1835 / 54 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 23 Feb 1835 18:00:01 GMT) scan diff

raks)?", in England eines unter Vorffkz des Herm Warburton, da;! Herrn Spring Rice_begünstigrc, 111 Irland das" andere, von D Connell zusammenberuxen, welches für Herrn Temmson wirkte. Da nun keines der Comité's den von ihm bcqünßtgren Kandi- darxen aufgeben onee, soll O'Connell den Vorschwq gemacht baden, brede fahren zu lassen und sich zur Unterstützung des Herm; Abercromby zu vereinigen.

_ Gestern Aßend gaben die reformiskésckun Wähler dcr Tower

HUMleks ihren Repräsentanten, dcm Doktor Lushénglon und Herrn William Clay, in der London Tavern ein Diner, um ti): rm Sieg über die Tories bei dm lehren Wahlen zu feicxn. *Der Vorfißer zeigte der Gesellschaft an, daß die Lords Dmham, I. Ruffcu und Brouzzham aui!) eingeladen skyen, sich abcr cnc- 1chuldtgt härten. Lord Brougham hatte folgenden Brief ge; schr1eben:

„Mein Herr“! Ich fühle mich durch die von Ihnen und J'Hren KoUegctx erhaltene gütige Einladung schr geehrt, und ev“ winde mir zum grds.!cn Vcrgnügm gereicht yabexx; tie anzunehmen und met Jdnen einen Sieg zei fixicrn, _übcr den ich mich, sowohl aus öffent- 1échcn als Prévat-Ritckncbtrn, von gayzem Herzxn freue. Aber ich dcd_aure, daß ick) durct) Gcsch)ä"fte, die 1111) nach cincr so langen Ab- vzxjcnlxcit nicht aufsckoicben lasen, verhindert bin. Sewon Sie der- ixYxri, daß das albcrnc Geschrei, Welches von einer zu vcrächtlichen Srirc her, als das, es Beachtung verdiente, gegen wick) erhoben worden ist, wcil ich während meiner Amtsführang chsammlmngen meiner Landsleute beiwohnte, bei dieser Gclcgcnhcit durchaus kcinsn Einßuf; anf_n_iich ausgeübk hat. Ich kenne keinen Grund, wes- halb cin Mtntscr cs "“tr zu niedrig halten fonte, cincr Versamm- lzxvg seiner Mithürger beizuwohnen. Selbst die Tories, meine Vor- _angck, h_aben dees gethan, und was mich betrifft, der ich sicts mit W:; Volke gelebt und mit ihm gegen die Gewalt ekämpft habe, so würde es eben so unmögliä) scon, mich plötzlich ?)cffen Umgang „411.1'11151613211- als es unmöglich ist, daß ich jemals die Freundschaft Dx17clve11 vergessen oder seine Intereffen vernachlässigen fonte.

Brougham/J Man hat es auffallend gefunden, daß O'Connell fick), ob- z:;ieick) er früher häufig erklärt hatte, von dem Könige niemals

ecm Amt annehmen zu wollen, cht in einer Rede, die er in ei; *

ner Versammlung der Tory-Association gehalten, dahin geäußert 15.411, er werde bci einer abcrmaligen Ministerial-Veränderung im Sinne der Reformer kein Bedenken tragen, einen Séß im Kabinitre, Wenn er ihm angeboten werden sollte, anxunebmen. Dcr Behauptuna des Albion zufolge, ist der Einfluß O'Con- nells indcß merkléck) im Abnehmen; wenn seine Wahl für un- quccg erklärt werden sollte, w-ere ci“ in Dublin krine Ansficht zur Wiedererwähiung haben. Er soll für diesen ““Fall die AbsicOc

daben, sich in der Grafschaft Louch, wo ein Parlaments-Siß 1

erlediqr ist, xu melden.

Herr O'Connell wii'd mit seinen Söhnen, Morgan und Zohn O'Connell, heute in London erwartet. Vorgestern kamm 13 ZrländisM *Parkaments-Matglieder von Dublin in Liver- you! an,“

“Ilm 1.3. Fibruar srarb in einem Alter 11011153 Jahren Henry Hunt, das frühere Parlaments-Mitglied für P:“eston, Er hatte vdr drei Wochen_ einen Unfall von Sch1agf1uß, drr ihn der Sprache beraubte, Durch schnelle Hülfe wurden zwar die ersten !)cunrnhigcndcn Symptome gehoben, und seine Freunde bofftsn bei seiner kräsiigen Natur auf seinedöllige Genesung, obgleich “die A'erzte zweifelte", daß die Lähmung dcr linken Seite sick) je- wals verlieren wcrden Während dcr schwcren Krankheit, die idn hierauf bcfiel, hatte er dm Gebrauä) aller seiner Geiffes- kräfte und war gefaßt und hsiter bis zu seinem Tode. Hunt war mäßig und gelassen, stand früh auf u.“;d südite cim! regel:- mäßigc Lebensweise. Die langen Nächte, wslche er im Unter- hause zubrachce, und die Hitze, welcher er beständig daselbst am:,- 96“1':k§c“ivar, xvirkcen nacbthcilig auf seine (Gesundheit. In einer «axxxng, spät in der Nacht, klagte er über UmvohTscyn, und 1"-:ine Freunde bemeczcm, daß seine Gcßchtözüge sich vcränderc hätten, Gleich darmkf empfand er in dem einen Schenkel cine _qiringe Lähmung, die offenbar ein Vorbote der Krankheit War, wck1che später scinkm Leben ein Ende machte. Er war er'n tüch- tiger Jäger, ein ausgezeiäznxter Scht'nze und ein geschichcxr Anz;- 127. Er Hinterläßc zwei “Söhne, * (70:11:16 Und Henry.

Der Albion meldet unter seinen „Korrespondenx.:Nachrich- ten, daß an der Pariser Börse auf das destrmtntesrv beyaupxec wcrde, es seyen dcm HekZog von Palmclla Znsrructioiien zuge- sandt worden (von Mm, wird nicht gesagt), welch? es ck11! zur Pßichr machten, di:: Anerkennung der Anleihe Dom Miguixl's durch„die Cortes zu bewirken, als eine Maßregel, nvcläze zur Konsolidirima dcs Thiones der Donna Makka unumgänglich nothwendig sey. DieOdrsm-Spekulanten, von dciien wahrschein- ktck) disse Ulm.,riäzc ausgeht, fügen hinzu, Palmclla habe bereits exne große Anzahl jener Obligatéonen aufkanfen lassen.

Die durch widrige Winde so lange aufgehaltene Expedition 11411) dem E::phrat ist endlich am WM 0. M. adgescgclt. C'm Theil der Expedition soll u Scanderun landen.

Ein Schreiben aus obarc Town auf Van Diemens- Land vom 26. Sept. 1834 enthält Nachjiehc'ndes: „Die weib- 11chcn Emigranten smd am 13. August nacd einer Fahrt von 101 Tagen hier anqekommen. - Sämmtlicve Passagiere waren gesund und froh, AUßLk einem Kinde ftarb Niemand auf der Riisc. Am Endo der ersten Woche nach ihrer Ankunft hatten schon 150 ein Unterkommen qefunden, und jeßr smd alle versorgx. Der Lohn beträgt t'm Durchschnitt 12 Pfd. jährlich. Zwei find bei dem hiesigen Theater engagirc und erhalccn jähriia) 75 Pfund; eine ist mit einem Gehalte von 40 Pfund Haushälterin bei dcr Gemahlin des Gouverneurs Arthur; andere smd mit 30 Pfund jährlich bei Schulen 11. s. w. angestellt, so das; sie keine Ursache haben, ihre Auswanderung zu beklagen; aucb finde ich, daß Alle mit ihrem Sevicksale sehr zufrieden sind. Auch die Kolonisten sind sehr erfreut über dies Auswanderungs-System,“

Niederlande.

Aus-dem Haag, 17. Febr. Wie man vernimmt, ist das See-Departemene ermächtigt worden, gigen März das Trans- portschiff „Prins Willem Frederik Hendrik“, befehligt vom Lieu- tenant van der Hart, und in Helvoetslms liegend, mit den Be- dürfnissen für die Kriegsschiffe in Westindtm „veriehen, nach Surinam und Curacao abzuschießen. An dee Steux des auf sein Ersuchen von dem Befehl der Königl. Seetnactzt m Quin- dLen ehrenvou entlassenen Contre-Admiral Bolßeqist bekannt- ua» der von Antwerpen her so berühmte Captcam Koopman ernannt. ' .

Die nach Königl. Beschlusse für dieses Jahr auszuhebenden Mißzen, 8163 Mann, werden als eine verhältnißmäßig sehr kleine Vsrsiärkung. unserer Streitkräfte betrachtec.

Das vor einigen Tagen erschienene .laarbuekjo Wm- [11:1 1ch011inZ1*3/1c cler Kaäerlauäou Mar 1835" bringt folgend? [Latvij- We Notizen: Am 1. Jan. 18,11 betrug die Seelenzahl Hollands 2,-181,382; davon kommen auf die verschiedenen Provinzen: Nord- Brabant 352,661; Gelderland 318,952; Nord-Holland 420,955; Sad-Holland 488,341; Zeeland 138,675; Utrecht132,415;Vries-

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[and 215,4-“17: Ovsr-Yssel 183,703: Gxöningen 163,97"). und Drenthe 66,261. Im Jahre 183.1wurdcn geboren 87,116 „Kin- der, nämlich 441,619männ1ichrn und-12,497 weiblichen Geschlechts. .Die gesammte Bwölkerung Hollands hat 1833 um 19,378 See- len zugenommen. * -

Die Javasclße Courant meldct nunmehr ebenfalls aus Batavia vom 11). Okt.: „Nach mehrtägigcr sehr warmen und drüchendcn Wickerimg wurde heute früh Um 5; Uhr hier durch- gängig cin uugkwöhnlicl) sch1vcrcs Erdbeben vcrspijrt, das von ziemlich langer Dauer und von einem starken unterirdiscimi Ge- täusche bealeéxec ward. Die Einwohner, Welche hier noch nie ein so starkes Exdbeßen erfahren [)atxen, verließen aus Schick- ken eilends i;“)re Häuser. Mehrere Wdhnungsn und styinecne Gebäude, worunter der Palast in Weltevrsden, das Stadthaus und cin LairdesxPackhai-s find mehr oder wsniger beschädigt. Bis seßt weis": man nicht, da]“; jemand Verletzung erlitten.“ Pri- vat-Briefe sind ausführlicher und spkectxn auch von Besckxädix gungen an dem Palast in Buiienzorg, der Freimaurer-Loge u. 1. w.

Sockmveden und Norxoegcn.

Stockholm, 13 Febr. Am Namenswge Jß'rcr Maj. der Königin und St“. Königl. „Hoheit OCS Kronprinzen qab der Nor; Mgische Staatstinister, Fceihekr Lö-vcm'kichw, ciyicn qlänzyn- den Du!], dem der Kronprmz, welcher die Nong-„ésolw Unifox'm ti'ug und den Ball mit der SchmieZcrtocl)cer des Ministers er; öffnete, beigewohnt hat.

Durch eine neuerdings erlassene Vcrordnuna des Kommerzs Kolicgiums ist die Öthkk angeordnet gewesene Qnarantaine für alle aus den Häfen OüfriesMnds, Oldenburgs, Englands und Nem-Yorks kommciiden Schiffc mmmchr wieder“ aufgehoben; dagegen sind einige Französische, fast alle SpanisM, so wie die OITai'okkaniscixcn Häfen und der von Philadelphia als von der Cholera angesrchc erklärt worden.

Das Silberbsmzwerk von Kongsbirg in Norwegen hat im

' Jahre 183.“- einc Ausbeute von ungefähr “.I-52,173 Schwedischer

Spezies-Tdaker gcliefcrt.

Dänemark.

Kopenhagen,1/-.Febr. Man lieék im Sdndagsblad: „Das Relées“, Alexanders C'inxua in Babylon vorstellcnd, wel- cHes Thorwaidscn 1811 für den Qnirénalschen Pamst ausffihrte, war die erste Arbeit dieser Art, wodnrct) der reine, ancéke Styl in gcsc1)mac*c“-.*oller Anordmmg der Figuren imd in der Behand- lung der neueren Plastik angeeignet wurde. Man tvar 19 au- gsxnrin ergriffen von der skltcncn mid wundkrbaren Schönheit dieses Werkes, daß ein ausgcchdncter Deutscher Künstlcr, Frie. drici) Overbeck“, schon damals beschloß, gleéck) nach deffen V""- endung Zeichnungen dxrnaci) auszuführen. Dieses Overbcchsche Werk warde von zwei I'caliänern, Bertelini und Marchxtti, itLK;1pr' getkocben. anzoiscHen wünschte Thorwaldsen später, das; em Deutscher „Künstler. Samuel Aleer, der sich durch vortreffliche Kuyferßich Nach mehreren seiner Statuen einen berühmten Namen erworbkn, eine neue Ausxxaße des Alexander- z'ugcs besorgen sollte, durex) welche das plastische Verdienst seines Werkes mit mehr Treue wiedergegeben Werden könnte. Dieses Geschäft Übernaym AmS'lcr um so lieber, da Thorwaldsen inzwi- schen von H use eine Bekkeixung erhalten hatte, dieses Werk in '))?armor fi'n' den großen Saal auf dem Schloss:". Christiatis'burg auszuführen, dessen Umfang e:; ihm nothwendig machte, die Ar,- beir noch zu crixscitern und mehrere Gruppen und Figuren hin- uzufi'igcn. Die Overbeckstben Z-éichnunxxen hat Ainslcr bei den alteren Theilen dicses Werkss benußc, die neueren nach Zeich- nungen von tüchtigen Jxaliänischen Künsrlern gescoeben. Seine Behandlung dis Werkis 111 einfach, aber sorgfältig und kraftvoll und er hat seine AllfiUckksiMlkkik mit gleicher Strenge auf Form und Charakcc-v der Gegenstände und auf die ausführlichste Mo- deüirung dcr Einzélnhciten verwendet. Die ganze Urbeic, rvi-lche cinen rüßmlichn Plaiz unter den besrcn in di:“seirArt einnimmt,

13.211.711: aus 22 KUpfertafeln mit erklärendem Text in verschiede;

nen Sprachen.“ Devits-Oisnd.

Schwerin, 19. Febr. Se. Durchs. der Prinz Georg von Alkevburg und Ecmadlin sind am 115th d. von Ludwigs- lukt hixr eingetroffen und auf dem SÉUQffe abgestiegen.

DreSden, 15 Febr. Dée Königl. Gcmäldc-Gafleréc er,- fäh'rc nun auch in dem äußeren Uméanz'ze ihrer Räume diesckbe Anordnunq und Aufxi'elxung, die sie skis zwei Jahren in ihren inneren Räumen, wo such die Jtaliämschen Sckzuien befinden, erhielt. Durch eingezosene Zwisxbenwände isc mm der Raum zur Aufffciwng von vielen wcrthvollen, bis 1?th nicht ausstell- baren Gemälden gewonnen worden. Der milde Winter begiin- 11191 die ununterbrochenen Tischlexx, Tapezirer- undVergolder- Arbeiten so sehx, daß man "hoffen darf, daß mit dem Mat, wo d:? Gaßekie dym 'Puölikum erdffmt zu Werden pflegt, Alles vor- bereitet uiid in Stand geseßc seyn wird; auch wird dann der neue, ganz umgearbcikeie Katalog auSqegcbcn werdcn'kdnncn, welcdcn der Direktor der Gallerie, Profeffor Matthäi, jetzt drnckcn läßt. Unsrreirig wird, wenn A11es vollendet iik, eme ausführliche Anzeige da.":“ibc'r ins Publikmn von ihm selbst ge- braciyt werden. Die aus der cntgcgcxngeseßten Seite hinlaufende' Gewehr-Gaijeric ist in den Rang eines Königl. Schau-Kabmets einqctretcn und hat Unter Wkiewnkimg eines Kenners in diesem Fache eine solehe Einrichtung erhalten, daß ein Katalog davon abgefaßt und .Beschaucnden künftig in die Hand gegeben werden kann. Die Iagdliebe der Säch)11sch711 Regenten zeigt fich in den kofibarßen damascirten und Bild-Acbciten.

München, 11. Febr. (Deuxichr Courier.) D:“e “Wiederhcrfi'ek'ung der Benediktmer-Klößer in Bayern mag xm Auslande und besonders in den proteüantischcn Ländern mam chen Stoff zu kcitteinden Bemerkungen und der falschen Ansicht Nahrung geben, als beabsichtige die Königl. Staars-Regierung mittilalcerltche Znüimtionen wceder ins Leben zu rufen. Allein es ist vielleicht nicht gcnügiich bekannt, und muß daher wieder- holt bemerkt werden, daß das am 5. Juli 1817 zu Rom ab- geschwffene Konkordat zwischen dem heiligen Stuhls und der Krone Bayern, welches am 24. Oktober 1817 von dem hoch- seligen Könige Max Joseph ratifizirc wurdc, aUSdcücklicb die Wiederherstellung einer Anzahl von Klöstern sripulirt, und es somit nicht in der Befugniß dcr Königl. Regierung liegt, fich vertragsmäßigen Verbindlichkeiten zu entziehen. Es ist viel- mehr eine ehrenwerthe Gewiffenhafcigkeit der höchsien Staats- Behörde, alle ihre VerpflichtUngen -- sowohl die verfassungsmä- ßigen gegen das Volk und die Stände, als ihre Bundespfirchcm gegen das Gesammc-Vaterland und so auck) ihre sonstigen Ver- bindlichkeiten, die auf Staats-Verträaen beruhen -- getreu und redlick) zu erfüllen, ohne irgend eine Neben-Nückficht. Da ader nun einmal Klöster errichcet werdkn müssen, so ist es offenbar zweck- und zeitgemäßer, nur gebildete Männer darin zuzulasse

und dieselben für Unterricht und Erzichimg nüxziich 111 Ma

als“ sie mit Müßiggänaern zu bevölkern. Das Konkos'dat ist erfassungs-Urkunde (vom 26. OJYai 1818 vorciusge aii ** und lich also außer der conftiiutionneüen eartheilung, ist? ein Staats-Geseß, das die Kömial. Regierung vollziehen W“ wie jedes anderc. Wurde die vollständige Ausfühmmg bis ." nicht ins“ Leben gerufen, so giebt das kein'Recht, no*ch län" damit zu zögern, sondern 111 vielmehr." eine moralische Verba; lichkeit, cndlich Dem uachzukommen, Was friiher zu “füllen ' Umstände nicht ge:?atirc haben mögen. * -

Dcr Buchhändler Flanz und der Königlickxc Baurathv Ransou beabsichtigen hier die Herausgabe eines Blattesmn dem Titel Snedünfrüäuy, Welches nur Aufsäße von Studi: dcn enthaiten soll. Abonnenten jenes Blanes, welches für ein halbes Z'ahkLF 30 Kr. kostet.

»- Oeffentlicbe Blätter enthalten folgenden Arti von der Isar: „Vor kurzem WUrde in mehreren ZLitun der traurigen Erscheinung gsdacht, daß im _vcrganz;enen Ja in München meßr uneheliche als eheliche Schurken kkanqx den haben,. und dabei angedeutet, daß in dem sirtenlosen Zu]; ' dieser Hauptstadt ein Wesenilia)er Grund der überhand "ck11:- d-cn Armin!) zu suchen sey. Wenn nun auch die MRM Thacsacde dadurch etwas acmixdeit wird, daß nach den amin. chen Verzeichnissen in Münciyen im vcrwichencn 3111111331 eheliche und (nur!) 1291 uneheliche Kinder geboren words,: 1711 so wird stel) doch wahrsäyiniick) im gegenwärtigen Jahr“,]; Uebersehuß der uns;“)eliäzen Geburten i'rqeben, da das Verhän- m'ß seit Jahren im Steigen ist. Nac!) eincr Angabidic Bayerischen National-Zcitung belief fich in WIM- raums vom 1. Januar 1824“. bis ZUM 31. Dezember 18331“ Zahl 0171" ehelichen Geburten zu "*.*? nchen auf 14,831, und d' der [mkhßliäWn axif 12,219, ein Verhältniß, welches in kein Hauptscadt Europa's zum Nachtbeil dcr Siitlick)keic dieseHöd, ka'kicßt. »“ Die Ursackxcn hiervon mit waißhcit anzugeb möchte schmir seyn. Unleugbnr 111, Wenn es auch UichtzUkÜ*. schuldigung gereicht, daß es auf dem Lande im sx'ldixchenBam nch sehr viet besser ist; mit dem Unterschiede jedoa), daß inFo unedclicher Geburten myhr Ehen geschloffenwerden, als in 93111111 Die » ckan von Dienenden und Arbeitendcn, wclche sichsortwähr vom Lande xm- Hauptsradt drängt, komm: daher wohlebeni mit den fifiesten Grundsäch 11ach “MünMn, und ist dase wo in allen Ständcn so viele ehelos [chen, der Verfühq schußios preisgegeben. Die Genußsucht ist im AilZemctneny siiegcn; die unteren Siände folgen dem verderblichen Beisp' der höderen; zum Heirackxn braucÖt man eine scßöne Ein' rung und viel Geld; auch ißdie Ehe unaußöslich, aber für eheliche Sünden hoffe man im Beichtiiuhle Vergebung. Da kann es“ nicht ohne nachtheilégcn Einfiuß bleich, daß geistliche Stand, der das Muster des sicclichcn Leb für di? übrigen Stände seyn soll, in Ehelofigkeit [ denn letztere wird darum von Viclxn für etwas Ehrcnw'er gehalten, ohne daß sie die Kraft zu einem wii'klich reinen» cnthaltsamen Leben haben. _ Es thut eme Abhülfe differs" chen Pest dringend Noth; allein das Mittel, an ive1chei Bayerische National-Zeitung vor kurzem erinnerte,“ nichk dazu führen. Die Kammer der Reichsräthe Latte ,n; in der vorjährigcn Stände-Versammlung darau angetra man solle die Vaterschasrs-Klage aufheben, nur die Mütter Polizei- und ArbeinAnstalcen angemessen bestrafen, fax Kinder aber sorgen. Die Kammer der Abgeordneten antwo darauf: „daß diese Anträge sich weder mxc den RÜcksichten Menschlichkeit noch den Grundsäßen dcs Rechtes und der lichkeit vereinigen ließen; daß dadurch das 1'ck)1vache Geschlechtb gestellt und nicht selten ein uniclmldiges Mädäxn zur Verzweifiung, bracht werden würde.“ Wer soUte diese Antwort bei unbef 9911er Erwägung nicht recht und wahr finden? Erkennt1 nicht aus obigen Anträgen die Herren der Schöpfung, 11 den Mann Ungeskkch scinin Lüften stöhnen lasssn und dai ihm verführce Weib auch noch bestraft wiffen wollen? ] gab: einmal die Giscßgeßung Über diesen ngcnjkand in Hände der Framn, und man wird erleben, daß diese mit'- selbcn RECHTS, weil sie dann die Gewalt hätten, nur die V»- dsr unehelichen Kinder, nicht aber die Mutter wcrden be|11111 wollen, welche ja ohnefxén die Folgen des beganHencn UnrtÖtk- nach den Gesexxcn der Natur, hart genug zu bt ßen habcnwö Überdim meist in Roth u.“;d Elend gerathen.- Zn einemW hast cl)ristlic1)en Staate würde man zu einem ganz andert"?W gen P?itt-l greifen, um décsés Uebel zu mindern, Manx!!!“ jedem fleischlichcn Vcrgrhen unverehelichter Personen dingtskk' lieben Zwang zur unaußökzlicden Ehe und zu standesmäWW tsrhaituni: dcr Geschwäsdcen und ihrer Kinder folgen 111111 Wäre aber ein Ehemann der Vater eines uneheliazen KMW so müßte er dasselbe ivcnigßcns öffentlich anerkennen undnt der Mutter seinem Stande gemäß ernährei: laffcn. DéeJUk' vor den Bestimmmigen eines solchen (ééeseßes würde eben ]“ wiß auf die 21“uff§5.7)run§; der jungen Männer wirken, als ** von der Wirkmig der Furcht des schwächeren Geschlecht?" harten Strafan eine »Mindcrung des Uebels hofft. DieQ“ sache dabei wäre ma', daß nich extra ein privilegirter Geri jiand fiir [)ohe Personen in dissem Punke: cinträte. Man“ heirat1)e nur ein Paar Duxzend junger Leute aus höherenS“ den nur den Opfern ihrer Verführung aus den uncerstenKkä' und man wird Wunder scheu von der Jurek): vor dem Gessi

Freibiirg, “1.1. Febr. Bei dir heute hier stattgxhü Wahl 111 der bisherige Abgeordnete Duttlinger mic Stam Einhelligkcit wieder zum Abgeordneten der zweiten Kammer Ständc-Versammlung exwählc worden.

Oejierreick).

Agrar", 10- Febr. Wie wir aus Galacz verneh

hat der Wige Hospodar der Moldau, Fürfi Michael Stout er

auf Ansuzycn dcs Galaczer Handelsstandes, die Bewillisung theilt, 0511; die StadtGalacz zum Freihafen erhoben/ und Y)2auth1micn außer deren Weichbilde verlegt werden.

muß jedoch nach dem Vorbildc anderer Europäischen er'b' '

und mir Bedachtnahme der ärztlichen Verhältnisse, ein

ment ausgearbeitet und der Fürstlichen Genehmigung up"?! werdcn. --- Ferner wird von dort her berichtet, daß "" ' des lelztvcrfioffenen Sommers durch den in Galacz skati- gewesenen Rujsischcn Kommandanten drei Pontons, dercn! ein BataiUon faxscn kann, für den Dienst bei Silisiria, 1-

durch eim'n Ionischen KanMann, eine Brigantine von,

Tonnen gebaut und vom Stapel gelassen wurden. ZW“ nere Handelsfahrzeuge sind im Bau begriffen. - Bet der anhaltenden Kälte, welche in dei" ersxen Woche des IMUUW1 unter 0 war, ist die Donau noch immer zugefroretz- "'" Flußsohifffahrc gänzlich unterbrochen, In dem dortigen H“

Die Emsc'nder von Artikeln sind zqu, 0

111 unter anderen kleémrcn Fahrzeugen die Sardinische Brigg",- tine „Santa Casa di Loretta“ cmxchroren,

Italien.

„Tom, 7. Febr. Gestern, als am Jahrestage der Krönung des Pavstcs, wurde in dcr." Sixkinischen ngelle ein feierlicher Gottcsöiénst gehalten, nach welchem Se. zyciligkeét in Ihren GekaM die GTÜLÜWÜMÖC der hohen Geistlichkeit und der Beamten annahm. Dom Miguchvkar gxgcnwärtig, und der Papst unterhielt fich längere "5:1: mit ihm. Zur Feier des Ta- es wurden bedeuce-nde, Summen Geldes“ an die Armen ver.- theilk- Die Illummatton der Peters-.Ktrche, der öffentlichen Gebäude und der quäsxe wurde durch 1chlechtes Wetter verHin- ert, welches gegen Mitternacht zum Oxkan'wurdx; man wii] “ck (wée in Florenz an demselben Tage) einige Trdsköße vcr- “c a en. spUéDyi-e diplomatijcs)? Note, Welche der Englische Gesandte in Florenz, in Bkkkcff PWUZSW- nachWRoin gesendet hat, ist bis heute noch nicht de_m Ko11egmm_ der Kardinäle vorgelegt Worden, woraus man schließen 113111, dxiw Note werde von Päpstlicher Seite nicht ald emedffcztclle Mittheilung betrachtet, sondern man erwarte erst dte Meinung der übrigen Kabinetts, bevoy matisch erkidrcn werde. Indessen wnrde dieser Tage ein geheimes Kon- ijmn gehalten_, deffen Gegetiskand dem Puölikum unbekannt bmwmas 1on|1elten der Fall ist.

Der Staats-Secretair, Kardinal Bernetti, ist wieder stark „„mPodagra heimgesucht, und soll aus dieser Ursache seine Ent- [assung von diesem Posten begehrt haben, da er sich, sobald es seine Gesundheit erlaube, aus seine Güter bei Fermo zurückzie- m wolle. Der Papst soll diexelbe abcr nichc angenommen, son- dem in einem _eigenhändigen Schreiben ibm vorgestellt haben, wie uachthailig tem Zurückireren für den Staat seyn würde,

Neapel„ 6. Febr. Der diesjährige Karneval hat ein be- sonders 1cbendtges und fröhliches Ansehen. Die Gruppen in der Straße Toledo und noch mehr die Wagen haben sich besonders am le ren Sorintage und am gestrigen Donnerßage gedrängt. Auch hre **))Taxeyizätexi und die Ykitgliedcr der Königl. Fami1ie wurden auf dem Como bemerkt. Gestern Abend fand der erste

große Maskenbzill im Theaxer San Carlo statt, der mit einem Rasüicßen Nattqnqlcanz eröffnet wrtédc, an weichem die ersten Tänzer des Königltchen Ballets Théil nahmen.

Spanien.

Madrid, 31. Jan. (Aüg. Ztg.) Die Folgen der Sol- daten-Empörung vom 181en fangen an fick) zu entwickeln. Be- kanntlic-hkhat die Königin-Reßentin ihr Wort verpfändet, UTW die Minißer haben es öffemlich vor den Repräsentantsn der Nation ausgesprochen, jenes Veijqchen sey Mit dem Schleier der Vergesßnhetc bedeckt und die Tdeilnchmer soilten zu keiner Rechen1chaf2 g_ezogen werden. Dtases Versprechen hat man auf folgende Weije zu lösen anZefaqun. .Der Lieutenant Car- dcro,_ welcher die rebellischen Truppen in dem Posthause befehligte, fand auf dem Mars'ckze zur Nord ; Armee in Valladolid die Ordre vor, ffch nacy Majorka zu bege- bleu, 11111 in ein Regiment einzutreten, Wklches nach den Phi- kvvmtschen Inseln bestimmt ist. In Folge dieses Befehls MEaxdero n_ach Frankreich entflohen seyn, und dadurch wäre dann die Regierung cines“ weitern Verfahrens" gegen ihn über- 11913211. Cordero ist aus Malaga gebürtig, 35 Jahr alt, Unter- Lixutxnant seit 19 Zahi'en, und wird als ein kaliblütiger, kennt- 11;_ix;rercher und unbescholtener Mann geschildert. Der General- Lapitain von Cadix, Don Cayetano Valdes, isi sein Adoptiv- Vater;_vern)utl)iich um diesen übdr das Schicksal seines Sohnes zu trösten, 1chickre die Königin an demselben Tage, an welchem der Befehl zur Abreise nach Majcrka cm Cardero abging, dem General Valdes die Ernennung zum General-Capitain der Flotte.. Mittlerweile ist ein Tagesbcfehl Mina's vom 2371en angekommen, mitvclchem er seine äußerste Mißbiiligung der Rebellion aus- spricht, und ausdrücklich erklärt: „Zur Stunde werden die Ur- heber so_lcber Schändlicipkeitcn, zur GcnUgthuung der öffentliaxen Gekkchxcgkeiß bereits“ die verdiente Strafe erlitten haben.“ Zu; SW 1011 sowohl er als der General Carrarala *erktärt haben, jenes aufrührerische Regiment nicht unter die Truppen iHres Kommando's aufnehmen zu wollen. Eine ähnliche öffentliche Mißbtüigung des Borgcfallenen hat der General-Capitain von Valencia, Don Geronémo Valdes, unter dem 2111“? eingesandt. Der Ernennung des Letzteren zum Kriegs-Minister, welche die Öffentliche Stimme verlangt, soll sich die Königin-Regentin wi- dekseht, und dem neuen General-Capitaén von Castilien, Espe- ieta, dasKriegs-Ministerium angeboren haben". Bei diesen Zn- UIUM 1cheint vorzüglich der General Cordova tbätig gewesen 1" seyn; der Ausgang steht noch zu erwarten. Was die Kam- 111an betrxfft, so habet) die Proceres sogleich in ihrer ersten üb'bqu am_26ften bejciyloksen, der Königin eine Adresse zu * serreichen, tn Welcher sw ihre äußerste Mißbilligung deuC'm- xpkung und ihre feste Anhänglichkeic an den Tdron ausspre- zkbm- Dieser Schritt hat die Prokuradoren von ihrem Ent- öchwssk- m xener Angelegenheit nichts zu beschließen, zurückge- HZ'K * In der Sitzung von vorgcstern wurde von ihnen eine UM" Adrcsse, M MMM die Mcßbilligung des Vorgefallenen nid das Ansrbieten, die Sicherheit des Thrones und Aufrecht- wßkuugtdci: öffentiichen Ruhe_zu untersiüßen, ausgesprochen „„"d- einstimmig here])lossen. Man stritt sich vorher lange, ob “„es Ydrcsse eiiie Petition genannt werdcn könne, da nur zu r"“ wichen dic Prokuradoren, dem Ei'ratuto real gemäß, bc- ?ckth sind. Da das Benehmen der Minister zwar laut in Ltkrd-Kammcr , nicht 115“ ausdrücklich in der Adresse gemißbilligt Utio, so betrachtcn )ene den B91chluß als einen über die Oppo- d-s " eiryngenen Sieg. Herr Marnnez de la Rosa, Präßdcnt - Minister-Raths und interimistischcr Kriegs-Minister, ist krankdm heftigen Ansrxengungen ddr voxigen Woche ernstlich die Ieworden (_man Pracht von einer Gehirn-Entzündung); * Mimüer verxammeln sich an seinem Bette.- General Llan- it!? am 26sten wirklich von hier abgereist, nachdem er der "Stn das Versprechen gegeben, nicht eher in Barcelona ein;

Vol Lieben, als bis er die Karli'stiscyen Banden in Catalonien ver-

atrek haben würde. An dem Tage _seincr Abreise erklärte der wqms de. Mondayo (General Qucjada) in der Kammer der FUNK“ diecRe-gierunq handle äußerst unvorüchtia, den Ober- !: tbhl der wichtigsten Provinz Spaniens einem Manne zurück- ge en, Welcher wie ein Meteor in das Ministerium gefallen to die' Regierung wie die Kammern zu [kürzen entschlossen an': Heer wurde der Marquis von dem Präsidenten, zur Ord- ang geiufen. Llauder'reiske mir einer Eskorte von 300 ihm aa? ergebenen Catalonia]: ab;-als ihm sogleich cin Courier abcgéschtckt wurde, derbreitete fick) das Gerücht, die Regierung an khn nach Madrid zusrückberufen; indessen erfuhr ich, daß ar Ihn,: nur befahl, „dee Hälfte seiner Eskorte in Guadala- Bzurmkziiiassen, weil in QU" dortigen Gegend, eine kleine

*derte, daß der Winter daran Schuld sey.

2.17

Tagereise yon'hier, der Pfarrer Merino mit einer zahlreichen Bande, vielleicht um den General Llauder zu bewillkommnen, erschtxnen war. Uebrigens können die Näherskehenden hier deuelcck) bemerken, daß die Englische Gesandkschaft über den Sturz Llaitders sehr erfreut ist. (:'“Zraf Toreno, weicher früher- hm tm [Einverständnis einer gewissen dem Französischen Inter; esse ergebdnen Cotterie den Eintritt anuders in das Ministe- rium bewiesen haben 11311, ist ein zu seiner Staatsmann, iim n:cht_l?ald _den qethanen Mißgriff gew-xi): zu werden: er boi also wine Entlassung an, auf din FalZ, daß Lia'uder micbx aus- treten WÜ1.'de. Dies entschied. Von BcdeUtunq schein! es auciz, daß der t::ecer Llaudcré; Auspizicn in Barc-Zlona «Tschiinandc „Vapdr“, tpelchci' bisher ganz miiiistcrieu War, seit dem Wien YU? Oppofition übergetreten ist, und 1mmemiich den *LHraF'en „oreno heftig angreift. - Da am gIslkiZ'Z-U Taqe die Infan- xm Donng Maria Luisa, zweite Toclx-tcr dur Könißßin-ngxxixin, ihr viertes Zak» antrat, so fand bei Hofe feierliLHcr Händkuß und Gila mit:. Von dem diploMatischen Corps erscHienen die Französischen, Englischen, Nord-Amerikanischen und Portugiesi- schen Gesandtschaftin, so wie die Gesckyäftscrägevvon Dänemark, Schweden undeelgien. _ Graf Rayncval wurde durch einen Unfall von Gicht zu Hau]? gehalten. .Der C'UglisckW Gesandte,

Herr Villiers, steÜte seinen Attaché, Herrn Okwap (Sohn des '

Senexal-Lteutenants) vor. Ein gestern früh eingetroffcner Cou- riei' ubsrbrashte dem Herrn Villiers Depeschen von seiner Re- gierung. Man erwartet h_z'er mit Ungeduld die ersten Berichts des Generals Alava, welcher nun in London angekommen scon muß; er hat vdn dem bissigen Hofe die Vorschrift mitgenom- men, dem Britischen Ministerium den Wunsch zu erkennen zu gehen, Herr_n Biilécrs auf seinem Gcsandtschaftsxposren bestäti- gen zu wollen.

Türkei.

_ Am 27. „Januar langte das Dampfboot „Kaiser Nikolaus“ von Konjkaxitinopel in Odessa an; es war am -1ten d. von Odessa bet einem heftigen Nord-Osk-Wind abgegangen, der bald zum Sturm wurde und es ziemlich aufhielt; dcssenungeachtetkam es in 42 Stunden zu Koiißantinopel an; ziir Rückfahrt brauchte es 45 Stunden, Weil _il)m die Ausbesserung cines Schadens, din“ es durch das Zusammenstoßen mit einer Korvette erlitt, einige Zeit hinwegnahm. Es hatte 8 Passagiere und eine Menqe Waaren an Bord. Der Capitaiu Coivy, der es kommandiéc, hat_unterTveg-es nicbt geringe Proben von Unerschrockenbeit und Ge1chicklichkeet abgelegt. Die Nachrichten aus Konstantino- pel, welche dies Fahrzeug mitgebracht hat„ rxt'chci; bis um “2.1. Jaiiugr. EZ, hieß, die Türkische Regisrung bcaZstcsUige, diejentgcy 9111an, welche sich :!:“th lobenöwerth aufführen odir kame Besiik-äfüigung baden, als Rekrucen aUSzuhcben. Die ]éßtJen ReKutcn-AuMebungcn betragen immer einen Mann aus 10 Einwohner. Nach großer Kälte, wie fie sich selbst erise nicht erinmrn können, und vielem Schnee war in Konßantinopci wieder Frühlings-Wetter eingetreten. In Folge dex schkcchteti Witterung und des Ramasans waren die Lebens.- niitcel sehr im Prcise gestiegen; das Fleisch kostete ZZ» Piascer die Oka,„und ein Huhn wurde, wenn man es noch erhalten konnre, m_tt 5 Piaßxr bezahlt. Vor etwa einer Woche hatte der Suitan die Griechijche Kirche in Augenschein genommen, die zu Balukli gebaut Wird; er erkundigte sich bei den Geistlichen genau nach allen Einzelheiten, fragte, was jedes Bild bedeute, und wun- derte fich, daß der Bau noch nicht beendigt sey. Man erwie- * . Als er darauf erfnhr, daß zur Einweihung dieser Kirche eine gottesdienstliche Feier stattfinden und daß der Patriarch dabei gegenwärtig seyn würdi, „befahd er, daß man ihn, den Sultan, davon be- nachrichtigen jolie, damit er dieser Feier beiwohnen kön- n_e. 'Der Ramasan ,. die Fastenzeit der Türken, zeichnet sick) jelzt auch durch die Fortschritte aus, welche die Civilisation bei ihnen ge_machc hat. Sonst, als“ noch der wilde und fanatis sche Despotténzus der Zanitscharen auf dem Volk lastete, wagte man-es in dieser Zeit kaum, in den engen Straßen von Kon- ftantmopel der üblen Laune u begegnen, welche ihnen die unzäh- ligen durch den Islam ati erlegten Entbehrungen verursachten; je'ßx nxerdcn die Christen überall höfiiä) aufgenommen, und selbst diyxemgcn, 113e_1che sich ehemals durch ihre Unverschämtheit aus- zeichneten, grußen sie jeßt freundlich und gehen ruhig ihren Weg weiter. Die Flotte wird wieder aus'gerüsret; man glaubt, fie sey nach den Küßen von Albanien bestimmk, und der Groß; Admiral Tahir Pascha werd-x sic kommandircn. Aus Alexandrien hatte man in Konstantinopel folgende Nach- richten: „Während sich ein DÜMPWOIT auf Befehl Meh- med Ali's nach Syrien begab, um Ibrahim Pascha abzuho- len, kehrte dieser 111 Lande nach Aegwynn, zurück und zog mit großem Pomp in Kahira ein, wo das Volk: „Es lebe Jsrahim!“ schreien mußte. Mehmed Ali hatte schon mehrere Privak-Konfc- rcnzin mit seinem Sohne gehabt, und es schien, als sollte in Fokge dcrsäben eine minder turannische Regierung in Syrien eingeführt wcrden, um die Einwohner zur Ruhe zU bringen“ und 11: auf dem Wege deu Güie in de?! Zustand zu versetzen, in welchem sich die unglücklichen Aeqppter befinden. Ibrahim Pa- scha soUte unverzüglich nach Syrien znrückkehren. Mehmed Ali hat eine große Quantiräc Gerste an verschiedene Kaufleute in ?ilrxandrien verkauft, die damit“ MLHL'U'S Schiffe nach der Levante, und besondirs narf) Konßancinopel befrachteten, in der Hoffnung, diesc Waare, so wie im vorigen Jahre, dort zu hohen Preisen nach den Häfen des Schwarzen Meeres ab; jelzen Ju können, weil sie wußten, daß die lckzte Aerndte daselbsk cbsnfg s mißratven war. ,Die fiir diese Gevsre gelöster: Sum- men 101-1811 in Konstantinopel an den Agenten des Pascba's qe- ahlc werden, um damit den Tribut zu decken, den Mehnied

li dem Sultan zu entrichten hat. Es smd mehrere Peskfälle zu Alexandrien vorgekommen, und alle Personen, die sich nicht nächten konnten, haben sich mit Vor.*sichts-Maßre_ eln umgeben und in ihre Häuser eingeschloffen. Uebrigens hat aßen diesc Pest, die von Konstantinopel eingeschleppt worden, im Ganzen nur wenig Opfer hinweggeraffc.“

Inland.

Berlin, 22. Febr. Man meldet aus Ober-Schlesien unterm 17ten d. M.: „Vorgestern wurde Ihre Durchlaucht die verwittwece Frau Landqräfin von Heffen-Rotcnburg von einem entzündlichen Gallenfieber, welches heute einen recht bedenklichen nervösen Charakter angenommen hat, ergriffen; jcdoch glaubt man zuversichtlich, daß es der sorgsamen ärLtlichen Behandlung, die der Frau Fürstin durch einen der bewehrceüen Aerzte Hes, sens zu Theil wird, gelingen werde, die mit der Krankheit“ ver- bundene Lebensgefahr, ohne Nachthxil für den sonstigen körper- lichen Zustand de'r Patientin, zu bereitigen.“

» Im Laufe des vorigen Jahres hat sich in Posen ein Verein gehildxt, dex sich die allmälige Vexschöncrung der Stadt

; 1“oicke ÜZKZZUsCh-Ksiikn

und ihrer nächséen Umgebungen zum Ziel seines Wirk-zns _qrseßt hat, und dessen Méxßlied jede'r Einwohner "von Power und der Umgegend werden kann, der fiel) zu einem regelmäßigen Beitrage von wenigstens 11) Sgr. monatlich verbindlich macht. Der Ver- ein zählt bereits 314 Mitglieder, deren Beiträge eine jährliche“ Einnahme von etwa 1700 Rthlr. gewähren, und wodurch der; selbe in den Skand geseßr worden, schon sehr auqenfäüige Be; weise seines Wirkens zu geben. Zu ihnen gehören mehrere,. zum Zwsck de': vorzunehmenden Püanzumgcn anxelegte Baum-

; *;“11)1:i»-'n, und «1:19 „?itiiqgi' auf dem Kanonen.P1ak§e, wodurck) die-

sem cin 1751-55.- ffoi'VlÖÉF-x's Akisehen verschafft worden ist. -- In der Skadi" 1351121611]: *“kdsnfalls im Regierungs-Bezjrk Posen) ici“ twr-Kr dm (“351-1111 77,1;- (Wt-xdsscn b-zéder Confessionen ein ge'meixix 1"chaftlichcr Vyxxin „1.- -É“-.11§.s gekommen, d-xr milde BLikkäZe cin- s»:tUM('1'-i« 1-31: T'Ü'i'x-I“ xoxmwxrxsren KMoexn, di“; wegen Mangsls an den nié*'.1')iz.,c21 .Kxeiüaxzigksichcn die'. Schule nicht besucher; können.

» B-xi'icj)ti§;ung. In Nr. 41!) der St. Z._, Art.Be1'.»- lin Zeile “'.-".*, (es? man sinkt „„Schwcius“: Schluttus.

..- .._... . .. .. .,..- ..-... 1...*1.»-4«.--«---_----« _.,

.*!usyärtjgs [Börsen. Klmzte-käum, 17. 1*'-_*11r11.“tk.

RiM-xri. "711-111. 5011181“. 5015“, JZ 1111. 111!.Z„;. zusx. 861111111 -. [(UM-8111. 215-1515. YZF 311-011. MHz. ZY-F- 815x. fluss. “. Usgtsrrx, «0. 1'1'81158. 1“kä111,-86110Z118 -. (10 43“ „Kl.. -. Ipan- 33 21673“, . „„ 273“.

141 u t 17 8 1" p 811, 111. ["9111'11111'.

38- 27;. (iusbjmkä -. 311181. 13T 140116011, 17. B*k'lijijl'.

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111118. 1111311. 11115. (?()!111111). ZZZ. 1119» 42:7. 13615, 102,

57111. HZ 46. Zklg. 99T. LJ!!!"- ]"0k1. WZ. 111718. 855. U'ii'n, 17. [**-*!)rnnx'. 57“; 131131. "UFZ. 43 UHF. 1141114710th 13115. 1834 583.

Reus quc-„ibs "47,

Königliche Schauspiele.

* ?ontag , 23. Febr. ' Jm Schauspielhause: Die Braut von Mcsßna, Trauerspiel in 4 Abth., von Sch_illek- (Madame Ckelinger:Zsabel1a. Düe. Bertha Stick): Beatrice, als GUÜWÜT- Hr. (15mm: Don Cesar.)

Zu dieser Vorjkellung bleiben die bereits gelösten, :nitMorz- tag bezeichneten Schauspielhaus-Billets gültig; auch wordcrx die dazu noch zu verkaufenden BiUets zum Parterre i- 15 ng. und zum Amphitheater i- 71- Sgr. ebenfalls mit Montag bezeich- net seyn.

Dienstag, 21. Fxbr. Jm Schauspielhause: Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz., von L. Angew.

Der Roman- Hieraaf:

Die Einfalt vom Lande, Lustspiel m 4 Abt.“). (mie Benuizusgi.

eines Englischen E-iäikcs), vom l)1'. C. Töpfer.

Königstädtischcs Tßcater.

Montag, 23. Febr. Johannes Guttenberg, historiKches Ori- ginai-Scdauspiel in 3 Abtl)., von Ch. Bérch-Pfxiffer. Erste Ab- theilung, in 1 Akt: Guttenberg zu Straßburq. Zweixe Abthei- lung, in 3 Akten: Guttenberg zu Mainz. ritce Abtheilung, in 1 Akt: Guttenberg am Wanderstab. (Mad. Birch-Pfciffer; Bertha, als Gastrolle.)

Dienstag, 24, Febr. Zum erstenmale wiederholt: Das Au- tomaten-Kabenet, großes Tanz-Divertissement in 1 Abth., aus- geführt von der BaUet-Tänzer-Geseüschaft des Hrn. Caffél. Vor:- her: Die Reise auf gemeinschaftliche Kosten, Posse in 5 Akten, von L. Angew.

Donnerstag, 26. Febr. Zum erstenmalc: Fausta, Oper in 2 Akten, nach dem Italiäniscyen. Musik von Donizetti.

W!

Neueste Nachrichten.

Paris, 16. Febr. Der Herzog von Orleans wird in ei- Zügen Tagen nach Brüssel abreisen, wo er eine Woche verwei- en wird.

In der heutigen Sitzung der Deputirten-Kammee protestirte, unmittelbar nach der Annahme des Protokolls, Herr Sauveur-Lachapelle gegen das Betragen dcr minißem'ellcn Deputirten in der vorigen Sitzung. (S. oben den Art. Paris vom 18cm.) „Kaum“, äußerte er, „hatte der Namens-Aufruf begonnen, als die Centra in Masse den Saal verließen. aber gerade derjenige Theil der Versammlung, der von sich be- hauptet, daß er das" Schicksal Fraukreich6 in Händen habe, fich in demselben Augenblicke entfernt, ivo eine Abstimmung vor sich gehen soll, so ist dies ein sehr schlechtes Zsicyen, und jede Be- raihung erscheint fortan als“ überflüssig.“ Diese Bemerkung er- regte gewaltiges Murren unter den ministericllen Depcitirien. Die Herren Fulchiron und Kératry verlangten gleichzeitig das

Wort. Der Erstere meinte, daß, wenn der vorigeRedncr auch für DM:".

vorliegenden spcziellen Fall Recht habe, er seine Bemerkungen doch nicht auf das ganze Centrum hätte auSdehncn sollen. Diese Debatte,“ harte sonst keine weiteren Folgen, und man schritc alsbald zu einer zweiten Abstimmung über die Proposition des Herrn Martin in Bezug auf das Tabacks-Monopol. Die Versamm; lung war déeSmal sehr zahlreich, denn der Namens-Aufruf er; gab 381 anwesende Dxputirte, woraus sich ergiebt, daß die Contra alle ihre Kräfte aufgeboten hatten. Nichtsdejkoweni-ger fiel die Abstimmung zu ihrem Nachthei1e aus, denn der Antrag. des Herrn Martin oder vielmehr der erste Paragraph desselben wurde mit 241 gegen 140 Stimmen angenommcn. Derselbe lautet wörtlich also: Es soll sofort mittelst Kugel ; Wahl von der Deputirten - Kammer eine aus 9 Mitglieder:: be- stehende Untersuchungs ; Kommission ernannt werden, die den Auftrag Hat, alle Thatsachen und Dokumente ir": Betreff des Baues, dcr Fabrication und des Verkaufs des Tabacks in ihren Beziehungen zu den Interessen des Schulzes, des Ackerbaus und des Handels zu sammeln.“ Durch die Annahme dieses §. mit einer Majorität von 101 Stimmen hat also die Kammer ihr Recht behauptet, Untersuchungs«Kommissionen über Gegenstände, bei denen sie es für nühlich hält, u ernennen, und schon am folgenden Tage soll demgemäß, zur rnennung der betreffenden Kommission geschritten, und jo der Triumph über die Centra vollendet werden. Einen minder starken Widerspruch fanden die beiden letzten W.. der Proyosition, wonach jene Kommission, noch vor dem Schlusse der Sejfion, der Kammer ihren Bericht ab- statten, falls aber die Untersuchung bis dahin noch nicht beendige wäre, zu Anfang der nächsten Session eine neue Kommission mit der Beendigung derselben beauftragt werden soll. Auf die FW;? des Hrn. Vatout, ob solche Deputirte, die bereits Mii- glicdcrckiveier Komtnisfionenfind, auch noch P?itglieder der Ta- backs-. ommission seyn könnten, bemerkten mehrere Anwesende,“ daß dies dem Reglement zuwider laufen würde. Herr Dupin vcrtheidigic aber auch hm“ wicdcr die Rechte der Kammer, den»

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