sen gewesen, mitnehmen und durch seinen Bedienten besorgen lassen zu wollen, und daß er unmöglich hätte so unhöflich seyn können, diese Bitte abzuscblagen, ergriff Lord Brougham das Wort und hielt eine sehr lange Rede gegen das jeßige und zur Vertheidigung des vorigen Ministeriums. Ihm erwiederte der Lord-Kanzler. Dann spra'chen"noch der Graf von Ri- PM, der Herzog von Richmond und der Graf von DRU lgrave; die beiden Erstercn erklärten zwar, daß fie nicht für das Amendement stimmen könnten, fügten aber hinzu, daß sie doch deshalb der jeßigen Verwaltung kein Vertrauen zu schenken geneigt seyen; der Leßtere sprach sch zu Gunsten des Lkmrndemmts aus. Dies wurde aber am Schluß der Sitzung ohne Abstimmung verworfen und der ursprüngliche Adreß- Enxwurf an-Zrnommen.
Unterhaus. Sißung vom. 24. Februar. “Um halb fünf Uhr nahm bereits der Sprecher seinen Siß auf dem Präßdrntenstuhle ein. Im Namen dcs Sir Rob. Prei wur- drn zwei Bills in Bezug auf die Ablösung des Zehnten für den 17. und 24. März angekündigt. Nachdem der Spre- cher eine Abschrift derK-Znigi. Tbron-Nede verlesen hatte, erhob sich Lord S a n d o n, um auf die gewöhnliche Adresse als Antwort auf die Thrvn-Redeanzutragen. Erhabr,sagte cr,bie ReformbiU fördernhei- fen, sry aber darum immer doch auch ein Vertheidiger drr Königl. Prärogative geblieben, die eben so Wesentlich für die Freibeit drs Volkes, ais für die Würde der Krone seh. Er bekenne, daß er zu der Melbourne'schen Verwaltuxig kein Verkrauen grhabc Und **,-KH er darum eine Unrersuchung der Gründe, weShalb die- sekbr entxassrn morbrn, fÜr überflüssig haixr. Was die Grund- sb..“z-x dcr 4Grcy'schen Berwalxung, nämlich „Frieden, Sparsam- erc und Reform“ bcxrrffr, so schen die:? auch die Grundsätze drs" 1913“;ng Minisrer Ums, das sogar das Vertraum der großen JKäcLZx-r Europa's in e:“m-m weit hbhern Maße befiße (Beifall von drr Opposxion). Es" scheine dies, den Herren gegenüber, wie sick,- aus ihrem ironischen Beifall schließen Lasse, nicht ziZu- fax.;en; so hätten jrdoch die alten Whigs nicht gedacht; solche e- “:ummg habe der berühmxr Fox nichc getheixx, der vielmehr der ;)»??th geWesen, daß das Vertrauen der mächtigen Staaten Eu- roya's eine Sache von großer Wichtigkeit für das Land sry. Zn Brzug auf die große Frage der Reform werde die gegenwärtige Vrrxbaltung gewiß eben so handeln, wie die des Lord Grey; denn die lehrere habe keine größere Zugestänönisse machen wol- !rrx, und die gegenwärtige werde das, was einmal zugestanden WOTÖM, nich! allein nicht zu schmälern suchen (hört, hört!), son:
Drrn auch so weit, als es nur- irgend möglich sev, mit der Ber- 390?ng drr Institutionen des Landes fortfahren. Unrecht
wéixde es indrffen seyn , die gegenwärtigen Minister darum als LipoF-éaren zu bezeichnen; denn wenn sie auch verständige und c;»xiz'xicutionnelle Reformen beabsichtigten, so sehen fie doch weit OÜVM entfernt, mit jenen Ideologen, die für ihre sogenann- TM Verbeiserungen weder Maß noch Ziel kennen, gemein- xäzastiickw Sache zu machen. „(Zierr Bramston unter- kiüxzre den Antrag des vorigen ** edners, und nachdem die von “Beiden beantragte Adresse, welche ein bloßer Widerhall der Thron-Rede war, vom Sprecher verlesen wor- den, erhob sich Lord Morpeth mit dem Gcgen-Antrage, fol- gendes Amendement der Adresse einzuverleiben: „Ew. Majestät getreue Unterehanen erkennen dankbar an, daß die Akte zur Ver- besserung der Volks-Repräsentation , mit Bewilligung Ew. Ma- jrxkär, dem Parlamente vorgelegt und durch Ew. Majestät Gr- ::chmigung zum Gesetz erhoben wurde. Sie erwarten vertrauens- “voll frrnere Vortheiie von jenen weisen und nothwendigen Maß- rrgeln, und hoffen, daß in dem Rathe Ew. Majestät auch fer- ner ein Geist wohlbcbachter und wirksamer Reformen vorherr- ß'xhrn wird, und daß die liberale und umfassende Politik, welche dem Volke das Recht, seine Repräsentanten zu wählen, zurück- gab und die Emancipation aller Sklaven in den auswärtigen Koionieen und Besitzungen Ew. Majestät bewirkte, ohne Verzug in demselben ausgedehnten Sinne unsere Nkunicipal-Corpora- tionen unter die wachsame Kontrolle des Volks stellen, allen wohlbegründrxm Beschwerden der protestantischen Dissen- ters abhelfen und diejenigen Mißbräuche in der “ Kirche vrrbeffrrn wird, welche ihre Wirksamkeit verringern, den Frieden 1297 Irland stören und den Charakter dieses Instituts in beiden Länbrrn hrrabwürbigen. Ew. Majssiät getreue Unterthemen bir- rrn ergebensk, hinzufügen zu dürfen, daß fie bedauern müssen, die Fortschritte jener ReforMen durch die Auflösung eines Paria- x::cnxs, das kia) crnstlich mir der kräftigen Ausführung von Maß- L'Lßein beschäftigte, welche den eben so eifrigen als gerechten Wün- :'cben des Volkes entsprachen, unterbrochen und- gefährdeczu sehen.“ - Indem, er, bemerkte der Redner, in Antrag bringe, diese Worte zu dem väterlichen Throne Sr. Majestät (Beiéail) gefangen zu lassen , woile er damit nicht ge: jagt haben, daß die Thron - Rede nicht auch Manches cxichaxte, was Überaus erfreulich sey; ja, er werde die anqcxündigtcn Kirchcn-Verbesscrungen gewiß Mierßüßcn, dcr Voxsckylag dazu möge mxn von dieser odrr von jener Seit:: kom- Men (Beizkrü von den ministerérllen Bänken); inzwischen hätte 21“ OW) zxmächß aug!) einige positivere Aeußerungen in Bezug «xf bie Kirche des so arg grquältcn Irland erwartet. Eben so M,:ig wie der rdir Lord, der die Adresse in Anima gebracht, W) auch er („Low M.) geneigt, die Prärogativr der Krone 1301-- s1chtléck der Ernennung der “Minister irgendwie in Frage zu stel- ien; inzwischen bleibe es doch immer gestattet, zu fragen, wel- ches ber Bewegungsgrunb gewesen sey, Maßregeln und Mäimer zr: beseitißeri, die sich des Vertrauens eben so wohl Sr. Maje- sxc'it, als Ort; Voikes, zu erfreuen grhabc hätten. Nicht erst das ReformxBiél Habe dem Hause die Macht verliehen, solche Fragen zu thun, diese Mack): habe demselben vielmehr immxr beige- wohnt. Das Haus :::üßsr Wissen, wer die Verantwortlicrkeit „davon zu nagen habe , daß ein so allgemein geachrrtes “Ministerium entlassen UTP mithin seine ganzr Wirksam- keit in Frage gesicht morden sci). . Die Gründe dazu müßten sehr ernst und dringend gcwesrn seyn, sonst würde man ;“: wohl, wie es üblich scp, die PortefeuiUes denjenigen Männrrn, Die damit beklridet gewesen , 1o l-mge gelassen haben, bis ihre “Nachfolger ernannt worden; statt» dessen habe man aber Mehrere ZRiniiierien araf Janz ungewöhnliche Weise einem einzigen Mann, dem Herzogs von Wellington, auf längere Zeit anvertraut. So Tshr er (der Redner) nun ruck) die militaorischen Talente des „Herzras bewundere, so müss er doch seine Fähigkei: bezweifeln, «";-:s Ciril-Chargcn auf einmal zu bekleiden. Er WoW: nicht erwa “sagen, daß dem Lande durch diese interimiftisxhe Verwal- tung ein wirklicher Schaden erwachsen sey, aber man müsse sich doch dagegen , i_Ils gegen SMW Präcedenz-Fall, verwahren , auf den man sich vielleicht noch künftig einmal berufen könnte. (Un- gemein lauter BMW) GWße Unordnungen hätten allerdings nicht verfallen können, denn das vorige Ministerium habe Alles in so vortrefflicher Ordnung zurückgelassen, daß es tmr nöthig gewesen ich, den bisyerigen Gang nicht zu stören.
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Angenommen aber, es wäre in jenem Interregnum des Her- zogs irgend ein auswärtiger Krieg, irgend eine Reger-Revolu- tion in den Kolonieen und irgend ein'Kampf in Jriand ausge- brochen -- hätten dann die, Schultern des einzigen Ministers alles dies ertragen können? Endlich indeffen sey der Kanzler der Schaßkammer (Sir R. Peel) eingetroffen , von welchem er (der Redner) nur mit der größten Hochachtung sprechen könne. Nur in den Verwaltungs-Grundsäßen sei) er mit demselben nicht ein- verstanden, und daß sich der sehr ehrenwerthe „Baronet in Be-
" zug auf diese Grundsäße nicht geändert habe, könne man schon
aus den Freunden abnehmen, mit denen er sich umgeben. (Bei- fall.) “Der sehr ehrenwerthe Baronec sxrhe in direkter Opposi- tion zu den (Gesinnungen drs Landes. Seine erste Maßregcl seh-cme Auflösung des Parlaments gewesen, und daß diese Handlung den Wünschen des Volkes enxgegrn gewesen, solle dem Throvr ieizt erklärt Werden. - Herr Bannerman unter- fiüßte das von Lord Morveth vorgeschlagene Amendemrnt. -- Nachdem hierauf noch mehrere Mitgxieder zum Theil für und zum Theil gegen die ursprüngliche Adresse gesprochen hatten (unter den Lehrern befand fich auch das vrageivählte Mitglied Ur. Bowring), trat endlich Sir Robert Peel selbst auf und rebccr von seinem Piaxzr das Haus an. „Ich stehe hier“, sagte er, „als" erster Minister der Krone, in wrlcher Eigenschaft ick», obwohl weit davon entfernt, mir irgend etwas anzumaßen, doch meine Ehre als Staatsmann dafür verbürgt habe, mich nur durch solche Motive leiten zu lassen, welche die Pflicht gegen meinen Souverain und gegen das Land mir eingiebt. Ich verkenne meine Vrrantworrlichkeit durchaus nicht und will sogar, wenn es verlangt wird, für die Entiassung des vorigen Ministeriums verantwortlich seyn. (Hört, hört!) Doc!) muß ich, um der Wahrheit und meinem Charakter nicht zu nahe zu :reten, aus- drücklich brmerkrn, daß ich persönlich nicht im alierentkernte: skrn bci jener Enxiaisung bekheiiigt war. Nie habe ich an einer Zntrigue Theil genommrn; ick) bin bloß dem Rufe gefolgt, der mir von der höchsten Autorität des Landes zugekommrn ist.“ Der Minisier ging nun mehr in eine Recapitulacion aller Maßregeln ein, die seit dem Jahre 1830 im Pariameme vorgekommen. Er erinnerte daran, daß, als die Reform :Bil] erst zum Gesche geworden, er der Erste geweseii sci), der Einigkeit empfohlen und Gehorsam dem Gesetze gelobt, um es in allen seinen Theilen zur Ausführung bringen zu belkin. Keine facriöse „Opposition habe" er gegen das Grey'säxe Ministerium grmachi, obgleich ihm dazu oft genug die Gelegenheit geboten worden sey. Als Graf Grey im Juni 1834 _auSzutreten gewünscht, seven Lord Mrlbourne, der Herzog von Weilmgton und er (Sir Robert) um ihre Meinung über ein gemischtes Ministerium befragt worden, Lord Melbourne sry jedoch derjenige gewesen, der sich zuerst gegen eine solche! Vereinigung auSgcsprochrn, und der der Meinung gewesen, daß so verschiedenartiqe Elemente niemals in Uebereinstimmung zu bringen seven. In der Schwierigkeit, in der die Krone sich da- mals befunden, hätte der König fich endlich veranlaßt gefunden, das Ministerium unter die Auspizirn des Lords Melbourne zu stellen, doch mußte vorher noch Lord Alrhorp seine Einwilli- gung dazu geben, daß er als Kanzler der Schalz-Kammer bleiben wolle, weil ohne ihn die ganze Combination nicht möglich geww sen wäre. Lord Althorp sey also der Eckstein der Melbourne- schen VerWaltung getvesen, und könne man sich also noch dar- über wundern, daß, nachdem dieser Eckstein des Gebäudes auSge- faUen, Se. Maj. sch veranlaßt gesehen, die Staats-Angelcgen- heiten einer Revision zu unterwerfen, und ein neues Ministe- rium zu bilden?“ -- (Wir behalten uns vor, auf den ferneren Inhalt der Rede des Ministers morgen zurückzukommen, und be- merken nur noch, daß Sir Robert Peel auf eine Frage des Loro John Rossau anrivorrrte, es seyen bereits" mehrere Reform-Maß- regeln so weit vorbereitet, um dem Hause ehestens vorgelegt zu werden.) Das“ Haus vertagtr sich sodann um 1-;;Uhr.- .
Unterhaus. Sißung vom 251ien. Die Debatte über die Adresse wurde wieder aufgenommen. Herr Robinson er- klärte, er wolle brn Ministern eine offene Erprobung zugestehen. Er führte zahlreiche Gründe an, weshalb er in ein anti-rcfor- mistisches Ministerium kein Vertrauen saßen könne, doch werde er für die Adresse und gegen das Amrndement stimmen. Herr Ward sprach für das Amendement und maohte auf den gro- ßrn Unterschied zwischen beiden Parteien aufmerksam, indem die rine den Diffenters feindlich, die andere dagegen bereit y, ih; nen aieichc chhce zu gestatten; die eine sei) den Corporations- Mißbräuchen' günstig, die andere wolle dieselben abschaffen; die eine nenne eine etwas größere Gleichskel1ung ber Kircbcn-Ein- künfte cine Kirchrn-Reform, während die andere die ungeheuren Einkünfte der Kirche *in Irland, die nur den Haß gegen die protestantische Religion nährten, zu nüszlichen Zwecken ver- wendet wissen wollt:. Er sprach am Schlusse seiner Rede die Hoff.- nung aus, daß das Oberhaus, anstatt dem Lande Gebote vorzu- 1chreiben, mit den allgemein verbreiteten Gcsinnungen überein- skimmen werde.. Lord Stanley hielt eine lange Rede zu Gun- sien drr Abrcfsr, tadeike jedoch ben Herzog von WeUington des- halb, daß er drei oder vier Aemter zugleich inne gehabt habe, und zeigte, daß das von Sir Robert Peel aus den Zeiten der Königin Anna" angeführte, Beispiel des Herzogs von Shrews- bury hierauf nicht anzuwendexx sey. Herr Praed vertheibigte die Minister und xuchte die Anfldsung des Parlaments durch den Erfolg dersexbcn zu rechtfertigen. Die Rede des Herrn Shril, “ver zunbchst das Wort nahm, ver- anlaßte Sir Robert Prei mehrmais zu Widerlegungen. Lord John Russr!i erhob src!) sodann und behauptete in sei- nrm Vortrage, “es sei) kik". großer Unterschied zwischen dem bloßen Prahien mit Grunbkäßrn und dem wirklichen Ausführen von Maßregeln. Die Mini::er könnten das erstere thun, ohne die Be- richte der zur Untersuchung des Zustandes der Jrländischen Kir- che und der Corporationrn ernarmren Kommissionen zu haben, aber nicht das letztere. Herr Harvey sprach noch für das Amendemenc, worauf das Haus stch vertagtr.
Oberhaus. SikzungvomWften. LordEllenborr-ugh zeigxr an, daß er einen Antrag zur Entschädigung gewisser Br- amtcn in Indien und zur Fesrßcüung der Gesetze dieses Landes einbringen werbe. Auf den Antrag Lord Brougham's wur- den Abschriften aller in den Jahren 1828 -- 18.33 vorgenomme- nen Ernennungen von Kommisßonen verfügt. Dieser. Antrag gab zu einer interrssanten Debatte Veranlassung, woran der Lordkanzler, der Graf von Radnor, der Herzog von Welling- ton, Lord Ellenborough und Lord Brougham Theil nahmen. Der Lord-Kanzler behauptete in der Rede, welche er bei dieser Gelegenheit hielt, daß die zur Untersuchung der Corporationen
' ernannten Kommissionen in einigen ihrer Theile ungeseblich ge-
wesen sehen. Lord Brougham legte darauf eine Bill zur Verhinderung der Bestrebungen bei den Wahlen auf die Tafel, nahm sie aber zurück, auf die Bemerkung„ daß eine Maßregel
ak-
drr Art nicht vom Oberhause ausgehen dürfe. Er brachte dar- auf noch eine andere Bill ein, die Verhinderung der Pluralitä, ten und den Aufenthalt der Geistlichen auf ihren Pfarren betref- fend. Das Haus vertagte sich um 6; Uhr.
Unterhaus. Sißung vom 26jken. Nachdem noch mehrere Mitglieder für und wider bas Amendement gespro- chen hatten, unter den Ersteren *Lord Dudley Stuart und Herr O'Connell, unter den Leßteren Herr Goulburn, Sn: James Graham und Herr Shaw, Wurde endlichgegen ?Uhe nach Mitternacht zur Abstimmung geschritten, und es erga- ben sich:
gegen das Amendement 302
für dasselbe ....... 309
also eine Majorität von 7Stimmen zuGunsten desselben, Die Verkündigung der Annahme des Amendements wurde mit [autem und lange anhaltendem Beifall von Seiten der Op, position aufgenommen. Lord Z. Russell fragte darauf, ob es die Abscht drs sehr ehrenwerthen Baronets sey, daß noch an diesem Tage der Bericht Über die Adresse mit dem Antrageauf ?[usstreichung des Amenbements abgestattet und zur Abstimmung qebracht werbe, wril er in diesem Falle allen denen, welche heute Nacht zu Gunsten des Amendemrnts gestimmt hätten, rathm wolle, heute wieder auf ihren Pläßen zu sknn. Sir R. Peu Wollte für jetzt diese Fragr nicht beantworten, sagte aber, er wolle denielbrn Rath denjenigen ehrenwerthrn Mitglie- dern ertheilen, welche die ursprüngiiche Adresse unterstülzc hätten, und er bäre sir, auf ihrem Posten zu sehn, um mor- gen die Stellung einzunehmen„ we1che jelzt die Max jorität von heure Nacht inne habe. Hierauf wünschte ein Mitglied zu wissen, ob der sehr ehrenwerthe Baronet damic meine, daß er slch und seine Freunde morgen auf den Oppos- cions-Bänken zu schrn wünschr, eine Bemerkung, die lautes Ge- lächter erregte, die aber der Premier-Miuiskrr keiner Antwort würdigxe. Das Haus vereagte sich darauf um halb 3 Uhr Morgens.
London, "21. Febr. Der König nahm vorgestern im St.
James:Palasi dieAdressr drs Oberhauses entgegen und ertheilte'
eine huldreiche Antwort darauf. Dann hielten Se. Majestät rin Lever, bei welchem mehrere zu neuen Aemtern und Würden beförderte Personen dcm Könige vorgestellt wurden, unter An- deren der Zum Pair erhobene Lord Fitzgerald, der neue Lord- Advokat f rSchotcland, Sir Wiliiam Rar, und der neue Schah- meister drs Feldzeug-Amtes, Oberst Perceval. Später ertheilten Se. Majestät mehreren Mitgliedern der Verwaltung Audienz.
Der heutige Globe meldet: „Die Angelegenheit der Franz
öfischen Ministerial-Krifis hat ein neues Interesse dadurch er- halten, das; der Graf Sebastiani die Aufforderung erhalten hat, unverzüglich nach Paris zurückzukehrem wohin derselbe auch be- reits aufgebrochen 111.“ _ Das Resultat der gestrigen Abstimmung im Unterhaus: jcheint den_ Oppositions-BTättern doch einige Besorgnisse zu er- regen, so jehr sie sich.auch bemühen, dieselben zu verbergen und sich durch erneuerte Aufforderungen an ihre Partei, heute bei der Abstimmung über die Adresse selbst auf ihrem Posten zu seyn, Much einzusprechen. Der Courier äußert sich folgender- maßen: „Die gestrige Abstimmung zeigt den Wählerschasten, daß alle ihre Wachsamkeit ndchig ist, um ihre sämmtlichen Re- präsentanten auf dem Pfade der Pflicht zu erhalten. Es wür- den sich noch mehr Abtrünnige finden, wenn nicht die Augen bk- siändig auf fie gerichtet würden. Unserer Meinung mia), wird es heute Abend nicht erst u. einer Abstimmung darüber kommen , ob über die dresse Bericht erstat- tet werden soll; Wenn es aber dazu käme, so glauben wir, das;" das Resultat keinem Zweifel unterworfen ist. Das Haus wird eben so gegen die Minister entscheiden, wie bei dem Amendcment zur Adresse. Um diesen Erfolg jedoch zu sichern, müssen die Mitglieder sich an ihren Plätzen einfinden.“ Die Morning Chronicle beginnt ihr heutiges Blatt mit folgen- den groß gedruckten Worten unter der Ucberschrift„Tages-Ord- nung“: „Es wrrd heute ganz gewiß noch eine Abstimmung dar- über stattfinden, ob der Bericht über die amendirte Adresse ab- gestattet werden sol], und jedes Neform-Mitqlied wird die Noth- wendigkeic einsehen, heute um 5 Uhr ohne Säumniß auf seinem Plakz zu sehn, damit die Minister das Haus nicht überrum- peln und so die Opposition der Früchte des gestrigen Sieges berauben. “ Der Globe nimmt eine ruhigere Miene an und meint, die Abstimmung von heute Morgen (wie sie eigentlich zu nennen ist, da sie erst gegen 2 Uhr in der Nack)! erfolgte), durch welche das Amendement mit einer Majoritäi von 309 gegen 302 Stimmen durchgegangen, zeige unverkenn- bar, daß das zweite reformirte Parlament auf die Ansichten und Intentionen des ersten eingehe. „Das Ministerium“, sagt die- ses Blatt, „hat nun seine „offene Erprobung“ erhalten. Es wurde die Gewalt in seine Hände qelegt, es bediente sich der- selben aus aljen Kräften, um ein Tory-Parlament zu erhalten, und seine Bemühungen smdihm fehlgeschlagen. Die Erprobung,de! Versuch ist zu Ende.“ Was die Unterstüßung anbetrifft, wem? Lord Stanley und sein Anhang dem Ministerium bei den beiden ersten Abstimmungen gewähre haben, so meint der Globe, diese müßten die Minister auch verlieren, wenn es zu der ersten gros ßen Reform-Frage, zu der über das Corporations-Wesen, kom- men würde, da in den Ansichten über diesen Gegenstand Lord Stanley und ein Jeder, der fich vor den Zdus des November noch einen Reformer genannt habe, jedenfalls von denen des jetzigen Ministeriums abweichen würden.
Am “Mittwoch hatten Lord Sraulen und seine politisch?" Freunde eine Zusammenkunft. Die „Morning Post versichert- es hätten 53 Mitglieder des Unrerhauses daran Theil genommen und einstimmig beschlossen, die Adresse zu unterstüsen; darunter sehen 13 gewesen, die bei der Sprecher-Wahl gegen das Mini- sterium gestimmt hätten.
Sir Francis Burdett hat an der Abstimmung über das Amendement zur Adresse im Unterhause eben so wenig Theil :- nommen, wie an der über die Sprechrr-Wahl. C'r entfernte ich gestern Abend aus“ dem Hause, ehe es“ ur Abstimmung kam- Lord Stanley und Sir James Graham haben,
stimmt.
An der Börse hat die Annahme des von der Opposition im Unterhause vorgeschlagenen Amendements znr Adresse keine skhk große WirkUng hervorgebracht; die Consols, welche gestern zu 91; schlossen, standen heute um 2 Uhr 91.
Der Courier zählt 10 Mitgliederbuf, welche bei der Sprecher-Wahl für Herrn Abercrombv gestimmt hatten, und ge- stern gegen das Amendement zur Adresse stimmten; 8 Mitgl“F der, welche für Sir C. Sucton gestimmt hatten und doch für das Amenbement stimmten; 3 Mitglieder, Welche für das Amew dement stimmten, und die bei der Sprecher-Wahl nicht zugegen gewesen, und" 6 Mitglieder, welche bei der Sprecher-Wahi eben-
. feh
n i" . 619
keck)“-
[gendes Nähere über die Behandlung,
erriichkeit sich, weil er am Fieber erkrankt war, der verräehe- schen Regierung anvertraute, die ihn schleunigst nach Macao ollte zurückbringen lassen, indem sie zugleich den offenen Befehl on ihm forderte, daß die Englischen Fregatten sich nach Linkin tfernen sollten, ließ man ihn und seine Begleiter am ersten bend nicht über das Fort hinaus, welches ungefähr 3 Engli- eMeilen von den fremden Faktoreien entfernt ist. Dort wurde eankert und die Nacht zugebracht, während das Fahrzeug, auf elchem sich Lord Napier befand, von Mandarinen-Bbten Um,- eben war, die eine Eskorte von ungefähr 300 Mann an Bord arten. Die abscheulichelärmende Musik, welche die Chinesen fort- ährend machten, ließ den Kranken kein Auge zuthun. Durch notre Verzögerungen wurde die Ankunft zu Heangshan von *)ontag bis Dienstag um Mitternacht hingezogen, und dort ußte die Gesellschaft, unter dem Lärm dieses großen Handels- laßes, bis Donnerstag Nachmittags, gegen 40 Stunden, vor mier bleiben, unter dem beständigen Spektakel der Chinesischen M' sk, trotz aller Bitten des Arztes Sr. Herrlichkeic, daß man 'cketwas ruhig verhalten möchte, da der Kranke sehr leide. ine grausamere und quqlvollere Behandlung läßt sich gar nicht mken. Erst am Freitag Morgen erreichte das Schiff Macao, b,?leich man bei dem Stande des Windes schon am Dienstag „h hätte dort seyn können.
sche Regierung diese ihrem Repräsentanten zugefügte Schmach eziemend rächen- und dem Kaiser von China eine Vorstellung tshalb machen wird, damit die Schuldigen die ihnen gebüh- kmde Strafe treffe.“
»WMWWWW
Der der
dr 17230:
Dnereincm Silz im Unterhause gelangen werde.
er Lord-Lieucenant von Irland, Graf Habdingtou, ist r angekommen. . , _ Gestern begab fich einr Drpuxarton der Klkchspie[? von ßmjnfter, hauptsächlich aus Kirchwiel-Beamceu bestehend, zu
“r Robert Peel, um sch über die Abfichcen der Regierung Betreff der Fenster-Taxe zu unterrichten, te die Drputirten aufmerksam an, richtete mehrere Fragen
, [eh gsißrung in dieser Beziehung zu äußern, Laufe dieses Jahres“ eine Unter:
gaben
ung der leßceren thun, was“ in seinen Kräften siehe,
Der
Sturzes mit dem Pferde auf der Jagd, zu Marcome Moor Doncaster gestorben. ' ntsßiz für die nördliche Abtheilung von Nottinghanishire er- igt, da ihm sein ältester Sohn, Lord Lumley, der 1eir 1820 ,pxäsentant derselben ist, ' _
In Bristol hat sich eme Gesellschaft ftir den direkten Han- * mit China mit einem Kapital von einer halben Million so, und Actien zu 100 PFd. gebildet.
Nach Berichten vom Kap, „, war dort Alles ruhig, und die Arbeitsamkeit der Sklaven tte nach ihrer Emancipation niche abgenommen,
Aus alten,
un zufolge, sollen die bekanntgemachten Namen der Richter 1 Präsidenten twerden egt haben. lane, „sind junge Leute, 1 also weder die n Handhabung der . ten Volke nöthige Erfahrung besitzen. Auch sind ihre Gehalte chstgering-von86-130Pfundjährlich-sodarfieiederArtvon Be- chung zugänglich seyn müssen. Dies isi ein großes Unglück ; aber noch el schlimmer ist es, gen sollen, _ bel werden nicht etwa durch Vertrauen zu dem Ministerium (gewogen; im Gegentheil,
schen Blicken. „ „ . ükdk es noch mehr werden, wenn er die Dienste seiner Grie-
tshen Unterchanen den Diensten seiner Bayerischen Landsleute
hießen
Die
er von
Br
ahren
aten: . . Hinrichtungen we- Ankla, en wegen B e l 9 ' e "* gen verschiedener vorßählicher „» Zeitraum. Verbrechen. Mordthaten. „Jahre, endigend mit 1804 235 145 » » » 1809 88 76 » » » 1814 71 58 » » 1819 26 35 » » » 1824 23 35 » » » 1829 22 31 » » » 1833 keine 12
[ten /
migen[een bei der gestri en Abstimmung 11 und von denen,
“:“ Fx) Herrn Abercrom y gestimmt hatten, 9, Anwesend
. nscitigem
, en STLnÖLitglieder mitstimmten, folglich 11 weniger, als bei der
Wahl.
Erwählung des Herrn Abercromby zum Sprecher allge- neFreude in Edinburg erregt habe, und daß auf Befehl der
den
Anglikanischen Kirche auch für diese der zu ihrem
ern die allgemeine Diskqssion über das Finanz-Bubget geschlos- "» Man sprach hauptiächlich über die beiden nunmehr in "küsse! bestehenden Bank-Znstitute, die beide von dem Abbé de pere stark getadelt wurden. Auf eine von Herrn Demanet 'Usgeworfene Frage, erklärte der Finanz-Minisier, daß die 'Miiände es vorläufig nicht gestatteten, die Erhebung der bewil- “SM 10 Zusaß-Cencimen einzustellen.
Folgendes ist ein Auszug aus den der Repräsentanten-Kam- mer in ihrer jeßigen Sitzung vorgelegten und öffentlich bekannt so wie sie für Jmachten offiziellen Urkunden, hinsichtlich der in den lehren 30 Sir C. Sutton stimmten, so auch gegen das Amendement 9?“ th
und die gegen das Amendement tiimmtén; von
Mitgliedern, welche für Sir C. Sutton gestimmt
der gestrigen Sißung, als es zur Abstimmung kam, Mitglieder; 3 von beiden Seiten aber verließen nach Uebereinkommen noch vorher das Haus, und wei das Geschäft der Stimmenzählung, so daß im an,-
Caledonian Mercuri) meldet, daß die Nachricht
zwei Stunden lang mit allen Glocken geläutet wurde. Bischof von Chichester ist von der hohen Geistlichkeit Parlaments ; Sei Kon Wortführer im Oberhause gewählt worden.
Courier glaubt, daß Lord Palmerston nächstens doch
Sir Robert Peel
nte es aber ab, sich bestimmt über die Abfichtrn der
Es würde, sagte er, 'uchung der Einkünfte und des Landes stattfinden, und er Werde dann zur Ermä-
Graf Scarborough ist am 24sten d. M., in Folqe ei- Durch seinen Tod wird der Parla-
in der Pairswürde folgt.
die bis zum 11. Dezember rei-
Athen hat man hier Nachrichten bis zum 24. Januar die jedoch von keinem besonderen Interesse sind. Dem
der neuen Gerichtshöfe, welche am 0, d. eröff- sollten, große Unzufriedenheit unter der Bevölkerung „Viele" von diesen Richtern“, heißt es in diesem die kaum ihre INajorennität erreicht geziemende Würde noch die zu einer wirksa- Rechtspfiege unter einem nur halb civili-
daf; das Gesetzbuch, welchem diese Richter
für den Charakter des Volkes nicht paßt. D1ese
man betrachtet dasselbe mit argwöh- König Otto selbst aber wird sehr verehrt und
wollte.“
hiefigen Zeitungen entlehnen dem Canton Register Weiche dem Lord Na- Seitrn der Chinesen widerfahren seyn soll: „Als Se.
Wir hoffen ernstlich, daß die Bri-
B e ! g i e n. üssel, 26. Febr. Die Repräsentanten-Kammer hac ge-
vorgekommenen Hinrichtungen und angeklagten Mord-
***-I“" T)-
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 21. Febr. Durch eine Königl. Verordnung vom 7ten d- M. find die Hamb1urgischen und Bremischen Schiffe, hinsichtlich der Entrichtung von Abgaben, den Schwedischen Schiffen gleichgestellt wvrden.
Jm Bürgerstande des Reichstages ist unter Anberm der Antrag gemacht worden, das Verbot zu erneuern, wodurch den Inden der freie Verkehr auf den Schwedischen Jahrmärkten un- tersagt wird, Nachdem das Gutachten des Kommerz-Kollegiums hierüber eingegangen, haben Sr. Ma]. darauf erwiedert, daß es ber Erneuerung eines“ Verbotes, welches nicht zurückgenommen 1er) und wonach es also den Betheiligten freistehe, gegen die Kontravenienten klagbar zu werden, nicht bedürfe, und würde es vielmehr angemessener scheinen, wenn ein den gegenwärtigen Zeit-Umständen mr_hr entsprechendes neues Reglement über die in Schweden ansäysigen Juden in Vorschlag gebracht würde.
* „ Die bekannte Anklage-Motion des Herrn Crusenstolpe wri- gerte der Landmarschall im Plcno bes Abelsrandes am 16ten d. zur Perl)and_lung zu bringrn, weil fie bloß bezwecke, einen fcbou gefaßten Beschluß wieder rückgängig zu machen. .Der Antrag.- steller selbst war nicht da, und Niemand machte irgend rige Ein- Wendung.
Das nya ?sftonblad meidet, daß mit erstem offenen Wasser eine regelmäßige Dampfschißfahrt zwischen Stockholm undd Lübeck durch ein Holländisches Schiff in Gang kommen wer 2.
In_ Finnland isi eine Unterzeichnung xum Ankause eines Dampsjchiffes eröffnet, Wozu fich in Fibo allein 600 Actionaire für _120,000 Rubel gefunden haben, so daß eine Dampfschifffahrt zwi1chen dort und Stockhoim in Gang kommen dürfte.
Deäxsr-“olanv.
Hamburg, 2. März. An die Stelle des verstorbenen Hrn. Marmi Garlieb Sislem, 01 heine Herr Senacor Christian Daniel Benecke zum Bürgermeiärr dieier Stadt erwähit Worden. Gedern, 20. "Februar. Heute wurde hier die Gemahlin des Erbgrafen zu Scoiibrrg-Wrrnigerobe, geborne Gräfin zu Er- bach-Fürstenau, von einer Tochter glücklich entbunden, welche in der heiligen Taufe den Namen Eleonore erhalten wird.
- - Frankfurt a. M., 28. Febr. Unsere Börse war im Laufe der letzten Februariyoche ungewöhnliä) belebt. Die von aus- wärts gekommenen Nachrichten bracbten ein- sigrkes Schwanken ver Notlrungen hervor. Anfangs war die Kauflux: in Oesterrcickzischen und Holländischen Fonds schr mxrflirh, wodurch die Course einen Punkt erreichten, worauf man iir seit mehreren Jahren nicht gese- hen hatte. Man bezahlte byroc. Mkt. 95-„7“ Holländische Integrale 554,7“; und övroc. Holländiiche Obligationcn 99197. Schon an der Montag- Bbrse war indessen die günjiigr Konjunktur unterbrochen; w zeigten sich viele Abgeber und sämmtliche Notirungen erlitten einen Stoß. Man hatte gesanene Renten-Conrse von Paris, so wir auch von Lon: doxi die Nachricht von der auf Abercromvi) gefallenen Wahl. Am Dienstag «24. Febr.) traten noch mehr Verkäufer auf und wurden starke Posten Jntegrgle zu weichendcn Preisen abgegeben Doch w_urde der Markt sich p_ei allem dem gut gehalten haben, wäre nicht die minifterthe Kriss zu Paris kund geworden: viele Speku- lanten “aufs Steigen eriethen in Bcsorgniß, um so mehr, als man am Mittwoch dte ge quenc Londoner Notirung vom 20. Febr. er- hielt. In den Nachmrttagfiunden des 25. Febr. war asics aquebox ten, und man konnte Integrale zu 5137, byroc. Metaüiques zu 9.15» und Actien zu 1365 haben. Am Lbnen erholte man sich etwas von dem panischen Schrecken, weil es nä) zeigte, daß troh des Rückfalls der Course die effektivrn Stücke fehlten und das haare (Held abon- dant blicb. Unter solchcn Umständen fiel auch die Liquidation für den Monat,)yclche gefxern stattfand, ganz h_efrixdigend gas. Sämmt- liche Ausgleichungengmgen ohne Schwierigkeit vor iich. Depot- Geschäfte waren willig zii 33 pCt. zu machen. Uebrigens sianden die Fonds, trotz des Weichrns in den letzten Tagen, am Schluffe des Monats dennoch höher, als beinrAnfang deffelven. - Die bproc. Metalliques üiegcn im Ganzen um ck; pCt., bpcoc. Metalliques um ! pCt., Bank-Acticn 14 Fl. vro Stück, Integrale? pCt. _ Sämmt- liche Partial-Loosc gingext im Laufe des Monats bedeutend besser: Preußische Prämicn-Schetne von 62.1, auf WH, Polnische Loose von 70-7,- auf 70:, Darmstädtschc Loose von 2xe auf 26.3» Fl. pro Stück, Badeschc Loose von 90: auf 0153. » Jm Wechsel-Geschäft blieb es stille,; nur für kleine Posten Amstrrdam, Augsburg, London und Paris war Frage. Disxvntq - Papier konnte man zu 2; :“a 21 PG. gern placiren. - Nachschrtft. Heute, am Sonnabend, erfuhren die Fonds bei wenigen Umsätzen nur geringe Veränderung. Inte- grale und Metanques blieben etwas fiauer im Cours; Actien wa- ren gesucht:, in Spanischen ging nichts um.
0 r | e r r e i ck. Wien, 27. Febr. Unsere Hauptstadt ist durch eine plöß-
verseßt worden. Die hiesigen Zeitungen vom gestrigen Tage publizirten darüber das nachstehende Bulletin:
„Wien, 25. Febr. Sr. Majestät der Kaiser find gestern gegen Mittag von einem entzündlichen Fieber befallen worden. Der Verlauf der Krankheit ist regelmäßig und läßt sonach mit (Grund die baldige Genesung Sr. Majestät erwarten.“
Heute früh enthielten unsere Zeitungen folgendes Bulletin:
„Wien, 26. (Febr. Nachdem heute bald nach Mitternacht in dem Krankheits-Zusiande Sr. Majestät durch Steigerung des Fiebers einige Ver1chlimmerunq eingetreten war, fühlten sick) Allerhöchstdieselbrn bereits um 5 Uhr Morgens wieder bedeutend erleichtert. Diese Erleichterung dauerte bis Mittag an. In den Nachmittagsstunden steigerte steh das Fieber wieder, jedoch nicht in dem Grade, daß man nicht hoffen dürfte, daß Sr. Majestät eine ruhigere Nacht, als die vorhergehende, zubringen werden. *- ?[uf Aslerhöchßeigenes Verlangen wurde Sr. Majestät heute stich u,m 8 Uhr das Sakrament des heiligen Abendmahles ge- re t.“
Im Verlaufe des heutigen Tages haben sich, wie man ver- nimmt, die Krankheits-Symptome nicbt verschlimmert. Zuzwix schen sind in allen Kirchen_Gebete für die baldige Wiederher- stellung Sr. Majestät des Kaisers angeordnet worden.
Der Oesterreichische Beobachter versichert, daß die Herzogin von Berry, Welche, nacb ben "))Teldungeu zweier Kor- respondenten der Allgemeinen Zeitung, incognita in Frank- furt a. M. angekommm seyn sollte, die Stadt Brandeis in der Nähe von Prag, wo sie seit längerer Zeit verweilt, nicht ver,- lassen habe.
Inland.
Berlin, 4. März. Es ist bereiis in der Nummer 209
' der Staats-Ztg. vom vorigen Jahre berichtet worden, daß des Königs Majestät die Trennung des Gymnasiums“ zu Boxen in
zwei Gymnasien zu genehmigen geruhc haben. Das eine dieser
Gymnasien hat den Namen des Königl. Friedrich-Wilhelms-
Gymnasiums, das andere den des Köni [. Marien-Gymnafiums
erhalten. Zur Beschaffung eines Gequdes für das erstere ha-
ben Se. Maj. eine Summe von 20,000 Rehlr. allergnädigß be.-
liche Erkrankung Sr. Majestät des Kaisers in große Betrübmß_
willigt, wogegen das letztere in dem bisherigen Gymnaßal-Ge- bäude bleibt. Die Unterrichtssprache soll in dem Friedrich-Wil- helms-Gymnastum alle Klassen hindurch .die Deutsche seyn; in dem Marien-Gymnasium ist sie es nur für die vier obern Klas- sen, in den beiden untern isi es die Polnische. Um jedoch die Schüler dieser beiden unteren Klassen soweit mir der Deutschen Sprache vertraut zu machen, daß sie dem Deutschen Vortrage in den vier oberen" Klassen mit Leichtigkeit folgen und fiel) der Deutschen Sprache in ihrem eigenen mündlichen und schriftlichen Ansorucke mit Fertigkeit und Richtigkeit bedienen können, sind diejenigen Anordnungen für die Ertheilung des Unterrichts in den unteren Klassen getroffen, welche die Erreichung dieses Ziels sschern. Dagegen ist die Polnische Sprache in _dem Friedrich- Wilhelms-Gumnasum für alle Schüler öffentlicher Lehrgegenstand. Da die Trennung des Gymnasiums zu Posen besonders auch deshalb für nöchig erachtet tvordrn ist, weil es sich in seiner bis-- herigen Gestalt nicht wohl dazu eignete, junge Leute katholischer Konfession fÜk den geistlichen Stand zu gewinnen und auszubil- den, so soll mit dem Marien-Ghmnafium zu diesem Zwecke ein Alumnar für 50 bis 60 junge Leute katholiicher Konfession, die sich dem geistlichen Stande widmen wollen, verbunden werden, weichen, je nach ihrem Bedürfnisse, eine Unterstützung gewährt Werden soll. Durch die Verbindung dicses Alumnats mit dem Maricn-Gymnaüum wird dieses“ ]cdoci) nicht so ausschließlicb den Lharakcer ciner katholischen Unterrichcs-Ansialt erhalten, daß in dasselbe nicht auch evangelische Schäler sollten aufgenommen wer- deii können. Es soll vielmehr als Grundsah angenommen und festgehanen werden, daß die Konfessions:Vecschirdrnheiibei den beiden Gymnasien nur soweit es zur Erreichung der eben aus- gesprochenen besonderen Bestimmung des MarienxGhmnafiumr- nothwendig ist, berücksichtigt werden, und daß den Aeltern „dir Wahl eines der beiden Gymnasien für den Unterricht ihrer Ki?!» der ohne aile Rückschr auf Konfesßon freigestellt sehn soli.
Im Jahre 18:14 find in der Provinz Schlesien bei den Königlichen Regierungen 47 Dispensations-Fälle vorgekom. men, wo die Erlaubniß zumAufgebot und zur Trauung in evan- gelischen „Kirchen von Katholiken nachgesucht wurde, deren früher eingeschrittene Ehe getrennt worden war, und deren ztvcite Chr von der Geistlichkeit ihrer Konfession des entgegenstehenben Dogma wegen nicht eingesegnec werden konnte. Es wurden daher *.“,- kathokische Wittwer mit katholischen Frauen, 1 katholischer un.- verheiratheter Mann mit einer katholischen Frau,“ 5 katholische bisher unverheirathete Frauen mit katholischen Männern, 11 kaxholische Männer mit evangelischen Frauen, 10 katholische Frauen mit evangelischen Männern, 5 unverehelichte Katholiken mitevan; gelischen Frauen, 10 unverheirathete Frauen mit evangelischen Männern und I katholische Wittwen mit cvnngelischenMännrrn in evangelischen Kirchen verbunden.
Dic gemeinnüßigen Anstalten in Naumburg gcbcihcrr fortwährend auf eine sehr erfreuliche Weise. Der so eben be- kannt gcmachte Bericht über die dortige städtische Waisen-Ber- sorgungs-Anstalt zeigt für das Jahr 18.31 einen Bestand von 37 Knaben und 38 Mädchen, die von Naumburgischen Bürgern und Bürgerinnen beauffichtigtwerden. Die Ausgaben betrugen im verwichenen Jahre10/17 Rthlr., die mit Ausnahme eines Zuschusses von 150 Rihlrn. aus der Armenschul-Kasse, aus Privatnutceln auf- gebracht worden smd. *- Eben so erweitert sich das wohlrhätige Institut der städtischen Sparkasse fortwährend. Im Jahre 1834 wurden 450 Einlage-Bücher auSgegeben, Die Einkage-Kapica; lien beliefen sich auf 245,651Rthlr., die aufgesparcen Zinsen auf 3101) Rthlr., die abgehobenen Zinsen auf “.)-53!) Rthlr., die Ka- pitals-Rückzahlung auf 57,634 Rthlr., drr verzinsliche Kassen- Bestand auf 101,127 Rthlr.
«» Aus einer Nachweisung der im vorigen Jahre in bei: Gemeinde-Waldungen des Regierungs-Bezirks OJTindcn aus: geführten Forst-Kulturen ergiebt sich, daß in den laudräehlichen Kreisen Minden, Herford, Wiedenbrück, Paderborn, Düren, Marburg und Höxter 820 Morgen durch Saaten und 121 Mor- gen durch Pflanzungen mit verschiedenen Hölzern kultivirt, außer.“ dem aber in den Kreisen Minden und Herford 53,400 Pflänz- lingc zm“ Ausbesserung von Waldbldßen verwendet morden smd.
-- Ueber die Verwaltung der Straf-Ansialt zu Görliß für das Jahr 1834 erhält man folgende Notizen: Am 1. Jan. 1834 befanden sich in der Anstalt 400 (Gefangene; im Laufe des Jahres wurden 301 eingeliefert, und eben so viel entlaffcn, so daß am 1. Jan. 1835 wieder „100 Personen dctinirt warrn, nämlich 3.18 männlichen und 71 weiblichen Geschlechts. Linker den Drtinircen befanden sich 1.10 Rückfällige und zwar 74 3:01: erstenmale, 4.73 zum zweiten, 14 zum dritten, .»; ziim vierten, 4 zum fünften, ;? zum sechsten, & zum siebenten, Und 2 zum zehn cen Male. Nach der Sißzeir berechnet, waren am Ende des “Jahres 183.1 in der Straf-Llnstalt: 21 auf Lebenszeit, .; über 30 Jahre, 11 von 20 bis ;;0 „Jahren, 05 von 10 bis 20 Jak). ren, 57 von 5 bis 10 Jahren, 05 von «') bis 5 Jahren,
1415 von 1 bis .: Jahren, ZZR unter 1 Jahr, 8 un.- ter 0 Monaten, 0 vor Abfaüung dcs Urcrls eingeliefert.
Verdient haben die Gefangenen im Jahres'laufe 0.550 Rchir. ---- Berichtiqung. „Jim gestrigen Blanc der Staats Zeug., S. 252, Sp. 1, Z. „36 v. o. lies: zuläßt, statt: erbrisciz-r.
Mo»- Bcibachu [1.28.
des Lan_dtags-Abschiebes für die zum 1011 Provinzial-Ja:,xd-iazr veriaimnelt geweienen Stände der Provinz Wr;“§ri)at-,*m
Denkschriik, die Anträge der Wcstphälischen und drr RheimipÖrr-s Provinzial-Stände auf Ermäßigumg de:; 1100050 Provinzen bisher entrichtrten Grund-Stcurr- Kontinqents betreffend.
Dic Stände der Provinz Wcstphalrn und ber 71Min Provinz haben brrrits aixf den in den Jahren [ZZZ imd WZ? fm' 'Wi'Üyhux len, so wie in dcn Fahren 182811111) 1830 för dir ?,)ibritr-Pi'ovmz ab- grbalremn Landtagen die Ausdehnung der ((Hund;-Steirer- ?)ccvisfon auf dii' anderen Provinzen der Monarchie, und- in dcr Brraursez- zung, daf; smc jetzirrrn Provinzen mit eensr nach I)iiißqabr ihres Boden-Ertrags'weir qrringrren Grund-Strucr brlrgi sehen, die- AUSgleichung der Grund:-Steurk-kaülikjg untersämmriiciwcn **rovin- zen der Monarchie, somit einc ertxntt'kicbllna der vcrmcénxxi ', in do- henGrund:Steuerjcncrvcidcnweixlrchen Provinzen in Antr-tq acbömiit.
Die chjerung hat nicht geräumt, sobald ihr dicxc “1140-7008 und insbesondere cms den Itnichgcn ngfdem Zweiten WCÜUbälisäicn Land; tagr die Begründixng dti'ji'ö _“Zmipruciis auf eine permeimliihc Bc- _aünfiignng dcr öiiltchrix Provinzrtr bekannt wurden- deren gründliche Erörterung zn vcranlanen, rend die Rrsultatc der letzteren dcn Stäb- den der rekiamirendeii Provinzen mit derjenigen Offenbritmitzuthei- km, durch welche allem das Vertrauen zwischen den Vertretern der einzeluetixProyinzM Und einer die Gcsannntheit der letzteren mit
!Jitcjher Gorgxalt umraffenden Verwaltung aufrecht erhalten werden a . Dic Denkschrift vom 18. Mai 1830, Welche auf Befehl Seiner
Majeüät dcm AbsÜiik-“dk für den zivriten Weüphälischm Landtag und