1835 / 41 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Englische Familien im Lande, die alle Lasten der anderen Bür- ger trügen, die Billigkeit erfordere mithin, sie auch an den Vortheilcn, Welche das Gesch diesen gewährt, Antheil nehmen zu lassen. Die begehrt.? Summe wurde hierauf beinahe ein- stimmig bewilligt. Die yorige Regierung hatte einen so!- ch2n Zuschuß nur unter der Bedingung gewähren Wollcn, daß man in den Englischen Kirchen den presbyterianéschen Got- tesdienst einführt. Da s1ch die Engländer hierzu nicht ver- stehen wollten, unterblieb die Sache. Die gegenwärtige Re,- gierung gewährt die Subfidée ohne alle Bcdéngung. D.e Gesammtsummv welche in dem déeSjährigen Budget für den protestantischen Kultus überhauyt angeaiesen ist, beläuft sich auf 90,000 Fr., was im Vergleiche zum vorigen Jahre eine Ver- mehrung von 25,000 Fr. bildet, denn neben jener A0oca11'o11 von 10,000 Fr. für den Englischen Kultus hat der Ministex des Innern noch eine andere neue Allocation von 15,000 Fr. zumBehufe der Erbauung protestantischer Kirchen 1-1 vier Gemeinden desjenigen Theiles von Limburg begehrt, der in Folge des Vertrags vom 15. November 1831 an Holland ab- g*trcten werden soll. In jenen Gemeinden nämlich hatte sch vor mehr als hundert Jahren, unter dem Schulze der Fcllän- dischen Regierung, eine geringe Anzahl Pkotestanten (fie ecrägt in keiner hundert Köpfe) in den Mitgebrauch des katholischen Kirchen-Gebäudes cingedrängt und seitdem darin untcr man- cherlei Reibungen und friedsiörenden Scenen behauptet. Die Erbauung besonderer protestantischen Kirchen soll diesem Zustande ein Ende machen, und der Staat giebt zu diesem Zweche jene Subfidie hin. I| dieses nun zwar zunächsk auch ein Dienst, den man den Katholiken jener Gemeinden leistet, gleichsam ein Andenken, daß fich das katholische Belgien bei ihnen, die der- einst wieder einer protestantischen Regierung unterworfen seyn Werden, für immer stiften will, so yermindert das dennoch" kei- nesweges das Verdienst des milden Geistes, mit dem man hier, indem man den Protestanten, wie geringe an:!) verhältnéßmäßig ihre Zahl ist, zu eigenen Kirchen verhilft, e'inen hundertjähri- gen Streit auf die versöhnendste Weise schl1chtet; auch 611 den Protestanten des dereinst Holländischen Limburgs muß daher fortan das katholische Belgien in dankbarem Andenken bleiben. Weil mich der Umstand da u veranlaßt, glaube ich noch „ein Paar hierher einschlagende &hatsachen, die mehr als alle Raiso- nements die katholische Majoritäc unserer Kammern von den Vorwürfen reinigen, mit denen die Feinde der Kirche so frei- gcbig snd, anführen zu müssen. ,Die Allocationen für den ka- tholischen Gotteödicnst find es gerade, die seit der Revolution vermindert worden snd. Die Gehalte der Béschöfe nämlich sind um einige tausend Franken Reduzirc worden, obgleich schon die vorige Regierung gar nicht freigebig gegen diese Prälatcn gewesen war. - Vor der Revolution hatten die Iss'aelt'; ten, deren Zahl übrigens in Belgien gering ist, keinen Oßer- Rabbiner in Brüssel, und die jährliche Allocation auf dem Bud- _qet betrug keine 5000 Fr.; jetzt haben fie in Brüssel cinen Oder- Rabbiner, eine schön eingerichtete Synagoge, und erhalten jähr- lich ein": Subfidie von 10,000 Fr., welche auch dieseömal ohne Schwierigkeit einftiminig bewilligt wurde. - Zum Schlusse möge hier eine aus s1cherer Quelle entnommene statistische Am gabe über den öffentlichen Unterricht stehen. In Frankreich find für den Primair-Unterricht im Budget 900,000 Fr. angescßt; in Belgien, bei einer achtmal geringeren Bevölkemng 240,000 Fr., mithin verhältnißmäßég noch einmal so viel. In Frankreich zählt man nur Einen Schüler auf 20 Einwohner, in Belgien E:.nen auf 10 E111wohner; vor 1830 zählte man hier Einen auf 15 Eénwohner, mithin hat Belgien jeßt .noch einmal so viele Schulkénder als Frankreich und um die Hälfte mehr als vor 1830.

Dentschland.

Stuttgart, 4. Febr. Die Allgemeine Zeitung ent- hält in ihrem heutjgen Bl-atte (außerordentliche Be1lage Nr. 44) einen neuen Bericht über Schillers Denkmal, wonach der Termin zu Beityägen für das Schillers-Album, eben so 1v'1e derjenige zu Einsendungen von Seiten besonderer anuen-Ver- e111e,„bis zum 1. Juli 1835 verlängert wird. „Bis zu Ende 1 es Jahres 1834 snd an Beiträgen für Schillers Denkmal 10,034 Fl. 41 Kr, (im 24 Fl. Fuß) eingegangen. Es befinden sich darunter 973 Fl. 12 Kr. von dcr Königl. Thxater-Kajse in Berlin und eine von dem Baron Stieglitz in St. Petersburg eingesandte Summe von 2872 Rub. 50 Kop. (1488 Fi. 40 Kr.), welche das Provenüe einer Sammlung ist, die untcrhoherThe1l- *nahme der ältern Kinder des erhabenen Kaiserhauses , und na- mentlich Sr. Kaiserl. Hoheit. des Großfürsten Thronfolgers, ver; an,?altet morden iß. -- Der Verein erwartet, daß in dem Ver- z-éichnj,*;*'s der Sammlungen von Frau-*11-Vere1nen wvhl kein Name irgsyd einer Deuxschen Stadt fehlen werde. Das Modell ZU dem DcnknialLMUd bekanntlich v_on Thortvaldsen gearbeitct.

Die zur Belebung der vaterländischen anusirie ausgesetzten Preise, deren Vertheilung auch im Jahre1835 statcftnden wird, find folgende: 1) 30 Dukaten und 1 stlberne Medaeue für die beste von einem Württemberger erfundene und zur Ausführung gekommene Maschme oder Vorrichtung zu einem gemeinnützigen, be'1'onde1's landwirthschaftlichen oder technischen Gebrauch; 2) 30 Dukaten und eine ülberne Medaille für die nüszlixhske von einem Württemberger gemachte chemische Emdeckung oder neue Anwen- dung bekannter chemischer Mittel und Grundsätze zu irgend ei- nem gemeinnüßigen Zweck“ und insbesondere zur Erleichtxxung sder Vervollkommnt der wérthschafcléchen odcr technijchen Gewerbe; 3) 30 Dukaten und 1 ßlberne Medaille für die Eén; führung und Verbreitung neuer nützlicher Kulturen oder für we-

" sentliche Verbesserungen 111 dem Betrieb der Landwirthschafc über-

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haupt oder ihrer'kcinzelnxn Zweige, nämlich des Ackerbau“, dcs Furterbaues, des „Baues der Handels-Gewächse, des Obübaues, Waldbaues und der Vtethcht- Die Beweréec haben ihxe Eim gaben und die ße!) darguf beziehenden (Gegenstände späteßcns bis zum 1.5. August 11. I.“ unzureichen, damkt die Prüfung und Wür- digung derselben auf den 27. Sept. bckanut gemacht Werden kann.

Oesterreich.

Wien, 5. Fcbr. Der Oestxrrejchische Beobachter enthält in seinem heutigen Blatte emxy Artikel über den ge en- wärtig hier amvesenden bekannten Reqenden 1)1*. P. F. v. ie,- bold und seine Werke.

Spanien.

Madrid, 22. Jan. Die of-Zeitung n:.“ldet, daß die Kznxgw-Regmtin den Admiral on C. Valdez, in Erwägung seiner Dicnste- ZUM General-Capitain der Königljchen Flotte

“t at. sernarIn 2er Sißung' der Proceres-Kammer vom 21. Jan. hactendie Ereignisse vom WWU d- ebenfalls zu heftigen Erörte- rungen Anlaß gegeben und der Finanx-Minister, Graf To reno , sxgte bei dieser Gelegenheit: „Ich glaubte anfangs überhoben zu seyn, an dieser Erörterung Thesl zu nehmen; da dieselbe jedoch

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fich namentlich auf alle Verwaltungszweige ausgedehnt hat, so ist es meine Pfiicht, zu antwo1'een. Vorzüglich werde ich den Herren de' las Navas, Lopez, Galiano und Cabaüero antworten. Der Herr Graf de las Navas hat gesagt, das Ministerium sey 1110106 und unfähig. Ich antworte, daß tnein Benehmen unter den schwierigen und unglücklichen Umständen der lcßtcn 20 Jahre vorwarfsfcei war; was die Unfähigkeit bekrifft, die der Herr Graf dem I)?in1sterium vorwirft, so ist das Wort hart; aber der Red- ner ist zu enxschuldigen, denn er hat erklärt, daß er in den Cor- tes w:o in seinem Hause spreche. Es ist wahr, daß der Krieg in den nördlichen Provinzsn fortwährc; aber die Flamme der Znsurrectéon ist in den andxren Theilen des Kö- nigreichs erstickt; ist dies nicht der nämléche Fall in Navarra, so verdient die Regierung deshalb keinen Tadel, deem fie hat die besten Generale in jene Provinz gcscmdt. Man sagt, es seym Substdien votért worden. Décs ist unstrettég; aber man konnte darüber erst drei Monate später verfügen. Während dieser Zeit hat die Regierung gesucht, ihre AUSgaben za bestreitsn, vorzüg- lich die gewöhnlichen sowohl, als die außeroxdrntléchcn Kriegs- Ausqaben, die fick) für den Monat Oktober auf 24 Milléonen, im November auf 33 Millionen und im D-«ember auf 35 Mil- lionen Realm beliefen. Da die Regierung verpfiichtet fsk, gewisse Formalitäten selßst nach der Bewilligung der Subfidien zu er- füllen, so konnte es dieselben noch nicht benußen. Das Mitglied des Kabinets, das bei der Nachricht von der Ankunft des Don Carlos gesagt hat: „dies sey 1101 ein Aufxührer mehr“, hat fich nicht getäuscht; ick) füge hinzu, daß Don Carlos nur eine Ver- legenheit für die Znsurgenten ist.“ - Der Marquis d'Es'pija bemerkt? darauf: „Die Mannszucht ist etwas Unexläßléehes bei der Armee. Ohne militaérische IKannszucht konnte die Nation nie auf einen Tag des 91anan rechnen; je freier das Volk isi, desto strenger muß die »))?11é1a1'r-Disziplin seyn. Ich sage dies, weil man die Schwachheit hatte, mit den AUfrührern xu kapitu- liren. Der ONinisrer des Innern hat, um fich zu cmschuldige1y daß er die nothwemdégen JNaßrcgcln zur Vorbsugung der Be.- wegung nicht getroffen hat, gesagt, der General Capitain ssy von dem, was "geschehen solltc, unterréägtet genscscn, undcrkönne die Maßregel nicht k?nnen, die dieser a::zunthcn für gut gefundén hätte.. Ick antworte, daß in den Provinzen die General-Capi- mine und Gouverneurs für die ÖfféMlick)? Ruhe verantwortlich snd, aber nicht in der Hauptstadt, wo-ste die Befeéxle der Minéster abwarten müssen , auf denen die gaö e Ver- antwortléchkeét laüet.“ -- Der Minister des Innern entgegnete: „Ich habe mich nicht entschuldigen wollen; ich habe nur gesagt, daß die Regierung, da General Canterac gctddtst wvrden, met): wissen konnte, wclche Maßregeln er ergriffen hatte, um die Aufrechthaltung der Öffentlichen Ruhe zu süßem.“ _ Der Marquis von San Felice meinte: „Da der“ Minister des Innern der Kammer dée Erklärungen, die fie verlangt, nicht geben kann, so muß ste die üßrigen Minister auf,- fordern, hier 11 erscheinen, um ihr dieselben zu geben. Der Mini:?er dcs nnern behauptet, Géneral Canterac sey als ein Opfer seiner Unvorsicbtégkeic gefallen, indem er die nöehigen Maßregeln nicht “getroffen habe. Z| übrigens nicht dcr Briga- dier Zamora nach dem General Canterac auch noch getödect wor- den? Was die Amnestie betrifft, so sagt man, die Königin habe das Recht, Gnade zu-verleihen. Ick bin weit entfernt, Ihrer Majcskäc dieses Recht zu bestreiten, aber ich behaypte, daß die Minister bis zu einem gewissen Punkte in. dem fra lichen Falle verantwortlich find; denn man konnte den AufrZhrern wohl das Leben schenken, aber man durfte ihnen nicht gestatten, m;t wirbelnder Trommel, mit éhren Waffen die Stadtzu ocrlassen, wodurch man, sozu sagen, dasjenige proklamUte, dessen fie sci) schuldig gemacht hatten. Ich behaupte, ,es sey nothwendig, das; die Kammer die Maßregeln kenne, die genommen worden smd, um dée Erneuerung solcher Unoxkdnungen u verhüten. Ick stämme folg- lich für den Vorschlag. _ Der ustiz-Mintxker erwiederte: „Die Erörterung ist ein Beweis des Eifers, der die Kammern für das Wohl des Vaterlan-kes beseelt. Ich werde mich daher darauf beschränken, cinige Behauptungen zu widerlegen. Mehrere Mitglieder haben vorgegeben, man habe a11f dcm Maskenballe am Sonntage von einem Komplott reden hören, das den Zweck habe, die Regierung umzustürzen. Ich wundere mich, daß nicht irgend eine crgrbene Person die ngierung hiervon unterréchtet Hat, die fick) beeilt haben würde, die nöcHigen J."!kaßr-sgeln zu treffen. C'én Beamter kam, nachdem er seine Arbeit um 5 Uhr beendtgt bath“, benachrichtigte die Regierung, das; eine Bechgung statthaben und das Signal dazu in der Wachtstube deu Pacha del Sol gegeben werden würde. DieserBenachréchtégMg zUxoxge nah- men nun die Behörden ihre Maß egcén, und die Kammer weiß, daß der Gencral-Capitain deren einige getroffen hatte; aber man konnte fie unmögléch kennen. Man hat behauptet, die Regierung hätte die Kammer von den Ereignissen unterrichten müssen. Ich antworte, daß die Kammer untcr dtesem Umstande sich des But- schrifts-Rechtes bedienen kann, um die Ausschlüsse, die se wünscht, zu erlangen. - Nach einigen chatten faßte die Kammer fol- geNden Beschluß: „Da die Kammer nicht glaubt, ohne die Ge- genwart des ganzen Ministeriums" die Erörterung becndigen zu können, so_wérden die Minisker Ihrer Maj. aufgefordert, 1111“ die Ez'kläkyngen," derc'n ste, um die Sachauufzuklären, bedarf, zu ge en.

Zu Barcelona ward am 18. Jan. das Geseß in Betreff der Aussthließung des Don Carlos und seiner Abkömmlinge vom Spanischkn Throne mic vielem Pomp proklamirt.

PortUgal.

Lissabon, 26. Jan. In der ersten Sékzung, welche die Deputirtcn-Kammer nach der Wiedereröffnung der Cortes am 20171211 d. M. hielt, legte der Herzog vo1_1 Palmclla einen Geseß-Entwurf vor, von dem Herr Lionel Tavares behaup- tete, er sey schon den außerordentlichen Cortes vorgelegt wordxn, und die Prärogative der Kammer werde dadurch verlcßt. Bei der Debatte wurde es auch auf den Gallcréecn laut, und der ménistericlle Deputirte Fonseca Magelhaes bemerkte, es müßten offenbar geheime Agenten auf den Gaxleriesu" thätig seyn. Jeßt rief man von dort herunter: „Tod den Vcrräthern! .- Nieder mit den Ménisteriellen! - Fort mit den Ministern! - Es lebe die Chart?! -- Es lebe die Königin!“ - Die Bemü- hungen des Marquis von Saldanha, Welcher die Tribunen haranguirte, die Ruhe herzustellen, blieben fruchtlos. Einer der Degurirt-a: erwiederte darauf: „Marschall und Ihr anderen He1ken von der Opposition, sehr da Euer trcffxécycs Werk!“ Das Eintreten des dem Volke verhaßten Deputérten und Po- und ntendanten, Baron Rendufe, Welck)?!“ Mit dem HM? auf dem opfe ankam, verdoppelte den Lärm, dem erst nach vieler Mühe ein Ende gemacht ward.

In der Sißung vom 23|en wurde nachstehende (gestern erwähnte), von der Oppofition ausgegangene Adresse vorgelegt und an die Kommission verwiesen:

„Die unterzeichneten Deputirtcn der Portugiesfsohen Nation, in

Betracht, daß viele Grundsätze, die se aus Ueberzeugung .."an men, mit denen durchaus unverträglich snd, welche die Majo , der gegenwärxtgen Kammer bekennt und bethätigt, snd der nung/ daß dae Deyuterten-Kammer nicht im Stande isi, g., * Maßregeln zur AusHEbung dicses Uebelsiandcs Und zur S1»? 011? Naxionalwohls anzunehmen; und da in der gegenwärtig 11011 Dtngqvon so. außeroxdentlécher Wichtigkeit, wie selten zyvor, dcr allgememcn legislativen Versammlung _vor elegt sind, welcbe chwcgcn die größtmöglichste Einüimmtgkeet in "**." erfordern, fo glauben dee Unterzeichneten, daß wegen der bct1voUcn Memungs- upd Systems - Verschiedenheit, welche Secten derféamnzär „1 “FM, d

Fkagen au ie rt )tc 1e 1_1n wérksamsic Weise entschieden zur Annahme _deyselben eme siärkere Majorétät erforderljJcr wird, alsidkcjentgk, welche bisher die Grundsätze gcbjmgt „'- die der inntgen Uevexzeugung und dem kajssen der Unterxej entgchn “***.“ DM UkarzkkÜMetcn scheint es deswegen un.“,FI-I duß die Natron selbst hesragt werde, damit s.“, z1v1schen den"“ sy verschredencn Parteecn cntscheide. Die Unterzeiämeteyf Ü“) dxswegen, darmzf **UzUU'ügM/ daß die Kammer dicsejj“*'1“ |.an m.Erwägung zeebx 11nd dadurch em großes Beispiel der., 1111131 keex und d'es'Patrtotes'mus gebe, daß sb: in einer unte" Ad1“e_e dre Kömgm ersucht, von dem ihr in dem Art 74 dév- zztgestcberjcn Recht]: (Höxbratxcl) zu machen, die gegenwärtige 1 ttrtcn-Kammer aquszyldjcn und sofort eine neue in ihre Stellezu rufen, M'Gemaßhett dcr Verfaffung.“

Dierer Antrag :| vom Marqués von Saldanha und 30 derqn Dcpkueirten untyrzeicbnet und von Herrn Paffos, dem punkten fur Yyrto, verfaßt, welcher Leßkere es auch w,. 111 dcrseiben Szlzyng den eben so auffallenden Antrag 1111211, schaffung des Cdltbaes der katHolischcn Priester machte.

China.

Canton, 20. Au.,usk. Folgendes ist der Befehl, 11,14,“ der Gouverneur LU vorgestern an die Hong-Kauflcute erlqjsn hat. (Vergl. die gestrigen Nachrichten unter London.)

4.211, Gouverneur der Provinzen Canton un“d Kwangse 11,1» an du: Hong-_Kaufleute_. Nack) aztgeüeUter UnxersucyUng sind.].- daß dee Engltsckxc thaon etwa seat hundert und zehn Jahrenu. (Canton Handel gc'txecvcn hat. In diesem langen thtraumß sämmtlcclze Vorschrtxten von Zeit zu Zeit geordnet und in Erwägu. ge'zogetx wprdcn; Ob das gczmnnte Barbaren-Auge Lut Laopk » Raptor) cm Osffztcr odkr eux Kaufmann 111, kann auf keine 111 1111111111111 werden; da er aber 111 Handels-Angelegenhcitcn nach 1 htmmltschen Reiche gckommcn tst, so muß er den Gesetzen und 1. ordnungcg deffxlben :gehorcchcn. Es ist ein altes Sprichwo „„Wenn Ihr dre Granzxn uberschrenct, so bekümmert Euch *- dteeVerbote; wenn Ihr m ein Land kommt, so erforschet feine1 bra11che.//// Das gcnannte Barbaren-Auge, von dem Könige erwahntkn Nation 111111 großer Ferne hierher gesandt, ist ohneZm. fel em Mann, der setne Sache versteht, aber-daß er so p[dys nacb per „(2111111101111e der Proymz gekommen ist, ohne Vorherc' gehörtgcy 23er1cht uber “dee Ursacycn seiner Ankunft eingesandt haben, 10 en der That cm Mangel an Lebensart. In Erwäg jedoch, dgß er zmn erüen Male das 111111) der Mitte betritt,u daß er mat den beüehcnden Gesetzen noch unbekannt ist, befehlei der Gouvexncux, den genannten Kaufleuten, nachzuforschen,w ha1b er 111 dte Haixptstadt dcr Prpvjnz gekommcn ist. Wc etwa, . wegen Außöjung, der: O|tnd1schcn Compagnie, 1 dere_2ckerordnux1gen nötyrg smd, so soll er die genannt Kauxleute soglcm) d'avon m_Kennmkß sckzen, damit sse mér in ein Bericht- Styff zu eamem 11111: der Regierungs-Post abzusendend Memorml leefern konnen. Das genannte Barbarcn-Auge muß terdcs; 111111) Macao _z11_rückch'ren „und warten, bis der Wille - Befehl des, großen Karsch beer ettxgegangcn und bckannt gema ck So w1r_d das (Yesclet zuglexcv mit gehöriger Würde nb macht und jede Vcrayderung 1111111113. Wenn em Beamter 11. frepmdcn Landes nach England käme, um ein Geschäft abzuma wmde er es xvohl unterlassen, dem Könige dcs 9111111111111 Lan den? chxk semes Kommens nnzuzcig-en, odcr Wurde er gegen Wurde dteser Nakéon nur11ach_s_ccnc111 cigenen Bcléebet: handeln.? D das genannte Bezroarcn-Auge ttcj) für einen Unter-Beamtcn ausgi- so sothe cr,u111_§1o mehr“ 11111 diesen Grundsätzen bekmint seyn. * ex fruher em ““S-cbrelbkn ubcrsandte, hielt ich, der Gouverneur. f11r unxassend, daffrlbe anzupghnnn, da die bestehenden Gesche htmmltschxn Reiches d(n Mtntsicrn und anderen Beamten nicht:« üatten, 11111 Buxbarxp m gehctmcn Briefwechsel zu treten; ichb vielmehr dt; 1th dte Kauchutx in Handels-Angelegenheiten verantwortltä), und wenn „vtelletcht ein Bärbaren-Kaufmcmn in gen)), etner Angelegcnhcit eme Bittscßrést einzureichen hat, so müü dee [:.-(31.11151Ob1'r- Stwercax'go's) dieselbe in gehdrégcr Form nbfas und um Antwort'duéchProclarzmtcon erwarten. E510noch11ie1n1l11 gekommen, das; dte Barbareg eencx1solchenBricfeingesandthavcn. , befahl damajs demi Kwang=11cha1chy genaue Befehle deshalb zu 1111 Ick) have dee Arxekel dcr heftehenden Vrrordnungen von neuem“. tersucht und dxcmml Befehl.: zur Benachrichtigang der genau Kaufleute erlanen. Deese verschicdcnen Befehle betrafcn Dieb bestehenden Ver'okdmmgcn, dxe fLammcnden, leuchtén'oen Bcftz welche dcn, Barbaren-Kagleutsn aller Nationcn, die 111 Canton schäfte tretbcn, 0111111111 md. Indem ich so zu Werke ging. * tel), wie man 11cht4d1e Sache nicht auf die leichte Schultcr ge)! men. Entweder dre Barbaren gehorchen und bleiben, odcrne horchcn ntcht und reisen ab. Es giebt hier nicht mehr alsd- zwei Wege. Dre Kaufleute haben bcrichtct, daß, als se * nach der Faktorxi begeben, das, genannte Barbaren-Augek“ langt have; 11111 (1111-11 dffcntiechm Behörden zu korrespond u_nd den. Befehlxn nacht „gehorchen wollts. Ich finde. hte Engltscbc Natto'n und dtc Beamten des hémmtjschen Reichs jetzt niemgls in offizzeller Korrxspondcnz mit einander gestanden ben. Dre Barbaren der genannten Nation, welche nach C““ kommux, oder 12; verlassen, haben„a11s;cr ihrem Handel kein an"] Geschäft uxtd Nc Beamten des hcmmlischen Ne1ch1s kümmern, nicht um dte ncedrzgext Angelegenheiten des Handels. (Z'eitdemC ton den Barba-en als" Ma1*ktgeöffnct ist, 111 Alles, was sich auf den “17“, del und die Koptrolle der BarvarctvKcmflente bezfcht, 9511111011104“ antwortlichkcex der Hong:Kaufle11te übertragen. Es hat nie eine Ko spondenzmit11111111Barbaren-21ugc stattgefunden. Die E11glisckcN„** isk nicht diefemzrgx, wclche 111 Canton Handcl treibt, auch ** nicht erst sert zwe: oder drei Jahren daselbst. Alle NatIonan b* sick) jedoch thig verhalten und den Gesetzen gchorcljt. Die B? ten haben keene,Vcranlassung gehabt, „sch in die Handels-Am] genbxiten zu m1schen,„auch würden ste die Kaufleute dadurck)" verw1r1'en„und„1hnen hmderlich seyn. Das Verlangen emcho spondcn, :| 111011“e nur) gegen alle Würde und Lebensart, "*** würde rel) _czuch fur, die Barbaren-Kaufleutc aner Nationen, als * unzweckmämg crwexscn. Exist durchaus" 'nnmdglicl). Orc D*. KaufleuZe haben, wetldasBarbarc11:A11ge dcn alten Verordnungen nicbt fager! wrll, darauf aygetragen, den Handel der„genan Nationlzn' unterbrechen. Dreöchekundet eine tiefe Kcuntntß 1111 ßer1„Prtnztps dcp Würde. Es 111 höchst preiswürdig. Dic verk-t Wetgerung des „Karbaren-Auch macht ein solches Verfahren K* wcndég._ Es würde das [,Ich echht seyn, sogleich das Kaufs" ““ Verkaurcn zu 11„nterb„rcchcn, (1111111111 Erwägung, daß der Kdng genannten MUM 1111) bis 1th 1111 höchsten Grade dcmütvkg " gehorsam bewiesen hat, ist nacht zu glauben, daß er den Luk („Lord Napier) hixrher gesa11dt habe, um sch so hartnäckt? zu Wk setzen. Die wenegen Hunderttagsende, welche an Hande 11-11ng jährlich von der genannten Natron eingehen , vermehren den ck des h1111n1l1s111e11Ne1chs „ntcht um ein Haar oder cine anumf Der Best!) oder Nachtbesth dxrselbcn verdient keine Berückttä) Noch unwichtiger smd ihreTuche und Zeuge; dagegen 111 der, “1 der Rhavgrber un? die rohe Seide-des Retches der Mitte oasis" wodurch 1ene Natron |ck das Leben erhält. Das VergebM'

cs mu das Leben el_nxr ganzemNatkon vernichten. 111,37? adne? Gouvßerneur, den heeltgsten und gdttltchsken Wunsch " ßer; Kaisers, alle Menschen innerhalb und außerhalb Hes “**,“ en Mjchs zu nähren und zu erhalten, erwäge, kann tch ** zugeben. Ane Kaufxeute der genannten Nation kommen vo'n Meilen hierher und setzen fich allen Gefahren zur Ihre ganze Hoffnung bcruht,dara11f, daß “se *die Erlaub-

d zu verkaufen, erhalten. Wenn dteselben am ge-

x=, . Ta efeiner Aufforderung der Hong-Kaufleute, einer Versamm- - beizuwohne

und damit die vorzulegenden ""cksz em Befehl d

11 nicht Folge leisteten, so geschah dj_es, weßl se xm- dc/s Lut Laopi sieben, es_ war nicht thr freeer Welle. „ne.; Morgens der Handel gänzltch unterbrochen seyn fonte, Erde dies 11111111 Personen zum Ungluck gcrcichen, und dj_ejcni- "welche zn Lande und zu Waffey des Handelns wegen _heerher m sind, würden durxv emen emzigetx Mann rumirt Werden. * leid will ich noch emen Aufschubtdeeser MaßregL gesintetcn. Gouverneur, _habe veexe Jahre hmdurcy memx Sorge uber edebnt und memals emen Menschen unrechtlech behandelt.

; ;ck Willens seyn, 1111ch gegen die Forderyngeqn von„Le1_1-

o weit hergekommen smd, tymnnijä) zx: zetgcn: Allem tn National-Würde darf man slch ntchts „vergeben. Ick

das Barbaren-Auge'emMann vqn sehr soltden und aus e- Kenntnissen und gesälltger Sprache 111. Er kauen ohne Zwe fel

__ dunrecht unterschecdct). Wenn er Rege fuhlt,„und den “ren Befehlen gehorchen wrll, so mag er 11111? dtxrch edte Hong:- cle11tec1ntwortcn und der Handxl soll fortgehenewxe "[ruher. Bc- 7.1.1111 bei seiner Halsstarrigkett,-11nd demuthtgt stchen1cht, ist es klar, daß das enan'nte Baroaren-Yugc n1cht 1vunscht, NM enannte Nation 11111“ die Handels-Fretyett habe,- und der pxlsoll sogleicx) unterbrochen 111111 auf Weg verboxen seyn. Wenn „„„ König der genaynten Natron _von dtesen weederholten Be- enbökk- so wird er etnsehen, daß dte ganzx Schuld an dem'ge- uten Varbaren-Auge ltegt und daß es keteneswegxs von Setten himmlisch Reichs'eincm Mangel an Beruckschttgung der ehr- .tsvollcn Ergebcnhctt des genannten Königs zuzuschreiben isi. ssey dcn Barbaren-Kaufseutxn sowohhdey gcznannten als aller jqcn Nationen kund und zu wessen, dannt ste s1ch datc131ch richten. 'Tankwang, am 11. Tage des 7. Monats im 14. Jahre (18.

.uü 1834)“

_ Aus den langen Aktenskücken und Berichten, welche die doner Zeitungen, meistentheils nc1ch ,dxm'Canxon Re- er, über die (gestern erwähnten) Erxrgmsis m Chtna mrt- lm, dürfte Folgendes als der 1ve1emlcche Zusammenhang der ge zu entnehmen seyn: „In Folge der Aufhebung des Mo- ois der Ostindischcn Compagnie auf den Handel nach Chxna Lord Napier mit dem Sch1ffe „Andxomache“ 111111) Ch1na -ndt wordcn, um dort, etwa 111 der Ecgenschaft emes Gene- Konsuls, die oberste Leéthx der- EnaUsxh-xn HandelsxAngele- heiten zu führen. Er kam am 14. 31111 m Macao an , und ann damit, sofort 4 Eno,_lische Beamte emzuselz'en, ohm; jedoch .hvcnd 10 Tagen) den Chincüschen Behörden 1rgend exne An- e von seiner Ankunft zu machxn. Dex VtceZKhmg oder uverneur von Canton, der eben von Peqktng aus emen Ver- s dafür erhalten hatte, daß er 111111 Katser weder von dem fhörcn der Ostindischen CompagnZe noch von der Ankunft des glischen Konsuls etwas angezetgt, cntsandte nun _ .?)an - und Mon 11a, ZP“ seiner Mandarinen, nach Ma- , um dem ord Napier anzuzeigen, er solle, 111 Ma- . bleiben , bis fernere Justructionen aus Pekmg einge- gen seyen. Lord Napier aber war schon den Fluß aufwä-rts, . Gescxzen zuwider, nach Canton abgegangen. Ießr sch1ckte Converneur eine zweite Deputation, Quang chhu-fu Und ang Ho po, mix eénigen qnderen Hong-Kaufleuten ab, um Yen gkändem den Weg abzuzchneéden; sie vexfehlten aber den „Kut; ;Tfthu-fu und Ho po kamen wie Honqua und Monqua_un- richteterSache zurück und, so beréchcet der Yice-König wetter, as Boot brachte vier Englische T-rufsl hxyem, deren Ankunft 11111111,“ ee'n heimliches Hsreinschleichcn 111 Layton und.eine 1111- rzec'hkt'che Vcrlcßun-„J der Gesc» des “Hrmmhschen Retchc1§ rst, man doch überall bsfolgx'n muß, sogar 111 dem'barbamschen gland, wie viel mchv nécßt im himmiischen thche! Geselze, [che viel furchtbarer snd,*a1s das Brüllen d„es Dot111e1'8/4 den so zürnenöcn Vics-Könjg récl)tete Lord Napxer am 20. Jul: 111 „Brief, den er an den Thoren 11011 Canton abgeben ß1d11ser wurde zurückgewiesen, weil man an “den Ser- meter des Kaisers 1111 himmlischen Reiche mch: Brtefe reibe, sondern Bictschrifxcn. Alle Ve1'bandlunge11_1varen ver- **ch- Den Chinesschcn Dienern der Reise-Sesellsthast wurde ohlen, ihrenDécnjk zu verlassen, und allen Chinesen verboten, ihren Böten Fremde ans Lavd zu soßen. Denchk) gelang dem Lord Napier, in dée-Scudc zu kommen Und 111 dem Ho- der Ostindéschen Compagnie srine Wohnung aufzuschlagen. 11 9. Axcgusc boten die HMg-Kaufleme ihre Vemniirxlung an, er der Englische Kousul lehnte se auf:? Beßimmtcsie ab. Jetzt achtenZene gieichf.1lls gegen ihn Partei und laden sämmtliche “Usleute zu e171er Versammlunq in ihr Hotel ein. Aber noch de1111elben Tage, wo diese Zusammenkunft skat_tfinde_n ,soljte 1- Aug.), Morgens früh, vexj'ammelte Lord Napzkr dae Eng- Wk und forderte fie in einem sehr bereöten Vortrage auf, ck: 1" den HMng-uflcuten zu 1111)en, wo man ste beredcn vlle,_j[)n, dm Britischen Konsul, aus. Canton-fortzu- “117111111111 fügte 11111311, nur durch die Gewalt der Bajonnette We“ sch aus dem „Hause vertreiben [affen und [Zeder Alles ***", als die Eöre der Britischen Ration. Di: sa111mt1-1chen **„Zläxxder stimmten ihm bei und unterzeichneten e1'11111 m dtcßm mne abgefaßxen Brief an die Hong-Kaufssute, worauf dtese 151111 eine Antwvrt erthsilten, deren Schluß so lautete: 11 im aber ist die Weégerung, Befehle von der, Reg'tarungan'; nehmen, Ungehorsam gegen die Geselzs dcs htmmleschen Re:- es. Wér find amtxiche Kaufleute und sind in allen öffentltchen **:“!Uegcnhciten vollkommenen und unbedingten Gehorsam den stehenden Gesetzen schuxdig. Da nun Euer ehrctzwcrther Be- .t?*?r_det1 bestehenden Gesekzen nicht gehorchen W111, so dürfen tr mat den Ferren von Eurer ehrenwerthen Nation keénen “"VW-Berke» mehr haben und können nur diese Umskßnde * 21mm Berichte an die hohen Beamten näher detailltren, “?"" diese dem Kaufen und Verkaufen ein Ende machen.“ ** Erwicderung der Englischen Kaufleute hierauf lautete *1: „Wir haben Euer Schreiben vom 152en d. erhalten, und ' dasselbe amrléche Angelegenheiten betrifft, über wclche uns *"? Kontrolle zusteht, so kö11111n wir in Bezug auf dasselbe lchts Anderes thun, als dyn Empfang anzeigen.“ Am folgen- en Tage berief Lord Napéer abermals eine Versammlung der auf!“"?- erklärte ihnen, er hoffe zwar auf eine Ausgleichung “* obsch1vebenden Differenzen, werde aber dem Befehle des ouverneurs nicht gehorchen; die KanlLUte möchten einen Aus; 'Uß ernennen, durch welchen 'die Unttrhandlungcn geführt wer- e" könnt?"; er, Lord Napier, aber erwarte mit nächstem zwei WUB)“ K*"*egsschiffe, die jeßt an der Küste kreuzten; durch ***? hoffe er, dem Gouverneur zu imponiren; er werde sie den trom hxrauf bis nach Whampoa und, wenn das nicht helfe, ' vor dt? Mauern von Canton kommen lassen.

*festgeseßte Entschädigunqs-Summe nicht bewiäézen “1111131211, Re-

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Vereinigte_Staaten von Nord-Amerika.

- Washington, 7. Jan. Die Diskusfion über den von dem Senats-Ausschuß abgestatteten Bericht über die auf die Französische Angelegenheit bezügliche Stelle in der Botschaft des Präsidenten, welcher (wie geßern bereits gemeldet) dahin lautete, daß es für jest nicht angemessen seyn würde, ein Gesckz zu ev- lqffen, welches den Präfidem'en ermächtigte, für den Fall, daß dre Französschen Kammcrn die durch den Vertrag von 18.31

pressalien gegen das Französsche Cigenthum zw. ergreifen, ist auf den 13te11 d. M. angeseZT worden. 1 Im Hause der epräsentanten wurde eén Beschluß angenommen, worin das Haus feine ZUfkéCÖaneit zu erkennen gab, mit der Art, wie Herr Adams seinen Auftrag, eine Lob- rede auf Lafayette zu halten, erfüllt habe, und den Druok von 1 50,000 Exemplaren dieser Lobrcdc verordnete. Hierauf wurde dem Hause céne Botschaft des Präfidxnten in Betreff der For- derungen der Amerikaner an die"Mextkanische Regierung vorgel-cgt. Die Abneigung gegen die Bank und gegen 111111; Papéecgew überhaupt nimmt in den Bercinégten Staaten immer mehr zu. Der Winter ist in Amerika sehr streng, und die Spalten dcr Nord-Am-xrikanésMn Zeitungen smd 11111 detaillirten Berkel); ten Über das Wetter angefüllt. Nachrichten aus Kanada schit- dern die Kälte ebenfakls als sehr bsdeutend, und die Strenge der Jahreszeit wird den Handels-Geschästen sehr hinderlich seyn.

_Jnland.

Berlin, 9. Febr. Der Herr Ober-Prästdent der Rhein- Provinz hxc die Karnevals-Gesellsckmst zu Koblenz in ihrer Ge- neral-Versammlung am Zten d. M. durch den dortigen OH-er- Bürgermeister schriftTich benachrichtigen lasen, daß des Kdntgs Majestät, auf den Grund ihrer meediat-Vorstellung, mittelst Allerhöchster Kabinets-Ordre vom 19ten v. M. den Bewohncry der Stadt Koblenz die fcüher stattgehabten Karnevals-Luskbarket- ten auch ferner zu gestatten gcruht baden. Zugleich_ spricht der Herr Ober-Prästdent die Hoffnung aus, daß die Ge]ellschaft_ auf jede Weise für die Beseiugung alles Ungehörigen, Anstößigen und irgend einer Mißdeutung Fähiqen bet der Anordnung der Lus'tbarkeiten Sorge trag-en und dadurch das in fie gßsckzte Vek- trauen rechtfertigen werde. Nach Anhörung dieser Mittheilung bkachte die Gesellschaft Sr. OJZajeßät dem Könige und Er. Kö-

niglichen Hoheit dem Kronprinz-xn ein dre1fachcs chehock).

Die archäologischen Vorträge des Professors l).: Gerhard be- ginnen am heutigen Tage. Berlin, den 10. Februar 1835. . General-Intendantur der Könegl. Museen.

Aufforderung. .

Bei dem Herannal1en des Todestages unseres hoxhvcrehrten Or. Schleiermacher hält es der unterzcicvncte „Verein für Pfiicvt, an die dem„Andenken “des thc11crn Verstorbenen zu weibende Stif- tung zu erennern. Der Zweck“ dieser Stiftung ist in unserer früheren Aufforderung vom 22. Juni 1834 dahin ausafsvrochen wyrdcn;

„junge Männer, dze nach gründlicher phtlologtscl)cr

Vorbildung, Welche fie, durch vollkommene genügende

Schulzeggnisse nachzuwetsxn habcn, unter den, in Bcrlin

Theologte Studirxnden src!) vortbeilhaft au.:zecehnen und

dabei em spckulatWes Talent darthun, so daß sie eine ge-

gründete Hoffnung zu vorzüglicden wisxnschastlécben oder

kirchlichen Lcisiungen chen, in ihren Studien, welche

auf keinen einzelnen heil und km'ne einseitige Auffassung

der Theologie beschränkt werden sollen, (1qu beste zu fbr-

d er11.D.1nnachsollen 1le 111111111Standgcsextwerden, füriHre

ganze übrige" Untvcrsttäts-Zeit sorgenfrei ihren

Studien aÜcén nc!) widmen 111 können, aber auch bei bc:

sonders dringender Vcranlaffxxng nach einüimmigem Be-

schluß des Verwatungs-Koücgmms Übcr die Uniocrfitäts-

Iabhre hinaus emer gleichen Fürsorge sich zu erfreuen

ha en.“ *

„Obgleich mm, vornehmlich 'von außerhalb, Mehrere bedeutende

Beeträge bei nns cingegangyn smd, ist. dtc Summe derselben doch

nicht so groß, daß die Stiftung, wre wrr' wünsc111en, schon jcizx ins

Leben treten könnte. Da um“ aber „dee 2111511011 raden, dtrsen

Wunsch doch bald erfüllt zu sehen, so btttxn wir die vkelen Verchrcr

Schleiermacher's, vor allen dixe, Welck)? zhn sclbü gekannt und ge-

hört haben und ihm so viel für ihk gccütges Wohl verdanken, uns

durch ihre Beiträge (wxlche vielleicht nur aus der Meinung zurück-

geblieben sind, daß unser Plan nicht ausgefülxrt werdcn kdnrze) 111

der Förderung dicses Zchkss kräftig zu unternüßen _und 11111 RM

Weise das Andenken des 1121111111 'Mxnnes an dem wndcrkehrendcn Tage seines Abscdcidens würdig 51) 1111111. ' .

Dic Unterzeicbm'tcn rind bc1'1'tt, jederzmt Bexträge anzunehmen und zu bescheinigen und werden darüber sväkcrhm öffentlxck) Roc!)- nung ablegen. *

* Berlin, den 7. Fsbmmr 1835. ' _ ' * Der Verein zm“ (Mündung cincr Sclxleeer1nacher'schcn Stkfliqu; Eichhorn (Wilhelms: Straße Nr. 61). von Forsiner (zzetltge Geisk-Straße Nr. 10). 111: 3301111111!) (TaudenZStraße N.“. 4). W. von Humboldt, A. von Humboldt (13th dem muen PWM N12 7). Ut"- Neander (Brüder-Straße N12 10). l).; Neander (Markgrafen Straße Nr. 31)._N1coltzveus (Franxd- sische Straße Nr. 212). Péschon (Ncue Fktedl'ch-Stlaßc Nr. 19). ])1. von Savigny (Pariser Platz N:“. 3). V1". SYfscns (Lew- zkger Straße Nr. 71). 1).-. Str auß (Oramcnhurqer Straße N1- 08).

11131'1111131'116188. [)011 9. ["-111111111" 1835.

* 1411111. 170111111- 111111 (310111IléZÜYIQFEJUN. (,“,7'6'711/11'. (,'-Mx.)

“""“"'“'“"""'“""'“""“s'2_x1“,-.'.;/]-,*«1.1.| [2/:|/,--„ck|«1.1 W ' 3 §t.-§c]1111(1-§c]1. 4 '100 10111- 0151111". 917111111112 10,1;- 1'1'. 1511 |. 0111. 30. 4 '_ 07 1'0111111. „(10. - |'1*11'1n.d011.11.88611. -- 041, 6ka 11'111- 11. Reamn. 11.1. [(urm. 0111. 111.1. 0. 4 100)!“ MZ 8011108180113 110. Rau111.111t.§c]1. 110. .]0!) 111111113. 11.142,41. )* [kak]. 8111111 - 0111. L. - 81:11. 11.11-11.31. Königßb. 110. _“ _-

l'JlbinZZ, (10. 3 11011. „1701110. [)uk. "an:. 110. 111 ']"11. . . _ Jens 1111. Wsutpk. 1'1'111111111'. » [1014 !“"1111111'1011811'111“ . . Eroksbx. 1,08. (10. 4 1102Z- “102;- 1115601110 .....

Üugsiirtigo 8614811. 1111151910111", 4. [**Lbl'lléil'.

711011811. 11111]. 861111111 551911- 59; 110. 101.1. JUJY. 801111111 [U. “8112-8111. 251“,- * F „4111011. *.).IZ. ZZZ 79.1. 111188. 99;. 0651811". WZ. 1'1'60811. 1“1ä111.-801161118 1121. (10 43 1111]. -. 8111111. ZZ 453. ZZ LU,.

8111111. 57; 454.

53 111131. 100€. 1834 5701-17.

„4111170111811, 3. 171311111111". (Fortan 41,57. 111611, 4. [**Gbrunr.

4Z 9344. Uauk-Qctiso 12861, Raus 1111181119 «.

: EQMZsckMs SÉUJW-“x

, Erfolg geschehen sey.

Meteorologische Beobachtung- 1835. | Morgens Nachmitt. 1 Abends Nach einmaliger 8. Februar. 6 Uhr. 2 uhr, 1 11) Uhr. Beobachtung;-

ZLZUstdrÉUk- . 330/ 9 “)'-;PZZ-TZZÜ/ Z 1 *NIX-1331“ 9"'Par.!Q111[l111171mc 7,0 0 N. Utw kme 4/6 -+ M' . 2,0" . - ** ' ;- Thfauvunkt :: 3,2 0 N. + 2.0 “R._-*-_ 0,7 ()J 51"*""'*"*"“' “O' 0 "R' Dunüsättg. 89 pCt. 75 pCt. 80 pCt, Wetter rcgmg. regmg. regn1g_ Wind ..... , 153 W- “,L Wolkknzug ; “3 *

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Jm Sciz-UUsx'éeßshauxF: 1) 1.0 j12111-0 1101111111": 011 51151119. .*1). 11161111? 011 1 „21710. “F.) 11.11 111'15311x.11,**'0 110111'145011111511111 111". 111111. 111011210. 1.11 (10.1111! 1111110411 011 ! 11010, 11111- „**-11'. 1111107111), 3) ]„0 1111111111.- (11! 1719011400111“. 1411111011110 1:«“111111;111_'. (.'!1 1 „**-1:10.

Mittwoch, 11. FM. Jm Sämuspieihauss: 1161113 „11.701.1- dx'n, historische Tragödie in J Abtk). und einem VVL'JYWW, 11111 E. .Taupacl). (Dlle. Klara Stick"): Klara anngipanf, als Gaskcol-e.)

Däe zu dieser Vorstellung eingegangenen 912111111111111'11 11111 Billers find berücksichtigt wvrden, und WM ersucht, solche Sts Dienstag, 101111 O. O)?., Mittags 2- Uhr 1111 BiilctVerkaufs-Bü- reau abholen zu lassen, wädrigenfaljs dieselben anderweitig vcr- kaufc werden müssen. _

Donnerstag, 12. Febr. Im Schauspiclhame: Zum erxxen- male: Die Einfalt vom Lande„ Lustspiel in 4 A0th., von 1):-. C. Töpfer. Hierauf: Die Damen unter sich, L0111p1el in 1 Akt, frei nach Dupaty, von M. Tknelli.

'15

Königftädtisches Theater.

Décnfiag, 10. Febr. Zum erstenmalc: Dcr [115112 Spköß- ling, Lustspiel in 1 Akt, nach 01111 Franz. dcs Amcxlot, 0011 L. Angew. Héerauf: Das Königreich der Weibcr, 0311“: Die vor- k1'h1'cc Welk, Burlc's'ke mét Gesang in 2 “2111111, von F1“. Sense. Zwischen beiden Stücken, zum erstemnale 111110115011: Rosa- Walzer, von Joh. Strauß.

O)21'tttvoch, 11. Febr. Zum 1111111111110: Die Müller, odcr: Das nächtliche chdez-vous, komisch;11a1110111111111'chcs 515111111111 1 Akt, von Blache, aus"“gcführt von der Ballct-Tänzer-Gswll- schaft des Herrn Cassel. Vorhx'r: ?( B C, Posse in 2 Aktsn, nach dem Engl., von G. Kettel-

N'eueße Nachrichtcn.

Paris, 3. Febr. Gestern Mittag 11111 .1. 11111“ 1151162 Gkaf Pozzo Qi Borgo, Botschafter S1", Majrjrat 015 .Kcze1111's vox1Ruß1and, dem Könige das Abbyrufungs-chx'sibcn 11211“- retcht, welches der hohen 333211111111, dic dec 23011ckcka€111 dci S1“. JJZajestäc dcm Könige der F1'anzo11-n bekleidcts, cén TVO? 111111141. Dsr Minister der auswärtxgcn Ax1g1'kcgenl)encn 17111 091 §1111r Audienz ngegen. Der König Hjxlc spätcv eincn »)?111111'11',:21atl) und erthétlte dann dem General chaüiani Wieder eme 1111711111

Der Pairshof hat gesrcrn seine Bel'aihkmzßcn. 111111 1.15 *.s- quisicot'ium dcs Gcneral-Prokarators damic beanZt, "11111111“ den Rcdactcur dcs „Echo de la FadriqUe“, Herrn R1vtixre, 111 An- klage-Zuffand versexzee und déeanulpatknBurchclctny 11111) 12111111 von QU" Anklage frctspxach. Der Präsident verlas 0111.1111 ch Enthrf z11 eincm definitéven Urchciksspruäy, der 015 „1,111 114chxtcn Stszung, die auf den Freitag best.:mnt 11.111101, zm.“ “11151111 dcr Patrs 111 der Regißkatur dés strWtshosss ausz1sle.;c blebcn soll. D;“e G1sammtzahl der" 111 “.*-(nkiagchußand 111111111111 Zn- divéducn b-läuft fich mmm?!» auf 1151, wovon 44 111511 111 go; réc11tlict)1r Haft find. Von den 111 Ve111*a1)1*[a111 1110110511xe 7111- gckmgtcn kamen 60 auf Lyon,. 5 11111“ St. Ct1ez111c, 1 11111 das Jsixre-Departemcnt, 1 auf “11111915, 1! 11111 DM::NU, 2 auf I).?arsciüe, 41 a11f Paris 11110 0 auf CWM! 1111?» 9111111101, maa“)c zusammen 120. Von den 44 2101011111001 111111111111 27 11qu11911, ;2 auf das Zsérre-Departcment, 1 (1111720110115 sur Saone, 5 aqu1-bo1's, 8 aus Paris und "1 11111 211111111 und Luncviile. Von den in den Kategoriecn Clermonr - FORUM 11110 Perpignanbefindlicbrn Jnkulpatcnist kei11er in 0911 AUWZI-“ZU- stand versetzt worden.

In der 1311111131111 Sißung der Dept1ttt'ty11-Ka111mer theélcc zm:ächst dcr Präsident 2111951611031. chordngna, 11111, 1111): durch der Baron Vincent als Kdt11511chcr Comnnjsmr 11:11 deer Verthe1digung dcs GeseH-Enlwuch über die Nord-A111x1'1éan1- sche Schulofocderung beauftragt wird. -- Horx (5311-1111. [cho sodann den Konmnssions-Bericht ÜÖSV das 110111181" 2311119111119, vorgelegte Pcnfixns-Gesch. für das Finapz-»))?1'110121'01111 .*.UfKLa-s Bureau dcs PrästOcntm nieker. Zwar WMS 111“ ,],111111111-9121- nistcr es zu vcrhéudUn, daß ühcrHaupc'chy dch-s WM:, eme Berathuwg ftattfiade, 11117111 dw .Ronnmsseon 11011115: 13171113, 11110 gar verändert 1311111“. Dcr “1314110111: 1111111111 113111 1110113311115m111- lick), daß verfaffungsmäßeg die Bera11)1_111gf_1131.:n &1111- 11111111 müsse, insofct'n dis chichng 0911 Gexxtzzxxniwuyké11:12“; 51.113 1111dga1'zu1'ückneh111e. Lckztcrcswa'rd 12131111111111111111111111«111.1.-.S.-;ck.»- An dsr TngeSo1“d11un5111111'11111101?DwkUsswn 111111 1211112111111 1.111.711“ H1rrcn B. Délesscrt und Karl Dvpén ch-1'11 111“?- C'.1*.'„.1:ck-.“_.111-.„1 von Sparkassen in all-n größeren Provinzmi-15.1.1111". 4,1111“ Renouard de Bussidrcs 1111-11 c111e 11111532 R:;de 111-311 0191111 Vorscbmg, während die DepxUérten sies) 0111111011551?!:.“ 11111 uns möglich unterhielten. Dcr Redner 111.11“ «,“-11111115111911311) M' Meinrmg, daß man die Spmkassen 11111" dcn 1111194111411 111 VcrbindUng bringen sollte, 1131? solches 111 911115 [111119- ;3111 1111: HM 111111 “1711111171111201111 „Mgcgcn diesc A11s1chc s1'11' 911113 irrég 111111 1111-1119 111111119 20011444'0116/ um das Loos dsr unteren Klassen der Gc'xcklk-Ié-Ts'» 1311111924“ Z.); 1121: bessern. Zugleich verlangte er, daß 111.111 0.11 „711051213 “111“; d)? bei den Sparkassen deponirtcn Kapnamn, _111*»11_1ck*:.1_1'?'-v_ 1111; die- jenigen bis zum Betrage von 200F11, 091,41 «*I! 111-120?- Der Finanz-Minister bemerkte darauf, W101 VKU; 11-11 1105110111 Zins“ sey, den man um“]: den gxgßtUDÜ-LUJUQJektz1115171110111 11.1“ gend bewilligen könne. D:? 131037111107?" ÖYWÉJW'A- NBP??? hinzu, besäßen schon jekzt e111 „111111111111 12011 31)“ 101111113111 Jr., und wenn Oje Regie1'u_ng fie mx“? 1111110111111, 10I111111s-3 1111111 fie doch nicht gewisskymarzcn zur WOO111)1111;31561101„41.17.1191! 111.1;izc11. Herr Salvcrte taöxlce 1111111111 chrunmungcxz Oc:_1,*.11' Be- rachung vorliegenden Proponuonen, Undk namenmcl) 9:1 1ax7e11, die se den städtischen Behörden auflegen 1111112111. Dey Handel?- Minisker trat besonders gege11Herrn von Lamartmc auf. &s sey unmöglich, me-mte er, 1111" No Sparkassxn noch 11111» zu 101111, als seit der Iult-Revolmton bererts «cachehen 111); vor dnn

Jahre 1830 habe das Kapital der Sparkassen nur MM 6 Mik".

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