Bei einem Wasserstand: von 19-21 uß noch eTn von Rügen- walde kommendes, mit Weizen und tückguc beladenes Schiff eingelaufen. Ss gingen von dort in See 8 mit Brenn- und Stabholx, 1 mit Stückgütern beladenes und 2 geballastete Schiffe. Die Exporte Stettins bestanden in 140 Ctr. grünes Hohlglas, 1111 Stück fichtene Balken, 1 Ctr. grobe geschmiedete Ei- senwaaren und 7 Cre. gebleichte Leinwand.
' - Berichtiäung. In dem vorgeskrigen Bericht über die _aeographische Gesc schaft ist hinsichtlich des von der. Frau Wittwe Grimm geschenkten Planiglobs zu verbessern , daß derselbe von ihrem vernorkenm Gatten (und nicht, wie es irrthümlich heißt: von ihrem Sohne) herrührt.
'*'- Im Monatkedruar ist in denZafen xu Swinemünde
Haupt-Momente
neuerer Finanz- und Polizei-Geseßgebung des Auslandes, so weit selbige den Handel betrifft.
)(7111. Berlin , 28. Februar 18:11.
(Schlus.)
„ „Schweden- Unterm Asien 11- M. 111111 Stockholm eine Kö- Uegüche Verordnung folgenden Incßalts erschienen: _ „
1) Zn Erwägyng der Bes )affenheit „der vorxä rigen Kartoffei- Aerndte 1m„Kömgretch, soll vom 1. März bts sum 1. uguü d. J dte Kartoffel-Emfuhr vom Auölande her frei von Zoll- und andern bga- ben geschehen können. „ „ „
2) Vom 1. März d. I. ab. wird besttmmt fur
_ Etnfuhr-Zoll, AUSfu r-Zoll Weizen ...... : Rthlr. - Schill. 16 chxll. Rog en ...... 2 - - - Geräe und Malz 1 .1 user ....... 1
rbsen '. ..... 2 VU wetzen. . . . 1 W! en ...... 1 : 4 „ „
3) Der sogenannte Reichs-Marktgan s-Preis vom Getraide wtrd aus s T_Kthlr. :s Schill. Beo. die Tonne est esteüt. _,
D;: Zeitung der Hamburger Börsen- alle Nr.. 7027 erwahnt, nach Schwedis en Nachrichten vom 27sten v. M., 211105 daselbst ge- faßten Beschlu es, wodurch der Hambur e_r Flagge die vylle Schwe,- discbe Zou-Fretheit, d. h. gleiche Vorzüge et der oll-Entrichtung w1e der eigenen National-Flagge, zugestanden werden ollen.
Deuts [and. 11 der freien Stadt Hamburg hat, aiif Antrag des achs, er gesessene Bürgerschafyani 211101 d._M. die ').iroic-ngation der betteßendetx Zoll-Ordnung, m1t xtntgeix 111 einer An- lage verzeichneten Mo ificatwnen und Zusätzen bis ultimo Dezember 1832 genehmtgt.
Belqien. Dcr Moyixeur Belge Nr. 30 pxyhlizirc eme kom- parative Nachweisung des wirklichen Ertrages der indirekxen Steuern des Köni reichs in den Jahren 183: und 1834. Es ergiebt sich dar- aus, da der Tocal-Ércrag _des lc txn Jahres den des_porletzxe11 qm iiberhaupt 820,190 Fr. iib_er|1eg-_ iese Vermehryng wurde viel star- ker gewesen seyn, wäre n1cht bet der Steyer vym inländischen Brannt- wein gegen das vorhergegangene Jahr em mmo- von 1,769,1_77 Fr. eingetreten. Gegen dex: Voran chlag des Budgets l)a_c die wirkliche Einnahme in den 11 Kapiteln, Zö e, Acctsen, Bran_ntwe1ns-Steuer txnd Enregistrement, :,Y8,979 Fr. mehr betragen, :| aber im Kapitel Posten um 72,806 Jr. zurückgeblieben. _ „ .
Durch Staats; eseiz vom Men d. M. way, mit Derogattoy des Art. 11 im Münx-Geseye vom 5. Juni 1832, fur 010 aus Umpragung dcr Niederländischen Cents und 00111911 _Cents m_ Stucke vpn 1 und 2 Centimen hervorgehende K*upfermunze eine Gewichts-Nachstcht (Ncmc- dium) von ,', vxrqrdnxt. „ „
In seiner deeöxährtgen Nummer 37_ bringt der Monatenur Belge die am 21. Mai:“; o. J. zwischen Belgien und Dänemark uber_ gegen- seitige Aufhebung des Abxugs-Rechxs geschlpffeue Convention zur öifentlichen Kunde._ Es erstreckt sich dieselbe m_cht bloß auf Erbschaf- ten, sondern auf Eigenthum und chxmdgen„ jeglicher Art, welches aus dem einen Staat n_ach dem andern ubergqfuhrc werden soll, und zwar nicht bloß hinsichtltch ,der vom S_taacs-Ftsws, sondern auch der von Gemeindcn, Corporationen :c. b1sher etwa daran geltend gemachten Abzugs-Rechle. „ _. _ „
Eine Königl. Ordonnanz vom 2cen„d._M. versagt uber die Zah- lungHweife der * atent-Gcbiihren _cmhximtscher und fremder Scytffer auf Bclgisaben trömen, nach Dispositwn des Gxseßes vom 28. De.- zember 11. J. Art. 3. Erstere können in qtonacltxhen _Ratet) zahlen, Letztere nur einen ganzen Iahreßbctrag. BUDATMW d1e_ Zett, wo ste ganz uubescloästixic 1110 liegen mussen, auf gehortges Certiftkac der be- treffenden Behörde zxxguce gerechnet. __
Eine andere Königl. Ordonnanz vom 2tqn d. M. vexfugt folgende Modificationen in der bestehenden Topographie dcr Zollstacten: ,
1; Das dur Verordnung vom ?. Septxmber 1832 err1ch„tece Bureau zu Solci S. Jean m Ostfiandern w1rd nach„der Gemeinde St. OJTarguerite derselben Provinz „verlegt. Dex dahin dem Fracht- fuhrwerk vvm Auslande her vorgeschriebene Weg isr„derselbe, wcliber direkt vom Holländischen Orte Jöle de_Sr-„Croix an der Muhle vorüber nach dem Dorfe Sc. Max uerite fuhrt.
2) In xeder der bcidcii Gemein en Mr_erßen und Peldw_ezeld ( Provinz Limburg) wird eme Zollstätte errichtet und mit den 111 den Kolumnen 6-8 des 1101) „4. der Verorynung vom 7. Septembex 1882 bsigcsiigten Tableaus erwähnten Befugmssen auögeßattec. _ Dxr ttinexen Verbrauchsfreuer unterworfxne Waaren (marc;|mm1-_;6- (] ucomes) dur- fkk! über diese Zollstäcten mcf): eingeben. Die dahin yerüartecen Zoll- straßen find die dirc_kten und Hauptstraßen von Maesmchc nach Meer- ßen und von Maskricht nac!) Veldwezeld. .
Dureh Königl.Ordon11anz vom 12cm d. M. wurden _die Statutexi der durch Herrn Charles onuckére auf Acxaxn Zestiftxcen Belgi- schen Bank gxnelmigt und 1m_ Anhange pnbltztrc (Momteur Belge Nr. 44). Die cscuéchasc vereinigt ücb vorläung- auf 25 Ial)re_ und 8 Monate; für Verlängerung diescr Dauer muß sie 11eu_e Bieüäcigung nachsuchen, kann aber, auf Verla_ngen„von ?„de Actionmrc, auch schon friiher sch auflösexi. Sie bcgmut thxe Tyacrgkett mit dem jsten Mai 1). Z. Das_ von 1 r_m Brüssel gesitftcteInmtut wird als Qe- Vosit“al-, Circulationsr, tökonto- und Spaxbank Wen, u_nd_ alle dte- (en Vcrhälcuisen angemessene Geschäfte xretbxn. Ste enutxirc Bank- noten von 40, 100, 500 und 1000 Fx. f_ur emen das GesemchastszKa. 01111 nicht übersteigenden und _stecs in ihrer Kasse baar rcpréisontrrtcn Werth. Das Geseuscbach-Kapttal besteht aus 20,000,000 Fr. 11120000 Accien m 1000 Fr. vertheilt, wxlche am 191911 0. M. _schon sammtlcch untergebracht waren, und bexeits am “15cm 1). M. mit 4 und 15 pCt. Prämie an den Belgischen _B'ors'en uotirc wurden. _ _
Endlich hat eine Kömgl. Ordonnanz vom 16ten d. „M. M W11-
“ kung der Verordnu vom 31. März 1833, welcbexcn die offentlichen Heersiraßmbenußen en Frachcfuhrwerken und Diltgsencen, versuxhß- weise auf em Javr, schwerer zu laden erlaubte, als im Wxge-Poltzetx Geseiz rom u. Juni 1806 verüartet wurde, 0110 welche seitdem schpn durch Verordnung voin 16.210011 o. I. auf ein zweites Jghr prorogxxt worden wa , jetzt Wiederum bts zum 1. Aprcl 1,836 verlangext, weil die milde emperatur ves le ten Winters und die Abwesenheit schrof- fer Gegensatze von Frost und hauwetter abermals nichr erlau_bc hatte, aus dem angeordneccn„Perfuch entscheidende Nesulcgte abilllUtetZ;
Nachdem durch em Dekret des Senats der freien Stadt Lubeck
vom 27. Dejember v. . 1,1011 dort unter Belgischer lagge ankom-
menden Schiffen, bei utrtchtung dxx _Tonnxn- und oocsen-Gcldcr und anderer Schisfgbrts-Abgaben, vollig gleiche Behandlung mit den eigenen Nacionat-Scpmen zugYaixdenivor 211É|,_so werdcn „uunmßhx,
Brüsseler 1131100111090?- au y;: Lube er ck10 m Belassckicnoyci-
Ux-qu,d1
284
fen ane diejßnigen Vortheile genießen, xyelche durch Ikiénigl. Beschluß vom 15. Mat 1832 den Flaggen der begunsitgteften Nationen zugestan- den worden snd.
Ktrchxxjßaat. Am 11ten v. M. wurde „zu Rom ein neues Münz- Geseiz publmrt, wovon olgendes der wesentltche Inhalt. Der gestat- tetx Schlagschatz 111 2 p t. (|att sonü 24 pCt) bei den ncuxn Silber.- Munzeg: ; pCt._(siatc„ sonst 72,31; Baxocchi auf 100 Scudi) bei den Goldmunzen. Dte Le e_rung wird 1'11 Kupfer auf & Stlber_oder Gold betragen. .Das Rente mm oder die geduldete Differenz zwischen dem noxmalen Femgehglte und dem aysgepréigten darf „'zu bei den Gold- nnxnzen, ““",; be1„_den groben _Stlbexniünzen, „FU, und klxtneren tibermunzen nicht bbexséetgen. Die Münz-Einheit ist, nach tine vor, der S_cndo, welcher, wie bisher,_m Ganzen, Halben, 73, x'z, „„ und ,'o S_cucke_n aysgeprägc werden wird. Auch den neuen Gold- munzcn so!! dae Einheit des Scud! nxm Grunde liegen, und es wer- den dexglecchen zu 10, 5_ und L.; Scudi ausgeprägt. Das Gewicht der Goldmunze zu 10 Scud: soll 1_7,3„'.-_."«_ Gxamxnen seyn, das des silbernen Scußo 261MB Er_anxmen. Glotchzetttg ist eme neue Valoations-Tache der alteren emhetmtschichn und fremden Geldsorten, deren Cours im Lande gestattet_ ist, ersch1enxn, und der Werclxder fiir den auswärtigen Handel dcs Ktrchenstaats interessantesten Münzen darnach folgender- maßen feßgestYUt;
Ungqxische Dukaten ....... 2 Scudt' 18 Bajocchi .f ollgndtsche desgl. ....... 2 ; 16 .- chtlylomsd'or .......... 4 60 Karoline ............. 4 35 Napolxond'or .......... . 3 71 Spantsche Pesetas (nach 1765 auSgepréigt) ............ .- 96 Conventeons-Thaler ....... x 95 Kronen-Thaler . ......... 1 4 Laubchaler ............ 1 6 . Fünf-Frankxnstiicke _. . . . . . . . x x“ „92 . , Ptsco'len m_td nicht tarifirt, und_ überhaupt m Roxn fchwer anzu- bringen, Spamschx ganze und halbePeasier behalten den bisherigenWerch. _ Die 111 Civita Vecchia bsßandcne 11cägige Quarantame fiir die aus Toykancscqu Häfen kommenden Schtffe ist aufgehoben, davon nun aber dre 1111011111116 Folge, daß nile Süd-Frqtizößsckyeu Schiffe imd Waaretx vor) Civtta Vexchta ganz ausgeschlossen smd, m sofern sie mxhc vorher m„emem Sardmrschen odcr Toskanischen Hafen dte vollständige Quarantamc abgehalten haben,
._Köni reich beider Sicilicn. Zu Neapel sind folgende strenge Santtats;-._eaßregcln gegen das siidliche Frankreich genommen worden: ]) Dcrekc -von daher zur See k_ommende Waaren sollen gar nicht zugelassen werden, _selbst nicht “dre unt _Gijtern oder Passagieren ankom- menden Datnpfsch1ff9 hätten ne 0110) ihre Quarantaine zu Genya ab- gehalten, undzu Livorno ode_r Civira Vecchia die freie_ Praktika ge- iabc; ohne (Huter und „Passagterc ankommend, werden pie zwar zuge- assen, aber einer unbestimmten Observactons-Quarantaine unterworfen. 2) Maurer: und Reisende, aus Süd-Frankreicl) oder den zwischen rankreicl) und dem Kuchenstaaxe liegcndcn Ländern, iiber die_Land- ränze eingehend, _solicn nur zugelaseu wcrden, insofern 171» dich mit gehörigen Gesundhexts-Päffen ausweisen. „Wenn aus den oberwähnten Zwischenßaaten kommend, 1sc_ dazu em_Certifikac über guten Ge- simdheits-Zusiand desnOrts ihrer H„erkunfc hmreichend; wenn aber aus frankreich, so mussen namentlich die Reisenden darthun, daß ie 10 auf einander _folgcnde Tage an einem unangesteckcen Orte au- ßerhalb Frankreich verweelr, uiid überdem, in einem Sex-Lazgretl) oder irgend einem nach)t-Französ1sche n,den gehörigenDesmfecctons- Prozeß bestanden habcn.
Portugal. .Die Kommission dex Portugicsschen Deputirtxn- Kammer, welche 1mt_ Begutachtung em_es „Gesetzes über die Worp- Auéfuhr beauftragt :|, hat sich vorlänn'g uvex folgende, wahrschein- lich demnächst in Geseßeskraft„übergehenhe Beßtmmungen geemtgc:
1) Die Ausfuhr aux'r Werne von betden Ufern des Duero, ohne Riicksicht auf ihre Qualität, solx crlanbr seyn iiber el Foz.
2) Es sollen nur zwciQualctätxn dxr am Duero wachsenden Weine a'ngenommcn_werdcn, die erste 11110 zweite. _ _
3) Der über el Foz auszuführijndq Duero-JWetn erséer Qualität soll ein Ataégangörechtxoxx 8000 Mjlrcts per 031136 zu 21 Almudas zal)- len, ohne Riicksxht ans seinen Bcßmrmungäorr. _
4) Der Wein zweiter Qualität aber den für alle übrigen Por- tugiesischen Weinx in „allen Landeshäfen fxststehcnden Ausgangs-Zou.
5) QicClas-iffxatwn der Ducro-Wemc, als 3111 ersten oder zwei- ten Qualität gehörig, soll zu Oporro durch gemeinschaftlich von den Eigenthiimi'rn und der Zoll-Bchörde zu ernenncndc Sachpcrsrandige gcschehcnd, und nach deren Ausspruch das Vcronungs-Ccrcifikat i'xpe- dirt wer en.
Türkei. Dxxrch eincn kiirzlich publizirten Firman hat der Groß.- herr den Einwohnern der Insel Samos 111chr_cre tiicht unbedeutende Handels-Prtvilcgien gewährt. Es smd namentlich für das ganze Otto- manische Reich die Eingangs- 608 von Samwttschexi Erzeugnissen auf 3 pCt. herabgesetzt, und d1e_ _ alxrzeuge tinter Samtocischer Flagge bet den Dardanellen von der Vivicatton befrett werdcn.
Siid-Amerika. Panavia. Durch ein am 1. 2111911011. J. in Wirksamkeit getretetzes Gesetz ist das Tonnetigcld von Amerikanischen und Englischen Schiffen auf 4 Realyn ermäßigt, während es für an- dere, und namentltxl) anci- Frgnzöjtsche, auf 1_P1astex, also auf das Doppelte gesetzt bleibt. Wallnschxäger sollen in dortigen Häfen von allen Schifffahrcs-Abgaben befreit seyn.
Buenos Ayrc-s. Am 20. Oktober v. I. ist folgende Verord- nung erschienen:, „ _
1) Die Regterung wird keinen Konsul und keinen kommerziellen Agenten von _Sxaacen und, Nationen zulassen, welche die Unabhängig- keit der Vereinigten Promnzen des la Plata-Flixscs nicht zuvor an- erkannt haben. . _
2) Die bisher schon in Funccion gewesenen Konsuln odcr Agenten solcher Staaten oder Nationen sollen xcdoch einstweilen, bis auf wei- tere Bcüimmnng der Regierung, zu fungiren fortfahren diirfen.
Montevideo. Unter dem 11 „Oktober v. J._erschien, zur Ab- liilfe verschiedener Klagen, welche die fremde Schifffahrt" über Miß- sräuche des Loot cnmesens und dai'aus hervorgehende Bedruckungen ge- führt hatte, ein egicrnngs-Dckrct folgenden wesentlichen Inhalts:
1) Alle inländische sowohl als fremde Schiffe, welche nach dem .f afcn von Montevideo segeln und _daseibst ihre Fahrt beschließen, Zy es wegen Einfnhx, odcr Uchcrladen ihrer Kargos, ollen künftig von allen Ausgaben bcfxcic seyn, die unter dem Namen von Lootsengel- dern man bts'her ihnen angforderc hatte. „.
2) Die zahltmgsberechttgccn und_als solche ticb gehörig auswei- sendxn Loorsen sollen aus dem öffentlichen Sclzakze ihre Befriedigung erha ten.
3) Lootfen, weiche aus Betrug, dyrckxfalsclxn Rat!) oder auf an- dere Weise ein Schiff von femex ursprunglichen Bestimmung ab19nke11, sollen auf davon gemachxe Anzetge verhaftet, der Behörde iibcrltxferx, und Mit Umporairer Dtensk-SuspeUüon, außerdem aber noch mtc ei- x1er Gcldstrafx bxlegt werden, welche dem doppelten Betrage des von jener pflichtwidrigen Handlung gezogener: Nutzens gleich??!nmt.
Kusß'ürtise 8151-8011.
51" ck ! 111 dzbmzzteränm, 5. 111512.
. 10 01“. wir . *c 111 55“. 5“ 110. 101 “ - «..:::-11111. 254. 113 111110101915. "31,3 794.1 ' W;. 716088. [“Max-801101110 1141? 110 43 „41:11. -. 3: 2727. “
81mm 5:1 48-1-
110811. 801111141 173. “1188. 99. 08812611". 8111111. 53 48.
4111170111011. 4. 1111112.
("1111611 48. (10.(Iou[1.25*§. 8111111. „4111. 07.
„“zu bei den'
0 so 111 kruakauxt a. U., ?.OUärL.
08101'1'. „ eta . 1014» 1017", 4x; 944. 94". U
13 _. 24; 8111111 - 3001111 1580. 1578. l'art. - 0171ig. 139Mj [100-11. 311“ 100 (Z. --. ». 7101188. [*räm.-8011. 6/4. 63; "110 4111. 974. -. 11011. 5x; 011110. 1'. 1832 9972. 997", -. 53 811311. [leuts 46; 46-7. JJ 110. perl». 264.
karin. 4. ärx.
53 Konto pr. oompt. 109. 25. üu 00111“- 109- 50- FZ [11- eo 79. 45. 611 0001". 79. 75. *53 Reap. pr. oompt. 96. “' 96. 55. 53 8111111. U80"? 46',. 33 110. 28 Corts: 46,7, * 811-111. 801111111 155. Fsus 8111111. 11111. -. 21.3 U01]. -. ...,
1,0111 . [40 . 261. 0"
Zorlinsr Zöl'J-L. [)en 10. Klär: 1834.
41111]. [**011118- 111111 (201th0]. (,'-"xu/"a. &“, ZX. “O'“? . _-.| * __ ] F.] 777? „„
100! 08t11r. [“l“-“11111111. 4 1021, WH ['0111111. (10. 4 WHF 652 [(or-11.180001. (10. 4 106€ .. 4 _
81. - 80110111 - 8011. ['r- Lngl. 0111. 30. 1'r111.81:11. 11. 801311. [(111'111.0111. 111.1.0. F011111.|11t.8011.110. 8611. 8taät-0111. [(ö*ni§8l1. 110.
leinx. (10.
911112. 110. in "[*]1. KUextpk. 9111110111". (7101511. 1'08. (10.
W80b§8]-00l1k8.
*
*
8011108180110 110. , kkst.().0.l(.-u.1§'. 2.-8011.(1.](.7 UI'. 11011. 1011117. ])1111. ' Köniz 110.
1001. 99.1, 99),
krieäricbsäbr . . 01800010 .....
1024 102;
dp|Käääd|dä
5111811111010 ............ (1110 111111111u1'g 11111) 110110011
250 11.
ck71“! in 20 F1".
uuxbur ............. 131821111111 Z
[8111217
krank“ 1111 8. 111. 1771. ...... 991918111113 ............
5171115011011 ............
[(111'2
Meteorologische Beobachtung.
1835. ! Morgens ] Nachmitt. Abends ! Nach einmaliger 9. März. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung,
Luftdruck. . 335,2 6"'Par.s333,8 0"“Par. 332,4 1*'“Par.xQueU1värme 719M- Lnftwärme + 2-2 “R+ 5,0“R.+ 1,2091. [g „ „ Tbauvunkt + 0,9 “ R+ 0,2 “N. + 0,3991. “ """"" *“ R Dunsisättg. 89 PCk- 58 _ka- 80 VCt. Vodenwärme 2,2“ YWÜJ 881 hM“ YF'AWWQM“ Wolkenzug ! -- W. _ Niederschla90,oto" Am 8. März: 327,0.“ 329,1 9“, 331,30“. - +3,o0 +1, 4.340“ IZ. _- ;1-1,00 +13“ +20" N. _ 84. 86. 921101. regmg. trube. trube. - SW. SW. SW. - Auöd.0,029/-Nß, verschl. 0,1 : 2“Rh.
-..-.___.--
Königliche Schauspiele. Mittwoch, 11. März. Jm Schauspielhaus“ „Der kia afte Prinz, Don Fernando von Portugal, Trauerspiel in sth., nach dem Spanischen des Calderon, von Schlegel übers . für die Darstellung eingerichtet von Göthe. Die zur Hand! gehöxige Musik ist von Gürrlich. (Neu einstudirr.) Donnerstag, 12. März. Jm Schquspielhause; Die Einf vom Lande, Lustspiel in 4 Abts), vom 1)1*. C. Töpfer. Hiera Auf vieles Begehren: Der reisende Student, musikalisches Qu liber in 2 Abth. Freitag, 1.3. März. Jm Opernhause: Ali Baba, io- Die vierzig Räuber, große Oper in 4 Abts), mit Tanz. von L. Cherubim“. Preise der Pläße: Ein Plaß in den Logen dcs erstenM ges 1 Rthlr. :c. '“7
Im Schauspielhause: 1) 11:1 [1181111010 1'8111'é80111311011"***,";
Une 11110 :*1 1317111111. 1131111071116 1101170311 811 2 30168, parw 385-0111. 2) 111“. 110)! ä'JlZet' T1 900187 0311118171110 011 1 3011.
Königstädtéscbes Theater,
Mittwoch, 11. März. Fausta, Oper in 2 Akten, nach) Italiänischen. Musik von Donizetti.
Donnerstag, 12. März. „301111, die Pußmacherén, pako rende Posse mit Gesang in 2 Akten, von Meisl. Musik von; Müller. Im ersten Akt: Tyroler National-Tanz; im 1!“ schenakt: Shawl-Tanz, auSgeführt "oon Hrn. und Mad. M' pichler. ,
Freitag, 13. März. Zum ersienmale: .Die Altiüin, Luftf) in 2 Akten, nach dem Franzößschen, von Kurländcr. Hiera Das Königreich der Weiber, oder: Dée verkehrte Welt, 23“ leske mit Gesang, in 2 Akten, von Friedr. Genée.
Markt-Preise vom Getraéde.
Berlin, den 9. März 1835. Zu Lande: Weizen 1 Rthlr. 21 Sgr. 3 Pf., auch 15“, 15 Sgr.; kleine Gerste 1Rthlr. 10 Sgr.; Hafer 27 Sgr. 0 ** auch 21 Sgr. 3Pf.; Erbsen ] Rtblr. 27 Sgr. 6 f.; Linsen ZM Zu Wasser: Weizen (weißer) ] Rthlr. 25 "gr., auch 1 M 22 Sgr. 13 Jhs. und ! Nthlr. 15 Sgr.; Roggen 1 Rtblr. 15 Sa auch 1 Mrd 17. 11 Sgr. 3 Pf.; große Gerüe ] Rthlr. 5 Gar.:E sen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf., auch ] Nihil:
Sgr. 6 Pf. , Mittwoch, den 7. März 1835. Das Schock Stroh 7 Rtblr- 15 SM"- auch 6 Rthlr.; der C ner Heu 1 Rtblr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 15 Sgr.
Redacteur (;o-wk. -------_-_.-.«„
Gedruckt bei 21. W, “Hayn-
25- 6" OG *
AllgeMeine
, PreußisclzeStaats-Zeitung.
§ß71
AnUtheNachkichtm1
Kronik des Tages.
Se. Majestät der König haben den Ober-LandeSgerichts- Rath Wendlandt in Köslin zum Geheimen Justizrat!) zu er-
- nennen und das diesfällige Patent Allerhöchsteigenhändig zu * vollziehen
geruht.
Se. Majestät der König haben dem Diakonus Lohry zu
Usedom, im Regierungs-Bezirk Stettin, den Rothen Adler.-
Ocden 4ter Klasse zu verleihen geruht.
Se. Majestät der König haben dem I)i'us'ketier Rippel van Z9sken Infanxerie- Rrgimenc (7ten Reserve.) die Rettungs- Mrdaille mit dem Bande zu verleihen geruht.
Heute wird das 4te Stück der dicIjährigen Gcsxß-Samm- lung auSgegeben, welches unter Nr. 1585 emhäit:
den FreundsckwstQ, Scizifffayrts- und HanDch-Vérs trag zwischen Sr. Nkajescäc dem Könige von Preu; ßen und den Vereinigten Staaten von Me-xkko. Vom 18. Februar 1831, 116be 91111"; Bekanntmacvung 110111 27. FCkaak [. Z.
erlin, den 12. März 1835.
Debits-Comtoir der Geseß-Sammlung.
ZcikUNgs-NUÉTÉÖTLW. A u s l a n 0.
Rußland.
St. Petersburg, 3. März. Der Wirkliche Staatsrat!) und Kammerherr Stscherbinin ist zum Vice-Präsidenten des Hof-Jntendantur-Comptoirs ernannt moröcn.
Die Hauptstadt Moskau hurts zu Ende des Jahres 1833 333260 Einwohner, worunter 205,120 männliche und 128,140 weibliche. Es befanden fich daselbst 51 Tuch-Fabriken mit 3022
' Stühlen, 59 Seiden-Fabriken mit 2037 Stühlen und 174 Baum;
onen-Fabriken mit 5905 Stühlen; fcrner 24 Woll-Spinne- teien, 8 Hut-Manufakturen, 13 Shawl-Manufakmren se.; in Allem 346 Fabriken mit 15,795 Arbeitern. Bemerkenswerth er- scheint, daß nur eine einzige Zuckerfiederei daselbst ist, Um den Bedürfnissen der Hauptstadt zu genügen, wurden 105,762 Stück Hornvieh eingeführt, jedoch davon 31,163 Stück nach St. Pe.- teerurg wieder ausgeführt.
Im Laufe des vorigen Jahres kamen durch Konstantinopel 608 Pilarimme aus dem Russischen Reiche, nämlich: 106 Chri-
51101652 Männer und 54 Weiber) nach Jerusalem und dem Berge
Athos; 351 Israeliten (154 Männer und 197 Weiber) nach Pa.- lästina, und 51 Muhamedaner, worunter 1 Weib, nach Mekka.
Folgende meteorologische Nachrichten geben Anlaß zu in- teressanten Vergleichungen. Zu Tobolsk, das etwa 1 bis 17). Grad nördlicher liegt als Riga, war die Temyeratur am 22. De- zember (a. St.) Morgens -27*' (zu Riga ,-2“); am 2311111 “28", 5, (zu Riga -1“); am 24|en --29", 5, (zu Riga -?.“); am 25sten “13“ (zu Riga -0“). - Am 7. Januar (a. St.) zeigte zu Tobolsk das Thermometer am OJZorgen -130, 5, um Mittag -40, 5, am Abend --10; zu Riga am Morgen “3“, um Mittag -1.", am Abend -2". -- Von dxm 1. bis zum 15. ([J.-28.) Januar wütheten zu Tobolsk vter Orkane. Der Schnee war in Massen gefallen, derglkichen slch Niemand erinnerte gesehen zu haben.
Frankreich.
Paris, 4. März. Gestern wurde der Prinz Paul von Württemberg von dem Könige empfangen.
.Der Messager enthält folgenden Artikel: „Seit der Ein- fßhrung der Repräsentativ-Regierung giebt es kein Beispiel von cinem solchen parlamentarischen Zustande, wie wir ihn in diesem Angenblicke erleben. Nachdem die Session schon seit länger als d_rei Monaten eröffnet ist, hat man erst ein einziges Gesetz vo- Ukk- und war ein Gesetz des Zornes und der Strenge, ein grausames eseß, Welches 200 Angeklagte zwingt, so lange auf ihr Urtheil zu warten, bis der Saal, in welchem sie verhört Werder) sollen, erbaut ist. Und die Bewilligung dieses Geseßes sollxe,1ogar, im Verein mit der motioirten Tagesordnung, dem
misterium neue Kraft geben. Die Herren Thiers und Guizot versicherten, daß sie, gestüßt auf jenen BeWeis des Vertrauens tk Kammer, mit Zuversicht und Entschlossenheit dcn policéschen
kg verfolgen könnten, den fie zum Heile Frankreichs einge- chkagen hätten. Und nun hat das Ministerium, troß jener doppelten Stükzen, seit drei Monaten keinen Schritt gethan. Ja, ck 01110 sogar zusammen, ohne daß irgend ein Ereigniß , weder "9" xmnen noch von Außen, die Stellung angegriffen hätte, welche die Kammer ihm im Anfange der Session einräumen zu müssen glaubte. Es fällt durch sein Unvermögen, diejenigen Lebens-Elemente, nchhe ihm gegeben worden waren, in Thätigkeit zu selzcn. Wie gxhc es nun zu, daß man dieses schwache und unfähige Ministe- Zum, .Welches fich nicht halten konnte, als alle Elemente der U10 tim: zur Seite standen , jetzt wieder aUZZurichten gedenkt, Wo dtx_u11gl11ckliche Prüfung der lelzren drei konnte ihm allen erxlqcixn Werth und allen Kredit bei der Kamrber benommen Kat" Man fährt fort von einer bloßen Ergänzung des alten Zdabmettes zu sprechey. Könnte abcr Woh] z. B. Herr Soult o er Herr Sebastiant, der Mann der Verjchwendungen, der so | von dex Kammer getadelc worden ist, oder der Unterzeichner 1th Nord-Amertkanischexi Traktates, oder könnten Beide zusam- Kan fü? fich und fÜr dse- jexzigcn Minéfker das Vertrauen der »“"NRW" "***-der getvmnen? Bei dem, was unter unseren Augen Wi“ Ylles 11n_passend, lächerlich, die Prinzipien verlcßend.
r sehen em Mtncsterium, das von der Kammer eim“ unum-
Berlin, Donnerstag den Uke“ März
wu,ndene Zufiimmung zu seinem Systeme verlangt, das keine der Wirkungen dteser Allianz; Erklärung hervorzurufen weiß, das, - nachdem cs_ durch Sorglosigkeit oder schlechte Verwaltung jene T_[llcanz verjcherzt, unter der Hand intriguirr, um gegen die ]ez- zigen Absichten der Kammer am Ruder zu bleiben. Vor drei Monaten wqatecs von derKammer seineKrafcerhalten: das war ein parlamentarisches Verfahren. Zeßt Will es durch den Einfluß des Schlosses wieder zur Gewaxt gelangen: das ist das Ver- fahxreln eines Höflings. Wird die Kammer sich jeßt diesklben Mlmsksr xvieder aufdringen lassen, die aus ihrem constitution- nellen Betstan_de-keinen Vortheil zu ziehen wußten? Es steht zu hoffen, da:; ne sich eine solche Schwäche nicht zu Schulden kommen laffenzwird. Auf alle Weise muß die ministerielie Kri- fis der Gegenxrand von Explicatéonen auf der Rednerbühne wer- den. „Wenn. die Kriss nichc in wenigen Tagen ihr Ende erreicht, sy wrrd, wre wir vernehmchdie constitutionnelle Opposition auf einx Zusammenberufung der Kammer antragen, um unverzüglich dtcjemgcn, welche, da sie nicht förmlich abgedankt haben, 110 1111310 und 110. )'111'0 noch "Minister sind, Über die Ursachen eines Zixscandcs der Dinge zu befragen, der alle Angelegenheiten des Laxides lähmt. Es) iki zu wünschen., daß die Oppoütion dieses Vorhckben "L' Ausführung brénge. Die Explicationen würden dann der 651109 der minisicriexlen Krifisvorangehen, und dee Kammer könnte ihre Meinung und ihre Wünsche in die Waag- 1chale werfen.“
Die Ernennung einer Kommission zur Untersuchung des Zu- statides von “Illgier, die stch leiakxc für das Aufgeben dieser Ko- 101111? gussprechn 111155502, hat unter dem Handelsstande von Marseille große Bestürzung erregt. Die vorzüglichsken Kaufleute der Stadt haben eine B1tcschrift an den Finanz-Minister un- terzeech0et, worin se auf die Beibehaltung der Kolonie anfragen.
D_te in Meß zum Beücn dcr zahxreichen Familie des Hrn. Mangm eröffnete Subscription betrug am 1sten d. M. bereits 18 464 Fr.
Vor einigen Tagen ging die Rente an der hiesigen Börse plößiicl) tiiclyt unbedcuccnd in die "Höhe, ohne daß man sich den Grund dieses" Steigens erklären konncs, bis man erfahk- daß die Dcpofiten-Kaffe Linen Th?“ der ihr anvertrauten Gelder in Französischen 'Fonds anlege. Es erhob sich hierüber ein gewal- tiges Geschre: und man beschuldigte das gedachte Institut gera- dezu, daß es fich mit fremden Geldern dem Börsenspiele hin- gebe. Namentlich waren“die Baisslers entrüstet, da sie nach „der Annahme des Morpethschen Amendements zur Adresse an den König von England, ein Sinken der öffentlichxn Fonds erwar- tet hatten, und cht durch die heyvorgebrachte entgegengesetzte Wirkung beträchtliche Summen verloren. Das Journal des Débats nimmt heute die Depositen-Kajse wegen ihrer Opera,- tion in Schuß. Diese Kasse, bemerke dasselbe, habe noch Königliche Bons_zum Betrage von 30 Mill. in Händen, die fie dcm Schakze vorgejchossen; indessen sc» ihr kürzlich angezeigt worden, daß etwa 20 Millionen eingelöst werden soxlten; unter diesen Um- ständen habe fie beschlossen, jene Suxnme in Rsnten anzulegen, die ihr zugleich einen höheren Zins eititrügen, als die Königl. Bons. Uebrigens sey es ganz misch, wenn man behauyte, daß die Kasse jene Summe von 20 Millionen auf einmal an den Markt gebracht habe; sie werde vielmehr täglich nur 100,000 odcr höchstens 200,000 Fr. zu dem Ankaufe von Renten ver- wenxcn, so daß die ganze Operation mindestens 100 Tage dauern wer e.
Großßritanien und Irland.
Parlaments;Verhandlungen. Unterhaus. Siz- zung vom 4. März. Herr Baines beklagte fich darüber, daß die Kirchen-Kommissarien, nach langen Arbeiten, weiter nichts gethan, als sch entschuldigt hätten, daß sie noch keinen Bericht eingereicht, und er fragte daher, wann dem Hause ein genügender Bericht von dieser Kommission vorgelegt werden würde, worauf Herr Goulburn (der Staats-Secrecair des Innern) erwiederte, es werde so eben ein Verzeichniß von dem “Einkommen, welches jeder Prälat von der Kirche beziehe, zum Druck vorbereitet, und es sone dasselbe nächstens auf die Tafel des Hauses niedergelegt Werden. Lord Morpeth überreichte darauf mehrere Bittscyrifcen, in denen um einige Abänderun- gen in der Fabriken -Biü ersucht wird; es wird na- mentlich darüber geklagt, daß durch diese Bill ganz und gar verboten werde, Kinder in dem Alter von 8 bis 11 Jahren in Arbeit zu nehmen. Herr Goulburn erklärte, er habe gefunden, daß über die Anwendung“ dieser kürzlich durch,- gegangencn Bill sehr verschiedene und einander widerstrebendc Ansichten unter den Fabrikherrcn und den Arbeitertx herrschtcn; nun wolle er aber erst sehen, was die Bill für eine Wirkung haben würde, ehe ,er Veränderungen darin vorschlagen könne; übrigens aber Werde er so bald a!s möglich dem Hause einen Bericht über die Folgen der Maßregel vorlegen, damit es dieF etwanigen Mängel derselben kennen &ck& Herr Baines meinte, die Bill sey unter großer Aufregung eingebracht und, wie er" glaube, ohne gehörige Erwägung angenommen worden, und sie wirke auf die Fabrikanten und die Arbeiter gleich nachtheilig; er könne versichern, daß, wenn sie unveränderthiebe, die Betheiligten fich bald genöthigt sehen würden, ihre Ma- nufakturen zu schließen; daher hoffe er, daß die Regie- rung den Gegenstand baldigst berücksichtigen werde. Sir G. Strickland sagte, es handle sich hier um gar keine Parteisache,
“sondern um eine Frage der reinen Menschlichkeic, ob nämléch
Kinder von zartem Alter übermäßig lange in den Fabriken ar- beiten sollten, so daß sie frühzeitig Krüppel und zur Arbeit un- tauglich Werden müßten; früher hätten se 12 Freistundcn gehabt, und von den anderen 12 scyen 10 zur Arbeit und 2 zum Essen bestimmt gewesen; aber auch diese Arbeitszeit scheine ihm noch zu lange, da es eine ganz andere Sache sey, in Fahriken, als beim Ackerbau zu arbeiten ; nun habe man aber dteFreistunden der Kin- dergaraufZabgeküvzt; warumdies geschehen, sey ihm nicht klar, und es müsse der Gegenstand von neuem aufs ernstlicyske erwogen werden. Herr Noöinson wünschte zu wissen, welche Summe in Folge
1835.
der Verzichtleiskung des Königs der Belgier auf die von ihm “ls Prin? von Sachsen-Koburg bezogene Pension in den Schatz geflossen ey, da der vorige Kanzler der Schahkammer auödrück- [ich gesagt habe, es würde nächsten April aus diesem Fonds eine beträchtliche Summe zu öffentlichen Zwecken verfügbar seyn. Sir R. Peel glaubte, es dürften bis jetzt nicht mehr als 4000 Pfund auf Rechnung jener Pension in den “Schatz gezahlt worden seyn; zwar liege eine größere Summe zur Zahlung be.- reit, da es aber dazu der Unterzeichnung sämmtlicher mit dieser Angelegenheit beauftragten Kommissarien bedürfe und zwei der- selben im Auslande seyen, so habe fich die Sache dadurch ver- zögert, Werde aber gewiß nächstens erledigt und dann Mit den Zahlungen in bestimmten Zwischenräumen fortge- fahren Wexden. Herr Robinson erklärte sich daher bereit, seme Morton noch vierzehn Tage aufzuschieben; der Gegenstand wurde jedoch an demselben Abend etwas später noch einmal auf- genommen, als Lord Stanley eintrat und Sir R. Peel die Bemerkung machte, daß derselbe, als einer der Kommissarim, ohne Zweesel dem Hause nähere AUfschlüsse werde ertheilen kön- nen. Lord Stanley bestätigte die obige Erklärung des Kanz- lers der Schaßkammer und führte namentlich die Abwesenhiic eines der Kommissarien, des Herrn Elléce, an; sobald dieser nach) England zurückkäme, sagte er, solle die Zahlung erfolgen. Zu den drei ersten Vierteljahren, fügte er inzu, habe slch- nach den nothwendigen Abzügen, aus diesem 11an eine Summe von 27,000 Pfund zu Gunsten des Schayes ergeben, und er glaube gewiß, daß die Summe für das ganze erste Jahr nicht |Ve- niger als 34,000 Pfund betragen würde. Im nächsten Jahre dürfte sch die ahlung zwar um 3000 Pf. vermindern, Weil die Miethe für FearlboroUgh-House zu entrichten sey; de'.“ Mieths-Kontrakc für diesen Palast sey aber bald abgelaufen, und binnen einem oder zWei Jahren würde der öffentliche Schuß aus dieser Pension, die fich auf" 50.000 Pfund belaufc, gewiß eine Einnahme von 40,000 Pfund Sterling habexz. Herx Hume überreichte eine Bittschrift von Vandiemenöland, worm um die Einführung der Geschworenen-Gerichte in dieser Kolonie gebeten Wird, und Herr Gladstone, einer der Kom- missarien des Schaßes, versicherte, daß die Zweckmäßigkeit, iti VandiemenSland dasselbe gerichtliche Verfahren wie in Neu- Süd-Wales einzuführen, in Erwägung gezogen werden solle. Herr Finn erhob Kei) darauf und sagte, das Hoszirkular zeige du _Annahme einer Menge Orangistischer Petitionen aus allen Theilen Zrlqnds von Seiten des Königs an, und er müsse da.- her _die Minister fragen, ob solche Petitionen wirklich von S1. Majestät angenommen worden scyen. Sir R. Peel erwiederte, daß 18 keinesweges in der Abscht der Minister liege, durch die Anzeige von der Annahme jener Adrejscn die Eiklärung abzugeben, als wolle man die Verbindtxng der Orangist-n und ehxe Zwecke begünstigen, aber es komme bei den Adressen vorzügitch darauf an, Zn welchem Tone fie abgefaßt seyen; da- tmch11chte _fich auch dre Antwort, welche darauf ertheilt werde. (Nein, nem! ' von der Opposition.) „Ich kann mir denken“, fuh.r_der Min_1|'ter fort, „daß eine von einer Handwerker- oder poltt1schen Union ausgehende Petition oder Adresse in solchem Tone abgefaßc _seyn könnte, daß eine Weigerung, sie 11 überrei- chen, schonkallem dadurch igerechtfertigcwäre. (Hört, drt!) Ick) Zrinnere muh, daß in die em Hause darüber verhandelt worden ist, ob, Wexm in etner Thron-Rede tadelnde Ausdrücke gegen po- lixtsche Untonen vorgekommen wären, das Haus berechtigt sey, dre Annahme von Bittschyiften, die von solchen Verci- Zien ausgmgen, zu verweigern, und daß das Haus der Anscht war, solche Petitz'oneu müßten dennoch angenom- met). werden.. („Nein, nem, nicht als solche, die von einer pylttrschen Union ausgingcn!“ rief hier die Opposition.) Was die Ueberreichung von Adressen anbetrifft, so würde es, denke ich, eme peinliche Aufgabe für den König seyn, wenn man Se. Max. oder einen Minister nöthigen wollte, eine Bitcschrifc, die beim Lever überreicht würde, deshalb zurückzu1veisen, weil die Perso,- nen, welche d1e Adresse unterzeichnet, als Mitglieder einer Asso; cianon angebltch unge'seßliche Handlungen begangen hätten. (Hört, hört!) ch) glauhx veelmehr, es sollte als Regel dienen, der An: nahme von. Penttonen Thür und Thor eher noch weiter zu öff.- nen, als ihnen den Zugang zu verengern. (Beifall.) Dxcs war doch wohl der Grundsaß, nach welchem das Haus stets gehandext, mad em solcher Grundsaß muß gleichförmig- aufrecht erhalten Werden. (Beifall von beiden Seiten.) Wax die Antwortaen eins die Adressen betrifft, so glaube ich, daß so b1oße Förmltchketten 11110, und daß es darin gewöhnlich heißt, 018 T'ldresse sey huldretch entgegengenommen worden.“ (Nein, nxm.) „Jerk E. J. Stanley fragte, ob eine Antwort, welche dre Anna tye xiner Adresse bezeuge, als eine Anerkennung der Geseßlichke1t etnxs Vereines anzusehen sey, im Fal] die Adress;- von einem Verein an die Krone Jsandt worden, tvorauf Sir R. Peel erklärte, daß, Wenn e. Majestät auf eine solche deesse folgendermaßen antworteten: „Ich we'll Sie, als In,- dwrduen,_ des Rechts, s1ch Meinem Thron zu nähern, deshalb nicht berauben, tveil Sie zu einem Verein zu gehdrm behaupten, den Ich mißbillige“, darin keine Anerkennung dcr Geseßlichkeic des Vereins liege. Das Haus verwandelte sich darauf in einen Subfidien-Ausschuß, in welchem die Budgets; Kommission ihren Bericht erstattete, und es wurden 28380700 Pfund zur Ablösung von Schatzkammer-Schejngn und 621 500 Pfund zu öffentlichen Bauten bewilligt. Ein Antrag des (5.50. neral-Prokurators _auf Abänderung des KriminahVecx fahrens- in dex Grafschaft Chester, wonach die Befug- niß, “dre UrthetlSsprÜche zu vollziehxn, in die Hände dés Sheriffs der_ qufschaft gelegt werden soll, wurde m:“: 115 gegen 50 Stimmoen_ angenommen. Sir Z, Campbell stimmte mit dxn Mintüern. Leßeerer brachte sodann eine Bell zur Ybschgnunq der Verhaftung wegen Schulden und chi andscre gerschtltche Maßregeln ein, die sätnmtlich die erste Lesung erhcelcen. Auf den Antrag des Herrn Ward wurde ein Aus-
schuß “"am" "m die beste Art und W ' . . Unterhause zu“ untersuchen, eise des Abstzmmens im