1835 / 71 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 12 Mar 1835 18:00:01 GMT) scan diff

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London, 6. März. Gestern, ais an dem zur Feier des Eiyburrstagrs der Königin (welcher eigentlich am 18. August isi) bcsrimmten Tagr, war großer Cercle bei Ihrer Majestät im St. dees-Palast, zu dem iich eine äußerst zahlreiche und glänzende Versammlung einfand. Da das Wetter sehr schön war, so hatte ,ich auch eine unübersehbare Volksm-mgeviwr dem Dalai? eingc- * 'sunden, um das prächtige Schauspiel.“?der ankomMenden Equiva- gon, welches von 1 bis gegen 311111 xdaurrte, zu genießen. Die fremden Gesaddten, die Kabinees-Minister und die hohcxi Staats“- Beamten erschienen in voller Gala. Besonders glänzend waren die Equipagen dcs diplomatischen Corps, und die des Russischen Botscixaftrrs ragten vor allen hervor. Der Courier enthält; eine ;gcnaue Beschreibung des An uges, den bei die- se:* Gelegenhrit Ihre „Majestät ,die Fidiiigin, die Landgrä- fin von' esscn-oyomburg, „'die Herzogin von “Kent, dir Prinzrssin ictr-ria, die Herzoginnen vo'n Northumbrrland, von Gordon und von St. Alban's, die Marquismnen von Down- shire und von Londonderry, die Gcäünnen von Brownlow, Cowpcr und Cornwallis, die Ladies Limon-d, Robert Peel und Rolle, die Mistresscs Abcrcrqmby und G. Dawson und "'.-die Meises FY. Addington, „Kenyon, A. Abbott, Pitt und Grant trugen. „Abends war großes Diner vnd Konzert im St. James- Paiasi. Die beiden .Parlamentéhäuser feierten an diesem Tage. Heat? begaben sich Ihre Maiesräern nach ckWindsor. ' '

_, Lord Cowlcy will „hence „von hier abreffen, um seine gesandt- .jä;aftlichen Functionen *in Paris zu beginnen.

_ Dec .Lord-Lieutenant von Irland, Graf von Haddinßton, wird am Moritage wieder in Dublin zurück erwarrér.

Da die ministericlien Blätter in den drei leßten Tagen sich nickt wehr so bestimmt gegen Modiscationen im Kabincc äußern, so icdmeicbeln' sici1*dt'e Op'pofitions-Zeitungen damit, das; jedenfaUs irgend eitJe Ministeria'l:„Veränderung im Werke sey. Der Cou- rier versichert unter Anderem bruce, es unterliege keinem Zuni- fci meßr, “daß der Herzog von Wellington nich': nur seine Be- rrirwilligkeir, sondern auch geradrzu den Wunsch, aus dem Mi- 1 nrficrium guszuscheiden', zi: erkennen gegeben habe, fügt jedoch 1 hinzu, es 121) ihm noch nichrs von einem Vrrsuch, seinen Posten ; zu ersrszrn, zu Ohren qck'dmmen. Der Globe will mehr wis- irn; cr jagt: „.Das Gerüäßt von der Resignation “des Herzogs von Wellington isi uns aus giaubwürdfger Queile zugckommen. , Cs bklßt AUCH- daß der Herzog von Richmond .und Lord Stan- ? 111) ins Miniiierium eintreten werden, .und man versichert, der (“'N-“af von Aberdeen werde das Departement der auswärti- L-k'? Angelegenheiten und LOW Stanley das der Koioniecn über- txeymrti.“ '

. „D*? Släßt Nottingham hat dem „Könige eine Adresse über- WTZW Worm [tr erklärt, daß sie mit Bedauern und Erstaunen NZN?!“ habe; wie sich, ungeachtet der von den Ministern angr- LWO'JLM wichtigen und heilsamen Maßregeln, verschiedene unter “'.“.xander selbst ganz uneinige Parteien verbunden hätten, vm €):"? unzweifeihafte Prärogative Sr. Majesiär in der Wahl der Minister zu kontroiiiren und Letzteren die offene Erprobung nicht zu gewähren, 1vclche ihre aintliche Stellung Mid ihre 911er Jib- slchtcn erheischten; se bittet den König inständigsk, seinen jrßigrn Rathgebcrn sein Vercraum nicht zu entziehen, weil'se überzeugt 1 scy, daß dieselben alle gerechte Gründe zu Beschwerden entfernen . und das Wohl der Unterthanen Sr. Majestät befördern würden. *. Eine ähnliche Adresse wird auch von der Stadt Worcester vor: ': dereitet und soli durch den Grafen von Coventry überreicht werdeii.

Der Courier sagt, die Illumination in der Stadt zu Ehren des Geburtsfestcs Ihrer J.]kajeskäc sry gestern Abend glän- zender als jemals gcwisen; an den Theatern, an d?n_Klub1)iiu- 0711 Und an den Wobnungrn der Fabrikanten, die fur die Kö- !iigin arbeiten, hätxr'n die herrlichsten Transparcnrs gcoean-.-.t, und besonders das Westende der Hauptstadt sey aufs brillan- tescc erleuchtet gewesen.

' Nach dim Erklärungen, we1che die, Minisier am Diensiage in Folge drs O'DWyersMu Antrages abgegeben haben, erwar- tet man nächstens eme allgemeine Publication, nicht nur für Irland, soxxdcrn fiir das ganze Vereinigte Königreiä), wodurch d-xr Inhalt des von Sir Huffcy Vyvynn, dem Ober-Bcirblsha- der der Truppen i.". Irland, an die kommandircnden Oi'fizirrc ck_rlaffencn confidrmciellen Befehls, dessen Vorlegung im Paria- m-nr von den OJTinitiern verweigert wurde, auf eine andere Weise veröffentlicht werdcn soll, um das Volk bei ZEUS)! zu tvar- nrn, und ihm kundzuthup, daß, um größeres Blutvergießen zu vrrmcidrn, weiches meist auf bloße Schrin-Angriffe des Mili- 11516 zu folgen pflege, die Truppen inskünftiqe, wenn einmal ihre .“;Y-i'ilfe gegen die Bevölkerung nöxhig werde, _nichc mehr, wie disizer, zuerst nur über die Köpfe des Volks wegjchießc-n, ]ondrrn i'oglriä) auf die Menschen selbst zielen sollten. ,

“Zim *))?ontag und gestern waren wieder Deputationin [.*-ei Sir F. Burdett, die von ihm Rechenschaft über sein BMEÖMZU ar,: chräsentant von Westminster verlangten und ihm ankündig- tcn, das; eine Aufforderung an ihn, seinen Parlamentssiizxadf- zugeben, zur Unterzeichnung unter den Wählern cirkulirr. Er" er- wicdcrie, man möge sie ihm übersenden, und er werde dann seine“ Gründe ausführlich angeben, Weshaib er nicht für Herrn Iibcrcromby und 11icht für das_Amendement ur Adresse gestimmc Habe, Es isi davon die Rede, daß Lord cJdcilmrrston von dm Wählern Weskminstcr's eingeladen werden so.!le, an die Stelle des Sir F. Burdctt ihr Repräsentant zu werdcn.

Der neu creirce Viscount Canterbury (SirC. M. Sutton)

Jr jeh: in seinem" 5511en Lebenöjahre und hat 2 Söhne und 2 6 ter.

, chDer Standard meldet: „Die einträgliche Präbcnde an der Kathedral- von Canterbury, Welche durch den Tod des Gra- frn Nelson erlr-dig-i ist, wird nicht wieder vergeben., sondern, so wie die von dem verstorbenen Herrn Evolyn Sucton bekleidete Präbende, zu anderer Vercfüqung darüber in Gemäßheir drs minisririelien KirchmRefocm-Plans vorbehalten wcrden.“

Vorgestern hielten die Direktoren der Oskfndischrn Com- pagnie eine Sitzung, in welcher Lord Hevcesbury, der““"neue General-Gouverneur von Ostindien, und Sir Henry Fans, der Oberbefehlshaber der dortigen Truppen, vereidigt wurden.

Der Porxugiefische Agent in London, Herr Mendizabal, zeigt an, daß seine Regieruyg zur Bequemlichkeit der Bons-Jn- haber auf dem Kontinente dir Einlösung der fälligen Coupons aueh an Einigen anderen Orten, außer London, unter anderen in Hamburg. möglich gemacht hat-

Jn Kalkutta glaubt man, daß die Insel Socotora zur Koblen-Niederlage für die Dampfschifffahx "zwischen Osiindim und Suez für 10,000 Dollars von der O “ndischen Compagnie werde angckaufc morden. .

Aus St" John's i'*.Ne'_*.*Br“U"k)_„schweig wird griuridct, daß die Gräuz-Streirigkrti ziviichcn o_jem Provinz und den Ver- einigten- Staaten viele Diskussionen in der“ geseßgebenden Ver-

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beschlossen ivorden sry, eins Adrrffe übrr diesen Grgenstand an den König von England einzgsenden.

Nach “Berichten aus Neu-Granada sollte “drr Kongreß dieses Staates am 1. März, und dir von Vcnezuela zu Anfang

.;;Ianuars zusammenkommen, und imSta-ate Aequaror solitx noch

früher ein ?Konvsnt .nack) Quito einberufen Werden. Die zur

“***,-«Vertheilung dec Colum-béschen Sebald unter diese drei chitbli-

ken ernannten Kommissarien wollten, wir es heißt, den Vorschlag machen, daß jede derselben neue Obligationen für ihren Schuld- thril ausstellen jolie.

Niederlande.

Aus dem Haag, 6. März. Die Mitglieder der zweiten Kammer der Generalstaatrn sind aufgefordert worden, fich am 24111711 "d. “:*-12. hier Wieder zu versammein.

Gekicrn Abend hat Se. Königl. Hoheit der Prinz von Oranien das Franzöfis-Zw Thraker, wo die Oper der Gott und die Baimdére“ aufgeführt wurde, mit seiner Gegenwart beehrt. Die zahlreich versammelten Zasäwurr gaben dem Prinzen un- z-rcideutige Beweise der Freixdc fiber seine giück11che Wiedcrhrr- stellung. Dns Volkslied „Wilhclmus van Nassauwen“ mußte angestimmt werden und hinter dem Vorhangs fiel der Theatrr- Chor mik drm Licdc: „(111 1101114111 0210 111111113. (]:,1'1111 50111 (10 5111 1111111110!“ rin. _ Heute Abemd ist ein Bail bei Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Friedrich, wo der Prinz von Oranicn cbcn- fails crscheinrn 1v1rd.

Aniü'erdam, 1 März. AUE Smyrna wird gemrldrt, daß der zum Königl. Griechischen Konsul daselbst ernannie Hr. Throdor Xenos angrkommrn war und sick) durch die Regierung und die vrrschiidenen Konsuln hatte anerkennen lassen.

Man hat 16th aus Batavia Nnckxrichi, daß durch das am 10. Okwber jiartgrfundene schrrckliri)? Erdbeben allerdings auch der Palast in Buiietizorg zum Thril eingestürzt, im Ganzcn abcr so brschädigt sry, daß er unbewohnbar geworden und ab- gebrochen werdcn müsse. Die Rotunde an dessm Vordersxire stürzte in dem Augenblicke nieder, als der interimißisciw Ober- Stanhnirrr, Herr Baud, ssinr Gattin, die in Folge eirx».*rsci'1WS- ren Enibxndnng noc!) sehr schwach war, hcruntertrirJ und grade ans Ende der Treppe gekommen WM". _ Auch der Palast in Weltevreden [Md mehrere Privat-Gebäudr Haecrn ansehnlich grlitteti. _ Jenscit des Birch Mrgamedong war eine Zanze PVÜZSTÜTÖOU mir 2321211111)er Pfrrdrn imd Grbäuden in die Erde versunken, die sich mcht wieder schloß.

Belgien.

Brüssel, 4. März. Am 2. und 3. d. fandsn auf der Ei- senbahn zwisch1n dM Trois-Trous und Vilvdrde neue Vorfache mit den bridrii Locomotiv-Maichiucn statt, drren cine für den Traanort der Reisenden, die andere für den drr Waaren be- siinxmr ist. Mir diesrr lrézrcrn War noch k'rin Versuch grmachc wordrn. Bci diesen Versuchen war der über dcn THFanq drr Lo- comotrurs vollständiger, "*r-;( man ihnen einrn größirn Schwung grben konnte, da die'Sireckr, die sie zurückzuwgrn hatten, b.“- druiendrr war, als bei den früheren Versmben. Sic betrug die'- ses Mal 8000 ?)??.th und die J)?aschine, wc-lchr bestimmt war, die Wagen für dcn Transport der Reisenden zu schlep- psn, machte dir Fahrt in 8 Minuten, das Heiße: iir legte die Strcckr einrr Stumde (Lieu) in 5 Minuten zurück“. Die Zu- rüchxrgung der Seccion von Briiffcl nac!) Mecheln erfordert drm- naci) nur- 20 bis 25 Minuten. _ Was die für den Tranöport der Waaren besiimmte Locomotio-Maschine betrifft, so war der Gang drri'eibesi um ein Viertel weniger geschwind, als der der erstem; allein ihrs? Kraft ist so groß, daß fie einen Transport von 120 Tonnen Gewicht wird nach1chlrpprn können, u:;d im Roivfalie wird fir fähig seyn, cin Bataiilon unserer Armee mit Waffsn und L*sörpäckr in 9.1 Minuien von „Brüssel nach Antwer- pen zu brinZ-rri. .

DSÉLCÉLUNÖ.

Braunschweig, 8. März. quen drr betrübcnden Nachricht vox: dem am Me:: d. erfdl-1t-ri Abi-cbrn Er. Majrtiäc dcs Kaiicrs 11011 Oesterreich ist auf HdciUirn Befehl drr Bühne des Hrrzozziirhrn Hof-Theaiers für heute gcicHlosscn worden.

O e | e r r e 1 1.11.

Wien, 4. März. Sr. Majestät der Kaiser haben heute und r,:srrrn dir nachsrchendrn Allerhöchsten Handschreiberi cr- lassen:

An Se. Kaiserl. Hoheit drt: Herrn Erzherzog Ludwi» '

„Lieber Herr Oheim, Erzherzog Ludwia! Ick recbrie es zu einer der ersten Angelegenheiten bri dem Autricte MUNLV Rr- gicrima, Zhnen den Bank mit gerührtem Herzen auI-zudrücken, den Ihre treue und eifrige Untersiükzung Meines in Gott ru- henden vrrk-iärten Vaters in einem großen Thciie der wichtigsien Rrgicrunxxsqeschäfce erworben hat. Zwar des Vertrauens, das der höckkstseliiie Kaiser der Weisheit Zhrcr Rathscdläge schenk-c-e, fühle Zei) Mich zu dem Wiiiische auf-1efordc-rt, daß Sie Mir in Meinem schWerrn Berufe densriben Beistand leisten mögrn, den Sie Meinem Vater geweihet Haben. Ick) rechne auf die tiefen Einsichten urid die erhabenen Gesinnunqen, womit Sie Ihre Wirksamkeit durch eine Reihe von Jahren so rühmiich bezeich- neten, und zählr darauf, daß Sie Meiner hier ausgedrückten AUffdrderung, in ivcicvrr Sie den Beweis des ausricbcigiken Zu- traucns schen mögen, zu entsprechen nicht entziehen Werden. Wien, den 4. März 1835. Ferdinand 111. 11.“ An den Haus-, Hof: und Staats-Kanzler Fürsten

von JKrtcernich.

„Lieber Fürst Metternich! Um einerseits einen Beweis Mei- ner kindlichen Liebe und tiefsten Verrhrung zu Meinem unver- grßlicizen Vater zu geben, andererseits überzeugt, hierdurch dcn Gefrihlexi Meiner treuen Unterthemen enrargcnzukommrn, habe Ich beschidssrn, das Andenken Meines Vaters durch Er- richtung eines Monnmrnts u verewir-„en. _ Ich trage Ihnen in Ihrer Eigenschaft als . urator drr Akadetnxe drr bildenden Künste méi, - Mir in dcr kiirzesken Zcit einen Vorschlag hirrwc- gen zu erstatten. _ Wien, 3 März 18.15.

Ferdinand m. 9.“

Wien, 5. März. Sr. ONajeskät der Kaiser haber: heute an den Haus-, Hof; und Staats-Kanzler Fürsten von Metter- nich nawstrhendes ?iiirrhöchsre Handschreibcn erldsscn:

„Lieber Fürst Metternich! Um den ichtWtchen Anordnun- gen Meines in Gott ruhenden, höchstverehrteii und mnigsk ge- liebten Vaters in allen ihren Theilen volisrändige Erfüllung zu geben, trage Zei) Zhnen auf, dafür zu sorg-rn, daß dcr beilie- gend-x Absaß Seines Tetiaments in Meinen Staaten Jedermann kund Werde. ,Die in seibem enthulrene rührende AcußerUng der Liebe des Vcrklärten für Seine Unterthanen, Seines Dankes

sammlung der Provinz herbeigeführt habe, und daß am Ende

für die Armee und die Staats-Dicner, welche gut gedient, wer-

dcn Ihm grwiß in den Herzen Zriisr, die es beiriffc, ein un- vergängliches Dcnkmai errichten, und Allen, so wie II?.“ir, zu einem neuen Berbeggrimde diener, mit “21“.ssdauer in dem WSge zu beharrrn, welchen Seine LrHre und Sein Beispiel uns vor- gezeichnet haben. _ Wien, 5. März 1835.

Ferdinand 111.11,“

AuSzug aus dem Testamente weiland Sr. PFajcsjäe des Kaisers Franz 1.

„5. 14. ?.:ine Liebe vermache Jr.“) Meinen Unicrthamn Ich hoffe, daß Ick) für fie bei Got: werde beten können, unß Ick fordrre sie auf zur Treue und Anbänglichkeit gegen Mei- nen lezzirimen Nachfolger, so wie sie Mir dieselbe in guten Und schlimmrn Tagen bewirsen 111111911. _ Ich sage Meiner treuen Armee Meinen herzlichen Dank fÜr die Dienste, welche sie Mir erwiesen und durch welche sie “Meinen Thron crhaircn hat. Ick fordere se auf, Meinem Nachfolger dieselbe Treue und Anhang, lichkrit immrrsort zu beweisen. _„T'illen Staats'dicncrn, bizMir gur dienten, bezrigr Zci) hiermit Meinen Dank.“ _

An den General der Kavalle'ie und Hof-Kcirgsratksi;Pxä1 iidenrrn, Gruss" von Hardegg, haben Se. Majeiiäc nachséehM, des 'Liélrrhöck)ste Handschreiben erlassen: „Liebrr Graf Harzeng Zei) Habe Mick) bewogen grfniidi'n, Meinen Herrn Bruder,o„;„ Erzherzog Franz Karl, zum Gcneral-Major zn ernennen, Wonach Sie das Erforderiiche zu veranlassen habcn. Wirn, 5. März 1811

' Ferdinand 111. 11.“

“2111 den geheimen Kabinets-Direkior Marein erging folgen. bis Allerhöchste Haridsrizreibcn:

„Lieber KabinetS-Dirckwr Martin! Die [aiigrn und rühm- iichrn Dirnxir, welche Sie Meinem vzrilärrcn Vater geleistet haben, glaube Ich auf die entsprechendße Weise dadurch anzmr. kmnm, daß Zei) Sie mit der ferneren Leitung VCS geöeimen Kabi11cts, dessen Forcbrskand in drr bisherigen Jiri Ick) hiermit ausspriche, bcaustraxir, Sie zur gleichmäßigen Fortsrkzung J rer Diriisre auffordrre und Jßnen den Befehl rrtheile, alisn kii- gliedern drs geheimen Kndincts und Ihren Unrrrgedrdnrcen die Bejiärigung in ihrem Amte mit dcm Beisaße zu eröffnen, daß Ick) dcnseibcn die feierliche Erneuerung des geieisteecn Eideser- lasse, zagchch abcr vertrauendvoll erwarte, daß Sie Mir, so wie Meimcm erhnbcncn Vuitsr, mic bewährter Treue und Verschwie- gcnhrii Ihren bischworenen Pflichien gemdß dirnrn werdeii Wirn, 4. März 1835. Ferdinand 111. 11.“

Se. K. K. Majestät Haben nachstehendes AUerizöcbsie Re- skript an die K. K. Landes ; Regierung im Erzherzogthume Oefirrrcici) unter der Enns erlassrn: *)

„Ferdinand der Erste, von „Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich, Königqvon Ungarn, Böhecm, der Lombardei, Venedig, Galizien, Ladomcrten und Illyricn, Erzherzog von OküeréUck) :c.:c. Lieb: Getreue! Es hatGott dem Allmächtigen gefallen, Se. Ma. jesiät den Kaiser und Kdnig, Unsernhochverehrten in_nigft geliebten Herrn Vater, aus“ dem „irdiixxxrn Sevic “abzurufen. Allerhöciisidiescl- ben sind heute um drci Viertel auf Em Uhr Morgens verschieden. Mit dem Gefühle des tifsien Schmerzes über den Vcrlnsi des er- lauchtcn Vrrklärten, desen Weisheit das Glück seiner Völker m'iti ten in den Stürmen der Zeit fest begriindet hat, desen Gerechtig- keit ein mächtiger Schuh für jedes Neckzt und em kräftiger Scl1ildge- gen jede Willkür war, und dessen Tugenden allen Zeiten als Voi- bild dienen, folgen wir dem hohen Berufe, aufder Bahn fortzuschrex- ten, die Er so weise bczcecbnct, und so beharrlic11verfol3that. Wirbefiei- gen den Uns angestammten Thron mit dem festen Ent1chlusse,deiiGejin- nungen Unscrcsiderrn Vatersgctreu, wie Er, im frommenVertr-mrrarf Gott, das Glück und die Wohlfahrt Unserer Völker auf dechge dcs Rechtes zum Zwecke aller Unserer Besirebungen und Anstren- 11111113,th zu machen. Indem Wir nun alie Orxzane Unschr Starts- Verwaltung in ibrcn Stellen, Acmtern unqurden venatigen, xor- dcrn Wir dieselben, _und namentlich die Kaiserl._ Kötiigl.Larides-§1ie- qierung aiif, Uns m UnsrrenUchühuwngcn _ihrrn,pß_ichtniäßegen Vcißand zu lciiicn, und ihrrm d;:de grmaß, “denen feierliche Erneue- rung Wir dcnselbcn eriaffrtt, iir.) ihrer Brütmmurig miri) deri beie- henden Vorschriften mri: Gewmcndastiqrett und Eifer zu werben.- Uebrigens habt Ihr alien EW) urterüehrnden Behörden dieseUn- sere Wiilcnsmeinung auf das Scblrunigiie bekannt zu inaechen und insbesondere im Einvernrhmcn Mit den Ordmarcrn zu verfug_en,da- mit für weiland Se. Ma_jeiiär den 1,1drl)si verblicbcncn Kaner und König die gcwdhniicbkn Excquicn, heiligen Meffen Mid, Andacht!" allenthalbcn in den Städten und auf drm Lande fictßtg gehaltct werden, so wie auch sogleich jede mit der allgemeinen Trauer unver-

einbare Brinßigungsart sogleici1 einzuücller: isi. _ Welck) Allem Ii??? Alle grnau nachzusehen iviffen werdet. _ Gegeben en Unserer Kab

scriichrn Haupt: und Residenzstadt Wien, ain zweiten Monatstagk März im Eintausend achthundert tüm und drecßignen, Unserer Reiwt

im Ersten Fahkk- . Ferdinand 111. [1

Anton Friedrich Grcif Mittrowsiy v. Mittrowiz und- mischl, Obersier Kanzler. Karl Graf v. Inzaqhd m. 1);- Hof-Kanzlrr. “Fanz Freiherr v. PillerSDors 111. p., Kanzler. Johann Limbeck Ritter v. Lilienau 111. p.,„Vtce-Kanzlcr. Nach Sr. K. K. Ilvosiolésehen Majesiäi Höcliiietgencm Befehl!- Franz 1). Nadhcrny , K. K. Hofrath.“

Am 4. März ist den in gemischter Sißung versatnmxim Ständen des “(önigrrichs Ungarn und der dazu 117de," Nrbenländer nachstehendes Königliche Re1kript matgechUu Morden: ,

„Ferdinand, von Gottes Gnaden Kaiser von O_esierreti- König von Ungarn, Gaiiizien und L_odomereen ie„ avoiiolcscher * nig tc. :e. E“; hat dem Allmächtigen gefallcn-_ Seine geheillg Majeiiät den Kaiser von Oesierreick) und Apostolischen König "“

Ungarn, Franz den Ersten, Unsern innigsi geliebten Vater, glsk D

reichen Andenkens, heute gegen ein Uhr Morgens zit Unserem tk sien Schmr'x'x- Welch)cr sich durch Worte nicht ausdrucken läßt; “" diesern irdischen in das ewige Lrben abzurufen. _ Indem Wik . Lirbden und Euch, lieben Getreuexi, diesesg'ibersaus traurige und , Uns, kraft der“ kindlichrn Licbr, init drr Wer Wunschten, daß Er,? spät in das himmlische Reick) em eben, und den Scl"ck erlauchtcn Scepier untc-rgevenen V [kern noch _lange

te vorsiehen mögen, besonders betrübende_ Ereignis; kund 1 ben, fordern Wir Euci) auf, an Unserer Trauer The

liebe Getrcur, das Andenken dcs besten Landesfürsten, deffen Wk heit das Glück Seiner Völker inii'trnin den Sturmen der Heli .. begründet bst, dessen Gerechtigkeit crx: mächtiger Schutz fur rs Recht und em kräftiger Schild gegen jede Willkür war, und de

tsmG

Tugenden allen Zeiten als" erhabener; Beispiel vorleuchten- stk . dankbarcm Gefühle verehren werdet. _ Indem WU“. Seinem Ableben die ReZierunlg auch in dem Köni reiche Uni“ und den dazu gehöri en eben ändern, als der unm ttelbare NF folger und Erbe an “eres weiland Herrn und Vaters, kraft der o,

felze des Landes, namentlich des 1110: und Lien Artikels vom JUL B 1723, so wie Unseres Königlichen Diplomcs, welches Wir bei , d

ligenheit Unserer feierlichen Krönung und Jnauguratéon airrkgkfkrt haben, im Vertrauen auf Gott antreten, haben Wir, um einen um deutlicheren und offenbareren BeWciK Unseres von Unserem * i unsterblichen Andenkens, ererbten Strebens zu geben, die Gesc

*) Ganz gleiche Rssiriptc snd an die Gubernicn aller Pro"! zen ergangen.

nchmen, und zweifeln keinesrvrges, daß auch Ew. Liebdcn und Ib, J

daher "“' D

“' 121125111111 um 6 Uhr Abends die Vigilicn, dann am

ß.éi„,ch;.tsamc, Priv'ilrgic-n, Freibriren 1.111dImmunitätcn der getrency Stände Unseres Viklglltkbtcn Köxitgr'xcrlxd Ungarn, und der damrt rcrbllkidkmn Nrbrnlätzder, m Grixiaßoeit der oben „erwähnten von 12115 ausgrstcurrn Zmßcberungs-Uréimdr, unverletzt und unangetastet 1; erhalten/_ux1d das dfféMlxM Wolz! zit fördern, naxl) der 1an zu- 111)"de Königl. Mac:)t beirizlonen: dax; _drr „gegenwaertige Reichs- ck «W fernerxortgeseizt werde, wobei Wir innigfk ubcrzeugt smd, ZF.» déc- würdigße Art, Unsere Dankbarkcit gcgen Unieren erhabe- „zn, nur; schon in die Wohnungcn der Seligen o_ufgcnommcnen Vikki“ (111 den I;.“ag zu Men„ MMU durcli wiese Griese, 'zu deren Lxe-sarbcitung fur das yneiitleckxe Wohl Er dre (chegenhett gebotkn 11.11, von Uns, Ew. Liebdcn ::nd Euch, liche Getrcue, wclcirx er .[,jchfalis al;; ScenekKM-dcr briracdrctr, Seinen) frommen Linden- 311111141 SUUCM Yoox cm Oriikmal k111d11c1)cr01ebrgchscizt werd. _ Wir vlejbcn Erick) ubrigens Mik Unserer Kaiserlich Königlichen Huld und Gnade wohl gewogrn. __ Gegeben tn Unsechr Haupt- und Re- xkrcnzsmdt Wien , den Zweiten dcs Myriats Marz im Jahre 1835. Ferdinand 111.11. Graf Adam Nediczky. Georg v_on Bartal.“ Feierliche Stille und die ttrnre Trauer herrichten bei der zorxcßmg "des Königlichen Reskripcs, nach deren Beendiaung die „ersaxnmelirn Ständekin enthusastiscbrxi Zuruf für das Heil drs muer- Herrscihrrs audbrgclxn. _ Dsejclben Gefühle 9,11er ffck) Wr, als dar"; Rrskrept hierauf m der ständischen Siizung aber- mais vorgeiejcn wurde.

Diensrag den Iren d. M. wurde der Leichnam Sr. Höchst-

. 121€an Majesiät des Kaisers und Königs Franz ]. Vormittags ] 1:11 Beisryn drr Leibärzre erösfrzct und einbalsamirt, und Abends “' 111110 Ubr nach vorläufiger Cinsrxinung aus dem A(icrk)öchsien z)“so:-,:1.Appart3111ent Über die SäUli'U- und Botsci1afcer-Sticge

„1-7, (ij Hof-Burg-Pfarrkirckw feierlich übertragen. -- Voran «1111101 zwci Hof-Fourirrr, dann folßte das“ Pfarrkreuz, hieraus

[Zcistlkci)r, laut betrnd, sodann der Hof-Burg-Pfarr-Vikar mit

1-51 711112013. Zwei K. K. Kammerdiener trugen den Kessel mit

"15:1 Einsrweidrn, dann ein K. K. Kammerdiener den silbernen

279.111“;- mir dem Herzen. Hirraiif wurde von K. K. Kammer-

décncrii, U11ter BriHr'ilfe von K. K. Lrib-Lakaicn, in einem pracht-

11011911 offrnen Sarge die Leiche des höchsksrligen Kaisers in Frldnmriwaiis-Ui1iform mic aiim Ordriwzeicheri getragen. Nc- “bmdem «arch gingen zwölf K. K. Erelkiiaben mic brennen.- 'ienWaclzs-Fackrin. K. K. Arcieren- und Königl. Ungarische adclige Leib-Garden mii MtblöRem Seiten-Gewchre, dann von arßen K. K. Trabantrn-Leib-Garden mit Heilrbarden leisteten die Nebin-Brgisitung, Hiutrr dem Sarge folxitr der K. K. Kämmerer, Frrdinmid Fürst Lobkuwicz, als Strlivertreter des durch Unpäßlcchkeit v:rhtnderren Obrrst-Kämmcrers des höch|- iligrn Kaisers. Ami) scdlossrn fick) die Leib-Garde-Capitains und derGrneral-Adjutaut des Vcrewigten an. _ In der Hof-Burg- ***«farrkirche wurde der Lcich11am abermals ringescgner und auf ras-vicr Stufen hohe, rings mit brennenden Kerzen auf hohcn Silberleucixcrn umgebene Schauberc gestellt; die Kaiserl. und de Königl. Kroncn, nebsi Rrichs'apfel und Scepter, der Erzhrr- zoghut, die Ordens-Znsignérn, wie auch Degen, Stock, Hut 11110 Handschuhe wurden zu beiden Seiten des Sarges auf sichs Polß'rr von Goldkioff gelegt, der Becher mit dem Herzen und der Kessel mit den Eingeweiden wurden zu den Fü- ßen der Leiche auf die erße-Stufe grstrllc; die Leib-Garden besitz- ten die Posten am Sarge und die schon früher im Allxrhöcyx sten WohnzAppartement Tag und Rack): durch Priester und Kammrrleute gehaltenen Brtjiunden wurden nun auch in der Kirche fortgeseizc. _ Gestern, Mittwoch den 4. März, um sie- 61-1: Uhr früh, begann der öffentliche Einlaß in die Hof-Burg- Pfarrkirche zur BSfichiégUng der Leiche, bci Welcher nun auch „K. Kämwercr die Betsruxiden ZU halten begannen. Abends um 6 1-11)r_wr:rde die .Wir-.be ftir 'das Publikum geschlossen, - dir Brchung dcs Sargrs durch die Leib-Garden, und die Abhaltung der Betsrundrn dauerte jedoch ununterbro- chen diirch die ganze Nacht fort. Eben dieses geschieht auch home und morgen , wo gleichfalls dcr Einlaß um 7Uhr fräi) beginnen, und um 6 Uhr Abends aufhören wird. Am Sonnabend den 7ten d. M. aber wird die Ausstellung der Leiche um 11 U.!xr VormiitaZs gischioffen werdcn, und wird zu dieser ScUnde dir Ucbertra-Zung dss Herzens in die Loretto-Ka- Heile der ?[uquZiiKrr-Hofkircbe 11111) unmittelbar darauf die Bei- 111311111; der Eitmewridr in der Gruft bei St. Stepizan mit dem izrrkdrinriiiHrn Gepränge siaitfindrn. Sonnabend Nachmittags um 41101" rndlich wird das feierliche Leichenbcgängniß vor sich gehen, und wird der Leichenzug den Weg in die Begräbnißkirciw xu den Kapuzinern anf dem neuen Markte aus der Hofburg uber den Burg-, Michaels-, Josephs- und Bürgerspitals-Plaß nchtnen. _ An diesem Tage Wird die große Hofcrauer angezo- gen und wird sribr durch sechs Monate mit folgenden Abwechse- lungen getragen werden. Durch die ersten sieben Wochen, d. i. vom 7. Närz bis einschließlich 24. April 1835, tragen die Aller- höchsten und höchsten Herrschaften, dann der männliche K. K. Hofstaat, schwarzes umgrkrhrtes aufgeriebrnes Tuch, mit weni- gen Knöpfen (die Arfj'cbläge ohne Knöpfe), Pleurciisen, Man- schetten von Baccisk mic bi'eitrm Saume, wollene Strüwpfe, 1chWarz Überzoqene Degen, angekaufene Schnallen und Flor auf dem'Hute. Durch die ivlgrndcn sieben Wochen, d. i. vom 25. April bis einschließlich 12. Juni 1835, die vorige Kleidung, je- “ck ohne Pleureusen. Sodann durch die ferneren sechs Wo- chen, d. i. vom 13. Juni bis einicixlicßlici) 24. Juli 1835, schwar- iks glattes Tuch, mic angciaiifcnrn Degen uud Schna11en. C'nd-

. "ck durch die xcßtcn sechs Wochrn, d. i. vom 25. Zuii bis ein-

schließlich 4. September 1835, eben diese Kleidung mit gefärbten egen und Schnallen. Die K. K. Miniser, Geheimen Räthe, mmrrcr und der äußere Hofxiaac geben durch die ganze Trauer-

E! zeit schwarze Livree. Dieses isi auch den Rittern inländischer Or-

den gestattet. _ Die ?illerhöchstcn und höchsten Frauen dagegen, d*mit die Damen, erscheinen duroh die ersten vierzehn Wochen, 5- k- vom 7. März bis eiiisch11eßiich 12. Juni 1835, in schwarz-

; Wollenrm Zeuge, mit schwarzem defpuize, schwarzem Schmuck,

schwarzexi Handschuhen und schwarzem Fächer. Durch die foi- §enden1echs Wochen, 13. i. vom 13. Juni bis“ einschließlich 24. uli 1835, in schwarzem Seidenzcuge, mit schwarzem Kopfpukz, chtvarzen Garnituren und schwarzem Schmuck. Durch die [eiz- ten sechs Wochen endlich, d. i. vom 25. Juli bis einschließlich 4- September 1835, in erwäiinter Kleidung, mit Kopdeß und grmturen von Spiizen oder Blonderi und mit lichtem Schmuck. Rte Gemahlinnen und Witcwen von K. K. Ministern, Geheimen L_ätben und Kämmerern geben durch die ganze TraUerzeit schwarze irrer. _ Die Traurr-Andachten werden- in der Augustincr-Hof- KTM bei einem prachtvoiirti, reich beleuchteten Trauergerüste im “sidn der Allerdurcblauchtig|en Herrschaften, des Hofstaates, Stk Ordensritter und Damen abgehalten werden, Und zwar am _ onntag den 8. März und die briden darauf folgenden Tage, d' , . Montag und *? bcide11_ darauf foigenden Tage, jrchmal um 10 Uhr Vor- mittags, dir Seelenämtcr,

.batS) versicherte man, daß am Morgen der Marschall Soult

“ist, wohnte dieser Sitzung bei. Die Minister fehlten aber sämmt-

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Inland.

Berlin, den 11. März.- „Vor acht Iahrkn wurde von den “geachtetsien FraUen Magdeburgs, an deren Spißedie verstorbene Gemahlin des Geheimen Staats-Ministers von Klewrz Excellenz stand, ein Frauen-Vcreén zur Unterstützung armer vrrheiratheter Wöchnrrinnen gebildet, der “während dieser Zeit viel Gutes gewirkt hat. Nach dem für 1834 vorliegenden Zahrrs ; Beriihw wurden in diesern Jahre 5-3 WÖÉUYYMNLU u::trrßiißr, sowwhl mic Betten, als Wäsche grid Kmdrrzrug. Ssir drm Besiehrn des Vereins sind uberhaupt (1.10 'prrsonen unccrsrülzt worden; das Kapital-Vcr- mögen drs Vereins betrug 1103 Rihlr., und der Verwaltungs; Fdnds 9.19 Rti)lr., aus welchem lekzreren 891 Rthlr. zu Unter- stußungs-Gegrnständen verwendet worden sind.

_ Als einen Beweis echten Bi'irgerstnnes wird aus Er,- furt gemeldet, daß das dafige Bäckergrwerk aus freier Entschlie- ßung darauf angetragen hat, dcnjrnigen Miiller", Bäckern und Fleiscbern, welche wegen überwiesener Defraudation der Mahl- und Schlacht-Sccuer, wodurch nicht 11111" der Staat, sondern auch die Kommune beeinträidcigt wird, zur untersuchung und Strafe kommen, nach dern Schlußfaßr des §. 20 der revidirten Sßädte-Ordnung das Bürgrrrcchc zu versagen und resp. zu cnc- zie en.

_ Im Laufe des vorigen Monats sind in die Häfen von Straisund, Greifswald und Wolgast 7 Schiffe ein- und 2 Schiffe aus dem Hafen von Greifstvald auögelaufen. Mit lrßtercn wurden [)aUptsäcl)lich 115 WiOpel Weizen, 38 WisPel Erbseii und 15 Wispel Malz verschifft. Nack) inländischen Hä- fen gingen 153 Wis'pel Weizen, 59 WiÖprl Roggen, 140 Wis- pel Gerste and 146 WiSpel Malz. '

„.... _. . _- „...-1. .-..-.»....-.«.-...x. .“..-

Meteorologische Beobachtung.

1835. Morgens Nachmitt. Abends Nack) einmali er 10.März.' 6Uhr. | 21151". [ 10 Uhr. J Beobachtunkx3z.

Luftdruck. . 331, 6 3'“Par.lz333,2 9"'Par.»!330, 5 0“"P.ir.ZQ11er-är1ne 7,0 9 N, Luftwärme + 0,8 o R. + 5,0 N.,+ 2,8 "R.„ Thauvunkt + 0,3 o R. + 2/9 oR'i___ 0/3 “R. Flußwarme 2,0 N,

Dunfisättg. 93 pCt. 82 OCT. 77 pCt. Yodenwärme "2,3 "N, Wetter.... Schnee. NÉgIU. heiter. A ad“ .,

Wind ..... W. SW. WSW. **“ “""“ "“'“" Nb- Wolkenzug [ _ WSW. ] _ “Tiedersthlag 0, 0 3 . 3.1)

Üusvriirfigs Rökssn.

& ck ] '111 “,.-2111131191011"), 0. 1115112. * .'111 01". 11711" . Ic: 11 55'-Z-. „L'; 110. 1013. „411111111. 861111111 1". [(811:*l§111. 254.3. «.;; 111-1011. 1941- 3.13- 791. 711.183. 98,7. 0851017». 981, ['r-31188. kräm-Jobeine 1141. 110 47“; 11111. _. dym]. 5“ 48. 39,- 274. 3 . zutweun, 5. 1111112.

| dpa". 51; 48.7. 33 28. 211151. 16.1. ("01183 48T.

Z(mu. 1111]. 67. UL1J. 101. 1)11111181. NZ. houäau, 6. 1111112.

(30118._ JJ 91151- Kdlx. 10251. 8511111. 001198 594. 6,79; 1'1'5111116. 211151. [LE, 15. QUIZ. 8111111. 801111111 LIZ.

(10. Sony. 26,

53 x'. 1835 (1110011, 1;

182.5 33. 32. [101]. THF 562. 55; 103'. 103. l'artu-k. 92“. . [los!]. ]09;. ]Zras. 8571. 85. ' (3011111111? 1'. 1824 38171. 76111FUF4' 111811. 42. " Zt. keWrzburg, 3. 1115117. boni]. 103717. klamburg 911. 1'11118 "112. „4111510111011! 53.1. d'ilbtzr- klub. 359,

11711311. 0. 1115112. 5,2 Ust. 10075» 4Z 9/11. 81111101160811 130.“1§.

D |Kd112iFJläiche0SZZu1spéela

onner ag, ... 5 ? rz. „zm au iel an e: Die

vom Lande, Lustspiel in 4 Abtk)., vom „VX Ch. Tßpfer. HTWK“ Auf vielcs Begehren: Dcr reisende Student, musikalisches Quoo- libeth 2 Abri); Nkä I O Ö

'reitag, 1.1. rz. 'm PSM aufe: Ali Baba : Die vierzig Räuber, große Oper in 4 Abrhx, mit Tanz. ,533o2duejxrk von L. Cherubini.

Preise der Pläße: Ein *Plakz in den Logen des ersten Ran- ges 1 Rehlr. ic. -_

Im Schauspielhame: ]) ].;1 [1113221112111 1'8[)1'080111011011 (18: [1116 11110 :*1 (Z12111111', 7111101311110 1111111701111 1311 2 1112105 !);U- 1111“ 13373111. 2) [„a (1037 (1711581 51 141118, 7511110171110 (31171 11610 '

Sonnabend, 14. _März. Jm Schauspicihause: Die'BrZuc von Messina, TraUeripic-l in 4 Abth., von Schiller. (Dllc B Stich: Beatrice, als Gastrolle.) ' '

Königskäkbcisches Theater.

Donnerstag, 12. Miirz. Zulsrl- die Pulzmacherin, parodi- rende Posse mit Gesang ::1 2 Akcrri, von Meisl. Musik von A Müller. Im ersten "2111; Tyroler National-Tanz; im Zivi; scixtliakt: Shawl-Tanz, ausgefiihrt von Hrn. und Mad. Purs- pi er. . Freitag, 13. Mär . Zum ersirnmale: Die Alcir' ' in 2 Akten, nach dem3 Französsehen, von Kurländesrén,§ile?xikie1§:l

Das Königreich der Weiber oder: Die verkc rte Wet

leskeÉnit Gxsang, in HAktéanon Féiedr. GeTÉe. [ , "BW . onna end 14. :ärz. ie Un ekannte romanti O

Musik von Bcliini. sche per

in 2 Akten.

Neuesie Nachrichten.

Paris, 5. "231211133. Dcr Marschall Soulr und nach ihm

über den Gesikz-Entwurf wegen Abschaffung der ***-35.1101-«111, Wie solcher neuerdings 'von „der Drputircrn-Kammrr arigenoxmnrrr worden. Der Bek1chter1katter stimmte für die Annahme des er-

_Folge“verbietei; dagegen widerseszte er fick) jeder Veränderung der bestehenden gcjeizlichen Bestimmungen über die Substitutio- nen. Für den 2., Z., 4., 3. und 6. Artikel brachte er die nach- stehende Bestimmung in Vorschlag: „Die bis heute aus Pri- rZr-Gütcrn errichteten Majorate können, mit Ausscizlriß der Substitutionen, mir auf zwei Grade der Verndtschast vererbt „werden.“ Auch für den 7. und 8. Artiksl beantragte er eine andere Abfassung, die bei den Berachungen über diesen Gegen- stand riäher zur Sprache kommen wird. Auf die Fraäe des Prasidenten, wann diese Berathungcn beginnen solltesi, enc- ichird sich die Majorität der Versammlung, nach einigen Be- merkungen des Grafen Dejean, für den nächßen Dönneriiaq (FTU). Die Sitzung wurde schon um “2; Uhr wiedrr auf; gr 11 en.

„Die heutige Sikzung der Deputirten-Kammer dauerte ebenialls nur 11 Strinden. Auch hier war die I)iinisterbank an- farigs gänzlich leer; ipätrrhin erschienen jedoch die Herren Ou- cha_cel und Perjil. Auch dir Graf Sebastiani war in dirier Seraing zugegen. Herr Sauzet berichtete über den (Hesel;- Encwurf wegen der Verantwortlichkeit der Minister und höhrrn Staats ; Beamten “und trug auf mehrere Aenderungen in dem- selben an. Der Graf von Sade verlangte nach der Brew):- gung dieses Berichtes, daß die Debatte darüber nicht c:")rr [iuri- finde, als bis das O.Uinißcrium neu zusammengeiicüt wiirden; ziigleich kündigte er an, daß er am nächsten Sonnabend (7ccn) Interpellationen an die 'Minisrcr über die gegenwärtige Krrsis richten Werde. Herr Guizot fand sich hierdurch veran!aßt,vor- weg zu erklären, daß die Minister auf solche Jntcrpechtio-

nen 111cht wärdrn atztworten können. „Indessrn“, fÜgTS er hinzu, „kann die Kammer ihre Geschäfte mibrsorgc

forisckzrn, und „ihre Tagrs'ordnung nach Belieben bejiimmcn. Wir [md cri, die Ihnen, 111. H., den vorliegercden Grsrß-Em- wurf iiberreicht haben, und so lange wir am Ruder sind, Wir- den wir Ihnen auch übrr alle an uns ergebende Frags-n Reds: stehen.?“ Ungeachtet dieser Erklärung entschied die VCUKÜUTUUUH nch1ch einigen Bemerkungen des Hrn. Sauzet, daß sie bereit 17.11, Herrn von Sade am nächsten Sonnabend zu hören. Dieser Bririzluß erregte eine gewaltige Sensation, namentlich in den Reihen der ministeririiin Deputirten. _ “2.111 der Taqrsc-rdnuniz war 1th die Berathung über den Geseß-Entwurf weÖrn drr (“11:1 der Anlegung neuer Landstraßen zu beobachtenden FVMJM; der- selbe ging ohne Weiicrrs mit den von drr Pairs-Kammer ddr.- genommenen 'e'lendrruiigcn mit 244 gegen 0 Stimmen du:ch. _- Glrich zu Anfang der Sißung hatce Herr Meyriard DSU weir- 1äufcigen Bericht über das neue Zoll-Gesrkz auf das Burraii des Präsidenten niedergelegt. _ Die nächste öffentliche ("5115311119 “fix;-

' der erst am 7ten statt.

Der heutige Moniteur enthält eine sehr aqux';Hriich wo:" tivirtc Königliche Verordnung vom gestrigen Tage, Wodurcxs dir (bereits erwähnte) Denkschrift des Bischofs von 231011111115 an den König in Bezug auf die Verwaltung der geistiicich Serwi- narien als ein Gewalc-Mißbrauch der geistlichen Bri)örde kon- fiSzirt wird. .

Der neue Türkische Botschafter am Londoner Hofe, Nuri- Efendi, ist gestern Nachmittag hier eingetroffen.

Die Nachricht von dem Tode der Gräfin Du Cadla hac 11ch als angegründet erwiesen; die Gräfin [cbt zu TUTZU uno soll sick) im besten Wohlseyn befinden.

Die. bei Toulon befindliche Flotte soll din Befehl erhaitm habkexi,.sich ]egelfertig zu machen, um unverzüglich in Scr gehen zu nnen.

Urber die Spanischen Angelegenheitcn mrldet man aus Behobia Folgendes“: „Oberst Ocaüa ist mit 1800 Mann im Bastanthale geblieben. Man versichert, er habe die Absicht, eine Vertheidigungs-Linie vom Basranrhal an bis Urdacf) zu bilden um dir Communication mit Frankreich zu schiixzrn. C'r 5.11 sciwn mit der Befestigung von Zsturiß begonnen. Bis (111 di: Gränze Werden in gewissen chschenrärimen Posten aufgefieüc werden. Seit einigen Tagen trrffrn hier Franzosen ein, um 111 das Freiwilligen-Corps Mina's einzutreten. Es wird angrzxi-x: 700 Mann constitutionnrller Trubpen seycn aus der Unmr-xr'n), von Madrid abgegangen, um die Nord-Armre zu ve:ck11-§.*.,-. Wahrscheinlich wird ihre Ankunft abgewarret, bevor ein exiriidci: dendir Schlag versucht wird.“ *

Aus Bayonne geht unterm i_skrn d. M. foigrnde Kornn- spondenz-Nachricht ein: „Die Karlistischru Bacaiu'onr, die ;1111-11. vor Zrurita erschienen waren, wo sich Ocaäa mir ungefäbr'Zchz Mann befand, den sie nöthigren, sich in das Fort dkesEs'DorrÉs zurückzuziehen, beschießen seit vier Tagen wieder das Fort vjon Elisondo. Vorgestern war das Feuer sehr lebhaft urid „...,-„._. scheinlich haben beide_Theile mehrere Verwundete arb.".bi. «Fir wissen nur, daß die Karronadc der Belagerten mchrrre Karlixtcn kampfunfähig machte; doch unbekannt ist es uns, ob amd dic Garnison gelitten hat. General Mina erwartet, wir uns' ver- sichert wird, nur noch einige Verstärkungen, um die Karijilq-x mit allen Truppen zu vcriolgcn, die WM diese Graendm HZ:;Zx halten. Er zweifelt, dat; es ihm möglich sry, mir'sritiri «11.1911- wärtiarn Streitkräften die Faccion zu unterdrücken. „Méx- 11-11 der Ansicht, daß vor 15 oder 20 TUIM keine ernsiich-FONW tion stattfinden wird.“ ' Die Gazette de France berichtet, Los Arcos sry am „74 Februar von Zumalacxirreguy eingenommen worden; dicsir Heid»; 258 Gefangene gemacht, unter denen sich ein Obers.“ und uimc; fähr hundert Verwundete, die im Hospital gelegen, brfunöm hätten. Don Carlos stand am 2.311cn zn Ubago. Die Befesti- gung von Jrurita und Garzia soll bei dcr Anwähcrmig einiger: Karlisrischer Bataillone suspendirt worden seyn.

_ Heute schloß 5proc. Renke 111: 00111111. 100. 5,71. 11,1

der General Graf“ Sebastiani hatten gesiern eine Audienz beim ,; 90,17, 109_ 75, Zproc. 111. (311111111. 70. 05. 1111 «„,. 80 „0

Könige. Gestern Abend (so berichtet das“ Journal des Dé- dem Könige geschrieben habe, er könne die Bildun eines 11 Kabixiets nicht übernehmen. An der heurigen Börs? hieß cseizriln- gemein, daß der Herzog von Broglie zum ConseilsxPräsidenten ernannt worde!) sey. Sämmtlichc Fonds smd in Folge dessen vielleicht auch in der Ueberzeugung, daß das Peelsche Minister: rium. sich halten und auf dem Wege gemäßigter Reformen fort- schreiLtOen Wirde, gésTiiegen.

. ie airs- ammer hielt heute eine 6 entli e * die. jedoch iiur eine Stunde währte. Der HerTog chn TFM? der von seiner vor einigen Tagen nach einem seiner Güter ini Eure-Departemenc unternommenen Reise hierher zurückgekehrt

lich. An der Tagesordnung war der Bericht drs Grafen S im Ho 1:

' 5proc. Reap, 111'. 60111111. 96. 95. Kl! 00111". 97. 25. ;“)proc Span. 47.1. Zproc. 20. Cortes 48. Ausg- Span, Schuld

152. Neue Span. Anl. _. prroc. Holl. 57. _,

Nedactcur Corr“.

; „_

Gedruckt bei A. W. Hayn.

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sten Artikcls, insoweit derselbe alle I)iajorats-Stistungen fiir die!.