Iénérag des Herrn Roeöuck werde dies aöer geleugnet und viel- rnrhr die Mrmung aufgestellt, als bedürfe es noch fernerer Vor- kéyx'x'kse aus den allgemeinen .Fonds des Landes zur Unterstüßung drr?“ Unterrichts“; ehe das Haus diesen Grundsaß genehmige- MRM" es fich vorher davon überzeugen, da alle 1: diesem Zweck Wrßandene Mittel und Hülquuellen ers "dpf: eyen;' er könne Man aber nach genauer Durchstchtz der „aus 26 Foljo-Bändrn bestehenden Kommisfions - Berichte «orm “*Hduse verstehen!", daß mch weniger als 1 Million Pfund zur Vertvendung für den Volks-Unrcrriäu vorhanden und daß nicht ein Viertel von die- srr Summe wirklich dazu verwendet worden sey. Er trug da- her auf ;fyldendcs Amendement zu der ursprünglichen Motion an: „D'r'c Kommission soll ermächtigt werden, den jelzigen Zu- x_kand- „des Unterrichts in England uydWales sowohl mit Hin- nchc auf den Belauf des zu diesem Zwrcke vorhandenen Eigen- tdums und der Beschaffenheék desselben, als mit Hinsicht auf die Verwendung der bereits dazu bewilligten Fonds zu untersuchen.“ Da jedoch mehrere Mitglieder die Anücht aussprachen, daß dies ein Gegenstand der Untersuchung für eine besondere Kommission sey, x_md das Haus dieser Ansteht beéstimmte, so sah Herr Har- _va „ck gcnöxhtgt, sein Amendrmene zurückzunehmen, und der erxtrag des Herrn Roeburk Wurde genehtmgt. Hieraus erhob [»)-Herr O'Dwycr und trug darauf an, daß dem Hans: "316- »Wer: von allen in der lcßten Zeit an die Truypen- Commandrurs U"; Jrland erlassenen Bcfc le vorgelegt würden, durch Welche diesen Commandrurs eingeschärc Wordrn , künftighin bei der Erhebung ds_s Zehnxctx Ohne be onder? Vorschrift des Ober-Brfrhlshabrrs kW? mklttmrlsck)? Halse mehr anzuwenden und bei ctwamgen
;??oltifionen zwisékgrn dcm Militair und det'nVolk den bisher zuweilen -
bekolgken kaangemeffenen Gebrauch, Wer die Köpfe des Land- voiks Hinwegzufeuern, nicht mehr zu gestatten, sondern die Trup- pen Nur :ni't der Abficht, zu treffen, Feuer geben zu lassen. Herr :*?UWe, Herr O'Connell und Herr C. Grant sdrachrn src!) ?".c diesen Antrag, Herr Littleton aber (der Secrecair für Irland unter der vorigen Verwaltung) und Lord Z. Russell dagegen aus; ja, erztere crkiärten geradezu, daß ste, wenn es “Über die Motion zur Abstimmung käme, mit den Ministern üimmen würden. Der Antrag wurdejcdoch ohneAösrimmungzu- r-.*2ckgenommen. Even so sahen |ck dicHH.'G iSborne, O'Co n no r .und Sir S. thUey genöthigt, ihre Anträge zurückzunehmen; der Antrag "des Ersteren bezog sich darauf, xver die Kosten tra- gen solle, wenn Wahlen wegen Bestrebungen für ungültig er- klärt würden, der des Zweiten auf die Vorlegung der von dem Coroner in Bezug auf die 'Vorfäüe bei Rathcormac ausgenom- menen Zeugenaussagen, undder des Leßeern auf die Abstimn-nm- _«cn irn Unterhause; es sollte, nach seinem Vorschiage, jeden der Zähler ein Srcrerarr des Hauses mit einer gcdruckten Namen,- Liüc der Mitglieder beglettcn und, jedes O)?ét_qlicd, das mit.- p'kémmte, anstreéchcn. Sir J. Campbell fragte noch, ob das Ministerium eine Maßregrl in Betreff der Errichtung von Lokalz-Geréchtshöfen vorschlagen Wolle, _worauf der General- Prokurator' antwortete, er werde nächstens um die Erlaubnis; kxachsuchfn, eine Bill zur“ Erleichterung der Rechtspfiege in Eng- xand einbringen zu dürfen, und er hoffe, daß diese Maßregel die Bedürfnéffe und Wünsche des Landes vollkommen befriedigen würde. Schléeßléch wurde der Bericht des Subfidien-Ausschus- “ses eingebracht und angenommen, und das Haus vcrordnrce den Druck der finanziellen Veranschlagungen für dieses Jahr.
_ London, 4. März. Beim Könige war gestern Abrvd im St.. Zarncs-Palast Diner, zu welchem die Landgräfin von Hrs- Y'en-Homburg, die Baronin von Stein, die Prénzesfin Auguür, der“ Prinz Georg von Cambridge, die Barone von Schwarz?!- Yre'a'nénqk und von Gagern, der Herzog von Dorset, die Grafm von Wékeon, von Howe und Browniow, der Bischof von Wor- cester, Lo'rd“Wharncliffe und andere angesehene Personen eingr- laden Waren. _
,Die Königin stattete gestern der Herzogin von Kcmt und der Prinzessin Victoria im .Kanfington-Palask, und dann der Herzogin von Gloucester in Gloucestrrbouse eincn Bcsuch ad.
Die Hof-Zcétung meldet die Ernennung des Grneral- Majors Sir Howard DouZlas zum Lord-Ober-Commtffair drr Ionischen Inseln.
Der Standard widerspricht nochmals auf das aUcrbe; rkimmteskr dem GrrÜcht, als ob der Herzog von Wellington sich aus dem Minéskerium zurückziehen wolle. „Zwar ck71 Sc. Gna-
den“, fügt das genannte Blatt hinzu, „nur mit Widrrskrrbcn '
OJkémster, aßer dasselbe Pfiichtgefühl, welches den erwachten Herzog brwog, in den Dienst seines Souvcrains und des Lan- drs einzutreten, wird ihn auch bestimmen, so lange darin zu verbleiben, als er in seiner Stellung nützlich seyn kann, das heißt, bis“ sich ein befferer Minister der auswärtigen Angelegen- heiten ßndet, und unter dieser Bedingung dürfte wodl das Byr- bleiben Sr. Gnaden im Amte noch viele, hoffentlia) sehr vrcle „Jahre lanq steher seyn“
Dic. Times spricht heute die feste Ueberzeugung aus, daß die radikalen Whigs und die Repeater mir der Sprecher-Wahl und dem Amendrment zu der Adresse ihre ganze Munition ge- gen das Ministerium verschossen hätten, und daß ste mit ihren fernerenAngréffen nur leeres Geräusch machen, und nichts weirrr ausrichten würden , als sch selbst bei der" Nation immer mehr in Mißkredic zu bringen. Das Amendement, meint das genannte Blatt, habe doch in der That weiter nichts besagt, als" daß die Opposition ein Unterhaus vorgezogen haben würde, in welchem ihre Partei etwas stärker gewesen wäre, als in dem jetzigen, in dem „sie wenigstens an 130 Stimmen verloren; Die Nation habe mit dem Amendemenr nicbt sympathfstren kön- Uen, und der Werth desselbenhabe fich bloß auf_ die Kokrréren der eschwäcbten Whigs beschränkt. Mit Hinsicht auf die vorgleigcn Interpellationen des Lords John Russell be- merke die Tunes , daß der Erfolg derselben kein anderer gewesrn, als das; die radikale _Whig-Faceion von ihren beiden großen Schlachtrossen, auf denen sie gegen die jetzige Vermut- mng.hätten atikämpfen wollen, herabgeworfen morden, denn die Antworten "Sir R. Peel's auf die wegen der Kirchen- und der Corporations- Reformen an ihn gerichteten Fragen hätte diedOppofition ganz zu Boden geschlagen. Zwar ist die Timex! mcc der Ansicht des Premiers-Ministers, daß das Kirchen- Tégenthum zu keinen anderen als kirchlichen Zwecken verwendet werden dürfe, nicht einverstanden und glaubt, daß, nachdem für den Kirchendiensk und den Unterhalt der Geistlichen gehörig ge- sorge Wäre, de dann noch übrigen Fonds nicht besser als zur Unterrichtung er Jugend in den Lehren und Grundsätzen der A'ygltkanijrden Kirche benutzt Werden könnten, doch scheint ck? das bloße ZUgsständniß von Seiten des Ministe- riums, daß das Parlament ein Recht habe, Gegenstände, die früher seinem Bereich entzogen wurden, zu untersuchen, schon hinzurer'chen, um dre Nation zu überzeugen, daß die alten Forts der Tories im Stillen geräumt worden seyen, und daß es sm,- ein reformirtes Parlament keinen geweihten, und unnahbaren
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Grund und Boden mehr gebe, sondern, das; Alles der Gericdts- barkeit der unabhängigen und vrrnünftigen Erwägung und Be- rathung untcrkrcgrn „müsse, Bereits, meint dieses Blatt am Schluß seiner Betrachtungen, hätten auch die besseren Whigs das ganze: Spiel der Oppofirion in seéncn wahren Farben gez., sehen und seyen überzeugt, das; die Fortdauer des jelzigen Mi“- nisteréums unvermeidlich sey, weil ein anderes fich 'nicht zusam- meysrßer; lasse, (*!)ne die Monarchie zu gefährden. Die Times weist in dieser BezjeHr-rnq auf die Rede hin, Welche Lord Howick', der Sohn des Grafen Gro», am vorigen Donnersmg im Unterhause gehalten (vergl. den Artikel Lrndon im vor- gestrigcn Blatts der Staats-Zcitung), und schließt m:“t folgen- den Worten: „Wir glauben ganz ur'crfichtlict), daß Sir R. Peel und seine Kollegen mehr dauer aste und gründliche Refor- men von Méßbräuchen Und Abstellung von Beschwerden bead- fichtéaen und dur'ckysckzen Werden, als Lord John Russell und dir., O32ännrr, mit denen er fich hätte verbinden können, aus- zuführen im Stande gctvesen wären. eriß, das ganze Land ist von dieser Wahrheit Üßrrzcugt, wir der Stand der öffentli- chen Frnrs zur Genüqc erweist.“
Es hat eénéges Aufschrn erregt, daß Herr O'Conmeil t'm U'ntcrhausc grsrern seinen Maxx, wrchseltc und M) von der ersten Reihe der Oppostions-Bänkr :vcikcr nach hinten, auf dsr dréctr Reihe hinter, seinem früheren Silz begab. Die JIZorning Pds'r vermuthec daher, es r1röchtr zwischen ihm und scinenbishe- rigen Freunden auf den vorderen Bänken zu einem Bruck) ge- kommen und das eht'rnwcrrhe und gelehrte Mitglied Willéns seyn, seinen Ton zu ändern. -
* Die gegen drr Wahl der Herren O'Connell und Ruthven von Dublin ci::_qerrichte Bértschrrsc ist dre längste, welchc jemals vor das Unterhaus grkommcn; es werdrn über 500 Zeugen in dérsrr Sack)? zu vrrhörrn seyn. „
Der Bischf von Norwich, cin Greis von .91 Jahren, ist seit einiger ZM sehr schwach geWordcn, so daß man seinem na- hen Ende entgegensteht.
Irn geü'régcn Börscn-Bericht drr Times heißt es: „Gold war an der heurigen Errglischrn StocL-Bdrsc wieder etwas ge- sucht, und es wurden auf Schatzkammer-Scheine für kurze Zeit Anleihen zu 4 pCt. gemacht. Es scheinr dirs nur aus“ örtlichen und Wahrscheinlich vorübergehenden Ursachen hervorzchhcn. Auch harre es auf d:"e aquärcigrn Fonds und auf den errrfuß im Handels-Diskonto kcénen Einfluß. Alle Arten von Fonds hielten stct) heute ziemlich fcst, und das Vertrauen zu der Dauer der jcßégcn Vrrwaltung nimmr im Publikum immer mehr zu. Einige Aufmrrksamkeic h::c der an sic!) Unbedeutcndc Umstand
erregt, daß Herr O'Connell so viel Bank-Stockö gekauft hat, _
daß er ermäMigc isr, künftig, an den Vrrxammlungrn der Bank:Eégrnrhümrr Theil zu nehmen. Marr glaudx, daß der gelehrte Hrrr, drr m der letzten Zeit großen An- theil an den Bank-Angelrgenheicen in Irland genommen, mm cénfirhr, wie wichtig eine Stellurrg_für ihn ist, die ihn in den Stand setzt, Über die Vrrhandwngrn einer Corpo- ration zu tvachrn und Einféuß auszuüben, wclche das ganze Bank-Syskem drs vereénigtcn Königreichs" brhcrrscht. C'Mige Vorfälxe, die sick) seit der lrkzrcn Gcneral-Vrrsammlung der Direktoren zugetragen haben, werden vermuthléck) dir nächste Zusammenkunft, welche im Laufe dieses Monats stattfindet, zu einer der wichtigsten machen.“ '
De,:exrschlaend.
Leipzig, 8. März. Se. Durchlaucht der Prinz Frie- drich Karl Emil von Holstein-Sonderburg-AUZusrenburg, wel- cher vor fmrfrég Jahren Bürger unserer Hock)schuie gervordrn war, empfing heurr, an Seinem Geburtstage, drs von der philo- sophisrdrn Faxkuétät drr hécslgcn Unidcrfität Ihm als ein Zeichen ihrer Vrrrlxrxng geweihte Diplom cßnrs Doktors der Philo; o rr.
, ps)Weimar, 7. März. Für Se. Majestät dcn Höchstselégrn Kaiser Franz haben Dr. .K. H, der Großherzog vierwöchentliche Hofcraucr arrbefrhlrn lassen.
Die im Paris erscheinende Bibliothek der Deutschen .Klas- fiker it? Höchxker Anordnung gemäß durch Gr-sßhrrzogléche Landes- Dtrcccirn m drm Großherzogthume einzrxfÜk)rrn veröoren wor- drn. Nicht nur den inländischen Buchhändler" is: der Handel mit diesem Nachdruch !?rcng untersagt, sondern auch sämmtliche Untrrthanrn vor der Annahme von Subscriptéonen auf diese Sanxmlunq, imglct'chen vor eigenrm Sudscrébéren und Anlaufen diescr; Werks, so wie auch vor jeder Unccrs'rßlzung und Beförde- rung dieser Unternehmung verwarnt.
Von einem firtßigcn echt Drursrhen Nationaltvrrke: von Schliebens gcographisch-skatistischem Handkcxikon ist hier (bei Wilk). Hoffmann) die erste Lieferung auSgegrbrn wor- den. Das" Werk wird in 6 Monaten vollsrändég erschienen seyn und einem gefühlten Bedürfnisse adhrtfcn.
Es ist nichr gegründet, daß die Kunsistraße von Weimar 1113er Eckartsbema nach Naumburg verändert werden und ihre Richtung über Apolda nnd Sulza crhal-ren würde. „Dagegen ix? es im Wrrkc, zur Erleichterung drs Fuhrwcsrns den Lauf dieser Straße an den steilen Anhöden bei dem sogenannten Neuen Werke wesentlich zu vrrbessern. _ *
Stuttgart, ()'. März. .Di)- crsre Nachricht von der KrankheikSr. Majestät des Kaiser:“? von Oesterreich hatte Hier, wie allrrwärts, dir größrr Thoilnahme erregt, und wenn auch die folzzrndcn Bulletins etwas beruhigender lauteten, so zeigte doch das in Wien gleichmäßig fortdauernde Fallen der Course der Staars-Paptere, daß man dort die Krankheit für höchst bedenklich haTt-s. GesternBormittag kamen Estaffrtten und Cou- ricre mir der Trauerpoft des Todes St'. Maj. hier an, die zum Theile sogleich weiter nach Srraßvurg eilten; und wenn die trübe Witterung nicézt den Telegraphen zu arßciren Hindrrt, so kann die Nachricht heute (Freitag) bereits in Paräs, morgen in London emcreffen. Hier wurde 1og1eich ein auf gestern bestimmter Ball bei Er. Exceklenz dcm Minister 'der auswärtigen Angelegenhei- ten abgesagt, und heute bleibt das Theater geschlossen.
Dem Vereine für Schillers Drnkrnal ist von St. Peters; burg abermals einc Sammlurrg von 2300 R61. Bro Ass. („:n- _aefähr 1100 Fl.) zugekommen, an Welcher Ihre Majestät dle Kaiserin mit 1000 Rubeln Theil zu nehmen geruht-haben.
Aud“) führt die Lise drr Beitragendrn wéedcrbolc die Namen .
Seémr Kaiserlichen Hoheit des Großfürsten Thronfolgers und "Seines erhabenen Bruders, des Großfürsten Konstantin, Kai-
serliche Hoheit, auf; außerdem aber auch Beisteuern vom Eis-
meere der, nämlich von Archangel. Es dürfte wohl 'noch eine dritte Sendung aus dem Kaiserreiche des Nordens erfolgen. Frankfurt a. M., 5. März. Vorgestern war ein glän- zender Ball bei Sr. Excellenz dem Königl. Preußischen Bun- deStagS-Gesandten und General-Postmeéster, Herrn v. Nagler, auf welchem sich ach vereinigte, was der Kreis der hier anwe- senden Diplomaten und die Stadt srlösk AusZezet'chnctes darbje- ten. Urner den Herren bemerkte man nicht nur die meisten hter
atrtvcsenden Preußiscven Militairs und Cwél-Beamten, sondern auch viele .K, K. Oesterreichische Offiziere in“ Civil und mehrere Englische Familien. 4 “ .
-'- - Frankfurta. M., 7. März. Daß eine so wcchtigeN«ch„ richt,- wie die von dem ?lvxeben des“ Katsrrs von Oesterreich,- eine“ große Bewegung an unscrcr Börse und tm ersten Augenbxirk' auch ein üarkes Fanen der Notirung_en hervorbringen mußte, „ war Ui )“ zu verwundern, Doc!) hielt sich unser Platz gurl) m drescr KW weit bcffrr, als man erwartet hatte. Ueber dre SPrvankungcn "ür den Coursen dcr Staats-Effektcn während der ersten ??'Kärzrvoczy- läßt sich Folgendes angeben: Am Sonntag war noch Alles srhy „z; grhrt; déc Nachriclcktcn aus Paris und London lantrt-rn günstig; in den Nachmittags-Stunden wurden Exproccnt. P'irtaUKqUeJ mit 954, ?lcricn mit 1578 bezahlt; Integrale erreichten 3351", *"Décse |n- grnde Tendenz wurde indrssen schon arn Montag (2. Marz) Unter: brochen; man hatte Eüaffcttcn aus Wren mit, mcdregcrrr Notérung, einer Folge der Erkrankung des Kaisers. V16T6„äUgÜlkchc'-_Jnhaxzcr von Effekten traten als Verkäufer auf; ane Notzrrxzrgrn gitlgen zu: ckck. Die Konjunkmr dauerte an und steigerte mj) mx; ;;. und 4_ März, weil die Berichte aus Wien wenig Hoffnung auf Besserung lirßen. Man konnte zuletzt 5vroc. Metal]. zu M;, Fxpkoc. zu 924, Actien zu 1530, Integrale 3154; haben. Es wach aher strtSNzx, mcr am Markt, wodurch cm weiteres Smkcn verhtndrrt wurd Und nachdem man am Donnersmg (2.- März) eréßhcrrvou dem Trauerfall, zuglcich aber auch die Vertrrbcrung rrhrrlr, das,“ dir Po- litik" drs Katscrhoses durcb dcn Tod des Monnrcdxn kern; Acxzderur erleiden Werde, nahm der Stand der Fonds_1vrcdcrrsrr zrcignrde, Richtung, um so mehr, (xls mrhrrre erste Hämcr ZLKT'L'CXPOUCU M';- talliques und Actirn anffaufenließcn. » Vom 5. März Morgtrz zum (;:cn Nachmétm s stiegen die 5proc. Metall. 1111215, pCt.,» «vor, um 2'- pCt., ctirn um 30 Fl. - Wer also um Vertrauen €; ln ima»; overirt hatte, machte einen namhaften Gewmn.“ Am. "* Schlusse der Woche waren dée Darmüädtisthcn Loose besondersde. gehrt; man zahlte die 25 Fl. Loose vfs 27 Fl., d. l). 108 pCt.» Im Wrchsrl-Grscbäft ereignete sich nichts cherkenswerthcs. Am: üerdam, Wien und Augsburg find gcsucdt. Das baare_ Geldjß fortwährend abondant. DiSkonto-Paptrr wurde zu _LZ pÉt. rxlacirt. _ rachsclzréft. Heute, am Sonnabend, zeigten snd fur sammt- 1ichc Fonds bereite Käufer; besonders warez! Oeftrrretchtsch_c, Hol- ländiscde nnd Spanische Papiere „gefragt; dre Notzrung heuerte srch im Vcrhältnt'ß' deerrsuW. D:: 5Körsrn-L)?c:ci)rrchtcn aus Parts, London und Wien waren günstig. ,
Schweiz.
Bern, 2. März. (Schwäb. Merk.) Die heutige Groß- rathsxSt'Zung, in welcher die kürz!:'ch erwähnten Anträge; Über die auswärtiren Verhältnisse verhandelt wurden, (mt eimrn IMB anderen Erfolg gehabt, (115 Viele erwarteten. Bis zum [ezter Augenbsick vor der Silzung wendete die herrschende Schnellsch- Partei alias Erdenkléche an, um für fich einen Sieg herbeizu- führen. In dem gestrigen Volksfreund war halb offtzrcll mit dem 'Blue-Strack dcr einfiußrrjÖk'trn »Mitgliedrr des Regierungs- Rathrs gedroht, wenn der Antrag durchginge. Man war von der Wirkung dirser Drohung mit Grund überzrugt, weil Viele Unordnunqen von exnem solchen Schritte befürchteten und daher auf die Seite der Schneixschen Partei rrarcn, obgleich ste sonst dercn Händlungswrise mißbilligcn. Viele „Besonnene. besorgten, das; durch den Antrag dée politische Lage des Kan: tons zu sehr auf die Spéße gestellr würde; ginge er durch, so könnte ein Aufruf zu den Waffen als die leßte Folge nothwenr dig werden, Die Schnelee Partei ließ den beabsichtigten Vor; antrag anf eine geheime Sißung faUrn. Dic Verhandlungam über den Antrag waren im Ganzen uninteressant, weil fich die: Oppoürions-Partei ungeschickt und unpraktisch bermhm. Schult:- heiß von Tavel erstattete einen kurzen Bericht Wer den Stand rer Verhältnisse zu dem Auslande, welchcr darauf hinausxiei, daß dsr chirrungörath nichts mehr zu sagen wisse, als was bereirs" öckannt sey, und daher der Antrag keinen Zweck habe. Damit dcgnügte sick) drr große Rath und der Antrag wnrde mit 153 Stimmen gegen 86 für unerheblich erklärt. Die Schnellsche Partri tréumphirc nun; die Radikalen dagegen sind bis zum äußersten (Grade erbittert.* Man hört sie sagen: „Wir haben in der Schweiz Rrgcnerattonrn geßabt, disse führen zu nichts; wir bedürfen Revolucédnen,es bleibt uns zuleßt nichts übréq, als damit anzufangen, emen gro- ßen Rack) zu sprengen.“ Dér Ausführrmg solcher Pläne bei der Unzufriedenheit dcs Landvolks in mancden Theilen des Lam drs wäre nicht unmögléch. Daher snd auch die Radikalen 1_1och nicht für gänzlich geschlagen zu halten und «*in zweiter Akt eines radxkalen Schauspiels könnte mit der Zeit erfoégen. Mit Be- stammtheit können wir versichern, daß einige von den Antrag- steilern, und unter diesern wahrscheinlich auch Kasthofer, aus der! großen Raths austreren, so wie sonstige Stellen, die se begleu ten, niederlegen werden, um, nach ihrer Meinung, entschiedene „argen das herrschende Syséem auftreten zu können. -- Der Tilliersch9 Antrag ist edenfalls mit bedeutender Stimmen-Mehk' [)eét für unerheblich erklärt Morden. - .
** Zn Deutschen Blättern liest man: „Bei dem Mrd?! unßestémmt umlaufenden Gerüchte über neue Umtriebe der Flück)" linge in der Schweiz :aq Folgendes als Fingerzeig dienen, daß man schon vor einiger Zeit von den dortigen Vorbereitung“ ziemlich genau unerrrichtrc war, und daß man wohl daran :!)qu Vorsichts-*))2aßregeln anzuordnen. Es war nämlich fur den 11 Februar von den in der Schweiz befindlichen Deutschen eds Görncral-Vrrsammlung arxöqrscbrieben. Dres? Zusammexkiinjc sollte ir: drr Gegend von Lausanne odcr in Greyerz („K*antok1 Freiöurg) stattfinden. Der Zweck derselben sollte seyn, eine Bere“ nigung aller Parteien und sodann ein gemeinsames Wirken xx! erzielen. Von Zürich sollten Rauschenplakt (Kader) und SM'ader (SMW?) dahin abgeben. In Zürich waren zur Zeit des Abgangs dre!ec Nachrichten folgende Deutsche Flüchtlinge anwesend: Ra_uschk"* platt, Schrader, Alban Welz, Vinzenz, Geisel, Trunk, SWM (odcr Schulz), Storr, Hausmann, Diefenbach, Kan1mrr,„É-„h" hardt, Menzel, Schwab, Lauing, Weiland, Kdmdst, (MYM Conradi, Cruz, Goebel, Stocber, Bohrmann, Thoma, Gill)" men, Lessing, Bach, Hrrzrr u. s. w. Das Znéammrnsryn [sch meistens“ ganz müßigrn Leute léeß auf die chsrrn Projekte Wk?“ ßen. Harro Harring ist ebenfalls wieder in der SchMéz ange! langt. Garnier wird erwartet. Der Ancrag, BajonneUe fa dic Srecioncn (drr Handwerksbursche) anzuschaffeyn, ist durch!!“ gangen. Roch fehlt es aber an den Mitteln. .Hofratß M.-- in S. soll eine Reise in die Schweiz vorhaben, um drr Kom“ plottirunqcn zu erforschen. Er soll bis jeßc mit Garnier m Kok“
rrspondrnz gestanden haben.“
Spanien.
Madrid, 19. Feör. (Allgemeine Zeitung). Der Ministerwrchsel, welchen ich Ihnen als bevorstehend artge- kündigt, [zar src?) mm zum Theil verwirklichk. Don Geronimo Valdes ist definitiv zum Kriegs-Minéster rrnannt worden, na “ dem man lange hm und her geschwankr hatte. Auf welche Ab-
wcge man gerathrn war, mögen Sie aus dem Umstande schlie“ [
ßen, daß man sich allgemein mit dem Gerüchte trug, General Cordova sry für dieses Ministerium bestimmt, Man hat ck"*
;5 Großkreuz des Ordens Ferdinand Al. ertheilt, was freilich *:r einc Entschädigung aUsfirhxc. _ ?[n die Stelle yon Valdes »er Carrataka zum GeneralQaprcam von Valenrra ernannt. „as Portefeuille des Zynern war dem sehr verdtenten Civil- ."ouoerneur dieser Proyenz, Marqms _de Véluma, angeboren, du ihm aber abgelehnt worden. Es :| nun der Vice-Präfi-
ät ch drr Prokuradoren-Kammcr, Don Diego Medrano, zum
axmisérr des Innern uc] jnigrjm ernannt. err Medrano war isher Civil-Gouvrrnxurvon Ciudad-Rcal, und gtlc für streng Marchéch gcfinnr. skuré) dcr ZuséäzzJJIinisrer Gareli hat seine .„xsaffung cingererchr, und man_ bot win Portefeuille dem Hrn. Txcantara Navarro. an, emem Fehr geachteten Geistlichen, Wc!- 1er" 1823 als.?)Nrrglicd der Cortes“ dem Könige bis Sevilla oxgce; cr bekleidet, 1le das Amt, eines Secretairs bei dem Pa- ,mrchac von antcn. Allgrmem aber heißt es, er habe das )xmjsrerimn ausgeschlagen, .und man nennt jetzt die Herren ?in- Nuo Cano Manuel, Garcra Herreros, Calacrava und Gomez ccerra als Kandidaten, Der Ausrrért des Herrn Martinez de a.R9§"a_sche_int bevorzm'kehcn; einerxcits ifi seine Gesundheit W| schwankend, und dann kam) er fich nicht verhehlen, daß „ drrnereen Deskalcurxg dcs Mmisccriums der Einüuß, Wel- „, er biIHcr auf ser-x KOÜegcn auSÜöte, gänzlich in die )ädde des Grafen Torcno ßbcrgekx- Dieser ist jeßc der ei- enrrickze Präfidrnt, und hat 70 ebrn von der Königin das große ,“.md Karls [1]. erhalten. Zur Widrrlrgung des Gerüchts, als ITMA") seine Sachen zu Seide mache, um Spanien zu ver.- -,:ssrn, bernrrke ich Ißnen nur, daß er erst kürzlich hier ein großes
;:dorrl gekxufc, und mit fürstlicher Pracht eingerichtet hat. Auch
ZM Moscoso har das Großkreuz Karls lll. erhalten. Von zmmtlichcn Ernennungen melder dir hrutige Gaceta noch nichts. "me harte Drmütlsgunxz ist: dem Zusréz-Ménister noch kurz vor sincm Austritte gervordrn. Der Serretaér des Königl. Hof- ..xaates, D. Salvador Enrique de Calvet, dcn ich „Ihnen be,- “cxxs früher als Mitglied der Camarilla bezeichnete, ließ unter «“Prokuradoren céns Druck;"chri_fc verbreiten, *in Welcher er den ,uftiz-Mintüer anklagt, seine Prlécht gegen die Kön! in verlrßt ahnden. Jener hatte nämlx'cy :*n der Sixzung der Hrokurado- cn „om;2. Januar errlär*t, 0173, da- die Krone geneigt sey, dcm 'r cmverleibtrn Großmriüerthum der militairischen Orden zu «sagen, man nächstens dirse Prévisegien würde abschaffen kön- en. Herr Caivet führt nun in seiner Schrift den Satz aus, ['r-Königin" könne und dürfe chhcen nécht cntsa cn, welche der“ "cone zuxränden, und habe auch durchaus diese ??bficvt nicht; er eschuldigt demnach den Zußiz-Mitrisker drr Unwissenheit und crUnwahrZwit. (Vrrgl. d:“r darüber nach Englischen Blättern emachcrn Mittheilungen.) Der Gouverneur von Cadéx, Gene; x-Capitam D. Cayerano V-k-ldrs, rst gestorben; Alcala Galiano ar ihm im Mensagero eine Trauerrede gehalten, welche den »clsken Gzésk des Alterthums achmri'.“
Bei den Prokuradoren wurde vorgestern eine von 33 De- uiirren unterzeichnete, sehr [:'ULgc und in starken AuSdrücken ab- cfaßte Petécéon verlesen, welcbe dahin gerichtet ist 1) die „Kö- c'gin möge ungesäumc die Hd.:jdrls- und Familicn-Verbindun- en dcr Europäischen Spanier mit ihren transatlantischen Brü- crn wieder herstellen, ohne die definitive Schlichtung der ver- .jcketcen politischen Frage abzuwarten; 2) damit die Regierung n so großes und schwieriges Werk mit aller erforderlichen Ge- ßmäßigkeéc und Nationalwürde unternehmen könne, möge ste ie Cortes in Ausdrücken, welche fie für gut finden werde, um ccrn Autorisation angehen.
_ Die Times enthält eine Reihe von Privat- Schreiben aus adrid. In dem einen vom 18. Februar datirten heißt es: Die örvorfxehende Ministerrat;Vsränderung wird zu wichtigen 'esultaten führen. TNarrinrz de la Rosa wird sich, seiner ge- wächrcn GesurrdHeét wegen, nach seiner Geburtsstadt Granada geben, um die dvrtégrn Heilquellen zu benußrn. Er wird als onseils-Präsidrnt und Finanz-Minisker incerimistisch durch oreno ersch werden, der jeßc bei der Königin sehr in Gunst hc und dre folgenden Ernennungen veranlaßt hat, Es ist näm- - der General Valdez zum .KrieZs-OITtnisker, Diego Medrano, ortes-Mitglied für Ceudad Real und Vice-Präfidenc der Pro- radoren, an die Skell? von Moöcoso de Altamira interimisrisch m Minister des Innern, und Alcantara Navarro, Cortes- :itglied unter der Constitution von 1820, an die Stelle von icolas Maria Garcli zum Minister der Justiz und der Gna- n-ernannt. Doch berrachtrt man déese Ernennungen noch als
etfelhaft, wrnn Martinez de la Rosa sich nicht völlig von dem
swärtégcn Ministerium zurückzieht. -- Die Entlassung Ga-
lr'té, einrs der aufgeklärtrsten Männer Spaniens, der, während .“ Ylbwesenhcit des Hofes von Madrid im vorigen Jahre, be- -ydtg um die Königin war, wird dem Umstande zugeschrieben, !; er bei scinrr Rückkehr seinen Kollegen erzählte, womit der Of ÜTZ) dort beschäftigt habe, und daß er vor einiger Zeit in ner der Kammern sagte, die Krone sey geneigt, der Nation mtssx Rechte und Privtlrgien abzutreten, die dem Oberhaupte 1Staaks, als Großmeéürr der vier Ritter-Orden, gebühren. kes? Erkläruug des Ménésr-„rs hat die vrrwittwete Königin sehr sgebrachr,'und ste verlangte, er solle fich bei erster Gexegenheit kückziehen. Es giebt in Spanien ganze Distrikte, Welche die- m Orden gehören, und worin der Souverain als Großmeister „Levrix, Kirchen: und Fénanz-Angrlegenhciten entscheidet. 'UHAnomalie konnte ein liberaler Ménikkcr nécht dulden, Und Irelr wartete daher nur auf eme Bulle vom Papst, um diese 'lskrtkte mir den Übrigen Theilen des Königreichs auf gleichen "5 zu soßen. Dic C'mkünfce derselben waren, seit der Regie- 'ng Ferdinands MJ„ dem TilgunZs-Fonds überwéesen, dennoch das Patronat sd einträglick), daß die Höflinge Aljes daran ks", den Minister Gareli, der sie mir dem Verlust ihrer "Wahrnen bedrohte, zu verdrängen. -- Martinez de la Rosa - seek seiner Krankheit, heute zum erstenmale wieder in dcr kykuradoren- Kammer erschienen, wo auch Gareli zugeqen 'k- urn drr Diskusüon eines Geseßes, über die an die KärÉfer ver))zrkrnde Zurüchabe der während der Constitution verkauf- uxer, beizuwohnen. Es war ein merkwürdiger Anblick“) so_hndcn Minister kurz vor ihrer Entlassung so ruhig und "äßtgt zu sehen, während Toreno, der gewöhnlich so gefaßt 51Uch xmd aufgeregt erschien. MoSéoso war, obgleich Pro- WNU mcht zagegcn. - In den Fonds herrschtjeht ein völliger ““if-and, der durch die bekannte Meinungs-Verschiedenheit veran- öt Wtrd, d.:e zwischen der Kommésüon der Prokuradoren-Kammer dkm Fmanz-Minisker hinsrchtlc'ch einzelner Theile der inne- S„chul-) besteht.-Die Liberalen von 1823 find sehr mißma; Zuber den geringen Erfolg Mina's, und fie haben fich durch Erfahl'uyg überzeugt, daß das Land keinesweges ihre Lieb- gs-Tlxoreern angenommen hat. Die in Folge der Unruhen V8“ „;anuar der Königin üderrcichten Adressen zeigen, daß te'rkr'l'ündégungen emer ausgedehntrrrn Freiheit keinen Anklang & dem Volke gefunden haben, dessen allgemeiner Wunsch mehr zu seyn scheint, die jrßégen Institutionen beizubehalten
“:X/Ös „;ck-;
oder drn Don Carlos oder die absolute Regierung zurückzubringen. Dix Laberalen jrßen ihre Hoffnungen vorzüglich auf die Menge derjrmgen Personen,“ die nach ihrer Meinung u sehr kompro- mictcrt smd, als daß se sich von neuem der "eistlichkeic und einern absoluten Monarchen unterwerfen könnten. - Die Re- krutcrungen find an e_inigen Orten ruhig von Statten gegan en, an anderen Orten haven se zu Unruhen Veranlassung gege en. Leßteres soll in Asturien, Leon, Galicien, Eßremadura, La Mancha, Anrocxrrsen und Catalonéen der Fall gewesep seyn.“-
_Aus den Nachrichrrn aus Santander über die Gefangenneh-
mung_von 27 Karlisten am Bord eines Englischen Schooners und dre Wegnahmr dieses Fahrzeug:; ergiebt fich, daß der Capi- rarn Henry dcm Lord John Hay, als derselbe an „Bord kam, 'em „Bedauern darüöer zu erkennen gab, daß er gezwungen ge- Wc-sen sry, em Schiff unter Englischer Flagge Weg unehmen, und er sprach zugleccl) die Hoffnung aus, daß das Le en der Gefan- genen nacht würch gcfährdrt werden. Das Gerücht, der Sohn des Don Carlos sey am Bord drs Schiffes, entstand wahrschein- lich aus einem Jrrthum hinfichtléch der Zahl der (Gefangenen. D.“ _ErzähYung, daß derselbe auf VerWendung der Britischen Offizcere waeder freigelassen WOl'd-M, ist von den Karlisten er; _funden, um zu zeigen, daß das jcßige Britische Ministerium thren “Forderungen günstig sry. Der Graf de las Navas sal) str!) hcerdurcs) veraxxlaßt, in dcr Prokuradoren-Kammer die Me“- mfkrr zu frggen, ob dies grgrrwdrt sey, Worauf Toreno anttvor- trte, daß dre Regierung weder eänr offizielle, noch eine vertrau- lrchr Mattheiltmg Über diesen Gegenstand erhalten habe; _ Die [)iestgen offiziellen Zeitungen enthielten in dieser Woche auf Be- fehl drs hdchsten Gerrchtshofes von Spanien und Indien eine Aufforderuyg an Don Joaqurm Abarca, Lischof von Leon, fich binnen zwe: Monaten persönlich in dem hiefigen Dreieinigkeits- Kloster zu stellen_ und fich wegen seiner heimlichen Entweichung aus semer Déöcexe im Januar 1833 und wegen der gegen ihn er- h“obrnen Anklage des Hochverratßs, da er an der Jnsurreccéon zu Gu'nstrn des Don Carlos Thei! genommen, zu vertheidégen.“
Em Schreiben vom 2011271 ebrndaher enthält Folgendes: „Während der leszten Heiden Tage wurde dée Aufmerksamkeit
des Publikums durch die ZKZU'U'CHM Gerüchte über die Verän-_
derurrgen im Kabinet beschäftigr. Akcantaro Navarra hat fich geWetgext, ein Amt anzunehmen. Er ist Priester und ein Mann von Talent. O'Redrano so;“; die ihm angebotene Stelle angenom- men haben, und am Dienstag wurde ein Courier an Valdez mit der Nachricht von seiner Ernennung zum Kriegs-Minxster abge- sandt. Dieser General wird von Allen als derjenige bezeichnet, der am geeignetsten isr, Minazu crsefzen. "Er chat früher, an der Spifxe ei- ner sehr geringen Macht und von der Regierung schlecht unterstützt, mehr, als Mina in drei Monaten. Die Entschuldigungen, wel- che man für Mina's Unthätigkric anführt, find, außer seinem schlersytcn Gesundheics-Zuskande, die Strenge der Jahreszeit im Geberge und der gänzkicbe »))?angrl an Disciplin bei der Armee, als er das Kommando übernahm. - Moscoso, eines der reich- sten rmd „unabhängégsten Mrtglieder der Prokuradoren-Kammer, :| sert setper Entfernung aus“ dem Ministerium sehr in der Volks- grmsk gestregen. Er hat es abgelehnt, in der Proceres-Kammer, fernen StZ zu nehmen , weil er es für eine "größere Ehre halte , seinen Heimaths : „Distrikt zu repräsentiren, als Procer zu “seyn.“ Nachschrisc vom 21. Februar: „Das" Königl. _Dekrrc zur Ernennung des neuen Ministeriums rst in der heutigen Hof-Zeitung erschienen. De la Dehesa, emer der Richter beim Kriegs-Tribunal, ist definitiv zum Justiz- Minister ernannt. Valdez und Medrano übernehmen ihre Arm- ter nur intcrémiskisch. Dir Dekrrrr smd an Martinez de la Rosa, als_Conseélr-Präfidentcn, gerichter, aber ste sollen das Werk Torrno's Heyn. Man spricht von derr: nahe bevorstehenden Aus; tritt Martmcz de la Rosa's. _- Dée Hof-Zeitung enthält eine Nachricht über die [eßte Niederlage des Obersten Ocaüa bei Elisondo und eine Schilderung des furchtbaren Wetters in Na- varra. - Der neue Zustiz-2.4jnistcr de la Dehrsa ist der Ueber- seßrr von de Lolme's Werk über die Brétésctze Verfassung.“
Türkei.
Konstantinopel,13. Febr. (Allgemeine Zeitung.) In meinem [eßten Briefe erwähnte ckck, daß, nach einem Schreiben aus Smyrna zu urtheilen , Ibrahim Pascha noch nicht na_ch Aegypten abgereist sey, ich_ bezweifelte aber noch diere Angabe, weil die Pforte seine. Entfernung aus Syrien mir so .vieler Zuverstchtkangekündigr hatte. Jekzc zeigt es sich aber, daß jene Nachricht richtig gewesen, daß Ibra- him noch am 18. Jan. in Haleb war, und daß er src!) erst am 22sten auf einem Dampfboocc einschiffen wollte, das zum zweiten- mal vdn Alexandrien mit dem bestimmten Befehl, unver üglich nach Cairo zu kommen, an ihn abgeschickt worden war. “arum Ibrahim nicht gleich den Befehlen seines Vaters nachgekommen irt, weiß man nicht_ mit GTWlßheét. Daß es aber in Syrien sehr schlecht ansüetzc, leider keinen ereifel, da neuerlich wieder ein ernster Aufstand in dem Gebirge von Kistis ausgebrochen war, der nur mit vieler Mühe gedämpft werdrn konnte, und den Aegyptiern ein Regimenr regulairer Jnfantsrie, drei Kano- nen und eine ansehnliche Zahl Reiterei gekostet [)x-Hen soll. “,“-:ck in der Gegend von Adana ist es zu Thätlichkeitrn zwisched den Aegyptéern ur-d drn EénWoßnern gekommen, :o(-dei ein Mader.- Häuptléng mic vieler Geschéchlichécir die Jnsurrecrion leitete, där zwar an Kraft verloren haben, aber noch nicht vö§!ig unterdrück'c ferm soll. Dies kann aUerdtngs Zbrahém bestimmr haben, seine Abreise zu verschieben, obgleéct) srjne Gegenwart in Aegypten drinnend verlangt wird, und von großer Wichtigkeit isi, Wenn die Nachréchtcn, Welche man hier aus Alexandrien bis zum 13. Zanugr erhakxen hat, nur halb wahr sind. Nach diesen Nac!)- richcenxwärr IZZchmed Ali in Folge der vielen Vrrdrießlichkei- ten, der er in dcr lehren Zeit rrduldct, seit mehreren Wochen in eine tiefe »)]?clancholie vrrfallen gewrscn, von der er sech seit kurzem wohl_befreic gesef)cn, die aber sein ganzes Nerven- System so er1chütterc habrn soll, daß er noch in einer ungewöhn- ltchen Aufregung ist, und die Aerzte für die Dauer seiner Tage _f_ücch:rn, Er selbst soll von seinem nahen Tode mit vicker Re- stgnatton sprechen, aber daöei sein Bedauern ausdrücken, daß er sein Vorhaben, den Sultan zu entthronen, nicht noch durch- gesetzt habe. Er soll fich darüber wie ein Verzweifelter äußern, und mit UngedUld seinen Sohn erwarten, um ihn ganz in die Geheimnisse seiner Politik einzuwcihen, und sein Gelübde zu empfangen, daß er die wohl erwogenen Pläne seines Vaters treuléci) durchführen wolle. Einstweilen scheint noch Mehmed selbst das Aeußerske versuchen, und mit der Pforte förmlich bre- chen zu wollen, denn es wird versichert, daß die achr Millionen Pt'aster, die schon an Bord einer Aegyptischen Brigg gebracht waren, und dem Türkischen Comméssaér, der nach Alexandrien gejchickt worden,. um den Tribut zu reklamiren, als erste Zah- lungsrate übrrgeben werden so!]ren, auf Befehl Mehmed's wie- der ausgescheffc worden find. Dem Commissair soll angedeutet
worden seyn, augenblicklich Alexandrien zu verlassen, da er keine Zahlung zu erwarten habe, indem der Vice-König nicht länger dem Sultan und den fremden Konsuln zum Spielball dienen wolle. Diese Nachricht hat hier ungemeines Aufsehen erregt, und den Sultan aufs höchste gereizt. Er ließ den Divan au- genblicklich zusammenberufen , und soll ihm die Frage vorgelegt haben, ob “Mehmed's insolentes Betragen nicht die strengste Züchtigung und die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten for- dere. Der Divan war allerdings dieser Meinung, glaubte aber, "daß, da dem Anschein nach der Gesundheics-Zusiand Mehmed's völlig zerrüccet sey, und sein Verfahren fast eine Geistes-Abwe- senheit verrathe, übrigens die Höfe von London und Paris die Uncerhandiungen in Alexandrien betrieben, „und gewissermaßen sch für die richtigeAbtragung des Tributs met verpfiichterhärten, es besser seyn würde, nichr gleich zum Aeußerstm zu 1chre:,ten, sondern fich erst mit den beide:; Seemächten zu verständtgen und dann nach Umständen zu handelt:. Diese Anfictt sl'htelk den Beifall des Sultans, und der 'Reés-Efendé ward beauf- tragt, mit den Botschaftern Englands und JMULWWS in BJ- rathung zu treten. Am 9. Febr. fand also eine &sxzferenz zwe- schen den beiden Botschaftern und dem Reis-Efendt Zakk, W welcher der lehrere mic vielem Nachdruok verlangte, daß die Höft“- von London und Paris Mehmed zur Erfüllung sezner eingegan- genen Verpflichtungen anhalten sollten. Lord Ponsonby' soll dieses Verlangen unbillig gefunden, und zugleéch die Gelegen- heit benutzt haben, um den Reis-Efendi auf seine u wjederhoxx tenmalen gemachten Vorstellungen wegen des raktats mrs Rußland aufmerksam zu machen, und die Verlegenheit, welcyer fich die Pforte ausseße, falls se die Forderungen Englands zu! umgehen gedenke, zu schildern. Doch soll er fich bereit erklärt haben, Alles genau an seinen Hof ?u berichten, und sich wegen- dieses unerwarteten Zwischen-Vorfals Instructionen zu erbttcen. Admiral Rousfin soll nicht abgeneigt gewesen seyn, der Pforte die verlangte Untersrüßung zu versprechen, vorausgesetzt, ddß Frankrcéch dabei freie Hand gelassen werde; doch wollte er srcy das Recht vorbehalten, nach erhaltener Aufklärung Über den wahren Verlauf der Sache einen schiedsréchterlichen Spruch xxx fällen, Welcher sowohl für die Pforte, als für Mrhmed L_[n rechtsgültig seyn und genau befolgt werden müsse. ' HterzuschlM der Reés-Efendi keine Neigung zu haben, und die Konferkrnz hatte kein anderes Resultat, als daß beide Botschafter Courten- an ihre Höfe schichten, um so mit dem ganFen Vorfall bekannt zu machen und Verhaltungs-Befehle zu ver augen. anivsschen :| der Sultan entschloffen, das Aeußerske zu Wagen, und „"zur: sehr an den Rüstungen, die von neuem beginnen, wie crnjr &' es meint, stch Genugthuung zu verschaffen. Gefahr dürfte dir Pforte bei einem Kriege mit Mehmed jest weniger als früher laufen, wenn se es mit ihm allein zu thun hat, und dir be:"drrx Seemächte fick) nicht in den Streit mischen.
Schiffer-Nachréchten aus der Levante zufolge, soll auf der Aegyptischen Flotte bei Alexandrien wegen rückständigen Soxds. eine Meuterei auSgebrochen seyn, die nur dadurch beschwichkigc werden konnte, das; ein Theil der Nkannscbafc befriedigt wurde, worauf man beinahe die Hälfte der Schiffe nach Candirn ge- schickt haben soll.
Das Verhandlungen der Serbischen Volks-Versamm- lung schreiten rasch fort; wie man hört, hat Fürst Milosch sei- nem Volke wichtige Rechte eingeräumt, und die darüber abge- faßte Akte soll schon von dem Fürsten und der Volks-Versamm- lung beschworen worden seyn. Dem Fürsten smd durch einhelléqen Beschluß der Repräsentanten jährlich 240,000 Fl., seiner Ge- mahlin 100,000 Fl., jedem seiner Söhne 40,000 Fl., und jedem seiner Brüder 20,000 Fl. als Civilliste ausgeseßc worden. Die “Minister smd verantwortlich, und ein aus zwölf für LebcnSzeit gewählten Mitgliedern bcüehrnder Senat soll organifirt werdcn. Uebrigens scheinc die beste Harmonie zwischen Regierung und Volk zu herrschen; im Namen des leßtrrn smd dem Fürsten ein prächtiger Säbel und andere Gegenstände von Werth, die aus einer deshalb eröffneten Subscription in Wien bestellt und verfertigt waren, als ein Huldigungs ; Geschenk überrréct): worden.
Inland.
Berlin, 10. März. In Mcserikz ist ein Verein zur Erziehung armer verlassener Kinder zusatntmngetreten, Wcécjzer elne, seinen Zwecken entsprechende Anstalt in Rokitten gegründet bar, in die mindestens 30 Kinder aufgenommen Werden sollen. Die Zwecke des Vereins sind dahin gerichtet, Kinder aus der Provinz Posen, deren Verwahrlosung nach den Verhältnissen ihrer Aeltern zu besorqen wäre, zum Bauern; und niedcrn Bär- grrsrande von 6 bis 15 Jahren an der Anstalt zu erziehen, dann sir diesem Berufe gemäß unterzubringen und bis zum 2077er: “Jahre unter fortdauernder Kontrolle zu erhalten. Die Grid- mittel dazu bestehen theils in freiwtliigen Beiträgen, theils m einrrn Stamm-Kapécal, das durch Zuschlag cines Theils sréner ZéNscn bes zu einem bestimmten Maximum anwachsen soll, theils M laufenden Zuschüssen zur fortdauernden Unterhaltung. Se- Majeßät der' König haben, mittelst Allerhöchster Kabinets-Ordre VOM 29. Oktober v. I., dem Vereine Corporations-Rechte zu v::rlcihen geruht; nächstdcm hat das Königliche Iuskiz-Minixie- rium ihm, wie andern wohithätigen Anstalten, die Sportelerei- 55.56: in seiner?" gerichtlichen Angelegenheiten zu Theil werden lassen, und Seiten:: des Herrn General-Poftmeiscers find ihm. Begünstigungen in Beziehung auf Porto-Fretheic der Brief- und Paker-Sendungen zugestanden worden. Die Direction des Vereins wird gegenwärtig von“ dem Landgerichts; Präfidrnten vpn Kurnatowské, dem Landgerichts-Direktor Henke, dem Guts- befißer von Gersdorff, dem Ober-Amtmann Vicbig und dem HauSlrhrer Müller geführt, welche alle Jahre über Einnahme und Ausgabe, so wie über den Fortgang des Instituts einen Jahres-Bericyt abfassen und öffentlich bekannt machen werden.
_- Jn einigen Kreisen des Regierungs-Bezirks Posen, namentlich im Bomster Kreise, beschäftigt man sich nach mét dem Weinbau, der im Jahre 1834, so wie überall, also auch im dor- tigen, dem Weinbau nichts weniger als gürtskigen Klima einen ungewöhnlichen Ertrag gewährt hat; dies ergeebt fich aus folgen- der Ueberficht: Im Zahre1833 waren im Bomster Kreise 47-2, [] Morgen, im Jahre 183/- 506 [I Morgen mit Wein be- pfianzr; davon betrag der Gewann tm Jahre 1833 12271; Eimer, im Jahre 1834 33/47;- C'imer, von welchen die Steuer imIahre 1833 mét|197 Rthlr, im Jahre 1834 mit 609 Rthlr. entrichtet worden i .
__ Auf sämmtlichen,Getraidemärkten des Reg. Bez. Stet- tin, vorzüglich in Stettm, Anklam und Demmin, ist nicht al- lein in früheren Monaten, sondern auch im Monat Februar ein sehr lebhafter Verkehr gewesen. Die genannten 3 Städte ha- ben im verflossenen Jahre 13,286 Lasten Getraide, und Dem.- min außerdem noch 10,039 Ltr. Mehl seewärts guSgeführr.