Wenn die eigenen Freunde des Ministeriums ihm seine Auf abe, die zu allen Zelten, aver besondexJ jetzt_cine sehr schwierige i , noch mehr erschweren und es auf dme Werse in Verlegenheit schen wol- 1_c:1, so kann es unmöglich die Regterung des Landes führen, UUd eme Auflösung des jetzigen Kabincts wüvdc ich für den fck!11nm11en * S11)lag halten, dcr_ pas Ackerbau-Intereffe treffen könnte. (Geläch- 71-1,- yon der Opposttton.) Auch glaube ich, daß dre Ausfichten auf E lctchterung, welche der Ackerbau treibenden Klasse als eine Folge Yon dxr Abschaffung dieser Steuer vor Angen gehalten werden, sebr uvertrtcbcn und.“ Unter den übrigen Rednern, welche gegen den Antrag des Marquis von Chandos sprachen, bemerkte man (wie gestern er- wähnt) auch den Kriegs-Zahlmeißer, Sir E.Knatchbu11, wel-
cher die Steuer beibehalten. wiffen wollte, d;",- xx 1111100210,
Jahwe so- heftig angefochten hatte, was er, wie der vorige Ned- ncr, damit zu ent-schuWigen suchte , daß damals ein ansehniichkk Ueberschuß in1 der öffentlichen Einnahme-stattgesunden, Was jekzt nicht der Fall sey, weshalb er, unbeschadet seiner Konsequenz- nichx für eine Maßregel stimmen könne, welche den “öffentlichen Kredit in hohem Grade gefährden würde. Dies nahm Herr Spring-Rice wahr, obgleich auch er, wie früher als Mini- ]"111', qegen die -Maßregcl stimmte, um auf das schärfste gegen Sir C'. Knatchbu11 und die andern cht zu Aemtern gelangxen Land-Edclleute [oszuziehem die, wie er sagte, auf eine so auffal-
lende Weise allen ihren früheren ErkläcUn-gm und, Handlgnzzen *
3301711 gesprochen hätten. Er zeigte, daß die Geünnungen der Wähler auf dem Lande- durch die vorgebliche Aufhebung der Mal 11111111: fÖL'mUCb hintergangen worden, Und daß man die hégs als Feinde der Pächter bezeichnet“ “habe. *Das ganze Geschrei chen der Malz; Steuer hielt er für das Werk der „großen Grundeigenthümer, kounteaber' depnacb keine T::tsc1111ldt'gung für das Benehmenßerer finden, die W Staats- männer .so ganz ihre Verpfléthngen alsAbgeordnete vergäszm. Nack) ihm sprach Herr A. Baring, .der Präfidem 0111311151113- K-ammer, der sich ebenfa11s zu r.:chtfertigen suchte,-ader nichts weiter anführte, als daß die Regierung einer solchen Summe nicht anöehren könne. Auch err Hume „hielt einen Vortrag, wor- m er zeigte, daß fich der .AUSfaU leichter decken ließe, als dcr Kanzler der Schah-Kammxr, vergebe, wenn man nur die Aus- gaben für Heer und .Ma-vjn-e (141- Mill. Pfund) und die Civil- Lifre, so wie djplomat1sche:Unkoft-;n, Sinxkuren und Penüonen (1,960,000 Pfund) ernstlichangreifen wolle. ,EineEkgenthums- Steuer däuchce ihm garnicht .so gefährlich, als eine gewisse Par- 121 behaupte. So gebe es ein Gesxb,.wonach 1,0pCt. von je- dem Legat zu Gunsten von Personen, die' mit dem Teffator n1chc bluwerwandt wären , _an den Staat zahlr werden müßten; dagegen sep von dem Vermögen __des Her- zogs von Sutherland, welches 240,000 Pfd. jährlich betragen, dee" „seinem nculicben Ableben kein Helm“ in die Staatskasse ge- ßossen. „Einige“ Verwunderung sxhim es im Hause zu erregen, daß auch Herr-Grate, der als Radikaler bekannt ist, und den Scr J. Graham spdttisch nebst den Herren Hume und Harvey W Mitglied des von der Opposeion erstrebten neuen Kabincrs bezeichnete„- fich gegen den Antrag des Marquis von Chandos und mit den von Sir, R. Peel dagegen vorgebrachten Argumen- ten vollkommen einverstanden erklärte. (Daß der Antrag mit 350 gegen 192 Stimmen verworfen" wurde, jsk-schon gestern qe- meldet worden. Aus dxr-von den Zeitungen mitgetheélnn Stimmliste ergiebt steh, daß bei dieserFrage unter Anderen Sir F. Barden, Sir J. Campbeü, Lord Ebrington, Sir I. Graham, Herr C. Grant, Sir G. Grey, Sir J. Hobhouse- Lord Howiok, Sir R. Inglés, Herr Littleton , V1. Lushington, Herr Fox Manie, Lord Morpeth, Lord John Russell, Lord Stanley, Lord Stor- mont, Herr Warhurton, Oberst Perceval, Herr P.,Thompson und dre; von den .Mitgliedern für die City, nämlich die Herren Crawford, Patcison und Grotnmit den Ministern stimmten. Gegen die Minister, also für. die Abschaffung der Malzsteuer, stimmten die -me1sken Zrländjschen Vkitqlteder und Radxkalen, worunt-“r auch die beiden Balmer und Oberst Evans, und der vierte Repräsentant der City, Herr Wood.)
London, 13. März. Der Herzog von Sussex wird am 22sten d. im Kcnfington-Palast meyreren seiner Freunde vom höheren und niederm Adel,e1n großes Déner „geben. Die Ge- 1“e11|“chaft soll aus 27 Personen bestehen, worunter die Lords Grey, Brougham, Melbourne, Dinorben, Spencer, Holland, Durham Und John Russell.
.Der Graf PYzo dé Borgo und Lord Cowley hatten gestern im auswärtigen ' mee Unterredungm mit dem Herzoge von Wellington.
Der neu ernannte Geschäftsträger am Hose von St. Pe- tersburg, Herr R. Magcnnis, ist ein Neffe des Grafen v. Cn- niskcllcn und der Gräfin De Grey. .Der Globe sagt, Herr Maqennis sey schon der Gesandtschaft dcs Lord Heytesbury am Rusfischen Hofe attachire gewesen.
Die Morning Post sagt: „Wir haben Grund, zu glau- ben," daß Lord Douglas, der einzige Sohn des Herzogs von
amilcon, im Begriff steht, s1ch mit einer Tochter des Lord
hrewsbury zu vermahlen, derselben, die von Sr. Majestät dem Könige von Bayern den Fürsten-Titel erhielt. Die Lady ist elne Katholikln. Das Paar befindet steh jest in Rom.“
Nach dem neuen Kirchen-Resorm-Plan soll, wie verlaum, das Emkommen des Erzbischofs von Canterbury auf 10,000, das des Erzbischofs von York auf 8000, ,und das aller anderen Bi- schöfe durch die Bank auf 5000 Pfd. jährlkch feügeseßt werdcn. Auch soll den Kommissarien ein Projekt zur unverzüglichen Ab- schaffung der Pluralitäten zur Prüfung vorgelegt worden scyn.
Lord W. Bentinck ist am14. Nov. sehr unwohl nach Kal- kutta zurüakgekehrt.
Nach Berichten aus Madras vom 14. Dezember hatte , fich Mahnd-Sing, der Radscha vyn Dschudpor, zur Unterwer-
fung ervoten. Der Fran osx Allaxd, Rundschit Sings Ober- Befehlshabcr, war mit peztellen Aufträgen seines Souverains am 13. November zu Allahgbad angekommen, nebst einer Eskone von 400 Mann, von denen keiner unter 6 Fuß hoch war und jeder einen langen Bart „trug.
Ueber den Einfall, der Kaffern in die Kap-Kolonie “berich- tet die Times, daß dieselben 20,000 Mann stark seyen , Aues verwüstetxn und“ die Heerden ins Innere des Landes trieben, von denen auf diese Weise nicht weniger als 30,000 Stück Rind- vceh, 18,000 Schafe und 1000 Pferde verloren gegangen seyen. Die Oct1chafcen Salem-und Theopoiis wurden von den Ein- wohnern verlafftn- Dm .leßten'NachriMen ,vom 15. „Januar zufolge, befandxn sech die Kaffee" 18 Englische Meilen von Gra- ham's Town; tthäuptling Macona bedrohte alle Handelsware, worunter .alle Weesen verskMde'n' Werden, mit demTode, schonte aber die I,]kisstonaire. Das KriegSsGesekz War in der Kolonie proklamirt worden. Der Contre-Admiral. Sir Th. B. Capel
war am _ , Su: Benjamm d'Urban, mn Truppen, Waffen und Munition
gc; _
9. Januar in Begleitung des, Goüperkéurs der Kolonie,“
321)
nach der Algoa-Bay abgesegelt, und die ganze disponible Macht hatte Befehl, sich dort zu konzentrircn.
Aus Halifax smd Zeitungen vom 22. Febr. eingegangen;
der Gouverneur hatte am 2111e'n die gesehgebende Verjammlung von Neu-Schott1and bis zum 13. Mai prorogért, nachdem er seine Zustimmung zu -'46 Bills gegeben. Zeitungen aus St. John's in Neu-Brau'nschweiq berichtey, daß dort das “Gehalt des Sprechers von 150 auf 100 Pfund und das der einzelnen Mitglieder der gesetzgebenden Versammlung von 50 auf 30 Pfd. jährlich reduzirc worden war. “ ' Zeitungen von Priandwards-Jnsel bis zum 28. Jan. meldén, daß die Provinzial-Leaislamr am 26stcn desselben Mo- 11.11.13, exöffnet und Herr S. Dalrymple zum Sprecher gewählt worden war. Der Gouerneur sagte in seiner Rcd'e'a'n die Ver- sammlung: „Da Se. Maj. huldreichst die 23:11 zu genehmigen gcruht haben, durch welche die Dauer der gesetzgebmdcn Ver- sammlung dieser Insel auf 4 Jahre beschränkt wird, so veran- laßte ich die Auflösung des letzten Kolonial-Parlaments. Wenn ich einen Rückblick auf das verfioffene Jahsthue, finde 1ch al- len Grund, Ihnen u der erfreulichen Vermehrung unserer in- neren HülquueUen türk zu 1vünsch1n.“
Nachrichten aus Tampico vom 19. Januar zufolge, soll Santana fich keinesweges der KjrckUU-Parteé so geneigt zeigen, als man erwartet hatte. Diese Nachrichten bestätigen übrigens den Bruch zwischen Bustamente und Santana, obgleich der Grund nicht angegeben wird.
- -- London, 13. März. Die Regierung hat bei der Frage üöer die Abschaffung der Malz ; Steuer einen voUskändi- gm Steg davongetragen, obgleich die meisten Vertretex dcr Grafschaften, welche ihren Kommittentcn versprochen hatten, ge- gen dieselbe zu immen, "ihr Wort gehalten. Die Rettung kam ihnen, wie ich ,„xhnen in meinem lcßten Briefe schon andeutete,
von denjenigen Whigs, welche, während fie und ihre Partci fich.
im Amte befanden, es ebenfalls für unmöglich erklärt hatten, eine solche Summe aufzugeben, ohne eineVermögen-Steuer an deren Stelle zu salzen, 1vclche am Ende am schw:rskcn auf die Land-Etgenthümer fallen würde. Diejenigen von den Liberalen, welchc, wic Hume, die O'Connell's und Andere, damals gegen dies Whig-Ministerium gestimmt hatten , stimmteü auch dieses Mal mit vielen Tories gegen das Tory-Minésterium. Die Whigs habm also Sir Robert Peel den Dienst vergolten, den er ihnen ,im vorigen Jahre bci derselben Frage mac mehreren anderen Tories [“erstete, und können nun 'eben so gut, wie diese, darauf ficl) berufen, daß [Te ihre politischen Gegner vor dem An- drang ihrer eigenen Freunde gerettet. Die Whigs waren klug genag, es nicht zur Partei ; Frage zu machen, obgleich das Benehmen mehrerer Tories fie dazu hätte berechtigen können, welche sogar bci der letzten Wahl über ihre liberalen Gegner dadurch gesiegt hatten, daß so den Pächtern sagten, die Tories scym größere Freunde des Landmannes als die Whigs, und daß auf jeden Fal! sie selbst für die Abschaffung jener Steuer uimmen würden, während ste doch jetzt für das Gcgentheil stim- men xüußcen, um nicht die Stabilität des Peel'scl)en Ministeriums zu gefährden. Hume indessen, die Capitolinische Gans, wie er seit einiger Zeit benannt wird, hat der Opposition alle ihre Freude "verdorbcn, indem er den Tories Gelegenheéc verschafft," d'er öf- fentlichen Aufmerksamkeit eine andere Richtung zu Leben, und bei der*Nation den Glauben zu erregen, daß das Minißerium dnrch seinen liberalen Gang bereits über das Unterhaus gebieten könne, odcr Wenigstens - was auch offenbar der Fall ist, _- daß es der Opposition an Einigkert fehlt. Denn, nach1 dcm Hume auf da“: Anfrage des Sie Rovere noch vorgestern Abend erklärt hatte, daß ganz gewiß heute, wenn die Regierung die Marine-Subfidécn verlangen WÜWE, der Vorschlag gcmachc Werden solle, daß die Bswilligung nur auf drei Monate qemacht werde, mußten er und seine Partei gestern Abend die Schande über fich kommen lassen, die Ankündigung zurückzunehmen, an- geblich, weil man meine, es wäre bessér, einen andern Vorschlag zu machen, welcher den Manz“,el an Zutrauen deutlécher machen würde. Als wenn es ein besseres Mattel gäbe, diesen zu erken- ncn zu geben, als durch das Vorcmhalten dcr Subfidien! Man glaubt deswegen auch nicht, daß irgend etwas Entscheidendes mehr von der Oppofition ge1_"chehen werde bis zum 237*ten d., wo Lord John Russell, das Haupt derselben, den Vorschlag des Herrn Ward vom vorigen Jahre, hinsichtlich der Verwendung des Einkommens der Zrländtscyen Kirche, wo solches größer alß nothwendig bcfunden, zu anderen Zwecken als für die Erhaltung dieser Kirche, erneuern wird. Da alle diejsnigcn, welche, wie Sir F. Burdett und Andere, über die Sprecher-Wahl und die Adresse mehr stimmen wollten, über diese Fkage nicbt neutral bleiben können, so läßt fich wenig an dem Siege dcr Oppofition zweifeln; doch werden darum die Minister nicht austretcn, son- der ficl) damit begnügen, daß das Oberhaus seine Zustimmun
zu dem Bcschlusse verweigere. Ihre Hoffnung beruht darau , daß ste durch die guten Maßregeln, welche fie fick) beeilen We“;- den, in Hinficht auf alle andere Gegenstände hinter einander dem Parlamente vorzulegen, die Masse der Wähler, besonders in England und Schottland, für sich gewinnen, und dann eine neue Wahl wagen können, von der fie eine Mehrheit erwarten, die fie bei ihrer Ansicht wegen der Unverießltchkeic jenes Kirchenga- tcs unterstüße. Es bleibt freilich dann immer die Frage, ob man s1ch darum mit den Zrländisthcn Katholiken wird 111 einen Bür- gerkrieg einlassen wollen, und die Mordthaten, welche beständig auf beiden Seiten in Irland verübt worden, können gewisse,]:- maßen schon als Anfang eines solchcn Krieges betrachtet werden. Die Minister scheénen indepsen keine unmittelbaren Besorgmsse
der Art zu hegen, indem fie nicht nur keine Vermehrung der“
Truppen, sondern auch eine Verminderung in den Kosten der Erhaltung derselben vorschlagen. Um jedoch die Truppen, wie auch das Publikum gewissermaßen schadlos zu halten, haben ste so eben eine Kommission ernannt, welche untersuchen soll, ob Hie körperlichen Züchtigungen beim Heere nicht abgeschafft wexdkn können, ohne die MannSzuchc zu gefährden. “
Niederlande.
- -- Amüerdam, 14. März._ Der Handel in Staatß-Pa: piercn„war während dieser Woche mcht so lebhaft, wie es 111 qm vorhertgen der Fall gewesen ist; auch haben die Course im Allge- meinen keine bedcgtende Abwechselungen erfahren.“ Nach Ankunft de_r jüngüen Englesxhen Post, wclche etwas niedrigere Noxtruargcn mctbrachte, siclltc steh einige Flauhext an hieß er Börse, em, und wurden sowohl Holländische“ als Russische und Zesterreichtsche Fotids üark ausgcboten; fürIntegrale und Kanzbillets fanden sack) inöeß noch immer Käufer, wodurch deren Preise [ich am besen erhielten;
Die Actien der hiesigen Handels-GeseUschaft haben fich wegen beson-
ders .güyüigen .21b1aufs ,der kürzlich abZehaltencn bedeutenden Kaü'Te- Aucttoncn von 1051 quf 1074 pCt- g-Y, cllt. Von den OeserreiGi- schen Fonrzs haben die äproc- Mctachues und die neuen Lpose ;mf dic Nachrtcht, daß der Tod dex Kakscrs Nichts im Negaerungs- Systeme verändere, den vorbercgcn'Stand wieder cing'enommrn;
docl)„wic schon„bemerkt, theiltcn se in den jüngsten Tagen die 11
gememe Flczuhezt; dies war auch besonders der Fall mit Spanjsch , Cortes-Ovltgattonxn, wovon nach Ankunft der letzten Poft von Lu
don mehrere Partzeen zu Markte kamen, und njedriger abgelass
wurden, sq daß dtesclben von 484 auf 47:- pCt. gmgen; 5Proc-Pe
petueUe bltcben 317, pCt. Für die aufgesthobene Spanische Schu]
smd im Laufe dteser Woche bedeutende AufträgeponYntwcrpen „„
gegangen, wodurch deren Preis von 1,6“: „allmältg bes 17; pr „ bracht wurde. Unter den Süd-Amertkamschen Fonds waren Bragß. liatzische wieder lebhaftetr begehrt und fliegen EPG.; die übrig," pretsbaltend ohne erhebltchcn Umsnß: die Gelß : Course find ohn Veränderung gcblixben. '» Am jüngsten Getratdsmarkt waren xxx„ schöne Sorten Wetzen vorhanden, wodurch der Absatz an Verbrau. cber nicbt lebhaft wurde; diese zghlten für 131vfünd. buntrn Polnj schen 205 Fl.; für 12§pfütxd germgeren dito 17.-z.Zt.; für ]23pfünd rothen Königsberger, gerenge Sorte, 1118 Fl.; mr 1:1.0psünx,_Ro ßockcr 168 Fl; für xine Partie 1.24pfükzd. Anklamer Weizen W 150 F1. angclcgt. Mtt Roggen bltcb es rm vortgen„PcmS=Vex-hz[t„ niß; cinigeZufuhren von neuer Waare konnten aber dre letzten CWM nicbt erlangen. Man hat120pfünd. schönen Rigaer zu 168 F1. W 120001111). Rheinischen Roggen zu 140 F1. vcrkquft. Hafer k.kbéclt fich be1 gutem Umsatz im Preise und galt beéjParttc-cn 75.77.7121;de Futterbafer 78.80.81 Fl.; 75.83pfünd. dicker 76.86 Fl.; 84pf§md* feiner 95 Fl. _ “
SchWeden und Norwegen. Stockholm, 10. März. Ihre Majestät die Königf„,so wie ihre Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronpcjn, zessm, wohnten vorgestern einer großen Schlittenpartie 0ei,m(x welchcr dieselben Mittags im Lustschlosse Haga eintrafen,wo . Abends ein Ball gegeben wurde. „ Se. Majeßät der König haben den Grafen Fr. Posse 1111 Landshdfding von O)2almöhns- Län ernannt. * . 1
Deutschland.
Hannover, 16. März. Zy der Refidynz-Stadt Hanno- * ver smd im Jahre 1834“ 958 Kinder (514 Knaben und 444 Mädchen) geboren, worunter 12 todtgeborne, 443 Kinder ßnz confirmirc, 194 Ehepaare copulirt und 780 Menschen findgx
'storben, 8 Weniger als 'im Jahre 1833.
Die jeßt zur Vorbereitung der schließlichen Entscheidung gedio hene Frage, über die Rathsamkeér der Anlage einer! Eisenbahn vu Hanxwver nach Harburg, ward auch in einer kaufmännischen Ver1amm1ung, in Beziehung des vielseitigen Interesses, datße dicsem Gewerbstande darbietct, verhandelt. Auf die von den Ingenieur Herrn Vignoles bezeigte Bereitwilligkeit, sowohl das Ergebniß der bisher zur Auömittelung der zwrckmäßigsten R14 tung der Eisenbahn angestellten Untersuchungen, als auch dic von den Unternehmern ur Ausführung, des Projckts gefaßten neueren Bedckxlüjse, dem andelsstande mitzutheilen, fand, in dem hiefigen Börsenhause eine Versammlung der verschiedenen kaus- männischcn Behörden und mehrerer Speditions- und handeltrei- benden *Mitglieder statt. Hr. Vignolcs bemerkte dabei unttr Anderm: „Durch dieUcberlas1"ung der jeßtsast werthloseu Haidenzur Vorrichtung der Eisenbahn dürfte auch em erheblicher Fortschritczur weitern'Kultur dieser Gegenden einge1eitet werden, da für jede Englische Meile, zu Wahrnehmung der Aufsicht und sonstigm Besorgungen, eine Aufseher-Wohnung, versehen mit klein Garten und Brunnen, erforderlich sey. Diese'Bauten würd- bald mehrere Anstedelungen zur Folge haben, wodurch denn di jelzt dem Reisenden in ermüdender Oede erscheinende Gegend e' freundliches Ansehen gewinnen werde.“ -- Besonders anzieh'eu für ,die Versammlung waren noch verschiedene Mittheilungen d Hrn. Vignoles, wie namentlich die Erklärung, daß die Volke dung des Werkes in der kurzen Zeit von 15 bis 18 Monarc- zu Stande gebracht, und demnächst auch der Trankporti einer großen Schnelligkeit beschafft werden könne. Die Bs schleunigung der Beförderung werde durch die Fortschritt der Erfindungen und die Anwendung der Dampfwagens einem noch vor wenigen Jahren nicht erwarteten Verhältnisse bewirkt. So habe er selbst zur Erforschung der höchst möglichen Schneiligkctt, die mittels: Dampfmaschinen zu crreichen seyn möchte,.Vecsuche angestellt, 11:29, wenn auch als alleiniger Theib nehmer des anscheinend bedenklickzen Experémems, ermittelt, das die Distanz von 60 Englischen Meilen in eincr Stunde zurü1 gelegt werden könne. Es würde demnach im gewöhnlichen Bu triebe die Reiss von Hannover nac!) Harburg in 3 11 4 Stunden becndigt seyn. Einer AuSeinandersehung 1er Vortheile, die eine solche beschleunigte Communication den“»- Publikum gewähre, möchte es nicht bedürfen; so ferner auch nicht verkannt werden könne, daß durbx'xé die Ausführung des dieSsejtégen Planes _die rivalisirendek Belgischen Beschlüsse, und die anderweitig zur Gewinnung des Tranfito eingeleiteten Entwürfe unschädléchgeste11t würden.- Dte Versammlung fand durch diesen, allgemeine Aufmerksamkeü gewinnenden Vortrag manche der bisher von dem Projektegd hegte abweichende Anfichc berichtigt, und erkannte die Groß" tigkeit des Unternehmens, mit dem auch die Ausficht, eine „direkk Eisenbahn nach Bremen zu erreichen, dargeboten sey, mit de! Wunsche an, daß die sehr fich zeigende, vielleicht nicht wiederkek“ rende Gelegenheit durch fremde Geldmittel ein so kostspielig“ und wichtiges Werk beschafft zu sehen, die wohl verdiente Prü- fung und Berücksichtigung der LandeS-Behörden finden möge-
Hamburg, 17. März. Seltenisc das Wetter (helleNäebtk Wind und Fluch) der Dampf-Schifffahre so günstig gewes als den gestern hier angekommcnen Dampfböten; das London“ Dampfschiff machte die Reise von Stadt u Stadt in 54, Huller in 42 und eins von Goole in 44 *tunden; das Damp" schiff von Havre („Hambourg“, Capctain Balladier) holte d, Holler auf der Elbe em, kam ihm noor und legte, wie bete, erwähnt, seine ganze Fahrt in 52 runden zurück. Dasselbe ' gestern den 16ten um 3;- Uhr anqekommen und überbringtRa richten aus Paris vom 13cm Nachmittags; in 3 mal 24 den ist noch nie zuvor eineNachricht aus Paris hierher gelang
* München, 14. März.“ Das Regierungs-Blatte
*hält „eine Allerhöchste Verordnung“, dre Gründung von Unt
stü ungen für Kinder von Mitglkedern des Mélitair-Max-I scp „Ordens betreffend. In Betracht des erfreulichen, dk“ zweckmäßige Verwaltung begründeten Vermögensstandes dies Ordens sollen acht Kinder, deren Väter zu einer der drei Kl“ sen des Ordens gehören oder zu ihren Lebzeiten gehört habt- jedes eine Unterstützung von 300 F1. jährlich aus der Orbe Rente erhalten. Der Vermögensuxil, auf dessen Zinsen d“ Beiträge qegründet we_rden, wird mit den Rechten einer wo rhäeigen Stiftung verjehen _und jederzeit als unverlelzlich erh ten werden. Die Unterstüßung können sowohl Söhne als T1“, ter der Ordcns-Mitgliedcr erhalten. Söhne'erhalten fie" zum 25|en Lebensjahre, wmn fie nicht früher eine Versoksu. oder Anstellung erlan en. Als volle Versorgung im MUM" dienste gilt die Ankle ung als Unter-Lieutenant. Mit derselb hört der ganze Genuß, und mit der Ernennung zum I""! / oder einer anderen mehr mehr eintragenden Stelle der 1)“
“Fett besetzte, übrigens normale
«naß auf. Söhnc, Walche wegen physiscsyer Gebrechen erwerbs-
“ä t“ . "Jichßcgn dieselbe bis" zu ihrer Verehelichung oder sonstigen Ver- _soxgung, außerdem aber lebenslänglich.
. Münchener Blätter melden: „Auf Allcrhöchsten Befehl nial. Hof-Kérche zum heiligen Kasetan iersclbß das feierliche Rex qu'jem für Se. Kaiserl. Königl. Apostolésche Majestät Kaiser Franz 1. von Oesterreich statt. ZZ. KK. Majeftäeen und II. KK- Hoheiten wohnen der Trauer-Feierlichkeit im Oratortum 1311. In der Kirche tverdcn den Mitgliedern des diplomatischen Coyps besondere Plälze angewiesmr; dée hofbefähégten Herrcn «hmm die dem" Trauer-Gecüst reches stehenden, die hofbefäbig- (111 Damen die demselben links stehenden Stühle ein. Die Damen nehmen zu dem Trauer-chide einen'über das Gesicht faaenden schwarzen Schleier; die Herren erscheinen dabei nach Vorschrift der gegenwärtigen Hoftrauer-Anordnung.“
Se. Königl. Hoheit der Kronprinz wird gegen Ende dieses Monats von Wien zurüxkerwartec.
Das „Buch der Freiheit oder Geis? des 1919n Jahrhun- derts“, das „73110 1110011111 füv Katholiken, wche ihre Angen um Sehen brauchen wollen “, und „ Gesunder Menschenverstand über die Kunst", Völker zu beglücken“, wurden hier konfiözirc, und die „Congrevc'schen papiernen Fidibus“ verboten.
Der Vorstand der Königl. Gricchischen Werbe; und Oeko- nomie-Kommission, Major Auer, macht v-ekannt, daß die Wer- bung für den König!. Griechischen MiLécair-Dienjk in Bayern vermöge Allerhöchsten-Befehls, 11.11. Athen, 4. Febr. (23. Jan.) 1835, geschlossen sey.
Stuttgart, 14. März. In dem hier erscheinendenDeut-
yschen Courier liest man: „Wie man von den verschiedensten * Seiten versichert, wird Se. Durchlaucht der Fürst von Hohen-
lohe-Oehringen binnen kurzem auf längere Zeit Stuttgart ver- ]axsen, um einige Jahre auf seinen Gütern in Schlefien zuzu- Wgen, so wie der Herr Fürst das Hotel, das er in Stuttgart bewohnt, bereits gekündigt haben soll. Da aber im Laufe dieses und des kommenden Jahres zwei Landtage abzuhalten smd, so wird die Stelle eines Präsidenten der Kammer der Standes-Her- 1111 zu beseszen seyn. Auf diesen Landtagxn werden vorzugSweise die Ablösungs-Geseße (ein Zweig der Gesetzgebung, in wel-
.-chem Württemberg hinter väclen andern Deutschen Staaten
und besonders gegen das Nachbarland Baden weit zurück ist) beratßen und hoffentlich auch verabschiedet werden, und es 01" somit von ,qroßey Wicéytégkeit, daß die erledigt wer- dende Stelle, eines Präsidenten der Pairs-Kammer im „Interesse “des Landes und nicht in dem ausschließlichen einer _Coxporation Besetzt werde. Wir glauben sagen zu dürfen , daß die Wünsxhe dec; Puhlikums nicht weiter gehen, als einen Mann im Sinne der Regierung a'uf den Präfidentcn-Stuhl der ersten Kam- mer erhoben zu sehen, 0. 1). einen Mann, welcher bei“ den cin- gebxachcen oder cinzubringendcn,Gescß-Entwürfon nicht nur das Momentane Interesse seiner Scanöes-Genvssen, sondern auch die “Beoürfnisse der Zeit und die wahrscheir1liche oder doch mögliche ZukUnft ins Auge faßt. Es wäre genug, wenn nur ein Mann 1):er bestimmt würde, der wie der Herzog von Wellington und die vernünftigem Englischen Tories sagte: „Gerade im Konser- vativ-System und für den Zweck der Erhaltung find Konzessio- nen bis auf einen gewissen Grad nöthig.“ Es brauchte kein Whig zu seyn, es könnte ein Tory seyn - aber nur ein ver-
nünftiger, kein Hégh-Tory.“
Oesterreich.
- Wien, 10. März. Folgendss ist das Pro_tokoll über dée Eröffnung der Leiche Sr. Majestät des höchstjcligen Kaisers Franz 1., welche am 3. OITärz 1835 in Gegenwart der K. K. Leibärzre Freiherrn von Sriffc und Edler von Raimann und der übrigen unter eichneten Aerzte vorgenommen tvorden ist:
„Der am Rü en mit den gewöhnlichen Todtenflecken persehcne Körper war wohl gebaut und gut genährt, an keinem Thetle zecgte sia) irgend eine Spur einer nväffcrtgen Ansammlung. Unter den allgemeinen Bedeckungen der Brust und des Unterleibs fand mgn Fett angesammelt, welches in dcr Bauchgegend 1be:: e1ncn Jou deck war. Die gesättigt rothen Mußkeln waren htnlangltch_skark ent- wickelt und die waschenräume derselben mit ctnem fettretchen Zell- gewebe erfüllt. Der knöcherne Brustkorb war 1 Schul) breit und 7 Jou lang, die Nipvcn waren mehr flach _als gebogen, ihre Kyorpeln waren fast durch ehcnds vcrknöchrt. Dre Lungen waren met einer Fntschichte bede t. Die bläulicl) grau gefärbte Lunge war nach porne mit eéner dünnen Lyrnwhschrchtyüberzo en, und so wie lbreLapven unter einandek, dura) ausgescbwéßte ympbe stellenweise an das Rippenfeu angeheftet, nac!) rückwärts aher in ihrer ganzen Länge'so fest mit diesem verwachsen, daß man d:e„Trennung, beson- dersan der Spitze der Lungen, nicht ohne ZerretßunZ der Lunge): sexbsk bewerkstelligen konnte. Der obere Lappe dieser Lange war zn semerSubüanz voll von ergoffencr, geronmxnerLympbe, dadurch fax die Luft unwe_sum und hart anzufüvlen, dee untertx Lappen “mit, er- ner theils serd en, theils blutigen Flüssigkeit angefullt- Dre lmke mkßfärbige Lunge war in ihxcm ganzen.Umfange durch auSge- schwitzte Lymphe und zum Thetl schon gebtldeteofalsäxe Membrgnen an die Nippenwand angeheftet, an ihrer Oberfiache 1an einer decken La e- geronnener Lymphe bedeckt, und dxcsc üeuenwene mit vielen B utpunkten versehen. Von den unter emander verwachsencn Lap- vcn war der untere, von Blut und Lymphe angefüllt, fest, der obere von ausgetretener geronnencr Lymphe gan_z durchdrungen, art und für die Respiratkon unwegsam. In der lmken Brusthdblx and man bei drei Unzen blutigen Serums. - Der nach Außen mat Herzbeutel cntbtclt zwei Quentchen
blutigen Serums; das gleichfalls mit Fett besetzte, muskulöse Herz
' War weich, die innere Haut der linken Herzkammer war dunkelrotv
„Lefärbt, und 11e111nwe11e„vvn ßrovendxn Blutgefäßen durchdrungen entzündet), es war-darttx beiläufig eme Unze eronnenen, schwar- zen“, mit einer Lymphschtchte überzogenen B utes enthalten; die rechte Herzkammer und Vorkammcr waren ebenfalls in ihrer inge- ken Fläche dunkelrot!) gefärbt und mit von Blutsroßenven Kaptl- largefäßen versehen (cxrtzündet)„üe enthielten etne_n bei zwe: Un- 1Mschweren, schwarzen, an scmer Oberfläche nut „einer. dicken Lymphschichte überzo enen Blutpfrovf, dessen Arme tn dtc nahe 11Egendcn großen (He äße retchtext, deren Höhlen rößtenthcils da- durch ausgefüat waren. Die mnere Fläche der orta und Luna senschlagader war in der «Nähe deZ Herzens Yuvkclrotb, in ihrem Weitem Verlaufe zinnoberroth ngarvt (entzundet). D1e„21o„rta enthielt überdies an mehrercn «tenen beginnende und wrrkltche Verkndcherun en. Das Netz war ua;!) qun verschoben, und so wie das Gekr sc fettreicl). Alle Unterleibs-Etngeweéye waren nor- mal. Die mit Fett um ebene absteiZeYde Aorta cnthtelt vielBlut- Gerinsel, war an ihrer nnern Over ache stark gerbthet (entzündet) und mit Knochenplatten und knöchernen Erhabenheiten besäet. Die
Schädelhaube', so wie die harte Hirnhaut waren fest mit dem Scha.“
dcldache verwachsen, die Gefäße der weichen Htrnbaut mit Blut überfüllt. Das Gehirn selbst war [chdn geformt, groß, blutrefch, “". seiner Oberfläche mit ungewöhnl cl) zahlreichen Windungen, und mrt_ einer reichlichen Menge grauer Substanz versxhen. Alle in den Settenkammern und in der dritten Gehirnbdble ucgcnden Gehirn- tbeile waren durchgehends höchst regelmäßig und ausgezeichnet schön eformt, und ausnehmend “üark entwickelt. Das kleine Gehirn ent. prach dem großen in jeder Beziehung. - Aus diesem Befunde er-
find, behalten die Unterääxzung lebenSiängléch. Töchter ,
' «z,: heute:" Sonnabend den 14. Mä? um “11 Uhr in der Kö-,
»
511.1 giebt fick), daß Se. Majestät an_e1ner Entzündung der Lungen, des Herzens und der großen Blutgefäße gelttten haben, welche, so heftig und aus edebnt war, daß der Erxahrung zufolge eine Hetlung der- selben n cht erre1cht werden konnte. _ (Unterz.) Frhr. v. Stifst. Edler v. Rajmann :e,“
Wien, 13. März. Se. Majestät der Kaiser haben dem Hofrath und Protokollführer der Staats-Konferenz, von Ger- vay, in Anerkennung der auSgezeéchneten Dienste, welche derselbe Allerhöchstderen Person und dem Staate geleistet, das Ritter- Kcéuz des Stephans-Ordens verliehxn.
Italien.
Turin, 9. März. Die Nachrécht von dem Tode Seiner
_Majestät des Kaisers Fran ist hier am vorigen Sonnabend ein-
gegangen. Der Königl. of hat auf vier Wochen Trauer? an- gelegt, und gestern ist, Wegen dieses Anlasses, die gewöhnlichs Cour bei Ihren Majeßäten angeseßt gewesen.
Rom, 5. März. Der Karneval ist ohne Störung, aber sehr lebhaft und geräuschvosl vorüber gegangen, und der Papst hat seine Zufriedenheit m1t dem Bexragen der Römer der Stadt; Obrigkeit in schmeichelhafcen AuSdrücken zu, erkennen gegeben. Die erschienene Fasten-Vcrordnung ist sehr nachsichtig, da die Regierung, bei der Theurung dcs Oels, dem Volke alle Erleich- 1;an durch Substituirung andrer L1bensmitcel zu verschaffen u 1.
Der durch seine großen Sprachkenntnisse bekannte Mon- stgnore Meßofancé, Bé-bliothekar des Vatikans, ist bei der (3011- 512150210110 (1011'51110100 angcskeüt worden.
So wie im Monat Januar die Deutschen Bildhauer Dan- necker in Stuttgart und Schal1cr in Wisn zu Ehren-Mchliedern der Akademée von St. Lucca ernannt wurden, so ist gegenwär- tig dieselbe Auszeichnung dem Herrn Karl Bernet, Vater von Horace-Vernek, zu Theil geworden.
Das Testament des verstorbenen Kardinals Alöani isi schon seit einiger Zeit das Gespräch des Publikums; es hasen :ich Gegner gefunden, die es angreifen wollten, und unsre Rechts- gelehrten hofften schon auf einen einträglichen Prozeß. Indessen soll man höhern Orts bcschlosscn haben, güe Mittel anzuwenden, um einen gütlichen Vergleich zu Stande zu bringen.
Durch eine Bekanntmachung werden in Zukunft alle Wirths.- häuser hinfichtlick) der Reinlichksit der Zémmcr und Betten un; ter die Aufficht der Polizei gestellt.
C [) i n a.
Die Allgemeéne Zeitung theikt in einem Schreiben aus London nachstehenden Bericht über die Englisch-Chinefischen Streitigkeiten mit: „Je voUstäUdiger nach und nach die Do- kumente Über die Streitigkeiten von Lord Napier mit dem Vice.- König von Canton ankommen, um so mehr erstaunt man über den Grad von sinnloser Znsolenz, mit der der Englische Com- missair sic!) in- dieser Sache betragen hat. Die Chinesen haben dabei alle Vortheile auf ihrer Seite behalten; ihre diplomatischen Noten find mit eben so vieler Logik abgefaßc, a1s die von Lord Napier micMangelan Vecnunftund Btlligkeic. Während die Engli- schen Fregatten'die Forts an derBocca Tigris beschoffen, beschüxzt'en die Chinesen das Eigenthum der Kaufleure in Canton, und haben kei- nen Versuch gemacht, diese auf irgend eine Art für den Friedensbruch oder den verübten Schaden verantwortlich zu machen; sie haben s1ch daher civilifirter bewiesen, als die meisten Europäischen Staa- ten in ähnlichen FälLen. Man vergleiche damit das Betragen der Franzosen gegen die Englischen Individuen, die ßch beim Friedensbrucv in FrankreicZ) befanden, oder mit dem gegen die neutralen Schiffe, oder mit dem Bombardement von Kopenhagen durch Nelson. Die Sache: hat geendigt, wie sie sollte, Lord Napéer ab nach und starb aus Aerger, und sein Tod hat ohne allen weifel große Unglücksfälle verhindert, obglexch sehr zweifelhaft ist, daß er hätte seine Fregatten bis an die Mauern von Canton bringen können, wie er gedroHt hatte. Denn obgleich die Chine- fische Artillerieschr mitxelmäßtg ist, so waren doch ihre Verthei- digungs-Mittel nicht verächtlich; sie hatten Zunken versenkt, und Pfähle in den Fluß gerammt, um ihn für tiefgehende Schiffe unfahrbar zu machen. Dic allgemeine Stimme in Canton und hier is? so sehr gegen dissks gcwaltthätige Verfahren, daß an eine Fortsetzung der Feindseligkeiten nicht zu denken ist, da diese nur zu einem gänzlichen Verlust des Chinesischen Handels füh- ren könnte, der von so großsr Wichtigkeit für England und Indien ist. Die Compagnie triumphirc natürlich über den schlechten Erfolg des "freien Handels, obgleich fie im Grunde die Veranlassung dazu ist, indem die falschen Ideen, die man fich in London von der Macht und Politik von China macht, und“ wcl“che zu den gewaltthätigcn Jnstructéoncn führten, die Lord Palmerston dem neuen Superintendenten micgab, von den ewigen Declamationen der Mitglieder der ehemaligen Fak.- torei der Compagnü in Canton herkamen. Da die Stellen, welche die Compagnie in dcr Fakeorei zu vergeben hatte, die besten waren, welche zu ihrer DiSposicion standen, und besonders da das Avancement dabei bloß nach der Anciennetät ging, so ernannten immer die Präfidentcn des Direktoriums und die
einflußreichsten seiner Mitglieder ihre Söhne, Neffen und-
Freunde xu diesen Stellen, junge Leute, welche in der gewissen Erwartung einer großen Carréerc aufgewachsen waren, und stet) in China als Kaufleute behandelt sahen, womit sich ihre are"; stokracéschen Ideen und das Gefühl ihres Reichthumes und Einfiusses schlecht vertragen, Daher die beständigen Versuche von ihrer Seite, eine größere Handels-Freiheit von China mit Gewa1t zu erzwingen, und die Declamationen über die Schwächc und Feigheit des Gouvernements. Die Compagnie selbsk hat sich diesen kriegerischen Plänen ihrer Faktorei immer widersetzt, .und gewußt, die Ruhe zu erhalten oder wieder herzustellen. wenn se durch die Arroganz ihrer Beamten gestört worden w.:r. Allein in der Hand von Lord Palmerston, der weder déc Erfah- rung noch *die Mäßigung der Compagnie besaß, haben diese oft und mit Bitterkeit wiederholten Theoriecn ehre Früchte ZELkagcn. Die Sache liegt zwar für den Augenblick nieder, aber die Eifer,- suchr der Chinesen und ihre Anhäng11chkeit an die alten Formen, welche ihnen diesmal den Sieg verschafft haben, müssen natür- lich dadurch noch zunehmen, und se haben all ulcéchte Mittel an der Hand, fich durch Erhöhung der Zöüe au anKche Baum- woüe und größere Strenge gegen die Contrebande von Opium zu rächen.“
Literarische Nachrichten.
Jtalren wie es wirklich ist. Bericht über eine 1111-31"; würdige Reise in den Hesperéschen Gefilden, als War- nungsstémme für Alle, “welcbe“ steh dahin sehnen, von. Gustav Nicolai, Königl. Preuß. Divisions-Auditevr. Zweite Auflage, mit dem Bildnisse des Verfassers. Leipzig , i1835, in der Wigandschen Verlags-Expedinon. 2 Bde. n 8. *
Was in der Nr. 210 der Staats-Zeitung vom vorigen Fabre- gleich_ bei dem ersten Erscheinen dieser Schrtst, prophezetet wprdem daß ste großes Aufsehen erregen und 7,1: emerelebhaftcn PoletntkAn- laß geben würde, ist in vollem Maße m Erfgüuxrg gegangen. ,Das Buch hat die bitterüen Krücken im Ixt- tyre- m'; Auslande erxab- ren; man hat' den Verfasser der Parxejltchkett bezuehtigt, ck03, emen Manqel an Kunüstnn vorgeworfetz, thn als unempsänglich sur Na,- tux-Schönhciten verschrieen. Bet dem Allem muß das Buch wohl semc Leser gefunden haben, da es 1"th 111 einer zweiten weseytlici) veränderten und verbesserten Auflage erschemt, welcher der Versaffxr, als eine nicht unintereffante Zugabe, alle für_ und wider ihn erschre- nenen Recenffonen angehängt, und die er_mtt Rand losen beglxttet bak- InsOfekn „es Herrn (H. Nicolai bet der Yes )retbung seener Reise hauptsächltch darum zu thun war, Jrrthumer und Vorur- theile zu bekämpfen, verdient sein Streben volle Anerkennung, und- auch wir snd Weit entfernt, ihm dieselbe vorzuentbasten, wenn gleich wir nebenbei eine kletne Rüge nici)! untexdrüxi'en können. Es will uns nämlich scheinen, daß der Verfasser zuwetlen da_s Un- schöne geßiffentlécl) suche, anstatt “darüber hinwegz'ubltcken, und diese Absécht mag seinem Buche. gerjade dxe mexücn Geg- ner zugezogen haben. Wir werden btervet unwtlikürlrch an fol- gende Anekdote'erénnert. Als_man ein*|_ de:.ZFrau vor) Boufflers erzählte, daß die Brüder Ludwrkz's 31171. (:ck em Bergnugen daraus machten, die Fehler. Fréedrkch'sl . aufzuzählen, erweckxerte sxe: “MW sollte diesen Herren begrctflici) machen, daß Freedrtch xtrcht des- wegen, sondern desscnungeachtet ein großer Mann 10.“ Eben so könnte man vielleicht von Italien behaupten, daß es“ trotz semer entschtedenen Mängel noch immer ein schönes Land sey, wärx es auch bloß deshalb, w_cil es, als klasfischer Boden, so berrl-cche Ermnerun- gen weckt. Ww nehmen unbedingt Anes als wahr an, was dei? Verfasser uns von den dürren Feldern Italiens, von der schlechten Kost, dcm Ergennuyx und der 11nreinlichkeit seiner Bewohnex sagt; wenn er aber hinzufugt, daß duese Unannehmlichkeiten ,thn 111x015 Schöne und Merkwürdige, das “.',-seinem ctgenen Geftäydniffe' jm“ .), dort gesehen, _nicht habe emschädtgen können, so 111 dtes eine ree'n subjektive Ansicht, und mancher Andere könnte dagx ext der Mee- nung seyn, daß seinem Gefühle nach das Schöne re: l_tcth Erms. für die gerügten Mängel gewähre. Doch Referent w111 uber dte- sen Punkt mit dem Verfasser nicht rechten, um so Weniger, als das gepriesene Italien für „ihn noch ein unbekanntes Land-iß, und er mithin'außer Stande :|, Vergleiche anzustellen. Des Verfaffch Haupt-Abficht_war, gegen den blinden vcrgdtternden Enthusiasmus, dcr allerdinng Bezug auf Italien eine hohe Stufe_cr1*etcht hgt, zu Felde zu zcehen. Abgdtterei aber ist überall und „en jedex HZ:;- schr verdammungswürdig , und so smd wir denn dxm Verfezner tur sein Buch, dem,es schon deShalb, we11 es mit Getst und etner'an- ziehendo-n chendtgkeit geschrieben ist, me an Lese-r_n fehlen wird, um so mehr unseren Dank schu1dig, als sch leider mcht én„Abrede 11:1- len läßt, daß gerade der Deutsche vieUeicht mehr als trgcnd Etch in weiter Ferne das Sane zu suchen vftegt, was ihm oft unendlt-ct) fchöner in der heimatltchen Flur erblüht. “*.
WTeteorologische Beobachtung.
1835. | Morgens | Nachmitt. ' Abends Nack) einmaliger 18.März. 6 Uhr, 2 uhr. 10 uhr. Beobachtung. _
Luftdrxck. . 335,5 2'"Par.1330, 7 6““Par. 337, 9 s'"Par"_)uellwänne 7,9 o R- Luftw rmc +12 “R+ 2,9“R.+150N,
Thaupunkk + ();-.. o R + 0/3 oR- __ ();!» „R. zlußwärme F,. “R. Dunstsättg. 94 pCt. 80 „pCt. 83 .pCt. Bodemvärmc-Z,0 "Ik Wetter....1 nebitg. trube. trube. MDMA, 0,0" “Mh. ied1rsch1aa 0.
Wind ..... OSO. SO. NO. Wolkenzug - SO. ' " Tagesjnittel: 333,12“... 1,90 R... 0,00 N... 80 pCt.
_.- *
Zer1in.61' Zöl'JL. [)en 19. 111111“: 1834. 1111111]. [7011118- 1Wl1kÜ8üs001.1k8-281181. (Ny'sn/“s. KMM.) _:„Yksßx'é-z/ÄF'LFÉJ *
814-801111111-8011, 100-Z 1009, (,)-51131". 9111111101“. 1'1'. „V)nzxi. ()111. 30. 98; 98;- komm. (10. 100-Z 1'1m.§011.(1.§9.811. 65,“ 65 1(111'-11.F811n1.c10. 106,1 [(111'111;01)1.111.1.(). 1001' 99x 8611188180118 (10. » Fe111n.1ut.8613.(10. 10de WL ökst.0.11.2.-§1:11.' 11811. Zt.“:ät-0b1, 100-', 100.1 (1. 1(.- 11. J". _.- __ ](önigsb. (10. 99 ..
13111111Z. (10. »-- 911€ ])1111'5. (10. in ']"11. - 38; s'extpr. 1'1111111111'. 10]? 101F- 17110111'1011811'01' . . 13172 1311, (111013511. ['m-1. (10. 102,7, 102,1 ].)1156011t0 ..... 3 | 4 “ “_.-„WM
Dszobsal-Cours. WI. “7727: | “ckck. ] Kur): _- 1141;
21.7111. * 141;
10117, 152; ...- 2 1111. 152; „„ 3 1111. 6 2.17,- »- 2 1111, 817", „„ .2 1111. 101;
2 111. _ 2 411. - Z «170 ]03' -- 2 1111?7 1031 «» 3 1130011. _ 311,“ Kurz -- »
., 211.- [Es . ** ..:- 111'2; , --
_„.
106; 701
()*-0111 .“11 1118100
1-1-
„ «- 210 [213 30119, 01111. _. 18*
I ..-
;a-p-j 44.17.17;- 11-3:-
«* 4111810111141" ............ (1110
1111111111111;
[1110 110116011 1,0115 --------------- 1711-11 111 20 F1“. 11113511111§ ............. 1519511111 .............. 100 “1111. 1101112111, 1001111. kmnkkurt .'!- 111. 11,2. ...... ]59 171. [)(-101811117?) ............ 100 11111. 1171118011011 601) B'].
2511 191. “.'-50 171. 300 11111. 300 11111. 1 1,81. 301) 171". 150 171. -- 150 D']. 10331 99;
Auswärtige Zörauu.
0111812101111], 14. 1111112. Riekäor]. 111711111. 861111111 56. 5,4; 110. 101F. QUIZ. 881111111 11?„_ [(Um-11111. 254. . UU? 3111011. 93;. ZZZ 80. 121108. 90. 0651811, 901, 13181183. kränn-Jciwiuo 11,5. (10 43 11111. -*-. 801111. 511 48,1. 3-9- 28. ' 0 .Cntvysrpso, 13. 1111112. 591111. 53 484. 33 27; 211181. 16;. Corto§ 48. 110. Coup, 23-11, 113111181. 27.1. 881,3“. 1001. Uamburx, 17. 1111112. Luxxk “1188- 105? 11006 in Cort. 99.“ [LZD ]'0111. 141,1. 0511]- 744. l'art. 89. - Wien, 14. 1111112. . QF 957,77 Zauk-Qotivu 13384.
kreuz». 1'räm.-§cbsiuo
51“; "Lk- 10121- 56110 M11. 592.
, Königliche Schaus_pie1c. _Frettag, 20. März. Im Opernhauses 'Das Schloß Candra, heronch-romanuscho Oper m 3 Abth., mit Ballet. Mußk von I. Wolfram.