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und tadelte dies Verfahren der Minister in den schärfsten Aus- drücken; auch war er der Meinung, daß erst die Frage über die Verwendung des Kirchen-Eigenthums in Irland entschieden wer- den müsse, eye etwas in Betreff des Zehnten eschähe. Diese Ansicht wurde von der Oppofition mit großem eifall aufgenom- men mid von mehreren anderen Mitgliedern derselben im 'Lauf der Debatte noch weiter ausgeführt. So oft das Wort „Ver- wendung“ (0991001100011) ausgesprochen wurde, erscholl lauter Applaus von den Oppositions Bänken. Sir R. Peel, der nach Lord Howie! das Wort nahm, stellte vor, daß, die Geistlichkcit in Irland keine andere Mittel habe, um fich ihrer SchUld zu entledigen, aks eine gewaltsame Eintreibung dcs Zehnten von den Pächtern, was ohne milieairische Hülfe unmöglich sey, und doch, meinte er, wären gerade diejenigen, welche am hartnäckigsten auf die Rückzahlung der den Zrländtschen Geistlichen vorgeschossencn Summen drängen, die wüthcndsten Gegner jedes Vorjchlages, der zum Zweck hätte, den Geistlichen bei der Eintreibung der Fonds, aus dem sie allein die Vorschüffe zurückzahlen könnten, mit Militair- oder Civil-Machc zu Hülfe zu kommen; eine solche Inkonsequenz, sa te der Minister, sey doch wahrlich die schreiendske Ungerechtigkeit. érRobertwies auch nach, daß die Fraqe in Betreff der Verwendung der etwanigenUeberschüffe des Jrländlschen Kirchen- Vermögens mit der Zehnten-Bél], die das Mimsteréum einzubringen gedenke, in gar keiner Berührung stehe, und behauptete ferner, daß die beiden vorgeschlagenen Resolutionen, wie ja Lord Rus- sell selbst zugegeben, eine bloße Sache der Form seyen und das Haus in ksiner Weise händen. Uebrigens erklärte er fich bereit, die zweéte Resolution für jetzt zurückzunehmen, wenn sie Zeman- den unerwartet käme; er that dies auch, indem er sagte, er zeige mm an, daß er an einem anderen Abende darauf antragen Werde. Lord Howick, Herr C. Wood und Herr Littleton Wollten unter dieser Bedingung die Resolution passiven lassen. Hr. O'Connell erhob fich nun und hielt eine sehr heftige Rede 111 seinerbekannten Weise, worin er vielvorz der abscheulichen Behand- U'mg desZrländischen Volks, von dem Gemehel zu Rachcormac und von der einer katholischen Bevötkerung auferlegten Nöthjgung sprach, eine protestantische Kirche zu erhalten, und damit ]chloß, daß man, che irgend etwas Anderes vorgenommen werde, erst über die Verwendung der überflüssigen Einkünfte der Zrländi- schen Kirche entscheiden müsse. Herr Hume stimmte ganz hier,- mie überein, tadelte den Lord John Russell und diejenigen Op- pofitions-Mitgléeder, welche sich für die Annahme der von Sir H. Hardinge vorgelegten Resolutionen ausgesprochen, und trug darauf an, daß der Ausschuß aufgehoben und über die Vor- schläge zur Tageiordnung übergegangen werde. Sir R. Peel blieb aber dabei, daß er es über den ersten Theil der Resolunonen zur Abstimmung kommen lassen Wolle, und fragte Herrn Hume, der in seiner Rede geäußert hatte, daß er nicht begreife, wie Männer von Ehre in dem einen Jahre dies und im anderen gerade das Entgegengeseßte vertbeidégen könnten, ob er etwa damit gemeint habe, daß sein (Sir R. Peel's') Benehmen in Bezug auf diese Frage nicbt das eines Ehrenmanncs sey. Herr
ume erwéedsrte: „Wäre ich in der Lage des sehr ehrenwer- t en Baronets (o, o!), so würde ich anders gehandelt haben; nach meinxn Begriffen von Ehre würde ich eine Maßregel nicht vertheidigen und untersiüßen, der ich mich früher aufs heftigste widersetzt hält:.“ Sir R. Peel: '„lel das ehrenwerche Mitglied damit sagen, daß ich nicht so gehandelt hätte, wie es dem Charakter eines Ehrenmanncs gezieme? Der ehrenwerthe Herr muß den Sinn meiner Frage verstehen, er weiß, wie ich früher bei einer ähnlichen Gelegenheit gehandelx habe, und er muß daher wissen, wie ich in diesem Falloe die Frage meine. Waren ssine Worte gegen mich gerichtet?“ „Herr Hume: „Ich kann nicht umhin, zu bekennen, daß ich als Staatsmann nicht so geZTndeLt haben würde, wie der sehr ehrenwerthe Baronet.“ Sir . Peel wollte darauf noch einmal eine Frage an Herrn Zume richtcn, es ertönte aber von allen Seiten der Ruf: „Zur
rdnung!“ Der Präsident des Ausschusses mußte sci) ins Mit- tel legen, und der Kanzler der Schatzkammer setzte sich nieder. (Vergl. übrigens den Art. London.) Herr C. Ferguson und Herr Ward, die slch hiernächst vernehmen ließen, sprachen die Besorgniß aus*, daß selbst, wenn das Haus auch nur die erste Resolution annähme, es so aussehen möchte, als ob es stch dadurch verpflichte, die Grundsätze derselben zu billigen, Und nicht, als ob es bloß deshalb in oée Annahme des Vorjchlages willigte, damit eine darauf basrte Bill eingebracht werden könnte, die ihm dann immer noch nach Belieben zu verändern, zu ver- werfen oder zu gcnchmigcn freiffände. Sir R. Peel.ver[icherte, daß diese Besorgnisse ungegründet ssyen, und daß das Haus eben so freie Hand haben würde, mit der Bill vorzunehmen, Was ihm believe, Wenn es die Resolution annahme, wie wmn es dieselbe verwürse, da dieselbe ja nur eingebracht sey, weil das Reglement des Hauses em solches vorläufiges Verfahren vorschreibe. Herr Spring Rice aber scimmty den vorigen Rednern und namentlich den Aeuße- rungen des Grafen Howwk über dieRothwendigkeiteiner vorheri- gen Entschetdung in Betreff der Verwendung des Irländischen Kirchen-Eigenthnms bei und hatte auch das gegen die Resolu- tion einzuwenden, daß fie zu ausführlich und detalllirt sey; er wolite _daher, daß der einfache Antrag auf die Erlaubniß zu einer 23-11 in Beztxg auf die Zrländische Zehnten-Btu von Sir H. Hardinge an deren Stelle gesetzt werde. Lord Stanley erklärte dagegen, daß er für dre Annahme der Resolution stamme, Wei! er nicht glaube, daß die Minister einen Mißbrauch v'on diesem Zugeständniß machen würden, und daß das Haus sch durch cénen solchen "Entschluß nicht binde. Der Antrag des Herrn Spring Rice fand jedoch bei der Oppofition großen .Bei- fall; Herr P. Thomson unterstüßte ihn namentlich aufs etfrigste, indem er behauptete, daß, als die vorigen Minister eine ähnliche Resolution vorgeschlagen hätten, nicht die Frage über die Ver- wendung des Irländischen „Kirchen-Guts erhoben gewesen sey. Scr R. Peel suchte aus den Journalen das Gegentheil darzu- ehun, nämlich daß damals ami) eine quodrückliche Motion in Be- zug auf die Verwendung dieses Vermögens in denselben ver- zeichn-xx gewesen, und er fand es daher sehr auffallend, daß steh trade die Mitglieder der vorigen Verwaltung 1th unter-ähn- Jichen Umständen einer solchen Resolution so sehr wtdersetzten. Er gab sodann noch eine kur e Geschichte der Zehnten-Biu und
* erwähnte besonders der Ver nderungen, die Herr Littleton in
de? “|M von, Lord Stanley entworfenen Bill vorgenom- men, und der Hunderte von Klauseln, die Herr O'Con- nell_ hineingebracht, und Wodurch dieselbe ganz und gar verwandelt und verstümmelt worden sey, so daß der Ver- fertéger selbst nicht im Stande gewesen seyn müßte, ste wie- der zu erkennen, obglecck) derselbe nebst seinen Kollegen fich gezwungen gesehen, ste anzunehmen. Nachdem sodann Herr
ume sein Amxndement zurückgenommen hatte, um dem von
erm Spring Rice vorgeschlagenen den Vorrang zu gestat- tm, welcdcs besagte, daß die einfache Resolution angenommen werden solle, „es sey zweckmäßig, die Irländisehen Zehnten-Ge-
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seße zu verbessern und zu verändern“, wurde über dieses Amen: demenc zur Abstimmung ' geschritten, und es ergaben *sich für die ursprüngliche Resolution 213 für das Amendement 19-3
mithin eine Majorität von 15 Stémmen zu Gunsten der Minister. Sir H. Hardlnge wird daher nächstens eine auf seine Vorschläge gegründete Bill in Betreff der Zehnten-Ablösung in Irland einbringcn.
London, 21. März. Die Hof-Zeitung meldet nun of- fiziell die Ernennung des Lord Henry Cowley zum außerordent- lichen Gesandten und bevollmächtigten Minesrcr Sr. Majestät beim Könige der Franzosen. Eden dies Blatt zeigt an, daß Se. Majestät den Gencral-Major Thomas Pearson zum Rit- ter des Bath-Ordens und zum Commandeur des Guelphen- Ordens ernannt haben.
Der Preußische Gesandte, Freiherr von BMW, und der ONarquis von Camden besuchten gestern den Hexzog von Wel- lingtdn im auswärcigen Amte. *
Der Brasilianische Gesandte am hiefigen Hofe, Herr Araujo Ribeiro, isk VM PWW?!" hierher zurückgekehrt. .
Lord Durham's Gejundheit hat sick), seitdem er nach Dur; ham Castle zurückgekehrt ist, sshr gebessert; da er aber der Ruhe bedarf, so wird er wahrscheinlich vor dem Monat Mai nicht wieder wach London zurückkehren.
Der Standard enthält nachskchcndcs, von dem Marquis von LondonderrY an _dkn .Hcrzog von Wellington gerichtete Sch'reébcn, um seine Ernennung zum Gesandten am Russschen Hofe abzulehnkn. Das genannte Blatt bemerkt, das Datum des Briefes zsige, daß dée Minister von dem Entschluss des TNarquis erst am Montag Nachmittag uach ;; Uhr unterrichtet worden wären. Das Schreiben lautet solgendxrmaßcn:
„.Holdcrmsfehouse, 16. März, ;1 Uhr Nachmittags.
Mylord! Als Sir Robert Pecl m_ir anzeigte, daß er d_ie Ab- sicht habe, mich Sr. Majestät zu dem Gcsaxsdtschafts-Po|en tn St. Yetersburg vorzuschlagen, und als Ew. Gnaden diesem :“?er vd11tge
usiimmnng gaben, da fühlte ich den höchsten Stolz, daß teh noch einmal meine geringen Kräfte für den Dienst des Königs verwen- den sollte. Als Ew. Gnaden mir ferner zu “meldcn die Güte hat- ten, das; Se. Majeßät der Kaiser von Rußland seine Zufriedenheit mit der gnädigen Ernennung meines Souvcrains zu erkennen „gege- ben habe, da glaubte ich, wegen metncr langen persönlichen Be- kanntschaft mit mehreren Mi_ni|erxx des „Kaisers, und wegen der in- nigen Framdschaft, welch? tei) mtr denselben jm Fejlde geschlossen, als1ich in den Heeren Europa? gegen den gemetnsamcn Feinr- kämpfte, die Intereffen bcider Länder auf eine wirksnmx Weise bc: fördern und das gute Einvexständniß, welches so glückltcl) zwischen beiden Kronen besteht, befküjgen zu können. Nack) der Diskusjton, welche am Freitag Abend tm Unterhause üattfand€ glaube ich indeß, daß ich, als U::tcrthan und als Staatsdeenrr, gegen meine Pfiécbt hanyeln „würde, wenn ich Ew. Gnaden nicht er- suchte, meine Restgnatton "Sr, Majcüät vorzulegen. Durch die Ausdrücke und Meinungen mehrerer Mitglicdsr des Unterhau- ses' der günstigen_ Stcüung beraubt, worin jeder Repräsen; tant des Sothrams bisher sein.?!mt übernommen, “und durch ungerechte und falsche Vorwürfe über: mein öffentliches Benehmen daheim kurz vor memcr Abreise in mcener Wirksamkeit tm Auslande gehemmt, fühle ich, daß meine Kräfte für die SteUung, zg der ich berufen bin, geschwächt 17110, und da ich im Diensx de:? 11511th nicht länger mit Erfolg thätig ferm kann, so wüydc nachts 111 der Welt mic!) bewegen, ein Amt zu überpebmen, das :ck nicht Wtrksam ver- walten könnte. Ich bin den-Mmistern dcs Kdnéas sehr dankbar für ihre kühne un_d ehrenwertthrklärung vor dem Parlament und dem Lande, daß sse décse Erncnnung auf alle Fäne unterstützen würden. Zkck) fühle auch, daß ich unfäytg bin, einer Partei zu weichen odcr Drohungen nacvzugebcn, aber ich fühle, mächtiger 0112111135, das Fntercffe deSSman-Décnstes und die Nothwendégkeit, bee ciner sol: chen Krisis dre Regterung des Königs nicht in Verlegenheit zu scz- zen. Aus diesen Gründen aüctn habe ici), ohne Jemandrs Rath, durch Niemandcs Meinung bewogen, uud ohne daß irgcnd Jemand darum weiß- diesen Entschluß gefaßt. Ick habe die Ehre u. s. w.
Vans Londonderry.“
Zwischen Sir Robcrt Peel und Joseph Hume find gestern, noch wähvend der Debatte im Unterhause, folgende Schreiben gewechselt worden: .
„Sir! Jm Laufe.der [)eutégen Debatte hörte fck, daß Sie sich einxger Ausdrücke bedienten, um darzuthun, daß ich in Be- treff der in der Erörterung begriffenen Maßregel ein Vcrfahren befolge, das mit dem „Bcnehmen eines Mannes“ von Ehm? unver- träglich sey. Da ich es für wahrscheinlich hielt, »das; jene Aus- drücke Ihnen unwcklkürlich und in der Héße der Debatte ene- schlüpft seyen, so gab ich Ihnen durch eine an Sw gerichtete Aufforderung Gelegenheit, sie zu widerrufen. Ich konnte den Gegensand damals nicht Weiter verfolgen, aber ich hege das Vertrauen, daß Sie fühlen werden, wre die Ausvrücke, über die ich mich bcklage, den Gebräuchen des Parlaments zuwider und durch die Freiheit der Debatte nicht gettattet find, und daß Sie daher nicht anstehen werden, fie, als auf mich bezüglich, zu wi- derrufen. Ich habe die Ehre u, s. w. _
An Herrn Joseph Hume. Robert Peel.“
Hierauf erfolgte nachstehendes Antwort-Schreibcn des Hrn. Joseph Hume:
„Sir! Ick drückte mich in der Debatte, so viel ich mich erinnere, streng tadelnd aus Über das Benehmen der Regierung,
“an deren Spitze Sie stehen, insofe'rn Sie und Ihre Partei in
der letzten Sesfion fich der Bill zur Abschaffung der Zehnten widersetzten und se als unvereinbar mit der Wohlfahrt des Lan- des verwarfen. Ich fügte hinzu, daß ich es nicht für ehren- werth" hielte, erst so zu verfahren Und dann eine ganz ähnliche Maßregel vorzuschlagen. Als Sie mich im Betreff der von mir gebrauchten Worte fragten“, ob ich damit einen Vorwurf gegen Ihre Ehre babe aussprechen wollen, da antwor- tete ick) sogleich, daß ich nicht, wissen könne, wclche Be- griffe Sie von Ehre hätten, daß ich indeß, als Staats,- mann, es“ nicht würde für Rcchr gehalten haben, wenn ich so gchandelthätte. Es ist daher klar, daß, als ich meine Bemerkungen machte hinsichtlich dcffen, was ict) gethan haben würde, ich in dem von Ihnen befolgten Verfahren Ihre Ehre nicht angrtff, da die Ansichten von Ihrer Pflicht als Staatsmann gewiß eben so rein sind, als die meinigen, oder die irgend eines anderen Mitgliedes, obgleich Ihr politischcs Benehmen gerade das Gegentheil von dem meinigen ist. Ich sehe daher keinen triftigen Grund, meine Worte als einen Angriff auf Ihre Ehre zu betrachcen. Ick beabsichtigte keine persönliche Beschuldigung der Art, und ich bedauei'e es , wenn mir in der Hitze der De- batte Worte entschlüpfc smd, denen man einen Sinn unterlegen könnte, den ich nicht beabsichtigte. Zet) bin u. s. w. _ Joseph Hume. An den sehr ehrenwerthen Sir Robert Peel.“
Mit Hinsicht auf die Debatte, welche über die von Sir R. Peel eingebrachte Maßre el zu Gunsten der Dissenters stattge- funden hat, bemerkt die orning Chronicle: „Sir R. Peel kann sich doch gewiß nicht darüber beschweren, daß auf Seiten der Oppostéon eine vorgesaßte Meinung gegen ihn herrsche.
Das Haus _aewährte ihm eine offene Erprobung. Es ?*th war seine Stimme gegen die Ernennung des Marquis von 2ondxonderry, als eine nicht zu rechtfertigende Maßregel, ab;.“ „S," nahm die Maßregel in Betreff der de:: Dissemers bei ihren 1,4, rathm zu gewährenden Abhülfe günsig auf. Das ist ganzeso wie es seyn muß.“ “
Der General Sir Henry Johnson, Oberst des 500 anam terée-Regimencs, ist am MitttVoxt) in Bath mit Tode abgeganqen
Unter den politischen Karrikacuren, tvelche in der letzten ZejZ hier erschienen find, wird von der Times besonders em Blatt als sehr witzig bezeichnet, auf welchem Lord John Russell als Fragezeichen, Herr O'Connell als Ausrufungszeichen Und 5... Marquis von Chandos, auf eénem Bierfaß reitcnd und sich 1- ._.„ durch das Festhalten an dem Schwexf eines unbändigen Pfech. .“ vor dem Herunterfallen bewahrend, dargestellt find.
Die Times widorspricht der Behauptung Französischer Z, „. tungen, daß die Herscn Gowcr in London irgendwce an de.“- Anleihe für Dom MigUel Antheil hätten.
In der Times liest man: „Die Zeitungen aus Ostindien: geben gelegentlich zusréedenstellende Beweise von den Fortschr“. ten der bürgerlichen Freiheit seit Eixrführung des neuen Systems„ In den lelzren Berichten aus Ceylon finden wir z. B., daß der Herausgeber des“ Colombo Observer wegen einiger frn'm „Bemerkungen über *dcn Ober-Aufseher der Polizei vor Germ): gestellt, 0er völlig freigesprochen wurdy. Er hatte nämlich ja
dem Artikel ZCsagk, daß, wie geschickt und eifrig der Ober-Auf, _szjhejc ihrer Völker, befestigt und wo möglich eine zweckmäßi-
scher auch als“ Staatsdiener sey, doch eine natürliche Schwäche des Geistes und ein Mangel an Urbanität gegen diejenigen, . welche „er für Geringere halte, ihn zur Verwaltung des Richter- ' Amtes unfähig mache. Vor einigen *))?onaten würde ein solcher- Artikel wahrscheinlich das Verbo't des Blattes und den Rum des Herausgebers zurFolge gehabt haben.“
Der Franzöfisch'e Bischof und apostolische Vicar von. Co:“ chinchina, Camboja und Tsiompa, der, nach einer dreizehnjähri- gen Residenz in Cochéncyina, bei der letzten Verfolgung der Christen gezwungen worden war, aus dem_Lande zu fliehen, giebt in Ostindischen Blättern folgende Aufschlüsse über dieses Ereigniß: „Es sind 1th funfzehn Jahre verflossen, sxitdem der gegenwärtige König, Minhmang, den Thron von Cochinchina bestiegen hat. Er hatte schon vor diesem Ereignisse oft erklärt, daß er die christliche Religion in seinen Ländern ausrotten Wollte, und pflegte die Weisheit der Kaiser von Japan zu preisen„ wel- chen es gelungen sey, sich der Europäischen Lehren zu entledi en. Déc Christen kannten seine Absichten, und waren daher sehr ber ihr Schicksal besorgt, als er auf den Thron kam; allein er suchte zuerst als ein kluger Mann sich in seiner Macht zu befestigen, eheer etwas gegen sie unternahm, da er nicht der rechtmäßige Erbe, sondern der Sohn einer Konkubine ist, und mehrere Mandarine von hohem Range unzufrieden mit seiner Re ierung waren. Dennoch ver- gaß er seine Pläne nicht, und ch1ug fast jedes Jahr seinem Rache ein Dekret“ von Christenverfolgung vor, allein er fand da- bei ein großes Hénderniß in dem Emstusse von Ta-KWan, dem Vice-König von Saégun, einem Manne von großer Rechtlichkeit, der mit Dankbarkeit an dem Andenken des Bischofs von Adran hing, der mit Hülfe der Christen den Vater des Königs wie- der auf den Thron geseßt, und das Reich eine Reihe von Jah- ren hindurch mit großem Erfolge verwaltet hatte. Ta-Kwan wéderselzte fich immer den Vorschlägen des Königs, und steUte ihm vor, daß die Christen kein Uebel gethan hätten, daß sie treue und nützliche Unterthanen wären, daß ihm:; Gia Long, der Vater des Königs, seinen Thron verdanke u. 1. w. Diese Vorstellungen, und der Umstand, daß die größte Zahl der Cvrkx, sten in dem Gebiet von Ut1tcr-Cochinchina war, d. 1). unter der de'- rckten Adminéßration des Vice-Königs, den der König nicht zu entselxen wagte, hinderten während seincs Lebens eine allgemeine Verfolgung, obgleich ste einige lokale Verfolgungen nicht abwen- den konnten, wie z. B. die von 1831 und 18.32. Einige Chri- sten, welche zu dem Dorfe D:co0phon in der Nähe der Haupt- stadt Hue gehörten, hatten einen Prozeß mit einigen heidni- schen Bewohnern eines benachbarten Dorfes Über eme Gemein- destrecke zwischen beiden Orten, Die Christen gewannen den Prozeß, und ihre Gegner brachten die Sache vor den König- und erklärten, daß jene Chrtßen seyen. Der König ließ 70 Personen beider- Geschlechts" in Feffeln legen, und hielt sie zwei Jahre gefangen, ohne jedoch einen einzigen zum Abfall bringen zu können. Am Ende Wurden, den 12. Juli 1832, 12 von ihnen verbannt, der Schultheiß des Dorfes hingerichtet, und der Französsche Misüonaér Zaccard, der in dem Dorfe gepredigt hatte, auch zum Tode verurtheilt, allein scene Strafe in eine Veructheilung zum Mélitair-Deensk vcrwandelt. Ich hatte Hue sext drei Jahren verlassen und lebte in Saigun, hatte aber doch 111 dieser Angelegenhett Verfolgun- _aM zu bestehen, weil auch ich in dem Dorfe gepredigt hatte. Mehrere Mandarine er!):“elten den Befehl, mich zu verhaften- allein ici) verließ meinen Aufenthalts-Ort nicht, bis zur Zeit der gkoßen Verfolgung, welche nach dem Tode des Vice-Königs am Ende dieses Jahrs erfolgte. Diese brach in Folge eines De- krets vom 6. Jan. 1833 aus, und ging somit der großen In- surreccion voraus, welche sechs Monate nachher ausbrach, uud dadurch widerlegte sich die Anklage, welche man gegen die Chri- sten erhoben hat, daß fie sich durch_ die Theilnahme an diesem Aufscande ihre Verfolgung jelbsk zugezogen hät- ten. Der Aufstand ging von einem Ther! der hetdmschcn Be- völkerung aus, und wenn einige Chraften daran Theil genom- men, so haben sie Unrecht gehabt, allem ihr Fehler kann nicht ihrer Religion zugeschrieben werden. Wenn Sie meine Mei- nung Über die wahre Ursache der Verfolgung w:!scn onen',-ss liegt diese in der Furcht des Königs, das; die christliche Relcgton den Europäern den Weg in das Reich öffxKen werde. Er kann nicht begreifen, daß so viele Mésjionaire ihre Heimat und ans Annehmlxchkeiten ihres Vaterlandes verlassen, um sich it"! einem barbarischen Lande achm Ungemach und dem Tode auszusehen- bloß um die Religion zu predigen. Er glaubt, dies sey nur ei Vorwand, um den Engländern den' Eintritt in Cochinchina vor zubereiten, da er ste vor allen christlichen Nationen fürchtet. ist daher sehr möglich, daß Cochinchina ein anderes Japan werde, und ich kann nichts thun, als mich dem heiligen Willen Gottes zu unterwerfen.“
Niederlande.
Aus dem Haag, 22. März. .Der General-Lieutenant Trip, Ober-Befehlshaber der Kavallerie, ein überaus geschäßk'r Offizier, ist hier gestern, nach vielen körperlichen Leiden, m Tode abgegangen.
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B e l g i e n. “kohlvorzüglich diesen ' . _ gehetmen Bearbeitungen der Personen ist es Brüs s el, 22.932010. Der Franzöüsche Gesandte in Bras“ MMVR, daß die Wellen des Oppofitionsxzeistes in der De- sel, Graf von Latour-Maubourg, ist wieder hier angekommen- ten-Kammet: sich seit kurzem so bedeutend gelegt haben,
In der Repräsentanten-Kammer ist die Frage in Anregynsk „ gekommen, ob Herr Davégnon, ein Mitglied derselben, sich le?
1;
' .WarsÖQU, 2.4.
er Nacht vom 20sien zum Listen 0. hier ein. elbe am Morgen des 2lsren Sr.'Durchlaucht dem Fürsken
iWkche Hannover hingegen smd einige Verbrecher hingerichtet
“*klgischen „Justiz“ ngleich dic“ blutigen Tage der Belgischen
. man kennen, als das wirksamste erscheinen mußte: es ist näm-
'" Borschafter-Posten beim Französischen Hofe angenommen.
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werika ni t „ . . it en ObersteY-Non der Hand gewwsen, nachdem er schon früher
(„er neuen thl unterziehen müsse, da er (wie gestern er- ahnt) zum Mst-Direkcor der Bank ernannt wvrden und dem- „ch einen von der Regierung besoldeten Posten angenommen „„ Die Entscheidung über dtese Frage soll am nächsten Mon- 0-3? stattfinden. _
Der hiesge Gskktchkshof hat die Belgische Regierung, als ;; achfol erin der Ncederländtschen, für schuldig erklärt, den Kauf- euren Zorbenbach unt) Helmans in Brüssel den Verlust wieder u „setzen, welchen dieselben durch die auf Befehl des Hollän- d.schen Generals Wautzer am „27. August 1830 gcschehene Ver- jchiung :hres Puwer-Magazms erlitten haben.
Schweden und Norwegen.
(Myiskiania, 16. März. Im Morgenblad wérd Be- st»... » über das neue Schwedizche Reichs-Wappen geführt, Wm.»; auf Siegeln und Münzen wahrnimmt, dessen obere Hälfte die Schwedtsch9n drei Kroner), dt"? untere einerseits das Noxwegiskhe.-000c_rerserts_ das Gothikche Wappen einnehmen, so daß es das Unjehcn getvmnt, als 06 Norwegen als Schwedtsche Provinz bstrackzksc werde. Es wird der Vorschlag gemacht, ef- nen Verein aus Not'Wegtschén und Schwedisctyen Männern zu dem Zweck_zu bildetx: met allen rechtlichen, rhnen zu Gebot [1e- henden Mitteln dahin zu wirken, daß die Union, mit Aufrecht- haltung der besonderen“ lehstständigkeic jedss der beiden Reiche und größtmögltcher wecyseideatiger Garanti0 der Nationalität und
gere Unions-Akte vorbcrejwt werde.
Der Herausgeber des „I)?orgcnblxds“, welcher, weqen ei- nes Artikels über Dänemarks Provinzéal-Stände, belang? wor- den tysax, ist unterm 26. 13. M. durch Urchecil des Unt-srgeréchtes völlig frei gcsprochen worden.
Dänemark.
Kopenhagey, 21. März. (Alton. Merk.) Sécherm „ernehmen yach, 111 der Geheime Konferenzrath, Graf v. Bern- storsf, auf sem .desfallfiges Ausgehen, von seinem Gesandtsaöafts; Posten am Kaisers. Oesterreichtschen Hose in Gnaden entlassen, und der Kammexherr, Baron von Löwenstern, zu seinem Nach- solch .Allergnädtgst erna_nnt' Morden, Auch erfährt man, daß der abgegaxchne Gesgndte, als“ ZeichM der Allerhöchsien Aner- kennung semer Vcrdtenste, mit der Decoration des Elevhanten- Ordensbegnapigt worden ist. '
Se.“ Kömgl. Hoheit Prinz Christian hat der provisorischen Verwatunq er Gesellschaft zum rechten Gebrauch der Preß- Freihett 50 bethlr. zm; Beförderung ihres Zweckes zustellen
lassen. ,
Der Censok- Polizei-Gerichts-Affeffor Reicrsen, hat ver- langt, daß unter jedem Artikel in der Kjöbenhavnspost des- en Verfasser durchUnterschrist genannt werden solle. Da dies- ;u weitläufcig würde, hat der HerauSgeber erklärt,- daß jeder rtikel, Hessen Verfasser nicht durch seinen Namen oder durch a-amenszetchen oder durch Bezeichnung als Einsender u. s. w. -is eine von der Redaction verschécdene Person angegeben werde, övotx der Redaction selbst herrührend anzusehen sey.
Dae Ankündigung von Vorträgen über politische Beredtx amkeit, vom Znstxucteur Nielsen, hat viel Interesse erregt, nd es haben sick) schon Viele als Zuhörer gemeldet. Auch Da: en werden zugelaffen.
P o l e 11.
Mär. Die [ie? en eitun en elden: „Der General dez": Kavaller1e 1100 011100212]:- ant Graf Orloff, beauftragt, dem Kaiser Ferdinand ]. ur -esteequ11g des O_esterreichischen Thrones die Glückwün che1 r. Majestät des Kaisers von Rußland zu überbringen, traf in Nachdem der.-
Statthalter u00 seiner Gemahlin, so wie dem Kriegs:Gouver- Zuc- emen Besuch abgestattkt hatte, sthe er um 1 Uhr Nach- tttags seine Reise nach Wien fort.“
Dex Kommandant von Warschau, General-Major Pencher- «10, :| zum Commandeur der MM leichten Garde-Kavallerie- wtfion und per General-Major Tutczek, bisheriger Militair- hef der Wojewodschaft Krakau, an seine Stelle zum Kom- andanten von Warschau ernannt worden; anstatt des Leßtercn »Wer Gxneral-Major Baron Bolten 11. zum Militair-Chef der O'oywodxchafc Krakau bestellt, der bis jekxzt diesen Posten in dcr Wojewodschafc Plok bekleidete, und der Oberst Smoléak vom *tknGendarmerie: orps erhält das Milicair-Kommando in Plozk.
Deutschlanh. Hannover, 25. März, Die hiesig: Zeitung enthält olLende Bemerkung: „In den Verhandlungen der zweiten Kam.- er der Hgnnoverschen Stände; Versammlung liest man, daß in vor eineger Zeit in viele öffentliche Blätter übergegangener etrungs-Arcikel eines bekannten Brüsseler Korrespondenten meh- ererSüddeutschen Blätter auch bei uns den beabsichtigten Ein- Wk gemacht hat. Es wird dort nämlich behauptet, in Belgien “b? sert 1829 keine einzige Hinrichtung stattgefunden; im Kö-
orden.' Daher soll «es besser seyn, die Todesstrafen abzuschaf- e": Zygegeben, daß nch das so verhalte, was wir nicht wissen, otsk etnem Jeden bekannt, daß in diese blutlosen Jahre der
Molnar“, die gräuliche Revolution, die mit kaltem Blute vou- qene barbarische Ermordung des Holländischm Majors in der tadt Llötven,.und vor nicht langer Zeit die ruchlosen Plünde- ngen tn Bruss21 fallen, und daß diese Verörechcn sämmtlich üUbsskraft gcblteben smd. Verdient die Belgische Justiz da- kLob? oder gar Nachahmung? Ich zweifle.“ P o r t u g a l.
u _“- -- Lissabon, 6. März. Das Ministerium, ermüdet „ kch die nicht abbrechenden Angriffe der in der Oppofition be- )]tldlichm anction der fiegenden Partei, hat endlich zu dem ittel gegrtffen, das allen denjenigen, welche die Pvrmgkesen
eck zur Theilung des eigentlichen Gegenstandes des Streites, ? öheren Stellen, geschrieten. Der Marschall Saldanha hac ,“ bekannte Rodrigo Pinto Pizarro, der als die kLeder so ne der Marschall Saldanha als das Schwerdc der Öpposition Sksehen werden konnte, hat eine diplomatische Sendung nach
ang wieder von der Regierung zurückempfangen c::te. Mehreren anderen Hauptpersonen der Opposition sollen, . man versichert, bedeutende Aemter in 00110 zugedacht seyn.
"d daß die Krise die eint e Zeit hindurch drohend erschien “der entfernt woéden ist. &elbst über sehr verfängliche Ma-
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terien, die neuerdings in der Deputirten-Kammer zur Bera- tbung gekommen, wie namentlich der Ausschluß der früheren Beamten Dom Miguel's von Regierungs-SteUen, die SuSpen; dtrung Und Beaufsichtigung der diesem Prinzen noch, für treu ge1cenden Pfarrer und endlich der Antrag auf Abschaffung des gexstléchen Cölibats, hat eigentlich eine Art von Einigung der becdcn Fracckonen der herrschenden Partei stattgefunden. Es ilk bekaxmt, daß in dieser Partei und bei dem ihr anhängenden Thetle dßr Geistlichkeit ein dem Systeme der Römischen Kurie sehr wentg günstiger Geist hercschZ und daß die Lehre von der Aufhebung des Cölibats dort vaele Anhänger zählt; dessen- ungcachtet behielten politische Rückfichten auf die in die- ser Hmstcbt „bei der Masse der Nation noch herrschenden Voxurth-etle_dee_Oberhand, und die Depütérten-Kammer, wel- chxs auch vtclletchr die Privat-Ansicht der Mehrzahl ihrer Mit- gnedcr seyn mag, wies, wenigstens für jexzt, ganz bestimmt jede Veräydc-an in der CdltbatH-Verpflickytung der männlichen Geiß.- lxchkxac zurück. Die Nonnen, die den besonderen Schuß aller Regcerungeyund Parteien in Pormgal stets in einem hohen Grade qenoüen haben, wurden aber jener erpflichtung entbun- den. Welchen Eindruck diese ganze Verhan lung zu Rom ma- chen _durfte, |th zu erwarten. - Auch zu einer Annäkxoerung an das Pczrtcé Dom Miguel's hat die Regierung'tm Stinen ci- mge Schmtke gethan, und die Heirathen von jungen Leuten, die zu den bedegtenderen Familien der beiden Parteien gehörten, zu b;sördchr:1gs!ucht. Vorzüglich bemerkenswertk) isk in dieser Hin- stchc 012 3121752192113 des auf die Gütxr des Grafen von Soure gelegten“ chuesiecs. Dieser Graf von Soure ist seit lange _cttz genauer persönlicher Freund Dom Miguel's, und der emzme vom höhsren Portugiefischen Adel, welcher der Person Dom Mäguel's ins Exil folgte. Er beffßt ein bcdcutsndes Vermögen in Grundstücken, und war mehr der Ver- gnägungs-Genoffe Dom Miguel's, als daß er sich in Regie,- rttr1gs-A0gelegenheiten gemischt hätte. Eben darum hatte.,er auch wenjtger politische Feindschaft auf sich gezogen, und die jez- zi_g-: Regtcrung hatte in Bezug auf ihn freiere Hand , als ihr dtesjhmfichtlich einer eigentlich politischen Person dieser .Katego- rie :hre eigene Parfei gestattet hätte, die, vorzüglich was die „Beibehaltuyg von Aemtern betrifft, noch fortwährend von einem xückscbtslojcn Reactions-Geiske gegen die Besegten beherrscht est., Véelleicht dic wuxrdeste Stelle des'jeßt herrschenden Systems blczöt_der Fmanz-Krebs, der an Portugal nagt. .Die Reakerung hat dre allerdings strafbare aniScretion eines höheren Finanz- Beamten, Namens Ribeiro, der den lehren Finanz-Berieht Silva Carvalho's in einer eigenen Druckschrift beleuchtete, verdimtermaßen 1110 der Absetzung aeahndet; ihre Organe haben indeß nicht zu- frtedenstelleud die Berechnung des gedachten Ribeiro zu widerle- gen vermocht, „wonach die Gesammt-Schulden Portugals sich auf 250 Millionen Crusaden belaufen (nicht neue Crusaden, und dgher ,nur ungefähr 170 Mill. Rthlr. Preußisch), eine Summe, dae betxeincr Bevölkerung von 3 Millionen Seelen ohne nam- hafte Industrie und bedeutenden Handel allerdings manche .Be- merkungen hervorzurufen geeignet ist.
I n l a n 1). Berlin, 28.7.0211». Dem heutigenMilitair-Wochen-
blacte zufolge, ist der General-Léeurenant von Zepelin unter“
Belassung der Geschäfte als erster Kommandant von tettin, von dem Kommando der Zcen Division entbunden, und er bis- herige General-Major und Commandeur de.- Zcen L "d“webr- Brigade, von- Kamecke, der General-Major und Commandeur d_er 9ten. Divéfion, von Rudolphi, und der General-Major und Commandeur der Zten Infanterée-Brigade, von der Osten, ge- nannt Sacken, alle drei als General-Liemenants, so wie der aggregirte Oberst von der Garde-du-Corps, von Podewils, als
“General-Major, sämmtlick) mit Penfion, in den Ruhestand ver-
setzt worden.
-« Berichtigung, Im Artikel Dessau in der Nr.84 der St. Z. ist auf der zweiten Zeile statt „Bernnhardt“ zu le- sen: „Berenhorst“.
Meteorologische Beobachtung. 1835. [ Morgens | Nachmitt. Abends Nach einmaliger 27. März. 6 Uhr. 2 uhr. /10 Uhr. Beobachtung.
' ... „„ Luftdruck. . 336, 4 5 Par.!336, 4 0 Par. 337,3 2 Par. Queawärme “7,0 " R. Luftwärme + 2.6 “ N. + 6,0 “N. + 1,3 “R. Flußwärmx 3,7 “N. Tbaupunkt - 0-6 “ N- " 3,4 “R. «- 3.2 “R. Bodenwärme 3,5 "N.
Dunßsättg. 76 pCt. 45 pCt. 68 pCt. Ausdünst. 0,086 " Nh, Wetter.... halbbeiter. halbbeiter. „halbheéter. Niedersch1a00,001"Rh. Wind ..... NW. WNW- NW. Nachmittags 3;- Uhr et: Wolkenmg] -- WNW. | *- was Hagel. Tagesmittel: 336,72“... +3,39 R.. _2,00 N... 63 pCt.
Zsrljusr Börse.
9811 28. 1113112 1835.
Ktnt]. 170111151- 111111 (28111-(30111'8-261101. . „„-. ._-, „. . ZF. [FMF 1076/11]
(NW-z/a. 6702-72) 121119710122 .
Zt.-§01111!(1-§0|1. 4 100§ “100; 081111". [“f111111br. 4 102 -- 1'1'. [2112]. (1111. 30. 4 98; 98T. ['omm. (10. 4 106§ - ]'rm.§011.(1.§0011. -- 66; 05,7 [(ak-11.118001. (10. 4 106; -- [(urm.0b1.m.!.(). 4 100; 100 8001815180110 (10. 4 _ 1 Z F011m.|11t.§011.110. 4 100; 991 kkzt.0.u.2.-§0b. 1181|. Ztität-Rü. 4 100§ - (1. [(.-u. M'. -- 797“; -- König». (10. 4 "» 98? __ [*)lbing. (10. 4; “- 997; (70111 111 11111100 - 216 215 911112. (10.111 “[*11. _ - 38; Feue- l)11l(. -- 184 -- 147081111. ['fumjbr. 4 1021"! -- b'rjeäkicbaä'or . . - 1377, 137", (11100511. 1,08. (10. 4 103 - 018001110 ..... - * ““ , Nx'sex/FFMU' "70011801 Cours. “NMMO,“ 4111810111011] ....... . . . . 250 ["]. [[(111'2 142; 142;- c11t0 ............ 250 [**]. 2 1111. 142; 141;- 111111111111'5; ............ 300 11111. [(UM 152 -- (1110 ............ 300 011€. 2 111t. 151§ -- 1101111011 ..... , ......... 1 1451:- 3 1111. 6 25;- -- 1).er ............... 300 [**r. 2 111t. 804; _ W101! 111 20 Kl". ........ 150 171. 2 1111. -- 103;- ÜnZsbm'Z .......... . . . 150 17]. 2 1111. _- 103€- ]31'631011 .............. 100 '1'111. 2 1111. - 99:1.“ [.:-19:1“ ........... . . . 100 '1111. 8 1.130 103 -- 11.11.1130 .. 11. 112. ...... 150 11. 2 1111. 103; _ 901013111115 . . . . . ....... 100 15111. 3 W061]. 30§ *- 1731'80111111 ....... . . . 600 [*]. * [(ur- - _
Köni liche Schauspiele. Sonnta , 29. ärz. Im Opernhause: Fernand Cortez, Oper in 3 bth. Musik von Spontini. Ballets von Hoguet. Im Schauspielhause: Zum Erstenmale: Der Verlobungs- ring, Luftsp. in 3 Aufzügen, vom Verfasser von: „Lü e und Wahrheit.“ (Dlle. Bertha Stich: Lieschen , als Ga rolle.)
' nisterium unvermeidlich an ihr System gcöunden iyi; die dritte
ierauf: O M B b . . . * Zn L. Angew. ran “ Lustsp in 3 Ab“) * "“ck dem FMM
Königstädtlsches Theater. '- Spnntag, 29- Mäkz- Der Glöckner von Rotre-Dame, „7-76 romantcsches Drama 01 6 Tableaux, nach dem Roman des Vic- (- * tor Hugo, fret biearbeitet von Charlotte Birch-Pfetffer. ( Ma- dame Birch-Pferffer: Gecvaise- als Gastrolls.)
Markt-Pretse vom Gerrarde. ZU Land 2031“???ka 20. Yarz 1835. e: exen r. 6_ gr.3 f.;Ro e 1 2:3. 15 Sgr., auch 1 Rthlr. 10 Sgr.; kleine GeYXe 1 RM:“? 10RSF§[31*., aua) 1 Rtblr. 1 Sgr.; Hafer ] Rthlr., auch 22 Sqr. 0 Pf, Ein- gegaygen snd 231 Wispel. * w„:?,u Wasser: Weizen (weißer) ] Rthlr. 25 Sgr., auch ] Rtlzi'r. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf.: Roggen 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf., auch 1 Ntblr. 10 Sgr.; große Gerste 1 Ntblr. 5 Gar., auch 1 nylr. 2 Sgr. 6 Pk; klc'inc Gerste [ Rxhlr. “( Jg:“. 1; Pf.; Hafer 25 C ."“, auch 22 Sgr. 6 Pf. Eingegangen smd 1391 Wispel 21
Sche xl. - Mittwoch, den 25. März 1815.
Das Schock Stroh 7 Rrhlr. 15 Sgr., auch 6 Ri'hqu dcr,- Cent::er Heu 1 Nthlr. 2 Sgr. 6 Pf., 00a) 15 Sgr.
BranntWeinxPreisc' vom 20. bis 20. März 1825.
Das Faß von 200 Quart nach Francs 5- pCt. odc? 40 pCt. Richter gxgen haare Zahlung und jofortégc Ablieferung: Korn- Branntwun 24 Nthlr. 15 ng, auch 23 2111021“. 15 S r.: Kar- LoYZ-Branntwein 23 Nthlr. 7 Sgr. 0 Pf., auch 22 Red r. 7 Sg..
Kartlfoel-Ptzeise vom 19. s 25.911 r 1835. Der Scheffel 1 Ntblr., auch 2.0 Sgrz.
M Neueste Nachrichtsn.
, Paris, 22. Mßrz. Der „König arbeitete geskern mit den Memstxrn der Marme und der auSwärtigen Angelegenheiten und mtc dem Grafen von Montalkvet.
Gestern Abend fand eine Zusammsnkunfc mehrerer Mitglie- der des diplomatischen Corps in dem Hotel der Oesterreichiscben Gxsandtschafc statt. Graf Appony steht, wie es heißt, im Be;- grtff, eine Urlaubsreise nach Wien anzutreten.
Der Genexal Sebastiani so!] gleich nach sainer Ankunft in London dem Mmisier der auswärtigen Angelegenheiten, Herzogs von Broglie, geschrieben haben, daß man die Consolidation dcs Peelsehen Kabinets füt: gewiß betrachten könne.
Briefe aus Rochecotte berichten, Fürst Talleyrand sey, seit: dem er sch dorc_befmde, sehr schwach; man glaube sogar, daß er auf seine Retse nach Wien, die anfänglich auf den nächsten September festgeseht worden, nun gänzlich verzichtet habe.
err Thiers leidet an einem Hals-Uebel, das seine Stimme pedro t. Die Aerzte find nicht ohne Besorgniffe darüber; doch :| der Mémster bis sehr dadurch noch mcht in seénen parlamen- tarischen und administrativen Geschäften verhindert worden.
Der Professor Schelling in München ist zum auswärtégen Mitglied: der Akademie der moralischen und" politischen Wiscn“ schaften an die Stelle des unlängst mit Tode abgegangenen Pry- feffor Malthus ernannt worden. Von M' Kommiffion war auch der Professor Savigny in Berlin vorgeschlagen. Die üb:“igen auswärti en Mitglieder der Akademie sind die Herren v. Sis- WL,»W_-.Wgßon 41110 Brougbam.
Der Pairshof :|, wie es heißt, auf den 11. Mak zusam- menléerufen. .Die Angeschuldfgtm von Lyon sollen am 2511-11: 0. von ]ener Stadt abgehen und gegen Ende dieses Monats hie"; ankommen. *Die Garnison von Paris wird,“ dem Bons Sens zufolge, um ein Jnfanterée-Regimenc vermehrt werden.
Gestern verfügte fich Herr Felix Faure, Pair von Frank- reich , “von Herm Pasquier abgeschickt, in das Gefängniß Ste. Pelagte, um den Angeschuldigten Vertheidiger von Amtswegen anzugeben. Die Angeschuldjgten aber erklärten, ste hätten von ihren Fsinden nichts anzunehmen und würden ihre Advokaten und Anwälte nur erst dann bezeichnen, wenn se mit ihxen Miran; geschuldtgten Berathung gepflogen hätten. Herr Felix Faure jedoch de- fignirte n„ichtsdestoweniger als Vertheidiger 01: 01'110i0 Mitglieder des Paxiser Advokatenstandes und bemerkte zugleich, der Präsident des Patröhofes würde Niemanden zur Vertheidigung ermächtigen, der nicht aus der Reihe der Advokaten des Königreiches genom“; men wäre. Die Angeschuldigten zeigen nun in den öffentlichen Blättern an, daß fie auf ihrem Entschlusse, fich in der Wahl ih;- rer Vertheidiger nicht beschränken zu laxsen, fest beharren wüé: den. Der Courrier frangals macht dabei die „Bemerkung; „ Bei dem Prozess der Minister, die rm Schlosse Zam einge..- schlossen sind, hat der Pairshof den Angeklagten die orge, ihre Vertheidiger zu wählen, überlassen. Hat er denn zwei Gewichte und zwei Maße ?“
Marschall Gérard , Herr Dupin der Aelcere, die .Herren Karl und Philipp Dupin und mehrere Mitglieder der Depu- tirten-Kammer speisten Zesternbei Herrn von St. Albin, dcm Haupt-Actionair des „ onftitutionnel“, zu Mittag.
Das Journal des Débats enthält heute einen Artikel, der ungefähr folgende Grundsätze aufsellc: „In der repräsen- tativen Regierung giebt es keine unentbehrliche Männer; eben so wenég'auch absolut nothwendige Systeme; allein ein qroßes Prinztp Fehr 08, das nätplich, daß die Majorétät das (5531013. macht. u_s dcesem Prinzepe entspringen mehrere sehr wichtige Folgen. Dee erste ist die, daß die Majoxétäc ein politisches Sy.- stem haben muß, denn fie leitet, sie besteht nur um diesen Prers; die zweite die, daß das aus der Majorität hervorgegangene Mé-
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die, daß die Krone nur Ein Mittel befißt, ihrem persönléchcn Systeme den Triumph zu verschaffen, nämlich die Aufldsunq der Kammer und die Berufung an die Wähler. Dies ist 0,3; Ursprung des Systems vom 13. März und dies die Ursache der Unterstüßung, die es im Lande findet.“
Der Moniteur berichtet Folgendes über die Ereignisse in Spanien: „Mina ist in Elisondo angekommen, wo er ßch ei; nige Tage von den Anstrengungen des Yesten Treffens, in dem er selbst an der Spiße seiner Kavalleree angegriffen hat , aus- zuruhen gedenkt; 24 Bataillone ünd um Elisondo konzenmcc, Die Karliften stehen im Ulzama-Thale.“
Frankfurt a. M., 25. März. Oe|crr. 5proc. Metall. 101.74. 1012. 4proc- 9511. 95?» ?xproc. 56? B. 1proc. 244. G. Bank-Actien1601.1600. Pare.-Obl.140;.1401, &cksz 100 Gulden 2181. Preuß. Präm. - Sch. 652. 654. do. 4proc. Anl. 98. G. Holl. 5proc_. Ohl. von 1832 1004. 1001. Poln, YYY?" 704. 5proc. Span. Rente 47,7. 474. Zyx“, do. „M
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Redacteur 00-11“. * Gedruckt bei A. W. Hayn.