1835 / 37 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Inland.

Berlin, 4- Februar. Heute fand ie elb die funfig- 135719? Dienstfeier des Königl. GeheimenhÉtaasksraths He1'rn von . _taegemann |W; denn am 4. Februar 1785 trat er 111 den König!. Sxaawdéensk, indem er als Auskul- tator bei der Regierung Zu Königsberg in Preußen (gegenwär- tig Obxr-Landes-ericht verpfiichtet wurde. Die mannigfalti- gen Dunkle eines 19 hochverdienten Geschäftsmanns deuten wir Jm bxsken durch eme möglichst kurze Angabe derselben an; rhr überall anerkannter Werth, ihre tiefgewurzelte Wirkung kann durch» Worte nicht bezeichnet werden. Geboren am 7. No- vember 1763 zu Vierraden (“n der Ukermark, wo sein Vater Pfarrer war, kam er nach dem frühen Ableben seiner Aeltern, 10 „Jahr alt, guf das hiesige Schindler'sche Waisenhaus in eine sehr strenge Dtszfplin; aber auch schon in dieser Anstalt wurden seme Geistesgaben und sein Fleiß vor andern Mitschülern unter- schieden, noch txrehr aber auf dem Gymnasmm zum grauen Klo- ster, das er, mec den_ rühmlichsten Zeugnissen begleitet, im Jahre 1782 verlteß und der Universität Halle bezog, wo er sei) zwei Jahre dem Studium der Rechtsw1ssenschaft widmete. Dann wandte er sich nach „Königsberg in Preußen, wo er Hoffnung harte, durch seinen Oheim mütterlicher Seits, den nachmaligen Präsdenten von Gossow, zwwkmäßiger zu den Geschäften ange- lettet und rascher gefördxrt zu werden. Ein halbes Jahr daran wurde erZustex-Kommcksarius, bald hernach Kriminal-Rath bei dem dhrttgenKrtminal-Kollegium und endlich General ; Landschafks- Syndtkus. „Dieses le tere Amt war es, das ihn in größere Berührung mit allen lassen von Staatsbürgern brachte, dem Adel, _den Gutsbeühxrn aller Art und dem Kaufmannsskande. Aber m diesem AMre erlangte und entfaltete er auch die Ge- schäfcs-Gewandtheit, den praktischen Blick und die allgemeine Uebersicht, dieéhn bald überall bekannt und geschäfzt machten, und wovon auch die Kenntniß zu der höhern Staats-Verwaltung ge- laxtgte. So geschq? es denn, daß der Staats-Minisker v. Stein srme Augen auf ( n richtete, als er im J. 1806 der Königl. Bank eme andere Organisation und einen höheren Kreis für ihre Ge- schäfte zu geben trachtete. Er nahm den an ihn ergangenen Ruf als Kömgl. Komznisfarius der Bank und Wirkl. Geh. OberFinanz- rath an. Aber 111 welche verhängnißvolle Zeit der Beginn„dieser neuen, umfassenden Thätigkeit fiel, isk unnörhig, ins Gedächtnkß zurückzufühpen. "Genug, er folgte der Königlichen Familie in den „Jahren 1806 und 1807 nach Preußen, fand aber auch 111 dieser Lage gle1ch die würdégste Anerkennung und Beschäftigung bei den damals die öffentlichen Angelegenheiten führenden höchsten Staatsz Beamten, v. Hardenberg und v. Stein. Mit dem Leßtern kam er 1111 Frühjahr 1808 nach Berlin, um die Befreiung des Landes vom Femde zu erwarten; in gleicher Abficht im Hejbste dessel- ben Jahres mit dem Minister Grafen von Göß ebenfalls nach Berlm und von da nach Erfurt. In den Kriegs-Zahren 1813 und 1814 begleitete er den Staats-Kanzler Fürsten von Hardm- berg nach Paris,“ London und zu dem Wasner Kongress, und eben sy tm Jahre 1815 wieder nach Paris als vortra ender Nach 111 allen die Verwaltung des Innern bétreffenden ngele- genheitrn. Diese hohe und wirksame Stelle hat er auch in den Frtedens-Iahren bis zum Ableben des Staats-Kanzlers, und demnächst „unter dem Hrn. General der Infanterie und Geheimen Staaes-Minister Grafen von Loccum, bekleidet, und seit 1815 hat er, man könnte ohne Uebertreibung sagen, von Jedermann geehrt und geliebt, in unserer Mitte gelebt. Wie Se. Majestät der Kö- nig das Verdienst eines so ausgezeichneten treuen Staatsmannrs geehrt, bezeugen das ihm zu Theil gewordene eiserne Kreuz 21er Klasse und der Rothe Adler-Qrden 2ter Klasse mit dem Stern; wie ihn auch die fremden Staaten achteten, der ihm verlie- hene Kaiserl. Russsche St. Annen-Orden' erster Klasse. - Heute als am Tage seines funfzi jährigen Wirkens als Staats- mann erschienen im Laufe des ormittags Se. Königl. Hoheit der Kronprinz und Ihre Königl.Hoh. die Prinzen Wilhelm (Sohn Sr. Max.) und Friedrich, so wie Se. Hoh. der Herzog Karlvon Meck- lenburg, Leßterer als Organ der sämmtlichen Mitglieder des Staats- Raths, an der Spiße einer glänzenden Deputation desselben, ferner die Herren Staats-Miuister, die Generalicät und die höheren Civil,- Begmten,zur Beglückwünschung des Jubilars in dessen Wohnung. Mittlerweile lief auch ein in den gnädigsken AUSdrücken abgefaßtes Allerhöchstes Kabinets-Schreiben ein, begleitet von den Infignéen des Rothen Adler-Orvens erster Klasse mit dem Eichenlaube, den Se. Maj. der „König dem Jubilar an“seinem heutigen Ehrentage als Anerkenneniß seiner mannigfachen Verdienste um den Staat zu verleihen geruhthaben. Das Königl. StaatDMénißeriumüberreichte xßpe große aus der Werkstätte der hiesgen Porzellan-Manufaktur *hewoxgegangene, :reich vergoldete PorzeUan-Vase, die auf der er'- nen Sets.? den Genius der Dichtkunst, begleitet von einem ("mf- schwebenden Adler, _der einen Lorbeerzweég trägt, auf der andern Borussia, welcher em Genius den Becher der Begeisterung dar- reicht, zeigt. Von Seiten des hiestgen Magistrats fand sich eine De- pucation ein, die dem Jubilar den auf Pergament geschriebenen Ehren- Bürgrrbrlef dor Stadt_Ber11'n, in einem Pracht-Umschlage mit filberner Kapsel, überretchte. Die Königliche Akademie gemein- nüßjgcr Wissenschaften zu Erfurt hatte das D1plom als Mit- glied dieser grxehrten Geskllschaft eingesandt, das dem Jubilar durch den "Geh. Staats; und Zustiz-Mjnifter'Hrn. v'. Kampß

Hardenberg, zu seiner den Seiten waren Trophäen von Waffen und Fahnen und darauf die Büsten Gneisenau's, Scßarnhorji'S, York's auf

General-Lieutenants von Witzleben, als des ältesten Anführers eines Detaschements freiwilliger Jäger, den waren der Geh. Zustiz-Rath Bode, der Major v. Moltére erwählt, war die BegrüßUng des hochverehrten Gastes übertragen worden. Hr. 1)1*. Gedtke verlas nach herkömmlecher Weise den Aufruf des Könégs: tem Zuruf den ersten Toast auf das Wohl Sr. Majestät des Kö- nigs und des gesammten Königlichen Hauses aus, Volkslied angestémmt ward. Geheimen Staatsrath v.

in seinen Kriegs-Gesängen befindliche Gedicht:

Aufruf am 3. Februar“ gesungen worden, nahm ster das Wort, rühmte die ters und Staatsmanns und der eigenthümliche Charakter der vaterländischen Geschéchte der nenerm Zrit sey, so daß es nicht befremdlich erscheinen könne, Trophäen nicht allein die GeseßSammlung der Jahre 1810 bis 15, sondern auch die sänge v. Staeqemanns, mit dem verdienten Lorbeer geschmückt, aufgestellt zu sehen. Hofrath Förster dem Herrn v. Staegcmann im Namen der Frei- willigen einen Kranz und einen Pokal mit der Inschrift: „C's , soll der Sänger mit dem König gehen, Sie beide wohnen auf der Menscheét Höhen!“ Herr v. Staegemann dankte mit herz- licher Erwiedexung und sprach in einer kurzen Anrede an dr'e Freiwilligen des Jahres 1813 die feste Ueberzeugung aus, daß es bei solcher Gesmnung der Väter dem Könige und dem Va- terlande nie an Söhnen fehlen werde, Gut und Blut zum Opfer zu bringen. Wohl des Vaterlandes“ wurde von skiz-Rath „Bode und der, „dem Andenken dcr Gebliebenen und Verstorbenen“ gewidmete von d-cm Major v. Moliére ausgr- bracht. Die alten Kriegslieder zu Ehren Blüchers, ' Gneisenau's, Lüßow's und anderer Helden jener Zeit wurden mit erneuter Theilnahme gesungen, der Nacht.

hieségen Universität, praktischen Arzt und Operateur ])1'. Emil Isensee- 600Z10011100 0t 811111811008 1110010100118, zinixchen Welt-Charre, die goldene Madame für Verdienst um Kunst und Waffenschaft zustellen zu lassen geruht.

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Excellenz, als Präüdenten der Akademie, zugestellt ward. Auch das hiesige Stadtgericht beglückwünschte denselben durch eine De- putation. Der Rektor der hiesigen Universität, Herr Professor Steffens, erschien im Namen derselben, um dem Jubilar, nebst dem Glückwunsche der Universität, die Anzeige zu überbringen, daß die philosophische Fakultät ihn zum Doktor ernannt habe. Aber auch die Geburtsstadt des Gefeierten hatte den Tag nichtvergessen, an welchem ihr LandSmann vor 50 Jahren in den Staatsdienst ge- treten war; und so erschien denn eine Deputation des Ma éstrats vo1_1' Vierraden, die dem Jubilar den Ehren-Bürgerbrie seiner Vaterstadt überbrachte. Vorzüglich überrascht wurde derselbe schon früh Morgens durch das Erscheinen der Herren Kurato- ren des hiestgen Schindlerschen Waisenhauses, die ihm einen Auszug aus dem Receptions-Buche dieser Anstalt, in welcher, wie oben erwähnt worden , Herr von Staegemann seine erste Erziehung erhielt, überreichten, und von den Alumnen der An,- üalc, welche eine vierstimmige Cantate zum Lob desselben sangen, begleitet waren. Mittags fand bei dem Herrn Geh. Staats- Minister und General der Infanterie, Grafen von Wylich Und Lottum Excellenz, dem Gefeierten u Ehren, ein glänzendes Diner statt, welches Se. Königl. oheit der Kronprinz mit seiner Gegenwart beehrte, und an dem auch Se. Hoheit der Herzog Karl von Mecklenburg Theil nahm. Bei der Tafel Wurde die Gesundheit des Zubilars von Sr.Kön1'gl. Hoh. dem Kronprinzen ausZebracht. Zu morgen haben die Freunde und Verehrer des Gefeierten ein Festmahl t'm Zagorschen Saale veran- staltet, über welches wir uns eine nähere Mittheilung vorbehalten. - Gestern feierten hierselbst die Freiwilligen vom Jahre 1813 den zwei und zwanzigsten Jahresmg des Königlichen Auf- rufes. Das Fest erhielt diesmal eine erhöhte Bedeutung da- durch, daß der Herr Geheime Staats-Rath v. Staegemann zur Vorfeier seines funfzigjährégen Dienst-Iubiläums demsel- ben als (Gas beiwohnte. Glänzender als je vorher war der Ja- gorsche Saal, in welchem das Mittagsmahl stattfand, decorirt, da diesmal Künstler aus dem Kreise der Freiwilli en, insbeson- dere die Herren Gersk und F. Gropius, unterstZ tvon Herrn Glah, die' Ausschmückung übernommen hatten. 11 der, der Tafel des Präsidiums gegenüberßehenden Wand sah man in Gothischm Ntschen sämmtliche Figuren, welche stch auf dem Volks- Denkmal des Kreuzberger? befinden. In einer größeren Nische darunter stand," mit goldenem Lorbeer geschmückt, die Büste Sr. Majestät des Königs, Zu seiner Rechten die Büste des Fürsten inken die des Fürsten Blücher. Zu bei- errichtet der einen, auf der anderen die von Bülow, Kleist und des Herrn aufgestellt. In Vorsthen- der Doktor Gehrke und und dem Hofrath 1)1'. Förster

„An »Mein Volk“ und brachte unter begeister-

worauf das

Der zweite Toast galt dem Herrn taegemann. Nachdem sodann das, „Des Königs Hk. ])l'. För- Verdienste des hochgefeierten Dich- machte darauf aufmerksam, wie es

daß ste wesentxfch eincn poetischen Inhalt habe,

neben den Kriegs; historischen Erimxerungen und Kriegs-Ge-

Am Schlusse seéner Rede überreichte Herr

welche bereit wären, Der Toast: Auf das dem Herrn Geheimen Iu- Scharnhorst's,

und das Fest schloß erß spät in

Se. Majestät der König haben dem Prioat-Docenten'bei der

für die Ueberreichung seines Werkes: L10111011111 110171 und einer großen medi-

tale.

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Donnerstag, 5. Feör.

Saluzzo, C'. Raupach. Freitag,

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Sonnabend, 7. Febr.

Königliche Schauspiele.

6. Febr.

Im Schauspielhause: Schauspiel in 5 Abth., nach einer alten

' Im Opernhause: Fernand 111 Z Asch, mit Ballcts. Musk von Spontiné. (Hr. meister wird in der Rolle des

Im Schauspielhause:

Corona , Novelle,

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Telasko wieder auftreten.) ])01'11101' (30110011, (1011110 [111 111110111, 1110111100 17101011 (108 001118 (10 171211100 01: * 110 8110010010 80 0011111080111 (10: 1) 11'011010 1117-11, "Ü'ÜL'NU 1 0010. 2) 801170111151 (1717100101000 01. 010110, 1101170110 8111" (108 11101118 (10 1'0001'11 (10 110881111. 001111103é1„ - [„a 811110 (]'1111 11:11 111081111099 4) 180111701111 8010 1111110111, 5) 11011011 10 (1101110, 7111111071119 [11 110 8110010010 8010 1011111110 1101' 11110 pz" 1311101810 0t 7111111110118 8111" (108 11101118 111110118 (10: 11:11 (10 170111101, 0001008008 01 0110001008, 1101 1111: 11310111. Jm Schauspielhause: male: Sohn oder Braut, Lustspiel in 1 Akt, von Georg Hax Hierauf: Der Kardinal und der Jesuit, mödie in 4 Abth., von “E. Raupach,

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historische Tragk-

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Königskädtésches Theater. Geist Lumpacivagabun

Donnerstag, 5. Febr. oder: Das liederliche Kleeblatt, Z 6. Febr. Die Kreuzfahrer, von Koßcbue. (Mad. Birch Pfe1ffer:“Die

Freitag,

Der böse

auberposse mit Gesang in 31. Scha_uspéel 111511.“ Aebti1fin, als Gasto-

Neuefte Nachrichten.

Paris,

gestern Abend von dem führten Se.

Es heißt, daß der Gra Reise nach London antreten

29. „Jan.

werde.

.Der General Graf Sebastiam',

Der Pa

Inkulpaten von der Anklage fre Anklagestand verseht.

Der heutige ORoniteur sicht vqn den Operationen des Es find danach vom 1. Oktober bis zum 30. Deze incl. 1) 3220 Fr. 4Fproc. Rente für 71,557 durchschnittlich zu dem Pari-Course; Rente fÜr 293.875 Fr. 48 Cent., 84 Cent.; cndlich 3) 171,608 Fr Fr. 60 Cent., also durchsch kauft worden. Nachrichten von der S wurde Elisondo noch immer mando Sagastibekz

schafter in London ernannt worden isi, nicht weiß, ob er diesen Posten anm'h hierher am 25|cn d. M. durch A Mündungen gekommen.

irshof hat gestern

AuSg. Span. Schuld

.Der Fürst von Talleyrand wurde 1 _ Köntge empfangen. Ma]. den Vorstß im Menister-Nathe.

fPozzo di Bergo am 7ten 1. M.

Gestern M

der zum diesseitigen 3- von dem man jedochn

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50. Z

„men wird, ist aufdrrR - _ 1x 1111 Departement der Cr ward [)(-ute in Paris erwartet. 16 vor sein Forum gewies (gesprochen, und 4 Andere"

publizirt die gewöhnliche Tligungs-Fonds

im letzten Qu

Fr. 99 Cent.,a.“ 12,662 Fr. 41

also durchschn1ttl1ch zu 92 _ . Zproc. Rente für 4,444 nctt11ch zu 77 Fr. 70 Cent. auf

panischen Gränze vom 221101 zuso' von 2000 Karustcn unter dem ( a's_ belagert; indessen hatte das Feuer nachgelajsen, da die m Etchalar gegossenen Kanonen fich a!- brauchbar erwiesen hatten.

Prévat-Briefen aus M selbst wieder die vollkoMMen Das Journal de [' tigten Pécard (dessen unlängst auch in der wähnt worden) zum dritten Male gelungen fängniffe zu entkommen. -- Heute schloß 5proc. Rente 107. 5proc. Reap. 94. 15. 5proc. Span. Rente 42 Cortes 414.

adrid zufolge soll am 2011111 ße Ruhe geherr1cht haben. Atsne berichtet, daß es“ dem 1111

Staat?; ; Zeitung

sey , aus dem “T»

Er saß diesmal in Laon.

proc. Rente 77. * ;. Zproc. do.27

15. prroc. Hol]. 55.10- Nedacteur b'axkxé. **:-

Gedruckt Fi 21. W. Hayn.

Bekanntmachungen.

Wenn die héeKZen Fabrikantep Friedrich Gufiav Ochlschläger untz eoyold Friedrtcl) Methlow, welche ihr Fabrikgescväst fTUHZr unter der Firma: Wilja- _111111'8 (101111011111501' 01: (4111111, und zuleht unter der Firma: 00111801113801- 01, 1111-11-10»- geführt haben, unter eventueller Cessons-Erklärung um Einleitung _eines gerichtlichen DWkusfionI-Verfabrensk zum Zweck eines mit ihren Creditoren zu trcffe_nden Accords, nacharsucht baben , und solchen Behuts, sx) wie für den Fall des nicht zu bewtrkepden Vergletchs even. tucll zur Eröffnung des förmltchcn Concurs-Verfah- rens nacbüehenpes Proclama erkanxtt worden: Als werden alle diejenigen, welche an dae genannten Fa- brikanten Friedrich Gußav Oehlschläger und Leopold

erb

25. März d.

(11. 8)

dieffzur gütlécben Aufgrchung dieses .Debétwesens zu nenden Vprschlägc stch,zu,.erklären, unter dem Rechtsnachthctl, „daß se w1dregenfa11s durch die am __ I. m öffent_1!ch_er Diät zu publicircnde Präclujwe Erkenptniß mtt ehren Forderungen und Ansprüchen gänzltci) werdcn präcludért und resp. als cmwtllégend tn, dic Vorsaxläge werden angenommen werden. Zugletcb nztrd htcrdurcl) zur Kenntniß ge- bracht, daß der Könt-gl. Hanndversche Consul, Kauf- mann (531111111) Friedr tor,für dte Ochlschläge1'=M(-thlowsche Debitnmsse in- teremtüisch bestcllt worden ist Stralsund, am 16 Januar1835. Verordnete zum Stadt-Kammergericbt.

Bande (in 6 Heften) des

Vollständigen Handbu

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erlischt der btsberige Subscriptions=g§pre mtt Ablauf des Monat Jann und gilt dann nur

ck Altvatvr hkerselvsi als" Cura-

-ze1ne Exemplare ist demnach vom ebr. Preis des erüen Bandes 5; Thlr. F Wir machen alle Freunde

E W Groskurd. dickes ausgezeichnete

„“ricdréch Metblow und namentlich auch an das zu

vrer Fabrik gehörige, in der Heiligen Geisi-Straße unter 1.111. 13. Na. 4:- bkerfelvij belegcne Haus, For- derungen und Anlsvruche zu haben vermeknen, hier.- durch geladen, so (be in einem der auf den 29. Ja- nuar, den 19. Februar und den 13. März 11. I , Nachmittags 3 Uhr, vor dem Stadt-Kammergeriche angesetzten Liquidations-Terminen gehörig anzumel- den, auch in dem dritten der gedachten Termine über

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In Berlin “vorrätbég Nr. 62, neben der Poü.

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Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staat““e

Literarische Anzeigen.

Erlöschender Subscr,iptio:ns- reis. Von dem nunmehr voll_ständig (kschie1?enen 1sien

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der Naturgeschichte der Vögel Euroya's n.,

ks von 4 Thlr. ar 1835,

noch als art ie reis bei 5 auf einmal bestellten EwalabreL.

Für ein- d. In ab, der

der Ornithologie auf Weck hierdurch noch beson-

chulz & Comp. in Breslau bei L. Hold, Kbnégsstrnße

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band 5 Thlr., s Buchhandlung I. A. Lisi,

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Amcliche Nayckxrichten. Kronik des Tages.

Des Köni s Majestät haben den Geheimen expedirenden

General-Post- mts-Secretair, Hofrath Nernsk, zum Ober-

, ,Direktor ('n Tilfic zu ernennen und die Bestallung Aller- hzchßselbsk zu vollziehen gcruht. . .

Se- Majestät der König haben, den bishertgen Kammerge- richxz„Assessor Augustin zum Justizrat!) und Mitglied des und Stadtgerichcs in Frankfurt a. d. O. zu ernennen * t.

MUSU Majestät der König haben dem Gutsbefißer Anton von Karsnicki zu Chlewo, im _Regierungs-Bczirk Posen, die Rettungs-Medaiue mit dem Bande zu verleihen geruht.

Abgereisk: Der General; Major und Commandeur der 12cm Landwehr-Brégade, von Braunschweig, nach NEM“?-

Zeitungs-Nachrichten. A u s l a n d.

Rußland.

Der Hamburger Korrespondent enthält nachstehendes Schreiben aus Moskau vom 15. Januar: „In den ersten Tagen des November traf der als einer der Hauyt-Urheber 111111 thättgsten Lenker der legten Polnischep Rewolutwn hinlänglcch bekannte Landbote Vincenz Niemojewsß, dessen durch rcchterliches Erkenntniß gefälltes Todes-Urtheil von Sr. Maj. dem Kaiser zu [(ber.-;länglécber Haft gcn'ülderc wurde, hier em. Er hatte dre Reise von Warschau (“11 seinem eigenen Wagen, ohne Fesseln und nur in Begleitung eines Polizei-Officianten zurüakgelegt, und war reichlich mit Seide „und allen seinem Stande_ angxmessenen Bequemlichkeiten versehen. Da Hr. Riemojewskt eimge Tage nach seiner Ankunft erkrankte, so wurde seine Weiterreise auf unbestimmte Zeit verschoben, Er erhielt eine _bequeme Wohnung undhjede ärztliche Hülfe, die sein Zustand erheijchte, auch versorgte ihn der hiefige, durch seine menschenfreundlécben Gcslnnungen “bekannte General-Gouverneur, Fürst Galißin, mit Büchern, und FUR? überhaupt, in Uebereinstimmung mit den ihm in *keser Hinscht von der Regierung u * Theil gewordenen Befehlen, durch wohlwollendes Entgegen ommen das Drückende seiner Lage zu mildern. Aber weder die schonende Behandlungs- weise, welche ihm zu Theil geworden, noch die Hülfe der besten Aer te vermochten es, seine Lebensrage länger zu fristen, und er ver ch1eo nach einem kurzen Krankenlager im Laufe des vyrigcn Monats. Kurz vor seinem Ende hatte er von einem htxßge11 Geistlichen, der ihm mildtröskend zur Seite stand, die herlcgen Sakramente erhalten. In dm lexzcen Stunden seines Lebens vertraute Hr. Niemojewski einem hier [(ck befindlichcn-Polen, Namens Pros ynski, ein offenes schriftliches Bekennrmß aller ibm bekannten Lmtréebe an, und ermächtigte ihn, dasselbe der Re- gierung mitzurheilen. Vormehreren seinerfcüherenBekannten und Landsleute,denen die Erlaubniß, ihn zu besuchen , ertheilt worden war, “ließ sch Herr Nérmojewski in AuSdrücken der tiefsten Reue über seine Métwirkung an den unglücklichen Ereignissen ver- U'hmm, deren leicht vorherzusehende Folgen die größten Trüb- sale über sein Vaterland verhängten. Wohlunterrichtete Perso- nen versichern, daß die von Herrn N. am Rande des„Grabes semachten Aussagen von der höchsten politischen W1chtigke1t seyen, indem fie alle bisher noch unbekannt gebliebxnen gehet- men Umtriebe dor Polnischen revolutionnairen Parteez vor und ““ck dem Aufstande, in und außer dem Lande entschleterten und der Regierung die Mittel an die Hand geben, threr ferneren Entwickelung kräftig entgegen zu wirken.“

Frankreich.

Paris, 29. Jan. Gestern arbeitete der König mit dem Generalintendanten der Civél-Léfte, und ercheilte darauf mehre;

, "" Mitgliedern der Deputirten-Kammer Privat-Audienzen.

Ein hiesiges Blatt sagt: „Der Graf Pozzo di Borgo erklärt ganz offen, daß ihm seine Abberufung, völltg unerwartet Ikkommen, und sehr schmerzléch sey. Dies (st uns ein ficher'er

eweis, daß er schon lange darum gewußt hat und sehr zufae- den damit ist.“ ,

Lord Cowlev hat die Vorbereitungen, die man 1111 Engl:- Mn Gesandtschafcs-Hotel zu seinem Empfange machte, einstellen

en.

Die lehre Sißung der medizinischen Akademie ist fast eben so bLWegt gewesen, wie eine politische Versammlung, und zwar bei Gelegenheit eines Schreibens des Ministers des öffentuchen Unterrichts, in welchem er die Akademie befra t, ob sie es für Weckmäßzg halte, daß ein homöopathischer Lehr uhlerr1chte1u11d ein HoSpital bestimme werde, Worin die Kranken ausschleeßlech “Uf homöopathtsche Weise behandelt würden. Darüber erhob i_ich mm elne ungemein lebhafte Diskussion; die meisten Aerzte smd "“,")le Gegner des homöopathischen Heilverfahrens, Ynd chr Eifer Wird dadurch noch erhöht, daß die Homöopathie m allxn Ikoßen Städten Frankreichs, aber namentlich in Lyon und Parts, “Ußerordentliche Fortschritte macht. Ueber das Gutachtcn der

kademie verlautet noch nichts.

Ueber die (gestern erwähnte) abermalige Entweichung des l".l'Üchtigten Picard enthält das Journal de l'Atsne folgende Details: „Picard ist in der Nacht vom 24. zum 25. Jan.“ aus !"m Gefängnisse von Laon entsprungen. _ aus Paris befand er sich in einem Gefängmffe», aus dem die ,mwe,ichUng ganz unmöglich schien; aber alle seine Gedanken «SW “_Uf v.as ,.émzige"Ziel;,gerichtec, die stren e Wachsamkelc emer Hüter abermals zu täuschen. Am Sonna end Abend_um Uhr kam der Gesangenwäxter, der ihn immer von zwe; 1"

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Seit sejne'r Rückkehr *

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zwei Stunden besuchte, zu ihm, und fand ihn auf seinen Stroh- sack hmgestreokt; aver ei seiner Rückehr um 1 Uhr 111111: -der Vogel ausgeflogen. Diese Entweichung Ist ein neues Zengnéß der Beharrlichkeit und Kühnhcit Picard's. Mit einem Stücke Holz, dem einzigen Werkzeuge, das er zu seiner Verfügung hatte, g(lang es ihm, in die 3 Fuß dicke Mauer seines Gefängnisses eme Oeffnung zu machen und dadurch in ein anstoßsndes Ge- fängniß zu gelangen. Dort durchbrach er ebenfalls die Mauer, Wodurch er eine nach den Hof hinausZehende Oeffnung erhielt, und so, an einer Dachrinne herunterrutschend, glücklich entkam. Seine Geistesruhe dabei war so groß, daß er fick) noch den Spaß machte, sein Hrmde an der Dachrinne aufzu ängen und darunker mit Kreide seinen Nameti mit der Bemer ung an die Wand zu schreiben, daß er sich auf drei Monate entferne.“ _ DieseSmal hat aber Picard seine Freiheit nicht lange genossen. Er ist am 27. in einem Dorf: unweit Laon von mehreren Waldhütern ergriffen, und wieder in sein altes Gefängniß ge- bracht worden, wo seine Schlauheit wahrscheinlich mit neuen Sicherheits-Maßregeln zu kämpfen haben wird.

Aus Lyon schreibt man vom 25. Januar: „Vorgestern zwischen 10 und 11 Uhr Abends näherten fich mehrere Perso- nen der an einer Ecke des Stadthauses aufgestellten Wache, un- ter dem Vorwande, fie u fragen, wie viel Uhr es sey. Gleich nachdem die SchildWach10 geantwortet, und die Personen fich entfernt hatten, fühlte dieselbe,an mehreren Stellen“ des Bauchs und der Brust den Schmerz von Brandwunden. Nach seiner Rückkehr in die Wacht|ube gewahrte der Soldat, daß seine Uniform überall, wo er den Schmerz fühlte, feucht war. der durch 2 Apotheker angestellten Untersuchung fand fich , daß die Flüsfigxeit, die man wahrscheinlich in dem Augenblick, als die Schildwache antwvrtete, auf sie geschleudert hatte, Scheide- wasser oder Salpetersäure war.“ .

Dée Gazette de France sagt: „Die Nachrichten aus dem Königl. Hauptquartier reichen bis zum 18. Jan. Don Carlos stand zuGollano. Zumalacarreguy hans seine Trappen Kan- tonnirungen nehmen lassen.“

Zu der Sentinelle des Pyrenéeslieskman: „Briefe aus Pampelona sagen, daß die Urbanos einen sehrthätigen Militairdienst thun, was einer großen Anzahl derselben ungelegen ist, besonders seit man ste ebenfalls zum Erschießen der Insurgenten brancht. Kür;- lich ließ Mina mehrere Urbanos, die bei den Wachen, Appeus und Revuen gefehlt hatten,rufen. und fragte sie, aus welchem Grunde fie fich hätten einschreiben lassen, wenn se sch weégerten, den ge- forderten Dienst zu versehen. Sés antworteten, da fie gezwun- gen worden, so wärwihnen nichts lieber, als ihren Abschied zu erhalten. Dreißig derselben erhielten hierauf ihre Entlassung. Es heißt, Mina sey von Neuem krank, was die verbreiteten Ge- rüchte über seinen Aufbruch und die Wiedereröffnung seiner mi- litairischen Operationen widerlegen würde.“

In einem Schreiben aus Bayonne vom 26|en d. liest man in Bezug auf die Ereignis.- in Madrid Folgendes: „Mar- tinez de la Rosa verhehlt mit großer Sorgfalt in seinen Depe- schen für Paris und London, daß man gegen den Posthof von dem groben Geschütze Gebrauch gemacht hat, während Llaudcr diesen Gebrauch übertreibt, um einen Begriff von der Haltung seiner Truppen zu geben. Die Wahrheit ist, daß weder die Garnison, noch die städtische Miliz die mtndrsre Thrélnahme für die eine oder die andere Partei bezeigtcn; denn ste wissen, daß, wenn Martinez nur für einen optimistischen Redner gilt, Llau- der ein wahrhafcer Verräther jeder Sache ist, für die er fich erklärt hatte.“

Im Messager liest man: „Wie man uns verfichert, soll gestern Abend ein Courier eingetroffen seyn, der Madrid am 20sken d. M. verlassen hat. In der Sißung der Prokuradoren- Kammer von diesem Tage soll man hauptsächléch die Frage an die Ménister gerichtkt haben, ob in dem Conseil wirklich von einer fremden Intervention die Rede gewesen sey. Der Gene- ral Llauder habe darauf freimüthég geantwortet, daß allerdings die Rede davon gewesen, und daß er selbst die Anscht. ausge- sprochen habe, daß eine solche Intervention nothwendig sey. Diese Antwort soll eine lebhafte Aufregung in der_Kammer und unter den Zuhörern auf den Tribunen hervorgebracht ha- ben. Man fürchtete einen allgemeinen Ausdruck) des Unwtllens von Seiten der Madrider Eénwwhnerschafc. Die Regierung hatte von neuem die Garnison und die Urbanos unter die Was- fen treten lassen; aber alle diese Maßregeln Werden die Bewe- gung nicht verhindern können, weil die Armee, die Urbanos und die ganze_ Einwohnerschaft fich laut gegen die fremde Inter- vention ausgesprochen haben. Die allgemeine Meinung ist, daß Llauders und die Partei, Welche gern Rückschritte machen möchte, da fie einsehen, daß, wenn der Kciog 1'n Navarra ein- mal beendigc ist, die Bewegung zu Gunßen der Rcvolution un- vermeidlich seyn würde, die Franzö11sche Intervention nothww- dig machen wollen, um in Spamen eine Arme; zu haben, pte nach Beendigung des Krieges die revolutionnajre Tendenz tm Zaume halten könnte. In diesem Sinne ist die Intervention doppelt beleidigend für die Spanier. Daher wurden die Ernen- nung Llauder's zum Kriegs-Minisker und jene des Generals Can- terac zum Kommandanten von Madrid als ein dem Französischxn Einfiuß gemachtes Zugeskändniß betrachtet. Dies mag fal1ch seyn oder nicht, es :| die allgemeine Meinung. Die Ernennung Canterac's ,mißfiel um so mehr, als sein Benehmen im Kriege Amerikas nicht ganz von aUcm Verdachte frei war. Ein Ab- kömmling einer Frau öfischen aUSgewanderten royalistischen Fa- milie flößte er den oldaten mehr Mißtrauen ein, als selbst General Llauder. Diese Gefinnungen_ waren Ursache, daß am Ta e des 18. Jan., als er stch den inxurgirten Trupß'en zeigte, . diee seine Aufwaüung benutzten, um auf ihn zu schießen. *- Mittlermeile dnrchstrekchen die Karlisten nach Gefallen das Land. ' Mina giebt kein Lebenszeichen von_s1ch, als um Geld und Ver- stärkungen zu fordern, die nie schnell genug nach seinen Wan- schen ankoknmen. Er beklagt sch über Ardouin, Toreno und über Alles, was nicht das edle Metall nach Pampelona fließen läßt.

Die Natur selbst scheint sch gegen die unglückliche Königin er-

Bei -

klärt zu habrn, dcnn 11113110?) fiel Der Blitz auf das Pulver-Mq- gazin von chueétio, wodurch 55 Mann der Garmson in dre Luft sogrn. Zum Glück befand 11:11 das Dampfsch-tff zu San Se- bastian; man bediente sich deksclben, um Mumnon und etmgc Urbanos dorthin zu bringen.“ *

Großbritanéen und Irland.

London, 30. Jan. Der König ertheilee (lm Dienstags in Brighton unserem bisherigen Botschafter zu Yaris, Lord Granville, eine Privac-Audienz, die eine geraume eit dauerts- Vorgeftern hatte der Admiral Sir L. Halsked bei Sr. Ma)estät Aud1e11z. ,'

Die Königin machc jeßt fafk tägltch , wenn es das _Wetter erlaubt, in Brighton eine Fuß-Promen'ade; ,Jhre Ma]. f xt gewöhnlich bis zur Esplanade am weft11chen Ende der St , steigt dort ab und geht in Begleitung etniger Hof-Chargen da- selbst spazieren. _

Die Herzogin von Kent und die Prinzessin Victoria h(xbe111 wieder den Palast zu Kensmgton bezogen. Eben daselbß wurde gestern der Her og von Sussex, der am Dienstag sein 6211“ Jahr vollendet Hat, von Shrewsbury erwartet.

Heute früh, gleich nach der Sitzung dxs Gerichtshofes der Kings-Bench, legten der Herzog von Wellengton, als Staats- Secretaér der auswärtigen Angelegenheiten, 11110 Sir Edward Knatchbull, als Zahlmcister der Armeen, vor dnsem Gericht ih- ren Eid ab. Str Robert Peel [eistete vorgestern in der Schas- kammer den Eid als er|er Lord des Schaßamtes und Kanzle" der Schatzkammer, und Sir G. Murray, der General-Felp eug_- meister, so wie Sir Ch. Rowley, einer der 201111! der dm:- ralität, legten den ihrigen an demselben Tage por dem Bürg- schafts-Gericht ab. .

_ KIU dem Gastmahle, welches Sir Robert Peel am Dienstag: den abénets-Ménistern gab, war auch der Spanische Bokschaftex- General Alava, ein eladen.

Verschiedene Dgiffenter-Congregatéonen haben k_ü1'lich _dem Premier-Minister ihr Vertrauen zu der liberalen Polm der ::U- gen Vernmltung durch mehrere Beschlüsse kund gegeben, welche Ersterem durch die beiden Geistlichen M'Crea nnd Stuart zuge- fertigt wurden. Sie Robert Peel hat darauf unterm 14cm 0.

ol endes eantwortet: '

F g„s.):xieingx'yerr! Ich habe die Ehre, Ihnrn den Empfang Ihres Schreibens vom 8. Xanuar anzuzeigen, wobxe Sie mer em Exemplar der Beschlüsse überfenden, welcbe durch eme Congrcgation, deren Vorsteher Sie sind , einsiémmig an enommxn wurden„ und worin Sie jede Theiknahme an den vor urzem 111 einer Dtffentck-Vek- sammlung zu Birmingham ausgesprochenen Gesnnupgetx in Bekug auf die Regierung des Kdni s und „auf die Art, war dee Abhü fe- Maßregeln, welche von die er chterung ausgeben „möchten, von den Déffenters zu betrachten seven, ablehyen Ick bm sehr erfreut über die in Ihren Beschlüssen gegebene_Vcrffcherung, daß Sie erst die Abschten der Minister des Königs und tbre Maßre eln kennen lernxte wollen, ehe Sie dieselben“ verdammen, und vor 11cm freut mtch Ihre liberale Meinung in Betreff der herrschenden Kirche und heren innigen Zusammenhangs mit den wahrenInterefsen dcr bürgerltchen und religiösen Freiheit in Irland. Zugletcv muß ich 1_edoch ausdrück- lich bemerken, daß ich binsccbtlicl) der politischen Memung- die rl.- vilegien, wel111e die Parlaments-Akte vom Jahre 1829 unseren 1;- misch:katholischen Mitbürgern verliehxn bat, einzuschränken , 11111113 von Ihrer Ansicht abweichc,_und daß 16? es als unerläßlich bctrachte, das große Prinzip, welches m die Const tation des Landes „aufgenom- men isi, Gleichheit der bürgerlichen Privilegien und burgerlichen Fähé keiten unter den Bekennern dcr Anglikaniscben Kirche, pen Ka- tholi en undb Disenxexs, aufrecht _zu erhalten. Ick habe dre Ehre u. .w.Roert ee. . _

s „Herr BariYg gab am Mittwoch den Kabmets-Mimskern ein

ro es Diner.

g ßDer Courier widerruft die Nachricht von dem Tode des Lord Panmure; es soll derselbe vielmehr auf dem Wege der Be erun eyn. _

ss(T"éneg Hrputation von Thethändlern hatte gestern eine Un- terredung mit Sir R. eel über die Art und Weise der Be- sfimmunq des 30021 vom hee und über die üblen Wirkungen der jetzigen ZoU-Skala. _

Der Ritter von Kerry, Herr Maurice Fitzgerald, zst aus Irland hierher zurückgekehrt. Der Globe will wissen, es werde derselbe, da er bei der Wahl durchgefallsen, nunmehr noch vor derErdffnung des Parlaments als Pa'or ms Oberhaus vcr- setzt werden. .

'Mit der Wahl des Herrn Steward Maken ie für dieGrafi: schaft Roß und Cromarty, eénes Reformers, au? den die lrberal-x Partei die größten Hoffnungen fest, und unbedingten Ge nen; der Minister, smd die Wahlen - bis auf eine auf der nsxf Orkney - beendigt. .Die anderen 5 Gewählten, welche bum; Abgang des vorigen Berichtes noch unbekannt waren, werden qleichfalls der Reform-Partei zugYählt, und,so stell: fich das Verhältniß, nach der Angahe des ouréer, etzt folg'enderma- ßen: Reformer: 407. Tories: 250. ' ajvkkkatY 157. Uebrigens ist schon öfter bemerkt Wurden, auf welche Wetse die

Blätter schweigen ( tallmälig davon, und 1111126 crgtebige Thema ist nun durch diejerage über die Kirchen_-Reform verdrängt, mit welcher sich ieh: die raisonnirenden Amke! aller Blätter (nn meisten beschäftigen. Auch über die Wah1 des . pxecheré ward noch viel verhandelt, und ztvarferhalten ]eht dre Otmühungett der Anti-Ministerieüen gegen der_Wahl des Sir C. M. Sut- ton dadurch mehr Konststxnz, daß sie sich allxvereint aus die Wahl eines ein igen besttmmten Kandidaten rechten. B1sher “schwankte man n mlich zwischcn den Herren Léttleton, „Buna! und Anderen, weil Herr Abercromby, welcher die meiste "Aus- s1cht für s1ch 'hatte, stb gegen die Annahme des hohen Amtes erklärt haben ollte. Heute aber theilt der Courier nach|ehmde Korrespondenz mit: . _ .; - Schreiben des Lord" John Rus1el an Hrn. Abercromby: „Woburn Aber», den 20. Januar 1885. Mein lieber Abcrcromby! Es that mir sehr leid, aus den ver- schiedenen Unterhaltungen, die ich mit Ihnen batte, ersehen m

müssen, daß Sie so wenig Neigung haben, dem Wunsck): mehrerer

Oppostions-Blätter diese Pkajorität herausbringen. Die hiesigen.

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