Und init dem Belgischen Geschäftsträger, Und speisten an Einer Tafel mit dem Grafen Rayneval und deffen Familie. Graf To- reno trank auf das Wohlseyn I. M. und der hohen Verbünde- ten Spaniens, Frankreichs und Englands. Portugal wurde nicht erwähnt; doch wird bestimmt perstchert, daß 4000 Mann Portugiesen an der Gränze von Estremadura stehen, um auf den ersten Wink Spanien zu Hülfe zu kommen.
1 Portugal.
En lische Blätter melden Nachstehendes aus Lissabon vom 8. ärz: „ Ein hiesiges Handlungshaus hat von England aus den Auftrag erhalten, sobald das Geseh über den Verkauf der Rational-Güter angenommen sey , für 100,000 Pfd. anzu- kaufen. Der Englische Ingenieur Clint, welcher hierher kam, um eine neue Münze, nach dem Plan der Londoner, anzulegen, hat von der Regierung den Auftrag erhalten , eine Veranschla- gung der Kosten, welche die Macadamisirung der Straße von Lissabon nach Cintra verursachen würde, einzureichen. Dies würde, nach seinem Berichte, nicht mehr als 7-8000 Pfund kosten, und die Regierung hät befohlen, mit dem nächsten Mo- nate die Arbeiten zu beginnen. Herr Cleig untersucht jelzt, in Begleitung von zwei Portugiesischen Ingenieuren, die Straßen von hier nach Coimbra, Porto und Elvas, indem der Regierung von einer Gesellschaft ein Vorschlag zur Instandsetzung derselben gemacht worden ist. Dies wäre sehr wünschenswertl), denn fie sind sehr in einem soschen Zustande, daß eine Reise von“ hier nach Porto sechs Tage währt, obgleich die Entfernung nur 180 Englische Meilen beträgt. -- Marschall Sandanha wird nach Paris abgehen, sobald die Nachricht hier eingetroffen isi, daß der König der Franzosen die ErnennunÖ2 angenommen hat. Man erwartet dies noch vor dem 24. d. . Der Marschall hat die Ernennun des Obersten c13“izarro zu seinem Begleiter nicht durchsehen knnen, da die Regierung lehteren vermochte, die Mission nach Rio „Janeiro an unehmen. Obgleich man all- gemein glaubt, daß es Buenos yres sey, wohin er bestimmt ist, und obgleich der Marschall verlangte, daß in diesem Falle sein Bruder Domingo Saldanba ihm als Secretair und Ge- schäftsträger beigegeben werden solle, so haben die Minister doch nicht eingewilligt.“
Inland.
Berlin, 23. März. In Folge der von der Königl. Haupt- Verwaltung der Staatkschulden unterm 14ten d. M. erlassenen Bekanntmachung, sind _am 17ten d. M. für 725,000 Nthlr. Staats-Schuldscheine durch das Loos ge ogen wvrden und wer- den am 1. Juli d. I. bei der Kontro : der Staats-Papiere (in Berlin, Tauben-Straße Nr. 30) in den Vormittagssiunden von 9-1 Uhr haar ausge ahlt werden. Die fernere Verzin- sung dieser Staats-Schuld cheine, wovon das Verzeichniß nach t ren Nummern, Littern und Geld:.Beträgen bei der Königl.
aupt-Verwaltung der Staats-Schulden auSgegeben wird, hört mit dem 1. Juli d. I. auf, indem die Zinsen derselben von da ab dem Tilaun s-Fonds zuwachsen. Was die außerhalb Berlin wohnenden Beéßer von dergleichen verloosien und am 1. Juli d. J. zahlbaren Staatk-Schuldscheinen betrifft, so können sie selbt e der ihnen unächsk gelegenen Regierungs-Haupt-Kasse zur ealifatlon ein enden.
- Der wechselvollen Witterung ungeaScet hat sich der Ge- sundheits:Zustand im R.-B. Düsseldorf im verflossenen Mo- nate ganz ungewöhnlich befriedigend gezeigt. Es wurden näm- lich 2660 Kinder (worunter einmal Drillinge) geboren, während nur 1655 Personen starben. Es ergiebt sich also hieraus in einem einzigen Monate ein Zuwachs der Bevölkerung von 1005 Seelen. Im Monat Februar 1834 betrug der Ueberschuß nur 657. Unter den Gestorbenen befanden sich 4 Männer, die ein Alter von resp. 91, 93, 95 11130 96 Jahren erreichten. Der Er- ftere, ein Hufschmidr im KreiieGrevenbroick), war bis zu seinem Tode in seinem Gewerbe thätig.
--- «M
In der heutigen Versammlung des Vereins der Kunstfreunde fand die Verloosung der erworbenen Kunst-Gegensiände statt, und fielen die Gewinne folgenden Mitgliedern zu:
S:“. Majestät dem Kön: e: Bauerhaus bei Muskauz Oel- Gemälde v_on Kunkler. ? kunnen vor Grotta ferrata tm 211- banen-Gebirgc, Ocl-Gcmälde von Ahlborn, Bonvwants auf dem Maneuvre, Oel-Gemälde von Nabe.
Ihrer Majeüät der Kaiserin von Rußland: Aussicht auf Florenz, Oel-Gemalde von Biermann.
Ihrer Königl. Hoheit der Frau Kronprinzessin: Bachus tränkt seine Panther, Oel-Gemälde vom Prof. v. Klöber. Sr. Kbni [. Hoheit dem Prinzen Heinrich: Chriüen-Sklaven
und _ arvaresken, Ocl-Gemälde von Hopfgarten.
Sr. Königl. Hoheit dem Prin en Adalbert: ein alter Bött-
S chers FeddGeséälde vorck Pißorius.M ckl b i
r. o e em erzog ar von e en ur :Strel :
e n Waldbach, Oel-Gemcilde von Dahl. g s
Ihrer Durchlaucht der Frau Fürstin Mathilde Radziwill: Um egend von Neuß, Oel-Gemälde von Heunert.
Herrn aarcn-Makler Herrmann: ein alter Kreuzgang, Oel- Gemälde von Klose. -
Herrn Geheimen Ober-Bauratb Schmid: Diana im Bade, Oel- Gemälde vom Prof. Sohn.
Sr. ExceUenz dem Kurhessschen Gesandten, Herrn von Wil- kens Hohenau: Blick aus dem VolSker-Gebirge nach dem Meere, Oel-Gemälde von Elsasser.
Dem Kunüvereine in Potsdam: Ruine des Klosters Maria in der ukermark, Oel-Gemälde von Schirmer in Berlin.
Herrn Kanmatm Joseph Wolff: Jtaliäner am Brunnen des Markus-Plaßes xu Venedig, Ocl-Gemälde von Robert. Frau Fnspektorin Ziegler: Rückkehr vom Manoeuvre, Ocl-Ge-
111 [de 'ysoni R;)??tsck) “ck _
rau ro e orn er :Ani t des Mont- lanc el-
F (Hmelde von Kunkler. . fck B “ O
Herrn Kaufmann NesMM dle ersien Menschen, Oel-Gemälde von Wagner. „ .
Frau Geheime Fuütz-Rätbin Jordan: der Kronenberg, Oel- Gemälde von Roch.
Herrn Geheimen Obcr-Tribunals-Rath Bormann: ein fißender Jnabesbetrarlmt einen todten Vogel, Marmor-Statue von
erge .
Herrn Kaufmann Baldamus in He'ttfiedt: der kranke Rat 8- berr, Oel-Gemalde von Hildebrandt. b
Herrn Hof-Goldschmidt Hossauer: ein Reiter aus dem dreißig- jährigen Kriege, Oel-Gemälde von Keil. ,
Sr. Excentnzoyem Herrn Ober-Präffdenten v. V„mcke in Mün- ster: das „innere der St. Markus-Kirche, Orl-Gemälde von
Robert. „herrn 0x. George: der Hochstein in den Salzburger Alpen,
OF GcmlctlZ;i v_on Zlblban.i errn enera - mor on ; ' . .: Yemßldexsm SIM" G e che die beiden Eleonoren, Oel r. xce enz em errn eneral-Lieutcnant vo Magdeburg: der Schiffswerft bei Danzig, n Gregorovius. -
Ia ow in Oel-Gem lde von
338
Herrn Hofgerichts-Advokaten Sommer in Arnsberg: Amor auf einem Panther, Bronze uß nach dem Moden von Reinhardt. Herrn Hofrath Benda: ( ne Schenke aus dem dreißigjährigen
F KGSZ; OeFl-rGedeke von KYaZhl „ Psd t i
rau r n anz av n r m ren: enRitter und ein Mädchen, Oel- emälde von Cretius.
Sr: Excelicnz dem Herrn General-Lieutenant von Pfuel in FZFÜZKFM von Altenahr, Oel-Gemälde von Schirmer in
n e .
Herrn Geheimen Juüi eRath Berli : der Beiert urm bei [ Oel-(Hemälde vonz John. h h Kd n,
Madame Fre g evice: Ansicht eines Hauses von Neuchatel, Oel- Gemälde von Calame. .'
Sr- ExceUenz dem Herrn General der Infanterie und Geheimen Staats-Minißer Freiherrn von Hake: die Exüeiner Mühle, Oel-Gemälde von Roch. „
Herrn Gutsbesitzer Salingre tn Roftin: das Krahnen bei Düs- seldorf, Oel-Gemälde vpn John.
HWY 11111 k:'“txouanne: Ansicht von Obersiein, Oel-Gemälde von
a .
Dem Kunfi- und,Gewerbe-Vereine in Königsberg in Pr.: Mäd- chen auf der Bleiche, Oel=Gemälde von Grothe.
Madeeanltberg m Alt-Klückcn: eine Abtei, Oel-Gemälde von
Herrn Karl E. von Franzius in Danzig: Ocl-Gemälde von Moü. Berlin, den 23. März 1835. Direktorium des Vereins der Kunsi-Freunde im Preu- ßischen Staate.
Meteorologische Beobachtung.
1835. Mor ens Nachmitt. Abends Nach einmali er .22.Marz. 6 ughr. 1 2Ubr. | 10 Uhr. 1 Beobachtun'xzz,
Zuerck. . 339,5 8"I)Z;.1339,Z0";p§- 339,8 0"*Par. Quellwärme 7,0 " R, u „ rme 0 . + 1 . L 0 " . .
Tbauvunkt __ ];1 a N- ();.) "N. I ];0 „X' Flußwärme 3,2; o R. Dunstsättg. 90 pCt. 05 PCt. 78 pCt. Bodenwärme 2,9 "N. Wetter. . . . heiter. heiter. heiter. .. „ Wind ..... ONO. NO. . ONO. Ausdunsi. 0,0 3 9 Rh. Wolkenzug1 _ NO. 1 _ Niederschlag 0.
_ Tagesmittel: 339,7 e““. .. 2,4 9 R. .. - 0,7 0 N. . . 78 pCt.
der Pti'ngsimorgen,
Z€k11116k 1301'80. [)en 23. 111ä1'2 1834.
Amt]. 1701108- 11111] €L1l1-Ü011k8-28tt81. (NWU/"z. EMM.) M
!A? | FMH: ! (;ck-11.1 1001
[SFL ] LMH“ [ KLM“.
100;'f [)!-tpk. 1'1'0110111'. 4 1021: -- 985“; 90111111. (10. 1005; -- 05:1 [(11r-11.W'8111n.(10. 4 WHF 106 100 8011183180118 (10. 4 1061. 99T 111€81.().|1.2.-8011. 100; (1. [(.-11. d'. _ 9971 (10111 111 marco -- 38; HRA"; 111111. _
Zt. - 80111110 - 8011. 1'1'. Engl. 0111. 30. 1'rm.§011. (1.8(3811. [(111111.0b1. 111. 1.6. R80m.111t.§c11.(10. 11811. 8t0t1t-0b1. [(ötiixxsb. (10. 12101115. (10. 1111112. (10. 111 “kb. Usestpk. kfznäbr. ,
10]; Krieäricbsä'or . . (71101511. 1,08. (10. '
1112; Vigeonto ..... --
ÖDLKÖQÖO|OÖ
.Tuawärtigo Zöxßsn.
Imateräam, 18. Mär:.
Rioäer]. "1!“111. 80111110 56,57. 57"; (10. 101797. 111180. 80111110 1757. [(am-11111. 261'7. YZ 14.1110". 954. ZZZ 80. “1188. 99. 0081011". 994. ['roun- l'räm-öcbeine 116. (10 411 11111. 1014. ann. 5,2 4941. 33 WZ.
eintwsrpon, 17. 1113112.
Jpan. 57?- 50. LZ 29. 21081. 234. Conse; 4921.
8111111. 11111. 68. (1110111111111 49. W181], 18. 1110112. 53 Ust. 1011. 49, 95, Znnk-Kotisn 1340. REUS 11111. 591Z.
Königliche Schauspiele.
Dienstag, “24. März. Jm Opernhause: Der Maurer, Oper
in 3 Abth., mieTanz. Musik von Auber. (Dlle. Lenz: Irma.)
Hierauf: Der Schweizer-Soldat, militairischrs Ballet in 1 Akt, von Hoguet. Mufik von H. Schmidt.
Im Schauspielhause: 1) 11:1 111018011 (111 101111111111, 11000
111810101110 811 Z 30188. 2) 907111? 81. 1010110116, 731100171110 (311
(10. (30111). 28:17.
. 1 0010.
Zu dieser Vorstellung werden Schauspielhaus-Billets, mit Sonnabend bezeichnet, verkauft.
' Königsrädtisches Theater.
Dienstag, 24. März. Hinko, der Stadtschulcheißen-Sohn von Nürnberg, Schauspiel in 5 Akten, mit einem Vorspiele: „Der jüngere Srhn“, von Ch. Birch-Pfeiffer.
Wegen pldlzlicher Krankheit der Dlle. Burghardt kann die Oper „Lesioiq “ nicht gegeben Werden. Die dazu bereit:? gekauf- ten Bikiets bleiben ur heutigen Vorstellung gültig, oder kann der Betrag dafür bis Uhr Abends in Empfang genommen werden.
„Neueiie Nachrichten.
. Paris, 17. März. Der König musterte gestern Mittag 111 Begleitung des Herzogs von Orleans, der Marschälle Mor- tier. und Gérard und der Generale Dariule und Pajol das 61ste Luzien-Rrgiment, _welches sich von hier nach Besangon begiebt. Die Trupperi deßlirten vor'Sr. Majestät mit dem Rufe: „Es lebe der König!“ Nach der Musterung arbeitete der Präsident des Conseils mit dem Könige.
Der Minister-Ratl) war gestern Abend wieder bei dem Herzogr von Broglle im Ministerium der auswärti en Ange- legenheiten versammelt. Seit der Ernennung des errn von Broglee (| noch kein Minister-Nath in GegenWart des Königs gehalten worden. Die Minister arbeiten nur einzeln mit dem Könige. Herr Thiers besonders hat häufige Konferenzen mic Se. Majestät.
.Die Paird-Kammer hielt heute eine öffentliche Sitzung- die jedoch nur eme Stunde dauerte; “sie war ausschließlich den Berathungen über den Geseß-Entwurf wegen des Verkaufs. der Aerndten auf dem Halme gewidmet, der nach einer vöüig uner- heblichen Debatte Mit 88 ge en 10 Stimmen angenommen wurde. Da von der betreffenden ommission mehrere Aenderungen in diesem Geseße vorgenommen worden smd, so muß dasselbe noch einmal der Deputirten-Kammer vorgelegt werden.
Der Schluß der gestrigen Sitzung der Deputirten- Kammer bot nichts Bemerkenswerthes. Nach Herrn Salverte ließ eh noch Herr Rauter über den Geseß-C'ntwurf wegen der _erantwortlichkeit der Minister vernehmen, worauf die all:
ememe Berathung geschlossen , und diejenige über die einzelnen rtlkel des Geseßes auf den folgenden Tag verle t wurdc. -- In der heutigen Sitzung erfolgte zunäch| die nnahme des Gesch - Entwurfes wegen einer Unterstüßungs ; Summe von
'füglich in allen Fällen dieselbe seyn könne, es wohl be
250.000 Fr. für die von der Cholera ments, mit 254 gegen 5 Stimmen. odann wurde zuerst erwähnte Geseß : Entwurf wieder vorgenommen, erste Artikel desselben lautet also:
_„Art. 1. Die von dem Könige bei Ausübung se“ Königlichen Autorität ausgehenden Verfügungen find 0! unter der Verantwortlichkeit eines Ministers exekutorlsch Jeder, der eine solche Verfügung vollziehen läßt, ohne da“ von einem Minister contrasignirt war, steht dafür mit , Person ein. » fignirten Verfügungen verantwortlich. - Alle Minister sammen sind verantwortlich für die allgemeinen Maßre der Regierung, zu denen sie mitgewirkt haben.“
Zwei Deputirte verlangten, daß man in dem zweiten : diejenige Strafe näher bezeichne, die den Beamten treffen [ der eine nicht-contrasignirte Verfügung in Ausführung 5x,- Herr Guizot bemerkte inzwischen, daß, da die Strafe„
sser [
L_eimÉesuchten Dep
Zeder Minister ist für die von ihm co.. -
F1 [* L Uß 11111 0
Allgemeine
taars-Zcitung.
,““- “J
84.
Beim Ahlanfe des„Quartals wird hiermit in Erinncrung gebracht, aber bet den Königlichen,Posi-Aemtcrn zu maxhen sind, und daß “nenten das Blatr-am Vorabende srmes Datums durch die Sradtposi frei ins Haus gesundt wird.
die _Brüellungen vis späteßens den 3111er: d.séd'i. an uns gelangen “des Blattes eine Unterbrechung erleidet und nicht sämmtliche Nummern 1»
«;):ovinzen
wir bitten:
möchte, den ganzen Artikel, sammt den dazu beantragten A.:. „
dements , noch einmal an die betreffende Kommisfion zu „„ sen. Leßteres geschah. „Art. 2. Die Minister können von der Deputie-
Kammer nur wegen Verraths, Erpressung oder Pfljchnge' ,
senheit in Anklagestand versetzt werden.“
Herr von Mallevill'e verlangte, daß man diesen Anil etwas ausführlicher fasse. Die Herren von Laboulle, , Marc-Girardin und Hennequin widerseßten fich aberd sem Antrage, während Herr Odilon-Barrot denselben un stützte. (Die Abstimmung war bei dem Abgange der Polin nicht erfol t.) .
Alle Zeitungen machen heute ihre Bemerkungen über Ende der Znterpellationen an das Kabinet. Die ministerie Blätter reden von einem Siege, den dasselbe davon getr habe, und das Journal des Débats insbesondere preist gute Einverständnéß, welches zwischen Herrn Thiers und Doctrinairs bestehe, die es mir dem Namen „Iuli-Mämm bezeichnet. Die Oppofitions-Blätter glauben aber weder an Eine, noch an das Andere; das Ministerium, meinen sie,
Berlin, Mittwoch den 25sien März
der Preis
1835.
daß die Yrsicllungen auf diese Zeitung ncbsi Pränumeration hier am Orte bei der Nedaction (Mohren-Straße Nr. 31), in den fur den ganzen Umfang der Monarchie auf 2 Rthlr. Preuß. Cour. vierteljährlich fcsigescizt isi, wofur dcn biefigen Abon-
. Um jedoch dll erfordkrltcbe Stärke der Auflage für das kommende Vierteljahr abmessen zu können, müffen zu lassen, indem sonst dte Interefscnten es sie!) selbsi zuzuschreiben haben, wenn die Zusendung om Anfange des Quartals an nachgeliefert werden können.
A0UiUchachrichtUr
)?ronik des Taer'.
Des Königs Majeüät Haben den biederigen Kammergerfcbts; und Land- und Stadtgeréchts-Assrssor Barnheim zu Danzig „und den bisheriqrn Oder:L.;ndcsgrrichts-Assejsor Hering zu *Marirt'werder zu Jmiiz-Räthrn beim Land; und Stadtgericht *I“ Danzta 'zu ermnnen gcruhc.
, Se. Königl. Majestät harm den bisherigen Kammergerichts- Assessor Reiz zum Juüiz-Rati) bei dem Land; und Stadtge- xjchc zu Magdeburg “Zillerqnädigst zu ernennen geruht.
_ Des Königs Majestät habrn den Obexr- Landesgertclxts-Llffcssor von Mauoerode zum Zuliiz-Rati) za ernennen geruht.
sein Heil nur darin gefunden, daß es die Diskussion, ohm
probung der Majorität durch eine motivirteTageSordnung,z Schluß gebracht.
Es heißt, daß die doctrinalren Minister, um einige D tirte von ihren Amnesiie-Jdeen abzubringen, denselben in “
sen Tagen zu verstehen gegeben hätten, daß die Regierung. .
große Anzahl der Wegen der April-Unruhen angeklagten Zl viduen begnadigen würde, sobald der Pairshof seln Urtheil sprochen hätte. (Man glaubt, daß die Minister fest daraufr nen, der Pairshof werde das Schuldig auSsprechrn. Uebrig scheinen Befehle gegeben worden zu scyn, daß der Anfang April-Prozrsses so viel als möglich beschleunigt werden soll. wird im LauFe des nächsten Monats eröffnet werden, also ger ein Jahr nach den April-C'reigniffen. Sckzon seit dreiTa sind viele I)?unizipal-Gardisien nach Lyon abgegangen, um bei dem April-Komplott bethriiigc gewesenen Gefangenen ser Stadt nach Paris“ zu begleiten.
- Jm Constitutionnel liesi man in dieser Beziehr „Man versichert, der Minister des Innern habe Befehle g ben, daß die wegen des April; Komplottes Angeschuldigten, in verschiedenen Gefängnissen des Königreiches gefangen ge ten werden, sofort naa) Paris gebracht werden sollen. Ei also keine Rede mehr von Amnestie; das Ministerium diirchaus den Prozeß und nimmt alle Folgen auf sich, (9/ka der Unmöglichkeit desselben.“ .Der National sagt: „Eine theilung von 120 Municipal-Gardisten ist in vergangenerN- abgegangen, um die Eskorte drr republikanischen Angeschuld' tm von Lyon zu bilden. Diese Artheilung reist mit der Po
Der Moniteur enthält folgende Nachrichten aus Sp nien: „Mina, im Thale Ulzama angrkommen, traf am 1" März auf Zumalacarreguy, der mit neun Bataillonen Amercuas herkam, Mid dem sich die fünf anderen, welche sondo blokiren, angeschlossen Hatten. Es kam zu einem ern chen Gefechte. Die Karlisten wurden auf allen Punkten zur:] geschlagen. Mina erreichte an demselben Taqe Legasa bei Estevan und zog von da nach Eliiondo. Zaureguy war 12cen zu Lesaca; er sollte (Zi Mina stoßen.“
Das Journal des ébats bemerkt: „Das ThaiUl liegt nordwestlich von Pampelona zwischen den Amescuas: dem Bastan-Thale, in welchem leßteren sich bekanntlich Elis- befindet. Seit einiger Zeit bieten die Karlisten alles" 91211 auf, um sich E(isondo's zu bemächtigen; wir sehen aber den neral Mina jedesmal durch Manöver, welche die Deblockt und Behauptung dieser; wichtigen Punkteszum Resultat ha ihre Pläne vereiteln.“ „
Der Constitutionnel Meldet: „Es wird mis aus *- yonne vom 11ten 0. geschrieben, daß die Karlisien eine lung eingenommen haben, die es ihnen erlaubt, die Komm kationen mit Pampelona und St. Sebastian zu hemmen. gefallene„Schnee begünstigt die geschickten Plänr Zumala reguy's.
Aus Toulon wird vom 11ten d. geschrieben: „,Die bei Balearischen Inseln versammelte Flotte der Vereanigten 0 ten besteht aus zwei Linienschiffen, zwei Fregatten, einer ' vette und einer Brigg. Die Vereinigung dieser Amerikanis' Seemacht in einem Hafen drs Mittelländischen OJZerres läßt ter den gegenwärtigen Umständen annehmen, daß man nicbto Groll gegen Frankreich ist. Das Verfahren verbirgtPläne, dieuns Regierung nicht entgehen, weil sie eine Fregatte nach Mahona s.1)ickt hat, um die Bewegungen jrnerFlotte zubeobachten undg ' Berichte einzuliefern. Der „Bellone“ ist diese Mission al traut worden; sie hat Befehl, in dem Hafen von Mahon zum Abgang der Amerikanischen Flotte zu verweilen. Die ; einigten Staaten haben durch diese Demonstration ihreAn derung an Frankreich unterstüßen wollen. Es ist dies eint Drohung. Die Anwesenheit dieser Schiffe beunruhigt 11er den Handelsstand ein wenig, und die Amerikaner saßen, d“ noch mehr Schiffe erwarten.“
-- Heute lchloß 5pror. Rente 1.11". (2011190 107. 45- 0001". 107. 1,50. Zproc. ])1'. 00111017. 80. 40, 1111 00111. 55- 5pl'oc. Reap. pt". (20111111. 97. 45. 1111 00111". 97. 60. 51
Span. 49-2. Zproc. 31. Ausg. Span. Schuld 20-2: Cortes“ “'
Coup. 27. Neue Anl. 69:.
Frankfurt a- M-- 20. März. Oesterr. 5proc. M* - s
1 .
102,“» 1012-12. 4proc. 95%. 95413. 2Zproc. 57 B. 1proc-'
G. Bank-Accien 1603.1001. Parc.-Obl.1405„,140.3_ Loose .
100 Gulden “21.31. Preuß. Prä1n.- Sch. 64; 641-- do. 41 2lnl._97-;-. (0. Holl. äproc. Obl. von 1832 1001. 1001:- P YMMD]; 702. 5prOC. Span, Rente 47T». 4757. Zproc. dl)-p * *:". *,. "[- „ *
“*Im-__„Yedacteur Career. “' „ Gedruckt?“ A. W. Hayn
.ZeitiiliigÉ-Yilxlbrird12:1) “Li u"s i a n ?)
FranLreich.
Deputirten-Kammer. Sitzung vom 17. März. (Nachtrag.) Die Drbatte, die sich in dieser Sitzung über den :weiten Artikel des Gesekz-Entwurfes wegen der Verantwortlich- -eit der Minister erhob, ist interessant genug, um noch einmal auf dieselbe zurückzukommen. Herr von Malleville tadrlte es,- daß man die Verbrechen, um derenrwillen die Minister sollen arigeklagc werden dürfen (nämlich Vorrath, Erpressung und Pftrchtvergessenheit), in dem Geseße namentlich aufführen wolle, und sitzlug siatr dessen folgende Abfassung vor; „Die Mi- visier können in Anklagesiand versclzt werden, wenn sie die Si- eherheit oder das Interesse des Staates durch die Verlrlzung oder'Nichtvollziehung dcr Charte und der Landes-Gesekze, oder durch einen VIZißbraucl) der ihnen gesetzlich übertragenen Gewalt gefährden.“ Zwei Gründe waren es vorzüglich, die Herrn von Maileville zu diesem Antrage veranlaßten: einmal glaubte er, M eine bei weitem größere Bürgschaft für das Land selbst darin liegen würde, wenn man die zu bestrafendrn Vergehen nicht näher bezeichnete, indem die Minister fich alsdann sagen müß- ten, daß, was Jie nur lmmrr Umrlaubtcs thun möchten, es stets ein Geselz gäbe, das sie erreichen könne; zweitens aber war er auch der Meinung, daß man der Pairs:Kammer nicht ganz und gar die Mirtcl benehmen müsse, Nachsicht zu üben, was indessen bei einer genauen Bezeichnung der Vergehen nicht möglich sry.
“'Herr St. Marc-Girardin trat dieser Ansicht dei, während
Herr von Laboulie gerade der eiitgeqengeselzcen Meinung war, indem er behauptete, daß die als Verbrechen zu bestrafendrn Thatsachen von dem Gesetzgeber nicht genau genug bezeichnet werden könnten. Hrrr Hennequin äußerte slch in derselben Weise. „Sei) kann diese Rednrrbühne nicht verlassen“, fügte er hinzu, „ohne die Kammer darauf aufmerksam zu machen, daß die Gesetze nicht flir Revolutions-Zeiten, sondern für ruhige Zeiten gemacht werden; nur dann finden sie auch Gehör und können in Anwrndung gebracht werden. Bei Volks-Bewegun- gen dominiren andere Gedanken. Ich darf hiernach annehmen, daß, was sich vor fünf Jahr:“.n untcr uns zugetragen hat, uns hier nicht zUr Rick)tsci)nur dienen werde. Wie groß übrigens auch mrine Achtung für die abgeurtheilte Sache sev, so glaube ich nicht, daß die damaligen Minister das“ über fie verhängte Urcheil als gerecht erkannt haben; »fie haben sich demselben bloß unterworfen.“ * Der Präsi- :dent: „Eine Strafe wird zuerkannt und braucht nicht von dem Besiraften gutgeheißen zu werden.“ - Herr Hennrquin: „Ohne Zweifel; wenn aber der Angeklagte die Strafe gutheißt, so ist dies niclitSdesioWenigl-r eine moralische Bestätigung des Uttheils.“ » Der Präsident: „Es bedarf keiner solchen Be: ßätigunq; es ist hinreichend, wenn das Gesetz von der kompe- temen Behörde a?:grwandt worden isi. Sie lassen fich hier of- fenbar in eine aufreizende Debatte ein, die nicht vor dieseKam; Wer gehört; ich ersuche Sie, von derselben abzusiehry.“ -- Hr. Hennequin: „Ich würde diesen Weg nicht eingeschlagen ha- b?", wenn nicht einer der vorigen Redner mir Anlaß dazu ge- geben hätte. * Jm Uebrigen halte ich inne da die öffentliche 'Meinung besser als irgend eine Rede der , elt über eine solche Frage entscheidet.“ -- Nach diesem kurzen Wortwechsel sprachen noch Herr Odilon-Barroc und Herr Janvier für, Herr Gujzot aber wider das Amendement des Herrn von Malleville aus'- welches sodann verworfen wurde. Ein anderer Vorschlag des Herrn Teulon, daß man auch die Bestrebungen bei den ublen unter die Zahl der zu bestrafenden Verbrechen aUt'nt'l)me, wurde zuleßc von dem Antragsteller selbst wieder zu- : ckgenommen, worauf der zweite Artikel (in der gestern gege- hemm Abfassung) durcbging. Der dritte Artikel wurde auf den Antrag des Großficgelbewahrers also redigirt: ; ' „Art. 3. Die Minister machen sich des Verraths schul- “ d_ig, Wenn sie durch ertheilte Befehle, begangetie oder in bös: llever Absicht unterlassene Thatsachen, durch verabredete und '“ beschlossene Pläne einen Anschlag auf die Sicherheit der Pers“
o.n des Königs, des Regenten oder der Mitglieder der Kö- niglichen Familie, auf die Charte und auf die innere oder äu- ßere Sicherheit des Staats machen.“
In der, Sitzung vom 18ten wurde die Debatte fortge- seßk Und zunächst der erste Artikel, der Tages zuvor noch einmal :" die Kommilfion verwiesen worden war, in zwei Artikel ge-
)ellt und angenommen; diese lauten nunme r also: . „Art. 1.11. Die von dem Könige ei Ausübung seiner
Königléckzen Autorität ausgehenden Vrrfüzwngen smd alicin unter der Verantwortli-„erit eines Minilkers rxekutrrisch. - Jeder,“ drr cine solche Verfügung vollziehen läßt, ohne daß sie von, einem Minister co::trafignirt war, zieht sich durch diese alleinrgr Thatéache die im ?ircikel 258 des Straf-GeselzduMs festgeielzten Strafen zu, undesch0drt der noch strengeren Stra- fen, wclche die Natur und die Neben-Umsiände dcr begange- nen Handlung erheischen 111503011.“
„Art. 1. b. „erer Minister ist für die von ihm con- trasgnirten Verfügungen verantwortlich. Alle Minister zusam- men find “für die allgemeinen Maßregeln der Regierung ver- antwrreléck), zu denen sie mitgewirkt haben.“
Eine sehr lebhafte „Diskusion rrhob sich über einen von dem Grafen von Sadr beantragten Zusaß-Artikel folgrnden Inhalts: „Die Zahl und die Rrfforr-Vcrhälmisse der Minister sollen durch ein Gesetz festgestellt werden.“ Dieser Antrag er- regte gewaltiges Miirren in den Centris, die ihn als eine Be: lchränk1mg _der Königlichen Prärogative betrachteten. Herr von Sade motivirte ihn dadurch, daß es endlich einmal Zeit sey, jener fortwährenden Veränderung der Rrssort-Verhälkniffe vor- zubeugen, dle fick) namentlich in der lelzcern Zeit so oft wieder- holt habe. .Bei jedem Minister-Wechsrl, bemerkte er, wären auch die Befugnisse gewechselt worden; der Eine habe [ich des Telegraphrn bemächtigt, den er frÜher nicht gehabt; der Andere habe Handel und Gewerbe an fick) gerissen, um das Ministerium des „Innern zu vergrößern, der „Dritte habe dcn öffentlichen Un- terricht zum Kultur?, der Vierte den Kultus zum ZustizxMini- sterium geschlagen, u. dgl. 111. Herr Vatout bekämpfte nichts desto weniger den Antrag. Es gebe, meinte cr, imScHoße des Mini; (“(er-Raths schon'genug Elemente der Zwietracht, als daß man dieselben noch vermehren sollte. Auch Herr Pele: widersetzte sich dem Amendement, während die Herren Dubois und Odilon- Barrrcjdasselbe unterstützten. Beide radelten es strenge, daß die geistlichen Angelegenheiten dem Großfiegelbewahrer überwie- sen worden, und der Letztere meinte, daß, wenn man auch nicht sofort ein Gesetz über die Ressort-Verhälmisse erlasse, es jeden- falls gut seyn möchte, die Nothnoendigkeit eines solchen .schon jeßt als Prinzip festzustellen. Der Handels-Minister be- hauptete, daß der Antrag des Herrn von Sade alle Grundlagen der Repräsentativ-Regierung untergrabr; man berufe sich dar- auf, daß ähnliche Geseße schon früher bestanden hätten; dies habe allerdings seine Richtigkeit, indessen wären diese Geseße zu einer Zeit erlassen worden, wo alle Staats-Gewalten un- ter einander vermengt gewesen wären; im Uebrigen wären sie außer „Gewvhnheit gekommen, und dies gelte einer völligen Abschaffung gleich. Herr Odilon-Barrot Wollte diesen leßreren Grundsakz für p o litische Gesehe nicht gelten lassen; er hob noch einmal die Nachtheile drs vielen Wechselns der Relsort-Verhälmiffe hervor, und erinnerte unter ?indcrem an das Jahr 1825, wo der Staats:Rath einen Kriegs- . ?inister zum Präsidenten hatte. Nach einigen Bemerkungen des Herrn von Tracy in demselben Sinne, nahm Herr von Sade seinen Antrag zurück, indem er fich vorbehielt, denselben späterhin in einer andern Form wieder vorzudringen. ?Derr Golbéry trat jetzt mit folgendem Amendement hervor: „ as einmal begonnene gerichtliche Verfahren gegen einen Minister darf durch kcinen Könialichen Befehl eingestellt werden.“ Die Herren Sauzet und Janvier bekämpften diesen Antrag als 116erfiüssig, und brachten bei dieser Gelegenheit noch einmal die Amnestie-Frage und das Begnadigungs-Recht zur Sprache. Herr Dupin fand sich hierdurch veranlaßt, den Präsidenten- Stuhl für einen Augenblick an Herrn Pelet abzutreten, um auch seine Meinung über diesen (Gegenstand abzugeben. „Man muß“, sagte er unter Anderem, „das Begnadigungs-Recht sehr genau von einer Amnestie ; „Bewilligung unterscheiden. Das erstere ist das schönste Vorrecht der Krone; eine Amnestie dagegen kann nur durch ein Gesel; ertheilt werden. Das Gesch allein kann das Gesetz zum SchWcégen bringen, aber eine ein- zelne Staatsgewalt kann sich nicht über dasselbe erheben.“ Der Redner schloß seinen Vortrag damit, daß er den in neuerer Zeit oftmals aufgestellten Vergleich zwischen England und Frankreich von der Hand wies, indem die Grundlagen beider Regierungen völlig von einander abwichen. (Wir Werden auf diesen Vortrag noch einmal zurückkommen.) Das obige Amendement des Hrn. Golbéry fand keine Untertiüßung. - Die Versammlung be- schäftigte fich hiernächlk mit dem vierten Artikel des Geseh- Entwurfes, der in folgender Abfassung angenommen ward;
„Art. 4. .Die Minister Machen fich der Erpressung schul- dig, wenn sic geseßwidrige Stettér-C'rhebungen verfügen, oder wenn sie auf direkte oder indirekte Weise die Staathelder zu ihrem Nußen verwenden, oder wenn sie ihr Amt dazu miß- brauchen, aus demselben einen unerlaubten Gewinn zu ziehen.“
Paris, 18. März. Der König ertheilte gesiern Mittag um 2 Uhr dem Britischen GeschäftSträger, Herrn Asion, eine Privar-Audlenz, in welcher dieser ein Schreiben seines Siou- veralns als Antwort auf das Abberufung6-Schreiben des Für: sten von Tallryrand zu überreichen die Ehre hatte. Gleich dar; auf empfingen Se. M. den Minister-Refidenten der freien Städte Hamburg, Lübeck und Bremen, Herrn Rumpf, welcher dem Kd- ntge die Antwort des Hamburger Senats auf das Beglaubi- gungs-Schreiben' des Barons von Varennes überreichte.
Der Minister-Ratl) versammelt sich jest täglich bei dem Herzogs von Broglie.
Im Constitutionnel liest man: „Herr Thiers at von dem Kabinette, dem sich zu ugesellen er zwei Tage lang nskand nahm, einen Beweis des ?ißtrauens erhalten, welches er ihm
cinfiößt. Er muß ißt die Strafe des Zögerns, das iön rer- dächtiq macht?, erleiden. Der Pair, Herr Gasparin, Präfekt des Rhone-Departements, ist, wie man verficiyert, zum Umer- Staats:Secr«-tair im Ministerium des Innern ernannt wcrden. Es ist dies ein etwas untergeordneter Posten für einen 211101111, der an der Spitze der zweiten Stadt des Königreiches sieht, und mit der Pairs ; Würde bekleidet isi. Er kamn als Unter- Staatö-SecrUair möxxlicherweise in den Fall kommen, als Rick)- ter des ihm vorgesetzten Ministers zu fungiren; das sind aber constitutionnelle Rücklichten, die keinen Werth mehr haben, [Skt wir den Abhang der Revolution wieder hinauf stei- gen. Es giebt eine entscheidende Antwort auf ein solches Be- denken; Herr Gasparin ist der alte, der ergebrne Freund des Herrn Guizot, und dieser scheint seine Maßregrln treffen zu wol- len, damit Herr Thiers sich nichc von dem ihm vorgeschri(?öctlcn Wege entferne, und damit er nicht versuche, fich dem (300): zu entziehen, welches er jich selbst auferlrgt hat.“ -' „Wenn es Wahr ist,“ sagt ein anderes hiesiges Blatt, „daß Hr. Gas- parin, der vertraute Freund der Herren von Broglie und Eiuizot, den Posten eines Unter-Staats-Sccretairs im Ministerium res Innern erhält, so ist es nicht wahrscheinlich, daß Herr Thirrs noch lange in einer Verwaltung bleiben wird, welche ihn mit Mißtrauen betrachtet, und mit Aufsebern umgiebt. Die Perso- nen, Welche Zutritt im Schlosse haben, wollen schon bcm:rkt haben, daß das Benehmen des Herrn Thiers gegen seine Kylie- gen sehr gezwungen ist, und daß er ein Zusammenseyn mit ihnen so viel als möglich vermeidet. Herr Gui ot soll sich sehr mazu- frieden darüber bezeigt haben, daß Herr hiers gestern nicht in der Deputirten-Kammer erschien und ihm allein das ganze Gewicht der Diskussion über die ministerielle Verantwortliclzkrit überließ. Herr Guizot würde noch ganz anders über BMW) geschrieen haben, wenn er gewußt hätte, daß Herr Thicrs fich Festern während der Sitzung heimlich nach dem Paläste Larm- ourg be eben, und dort eine lange Konferenz mit dem 6514011 _ Molé ge)abt hat. Sollte „die Ernennung des Herrn Gaéparin den Minister des Innern veranlaßt haben, sich wieder nach rem liers- urli umzusehen?“
Her Temps bemerkt: „Es tritt in diesem Augenblé'cke cin seltsamer Umstand in Betreff der großen Frage ein, welch: durch Herrn von Broqlie als Grundsaß des Kabinett! aufgestellt wor- den ist. Die Verweigerung der Amnesiie versxht die Regierxng in die NothWendigkeit, dem großen Prozesse seinen Lauf zu las- sen, und das Reglement der Pairs: Kammer verlangt, raß bei dem namentlichen Aufruf die absolute Majoritäc der Mitglieder der Kammer anwesend seyn muß, um das Verfahren regelmäßig zu machen. Nun scheint es aber gewiß, daß man in diesem Au- genblirke nur 4 Mitglieder über der absoluten Majorität zählt. Wenn nun 4 oder 5 Pairs krank werden, wenn sie eine Sitzung versäumen, oder wenn sie sich weigern, an dem Verfahren Theil zu nehmen, so wird der Pro es; unmöglich. Von der eiiien Seite also Verweigerung der 2 mneskie, von der andern Unmög- lichkeit des Prozesses, - eine unnatürliche Lage, welche durch die Halsstarrigkeit des Ministeriums herbeigeführt worden ist.“
Es wird in Paris unter dem Titel: Revue aristocra- tique Européenne ein neues Journal erscheinen, welches" sich für den Kämyen der Aristokratie, der Geburt, des Vermögens und des Talentes erklärt.
Im Moniteur liest man in „Bezug auf die Spaniscßrn Angelegenheiten: „Das Treffen am 1Tcen d, ist nicht so ern|- lich gewesen, als die ersten Berichre es glauben ließen. Es hat zedocy vollständig den doppelten Plan Zumalacarrcguy's vereitelt, seine Verßindung mit den Bataillonen vor Elisondo zu berocrk- stelligen und sich zwischen die beiden Brigaden zu schieben, die von Pampelona kamen. Ein von Mina geleiteter Kavallerie- Angriff hat ihn genöthigt, sch zurückzuziehen. Mina ist dann ohne Hinderniß nach St. Esrevan gelangt.“
Dem Journal des Débats wird aus Toulon vom 10cm 0. geschrieben: „Ich habe ein Schreiben von einem Of- fizier der „Bellone“ erhalten, die, wie Sie wissen, nach Madon geschickt worden ist. Dieser Offizier schreibt mir, daß die Schiffe?- Divifion der Vereinigten Staaten von Rord:Ameril-'a, die iich daselbst befindet, aus dem Linienschiffe „Delaware“ von 94 Ka- nonen, aus der Fregatte „Potomack“ von 60, der Korvette „John Adams“ von 24 und der Goelette „Shark“ von 8 Kanonen b.“; steht. ,Ich dachte, daß es" Ihnen von Nutzen seyn. m_dchte, den genauen Stand der See-Streitkräfce zu kennen, die diese * «acixr in diesem Meeresstriche unterhält. Es scheint, daß der Commo- dore Paterson, der diese Division befehligt, ndchsiens durch einen anderen Offizier (dessen Namen man noch iiicht angiebt) ersetzt werden, daß dieser die Fregaxten die „Vereinigten Staaten“ die „Constitution“ und die „Korvette „Peacock“ 'm das Mittelländi- sche Meer mitbringen, und daß das Linierischiff „Delaware“ nach den Vereinigten Staaten zurückkehren wird, um dort entwaffnet zu werden.“
Ein Schreiben aus Toulon vom 12ten d. berichtet: „Die „Lamproie“, die so eben von Malta eingetroffen ist, das sie am 17. Februar verlassen hat, meldet, daß dort die Englische Flotte nicht wieder zurückerwartet würde, und daß alle Schiffe, die die See halten konnten, nach der Levante abgesegelc wären.“
„Der Courrier francxais enthält folgendes Verzeichniß
“der in den Levantischen Gewässern versammelten Seemacbt:
Frankreich hat daselbst im Gan en vier Schiffe. Das Engli7che Geschwader bestand aus sechs inienschiffen, zwei Fregatten und vier Fahrzeuqen von 18-28 Kanonen. Admiral Rowley hatte, ferner zwei Fregatten von 42-52 Kanonen in dem Meerbusen- von Smyrna und eine Brigg u Tenedos zurüekqelassen. Fünf bis sechs Korvetten waren zu orfu, Zante und Malta, von 11.10