1835 / 70 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Syn den ((feat-Behörden nacb dem_ge en unbegßnftigtx Fremde gül- ngcn Ma slave behandelt ward. Dre leine Omtssonssun e wtrd nun wohl um dtplomattschen Wege gebessert wxrdeq. _

.Das Journal du Commerce enthält_ m femer Nummer 610_8 dt_e vom Gouverneur der Bank von rankrezch, Grafen Argoux, m e:- ner General-Versammlupg der ctionatre am Wüen v. M. über d_en Zustand dieses Infittucs_ mx Jahre 1834 abgelegte Rechenschaft. Die- selbe lautet durchaus güyßm; Vertrauen _uxtd'Geschäfte hatten sich ver- mehrt; dt'e Gesammt-Dtvcdenden waxen fett dom -t_1äch|v_orher ehenden

ahre von 6! auf 80 gestiegen, dn Summe .dtSkonttrter andels-

ffekcen von 240,289,000 auf 806,608,000 Fr.;“ dagegen hatte der Geld-Ver_kehr mit dem Staatsschaße [ich von 45,487,000 auf 34,126,000 F7“; vermmdert. Der Verkehr im Leth-Geschäft auf edle Metqlle war von 27,354,000 auf 46,218,000 Fr. und der_dabei gemachte Gewmn von 164,926 auf 854,322 Fr, vexmehrt; das Leth-Geschäft auf Staats-Pq- FM“. war ungefähr skattonatr geblteben. De_r Reserve-Fpnds hatte dxe _urxltch gesetzlich gewordene Beschränkung auf-10,0(_)0,000 r. Dre Haupt-Summe schlechter“ oder wentgßens verdächxtger For erungen, welche tm Jahr 1881 6,U8,498 Fr. betrug, war tn den leisten dret o(ahreu um 4,267,577,000 Fr. vermindert worden. Der baar_e Kassen- Vorrath hat im Jahre 1834 nicht über 180,814,600 und mcht unter 119,304,000 Fr. betragen.

Im Jahr 183: war der Stadt_Rouen für_ den WoU-Verkel)r_das Recht des entroyzt'üotik (Ntederlegung tx! Privat-Magazmxn _zmter Zoll-A_uf_fichc_) zugestanden worden. Dtese Vergünsttgung tft )kßc yom_ Mcmsiertum zurückgenommen, und Lagerung der_Wollen soll kunsteg ou Rouen nur noch tm enxre ät rée] _(den_dffet_1t- 1ichen_Pachäusern,) :iattfinden dürfen; jedocL werdet: dte ber Publth- tiM dteser Veränderyng t'm_ entrkyät iictik befindlechen Wollen bas zum Ausgange daselbst verbleiben.

_ _ Rußland. Un_term 18. Dezember v. I. ist zur Befördexung der "K_rtmm'scben Landwtrthschaft_, versuchsweise vorläuffg auf dret Jahre, dre Ausfuhr yon Ka_m_eelen ms Ausland erlaubt worden, und zwar__so- wohl durch d_te Euxmtschen, Asowsche_n und Donau-Häfcn, als uber die Bessarahxfche Landgräme, gegen emen Axrsgcmgs-Zou von 2 Rbln. S. vom Stuck. ** _ -_ __

Vom Departement des auswärttgen Handels :| folgende Verfu- gung erlassen: Es sollen _ _ _

_ 1) Dee Schaffer Russischer Schaffe, _welche das Recht zum auswär- trgen andel mcht be:]?en, durchaus keme Waaren zum Verkauf ode_r zur Ue ergabe an Rusn che Kauflxutx erster _und zwerter__th_de für er- gene Rechyung vom Auslande mttbrmgen, auch mehr fur tyre Rech- nung Rusufcbe Produkte zur AUSfuhr ins Auslatzd von jenen Kaufleu- ten erhaudeln. Jm Uebercretgngs-Falle _unterlregen se der Strafe, welche auf Handel ohne_gese§1che_ Berechngung sieht. _

_ 2) Auch folxen Seb: er usstfcher _Schrffc, welche _kem Recht zum eigenen auswärttgen_F)an el besißen, mcht Bevollmächttgte solchcr Per- foyen seyn, welcbe tm Best; des Rechts zu solchem „( andel stx1d,_ nur nur Ausnahme der Falle, wenn_ sie von solchen P_er onen mr_t emem auf Grundlgge des §. 147 der thde-Ordnunq erthetltenKredttwe dazu bevollmächctgt wurden. _ _ _ _ __ _

Als Ergänzung des bestehenden Tartfs l_xeß d_as Frnanz-Zanterrum am 15221: o. M. nachstehende Waaren-Ciastficanon publmren: _

Eiserne_Häntt_ner 1ede_r Art mtc hölzernen und anderen Stje- len zum Tarifs-Arttkel: Fellen, Sägen, RaSpejn, Schabm_effer und Tuchkarden und alle andere zu Werksiättey, Fabreken und Mühlen ge- hörige eiserne und ftähserne Instrumente mcc 1 Rbl. S. _das Pyd belaßec.

Schwamm, mtt brennharer Sybstanz getränkr,_m klexne Stucke gcscimitcen, die sch durch_Retben cnxzundxn, zum Tartfs-Artakel:__physt- ' kalische, hydraujiscbe, opttsche und ch1rurg.:fche, stählerne und mesjmgene Jnßrnmenre mtr A5 K_op. S. daß Pfun_d belaset.

Weißes und farbiges _Papter mtt darm gcpreßten und darauf illuminirten Bildxrn verschtedxner Thiere, _Gewächse u. dgl. zum_ Ta- rifs-Artékel: Farbcges Zamek jeder Art, wre auch Gold- und Selber- Papier, mit 40 Kop. . das Pfund belastet. _ _

Dic Petersburger Handels-thcung Nr. 6 d. T_x. enthält emen,__dte Grundsätze und Formalitäten bet Verfiegelung fo cher Waaren, uber deren Qualität bei der Brake oder nach der Brake Stretc entstayden i:“f, fysstellenden, Unterm 29. Dezember v. J. Allerhöchsc bestäcxgtcn Reicbs-RathsMuß. _ _ _ _ _

Durch Ukas des_dtrtgtrende_n Sengts _vom Nen v._ M. wxrd dre der Diligencen-Soctecät ertherlre quserltche Erlaubmß bekannt gc- macszx, eine Din nee von Moskau uber qua nach Ktew, uni? v_on Sc. Petersburg ü erDünaburg nach Kowno,_m derselben Art, wre el_ne fol-xbe bereits von St. Petersburg zur Preußtscben Gränze besieht, em- ;uré:hten und in Gang zu setzen. _

Das Departement des auswärtxgkn Handels_§)at den Zyll-Aemtßrn uud Barrieren für den F andel mtc _Europa dre Vorschrtft _erthctlt, daß sie bei Annahme so eher Connotffcmence und Fraxhtbrtefe vou S:!)iffern und Fuhrlcntcn, woraus weder von den auSländrschen_2_lbse_n- dern der Waare, noch yon__den Srbzffern odex Juhxleutey Spectßcattq- nen verzeichnrt snd, wre nx laut Fmanz-Mmi ercal-Ctrcularö ay dre ZoU-Behörden vom 1. Zum 1833 Art. 8 gefiattet_werden, also_bee so!- (“():-n, wodukch der Text des Connotssemenxs selbxr ycxänpert wtrd, dre Schiffer und Fuhrleute anhqlte'n solleg, htcse_Spectftcactot_1en auf der- selben Grundlage zu untcxzetcbnen, wte dre mcht unterschriebenen Con- noissementc und Frachtbrtefe selbst._ _

Der dirégirende Senat publtmt unte_rm 22:7en v. M. em _Aller- höcbsr bestätigtes Reichs-Raths-Gucgchccn über das Verfahren_ bet dem Schaden-Ersaxz ür KauffahrteasMffe, welche durch K_ronöschtffe, oder umgekehrt, bxscl) digt wxrden. _ Es soU demnach an jedem c;Fakxe, wo Kauffacheéschxffe mit Krcegsfchtffen ;usammenskoßen, oder fi uberse- geln, sofort eine genaue Untersychung d_es That-Beskandes vyrgenom- Men werden, und_ zwar, wenn tm Russ1_schen „s a_fen , durch dre oherste Hafen-Behörde mtr Zunehung von Martge-O fizxeren und O_eputtrcen der Kaufmannschaft; weyn an xincx RusnsckxenKusie, durch dte näcbfke

olizeé-Behörde; wenn_ m ausländischem Gehrer, durch den nächsten

nsséschen Konsul. Die Untersuchungs-Aktexx gehen dann an das be- treffende örtliche Handels-Gertcht, welxhes uber Vexlusi oder Schuld, Erf.“.xz-Berechtt'gung oder Erfaß-Verpfitckxtxmg des cm_en odcr andere_n Theils in erster Instanz x_rkennt. Zur Nevtswn geht dreSache an_ dte durch allgemeine Gesese uber das RechtsxVerfabren zwischen Prtvac-

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Personen ynd der Krone geordnete höhere Inüarxz. handlyng m allen Instanzen wer_den Deputtrtx de_r Jaiserl. Mgrtn_e zugezogen, mit gleichem Recht, wre dte_ ubrigen Mttglteder des Gerichts, und vor deux Eyd-Urtherlyird ein SUMME" des Chefs vom Generalstabe der K_atserltchen Marine einge- fordert; Daß End-Urtheil bestimmt sydann_ dae _encweyer yon dem“ Pri- vat-Eegenthumex des Kauffahrtetschtfses i_n dre K_atserltxhe Marine- Kasse, oder an_ xenen aus den Fonds de_s Fmanz-thskertums :u_ zah- lenden Entschädigungs-Summe, un_d wrrd sofort vollzogen; Im_letztern Falle syll der kymmandirende Offizcer dE_S_ betreffenden Krregssthtffes vor em Krtegs-Gertcht gestellt werden, um x_tber _den etwa gegen ihn statt- findenden Regreß oder seine Straffälltgkett bet der Sache zu entscheiden. (SchlUß folgt.)

13 srliuer Börse". 0811 9. Mär: 1834. Amt]. [701103- nm] Zolä-oner-Tattél. (NW

. *sé .]

100; 031,91“. l'kunäbr. 981“. 97; 90mm. (10. 65,“, 64; [(ur-u.d|'8um. (10. .. 994 thb|esiuo118 (10. - 99? llkßt.().c].l(.-u.ö'. 100§ 2.-86b.(1.1(.-u.R. 9% --

93,1 -- 1101|. x*01|w.])u1c. 389, -- Reus (10. 102; 1017? krisäricbzä'or . . 102; -- [)isconto .....

Huswärtjgs öökasu. zmztekäam, 4. Mär:.

Kieäekk. Nikki. Zcbulc] 564. 53 110. 101,77. MUZ. 89111110 174,17. [(aka-15111. 264. ' 3 111110". 954. ZZZ 80. _Kuas. 99. 08818". 994. l'keuas. l'riim.-§cboins 114. (10 43 zu!. «. 89311. 53 484. 3-3 LU.

Jyao. Z,“; 48.

5-3- Uet. 100747. 1834 5814.

Bei ihrer Ver-

Jt. - Zobulä - 81:11. 1,1". [Zug]. 0111. 30. ['rm.§c:b. (1. 88811. Uurm.0bl.m. |.(3. R0um.]nt.80]1.äo. Zeri. 8taät-0b]. RöniZsb. (10.

[311111132 (10.

])ant. (10, in ']"b. Weztpr. ]"knuclbr. (71'01'80. 1,08. (10.

1004

dd|chckßdd|xx

Qntwerpen, 3. 015112. ('m-tog 47; (10. (Joop. 25, Tina]. 16. Wien, 4. Mär:. 43 934. 8ank--3etisn 1288. Neue „111112in 7.

Königliche Schauspeele.

Es wird ersucht, die für Sonnabend den 7. , Sonntag den 8. und Montag den 9. März verkauft geWesenen Ballets in das Billet-Verkaufs-Büreau zurücksenden zu lassen, worauf der Betrag sogleich erstattet werden soll.

Dienstag, 10. März. Im Opernhause: Othello, Oper in 3 Abth., mit Tanz. Musik von Rosfini. (Olle. Sabine Heine; fetter: DeSdemona, aés Gastrolle.)

„Jm Sck)auspielhause: 1) ]1'31'1 (16 80 fairs 3111161" (18 8011 11131'1, süüchsjlls en 3 86185. 2) 206, 731111671116 [un' Scribe.

Königskädtésches Theater.

Dienstag, 10. März. Das Schloß Greifenstein, oder: Der Sammtschuh, Gemälde der Vorzeit in 5 Akten, nebst einem Vorspiele, genannt: „Zulima“, von Ch. Birch-Pfeiffer. (Mad. Birch-Pfeiffer: Gräfin Agnes, als Gastrolle.)

M Neueüe Nachrichten.

Paris, 3. März. Das Journal des Débats meldet: „General Sebastiani hat fich sogleich nach seiner Ankunft in das Schloß begeben, wo er eine Stunde“ lang mit dem Könige konferirte. Er hat nicht die Absacht, sech lange in Paris aufzu- halten, sondern will in zwei oder drei Tagen wieder nach Lon- don zurückkehren. Der Marschall Soulc wird morgen früh (nämlich heute) in Paris erwartet.“ »- Heute früh soll der Graf Scbastiani wieder eine Audienz beim Könige, die mehrere Stunden gedauert, und sodann eine Konferenz mit mehreren Mitgliedern des doctriyairen Kabincts gehabt haben. Ein ge- stern verbreitetes Gerücht, es seyen dem General Sebastiani, weil er sich sehr unwohl befinde, Blutegel angesetzt tvorden, und der Arzt habe ihm eéne mehrtägige Erholung anempfohlen, hac fich als gänzlich ungegründet erwiesen.

Die Ankunft der Herren Soulr und Sebastiani gab heute an der Börse zu vielen Muthmaßungen Anlaß. Es wurden 3 gegen 1 gewettet, daß kein Ministerium unter der Präsident- schaft des Marschall Soult zu Stande kOMMM, sondern wieder ein doctrénaires Kabinet gebildet werden würde. ,

Einige Blätter wollen behauyten, Marschau Soult wäre schon gestern in seinem Hotel angekommen, werde sich aber erst heuteFum Könige verfügen.

lle Blätter erschöpfen sch seit gestern in Muthmaßungen über das Resultat der Konferen , die Herr Sebastiani mit dem König gehgbt hat. Einige Ylau en, daß schon allein die Nach- richt von 1einer baldigen R ckehr nach London klar genug an- deute, was bei dieser Zusammenkunft vorgefallen. Heré Se- bastiani soll sch geweigert haben, an irgend einer mjniskeriellen Combination Theil zu nehmen, weil er kein Vertrauen auf die Dauer des Ministeriums habe, welches gebildet werden sone.

Der Moniteur du Commerce sagt, schon zehn Tage währe |“th die ministerielle Kriss, und noch lasse sich nicht ab- sehen, wann ste ein Ende haben werde. Marschall Soul: treffe zwar heute ein; allein Was könne die Ankunft des Marschall

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Bekanntmachungen.

Snbbaüatéons - atent.

Zur Verüetgerung des ur not wendi cn Subha- statéon gcüellten, in dem L cbenwcrdaer reise Merke? burger Regierungs-Bezirks geZegenen, Allodéal-Ntte terguts Tauschwiy- welches mtt dem dazu ehörtgen Vormerkc Wichtewiv auf 47,226 Thlr. 21 gr. 4pf. gerichtlich abgeschätzt worden ifi, sieht auf

den 17. J u ni 1835, [1073 )(“ Vor dem Deputirten Herrn Ober-Landesger_tchtse Asessor von Winken in dem L_ocalc des unterzerchne- ten Ober-Landesgerichts Termm a_n. Die neueste HypothekenxScheén, und dt_e besondern Kauf- Bedingungen smd in unserer Regtsiratur einzusehen.

Naumbur , den 7. November 1834.

Kan- Preuß. Ober-Landesgericht von Sachsen. M a b l m a n n,

Subhaßations=Patent.

Zum Verkauf _des im Wowraclawer Kreise, im Promberger Regeeruttgö-Devartement belegenen- dem Gutsheüyer Adam von Lubowiecki sebdrigen, adli en Guts Pierance, wel es landschaftlich auf 21,848 T le. ,]2 ssk- 2 pf. abgesch st 111, steht auf den Antrag der

den

willigen in

Et

- a e - , Allgememer Anzetger fur dle Preußts biesgen LandschaftsaDirection im Wege der Resub-

baüation cin vexcyttfoxéséßr BietungZ-Tcrmkn auf vor dem Herrn Ober-Appeüations-Gerichts-Asseffor

Bdttixher, Vormittags um 10 Uhr, in unserm In- structtons-Ztmmer an,

Innt1835,

Am

schworenen ;_Oer Cata o Buchcr-Abtbe lun en,

Militair-Literatur und Ansprüchen an Pie- der Mechanik und der Naturw

Gotha- gerZ der Deutschen. LeiszUg", bei Herrn agisier Mehnert. straße Nr.

Hevelke.

ck c n Literakische Anzeigen. Bücher-Versefgerung in Frankfurt a. M.

_ _ 23. März d. J. und ol ende Ta e zu welchem Kauflußtge mxt Frankfurt a. M. eine aus nsch? als g dcm Bemerken eingeladext werden, daß die Taxe, der ncucsie Hypothekeq-Schetn von diesem Gute und die besondern Kaufbcdtngungen in unserer Subhaftations- Registratur eingesehen werden können.

Zuglei_ch _werden die unbekannten Neal=Prätendem ten vyn Pterance und die Thecla von Lubowircka, Taxe, der vexebltchte von Slubicka, zu dem anüehenden Ter-

mene Erste unter_dex Warnunkvorgcladen , daß die Ausbleibenden met tbren Nea .- rance werden vräkludirt, und ihnen deshalb ein ewt- ges Stillschweigen auferlegt werden wird, Letzte un- ter der, daß bei threm Au_sbleében angenommen, fie den Zuschlag fur das gcthane Mciügebot, und die Lbschung der aus efallenen Posien nach er- Fylgtcr Belegung des KauYgeldes auch ohne Produc- tton dcs Documents erfolgen wird.

Bromberg, den 28. October 1834.

Königlich Preußizsches Landgericht.

Werken bestehende Bücher-Sammlung durch die ge- errcn Ausrufer öffentlich versteigert.

enthält, außer anderen wertbvollcn

_ _ die von dem verstorbenen Kd

mgl. Baier. Obkt =Lieutenant Herrn von Lcscl bin-

terlasscne Bibliothek (K_usgkxkkcbnkk in Bczug auf

eme schr vouständégc Samm-

|ltzng alchymitischer_Schriften enthaltend),

bmterlassene Btblcothek dcs vcrstorbcnen Köniql.

Baier. Herrn Hofrath Tabor éintcresant im Faéhe

_ senschaften).

Zu finden ist dieser Catalog in Frankfurt a. M. in

der Job. Christ. Hermann'schen Buchhandlung.

in der Expedition des 2111921an-

Herrn Buchhändler Barth und bei Berlin, YZHerrn Buchb. C. F. Plahn (Fager- Bremen, "bei;.ßerrn Buchh. Heyse._

Soult andeuten? Das einzige Rettungsmittel, weil dem:, einmal das Ministerium geändert werden müsse, sey Herr „„ pin, und er (der Moniteur du Commerce) verlange und „_ sche von ganzer Seele, daß man sich an diesen Staau. wener MZ)?)tßs * _ W _ __ _ * er e er er agt: enn w r en um aufend rüchten glauben dxrfen, so naht fich die Ministerial-Kréstxtxh Ende, und zwar in der Weise, die allein mit der parlamm,“ schen Lage und den Verhältnissen einer Repräsentativ-Neg„,_' v:.»er-kéxkx fsk. Es heißt, der Marschall Soulc und de:- ral Sebastiani hätten Beide dem Könige angezeigt, daß „, Bildung eines Kabinets nicht übernehmen -könnten. Se, „_ sestät sandten darauf u Herrn Dupin und beauftragten ,_ eine parlamentarische erwaltung auf den Grundlagen d„ abhängi keit und Gleichartigkeit zusammenzuseßen, w::ch„ einzige Bedingung isi, unter welcher der ehrenwerthe Präsi

-sich dieser Aufgabe unterziehen konnte.“

Der Courrier frangais enthält Folgendes: „D:: M fager verfichert, daß der Genera! Sebastians es abgelehnchq ins Ministerium einzutreten, und daß er nur seinen Rath dieser Gelegenheit ertheilen wollen. Das ist möglich. Em, reitwilliges Zugreifen wäre zu verlehend für den AdmiralRla: gewesen, mit dem der General an freundschafrléchem Fuß::s Dasselbe Blatt spricht auch von einer Weigerung des Mars Soult. Dies ist aber nicht sehr wahrscheinlich, da dergy,kl schall erst heute hier eintreffen soute. Hätte er die:, sicht gehabt, die Bildung eines Ministeriums nicht :::, zu Übernehmen, so würde er fich nicht entschlossen„ ben, nach Paris zu kommen und seine Rückkehr o "u! ankündigen zu lassen. Aus diesen beiden Weigerungen so:, das genannte Blatt, daß Herr Dupin geradesweges mj: Bildung eines parlamentarischen Kabinets beauftragt wo:. sey. Dieses Gerücht ist nun schon oft verbreétet und es:: oft von Herrn Dupin geleugnet worden; ehe wir also dar glauben, müssen wir andere Gründe haben, als unbestim Gerüchte. Eben dieses Blatt will wissen, daß der König ernstlich unwohl fühle. Wir haben darüber nichts Sicheres fahren, aber wir sehen doch, daß Se. Majestät, wie gewöhnl" F?r“? Personen empfangen und mit den Ministern qearb

a cn.“

JmZournal duCommerce heißtes: „Die 1181'8-[131'11 haben eine Konferenz gehabt und scx) das gegeben, einig bleiben und fich auf keinen Vergleich Marschakl Soult einlassen zu wollen. Sie werden in décs. ehrenwerthen Entschluß dadurch befestigt werden, das; se,“ es heißt, den Grafen Molé für ihre Partei gewonnen ha der seit einiger Zeit, obgleich wkr nichr w:“ssen warum, für 25: von den Wenigen gilt, dercn Beitritt zur Bildung eines Kab]: für durchaus noehwendig erachtet wird. Andererseits schei. de': Doctrénairs entschlossen, den J)?arscha[1 Soulc urückzu: sen. Aber sollte dies wirklicä') dsr definitive Encschlu aller M gliedsr des aufgelösten Kabinets seyn? Viele behaupten, .!) Thiers werde sich ohne Schwierigkeit von Herrn Guézoc treu: und fich gern bequemen, in dem neuen Kabinet eine Stelle e' zunehmen: Wgs Herrn Persil betrifft, so hat er eine sol Héngebung, daß er zu Allem bereit ist.“

In den Präfekturen find, wie versauter, große Veränder gen zu erwarten. Sie seven, hqißt es, für den Augenble'ak du die miniskerielle Krésis aufgeschoben.

General Desmtchels, der von dem Kommando der Divis von Oran abberufen worden , ist am 24. Februar in Mars: angekommen. Mehrere Gerüchte find über die Ursache few Abberufung im Umlauf.

Mit dem Packctboot „Charlemagne“, Welches gestern Havre angekommen ist, smd hier Zeitungen aus New-Yo bes zum 7. Februar (s. ohen Nord-Amcrika) eingegangen. “1 Nachricht von der Abberufung des Herrn Serrurécr war noch nicht eingetroffen.

In der Gazette de France liest man: „Die AUfhcb- der Blokade der Spanisckwn Häkcn durch die Englischen Sch; ist offiziell angezeigt worden. _Es scheint ebenfalls gewiß, der Englische Botschafrer in Madrid Vorstellungen wegen Wegnahme der „Isabelle“ gemacHt hat.“

Die neuesten Bordeauxer Blätter enthalten keine Nacht ten von der Spanischen Gränze.

-- Heute _schloß 5proc. René:: yr. compt. 109. 40. -' 00111'. 109. 65. ZUR. yr. 6011191. 79. 65. ün cam“. 79. "_:_ 5proc. Reap, pr. compt. 96. 50. 1111 (mur. 96. 90. 5p “***; Span. 451. Zproc. 274. Cortes 451. Ausg. Span. Sch 15-7. Neue Span. Anl. -. 2xproc. Holl. 56.35.

Frankfurt a. M., 6. März. Oesterr. 5proc. Me 1017“: 1017", 4proc. 941. 944. 2Zproc. 56“t Br. 1proc. 24 Br. Bank-Accéen1573. 1571. Part.-Obl. 1394. Br. Loose 100 Gulden --. Preuß. Präm. ; Sch. 634 Br. do. 4: Anl. 974. Br. Holl. 5proc. Oßl. von 1832 99';. 99. Po Loose _. 5proc. Span. Rente 454. 454. Zproe. do. *- 264. 26-7.

äUptek ersprech mit ..

Redacteur (;o-tax.

Gedrgckt bei A. W. Hayn.

Staaten.

Fürth, bei Herrn Antiquar Heerdegen. ZTnnover, bei Herrn Buchb. Cruse. urnberg- bei Herrn Auctéonator Boerner-

_ wird zu , funf Tausend In unserem Verlage erschicnen so eben:

Lorenz Lehmann, der Frau Base 11111 Rath: „Möchtesk Du den Jungen haben?“ (Komisches Gedicht von A._v. Chamisso.) F eme Séngüimmc, mit Begleetung des Ptanvfo oder der Guttarre. Preis ösgr.

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g .

Fr. Kücken, Hochzeitswal er mit Introdu tion; für das Pianoforte (be onders geeignet: Gesenschaften vorzutragen). Preis 10 sgr.

- - Drei Duette: Die Fischer. -- !" schied der Schwalben, von 3. Mac:!- Der Ick er, von F. Wedemeyer. - F r w FREY s:n_e_nen, mit Begleitung des Pianofort“

g . Bechtold und artje in Ber1 (Jägerüra e Nr. 49.)

so wie die

Allgemeine

Preußifckze StaatI-Zcitung.

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Amtliche Nachrichten.

Kr'onik des Tages.

Se, Königl. Majestät haben den bisherigen Ober-Landes- „jchxs-Assessor und Kreis-Juskiz-Kommissarius Voigt zum Ober-Landesgerichts-Rath bei _dem Ober-Landesgercchts-Kolle- g'ium zu Magdeburg Allergnädtgsk zu ernennen geruht.

Die Königl. Akademie der Künxie hat den Ofen-Fabrikgnten Christoph Heinrich Mühlenhoff in Potsdam _zu :hrem akademischen Künstler ernannt und das Patent für den elben um ter heutigem „Datum aussertigen lassen.

„Berlin, den 21. Februar 1835.

Direkxorium und Senat der Königlichen Akademie der Künste. (Sex.) Dr. G. Schadow.

Im Bezirke der Königl. Regierung _ zu Achen ist die erledigte Pfarrsteüezu Rickelrath dem bisherigen Pfarrer zu Eicks, Mathias Konrad Feickes, „mühen, und für die neu erréchte2e Succursalpfarre zu Blan- kenheitx'ersdorff der bisherige Vikar Peter Hilger als Pfarrer herustt- worden;

zu Breslau 171 der Kandidat des Predigtamts, Patrunky,

als Prediger an der evangelischen Kirche zu Rüßen angesteüt

rden; _ _ wo zu Liegnitz ist der Predigtamts-Kandtdac Metßner aks

weiter Prediger an der evangeiischen Kirche zu Bunzlau ange- :iellt worden.

Angekom men: Se. Excellcnz der Wirkliche Geheime Rath, außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am „Kd- nigl. Sächfischen Hofe, von Jordan, von Drchen,

ZeikUUIS-NÜWTÜÉMU. Anstand. '

Frankreich.

arts 4. Mär . Der Marschall Soul: ist in der Nacht von sngesteén auf gzeskern hier eingetroffen. Er begah sich ge- stern gegen Mittag zum Könxqe, i_vo bald darauf axzch dre Herren Seoaftiani, von Rigny, Gucllemmot und Perfil _emtr_afen. Der Herzdg von Orleans wohnte der Konferenz bet, dte mehrere Stunden dauerte. _ Die Deputirten-Kammer hielt heute zwar wieder eme öffentliche Sißung; dieselbe dauerte jedoch nicht längcx als _etwa eine halbe Stunde. Die Depucirten hatten steh n_ur en geringer Anzahl emgefunden, und die Centra waren gänzltch leer. Auf der Mim'skcrbank b:fand sich bloß Herr Perfil. An der Tages; ordnung war die monatliche Erneuerung der Bureaus. _Wäh- rend dieser Operation bildeten die Deputirten in_1 Saale etnzelne Gruppen, in denen man sich sehr lcbhafx über_dte zu crwartenYe Ministerial-Veränderung unterhielt. Es hieß, Herr Maugmn werde im Laufe der Sijzung die Minister wegen des anhalten- den Jnterregnums zur Rede stellen; indessen war derselbe mcht zugegen, erschien auch nicht. Nachdem dre Bureaus durch o_as Loos neu zusammengestellt worden, bercchtete noch Herr Duseré über den von der Pairs-Kammer veränderten Geveß-Enxwurf in Bezug auf die Anlegung neuer Landstraßen, worauf die Stßung (gegen2Uhr) aufgehoben wurde. Unterden anwesendenDeputerten alt es ziemlich allgemein für ausaemqcht, daß der ._Hex'zog von roglie Conseils-Prästdent und Mcmster der aystvarngen Au,- gelegenheiten werden, der Graf von Rign_y wceder das _See; Ministerium Übernehmen und der Graf Guaileminot das ;Krtegs- Ministerium bekommen, alle übrigen Minister aber, met Aus- nahme des“ jetzigen See-Ministers Adm. Duperré, 1th Port:; feuilles behalten würden. Der Herzog von_Broglie bcfmdec fi_ch in diesem Augenblicke nicht in Paris; _er rst, um_ d_en Schem zu melden, als ambire er ein Portefemlle, vor etmgen Tagen

nach dem Eure-„Departemene abgereist. Herr Guizot hat fich gestern

früh von hier nach Auteuil begeben, und Herr Thiers verlebte _den ganzen gestrigen Tag im Schoße seiner_Famtl_te. Das Ge- rücht, daß der Herzog von Broglie an dte Sptlze des neuen „Kabinets treten, und daß somit die Doctrinairs bletbcn würden, befindet fich heute auch in mehreren hiesigen BZättern. So sagt KB. der Messager, ks sey in der obertvahnten Konferenz eim Könige sehr stark davon die Rede gewejen, Herrn von Broglie nach Paris zu berufen, um ihm die Präsidentschaft an- Yragen. Der Constitutionnel versichert cbcnfaüs, d_aß_der arschall Soulc in der gestrigen Konferenz in den Tmlcrteen die Ehre der Präfidentschaft abgelehnt habe, und daß sofort ein Courier an den Herzog von Broglie abgefertigt worden sey. Ein hiesiges Abend-Biatt enthält Folgendes: „Man hat sich bemüht, das Resultat der ersten Zusammenkunft zu erfahren, die gestern zwischen den Herren Soult und ,Sebastiani in dem „Kabinec des Königs stattgefunden hat. _Alle Journale üöerlassen [U) diesen Morgen Muthmaßungen, _dte uns sehr gewagt schei- nen. Es findet jedoch die Meinung tmmer mehr Glauben, daß Herr Soult die Präfidentschaft annehmen würde, wenn _er der Unterstüßung des Herrn Dupin verfichert wäre. Allein me fru, heren Schwierigkeiten, die seither den Präfiyenten der Deputir- ten-Kammer verhindert haben , in das Kabinet einzutreten, be- Üthen immer noch). Es ist dies ein Kreis, e_ms dem heraus zu ommen unmöglich ist. Der König wird_ntemals den Ansprü- chen des Herrn Dupin in Bezug auf dte_Präsidexnschast im Conseil nachgehen, und Herr Dupén wird memals dre Rolle ei- nes verantwortlichen Ministers übernehmen, der bloß dem Na- men nach Conseils-Präsrdent wäre.“ -- Jedenfalls läßt fich jeßt “Warten, daß die ministerielle Kriss, die nun schon zehn Tage danerx, ihrem Ende nahe ist. _ Morgen wird Herr Ganze: in der Deputtrten-Kammer

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Berlin, Mittwoch den Uke" März

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d_en Berichx über den Geseß-Entwurf wegen der Verantwort- ltchkett der Minister abstatten. Auch ertvarcet man den Bericht über das neue Zoll-Geseß.

Die Nachricht von der Krankheit des Kaisers Frau:, ist ge- skery durch den Telegraphen aus Straßburg hier eingegangen. (Dt? T_rauer-Botschafc von dem mittlerweile erfolgten Ableben Sr. Katserl. Majestät kann nicht fügléch vor dem 5ten in Paris eingetroffen seyn.)

Das Gcneral-Conseil des Departements des Norden hat zur Y_erbeffcrung der Schlammbäder von St. Amand 25,000 Fr. bew:llrgt,_ und der Minister des Innern hat xu dem nämlichen Behufe eme Summe von gleichem Betrage auf die Fonds seines Departements angewiesen.

Briefe von der Spanischen Gränze verfichern, daß der Pfaxrex Merino atx der Spilze einer ziemlich zahlreichen Rei- tere: dre Provinz Casiilien durchstrejfe, und in aUcn kleineren Städten dyn Urbanos die Waffen weqnehme.

_Dcr :csxon mehrmals erwähnte Transport von Geld und Mjlclitaér-Effekten ist am 22|ken in Pampelona eingetroffen, ohne daß er auf Hindernisse gestoßen wäre. Er war von dem Ober- sten Zriarte mic angeblich“ nur 300 Mann escortért worden. Yßneral Mina hat sich ebenfalls wieder nach ___Pampelona be- g er:.

Ueber den Sturm, der an den Tagen des 11ten, 12cm und 13tcn v. M. in Algier und an der ganzen Nord-AsrikanischenKüste gewüthet hat,* enthalten Privae-Briefe von dort Folgendes: „Am 11ten erhob fich auf unserer Rhede ein furchtbarer Sturm, der drei Tage dauercs und die größten Verwüstungen angerich- tet hat. Alle Einwohner ?(!giers, Bürger, Seeleute, Militairs und Verurtheélce wetteiferten, um den Wirkungen des Sturms Widerstand zu leisten; aber Alles war vergebens; Nichts konnte der_ Wuth der Fluchen Einhalt thun. Die neuen Bauten am äußeren Hafendamm unseNr Stadt wurden zerstört. Die ahl der verlornen Schiffe aUer Nationen beträgt18, nämlich 1 us- fisches, 1 Belgisches, 1 Griechisches, 4 Sardinische, 2 Spam“- sche, 2 Neapolitanésche, 4 Maurische und Z Französsche, worun- ter 2 Handelsschiffe und das Staats-Dampfschéff „1'Eclaireur“. Um 2 Uhr riß das bei la Same liegende Belgische Schiff „le Robyste“ seine Kabel, fiel auf das Wachtschiff und verwickelte stch m dessen Bogspriet. Nach “zahlreichen Beschädigungen von betdcn Seiten faßte die Mannschaft des „Robufte“, da fie sah, daß das Schiff scheitern würde, den Entschluß, dasselse zu ver- lassen und fich an Bord des „Cygne“ _Yu begeben, der ste mit der größten Bereitwiljigkeit aufnahm. (,ndlich entfernte fich die- ses Schiff in dem äußersten Nochstande von dem „Cygne“, um unter dem HoSpical Caratlne auf den Strand zu laufen. Alles ist zu Grunde gegangen: Schiff und Waaren. Déc Mannschaft ist in der Stadt einquartiert und wird nächstens nach Fynn!"- reéch abreisen.“ .Der Moniteur d'Alger jchäßc den Schaden, den der Handelsstand dieser Stadt erleidet, auf ungefähr 3 Mill. Fr. „In unseren Briefen“, sagt der Messager, „wird der Ver- lust doppelt so hoch angeschlagen. Das in Algier schon so große Elend ist durch diese Katastrophe aufs Höchste gestiegen. Den meisten Kolonisten und vielen Einheimischen erit es nunmehr gänzlich an Arbeit und also auch an „Brod. * ée Verwaltung sieht fich genöthégt, eine große Menge von Personen mit Nah- rungsmitteln u versehen. Von den hier befindlichen Franzosen ircffen Viele nstalten zur Rückreise.“ - In den Gewässern von Oran soUen eßenfalls 4 und bei Bugéa 2 Schiffe unterge- gangen seyn.

Zu Bona wurden am 24. und 25. Januar 8 Schiffc an die Küste geschleudert; Z derselben zerschellten gänzlich, die übri gen erlitten sehr starke Beschädigungen; 2 HanNW-Capitaine und 10 Matrosen fanden ihren Tod in den Wellen.

Großbritanien und Irland.

Parlaments; Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 3. März. Auf den Antrag des Herzogs von Wellington wurde ein besonderer Ausschuß ernannt, um den Plan zum Bau neuer Parlamentshäuser in Erwägung zu zie- hen und darüber Bericht zu erstatten.“ Lord Brougham sagte bei dieser Gelegenheit, er zweifle zwar nicht, daß man sich be- müht habe, das einstweilige Lokal für die Sißungen des Ober- hauses so bequem als möglich einzurichten, aber er könne nicht umhin, zu bemerken, daß man in diesem Lokal eine sehr schlechte Luft einathme; der Dunst von den Oefen sey sehr ungesund, und es rieche hier wie in einem neu gemalten Zimmer. Der Graf von Roßlyn erwiederte darauf, daß der Dampf von dem heißen Wasser herrühre, durch welches das Haus geheizt werde, woher aber der unangenehme Geruch käme, könne er nicht begreifen.“ Lord Roden z::t'qtc an, daß er in Folge dessen, qu am vorigen Abende im Unterhause über das in Zr- land zu befolgende Unterrichts-Svstem gesagt Worden sey (sehe das Privat-Schrejben aus London im vorgestrigen und die Parlaments;Verhandlungen im gestrigen Blacte der St. Ztg.), am nächsten Freitag eine Frage an den Herzog von Wellington richten werde. Der Marquis von Westminüer fragte, ob die Minister eine Maßregel én Betreff der Einführung von Armen-Gcselzen in Irland und :éne Maßregel zur Unterstüz- zung der katholischen Geéülichkeit in jenem Lande vorzuschlagen und woher sie, wenn sie letzteres beabsichtigten, ,die Fonds zu diesem Zweck zu nehmen gedächten, Worauf der Herzog von Wellington erwiederte, in ersterer Beziehung müsse die Re- gierung erst den Bericht der Kommésfion abwarten, die zur Un-

-tersuchung der Frage ernannt worden, ob es zweckmäßig und

thunlich sey, in Irland ein Gesetz in Bezug auf die Armenpfiege einzuführen, ehe se in dieser Hinsicht etwas thun könne; was aber den zweiten Punkt anbetrcffe, so habe die Regierung nichts der Art im Sinne, und es könne daher auch von den Fonds keine Rede seyen, aus denen für die katholische Geistlichkeit in Irland gesorgt werden sollte. Das Haus vertagte fich darauf bis zum Freitage.

Unterhaus. Sißung vom Zten März. Str 3, Beckett, der General-Advokac, überreichte eine Bittschrifc uon

1835.

patentirten Viktualienhändlern der Stadt Leeds, die sich über ein in der vorigen Sesfion durchgegangenes Gesch beschweren; wodurch den Verkäufern geiikiger Getränke erhöhte Abgaben au:- erlegt wurden, und bemerkte zugleich, daß er die erste passend? Gelegenheit Wahrnehmen werde, um den Kanzler der Schakz- Kammer auf diese Beschwerde aufmerksam zu machen. Es er- hob sch darauf eine kurze Debatte über die Einschwärzung von fremdem Getraide über die im Kanal gelegenen Inseln. Herr P. Thomson, der unter der vorigen Verwaltung Präsident der Handels-Kammer war, beschwerte sich nämlich darüber) daß in einer kür [ich erschienenen Broschüre dem vor:- gen Ministerium ' chuld gegeben werde , daß sie eine Zeit lang zu der zollfreien Einfuhr von fremdem Getraipe Über die Inseln des Kanals én solcher Menge , daß die Preis? des in England erzeugten Getraides dadurch hätten leiden mä:- sen, die Augen ugedrückc habe; es werde hinzugefügt, daß dcr Marquis von handos dies behauptet und verstchert habe, es hätte keiner der vorigen Minister diesem Vorwurf widersprochen“. (Hört, hört! von den ministeriellen Bänken.) Der Redner sagte nun zwar, er sey vollkommen überzeUgt, daß die Aeußx- rungen des edlen Marquis entstellt worden, und daß er dergleé- chen nicht gesagt haben würde, ohne zugleich das Ministerium offen im Parlamente anzuklagen und [trenge Bestrafung dessel- ben zu fordern; indeß wünschte er doch, daß derselbe diese Ge- rüchte unumwunden widerlege, denn es müss e ihm (dem Redner) um s 0 mehr darum zu thun seyn, als er die Politik der jetzigen Korn- Geseße nicht bélliqe, aber eben deshalb defts mehr bemüht geWe- sen sey, diese Gesehe in ihrer ganzen Kraft zu erhalten und wir.- ken zu lassen, damit die schlimmen Folgen derselben in die Au- gen springen möchten; schließlich bemerkte er noch, daß er näch- stens auf die Vorlegung von Papieren antragen wolle, aus denen man ersehen werde, daß die vorigen Minister fich aufs ernstlichske bestrebt hätten, solche Defraudationen u verhindern, und daß sae auch dem Parlamentgleéch bei seiner iederversammlung desfalx- sige Maßregeln hätten vorlegen Wollen. Der Marquis v. C h an d o s. erklärte hierauf, daß er die vorige Verwaltung nicht der B6.- günstigung dieser Einschwärzungen beschuldigt, sondern nur in. einer Versammlung seiner Konsticuenten einen Brief vorgelesen habe, in welchem ihm gemeldecworden, daß eine Anzahl Schiffe, mit Getraéde beladen, von Danzig nach den Inseln des Kanals abgeganYzen seyen; Weiter wisse er nichts davon, als was ihm in diesem riese Zschrieben worden, und er habe nur gesagt, daß, wenn fich die ache so verhielte, und fremdes Getraide zollfrei über die Inseln des Kanals eingeschwärzt würde , dies einen sehr schlimmen Einfluß auf den Englischen Es- traidemarkt haben müsse. Herr A. Baring, der jeßég-c Prästdene der Handels ; Kammer, verficheree , daß auch er die vorige Verwaltung keiner solchen Nachsicht gegen De.- fraudationen beschuldigt, sondern vor seinen Konstituenten zu. Essex auf die Bemerkung cines Wählers, daß er die Handew- freiheit für das größte Unglück halte, nur geantwortet habe, er- würde, als Präfident der Handels-Kammer, alles Mögliche um Schutz des Ackerbau-Interesses thun, und namentlich die Ein: schwärzung von Getraide über die Inseln des Kanals und über die Insel Man sogleich in Untersuchung ziehen; übrigens habe ja die vorige Verwaltung selbst jchon eine solche Untersuchung eingeleitet, und er glaube, daß er den Bericht darüber dem Par- lament nächstens werde vorlegen können; so viel sey gewiß, da:; Defraudationen stattgefunden hätten, und daß es die Pflicht des Parlaments seo, sTe zu bestrafen und deren Wiederkehr zu ver.- hindern. Auf eine Frage des Herrn G. Robinson, wéc es mit den Unterhandlungcn über die Gränz-Streitigkeiten zwé- schen Großbritanien und den Vereinigten Staaten stehe, erwéc“ derte Sir R. Peel, das; diese Frage noch immer schwebe; EL seyen zwar im Oktober der Amerikanischen Regierung neuerdings Vorschläge in dieser Beziehung gemacht worden, man wisse aber noch nicht, ob se die darin enthaltenen Bedin_ ungen angenom. men habe. Herr O'Connell fragte, ob die egierung vorbe- reitet sev, eine Maßregel zur Verbesserung der Pasquin-Geseßc einzubringen, Was der General-Prokurator verneinte, jedoch,. mit der Hinzufügung, daß er gern einem angemeffenen Vorschlagé in dieser Hinstchc beitreten würde, wenn eines der ehrenwerthen Mitglieder mit einem solchen' hervorträte. Herr O'Connell erklärte darauf, daß U" heut über 8 Tage um die Erlaubüiß an- halten werde, eine auf jenen Gegenstand bezügliche Bill einbrin- gen zu dürfen, und daß er hoffe, das Haus werde die erste unö zweite Lesung derselben zulassen, in welchem Fall er dann darauf antragen würde, ste an einen besonderen Ausschuß zu überweiskt: und demselben die von dem in der vorigen Sesson zu diesem Zweck ernannten Ausschuß aufgenommenen Zeugenaussa en eben- falls zu überwachen. Auf eine Anfrage des Herrn allace in Bezug auf die von der vorigen Verwaltung ernannte Kom,- misston zur Untersuchung des Poskwesens erklärte Sir R. Peel, die Vollmacht derselben sey abgelaufen, aber er habe eine an- dere ernannt, und zwar eine unbesoldete, jedoch nach densel- ben Grundsäßen, wie die von seinen Vorgängern. im Amte zu diesem Zweck besteUte; den einen Bericht, welchen diese Letztere schon abgestattet, one er dem Hause, wenn es gewünscht werde, vorlegen. Herr Noebuck beantragte sodann, seiner An eige zu,: folge, die Ernennung eines besonderen Ausschusses zur dntersu- chung dcs jesigen Zustandes dcs Volks-Unterrichts in England und Wales, so wie der Verwendung und Wirkung der in der; vorigen Sesfion vom Parlamente zum Bau von Schulhäussm bewilligten Summe, mit RÜckschk darauf, ob es zweckmäßjg seyn würde, weitere Bewilligungen zur Aufmunterung des Un- terrichts zu mack_en- Herr D- W- Harvey bemerkt:; daß, ob- gleich die Unterrtchts1KZmMsÜon nun schon seit 17 Jahren oe. stehe und dem Lande 230100Ü _Pfund gekostet habe, ihre Unter- suchung doch LM halb beendtgc UNd das, was se vollbracht, schlkkhk ““h“" "95 er behauptete, ks ([Men in diesem Augenblick so Ml Fonds fÜr den Untermcht “vorhanden, daß, wenn diesel- ben "Uk 4U§schkeßlkch zu dem Zweeke verwandt würden, zu wel- chem fie d'? fromme 'and wohlthätigen Geber bestimmt, kein Kind ck England des, Unterrichts ermangeln könnte; durch den