1835 / 82 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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W;, absv ich win die Wichtigkeit der Amnesiée aus einem anderen (chchtspunkte bxtracbten. . Man hat in dieser großen Maßregel ein Symbol der chtficgtéon fur das Land erblickt; aber einige Pexsonen bavkn auch darm eme Verdummung der Handlungen der Regcerung zu erkennen geglaubt. Wenn die Amnestie so betrachtet werden 101119 meine Herren, so müßte dieses Wort fortan aus unserm pokaxcscsxy Wörterbuche gestrichen werden, Wenn durxl) die Am- ncstee gletcl)sam der Gedayke der politischen Ungestrqfthnt festgestellt wcrde_t=. sollte, so_ würde ste sehr gefährlich seyn. Dees ist aber yicbt dm" Qdaraktcr jener Maßregel, und die Mitglieder des Kabtnexs b::ben gus derselben etne Staats-Frage emacht, Wenn nun dte Awneskxe eine Staats-Frage ist, m. H., o gab es für dieselbe nee- mals eme günficgere Zeit, als die jetzige. Man saxYe uns", ob je ein .Und so sehr als Frankreich ein „System der Mäß gu_ng verdiente? Zwanzzg Tage lang hat Frankretchsct) obne Miuistertum befunden, Sund mrgends hat man während dtefer zwanzig Tage das geringße Zetchen von Unordnung wahrgenommen., Wenn jemals, ich wéxder- hole es, die Gelcgenhett zu etner Amnesite günüig war, so ist nx es „xx:xx. Wie gebt_es daher zu, daß man vor dieser großmüthtgey HMqßregel zurückychxcckt? Der Majorttät kömmt es nicht zu, dre ' Furtiattve u ergreisen, und dies hat die Kammer eingesehen; main * 113111? dem brone den Ruhm und die Ehre lassen. Abox“ wenn dae „Krone erklären wird, daß ste üder das Land beruhigt “iß- daß fis 'das Vergan ene vergeffcn, und se ihrem großen Gedanken der “„ GW“. zuge ('Am-win, so bin ich überzeugt, daß fie„in der Kammer x_a'xor kcme Opvoßtton stoßen wrrd. (Beifall.) Erne Franzöfiscbe „' Kannner_1vird nch niemals der Amncüte widersetzen! (Lebhaf- tcr Beisau.) Erne einzige geseygebende Versammlung hat es :hun _zu müsse!) geglaubt; aber dafür werd ste auch i!) der - G;sch1chtc ewrg xhrxn Namen, die Kammer der Kategorcecn, _' bcyakten. Die jehtge Kammer, rgeéne Herren, seht'der Kanmnxr _ VZ"!!! 1815 nicht ähnlich; sie ist einnchtsvoll, se isi polettsch- se hat

' ;)?-: Intcresscn des Landes im Auge; se wird niemals die klugen :

?)»:enhkchläge der Kronx zurückweisen. » Ist es nicht wahr, daß ein berühmter Marschaa tm November aus dem Kabinet ausgeschieden ' Tü, weil er *die „Amnxeüée wollte? Weiß man nicht, daß noch später cxn anderer “mchtftwmlgedberühmter Marschall, dcm Niemand * Schwäche, odcr Furchtsamketx bet der Verwaltung des Landes vor- ' werfen Mkd, jenen edclmütbtgen Gedanken zu dem seini cn gcmacht haxtc? Sollte es denn wixklich Männern mxt unbeug amen Doc- _'tr5ncn gelungen seyn, über jene beiden berühmten Krieger u segen xtnd„zwei_Marschä„l]e kampfunfäbig zu machen? LGelächtch SoUtc (, ch wahr mm, meme Hercxn, daß matsjene beruhmten Schwerdter * zuw'xékweiß, *sobald fie wteder ihre Scheide suchen? 'Ich kann es . M1)! glauben; und wenn so viele Staaßchnner sach m jenem „Ge- x.:Ukm bc rgnet habrn, wenn sch vtcslctcht tm Schoße des Kadencts _ ch: Mini; er beßndet, der die Präffdcntsckzast desselben qu»; eschlagcn 114.77, weil er*nc mit dem Zugeßändnfsse der Amnesia, creiné en ' wodtc, Was muß man daraus schlteßen? „Daß die Mintster, we ch 5 LM) jetzt am Ruder befinden, allein bei cmer Anscht fesj beharren, ,. M von aUeniSriten angefochten wird. Ich hoffe, daß die Vor- _ :zxrheése schwmdcn werden, und da die Amnestie fyüher oder später "_ Üaxtvaben wird; aber später wird xe weniger nüßlcch seyn und we- “_ Négcr ehrenvoll erscheinen, als in dtescm Augenbltck.“

. Herr Thiers ergriff hierauf noch einmal das Wort und : !mzte: = „Nach dem glänzenden Vortrage, den Sie, obne„chifel mlt .' T'e'msclbcn Vergnügen, wxe ic!) aus dem Munde des vortgen Redners “.der-„gramm vapcn, muß tei), miei) fragen, in wie weit Herr Sauzet “- ix! seinen volittsci)en Aysichtcn von den unsrigen abweicht; er sagt: * ';.er woüen den Köntg und die Charte.“ Wer von uns würde wcrzu nicbt Ja faxen, und wer, wenn ex anders däclzte, würde "es offen eingestehen“? Er sagt ferner; „Wr! wollen Weder dre Repu- blik, noch die absolute Monarchie, wir verlangen Institutio- - x::zn, dre nicbt ariüokrattsck) snd. Unsere Verwainmg soll “. X'cme Partci-erwalxung sxyn;_uns Zelüßcx nicht nach neuen Revo-

.jmédzam.“ Smd wn" hierm ntcht a : ecntg? Frankreich haßt die Extrxmk, "nachdem es aus «fahrung weiß, was die_Ausschweifun- ' «eit der Parteien ihm gekoüct haben;, es yerlnngt em System der ““écxxxizcn MétU-„wcél ihm die prubltk,„dte absoluteMonarchie und ck Legitimetät c:: glxécbem Mqße zuwtder snd; wenn also Herr «auxer von der Panter der richttgen Miike gsprochen, so hat xr da- , Mjr njcht eine Faction bezeichnen wollxn, dle das Land in ihrem, sondkrn cine, die das Land in desen ergencxn Interesse regiert. Der weft.- Beweis, daß unsere Verwaltung kerne Parteé-Verwaltung * 111, möchte wohl eben der, seyn, daß wir um.; wegen dex Unparkeiiicvkeit und der Banigkcit, mit der WU“ admintüre- ren, die Vorwürfe aner Parteien zugezogen haben._ szser qa'azes Verfahren zeugt unwiderlcglich dafür,. daß wrr ntcht . Bon jenen engherzigcn Begriffen , „jenem blmden Argwohns !)escplt sind, die in der Regel die PaYtecen bczeechn-xk. U:“:scxe _Geg- W“ «klären, daß sie al;: Pcrsönlkchkeetcn ha ten, und daß (te.:hrer- scéi'ö' née an die Vcrgangenhcit erinnern wür en. Ist das mcht auc!) UNsekc Meénung? Gewxß tik es 'nicht unsere Absicht, irgend Jemand “zu vc-rkelzcn odcr schmerzliche Ermnerungen zu wccken, und die Lehre, die man uns eben will, möchte bei weitem eher ihre Anwendung - auf *döé Ovvo ttioan-Partei féndcn. Auxi) glaube ich nicht, daß, wenn ' Parsönléckxkeiten stattgefunden, solche jemals von unserear Seite _aus- ' «gangen sind. Mithin wären wir auch in dieser Beztcbung emer- lei Mvénung, und es früg'e fich hiernach“ nur noch, worm wir von * einander abweichen. Nachdem'Uh b-ierubcr bin und her gesonnen, : i:? xxerLcingefaUen,'daß wtr leecht in der Theorie überejnstmmen, in dcr *waés aber verschiedrn'er Anficvt seyn kdpnten. Sie sprachen das Wort Amnestie aus, und sofort wurde ck war klar, was uns von

einander tsennt- Wir wollen, wée Sie„ denKönxg, di-e Charte, Un- .

- parteilichkeit, Eintracht, Ordtzung und Freiheit; 'aber Sie wxxllen zu- „gleich di'c Ammftke und wir mcht-,-höerin Liegt der “ganze wtesvgle.“ Dér Minister wiederhoxte- hker,»wa ,er der xxo o ek gexagt,

_daß nämlich die Majorétät verl-Kamnx, fich !] er diesen einen Punkt““kaikheqorjscl) außspreckzen ,mdch:e,_'*indem er alsdann, je * nach dem der Ausspruch für opexj der auxfielx, gehen oder blei- lch wJ'U'Ök- Am Schlusse seines ortrages sagte er: „Ick mag Ms„ D„„ßatte nicht weiter- in die Länge “ziehen. Auch wir 9an- _ den, von xß„ocyherxigtn Gesinnuygekxbeseett zu seyn; wir haden Daher auth m'; behauptet, daß eine Atntxeßje'nimmertnehr ertheilc Myden könne: u.";sere Meinung, ist nur, daß sie erst da_nn bewil- Mk werden dürfe, „zem; fix gls ekanandlung der Machtvoll- kémmenßéit, und nicht al:: kme Handwyg der Schwäche erscheint,; * Wm, möx“; der Krone nicht jagxn Una: „„Ié)» tnékht bestra- fen können!““ Bis dahin, tem Mot von „e ner mnestix; dies

Uk die Ansicht des jeZégen Kabine". Mögen unsere Gegner

der enrgegengeseßten -. Leinupg den Aeg verschaffen, und ww * wcrden ihnen dafär danken, _dßß std "dem Zwiespalre und dem Argwokwx zwisehen uns undder Kaxnmer ein ETP? gemacl): ha; hen.“- Heér Sauzet erbgtfich h_jcrqyf noch einmal das„Wode ** zUc Widécceßng des Herre Thßrs4,.urxp sagte, er habe geglaubt," Daß sexjne'ernskxen Worte wohl ix: x_eßer-xHinstchq eim: ,ernske (Fr; wiederum; o_erdient hätten, und vasaer MiKYÜU-WK'MMKKÖ Redner-Talenk nicht dazu brauchen würde, zdee Frage!) ,zu_ :p,“ räckm. (Hérr Thm's: „Das“ habe 174 nicht get an!““xkdsza. _ Möge iHm erlauben; fuhr Herr Sgüznmsdkt, feine edxxgßrMssöI ' dex Minister nach Belixheu "verstümmxkt “Habe, FU,.MMÜ „ck?- ' und „man Werde “sehen, “vb sein sogetiaxmtes?i„Progr-xm * Mn! J . „err Thiers |ck)“UUSSOWEP wßrklich «r eine .Anhäu Upg, yon, . Zemeénpläsen sey,. zu benim ssh alte Parteim ohne jxgmd-„ejm _ Gefahr oder„ Vrrantwamliahkeit :bxknmm könnten., Mary- I,werve sehen, ob man Mik *d»““Minisker m- „Innern :izarübev wu-d'ee'n-mxlst, daß er («»-“H.) mehr "“ck" Beendi- «mg- seiner Neos ven Mirkikker umaeM abe, vaxso nistMee- éun-gs-Perschiedenhxjt zwtsxhxn ihnen „,üttßndrzß Irmßzeomc

33:2 ging nun näher auf die Verhandlungen ein, Welche früher im Kabinette' in Betreff der Amnestie ; Frage stattgefunden hauen, und suchte haumsächléch darzurhun, daß die jetzigen Minister durchaus in dieser Angelegenheit nickz-t die Würde urxd Feskigkeét an den Tag gelegt hätten, deren fie fich immer rühmten. Er er- zählte untcr Anderm, daß die Minister dem Marschall Gérard gleich nach seinem, wegen der Verweigerung der Amnestie er- folgten Aussthcidcn den Vorschlag gemacht hätten, wieder in das Ministerium einzutreten, indem ße berkit wären, der Kammer einen At11ne|ie:(s."ntwurf vorzulegen. Diese Thaxsacf)? wurde von den anwssenden ?ijsrern nicks.“ bestritten, Herr Sauzet schloß mit einerglänzenden Apostrophezu Gunsten der Amnestie,woduychec sich dsr: ungestümen Beifall eénes großen Theils derVersammlung ermng. “- Nach Beendigung dieses Vortrages erhoben sch mehrere Depu- tirten von ihren Pläßen, und verlangten, da es bereits ().; Uhr war, daß die Fortscßung der Debatte auf den nächsxen Montag verlegt werde. ansssdn gelang es noch dem Ménißer des öffentlichen Unterrichts sch GeHör zu verschaffen. Er H9- haUpketc, das; der vor;“ge Redner die Fragk, um die es sei) han- dele, ganz und gar verrückt habs, indem schr gar nicht mehr von Inter'pellncéonen üßk? die Gründe der Aufidsung und Rccon- ßruceion des Kabémts, s:)xxdct'n von der gesammtan Polétlk des- solbcx1 die RW? s-Zy. Dar Minister tvccderholcc hierauf im Wcsxntlichen die von [cka Collegen vox'gebs'achtsn Gründe, MEHR das Kabinet für eiM Amnestée nch stimmen könne. „JQ chxnbc“, sagte c:," ku dicsor Beziehung, „daß von dem Tage an, Wo UKW dxn OÖWÜULFLÖM Umständxn ein JNt'mser-um, das der ?ixx'incxkée günstig wäre, cm unsere Stxlle trätc, eine neue ;:"r'ésé; féex; das Land entßchun würde. Dek vorige dener :| dsr entgegengeseßten **)»)chnung, msémt aver, daß die Kamm» in deeser Angelegenhsit nxcht di» Znixiatéve ergreifen dürfc, [3212 es vielmehr Sache der Regierung scx), den rechten Mon'xs'xxt d..".zu wahrzunehmexx, das; e'ndeff-cn dic minéstcrieüe Krise erst da:*::*: «is völlxzx beendéxxt betrachtet werde;: kdmxtc, wenn ein

?Fnisrcrénm ans Ruder käme, das die Amnche bctvélkigtc. Duvet) .

dicse (L'kéxäcung ergreift ja oder die Kammek, mcwngwéch auf in.- direkce Weist, ganJ eigentlich dée Znitéakéve in dieser Angel-egen- heir, da ste das ??inisteréum bloß deshalb Kürzen WEU, Weil es der Amnestie abgeneigt ist. Je!) bin weit entfcrtxx, ihr das Rea,): hierzu streitég machen zu oncn, indessen muß man dann auch nicht behaupten, daß man die Jnétéativc nicht ergreéf-s; man muß fich nicht scheuen, zxtgleéä) aueh d:"e Verantwortlichkeit für jene Maßxegel zu übcxnebmen.“ “- Am nääxsécn "Montag sone

_(wie bereits erwähnt worden) die Debatte fortgeselzc werden.

Großbritanécn und Irland.

Parlaments:Verkzandlungen. Oberhaus. Six- zung vom 13, März. Lord Brougham crhoö fich und sagte, er sehe aus den gesirégen Verhan-QTMZM des Unterhauscs, daß zwei Bills zur Verbesserung der geéßischen REclUÉ-pflage cin- gebracht wordsn seyyn; nun müsse ek abox der Wahrheét die Ehye geben und erklären, dx-ß diese Bills sckzon von der vorigen Vsrwaltung, gestüßc auf den trefféicxnn Beréchc der geistlichen Kommisswn, entworfen wordcu; ja, er selbst Hab? genau dieselben Bills a1t112. Zuli1833 eingebracht, wo sie zum erstenmal verlesen und zum Druck verordnet wo!.“dxn; und der einzige Grund, weshalb man damit nicht weider vor;;cschcic- ten, sey dEr gewesen, das; damals noch so viele andere wichtige BiUs dem Hause'vorgelegen hätten; er wolle daher dieselben Bills noch einmal auf die Tafel des Oberhauses legs", ausBesorg- m'ß, daß die imUntxrhause“eingebrachten vielseicßt durchkallcn möch- ten; er glaube, fügte sr hinzu, daß cin solches Vcrfakßexx ox'tmals :'m Parlamenr e:“nqcschlagen wokd-Zea, und sein einziger Zweck sey, das auszuéühxdn, was die geistlichen Kommissartcn an-mwfohlen hätten. Dkk Lord-Kauzlcr sagte, sr woile sech dem Verfah-

i M! dcs edlen Lords nicht widersx'szen, nur macheer bcmxrkkick),

daß er an den vorégen General-Prokuyator (Sir J. CaU-pßkl!) geschrieben und ihn gefragt habe, ob er dée B;“!!s, von denen er (on“ Redner) gewußt, daß sie voxbereitcc seycn, einzubringen e- denke, Worauf dicser geantwortet, er betmchte die Bills als L.E- genthum der ngicrung, und NCS sey der Grund, wcshalb das jelzige Minéücrium ste aufxgenommen habe. Loxd BuouZham War mit dieser Erkxärung szrseden und 1155111 daher sex'ne „Bill einüwcilen zuxück, bcmerkee jedoch, däe seénége sey von der im Unterhause eingebrachten darin verschieden, daß lekzztkre nicHts über die .KircÖen-SteUer und Texkamente enthalte. Hierauf er- Zi?“ die BLU wegen Abschaffung der Eidleiséungen die zweite e ung. Unterhaus. Sißung vom 13. " Tärz. Dkk Marquis von Chandos Überreichde eine Petition gcgen d:“e Armen-BLU, worin die daraus hervorgegangenen Uebcl Und die Bcsorgnisse, welche die' Anordnungen der Armcn-Kommiffacéen erregt häxtcn, dargcstellc wurden. Er sprach die Hoffnung aus, daß die Rcz" gierung die Sache in Berathung ziehen WLL'ÖL. Herr Hume legte eine von 2501) Personen unterzeéckx-mre Bittschrifc ads Lei- cester-vor, deren Unter eiébner slch gezxen dée Bewiilégung der Subfidiensür die jelzége Éerwaitung erkkären. I(ufcine Frage des Sir T.Troubridge erklärte LordAsöley, daß das Gehalt, w:!ches Sér G. Cockburn ass Lord derAdxr-iraiitätzu bezichcnhaby, W| von desscn Ankunft an datiren solle. Herr Blackbucne giauötc, auf eine an 1 n gerichtete Fcage versichrn zu können, daß der Bericht der ommissarien über das Corporations-Wcsen noch in dieser' Woche fertsg seyn und dem Hause Werde vorgelegt werden kön-

, nen. Sie R. Peel kündégee auch an, daß alle von den zur

Untersuchung der Strafen in der Amme „crnmmtcn Kommissa- réen zu erstattenden Berichte dem Hause vorgelegt werden soll- ten, Der (bereits in Nr. 79; der St. Ztg.) m'wähnte Antrag des .! errn Sheil, daß dem Hause eine Abschrift von der in de_n klzten 4 Monaten etwa vorgenommenen Ernxnnung cines Botschafters am Hofe von St. Petersbuxg mitgetheilt werden möchte, gab zu einer langen Debatte Anxaß. Hen: Sheil ließ fich zuexst in eine „lange AuSeinandersekzung deskje-

nigen ein, was, wie er meinte, zum großen Rachehcil

Englands m dey leß:en_Iak)ren zwischen Rußland und der Tür; kei vorgefaudgwy; er jprack) von einem überwiegenden Einftuß, den die RUUUCHL Regierung in jedem EUropäischen Kabinet be;

"stkze, und den fie stets dazu anwende, dem Eng!ischen Interesse

entgegmzuarlxeiten, und er hielt daher die Ernenndng eines Bot- schafters in St. Petersburg für einen der allerwichtigsten Ge-

;gxrsskände und behauptete, man, wisse noch immer keinen gena-

wden Grund, warum Sir S:?afford Canning,„der im Okto- 79r„1832 zu diesem Posten desgnirt worden, nicht dahin abgegangeü sey. Er kam dann auf dée Ernenmmg des Marquis von Londonderry zu sprechen, die das Gerücht als cnc- schieden-bezetchne, und fragte, ob es wirklich wahr sey, daß die Minister den genannten Lord, der zwar in HileoroUgh als Red- ner gelten möge, dessen Unfähigkeit zu dem Posten eines Briti- schen Botscimfters am Ru'lsjsclxn Hofe aber vom ganzcnxLande anerkannt sey, u dieser diplomatischen Misston anSerschen hät- ten. Herr C. ergusson untersiußte den Antrag und hob

namentlich hervor, daß der Marquis von Londonderry W, der Mann dazu sey, die Vorstellungen, welche England in Betreff Polens bei der Russischen Regierung zu machen habe mit gehörigem Gewicht vorzubringen, da derselbe die POlen beZ

jeder Gelegenheit für Rebellen erklärt habe. Lord Mahon

der Unter-Staats-Secretair für die auswärtigen Angetegenhez: ten, tvéderlegte einige persönliche Beschukdigungen, welche Herr Sheil gegen dcn Marquis von Londonderry erhoben hatte, er- klärte aber, daß, wenn awc!) dessen Ernennung fest beschloqm sey, sie doch noch nicht förmlich stattgefunden habe. Hen. Hume, der fick) ebenfalls in Schmähungcn chen den Marqujz erging, meinte schließlich, wenn es auch dem Könige freistände zu seinem Repräsentanten am Hofe von St. Petersburg ;(

wählen, Wen er wolle, so habe doch seinerseits das Unterhaus das Necht, der Regierung das dazu nöthige Geld vorzuemhah ten. Auch Lord Stanley sprach unter stürmischem Beifau von _Seitsn der Opposxtion den Wunsch aus, daß diese Diskmson die Zurücknahme déeser Ernennung veranlassen mdchto, da dieselbe weder dem Ministeréum zur Ehre g„ reéche, noch dem Land:: angenehm sey. Et," !?immte dm von Herrn Fchuffon geäußerten Ansichten bei und meim; daß, wenn das Ménkstsréum, zu wclchom er (der Redner“,- hört, auch geglach k)as)c, sich jede." akeiven Dazwischenkunfr !: Gunsten der “Poxcn em.?)alxen Z.." UZÜsseU, so habe es doch seinen ganzen Einfidß vcrivarxk-t, um dée chden dersclbcn zu mildem und es fck) zu wünschen, dies auch noch ferner geschehe“. unmöglich aber könne dem Maqus von Londonderry décseMis: sion Übextragen werden. Sir R. Peel vertheidigte den Marr quis Und sagte, es mhme [ihn nicht Wunder, daß diese Emm, nung von der Opposition gctadelc werde, da ihr ja fast kein: Ernennung, die das jexzége Ministerium vorgenommen, recht.sey; was die Acußerung dcs Marquis von Londonderry anb.etreffe,daß, die Polen ['Wellésäje Untsrthancn sech, so hahe derselbe damit m'cHts S-cl;111nrin*rs§ gesagt, als eines der ehrenwerthen Mitglie- der gi'JSUÜNk dieser Tage von den Kanadiyrn, von denen das- selbe auch geäußert, das; sie rcbaäische Unterthansn Werden wür- den, wenn man ihnen ihre Fordertmgen nicht bewilitge. Der Minéstxr schloß mit der Ekklärung, daß er in allem dem, was heute Hier gTsaZt worden, [“ein-en Grund sehe, der Krone zur Z».n=ücknahme diesxr Ernennung zu ratkzen, und daß das Unter- haus wok)! dcn Könég um die Entlassung seiner Minister bitten könne, in die Ernennung der (Gesandten aber, als eine Präroga- tive der Krone, sch nicht zu mischen habe. Sir I. Hobhouse äußerte sch sehr erstaunt über diese Hartnäckigkeit, wie er es nannte, die dcr Premier: "„.-«inisker .,",eiIL, und machte denselben darauf aufmerksam, daß seine Stellunq so unfici)er sey, daß ein einziqes Wort von Lord Stanley ihn [kürzen könne, wenn er nämlich fich an eine entschiedene Majorität des Hauses kehren und dasselbe nicht noch einmal auflösen woiite. Nachdem sodann noch Sir“ E. Knacchbull, Nr im Laufe der Debatte auch einigemal von der Oppdficion angegréffcn worden, zu seiner Vertheidigung aufgeckcten war, und namentlécx) angeführt hatte, daß selbst Graf Grey chm eikamai das Anerbietanzxemachttzabe, in dessen Ministerium ?iUzUki'kkén, nahm Herr Sher“! seinen Antrag zurück, weil er gehört,.daß die Ernenmxna des TNarqm's von Londonderry noeh néchx fdrmlici) vollzogen sey. Lord Ashsey brachte darauf das Marine-Budget ein, und es wurdcn einige Bemerkungen dar- über gemacht, aber nock) keine Gelder bewiUiZt, Weil maki es dazu schon zu spät fand.

Oberhaus; SUZUKI vom 16, OJTärz. Lord Byoug'z ham trug auf Vorlegung «'m-s Nachweises Über die Zahl der in jeder Schule des ganzen Königreichs bsfindlichen-Schüler und Über die Ausggben sätmnxlicher Schulen av. Der Ancrag wurde genehmigar. Hierauf' sand dcr." Marquiö oon Londonderry aus und bat um Encnhuldiguxxg, daß er fiel) genötbigt' sche, ei- nige Worte an das Haus zu richten, die seine Person becräfen.

„,-Feixkann niclxt umßin“, sagte er, „die Aufmerksamkeit Ew. Herrlechketteu auf etnßge Augcndltcke in Ausdruck) zu nehmen, indem :ck es wgge, as Vckmhrcq aufzudeckcm welches von der Regierung Sr. Majestät und von 11111.“ selbst in Bezug auf meine Ernennung zum Jotschuftex am Rtrsjxschcn Hofe bcodachtet worden, so wie den Sch'extt, den mtdnacv' den am Freitag im Unterbanse vorgefallenen Debatten, deren :ck bxer „zu erwähnen mick) genötbigt sehe, wieicb glaube, sowohl meme Pffxckyt gt'gcn das Haus als gegen das Land auferlegt. „Sir Robert Pee] beliebte, dem Könige zu empfeh- len, daß Se. Mmcsich mech zu dem wichtigen Poüen eines Botschmsters nm Rusysclzen Hofe zu ernennen geruhen möch- ten. Ick gcüebe, daß ich sxvr stolz darauf war, als ich dies; Er'ncnnuxrg erfuhr. ZU gletcher Zett erhielt ich einen Brit! von. memem edlen Freunde, dem edlen Herzoge n-cben mir, woxm derselbe nicht m_rr diesem Schritt seinen vollen Beifall cr- tbctlte, sondern (mcf) htnzufügte, daß er ihm selbst sehr erwünscht komme. Ick bekenne, daß es mich mit Stolz erfüUte, zu verneb- men, daß mcmc bcschcidcnen Dtcnüe meinem Vaterlandc noch ein- mal von Nutzen fe'ytx könnten. (det, hört!) Ick glaubte, so an- xnaßcnd dies auch klmgcu „MW: daß ech, als Botschafter in Rußland- tm Stande seyn würde, dte m_et dieser Stelle verbundenen I.)]!"tich,ll zum Vorthetl für dée Jutereßen beider Länder zu erfüllen und du cht zwisäxen ihnen bcnch-xrxde Eintracht noch mehr zu bxsesiigm (Hdrx!) _Unter diesen„Umstanden üand ici) nichc an, dW mirvon dcn Mnnüern Sr. Majestät gemachte Anerbietcn anzunehmen. (Hört!) In der_That, ich war auf den Angrtff nicht gefdßt, der mir wider- fahren an; weder iel), noc!) cht: edler Freund neben mir hatten eine Ahnung davon, daß man Emwcndunxen gegen meine Person 1" machen haben würde. Sohald ici) jedo den Bericht über dieDé- batten las, Weichee nm Freetag; im andthcn Parlaments-Hause gl“ vfiogen wurden, fuhlte tclx, daß es fÜr mtch, als Untertban und al! StaaxSmann, nur enten c'tnztgcx! Weg gebe. Fel) kann Ew. OM“ ljchxexxcn vcrfichern, daß :ck während meiner langen politischen und mixttaeriscpctx Laufbahn stets nur von dem Gedanken geleitet wurde- mcmem Kömge zu__ dienen und keine Anstrengung zum Besten dis Lande's zu unkcrlancn. (Lauter xmd anhaltender Beifall.) Wollteitb aber 111 dcr Lage, in welcher eck) mich jetzt befinde, nack) dem, 11)“ im Unterbause voxgefaklcn, von hier ab*.“eisen, so würdc-ick) mich- als RepräsMMUT Dr. Mai.,_in "eine neue, falsche und unangemciseue Stellung versetzt sehen. Dre starken Bemerkungen und Vorwükfk- wcxctze etn'ZZvetg _der Geseßgebung gegen mich gemacht, würde- mexncr Wsrkmmkctt Schadcn thun. Aus diesen Gründen, von blk Pflacbt gegen meinen Souvm'ain durchdrungen, und nicht ctwa-dU11 "actionngsk wcichcnd, siche ich hier vor Ew. Herrlichkeiten, t.“ chlosscn, uZter kejner Bedingun? den Posten anzunc“ men, den Gk. Majestät mir so hu drelcs) verleihen woll' ten. (Hört, hört!) Es wird'vielleéuln die Zeit und die Gelege“ heit kommen, wo ich es für meme Pßicht halten dürfte, den uns“ rexhten, schnöden und _gnerwartetxn Tadel zurückzuweisen, der üvek mach gehäuft worden m, Er vezeeht sich auf Ereignisse, welcbe "' 16 Jahren vorfielen, und er wurde in einem Augenblick vors?“

bracht, wo cs" mir unmöglich war, khan in jenem Hause zu WW“ '

nen. «s;»örZ!) Ick wxu von dem Unterhause nichts save!! aber so met muß ich bemerken, daß dort sehr grbßli : und falscbe„Aenßexunen vorgekommen sind. Doch nach d“ ßigjährtgen Dren en kann ich dreist meine böswillégßen Feinde blk“ ausfordcrn, auch nur einen kiUzkgen Makel an meinem Charakt- ausßndég zu machen.“ (Hört! )

Der erzog von Wellington fand fich veranlaßt, Üb"

diese Ange egenheit auch Einiges zu bemerken, da er offiziell sa

Ernennung

elbtnx 'ag [ck die gyoße chkjgkeit semes sonne!) zu “Pk rigen ausge WienerHo mats-Secrecaér f . nstc" Beifall bezetgt 'iitairisä)? Verf die Vorthetle- ax11.L)ofk v fich daher sehr gt und der

try- habt, UUd

"nung gekillt ehr müsse er e in"] Belfan

„Es kann . seinen Vor . roß und w nennen; Md

en werden, . arlexennungen verantwortltcl).

' «nßructwnen, |ede7ser, zu exncm solchen ;xpfiichtct wurde.

nd nic!)t ""

wem Votum

r assungsmäßig :nf. (Hört!)

nücht nach

Üldtg M, daß ernannt war, abgelehnt hat.“

Der Marquis von-zLansdowne meinte, nicht des Marquis von Londonderry, sondern so_ine be- en Prinzipien seyen der Grund zu den Einwen- en seine Exnennung mache, denn die An- igen Verwaltung, die des jetzigen Miniskeriums, nicht xtgegengeseßt; ja, die Ernen- 1) würde, bei den allbekann- alls fremde Höfe eine An- daß die bisherige Politik nicht beibehalten alb sey dicse Ernennung zu verwer- chrigung dsr Kdnigltchen Prärogakive der Redner,

iche Charakter annten politisch „ungen, die marx geg , chten desselben "yen“ der Polen? der vor och, nach den Vernäxerungen eändert werden sollten, geradezu et ung des Marquis von Londonderr en Grundsätzen desselben, für eutung seyn, -ekden solle, und des en. Was die Beeintr -on Seiten des

ede Handlung, _ * oen habe, aber zugleich musse jenes ames Auge auf jede Bewegu : die jetzt vorhandeneAus'fi ysiem, vermittelst dessen der erlebt glauben könnte.

uckingham dagegen wo nur einen neuen schkagen

enommen,

Mm Macht _ ase; es sey schon verfassunqswtdrrg, des Unterhauses als Grund

arquis (von Londonderry) zu ungeeignet zu

junon, und er edlen Lords gcgen ßer werden, und dann rogative der Krone und nachdem der Her des letzten Redners in Bezug auf Bill geantwortet hatte, daß die Armen ordnuugen noch nicht vollständig getroffen hätten, so mehr freue, als dadurch Zeit gewonnen werde, Erfahrungen über den Gez; wegen der Abschaffung der E das Haus fich vertagte.

ebatten

würden se

Unterhaus. Silzung vom 16. März. Lord Z.Rus- en Kanzler der Schaßkammer, wann der Bericht der Kirchen-Komm:ffion dem Hause vorgelegt werden ag in Betreff der Irlän- en und dann auf

weil er wohl varten Willens 111), bis zum 23ßen dem Hause schon vorliegen werde; tr_age er hiermit zugleich darauf an- ktchte vorgelegt würden, welche Bolks-Unterrichts in Irland ern Sir R. Peel bezei

sell fragte d Zrländischen _ würde, und sa.;te, daß er seinen Antr . djschen Kirche bis auf den 3011er: 13. verschreb den Namens:)[ufruf im Hause antragen wolle, "khr glaube, daß jener Bericht, auf den er zu 1

„am seven.

Russell als reglementswidrig; vorher Anzeige .von vdrbringe; übrigens "ck! von den Kommissarien erhalten. M- daß er mor treten, den Antrag in noch aufschieben wolle.

“ck so sagte "Lord Russell, er werde mor Verfahren er in dieser Be fragte sodann den Premiers mas am Freitags hier vorgefallen, im den Marquis von Londondertd nach St. Pet Sir R. Peel erwiederte, jener Debatte auf den ihm zug babe. (S. die Sitzung des

nachdem ein Antrag des H “| noch einer besonderen

London, 17. März. März, an welchem Tage der Prinz Geor s“Höchntes Jahr erreicht, einen Kin Kmder der vornehmen Familien der Stn erhalten haben.

Der Marquis von

seines edlen Freundes verantwortlich .sey; er habe Sr. Majestät zu jenem Posten empfohlen, und wichtige militaérische Erfahru edlen Freundes zu diplomatischen oben Gelegenheit gehabt; er gedachte der neun- Dienste, welche der Marquis als Gesandter geleistet und nach deren Vollendung ihm der damalige 'n' dieauswärtigenAngelegenheiten den vollkom- habe. (Hört, hört!) Mit Rückficht auf die Rußlands, fuhr der Herzog fort, habe die cm Mann, wie der Marquis von London- on Sc. Pecersburg darbieten würde, im Auge gefreut, daß Sir R. Peel diese Ex- König fie genehmigt habe; um 19 s daher bedauern, daß fie an einem andern Ort

0 schloß der Her- t'chen Prärogative

unctionen

gefunden. darüber kein Zweifel pbwalten“, trag, „daß kern Thetl der Kdmg _ ichtég isi, als der“, Gesandte an tremden „Höfen zn kein Zweig dieser PrärogattVe muß so unverlcyt _er- als dieser; aber die Minéster dxx Krone find füx dtese Sie und verantwortltcb fdr nach denen mein edler Freund oder irgend cm Posien ernannter, edler Lord zu handeln Sje snd ferner verantwortlich f rfüüung dieser Pflicjwten von Seim: der erwählten Gesandten, r dem anderen Parlamentscßause, sondern dem ganzen- and'e dafür verantwortlich. Das Ut:_tcrhaus könnte daher unmögltch belstimmen, Welches eme solche Ernennung in Frage ente. Jcl) kgnn unmßglich glauben, dzxß das Unterhaus so wext ehen sollte, "ck in dxcse besondere Praro „sagen, daß die crttatxnte Person thren _ hnne, denn dadurch wurde 'das“ Unterhaus" fich mä) cnnungdcs Beamten und dee Lectung der besonderen Fynxttonen, leer zu versehen hätte, anmaßen,„ sondern _auch den thßer der en Verantwortlichkeit für dre Ernennung ubexbe- chließlich muß ich übrigens erklären, daß metner das Land meinem edlen Freunde großen Dank dafür er bei all diesen Umüänden das Amt, zu welchem (Öökt/ hört!)

ür: dle gehöri

tive einzumischen nnd oüen nicht emnehmen t nur die Er-

der persön-

Unterhauses betreffe, . o glaube er mit dem edlen Herzogc, daß jenes Haus eme die dies involoiren könnte, socgfäitég zu vermei- aus doch auch ein wach- «iniskkr haben., wodurch cbt auf Ruhe gefährdet oder das Frieden allein zu erhalten sey, hört!) Der Ute in dem Auögang, den diese Sache den Beweis von der gefähr- das Untxrhavs fich angemaßt

ng der J

Herzog v o n

und nun um den edlen einer bésonderen Charge fÜr ne Neuerung in dcr Consti- frage, wo man endlich Halt machen Werde; die über könnten noch selbsr einmal wieder Mini- x'den fie diesen Angriff auf die Prä- Hx'ermit schloß diese Debatte, zog von Wellington noch auf eine Frage die Ausführung der Armen- xKommissarien ihre An-

Was ihn um um noch mehr enstand zu sammeln, ging die B1" “ide durch den Ausschuß, worauf

mdgeführt,

das sev e:“

sehr bereuen.

Hause alle Be- Untersuchung dei annten Kommissarien eingegan- chnete das Verfahren des Lord es müsse derselbe, ehe er dieselbe

von den zur

seiner neuen Motion machen, . habe die Regierung bis jckzt noch kemen Be- Lord Russell zeigte nun qen mit seiner zuletzt erwähnten Motion hervor- Bezug auf die Zrländésche Kirche aber Da die Opposition hier „Nein, nein!“ gen kundthun, welches iehung eknzuschlagen gedenke. Unister, ob die Minister nach dem, mer noch Willens seyen, ersburgzusenden,worauf Marques selbst in Folge cdachten Posten Verzicht geleistet 'Oberhauses.) Es“ folgte darauf ""ck eine Debatte über diesen Gegenstand (auf welche wir zu- rückkommen werden), und dann verwandelte das Haus stel) in einen Subfidien-Ausschuß über die Marine-Veranschlagungen, errn Hume, daß dieses Budget vor- Kommisfion zur_ Untersuchung üöer- Wiesen Werden solle, mit 146 gegen 66, also mit einer Majorit- täc von 80 Stimmen verworfen worden war.

das; de': edle

„Ihre Majestäten werden am 26. von Cambridge sein [1 geben, Wo u die Umgegend schon Ein adun-

333

m.ehrere.Unterredungen mit dem Herzog von Wellington und ' mit Sir R. Peel.

Graf Grey ist gestern hier angekommen und der Graf Dur-

ham am vorigen Freitag nach Lambton Caskxe abgersisk. Leste- rer war während seines hiefigen Aysenthalts so unwohl, daß er fast die ganze Zeit binduroh das Ztmmer hüten mußte.

Der General Sebastian:“ und Herr Edward Elléce sind ge- stern Nachmittag in Dover angekommen.

Der heutige Globe sagt: „Lord John Russell wird sich heute Abend aber das Verfahren, wclches er hxnsichich seiner Motion én Betreff der Jrläx1dischen Kirche anzunehmen gedenkt, auSsprechen. Die von ihm beabsichtigte Auffchicbung derselben findet, wie wir hören, auf den Wunsch O'Connell's und der

Jriändischen Mitglieder statt. Der Bericht wird, wie man

sagt, die Opposttion mit so mächtigen Waffen versehen, daß der dadurch entstehende Vortheil die Uebel der Verzögerung auf- wiegt. Ein kur er Aufschub schadet nicht, wenn Lord John Russell nur_die ersiÉ-erung giebt, da;; derselöe nicht von un- endlicher Dauer ix'k.“

Die Berichte Wer die Eénnakzme und Llusgabc in dem mit dem 5. Januar 18.15 beendigten Rechnungs-Jahre snd auf die Tafel des Unterhauses niedergelegt worden. Erstere betrug 46,509,856 Pfd., lekztere -1.*1,!ck(jl,700 Pfd. also bleibt ein Ueber- schuß von 1,808,154 Pfd. Für das Feld-Zeugamc sind in dem- selben Zeitraum 1,301,699 Pfd. verausgabt, für das Jahr 1835-36 aber 1,297,059 Pfd. veranschlagt, woraus sich eine Ersparnis; von 4640 Pfd. ergiebt.

Die geßrige Hof-Zeitung enthält eine Ueberseßung des Befehls der Königm von Spanien, wodUrci) die Beschränkung, daß alle in die vier nördlichen nicht blokirten Häfen Spaniens einlaufcnde Schiffe schriftlich versichern mußxen, daß se keine Contrebande an Munition am Bord härten, aufgehoben wird,

Aus Jamaica sind Zeitungen bis zum 3. Februar ange- kommen. ,Die Nachrichten, woche ste cnréyalten, smd im Allge- meinen zufriedensrellend. Die Sémch fahren fort, ohne Wider; selzlichkeic zu arbekten.

Auf Mauritius herrschte, den lcßcen Nachrichten vom 18. Dez. 1). J. zufolge, noch beträchcliche Aufregung. Die Op- position ge en die Regierung war noch heftiger, als zu der Zeit, wo Herr „ereméc abreiüe.

In der Capskadt hatte man Nachrichten aus Grahams- totvn bis zum 4. Januar. Es waren daselbst beträchtliche Verstärkungen an Kavallerie Und Infanterie angekommen. Die männlichen Bewohner von Bachucsr Waren im Begriff, dahin zurückzukehren. Der Feind schcint nicht über den Sunday-Fiuß gegangen zu seyn, und es ist wahkscßcinlici), daß man binnen kur- zem die Offenfive ergrxifen wird. Die östlichen Dißrikte, wo die größte Mache dec Kaffcrn vcrsatnmeit ist, smd in Belage- rungs-Zuskand erklärt worden. Die Mésüons-Stationen smd sämmtléck) verlassen, [md Schrnk'en und Verwirrung herrschcn an der Gränze. Stündlich gehen Berkctzce aus aUcn Gegenden ein über die auf die schauderhafceste Weise gegen da:; wehrlose Volk begangenen Mordthaten.

Dem Canton Register zufolge, ist der Gouverneur Lu, durch einen Befehl aus Peking, seines Amtes entjeßt und de'." Pfauenfeder beraubt words» weil er „die beiden kleinen Engli- schen Schiffe nisi): aus dem Fiusse vertrieben hatte.“

New-Yorker Bkäxtsr vom 24. Februar enthalten die Nachricht von einer in Para in Brasilien am 7. Januar cms- acbrochencn Revolution. Ha Stade wurde von bewaffneten Landleutcn, denen sah die regulaixxen “Truppen anschlossen, ange- gréffcn. Nachdem die Rebellen dcn Pt'äsdenxen, den Anführer der Truppen, den Hafcn-Capitain Inglés und viele Einwohner, sowohl Einheimische als Fremde, getödtck hatten, festen fie neue Behörden cin. Bxs zum 2111-27: war dix (Stadt in eincm trau- rigen Zustande und axle Geschäfte skockcen. Der größere Theil der Kaufleute befand fich am Bord der im Hafen liegenden Schiffe und die meisten Wollten nach Maranham stießen. Unter den von den „Jnsurgenten ernant1tenBchörden war indes; Streit emstanden und die Stadt deshalb in großer U::ruhe. Aus den am 16cm d. M. htsr eingexézangMen direkten Nachrichten aus Brastlien geht hervor, daß der Aufstand in Pam unterdrückt ist. Ein Engländer soll dabei das Leben verloren haben.

Die Nachrick): von dem Verfahrexx deu Fravxössckwn Regie- rung nach dem Empfange der Botschaft des PräfidentenJacksou hat in New-York, von wo die leßten Berichte bis zum 27. Februar reichen, eine bedeutende Aufregung hervorgebracht. _Es wurden sogleich Couriece nach Washington gesandt, wo diese Nach- richt ebenfails großesAuf'x'shcn machre. Es [)x-ß, der Präsdmc habe geäußert, daß wahrscheinléck) das Geccehtigkeitsgefühl die Französschen „Kammern veranlassen würde, das Entschädigungs- Gesekz anzunehmen; gcschehe diss indeß nicht, so fonte anch der Kongreß nicht bei halben Maßregeln stehen bleiben, sondern so- gleich den Krieg erklären. Der Präsident hat aber weder am 20sten, wo die oben erwähnte Nachricht in Washington ankam, noch am folgenden Tage dem Kongreß eine Mittheilung über diesen Gegenstand gemache, auch hat die „Kommission fürdixauswär; tigen Angelegenheiten kxinenBericht jn décserBeziehung abgestattet. Es wurde vielmehr bei dem aufgeregten Zustande der öffentli- chen Meénung für zweckmäßig gehalten, den am LMM gemack); ten Bericht auf unbestimmte Zeit m:rückzulegen und das Ver- fahren der Französischer: Kammern ?)inficixxlich der Entschädigung abzuwarten. Die Ankunft der Franzöjxjchen Kriegsbrigg „le Dassas“, welche Depeschen für Herrn Serrurier überbrachte, die natürlich niche bekannt geworden find, veranlaßte keine ge; ringe Aufregung unter den Bewohnern von NewYork. -- Der Washington Globe vom “21. Februar sagt in Bezie- hung auf die Nachrichten aus Frankreicé): „Aus den von uns gegebenen Mittheilungkn aus den fremden Blättern, und namentlich aus den Bemerku_ngen des Französschen Ministers Über die Vorlegung des G:]xßes zur Vollziehung des Traktats, ergiebt fich, daß wir die beste Ausfichc haben zu einer baldim und glücklichen Ausgleichung unserer MißheUigkeiten mit rankreéck). Wir haben einen Privar-Brief gelesen) worin gesagt wurde, daß die gut Unterricsxteten in Paris nicht daran zweifeln, daß in vier oder fünf Tagen dds Entschädigungs-Geseß die Kammern pasfiren werde. Dieser Brief kommt aus einer sehr zuverlässigen Quelle. Herr Livingston wird seine Pässe

des von den Ministern vorgeschlagenen Geseßes abwarten.“ Dée Franxöfische Kriegsbrig werd, wie es heißt, bis zum Schlusse des Kongresses héer blei en und dann mit der Nachricht von der Entscheidung desselben nach Frankreich zurückkehren. _ Man spricht von einer außerordentlichen Zujannmnberusung des Kon-

grosses. Niederlande.

Aus dem Haag, 17. März. Se. “Königl. Hoheit der Prinz von Oranien ist gestern mtt seinem zweiten Sohne, dem

Londonderry hatte in den leßten Tagen

Prinzen Alexander, nach dem Hauptquartier abgegangen.

nicht fordern, sondern das Verfahren der Kammern in Betreff

"Däne“mark,

. „Kopenhagen, 14. März. (Alt. Merk.) Einer Nack)- recht an der Kopenhagener Post zufolge haben 2 Tage, nach- dem dée (gestern erwähnte) gegen den Mißbrauch der Presse ge- richtete Gesellschaft gestiftet worden, bereits 178 Indivtduen als Mitglieder für: dieselbe sch gemeldet. Wie wichtig die Wirksam- keit dieser Gekenschast, richtig geleitet, werden könne, ergiebt ein Artikel in Profeffor Schouw's Dänischer Wochenschrift, welcher über die Lektüre des gemeinen Mannes in Kopenhagen handclt. Der Verfasser bemerkt, daß, während der größere Theil der un- texn Klassen slch mit Lesen überall nichr beschäftige, diejenigen Individuen, welche wirklich Lektüre suchten, bei schlechten Roma- nen, Schmuß- und Pöbelblättern, und jener Unzahl von Markt- Piecen, eigens für diese Klassen geschrieben, stehen blieben. Na- mentlich machten die sogenannten Heym, Traum; und Lotterie- Bücyer großes Glück; eine ONenge deeser, in mehreren Auslagen erschienenen Piecen werden dem Titel nach vom Verfasser ange.- führt, und mit Recht mag es am Schlusse heißen, daß auf eine Literatur dicker Art die gegen den Preß-Mißbrach) gerichtcre GeseUschaft iht" Augenmerk insofern werde zu richten haben, um auf populaire Weise dem gemeinen Manne das deersmnige und Varderbléche des Inhalts solcher Productioncn zu vcran- schaxclichen. _

Freie Stadt Krakau.

Krakau, 17. März. Die hier am 5ten d. M. angelangte Nachricht von dem Ableben Sr. Majestät des „Kaisers von Oesterreich, eines der großmüehigen Beschüßer dieses Frei,: staats, hat unter allen Klassen der Bewohner dieser Stadt die lebhqfteste BestürzunZwund Trauer erregt. Von Seiten der Regterung ask aus laß dieses verhängnißvollcn Ereignisses nachfolgende Kundmachung erschienen=

„Der regierende S_euax der freien und streng neutralen Stadt und des Gebietes von _Krakau :c. :c. Die zwischen Furcht und Hoff- nung erwartete Nachrcclzt_von dem Stande der anfangs lebensge- fä'brlécb bedrohten, späterhm etwas ebefferten Gesundheit Sr. Ma- jestät dcs Katsers von Orüerretciy, ranz l., ist endlich gestern auf amtlicizem Wege, bier angelangt und harups leider die höchst bctrü-: bende4Gcwtßbett gebracht, daß Se. Katserl. Königl. Avoßoljsche Majejtät in dex Naäyx vom ]. auf den "2, März um ;- auf 1 Uhr in cin besseres Leben htnübcrgeschlmnmert sel). Die kurze Freude- welche wir gleecl) den unter dem milden Scevtcr des besten alle'." Monarchen vereinten Völkern über die anfängliche Besserung Sr. Majestät empfanden, und „welchc uns zu Vorbereitungen veranlaßte, um für die Erhaltung emes so theueren chens dem Herrn der Heerscvaaren im heißen (Heber zu danken, vat fia) leider in die tiefste Trauer verwandelt, wclcßc nicht nur die hécffge Rc kerung, sondern sämmtliche Bewohner dieses Ländchcns' über den chxnerz« lichen Vcrluü unseres Wohlthäters und crbabensten Yc'sck)ü;« zers erfüllt hat. “Fm Orange des unausldsck)léchen Dank,- chühls, und in gerechter Bewunderung der scltenen Tagen.- cn des erhabenen Vcrblichcncn, hat der “Senat, tn drr *Ab- sicht, un: duxct) cenen öffentlichen Beweis der n'cfrn Trauer den scbuldigen Tribut zu entrichten. und das ewig theurc Andenken sci» nes durchlanclyt'tgflcn Beschükzcrs zu verherrlxchen, dic solqendc An;- ordnung getroffey; 1“; Der Senat, die Gerici)rii-Vclckdrdem die (Me; der dcr Univcrntär und „der üvriaen öffentlichen chr:21nüaltew überhauvt sämmtliche Ctvtl- _und Milttair:Beamtc dieses Freistaats, werden durch vter Wochen dre tiefe Trauer anlcgcn. 2) Am 17th d. M. wird in der St. Maricn-Kircbc um 10 uhr Vormittag:; eén feierlicher Trauergottesdienst abgehalten werden, um den Allinäcb-

tigen zn bitten, daß er die' Seele des" verblichencn Monakchen iu

sem himmlisches Reich aufnahme. 3") Der Senat„ die (Kcißiéciß keit und das sägtmtlechcn Beamten dieses Freistaats obne Aus- nahme werden nä)- dix (Heißlicbkcix ausgenommen, in Uniform. mit Trauer bci dieser_ Fcterlichkcit einfinden. 4',» Die Stadtméliz in Trauer wird in der Ktrckze eine Ooopslreihc bilden. 5); SäumnliM Coroorationcn und Zkznftc bqbeu gleiäxfalls dem Tkauck-Gottesdienst beizuwohnen. 6“; Dec üädtnch Polizei-Behöxde hat für di:- Ord- nung in und nußxxhakb der Kirche nacb den für ähnliche FäUe be- üchenden Vgrscvrtrten zu so_rgem 7) Während der vierwdcéxentlécben Traucrcht jmd alle dffentltctmt Belustigungeu :.“. sirkng untersaat. Das htengc Theater bleibt durch drei Tage, von morgrn nngrfas'n» gen, und am Tage des Gottesdienstes selbst verschloffcn, Diss? An- ordnung soll den sämmtltchcn obengenanmm Bchdrdeu :e "&ckqu deröAusführung bekannt gemacht werden, Krakau, den 6. ME!? 183 . - Der Präsident des Senats (gez.) Wécloglowskim/

D e u t s ck [ a n d.

Leipzig, 19, März. Dem neuen Gesekze üöcr déc Woj- legirtcn Gerichtsstände gemäß, wird mit dem .Zjstcn d. M. das seit dem Jahre 1488 hier bestehende Obcr-Hofgerichc auqulöst. Die Leipziger Zeitung bemerkt: „Fordert: auch die“ neue Gestaltung des Sächsxschen Staats-chcns die Aufhebnrxg des Ober-Hofgerécbts, so wird boah eine dankbare Rüokerinxicrunq an sein in früheren Zeiten und unter andern Verhältnissen Wohl; thätiges Wirken für die Rechtspfiege des Vaterlandes foxxicven- An die Männer, welche in dem Sthungssaale des OOOk-Öofqex richts lhre Thätigkeit entfalteten, knüpft sich schon vor, und „„., sonders seit der großen Constéeutionen:Gesctzgebuug Auzzux'is, ein bedeutender Theil der Kultuc-Geschichtc Sachscns. Vasa»: Belege zur Kenntnis; dcrselben und anderer f:"ük)ercr Vsrbält- nisse des Landes dürfte das Archiv des" Oder:.ßofget'icix-c; (:ar- bieten, welches nunmehr seiner Vereinigung mn dcm „**)-„:Pr- Staato-Archive entgegensehr.“

München, 16. März. Hiesige Blätcer mcl'k'cm; „Dem Vernyhmen nach, soll der Feidmarschakl Fürst vm: 92717479 be- stimmt seyn, sowohl zur Condolation, aks znrBkgl7'kckW:]txs-;1=:mg der Thronbesteigung Sr. I.)?aj. deiKaisers Ferdinand track), IZILU abzugehen.“

Vorgestern traf der Kurfürstlich Hessxsäxe Goner'al:"))?ajor' und General-Adjucant, Freiherr von Level, hin" ein.

Nachrichten aus Griechenland zufolge, soll in Messeném neuerdings ein so heftiger Aufstand ausgebrochen servn, da:] die gegen die Rebellen beorderten Truypen dcr ngentsäwf; genö- thigt worden wären, mit denselben zu kapituliren.

Stuttgart, 18. März. Wegey des am heucégcn Tage stattfindenden Trauer-GorceSQéensfes fur dcn verewi:;t2n Kaxscr Franz von Oesterreich bleibt auf Allcrhöchsten Befehl die Könég- liche Hofbühne heute geschlossen.

Wiesbaden, 17. März. Der Kommandant der N.:,a7auj- schen Festung Marxburg, Ovcxsc-Lceueenmn H:!Z, f-:,-»xrc.- «:.; n;, d. M. skin funfzigjähréges DwnZT-Zubüäzxm.

0 e st : r c e i ck,

Wien, 12“ ONärz' . (Schlcs, ZkZ-Z ZU dex". 1154»ko Ta; gen wexden d1e_CommtÜaare von hjyr abgehen, wclche Oc-“n'mmc find, die Nokéßsaxkons-Schreiben von dem Ableben des qusU-s Franz und der ThronbeßerZUW dks Kaisers Ferdinand an die

Höfe vonSt. Petershurg, Berlin, Dresden, Stockhoxm, Mün- chen, Stuttgart, Parts, London, Turin, Rom, Ncaprl u. s. w.

zu überbringen; man bezeichnet hierzu dcn GcneralFürscenKarl