1835 / 98 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Regie ihre Declaration machen konnt, biefe aber dewnächß sur Zev- iöruns, besagter Pseudo-Tabacxe,„ Stoffe und Werkzeuge schreiten wird, vorbehältlich etwamger Entschadmuna der Eigentbiimer nach Ermessen

des inam-Ministert

_ nterdesscn geht die von der Deputirten-Kammer ernannte Kom; mifnon „mr Untersuchuna und Konstatirung aller auf Anbau, Fabri- cation und“Verkquf des Tabacks und deren Verhältnisse zu dem “"m- tereffe des offentlichen Schatzes, des Ackerbaues und des Handels *in , Sie hat am Asten o,. M. eme erste Schung gehalten, und seitdem nicht nur zur Mittheilung aller ihren_Zweck forderuden Nachrichten öffentliche Aufsorderyng an das

ublekuxn erlassen, sondern auch über die Lage der Sache mt Innern rankretchs„m1c den Präfekten, HandelsxKammern, Agrikultur-(Socic- ! teuer.“, uber die Lage „derselben im Ausxande mit verschiedenen am Pariser „Hofe akkredmtten Diplomaten uch m Korrespoydcnz ge- ert. -- „Die von der Depucirten-Fkammer, i_tach Geyehmtgung der * koWatwn des Monopols auf 8 Jahre, ziemlich abwe1che11d_von ge- arlamentarischer Form _ergtiffeUe Mgßrcgel dreier _„ey- ZU mi“._ma „t es ziemlich unwahrschemltch, daß die Tabgcks-Regte m rankreich noch von langer Dauer seyn werde; schon Mehhlätcbe _ße 111“ ti tm Our schnitt gewährten Icebertrag von etwa 65 und Reenertrag von etwci 45„M111_1onen Franken _em ;weckmäßtgeö Ersaßmittel aufzufinderz. Zweierlei 111 jetzt schon ztemltcbxlar, und durfte, zum Theil d11rch die . „_ _ _ Ersilreh die bisher 111 rankretch geubte Unsere tigkeit gegen die Konsumenten eines Artr-

is, welcher, m t Luxus-Arttkel der Reichen, sondern nothwendigcs Bedürfmß aller. elbß vorzugsweise der ärmeren Volks-xlassen, «?: ranzo c bezahlt 110 Fr. Steuer von 100 Psuxid seines Srbnnnk-Taba 's, der Engländer nm no Fr. - der Belgier gar nur O“; Centimen! Und außerdem versteht es _üch, daß auch den Erzeugungo- und Verkaufs- Precß des Tabackß die Regie noch bedettcend vertheuert. Sodann zweitens aber leider Frankreichs Production und Handel nicht wenig . _ n den beiden Perioden des fretexi Anbauesj von 1702 --1810, und er Regie von 1810 bis jetzt, verhielt ckck dee Produetion -11:51, und die Exportation

züglichen Thatsachen“ ihren Gang.

wöhnlicher

é aufge ört, wäre es nicht schwierig, für den bisher dadurch emachc werden.

„15111; näre“, noch klarer

höher als irgendwo in Europa daselbst besieuert ist: denn der

unter diesem Beschränkungs-Syüeme.

a:: 20:1.

Das von der NegrerurZZxk vorgelegte Geses-Projekt über die Ban-

ehrhctt d1e DeputirtetwKath-é'r pZsiidrt, * an 11 et Zar!" wesegtiiche_LZerbesserungen der biolxr egoltenen Napoleonischen „?stkatuc tiber dreien Gegeusr nd. Eine gro e Menge bisheriger Kon.- trovekfex'. wird dadurch gefehlt tet, eme grbße Zahl gehegter Wünsche der andels-Kammern erfullt, d1e unglückliche Lage des ehrlichen Ban erottirers gemildert, und dennoch ge cn Betrug rind Bosheit keine _ Vieles ist geschehen zu.; Ersparung ummtzer Formalitäten, „zur Abkiirzung wesentlicher, zur Sicherstellung der _Massen, 5111" Begunsi: ung der Akkorde und Vermin- derung der eigentli en_K*onkursZProze e, zur Berichtigun der Ver- hgltmffe mehrerer Q-ocietarecn einer Konkursmasse, zur Ab rellunc; un- nutzer oder schäd11cher Bevorrecbtungen einzelner Klassen von Gläubi- gern. Man hofft und wunscht jetzt die Zufitmmung der Pairö-Kammcr

kerotte hat mit starker und die öffentliche Meinung ift dem Inhalte giinstig.

Maßregel der Vorücht und Strenge vera sa'umc.

und dann die baldige Promulgation dcs Gesexzes.

Nr. 59 des Monit'curs publizirc cine Königl. Ordonnanz vom Dieselben werden, _, I. ab _, bet Goldmunzen von 0 auf 6 l'r., bei Silber- ttxunzenpon : auf 2 Fr. pr. Kiltgramnt ermäßigt. 211 o werden dann dte abgefeyteu ledm_un_1en dcs Duodeeimal-Syüems, statt mit 3091 r., wie Art. xder Gxxetxcs vom :0. Mär; 18:4 vorschricb, mir 3094 r_., und du! Silbermlmaen derselben Klasse, üntt mit 200 Fr. 00 C . mir 201 “Fr. 60 C. pr. Kilogramxxt bet den Miinzsiätten bezahlt wer- a et spaett aUe Kdsien fur Unterhaltung der in den Münzen gebrauchten .ijntgl. Maschinen 1111d Utenfilien, alle Stcmpel-Kosten, .111e Wage-, Lal)!- und Verificqtions-Gelder 3111 Last der Miinzmeister teser yeue gesetzliche Tarif ni eigentlich nur die Beüä-

tigung und Gezj-eraltfirung dkö]MiZék1,_ welcher conventionell, und be.- 1onders fur großere Surztmen schon 111 der Praxis durch Konkurrenz der verschiedenen Munsxtätten, als Folge. der großen seit 30 Jahren am Munz-Fabrecarwnswesen gemachten Fortschritte mechanischer “und

2717en v. M. zur Herabsetzung der I)iiinzkosten. vom 1. Juli d.

ben. . D

verbleiben.

chemischcr Wisenscbaft, sch gebildet harte.

Am 151en d. M. wurde 111 der Deputitten -Ka1nmcr der Jericht des zur Prufung und Begutachtung des neuen ZollgcseH-Projektes nie- Dergeseßren Ausschusses verthmlt. _Ntchtödesrowcniger scheint noch im- mer zweifelhaft, ob in gegenwärtiger .Fammer-Sesüvn das Gesetz zur lelendtmg,_ oder auch nur zur ernstltchtn Di8111sfion gelangen wird. Einstweilen ,ist bemerkenswertl), „daß Herr Meynard, Berichterstatter der Maxprttat des A11_1_3schuffeö, tn allen theoretischen Erörterungen sei- nes Berichts, als Anhanger St.C11c_qschcr Ansichten, als Begiiußiger dez Prohibttw-Sysiems , als Verthcidtger „der Vorziiglicbkeic in- nererNattonal-Konkutren: vor unzeitiger Rivalität mit dem AuSlande“( steh gezeigt, und chlwlb denn auch auf eine Er- ganzunxx _der Wichtigen Omrsfionen des Gesctz-Projektes in Bezug auf zweckmaßtgere Zoll-Behandlung der ArtikelSteinkohlen, Eisen, Viel) 11,1'. w.__anxutrgget_1, sich wohl gehutet hat; nichtsdepioweniqer aber doch die WM,"- wtrkltch von ihm m Antrag gebrachten, minder wichtigen Mddmcattqnen des RegerrungS-Proxektes in liberalem und antiprohi- bittvcm Sinne gesch gewesen find. SULB. schlägt er vor, das Mi- mmum_ dex; declarationsfiibtgen Werths emgehcnder Kaschmire von 500 Fr., wie die. Regierung vorgeschlagen, auf 400 Fr. zu ermäßigenx fer- 11er eme ßarkerc Yetahseßung des Eingangs-Zoas von rohem Talg;

thatton des Emfuyr-Zollö fremder Baumwolle in

_. _ en, ohne Untersch1ed des Ursprungs und der Qna- Lttat; de? Wegüreichung det- vom Minister proponirten Erhöhung des Eingangs-Zolls fremder Lettisaat; die AufhebunT aller Eingangs-Ab- gaben _von fremden, zum Dtensrder National-Schiüfahrc beüimmten Maschinen u. s. w.; dagegen wird an Beibehaltung des bisZerigen _ _ lb abe

fremder Wolle 111 fremden Schiffen, auf Verwerfung der vongder Regierung vorgeschlagenen Herabsetzung der Ausfuhr-Främie von fax _ . _ *eint der an e Brrtcbc dm Nyrhwendcgkert des Fortschreitens auf der Bahn libcgralbr Ha_11de15-Poltt11 eben so sehr als dee Existenz einer Majorität zu be- we1,e_n, welehe, m. ihrem etgxiten_Jticeresse, jener Nothwendigkeit so wenig als nur immer moglich zu weichen und nachzugehen ge-

.cine 1eichm'ß'_ Franjgösssthena Yi

Tarifs für Baumwolle, auf bedeutende rhöhung der Eingang:;-

brtzirten Zuckern angetragen. -- Auf diese Weise s."

denkt !

Die_Munict'palität von St. Paul auf der (“11111 Bourbon [ dxn Entychluß gefaßt und die nöchigen Fonds waisuigt, um das ZF ratimtgc Basten von St. Gilles nur_tclxi gehöriger Auscieftmg einer Einfahrt und_Construcc1on zweier Scxteudämme zu einem bequemen und ktcheren Hasén umzuschaffen- Die ganze Insel-Küste gewährte

bis jetzt den Schiffen nur bedenkliche Anker [1 e au o ene ; scheren Rbcedcn, weöhalb denn auch Sup 'TVZTaurficeff aulf1 und un

;wecktxtaßig geniigt werden.

Eine merkwürdige Steigerung deöFranzösi schen Crfindu 11 :; Oeiües scheint uns der offizielien Angabe hervorzugelwn, daß im iges: tcn Quartale des letxtversossenen Jahres ntchtwe11gxr als 225 neue

Inventions-Patente bewilliFt und ausgefertigt worden sind. (Sch ui? folgt.)

396 Wien, 1.1113111. 3: 11.1. 1911; 1: 931. LIZ U. 1: 244. [Zorliuor 1101'50. [)en 6. 115111] 1835. 1411111. k'onäz- 111111 (10111-(10111'5-201191. “'Wer/'s. Cm“:

j'tsx [“;-axxF-ye/ae] xxx: 111-1171 „'s/„“.

Zi.-§1']1111(1-§c11. 4 100Z 100,5“- 0151111“. 1'1'1111äb1". 4 102 -- [*]-. [21114]. 0111.30. 4 j NZZ , 98,“- 1'0111111. 110. 4 106; *- kkäm.§ck1.11.§seb. "* ; 65; - 65; 1111141300111. (la.! 4 „106 105,1- [(urm.0111.m.|.(Z. 1 111051 ... 5011931111111: 11.1. 1 310111 .-

xeum.1nr.§ab.c1o. 1 10041 ..- 11151.0.u.3.-§c11. _:

ßer]. 8131100111. .1 ;100; ;100 c]. “„ u. z'. .- k 79; »

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Wear 7, [1171111111110 4 1102 1101,[ b'rieckricb-ä'or. . "- 1371,- 13:1. (Frost F. ["-18. (10. 4 1102; 7102? 1113001110 ..... ! 3 J 11

d

K nigliche Schauspiele.

Dienstag, 7. April. Jm Opernhause: Der Maurer,“ Oper in 3 Abth., mit Tanz. 2021101= von Auber, Hierauf, auf Begehren: Der Geburtstag, Divertissement in 1 Akt, von H1)- guet. (Die Solotänzer des Königl. Hoftheaters zu Madrid, Hr. Font, Hr. Campruvi, Mad. Dubinnon und Dllc. Seetal, werden hierin folgende Spanische National- Tänze ausführen; 1) 1.113 130113»; (11:1 kanäango. in Avdalusischer Tracht. 2) 15113 (301'73161'115 (11: 5131711111. im National-Kosküm.)

Im Schauspielhause; ]) 1-13 1010111“, 1111111871110 011 1 31:10, yar 81311130. 2)1-a promi'et'a ra "6501111111011 (16; 11'7111101'116 (1-“1m l'ambart'az, 120111251110 110117131113 011 3 110108 0.1, eu 11111110, yar 1111". Vara]. 3) 11:1 0011515118. 0311111111118 comique en 1 11010.

Mittwoch, 8. April. Jm Schauspielhause: Kaiser Friedrich 11. (erster Theil), oder: Friedrich und sein Sohn, historische Trax ödie in 5 Abth., von C“. aupach. (Herr Seydclmann: Friedri )11., als Gastrolle.)

_ Könißskädtisches Theater.

Dienstag, 7. Apr [. Der Glöckner von Notre-Dame, roman.- tisches Drama m 6 Tableaux, nach dem Roman des Victor Lugo, fret bearbeitet von Charlotte Birch-Pfeiffer. (Mad. Birch-

seis)“; Gervaise, als Gastrolle.) )?ittwoch, 8. April. Die Ehrendame, Lustsp. in 1 Akt,

nach Dupin, von “A. CoSmar. Hierauf: Endlich hat er es doch 9111 cmacht! Lustyp. in 3 Akten, nach einer Englischen Idee für die eutsche Bühne bearbeitet von Albini. *

Neuesie Nachrichten.

Paris, 31. März. Gestern Mittag um 1 Uhr hatte Lord Cowley die Ehre, dem Könige in einer Öffentlichen Audienz das Kreditiv 'zu überreichen, das ihn als Botschafter Sr. Majestät des Königs von Großbritanien bei Sr. Majestät dem Könige der Franzosen beglaubigt. Det“ *))?iniscer der auswärti cn An- gelegenheiten war bei dieser Audienz zuge en, zu wel )er Lord Cowlcv nach dem Üblichen Ccremoniel mit. dniglichen Equipagen

. . _ Ele d

Fratzce,„1o lange beide Inseln unter einer Ober-Herrsclmchüandenf Fugle1ch_fur Bourbon der Hafen gewesen war. Dem seit der Tren- nung fur letztere Insel lebhaft hervorgetretenen Bedürfnisse eines ei,

Fraße handelt, ob das Recht, einen Staats-Beamcen gerichtlich genen Hafens wird nun durch Ausführung der oberwähnten Maßregel

U Dewalt zustehen solle.

Qursättigo ]Zörson. zmateränm, 1,0pr11.

141001114. 171141]. 801111111 5544. zx; (111. 1014. „Knax. zghnm 17111? - -, . UE 801- Kun. W;. 00mm". 094. ['n-u. ['Im-debe":- 1164. 1111. 1:11:11. -. Spam, 5: “&.

*aus-8111. ,UY. ': 41mm. 954.

3: 2074. 1111117111“ on, 31, UZI. 31100- 53 431 3: 284. 11111. 204. Uno 811411. 4111. 677 11-15. 100. Üntmat.27.

(.:-11105 40. sony. 291.

geleitet wurde. Nach Beendigung derselben wurde der neue Bot- schafter auch von der Königin und dem Herzog von Orleans empfangen.

Dem Courtier frangais zufolge, will das Franzöfische Kabinet die Anwesenheit Lord Cowley's in Paris zur Anknüpfung von Unterhandlungen i_n Betreff Spaniens benutzen. Es würde sich darum handeln, Mittel zur Beendigung des Bürgerkriegs, der die nördlichen Provinzen der Halbinsel verwüstet, ausfindig zu machen.

Der König und die Königliche Familie werden sich unmit- telbar nach dem Namensfeste des Königs, das auf den 1. Mai fällt, nach Neuilly begeben und während der Debatten des vor dem Peirshof anhängigen Prozeffes dort verweilen.

Die Pairs-Kammer setzte gestern ihre Berathungen iiber das Munizipal-Gesclz bis um 18tc11 Artikel incl. fort,

In der gestrigen Sitzung der Deputirten-Kamme'r berichtete auch noch Herr Karl Dupin Über die von dem See- Mmisier verlangten Zuschüsse zu seinem vorjäl)rigen Bud er; die Komznission hat dieselben von 900,000 Fr. auf 050,000 “Zr. her- abgejelzt. Im ferneren Laufe der Berarhungcn über den Gesckz- Entwurf wegen der Verantwortlichkcie dcr *))?inister wurde der

Uanchtjeu 13V. Zeus „91111. WHZ. .

'? der Staats-Verwaltmm für die Vvll

von dem

eichnet

digt seyn.

Ungewissen.

isi kränklich.

erste Theil der voanrrn Vivien beantragten und von dei'Kom- mission amendirten Bestimmungen (den ;19sten Artikel des Ent- wurfs) angenommen. Der zweite Theil dagegen, wonach die Minister gewiffermaßcn über die Zuläffigkeit der gegen einen Beamten angebrachten Klage entscheiden sdllcn, fand lebhaften Widerspruch, indem ein großer Theil der Kammer sich dem Sy- steme des c„Ferm DufaUre anschloß, wonach jeneEntscbcidung den Königli en Gerichtshöfen anheimfallcn soll. Der Handels-

...-*

den

Minister widerseßce sich diesem Antrage auf das lebhaftesre, wäl); , rendHr.Odilon-Barroc ihn unterstü tc. Es kam darüber an die- sem Tage noch zu keiner Abstimmung. - *“ 11 der heutigen Sikzunq wurde die Debatte wieder aufgenommen. Ferr Charlemagn? Unterstüßte die Vorschläge des Herrn DuZaure. Beide Depu- terte vereinigten sich zuleßt über eine neue Abfaffnng. Als es indessen darüber zur Abstimmung kam, wurde das Amendement mit 213 gegen 153 Stimmen verworfe 11, Herr Paranc entwickelte m;: ein neues Amendcment, das die beiden in Antrag gebrach- ten Systeme vereinigen sollte. .Der Großsiegelbewahrer bekämpfte dasselbe und befand sich um 1; Uhr (wo dieser Be- richt endigt) noch auf der Nednerbühnc. Aus der ganzen Dc- batte ersieht man, daß es sich lediglich um die Entscheidung der

elangen, gesetzlich der richterlichen oder der administrativen

, Die in der leisten Zeit von der Presse mehrmals angeregte Wichtige Frage, ob ein Mitglied des Französischen Advokatcnftan- des mit der Vertheidigung eines Angeschuldigten vor einem außer- ordentlichen Gerichtshofe von Amtswegen beauftragt werden könne, |. nun, nachdem mehrere Mitglieder des Pariser Barreau's sie tmc Nein beantwortet, durch eine vom 3011en d. datirte und von dem Großsegelbewahrcr errn Persil kontrasignirte Königliche Verordnung, welche der eitrige Monircur enthält, definitiv entschieden _worden. Diese Verordnung lautet folgendermaßen: „Mit Hinncht auf die Artikel 22, 28 , 29 und 47 der constitu- tionnellen Charte und auf den 4th Artikel des Gesetzes vdm 10. A. ril 1834, welche die Fälle bestimmen, in denen die Pairs- ammer fich zu einem Gerichtshofs konstituirt; mit Hinsicht auf den 38sien Artikel des Gesetzes vom 22. Vcntose

des Jahres 12, der also lautet: „Es wird durch Anordnungen

.

vember 1822, welche die Anordnung über die ?llis'übun vokaten und über dicDiSziplin des Barrcau's enthalten ; mit-Hinfieht auf den 4ten Artikel Unserer Verordnung vom 7. 711ar 1831) „„Von “demselben Zeitpunkte (der PU [jcatjoé der Verordnung) an gerechnet soll jeder in die Liste eingetrage . Advokat vor allen Königlichen Gerichtsh bunälcn “des Königreichs plaidét'en können, ohne einer weiteren Ermächtigung zu bedürfen, außer den Bestimmungen des 295011, Artikels des Kriminal-Jnstructions ;Kodex“ ; den “"NRW Artikel des Kriminal-Jnstructions-Kodex, der also lautet: „„Der Anwalt des Angeklagten soll nur unter den Advokaten oder Anwalten des .Kbni [ichen Gerichtshofes oder seines Resorts von von dem Richter be eichnet werden können, wofern nicht der An- Zeklagke. von dem *I

ält, steh einen seiner Verwandten oder Freunde

der also lautet:

Beistand zu wählen““; wahrers, Minisker-StaatSFSe-cretairs des" Departements der „, sitz und der geistlichen Angelegenheiten; in Betracht, daß d„ Vorschriften Über die Disziplin des Advokatenskandes keine beson- dere Besitmmung über die Ausübung der Advokatur vor der Gerichts- berkett des Pairshxfes enthalten, und daß es im Interesse der Bertl)“, dtgmig und der önentlichen Ordnung angemessenYé, eine Versagxmg 111 dieser Beziehung ,11 treffen, und nach .nhörung Unseres Staatsrat 6, haben Art. 1. F- eder auf die Advokatenlisre eines Gerichtshofes oder eines der Tribunale des Königreichs eingetragene Advokat kann - seinen Diensk vor, dem Pairshofe ausüben. Jedoch können allein die Advokaten bei dem Koni lichen Gerichtöhofe von Paris _ Präsidenten des 204 des Kridminal - Instructions «Kodex, von Amtswegen bc.- wer en. 1, es vor dem Pairshofe berufenen selben Rechte und find hier denselben Pffichten unterworfen, wie vor den “Llysisenhöfen. sident bleiben , in Betreff der Advokaten, mit allen den Befug- nissen bekleidet, die den Assisenhöfen und den Präsidenten dieser dfe zustehen. ollziehung gegenwärtiqer Verordnung beauftragt.“ Dcr Mes- sager bezeichnet diese Verordnung als eine exorbitante Maßregek Heute „früh rerftigte fich, sobald der Monitcur erschienen war, eine große Linzahl Advokaten in den Justiz-Palasi“. Es herrschte eine große Bewegung unter ihnen. sieht zu sepp, daß die diesen Morgen publizirte Verordnungsie zum Xlaidiren verpflichte,

Aus Bayonne vom 271101 0. schreibt man: Seiten her treffen Truppen in Navarra ein; in Pampelotr sind drei Bataillone Und 400 Pferde von Aragonien angelangt, Cordova in Vittoria mit 11 » 5000 Mann. Batailione sind an der Gränze Navarra's eingetro “en. Mina Dies hat, wie man behauptet, den General Val:- dez auf den Gedanken gebracht, sich selbst zu der Operations-At- mee u begeben; er wird in Victoria erwartet.

Öberbefehl übernehmen, so geschähe es keinesweges 171110- fersucht gegen Mina; denn beide sind innige Freunde. Allei zeigt Übrigens an, daß in den insurgirten Provinzen der eviii»?!- dende Augenblick eingetreten isi.“

Im Constitutionnel liesi man: „Wir haben auf aUßW ordentlichem Wege Nachrichten aus Madrid vom 2511010111 ten. Ein „Kabinets-Courier, der in aller Eile nach London?“ gangen ist und den Bericht der Consolidations-Kommisston Ükk das Bridget der Königl. ?(morrésationö-Kasse Überbringt, hat uns

-.

ihm (dem ngeklagten) gewählt oder räsidenten des Assisenhofes die Erlaubniß er- um Rechts-

auf den Bericht Unseres roßfiegejhe,

ir verordnet und verordnen, wie folge:

*öairshofes, gemäß dem Art.

Art. 2. Die ur Leistung ihres Dien-

dvokaccn genießen hierdle-

Art 3. Der Pairshof nnd dessen Pri,-

Art. /1. Unser Großsegel-Bewahrer ist mit der

Sie scheinen nicht derAn-

te in der Conciergeriexbefindlichen Angeschuldigten von Lyon haben das Beispiel der Gefangenen in St. Pelagie befolc und fich geweigert, irgend einen Advokaten anzunehmen, derl- ncn von dem Präjidenten des“ Pairshofes ex 0111010 bezeichnet werden würde.

Herr Pasquier, Präsident der Pairs-Kammec, har gestern Abend die Verordnung unterzeichnet, welche die Eröffnung der Zcrichtlichrn Debatten des April-Prozesses auf den 5. Mai sesl- icizt. Die Arbeiten des provisorischen Saales, der im Palast Luxemburg gebaut wird, werden am Schlusse dieser Woche berni

Herr von Pepronnet schreibt aus seinem Ge ängniß zu an die O.Uotédienne, subskribirt 40 Fr. zu ihrer bemerkt, auch er habe sich schon den großen Fehler zu Schnider kommen lassen, die Dinge bei ihrem Namen und den König von Frankreich bei seinem Titel xu nennen.

Es heißt hier, auch der Türkische Botschafter in London, Nuri Efendi, sey wieder abberufen worden.

Lord Eliot und Oberst Garwood sind gestern auf ihrer Reise nach Spanien mit Depeschen von London hier angelangt.

Heute ist keine Estafette aus London angekommen, und man war über das Resultat der Motion des Lord Russell nochim

trafsumme rm)

„Von allen

Mehrere andere

Sollte Valdez-

die Madrider Zeitungen mitgebracht. Aus dem Etat des WWW“

Ministers geht hervor, daß die auswärtige Spanische Schill“ am 1. Januar 18:15 aus 1,483,664,999 Realer: 34 912111010111 passiver Schuld (Nominal-Kapital) und aus 3,162,835,710RW len Sproc. aktiver Schuld besteht. den wir leider die antigeseßre Schuld von 1831, in Betreff derer! man bessere Bedingungen für die Inhaber zu erhalten glaubte- méc einbegriffcn; der "Summe von 4.322 Millionen Realen Rominal-Kapkkak Eine Madrider Zeitung theilt mit, Oberst Wolde, Engliscykk Kommissar bei der Armee Mina's, habe von Pampelona gescbrl“ ben, daß Lord Fitzroy Sommersec auf die diplomatische Misso verzichtet habe, mit der er für Spanien von seinem Freunde, 0" Herzoge von Wellington, beauftragt worden war.“

-- Heute schloß 5proc. Rente 107. 50. 3proc, 80, 70, 5110“

Reap. 97. 60.

181. Neue Span. Anl. 84; Prämie. Frankfurt a. M., 3. April.

10 1-1. 10 1-4. 4proc. 95„'„ 95-;-.

M;. Bank-Actien 1597. 1595,

In die passwe Schuld in-

sie figurire in der passiven Schuld mil

Ausg. Schul

Oesterr. 5proc. Metal.] Lx-proc. 567. B. lproc. 2-11 Part,-Obl. 140,2, 1401. Loo

5proc. Span. 48. Zproc, 294.

u 100 G. 2124. Br. *1)reuß.Präm.-Sch. 644. Br. do. 411191. nl. 97;. G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 100? 100,1. Pöl p

Loose 70.1. 701. öproc. Span. Rente 47. 464.

27.1. 271.

roc. do. pkk

Redacteur (.'-1111“.

Gedruckt 1-1 11. W. Hayn.

ichmtg des" acaen '

Geießes, und besonders insoweit es si?!) 7) um dié EntkivväerrtftÉän der Advokaten-Liste und 11111 die DiSziplin des Barreau's 3 delt, gesorgt werden““; mir Hinsicht auf das Dekret vom ]4 Dezember 1810 und die Königliche Verordnunq vom 20. No;

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öfen und vor allen Tti-

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mit Hinsicht auf

Allgemeine

, Preußiscbe Staats-Zeitung.

Berlin, Mittwbch den 8ten April

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LUnUicheéKächrichtew

Kronik des Tages.

Des „Königs Majestät haben den bisherigen Ober-Landes, erichts-Rath Frege zu Insterburg als Nati) an das Tribunal ?" Königsberg zu versetzen geruht.

. Im Bezirke der Königl. Regierung

u Minden ist die durch Versetzung des Pfarrers Schäfer nacb Nieheim erledigte Pfarrstelle zu Stable deterscitherigen Pfarrer Johann Stricker zu- Erkcln, ferner die erledigte Pfarrstelle zu Etteln dem bis eragon Pfarrer zu-Thüle,“ Pl):- [jpp Bruns, die erledigte sarrstelle zu Rödinghaujen dein hksherigenPfarrer zu Lerbeck“, Friedrich „ackmann, und die erledigte Pfarrstelle in Peckelsheim dem tce-Kuratus Kauf- mann in Rheda verliehen worden.

Angekommeit: Se. Excellenz der General-Lieutenant und Commandeur der 11th Division, von Block, und

Der General-Major und Qommandeur der 11ten Infante- rje-Brigade, von Lucadou, von Breslau.

Abgereisi: Se. Durchlaucht derGeneral-Major und Com- mandeur der 5ten Division, Prinz George zu HessenxKas- sel, nach Frankfurt a.-d. O.

ZeUungs-NachrichcUr AuSland. '

Frankreich.

Deputirten-Kammcr. Sitzung vom 30. März. ZNachtrag.) Der von Herrn Vivien bea1_1trag_te und von der ommission amendirte 39ste Artikel des Gewkz-Cntwurfes über die Verantwortlichkeit der »Minister ( wie solcher in dieser Siz- zung angenommen wurde) lautet im Wesentlichen also: „Wenn ein Staats-Bcamter eines Verbrechens odcr Vergehens in seinen Amts-Befugniffen beschuldigt wird, so hat der Erste Präiidextt des betreffenden Königl. Gerichtshofes einen seiner Räthe nur der Einleitung einer vorläufigen Untersuchung 11 beauftragen. Dieser kann ein Zeugen-Verhör anstellen , doch ann er den an- geschuldigten Beamten selbst unter keiner Bedingung vorladen.“ Der von demselben Deputirten herrührende 40ste Artikel dagegen etreate eine lebhafte Debatte, insoweit es sich dabei um die Ent- scheideig der Frage handelte, ob die Befugniß, einen Staats- Beamten zu belangen, von der administrativen oder von der richterlichen Behörde ertheilt werden solle. Herr Vivien stimmte für die erste, Herr Dufaure für die zweite Alterna- tive, indem er eine besondere Abfassung in diesem Sinne in Vor- schlag brachte.

In der Silzung vom Zisten wurde (wie bereits erwähnt worden) das eben erwähnte Amendement des Herrn Dufaure, wonach die Entscheidung über die Zulässigkeit einer Klage gegen einen Beamten den Königlichen Gerichtshdfen zustehen sollte, mit 215 gegen 153 Stimmen verworfen. Dasselbe geschah mit einem in demselben Sinne abgefaßten Antrags des Herrn Parant. Hicrnächsi kam ein Amendement des Herrn Daunant zur Be- rathung, das im Wesentlichen also lautete: „Ist die vorläufige gerichtliche Untersuchung beendigt, so wird solche dcm General- Prokurator mitgetheilt, der sie demjenigen Minister zufertigt, un- ter welchem der angeschuldigte Beamte steht. Von diesem '))?o- mente an bleibt jedes gerichtliche Verfahren 3 Monate lang citt- gcstellt. rend dieser Zeit kann der IJTinisier - insofern die Klage einen räfekcen , Unter-Präfektcn, Divisions-Z oder Unter- Divisions-Cotnmandeur betrifft - die Verfügung, die zur Klage Anlaß gegeben, unter seine eigene Verantwortlichkeit nehmen, worauf er sowohl, als der angeschuldigto Beamte, vor den Pairs- hof verwiesen werden können. Betrifft die Klage dagegen jeden andern Beamten, so muß eine Königliche Verordnung zu dessen Belangung vor Gericht extrahirt werden, wobei, in sofern die Belangung nicht gestartet wird, der becrencnde Minister _sich durch seine Kontrasignatur für die. begangene Handlung verant- wortlich macht. Jm entgegengesetzten Falle, oder, wenn immer- alb jener drei Monate gar keine Entscheidung erfolgt, geht der

rozeß seinen gewöhnlichen Gang.“ Herr Guizot erklärte, daß die Regierung diesem Antragc bcipfiichte, worauf Herr Odilon-Barror erwiederte, daß er ihm dies von Herzen gern qlaube, da bei der Annahme jenes Antrages nur noch s:)r die Unter-Beamtcn die Garantie des Staats-Raths bestehen würde, Während alle höhere Beamte sich hinter die Minister verschanzen könnten. „Nach einer mehrtägigen Debatte“, fügte der Redner hinzu, „sind wir jeßt zu dem reinen administrativen Veto,_ zu der absolutesren Willkür, gelangt, unter einer einzigen Bitrg- [ckan die ich jedoch als völlig illusoriscl) betrachte, indem 11? die Not wendigkcic mit sich führt, die großen Staats- kdrper in chvcgung zu setzen und bei der Deputirten- Kammer die Erlaubniß nacbzusuchen, den betreffenden Mi- pisier und seinen Agenten vor dem Pairshofe zu belangen.“ Yuch Herr Mauguin war der Meinung, daß die Verantwort- ltchkrit der Minister nicht allzu oft in Anspruch genommen wer- den dürfe, da sie sonst leicht ganz illusorisch werden könnte. Hr. von Salvandy schlug darauf vor,_ den in dem Amendcmcnt des Herrn Dannant gemachten Unterichied zwischen höheren und niederen Beamten dadurch schwinden zu laffen, daß man ihre gerichtliche Belangung überhaupt von einer Königl. Verordnung gbhängig mache - ein System, bei dessen Annahme in der schon jelzt bestehenden Einrichtung eigentlich gar keine Aenderung be,- wirkt werden würde, da eine solche Königliche Verordnung nur n“ckvorgängiger „Berathung des Staats-Raths zu erfolgen pfie t, mithin dieser lelztere nach wie vor der Richter über die Zuläs ig; keit einer Klage seyn wfirde, Nichtsdestoweniger wxderserzte sich Hr.

“iinister das Recht'verweigern, seine Beamten zu vertreten; wollte man es dennoch thun, so würde die ministerielle Verantwortlichkeit in den Beziehungen der Central; zu den Provinzial-Behörden in Nichts zerfallen, und ein Minister würde alSdann nicht mehr das Recht haben, einem Präfekten zu sagen: „Sie haben diesen meinen Befehl pünktlich zu vollziehen, denn Sie handeln unter meiner Verantwortlichkeic, ich werde Sie vertreten ich werde eventuell Ihre Vertheidigung vor dem Pairshofe 11 ernehmen.“ Herr Odilon-Barrot bestand wiederholt auf der Nothwen- digkeit, die Anklage eines Beamten lediglich von der Entscheidung der gewö nlicl)en Gerichtshdfe abhängig zu machen. Als es end.- lici') zur bftimmtmg kam, wurde zunächst das obige Unter-Amen- dement des Herrn von Salvandy verworfen, Dagegen fiel aber auch der_Antrag des Herrn Daunant, wenn gleich nur mit ge- ringer Stimmen-Mehrheit, durch. Die Sitzung vom 1. April begann mit der monatlichen Erneuerung der Bureaus, Sodann wurde die obige Debatte wieder aufgenommen. Herr Agicr bekämpfte sämmtliche Amen- dements, und trat dann den Anträgen des Herrn Vivien bei, die er in einer neuen Abfassung reproducirte. Herr Odilon- Barrot erklärte sich noch einmal auf das entschiedenste gegen die Annahme jener AnträZk' und suchte die Majorität für f eine Ansicht zu gewinnen. ' ls es endlich zur Abstimmung kam, wurde der obige Vorschlag des Herrn Ligier, der sich von dem Tages zuvor verworfenen Unter-Amendement des Herrn von Salv[?ndy fast gar nicht unterscheidet, angenommen. Er lau- tet a o: - „Art. 40. Ist die vorläufige Untersuchung beendigt, so“ wird das Protokoll derselben sammt der Klage von dem Ge; neral-Prokurator demjenigen Minister abscht'iftlich eingereicht, unter welchem der angeklagte Beamte steht. Von diesem Mo; mente an bleibt jedwedes gerichtliches Verfahren 2 Monate lang eingestellt. Zu dieser Zeit hat eine Königliche Verordnung dar; Über zu entscheiden, ob das gerichtliche Verfahren fortzuseßen sey oder nicht. Dieser Verordnung muß eine Berathung des Staats-Raths vorangehen, und sie selbst muß von dem be- treffenden Minister contrastgnirt seyn. Autorisirt sie den Pro- zeß, oder erfolgt ste nicht innerhalb zweier Monate, so geht das gerichtliche Verfahren seinen gewöhnlichen Gang.“

Die Annahme dieses Artikels erregte lautes Murren unter den Oppofitions-Mitgliedern.

Paris, 1. April. Die Prinzessin Adelaide und der Prinz von Joinville find gestern von Brüssel wieder in Paris ein- getroffen.

Die Pairs-Kammcr gelangte gestern in ihrer Debatte über das I)iuné-zipal-Gcsclz bis zum 2771en Artikel. Einige von den Herren Villemain und Dubouclwge beantragte Amendements wurden verworfen. Heute wird die Bcrachung fortgeseßt.

Sämmtliche Oppofitions-Zournale beschäftigen sich heute mit der gestern im OJToniteur erschienenen Königlichen Verordnung (s. Neueste Nachr. im gestrigen Blatte der St. Ztg.) und grei- fen dieselbe auf das Heftigs'ce an. Im Temps heißt es: „.Diese Verordnung sagt mehr, als man dem Anscheine nach hat sagen Wollen. Sie entzieht den Angeklagten eines der hciligsten Rechte der Vcrtheidigung; sic greift die Unabhängigkeit der Advokaten an, und antwortet durch eine Lüge an das" seit dem Monat August geleistete Versprechen, die freie Ausübung ihres Standes durch ein Gesch zu ordnen. Es handelt sich hier weniger um eine Frage der Geseßlichkcit, als um eine Frage der Moral und der »))?enscblicbkcit. In Ermangelung von Geseßen bedient man sich gcwaltthäciger Waffen. Kann man aber dann noch sagen, daß der Stand des Advokaten unabhängig, und die Verthei- digung des Angeklagten frei sey?“ -- .Der National äu- ßert sich folgendermaßen: „.Die Verordntmg muß als eines

der merkwürdigsten Denkmäler der legislativen Anarchie, in deren Schoß wir leben , betrachtet werden. Wer sollte nicht glauben, wenn er steht, auf welche Unzahl

-von Gesekzen und Dekreten sich jene unglaubliche Verordnung bezieht, daß sie vollkommen logisch und auf eine Masse. gesetzli- cher Bestimmungen gegründet sci)? Dem ist aber durchaus nicht so, und die Gesetze, die man anführt, stehen so wenig mit der Berordtxtmg in Verbindung, daß man gcnd'thigt isi, ihr folgende unerhörte Einleitung zu geben: „„In Betracht, da]“; die Vor- schriften Über die DiSciplitt des Advokatenscandes keine besondere Bestimmung Über die.?[usübung dcr Advokatur vor der Gerichts- barkeit des Pairshofes enthalten, und daß es im Interesse der Ver- thcidigung und der öffentlichen Ordmmg angemessen ist, eine Verfügung in dieser Beziehung zu treffen 11. s. w.““ »- Aber wenn nichts Besonderes ftir den in Rede sehenden Fall feststeht, warum denn Gcsckxe anführen, die keine sind, und von denen man einränmt, das; sie auf die jetzigen Verhältniffe nicht anwend- bar scyen? Und wenn nichts in unseren Gesetzen zu der Ver- ordnung, welche man crlasen hat, ermächtigt, was heißt dann eine Procedur, die sich selbst nach Maßgabe ihrer Bedürfnisse Regeln aufstellt ? und zu welchen Folgerungen kann man in dem April- rozcffe nicht gelangen, sobald mansichder so furchtbar unbestimmten Formel: Zn Betrailrc, daß es angemessen ist, eine “Verfügung zu treffen, bedienen will“.2 - In der Sache selbst umfaßt und entscheidet die Verordnung mit einem unhalt- baren DeSpotismus zwei Fragen von sehr Mrschiedencr Beschaf- fenheit: von der einen Seite die Pfiichren der Advokaten gegen den Pairs'bof, und von der anderen die Rechte des Pairshofes und seines Präsidenten auf den Advokatenstand , und besonders auf den Pariser. Wir fechten hier nicht für den Advokatenskand, wohl aber für das Recht der Angeklagten, das nicht ohne Ge- fahr mit solcher Kühnheit angegriffen werden kann. Die Rechte, die den Assisenhöfcn und ihren Präsidenten zustehen, sind ihnen durch das Straf - Gesetzbuch und durch die Kriminal ; Gerichts- Ordnung zuerkannt worden, und können nicht durch eine bloß ministericllc Verfügung auf Andere Übertragen werden. - Die Fe [er, die chonsequenzen und das Ungeseßliche der in Rede

und sich die einfachsten Begriffe von Menschlichkeit und Gerech- tigkeit zu eigen gemacht hätte, würde gar nicht einmal eine Er- örterung darüber nöthig seyn.“

“Mehrere hiesige Blätter enthalten übereinstimmend Folgende Note: „Die Vorlesung der Verordnung, welche die ldvokaten der Disciplin der Pairs-Kammer unterwirft, hat ge- stern im Zustiz-Palaste eine sehr lebhafte Aufregun? hervorge- bracht; es hatten sich daselbst zahlreiche Gruppen gebi der, in de- nen man die GeseÉlichkeit jenes neuen Reglements erörterte. Aller Welt war es lar daß man die Advokaten durch Andro- hung von Disciplinar-Strafen einschüchtern wolle, und da es kein besseres Mittel da 11 FHS, als sie zu zwingen, den nge- klagten wider deren Wi en eistand zu leisten. Nichtsdesioweniger scheinen alle 1311 0111010 ernannte Advokaten einstimmig entschlossen, sich nicht vor der ministeriellen-Willkür zu beugen, und sich, inmitten jener Gewaltt ätigkeiten der Politik, die Würde ihres Charakters und die Unab ängigkeit ihres Standes unversehrt zu erhalten. -- Der Disciplinar-Ratl), der sich alle Dienstage versammelt, hat fich, nachdem er von der Verordnung Kenntniß genommen, bis zum künftigen Montag vertagt, um fich über den Weg zu bera- then, den die 01; 0111010 ernannten Advokaten einzuschlagen haben.“

Im Journal des Débats liest man Folgendes: „Der Baron Pasquier , Präsident der Pairs-Kammer, an den sich mehrere 0): 01111310 ernannte Advokaten gewandt, und ihm die Weigerung der Gefangenen, ste zu Vertheidigern anzunehmen, gemeldet haben, hat geantwortet, daß der Pairshof gleich bei Er- öffnungen der Debatten über iehre EntschuldigungszGrÜnde be- rathschlagen würde. Die Ange lagten von Lyon, von dem Gra- fen von „Bastard in der Conciergerie befragt, haben die ihnen von Amtswegen gegebener: Vertheidiger an genommen und verlangt, sich unverzüglich mit ihnen zu besprechen.“- Dagegen enthält der National folgende, von gestern datirte, und von 50 Gefangenen unterzeichnete Protestation: „Die Angeklagten von Lyon, St. Etienne und Arbois ,haben erfahren, daß die 93; 0111010 ernannten Advokaten sich hin tchtlich der Lage, in welche se der Präsident des Pairshofes versetzt hat, in VerlegeYeit befänden; ste erklären daher, daß sie sich fortan nur mit den er- theidigern und Rathgebern besprechen werden, welche fie fich ge- wählt haben, oder die von dem Vcrtheidigungs-Comité angenom- men worden find, und ersuchen demnach die 011 01111310 ernann- ten Advokaten, fich nicht zu ihnen zu bemühen.“

Der Temps sagt, daß die Depeschen an den Marschall Maison, die man schon am 13. März unterweges glaubte, erst fünf Tage später wirklich abgegangen seyen. Der Marschall werde Übrigens zwischen dem 15. und 20. April hier erwartet, wenn er auch das Portefeuille des Krieges nicht annehmen ;sollte.

. err Karl Dupin ist gestern durch 39 Stimmen unter 50 um räsidenten der Akademie der Wissenschaften statt des Hrn.

iot, der Kränklichkeits halber diese Stelle niedergelegt hatte, crwä lt worden._

Leopold Robert, der bekannte Französische Maler, 20. ONärz zu Venedig seinem Leben ein Ende gemacht. sache dieses Selbstmordes kennt man noch nicht.

Das gestrige Blatt der „Mode“ ist auf der Post und im Expeditions-Lokal weggenommen worden.

Ein Schreiben aus Toulon vom Llisien 13. M. meldet, daß die Englische Schaluppe „Aristides“, von Rosas (Catalo- nien) kommend, die Nachricht überbracht habe, daß die Ameri- kanische Flotte noch immer bei den Balearischen Inseln vor An- ker liege und die ihr angekündigten Verstärkungen erwarte.

Jm OJToniteur liest man in Bezug auf die Spanischen Angelegenheiten: „In dem Augenblicke, wo Echarri-Araü'az ka- pitulirte, waren. 22,000 Christinos um Pampelona zusammem gezogen. Der größte Theil dieser Truppen ist sofort in das Borunda-Thal gegen Zumalacarreguy geschicht worden. Bei il)- rer Annäherung hatte Zumalacarreguy seine Streitkräfte getheilc und die Richtung nach Estella eingeschlagen; 8000 Nkatm, fü,: die Armee O)?ina's bestimmt, sind in Navarra angekommen. In Vittoria spricht man noch immer von der Ankunft des Kriegs- Ministers.“

Von der Spanischen Gränze wird gemeldet, die Kar- lisien seyen entschlossen, den 29. Mär? als den Geburtstag il)- res Königs, durch einen allgemeinen ? ngriff zu feiern.

In einem hiesigen Blatte liest man: „Wir erfahren in Bezug auf die Unterhandlungen, die zwischen denpcrschiedenen Europäischen Höfen angeknüpft worden, um dem Bürgerkriege in den nördlichen Provinzen Spaniens ein Ende zn machen, daß weder Don Carlos, noch die Königin auch nur irgend etwas von ihrenRechten ausgeben wollen. Der Erstere weigert sich, das Spa- nische Gebiet zu_verlassen, Und das Ministerium Martinez de la Rosa verlangt, Don Carlos solle auf die ihm und seinen Kindern zustehenden Erbfolgerechte verzichten. Mittlerweile nimmt der Btirgerkricg in Navarra täglich einen barbarischeren C arakcer an. Das Schiéksal des Dorfes Lacaroz scheint die Lnglische Regierung veranlaßt zu haben, einen neuen Vermittelungsvcrsttcl) zu ma- chen. Die zwei von ihr abgeschickten Agenten sollen die beiden Parteien dahin u bewegen suchen, das; sie ihren Vct'nichtungskrieg aufgeben und ine Gefangenen menschlicher behandeln. ONan glaubt, daß, im Falle diese Unterhandlungen gelingen sollten, der Ycrzog von Wellington von neuem suchen werde, fich mit dem . abinet der Tuileriecn zu verständigen, um eine gänzliche Paci- fication der Halbinsel herbeizuführen.“

Großbritanien und Irland.

London, 31. März. S_ir Attguskus Foster hac London verlassen, um seine diplomatixchcn Functionen in Turin wieder anzutreten.

Im heutigen Börsenbericht des Sun heißt es: „Der all- gemeine Gegenstand der Unterhaltung in der City und in jedem

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tende Meintrng :“ , daß sie. eine Niederlage erleiden werden, und daß dann-Sw R. Peel sem Amt niederle en, der König aber seine Resignation ntcht annehmen wird. aneß ist dies bis jeßc

|e,enden Verordnung werden aller Welt in die Augen springen.

Guizo t diesem Vorschlage, Mankönne unmöglich, meinte er, einem

Bei einem Volke, welches nur einigen Werth auf seine Gesetze legte

ein bloßes Gerücht, und man muß den Ausgang abwarten.“

Kaffeehause war Leute die Lage der Minister, und die vorwal- ,_