Ostindien im Ausschuss des Uyterhauses in der vorigen Session ur Sprache kam, wurde auchider bekannte Lord Cochrane, ]ka Zldmiral Graf von Dundonald, "vernommen und empfahl an die Stelle des Dampfes die Anwendung des Qweckfilbers, indemer meinte, es könne dadurch, daß der eine Be _, er luftleer geknacht
und in dem anderen die Luft usammeüge, éßt würde, dieselbe
der ahrzeuge hérvorgebracht werden, wie durch den Dampf, wobei man dann den grdßen Vortheil hätte, keines Feuerungs-Manrials zu bedürfen. Er behauptete zagleicl), daß man der Räder dabei würde entbehren und eben ]o viel Segel wie auf gewöhnlichen Schiffen beiseizen können. Im heutigen Bdrsen-Bericht dcr Times heißt es: „Nach mehrtägiger Täuschung und" ,Able'ugnyng' erweist, cs sich miri doch, daß die Bä'nk? gro-ße' Partie'en vo-nSchaßkamtmr-Schet- nen verkauft, nicht allein um die Ausfuhr von Gold nach _Spa- nien und Portugal zu hemmen„ sondern auch urn den. wredcr zum Vorschein" kommenden tviid'én Sperulationen m Actien und in den kein Vertrauen darbietenden fremden Staats: Papieren Einhalt zu thun. Man fragt sich jedoch auffall__ender Weise, ob die Bank nichc“ zum ersten Mais eine soiche Aufgabe _zu schwer finden dürfte. Welchen' Belauf von Schaßkatstmer- Scheinsn und andrretr Effekten die “Bank an Markt bringen dürfte,. läßt sxch nicht überschlagen, da' sich““aber der „Geldmarkt wirklich in einem gesunden Zustande befindet, so könnte es ihr begegtxen, daß die Depoficen, welche fie in ihrer Privat-Etgenschaft benßr, zurüokgenommen würden, und daß sie wider ihren Willen zu r:- ner neuen Noten ; Circulation, schreiten müßte.. In die- sem Fall würde fick) ihr Gewinn sehr vermindern und anders Wohin fließen. Dies wäre zwar em _äußersier Fall, doch liegt er nichtso weit ab, wenn se erst _mcht mehr, wie sie es bisher gewohnt cwesen, den Geldmarkrunumsehräxrkc wird beherrschen können. Ks fiel auckz auf, daß der Bank-lei- qatédnen nicht in gleichem Verhältniß mit den Consois stiegen,. öbgleich zu der Aufmunterung, die der_Zustand des Geldmarkees gcwährc, noch hinzukommt, daß" den. den kiirzlich verkauften O|- indischen Obligationen viel in Bank-leig'ationen atigelegt wor- den. Einige" argwdhnen, daß den Actionai'ren im nächsten Mo- nat die Vertheilung einer geringeren,Bank-Divid'ende vorgeschla- gen werden solle, uüd'wvenn man bedenkt, welch ein bedezitender jährlicher Gewinn dazu nöxhixz ist, *um 1,600,000-„-1-,600,000 Pfund Dividenden aufzubringen“, so" ist „es aur!) nicht zu ver- wundern, daß" mar! auf solche" Be'rmuthynéxxn kommt. Um aus- wärtigen Fondöma'rkc hielten sich die Pré je besser„ als man er- wartet hatte.“ „ , , . _ - Nach Berichten aus Kalkutta vom 16. Juli gedachte drr - Radschah Mgund Sing, den Truppen der Oilindischen Compagnie den ernstlichßen Wid'e'rsicknd zu leisten. _Er hatte dem Gene ral-Gouvérneur, als dieser, Agmir hesqchte, nicht seine“ Auf- wartuüg gemacht und war 2 Jahre Trihut schuldig. Isuch hatte er sein Truppén-Kontingcnt nicht gefliellr und gewährte den Räuberbanden Zu uche m seinem Gebiete. Seine Hauptstadt ZuspUr warde au s„nachdrück1ichste befestigt, was sie „ohnehin von der Natur schon ist; der Palast liegt auf emer steilen An- höhe von 300 Fuß und ist mit zahlreichen Thürmen umgeben. Unter den' Wällen strömen zwei andfeen, und im Innern be- findet sie!) ein 90 FW tiefer in „der_r' Felsen ausgehauener Wasser- Behä'iter. Die sehr regelmäßigé, Stadt hat _? Thore und 6 Eng- 1ische Meilen in „Umfang. Dies Wälle smd mit 101 Bastionen versehen und diese „theilweise mit Geschüß_heseßt. * Privat-Briefe' aus den Vereini ten St_aatxy schildern die Lage des La des, sowohl, (n]politi cher aks m kommerzieller Hinsicht, als se r ufriedenstéklend mid meiden, daß die Preise der dortigen Ban -Actien und Staats-Effekten im Steigen
scyen.
Kraft zur Fortbewegung
Belgien.
B Assel, 6. Febr. .Die Regierung, hat„ wie man sagt, die Ab cht, eine HandelsxGes-ellsrhafc „u _gxiähr auf die nämlichen Grundlagen," wie die in Hollgrxd „Yestexende, zu bilden, um den Erzeugnissen der Belgischen „Industrie Abfqhwxge zu ächern.
Vor einigen Tagen erschien ein Engiänder in einrmhiefi- qen Wechsel-Büreau und, verwechseite 7 Ba „Noten, Billers der “Londoner Bank, zusammen „von einem ._ xxth von 200 Pfd. Sterk. Diesepon dem Wechsler nach Londdn gesandien Billers smd ihm durch seinen Korrespoydentetx “rückgeschickt worden, weil sie sämmtlich falsch sind. Die Berk, _chung_ besteht, wie es scheint, nick): inder Nachahmung ,derUBiIets, Stempel, Num- mern :c., sondern bloß in der, der Untxxzsxhristen, die vollkommen gu: nachgezeichnet sind. Es wurden n fnlich unlängst, eine Quai)- trräc' Billers der „Londoner Bank enxwxndex, ehe _sie durch die „Direktoren und Verwalter, dixsxyAnßaii unterzeichnet waren. Wahrscheinlt'ih find diese Billers jetzt m lmlauf.
Schweden und Nörwegen.
Stockholm, _3. Febr. Die Frage Über eine auswärtige Anleihe zum Besten der Grund-Eigenthämér ward heute in den iem's der Stative verhandelt. . Das Resultat war, daß der ' i'r'rgerstand jede Anleihe sérivars, der Bauernstand _euze Nac oiml-Anieihe im Lande selbst prsponirxe, dXe Geistlichkeit sm), fiir eine austrär'tige Anleihe“ durch Vermittelung der Regie- rung erklärte, der Adelskand' vori; debattiece und es zum Skru: tinium komm'en ließ, was die' Entschéiduug bis Mitternacht ver- zözern könntx- . “ . ,.
Am vorigen Spnntag wurde in den Kirchen der Hauptstadt „ach beendégtrm Gottesdienste das Lied „„Nun danket alle Gott“ zum Dank dafürangestimmt, daß dté-Ch'vlera nunmehr im gan- zen Reiche ausge För“; kxak- In der S'äjioß-„Ka'pelle wohnten auch 'Ihre Maj. die önim, so wie- der Kronßrinz und die höchsten Scaacs-Bramtcn die er Feierlichkeit bei.
«Deutschland. . „Hannover, 9.„Fébr. *„(_.-„aß,n,o*.v._Zé'. Der,S„chtd;ä- biiche Merkur, déls-xn der-po».“Yehxkkß.-k-.59UZ „Hannover“ sch . in der, irhtßn Zeit, öfter mit "dem; ' _gnnßöpxrfkß'én Mün'ißésen be- schäfrigxm exihäit wieder einSchreiözxx ringe _ .". „ch, ays unérér Stadt vom 31. anyar,„„iö,w,eiche.iri.ßö er t,:b ..,-MÜ dem e ire Anzahl von regen HandpvxxsäsYZ-Th",le?,h,„se ,xtks.1n.._U “lauf.,géseJ wdr- .drn w r„ MWF ..iZni muri).- U .H'qmiovek, "M' “*W- Prcuß: chen in'anz-s itxisker ',“'n*4Beri_in„iy„ Kenntmß . Skseßtx. ßgß „bei der rägung de,r_, mmyéannodér („hen'Thaijer in den Mün- 5?" zu gnnoyxruyd „Clan, i [ai ein rrthuin WTSÉSMFU- i_n- ' dem die oyrt geschlagygm .?? “l,“ 11: WIN. Mik. .? SW? 9? „alt 7)?“- ten, als,d„ir in. „Be .lxxi 7x, „la"enexnÉpreYßx ckck. ka? „über- zeugte steh you,.d-„xx _xchxs sit. ,'kxxer'..„zkxatssche,_uiid „e 6 ckck 11,11- ter diesen Wständex. “!.-MW ; ü xisßxtalsdié. ,§ch9t.1..k'§.YM* „lauf gekdmmenew „ „ r wixdxr so,»,xlwi- WWW,"..MUÖk-hm und wieder einzuschmYm, Um 07 Umzlwrägén.“ „: rere, Ban- * quixrs erhielxm, dmx, „WWW HUK M*bxw-ZUÜ'U ;, ..ÜKÖEÜ'M waren 'die Juden bereits “dahinter gekomw-ii un hatten den
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Vorgang zu ihrim Vortheile benutzt.“ - An diesen Angaben ist kein wahres Wort! Göttingen, 2. Febr. Es ist hier so eben der erste Theil einer vierten Ausgahe von Eichhocns'Deutscher Staatsx und. Rechts-Gesch'ichte erschiénen. Je wichtiger in unserer Zéie die
möglichst weite" Verbreitung" gründlicher 'Krnntnisse über unser"
Vaterland, und einer auf d'ie“For|til-ung des Rechts gehenden gesunden politischen Gesinnung ist, desto mehr darf man sich freuen, daß jenes in beider Hinsicht so ausgezeichnete Werk einen recht ausgebreiteten Einfluß auf die Nation gewonnen hat, wie es bei fortgehender Aufklärung der Köpfe und Beruhigung der Gemüther ihn noch aljgemeiner und segensreicher behaupten wird. Wie sehr der Herr Verfasser seinerseits bemüht ist, dem Werke jede ihm erreichbare Vervollkommnung zu geben, davon legt die- ser erste Theil einer neuen Ausgabe ein sprechendes Zeugniß ab; indem darin Alles sorgfältig benutztworden, was seit dem Er- scheinen der früherer: Ausgabe in dem weiten Felde des Deut- schen Rechts und der Deutschen Geschichte gewonnen ist.
Vorgestern Abend ist der von Hoya nach Asendorf fahrende Postwagen von 6 bis 8 Räubern angefallen worden, welche den Postillon Wehrlos gemacht, den Begleiter in die Flucht getrieben haben und dannmit Wagen und Pferden davon gejagt sind. Man hat in der Nacht den seiner Ladung beraubten Wagen im Walde wiedergefunden. '
Kassel, 8. Febr. In der heutigen Sitzung der Stände- Versammlung wurde der von dem M-nister des Innern in der Sitzung vom 2. Fabr. vorgelegte Geseß-Entwurf, die fernere Wirksamkeit der bisherigen Gemeinde-Beamten betreffend, dis- kutirt und mit einem .Amendrmrnt des Vice-Präfidenten, wo- nach die bisherigen Gemeindc-Bramten bis zum 1. Juli 1835 in voller Wirksamkeit bleiben, in den Orten aber, wo bis dahin die Wahlen noch nicht vollendet wären, dann nur die hierauf bezüglichen Geschäfte ferner“ versehen sollen, angenommen. ,Die wörtliche Fassunq des Amendcments wurde der Revision vorbe- halten und der Ausschuß mit Entwerfung derselben beauftragt.
Lübeck, 9. Febr. Die „Neuen Lübeckschen Blätter“, welche von der hiefigen „Gesellschaft zur Beförderung gemeinnü iger Thätigkeit“ durch einen Geld-Zuschuß von 300 Mark jährlicZ, so wie durch Mittheilung der Verhandlungen dieser Gesellschaft kräf- tig unt'erstülzt“ werden, geben in den ersten Nummern eine Idee von der verdiensklichen Wirksamkeit des genannten Vereins, wel- cher seine Fonds vorzüglich durch Beiträge seiner Mitglieder (5 12 Mark jähriich) herbeischaffr, Er wendy: jährlich, außer dem Beitrage zu dem neuen Blatts, 640 Mark für eine Indu- strie:Schule', 840 Mark für eine ZeichnencSchule, 250 Mark für eine Schwimm-Schule, 180 “Mark für eine Sonntags-Schule, 600 Mark für eine Gewerb-Schulr, 300 Mark für eine Klein- Kindrr-Schule, 400 Mark für eine Taubstummen-Schuie, 200 Mark zur Vermehrung der Hülfsmittel des Unterrichts in der Naviqations-Schule, 400 Mark für eine Rettungs-Ansialt für im Wasser Verunglückte, so wie 400 Mark für seine Bibliothek auf und hat außerdem eine Spar; und Anleihe-Kasse estiftec, die so gedeiht, daß sie bedeutende Ueberschässe aufzuwei en hat. Es Werden außerdem Prämien an Dienstboten, Reise-Stipendien an junge Künstler und Handwerker (400 Mark) vertheilt.
Leipzig, 5. Febr. (Frankf. Journ.) Unsere Stadt- Einkünfce scheinetr mit einem nicht unbedeutenden Verlust be- droht zu werden, Welcher Umstand viel Interesse erregt. Von dem bei unserer Landes-Lotterie sich ergebenden Ueberschuffe be- zog nämlich die Staats-Kasse Z und die Stadt Leipzig ?. Diese leßteren betrugen nach den beim [ekztverfioisenen Landtage öffent- lich kundgemachten Berechnungen 16,666 Rihir. 16 Gr. auf eine Lotterie, deren jährlich zwei ausgespielt wurdcn. niß ist daher entstanden, daß im Jahre 1765 die Stadt Leipzig eine besondere Lotkérie bewilligt erhielt, worauf das daher ent- springende Einkommen die Stadt;SchuldemTilgungs-Kasse über- wiesen erhielt. Als vor mehreren Jahren der altbekannte Thor- groschen aufgehoben wurde, so genehmigte die Staats-Regie- rung, daß der Ertrag der Lotterie, so _lange die Stadt-Schul- den-Tilgungs-Kasse ihn entbehren könne, der Kämmerei-Kasse als Ersaß für jenen Groschen, der eine Summe von ungefähr 12,000 Rthlr. jährlich einbrachte, zufließen solle. Seit dem Jahre 181? beabsichtigte man nun, die Leipziger Lotterie mit derjenigen, welche zum Besten der aUgemeinen Straf- und Ver- sorgungs-Anstalten bestand, zu vereinigen, und wurde der Stadt Leipzig der obenerwähnte Antheil als Entschädigung für die ihr zugesicherte Lotterie gewährt. Wie aus den Verhand- lungen des Landtags hervorgeht, hat jedoch die Regierung dieses Verhältniß keinesweges als ein definitives, sondern nur von einer Lotterie zur anderen als ein provisorisches betrachtet, und war dasselbe bei den Verhandlungen mit dem Stadt-Rathe über die Verluste bei dem Wegfalle des bisher genossenen An; theils von den Handels-Abgaben in Berathung zu ziehen. .Die amelich redigirten Mittheilungen über die Sißungen unserer Stadtverordneten machen nun öffentlich bekannt, daß “ein hohes Finanz-Minifterium die in Bezug auf die Lotterie der Stadt seither zugekommenen Vortheile ferner,in demselben Maße nicht habe zugestehen wollen; auch später auf das mehrfach motivirte Gesuch der städtischen Depucirten um unveränderte und blei- bende Fortdauer dieser seitherigen Lotterie-Vortheile unter Er- öffnung von Gegengründen auf das Bestimmtesie fich abfäl- lig erklärt habe. Der Magistrat und die Stadtverordneten haben sich zwar dabei zur Zeit beruhigt; jedoch hat Ersterer die Hoffnung ausgesprochen, daß die Staats-Regierung, auch nach dem Aufhören dcs städtischen Kriegs-Schulden-Tilgungs-Fonds, die jenen Vortheilen zum Grunde liegenden Entschädigungss Ansprüche und das Bedürfniß des ständischen Haushaltes be- rücksichtigen werde; diesem lehreren Beschluss? traten die Stadt- verordneten mit einigen Modißcationen bei.
Aschaffenburg, 6. Febr. Der Vorfall in Orb beschäf- tigt noch immer, wie zu erwarten war, alle Gemächer. Die Kreis-Regierung hat sogleich, um keinen Geschäfts-Stillstand eintreten zu lassen, ein Provisorium getroffen , und den Land :- richt's-Akcuar von Werneck, bis zum Eintre en höherer Veraf1 ; gung nach Orb geseßt. Die UntersuchUngs- ommission hat für nöthiggefunden, ihren Aufenthalt in 1000 zu verlängern, und viele Vernehmungen Wrrdén jest schon gepfiogen. Einige Ver- haftungen haben bereits in Orb, stattgefunden, die wohl zu einer Spur des Mörders führen dürften. Uebrigens äußert s1ch beim Pöbel dort eine ungewöhnliche Rohheit. Wahrscheinlii!) zar _augénbli'cklichen Herstellung des gerichrlichen Ansehens, ist heute Nacht eine Abtheilung der; hiesigen Linien-Militairs (gegen „50 Mann) nach Orb deraschirt worden, und eine gleiche An' ahl Wird nachfol en. _Wie man erfährt, wird der Landgerichts- o'r- stand gewech ei'c Werden. Man hat von einer allgemeitjm Auf- regynF im O'rte Orb_gespro*chen-7-aber “gewiß ohne Grund; zu- vkrl _! g ist, daß, bei dem KNM Borsa nicht entfernt eine po- litis é“ Tendenz zum Grun e lieBt. . _
Darmstadt, 7. Febr.“ as hente erschienené Regie- rungsblatt enthält ein Großherzogs. Edikt vom 4ten d., die
Dies Verhält- ,
- Zahl jedes Staats zum . ongreß dient, so verschwinden so
Organisation der Re ierun s Be örden in Rhein auf MMÜWUSM [Md Schuhe für die Armee und die treffend. Die durch Lie Ab?"ch;1itteh [. und "7. des (FZZJYUW . m England gemacht hatte., da„doch diese- Artikel in Por-
6. Juni 1832 für Starkenburg und Ober-Hessen geschaffen“: hätten weit billige? geliefert werden können- T 11 r k e i.
Orgaéréisqtion derb Regierungs-Behörden, deren“ ZWeckmäßigk,“ slch Sher “pw t hat, wird dadurch auch auf RheinzHeM "Kdnskantinopel, 14. Jan. („Allg. Ztg.) Die Pforte an die fremden Botschafter Offizielle Mittheilung von der
ausgedehnt. S ch tv e i z. lich Räumung Orfa's machen lassen. Sie hofft _auch in Die Allgemeine Zeitung enthält in einem vom Gen „ m über den von Mehmed zu leistenden Tk'bUk ähkkllchs An- See vom 20. Jan. datirten Artikel folgende Betrachtungen Über mach?" 1" “"'""- dab dies" hereits Anstalten ?" “hr“ Br- das politische Treiden in der Schweiz: „Es ist gewiß W. gung getroffen u haben versichert. Em T_ür ischer Com; ohne Interesse, die verschiedenen Tendenzen zu betrachten, hat sch "“ck rsa egeben, um daselbst d“ a,“? Ordnuxts che unsere Schweizerischen Radikalen mit mehr oder Wm ' Ding? herzustellzen. Ießt,.wo die Argvptier dk'se Provinz Offenheirseit einem Jahr ihren Plänen gegeben haben. (?,; ,ssen haben, “fck,“ man “| “mständqu, weiche Bedrük- war es die Anschließung an eine FranzöFscbe Republik, dan. enÉ WFK);eßaxkkalésbéehßbaer[MYkaFTFrFréfi?THFxraYesounsleZé ' ' '" ' “n . _ é Neuchatels gänzliche Helvetmrung, dte Qroberung Savoy * u [das beste Mittel ersonnen, ihre Eroberungen bald,wieder
Bern's Thron-Erhebun und der Tro : en die Forder . .
der Nachbar-Mächte. gKonstituante UJdgLZnirung der SM,“ erlirren- Es ist, UnmßZlc'kch“ daß cm Polk, sey es noch so waren dabei immer die herrschenden Ideen. Alles dies Mg„ ürdrgk- -[“"ge IMOBM„l bungen rindOG'Zrausamkeitey erdulden nicht gelingen, und die von Bern an der Tagsatzung offiziellem ,.wie man sie UZ Hf? “ L_ * hat, m kkfa- das bestimmt war, gesprochenen" Unions-Jdeen hatten entschiedenes Mißtrauen er unter Türkis )? „ erherrschcÉt 1" ommen, ,und Wo es, b“ _aroße Entfremdung der andersdenkenden, besonders der klein" F'YZZhYZsYZLMZt [)?-ZT „:aneZuYelMFfexkt-jxjsxynRHEL:
. , _ Kantone zur FWW" Also auch die Union Wurde fürs erstea Ti: verfahren, um dem im ganzen Osmanischen Reiche in
e eben *a die dee dau 0 ac eleuanet. Was soll n ., . . . ?iYentlich eine IKonstikumTt? dger Schweiz? Das UFH, U auf ihn _verbreiteteq Ruf wxxider Grausamkeit und schran- jefzt in den Radikal-Joarnalen an den Tag. Sie soll eine s?" Despoti6mus MWMYF Lm sprechendes G?S„MWW Amerikanischem System konstruirte Schweiz gründen. Die esmzuse'ösn- „AY é'wb sehmed scherlici) “Uf dtese'Wecse chicekten finden, daß die Verfassungen der einzelner: Amex,;„x' saxXrMaafZHIgileikeZeia; ZYIÉYZ dms1o [Z:gedeers s;?FlZéfoX; - „ ".. , nischen Staaten mit den Verfassungen unserer Kantone , ] selbst wünschen und ihm dazu behülflich seyn sollte, wird
Aehnlichkeit haben. Allerdin s ei en ier wie dort die - . zelnen Staaten die größte 5T5er9schizedrgnheith unter einander. &“ “s der Gefahr auSgeseHc MM", hm seinen Untergang W
die er Ver chieden eit beie t die ein i e Ae nlichkeit m' "* Em WM! des Sulta'ns „würde bmre1chen-_ganz€y- ScTUveizer sKantonfzm; VIrsTiedenheit zitgn WaTl-Census [latno *. gegen, die vcrhaßten AMW“ m Aufffand zu verjelzen, und den Bedingungen der Wahlfähigkeit, anders für den S * h“; "St "“" emszelne meörungetzl stattfanden, U"? bald anders für die Repräsentanten-Kammer; Verschiedenheit für “WM wurdezyr ZITrsLahereYKWU "zan fich the eigxntli- Ernennung des Präsidenten und der Richter. Alle dieseV' M'chskxe" eder Sultan sic?) “. utnd ""er berleitung schiedenheiten, die ganze innere Organisation der einzel... ehrte. “Um Im als u bcmch “3x verstehen wollre, Staaten, die nur republikanische Form haben müssen, gar SUM“) '“?" p dzkge n, auf en Üe so sehnlech tirt die Bundes-Akee, .ja sie sagt der exekutiven GeWalt ie" ""i bleM ? thselhafc „U" “"" rmr durch den Rath erklärt Staates so_qar Hülfe gegen Aufstand und dgl. zu. Basel Zu den, den em ausgezeichneter Diplomat khm gegeben haben schafe wäre hiernach in Nord-Amerika sehr schlecht gefahrenr hätte sich nicht von seinem Mutter-Staat trrnnen dürfen. A dies kann unsere Reformer unmöglich sehr anziehen. Vielm gefäiit ihnen dagegen der Präsident an der Sptße der Staa- Geschäfte, der nur alle vier Jahre verändett wird, dem und Scemacht untergeordnet smd, der die fremden Gesand empfängt. und mit ihnen unterhandelc, Und überdies in A'!- ein bedingtes Veto hat. Solch eine Stelle mit ihrem G», und ihrem Einfiusse spricht die Schmeizer Radikalen an, . die in Frankreich seit Lafayette's Winternachtstraum. Au dem stehen noch nahe bei dem Präfidcnten ein Vice-Präsio Staats-Minißer, Richter, Gesandte u. s. w., alle ziemlich.- bezahlt. Auch im Senat und in der Repräsentanten-Kam deren Mitglieder alle gute Entschädigungen für ihre erhalten, ist nicht übel fißen. Diese beiden, den Kongreß » denden Kammern machen Geseße und heben se auf, sehr * Steuern aus, sorgen für ihre Eintreibung, machen Anleih lassen Geld schlagen, erklären Keie, und Frieden, bildenu halten Armeen u. s. w. Das ist reilich ganz etwas Ander als Unsere Schweizerische Tagsaßuns, deren »))?itgljedr'rüö alle nur- irgend bedeutende Angelegenheiten an ihre Regin en berichten und deren weitere Jnsiructionen einholen müsse. un fragt sich's: gewänne unser Land bei der Annahmed-i Amerikanischen Systems und seines Personals? Abgesehen den durch die neuen Besoldunqen viel bedeutender werdem Abgaben, zeigt sich auf den ersten Blick, wie sick) dies mächtig dem Unitarismus nähert und unsere bisherie “(. tons ; Souverainetäc fast ganz vernichtet. Wenn die am Regierungen künftig über Ausschreibung von Steuern und lagen, über Anleihen, Handels-Vercräge, Kriegs-Erklär Erhebung und Erhaltung der Truppen :c. nicht mehr beson gefragt werden, wenn se darüber nicht mehr in der Hei» frei von allem anderweitigen Einfiuß mit Erwägung aller _ stände reiflich überlegen und entscheiden können, so sie unsere Groß; und Klein; Räthe zu Munizipalitäten herab, ., wenig mehr xu besorgen haben, als die innere Poiizei-Orm und Reinlichkeit. Da überdies in den Vereinigten Staaten_ Bevölkerung zum alleini en Maaßstab für die Repräsent
our porclrcx 568 ennkxlnis, il t'aut ne: men faire, Etwas hres liegt darin, und Niemand möchce kräftiger, geschickter _dem Untergange Mehmed's arbeiten können, als er selbst. rigens weiß man jetzt gewiß, daß die Englische Flotte nach ta aögesegelc ist- "" Ein Türkischcr Commissair ist mit Voll- .ten nach Albanien gereist, wo_Unruhen ausgebrochen smd_ soll beauftragt seyn, die Beschwerden anzuhören, welche die .neser au ubringen haben, ihnen nach Umständen ab uhelfen, die RuHe durch Maßregeln der Strenge wieder erzustel, ... Lieber Persien sind die widersprechendsten Gerüchte ver- kek; nach AUM, Was man hört, scheint dieses Land den Ueln des Bürgerkrieges im höchsten Grade preisgegeben.
?Konkkantinopel, 15. Jan. Wir entlehnen der Tek- i Wekaji-vom 15th Ramasan (14. Januar) die nach- enden Artikel:
„Allah sey Preis, dem Hocherhabenen! Auch im diesjäh- :gnadenvqllen Ramasan segne Gott den Sultan und jeden
bigen Muielmann! Zu Anfang dieses Monats haben, dem ,ehrwürdigen Brguchr gemäß„ im_ Serai Beschikcasch, in ,?Sroßßeerii'erlauchter Gegenwart, acht Efendr's (deren Na- n und Geburtsorte mit aufgeführt werden) der Reihe nach getischeVorträge, und die mit ihnen zugleich anwesenden Mü- in'e (Professoren) Disputationen voll dialektischer Kunst ge- im. Nach dem Schlußgebete wurden sämmtliche gelehrte cren mit Geschenken und anderen Beweisen des Großherrlichen ohlmoiiens erfreut.“
„In einem der früheren Blätter unserer Zeitung meldeten , daß Nami! Pascha, erster Miriewa (Brigade-General) _Großherrlichen Garden, zur Befestigung der zwischen bei- Höfen bestehenden Freund]chaft, wiederum als außerordent- rGesandter der Hohen Pforte, nach London befehligt und esendet worden sey. An den Ort seiner Bestimmung gelan t,
derselbe seinen Pflichten als Gesandter Genüge geleistet. a ignis. Rami! Pascha General bei der Garde ist, Und
militairische “Zimt, welches er hier in Konstantinopel rider, seine AvWesenheit erheischc, so hat der Groß-
; nachdem er besagtem Würdenträger die Erlaubniß ilikIttilcthérd serßtdkxilt, ax;7 seiÉer Stelile dem bisherigen , „ „ r* e iwans uri end“ d e ' x die kiemen Kantone vor den großen, wre dort das gering. dten am Britischen Höfe AaergLäQjZ/sk ZU vekaZSTUZTVUGhek. kerte Delaware vor New-York, 'welch)es_'dte größte Bevdikcx» er der Chodscha's und Geheim-Secretaire des Diwans, Ta- hat. So wären wir denn auf einem kleinen meege wieda- , Efendi, begleitet ihn als erster, und ein anderer Geheim- dem belkkbk?" Unions-System zurückgekommen. “" MMU.“ ecretair, Teffik Efendi, als zweiter Secretair. Das Amt ei- merkt man gar nicht „dre Verschiedenhett unserer örtlichkk' Dollmetschers bei der Gejandcschaft wird Janko, der ältere von der Nord-Anrerika s- Wir haben den schmalen Rh?!“ ohuStefanaki's, des Bei's von Samos, versehen. Nachdem den leicht zugänglichen Jura zur Gränze, Nord-Aznertka 1.“ oheit das ganze Personal ur Audienz gelassen, und Ta- gen das Weltmeer. Wenn der Präsidrnc 'der Vereinigten * fendi nebst Janko mit E r enz ei chen ges chm Ü ekt, ist die ten in Worten oder Werken einen Mißgriff macht, so hat esandtfchafc am 28. Schaban von „Konstantinopel aufgebrochen.
volle Zeit, der Sache eine andere Richtung zu geben, ' je dem erledi ten Amte des B ilikt j t F , , zur gefährlichen Entwickelung kömmt- Wenn aber MP"ä . dscha des Dgiwcms, NamenscSarsiY! Ysera?“ ZUOJL'Zeä'IT-TL der Helvetischen Union Uebereilungen ?: la .)m:]ch50n beg uhr.“ *
so wäre die Schweiz von ihren mächtigen Nachbarn angtg „Die Staa , ' ' ' ' und rnit eeren überschwemmt, eh? die KMW"? ""ck ihr! 7, melcheunttserYtrkYefoFardkeetijcexrész211136?st-ToKnZiZRF; gentlicbe "UWS aussprxchey könnten. Welck) !kkffl'ch“ '» " stehen, sind schon seit mehreren Jahren rückständig geblic- tel wäre also diese Amerikamfirung, die Schweiz stark " m nun Mehmed Ali zu endlicher Bezahlung dieser ge- das AusZapd zu machen, wenn man die Oberleitung d'r usten Rückstände zu bewegen hat der Großherr vor einiger schäfte emtgen Männern anvertraycn wollte, die, wenn se , “ dessen Agenten an der Pforte, Nefif Efendi, nach Aegypten ohne Leidenschaften wären, doch immer viel leichter irres" rdert. Der Pascha, welcher “ck außer Stande sehr dem ten, etanschüchtern oder zu „weisen seyn würden- als zw“ esehr des Sultans zu genügen, hat in Folge dessen mii Er- zwanzig Kantone, deren Whigs Erwägung, Prüfung)!» “ng seiner rückständigen Schuld gefiehc und zugleich gelobt, scheidung allen Verführungetx dkk Leidenschafr, Eitelkeit; “. [volle hinführo sämmtliche Staats-Einkünfte aus den erwähn- fahrenheit oder des bösen Willens unzugänglich ist. Werm-s Eialet's und Sandschak's -- vom Anfang des laufenden auch der Schweiz kKkhM- ihk? fünfhundertxährige Verfa ksken Jahres an gerechnet - gewissenhaft abtragen. "Dieser abzulegen und ,dafür die eines Landes anzunehmen, das ":*“ „.Mi! und diesem Versprechen zufolge, hat der Sultan dem griff UB,?“ Kinderschuhe &" verlieren, ehe es se noch “" Ü. fck“, den er noch nie seines gnädigsren Beistandes unwerth een hat? Mk“ * die oberwähnten Rückstände zu erlassen und ein da- P o r t u g a [. » ml)(;Yendes Großherrliches Schreiben an denselben abzusenden
Lissabon, 25. Jan. Herr Silva Carvalho hatxseinF „Es ist ein alter Brauch, daß befreundete öe um ck Budget für das Jahr vom 1- Ikkki183,4'b's 1- ZU“ 1835 vorm * res fortdauernden gegenseitigen WohleetT-s: zeinaäzzder Er berechnete, daß, falls die aus Brasilien erwarteten Summ tkZeit zu Zeit Geschenke Übe"rmachen. So hat neulich Se. gingen“, das Defizit auf ungefähr 740,600 Pfd. herabsmken alestäc der Kaiser von Rußland Sr. Hoheit dem Sultan durch „welches er aber ohne Auflegrmg neuer Steuern durch den ..beksendung einer Auswahl besonders schöner und kunstreicher Y“ &on Natioizal- FINKWYWYSMHUM zur ZFI“, "FWVM [den PeterSHurger Fabriken seine ausgezeichnete
r e _on'1men en , ' a genommen, e ** un eurkund t. auf ein Deßzir von 180,000 Pfd. pro Jahr. Sein Plan g . e Die erwähnten Geschenke wurden allgemein gebilligt, und selbst die Opposition konnte nichts gen, sagen. Inzwischen hoffte die Opposlion, die Minis“,k ein Votum des Tadels u stürzen, weil die Regierung, “' ' Versicherung der Mini er Carvalho und Freire, große '
“) Der "Bciliktschi expedirt Befehle an die Statthalter der ro- &II??? 1chriftliche Verhandlungen mit den Gesandten “USB“"
"namentlich mit dem Vorschlage,
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in das Serai» Istawws gebracht, wo in Se. «o e x bald sch verfügten , um dieselben in hAugenscbei? hg? 7:31?- men. Sämmtiiche „Artikel waren geschmackvoll aufgestellt, und Se. Hoheit betrachtete fie mit Freude und Wohlgefalken. Tages darauf ertheilte der Sultan den hohen Beamten der Pforte durch einen Ferman die Eriaubniß, auch von ihrer Seite das genannte Serai zu besuchen und alle diese Seltenheiten zu bewundern. Mit ihnen fand sch aUch Sr. Exellenz der Kaisers. Yxssxßsckßer_;Btotschaßterüdaselbsk ein. Man erzioß fich in das Lob a me un r mtc die reund a * ** KaiserJ“ H 0 f sch fins)? Gesinnung diE“ . „ e. oheit der Sultan Hat den Gris i en den Armr- nischcn rind „den „katholischen *) Patriarchen, YCLFZEZU' von dir- sey Dreien nr seinem Berufe die Wohlfahrt und rechte Leitung seiner respektiven Glaubensgenossen sich eifrig angelegen sevn läßt, und das Großhrrrliche Wohlgefallen emsig erstrebt, am" Abend des 2ten Ramajan gemeinschaftlich zur Audienz ge oaen, und Zedrm von ihnen ein Ehrenzeichen aus Brillanten ertZeilr.“ „Die unlängst wegen eines Vergrhens auf Großherriichcn Befehl nach Warna exilirten Banquiers") hat der Sultan, in Erwägung der sehr traurigen Lage, welche ihr Alter und ihre Gebrechltchkeit ihnen dort bereiteten, seines Erbarmens würdig erachtet und demzufolge begnadigt.“
Belgrad, 26. Jan. (Schles. Ztg.) Das Für ent um Serbiert befindet sich gegenwärtig in einer wichcigetxi Kchifis, die für die zukünftige SteUung' und die Rechte des Volkes, so wie des Regenten, entscheidend enden muß. Man weiß, daß st_ch limgst schon ein Theil der Primaten dieses Landes gegen das bisher bestandene WiUkÜr-Regierung und Geseßlofigkeit, so wee gegen den Mangel aller Kontrolle in den Finanzen auSge- syrochen hat, und eben jo brkannt ist es, daß Fürei Miiosch, um diesem Uebelskande zu begegnen, schon seit mehreren Jahren an xmem Geseßbuche für Serbien arbeiten läßt, und überhaupt immer ernsiiich darauf bedacht ist, allen Mängeln und Ge- brechen,_ so weit fie das Wohl des Serbischen Volkes be- eryträchcigen, abzuhelfen, So standen die Sachen schon sert einigen Jahren _ einerseits guter Wille und redli- ches Streben, den Zustand Serbiens zu verbessern, den Volksx unterricht, Handel Und Gewerbe zu heben, und die Rechte jedes Einzelnen, so wie die der Regierung und des Volkes über- haupt. durch S_eseße festzustellen, durch den Kampf gegen Vor- urtheile und die Rothwendigkcic genauer Erwägung und gewis- senhafter Prüfung gehemmt: andererseits rastloses Drängen nach Verwerkiichung geseßlicher und constitutionneller Institutio- nen, durch, das Geschrei einzelner Demagogen nach Franzö- sischer Constitution angefacht, -- ais Fürst Milosch vor einigen
» Wochen den Befehl ertheilte, die Depuiirten Serbiens zu einer Ver-
sammlung in Kragujcwaßeinzuberufcn, um denselben einige, mit den Interessen des Volkes eng verbundene neue Geseßvorschläge zur Be- rathung vorzulegen. In Folge der deshalb ausgesandten Schrei- ben der Regierung, hatten sch schon um die Mitte Januars (nach der neueren Zeitrechnung) mehrere Primaten in Kraguje- weiß emgrfunden, allein ihre Aeußerungen zeigten eine so feind- selige Stimmung gegen die Regierung, daß der Fürst leicht auf den Gedanken gerathen mochte, die von der Regierung vorbe- reiteten und zu proponirenden Vorschläge dürften wenig befriedigen, und da die weiteren den früheren Versprechungen des Fürsten entsprechenden wichtigeren Geseß-Entwürfe noch nicht so weit gediehen waren, um den: Deputirten vorgelegt werden zu können, so sah [:ck der Fürst veranlaßt, zu befehlen: „daß der eben einberufene Landtag nicht stattfinden solle, daß sich die Deputirten, die fich bereits in Kragujewakz einge- funden hätten, wieder nach Hause begeben, die Uebrigen aber von dieser Gcgen-Ordre sogleich unterrichtet werden sollten.“ »- Dieser Wille des Fürsten stimmte mit dem stdrrischen Sinne der bereits versammelten Primaten schlecht zusammen; rs ward da- durch nur Oel ins Feuer gegossen. Weit entfernt, dem Befehle des Fürsten Folge zu leisten, beschlossen fie vielmehr, ]"th oder nie die Befriedigung ihrer Forderungen durchzusrßrn, und wenn sick) Fürst Milosctz unbeweglich zeigen sollte, denselben des Thrones verlustig zu erklären, und den Erb-Pxiyzen Milan auf den Thron zu heben. In Folge dieses Beschlusses wurde eine Deputation an den Fürsten nach Poscharewarz gesandt, der unterdessen an seinen Bruder Iwan den Befehl entsandt hatte, mit der zur Sicherung der unruhigen Bosnischen Gränze, unter 1ei- nem Befehle stehenden Bewaffneten , sogleich nach Kra- gujewaß zu marschiren. Allein die Primaten licßen sich hier- durch nicht schrecken, sondern sandten auch diesem eine Deputa- tion entgegen, welche erklären mußte, das; sie nicht willens seyen, Krieg gegen ihre Bruder zu führen, daß sie nictts onten als die Erfüllung der gerechten und billigen Wünsche des Vol- kes und der Zusagen des Fürsten selbst, und daß sie dies auf
*friedlichem Wege gewiß durchsehen würden :c. - wodurch sie
den Bruder des Fürsten bestimmt zu haben scheinen, seinen Marsch nach Kragujewaxz einzustellen. Man unterhandelt nun eifrig zwischen der Primatrn-Versammlung in Kragujewaß Und dem Fürsten in Poscharewalz, und es scheint dadurch wirklich zu einer vorläufigen Verständigung gekommen zu seyn. Wie weit die Forderung einer und die Nachgiebigkeit andererseits gediehen ist, kann aber noch nicht genau angegeben Wer; den. Nur soviel wird versichert, daß Fürst Miiosch zu bedeu- tenden Concesfionen sich herbcilassen wird, und daß er am 21sten Jannar Poscharewaiz verlassen und am 26ficn in Kragujewakz
.einm feierlichen Einzug gehalten hat, um daselbst die Versamm;
lung der Abgeordneten dennoch abzuhalten. Auf dem ganzen Wege von Poscharewarz bis Kragujeivakz bildete das Volk links und rechts vom Fürsten, gleichsam als wollte es für seines Va: ters, wie er überall genannt wird, Sicherheit wachen, Spalier. Ueberhaupt ist das Volk dem ganzen Unternehmen fremd, es kennt die Wohlthätigen Absichten des Fürsten, und weiß, daß sein guter thle, besonders für das ärmere Volk, schon Öfters an dem ei- gennüßigen Widerstands der Primaten “gescheitert ist, wie dies eine verhältnißmäßigere und billigere Abgaben-Vertheiiung betri'sfend, der Fall war. -- Heute, am Feiertage des Landes-Patrons Serbiens, wurden die Ein- wohner Belgrads in der Kirche von der Kanzel herab aufgefor- dert, sich ruhig zu verhalten, und sich keinen Iliustonen hinzu- geben, sondern der Ucberzeugung zu leben, daß der väterlich ge- sinnte Fürst das Wohl seiner Kinder nie außer Acht lassen werde. Zugleich aber ist von, Seiten der Polizei in allen Häusern angezeigt worden, daß es nicht erlaubt sey, Über die eben obschwebenden Verhältmsse öffentlich zu sprechen, und sich in größeren GrUppcn als höchüens von 3 Personen an öffentlichen Orten zu versammeln. -- Aus K o n;
*) d. b. den Patriarchen der katbglischen Armenier. Es wurde dies übri ens auch bereits von En lischen Blättern gc- meldet. (Vgl. asvor estrige Blatt der t.-Ztg- Art.London.)
**) S. Nr. 18 der taats-Zeitung.
ska ntinop el schreibt man vom 13cm d da der Kiaxa - Bay Mehmed Alis, der mit einem ,Theilk des Triburs,_ nach, einigen mit 21 , nach anderen mit 12 Millionen Piaskern, bereits unterweges seyn solle, mie größ- ter Ungeduld täglich erwartet werde. -- Die Botschafter “Eng- lands und Frankreichs schemen neuerdings mit den wichtigsten Unrerhandlrzngen beschäftigt zu seyn, es heißt, daß der [eßte Nusfi§ch ; Turkesche Traktat, nachdem dieKrisis zwischen der Pforte rmd ihrer", Argiwkiichrkr Vasallen wieder so writ beschwichtigt i_fi, aufs neus dmzxfcxcb-éen werdcn, und daß dies der Grund die- »cs- hißiJcn dixiomriisxtzrr: Tdiorrnwecksels sey.
Vcreiniat: Siar-ren "oon Nord-Amerika,
Washinxzrdr. 1', Zam. Zu der Sißung des Re..- präsentanieiizßau s. 3:5 vom'130.Dezrmbertrug Herr Sedier- darauf an,. drn 'PkäsÖXFUWU aufzufordern (wenn er es mit dem öffentlichcn „“Interesse mreinbar glaube), mit Spanien Weqcn der Ansprüche desseiden anf den Landstrich zwischen dem Sabine; und dem Rothen Flu'ffr zu Unterhandeln. Mexiko, bemerkte er„ habe kein größeres Recht au?" den genannten Landjirich, als auf Cuba, und habe [(ck desselben nur durch Usurpation bemächtigr. „Mcxiko“, fuhr er fort, „bietet diesrs Land denjenigen Bürgern der Vereinigten Staaten an, die ihr Vaterland verlassen, der Mchanischen Regierung Abgaben zahlen, ihr Treue schwören und die katholische Religion annehmen wollen. Dies erinnert mich an das Ancrbieten des Teufels, dem Erlöser alle Reiche der Erde zu übergeben, wenn er niederfalle und ihn andere; denn Mexiko hat eben so wenig ein Recht auf das genannte Land, wie der Teufel auf die Reiche der Erde. "Diese Angele- genheit darf, meiner Ueberzeugung nach, nicht länger ein Ge- genstand der Unterhandlung seyn, da die Ansprüche Mexiko's unbegründet und zugleich unseren Interessen höchsi nachtheilig find. Man wird sich erinnern, daß vor einiger Zeit ein ausge- zeichneter Mann aus Mexiko in dem qenannten Gebiete“ An- weisungen auf Land austheilte und die Empfänger derselben als Mixikanische Unterthanen vereidete. Da fie sich dem Sheriff, welcher von Seiten der Vereinigten Staaten die Abgaben erhe- ben sollte, widerseßten, so sah fiel) der Gouverneur gendthigt, zu erklären, daß man den Gesehen durch eine bewaffnete Macht Achtung vrrschaffen und alle diejenigen , Welche verhaftet würden, als Verräther behandeln werde. Diese Drohung hatte den gewünschten Erfolg. Ich ersuche daher die Regierung, alle Unterhandlungen mit Mexiko über diesen Ge- gensrand abzubrechen und die Angelegenheit mit Spanien, dem das Gebiet gehört, zu erledigen.“ Herr Adams bemerkte hier- auf, dasHaus möge den Antrag erst in reiflicher Ueberlegung ziehen, ehe es denselben annehme, Der Antrag verlange, daß" der Präsident der Vereinigten Staaten mit Spanien wegen ei- nes ThMls dieses Kontinents unterhandle, wo dessen Ansprüche, wie Jedermann wisse, schon längst aufgehört hätten. Dies würde den Präsidenten nöthigen, die Mexikanische Regierung nicht anzuerkennen, dagegen den Spaniern Ansprüche auf einen Theil des Mexikanisckwn Gebietes zuzugestehen; dann siehe aber auch der Anerkennung der Ansprüche auf das ganze Land nichts mehr im Wege. Er hoffe der Antragsteller werde sich deutlicher erklä- ren. Hierauferwiederte Hr. S c v ie r: „Durch den Vertrag vomI. 1819, wegen der Abtretung Fiorida's, traten wir unsere Ansprüche auf das Gebiet bis zum Sabine-Fluße an Spanien ab, und nicht an Mexiko. Spanien hat aber seine Ansprüche keinesweges an .?cxiko verkauft, daher ist Spanien und nicht Mexiko Befißer dieses Landes. Lrßteres hat es weder durch Kauf noch durch Eroberung erworben, sondern fich desselben nur durch Usurpation bemächtigt. Wir gaben das Land an Spanien; es nahm es nicht in Befikz, aber es hat ein Recht, dies zu thun, wenn es wiij.“ Der Redner deutete dann noch aus die Wichtigkeit die- ses Landstrichs für die Schifffahrt der Vereinigten Staaten hin, und daß es, sobald es unter fremde Herrschaft käme, allen entlaufrnen Negrrn, betrügerischen Schuldnern, überhaupt Allen, die stch dem Arm der Gerechtigkeit entziehen wollten, ais Zufluchtsdrt dienen würde. Herr Archer bemerkte, daß der Vorschlag gerade das Gegenthril von dem bewirken werde, was der Antragsteller damit bezwecken one. „Den An- trag annehmen, hieße die Unabhängigkeit Mexiko's, die doch von den Vereinigten Staaten anerkannt sey, in Zweifel ziehen. Eine solche Beleidigung der erikanischen Regierung werde na- türlich den Unterhandlungrn, aber zugleich auch allen Hoffnun- gen auf die Ermerbung des genannten Gebiets, ein Ende m'a- chen. Nach dem Antrage des Herrn Mercer, znr Abstimmung über den Vorschlag zu schreiten, nahm Herr Sevier denselben zurück, weil, wie er sagte, von allen Seiten des Hauses Ein- würfe dagegen erhoben worden wären, dock) protescire rr gegen die Ansprüche Mexiko's auf das in Rede stehende Gebiet, da es das Eigencl)um Spaniens sey.
Inland.
Bsrlin, 12. Febr. Das heute ausgegebene zweite Stück der Geseß-Sdmmlung enthält folgende Bekanntmachung:
Seine Königliche Majestät haben nach dem Abieben drs Staats: und Finanz-Miniskers Maassen über die erledigte Vcr- waltung drs Finanz.-Ministerjutns nachstehende Bestimmungen Allerbdchsk zu treffen gcruht: '
1) Die Verwaltrxng der Domainen vnd Forsicn wird von dem Grsckyäfiskreise des Finanz-Minifteriums abacsdndrrt und dem OKi-xieirrium drs Königl. Hauses überwiesen,“ bei welchem fie eine besondere Abtheilung bildet, die mit aUcn Rechten, Be.- fugnissen und PfiiMrn dcs Finanz-Ministcriums in BéYlg auf die vorschriftsmäßige Verwaltung der Domainen und Forsten,. namentlich bei deren Veräußerung, bei den Ablösungen und bei der Verwendung der Erträge, vcrschen ist. In dem Organis- mus der Verwaltung und im Kasscnwescn wird nichts verändert. Die Provimzial-Verwaltungs;.Bchördrn treten zu drr General- Verwaltung der Domaincn Und Forsten bci drm *))?inisterium des König!. Hauses in dasselbe Verhältniß, in Welchrm fie zu dem FinanzMinister bisher gestanden haben. D!“? l-lkbcrschüsse dcr Elemcntar-Kassen nebst den Beträgen aus dcn Veräußerun- gen und Ablösungen werden nach wie vor zu den HZ:“:qierungs- Haupt-Kassen, so wie von diesen zur Gencral-Staats K.“.sse abgelie- fert und der General-Vcrwaitung bei dem MinisteriUm drs Königl. Hauses berechnet. Die für die§.Korn:Fidcikommiß-Kaffe bestimmte Summe wird aus der General-Otaats-Kaffe abgeführt, Und dem Fi- nanz:?)éinisteriumverbleibtzurBrürettung dcranderweitiacnStaais- Bedürfnisse die freie Verfügung über die bri dcn Rrgieiungs- Hauptkassrn sich bildenden Ueberschüsse. Auch in den „Berkant- mungen wird nichts verändert, durch Welche das Verhältniß zwischen dem Finanz-Ministerium und der Haupt-Vcrwaltung der Staats-Schulden rücksichtlich des aus den Vrräußerungen und Ablösungen und aus der Domainrn- und Fors-Verwaltung eingehenden Geld-Betrages feügestellc ist. Wie in Betreff des Quittungs-Wechsels und der Verrechnung sowohl der aus den