1835 / 80 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

abgele nt; er ist endlich heute Vormitta um 11 Uhr nach Lon- don a gereist. Der Graf von Sainte; uiaire wird erst “aber- morgen nach Wien zurückehren.

Das Journal de Paris,

das während der ganzen Dauer der ministeriellen Kriss ein vorsichtiges Stillschweigen veoh- achtet hatte, läßt sich heute folgendermaßen vernehmen: „Die opponirende Presse zeigt sich heute Morgen die Lösung der ministerielien Kriss. „„ nigen Tagen etwas an Bitterkeit verloren hatte, hat 1th wu- Heftigkeit angenommen; man mußte dar- Die Opposition ließ sich- gern gefallen, der die Interessen des Landes so ernstlich gefährdete. wieder in den regelmäßigen Weg ärger wieder auf ihre Energie und Wachsamkeit rechnen können, ist auch nichts natürlicher ais der Zorn der Parteien, die sich nur in der Verwirrung und in der Aber nicht allein gegen das wm derhergeftelite Kabinet ist die Wut!) der Oppositions-Presse ge- die Majorität der Kammer muß dieselbe auch, em- iveél sie es wagt, sich bei einem ihrer.Mitglie- um dem Ministerium bei sem_er Zu- weil fie es wagt, die Her- Humann im Interesse des Landes aufzufordern, Andere Blätter, dem Anscheine nach, we- suchen ihren Verdruß mehr im Zaume zu hal- Majoritär der Deputir-

sehr ungehalt'en über Ihre Sprache, die seit ei- der ganz ihre frühere _ auf gefaßt seyn. einen Zustand Aber „sobald die Regierun einlenkt, sobald die guten

Unordnung wohl befinden.

de;: zu versammeln, sammenskeüung behülflich zu seyn; ren Thiers ,und Ministcc zii bleiben. niger feindselig, Sie machen Anspruch darauf, die _ ten-Kammer zu repräsentiren, obgleich sie so oft vom Gegentjheil Eine Mawrirät, welche ein Ministerium billigt, dessen Umskurz jene „Blätter beständig predi en, kann und darf daher nicht die wahre Majorität seyn, nur, wie sie die bei Herrn Fulchirdn stattgehabte Versammlung behandeln. Wen wird man aber überzeugen, daß Männer, wie die Herren Zacqueminox, Odier, Marmier, Delessert, Lemet'cter, Lariboissiére und Joseph Périer gegen den 'Wunsch und Willen einer Majorität gehandelt haben, hohem Grade

belehi't worden sind.

5 an sehe auch

deren Vertrauen besitzen und verdienen? _ nicht ein, daß jene ehrenwerthen Bürger unter sich epräge der Majorität der Deputirten-Kam-

das etreue e G g | Man erünne

mer bilden, das man sich nur wünschen kann? _ . , daher, was, man wolle, um einem Akt der Majorieät eme Wich- die man fich doch nicht verhehlen kann;

ti keit u bestreiten g * * , wenn auch der

wenn auch Alles , _ , Schritt der genannten ehrenwerthen Deputirten nur eme_n Charakter hätte, daran würde uns wenig Deputation vertritt in unseren Augen „so ganz an dessen Zustimmung den Herden Hu- mann und Thiers gelegen seyn muß, daß wir sie für em; hir)- reichcnde Bürgschafc halten, und so lange halten werden, bis wir Beweise vom Gegentheile haben.“ ,

Ueber die Zahl der am 11. März Abends chiron versammelt gewesenen diesem Vereine vorgegangen , Dcr Temps sagt in seinem Büüetin: heißt jißt nicht mehr das d Wirklich ist in einer Versammlung

was man sagt,

ganz persönlichen liegen. Eine solche dcn Theil der Kammer,

bei Herrn Ful- Deputirten und über Alles, was in

lauten die Angaben schr verschie- „Das Ministerium octrinaire, sondern das Ministerium bei diesem De; elt worden; 120 bis 140716- aber 50 darunter, oder wie in den Kopf, die Majoritäc Getrennt von ihren Kollegen, die den vorge- r verfaffungswidrig hielten, bezeichneten sie welche sich zu Herrn Thiers perngten, um Kammer anzubieten, wenn er sich mit d sein Portefeuille behalten wolle; enseitige Vertrauen sey so groß gewesen, daß ge der Majoritäc verlangt habe; nsch geäußert, Herr Thiers ck nicht mehr zu überwer- rität der Kammer, die sich Kammer außerhalb derselben con- Minoritäc in dieser 'beratbenden Frac_tion der die eine Maßregel von hoher Wichtigkeit pokert, und aus dem Allen ist ein Ministerium hervorgegangen.

Deputirten hatten sich gestern Abend bei dem General Jacqueminoe- versammelt, _um ihr Verfahren bei te angekündigten Interpellationen zu ver-abredeii._

rscyeinen sämmtlicher Minister in der Abend-Geien- Präsidenten der Deputirten-Kammer [iat zu dem err Dupin sich nur unter die- inisterium seinen Bei-

Fuichiron._ . . putircen die Komödie zii Ende gespi, geordnete hatten fich eingefunden; Andere wollen , nur 15, seßten sich zu repräsentiren: ickilagenen Schritt ' die sieben Mitglieder, ihm die Mitwirkung der Herrn Guizot ver Man sagt, das geg . . Herr Thiers eine jchrifcliche Zusa die Deputation habe dagegen den Wu und Herr Guizot möchten schwören, Da haben wir also eine als Stellvertreterin

tragen un

' der ganzen

Kammer ,

'cit a haft?“ m , Yießmiuisteriellen

den auf heu

a'; bei dem ck ' Anlaß gegeben, daß H x ung bereit erklärt habe, dxm 91; Der Temps weist eine soiche Behauptung

Subscription zu Gunsten der Wittwe Herrn Mangin beläuft sich bereits auf e bemerkt man Madame ia Dax- inen Anonymus ebenfalls mit 1000 Fr. Paer hatte unlängst den Einfaii, tro zu besexzen. An dem Tage, Paris gewöhnlich ausgehängt einem Loiterie-Bureau vorbei, sieht ,und da er die seinigen dar-uncer sein Loos. Durch irgend ein Hinder- ndeß die néugczoqenen Nummern ndch nicht ausge- sen, und Herr Paer hatxe bloß die alten gesehen. rsiaunen, als er am andern Tage-er- ewonnen habe; sein Gewann Er wendet sich sogleich an den Lot- und meldet sein Loos, als verloren an. _ stimmungen würde ihm, nach Veriauf eines Monaten, fein Gewinn ausbezahlt aöer durch ein neuerlich erlassenes Cirkular des _daß nur gegen die wirk-

Herr Paer,

ser Beding stand zu leihen. mie Unwillen zurück

Die hier er und der 11 Kinder des . Auf einer_L»isx phine mit 1000 Fr., und e . Der berühmte Komponist , drei Nummern in dem Lyoner Lo wo die gezogenen N werden, geht Herr Pack vor die ausgehängtm Nummer so zerreißt er

ummern in

nicht findet, „Zß waren

roß war nun sein E ".*? er Wirklich eine Terne g fich anf 11, tcrie - Einnehmexch den früheren Ide Präciusw - Ter worden seyn; _ Finan :Minifters ; liche , o_r tigung der der den. inanx-Mimsi Befugt hielt., [) „Das Tribunal ,hat [1 Gael): „erbiärt, indem -Verwaimng:und den ungzustehe, *

;Moniinur “enthält folgende, Am 11. März haben die Kariisken auf Eiisondo gemacht. Eindruck; der Nacht. ann in Oyarzun an ;. er soll in Nei: er werde auch Elijondo mischen.

„Grcixpritaniéy Und Jriaiid. s-Verhandlung,en. Unterhaus.

(Nachtrag.) Der G _e n e r al-P r o- 5 “ein , die eine zur Verbesserung ,der

:xx-z'z» ,- :x,

| *seskgeseßt worden, Loose Zahlung erfolgen solle. er zu einer solchen Verordnung» nicht für Lotierie- Verwalcu ssen * gestern .. bei :;Streitig

?- „?ck _“ „ZKM * Rpwx-x'c;

„u -x*«„,

gerichtlich „belangt. inkompetent in der * keiten zwischen »der Lotterie- Spielern der ,'oberen Behörde gesetzlich die

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Nachrichten. aus Spa; . einen neuen frucht- hatten 4 Kanonen. Am 10cm

C'n (()-id ckBei"

losen AUT K Der Angrl kam Janke varra vorr

ff, dauerte bis uy mit 2500 cken; man glaubte,

Parlament 9 vom ,' 12. ' brachtezwei

„kurator

- 3221 geistlichen Rechtspflege, die andere zur Verbesserung der, Diszi- plin unter der Geistlichkeit. * Die_er|e,„ welche er als die wich- tigste bezeichnete, bezweckt, alle die jetzigen geistlichen Gericixte, die , ungefähr 3-400 an der Zahl, ubxr das Lind vedbreitec sind , in einen einzigen aligemeinen GLUMHHOF zu vereinigen, Und auf diese Weise die RechtSpßege in geistlichen Angelegen- heiten zu konzentriren und übereinstimmend zu machen. Das *geistliche Appellations-Gericht soli abgeschafft und dessen Bing- nisse auf den Ge eimen Rath übertragen, dym neuen Gedichts- hof soli größere acht, als den bisherigen Trtbunaleti, vexlexhen, andererseits aber soll Manches, was bis jeßt vordie geistlichen Gerichtshdfe gehörte, inskünftige vor die gewöhniuhen Gerichte gebracht werden. Alle testamentarische und eheliche Angelegen- heiten, so wie Psiichtvernachiässigungeq und Glaubetxsiacvexi der Geißlichkeit, soil dem geistlichen erichtshof zur Cntsckxidung Vérbleiben, dagegen sollen die Streittgkeiteü m Zehntey-Sachey, Verleumdungen gegen die-Geiiilichen, geivaltsatndr Einbriici) in Kirchen und Kirchöfe und andere gegen die Kirche gcrcctztetx Verbrechcn den gewöhnlichen Gericbishöfen anheimfallen. Siren tige Fälle sollen auch vor dem geißiichewariMshofe durch Ge- schworene entschieden Werden. Die Enticheidung über alie_ Vey- gehen, aus'qenommen die Fälle, wo Ehehruchkund Unkeuici)i)dit zu einer Ehescheidung (Grund „ziehen, ioU _kunfteg dexn Cadil- Gerichten zustehen. Der getirliche Gxxtchtshof i_oil eiiie Kznqujche Behörde sevn, während die geceilichen Gedichte bis- her Pinter den Erzbischöfen standen, _und die Richter 10U2n eben so, wie an allen anderen Gerichtshöscm von der Regierung er- nannt Werden. Am Schluß seines Vorkragxs bemerkte dekr General- Prokurator noch, daß die ngn-ogel “zwai: et- gentlici) nicht von ihm ausgehe, sondern dai; er nur M heiner atntiichen Eigenschaft beauftragt worden sey, sie dem Hause vor- zulegen, daß man ihn aber stets bereit finden werde, ],ede prak- tisch? Reform zu unterstüizcn, fie möchte nun von dreier oder von jener Seite des Hauses herrühren. (Hört, hört!) ])1'. Lushington gratulii'ie dem Hause und _dem Gencrgl-Pro- kuraior zu der so zeitigen Einbringuyg „einei'k so IVÜUTZOU Maßregel, wünschte aber, daß_die „ganzlrciid Libsciwnungwkr geistlichen Sinckuren, welche die Kixcheiixxidininissariew ]cldxk einstimmig ancmpfohien hätten, wo MOT in die obige_Bili „cm- geschlossen, so doch zur Grundlage emex andern gleichxcittgcn Maßregel' gemacht Werden möchte. Die mit diesen Stellen, “Welche die Bischöfe und Erzbiichdfc des Landis zii veijgeben hät- ten, verbundenen Einkünfte berechnete er auf die ]cihrli05e Stimme von 60,000 Pfd., und bemerkt?, daß es den anderS-piße der Kiraz'e ste- hendenPrälaten aüeEHremaäye, sich “io bereixrmlltg gezeigt ziF/haben, auf dieses Patronat Verzicht zu leistet). . „Ich hielt. es , ful,»- der Redner fort, „als 217181,“ der Königlichen Konimissarien, fur meine Pfiiél)t, dem Erzbischof von Canterbury die Vkoi'siellung zu machen, daß er auf die jäHi'lici)e Summewon 10,000 Pfd., welche gcoßeniheils in Simkuren desteht, die er zu vergeben hat, wovon die eine sehr groß ist, die aridei'en 7 oder 8 sich auf 5-1500 Pfd. jährlich belaufen, und die von seinen Vdrgän- gern veibchalten wurden, indem iie_die exwanigew Geichäfte durch andere versehen ließen, den grkiyten Theil _der Cinolumcnte aber selbst bezogen, -- daß er, saga: :ck, auf diese Sumnid Ver- zicht leisten möge, und schon nach chlauf von 10 5))cxn-i„ir,en antwortete mir Se. Gnaden, cr halte es für recht iind billig, diesen Vorschlag zu genehmigen, und _er werde mehr einen Augenblick anstehen, dies ggyze Patronat in_die Hände der Kom- missaricn niederzulegen. (Hört, hört!) _Cbcn io erkäcten |ck alle andere Prälaten, die zu der Komnnifion gehören, bereit, ihren Patronats-Autheil aufzugeben.“ Sic Z. Campbell er- klärte ebenfalis, daß die eingebrachten Bills den ehrwürdigen Prälaten, die damit einverstgnden jeyen, zu großer Ehre ge_rcich- ten, da sie sci) dadurch großer Vorre_chte begäben; er vcridraci) dem Lande den größten Nußen von dieseri Maßregeln, Weil da- durch einer lange Zeit von der (Geistlichkxic bahauyteten Uiurpaz tion ein Ende gemacht und die gerichtlichen Gebühren gew.!ß sehr vermindert werden wurden. Nur eiiie große; Veränderung wünschte der Redner (der unter, dem vorigen Ministerium Ge- neral-Prokurator war) noch eingeführt zu, sehen, nätylich daß ein Gerichtshof mit der De_fugniß bekleidet werde, (Then zu scheiden, eine Befugniß, die 1th allein dem Parlament

zustehe, ])1'. Richoll hielt den Geheimen-Rath für.

die angemeffenske richteriiche Behörde für die Es)“. x Schii- dungen, denn das Land würde schwxrlich dqmzc zufrie- den seyn, daß eine so wichtige Angelegeiiheir, wre die Auflösung einer Ehe sey, von einem einzigen'RiclUYer entschieden werdeii sollte. Herr Pryme fand auch die Wege Art der: Cheschey dungs-Prozesse höchst unangemessen, weil es _sshr koskiviclig 10), eine solche Sache vor das Parlament zu brmgin und folglich wohl der Reiche, aber nicht der Arme eme Scheidung erlangeii könne. Nachdem darauf auch noch Herr C, Fergussoti _die Geistlichen, wciche zu der kürzlich, extiaiinten .Kii'cher1-;Komm1snon gehören, wegen ihrer Uneigenmißtgkeit belobt hatte, erhob fich Sir R. Peel und wgre: , _,

„Dics iii die erüe praktische Ertullung dcr Versprechungen, welche die Miniüer in dcr Tl)an :Rcde gegeben h'aben, nämlich, daß sie wesentliche nnd wohlnberlxgte Reformen im Kirchenrecht einführen und allen gegründeten Bcjch1verdcn (i_bbclfen ontqn, nnd vielleicht galten dicse Bias dem ehrenwert'hen Mitgiicdc fax Middlesex als eine Vorbedeutung, daß nun eine Reihe wichtiger Reform:?Naß- reciein beginncn werde, und führten zu der Einsicht, daß e_s, nicht ndthig sei)- der Regierung mit einer Bcschränkuyg der Subsidietz zu drohen. Auel) gereicht es den chrenwerihen Mitgitedern gegenuber zur Ehre, daß sie, ungeachtcx der gänzlccixer] Abneigung, welche sie geqrn dic jryizen Miniüer zeigen, doci) dt§1e_n Maßregelti, ihre Un- tcéstüizüng angedeihen (affen. Ich Will dieie Gelegc-Zhetr zugleich ergreifen, um zu crkiäxen, daß, troy alies dcffcn, wa? b:_n und wieder inBezug aufdenCharaktcrunddasBenehmcndcrihrwurdtgenPrälaten gesagt worden, dieselben dock) sets gleiche Zierxitwimgxeit zn erken- nen gegeben haben, jede beson'nene und grundltcbc Rexorm-Maßre- gel z“u“untersiützcn. Was die besondere Mqßregel„bctrifft,_welche dem Hause jetzt vorliegt, so gchcich, mdem ici) derieibcn meme Zu- siimmun ertheile, weiter, als die, we'lci)e_ sici) Reeformer ticnnetx, denn ein ge von diesen ehrenwertlxen Mitgliedernwmischtetz dre Bei- behaltun lokaler geistlicher Gerichtshbfe, ich war aber iiberzeugt, daß in dJesem Refoi'nizivcige_ nichts _Durchgi_*ctfsn„dcs“zu erreichen sei), wenn man nicht einen Königl. Gerichtshof errichte, dci) eme abge- sonderee “und höhere Gcrichtöbgrkeit hätte, als _ die Ortsge- richte. (Beifall.) Fei) ünune-m der That daruber, “daß ich ' mich -als einen größeren Reformer ?kfttldk- als LEM 'von denen, die ffch diesen Namentanmaßen. (Gelächter.)_ „;ck kum- mcrc mich nicht um die Provmziql-Advokaten, obgleich ici) Weiß, daß sie eine zahlreiche und mächtige Körperschaft sind; ich ubersehe ihr vermeintliches Interesse und ikke wabriciwmlicixc Feindseligkeit ganz und gar, und wünsche nur, das allgemeine Bend zu befördern. Mit dem, was in Bezug auf das Zeugenverhbr vor diesem Hause in Ehescheidungs-Sachen gesagt worden ist, stimme ich insofern ganz überein, als dadurch oft sehr ärgerliche und anstößige Auftritte ver- anlaßt werden, aber zugleich fürchte ich doch- daß großer Mißbrauch daraus entstehen würde, wenn man die Befugntß, Ehen zu-sche.iden, Lokal-Gerichten übertra en wollte, denn »die Scheidungxn wurden dann sehr leicht zu erangen seyn. (Hört, hört!) „setzt dage-

haltung-der Subsidien ist eine ür da_s Publikum verbundene im ganzen Königreich mehr oder (Hört !) Wenn diese Maßregel die g'rößte Besorgniß entstehen, und viele achtbare Personen

gen ßehen solche Fälle mehr unter der Kontrolle des Publikums und unter dem Einßuß der öffentlichen Meinung. Die Leichtigkeit, mit der man in Schottland geschieden werden kann, scheint mir eben nicht lobenswerth,„ und es wäre für Englands Mpralität keinesxye. ges vortbeilhaft, diesen Gebrauch von den Schottischen Gesetz

Gefahr f ' el , die wahrscheinlich Allarm erregen w s, so würde in der City [würde in Stocken gerath_en, ößte Verlegenheit verseßc werden. daß man zu einem so ernsthaften Halss- Gäbe es keinen anderen sung des jeßigen Ministeriums herbeizuführen- Annahme dieser Maßregel empfehlen, aber is bei welchen wieder eine Majorität gegen die Ich brauche nur die hohen die Civilliste, die Reduction der glich auf 15-20,000 Mann reduzirt wer- Zustand Irlands , die Kirchen-Angelegen- bei-welcben al-

entlehnen. Was die geistlichen Sinekuren anbetrifft, so glauv daß nächstens eine Btu zur Abschaffung de„rsclben,„ 1_edoch mit r » Entschädigung derjenigen, welcbe dieselben 1th genießen, eingebracht d werdcn wtrd, imd sie soll von mir gewiß aufs herzlichsie untersjüyt werden.“ (Bcifcili)

Herr Hrime protestirte dagegen," daß der Kanzler der Schajzkammer sich einen Ruhm anmaße, der allein dem vorigen Ministerium gebühre. „Der sehr ehrenwerthe Baronet“, sagt, er, „kriecht in das Rest der vorigen Verwaltung , brütet dj, Eier aus, die seine Vorgänger gelegt haben, und rühmcs nun dieses Prozesses. (Großes Gelächter und hört!) Ich glaub: meinerseits,-daß er diese Maßregeln nur deshalb befördert hat, Weil er ihren Fortgana nicht hindern konnte. vorigen Minister am Ruder gelassen, so würden die so eben ein- gebrachten Maßregeln ihr erstes Werk gewesen seyn bei der Wieder, eröffnung des Parlaments. Die Bills waren fertig, die jeßigen Mini- ' sterjfanden fie in ihren Bureaus vor. (Hört, hört!) Dcr schr 'h- renwerthe Baronec hat sich also gar nicht damit groß zu ihm„ Er hat gesagt, die Verwaltung des Herzogs von habe die Kirchen-Kommisfion ernannt. dankt das Land mir diese Kommisfion. (Beifall und Gelächtnz Durch den heftigen Widerstand, den ich der Bill leistete, Wodmc» dem Sohn des vorigen Sprechers eine Sinekure verliehen Wer- den sollte, eine Bil], worüber." ich, mit Stolz kann ich es sagen, » das Haus sieben Mal zur Abstimmung gebracht habe, gelang ' es mir endlich, den Minisiern das Vcrsprecijen abzuringen, daß fir die Untersuchung anskcllcn wolicen, zu deren Ausführung jest eine Kommisßon ernannt worden ist.“ (Hört, hört, und Ge- Sir R.. P cel erwiederte, er habe der vorigen

nur als Thatsache habe er angeführt," daß die Kommisiion Unter der Verwaltung des Her- zogs von Weilingcon ernannt Worden, Übrigens aber den gelehr- ien Herren, welche. ikire Zeit auf die Entwerfung des desfallsigen Bekichts verwandt hätten, alle Gerechtigkeit widerfahéen» [assai (Hört!) „Der ehi'snwerche Herr“, fuhr der Minister sort, „i)at cine wunderbar wikzige Bemerkung vom Ausbrüten der Eier gemacht; freilich, er hatte kürzlich Gelegenheit, selbst die Mühen und Anstri'ngungen und den zweifelhaften Erfolq dieses Prozesses zu erprobcn. (Gelächter.) Der ehrenwerthe Herr hat ein Ei gelegt, welckics er nicht ausbrüten konnte; eben 10 wenig» vermochte UZ Jemand zu finden, der es für ihn auszubrütm (Großes Gelächter.) „Was soll nun auf dem furchtbaren Ei werden? Es wurde, nach gehörigen Wehen, vor einer Woche gelegt, es war damals sehr zweifelhaft, ob es von dem ehrenwerthen Herrn selbst oder von einer anderen ihm befreun- deten Henne ausgebrütet werden sollte (anhaltendes Gelächter), aber nad“) all diessm Brut-Leiden ergab es sich am Ende, daß weder das ehrenwerthc Mitglied für Middlesex, noch irgend ein anderes Bipid, befiedert odcr unbesiedeit, das Ei zur Reise brin- (Großes Gelächter.) Zei) entschuldigte den ehren- Mrthcn Herrn deshaib, daß er sein Nest verließ, weil er ver- daß es der Verwaltung mit ihren Refor Pkaßregcln doch Ernst sey, aber er, anstatt mir diese Höflichkei zu erwiedern und mich zu unterstülzen, klagt mich an, daßich de vorigen Ministerium im! Nest gekrochen sey.“ Herr O'Connel konnte nicht unterlassen, auch noch sein Theil zu dieser beiusi genden Unterhaltung beizutragen, und empfahl dem Premie- Minister, seine Küchlein nicht eher zu zählen, als bis fie ausge- krochen und großgezogen scyen, denn die Henne des ehrinwer- then Mitgliedes“ fiir: Middlesex könnte fiel) am Ende als ein tiickxtx'gci' Streic-Habn bewähren; man möge erst krähen, wenn man den Sieg Zervonnen habe. rator eingebrachten Bills wurden sodann zum erstenmal verle- sen, und das Haus vertagie sich kurz nach 12 Uhr.

London, 13. März.

en in die gr

"" NothwZuflucht nehmen müßte.

wurde ich die b viele Fragen, dargethan we er Staats-Beamten, eiche sehr ferner den * ele andere Gegenstände zu nennen, gewiß in der Minorität bleiben werden. nfichc über diesen Punkt darlegen ich gerade sagen will, wie ich ikimmen Werde. Versammlung noch auf die kürzlich erfolgte die „Westminffer-Asso-

rden kann.

Hätte man dz, Minister gan ubce-“mekn?

eines konservativen Klubs, . genannt, aufmerksam machen, in welchem Lord Eliioc , und alle aufrichtige Reform-Freunde ximal)- Hut zu seyn und gemeinschaftlick) dem Einfluß heiten.“ Six S. Whailey stimmte en Evans vollkommen überein; Majoritäc von 10 Stimme!: bx: Wahl erlangt, aber ici) verzweifle daran, daß mir Zahl bei einer so wichtigen Frage, er Subfidien ist, aufbringen möchten. . daß das Resultat nur ein Triumph für die Wenn ich eine Aussicht auf Er- dafür stimmen, aber ich würde es für n, einen Versuch zu machen, erwogen zu haben.“ dicn-Frage liest man Folgendes in der welche in dieser Beziehung vor- Lord Stanley gehalten wurde, hat große Aufmerk- Dcm Gerücht zufolge, bestand die Versammlung Mitgliedern des Unterhauses, welche einstimmig nigstens die Bewilligung der Veransciilagungen für Marine auf die gewöhnliche Zeit-Periode zu um Das Gerücht füqce hinzu, die Versammlung sey der daß die übrigen Subsidien immer noch eine Ue über die Minister darböten, im Fall die elben nicht befriedigend seyn sollten.“ t über denselben Gegenstand:

John Russel sich erbotcn hatte, den Antrag des Einschränkung der Subsidien zu übernehmen; ist es auch, das; Lord Howick und alle die rev's Farbe gegen den abscheulichen Vorschlag n/d des Lord John protestirten. Lord Stan- er Anregung dieses Gegenstandes einen Die meisten darunter doch sind auch ein "paar gewis-

Zn der That aber ver- auf ihrer reins entgegenzuar Anfiehten des Oberst

Wir haben“, sagte er, „eine

wie die Zurück- (Hört!) Viel-

t i , h sürche ck se.:in würde. sollte, werde ich hr unzweckmäßig' halte aufs ernstltchste Zn Betreff der Subs: Eine Versammlung,

Verwaltung den wirkiict) Anspruch habe;

Ruhm nicht

mkeit erregt.-

-nschk gewesen, inreichend? K - paßregeln der! candard sag ewjß, daß Lord

unternommen ätte. , . h „So viel scheint

der eben so gewiß Uhis von Lord G e-rcen Hume u n hat seit d chs von Re _ den achtbaren Whigs, Radikale unter der Z [)

Der Juwelen- oidon vorgefall ymmen ist,.h die Meisten onirt und nur ckckth ?ra „dieb ai) er sansangs hikß- auf 60- iderlegt die Morning 1er Herzogin ange'boien hahe, eihen, als sie bedurfe; „die ielmehr der H „eien-Schmuch 7,

Das Dublin-Iournal meldet: nter dem Jriändischen Landvolk durch Aufregung erzeugt wor- als es selbst die verruchten Aufwieg- Der Richter Baron Smith, die- che menschenfreundliche ONann, der sich wo er ein öffentliches Amt erhielt, ts so freismnig gegen seine katholi- dessen Bildung und Geschmack den dieser von alien Guten und bewunderte und geliebte Mann ist kürzlich in sei- in der Königin-Grafschast wieder von eben der wenn diese Leuce zu irgend einer er für sein Lebeniang verdient hätte," am Schaden, den diese Barbaren an seinem streckte sich zwar nur auf die Zertrümmerung ndere kleine Unannehmlichkeiten, aber daß der als Gesetzgeber und Schriftsteller stets “scher Vertheidiger der katholischen Eman- feindliche Demonstration gerichtet werden

onnte, ist ein Schandfleck für unsere Zeit.“

Deutschland.

16. März. In der heutigen Sihung der Stände- ündcte Herr Reußel seinen früher angekün- Herrn Arndt mit aufgenommenen Antrag, daß die zu Erhöhung des

cy's Fraccio

gen konnte. kruten erhalten.

muthlich glaubte, der im Hause der Herzogin von

d dem man noch nicht auf die Spur ge- len vornehmen Damen Furcht eingeflößt, so ihre Staats-Zuwelen bei ihren Banquiers de- so viel zurückbehalten haben, als sie in Gesell- den die Herzogin durch diesen litten, soll sich Übrigens nur auf 10,000, nicht, wie 000 Pfund Sterling beiaufen. Post das Gerücht, daß Ihre Majestät ihr so viel von ihren Juwelen zu Königin“, sagt dieses Blatt, „l)at Gordon einen sehr glänzenden Iu- um Geschenk übersandt.“

„Der wilde Geist, der

Diebstahl ,

nchen. Der Verlust,

Die von dem General-Prokw

erzogin von

Der Herzog von Cleveland, der die Reform-Bill stimmte, hat, Wie die Morning Post versi chert, die Asfichc kund gegeben, die allgemeinen Maßregeln ** jeßigen Ministeriums, wie fie in der Adresse Sir R. Peek'Sau die Wähler von Tamnwctk) und in dessen späterhin im Unterhaus abgegebenen Erklärungen angedeutet worden, zu unterstützen. Wie unzuverlässig die von den Zeitungen mitgerheiltn Stimmlisten sind, zeigt fich dieSmal bei der Abstimmung 11 den Antrag des Marquis von Chandos auf Abschaffung d Malz-Steuer auf eine besonders auffallende Weise, denn wm rend im Untsrhause die Zahl derer, welche für diesen Anti», gestimmt, osfizieli auf 192 und die Zahl der Opponenten a- 350 angegeben wurde, ßguriren in den Namenlisten der Tim des Courier, des Globe und des Sun auf der Seite der " norität 256 und auf der Seite der Majorität 313 Mitglied sodaß also die Stimmen vieler Mitglieder in diesen Listen fals angegeben seyn müssen, woraus denn natürlich manches ung rechte Borurtheil gegen diesen und jenen Repräsentanten un seinen Wählerii entstehen dürfte. merkt daher" auch, daß sie fich für jeßt der Mittheilung ein Scimmlifte noch ganz enthalten Wolle, weil eine so ungenau a gefaßte viel mehr schaden als nützen könne. Der Standard berichtet Folgendes: mung über den Antrag des Marquis von Chandos versammel sich eine große Menge von Mitgliedern um die Tafel des U terhauses, um zu_ hören, was daselbst zwischen Herr Hume uu Sir R. Peil geiprochcn wurde. Frage des _Ersteren, ob der sehr ehrenwerthe Baronet in die ** nennung ciner Finanz-Kommissidn zur Untersuchung, ob ni durch irgend eine Aufiage“ odcr Ersparnis; die Abschaffung " Malz-Stcuer zu bewerkeiekligen seyn möchte, Sir R. Peel wiedei'te: „So lange ich lebe, werdeich nimmermehr das A*» des Kanzlers der Schaczkammer in Kommission geben lassen- Diese Aeußxrung wurde mit großem Beifall aufgenommen.“ Herr Hume hat angcz'eigt, daß er am 80. April darauf a tragen one, daß das Unterhaus sich in einen Ausschuß v Wandeln solle, um die jeßigen Korn-Geseße in Erwägungi

en ist, geht noch weiter, er beabsichtigt erfaft bis zur Schwä on'dir ersten Stunde_ an, ck auf diesen Augeiibltc?) [tie en Landsleute gezeigt a

ck arbarismus i,)eschämt,

haben können.

rländischen B » infichtsvolien

er Wohnung

U lksklasse, deren Dankbarkeit,

ugend fähig wären, *eg'riffen worden. D aufe anrichteten, er miger Fenster und a berhaupt gegen ihn, in eifriger und ener

Die I)eorning Post ** ipation war,

„Nach der Abski Uersammlung ,begr igien, später von ie Staats - Regierung zu ersuchxn, , . Fdienst-Einkommens der Evangelischen Geistlichen auf den ge; (3 von 300 Mchlr. geschehene Vci'willigung der “eben Zuschüsse aus der Staatskasse auch auf die deren Besoldung diesen Be- wo möglich noch während der Dauer der ge- -Periode ausgedehnt werden möge. Der An-

einsiimmigem Beschluß in Erwägung gezo- en Und dem Kultus-Ausschqß zur Prüfung überwiesen. Eitie on dem Landtags-KoMMissar gemachte Mittheilung, die * ormal -*Gehalte der Gymnafial-Lehrer und die Errichtung ei- r ; Anstalt in der Residenz betreffend, und ein von demselben vdr-

über die Umnmndlung und Ablösung iandwirthschaftlichen Ausschuß zur Prü-

Sie vernahmen, daß auf ei * mgsren Betra Urdu erforderli atboiischen Geistlichen des Landes, üg nicht erreicht, enwärcigen Finan rag Ward nach fa

kk Weiten höheren Les) Urdze dem Recl)tspfiege-Ausschuß- * elegter Geseß-Entwurf, er TrifczAbgaben, dem mig überwiesen.

» Braunschweig, 8. März. . eitung enthält mit der Unterichrift: en Artikel über ein' von demselben aufgefundenes , orizontalen Leitung der Luftballon “' in einer nächstens im Buchhandel " andergeseizt werden.

Dessau, 16. Mär . elner Lungenlähmung derz Königl. Preußische Hofrat

In einer Versammlung, welche vorgestern in» Westminsk gehalten wurde, um über die Mittel zur Abschaffung der Fans“ Steuer zu berathschlagen, nahm der Oberst Evans Geles heit, 06er die Verweigerung der Subsidien zu sprechen. „Die Frage“, sagte er,_ „isi don höchster Wichtigkeit und muß ' ganzen Lande große Sensation erregen. nung der Herren, welche das jeßige Ministerium bilden, „höchst wünschenswerth, weil ich glaube, daß sie nicht das V? des Landes befördern, sondern im Gegentheil nur auf »den theil einiger Wenigen zum Schaden Vielei- bedacht seyn we den. - Ich fürchte auch nicht im geringsten, daß ihre Entfernun eros ihres augenblicklichen Erfolges, Schwierigkeiten macb-

Die Deutsche Rational- !)r. W. Weinholß“ ej- Ich halte die Entf ' s. Das Nähere darüber erscheinenden Schrift ausein-

Am 11ten d. M. verschied hier an [) und Her-

325 Jogi. Anhatt-Deffauische Zos-Medikus und Medizinal-Rath, )1'. Bandelaw, im 69|en ahre seines Alters.

Weimar, 18. März. Des Erb-Großherzogs Königl. Ho- heit befand fich am 28. Februar, zur Zeitdes Karnevals, noch zu Rom; es wurden jedoch bereits Vorbereitungen zur Reise nach Neapel getroffen. Auch diese jüngsten Nachrichten lauten über das Befinden des hohen Reisenden und Seiner Begleiter eben so günstig, wie die frühem.

München, 14. März. Se. Majestät der König haben die Wahl des Ober-Bauraths ])1'. Sulpiz Boisserée zum Mitgiiede der Akademie der Wissenschaften bestätigt.

Stuttgart, 16. März. Die Kommission der zweiten

Kammer der Stände für Gegenstände der inneren Verwaltung

und der Finanzen ist zusammen getreten und hat heute ihre erste vorbereitende Sißung gehalten.

Darmstadt, 12. März. Heute ist endlich die hiisige Bürgermeisterwahl zu Stande gekommen, Welcher von verschie- dinen Seiten so mannigfache Intriguen voraußgegangen. Ge- stimmt haben ungefähr 1300. Hr. Ernst Emil Hoffmann er- hielt 653, Herr Darmstädter 525 und Herr Wiener 463 Stim- men. Aus diesen drei Kandidaten wird Se. Königl. Hoheit der Großherzog nun den Bürgermeister bestimmen. Die bei- den leßtern Kandidaten find Anhänger der Regierung. Herr Iaupp erhielt nur 359 Stimmen. '

In der Großherzoglich Hessischen Zeitung liest nian: „Eine bereits in beiden Kammern bcraehene , aber noch mchi gesetzlich genehmigte, von der höchsten Staats-Regierung bereits früher in einer andern Form beabsichtigte Veränderung im Justizfache haben wir wahrscheinlich bald zu erwarten. Wir meinen die Kompetenz:Erweiterung 'Der FriedenSgerichte. Auch hierin erkennt man eine Maßreqel an, Welche die Erfahrung längst als zweckmäßig dargestellt hat, und wodurch einem allge- mein. gefÜhlten „Bedürfniß abgeholfen werden wird. ' Rhein-Preu- ßen isi uns in dieser Beziehung längst vorangegangen, und selbst in Frankreich hat man den Wunsch nach dieser Kompeten -Er- „weiterung so oft und so nachdrücklich wiederholt, daß die egie- rung sich beeiite, den ersten Schritc zu diesem Gesetze zu thun.“

Darmstadt, 17. März. Das heute erschienene Regie- r un g s- B la tt enthält die Verkündigung der landesherrlichen Ent- schließungexi auf die während des sechsten Landtags von den Ständen uberreichten gemeinschaftlichen Beschlüsse, vom 9ten d. M, Wir entnehmen demselben Folgendes: 1) Das Gesetz über die Lotterieen ist mit der von den Ständen übereinstim- mend gewünschten Abänderung vollzogen und bereits verkündigt worden. - 2) Es War Sr. Königl. Hoheit dem Großherzogs angenehm, daß die Stände die Vorschläge wegen Gleichsteliung der Beedpfiichtigen in den standes- und adeliggerichtsherrlichen Bezirken mit den vormaligen Beedpfiichtigen in den Dominial- Landen, bei welchem wichtigen Gegenstande ein großer Theil Ihrer Unterthanen so sehr interessirc iii, angenommen haben, und es ist daher auch wegen Ablösung der nicht fiskalischen Beedberechtigungen, mit geeigneter Berückfichtigung der in beiden Kammern ausgesprochenen Ansichten und Wünsche, das erfordeiliche Verfahren bereits eingeleitet worden. -- 3) Nicht mmder ist es Sr. Königlichen Hoheit dem Groß- herzog angenehm gewesen, daß die Stände die Ergebnisse der Finanz-Verwalcung in den Jahren 18,27, 1828 und 1829, so- wohl in Einnahme als in Ausgabe , für richtig und als verfas- sungsiuäßig nachgewiesen und als gerechtfertigt erkannt haben. Zu dem Wunsche der Stände, „daß die Staats-Regierung mit allem Eifer dahin streben möge, die große Summe des Pensions- Etais und des pensionirten Personals zu vermindern, sey es durch möglichst seltene Vornahme von Pensionirungen, oder es sey durch Benußung der Kräfte pensionirter Staatsdiener in aktiven Aemtern“, wird bemerkt: „daß Se. Königl. Hoheit der Groß- herzog bisher keine andere Penfionirungen vorgenommen haben, als welche entweder durch unabwendbare Verhältnisse, oder durch das Interesse des Dienstes geboten waren.“ - 4) Dem Antrage wegen Unterstüßung der Wein: Producenten durch Vorschüsse aus der Staats-Kasse zum Ankaufe von Fässern für die Weinlese des Jahres 1834 haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog um so mehr, ais auch bereits in früheren gesegneren Wein-Jahcen Wein- Producenten Vorscbüjse aus der Staats-Kasse um Ankaufe von Fässern bewilligt worden waren, zu wilifa ren geruht, je- doch nur in Ansehung der Traubenwein-Producenten, indem diese Maßregel in Anwendung zugleich auf die Obstwein-Pro- ducenten eine übergroße“ Ausdehnung hätte erhalten müssen. 5) Dem in Bezug auf die Rhein-Schifffahrt gefaßten Beschlusse der Stände, wonach der Staats-Regierung für den Rest der Finanzperiode ein Kredit von 25,000 Fl. zu dem Zwecke verwil- iigt ist, um durch gänzliche odcr theilweise Rückvergütung des Preußischen Rheinzolis von denjenigen überseeischen Waaren, welche bei Zoll-Aemtern des Großherz'ogthums in freien Verkehr treten, eine Gleichstellung des Hesüschen Handels mit dem von Preußen herbeizuführen, Haben des Großherzogs Königl.Hoheit Ihre Genehmigung ertheilt, und Höchstdieselben erden die ge; eignete Sorge dafür tragen lassen, daß von dem bewilligten Kredit unter den Vorausseßungcn, auf denen dessen Bewilligung beruht, ein dem Zwecke entsprechender Gebrauch gemacht werde, wenn dieser Zweck, wie Hdchstdieselben hoffm und worauf Sie fortwährend hinwirken-zu lassen bemüht seyn werden, nicht auf anderem Wege zu erreichen steht. 6) Der Antrag auf Vorlegung eines Geseß-C'ntwurfs wegen Kompetenx-Erweiterung der Frie- dens-Richter in der Provinz Rhein-Hessen soll in Erwägung gezogen werden.

Frankfurt a. M., 16. März. Auf Anordnung des Kai- serl. Oesterreichischen Bundestags-Präsidial-Gesandten, Grafen von MÜnch-Bellinghauscn, wird kommenden Mittwoch, den 18cm d., in dem hiesigen Dome ein feierliches Todtenamt für den verewigten Monarchen, Kaiser Franz ]., ßatthaben. Tages darauf wird eine gleiche Trauer-Feieriichkeit von Seiten der hiesigen katholischen Gemeinde ebenfalls im Dome gehalten wer- den. Hierauf folgen Freitag den 20sken die Excquien in_der DeutschherrenxKirche zu Sachsenhausen. Wie wir bereits ge- meldet haben, werden dann auf Verordnung des Senats am Sonntag den 22üen d. in den Hauptkirchen der drei christlichen Konfessionen und in der israelitischen Synagoge die Trauer- Feicrlichkeiten stattfinden.

Dem in Sachsenhausen garnisonirenden Kaiserl. Oester- reichischen Landwehr-Bataillon ward von seinem Kommandan- ten, dem Major Baron Feldegg, folgender „Bacailions-Befehl, Sachsenhausen am 12. März 1835“, bekannt gemacht:

„Was so sebr .akfükchtct wurde, was alle Gemütber Oeser- reichs mit tiefßer Trauer erfüllte, geschehen. Gottes allmächti- ger Wille und Natyschluß hat unseren mehr als Vater geliebten Herrn und Kaiser aus dem irdischen Seyn abberufen und Oester- reichs treue Völker in den tiefsten Schmerz versetzt. Erschütternd im Innerßen scholl diese große Trauerkunde von Poi zu Pol. Fe-

der frohe Laut erstarb, gelähmt von diesem Schlage, Thränen tiefé ster Wehmutb, innigsier Rührung, als Ausdrmk namenlosen Schma- zes, entquollen dem An e,- gleichsam als wollten sie klagen'gegm Gottes unwiderrufliche cbwm Besiimmung. So ist, so war unser Vater und Herr geliebt und verehrt, und so wird Höchsisein Anden- ken fortleben, fdrtleben, so lange noch die Pulse der Natur das m!“

. Alierhdchsiseinem erhabenen Sohne FCW" nand ubertrugen weiland Se. Majestät der Kaiser im Thronfolge- Rechte die schwere, doch Fuße Pflicht, Oesterreichs Völkern Herr und Vater zu seyn, ihr Gluck, ihre Wohlfahrt zu bewahren; Oeser- retck), wenn auch von dem großen Verluste tief gebeugt, ficht ver- trauungsvou empor zum Thr_one des Herrn_ , der, was so viele edle Tbaten rühmlicbü sciion bewresen , Hdchßsemes xief betraucrten, ge- liebten Vaters bobe Tugenden erexbte, urid in liebevoller Ausübung derselben wird Er unser aller, Seiner met Ibm verwaisten Kinder, die in Ihm den neuen Vater suchen, Seiner Völxer unumschränktes Hdchüseiner Regierung Antritt dcn Vertrauen gegen 'Ver- Ferdinand der Erste

ermeßliche All beleben.

Vertrauen rechtfertigen , wozu svrecbendfien, erhabensien „Beweis liefert._ trauen, kennt unseres jehigen Kaisers Majeüät der Völker Oesterreichs biederen, kräftigen Sinn, kennt Seines. tapferen Heeres imer chütterliche Treue, unbeugsamcxi Muth und und ge üßt auf diese Tugenden Seines Volkes, kommt er als Vater, unsere Herzen kenncnd, mit dem größten Ver.- traucn uns entgegen, keine Erneuerung des Eides _soll uns an unsere _ Er M überzeugt, daß unser Leben seinem Dienst unverbrüchlich geweiht iii, und daß Oesterreich eher tausendfachen Todes siürbe, ehe es seinem Herm unircu würde, folglich keines. neuen Eides zur ürengüen _so wie bisherigen Pflichterfüllung bedarf, Soldaten! Kameraden! Dieses Vertrauen, eines Kaisers von Oester- reich würdig, beurkundet mehr als Alles unseres jetzigen Herrn bo- den Sinn für Tugend, Recht_ und Treue, dieses Vertrauen ßählt des Soldaten txeue Brust, üegnmgsi, freudig rührend; dieses Ver- trayen erweckt in un? den heißen _Durü nach Thaten, um zu be- weisen, wxe sehr wir solches, keixter Armee, keinem Volke noch gewordene hohe ertrauetz als biedere Männer wissen. Deshalb ermtiere ich Euch an unsere Pfti tcn, bleibet ih“ nen, bleibet Euerem bisherigen Denken und Handeln als treue Un- terthanrn, wackere Krieger, treu, bewahret, so wie alie andern, jene Treue, jenen Muth, Entschlossenheit und Tap erkeit, die bisher Euch eigen und in Oesterreichs Armee einheimisch ner des Thrones und des Vaterlandes feste Stütze, scyd des Namens Eurer Väter, seyd dicses hohen Vertrauens durch die Eures bisher bewährten biedern Sinnes werth! Nur so k nur Ihr - das Andenken unsexes verbliebenen gnädigsten Vaters würdig ehren, nur so könnt Ihr jenes hohen Vertrauens Euch dankbar und wür- dig bewähren.“

Tapferkeit ,

Pfiichten erinnern.

u rechtfertigen

ets gewesen, scyd fer-

SchWeiz.

Se. Maj. der König haben, an die Stelle des als Mitglied in das Ober-Tribunal berufenen StaatSraths Cousandier, den Herrn Friederich von Rougemont zum Mitgliede des „Departements des Innern ernannt. Staatsrat!) hat dem Herrn Cousandier die Allerhöchste Zufrie- denheit mit den bisher von ihm geleifteten Diensten, im Namen Sr. Mai., zu erkennen gegeben.

Der Oversk-Licutenant Du Paéquier hat die nachgesuchte Entlassung aus seinen Functionen als Militair-Chef des dritten Departements, unter ehrenvolier Anerkennung der bisher von leisteten Dienste, erhalten. ern, 12. unbestimmt gemeldete ten hat sich „bis jeßt noch nicht bestätigt. daß Frankreich auf die Anfrage des eidgenössischen Refidencen in Paris, Herrn 79. Tschann, hinsichtlich der vielbefprochenen Ver- handlungen zwrschen Frankreich und Oesterreich als vorläufige Antwort den Wunsch auSgesprochen hat, daß Bern mehr Strenge gegen die fremden Revolutionnairs an den Tag legen möge. Dieses scheint denn auch der Grund zu seyn, daß vor einigen Tagen ein Deutscher Flüchtling, der an dem Savoyer Zuge Theil genommen hab_en soll, und sich noch hier aufhielt, und ein Fran- zösischer und ein Neuenburgischer Flüchtling, welche in Renam an der Neuenbiirgischen Gränze ein sehr revolutionnaires, vorx züglich egen d:e Reuenburgische Regierung gerichtetes Blatc: den Kanton verlassen muß- als sich neulich das, wie sci) herausstellte, ungegründete Gerücht von einer zweiten Stein- hölzii-Versammiung verbreitete, augenblicklich eine höchst strenge Pdlizei-Untersuchimg eingeleitet, sondern man spricht sogar davon, daß man selbst eine solche wegen der früheren Steinhöi li-Verx Von Baden ist noch keine Hingegen heißt es, daß

Neuchatel, 12. März.

(Schw. Merk.) Die neulich als chktchk von angekommenen neuen Ro- Dagegen isk es gewiß,

roscrit“ herauSgaben, Auch wurde nicht nur,

sammlung beabsichtige. -- auf das Schreiben Berns angelangt. Badenern, welche noch hier anwesend kind, auf Privaiweqcn Aysforderungen zukommen, unsern Kanton baldigst zu veriaffcn. -- Wie sehr die Schnellsche Partei den Austritt der Radikalen . großen Rath für sich nachtheiiig finden muß, beweist die in einer der letzten Sißungen geaebcne Ehren-Erklärung des Johannes Schnell, wegen der inyseiner Rede vom 2. März enthaltenen Beleidigungen. Hrn. Joh. Schnell jedenfalls viel Ueberwindung gekostet, wird erfolglos seyn, zu gewinnen,

Kasihofer und Jaggi aus dem

Es hat dieses

wahrscheinlich RYikalen wieder D S rei twerden wird. ' ie cbnellsche Partei scheint je t 01 en:: des System gegen diejenigen Radikalen, die sie fiii'cht?t,fade- nominen zu haben: sie zuerst durch Versprechungen materiell zu gewannen zu suchen, und, wenn dieses nichts fruchten soxite, sie. bis zu dem Aeußersken zu verfolgen. freund ist, den Deutsxhen Professoren, Gebrüdern Snell, welche vielen Einfluß au8uben, ziemlich offen mit Entziehunq iiires Lehrstuhls gedroht. - Der Sohn Ludwig Buonaparte's, Schwei- zerischer Bürger und Bernerischcr Artillerie-Offtzicr, vori welchem_man behauptet, daß er unter dem Schouw des Re- publikayismus Buonapartischen Ehrgeiz verstecke und in der Schwetz Raum für denselben zu finden glaube, iyi- auf die Nach- rccht von Truppen-Beivegungen gegen die Schweiz sogleich aus deinThurgau nach Bern abqegangen. Er scheint zu dem Schult- heißen v. Tavel in gutem Verhältnisse zu stehen.

Spanien.

Madrid, 5. März. Dem Observador zufolge, hat de:- Kommandgnt von Verin in Galicien von dem Beseh'isßgizcx; dcr Portugiefiicben Truppen die Anzeige erhalten, daß er vdr. seiner chierung ermächtigte sey, sobald die Spanischen nen Beistand verlangen, mit seinen Truppin in S Dieser General steht mit 4000 unter 1000 Fran osen) 500 Kavalierisr Die ck rige Portugiesische Infanterie bc Braganza und an andern Orten an der G;“ä::xe_ .- Französische Blätter mel nien: „Am 7. Februar wurde ein mit Ochsen gezogener Wagen bei einem Z St. Jean de Luz von den sucht. Sie fanden darin zehn Packete mit sireitig für die Karlisten bestimmt waren. - ufolge, find daselbst neunzehn Dom loster St. Paul verhaftet worden.“

schwerlich

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Miranda,

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Sevilla