommenen Brcefe aus Pa1npelqna_bx|ätigen, daß Charte Neuchatels nennt es „Fürüenthmy“ und diese Charte eneral Mina neuerdéngs bedeutend krank m deejer Stadt dar- von der Tagsatzung garantirt worden. Dt? Archive ,d?!" Erdgc. 111111111111, und die Operationen seines Heeres aus seinem sextscbaft 11nd_der Kantone cnthaltey Tausende von_of1“1,ztel1e11Ak etre [Men muß. _. General Santoctldes, der gegen- ßuckcn, WW" MUM“! “ls ,',Furüenthum“ “""!erka "7“ ': ärtiq das Kommando 1'11 Catalonicn führt, hat sein Haupt- Tagsayung und d“ Kantone "msk" ibm daher seinen .:,1tel„* 11a1'11er in Manr-esa aufgeschlagen, um von diesem Punkte aus
|enth11m“hx?arantiren und können dasselbe n1cht zur Ablegungd 11 Bekoegungen seiner Trappen gegen die Karlistischen Banden
Titels ndt en woucn.“ „ . . , , . „Was dgéc Kokarde betrißst, so würde N(uchatel, wenn dieT ess“ letten zu kÖUKM- M M) "Uk [Wem Tage in dtesem Für-
sqtzung für die Bundes=ßee e eine einzige angenommen 1,1111, *, 111111111111 vermehren. „"In, [7611 „[LStveerOssenen Tagen ging htcrzu die Hand geboten ha en. Nach den Worten des etdgen 1er das Gerücht von emer Mmcstsrml-Veranderung. Man be- 11T“)?sYUlitFer-tReglleÖmkm?) trägx F?r? K“1“?otxtinglenZZ1111151? 1'el1)1e1t1a auptete, daß der jetzige Kriegs-Mincxfter, General Llauder, der on ene anona:.oareun eRanona- crea 1- 1111 bj :) "tetdn mulsd e darüber zu bestimmen. Freiöurg hat die seinige verändert und ndhoYß Yanst soearHszem'MZ ,qcrevesxjn ?W Y? ÉYUZFL, YFZ dies noch ferner, und jeder Kanton kann daffelbe thun. Weder b g . ., * ' 11 “ . noch irgend ein anderer Stand haben das Recht, 17: hierüber "Luhe .?)" LLM? wird "„ckck WE,“,M ZourtxaxenZer Haupt- Rechenscbaft zu ziehen, so wie auch kein Stand das Recht bad a : “"' tmmtg f r eme boshafte “ MMM!) " [ rt. * uns die Ablegung der Kokarde zu verlangen, mit der unsere Ko _ In einem vom Globe mitgetheilten Schreiben aus SU)“ Fm Jahre 1815 in der eidgen-dsstscqlwn AWZ“? UUd 111111181 * adrid vom 11. Jan. Abends Heiße es: „Die Unruhe, welche ZF/xfiztz/xllcn Uebungslagern und be: allen Inspectioncn e, euZsFYßrgen h.“.rsMÉ- hat sichs ccwasMgelegt, der Ministex- M11 Ve u_11alme auf die uns e en eiii bindenden Ve *, e ' “Uf e1n1ge age ausge "It" ,'. anljagt, daß '," vor:- und Zemäs: de?“ ??uffzrdcrung des VoYorZs/ersugchcn wir die St rNacht unter dem BMW .de" “MWM em geheirxm _Rath |ck uber folgende Punkte auszusprechen: „ xhalten wurde, dem sowohl dre Mttgltcder des Kabmets, als _ " te des chierungWRathes bzeiwohnkcen. Der Kyiegs-Minisker ...13.1.11111.1111.11?11111111111111,11,"„1.111.111. 11.11.11“ 31.1 ...... 11.111111 13.111111 «11.11 der consütutionncllen Charte, welche der Tagsaßung nm 111. inen “XJRYYYLRQW MKL; 111111111? u xßcsoso Het „(“*"er 1814 offizieu übersandt wurdc, beßémmt, daß das Fürstenthum '- “ U . . 971 * ? '“." ' “1“ . 3 '“ “", r"“ w" nfahegke1t des Kabmets, den Wagen Bedürfmssen des Lan- szu begegnen, anqegebcn. Llauder hat, dem Gerüchte zufolge,
chatel unveräußerlick) 111 und auf keine Weise abgetreten we hk eifrig für eine Französische Intervention gesprochen, während
„Aber dieser Zustand_ ,der Dinge, welcher |ck) auf dj, 11111 Be_obachtung der gegensetttgcn Rechte MW Pßkchten gründen nutgehört. Es kommt uns nicht zu, in diesem Angenblicke 11,“ „ sachen davon zu untersuchen und dix Motive zu entwickeln;. *- bxjchränkey uns darauf, eine unbcürettbarc Thatsache zu [12101111 Em auf dte alten Vcrhéltniffe gegründeter Vertrag, der einenZ des Bundes, die Verthecdiaung des" gemeinsamen Vaterlandes,1 reclxt erhielt, und „dxrpie Eidgenoffe11schaft dxr Fortdauer einer rantie, Über die ste1eytZwe1fcl aufüeux, ubervobcn hätte/W- ganz geetgnet, Aaes auszugleixhen, und pte Note, Welche Ew „„ dem Gesc!)ä(tsträger S1“..Maj. dcs Könxgs von Preußen übers Wurde, bewnst, daß unser Souverain .ctnem„z1v1schen uns und TaZsaßung abgeschloffchnen 11111) durch eme frete Utzterhandlun „_ gefuhrten Vergleich „ferne Zqsitmmung nicbt verwetgert haben 111, Die Stände haben etnstjmmtg unsxr Verxangen verworfen, 111,1 Weigerung hat den Statxd der Dmge mcht'geändert. Ja, 11, derung eines unserer Mtt-Stände, „daß dre Tagsqßunq beid. Gelegenheit eine für die Garanttc, welche dte Eidgenz schaft dem Stande Neuchatel seit seiner Aufnahme chen „habe, günstige Erklärung abgeben möge, wurde “ nur mcvt unterßützt, sondern wir hdxten im Gegenxhetl, m111 ßerem Eifer als jemals, alle die Zweuel erneuern, dte früher „» die Garantie unserer Verfaffung erhoben wurden. 'Der Vor eines Standes, uns,zur Ablegung des Titels „Furßenthum“ zwingen, wurde soglcxch von vielen Abgeordneten untersiüht,1 und zu etncm förmltchen Beschluss erhoben, ohne daß 1- Vollmacht hatten, 11nd_ohne uns oder den Ständen, welcheß; prä'sentérten, davon eine vorläufige Mittheilung zu machen. anderer Antrag, der den Zweck hatte, 1111; zu einer Aenderun . Farben unserer Kokarde zu bewegen, liegt jetzt dcnKantonal-1 * räthen Hor.“ '
-,Dtxser Zustand der Din e kann mcht fortbeßehcn» Souveram hat dies eben so gefuhlt, wie wir, das benze1111; Seinem Namen an_ Ew. :c. übersandteNthe. Auch d1e S1 muß d1e Notbwendtgxcix einschen, daß 11-1 stch über ihre (1311 qm gegen_uns, so 11111: Über: den Sinn,„welchen ste den uns 1111 den Vertrggen gicht, entschteden aussprtcht.“ „
„Es tft 1a keme neue „Garantie, wclche wn“ heute fürn Verfassung von unseren Mttständen verlangen. De_r Vertrag 1815 bcskeht noch, er tst die einzige Akte, welcbe dre Kantone Erdgcnoffenschaft verbindet; würdeer gebrochxn, so wärejederS. von unscrer Seite unnütz, denn unsere Verbtndungen exiüirten mehr. Der Vorort selbst erkennt an scincnz Schrctben vom 10. Vember an, daß die Urkunden vom 19. Mac und 7. 911191111 1815 Grundlage der Verhältnise Neuchatels zur Etdgenossenschaft 111 Déeser Vertrag hat unsere monarchische Verfassung in'“ ganzen Auödehnung und die Rechte des Königs von Pre als Fürßen von Neuchatel, garantirt, denn die in die * ge11öffeschen Archive nkedergelegte Verfass11ngs=_l1rkunde beg met den Woxten: „'Wir Friedrich Wilhelm 111., von 0». Gnadcn Kömg von Prcgßen u. s. w, erklären: 1) daß ' utxd Unsere Nachfolger, d1e Könige von Preußen, das souvu Furüenthum Neuchatel unter Unserer unmittelbaren Herrs schützen werden, u. s. w., um es in seiner ganzen Unabhängig Unveräußexlichkeit und Untheélbarkeét 111 befitzen, u. s. 113.“ S1 die beständnzc Garantie der Ncchte des Königs, Welche unzertrcn1
kann, die Tagsatzung sicb verpflichte, nicht ferner die Vorles und Diskutirung irgend eines Vorschlages: zu geüattcn, welcher _ Zweck hat, den Kanton der Souverametät Gr.Majcstät des K!" doch d1e_ andern darauf bestanden haben, daß er mit der von _Preußen u'11d.seiner N11chfolgcx zu entziehen, wie dies fkk panischen Armee seine Pflicht thun solle. Toreno hat hierbei in dtkkkksm Wtderspruch Mit der e1dgendssschen Garantie, der sehr ruhig verhalten, als ob er es mit keiner von beiden SWX?" iYaß da der Titel Fürstenthum“ dem Stande Neucb Jteien verderben wollte. Die SPUR]? des Geheimen-Rathcs » // ; * „“ 1 “ 1 . ' ' ' .
scét*dc11 ältrüaneiten zukommt, er ihm auch in der von drk ffn?“ [Ps 14". Uh" „MZFÉW' DJ“ 1n1ster sollen “."? Ent- genoffenschaft arantirten Verfassungs-Urkundeförmlich beigelegt DI ""M“?“ht- d'e „"'-“)'" fie “ “' _mcht angenommen haben. und er fich chclben in nnen eidgenössischen Beziehun en 11111 a “' Br111sche„Und anpzöslsche Gejaydte begaoben fich heute dient bat, dée Tagsnhung erkläre, daß 1“1'e 17111 allcr OZZcusfion 1. Hufe, da dte Kötngtp 17“: hatte cmladen lassen, aber sie Aufforderung, welchc dre Ablegung eines Titels, der von 111-ar,m Begleitung Llauders Und O.Uescda's, des Gouverneurs Mét-Sltländen anerkannt und garantirt worden ist, betreffen, ent ?UNeu-Castilien, aueritten, um vier Bataillone der Stadt- en wo e; “ „ »; '
t 3) „Daß- da Nach dem ießigen Mklikair-Neglemcnt WK“- her3 1311; “'./TMNT ZhrcéeIZZZMFELDZXMQ[1737-1be LÖ? tingent eines jeden Kantons bei den Batides-Versammlungen 111111 € it - SK - - - Ä *“k ) c - .- Kokarde seines Kantons, und nicht eine eidgenössische trägt, und n Kgie en U", “bm“! "7 cm! „“' el *" 0“ 2,511111, der die Besiimmnng der Kantonal-Kokarde der höchsten Behbkde kner ?Kegs * Mm“??? '*'-hk Yklkkdkxks/ und den_ 11: (mem Kantonszustcbt, die Tagsatzung ffck) 1111er weitcrn Einmischung rl "UW?" JUWUW- 4?" LWsok t),“k sek"? MOI? die Bestimmung der Farben der Kokarde chbatel'ö enthalte- , [ oren, Weil er dee Ausnahme drescs. Artikels _eskatexte. die monarch1sche Vcrfassxng des Standes Neuchatel und die N- “" glaubt, daß Llauder, welch1r noch ommer der ünstlms
des Königs als Souverain in der Tagsatzung und„„den Großen kk Königin ist, troß seiner großen Unpoplllarktät, die Entfer- then förmlich angegriffen und bestrttvten worden und, so wird “ ung der übrigsn Minister durchseßen werde. -- In der Pro- förmliche Erklärung der Tagsatzung uber die eben erwähnten Pun- radoren-Kammer ist gestern der leßte Theil des Kriegs-Bud- und namentl1ch über den erücren, eine neue und nothwendiße “ ts diökutirt worden Der Kriegs-Minisker zeigte sch merk- rantie seyn für unsere Sicherheit gegen diéGefinnungen- we 111ng versö') [“ *.M * 11 0117 die O “ ' Unverlehlichkcit der Bedén ungen, unter denen Neuchatel kn greif ““ck an kkw“! ? k/ k; ppofitton tk)n Eidgenosensclmst getreten 1 , bedrohen, und die in den urkun est Zn würde, allein ste hqc dtes noch gufgeschoben, ob„w_ohl enthalten smd, auf die sch der Vorort selbst in seinerDepescht at . “samnxlung ihm wentg sewogen ist- D“ Kommrsnon 10, Nov. bezieht.“ / “ Thren Ber1cht über den Plan des Mimsters zur Léquidirung 4) „Daß endlich, da der cid endsfische Vorort in seinem o» - inneren Schuld noch nicht vorgelegt. Man beschäftigr sch U mit dem Plan, den Tajo mit dem Duero zu verbinden. --
erwähnten Schreiben von Modi sationen, welche im Jahre 1“ 111 den Jnüimtéonen NWCYUUW Kaktgéfunden, spricht, 11er?1 ?kIustéz-Minister hat erklärt, daß wan große HOffnung habe
Neu atel es für seine Pf! cht hält dem Vorort dieselben zu rEr sendYk, mit der Bemerkung, daß aäs diesen Urkunden keine Ve neuerung der Verbindungen mit dem Papst.“
derung der Verfassung hervorgeht, welche die Forderung einer 111
113
Portugal,
Lissabon, 12. an. Die .sz 1'11 ' ' Unpäßlichkeic wieder Zükommen gynesFn. ist von threr le1chtcn _ Der Herzog von Leuchtenberg 111 zum Chef des Zäger-Re- gtmentß ernannt worden, dessen Inhaber Dom Pedro war.
Das von der verstorbenen Infantin Maria an Dom Mi; guel yermachten Juwelen, 300 Contos Reis“ cm Wsrtk), 17110 1117- ter i_dte Kömgén, die Kaiserin und 012 63.0111 noch lebenden 311- fant11Z1D117n§exxheilt worden. * . te * egner des er ogs von *“ 1111111111: 1111) *, ' ' t1„g„ und s11chsn unter Éndérem aus “Zu wichti§11en nSötgäéJYT Z»- FZZ? um Entlaffung eines Thesis dcr Minéster z11sam1111'11z11-
Türkei.
„Der Morning Herald entßält Nachrichten aus Kon- stanttnoyel vom 16. Dezember. Der Sultan hatte mit einem Da111pfsch1ffe aus Odessa neue, sehr reiche Geschenke von Sr. Ma1eskät dem Kaiser von Rußland erhalten. Für die Kommis- fion, welche auf Kosten der Eimléschcn Regierung nach dem E11- phrar abgehen soll, um die Dampfschéfffahrt zwischen anün und Europa vorzubereiten, ist der erfordeklicbe Hanischemf aus.- geferttgt worden. England so_ll dafür dem Sultan haben „ver- sprechen müffen, daß es den Pa1cha von Aegypten in seinen eifer- sacht1gen Plänen nicht untersrülzen wolle. -
Vereinigte Staaten von Rord-Amerika.
Washington, 25. De. In Süd-Caroléna hat (wie ge,- skern beretts erwähxtt worden die Wahl eines neuen Gouver- neurs, des Herrn George MZDUffic, an die Stelle des Herrn Hayxne stattgefunYen. L11xterc1', eim'r dex größten Gegner des Prändenten Zack1on und Haupt der Oppostion der südlichen Staaten gegen die nördlichen, hat vor Niederlegung seines Um; tes noch eme Botschaft an die gescßgebende Versammlung die- ses Scaatxs erlassen, woraus Folgendes das Wesentliche 111:
„Es tst durchaus unmöglich, daß freie Regierungen auf die Dauer bestehen können, wenn die Börse und“ das Schwerdt den- selben Händen anvertraut ist. Nachdem durch jene. vcrhaßte und tyrqnn11che D)2a_ßregel, jene Zwangs-Bill mit Zustimmung des Kongresjes, das Schwerdt den Händen des Präsdence'n überlixfcrt worden War, um es, nach seinem Belieben, selbst ge.- gen dcc souvcrainen Staaten zu gebrauchen, hat er, wie vorher: zusehcn war, fich auch der. Börse bemächtigt. Hierdurch ist dcr Präsdent im Besitz der vollen Gewalt der Bundes-chécrung und 11111“ Gott u1zd seinem Gewésscn verantwvrtléck). Die ac; sammtep Eit1künsre des" Landes, welche 20 (1111 30 Milliotscn Dollars jährltcl) betragen, sind cht, unter der Dérecn'on des Präsidenten, Personen anvertkaur, die er odcr seine Agenten ernormen. Sogar der Senat, ohne dcjsen Zustimmung nicht ein- mal em Fxtcdenörtchter in dem Distrikt Columbien ernannt wer- den darf, rst aller Thetlnahmc an der Wahl derjenigen Agenten des Schaßes beraubt, welche zu D=,p.-.1s1car1en der öffsntlichen Gelder ernannt wurden, 11111) dicse Gelder smd von den durch das Geselz für sie bestimmten Orten h1n1veggenommen und zur Verfügxzng der exekutiven Gewalt gcfteth. Es scheint “"Falkun Macht tm Lande zu seyn, die sel) diese!: offenbc1r-3'lx""' ; d * die unstreitig in Europa eine Revolutio ““ '““ a 9" *nur 2, widerlse en könnte „b „_., .«Mgs nicht met General Jaa; krßemnanveki, [FK?VYÖ,W1NZU fürchten sieht, auch n1chtm1c ihm verschwinden, seine Verwaltung“ hat nur die Entwickelung dieser verderblichen Grundsäße beschleunigt, die gleich alt sind mit der Union und 1931 unsere freien Institutionen umzustüt'zen drohen. Unser republikanisches System kann unmöglich bei emcr Central-Regierung fortbestehen. Die Gründer unserer Verfassung wußten und jeder unterrichtete Mann muß es wissen, daß ein so auSgedehntes und verschéedenarcigcs Land, wie das unsrige, mir einer in Sitten und Interessen so sehr von sinandcr abWei- chenden Bevölkerung nicht zu einer einzigen Nation verschmol- zen und durch eine Central-Gcwalc beherrscht werden kann, ohne daß diese in Militair-Despotismus auSartet. Es“ ist un- möglich, ein unerträglicheres System der Unterdrückung zu ersm- nen, als dasjenige ist, welches u 11 s 1th bedroht, wenn unsore Regie.- rung eine centrale wird. Die Ackerbau-Staaten würden dadurch zu bloßen abhängigen Provinzen werden, die nur mitRÜcks1cht auf die Interessen anderer regiert würden. Wer in den neulich zu Washington entwickelten furchtbaren »Méßbräuchen nur ein Uebel erblickt, das mit der Erhebung einer andern Person zum Präfi- denten verschwinden würde, muß e1ne sehr unvollkommne Kenne- niß von der Natur des Uebels haben. Regierungen, wie Individuen, werden nécht in einem Tage schlecht. A(l- mälig und fast unmerklich 111 der Zustand der Dinge so weit gediehen, daß er endlich den Eznsickxtsvollen und den Patrioten die Augen über die dringende Nothwendigkeit einer Reform geöffnet hat. Das einzige Hülfsmittel ist, nach mei- ner Anücbt, ein Staaten-Konvcnt, um die Verfassung zu reformiren, neue Bürgschaften fUr die öffentliche Freiheit aufzu- skeUen, die exekutive Gewalt der Verantwortlictzkcét zu unter; werfen und neue Schußwehren gegen eine Usurpation u errich- ten. Ich habe die tiefste Ucberzeugung, daß unsere reiheitcn in Gefahr sind. Mit der Börse und dem Schwekdt in seiner Hand wird der Präsident seinen Nachfolg-cr ernennen, der Kon,- greß wird durch die exekutive Gewalt in Unterthänigkeit gehal- ten werden, und wenn unter solchen unglücklichenlttnstä11den
' auch einige Staaten im Stande 111111, ihre eigenen Freiheiten zu
bewahren, so vermögen sie doch 1111111, die der ganzen Union zu erhalten. Möchten daher Alle, die ihr Geburtsland odcr Adop- tév-Vaterland lieben, alle treue Schüler der Freiheit, Alle, die der Constitution und Union aufrichtig ergeben smd, jede gerin- gere Zwistigkeit vergessen und fich zur Rettung ihres Vaterlan- des vereinigen. Der uns vorgezeichnete ch ist ganz deutlich. Lasset uns, meine Mitbürger, ihn betreten und zu dem glorrei- chen Ziel einer radikalen Reform aller besiehenden Méßbräuche vordringen. Ohns auf die Schmeicheleéen oder Drohungen dcr Gewalt zu achten, lasset uns jede Maßregel er.- greifen, die zu dem glorreichen Werke der Reform mitwirkt, und lasset uns stets bedenken, daß von dem Ausgange unserer An- strengungen die Erhaltung der Freiheit abhängt, welche unsere Väter mit ihrem „Blute erkaufxen, und die wir unbeeinträchtégt Znß'eren, Nachkommen zu überliefcrn, die heiligste Verpflichtung 11 en.“
Inland.
Berlin, 28. Jan. Daß die größeren Städte dem Andrang der Dürftigen besonders ausgeseßc find und die an ihren Armen- Fonds gemachten Bedürfnisse täglich steigen sehen, ist ein nur zu gut bekannter Erfahrungssaß. Sie snd in der Regel außer
KW"? zu 5? eqnen, und müssen ufréeden seyn, Wenn 1e au "Uk dem N' ckend-sten Nordstande zabgeholfen “haben. In WX f?r" _dßs LSM“ *" C'i'fUrt 'crreicht worden und 'was dort 11: B“ * - “ z _esemgang des Rothstandes der Armen geschehen ist, darüber gtebt dex kurzlich asgeßatrete Bericht über die Verwaltung des daßgcn Urmcnwesens 1111 Jahre 1833 Auskunft. Nach Aus- wers 111011111311 hat die Akmen-Kaffe zu Erfurt bei einer Eétmahms 1101115210 Rtl)11*., Wovon zunächst 3/15 Rthlr. an djs klinische 211111117, 111111 Rcbét'. 1111 das Arbeitshaus, 290 Nthky. an das (2111011102007;«,I-11111111 1111.11 578 Nthlr. an die beiden Krankenx [)(11111'0 1*;'1,11;)_1',Lb("'.1 201170011 111113, mic dcm Reste ihrer Einnahme; 900 1111111751111 11161113“ 11221511 61111113 Summen, theils rnit 512111111111; 11111 und .N'lctd':x:11z1s11-'; 61111 unterstüßc. In der klinischen Axx-ffalc 110121111“. 12.1 Pe11s111'11 unentgeltlich ä.";clicbc Hülfe und*d1e* e;*1"01*der11ch:c11 IJLTcdt'kmnentex. -- Das Arbeitshaus, mit einem (F111n111).7111: Ertrag? 11011 33176 Rthlr., hatte 111 Häuslinge auf- gcnommsn, und_bcyiclt 1,11 Ende 1833 einen Beséand von noch 78 Pesso'xsn bcxdeclei (Geschlechts. «* Zu dem evanqel1schen Krankcnhzmse, für 1velche54014 Rthlr. ausgegeben wuröen, sind 1103 2311101101 ärztlkck) behandelt und verpfieg: worden. Von chnen 1111111111 77, entlassen wurden 759 und zu Ende des Zak)- 1'es 111711111311 em Bestand von 67 Personen. Einem bei dieser." 211111111: befindlichen Mangel soll cht durch den Anbau eines 13e- jondcrn Lokals für zeitweise geistig gestörte Kranke abgeholfen werden. Drr Fonds dazu isk ohne neue Belastung der Kom- mune 111115111111. » Das katho11sche Krankenhaus, mit einer Ein- nahme von 111.5 Rthlr. und mit einem AusZabe-Etat von 800 R1hlr., nahm 149 Kranke auf, und Hehielt einen Bestand von 12 Personen. _ Die evangelischen milden Stiftungen,'errichrer zur YUfna11me und Vcrpfiegung armer, alterschwachcr und ge- brcchltcher Personen, enthielten 68 soleher Personen., Ihre Ein- nahme 1101110938 Rthlr. ist zugleich bestimmt, zur Unterhaltung dxs cvangclt1chcn Krankenhauses und der Frei: und Erwerbschule dte crfordcrltchen Mittel zum größten Theéxe herzugeben. -- Jm“ evangelischen Waisenhausc erhielten 68 Kinder Pfieqe und Crztehung, 4 waren auswärts untergebracht. Im Durchschnitc ko1kcte jede Waise jährlich 31 Rthlr. 20 Sgr. 7 Pf., mithin eine wohl 111'ck1c groß 11 nennendc Summe. -- Das katholische Waisenhaus bar 52 Q aisen aufgenommen. Sein Bestand war zn Ende 1833 noch 51. -- Die Frei- und Erwerbsehule, errich- tet, um den Kindern dürftiger Aeltern freien Schul1Unterréchc und Et'wmbs-GeleJYnheit zu * Zöglinge gehabt. * c't dem nicks bedeutenden K'osten-Aufxvande von 1000 Rthlr. ist ihre Aufgaöe erreicht worden und der Er- folg ein gelungener zu nennen. -- Nicht allein aber obige An- stalten find es, die die Noth der dortigen Armen zu lindern be; müht smd. Zu gleichem Zwecke wirkt thätég der “"Frauen-Verein
und (ZIS ?)?arcénsZSxifr. Eben so sc-rgen für erskern verschéc; dene Jamrleen;Srefe11ngen, Legate und bei den Kirchen sundirte Hebungen. _
2 1 L:. ("amar . (“= F"“ WKL MÜ) das ““V! te “ Kön1g11.1N?11iJs1*unZ§ d dc Skadk- «(11111111th ; ?)?“er QÖYYZFTFZ Adler:Oxyxyxtjzä'tzg„ZIÜKDKT' KarlaWßlhel'm Ferdinand Rei'c11b elm, 01011111. * ** SWU- M M tec'fsie Betrübniß 11111113:
21111 Il1*bcéts11sche bis Mittag bcschäfm . xotxastxgxgxmgxxer YÉÉlichkke'étt/' von cincÜ,B?;“ZFWJZefxbchßtäcxtckh _e 1 c _rce )en ** 11111111 cc 111 einem Alte * “ 11ch cm Ztcl scyte. 1“ von 44 IWM PM)-
Stande, dem überall fich zeigenden Mangel der unbemftcelcen
Mit dcm rastlojeßen Ekfcr widmete OU O111,1..,„.1- - ; rend eines Zeitraums von 9 Jahren, seine Kräfte UÜÖUWZstMZÜ. Kenntniss dcm ehrenvollen Amte, zu Welchem er berufen war, und fand darin, so wie als Vorüßender der Städtischen Schul-stuta- tion und des Kuratoriums der Gewerb-Schule, 1112; (531111111111'1'c1rck) der :: 1111111111111: (€51)11111111“1“cn und als Mitqlécd der Armen:Oércctéon ein weites Feld der 111rc1*1111“1d11'1111'te1t Thätigkeit. Vorzttgstvcise aber 1111111111 stine nühlkäzcn Bcürebungcn der wichtigen Reorganisation dcs 111111111111th 1111115111, besonders dcs" Armcn*-Sch11lwcsens ge- widmet. -
Strenge Gcwiffenhastigkeit, echte Humanität und Biederkeit, diesc hervoxfthenden Grundzüge seines Charakters, gewannen ihm die 11111113111- „.Docbacbtxmg und Ltcbc aller dcrer, die mit ihm in nä- heren Verhältniscn unndcn.
Sem Andenken wird uns 1111Vergcßléch bleiben.
„25111111, den 211. Januar 18:54“). Och- Bkkcgcrntcißcr, ck?51'11'germci17er und Ruth biesger Königlichcn Ncsrcnzécn.
Me1cor11mlogische Beobachtung. . 18:15. , Morgens Nachmitt. | Abends Nack) einmaleger 27.27anxmr. (; Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Lllffdekk. . 339,1 4 ***111111'.é331),6_ 9***(;1111r.!3/10,Z 4“'“(511111171711111111111111.“ 7,1 " R, 111111111 :; 1:2 ::„11.“ 317113? ;;? «Y .... Dunstsättg. 89 1101. 811 1101. 911,31Ct. 1191111111er 1,»- “N. YFFr tWéc“ ULLI" ÜÉTJ' 1111111111111. 0,0 2 1" M;, 5200111115111] [ « 1 W. - 3111dersch1ag11„o o.."Ny.
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1701111. ZZ. UU. 5111111. -. ,('01"te§ 5-12. Port. 803“. U11x|.ii1185. [WZ- Coiumb, -. 81'118. 122.1.
N' 10,11. 23. 3111111111".
«" WFT. 11111111-111211011 1287. Xeno. 31110111: 1'.
HF 0101. 101%!» 1834 570]...
Königliche SchaUspFele. „
' Downerstag, 29. Jan. Im SOUUsptelhause: 5161112 und Léabe, Traxxerspicl 1'11 5 AM).- von Sch1Uer. (DUS. Bertha Stich: 9011112, als Gastrolle.) „
ZU disscr Vorstellung find Btllets zu den Sperrsxzen und den Parquet-Logen nicht mehr zu haben.
Frcxtag, 30. Jan., ZM pernhause: Zum crstcnmale: Der Schweizec-Soldac, mrlitairtjches Ballet in "1 Akt, von .Hoguct. Musik von dem K. Kammer-Muskus H. Schmidt. Vorher: Der reisende Student, mufikali1ches Quodlébet 111 2 Abu).
Im Schauspielhause; 1) [„a ]"LjU'iZÜ 116: [121 111315011 (111 ['on] ark. 1111: [11111 j0111'1168 t](: 111 11011110. »";1111101'111111118101111111; (ck11 Tamas, pur 011". 016111511110. 2) Kult!)“, 011: 1.0 11210111" 0.11 §U1§§0, 1711111811111" 011 1 30112.
Sonnabend, 31. Jan, Jm Schausp1elhause: Corona von Saluzzo, Schauspiel in 5 216111, nach einer alten Novelle, von
qeben, hat im Jahre 1833 482“
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