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räUmt hatte, hielt darauf eine lange, mit vielen Details
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(".UZLFÜÜTC' Rode zu Gunsten der Russellschen “Motion, die er, wie c:.“ 7111319, 0911 dem Gebiet kleinlicher Persönlichkeiten, auf das de:: voyige Redner die]e[be hinübergespiclc wieder auf Ihr eigent- lxff-„izcs Terxain zurückführen wollts. Er beschwor das _ yaus, die Wxxixxgi'cir der_Maßrcgel wohl zu erwägen und zu bedenken, 101€ 2113190; €;“; 181), die Katholiken “zu versöhnen, was aber durch WO:. Zugcskäß-dntffe Nishk möglich wäre, viclmehy müsse man ['Léc'RTFL) und [ckle chen, wenn man einmal die Hand öffne, 15110 iici) nur die Gerechtigkeit- als“ Gränze scßen. Sodann ergriff ©:“; James Graham das Wort und sprach sich gegen de;; Iincichg dcs Lord Russell aus, indem er bemerkte, daß das Keychen-Ctgenthn zu besonderen Zwecken bestimmt gewesen sey, UZW dazu 111MB es auch verwendet werden. Diese Zwecke seyen dic: Erhaltimg und Verbreitung des Protestantismus (hört, hört! 11:11": min, nein!), Und es düi'fe zu nichts Anderem dienen (hört!); deim sonst werde der gänzliche Umsturz dcr pwtcsranki- [OM Kikckx in_ZricJ-Zid herbeigeführt weiden, und dies Unheil [ich mich bald Übcx_Ct1gland erstrecken. Das von den Vorfahren t:":r die drotcstantiqche Religion bestimmte Eigenthum sey heilig Und WM nur z,u heiligen Zwecken verwendet werden; diejeni- ZM, welchc, den:“.[ltax dienten, müßten auch von dem Altar [chen. Déixs so;) ein Griindwlx , der ewig dauern werde, den Niemand UMZWZZM könne. Lor'd Howick erwiederte hierauf, ev sey de'c ?)?eMUNg, daz; das Eigenthum der Jrländischen Kirche den ZMA? HFA)?- das Zrsändische Volk unter den Einfluß der Reli- gxon UU IlllZcmeincn zu skellen,nich1aber, wie sein sehr ehrenwerther Zyrennd gesagt habe, die protestanrische Religion aufrecht zu er- ;;alt-zn und zu verbreiten.
„Ist denn dies gcfchchené'“, fuhr er fort, „hat nicht mein sebr chrsnwsrther Freund so eben eine furchtbare Schilderung von dem Bcrsail des Protestantismus in c'rlcmd gemacht? Es hat für mich UÖÉL'Z Ixuféaücndes, daß das Fr ändische Volk es für eine Beleidi- gung halt, daß ein hedcuteyder Theil ihres Landes Eigenthum einer mm f'rcmdm'Geiülccl)keit ist. Dies System ist indeß den Inter- essen der Rkltgton unter den Protestanten selbst geradezu entgegen gcwescn. Mehrere proteßantéschc Geißlicben haben durch ihre Re- dcn dcn gegenscjtigen Haß unter dem Volke noch mehr angefacht, ixatt als Lehrer des Friedens auf,;utrcten. Mein sehr chrenwcrther Fx'mnd sagte, das Parlament Muse so handeln, wie es der wahre Giant": ihm vorschrczbe, dann werde es“ nichts thun, was den Prin- xxptcn der wahren Toleranz entgegen set). Fey bin erüaunt, dies zu hdrctx. Sou dies Haus in einen Kampfvlaß für theologischeStrei- tégkoctt verwandelt werden, und sollen wir uns hier über die Wahre Religion herumstreéten? Dies könnte das ehrenwerthe und zzklkbi'kc Mirglécd für Dublin leicht oeranlaffen, cine Bill zar Untckdéückung dcs Protcüantésmus und zur Exhebung dcr ka- TZJOUÜLWU leige'on r-ndessen Stclle einzubringen. Die Gründsr Frei“ Refoknmtion cnmncipirtcn den menschlichen (Heiß und setzten die Verxmnst in it,!rebRecvte ein, und ick) kann nicht bqueifen, wie die: ?-*négen, wxlcbc nc!) für die Nachfolger jener Männer ausgaben, xxcrlangen können, daß die, welchc_ anderer Meinung snd, ihre Zu- téémnmng zu dem Foytbesiebcn eines Instituts geben sonen, Weil D::sscive die wahre Religion bekcmxc. ch) gebe zu, daß die Abschaf- f::xxg dcs Zz'hnten der großen Muffe dcs Irländx'scbkn Volks keinen Vortheil byxngen wird, denn der ganze Gewinn fließt in die Taschen der Laxxdb_e]t!5cr. Folgt aver daraus, daß es keine wahrhaste Be- smwerdc m:" Ick W der Meinung, daß das Volk sich darüber *zcsclyvert, das; das“ Eegentlwm, Welches Allen zu Gute kommen fonte, xxo vcöwendxt Wird, daß Nienmnddavon Nutzen zicht. Es wäre ves- ;.“: für dn“ protestantische Religion, dicses EiZenthum auf einmal (ganz und gcxr zn vcrn:chtcn, als daß es fortwahrend die Veranlas- sung zum Streit wird. Jedermann muß einsehen, daß das Oberhaus im vorigen Jahre durch die Verwerfung der Zehnten-Bill über das "Schicksal der Protestanten entschied. Wil] das „Haus den jetzigen Zustand der Jriändischcn Kirche forxdauern lassen? Ick) habe mich dem chi eanrsicrium bis 1th nicht widerskßt, weil ich bei dem jcßigen “ tande dkr Angelegenheiten nicbt cinsehe, wie den Schwie- rk„;?*-*ét-n, die aus* der plötzlichen Entlassung der Minister hervorge- hex: würden, zu begegmxn wäre, aber in diesem Fan bleibt mir keene Wahl, und ich gxbe mem Votum ab, wie ich es vorhergesagt habe.“
Da es bereits 1 Uhr geworden war, so wurde die Debacrc hierauf vertagt.
London, 31. März. Lord Elliot is? mit einer speziellen WTission von hier nach Madrid abgegangen; seine Abreise kam Ja:“;z unerwartet und soll durch die hier eingegangenen Nachrich- Lcn von dem grausamen Verfahren des General Mina veranlaßt worden seyn. S Herrlichkeit erhielt am Donnerskag Abend die ersce Anzeige von der ihm Übertragenen OJTission. Dcr Lord v?x“ließ London am Sonnabend früh. Man glaubt, daß er nach Beendigung seines jeßigen Auftrages einen danernden diploma- tischen Posten an einem der ersten Höfe Europa's erhalten wird.
Die Minister versammelten sich gestern, am Sonntage, in de'." Amtswohnung des Grafen De Grey. Dies veranlaßre den Globe zu der Frage, ob sie nicht an Herrn Poulteés Sab- bathszBill gedachc hätten.
Gestern, als am Geburtstage des Don Carlos , begaben sich die hier anwesenden seiner Sache ergebenen Spanier zu der Prin essin von Beira, um ihr ihre Glückwünsche darzubringen.
*"ci dem am Sonnabend dcm Lord John Russell gegebenen Bitzer waren mehr als 260 Parlaments-JITicglieder zugegen. Herr Spring Rica und Lord Howick wurden verhindert, zu er- scheinen. Lord Morpeth führte den Vorfiß. Nachdem Lord John Russell für die ihm erwiesene außerordentliche Ehre seinen Dank ausgesprochen und mit wenigen Worten auf die von ihm eingebrachte „Bill Fr Auf ebung der Test- und Corporations- Akte und auf die eform- ill hingewiesen hatte, sagte e'c:
„Unter den Gegenständen des größten Ehrgeizcs für mich giebt es nach dcp gcnanntcn'kcincn, den ich mit "größerer Vorliebe be- trachte, kcmcn, worquf ia) größere Hoffnungen gründe, als den, der eines" Tages das, Mttxcl zur Aufhebung einer anderen großen Be- schwerde seyn _werd, ich meine die Beschwerde über die Mißvräuche in der FrländtschcnKerche. Diese Mißbräuche vereinigen, wie es mir scheint, die polttesche Usurpation unseres geschlossenen Burgsck- ken-Sysiems mit der religtdsen ntoleranz unsere: Test- und Cor- porations:Akte. Ich hoffe, mene Herren, am nächsten Montag dem Unterhause einen Fall vorlegen zu können, welcher so- wohl der unbeürcétvaren Macht der Beredtsamkeit, die, wie 1.1) weiß, dagegen auftreten wird, als auch den Angriffen der Sovhisierei oder der Gewalt deri Declamation widersieyen sol]. Ja, meine Herren, wir werden zeigen, daß cht die Zeit gekommen ist, wo es nothwendig ist, jenem Theile des verei- nigten Königreichs Gerechtigkeit widerfahren zu lasen, und jene überwältigenden Uebel, welche sonst durch die Zukunft herbeige ührt werden möchten, abzuwenden. Wir werden zeigen, daß Engl nder undSchottetx ebxn so bereit smd zur Erreéchung dicses Zweckes mit- zuwirken, ww" dre Irländer selbst, daß se es für ihre Pütcht hal- tet), so_ zu ",kktabren, xmd daß eine solche Handlung der Gerechtig- keit nicht dtc_ Sache eines Theiles, sondern des ganzen Englischen Unterbauses tsiF _
Herr O_emson hrgchte die Gesundheit des Lord Melbourne nnd der vorigen Minister Sr. Majestät aus, worauf Herr C. Grant in seinem Und seiner Kollegen Namen dankte und in sei- ner Rede dcr Lords Melbourne, Landsdowne, Spencer, Holland Und Duncannon lobend erwähnte. Herrn .O'Connell's, in (wie der Courier bemerkt) sehr versöhnendem Tone abgefaßte Rede
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und seinen Toask auf* das Wohl des Schottischen Reformer beant- wortete Herr Fox Maule mit einem Toast auf die Zrländischen Reformer. Gegen das Ende des Diners“ brachte Lord Kerry noch folgeUden Toast aus: „Dem National-UnterkiclU nach um- fassenden Prinzipien und ihrxm alten und beständigen Freunde, dcm Lord Brougham.“ „
In dem Börsenbericht der heutigen Times wird berichtet, daß in Folge der Ungewißheit Über den ?[Usgang der Motion des Lord Russell die Geschäfte in inländischen “Fonds sehr un,- bcdcutend waren, indcß sex) doch die Ansicht ziemlich allgemein verbreitet gewesen, die Minister würden, wie auch die Entschei- dnng dcs Hausss ausfalle, ihre Posten nichx aufgeben. Dagegen erwähnte de? gesrrige Courier eines Gerüchts, daß Lord Grey zum Könige cntboten worden sev, fügte aber hin u, daß es, aller Qemühungen ungeachret, ihm (dem Courier) ni“)t möglich gewe- sen sey, 1115er die O.Uelle des Gerüchts Auskunft zu erhalten. An der fremden “Fonds-Börse erregte dic Sendiing des Lord Elliot nach Spanien einige Besorgniß. Man erfährt aber, daß dadurch nur die Abstellung dei" Grausamkeiten bezweckt werde, mit wel- chen jeßt dchrieg von den Christinos sowohl, als von den Kar- listen geführt wird.
“Der Gemeinde-Rath der City von London hat die Reform dieser Coyporation damit begonnen, daß er bcschloffen hat, die 'Lildermen künftig nicht mehr auf Lebenézeit, sondern nur auf “sie,- ben Jahre zu wählen.
Aus Portugal sind Nachrichten mit demSchooner „Pike“ eingegangen, der am 18ten Lissabon verlassen hatte, nachdem er drei Tage auf den AUSgang der in der zweiten Kammer obschwe- benden Debatten über die Antworts-Adreffe auf die Thron-Rede gewartet hatte. Ein Amendement der Opposition, welches den Wunsch ausdrücken sollte, die Königin möge ihre Minister cnc- [assen, war nach langer Diskussion von 75 gegen 25 Stimmen verworfen worden; die Minister erhielten also eine Majorität von 50 für sich; bei einer anderen Frage, nämlich dem Antrage der Opposition auf Entiassung sämmtlichcr vormaliger Migueli- sten aus dem StaatSdienste, sprachen sich nur 44 gegen 41 Stim- men füy die PTénisrei' aus; später aber ging derselbe Antrag in etwas“ anderer Form mit 43 gegen 34 Stimmen durch.
.Die Times hat Nachrichten von ihrem Korrespondenten aus Madrid bis zum 21. März, die für die Sache der Köni- gin und für deu Zustand der öffentlichen Meinung in derHaupt- stadt sehr günstig laitten. Unter den von dem Finanz-OJTiniskcr gemachten Vorschlägen befindet sich auch eine Bcstenrung des Vermögens der Geistlichen mit 12 Millionen Realen. Dies be- trägt, mik Aitsschluß des Zehnken, wovon sie schon die Hälfte an die RegicrUng entrichten, ein Sechstel ihrer veranschlagten Ter- ritorial-Einkimste.
Die Morning Chronicle behauptet, das; das ganze Ge- rücht von der Anei'kenmmg der Unabhängigkeit der Fürstenthümer Moldau und Wallachet', von Seiten Großbritaniens, sich auf die Ankunft eines neuen Britischen Konsnls in Bucharest gründe. Dcr Times zufolge, wäre eine solche Ernennung zuerst von dem jeßigcn *))?inisrcrium vorgenommen worden [Md sey demseiben zu verdanken, wogegen der Globe bcmcrklicl) macht, daß schon seit mehreren Jahren ein Britischer Konsul in Buchm'esc gewesen sey, und daß Lord Palmerston, als der vorige Konsuk daselbst, Bluttc, gestorben war, bereits einen anderen an seine Stelle ernannt hätte, che die vorigen "Minister entlaffcn wurden.
.Der Times zufolge, besteht das (Geschwader, welches der Admiral Rowley chr unter seinem Kommando hat, aus den Li- nienschiffen: „Caledonia“, „Canopus“, „Malabar“, „Thundcrer“, „Edinburg“ uud „Revenge“, den Fregatten: „Vernon“, „Port- land“ und „C'ndmnion“, der schweren Korvette „Tribune“, der Dampf-Fregactc „Medca“, den Briggs „Columbicn“ und „Chil- dern“. Letztere ist mit Depeschen nach den Ionischen Inseln ab,- gegangen und wird sogleich zurückkehren. Die Koyvetre „Scout“ wird mit Mannschaft, die in der Eile auf Malta zurückgelassen wnrde, und der Kutter „Hind“ mic Depeschen von dorther ei“- wartet.
Neuere Berichte aus den Vereinigten Staaten melden, daß dex." *Fyanzdsische Gesandte, Herr Serrurier, aus Wasixington in Philadelphia angekommen sey, um sich dort nach Frankreich eiansci)iffeU. Altes) wird noch gemeldet, daß eiue Amerikanische Fregatte, welche 9511 Fahrzeug der Escadre dei" Vereinigten Skaa- ten im IJTZrcelländisclxn *))?eere abzulösen bestimmt t'sr, den Be,- fehl erhalten hat, vorerst“ in Havre den Beschluß der Französi- schen „Kammern in Betreff der Amerikanischen Schuld-Forderung abzuwarten und für den Fall “der verweigerten Anerkennung derselben, dcn Amerikanischen Gesandten in Paris an Bord zu nehmen.
Niederlande.
Aus dem Haag, 31. März. Fürst Palfft isi von Wien angekommen, wohin der König gleich bei der Nachricht vom Ab- leben des Kaisers Franz seinen Adjutanten, den Grafen de Pe- skre, abgesandt hatte.
Der Amsterdamer Korrespondent dks Morning „He.- rald berichtet über einige Ruhestörungen, welche kürzlich in Am- sterdam bei Gelegenheit der Steuer ; Erhebungen vorgefallen seyn sollen. „Die Steuer“, heißt es, „welche Veranlaffung zu einem Konfiikt-mit dcn Stcucr-Bcamtcn gab, ist eine Abgabe von Keinen Häusern, deren NTt'ethswertl) 1 Fl. fÜr die Woche nicht iiber'st'cigt, und welche bisher von dem Micrher bezahlt worden war“. Da die Beici'cébung der Steuer dadurchschr erschwert wurdc, hielt es die Regierung für" angemessen, forran den Eigen- thümer statt des *))Tiethers fiir die Steuer verantwortlich zu ma- chen. Nun isr aber diese Klasse von Eigenthütiwrn kleinerer Woh,- nungen in den großen StädtenHollands, besonders aber in Rotterdam und Amsterdam, sehr zahlveich und hat großen Einfiuß auf die “Mischer, welche den ärmsten Theil der Bevölkean ausmachen. Nachdem bei dieser Gelegenheit (shi'e Vorstellungen fruchtlos ge- blieben waren, vereinigten sich die e Hauseige11tl)ümer in Amster- dam, um einen offenen Widerstand gegen die Agenten des Fiskus u or'ganisiren. Als nun unter Anderem die Steuer von einem
msterdamer Bürger Namens Rest, eingefordert und mit Exe- cution gedroht worden war, wurden schnell die Thüren verram- melt, und das Volk seßte sich offen dem Verlangen der Steuer- Beamten, und sogar des Bürgermeiskers, entgegen. Die Be- hörde hielt es nicht für angemessen, die Ausführung ihres Auf- trages zu erzwingen, und der Bürgermeister versprach, die Sache dem Könige vorzulegen.“
Frciée Stadt Krakau.
_ Krakau, 31. März. Die hiesigeZeitumg meldet: „Am 20.„d. M. händigte der Resident und Gencral-Konsul des Kai- serlich Qesterreichischen Hofes bei der Krakauer Regierung [elzte- rer zwei von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich Ferdi- nand [. at) den Senat gerichtete und von Sr. Durchlaucht dem Fürsten Liechtenstein bei seiner Durchreise nach St. Petersburg
von Wien mitgebrachte Kabinecsschreiben ein. Der erste d“ ben enthält die Anzeige von dem Ableben Sr. Majestät des „K sers Franz [. glorreichen Andenkens und von der Thkonbe gung des jetzt regierenden Monarchen; der zweite bestätigt. Gchrnialmth Herrn vou Lorenß in seinen Functionen als .' sidenten und Gcneral-Konsul bei der hiesigen Regierung, [,- Schreiben aber athmon die wohlwollendsken Gesinnungen
unser Land in Sr. *))?ajesrär dem Kaiser Fsrdinand 1. einen eben" hochherzigcn Mitbcschükzer finden wird, wie es ihn in dem zeitig verblichenen und von allen „Krakauern so geliebten Kai Franz [. besaß. Dcr regiei'cnde Senat hat in angemesse- Adressen Sr. Kaiserlich Apostolischen Majestät die tiefe Bet» niß ausgedrückt, in welche unser Land durch den Tod Ihres “lauchcen Vaters glorreichen Andenkens verseßt worden ist,
die huldrcichsk kund gegebene Geneigtheir so wie für die Beftz gung des Herrn von Lorcnß in seinem Amt als Residentu Gencral-Konsul bei der hiesigen Regierung, der sich durchs seines hohen Berufs würdiges Benehmen in diesem Lande allg meine Achtung erworben hat, gedankt und Sr. Kaiserlichen 91 jestäc versichert, daß es unser Bestreben seyn wird, uns dert". bewiesenen Huld werk!) zu machen.“ '
Deutschland.
Schwerin, 3. April. Sc. Königl.Hoheit dchroßhRo handen an den hiesigen Magistrat das nachstehende Reskripeex la en:
„Oer Magtürat zu Schwerin wird aus der deshalb erganzt. öffentlichen Bekanntmachung ersehen haben, wie Wir in money.. Betracht Uns veraplaßt finden, Unser nahe bcvorsichendes Rp rungs-Fubiläum nicht in förmlicber Feier zu begehen, sondern nm: darauf zu beschränken, die Uns dargebrachten G1üchwünsche Umerm gewöhnlichen Hofinger zu empfangen.- Wir werden ssd an dem so denkwürdigcn Gedäcbtnißtage ganz besonders auch Un rer Haupt: und Residenzstadt Schwerin uns erinnern, dereng., Bürger und Einwohner durch dissen langen Zeitraum Uns mjxs treuer Gesinnung und Liebe zugctvan gewesen und davon vielfalt Bcweisc abgelegt haben. Wir wollen daher den Magistrat gnädj beauftragen, der gesammten Bürgerschnf1zu erkennen zu geben,a* Wir es recht schr bcdamyten, daß nur die Umstände und Unservox gcrücktes, Alteyes Uns nicht möglich gemacht, Unsere Fuvclfcier' ihrer Mitte, wee. Wir sonü gewünscht, fe|1ich zu begehen. Wikitr- scclzertcn aber du: Stadt bei dieser fröhlichen Gelcgenhcit Uns aufrichtigüen Dankes für alle treue Anhänglichkeit, so wie der veränderlichen l:;txdcßxhcrrliiben Gnade, womit Wir für das ferne Wohl derselben ccfrtgste Fürsorge jederzeit eintreten [affen würde-
Ludwigswst, den 30. März 1835.
Friedrich Franz, Großherzog von Mecklenburg.“
Hamburg, 2. April. Hier ist folgende Bckaninmachu erschienen: „Nachdem abseiten der Bundes-Versammlungiz der dritten diesjährigen Sißung derselben am 15, „Januarb schlossen worden is?, das; das" Wandern der den Deutschen B des-Staaten angehörigen Handwerks-Gesellcn nach denjcni'g Ländern und Orten, in welchen offenkundig Associationcnu Versammlungen derselben, wodurch die öffentliche Ruhe im I oder Auslande bedroht oder gestört werden könnte, so langesol Duldung notorisch besteht, verboten sey'n sollen, und demnan“ in der ehnten diesjährigen Sißung am 12. März dcr geda Beschlußz spouiuljwp auf die gesammte Schweiz angewandt --*- d:.n, als werden diese Beschlüsse hiemic abseiten des Senats 1- blizirt, und wird die Nachachtung des Verbots hierselbsk an fohlen.“
Bremen, 31." OJLäi'z. Der" hiesige Senator [):-. Den feierte gestern sein 50jährigcs Senator-Zubiläum, ein Fick, der seit Jahrhunderten in der hiesigen freien Stadt nicht vorge- kommen isr. '
- - Sondershausen, 31. März. Zwischen Sein Durchlaucht dem Herrn Erbprinzen Günther Friedrich Carlz! Schwarzburg ; Sondershausen, und der Durchlauchtigsren Pm“ zessin TNatHilde zu Hohenlohe-Oehringen ist ein feierliches E-- Verlöbniß eingegangen worden.“) Die erhabene Fürstcn-Famil und das" ganze Land nehmen an diesem angenehmen Ereigni den innigsren ',)[ntheil und unterhalten den lebhaften Wunsch,“! dasselbe von den erfreulichsten Folgen begleiter seyn 'möge.
Meiningen, 20. März. (Schwäb. Merkur) Se Durchl. dcr Landgraf Ernst von Hessen Philippsthal hat mitsw ner Familie uns-sre kleine Residenz zu seinem künftigen Wohw silze gewählt, und zu “diesem Ende ein Haus in hiesiger SKU angekauft. Da dieser Prinz als guter Familienvater auf Ok?“ nomie bedacht und sein Einkommen nicht beträchtlich ist, obgle1 die Apanage des Hauses“ Hessen Philippsthal duvcl) die Kurhe- sischen Landstände in der neuern Zeit eine Vermehrung bekom- men hat, so zieht er den Aufenthalt in Meiningen demo11nc Vergleich kostspieligeren in der Kurhessschen Residenzstadt Kai?j vor. Die Gemahlin des Landgrafen ist ebenfalls eine Hessisésk Prinzessin, die hinterlassene Tochter eines ältern «*)rudcrsdt' Landgrafen. Zwei Söhne deffelbcn aus ersker Ehe befindenßa in Kaiserlich Oesterreichischen Kriegsdicnsten.
M ü n chen, 2.10. März. Nach dem Willen des Königs wird der bisher der Akademie der Wissenschaften zur Verfügunggs' skeilte Fonds um eine sehr bedeutende Smnme aus Staatsmi- teln vermehrr. Ferner hat Se. *Majestät den Antrag der_ÄkO demie genehmigt, nach welchem von derselben cine wissenshyfv liche Zeitschrift hcrancgeben werden soll; für diese akademW Literatur-ZeitMg isi der erforderliche Fonds angewiesen, und das erste Blatt derselben wird am 1. Oktober 1). J. erscheinen. so hat Se. *))?ajesrär befohlen, daß alle Jahre von Seiten dex Akademie *Preis-Aufgaben ausgeschrieben werden sollen; die Pk)" 1osopl)isch-philologische Klaffe der Akademie giebt nun folgende Preisfrage: „Geschichte- der Griechischen lyrischen Poefie.“ „Hos- rath Thiersch gab ausfiihrliche Erläuterungen zu diesem Thema- deffen Bearbeitung bis zum 1. November 18.30 einzureichen1 und wofür der“ Preis 1.00 Dukaten beträgt; die Eröffnung de Siegel der preiswürdigen Abhandlung geschieht am W|“ März 1837. '
Oeffentlichen Blättern zufolge, ist die erledigte Sk?“ eines Bischofs von Eichskädt dem bisherigen Bischof von Speyer- Z. M. O ?aul, verliehen, und der Professor der Universität W 13“ burg, ])--. Richarz, zum Bischof von Speyer ernannt worden-
Karlsruhe,- 31. März. hcrzog haben heute bei Eröffnung der Stände gende Rede gehalten: , !
„Edle Herren und „liebe Freunde! Wir beginnen unser W“ unter den Segnungen eines. wenn nicht Anes trügt, dauerhäfteu Friedens, der uns Ruhe gdmzt zur Berathung und nachbékkgtß Ausführung wohlthätiger Einrichtungen. Ich würde einen belt“. Blick auf den Zeitraum von unserer levten Zusammenkunft “" “'
ersammlung fol-
hung bereits eine Meldung aus Oehrtngen hcfindet.
“ as Isk“ . . . , . .ch 'ne - . , emen Muth und seine Ausdauir tm Unglu , an sec OIFajeskätgegen unsere Regievung und freie Stadt, und 321301, d . “" s
“ &atvungcn von Abgeordneten sämmUicher Deutschen Regierungen
Se. Königl. Hoheit der Groß- '
*) Vergl- Nr- 86 der Staats-Zeitung , wo sich in dieser Bezi- .
rückwerfen können, wenn* Nicht in den letzten Tagen etn Mg??- Ereigniß Mick) tief erschuttertyhattc -« der Tod Sr. Ma- kikät des Kaisers von Oesterrctch.' Mögen die Erinnerungen an “5 letzte ehrwürdige Oberhaupt etnxs in seinen Formen unterge- an enen Reiches, unter welchem wir Alle noch gelebt haben, an ae?! der ersten Gründer des Deutschen Bundes, durch welchen m nnte Deutschland wieder zu etnem Ganzen vereinigt wor-
('N/„ . , „* , ck * tm luck mögen alle oicse Erinnerungen und no“) kilxeßxchYre inGdcn/Hcrzen „alley fühlenden Meyschen nnd tn e“: Geschichte fortleven, wre ste guck) darin xortleben wer- en Mich erfüllt in diesem Augenblick vor Allem das„21nd__cnken n-Zas unwandelbare Wohlwollen, welches derfnun zu seinen Voi:- «hren hinübergcgangene Kaiser Memcm"verewxgten Vater und set- en Nachfolgern während des ganze'n Laufs setyer Regierung, pnd „ *ocn Edelmutk), den er'dem ecrieren imd seinem Lande in cincr -,chängnjßvo11en Zeit bcwnsen hat. Ste wxrden, meine Herren, '*se Gefühle ehren, die Ich danbar, in Metnem erzcn bewahre. ““e Vermähluna einer Prinzessin Meknes Hauses mt dem Erbprin- M von Hohenzö'llern Sigmaringen, und „dee Geburt von Töchtern cnMejncr und in der Familie Meims ytexgeliebten Bruders kann "ck als freudige Ereigniffe bezeichnen. Dre m Wien stattgefundenen
dcm Bundcs-Scksedsgcricbt ein Resultat ehabt, welwxs a&YÉFutlan Rechtszustand eine neue Stuye gethrt; selbstefur “kn möglich" Fall, daß zwischen'chécxung und Ständey uber eu-[egun “der Verfassung, oder aber dre Gräyzen der, bez Aus- »bäng be1immter Rechte des Ncgerxten de_n Standen e_ingcraumten Mitwirkung eine Meinungs-Verjciyxedentht besteht, dee fich dgrch ein verfaffungmäßiges Mittel bc1e1ttgen laßt, ist der wechselseitigen Vereinbarung ein sicherer Weg geöffnet, der schon in kurzer Frist zurfricdlichen Erledigung fuhrt. Ich gebe Mix!) der angenehmen Hoffnung hin, daß wir 'unjere Angelegenheiten, „wie bisher, so auch künftig in Emegkert_ und, durch freundliches Ueber- ;nkommcn ordnen werden. Dre zwrschcn dem Großherzogthum 11,11?) der Schweiz eingetretene Stßrung der alten freundnachbarli- -en Verbältniffe hat Mein lebhaftes Bedauertx erregt. Ueberzeugt, daß solche nur durch Fremdlinge_, welche. das ihnen gewährte Asyl YM) feindselige Pläne gegen die gescßltche Ordnung in Deutsch- und mißbraucht haben, hervorgxrnfen und bisher unterhalten wor- m ist, glaube Ick hoffen zu durfcn„d_aß dieser, dem woblversian- denen Jntcreffe dcr Schweiz„nachtvetltge Zustand nur von kurzer auer seyn werde. Dem biederen Chqrafter _und dem krä'ftigen Willen der Schwcizer wird es_ ohne waifel gelingen, dre Ur achen xder eingetretenen Mißverhältmffe zii bcsetttgen, und den alten Freund- schafts-Bund von neuem zuebcfefttgcn. 'Wenn die schon lange an- dauernden Unterhandlungeix uvex den Beitritt des Großherzogtbums zum Deutschen ZoU-Verem bis". cht weder zu _emem Abschluß gereift smd, noch in anderer Werse ihr (anx erreicht habcxt, so it? der Grund hiervon nur in den etgcnthumltxlwtx Verhältnissen dcs Großherzogthums zu suchen, in der Schweert'gkctt, se auf eme uns bcfricdigende, mit den vcüclzcndxn 'alxgcmrmext Grundsätzcn, des Vereins zuläsfige Weise zu berüXstcjmgen, und m_dem beharrlichen Bestreben sowohl von unserer Seite, als von Sexten der Vexems- Staaten, nichts unversucht zu (affen, was zux endlichen Yexsiändtgung *in dieser wahrhaft nationalen Angxlegcnlxtt fuhrcwdurste. Dave: 'kann Ick) jcdock) dem Wunsche ZNJMLS: Vochs, daß diirch den bal- “digen Schluß der Unterhandlung dre bisherige nachthetltge Ungewiß- bett über die gewerbliche und kommerch Lage des Großherzog- thums endlich beseitigt werden mdgc, Meme Anerkennung nicht 1191?- q'agen; Ich habe demselben auch die. verdiente Aufmerksamkeit ge'wtd- “met und werde Ihnen noch währcnd des gegenwärtigen Landtaaßs von dem Erfolg Meinex Bemühung, Kcixnxneß geben Lassens. Dre Geseßgcbunqs-Kommission hat _zwet umsaWende Entrvurfe uber die Gerichtsverf'assung und das Verfahren M «„trafsacben vollends); je ticf gehender die Veränvcmmgen smd, die ste in V_orschlag bringen u niüffen glaubte, desto medi“ trat die Nothwendtgkett cm, beide ntwüyft,“ noci) ebe sie Ihnen zur Bexathung vorgelegt werden, liner sorgfältigen Prüfung zu ugtcrwerxen. „Ic_h syche auf deren Beschleunigung zu wirken, so wctt ck dte Wichttgkctt des Gegen- 1Wandes? immer erlaubt, denn es rst mem crnstltcher Wixnsch- daß dem Lande dée Wohlthat verbesserter Einrcchtungcn auch in dieser Hin- ffcht recht bald zu Theil werdcn möge. Die Lage dei: Finanzen isi vifriedigcnd. Es gereicht Mir zum besonderen VcrgYugcn, daß dte Dotation der Zehnt-SchuldcwTilgunxxsKasse' keine Steuererhöhung nöthig macht. Die innere Verwaltung schreitet in threr Entwicke- 1un fort. Die auf dem vorigen Landtage zu Smnde gekommenen Geeize sind alle vollzogen. Mc'hrcöe haben zu tbrer Anwendung mannigfaltige schwierige Vorarbeiten erfordert. Sie werden von 1eßteren keine vermissen. Außerdem habe Ich Meme beson- dere Aufmerksamkeit dem öffentlichen Unterrichte "zugewendet. So viel Treffsiches auch die früheren Verordnungen uber dre xne- deren und höheren Lehr-Ansiaiten cnthtelteq, so hat man doch tm- mer den Zusammenhang zwischen den verseclncdenen Gaxtungen von Schulen, und gleichförmige Vorschriften uber die Einrichtung und Schulvläne für Schulen glc'tci)er Art cntbxhrt. .Die neuerlichen Verordnungen über Volksschulen, übcr höhere Burgecr- und Ge- werbsscbulcn und die weitere .näcixüens crscheinexxde uber gelehrte Schulen, alle von sachkundigen Märzncrn bqubertex,_ werden .dtése Lücken ausfüllen, alles, mit Emschlug dcs volttcchmschen Fnsietuts, wird sich als ein übereinüinnncndes Ganzes darüellenz und ihre Wünsche befriedigen. An diese Verordnungen reiht stch em Wichtiges Gesetz, welches Fei) Ihnen vorzulegen befohlen babe“, nnd Welches zum Zweck" hat, den Stand dcr. SchulZehrer tn der .burger- li(ben Gesellschaft festzustellen, ihnen exnx genuglécheHEtnkommen, so weit es noch nicht geschehen, zu sichern, und die Mittel zur Deckung des dazu erforderlichen Aufwandes qufzubringen. Meme Abstcht dabei ist zugleich, diesem, für die Bildung der “Jugend so nothwendigcn Stand, Meine Achtung öffentlich zu bewc'tsen, in dcr Hoffnung, daß er sich derselben durch treue Pßtcbt- (_Sxfuliunc; und Durch wirksame Thätigkeit innerbajl) der Gränzen 1emchs Berufes Immer würdig erhalte. Nock) einegc andere zum Theil 1Vtchktge Gxskße werden Ihnen zur Bcrathung vorgelegt werden. Gehen Ste nun, edle erren und lieben Freunde! mit frohcm Muth an„thre Arheiten. Zäh en Sie auf Mein Vertrauen und Meinen redltxhen FWH; Ich zähle wie immcr anf Ihre Treue und Ihr Pfltcht- eu .
Oesterreich.
“ Wien, 31. März. Se. Majestät der „Kaiser haben dem Kronprinzen von Bayern Königl. Hoheit das Großkreuz des Stephans-Ordens verliehen und Höchstdemselben dic Ordens-De- korarioncn Selbst Übergeben. ,
In Salzburg, wo schon vor mehreren Jahren interdssanxe Ausgrabungen von Antiken ykattgefunden haben, sind, wre dre dortige Zeitung berichtet, in dem Rosenegger'schen Garten neuer- dings mehrere Gräber aufgefunden worden, welche überaus kßnskreich und sinnvolle Arbeiten der alten Römer enthielten, dee bekanntlich nach dieser Gegend eine Kolonie verpflanzt hatten.
S ck w e i z.
Basel, 28. März. In der nächsten Sitzung unsers gro- ßen Rathes, welche am 6. April stattfindet, wird der von der „eIleUUng vorgeschlagene Plan einer Reorganisation der Univer- slxät behandelt werden. Dcmselben zufolge soll diese Anstalt ihre ptex Fakultäten beibehalten, vor der Hand die medizinische und jüktdtsclye aber nur die Vorbereitungsi-Fächer lehren.
Binnen kurzem wird hier eine neue Zeitung erscheinen, x-Medtaror“ genannt, dercn angeblicher Zweck Wiedervereénigung
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Italien.
Parma, 25. März. Am 8. d. M. um 9-2- Uhr (Ztaliäni- sche Tagesrechnung) isk zu Borgatavo ern starkes wellenförmeges Erdbeben verspürt worden, welches 8 Sekrinden dauei'te. Nach einer halben Stunde wurdcn abermals zwci Stöße, jedoch von leichterer Art, wahrgenommen. _
Zu Modena ist am 15. d. M. der HerzoglrcheFeldmaxschaly Léoutenant, Oberkammerherr 2c., Graf Carlo Gurccmrdt, nut Tode abgegangen.
Spanien.
Madrid, 17. März. (A llg.thg.) Mina läßt mit Con- greveschen Raketen Dörfer und Walder,.welche den ZnsUygenten als Schlupfwinkel dienen, anzü11dc_n; so 1011 er vor kurzem Asgrta und S. Cruz de Campezu in Aichc gelegt hahen. Man mgx, dem General Cordova sey der Befehl ngchgenhickt wordey, mit seiner Division nach Catalonicn zu nmrxclyi'en, ievo der Yufriihr immer weiter um sich greift. th -2[ragoni_en Halt sich Carntccr noch immer, und ein anderes Qorps ist uber den «beo gegan- gen; die Urbanos von Barbaskro, Fraga und Monzdn smd „gegen sie aufgebrochen. »- Eine betnerkens-wert-he Erscheryung rst ?s- daß, während die Vertreter der Natron tn die Regierung drm,- gen, den Bürgerkrieg mit allen Mitteln JJ beendtgen , der Auf- ruhr dei“ „Baskischen Provinzen in dcr“ rokizradoren-Kawti1xr selbst seine Rechtfertiger findet; dieieWe Biscqyi1cs)e Hartpäcktgkeit, derselbe starre Provinzial-Geisc Und der uxwemährbave Widerwillen gegen die Castilische Herrschaft Wrack) sich dort gesiern qnverho- [en aus. Es wurde nämlich bei Gelegenheit der Diskussion über die Provinzial-Zdlle der Antrag gemacht„ daß ein und derselbe Abgaben-Tarif in allen Gegenden stattsitiden solle. Darauf erklärte Herr Ferrer (Prokuraddy „fiir Gmpuzcoa),_ “." sey war nicht gegen ein System der] Vereinigung. der „Baskischen rd,- vinzcn mir der übrigen Nation, abei' selbjc Philipp 11“. hsabe die Fueros und die Verfassung der Basken beobachtetz. die ]eßt be- stehenden Fueros scÜlzren sich auf „den' “Utrechter WWW,. und auf die zwischen der Krone von Lastrlwn iznd den Baskischexi Provinzen 1728 geschlossene Uebereipkunft. Cr fügt? hm u,„dte'1e Provinzen würden sich niemals widersetzen, da]; ihre “reiheit, so weit wie möglich, auch auf Castilien „ciusgedehnt würde; me- mals aber dürfe man ihnen ihr ?unntctpal und erwaltungs- System nehmen, welches das besr_e 01 ganz Europg !A). Herr Otagu (Prokurador für Alava) ]a'gte, yr znüsse sich „sehr wun- dern, daß, während man von chthetk rprache, man ]enen Pro- vinzen Ketten auflegen wolle. Herr Marschalar (Prokurador für Navarra) endlich erklärte. daß, weißentfernt em Vorwurf für Navarra und die Baskijchen Pi'ovt-nzcn zu seyn, werzn sie ihre Freiheit gegen den DeSpottsmus bewahrt hat- ten, dicses ihnen zum Ruhmc gereichc. Durch den bloßen Um- stand, daß Navarra seinen Prokuxadoi'cn gescaktx, nebe_n denen von Castilien Pfalz zu nehmen, zeige ]ene Provinz, daß sie h_e- reit sey, etwas von ihren Recht'en zu verlieren. -_- Man' wili bemerken, daß seit einiger Zeit em etwas gewanntßs Verhaltmß zwischen Herrn Villiers und dem Grgfen Torepd etngxtretxn tsc; gewiß scheint es zu seyn, da]; der qunz-eM-tntstex die Salons des Britischen Gesandten nichr mehr io haung be10cht We, frü- er. Ob diese Spannung in pchnlicth oder M politischen Yerhältnissen ihren Grund habe, darüher icheinc, man noch mcht einig zu seyn. Uebrigens “darf man nicht bezweifeln , „daß F crx Villiers sich bei dem eingekretenen Wxchsel des EngltstYen a- nisteriums mit eben so großer Ge1cl)tc?ltcl)kett_als Wurde auf seinem so wichtigen Posten zu behaupten gewußt hat.
Türkei.
Smyrna, 28. Febr. „Dic Englische Flotte liegt_ fortwßh- rend bei Vurla, und man kcxmt Admiral Rowley's Al_sstchten hitz- sichtlich der Dauer seines ?lusenrhalts 1Uchk. Da mdesksen-dte Flotte sehr eilig, und selbsk,_ol)ne ihre VorräthxY_cryollskandtgen zu können, von Malta abgcjegclt, auch _andci'erjektts thre-Gegen- wart hier nicht von erwiesemem Nutzen ist, so halt man ihre Lib- fahrt für nahe, doch erst 11achEEmpfang von Depeschen (zus Kon- stantinopel. Die Korvette „Ocout“ langte gestern. .m1t Depe- schen aus London an Admiral Rowley und den Britischen Bot,- schafter zu Konstantinopel, von Malta zu Vurla an.
Zula'nd.
Berlin, 5. April. In der öffentlichen Vierteljahrs-Ver; sammlung der Gesellschaft für Deutsche Sprache rind Alterthumskunde am 20. März htektHr. Dtr.Zeune echen Vortrag Über zwei neulich erst entdeckte, und aus SÜd-Dcutich- land nach Berlin gekommene Handsthxtfcen yon der Nibelun- gen Roth und Klage, deren eine, 1111 Bcstlze des „Herm vdn Meusebacl), bloße Abschrift der ä[_tci'-§t1, _von dex Königl. Biblio; thek erworbenen Pergament-Handsthmft ist. Hieran [as der zyt- tige Ordner, Herr Prod. Pischon, Über und aus den) merkwür- digen Märkischen Dichter Bartholomäus Ringwgldt. - Ein vom Herrn Grafen Castiglioni zu Mailand der Gesell,- scl)afc verehrter P'rachtdrucé des nettesren Theils setnex Ausgabe der bisher noch ungedrtrckten Stücke von Lxlfclgs Bibel-Ueber- scßung wurde vorgelegt. -- Zti den JYTOUats-Yer]ammslungen war von Herrn Dir. Bormann Über die Dxutsthen *Dickzeartext), und vom Prof. v. d. Hagen eine 001) _emem- auswäxxtgen Mtr- glicde eingesandte Abhandlung Über die 21sc11(2[lxnordt1xl)e11 Göt- ter) in Deutschland gelesen wdrdcn. 5-- Endltch berichtece der Prof. v. d. Hagen noch das Cygchmß der ihm Übertragenyn Besorgung des Jahrbuch der G5916111cha[t, wonack) nunmehx dte- ses neue Jahrbuch in Vierteljahrs-Heften dufrcl) dre hcestgc Plahn sche Verlagshandlung alsbald erscheinen 1v:rd._ „
-- Die öffentliche Priifung dex Zöglinge des htcstgenKölm- schen Real-Gymnasiums findet am_ “WL d. YT. stgtt. . Der Hexr Direktor ])1'. August ladet zu die1er Schul-Jecerltchkett durch ein besonderes Programm ein, daxZ zugle;c_h„eme Abhandlung des Oberlehrers der Anstalt,Hcrrn Krecl),„Ermnerurzgxn an Winckel- mann“ mit den besonderen Ueberschriften: „Religion„Unabhän- gigkeit, Darstellung, Reiselust“ enthält. Dre hter-tnicgcthetlt-en Notizen, welche zur Berichtigung mancher schiefen Urchecle über den berühmten Mann dienen sollen, smd _größtentheils aus seinen eigenen Werken und Briefen etitlehnt. mekelmann wurde vor 100 Jahren in das hiesige Kdlmsche Gymnasium aufgenom- men , wodurch sein Name dieser Anstalt noch besonders wichtig ist. Außer dieser Abhandlung enthält 'das Pro_- gramm die Uebersicht des Lehrplans der Anstalt, welche m acht Klai- sen sowohl fÜr das bürgerliche “Leben und“ den Beamrenskand als auch für die Universitäts-Studtcn “vorbereitet, und tm _abgelaufe- nen Schuljahre 388 Schüler unterrichtet hat, wovon aus „den ver- schiedenen Klassen 87 zu andern Berufs-Artenx 8 Zöglmge aus Prima aber zur Universität entlassen woxden smd. Der Herr Direktor giebt ferner einen kurzen Rückblick auf das verflossene
" getreten sind. Im Ganzen sind über 800 Zöglinge m dieser chu? von der Anstqlt gebildet worden und aus „der xrsken Klasse in den letzten vier Jahren 18 Schüler zur UmverstIt und eben so viel zu andere_n Berufsfäcl)ern übergegangen. „zn dem nléflszien Jahre hat 0152? städtische Anstalt zivei Gymnasmrchen, den .in. Re ierun s- at , den? Magéistrate und den Herrn Regierungs-Rath ])!)- RAU)- helm durch den Tod verlorecn; dieSceUe des Crseren ist durch den jcßiqcn Herrn Obcr-BurZermeister ersexzt worden. . x rer-Pcésonal hat keine Vesanderung stattgefundep. Untei 1.011. besonderen Benachrichtigungen ,für die Aeltexn wird- aYcl) em». Pensions-Ansralt, die unter Leitung des Direktors .) «3th hm)- durch beskehc, und des neuerdings eingerichteten Unterrrchcs tn Leibesübungen gedacht.
[) v. Bärensprung durch sein Ausscheiden aus
Im Lek),-
- Die Achener tibd Münchener Feuev-Versicberungsx
Gesellschaft hielt am Z(dsten 0. II?. zu Achen unter dem Yorsilze V _ [
'eneral- eriamm ung. „ & . ., , „_ , bei dieser Gelegenheit abstattete. ergießt 'ich zwar. daß tg smgctii- ziellex Hinsicht das Geschäft fÜr dre Actioyairc, nn v. E;. m )t günstig war, woran hauptsächlich,derCam 11. Okt. „Z' 'I ui- Labtc "große „Brand in Greußen im Schwarzburg-Oondei ha 1-
des Re ierun s - Raths" von GWchen “)'-“0, lite g gAus dem Berichte, den der Vorsikzende
J. starxgy-
chen (dessen in der Nr. 300 der St.-Ztg. vom V- I- "UM WU-
" ' “* " “ - bemerke mar Erwa nung gejchehen) Schuld gewech tsc, dagxegep. man mit T?Mgnügen, daß das Jnstitgt an Umfanzxz, COUdlkäk UNd gutem Rufe von Jahr zu Jahr zunimmt. .
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Landtags- Abschied
für die zum vierten Landtage versaixmelc geweiencn Rheim- schen Provinßiak-Stände. (Scl) uß.) “' d' b “den [and- !6) Dem Antrage Unserer getreuen StäkPe/ te et _ Be- räthlichen Kreise Geldern und Duisburg mx Yegieruan i'ckst-n zirke Düsseldorf aufzulösen, und die vier kleine»: landr tl) : us Kreise Geldern, Rheinberg, Dinslaken und Yssen; um welchen jene Ersteren in Folge _UnserIk Allerhöchften "&kthlo ZZ": 27. Sept. 1823 gebildet worden smd, WiederherzusieUen, tryng * 's"- Bedenken Stan zu geben. Denn die Kreise Geldern und!, Uln- burg haben in ihrer jetzigen Zusammeyseyung ,und OLUWMÖUÉZ seit 10 Jahren bestanden, oyne daß bßgruxndxte Klagen uber 5:11,“ _"- theile für die Verwaltung oder süß dee Kreisvewohnerx darum, he. vorgegangen wären. Auf den Kreistagen,“ wo dergleichen, 99173? Kreise betreffende, Kommunal-Angelegenheiteen, zuxol-g; der Kreis- Ordnung verhandelt werden müffxn,_ find uber dee GWP wegen Wiederaufldsung der besichenden KkélSVi'kbeädec/ so wat vxkcmtit, weder Bemuhungen gcpfiogcn, nog) Beschlu_ne gefaßt Norden. Dee periodischeUnterbrechung der Verbmdung zwischen den KretOs-Hauvt- drtern und andern einzelnen Theilen der Krcise _durch day Austre- ten des Rhcinßromes ist nicht die Folge der ngmmcnsxßunngesr Kreise Geldern und Duisburg m_:s vier ehemaltgen kleinen Kret- sen, und diesem Uebel würde durch die Weedxrherskotmg der;]lscizter'n auch nicht vorgebeugt werden können. Die Ausdehnung »» jetzt- gen Krcisgevietes von Geldern ves nahe an [8 [:]-Meilen :| nur veziehung5wcise ungewöhnlich groß zu nennen, tnjoxcrn man näm- lich auf die Vergleichung mit den, der Mchrzahl nch), außerordent- lich kleinen Kreisen der Rheinprovinz eingedet. Ev fehlt tnthschen in derselben Provinz nicht an Kremer: von g1etchcr Ausdehnxxgg, g;.- scbweige denn an solchen, welche den nur zw:sche13 11 und ];. x.]Mxt- len umfassenden Kreis Duisburg an Größe wett ubertrcncn. Eine ähnliche Bewandtnif; hat es mit der Entfernung manckier Bestand- tbcile beider Kreise von den Hauptörtern, und 1edc_nfa11s werden die Schwierigkeiten, welche diese Entfernung und eme 1111er, das dort gewöhnliche Maß hinausreichende AQUSthnungx des KretsesGel- dern, so wie einiger andern landrathltciyxneKi-etse dei) Rheinpro- vinz, zu Wege bringen möchten, durch dre uberaus Wirksame Er- leichterung für die Kreisverwaltung aufgewogen, welche aus der zgr Zeit bestehenden Kommunal-Verfassung hervorgeht und von den mr die Zukunft beabffchtigten„ Einrichtungen zu dcmseiben Behnfe auf noch wirksamerc Weise crwartet werden „darf. Wik haben der ge- enwärtigen Zusammensetzung dex“ _Kretse ledcrn und Hurs- ur im Jahre 1823 nur nach _retßtcyer Erwagunquer das_ureauf- gcüe lten, seitdem erfahrungSmäßtg als zutreffend bewahrten Grunde Unsere Allerhdchüe Genehmigung erthctlt und find um sd mehr ge- sonnen, es dabei auch in Zukunft bewenden zu lasen, ülv es gelan- gen iii, dadurch eine Vereinfachung der_ Central - Verwaltung und eine nicht unerhebliche Ersparung für dtc StaatI-Kaffe 5." crzzelen. 17) Die Einrichtung einer v'esdndern Behörde zm" xclbslyrändk- gen Verwaltung der höheren Polizet m den Rbimprovmzm, wclche Unsere getreuen Stände vermieden wünschen, wrrd, hei o_e'm vollerr Vertrauen, welches wir in die Treue Md Anhängltchkrit Unserer dortigen Unterthanen, wie in dteZuverlamgkect und Thätigkeit Un- serer Behörden zu sehen die gegründetste_Ursachc haben, von Uns keinesweges beabsichtiget. Wenn aber, wre der Landtag selbst zuge- sieht, es an Aufreizungen von„Außc11 dort ntcht_gefch1t hat, so hat der kompetente Minißer aUerdtngs einzelnen Pcrxoncn besondere Auf- träge ertheilen müssen, um die ctwamgcq Versuche, wclche von Ue- belqesmnten des AuslandcsbzurckéeunrizhtzgngrdiFerovmz gemacht “ en “"nntcn be er u ewa en un u e c . . werd18)koWas denYlntzrag auf Beüimmnng eines Wahl-CexnsusFur dic Wählbarkeit der Abgeordneten der Stadt- und Land-„Gcmcmen zu den Kreis-Versammlungen anlangt, so habet; Wer besixmmt, cdaß sdwvhl in den Stadt: als 111 den Land-Gewemen der eigenthym- liche Bcsh eines Hauses, bet den chtxrn met emem dazu gehdrcgen Grund-Eigcnthume, zur _Wahlfähigxeet der KreistagsÄZgZordncten erforderlich seyn soll. Hierdurch ward dex Absicht dev; Stande ent- sprochen seyn, Personen, welche dxn Kreisen durch fem chxtbum angehören, daher aber auch den blctbcndcit Ixtrxrcffen derselben fremd sind, von den Kreis-Versammlungen auszusmlteßen. ' ,_ 10) Ueber die Publicatton der Verhandlungen der Provinzxal-
und vermittels! der Gesev-Sammlung bcxannt gema|chtc Ordre, Be- stimmung getroffetli, durcsii) welche auch fur die dortige Provinz dte- “erxccn anderediti. '
' ?0? 81)?Lir findengkein Bedenken, dcm Wunscheli1Lerch gxxreuen Stände gemäß, die im Landtags - 21b_1'cl)xede vom xxx.,„xult 10.7 be- reits ertheilte Zusage: daß der Proventhl-Znndtag tm Anfang des Monats Mai einberufen werden solle„ m xo fcrn/anicht erhebliche Gründe die Zusammenberufung zu emey andern Derr nothwendig machen, hiermit zu wiederholen. Dcr hierin yorbchjaxltene Feil! der Nothwendigkeit ist bei dem _leiztcn Landtggc enzgctrirey, le die demselben vorgslcgten wichtigen Pyopostttonen in) 9,7102 des «fahre: 1833 noch nicht vollftändig vearvcttct waren», die Axioselzung des Landtags aber bis in den Mai v. K. von UUv nicht tur angemessen
' nnte.
crack??? lerrxsendckil“), zufolge Unserer Ordre ,v'om 7. April 18214 auf dem linken Rheinufer stattgefundenen Perenxeguxtg von 1321.ks pCt. Grundüeuer-„Beisckyläge nur dem Prinzrpal=Kontingcnte wurde. wie Unsere getreuen Stände sch aus der, de_m szcn Wesivbältscven Landtags- Abschiede beigedruckten Denksprifr voixi 30. Nov. 1830 überzeugen werden, ein Grund zux Zahlung der fur dke Taubsium-. men-Axfsjalten in den bem-Provmzen reklamrrten 2000 Fr. ausder Staatskasse selbü dann nicht folgen, wenn solche “unter de„r,vortge1c Landcs-Herrschast zu dem angegebenen Zwech„bererts defintttv über- wiesen worden wären. Die gedachte Summezst aber niemals gezahlt und die Genehmigung der vorigenLaydes-Regccrung zu dieschahlung nicht nachgewiesen; es kann daher nicht ange_no1nmen werdxn, daß dee 2000 Fr. auf die sogenanntxn (39,110an fncnlmt-fs jemals fundtrtgt'wesen und mit den leßtern auf die Staats-Kaffen übergegangen snd. Die in
der getrennten Kantonsrheiw seyn wird, ,
Decennium, in welchem erfreuliche Leistungen der Anstalt hervor-
dieser Beziehung erhobene Neclamation crscheint mithin nicht als
Landtage haben Wir durch Unsere, untkrm 2. Nov. 0. F7. erlaffene „
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