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Benehmen, so wie mit dem Ruf, in Welchem er im Unterhause steht, genauer bekannt sind, daß er in der That eine sehr unbe- demende Figur spielt. Er ist einer von jenen artigen kleinen Männern von geringem Geist, die viel lesen und leicht lernen, in der Welt und in der Literatur bewandert sind und mit nieht wenig Schcin von Weisheit und angemaßtcr Autorität sprthM können, aber bei ihren größten Anstrengungen, sich in Rejpekk zu sehen, doch stets das Gefühl ihrer Geringfügigkeit verrathen. Wenn er beredr isk, verlieren seine glücklichsten Ergießungen durch seinen meist geschwäkYgen AUSdruck, durch seine kindischen Ein- fälle und durch das komische Ansehen, welches er sich dabei giebt, an Wirkung. Er zeigt zuweilen großen Fleiß und sorg- fältige Forschung, aber seine Gelehrsamkeit macht wenig Eindruck auf seine Zuhörer, weil sie durch die Kleinlichkeit, womit er ins Einzelne geht, und durch die alberne Unverschämtheit seiner Be- merkungen ermüdet werden. Oft entlockt er denen, die gerade zu seiner Partei gehören denn er ist ein vielseitiger Mann), ein Lachen durch eine glückli )e Entgegnung oder eine scharfsinnige Sophistcrei, womit er auf die Behauptung einer Thatsache ant- wortet, die er nicht leugnen, oder auf ein Argument, das er nicht widerlegen kann. Dieser Mann kann unmöglich die ganze Siz- zung hindurch Kanzler der Schalzkammer bleiben. C'r werd von den Tories verachtet, und wenn ihn die Whigs auch fiir brauch- bar halten, so haben fie doch keine Achtung vor ihm, wo nicht gar der aristokratische Theil derselben mit dem entgegengeseßten Gefühl auf ihn herabblickc; und daß er sich des Beistandcs und der Unterstülzung des Herrn O'Connell erfreuen sollte, der so oft der Gegenstand seiner niedrigen und insolentcn Angriffe war, können wir nun vollends nicht glauben.“
Es heißt, Herr James Daly, ein persönlicher Freund des Sir Robert Peel und ehemaliger Repräsentant der Grafschaft Galway, werde unter dem Titel Baron Dunsandale zum Jrlän- dischen Pair erhoben werden. Das Diplom zu dieser Ernen- nung soll schon im Jahre 1830 auSgefercigt gewesen seyn, als der Herzog von Wellington plötzlich resignirte.
Der Globe findet keinen Grund zu den Besorgniffen, wclche die Morning Chronicle wegen der Wiedererwählung des Lord John Russell für Devonshire hegt; er versichert nach ein- gezogenen Erkundigungen, daß diese Furcht ganz unnöthig und daß Lord Russell seines Erfolgs“ gewiß sey; zwar dürfte es einen heftigen Kampf geben aber er werde zu Gunsten der Whigs en- digen, denn alle die Mittel, welche die Tories aufhören, und wo- bei auch der Bischof Phillpotts mit seinem geistlichen Beistande helfen müsse , seyen auch schon bei früheren Wahlen von ihnen in Bewegung gcselzt worden, und immer vergeblich.
.Der Globe erklärt die Angabe des Albion, daß Herr Per- rin, den man als den neuen General-Prokurator für Irland be,- zeichnet, ein Katholik sey , für unge ründet und findet in seiner Ernennung eine Bürgschaft für die rledigung einer der hervor- scechendsten Zriändischen und Englischen Beschwerden, nämlich der Verbesserung des jchigen Zustandes der JITunizipa1-Corpora- tionen. Ueberhaupt ist der Globe der ONeinung, daß nichts so vollkommen darauf berechnet seyn könnte , die Mehrheit der Zr- ländisehen Repräsentanten zu versöhnen, als die Ernennung der vier ohen Zrländisctzen „Beamten, des Grafen von Mulgrave zum ordeLieUtenant, des Lord Morpeth zum ersten Secretair, des Serjeanten Perrin um General-Prokurator und des Ser- jeanten O'Loghlen zum eneral-FiSkal.
Aus dem Bericht der Kommission zur Untersuchung des städtischen Corporations-Wesens in England und Wales heben hiesige Blätter als Hauptpunkte Folgendes hervor: „An den meisten Orten haben die städtischen Corporationen und die Einwohner aufgehört,ir end ein emeinsames Interesse zu haben, und vorzüglich da,wo einT eil der or orations-OJZitglicdcr gar nicht mehr in dem Orte selbst wohnt. ährend der größere Theil der achtbaren Bewohner von der städtischen Corporation ausgeschlossen ist, bil- den Arme, Miethcr und Andere, die weder Steuern noch Ab,- gaben zahlen, einen beträchtlichen Theil derselben. Wer nicht die politischen Meinungen der herrschenden Partei theilt, ist von der Munizipal- Verwaltung ausgeschlossen. Die Mu- nizipal ; Angelegenheiten werden mit großem Geheimniß betrieben und den Einwohnern Auskunft darüber verweigert. Es gehören ferner zu den gröbsten Mißbräuchen die Veruntreuun- gen von Corporations-Geldern durch die Mitglieder der Corpo- rationcn und ihre Freunde; die Bestechungen, die Weigerung mancher Corporationen, solche Fonds zum allgemeinen Besten der Gemeinden zu verwenden, und das Bestehen auf ihre Verwendung Wm Vortheil Einzelner; die verkehrte Anwendung der für den
nterricht bestimmten Fonds, wie zu Coventry, wo zwei Lehrer Zährlicl')“700 Pfd. erhielten, während sie nur einen Zögling arten.
Die Hof-Zeitung meldet die Ernennung einer Kommis ion, zu welcher unter Anderen der Marquis von Bure und ord Lowrher gehören um die jeßigen Gesetze und Vorschriften in Betre des Loot en-Wesens zu untersuchen.
inem Gerücht zufolge, soll das große Siegel von Irland einer Kommisfion übergeben werden.
Admiral Napier hat das herrliche Landgut des Herrn J. Walker in Hampshire angekauft.
Der Admiral Sir George Cockburn, der bekanntlich unter dem Peelschen Ministerium zu einem der Lords der Admiralität ernannt war, befand sich , nach den neuesten Nachrichten aus Westindien, am Bord des „President“ in Bermudas , und man wußte nichts Bestimmtes darüber, ob er nach En land zurückkeh- ren würde; er schien noch zu zaubern, um si erst über die Dauer des Ministeriums zu vergewissern.
Gra Amherst beabfichcigt, in Begleitung seines Neffen des Grafen illsborough, und seines Secretairs, des Herrn Oliiot, am 20sten d. auf der neuen Fregatte „Pique“ von 36 Kanonen nach Kanada abzugehen und 8 bis 10 Monate dort zu ver- weilen.
Der zu Kalkutta erscheinende Hurkaru vom 19. Dezember meldet daß Lord William Bentinck bestimmt am 15. März auf dem Kriegsschiff „Curagao“ nach England abgehen werde.
Briefen aus Malta zufolge, waren dort der „George Can- ning“ mit der nach dem Euphrat bestimmten Expedition und das Dampfschiff „Blazer“, welches als Packetboot zwischen Malta und Alexandrien dienen soll, aus England angekommen.
Nachrichten vom Cap bis zum 6. Februar lauten noch gün- stiger, als die früheren , für die Wiederherstellung der Ruhe in dieser Kolonie.
An der Afrikanischen Küste find vier Sklavenschiffe mit bei- nahe 2000 Sklaven aufgebracht worden; auf dem einen waren von 700 Skiaven bereits 300 gestorben.
Aus Rto Janeiro sind mit der „Pandora“ , die 7000 Pfund Contenten an Bord hat, Na richten bis zum 12. Fe- bruar hier eingegangen. Zn Pcrnam uco hatte eine Meuterei in einem Re iment skattgesuyden, weil man demselben nicht die geforderten ationen bewtkltgt hatte; fie wurde zwar bald ge- dämpft, veranlaßte aber emen sehr hitzigen Wortwechsel zwischen
456 dem Statthaéter Carvalho Paez von Andrade und dem Befeh1s; haber des Regiments, Obersten Carneiro Machado Rios.
Nach Berichten aus Buenos Ayres hatte der Finanz- Ausschuß über die Vorschläge der Regierung in Beeren der Zölle, der Vermögenssteuer, der Stempel und der Licenzen far das Jahr 1835 Bericht erstattet. Er empfiehlt die Annahme der drei ersten Vorschläge mix einigen Modificationen. Weizen aus frem- den Häfen, dessen Werth nicht höher als 45 Dollars die Fanega ist, soll einen Zoll von 9 Dollars für die Fanega zaZlen, isi er über 45, aber unter 60 Dollars wertl), so soll der oll 7 Dol- lars und, bei einemWerth von mehr als 60 Dollars, 5 Dollars betragen. Wer falsche Stempel und Licenzen macht, soll mit dem Tode bestraft werden. Ein definitiver Gouverneur des Staats war noch immer nicht ernannt.
»- - London, 14. April. Gestern Abend kündigte Sir Robert Peel dem UnterZause an, er habe vom Könige die Mit- theilung erhalten, daß «e. Majestät sich noch mit der Bildung eines Ministeriums beschäftigen; er ersuchte demnach das Haus, sich bis auf Donnerstag zu vertagen; was denn auch sogleicy be- willigt Ward. Ueber das neue Ministerium indessen weiß man noch nichts weiter mit Gewißheit, als daß Lord Melbourne wie- der das Haupt desselben seyn wird. Graf Grey soll von meh- reren derjenigen, die Lord Melbourne als seine Gehülfen beru- fen hat, aufs dringendske ersucht worden seyn, irgend eine Stelle ohne amtliche Beschäftigung darin zu Übernehmen, es aber aufs entschiedenste abgelehnt, ja seine parlamentarische UnterstzUzung nur unter der Bedingung zugesagt haben, das; weder O'Connell noch Hume Stellen er keiten, und daß keine »))kaßregeln vorge- schlagen würden, wel e die Auflösung der Irländischen Kirche zum Zweck hätten. Auf der anderen Seite soll O'Connell seinen Ansprüchen auf eine Stelle entsagc und seinen Beistand nur un- ter den Bedingungen versprochen haben, daß zwei seiner Freunde, der Eine zum General - FiSkal und der Andere zum Ge- neral ; Prokurator ernannt werde, daß man keinen Vice- König daselbst ohne seine Zustimmun anstelle, und daß zur „Beruhigung Irlands drei besondere Maßregeln vorge1chlagen und von der Regierung unterstützt werden sollen. Die Maß- regeln werden zwar nicht genannt, müssen aber, um O'Connell zu befriedigen, von der Art seyn, daß sie, wenn des Grafen Grey Gesmnungen wirklich mehr mit denen Lord Stanley's, als denen seines eigenen Sohnes, Lord Howick, übereinstimmen, diesen Edel- mann bald zum Gegner der Whigs machen werden. Dies isi eine
offnungen der Tories. Eine andere aber ist, daß Lord John
der *RUFZell und vielleicht noch andere Mitglieder des Unterhauses,
welche wahrscheinlich zu Mitgliedern des neuen Ministeriums berufen worden sind, wie Spring Rice, Ellice, Hobhouse, nicht wieder gewählt werden möchten. Besonders ist dieseHoffnung in Hin- sicht auf den Ersteren sehr stark, und um dieselbe zu verwirklichen, haben sie ihm einen Kandidaten in der Grafschaft Somerset entgegengestellt und eine Subscription eröffnet, wozu L ord Rolle allein 100 Pfd. hergegeben hat. Lord John, welcher letzten Sonnabend eine reiche Wittwe geheirathet hat, wird also sogleich Gelegenheit finden, eine bedeutende Summe los zu werden, wenn ihm nichr die Liberalen von ihrer Seite zu 5?t'ilfe kommen. 8Man sagt, er solle Minister der auswärtigen ngelegenheiten werden, Lord Palmerston dagegen die Kolonieen und Herr Spring Rice die Schaßkammer mit der Leitung des Unterhauses übernehmen. Lord Brougham, heißt es ferner, wird keine Stelle erhalten: ob man ihn, oder ob er sich selbst aus eschlossen, weiß man noch nicht. Auf jeden Fall aber wird er e nen mit dem Ganzen nicht har- monirenden Theil des Ministeriums bilden, wenn dasselbe wirk- lich zu Stande kommt und nicht, wie die Tories es sich ver- sprechen, gleich nach Ostern wieder resigniren muß, sobald es fin- der, daß seine wichti sten Mitglieder keinen Sitz im Unterhause bekommen können. 11 einem solchen Falle jedoch erwartet man, daß Sie Robert Peel sich mit mehr liberalen Kollegen umgeben werde, wenn dies anders thunlick) ist, so lange das Jrländische Kirchenwesen noch nicht geordnet isi. Ueberhaupt sind die Verhältnisse in diesem Augenblicke so verwirrt, daß sich auf nichts mit irgend einer Gewißheit um voraus rech; nen läßt, besonders da bei dem so Jeftig aufgeregten Parteigeisc selbst die Thatsachen, worauf man sonst seine .Be- rechnunY gründen könnte, entstellt und mit frecher Stirn täglich die grö sien Unwahrheiten verbreitet werden. Inzwischen erhal- ten der König und Sir Robert Peel noch täglich Adressen, welche das Verfahren des Leßtercn auf's Höchste billigen und ihn bitten, auszuharren, da der Uebergang der Regierung in die ände der Opposition die größte Gefahr bringen würde. Diese ewcgun- gen unter den Tories haben zwar im Allgemeinen wenig Gegen- wirkung bei den sich sicher dünkenden Libera1cn erweckt; doch wo solche aufgeregt wurde, hat sie sich kräftig erwiesen, wie z. B. L: Edinburg, von welcher Stadt eine die Beschlüsse des Lord Czobn Russell billigende Bittschrift an's Unterhaus gelangt ist, welche nicht Weniger als 13,000 Unterschriften haben soll. Er- wägt man freilich, welchergeskalt die Unterschriften für dergleichen Dokumente gewöhnlich erlangt werden, so beweist hier die Menge nichts, welche nur weiß, daß es sich um die Unterstüszung einer oder einer anderen Partei handelt, und in Gottes Namen unterschreibt, ohne zu wissen was. Aber alsdann müßte nur auch die andere Partei nicht auf die Menge der Adressen selbst pochen; denn in jedem Dorfe, wo es einen Geistlichen, ein Paar Notarien und einige GutSpächter giebt, finden sich auch mehrere Tories; und diese haben dann nichts Anderes zu thun, als ihre Gesinnungen auf ein Stück Per ament zu schreiben und sol- ches von allen ihren Freunden, ngehörigen und Untergebenen unterzeichnen zu lassen; auf diese Weise ist eine Adresse fertig. Aber eben so wenig wie es u leugnen ist, daß der große Haufe Reformen verlangt, wie sie aum von den Whigs und gar nicht von den Tories zu erwarten ind, so ist es auch gewiß, daß bei weitem der größte Theil der ornehmen, Reichen und Gebilde- ten, das heißt des Adels, der Gutsherren, Fabrikanten und Kauf- leute, der Geistlichen, Rechtsgelehrten, Aerzte und Wundärzte, wenn sie auch nicht allen Reformen entgegen sind, sich doch vor der Herrschaft der Whigs fürchten , weil dieselben, - gleichviel ob ungern oder gern - sich zu sehr vom Volke beherrschen las- sen. Hier?: kommen dann noch die alten protestantischen Vor- urtheile, weche sich bei manchen, besonders auf dem Lande, bis zur Furcht vor erneuerten anuifitionen und Auto da fé's stei- ern, welchen O'Connell als der große papiskische Popanz vor ' ugen steht, der, wie sie sich überreden, nicht eher ruhen wird, als bis er beide Inseln wieder katholisch gemacht. Alles dieses giebt den Tories eine große moralische Kraft, welche den Whigs abgeht; und um diese noch zu vermehren, hat Peel weislich, während der kurzen Zeit seines Amtes, mehrere Gelehrte in der Kirche befördert, mehreren gelehrten Laien, welchen die Whigs aus blinder Sparsamkeit ihre Iahrgelder entzogen hatten, diesel- ben zurückerstattet, und Anderen Pensionen bewilligt, die derglei- chen vorher nicht genossen. Unter diesen Umständen glaube ich nicht, daß die Whigs lange am Ruder bleiben können; besonders
wenn die Zwistigkeiten in Irland nur erst beigelegt sind; und
. . . . - 't einem Arm um“ [un en ielt i r dreiä ri er sehr est es" den Tories und ihrem Anhang darum zu thuU, dsf: 13" Must mt 'ch g h * h ] h g
be Joseph, die drei Töchter der Katharina Wohlfart, Su-
unvermeidlichen Reformen selbst zu bewirken, daß ich, aus Man: e 23, Josepha 21, und Nothburg Zangerl 1.7 ZaKre alt.
chen Aeußerungen schließend, an die Pngichkeit zu glauben an-
fange, daß sie die Gleichstellung beider Religionen in ZW ' -' . - , So hör.“ ich neulich in
einer Gewllschafc von einem vornehmen Tory die merkwürdigen o b findet Worte: „Ich halte es sogar für möglich, daß England ohne“, ' e gend eine Staatskirche groß und mächtig eskehe, wenn nur der Uebergang allmälig und auf geseßlichem Wege stattfindet,
endlich auf sich "selbst nehmen könnten.
„ez erstem. Personen wurden gerettet, die übrigen a er todt der Lawine oder dem Schurke hervorgezogen. Joseph
angecl lag über 8 Stunden unter der Lawine, sich bisher ohne nachtheilége Folgen für sein und seine GeYndheit; Maria Katharina Mattle t aber über 14 age Bett und Zimmer hüten; Ka- Zina Wohlfart liegt noch schwer danieder und ist nicht außer
und Eigenthüm und persönliche Rechte Uichk darüber angetasiec 1ahk/ weil sie, obon nicht tief in der Lawine ver-
wcrden!“ Niederlande. Aus dem Haag, 16. April.
In der gestrigen Siku
der zweiten Kammer gingen unter Anderm zwei Schristewvjokg Libri Bagnano ein, die eine als Rechtferti ung gegen Verleum- dungen, die andere die Industrie in Ho and betreffend. Die Petitions-Kommisfion erstattete Bericht über eine neue Be- '
t am Unterleibe starke erleßungen erhalten hatte; auch mag Schmerz Über den Verlust ihrer drei Töchter ihre Wieder- esung bedeutend verzögern. Die nächsten neun Nachbarn sind, ck das Krachen und Tosen des Lawinensturzes vom Schlafe n fgeschrcckt, unverzüglich zur Hülfe und Rettung herbeigeeilt,
ei ene LebeUSgefahr nicht achtend,“ in welcher fie, theils d_urch „Ückgeschwellten zu einem See gewordenen Trijana- theils durch das Drohen eines neuen Lawinenskurzes
schwerdeschrist des Obersten Gustafsson 999?" die Staaks-Cou- waten; die bei der Kirche von Galthür und deren Umgebung rant. Die Kammer ging darüber, als uncompetent, zur Tages: "xerntek wohnenden Thal-Bewohner aber konnten, obwohl durch
Ordnung.
Versammlung vertagte sich auf unbestimmte Zeit.
Seit einiger Zeit sind hier beschnittene Seeländische Spe- ciesthaler in Circulation, die einen bedeutend FrinY-ren Werth 's i inzwis en
der Polizei bereits gelungen, den Personen auf die Spm-chu
- , „ : ten, und es dürfte dieiem Gewerbe sonacl) schon ein Ziel geseßY
haben als der, zu dem sie ausgeprägt smd. kommen, welche sich mit dem Beschneiden der Thaler beschäst seyn.
B e l g i e n. Brüssel, 16. April.
von Antwerpen besichtigt.
Der feierliche Tauftag des neugebornen Prinzen ist noch
Petitionen von Kaufleuten, um Freiheit des Kom, handels, und von Landbauern (in Gröningen) um höherexb, gaben von fremdem Getraide, wurden zu den Akten gelegt. Die
Der General Graf Esterhazy wird morgen nach London abreisen. Heute hat derselbe die Citadel];
Sturmglocke von dem Unglück in Kenntniß geselzt und zur tmng gerufen, erst um „halb 8 Uhr früh quf der Unglücks,- -,xxeeintreffcn, denn der tiefe Schnee, das immer anhaltende chneien mit dem heftigsten Sturmwmde und finsterem Schnee- |dber machten die schnelle Verständigung eben so unmöglich, .die Ankunft der aufgeforderten Retter beschwerlich und durch eaugenscheinlich yon allen Seiten drohenden Lawinen gefährlich. nter den gleich 111 .der Nacht angekommenen Nachbarn haben chvorzüglich Christian C'ttcr und Joseph Peter Walter durch ermüdete Thätzgkeit und kalte Unerschroekenheit ausgezeichnet; r Leister? hat sogar, um die unter der Lawine Verunglückten jt etwa durch emen Hieb zu verlejzen, die Werkzeuge on sich gelegt, Schnee-und Trümmer mit bloßen Hän- n weggescl)arrr, _und sich auf diese Weise Hände und ägel wund gearbeitet; sie waren aber auch mit ihren Ge- [][er so glücklich, in der Nacht noch die erste und zweite erson zu retten. Herzbrechend war während der Rettungs-
nicht bestimmt; diese Ceremonie wird, wie man glaubt, gegen rbeit das hörbare Jammergescl)rei der in der Lawine begrabe-
Ende dieses Monats stattfinden.
D 6: n e m a r k. Kopenhagen, 17. April.
Ein Königlicher Armee-Beseh vom 23|en v. M. enthält die näheren Bestimmungen über Zeit
cn Maria Katharina Mattie, der Josepha und Susanna Zan- erl,1velche beide Leßtern, wie schon bemerke, aller Anstrengung „geachtet, nicht gerettet werden konnten. Der Schaden an Ge- äuden, Vieh-, Futeer-, und Mobiliarscand, dann an Kleidungs- cken, Wäsche und Lebens - Bedürfnissen aller Art wurde sehr
und Ort der diesjährigen Truppen-Exercitien, sowohl in den Her.- äßjg geschälzt„erl)ielt aber dennoch einen Anschlag von 2203
ogthümern als auf Seeland und auf Fühnen nebst Jütland. [. Reichs-Währung.
Schmerzlicher als dieser für arme Thal;
ei Rendsburg wird in der dritten Woche des Juni und bxi bewohner im höchsten Punkte von Pakznaun immer empfindliche
Kopenhagen Ende Septembers und Anfang Oktobers eine Trup- „msk aller
pen-Vereinigung stattfinden,
Se. Majestät haben den Kaiserl. Oesterreichischen Kammer-
Fabseligßeiten, 111 füt" den ZOseph Anton Zangerl er plölzlichs ' erlusc 1etner 31 Jahre alten geliebten Gattin und einer eben so lieben gesunden zwei Kinder, und für die betrübte
herrn Grafen Esterhazy zum Commandeur des Dancbrogs und :utter Katharina Wohlfart der ihrer drei Töchter, WEU)? si“?-
den Kaiserlichen Kammer Ordens vierter Klasse ernannt.
errn Grafen Zichy zum Ritter deffelben itihrer Hände Arbeit im Hause und auf dem Felde unter,-
üßten und so ihren Unterhalt sicherten. Diese Verunglückten,
Der General-Major Baron von Löwenstern ist mit dem nd vorzüglich die beiden letztgenannten, nehmen das Mitleid
Dampfboote „Dronning Maria“ über Stettin nach Wien ab,- gereist, um die Kondolenzen so wie die Glückwünsche Sr. Mm“.
nd die Wohlthäcigkeit ihrer OJTitmenschn um so mehr in An,- pruch, als“ dieselben, ihres Obdaches, ihrer Kleidungen und Le-
des Königs an den Kaiser Ferdinand [„ so wie die Antworten ensbedürfnisse, ihres Viehx, Futter- und Mobiliarsiandes in auf die durch den Grafen Esterhazy überbrachten Schreibenzu inem Augenblicke beraubt, nun dem größten Nothstande aus.-
Überhängen. iesige Blätter geben nach einem Sreiben aus St.
mas olgenden Bericht über eine von Seiten der Britischen
fortsetzte und mit dem Postsacke bei den größeren Englischen und Französischen Inseln [andere und zuletzt in dem afen von St. Thomas ankerte, wo es 8 Tage liegen blieb, um 4 riefeuni Depeschen von den Westindischen Inseln und Süd-Amerika nach Europa mitzunehmen, die während dessen in den Postböten der Englischen Regierung von St. Thomas gesandt worden warn)- Ze 1 machen dagegen alle Paketböte diese leßte Tour bti na St. Thomas, während die Postsäcke in Dampfschiffe! von Barbadoes nach Jamaika gebracht werden, welche naa? einem Aufenthalte von einigen Tagen, um Beantworte!- gen nach Europa mitzunehmen, nach St. Thomas segeln W die Postsacke an das daselbst wartende Paketboot abliefernHLW
durch wird sowohl eine leichte und an enehme Communicasxon , zwischcn den Westindischen Inseln errei t, als auch, daß Priest _
einmal monatlich mstdlk- Gründe hat, andere anzunehmen, und das sehr gut weiß, wie aketböten von Westindien nach Europa versandt wurden, kmeZettung, ohne offiziell zu seyn, sich doch zu einem offiziösen Or,- Die Englische Regierung “Lat in dieser Abßch19anemachenkanw Wenn der MoniceurOrtoman das wäre, als
nun weimal, während sie früher nur sen “11
abgehen können. “ zwei Königl. Dampfschiffe von bedeutender rast, „the Flamer und „the Spitfire“, außer einem dritten als Reserve, „theCo“ lumbia“, abgesandt, von welchen das erstgenannte den 16.-Fek- zu St. Thomas ankam. Daß dieses Arrangement vorzüglich?"1 genehm und vortheilhaft für unsere Insel ist, sieYc man 1211)! ein, und erfreulich ist es, daß die Lage dieser Däni chen Kolonie so günstig ist, daß die Englische Regierung kein Bedenken gik“- gen hat, dieselbe als Central; oder VereinigungSpunkt jederihk“ eigenen Besitzungen vorzuziehen.
Oesterreich.
Der Bote von Tyrol giebt folgende nähere Nack)“ "1 über das durch eine von der Höhe Vergiel herab auf den [er Znnertschafein, der Gemeinde Galthür, verbreitete UUIW einer Staub-Lawine: „Diese Unglück und Verderben bringen Staub-Lawine stieß sich von der Berghöhe Vergiel um 1 ' nach OJTitternachc mit solcher Schnelle und Gewalt auf die Wo und Futtergebäude der Eigenthümer Joseph Anton Zangerl, , tharina Wohlfart, Joseph Ottle und Joseph Peter Wallnex "'“ der, daß jene in einem Augenblick ?ertrümmert und mtt d“ Schneemasse mitten in den Trisanatha bach geworfen, die Tk mer der Gebäude aöer so herumgeschleuderc und zerstreut wa daß ihr Anblick? ganz jenem einer in die Luft gesprengten P" vermähle ähnlich sah. Neun Personen waren unter der aw und dem Sturze der Gebäude begraben, und zwar, wie Ie“ mitten im reißenden Thalbache , welcher durch die MUMM halten , bald einen See bildete, und das Un [ckck und die * tung der Verunglückten noch erschwerte. Die ver?chütteten Pexso" waren: oseph Anton Zangerl, Katharina Wohlfart, Maxtas. tharina Nattle, dann die Gattin des Erstern, Crescenzxßal " ner mit ihrem 8 Wochen alten Säuglinge, den sie noch m'
e; gierung getroffene Veranstaltung zu einer für die Dänisch-Mx indischenZnseln vorrveilhaften, bedeutend vermehrten und erleicb . terten Communication zwischen Europa und Westindien, und zwischen mehreren Westindischen Inseln unter einander. Bisher gingen nämlich zwei Paketbdte (Regierungsschiffe, die von See- Offi ieren kommandirt werden) monatlich von Falmouth, das eine im Zlnfange, das andere in der Mitte jeden Monats, bloß der Briefbefdrderung wegen,ab, wovon das eine,nachdem es Barbadoes, St. Vincent und Granada angelaufen war, seine Tour nach Jamaik- fortsetzte und darauf nach England zurückkehrte; wogegen dai andere von Barbad-oeslängs der Leewards-Znseln seinen Court
9 erhalten habe. Die A
eseßt sind.“ T 11 r k e i.
Konstantinopel, 28. TNärz. Der “Moniteur Otto- an 12611)de folgende C'rwrederung auf einige früher mitqetheilte vemerkungen über die Stellung desselben zu der Türkischen Zei- ung: „Der Moniteur Ottoman ist ebensowohl in Französi- cher Sprache das offizielle „Black der hohen Pforte, als das in Ürkiseher Sprache erscheinende. Der einzige Unterschied zwi- chen beiden Blättern ist, daß leßteres nur Bekanntmachungen er Regierung enthält, während ersteres aus einem offiziellen nd einem nicht offiziellen Theile besteht. Diesen lcßteren ann man, wenn man will, als einen bloßen Privat- harakter an sich tragend betrachten, und der Ort, wo er sich findet, giebt ihm aUcl) keinen anderen; es hängt dies ondem Werthe ab, den der Leser ihm beilegen will. In jedem offiziellen, in zwei Abtheilungen zerfallenden Journal beschränkt s1ch diejenige, welche öffentlich als offiziell angekündigt ist, npthwendig auf eine bloße Mitcheilung der Verfügungen der Re,- gnrung. Die Diskussion isi in den zweiten Theil verwiesen, lind da beginnt die Initiative der Redaction, der die Regierung eme Preise anvertraut hat, um sie zu vertheidigen, wenn man 112 gngreist. Aber auch dort findet sich, wenn die Reduction ihre Pfixcht kennt und sie mir der ndthigen Einsicht erfüllt, derselbe Geist wieder, welcher jene Mittheilungen charakterisirt, und der- selbe Gedanke, der in jenen herrscht. Diese Ansichten über den Werth dessen, was ei11 offizielles Journal mictheilt, sind aller Welt bekannt, mit AUSnahme eines gewissen Blattes , das seine
was man ihn bezeichnet hat, nämlich ein bloßes Privat-Unternehmen des Redacteurs, so würden es gewisse Europäische Zeitungen we- mZerbequem haben in der zu oft gemißbrauchten Ausbeute der bTürkcschen Nachrichten, deren PTonopol sie besilzen; sie würden ald gendthigt werden, -gerechter zu seyn, oder die Interessen, denen see dienen, würden zu Tage kommen. Unser Stillschwei- gen bei mehr als einer Gelegenheit war nur die Folge des Cha- rakters,'den der M'oniteur angenommen, der nicht das Blatt ei- nes Prtvatmannes, sondern das der Regierung ist. Die Redac; tion desselben ist, mehr noch als die aller anderen amtlichen Jour- nale, em Überaus diskretes Geschäft und, wir dürfen es wohl sa M, ein sehr schwieriges Werk. Man sollte sich nicht so viele fck he geben, uns fur rmsere Arbeiten Freunde in Pera zuzuge- d en. Diese Angabe ist durchaus übelwollend, weil wir außer em uns angewiesenen Kreise weder Mitarbeiter suchen dürfen, noch können. Der Freund von Pera, welcher dem oben gemein-
„kM Blatte solche ONittheilungen gemacht hat , ist freilich zu be-
kannt, als daß er es für nöthig hätte befinden sollen, mit mehr ekhalt gegen uns zu Werke zu gehen.“ *)
-U__ 2
. *) Der Redacteur dcs Moniteur Ottoman i un reiti in "enterttjl Irrthume, wenn er JLUUW daß die Allgemeisxjte Zsteitugng, Mm „Welche der obige Art kel gerichtet isi, die von ihm widerlegten - e.kungen in Bezugllauf semeni amtlichhent Chdcxrkikter aus Pera
„gem. Ze tung ate ee Bemer un en 1,1111m11elhr aus der Preußischen StaatI-Zeikung geschövft, wclckde 2a- teur Ototß einem gegen Griechenland gerichteten Artikel des Moni- Bei VeroWn seinen anscheinend offiziellen Charakter nehmen wonte. Wekajig Z chung des Moniteurs mit der Türkischen Tekwimi eigtebt fich übrtgens sehr bald, das; der Erstere allerdings
im . übecrvtéus der Lestern, dre Letztere aber niemals aus dem Ersiern
?“ *. 457;
Am 18. Februar begab sich der Sultan mit einem zahlrei- chen Gefolge von Palast- und Civil-Beamten nach dem Hospital Top-Taschi in Scutari. Se. Hoheit besuchte alle Säle, besich- tigte die Kleidung, welche die Kranken bei Tage und bei Nacht erhalten, die Leben'Smittel, die zur Bereitung der Speisen die- nenden Geräthschaften, die in der Apotheke des Hospitals berei- xeteten Medikamente. Dies Alles war seit kurzem erneuert und m_ der besten Ordnung. Der Sultan gab wiederholt seine Zu- friedenheit zu erkennen mit Allem, was er in dieser schönen n- stalt sah, die in der That ein Muster einer guten Einrichtung ist und-unter der Leitung eines von Achmet Pascha erwählten Europäischen Arztes sieht. Se. Hoheit ließ, ehe er das Gebäude verließ, Geschenke an die Kranken und ihre Wärter auStheilen.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
New-York, 17. März. Der Courrier des Etats- Unis sagt in Bezug auf die (schon erwähnte) Schließung des „Kongresses und die Annahme des von Adams gemachten Vor- schlages: „Wir erlauben uns keine Bemerkung Über diese Ent- scheidung der Kammer, wodurch sie sich vorweg für die Zukunft bindet, den Unterhandlungen die Thür schließt und sich in einen Hohlweg ohne Hinterrhüre postirc hat, im Falle das Entschädi- gungsgeselz noch nicht von den Französischen Deputirten ange- nommen wäre. Wenn die Nachricht von dem SenaW-Bcschlusse nicht die Annahme bewirken konnte, so wird die Bekanntmachung der Briefe des Herrn Livingston und diese leizce Entscheidung der Kammer gewiß nicht dies Resultat hervorbringen.“
Inland.
Berlin, 22. April. Der Gründungstag der Stadt Rom, zugleich der Stiftungscag des unter dem Schulze Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen seit 1829 zu Rom bestehenden Instituts für archäologische Korrespondenz, ward am 21. April d. J. auch hiesigen Ortes in auserwähltem Kreise von Freunden und Verehrern Roms und der gedachten Germanisch- Rdmischen Stiftung feierlich begangen. Herr Professor (35er- hard, welcher in Verein mit den ebenfalls hier anwesenden di- rigirenden Mitgliedern des Instituts (den Herren Böckh, Pa- nofka und Rauch), so wie durch ein besonderes Programm *) Y)? dieser Festlichkeit eingeladen hatte, legte der Versammlung eine
eihe von Zeichnungen so wie Probedrücke nac!) auserlesenen Denk- mälern neuester Entdeckung vor, welche theils den für das [an,- fende Jahr fast vollendeten Denkmäler-Hefcen des archäologischen Instituts, theils den vom Berichterstatter neuerdings in Italien veranstalteten Sammlungen angehören. Nächstdem trug Herr Geheime Rath Böck!) einen Aufsalz über die Selinuntischen Metopen vor, welchen Herr Hofrath Hirt, durch Unpäßlichkeic selbst zu erscheinen verhindert, als Beitrag zu den literarischen Elementen der Gedächtnißfeier Roms vergünstigt hatte. Herr Professor L evezow gab ausführliche Erläuterungen über eine volcentische Schale des Königl. Museums, welche die Liebe des Peleus zur Thetis im Augenblicke der Ucberwältigung darstellt. Herr ])1'. Panoska, dirigirender Secrecair des Instituts zu Paris, legte der Versammlung als Gastgeschenk seines hiesigen Aufenthalts seine Ansichten über ein anderes ähnliches Monument der Königl. Vasen-Sammlung vor, in welchem der Mythos von Theseus und Skiron bildlich erscheint, und schloß mic vergleichen- der Hinweisung, einerseits auf Eos und Skiron als Mittelbilder zweier zugleich gefundener volcencischer Schalen, andererseits auf Gruypen derselben Vorsteklung in der „Königl. Halle zu Athen. Endlich verknüpfte Herr Professor Tölken die Erläuterung Rö- mischer Apotheosen ( des großen Cameo der Königl. Gemmen- Sammlung und des Beuthschen Onyx-Gefäßes derselben Samm- lung,) mit den zunächst liegenden Beziehungen auf die Gedächt- nißfeicr des Tages , welche mit einem frohen INahlc beschlossen wurde.
- Zn Mettingen (Reg. Bez. Münster) giebt sich unter den Bekennern beider Confessionen ein recht erfreulicher Gemein- sinn kund. Kaum war dort die sehr ergiebige Kollekte für das dasige neue katholische Schulhaus bcendigt, als auch der Neu,- bau des evangelischen Pfarrhauses als ein dringendes Bedürf- niß erkannt wurde. Sofort erboten sich nun die Katholischen zur unentgeltlichen Anfuhr von Steinen und wetteifern darin mit den Evangelischen, so daß sogar die Anerbietungen einzelner, in benachbarten Kommunen wohnender Eingesenen, wenn aUcl) dankend anerkannt, haben abgelehnt werden müssen. _ Die Dorf-Gemeinde zu Gimpte, unddie angränzenden, den Got- tesdienst daselbst besuchenden Bauerschaften haben zum nothwen- digen Neubau ihrer Kirche an freiwilligen Beiträgen die Summe von 1220 Rchlr. snbscribirt.
- Nachrichten aus dem Mindenschen zufolge, erhält sick) dort die erwünschte Konjunktur für den Garn- und Leinwand- Handel; Nachfrage und Preise bleiben zufriedenskellend, wobei nur zunehmender »))?angel und Theuerung des rohen Flachses zu beklagen ist. Durch die in dem Landtags-Abschiede für die zum 4ten Provinzial-Landtage versammelt gewesenen Stände der Pro- vinz Westphalen von des Königs Majestät Allergnädigst bewil- ligte „Beihü'lfe aus öffentlichen Kaffen wird nun eine Vermehrung der so höchst nützlichenSpinnschulen möglich, und nach der näch- sten Fkacl)s-Aerndte stattfinden. Auf die Legge in Bielefeld wur- den im ONärz d. J. 4941 Stück feine Leinewand zu 60 Ellen gebracht, und auf den Loggen des Kreises Lübbecke wurden 76,565 Ellen grober Leinwand für 10,100 Rthlr. verkauft. In den neu- entstandenen Fabrik-Anlagen verdient eine große Bleich-Anstalt gerechnet zu werden, mit deren Einrichtung der thätige Fabrik- Unternel)mer Wahrendorf zu Hoexter beschäftigt ist. - Mén- der günstig lauten die Nachrichten über die Eisen-Production. Dic Altenbeckcner Eisenhütte muß leider ihre “Früher sehr ausge- breitete und für die Umgegend wohlthätige abrication immer mehr beschränken; “Mangel an Eisenerz und die erschwerte Förde- rung desselben machen es ihr unmöglich, die Konkurrenz des frem- den Eisens zu überwinden.
- Im Regierungs-Bezirk Arnsberg hat sich bei der Auf- nahme der Bevölkerung am Schlusse des vorigen Ja res eine Seelenzahl von 484,588 Personen ergeben. Jm Za re 1834 sind 18,523 Kinder (9466 Knaben und 9057 Mädchen) geboren und 12,527 Menschen gestorben, so daß sich im Laufe desselben die Bevölkerung um 5996 Seelen gehoben hat. Unter den Ge,- burten waren 175 Zwillings- und 2 Drillings-Geburten. .Bei den Zwillings-Geburcen ist ein sehr merkwürdiger Fall vorgekom- men: ZU Wickede hat nämlich die Frau eines Landwirths zum drittenmale Zwillinge, und zwar 2 Mädchen geboren, nach- dem sie das erstemal von 2 Knaben, und das zweitemal von 1 Knaben und 1 Mädchen entbunden wvrden. Die Kinder le- ben alle noch, und haben nicht einmal einer Amme bedurft.
*) Jason des Drachen Beuie. Ein Programm des archäologi- schen Instituts in Rom, zur Feeerxdes “21- April. Von ])r. Eduard Gerhard ck Mit 1 Kupfertafel. Berlin, 1835. 4. 12 S.
Auch die MW“ und zwei Schwestern dieser Frau haben wie- derholt ZwUlnge eboren. "- Die Zahl der unehelich Gebornen zu den ehelich Geornen stellt sich durchschnittlich wie 1 zu 161, am ungünstigften im Kreise Wittgenstein, nämlich wie 1 zu 5. »- Von den Gestorbenen erreichten 23 Männer und 24 Frauen ein Alter von 90 Jahren und darüber: _ Getraut wurden im ver- flossenen Jahre 4856 Ehepaare_
. - Die Kommune Querfurt im Regierun s-Bezirk Mer- seburg hat das ehr gehörig gewesene sogenannte athsholz, circa 40 Morgen haltend, nebst Grund und Boden für 1400 Rthlr. verkauft und den Erlös zur Tilgung der Stadchchulden ver,-
WLUÖU. ----.-__._.
Königliches Schauspiel.
Unser Vorsatz, nur die wichtigsien Rollen des errn Sendel-
mann unserer Beachtung in diesen Blättern zu uZerwerfen/schei-
tert an seinem Talent, das alle wichtig macht. Der Advokat
Wellenberger in Jffland's„Advokaten“ und der alte Klings-
berg tn Koßebue's „beiden Klingsbergen“ gehören nach einer ge-
wrffen Rangordnung keinesweges zu den Theater-Puiffancen, und
Wenn sie _es einmal vor dreißig und vierzig Jahren gewesen find,
gegenwärttg „kennt man sie und ihr Reich kaum mehr. Indeß wenn auch tbr Reick) vergessen wäre; Menschen, wie Weüenberger und der alte Klmgßberg, gehen nicht aus; denn hoffentlich wird es kei- ner Zett_an emem so redlichcn, unbeugsamen Sachwalter der Ge- rechtigkeit, wie “Wellenberger, und wahrscheinlich auch niemals der vornehmen Societät an einem grauen Amor, wie Klingsberg, fehlen; wer üch selbst zum Besten haben kann, ist daruxn keiner 0011 den Schlechten; Iffiandis und Koyebue's Worte smd, um beide kennbar zu machen, nicht eben nöthig; wohl aber bedarfes, wenn beide auf dte Bühne treten soUen, eines Schauspielers, wie Herr Seydelmann es ist, damit Jedermann gleich sagen kann: das smd Bilder nach_dem Leben, frappant getroffene Portraits in ihrem Wesen _und m ihren Eigenheiten, und wohl zu merken, die Ei, gcnbetten müffen zwar nicht zur Karrikatur verzerrt, aber noch n_)e1t _wemger verwischt werden; sie eben smd es, die der Alltäglichkett und Gewöhnlichkcit solcher Personen der wirklichen Welt erst das Recht geben, auch in der Kunsiwelt aufzutreten, das Recht und -„den Reiz., Herr Seydelmann hat, gleich einem geistretchen Portratt-Maler, slch n1cht begnügt, die bloße äußere Aehn- ltchkext zu geben, sondern auch eine Idee des Charakters; und dies eben csi es, warum mtmische Darsteüungen dieser Art zu aller Zcic verstanden und anerkannt, werden müssen. Eines Zuges nur wollen wir erwähnen, zum Beweise, wee scher und doch zugleich wie frei, oder richti, er zu sagen, epenjdarum der Mann in seiner Kunst isi. Dch alte lingsberg ist m emem ztcmltcl) ernülichen Gespräch mit sei- nen Umgebungen begriffen; da schlüpft em hübsches junges Framu- ztmmer unversehens herein; man muß es gesehen haben, wie vm;- sclmell der alte unerschütierlfche Frauenfreupd und Dienümann, seiner Natur getreu, seine Brekle nach diesem thsiern Wendete, aber doch darüber die Tramontane nicht verlor. - Wie kontraüercnd nut den eben gedachten Rollen Nathan der Weise isi, wird hoffentlecl) keiner Bemerkunég bedürfen, aber eben so wenig wird man auch hier nur Ein Wort aber das Werk selbst yerlangen, ein Werk„ das e_n Berlin seit dreiunddreißig Jahren aua) den Zuschauer ansprecbt/Qwee sensi nur den Leser, ohne daß er jemals, zu der Frage gedrangt wcrd, ob es für die Bühne besiimmt ser), eme Frage, die den Theo- retikern bekanntlich viel Kopfbrecbens verursacht hat. Getrag, „dee bochbetagte weise Nathan, jüdischer Herkunft, und daher tn sexxier Lebensweise diesem Glauben treu, aber in seinen Gedanken über 1,021 hinaus,chgefühlvoll, wie es der beste Meysel) nur seyn kann, und mr Ausdru seiner Gefühle, wie in tbrer inneren Wärme rind _Gluth, ganz der Sohn des Orients, hat in allen diesen Etgen;chaftcn an Herrn Seydelmann eincn Dolmetscher und Daxsieller gefun- den, der vieUcicht gerade darum um so siärker wirkte, als das Idiom uns anfangs fremd schien, aber dann auch met der Mack» die dem Fremden niemals fehlt, wentrcs wahre Geißeskrast bc- fitzt, überwältigt. Wir wollen 0115 emer solchen WtkkUng gern erfreuen; denn sie beweiset doch immer, daß der (Hemi höher als das Idiom isi,“ wodurch er [?ck aussyricht. Aus der Gesamme- Darsiellung des *hochberühmten Werkes kann Referent, außer dem Nathan, nichts besonderes" Hervorragendes.- abcr wohl den Fleiß Aller rühmen. Nur ein Wort über den Patriarchen: Daß Lei- sing ein geistesarmes geistliches Oberhaupt zeichnen wollte, leech keinen Zweifel; aber daß dtcser Schwachkovf sel) gleichwohl würdig und unfehlbar in seinem ?lmte zu zeigen glaubt, auel) keinen “Zwei,» fel. Diese, Selbst-Mysyfication und die ihr konforme feldkigctäüige Scölbung :| es, die war an dem Repräsentanten deffelben VCMUHÉ ha en-
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Meteorologische Beobachtung.
1835. [ Morgens * Nachmitt. Abends Nack) einmakiger 21.211161. H„Uvr- Lahr. 10 Uhr. BeobaAUung.
Luftdruck . 341/.z7*"Par.!3/10,3 7 "“War. 340,7 8 "Par. anlwrarntc 13, *; " "*:-)J Luftht'MC + 2,9 0 R' + 9/0 0 R' + 7, * 0 R F*ll"?1].*11“111* (Z - " N Thaupunkt-k- 0/8 "R+ 3.-2 "N. + 5/3 0“ - “ ' * “ “ '
Dunsisättg 8-1 pCt. 62 pCt. 8/1 PCT. Bodequrs11c6,=, “ZF
Wetter. .. regnig. trübe. trübe. „ «. .; .: Wind . . .. SW. W. W. 2111.11", 0,0 ; „.., Wolkknäus1 "" W -- 'Ziicdcrscb1a90,0 *. e“ ;:e;;_
Tagesmtttel: 341,01MP. .. “+11, 4 0 R. . . „;.-„'N ') R. .. 77 p(§:_
Üuswärtixz'e; 1161-8811, Ümßtoräum, 17. 1111161. Rißäork. Kirk]. 813111116 551,7. HZ (10. 102. „1111434. Kelmbi 115*2'5„ linux-Zill. 253, 453 11111011. 95,1. 33,8 79§Z. 111155. 98,4. 11-35-1911“. 99;. ['n-11185. l'rän1.- 361181118 115. 110. YZ 3111. «. 8111111. ZZ YFZ,
33 31.1. Qntwsr|1sn,16.zpri|. Span. 53 48,7. ZZ 31,1. 211181. "211. Cortes 217€. (01111. 32-'.. 911111181. 26. “
[4011601], 14. „Rpril.
(„'0115. ZZ 92,1. 118113 101, „“'-[1111]. ("111165 674“. 1111], 1. 1861; (")“-"4". 211151. 17-1. „411751; 32!_,. (7110111. 37-1. LFZ 1101]. 56. .'")Z (];-* 10119 l'art. 984. HZ ]07;. [Zule-kiuzx. 108.2. 111.15. WHZ. ('i,- 1111111). 1“. 1824 48,',. (11111 57. 010.1. 47,1. 1'0111 „MZ.
ijtxn, 16. 311111.
YZ 96x'2. 8111119146118" 13361. R'e'ns- „4111. 591;
57», 1191. 102.1.
Königliche Schauspiele. _ Donnerstag, 23. April. Jm Schauspielhause: Ams" Bogey- ren: Ludwig ck11. in Peronne, historisch-romantisckws Schauspiex
in 5 Abth., nach Wther Scott's Quincin Dnrward, von «;. *.*. Auffenberg. (Hr. Seydelmann: Ludwig Kl., als Gaskrollc.)
Königskädtisches Theater.
Donnerstag, 23. April. Zulerl die Pußmacherin, parodx- rende Posse mit Gesang in 2 Akten. Vorher: Der lekzre Sprds; ling, Lustspiel in 1 Akt, von L. Angeli).
Zu dieser Vorstellung sind die mit „IKCictxrdeh“ bezeichneten Billers gültig.
Markt-Preisc vom Gecraide. I W ss YZzerlm, deÖiT “731. April 1835. u a er: eizen 1 t r.26Sr. 3 f. an 131611“. 20 Sgr. und ] Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf.; JFog cnP1 /Rth1?. 12 S)gr. (; f„ auch 1 Rthlr. 10 Sgr.; große Ger] e 1 Rthlr. 5 Sgr.,
au 1 Nthlr. 3 Sgr. 9 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. 5 Sgr.; Hafer
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