Neueste Na'chrichten.
“_ P a r i s, „Handels : Minister.
Am Schlusse der gestrigen Sißung der Pairs-Kam-
[ner ließ sich anch noch der Baron Mounier wider den Ge- ieß-Entwurf vernehmen, wonach ein' neuer Gerichts-Saal für den Pairshof erbaut werden soll. Auch er sprach sich, wie der Herzog von Noailles Limneskie aus, und schloß mit einer Lobrede auf das Geschwor- nrn-Gericht, das, meinte er, gerade bei politischen Un- ruhen seinen ganzen Ruhen bewähre. die allgemeine Berathung geschlossen worden , trat noch Der Graf von Sesmaisons niit folgendem Amendement Urrvor: „Dcr beabsichtigte Bau darf erst wirklich beginnen, nach- dem die Anklage-Akte ergangen ist.“ Dieser Vorschlag fand in- dessen keine Unterstüßung, und bei der darauf erfolgten Abstim- mung ging der aus einem einzigen Artikel bestehende Geseh-Ent- wurf mit 98 gegen 43 Stimmen durch.
In der Deputirten-Kammer erfolgte gestern die de- finitive Aufnahme des Herzogs von FiJ-Zames. Man wird sich erinnern, daß die Wahl desselben in oulouse als gültig am erkannt, seine Aufnahme aber bis zur Beibringung des Bewei- ses, daß er bereits seit einem Jahre im Besse seines besteuer- ren Grund-Eigenthums sey, ausgeseßt worden War. Nachdem er diesen Beweis jest geliefert, las der Präsident ihm die Eides- formel vor, worauf der Her og mit erhobener Rechten und mit starker Stimme antwortete: „ ck schwöre es.“ Diese Eidesleistung hatte einige Bewegung in der Versammlung und auf den ZuhörerxTri- bunen zur Folge. - Es Wurden hieraus die Berathungen über die Proposition des Herrn Anisson-Duperron wegen der Urbar- machung der Waldungen wieder aufgenommen. Eben sollte die Fortseßung derselben nach einer unerheblichen Debatte auf den folgenden Tag verlegt werden , als Herr Isambert das Wort vertan te, um der Kammer anzuzeigen, daß er sich mit ihrer C'rlau niß am nächsken Montag von den Ministern einige Auf- schlüsse über die gegenwärtigen Unterhandlungm zwischen Rußiand und Frankreich Forderungen erbitten würde. wärtigen Angelegenheiten, der kurz uvor aus der Pairs ; Kammer angelangt war, erklärte si' bereit, diese Aufschlüsse unverzüglich zu eben. In der That bestieg er, troß der Widerrede -des Hrn. ZsZmbert, sofort die Rednerbühne, um sich über die erwähnte Angelegenheit etwa in derselben Weise zu äUßrrn, wie solches bereits am Morgen desselben Tages (s. das gestrige Blatt der St. Ztg.) der Moniteur gethan hatte. Es kam darüber zu einer interessanten Debatte zwischen den Herren Odilon-Barrot und Zsambert einerseits, die das im Werke begriffene Liquidations-Geschäft, wie dasselbe auch aus- fallen möchte, für unskatthaft hielten, und den erren von Rigny und Bessiéxres andererseits, die fich im llgemeinen darauf beriefen , daß Frankreich eher herauszubekommen , als herauSzugeben haben würde. (Wegen Mangels an Zeit müs- sen wir uns einen Auszug dieser Debatte auf morgen vorbehal- ten.) Die heutige Sitzung eröffnete Herr Iars mit der Vor-
Der Minister der aus-
,... „.g- . “-
Allgemeiner Bekanntmachungen.
Bekanntmachung,
wegen Verpachtun der Domaine Rheden.
Die achtiiüche der omaine Rheden, im Grati- denzer reise, und zwar das Vorwerk Rheden mit dem Abbau Klewenau, die Benutzung des Brau: und Brandhauses und der Fischxrci 111 den zur Amtspacht jetzt gehörigen Gewässern, so Wie der Krug-Verlag in den noch zwangspflichtigm Krug- und Schank-
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gungen sollen in werden.
feneti Pachtmesie, für den Zeitraum vom 1. April 1835 bis zum 1. April 1838 mit dcmvorbandenen Königl. Inventario an Brau- und Brennerei-Ge-
Execution an den Mciübixtenden verpachtet werden
Wir haben cinen Termin zur Lizitation auf
den 10. März d. J., Vormittags 11 Uhr, in unserem Conferenz-Gebäude anheraumt, und laden zu demselben qualiäzirte Pachtlusltge hiermit ein.
Die näheren Bedingun en der Verpachtung, so wie die Erträge der Pacht acke, und der Pacht-Kon- trakt vom 23. October 1826, dxssen. Benixnmungen der gegenwärtigen Verpachtung tm wesentlichen um
Nusun
Termine
. omainen-Rc isiratur ein eseben werden. . D:Die-i'cnigeii,gwelci)e an das Pacht e*schä,ft einzu- gehen bcabichtigen, müssetx in dem thtatlons-Ter- recht min eine Kaution von Zwettaustnd und Fünfhundert M ei Tbalckn in Staats-Schuldscheinen oder Wesipreuß. Pfandbriefen mit den dazu gadrigen Couppns dc- poniren, und sich außerdem uper den Besitz eines Disponivlen Vermögens von mmdeßetis 6000 Thlr., so wie über ihre persönliche'Qualiffkatton zur Ue_ber- nahme ciner Köningomamcn-PaMung agsweisen. Dt; Domaine Roeden gehörx zu den vorzuglichüen Pacvkmi'tn „des hiesigen Re terungs-Bczirks; ein großer Öveél Des Acxcrs be_ cht aus dem schönsten W.:iyen-Yoden und eiZnet sich auch um Anbau von Oex-GewäM'cn- Die age isi angene m und für den JW,; d.-r Producte wegen _der Nähe der Weichsel und der “andelsT-Stadt Grandeni günstig. Die Ge- bäude brTWen sich in einem guten Zuüande. Marienwerder, den 12. Januar 1855. Königlich Preußische Regierung. Abtheilung für direkte Steuern, Domai- nen und Forsten.
Die Taxe,
Avercissrment.„ _,
Die Hrn: Grafm Arnold 20-1 Skorzewsli ngöWen,
im SWmicY-en Kreise gelxaenrr, Gutsanxhetlr:
1) Licßtiellx: MUZ 151th 11.„r:andschafclich 0,581 ir. ' ar. p. taxi ; * „
2) Ft-cle-ioehkis. 35 [in. 0. „landschafcl'ch aus 17.966 Thlr. 19 sgr. 5 vs. kuxll't und -- ,
3) B:):reni-lde Ua. 19 [„in. „41. landschastlicy ars
auf
23. Jan. Der „König arbeitete gestern mit dem
und der Vicomte Dubouchage, für eine
Nachdem hierauf
in Bezug auf die gegenseitigen.
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Anzeiger fü
Negißratur einxusehrn; rtwanége brsondrre dem obigen Termine brkatme grmacht
Marietzwerder, den 25. I",“ 1834. Civil-Senac desKo-1_iglichrn Ober- Landesgerickxts.
Subhasiations-Anzeige.*
Stellen, sollen Behufs Sichersiellung der aufgelau- SFYÜYMFYTÜZKYFOYZDFJYYÜWU Ober- besiehend aus Hen Dörfern Tillowikz, Ellguth. Baum- garten, dSchedlirxke, [Schiedlowx _ räthen und der beüellten Wintersciat, im Wege der Z:? JUWNJFYKY YxthecsQilskcheLßgnFsJYseane 1311; W s-Ertrage zu 5pCt. auf227,854 Thlr. 15 sgr. abgesch izt, im We verkauft werden.
Kaufluiiige werden eingeladen, in dem
den ersien Julius1835, Vorm. u. Nachw.. vor,“- dem (YYY?bZ-FZnKesgéxickZtF-Jffesor Yetis in unerm ? at - e n e ereb n er enen. Grande Sklegt werden sollen, können in un ““ die besondern Bxdingungen der Subha zu vernehmen, ihre Gebote zu und Zu gewzirtigen, daß demnächst, in so fern keine iche Hindernisse eintreten , ii- und Besibietenden erfolgen Werde. ! und, der neucsie Hypotheken=Schein drr "" 3" ernen. errschaft Tilloweiz können übrigens ichen Amtsüunden in„unsr_cr Registratur, so wie bei dem Gerechtö-Amte Teliowey eingesehen werden, Ratibor, den 17. October 1834. . Königl. Ober-Landesigericht von Ober- Schles e
Edictal-Citation.
Der von_ hier gebürtige Tucbmrchergrs: lle Carl Trau- goxc Ludwig, der zuletzt als uyxan im Regimrm Prim. Byron bei der Schwadron or.; thkleßLk-F ron Lavallecre gruanreu hac. u-1d sexe dim Rückzaac .*es voa Yorksthrn Coips aus Ku'land im Jahre 1.512 zerschrllen ist, mrrd hierdurch nebst srinan rt-ra zurück. ielasssnrn u:.b.k1mxtrn E10?" und Ecönemnrrn anfre- rufen, iich innrryalb n:“rn M.»:mrrn, uud spa'ceftrns' „un 4. Mai ikmfsgrn Jahrrs, G richte persönlicv odrr schriftlich zu mrxdrn; widri- genfau: dms-il»? für wdr erlxärr, und dir Esßi'cvafl- sie ihm von dem Profis.:r (eraurr zu Lirgnrtz zugr- fullrn iF, s.inrr hiék am Octe trohnyasrrn Tochiék auögegmworirt wr-drn wird
Grunberg, den 23. Juli 1834.
Königl. Land.- Und Sta-dtgericht.
120
lesun. einer Proposition, des InhaltHdaß man der Stadt Lyon als rsa für den Schaden, den diese Stadt an den Tagen des 9.-15. pril v. 3. während der damaligen Unruhen erlitten, eine Summe von 1,200,000 Franken bewillige. Nachdem die Berathung über diesen Gegenstand auf den 29sken an- geseßt worden, wurde die Debatte über die Proposition des Herrn Anisson : Dupperron wieder aufgenommen, und sel- bige, als es zuletzt zur Abstimmung kam, mit 200 gegen 91 Stimmen verworfen, was natürlich einige Verwunderung in der Versammlung erregen mußte, da die einzelnen Artikel dieser Proposition angenommen worden waren. -- An der Tages- ordnung war jeßt die Berathung über eine Proposition verschie- dener Deputirten, Wegen einer Modificirung des Handels-Ge- seßbuches in Bezug auf das Wechsel-Reoht; fie war für das Amiland von keinem besondern Interesse. (Die oberwähnte De- batte über das Liquidations-Geschäfc zwischen Rußland und Frankreich sollte in der nächsten Montags-Sißung [26] wieder aufgenommen tverden.) *
Gestern wurden die Harren Lariboisfiére, Cambis d'Orsan, Vitet und Boissy d'Anglas von dem 1|en Bureau, die Herren von Mosbourg, Felix Real, Augustin Giraud und von la Pin- sonniére vom Zten Bureau und die Herren Passy, Sapey, Le- grand von der Oise und Bégnon von dem Lien Bureau zu Kom- missarien für das Budget ernannt. In letzterem Bureau trug bei der zweiten Abstimmung Herr Bignon gegen Herrn Amil- hau , der von Herrn Thiers vorgeschlagen und empfohlen (war, den Sieg davon. Es sind nun nur noch die Kommissarien des 5ten Bureaus u wählen.
Der Mar chall Gérard vollkommen genesen; einen Besuch ab.
.Der Fürst von Tallcprand muß sich.jeßc beim Gehen schon von zwei Dienern untersüßen lassen; eben so kann er nicht mehr in den Wagen einsteigen oder aus demselben aussteigen, er muß hinein; und herauSgehobcn werden. Am 2. Februar wird der Fürst 81 Jahr. Im Bon Sens liest man: „Es hat uns Jemand“ eine Thatsache erzählt, die wir dem Fürsten von Tailey- rand mittheilen zu müssen glauben; es ist nämlich schon seit mehreren Monaten ein Befehl unterzeichnet und der Ort für das Datum offen gelassen, wonach in dem Augenblick, in wel- chem der Fürst den lehren Hauch auöathmet, auf alle seine Pa- piere „Beschlag gelegt werden soll, wie man dies schon bei mehr als einer ähnlichen Gelegenheit gethan hat; dieser Befehl ist dreifach ausgefertigt, damit er nöthigenfalls in Paris, in Noche- corte und in Valenqay vollzogen werden kann.“
Die Französische Akademie wollte eskern die Wahl eines neuen Akademikers an die Stelle des errn Parseval Grand- maison vornehmen; es erhielt aber keiner der Kandidaten die absolute Majorität, nämlich 16 Stimmen (indem 30 Stimmende chgen waren), und die Versammlung beschloß daher, erst nach
erlauf eines, Monats wieder zur Wahl zu schreiten. Bei der leßten Abstimmung hatten Herr Salvandy Und Herr Arnault jeder 14 und Herr Balanche 2 Stimmen.
Der Courrier franqais berichtet Folgendes über den hiesigen Verein zur Abschaffung _der Sklaverei in den Französi- schen Kolonieen (vergl. oben den heutigen Artikel Frankreich):
ist von seiner Unpäßlichkeit wieder er stattete gestern dem Herzogé von Orleans
„ _ 1-
Kaufdrdin-
ifi erschienen:
lieben 1111111011110 11:11:11
()„111'113611. (1'01'110n, Lock
;1'11.Üici1ter. 1'61'11 jn gr. 8170. ]Jxemzüaro 1163
Tiliowiß, Seifersdorff, Weider-
ge der nothwendigen Subhasiation Alle Beßtz- und zahlungsfähige daher hierdurch aufgefordert und hierzu angesetzten peremtorischen
Bei Ludwig Berlin zu haben:
Die sich oder allgemeines Hayshaltungen. Enthaltend: mem verständliche Anweisungen,
ation daselbst sen, als Suppen, Gemüse-
Protocou zu geben, Saucen,
der Zuschlag an den [.*-es, PWM"-
in den gewöhn-
Dritte, lenburg, bei G. Basse.)
n.
Flatbe,|1--,
Grafen hcrrscht wurden. ches. gr. 870. Vom Untergange
maker. gr. 870. Ein Werk-
Üil' b m UUtrkzi'lcFMi'lkt: . IWUIM Theile
sammenhange- „wie es von dem schehen, noch me behandeltwurde.
13,132 Thlr- 2-3 ssr- 4 pi-- taxirc. :rn 1.an i.der Gutöyntheil besonders auögebocen „ '."krdkks soll, sind zur uotbwÉndigxn S:;bbaßancn ge- _Lekenaee-n, ' d i der Bietungsé ermm au Ws, M Ke n 4. ck ri 1835,
Ohrr-LandrsHekicbts-Affkffok Walter hierfelbfi angeseizt
wcheensz-e und der neurtte Hypotheken-Schein sind
üzszenz jeden“: in der hiesigen Ober-Landesserichts-
[ck18 öiientlicben yÜl'jiJFUUZLn (Lea [)1'01'. Vr. .]. _U'ercle-n kur-Zeseixt im [10115] (Ie Russie, am 30. Khenäj] JTULZÜ Porlosnnxz Uebleszjr: l.)]io ](lör-
; or drm De ucirten errn orlic 19 un §8i8ligo usbi nn Wiesn Voxm.ttagck11m11 Uhl“, v p H Uölkorn 1161'111ericiriil'äigsteu 815801011 (168 Kleerkliums in „4818712 1417165 unc! lünropa. Subscriptinno-pkois M!" 6110 211122111“? PorlasupZ 15 11:12, für (1611 gamen 76103 1 ereärjrlioci'or. [nommen wurde, unbeqchtet lassen kön
'- - 7
«):-nun!" 1835. mm 6 [118 8 Wir zu mü en,
worden
-_.-"»»“ .. ..-.- „.___-___.
ie Preußischen „ Staaren. Literarische Anzeigen.
In Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig
kksnn1Z-L1107kloyää1e 1181“ 1411131011116, 01161" [111111101113 ]):xrstc-Uunx, (Lor Zßznmmisn 1118113011- ]ionenmiillsr, 01.0. [. 17. Zcbröler, mit erkläronciém (['Ckxt ron [)r. 95 [*]el't, Zä-niorlsbro, mit 14 [(nl)- 911218 9 8313
17611193 811111 70115101" in 1101' Zfiußin'kcbon ]3110]1banä]un§ 211 lZerlin, 8001015111512 0. .
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Antonie Mehner:
se1bsi belehrende Köchin, deutsches Kochbxich für bürgerliche grundliche und alige- alle Arten von Spei- Ragouts, Mehl, ten, Salate, (He- m „ Kuchen und_anderes Backwerk, Ge- tränke :e. en sehr kurzer Zett und schmackbaft berei- . Nebst Küchenzetteln und Belehrun- gen uber Anordnung der Tafeln, Tranchircn :c. Ein unentbehrliches Handbuch für Hausfrauen und "d- chmnen. Nach vicljährigen,E:sahrungen bearbeitet.„ vervesserte Aufl. Mit Abbildungen. (Qued- 8r0. Pms 17§sgr.
Milch: und Eierspeisen, Fische, Bra
Bci Job. Ambr. Barth in Leipzig iii erschienen 5 _ Und in allen Buchhandlungen (Berlin beiDuncker WW?" 80 0116": und Humblot, Franzds. Str. Nr. 205.) zu haben: 2. Geschichte Macedomens und der Reiche, welche von macxdonischen Königen be: 11“ Theil. Von der Urzeit bis zum Untergange dcs vcrssch=macedonisc0en Rei 2 Thlr 22; sgr. .. 2r Theil des peri71ch=macedonischen Rei- ches bis zum Ausgange des Reiches der Prolo- 3 T_hlr. 22; sgr. , welches Mit dem eben erscthMM ? „ . geschlossen, das Ergrbniß eines lang- jäbrtgcn muhevollen aver gewiß höchst verdiensilichen ];
oxschcnß auf einem dunkelen Gerieto der alten Ge- ci)tchte ist. und d.ssm so interessanter und bedeuten: der bisiorischer Stoff in der Weise und in dem Zu- Hcrrn Verfasser ge- [, Treffiich hat der- selbe verstanden, den an fick) seibü s scbwceregen nnd verworrenen Gegenüand durch die Kunst der Be. handlung utzd der Darüellung in ein klares und ie- bensvoaes Licht zu sieUcn, und wir glauben das ge- lehrte Publikum besonders darauf aufmerksam machen ' „daß hier die wichtigsten das selenczdrsrhe und das ptoicmaeisch smd. Gewiß wird daher „kein Forscher und kein Freund der alten Geschichte dieses erßer Theil bereits mit v'erdientem
Aufschlüsse über c Reich
nen. 10 1“
„Diese Gesellschaft hält ihre Sißungen alle acht Tage in Bureaus der Quästur. Herr von Beaumont hat in einer leßten Sißungenrine vortreffliche Denkschrift über den ZUK * der Sklaverei in den südlichen Staaten Nord-AMerika's verl
folgen, weil sie bei ihrer Bildung das Geseß wider die Als. téwxixm rrrirßx haHr. Bei dieser Gelegenheit “würde die Son
Allgemeine
Das Marine-Ministerium, Welches einen Zusaß-Kredit von 600 ,“ , ,
Fr. für die Erhaltunäz der Sklaverei verlangt, scheint mtr“
Bildung dieser Gesc schafe sehr unzufrieden zu seyn. E * ihm, wie wir hören, angerathen worden, sie gericht1jch zu “ “
barkeit des Geseßes wider die Associationen erst klar an ., Tag treten.“ . 3] ,
“' In einem Schreiben'aus Madrid vom 11. Januar ., *, . “
es: „Es wird noch immer von der'Unterdrückung des Jes *
Ordens gesprochen. Doch scheint das Ministerium nicht, “;MKW schlossen, die Initiative dabei zu ergreifen. Die Unterdra.
diesesbrühmcnOdS' übik si S ' , » * .* . tiefe ?Lléxurzelne hat:. “Zenk?“ ZeFZrlictit), 132"th 211MB, A m t l [ ck L N a ck 1“ 1 ck t e n. Kronik des Tages.
Klöster, die ebenfalls durch Ermächtigung zu einer freiwin' Säcularisarion der Mönche und Nonnen untemomrnen m,. S?- Majestät der König haben dem Propst und Professor antion zu Schöneich bei Kulm, dem Prediger Matthäus
soll. Der Augenblick ist jedenfalls nicht sehr geeignet, Kir- Neformen durchzuführen, gegen die sich Fanatismus und Aberg
ohenkrinig, Regierungs-Bezirk Frankfurt a. d.O., und dem den Ruhestand verseizien Stadt-Baurath Held zu Danzig
ben erheben werden. Schon die Ankündigung eines solchen V9 „ Rothen Adler-Orden 41er Klasse zu verleihen geruht.
bens Wird den Keim zu einer Opposition legen, die vw-
eben so viele Uehel veranlailen dürfte, wie der Krieg, der in
nördlichen Provinzen wüthet. Alle aufgeklärte Männer , Des Königs Majestät haben geruht, die bei dem Ministe- m des Innern und der Polizei angestellten Regierungs-Räthe,
etherr von Blomberg, Seiffart und Frans, zu Gehei-
nen zwar die politische und finanzielle Nothwendigkeit an, Mönchs-Orden zu vernichten; allein noch ist der Tag nicht
11 Regierungs-Räthen zu ernennen und die desfallsigen Pa- te Allerhöchstselb| zu vollziehen.
men, an dem die Ausführung dieses" Werkes geschehen-
Zuvor muß man das Ende der Insurreccion abwarten. Es
in denfle ten Tagen, Llauder denke daran, den Oberz.
Über M MWAWU selbst zu übernehmen. Dies Geruch: Die öffentliche Sitzung der Königl. Akademie der Wissen- aften zur Feier des Jahrestages Friedrich's 11. am 29sten d. M. rde durch die Anwesenheit Ihrer Königl. Hoheiten des Kron- inzen und des Prinzen Wilhelm, Sohnes" Sr. Majestät
aber ungegründet, eben so wie das von der Bildung ' 15,000 Mann starken Instructions-Lagers in Alt-Casiilieu.“ . Königs, verherrlicht. Der vorsikzende Secretair, Herr Wil- n, eröffnete dieselbe mit einer Rede über Friedrich ]1. als eschichtsschreiber, worauf Herr Levezow nach vorangeschickter nleitung die Abhandlung des am 2111en d. M. verstorbenen rrn Uhden über die unter dem Namen der Farnefischen be- hmte antike Onyx; Schaale im Borbonischen Museum zu Neapel rtruq und einige zum Theil aus den hinterlassenen Papieren des xsajsers dieser Abhandlung geschöpfte Erläuterungen hinzufügte.
-- Heute schloß 5proc. Rente pl". Compt. 107. 30, 00u1'. 107. 35. Zproc. [)1'. (:omln. 77. 5. sin 00111“, 77. 5proc. Neap. 111“. 0011191. 94. 10. 111160111: 94. 15. 5. Span. 43.1. Zproc. do. 274. Cortes 41; Ausg. Span, u,. 154. 2Zproc. Holl. -. --.
00 FTWUY" a.9;?)2.,9326 Ian. Oeskerr. 1 '. '. proc. '. 71 2'proc.55*. Br. 1 r , 24,1; Baiak-Accien 156711563, éare.-obr.*139;. Brp Zcoos- 100 Gglden 2145. G. Preuß. Präm.-Sch. 624 6249 So. ip. Ani 9.3; Br. Holl. 5proc. Obl. von1832 97;- 97.:._ P' ZZLft275B' 704. 5proc. Span. Rente 424. 42,7. Zproc. do.»
“f- ';"-
5proc, M
Zeixungs-Na'chrichten. A u s l a n d.
Frankreich.
Deputirten-Kammer. Sißung vom 22.„Ianuar. achtrag.) Auf die gegen den Schluß dieser Sitzung von erm Jsambert angekündigxe Absicht, am nächsten Montag n den Ministern einige Aufschlüsse über das gegenwärtige Li- idation8-Geschäft zwischen Ruß|and und Franxreich zu ver- ---'?' gm, erklärte der Graf von Rigyy [ich heren, diere Auf- .jüffe s ofo rt zu geben. Er bestieg zu diesem Pehufe die ednerbühne und sagte: „Ich setze voraus, daß die Kammer f die in den öffentlichen Blättern verbreiteten, Gerüchte über e gewaltigen Lasten", die aus dem beregten Liquidations-Ge- äfte für Frankreich erwachsen könnten, keinen Werth legeti ird; man hat von 50, ja von 100 Millionen gesprochen; dies nn aber nicht seyn. Ich muß zuvördersé bemerken, daß dem iedens-Traktate von 1814 ein Artikel angehängt worden , welcher also lautet: „„Da das Herzogthum Warschau um
einem von Rußland eingeseßten provisorischen Verwaltungs- athe sieht, nachdem dieses Land von den Russischen Trupprn setzt worden, so sind die beiden hohen contrahireinden Theile ereingckommen , unverzüglich eine Spezial-Komm:sfion zu er- nnen, bestehend von beiden Seiten aus einer gleichen Anzahl 11 Commissairen, die mit der Untersuchung, Liquidirung und en auf die gegenseitigen Forderungen bezüglichen Arrangemeyts auftragt werden sollen.““ Dieser Artikel wurde durch eine salz-Convention zum Friedens- Traktate von 1815 bestätigt
d sväterhin ward er der Gegenstand einer am 27. Septim- r1816 unterzeichneten Convention, von der ich nicht weiß, » sie in die Geseß-Sammlung eingeschaltet, wohl aber, 5 sie den früherm Trakeaten annectirc worden ist. (Herr sambert: „Sie befindet sich nicht in der Traktaten- Sammlung n Martens,“) Ich bin bereit, sie der Kammer mitzutheilen. uf den Grund dieser Convention wurden im Jahre 1818 zu arscbau Unterhandlungew angeknüpft, zu welchem Behufe ein ranzöfischer Commissair dorthin geschicht worden w_ar. Bald uide man aber gewahr, daß, eben weil es sich um eme gegeii- itige' Berechnung handelte, das Liquidations-Geschäfc m arschau unmöglich zum Ziele geführt werden konntr, da sich ne große OJZenge von Aktenstücken in den Regtftraturcn r verschiedenen Ministerien zu Paris befanden._ Das eschäft wurde daher eingestellt.. Indessen enthielt dte_ Con- ntion von 1816 einen Artikel des Inhalts“, daß die zur 'quidation nöthigen Papiere in einer bestimmten Frist, wenn * nicht irre binnen 6 Monaten, beigebracht werdeii soil- ". *- ein Termin, der, wie ich glaube, späterhin um ei Monate verlängert Wurde. Als der Kaiser Nikolaus
Z0.,Mai 1830 den Polnischen Reichstag eröffnete, erklärte . daß, da die Beibringung der für das Liquidations-Geschäsc orderlichen Dokumente von Seiten Frankreichs Schwterigkei-
'gefunden habe, die Polnischen Commissaire nch) Patris ge- ndt werden würden. Bégreiflicher Weise mußten die bald rauf in Polen einqetretenen politischen Ereignisse die „Abferti. "8 dieser Commissaire verzögern. Jedenfalls nehme ich nicht
Nedacteur (IOFFsé.
Gedruckt bei A. W. Hayn,
“... «.*-_.“ka .
& «_ck-ax
.-;-....--_.-.-._ . .___,
Ebendasclbsi iii erschienen:
Flathe. 1)» L., Geschichte des Kampfes zwis dem alten und dem neuen Verfassungs- rincip Staatxn der neuesien Zeit. 11“ und A beél( _1789bes 1799). r.8yo. 5Tblr. DicFortseh ist unter der PreZ'e.
Bei Friedrich Fleischer in Leipzig isi so- neu erschienen und in Berlin durch Ferd. Dim ler, LmdetÖNr. 19, zu bezicben:
|. M. . S ck 111 a [ HauptpaFor ? ,'
' . in Hamburg. Predigten uber die Evangelien des ganz
Jahres.
1r Jahrgang. 2 Bände. Zweite verbesserte A Preis 2? Thlr., _aller 4 Bände 5; Thlr. .
Der Cyclus der be: mir erschienenen Pre dieses berühmten Kanzelredners besteht nun aui Pandea, als: Evangelien_4 Bände, Epißeln 3 B» uber auSerlesene Texte 2 Bände. Blicke des 0- bens in das bewegtx Lebxn des Menschen. 2 B welche zusammen tm billigen Ladenpreise'16 kosim. Um itzdcssen einem oft geäußerten Wim ob diese treffltche Sammlung nicht noch billiger créalten sein dürfte, entgegen zu kommen, crvem
1101161“,
(;(-510011611 7011
sämmtliche 4 Werke zusammen enommen biii
31. Mai 1835 für ebn Tb r. Preuß. Court abzulassen. Einzelne ekke behalten jedoch nacb, vor den Layenvreis, und wird auch der ang Termin besiemxntgebaltex; werden, da r,.ur die . ltchsie Bcrüci'stcbttgun eines Wunsches minder texter Freunde christli er Erbauung Hie Veraniafs hierzu gegeben hat-
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M keine neue Lask für Frankreich erwachsen wird.“ Herr Odilon ; Barrot erwiederte hierauf Folgendes: 05 schließlich Frankreich an Polen, oder Polen an Frankreich ahlen habenwird, gilt mir gleich viel; wundern muß ich ck aber überhaupt, daß seht noch irgend eine fremde Macht lt Reclamationen an Frankreich hervortreten kann, nachdem ?ck eine traktatenmäßige Bestimmung solchen Reclamationen k immer ein Ziel gesetzt war. Ick) mache den Herrn Minister fden 5. Artikel der Convention vom 25. April 1818 aufmerk- a m, wvrin es ausdrücklich heißt: „„Durch die in ()en vorigen rtikeln 'enthaltenen Stipulationen (nämlich die Cretrung einer ente von 12 Mill. Fr., die den fremden Mächten bewilligt wur; . . "!) befreitsici) Frankreich vollständig “sowohl was das Kapital,. als L“""U'cb ""“ "WWW." MUMM ["L"-inc.? 11623)!“ “ im 18. Art. der Convention vom 20. Nov. 1815 vorgeschriebenen OY"). ÜSMÜUUAUS ““uskilutkévneUe i'“,- jUstn betrifft -- von allen seinen Schulden, welcheu Namen sie LnßüM" Co"""ml' 8 ["W“ €" * "ck haben möchten, die in dem Traktate vom 30. Mai 1814
" "d. in der Convention vom 20. Nov. 1815 vorhergesehen uns
gegeben
Werk, dessen Beifall aufge-
nskand, zu behaupten, daß aus dem LiquidationWGe-
in den durch diese Convention festgesehten Formen reklamirt wor- den find, dergestalt, daß diese Schulden als völlig erloschen und annullirt betrachtet werden sollen, und durchaus zu keiner wei- teren Reclamation Anlaß geben können.““ Diese Convention von 1818 hat Frankreich mic Oesterreich, Großbritanien, Preußen und Rußland abgeschlossen; fie ist im Namen des Kaisers von Rußland, Königs von Polcii, von dem Grafen Po o di Borgo unterzeichnet. Ja, noch mehr: jene Rente von 12“ ill., die allen ferneren Anforderungen ein Ziel setzen sollte, ist der Oesterreichischem Preußischen und Russischen Regierung überge- ben worden, damit sie ihrerseits unter eigener"Verantwortlichkeit die Vertheilung vornähmen. Wie kann man hiernach den Re- clamationen der fremden Mächte aufs neue Thür und Thor öff- nen, und dadurch die früher „von uns gebrachten ungeheurer! Opfer fruchtlos machen? Wißwiffen aus Erfahrung, daß wer auf die Unterhandlungen'ein wachsames Auge haben müssen, denn wenn dieselben erst durch „(einen Traktat beendigt sind, so scheut man sich nicht, uns eiizetj'solchen Vertrag von dießer Red- nerbühne herab als ein unbedingtes Abkommen aufxubür- den, dem wir unsere “Bestätigung nicht verweigern d rften. Und man „ versuche es ja nicht, unsere Besorgniise , da- durch -'zu verscheuchen, daß, man Uns sagt, wir könnten möglicherweise Gläubiger statt Schuldner seyn. Es handelt sich hier nicht darum, die Resultate des Liquidations-Geschäftes vorher zu berechnen, sondern dasselbe, nach dem einmal ange- nommenen Prinzipe, ohne Weiteres von der Hand zu weisen.“ Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten ent- gegnete hierauf, daß das im Werke begrifféne Liquidations- Ge- schäft mit der Convention vom 25. April 1818 nicht das Min; desie zu schaffen habe. „Als“, fuhr er fort, „das Großherzog- thum Warschau nach dem Tilsiter Frieden lange Zeit von den Französischen Truypen beselzt war, _entsianden hierdurch, und durch die Bildung Polnischer Regimenter in Französischen Dien- sten, so mannigfache und verwickelte gegenseitige Forderun en, daß
solche imIahre 1814 nothwendig zum Gegenstande eines be onderen '
Abkommens gemachc werden mußten. Dies hatte, wie schon be- merkt, den Zusalz - Artikel zu dem Friedens - Traktate von 1814 zur Folge. Was nun das Resultat des Liquidations ; Geschäfts betri r, so läßt sich dasselbe unmöglich voraussehen; die Pflicht der egierung erheischt aber, es möglichst u beschleunigen, da nicht bloß das Interesse unseres Schaßes, ondern zugleich auch manches Privat-Jnteresse dabei betheiligt ist. Ich erinnere Sie daran, daß in den letzten Sessionen mehrere Bittscbrlften dieser- halb bei der Kammer eingegamgcn waren, die' den Minisiern überwiesen wurden. Damals dachte Niemand von „Ihnen auch nur im Entferntesten daran, diese Reclamationen nach den bestehenden Traktaten für unzulässig zu halten. Noch einmal: die Regierung glaubt, durch die Beschleunß gung dieses Liquidations-Geschäfrs ihre Pflicht gethan zu haben, und ich habe die feste Hoffnung, daß aus demselben keine neue Lask für das Land erWachsrn wird.“ Herr Odilon- Bärrot ergriff darauf noch einmal das Wort. Er sey über- eugt, äußerte er, daß der Minister sich über den Charakter des Yusakz-Artikels zu dem Traktate von 1814 täusche; auch glaube er, der Kammer die Versicherung geben zu können, daß der Staats-Ratk) schon mehrmals chlamationcn an Polen, so wie umgekehrt Forderungen Polnischer Gläubiger, auf den Grund der Achener Convention, abgewiesen habe. Herr Bessiures vertheidigte dagegen die Ansicht des Grafen von Rigny, Worauf Herr Odilon-Barrot erwiederte, daß man hiernach_aufs neue für Frankreich den Abgrund fremder Reclamatione-n eröffne. „Es leider keinen Zweifel“, entgegnete der M1- nister, „daß durch die Convention von 1818 den An- forderungen aller anderen Länder ein Ziel gesetzt , wor- den ist. Zugleich muß ich aber erklären, daß, eben weil das Großherzogthum Warschau fich im Jahre 1814 in einer ganz besonderen Lage befand, indem es bloß militairisch bescht war und Niemanden angehörte, ein Vorbehalt, wie der mehrerwähnte Zusakz-Artikel, nothwendig war, und das; aus demselben Grunde auch die edachte Convention auf die gegenseitige!) Forderungen zwischen Frankreich und Polen keine Anwendung finden kqnnte.“ Herr J sam b ert erinnerte jetzt an den 16. Art. der Convention von 1815, welcher also lautet: „Die Regierungen, die im Ranzen ihrer Unterthanen Forderungen zu machen haben, verpfiich- ten sich, sie binnen Jahresfrist, von dem Tage der Aus- Wechselung der Ratificationen dcs gegenwärtigrn Vertrages an, zur Liquidation zu bringen; nach Verlauf dieser Frtii soll jeder desfallfige Anspruch, jede Rcclamation oder Zurückfor- derung verfallen seyn.“ Der Redner beschwerte fich YUgleich darüber, daß die Convention vom 27. September 1810, von welcher der JNinlster gesprochen, niemals publizirt worden sey; bevor die Kammer dicse Convention nicht kenne, sey sie auch außer Stande, sich einen richcigcn Begriff von dem [“Men Auseinanderseizungs-Geschäfte zu machen, und er hglte-es ] on aus diesem Grunde für unumgänglich nöthlg, daß die gegen; wärtige Debatte auf den nächsien Montag verlegt werde. Lrßte- res geschah, nachdem Herr Zsambrrt den Grafen „von Rigny noch einmal aufgefordert hatte, seines Versprechens eingedenk zu seyn, und bis dahin der Kammer den Text der eben erwähnten Convention „vorzulegen.
Paris, 24. Jan. Gestern Abend arbeitete der König mit den Ministern der auswärtigen Angelegenheiten, des öffentlichen Unterrichts und des Innern. ,
Der Pairshof hat sich bei feinst) gestrigen ?_Beraihun er) mit mehreren Individuen beschäftigt, die als Mitichuldtge er den leßten Unruhen angeklagt sind; 0 derselben wurden in Ayklage- stand verseßt, 3 aber von der Anklage frei gesprochen. Die Ge- sammtzahl der Angeklagten beläuft sch ]th auf 100. Ueber 120 Inculpacen hat der Gerichtshof noch zu entscheiden.
In der heurigen Sißung der Deputirten-Kammer erfolgte die Aufnahme und Vereidigung des kürzlich in Pamiers zum Deputirten gewählten Legitimisten, Herrn Falentin de Samte- nac. Derselbe nahm seinen Plaß auf der äußersten rechten Seite
t s “"'-Zeit " "
Berlin, Sonnabend den 31üen Januar
neben dem Marquis von Gras-Préville. ;- An drr Tageßord. nung Waren darauf verschiedenr Bittschriften-Berichtt- die 1?- doch keine erhebliche Debatte hrrbeiführten. -- Hiernäcbik wurde
zu einer Abstimmuug über die Tags zuvor zur Berathung ge-
kommene Proposition mehrerer Deputirten, wodurch unter dem Namen „013110318 (19 cimnzxa“ eine neue Art von Handels- Effekten eingeführt werden sollte, geschritten, und diese Proposition mit 201 gegen 98 Stimmen verworfen. -- Ueber die gestrige Sißung ist noch zu melden, daß im Laufe derselben der Großfiegelbewahrcr einen neuen sehr wichtigen Gesch; Ent- würf vorlegte, wodurch verschiedene Modificationen m der Ge- richts-Ordnung und hinsichtlich der Kompeten der Tribunäle be- weckt werden. Der nähere Inhalt dieses Ge eß-Entwurfes wird ?ich aus den Berathungen über denselben ergeben.
_ Der 4te Bezirk der HaUptsiadt hatte an die Stelle des aus- geschiedenen Herrn Legros einen Stadtrat!) zu wählen. Bei der ersten Abstimmung erhielt der Kandidat der Opposition, Herr Odilon-Barrot, 302, und der ministerielle Kandidat, Herr Parquin, 252 Stimmen, und 189 StimmenIzéersplitterten fich. Da keiner der beiden Kandidaten die absolute ehrheit erhalten hatte, so wurde heute zu einer neuen AbstimmuY geschrieten, bei welcher Herr Parquin mit 441 gegen 344 timmen den Sieg über Herrn Odilon-Barrot davon trug, und demgemäß zum Stadtrath proklamirt wurde. ,
Gestern kam bei dem hiesgen Tribunale erster Instan die Sache des Herzogs Karl von Braunschweig wieder vor. . err Comt trat als Anwalt des Herzogs und Herr Duvergier als Auwa des erzogs von Cambridge auf. Nach einer iemlich langen Berat ung erließ der Gerichtshof ein Urtheil zu unsicn des Herzo s arl von Braunschweig, folgenden wesentlichen In- halts: „ a man nicht darauf anträgt, auf dem in Frankreich geseßlichen Wege die Dispofitions-Unfähigkeit des Herzogs von Braunsehtveig zu erlangen; da, wenn man auch die Akte vom 5. und 14. Februar 1833 als ein Gesch betrachten wollte, dieses Gesetz, selbst als ein persönliches Statut, nicht von einem Fran- zösischen Gerichtshof in Anwendung gebracht werden könnte, indem das Französische Gesetz nirgends die Gerichtshöfe ermächz tigt, einem fremden Gesetze zu gehorchen; da aus dem Zten Artikel des Civil-Geseßbuches nicht hervorgeht, daß ein. fremdes persönliches Statut ein Geseß für die Franzöfischen Gerichtthöfe seyn soll, und dqman besonders gegen alle Rechts-Grundsäße verstoßen würde, wenn man eine DiSpofieions-Unfähigkeit aner- kennen wollte, die auSgesprochen morden, ,ohne daß man den angeblich Unfähigen Hur Vertheidigung zugelassen, -- so erklärt der Gerichtshof das esuch des Herzogs v. Cambridge für un- Ilässg, hebt den auf das Eigent um des
raunschweig gelegten Beschlag au , erklärt diesen für dispos- tionsfähig und verurtheilt den Kläger in die Kosten.“
Von Herrn Saint-Marc-Girardin (| ein neues Werk un- ter dem Titel: „Politische Und literarische Notizen über Deutsch- land“, so eben im Buchhandel erschienen.
Gestern hat die Polizei in der Wohnung des Grafen von Peyronnet, Sohn des vormaligen Ministers, eine Untersuchung angestellt, die aber ohne Erfolg war.
Der „National von 1834“ isi vorgestern wegen eines, den Traktat mit den Vereinigten Staaten betreffenden Artikels auf der Post und in der Expedition in Beschlag genommen worden.
Es find heute Briefe der Madame Malibran aus Neapel eingegangen. Die berühmte Sängerin befindet sich ganz wohl, und so ist das Gerücht, welches in Bezug auf sie verbreitet
war, widerlegt. Spanischen An-
Herzogs Karl von
Im Moniteur liest man heute über die gelegenheiten Folgendes: „Durch ein Dekret vom 12. Jan. sind Navarra und die Baskischen Provinzen in Belagerungs-Zustand verseßt worden. Die Militair-Behörden bekleiden nunmehr da- selbst die höchste Gewalt; in Aragonien, Alt-Castilien und Ca- talonien hat man ihre Macht vermehrt; die Milizen find unter den Befehl des General-Capitains gestellt worden. - Am10ten hat Manso seine Truypen um Villarcayo versammelt. Am Zten ist Eraso durch das Thal von Mena nach BiEcaya urückgekehr:_ An demselben Tage ist Zumalacarreguy durch die meScuas wie.. der in Navarra eingerückt. Don Carlos ist bei Eulatte zu ihm Fektsoßcn. Mit der Gesundheit Mina's geht es fortwährend
e er.“
Der Messager sagt: „Es find Briefe aus Madrid vom 15. Januar angekommen. Man sprach daselbst noch immer von der Uneinigkeit unter den Ministern; aber sie fuhren deShalb nicht minder fort, über dir Staats-Angelegenheiten mit einander zu berathschlageu. Obgleich die VersethZ der nördlichen Pro- vinzen in den Belagerungs-Zustand die * sacht des Oberbefehls- habers nicht sehr vermehren dürfte, so hat diese Maßregel nichtsvefto- weniger einen gewissen Ei'ndrmk gemacht, indem sie von der Wichtigkeit der Ereignisse zeugt, deren Schauplaß jene Provin- an smd. Man sagt, daß das Conseil |ck, wenigstens für den
ugenblick, egen die Französiche Intervention ausgesprochen habe. Der nfant Don Franz de Paula ist in Ungnade gefallen, er ist bei den leßten Vorstellungen im Theater nicht mit der Königin erschienen; man geht so ar so weit, zu behaupten, daß er sich mit seiner Familie nach Fgrankreich begeben werde.“
Großbritanien und Irland.
London, 24.3an. Der Standard erklärt sich ['th ermächtigt, die Nachricht von der Ernennrng des Lord H'htes- bury zum General-Gouvernrur von Indien, welche vorgestern als Gerücht an der Börse in Umlaufwar, zu bestätigen,
Der außerordentliche Gesandte des Niederländischm Hofes, „Baron van Zuylen van Nyeveldt, kehrt eure mit dem Dampf- boot „Graf von Liverpool“ wieder nach vtterdam urück.
Die Brighton Gazette glaubt, daß der dmiral Sir Charles Rowley doch noch um Parlaments-Mitgiiede für Ports- mouth ernannt werden w rde, indem es fich bei genauerer Un- tersuchung “Seb?" dürfte, daß sch unter den Stimmen, welche die beiden OPPOÜtions-Kandidatm daselbst erhalten haben, meh- rere ungültige befänden.