!leinen reiüaaten so zu bumsen, daß es ihrer reibejt und ihrem Woblßaßde zuträglicheréu seyn sehnt), sch in d1Fe Netben der Hie- rarchie gegen die Hohen aufische Allemherrschaftzu hegeben. Unter diesen freien Städten war Matland bei weitem dae w1chtig|e.-Der Kampf dieser Stadt ge en ihren rechtmäßigen Oberberrn, den er- wählten Römischen Kai er, ifi es nun, der den wesentlichen Inhalt der in Rede üebenden Tragödie ausmacht. Mag auch das morali- sche Gewicht, das Recht der einen und der anderetx Sache jedermann nach seinen Anfichten und Gesnmmgcn pondertrxn, so wird er doch dabei nicht aus dem Auge verlteretx, daß Fkkedkick) schon einmal ,das ge en ihn sich auflebnende Matland bezwungen, dessenungeackxtet in einer VerfaffungSform gelassen und nur in dem Maß die Oberberrlichkeit sch vorbehalten hatte, als fie demnächst durch die in gesehlicher Form an eoednete Vexsammlung aller bere_ch- tigten Nechiiverßändigen festgese t werden wurde. Mit dieser feter- 1ichen Versammlung auf den Roncalischen eldcrn be innt auf_eine imposante Weise das Schauspiel; Mailands roceres, ätbe, Kunß- ier, Handelsleute sind dabei zugezogen, aber au die Rechtsgelehrten der damals aukblübenden berühmten Rechtsschu e zu Bologna „hat Friedrich berufen, und durch diesen Konvent werden nun Beschlusse rechtmäßig zu einem Gesev erhoben, das bald darauf Matland wieder verleste, ja mit üßen trat, indem es erst durch S leich- wege den Kaiser zu 1110 chen„suchtc, dann aber offenbar mt ihm brach und seine Gesandten mtc wörtlichen und thätléchcn Beletdt- ungen antaßetc. Dies, alles hat der Dichter mit vol1komme11er bi- -, oréscher Treue, ja hter und da,fa| mit zu genauem Detatl dar- cfiellt. Wenn esindeß nach einer emmaligen Anschauung erlaubt ifi, chon ein Urtheil u fällen, so würde Referent besonders in den drei letzten Akten Las xu großx Uebermaß , das Herr Raupach dcm republikanischen Interesse verltehen hat, tadeln; indem der Held des ganzen Drama's, der herrliche Friedrich, gewiß gegen die Intention des Dichters, uns aus den Augen. gerückt und fast verdunkelt wird. Das Schauspiel schließt mtt der Zerßdrung Mailands, dem durch Friedrichs mit der „vollkommensten Feldherrn- Klugbeit geleiteten Belagerung jedes Mtttxl zur Subfisienz entzo- gen, und das , trotz aaes Widerürebens semer schwärmerischen rc- publikanischcn Wortführer, zur Ergxbung auf Gnade ynd Ungnade endtbigt wird. Wer wird behaupten wollen , daß_ daes _mcht eitxc „ehr harte. Strafe war, aber_ fie findet in _den Sekten jener Zett eine. Erklärung und Entschuldtgung, und gewtß wird es doch keinen redlichen, der Geschichte kun'digen Zuschauer. der Porücllgng des Stücks geben, der Sismondes Phrase: „111018 [0 [1011.111'011 Jonté 1111. sang 0t ropoussoit toute autre 1100r1'it111'0" beißtmmt; der- lcichen Phrasen schmecken 0 sehr nach dem modernen Li_bera: LiImus und mögen ihr 0311“: machen auf einer ngobéner-Trtbune und bei einer Hambachs-Saturnalie, aber den Geschtchtsschreibcr ent- würdégen fie. *- Es bleibt dem Nchrenten nur noch ein kleiner Raum zu: Betrachtung der mimtschen_ Darüellun der Tra- gödie übrig; sie war im Ganzen an retcher, paffeg cr Decora- tion der Semen, wo Decoration bingebbrte, und Yeubtek, ficherer neénandergreifung von der Art, daß se, m_n nztt Einem Worte [les zu sagen, der erücn Bühne Berlins und vernetcht Deutschlanyx Ehre macht, Ehre der Intendantur, dem Regisseur und dem Flexx; der Schauspieler ins esammt. Aber auch das einlene bdbereTalent fand Spielraum, tc!) extend zu machen und na) auszuzetckmen: „herr Lemm als Dar eller dcs berrlccbxn Baybarossa; , Referent üble ück) besonders gedrungen, déchal dte Qeutlzcbkeét setner Rede 0 anen Situationen anxuerkennczt. Dann d1e„betden Hauyt-Wort- führer der Mailändischen Republtkaner Blöconte. und Marttpo, dar- gesellt durch die Herren Krüger und Rytt. Bcnercs, Emdrmgliche- res, fo Gutes sse auch schon oftmgls m dteser Art Jelenia, erin- nert fick) Referent, noch nie aus tbrem Munde geb rt zu haben; besondcks in der auffallend dem Mußex der Rede des Antonius in Shakspeare's „Julius Cäsar“ nachgcbtldeten Rede; doch wer so nachzubilden weiß , kann auch mit eigener Kraft Aehnlich“ schaffen. „Das echte Tra ische, was ohne Wortformen und Figuren, ja ohne Wort durch 17 selbst und den Naiurton des Tragxscben „wirkt, hat der Dichter einer eingesochtenen Episode anvertraut, emer emfa- chen Mailänderin, die in den Drgngsaxen der belagerten Stadperfi ihren Gatten im Kampf, dann tbr Kmd am Hounqerxode verltcrt, und die lebend? e Darüeüung derselben e_kner Kun'ülerm, von der wir wiffen, daß age auchaufder höchsten tragtschen Spttze sich cr'nmn'. delt. Uebrigens liegt es in der Natur, der Sache„ das: em htüokta sches Stück von diesem Umfang und dcesem Detml nicht alle gleich
mächtig ansprechen kann.
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Rub. 359. 63 Zank-xksßiZ. 130. "71011. 20. Mön. , 52 11er. 101.3 x:; 957“, gank-zetjan 1337. deus 11111. 5914.
Meteorologische Beobachtung. 18:5. Mor en! | Rachmitt. ] Abends T Nach einmaliger 21.März. 6 ugbr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung,
Luftdruck . . 340,1 9'"Par.[340,s 7'"Par. 342,3 8"'Par. Queawärme 6,9 " R, Laftwärme + 1,2 "N. + 3,6 "R+ |,. "N. Flußwärme 3,: "R. Thalwunkt + 0,2 “ N- - 1,0 “R. *- 2,9 "R. Vodenwärme 3,6 ' N. Dunfisättg. 92 pCt. 67 pCt. 69 pCt. Ausdünst. 0,1739 “ 91», Wetter. . .. bezogen. bezoaen. bezogen. Niederschl000,00s"Rh_ Wind ----- NO- N . O. Nachmittags 621")? et- Wolkmkug! NO- ; "“ | was Schnee. Tagesmittel: 341,91///... 2,1" R...»1,20 R...
Königliche Schauspiele.
Donnerstag , 26. März. Im Opernhause: Semiramis, große Oper in 2 Abth., mit Banets. Musik von Rossini. (Dlle. Sabine Heinesetter: Semiramis, als Gastrone. Dlle. Lehmann: Arsazes. Herr Hammermeisrer: Oroes.)
Jm Schauspielhause: 1) “['011j0111'8, 011 ]1'0001111' 11'1111 1118, 1191111001110 011 2 00108. par 8011110. 2) 11:1 8000111101091'05011- tation 110: 1,11 11110 (10 l)0miniq110, 8101111071110 110111701111 011 1 0010.
Freitag, 27. März. Jm Schauspielhause: Die Braut von Mesfina, Trauerspiel in 4 Abts)., von Schiller. (Dlle. Bertha Stich: Beatrice, als Gaßrolle.)
...*-„“_-
76 pCt.
Köniqstädcisches Theater. Donnerftaq, 26. März. Der Glöckner von Notre-Dame, romantisches Drama in 6 Tableaux, nach dem Roman des Victor Hugo, frei bearbeitct von Cl). Birch-Pfeéffer. (Mad. Birch-Pfe1ffer: Gervaisc, als Gastrolle.)
» Neueste Nachrichten.“
Paris, 19. März. Gestern um 2 Uhr Nachmittags smd Madame Adelatde, der Prinz von Joinmlle und die Prinzes- sinnen Marie und Klemenrine von hier nach Brüssel abgereist.. Man steht der Niederkunft der Königin der Belgier gegen Ende April entgegen.
„In der heutigen Sißung derPairs-Kammer brachte der Handels-Minifter den Gcseß-Entwurs über die 250,000 Fr. zur Unterstüßung der Cholera-Kranken in den südlichen Depar- tements ein. Die Versammlung beschloß, sch mit diesem Geséßk noch im Laufe der Sitzung zu beschäftigen, und genehmigte das- selbe ohne irgend eine Debatte und einmüthiq mit 88 Stimmen. Zu derselbxn Sitzung bcra'chtete der Baron Mounier über das bereits in der vorigen Session von der Deputirten-Kammer an- genommene Municipal-Gesotz und trug auf zahlreiche Verände- rungen in demselben an. Hr. Thiers legte verschiedene Geseß- Entwürfe von örtltchem Interesse vor, und der Präsident er- nannte eine Kommission zur Prüfung des Geseßes über die Sparkassen.
Am Schlusse der gestrigen Sißung der Deputirten- Kammer warde auch noch der 5ee Artckel des Geseß-Entwur- fes über die Verantwortléckpkeit der Minister in folgender Abfas- sung angenommen:
„„Art. 5. Die Ménisier machen fich der Pfifchtvergesscn- heit schuldig, wenn sie, mit Ausnahme der obigen Fälle, das Znt-srssse des Staats durch die Verlesung oder Ntchtvollzie- hung dcr Gescße, oder 0010) einen Mißbrauch der ihnen gtseßlich übertragenen Gewalt, wissentlich gefährden.“
Dcr ganze Geseß-Entwurf besteht aus 52 Arukeln, wovon in 2 Sißungsn erst 5 angenommen worden smd. - In der heutigen Satzung wurde die Debatte fortgeseßt. Der 610 Ar- tikel, der dem Entzvmfe von der betreffenden Kommufion zuge- fügt wordsn, besagt, daß ein Minister der Pflichtvergcssenheit solle angeschulds'gc werden dürfen, wenn er die ohm auf 1eén Budget bewckligten Kredite überschritten habe und 010 Dcputir; ten-Kammer den späterbin von ihm vetlangten Nachschuß ver.
weigere. Die Herren Hennequsn und Lamartme widerses:
ten sich dieser Bestimmung, die auch der Fiuanz-Ménjß für zu strenge hielt, insoweit nämlich die von dem dem ' Minister verfügte Mehrausgabe von ihm selbst getragen wer soll. Herr Bérenger brachte eine andere, sehr “"sführli Abfassung des betreffenden Artikels in Vorschlag, Wähk Herr Odilon-Barrot nach einem langen Vortrage * sen Gegenstand die einfache Frage stellte, wie die Ministerd eine Ausgabe, 11 welcher fie im Budget nicht ermächtigt sen, decken wo ten, Wenn die Kammer diese Ausgabe ' verwerfe. Die Herren Guizot und Persilerwiederten daß in solchen Fällen das Land ahlen müsse, indem dem Minister gegenüber in demsel en Verhältnisse befino der Mandant zu seinem Mandatus. auf hin, daß die AuSgaben fich unmöglich immer vorher sen" bestimmen ließen, und daß das Budget nur die wahrsch," liche Ausgabe repräsentire. Die Verwerfung einer Mehra gabe, fügte er hinzu, könne hiernach bloß einem politischen del gleichgeachtet Werden, der die Entfernung des betreffend Ministers zur Folge habe. Die Debatte war beim Abganged Post noch nicht beendigt. . *
Es heißt, Herr Dumon werde, am nächsten Montag„ der Deputircen-Kammer den Bericht der mit der Prüfungzx: Geseß-Entwurfcs über die 25 Millionen beauftragten KWmés ston erstatten. Die Kommtsfion hat sich, wie verfichert wird„m-é Ausnahme einer einzigen Stimme, für die Annahme desEm, schädigungs-Vertragcs erklärt.
Mehrere Regimenter haben den Befehl erhalten, nach PW zu kommen, wo sie am 28|en d. eintreffen sollen. Sie werden batajllonsweise im Weichbilde der Hauptstadt vertheilt Weroex Die baldige Eröffnung der Debatten vor dem Pairshofe scheim die Ursache dieser Maßregel zu seyn. Der Prozeß wird, Wie Yan verfichert, in der ersten Hälfte des Monats April beginn“
nnen.
Gestern um 11 Uhr kamen alle Minister im Ministers. des Innern bei Hrn. Thiers zusammen, „ohne Zweifel“, der Von Sens hinzu, „um Allen und Jedem zu beweise; das? dla?) Zabinet vom 13cm März im bestmöglichen Einverstänz ni e e t.
Nach dem Mes s ager würde das Projekt der dctaschirm Forls wieder vorgenommen Werden. Ein Conseil von Genera len, sagt dieses Blatt, sep zusammenberufen worden, und dies: hätten stch alle für das Projekt erklärt.
Der Rational enthält ein Schreiben von 42 Wegenda April-Unruhen angeklagten Individuen an den Präfidencendez Pairsbofes, worin sie erklären, wenn man ihnen nicht déeWa ihrerVercheidiger, auch außerhalb der Advokaten-Léste, freilasse, würden sie sich nécht vor dem Gerichtshofe stellen, sse würden nur der Gewatt weichen und auf jede Werse dagegen protesnm
Seitdem die minéxkeréeUe Kriss beendégt ist, smd an 11: Börse die G1schäfce immer nur Wenig lebhaft. Man ixije auf die Entscheidyng der Deputirten-Kammer über die Amerd kanésche Frage_ge1pat_1nt; und obschon man gar nicht daran zwed felt, daß dicke Cne1cheidung dxr Bewckligung drr 25 Mainova günokig seyn wird, so wagt man doch nicht, fich in größere Gs schäfte einzulassen, bevor das Votum der Kammer dix'se Angelo genheit erledigt hat. Das Course, die im Anfange steigeng Wollen schienen, sind gegen 3 Uhr um 10 Cent. gefallen. S' erholten sich aber nachher w:oder ermas, weil die [10101 Na- richten aus London an die Consolidation des '))?énistemums glauben ließen.
Ein hiefiges Blatt versichert, daß s1ch die Gerüchte von d Auktritte des Herrn Martinez de la Rosa aus dem Spams.- Mmisteréum mch: bestätigten, obschon dessen Gesundheit11-- nicht völlig wiederhergestauc sey. General Valdez hat der Max drwer M-liz sehr fretmüthég dre neuen Pfiéäzten gcschéldert,d' ihr der Abmarsch der regelmäßigen Truppen nach den insurgir ten Provinzen auferlege, mad seme Worte sollen auf die M11 zen großen Eindruck gemacht haben.
- Heute schloß 5proc. Rente 111. 00111pt. 107. 40„ 00111". 107. 50. Zproc. 111'. 00111111. 80. 40. 1111 000110 50. 5proc. Reap. 111". 00111111. 97. 50. 1111 001113 97. 60, 51) «*
t, w
"Span. 48'x. Zproc. 31. Ausg. Span. Schuld 18:-. Cortes '»
Redacteur (;o-ses.
Gedruckt bei A. W. Hayn.
Allgemeiner Anzeiger" für die Preußi
Vormitta s 10 Uhr, in unserm Partbeien-kaxnxr cvutirten, ObereLandesgerichts-Ratv ert- herrn von Troschke angeseßt worden: welches htex- durch mit dem Bemxrtcn zur öffentlichen Kenntntß ebracht wird, daß„dte Taxen, Her neueste Hypothe- cn-S ein und die Kauf-Yedmgungcn täglccv in unserer onkurs-chistratur ungesehen werden können. Cbslin, den 2. Februar 1835.
Civil-Senat dcs Kdntgl. Ober-Landes-
Bekanntmachungen.
Bekanntmachung.
Das eine Meile von Potsdam, an sch1ffbaren Ge; wässern belegene Domamen-Vorwerk Fahrland met Brau: und Brennerei, Schäfcreé, 728 Morgen _Acker- land, 223 Morgen Wiesen, 198 Morgen Hutung, 19 Morgen Gärten, 22 Mor en Member 1, 60 Mor- gen Rovrung :c., soll von - ritzttatis d eses Jahres ab, im Wege der sffetxtlichen Licttation auf 18 Jahre verpachtct wcrden. Dee nähxrc Bekanntmachung wird ergeben, sobald die erforderltéhen Vorbereitungcn ge- troffen find. Für jest erfolßt diesc vorläuüge Nach- richt*mit dem Bemerken, aß PachtluüiZe, „wclche 1kch über UmeUS- Bedingungen, Verb ltntsse :e. der Pacht schon jetzt sveeien unterrechten wollen, fich dieserhalv an den DevartemthRatb des Amts Fahrland, Regierungs-Ratb von Koenen, hiersclbu, zu wenden haben.
Potsdam, den 4. März 1835.
' Kdniigl.Negierung. Abtheil. für d : Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten.
vor dem
Avertissement
Die im Laucnvur schen Kreise belegenen' Guxs- Antbcile Schkmmerw y (ck, und 11. nebst Pertmenzten und Ge7echtigkciten, welche nach den unterm 24. und 30. August 1832 aufgenommenen landschaftlichen Taxen und Zwar der Antbeil (ck. auf 2877 Thlr. 7 sgr. e11 _pf. und er Aznheil 13. auf 4105 Thlr. 4 sgxx- gewurd'tgt worden, Und, da die in der früher:: Dubbaüatwn dieser GMNAUWEUE Meistbietende gebliebene verebe-
rium des König
dann von :“sclowski ihre Zahlunßs-Verbindlichkeit zu erfüllen außer Stande gewesen snd, auf Gefahr und Koßen derselbcn anderwctt zur noxbwendigen Sub. haüatéon eücllt- und zum dffentlrchen Verkauf ein
z.. ermén auf . Bimmg den 31. Oce-ober «„
Weisen-
Avertissement.
Alte diejenigen, welche an die verlorxn. gegangene, von dem Kammerratb Joachim Cbrtütan Lembke, unterm 31. Decbr. 1783 für yentGeneral-Maxor von Knobelsdorff ausgeüeUte Obliganon, welche unterm 20. Juli 1789 vom Pommerrchcn Vormund (hafts- Collegw zu Stetten, laut Atteü des Nemn rkschen PupiUen-Collegü vom 25 Auguü 1814 der verehr- lichten Amtmann Wendt, Frecderike Augusie Alber- tine, geborne Taddel, von dieser unterm 7. Octbr. 1817 dem Negocéanten Abraham Noah zu Landberg a. d. W. cedirt worden,» und von dtesem, !aut Cesnon vom 18. November 1817 und IngrofsationsxVermerk vom 8. December 1817 auf das Genxral-Depoüto- [„ Land- und Stadtgemcbts zu La'ws- berg a. d. W. ubergegangcn ist, noch über 650 Thlr. Courant gültig, zu 4; pCt. zinsbar, und eingetragen 81111 1111111. U|. Wa. 11. bb- auf den zur Kammerratb Legtbkeschen Familien-Stiftung gebdriÉen Erbzéns- Gutem Balz und chmbcydc, als
cm; in dem auf d e n 21.
b-Lxck .|. * *U- .“ 1 „
' «.. .WW-MYch'-o.»7 "7
gerichts.
platz Nr. 2, zu erhalten:
. , reis 1 Thlr. Wir beeten dem
genebme Unterhaltung sein werden.
benslebren von [):-. J.
Schorn. (In zwei Theilen.) Verlag Preis 1 Thlr. 15 sgr.
m dänischen
May
Ek.,
-. Literarische Anzeigen.
In C. A. Eyraud's Buchandlun in Neu al- densleben isi erschienen und in allen 9guten BZch-
handlungen, zu Berlin durch die Stuhrsche, SchloßchMBei Bas s e in Quedlinburg 11? erschienen und * "Skizzen von Julian.
ublikum in diesen Skizzen kleine
Erzählungen in der beliebten Ho mannschen Manier, Baumwollen e ' - und smd überzeugt, daß fie dem eser gewiß eine an- ' 1 "ge, sowie dergleichen Garn auf
Betrachtung über die chrisilichen Glau- , P- Mynfier, Bé- schof von Seeland, uberseßt von Theodor
von Friedr. Perthes.
, Zur Cbaracterisrung dieses Werkes bedarf es nur _ ,iqentbümer,;der Mittheilung dessen, was der auch in Deutschland Cesfionareen, Pfand» odcr sonüige Brtef-Jnhabcr,|als§elehrterTheolo hochgcchrteHr.Verfasser darüber Ansprüche zu haben vcrmeinen, werden hierdurch auf- zu c
ublikum gesprochen hat: “ck“ Gutsbesyer Beckmann und Gutöbesßer Jo.,Zefordert, dieselbe!) binnen drei Monaten und späte-]
„Ick babe ewünsxht, wohlwollenden, gebildeten Liefern aller C affen em Andachtsbuch rm die Betrachtungen nicht nur den Verstand be- vor dem Deputirten, Rcferendarlus von Malzahn ][. schäftégetx, sondern den ganzen Sinn ansprechen, also auf dem Kbn'gl. Obeer-Uandesgerlchte biersclvü ange- auf fonhl und Willen einwirken. seht"! Termine gebuhreud anzumelden und nachzu- aber mehr _bloß einxclne religiöse Vorstellungen klar
und lebendes gemacht werden „(wie dies nur in den
schen Staaten.
.Bei unterlassener Anmeldung werden dieselben nacht nur mrt ihren etwanßgen Ansprüchen an das “chriften geschehen kann), vrrlorne Document praeclgdert, sondern es wird ih- nen deshalb auch ein ewtges Stillschweigen aufer legt, xmd 1106 bezeichnete Document für amortisrt und mcht wetter geltend erklärt werden.
Frankfurt a. d. O. , den 3. Februar 1835. Kdnegl. Preuß. Ober:Landesgericht.
ewöhnlichen Predigt-Sammlungen und Erbauu * sondern die wichtigütn "' rep sollten fich in forxgebendem Zusammenbau e'" weckeln und so die emzelnen Betrachtungen XE ctnem (Hauch: sammeln. Ick erürcbte somit,?“ck Brema? ck11: leefern 5111" Förderung einer vouständjs YM?“ en und warksamen Kenntniß des CW"
Der 2. T “[ ' we(rden.) bet wird in einigen Monaten gelief
c'n Berlin bi „ - ] «Skaten, e F DUMMlkk, Linden Nr. 19,
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Amtliche Nachrichcen.
Kronik des Tages.
Se. Majestät der König haben dem Erzpréester und Stadt- farrer, Kanonikus Weber in Patschkau , den Rothen Adler- Kxoen vierter Klasse zu vcxleihen geruht. _ Se. Majestät der Kömg haben den Land- und_ Stadtgertchts- Assessor von Rabenau in Dricsen zum Zustez-Rath zu er-
munen gerühk-
Jm Bezirke der Königl. Regierupg . zu Liegncß ist der Kandidat der Theologte, Ruffer, als astor an der evangelischen Kirche zu Herchgswaldau ange- eur worden.
Zeitüngs-Naäzricéyxen. A u s l a n 0.
Frankreich.
Deputirten «Kammer. Sißung vom 18. März. (Nachtrag.) Die vorgestern erwähnte Rede des Herrn Duptn d. A. über die Amnestie; Frage und das Bcgnadtgungs ; Recht
?! lautete im Wesentlichen aljo:
, je 10 e, um die es fich hier handelt, is? zu wtchtig, ne be? brézzdu 11250198 dic Gesetzgebnqg und umerc ganze Verfassung, al- aß ja) es nicht als meine Pflrcht betrachten sollte, _meme Metnßung arüver abzugeben. Man wia einen Unterschrcy zwxschen dem Be- nadigungs : echte, welches, so_sagt man, stch_vloß auf etnzelne ersonen erüre e, und der Amnesice machen, dj_e emen aügemeineren nd volitjscheren Charakter habe. Dre ehemaltgen sogexzannten Be- nadigungs=Briefe (vor erfolgtxm Urtheel) „soollen der„Krone verbo; en seyn, daquen will man chr die_BeWtUtgung_ cmero Amnestte eüanen. Ohne Zweifel kann von jenen Yegnadtgungv-Brtefen 1.00 zu Tage kcine Rede mehr scyy; se exsolgten ehemals m der esel auf dyn Grund irgetxd emer dytngenoen Ycrxyendyng, 11! diesen oder jenen großen Schu1dtgen dem 'ger1cht_ltchcn erfahrcn zu entziehen, Wcs'vaxb stch_ denn “auch m'ehr als emmal cr Fall zngctragen hat, das; die chmnöhbke cnergtscj) gxnug wa- ren, jene Briefe von der Hand zu wetscp und der Gerechxtgkett ge- en dcn Minen des Königs ihren Lauf zu lasen. Unyexeyt, nac!) erIuli-Rcvolution, onte man der Kroye dtx Au_suvung des Amneüie-Rechtes zugcüeven, welches noch eme'bet Wectcm größere Wichtigkeit hat, weil es aUgememer kst und eme ganze Muse von Individuen dcn Gcseyen entzieht., Nxm, m. H., die Amnesiee kann mcht als ein Zweig des BegnaßtgungZ-Reckyqs betrachtet werden. Es isi cin ungebcurer 'Untersäned zwtsMn dtescn betden Rechten. Die Gnade erläßt die Strafe; sie beücht 111 dem Nechte,_das Er- barmen auf die Gerechtigkeit folgknzu l_affen, wxnn dte thhter thr Urtbeil gesprochen haben. Der Köntg trnt vermctteltxd em, aover xv hält den Lauf dcs Gesetzes nicht auf und lähqmt n1cht Ye zustaz. Die Gnade ist ein göttliches Recht, yieUeicht xrachü der Schöpfung dasstydnste: aber es ist nur _darum het_lsam, 1010 es nach dem regel- mäßiggefällten Urtheile eintritt. (_LebhatterBetxau.) WtUZnan ctwqcxn- wenden, daß unter diesen oder )xnen Umsiänden Amnesttcht bcxprlltgt worden snd? Aber was beweist dtes anders, als d„aß das Gezeß hm urxd wkcder verletzt worden ist? Kann man fick) aux das bcrgxen, was m älteren oder neueren Zeiten der Unruhe gethan xvorden tft, um dar- auseine Regel fü: ruhige und gcwdhnltck); Zettxnlzu ziehen.? Es fon 1. B. nach dem Jul: 1830 einx Amne|1e bxth1gt worden seyn. Das war aber eine Zeit, wo es kcme Constejuttoncgab, und woKaslso auch keine verletzt werden konntc;_es war eme Zett, wo der K'kt-eg beendigt war und der Sikgcr bcrrxcbt-e. Dcr Skegcr konnte dme.- ujgen befreien, welche er als seine Gefangcmn betrachtete; ,es wqr eine Thatsache und nicht der Mißbrauch emes Rechtes, nacht _detc Verletzung der Charte; es gab damalskctne Charte, man kämpftesur einen ganz neuen Zustand der Dmge, Das Begnadtgungs-Reclzt nach gesorochcnem Urtheil ist die Erlassung „oder Mtlderung der Strafe. Die Gnade tritt ein, der König streckt seeye Hand aus zwxschcn dikJUsiizundibreVoljzieher. Aber die Am'ncstxe trttt zwiscvetz das Geseß und die Justiz, und lähmt das eine, wre dze andere. Dre Amncstte durch Königl. Verordnung würde daher eme auqcnschexnléche Vex- kßung der Charte seyn; nur durch ein Gesc]; kann rene Zlmncsne bewiüi t werden. (Sehr gut! sehr gut!) Der Kdntgl. Praroganve muß aJerdings stark seyn: aber nur die Prärogatwcn find stark, Wilcke nicht ves'tritten werden können. Immer wenn man auf dtc Eroberung veürittener Rechte angegangen lsl/ hat „man unlxzsireiy bare Rechte verloren. Man will es der) Krone fretüclletz, 1110011 Kammern bei Ausübung ihrrtf Prärogatwe zuzugescllen: m gew1sen Uen wis! man ein Gesev erlaffcn, und in anderen 75511111 0101101 man, dessen ntazt zu bedürfen. Nein, m. H.„ ich nehme esefur oxe Leküslatur als ein Recht in Anspruch, bsiA1nneftte:Angclcgcnhexenmzt oel'Kbnigl.Prärogatiye mitzuwirken. Wenn man das Gesetz zunxGchwet- knbringcn wil1,so darfes nur durch ein Gesch geschehen; cm Gesetz ann aber nie von einer einzelnen der drei Staats=Gewa1ten xrlas= sm werden. Was könnte gesel)ehen„wenn eine Amncüee mettelst niglicl)cr Verordnung bewilligt wurde? Zuvdrderß könnte dn". A"Mküie von dem Gesichtspunkte des Rechtes gus bcftrctten werden, und dies wäre gleichsam eine Anklage gcgext dte Gewal't, wel'cb-e Yen terlaffen hat. Demnach würde also 1e11ecr Akt mchpt dtcjrnegc utorität haben, welche sch immer an Vcrmgungen knoupfcn muß, evon ciner dazu befugt gewcsenen Gewalt ausgchcn. ijettens aber :| es keinem Zweifel unterworfen, daß, wenn in etner Wichtigen Sache “Ut Staats- Gewalten zu gleicher Zeit gesprochen haben, die Ent-
„
cheidung in der That allen Bürgern zur chchacbnzng dienen muß. Die Amneüie isi alsdann cin sowohl den (Herzebtsbdfen als den Bür- Lxrnzmbcfoblenes Vcrgcffcn. Das kann emc bloße Verarmung, le dee Angeklagten der Justiz entreißt, niemals. uind bmschtltch der Yerantwortlicbkeit kann die Krone gar nichts Klugeres tbun, als die Amnestie dura) ein Gesetz zu bewerküeUtgen, denn WWU die Le- sslatur dem ihr gemachten Vorschlage bet'kkltt/ so bat die Maßre- krl ane pie Kraft, welche das Gesetz verletbt, und der Krotxe blcibt samer dae Ehre und die Popularität, welche es gewährt/ Mit einem
seines Datums durch die Stadtpost frei ins Haus gesandt wird. _ . bis späteüens den 31üen d. M. an uns gelangen zu lassen, tndem sonfi dee Interessenten es sich selbß zuzuschrecben haben,
,ren odcr
Allgemeine
Preußiscsye Staats-Zeitung.
Berlin, Freitag,!)en 2717-11 März
eine Unterbrechung erleidet und nicht sämmtliche Nummern vom Anfange des Quartals an nachgeliefert werden ktm
solchen Vorschlage bexvorgetreten zu seyn. Meiner-Anscbt nach, k'ann'der Grundjaß nacht zweifelhaft seyn; wäre er es aber dennoch, so wurde„tch der Regierung ratben, nicht auf Eroberung einer neuen und bestrattenxn Gewalt aus ugehen. Auch habe ich mit Vergnü- gen aus den „Zeichen der Zu immung von Seiten der Herren Mini- nxr entnehmen können, daß fie fich an das Prinzip des Geseßxs, und, ntcht an de_e Auslegung halten, welche man demselben im Sanne ci- mr Amneütc durch eine Königliche Verordnung geben will. Ick glayve sogar, das;, wer die Meinung vertheidégt, daß man eine Am- nestee mittelst Königlicher Verordnung erlassen könne, fich zu sehr von den „Ideen verführen läßt, welche das Studium eini- qer Engltschen„_Werke über. diesen Gegenstand bietet. Zwi- schen den Engluchcn Jpstituteonen upd dcn unsrigen isi aber oft etn_ utzgebxurer Untersch1ed. Das Rx terungs-Sysiem Englands be- xuvt m ytclen Punkten auf feudalcüt chen Reminiscenzen; der Kdni tft noch m mancher Hénficht xin lehnsherrliches Oberhaupt. So 1 e!" Verbrechen mehr, 1th bet um?, ein Angriff gegen das Gesetz, rmx Störung des bffeptlrchen Frredens, sondern eme Störung des Frtxden-s des Kbntgs, und der König, wenn er eine Amnestie xrläßt, wtrd so angesehen, als ob er s'cj) dadurch der Ahndun einer thm 0ersbnlich Wtderfabrenen Belctdigung begebe; so wekt geht die Fcction. _Bex uns verhalten sich die Dinge anders. Die Maje- üät des Köntgs es bei uns eben so groß wie dort, weil fie auf dem Ansehen der Gesetze beruht: aber die Sprache isi mehr mit dem Ge-sie des Jahrhunderts und unserer Verfassung im Einklan e, we1chc leßtcre fcüretzt, daß der König weder selbst noch durch sekzne Mmcsier exwas wider das Geses unternehmen, oder die Ausführung desselben bmdern k_dnne. Halten wir, m. H, fest an diesem Grund- fasse, und pie Verxaffung wxrd geschertvorwärts schreiten.“ (Allge- memer Betfan.)
Großbritanien 11:10 Irland.“
Parlamrnts-Verhandlungen. Unterhaus. Siz- zum; vom 17. März. (Nachtrag.) Folgendes ist das Wesen:- l_1c_hste aus dkem Vortrage, womit Sn" R. Peel die Einbringung jetner Bill m Betreff der Trauungen ,der D1ssenters begleitete:
„Durch ein im Jahre 1754 angenommenes Gesetz“, sagte der Médner, „wurdc fxstgeficllt, daß keine Trauun s-Ceremonie von an- deren als von Getülichcn per Anglikanjschen irche und nach ande- rem Nttus, als nach dem 111 der herrschenden Kirche gebräuchlichen voUzogen werden solle. Nur 'zu Gemüte"; der Heirathen unter den Juden und Quäkern warde eme AuZnavme gemacht und ihnen er- laubt, sick) nach ihren eigenen Gebräuchen trauen 7.0 lasen. Die Dissenters machten Einwxndungen g„cgen_ dicses Gesch. Wenn nun ibxe Skruvel wirkltct) aufrichtig nnd, so kann, glaube ich, Niemand 1eugncn„,_ daß es nicht nur die Gerechtigkeit- sondern auch dre Polttck erbeischt, ihnen die verlangte Ab- lzülfe zu gewähren. (Hörx!) Die Anglikanische Kcrche kann keinen Gxund haben, diejeqtgzn, welche aus gewiffenhafter Ueber- zeugung m jeder anderen Hmncht von ihren Lehren und Grundsäz: zen awaichen, zwingen zu wollen, daß tie s1ch nach den Gebräuchen dieser Ktrche sollen trauen lassen. (Hört!) Auch der Gescasctmft kann „nichts daran MYM ob diese Ceremonée in dieser Form verrüh- tet werd oder nicht. _ as ist auch kein Grund für diese thbégung, daß man sagt, es beuehe ja doch die Trauungs- Ceremonie nur in einer Form von Worten, und dxe Personen, welche exuf diese Weise eine Heiratb el_ngmgen, würden ja nicht gezwungen, 11chzu den Leh- rinztpien der herrschenden Kirche zu bekennen. unter die.- sen Umsi nden mußte zugesehen werdxn, auf wclche Art man den Beschwerden der Dtffenters abhelfen könne, und es scheint mir, daß yon aUcn vorgescvlagcnen Plänen nur drei überhaupt der Berück- 11'111tigung werth find. Ernens sagt; man, die Trauung5:Ccremonie könnte so abgeändert werden, daß dte Dissentcrs keinen Anstoß mehr daran zu nehmen brauchten; hiergegen ist aber einzuwenden, daß man, indem detn Beschwerden der Dissenters abqeholfcn wird, nicht das Gcwrssen derer vcrchcn darf, die fick) zur herr- schenden Kirchc_bekc11nen. (Hört!) So wie die Ceremonie 1"th vollzogen wird, 11“: 010719 darm, woran die Anhänger der herrschen- dxn Kirche etwas ayszusehen hätten, und ich glaube daher, daß se em Recht,habcn,_s1.11 jeder Abändetjung einer Ccremonie zy wider- scßen, mtt der, st_e vollkommen zufrtedxn ffnd, und die met ihrem Glauben überctnnimmt, wenn auch eme andere die Diffenters zu- friedcns'ccllende Form aufgefunden wcxdcn könnte. (Hört!) Ueber- dies aber haben dee Diffcnters ja mchtÉchen die Ccremonie pro- testirt, spndern gegep das Gesetz, welches hen für ungültig erklärt, wcnn dte Cercmoxnc nicht in dcr Ktkche vollzogen est. Es schien mir daher unmöglccb, die Sache durcb eme Veränderung in der Li- turgie der Anglékanischcn Ktrcbe zu erledigen. (Hört!) Der zweite Voxschlag war der, daß dcn Diffenters erlaubt werden sollte, sich in thrcn eigenen Kapeuen traum zu laffcn, und es wurden in die- sem Sinne seit dem Jahre 1821, wo diese Frage zuerst Aufmerksam- keit zu erregen anfkng, dcm Parlamente verschiedene Bias vorge- legt, die letzte im Jahre 1834 von dem edlen Lord gegenüber. (Lord, John Rasen.), Ich bin überzcht, daß der edle Lord diese Bell tn der besten Absxcßt einbra0)re, n er mcéner Anficbt nach ist Manches Hagegen einzuwenden. (12011!) Erßcns- und dies ist der stärküe mevand, stellte se die Dtscpters selbst nicht zufrieden. (Hört!) ,;See gab daher zu vielen Pctettonen von Scitcn allcr mög“ lichen Denentcrs Anlaß. Die Diffenters hatten zuvdrdcrsi daran auszusetzen, daß die Trauungen ausschließlich in Gotteshäusern voll- zogen werden solltqn, da_nn, daß bee dem Aufgebot die Geistlichkeit der herrschenden Ktchhc nch einmischen sollte; drittens, daß eine Er- klärung utxd Unterzeichnung von Sexten eines Geistlichen der herr- schendxn Ktrche nöthi? seyn fonte, 101 die Trauung stattfinden könnte, und vtcrtens, dneß d ese Cercmonte nur von Geißléchen fonte oer: richtet werdcn durfe_n. Der edle Lord, wollte, daß die Trauung an jedem Ort, der m Folge einer Petitton von 20 Haus-Eigentbü- mern zum Gottesdienstprivélcgirt worden, vouzogcn werden könne. Nun wcrden aber geWtß 21111, zu. welchem Glauben sie sich auch bekennen mögen, zugeben, das: esfur die Wohlfahrt der Geseüschaft, so wie für das Glück der Einzelnen von höchster Wichtigkeit isi, _qegen betrügerische und heimliche Heiratben die sorgfältigüen Vor- kchrungen zu treffen. (Hört!) Auf jene Weise aber würden die Dissentcrs, und. besonders der wetvlccbe Theil unter ihnen, allen jenen Betrügerctcn ausgesetzt seyn, worauf Nkederträchtige auszu- geben vfiegen, und wodurch das Lebensglück der Individuen und das Wohl der ganzen'Gcseuscbaft untergrgben wird; denn in den Besiimmungen der B:“ des edlen Lords rst nicht hinreichend für
1835.
des Quartals wird bierniét in Erinnerung gebracht, daß die Yeüellungen auf diese Zeitung nebst Pränumeration hier am Orte be? der„Nedaction (Mobxen-straße Nr. 8-1), in den Königlichen Poß-Aemtcrn zu machen find, und daß der Preis fur den ganzen Umfang 0er Monarchie auf 2 Nthlr. Preuß. Hour. vtertelxäbrlich fxßgesxxt rst- Um jedoch dre erforderliche Stärke der Auflage fur das kommende Vcerteljabr abmeffen
wofür den hiessen Abon- zu können, müssen wenn die Zusendung nen.
die Vcrhénderun solchen Betrages gesorgt. Wer eine Li-enz für einen Ort zur crrichtung gottesdienßlicyer Handlungen erlangen wollte, „hätte nichts weiter zu thun, als bet den Quartal-Ses- sonen cm von 20 Haus-Eigentbümern unterzeichnet“ Gesuch, tin- zureichen, und wenn 2 Sb. 6 Pee. bezahlt würden, müßte dee Li- cenz bewilligt werden, ohne daß die Friedensrichter dagegenEm- spruch thun könnten. Der privilegirte Ort brauchte nicht emmal e_in abgesondertes Haus zu seyn. Wenn eine Licenz für einen Saal ge- fordert würde, in welchem 20 Personen zum Gottesdienik zusammen- kämen , müßte für 2 Sl). 6 ce._ die Lécenz bewilligt we'rdcn. Ick) Funde also, daß, wenn das rivtle kam so ungemein wurde, große
efahr vorhanden wäre, daß solch Betrügereien noch viel öfter vorkommen möchten. (Hört!) Dann wollte der edle Lord, daß die Traume „durch irgend einen beliebigen, von den Diffenters gewähl- ten Get ltchen oder Predi er sollte vollzogen werden können; emege Sekten habsn aber gar eine ordentliche Geistlichen, also würde die Bill in dieser Hinücht wieder nicht allen Kla en der Dis- senters genügt babxn. (Hört!) Der erüe der erw hnten läne war also mit Rücksicht auf die Anhänger der berrschenden 'irche nicht zulässo, der andere konnte die Di enters selbst nicht be riedi- gen. Der Grundsatz nun, welcheni vorschlagen will, i der, daß es zweierlei Trauungs-Ceremonien geben soll, eine bürgerliche und eine religiöse. (Hört!) Mein Plan muntert zwar zur Feier des religiösen Aktes auf, zwtngt aber _diejenjgen, welche sch verhei- rathen wollen, nicht dazu, mxd macht tbn auch nicht zur wesentlichen Bedingung für die Gültigkeet der Ehe. Dagegen schlage ich vor, daß der Ctv l-Akt wesentlich ndthég„seyn soll, um eéneHeératb gül- tigxumachen. (Beifall.) ,Ich-glaubemcht, daß dies der Ehe ihren religiö- sen Chaquter nehmen wird, [ck glaube vielmehr, daß die Meißen nach der Vanzechutxg des Cwél-Aktsyuck) noch die religiöse Feier be eben werden, aber :ck deyke, daß dteselbe mit echterem reli issen Éinne chungen werdcn zvtrd , wenn man ffe dem Gefühl an dem freien W [1111 der Beibetligtcn selbst überläßt, als wenn man ffe gescsléck) erzwmkt. (Hört, vdrt!) Upd wenn die Ceremonie doch nicht auf dxn R tut der herrschenden Ktrche beschränkt bleiben soll, so sehe ich mehr ein, welchen Grund der Staat haben kann darauf zu befie- ben, daß überhaupt eine solche Ceremonée éattünde. (Hört!) Indem ich diesen Play vorschlage, frxut es mich, daß ich darin mit den Beßemmungen etner Bill im Emklang bin, welche im Jahre 1827 von Herrn W. Smith in dieses Haus eingebracht wurde, und dte auch im Oberhause bis zur dxttten Lesung gelangte und durch- gegangen seyn würde, wäre ße nacht erß kurz vor dem Schluß der Sesfion vorgelegt woxden. Auch war vor dem Jahre 1754 nach dem gemeinen Recht etne Ehe gültig, wenn se durch einen Civil- Kontrakt geschlossen wurde, und bedurfte nicht der Ratißcation durch eine reltgtbse Ceremonie.“ (Hört, hört!)
Der Rcdyer seßte sodann die Details seiner Maßregel auSeinander (1. den Art. London) und schloß mit der Bemer- kung, daß er mit Hinüchc auf die Mitglieder der herrschenden Kirche durch seine Bill nicht die geringste Veränderung in den bestehenden HeiratW-Gesetzen bezwecke; bei ihnen, sagte er, solle der Civil-Kontrakt der religiösen Sanction unterworfen bleiben, da dieser Gebrauch mit ihren Gefühlen und Gewohnheiten am besten übereinstimme.
London, 20. März, Lord Cowley hat seh schon bei Gr. Majestät dem Könige beurlaubt und wird nun nächstens auf seinen BotschaftersPosken nach Paris abgehen.
„In der heutigen Sitzung des Unterhauses kündigte Herr Ward an, daß er, sobald die Verwandlung des Hauses in den SubstdienxAusschuß über die Veranschlagungen für die Armee werde beantragt werden, auf Ausseßung dieses Ausschus- ses bös" nach der Berathung über die von Lord John Russell zum 30sken d. angekündigte Motion in Betreff der Jrländischen Kirche antragen wolle. Herr Wilkes seßte seinen Antrag in Bezug auf die Beschwerden der Dissenters bis zum Donnerstag aus. Hierauf erhob fich Lord J. Russell und sagte, er habe vernommen, cs sey höch| w_ahrscheinlich, daß ein Bericht der Irländjschen Kirchen-Kommijsion noch vor dem Tage, den er zu seiner Motion auf Vorlegung desselben bestimmt, nämlich dem 23sken d., dem_Hause vorgelegt werden dürfte, und er wolle da: her diese Morton aussehen, ohne jest einen anderen Tag dafür zu bestimmen. Das Haus verwandelte sich dann in einen Aus- schuß über die Zrländische Zehnten-Frage, und Sir H. Har- dinge, der_Secretair für Irland, entwickelte seinen desfaMgen Plan. Er 1ch1lderte die Größe des Uebeli, da es bei dem herr- schenden Schreckxns-System und der entschieden feindlichen Ge; finnung gxgen dte Zehnten unmöglich geworden sey, sie bei utrei- ben, obgleich der Zehnte nicht mehr als 6 Pence bis 1 Skilli'ng vom Acre betrage und die Akte des Lord Stanley, welche den Pächxer der ZehnteYahlung überhebe, die Last um die Hälfte vermmdert habe. ein Vorschlag War, statt des Zehnten eine auf dem Grundbefiß haftende Rente einzuführen, die in 20 Jah.- ren soll abgelöst werden können.
Die Times bebt folgende Stelle aus dem Bericsot der Kirchen-Kommisfion hervor und empfiehlt fie den Bischöfen zur Beherzigung, damit dieselben einsehen möchten, daß ihnen thr Kirchen-Patronat nicht zur Vergpößerung ihrer Familien anver- traut sey:_ „Wenn Ew. Majestät“, heißt es in dem Bericht, „den Vor1chlag, zwei neue Bisthümer zu errichten, genehmigen, so dürfte es unserer Meinung“ für die Zntereffen der Kirche nüßlich seyn, daß die neuen „Bokaböfe einiges Patronat erhalten, damit sie im Stande sind, verdienstvolle Geistliche innerhalb ihrer Diöcese u belohnen.“
Die von ir Robert Peel eingebrachte Bill über déekTrauun- gen der Dissenters stellt als Prinzip auf, daß die Ehe als Civil- Kontrakt zu bxtrachten sey, Welches Prinzip in England bis zum Jahr': 1704, Zn welchem Jahre die sogenannte Akte Lord Hard- w1ckes d'urcbgmg, Landes-Geseß war. Es steht dann den Par- teten fret, sich später in ihren Kirchen trauen zu lassen, und es erstreckt sch jener Grundsaß nicht auf die Bekenner der herr- schenden Ktrche. Uekrigens ist den Dissenters bloß vorgeschrie- ben, steh zu der Magistrats-Person desjenigen Bezirks, wo sie