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unterscheiden wissen.“ - Der National isi der Meinung, daß es nach der Rede des Herrn Berryer ganz unmöglich sei), daß die „Kammer noch die verlangten 25 Millionen be- willige, indem die:? geradezu schimpfiicl) seyn würde. „Wir würden ungerecht gegen Herrn Berryer seyn“ , fügt dicses Blatt hinzu, „wenn wir nicht anerkennen wollten, das; U" gestern einen der schönsten Siege gefeiert hat, deren wir jemals Zeuge gewesen, und dieser Sieg war keiner von denen, die man wohl zuweilen ais eine durch das Taxen: drs Rednrrs bewirkte Ueberraschung zu betrachten pficgt, Herr Berryer hatte im Vdraus erklärt, daß er sich jeder leidenschaftlichDiskussion ent- bairen würde; er hat Wort gehalten, und seine policisrhon An- :..siurn ganz bei Sciic grinsen. Zeder aber, der ihm gehört, mnß Wk dit Ucbcrzeugung haben, daß kein Ehrenmann den unter- zeichneten Vrrcrag bestätigen kann.“ Großbritanien und Irland.
Parlaments;Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 14. April. Nach Ucberreichung einiger Bittschi'if- ici: cigte der Herzoq' von Wellington an, daß er morgen auf die ZZertagung des Hauses bis zum 30. d. 932. antragen werde; rr würde dies schon Heute gethan haben, fügte er hinzv, wenn er nicht giaixbte, es wäre zur Förderung der Geschäfte besser, da.); Ihre Herrlichkeiten morgen noch einmal zusammenkämen, um rnit den gerichtlichen Verhandlungen fortzuschreiten.
Oberhaus. Sißung vom 15. April Der Herzog von Wellington erklärte heute, da[; er den gestern von ihm an- gekündigten Antrag auf die Vertagung des Hauses noch einmal bis morgen ausselzen müsse, weil er glaube, daß derselbe heute fiir drn öffentlichen Dienst noch nicht angemessen sey. Auf die Frage des Herzogs von Buckin ham, auf wie lange der Herzog morgen die Vertagung dcs auses beantragen werde, antwortete dirser: „Wahrscheinlich bis zum 3011er: d. I)?. Jedenfalls aber werde ich morgen darauf antragen, daß das aus auf einige Tage seine Sißimgen einstelle.“ Lord „Broug am meinte, es sry üblich, die Vertagung bis nach der Ostcrwoche u beantragen. Der Herzog von Cumberland aber sprach die offnung aus, daß, wenn dasUnterhaus Sißungen hielte, auch das Oberhaus ein Gleiches thun würde, worauf der Herzog von Welling- ton noch,bemerktr, er gedenke nicht, eine Vertagung des Ober- hauses auf eine längere Zeit, als das Unterhaus fich vertage, zu beantragen, und ,er könne jetzt nur so viel sagen, daß er in dee- srm Augenblick eine Vertagung des Hauses bis über die Feier- tage hinaus nicht für wünschenswerth halte.
Oberhaus. Sißung vom 16. April. Der Antrag, mit dem der 'erzog von Wellington heute Kervortrat, näm- lich daß das aus sich unter den eigenth mlichen Ver- hältnissen, in denen sich die Regierung jelzt befinde, bis zum Sonnabend vertagen möge, wurde ohne Weite- res angenommen.
Unterhaus. Sißung vom 16. April. Nach einigen Verhandlungen von rein lokalem „Interesse erhob sich Sir R. Peel und sagte: „Da ich die Ehre gehabt, eine ähnliche Mittheilung zu erhalten, wie die, welche ich am vo- rigen Montage empfing, und in deren Folge ich damals die Vertagung des Hauses bis auf Leute beantragte, so bitte ich jeiztum die Erlaubniß zu einem ä ulichen Antrage und schlage vor, daß dieses Haus sich von heute wieder bis Sonn- abend vertage.“ (Hört, hört!) Herr Sinclair fra te hier- auf den Lord Russell, ob bereits etwas Definitives zur ildung eines neuen Ministeriums geschehen, und ob es der Mühe werth seyn werde, sich am Sonnabend im Hause einzufinden.
„Bei dem gegenwärtigen Stande der dffent1ichcn Angelegenhei- ten“, fuhr er fort, „wo so _espannte Erwartun in den Gemüt ern dcs ublikums obwaltet, iZ es durchaus not wendig und wurde höci) befriedigend seyn, zu erfahren, wie weit es mit den Kabincts- Vcrhandlungrn gekommen. „Seit der Agfidsung der letzten Verwal- mng ffnd keine andere Schwierigkeiten eingetreten, als solche, welche der edle Lord und sein: Anhänger vorhergcsgben oder doch hätten vorher schen sollen. Seit Anbeginn der_Sesnon hat man von Sei- ten der Opposition erklärt, daß die praktischeRegierungs-Gcwalt in ihren Händen sey, und, daß die Miniüer kcme Beine, um dar- auf zu stchen, und keine Stunde zu leben bättcxi. (Hört!) Nach vielen Drohungen hat der edle „Lord cine entschei- de;!dé Resolution durchgesetzt, um das Mmiiierium nicbt aUein_ in Verlegenheit zu bringen, sondern _gänzlicl) zu siürzcn; er hat es jedoch viel leichter befunden, das dorische Säulenwcrk einer konser- vativen Verwaltung über den Haufen zu werfen, als an dessen Stelle ein anderes in gemischtem Styl zu errichten, dessen heterogene Ma- terialien sich auf der anderen Serie des Hauses befinden. (Beifall.) Die männliche und siaatSmäniiische Rede und Handlungswrisc des sehr ebrenwertben Baroncts Str Nobert Peel) hat den größten „und dauerndßen Eindruckaufdas and hervorgebracht, unddas Englische Volk wu-d met weit mehr Vertrauen auf eine Opposition binblicken, an deren Spitze der sehr ehrenwerthe Baronct ßände, als auf irgend eine “Regierung unter der Leitung des edlen Lords odes eines seiner Freunde.“
Lord onn Russell erwiederte: ,
„Es iß m r nicht möglich, in diesem Augenblicke eme direkte Antwort auf die Frage des ehrenwertben Herrn zu geben: „auch,wird es wir äußerst schwer fallen, dem Hause eine gxnaue Mittheilung zu machen. Doch gebe'ich gern zu,-daß, wxnn irgend eine, Abthei- lung des Hauses Nachricht verlangt, es meme Schuldigkeit 111, so weit es mit meiner Pf1tcht gegen die Krone und egen dicses Heins vcrträglici) iii, solche Eröffnungen zu machen. emnacy babx ich bloß anzuxeigen, daß nach der Auflösung des vorigen Mmißertums Se. Majeüät den Grafen Grey rufen ließen, um seinen Rath in dieser Angelegenheit zu vernchntxn. Auf den Rath des Lord Grey beschieden Sc. Majeßät' die Lords Melbourne und Lans- downe zu sci), um fia) mit ihnen zu beratben und ihre Meinung am folgenden Tage entZegenzunchmen: das Resultat da- von war, daß seitdrm SY. Majesi t mit Lord Melbourne in Unter- handiungen traten._ Diese Unterbandluxtgexjsind jedoch nur als vorläuftqe anzusehen, und da ste thießtnoch keinen confideniiemn Charakter an sich tragen, so darf ich die nähere Be- schaffeirheit derselven dem Hause nicht kund tdun. Doch kann ich j-drnfalis anzeigen, daß, meiner Meinu_n_q nach, Lord Melbourne vor dem nääißen Sonnabend nicht wird sagen können, ek sey definitiv autorisikk- Sr; Majestät ein Verzeich- niß der Miiqliedcr des neuen Minisieriums vorzule en.“
Nach dieser Mittheilung entfernten sich sogleich eine :enge Mitglieder, und das Haus vertagte fich in einiger Aufregung bis zum Sonnabend. “ "
„ London, 17. April. Der König ertheilte vorgestern dem Herzoqe von Nori umberiand, dem Herzoge von Buckingham, dem Herzogs von orset, dem Grafen von We oreland, dem Grafen von Falmouth und dem Viscount Mel ourne Audienz. Gestern Nachmittag begaben sich Ihre Majestäten nach Windsor.
Lord Melbourne blieb vorgestern in beständigem Verkehr mit dem Marquis“ von Lansdowne, dem Viscount Duncannon, Herrn Sprin? Rica; und Herrn Ellice. Gestern hatte er wieder Zusammenküntq met dem Ersteren, den beiden Leßtgenannten und mit den Lords Holland und „John Russell.
Sir Robert Peel kehrte gestern von Oatlands, wo er dem Lord Francis Egerton emen Besuch .abstattete, hierher zurück.
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Es ist eine Unterzeichnung im Gange, um dem Sir Robert Peel aus Achtung für sein Benehmen während seines Ministe- riums ein kosibares Silberstüék zu verehren.
Der Globe sagt: „Wir hören, daß GrafOIVatuszewicz nicht wieder nach England kommen wird, indem er an die Stelle des Grafen von Stackclberg zum Kaiserlich Russischen Gesandten in Neapel designirc ist.“
Die unbestimmte Erklärung , weiche Lord John Russell ge: stern im Unterhause mit Hinsicht auf die Bildung des neuen ONinistcriums abgegeben hat, veranlaßt dic Times zu der Ver- muthung, daß die Anordnungen zur Zusammenstellung eines ra- dikalen WHig-Kabincis nicht nur noch nicht zu Stande gekom- men, sondern sogar noch nicht einmal angefangen scyen, und sie schreibt dicse Zögrrung vorzüglich der Furcht vor Herrn O'Con- nell u. Sie wiederhoit, daß es fiir Lord Melbourne nothwen- dig ry, sich auf die konservative Partei zii scüizen, um nicht von den Anti-Unionisten und Radikalen Überfiügeit zu werden. Denn O'Connell mit seinen Genossen sey der Pfahl im Fleisch, den er nicht würde überwinden können. Das beständige “Geschrei dcr liberakrn Blätier nach einer Verwalcung, die alle Klaffen von Rei'ormern in sich begreifrn soils, Und nach einer Poii- tik, die aiif die Uiitersrükzung aller Klassen von Reformern rechtien könne, erklärt sie fiir höchst einfältig und fragt, ob jene Blätter denn Sir Robert Peel von allen Klassen der Refor- mer ausschließen wollten. Zn Betreff der von den Whig-Zei- turigen angepriesenen Bescheidenheit des Herrn O'Connell, wo; mit derselbe auf jedes Amr verzichtet habe, sagt die Times: „Diese Anspruchslofigicit ist nichrs a's Schlauheit; denn erstens würde der Köiiig so viel gesunden Sinn Und Festigkeit haben, ihn zu verwerfen; zweitens, wenn auch der Kötiig den Todfeind seiner Irländischen Krone in seinen Dienst solite artfnehmen wollen, weiß doch Herr DaniclOConnell zu gut, daß diese Ehre ihn einen höHcrcn Preis kosten würde, als es ihm möglich wäre, zu zahien; daß er dadurch seine drspotiscl)e Beherrschung der Menge und damit seine schändliche, aber ungeheure „Rente“ einbüßcn wiirde; endlich wird er, anstatt von der Gnade der Whig-IJDinisrcr abzuhangen, welche die Macht hätten, ihn wegen Mißverhalrens vom Amte zu entfcrncn, lieber eine Geißel Über ihnen ausgestreckt halxen, indem er ihnen jeden Augenblick, wenn der Geist ihn dazu bewegt, mit der Entziehung seiner Unter- stützung im Parlament drohen kann.“ Ueber die Theil- nahme des Grafen Grey an der Bildung des neuen Ka- binets äußert sich das genannte Blatt folgendermaßen: „Wie auch immer die Zriändischen und Englischen Ra- dikalen den Grafen Grey verschrricn mögen, als ein ungeeigne- tes Mitglied für ein „Ministerium der Bewegung“, so haben wir doch Ursache zu glauben, daß die Häupter der Whig-Partei, die doch ohne Zweifel die Grundlage dieses Kabinets bilden wer- den, andere Begriffe von Lord Grey haben. Am Sonnabend, wenn wir iiicht irren, erging von fünf derjenigen, welche damals Stellen in der neuen Verwaltung für sich erwarteten, ein Schrei- ben an den edlen Grafen , um auf:; crnsrlichsie in ihn zu drin- gen und ihn bei seinem Mitgefühle für die Sehwierigkeiten, die sie zu bekämpfen hätten, und aus denen sie kaum einen Ausweg sähen, zu beschwören, daß er mit eintreten möge. Eine Antwort darauf, mit Auseinanderseßung der Gründe, weshalb Se. Herr- lichkeit dieses Anliegen nicht gewähren könne , wurde, wie es heißt, noch an demselben “Abend ertheilt; auch soll der edle Graf noch bis diese' Stunde nicht weiter gegangen seyn, als daß er dem Ministerium seine parlamentari-
eine gewisse Klasse von Maßregeln nicht angenommen und eine gewisse Klasse von Personen, die man leicht crrathen kann, nicht angestellt werde. Was die Fortdauer des Einklanges zwischen einem Kabinct und dessen Vertheidi ern betrifft, wenn Lord Grey auf der einen Seite steht und die Zerren O'Connell, Hume und Brougham auf der anderen, so muß derjenige, der darauf hofft, geradezu ein Gimpel seyn.“ Die Zeitungen der Whig-Partei legen dagegen das lange Zögern des Lord Melbourne mit der vollständigen Zusammensetzung eines Kabinrts natürlich im gün- srigsien Sinne aus; sie bleiben dabei, daß Lord Melbourne den von Sr. Majestät erhaltenen Auftrag, ein Ministerium zu bil- den, auszuführen im Stande seyn werde, und daß er nur mit den desigtiirten Mitgliedern noch nicht so weit im Reinen sey, um die Liste dem Könige vorlegen zu können. Der Courier behauptet, Lord Melbourne wolle nur auf der dauerhaftesten Grundlage zu Werke Yhen. „Sein Zögern“, sagt dieses Blatt, „ist eine gute
orbedeurung für die Dauer seines Ministeriums und wird dem Lande cin überzeugender Beweis seyn, das; alle Hindernisse crsi hinweggeräumc werden, die einem Ministerium im Wege liegen, welches sich verbindlich machen will, die Resolution des Uncerhauses in Betreff der Zrländischen Kirche zu verwirklichen. Es isi die Absicht Lord Melbourne's, sich der Majorität des Un- terhauses und des erforderlichen Einflusses im Oberhause zu ver- sichern, und dann auch für seine Maßregeln im voraus die voll- kommene Genehmigung des Königs zu erlangen , um nicht, wie im Herbsce vorigen Jahres , plößlick) wieder entlassen zu werden. Wenn es aber recht war, die Volks-Repräsentation zu reformiren, so muß es eben so recht seyn, den Stimmen der Wähler zu gehorchen, in welchem Falle Hr. O'Connell und seine Freunde, die eine roße Majorität der Bévölkerung von Irland repräsentiren, Hr. Yume und Herr Grote mit ihren Verbündeten, die einen großen heil der Bevölkerung von England , Herr Murray und Sir John Campbell mit ihren Genossen, wclche die größere Masse des Schottischen Volkes vertreten, bei'der Bildung eines Ministe- riums zu Rathegczogen werden und ihnen sowohlauf die Gestal- tung als auf die Maßregeln des Kabinets Einfluß und Einwirkung eingeräumt werden müssen.“ Den Angaben der Tory-Blätter, daß Sir. R. Peel mit dem Könige in neue Unterhandlungen getreten sey, wird von den Whig-Zeitungenwidersprochen; umge- kehrt der Behauptung, Graf Grey werde ins Kabinettreten; das Geriicht, daß Herr Spring Rice Kanzler der Schatzkammer werden wird, würde wiederholt, dagegen ist nicht mehr davon die Rede, daß Lord John Ruffell die auswärtigen Angelegenheiten über- nehmen werde. Die Stelle des Lord-Lieutenants von Irland wird bald dem Grafen Mulgrave, bald dem Herzoge von Devonshire zugetheilt, welchen Letzteren namentlich der Cou- rier wegen seines großen Reichthunzs und seiner ausnehmenden Leutseligkeic als sehr geeignet zu diejem Posten bezeichnet. Das Lord-Kanzler-Amt wird bald dem Herrn Bickerstcth, bald dem Lord Brougham zugesprochen; dem erzteren erklärt sich der C ou; rier noch immer gleich abgeneigt; Andere meinen, es werde, dem oft ausgedrückten Wunsche dcs Lefzrercn gemäß, das Amt des Justiz-Mitiisters von den richterlichen Functionen “des Lord-Kanz- lers ge_trennt und das große Siegel einer Kommission, aus dem Sir C. Papys, Sir L. Shadweil und Herrn Bosanquet besie- hcnd, Übergeben werden. Dieser Plan hat den vollkommenen
Beifall des Courier, der es überhauyt als eine der größten
sche Unterstützung versprochen , jqdoci) unter dem Vorbehalt, daß ,
* Pracht und in tiefer Ruhe statt.
.sich ein Haufen Betrunkener vor der Wohnung des JW:-
richtshofes von Großbritanien des Kanzleigerjchts e e n Bericst der Times eißt es: Die'em'gen welchem in letzter Instanz die ,persönlichen und die ,EikgekxxtßuY in Börse “ ) Zh “ ;
Rechte zur Entscheidung vorgelegt würden , ein abseßbarer nets-Minisrer sey, der fast bei jeder Ministerial-Veränderung
wer Master of the Rolls werden solle. umlaufenden Gerüchten befindet'sick) auch das, daß Sir Hobhouse zum ersten Lord der Admiralität ausersehen sey
Die *))?inistcrial-Krifis hat weder im Parlament, "
Austritt des Tory-Ministcriums erregt habe; in einigen Ort
im Amte bleiben. zen 400 Adressen der Art erhalten. mehrere Adressen an Lord Russell eingetroffen.
beim Könige hatte, an Bord nehmen. Lord Hcytestry litair-Angelegenheiten ernannt. tet ihn nach Indien.
ordentlicher Gesandter 5500 Pfund; Pfd.; erster Attaché: 250 Pfd. 400 Pfd.; Bogoxa, anßerordentlicher Gesandter 4000 Pfd.- rrsier Attaché 300 Pfd. Brüs s el, Gesandter 2000 PH,;F gatidns-Secretair 500 Pfd.;ßir'tachd 200 Pfd. Buenos,- Ayres, Legations-Secretair 500 Pfd. Dresden, bevollmäckx tigter Minister 2300 Pfd.; Legations-Secrecair 400 Pfd. Flo- renz, Minisrer-Rcfident 2300 Pfd.; Legations-Secretair-M Pfd. Frankfurt a. ON„ bevollmächtigtcr Minister 2900 Pfd.; Legations - Secretair 400 Pfd. Griechenland, Minister -; Resident 2200 Pfd.; Legations - Secretair 400 Psd. „Haag, erster Attaché und Geschäftsträger 500 Pfd. Konstantinopel, Botschafter 6500 Pfd.; Botschafti Secretair 800 Pfd.; Attaché 250 Pfd. Kopenhagen, außerordentlicher Gesandter 4000 Psd; Legations-Secretair 50 * fd. La Plata, bcvollmächtigter Minister 3300 Pfd. Lissa:
on, Botschafter 5000 Pfd.; Legations-Secretair 600 Psd,
Madrid, außerordentlicher Gesandter 6500 Pfd.; erster Attaché 600 Pfd.; Legations-Secretair 550 Pfd. Mexiko, Gesandter 2000 Pfd.; Legations-Secretair 900 Pfd.; Attaché 200 Mi, Mü nchen , außerordentlicher Gesandter 4000 Pfd.; Legations-Sg cretair 500 Pfd. N eapel, außerordentlicher Gesandter 4400 Pfd.; Legations-Sccretair 550 Pfd. P a r i s, außerordentlicher Botschafter 10,000 Pfd.; Botschafts-Secretair 1000 Pfd.; erster Attaché 400
fd. Rio-Zaueir o, außerordentlicher Gesandter 4500 Pfd.; Li gations-Secretair 550 Pfd.; erster Attaché, 400 Pfd. St. Psi tersb urg , Botschafter, 6500 Pfd.; Botschafts-Secretair 1000 Pfd.; erster Attaché: 400 Pfd. Stockholm , außerordentliche! Gesandter 3300 Pfd.; Legations-Secretair 500 Pfd. Stutt- gart , außerordentlicher Gesandter 2200 Pfd.; Legations; Secrerair 400 Pfd. Turin, bevollmächtigter ONinisier 410 Pfd.; Legations-Secretair 500 Pfd. Washington, außeror- dentlicher Gesandter 5500 Pfd., ersier Attaché 200 Pfd. Wien, außerordentlicher Botschafter 9900 Pfd., Botschafts-Secretai 900 Pfd., erster Attaché 250 Pfd., weiter Attaché 200 Pfd. Außer den angeführten sind noch 25 “[ttaché's in dem Erfolg: der verschiedenen Botschafter und bevollmächtigten Minister, die nicht vom Staate besoldec werden.
Aus einem dem Parlamente vorgelegten Bericht über die Vcrmehrungen und Verminderungen in den Aemtern während des Jahres 1834 unter dem Whig-Minisierium ergiebt sich, daß in einigen Departements die Zahl der Beamten um 110 ver! mehrt, in anderen dagegen um 155 vermindert worden ist. Dir Ersparungen an Gehalten belaufen sich im Ganzen auf 75,071 Pfund Sterling.
“ ' Der Geistliche, Lord Wriothesley Russell , einer der Söhne des Herzogs von Bedford, hat, um seine Anhänglichkeit an den Erundsaß 1zu zeigen , daß die Anhäufung mehrerer Pfründenii Einer Per on den Interessen der Kirche und der Religion siiid- lich sey, auf die einträgliche Pfarre von Streatham in Sumi verzichbtet und behält nur eine kleinere, die Pfarre von Titli- nies, ei. ,
Von jedem hier stationirten Regiment werden tägiich4 Mann und ein UnteroffiZier von dem betreffenden Ausschussedcs Unterhguses wegen der [bschaffung der körperlichen Züchtigunen beim JKilitair vernommen; auch me rere erfahrene Ofßzicreémd dariiber abgehört worden; man glau t, daß die Untersuchungnoäi lange währen wird.
Die Arbeiten im Tunnel unter der Themse sind mit großem Eifer wieder aufgenommen worden; 100 Arbeiter smd jetzt so"“ während dort beschäftigt. „
Aus Portugal sind keine neuere Nachrichten hier, als b“ zum 2ten d. M. Ueber die leßten Augenblicke des Prinzen AUS" erzählen die von hiesigen Zeitungen mitgetheilten Briefe Fölsm“ des: „Am Freitag Mor en erkannte er die Gefahr, in der?? schwebte, und eine Schw che, die ihn Übersiel, ließ ihn seinenali,e Auflösung fühlen. Cr verlangte die Sakramente. „ „Ich weiß“,- sagte er," „„daß ich sterben muß, und ich sterbe im Vertrauen auf Gott und auf ein reines Gewissen; aber süßer wärees, ny zu [eben und zu arbeiten für das Wohl Portugals.““ WMV“ Augenblicke daran war er nicht meLr. Nur mit Mü e M" fern_te man die önigin vom Ster ebette, und die *aisski“ muyte eine Stunde später mit Gewalt aus dem Zimmer gebra ' werden. Krampfhaft hielt sie die Hand des Prinzen fesr "" suchcc vergebens an dem abgestorbenen Arm den Pulsschlag XZ zählen. Die beiden Fürstinnen waren der Verzweiflung nahe- Die Beerdigung des Prinzen fand am 31|en v. M. mikng
_ Es waren große Massen .“ litair und National-Garde aufgeboten. Am folgenden Tage ]“ doch wurdcn Plakate angeschlagen, in denen der Herzog von Palmclla der Vergiftung beschuldigt ward. Abends versammelts
wurde'aber durch eine Kavallerie-Abtheilung zerstreut. er "" siorbcne Prinz war, wie hiesige Blätter bemerken, einer,ver reichsten Privatmänner Europa's. Er bewg allein aus scmem Eigenthum im Kirchenstaate eine reine Einnahme von 60-
Pfund Sterling jährlich, und noch weit ansehnlicher soll der E'“
Anomalieen in der Gei*ichrs;Oi'dnung des Britischen Reichs an-
fieht, daß der Lord , welcher an der Spikze des wichtigsten Ge-
trag der ungeheuren Kapitalien seyn, die er in verschiedenen Län- dern angelegt hatte,
Kabi, m 3proc. einwilligen, wex'deni zkvar 25 pCt, an den Zinsen . . * ' r 50 Cc. am Tap ta gewmnen.
seie. Die Times fragt übrigens, wer denn Vice-KanzlerwäYd, eren, abe p Unter den anderen noch ' /Papiei' zu demselben Preise" in „Umlauf zu bringen, den John Lr cinem Jahre für ein 5proc. erhielt. In Frankreich schlug
[cle ie in demö entlicienKredit ervorbra te der Börse, noch sonst Unruhe erregt; Alles geht seinen YYY: WWW, M' ) s ff ) h ck , ten Gang fori, als wenn nichts Ungewöhnliches vorgefallen, son. iso jekt der ; orcugic ischen Regierung ein solcher Plan dern nur ein [ängsk erwartetes Errigniß eingetreten wäre. Einf n a : Provinzial-Blätrcr sprechen von der großen Freude, Weiche dJ; («ck Licht treten. wurden bei Ankunft der Nachricht die Glocken geläutet und K? 0" nonen abgefeuert. Von der“ anderen Seite aber langen "ochsori während Adressen an Sir R. Peel an, mit der Bitte, er Möe Seitdem vorigen November hat er im GaZ- ' Uebrigens sind aiich schoii
Ungeachtet der Miniskeriai-Veränderung scheint Lord Homes. bury noch als Gencral-Gouverneur nachOsrindien zu gehen. die e““. , 0- “ .“ “ c- . 1 ' sicgatti „QUPUU soll ihn am 21srin d- M. zu Sheerneßmbß dcm General Sir Henry Fane, der gestern noch eine Audjxxxz den Obersk-Licutenant Bowles zu seinem Secretair fiir die YYY Auch der Capitain Faire begm,
- Hiesige Blätter enthalten folgenden Nachweis über die Gehalte, welche die Britischen Gesandten, bevollmächtigten M5, nister, Legations-Secretaire u. s. tv. be ichen: Berlin, auxer- cgacions ; Secretair 550 B e r n , Legations - Secretajx
in die Konvertirung der Portugiesischen 6proc. O ligatio-
Es wird sich ob- die Portugiesische Regierung im Stande ist, em
a re 1826 eine ähnliche Operation fehl, und .in Folge der )(Ückte auch ein Fleicher Versuch von Seiten Dänemarks;
o wird der Kredit * ortugals dadurch in ein sehr vor- Der Preis der neuen Anleihe ist 67.3, 10 pCt. am 23srcn d., 30 am 18. Mai, 1100 das Uebrige 13, Juli einge ahlc werden soll. Die 4 Millionen Pfund den also der regierung 2,700,000 Pfd. baar eiiitrqgen, wo- fie [ Million zur Konvercirung der 6proc. Obligationen an- ili.“
Yiése aus M*adrid in der Times reicher) bis zum 8ten und enthalten umständliche Angaben Über die Unruhen zu ia (: und Saragdssa, welche von der erristltchsien Art gewesen Umscheincn. Es hieß in “Madrid, die Anhänger der Cop; tion hätten in Wiaiaga „Barrikaden errichtet und erklärt, slch , Einrücken der Regierungs-Truppen wrderselzen zu wollen. sSaragossa war der Erzbischof geftohcii, und maxi war fiir größeren Städte Lindaiusieiis und Galiziens,_so wie für die .he der Hauptstadt ßlbjr, nicht ohne „Besorgmiz. Die Garm- war unter die Wasser) gerreten, und es zirkulirten ungünstige richie iibcr Auftrith in Aramiiez.
Nack) einem Briese aUs Bayotine von) 11th d.„ weichen Times mictheilc, harte Lord Elliot endlich von Mina fiche- Geleit nach dem Hauptquartier des Don Carlos zugesagt alten und gedachte am 12ten odcr 13ten d. dahin abzugehrn. Blätter aus Havana vom 6ten d. M. bringen die offizielle . ätiglmg des Kontrakts, welcher) die Herrin Gowan und Max r eine Anleihe von 450,000 Piund Sterling abgrschloffen ha- , Ein gewisser Theil der Staats : Einnahmen isi zur Ver- “erung des Tiigungs ; Fonds aiisgesekzr worden, wodurch die leihe im Jahre 1860 abbezahlt 1eyn wird. „ „ AiifKamaika haben die_C'inwohner desSt. James-Kirch- ils eine Versammlung angeiejzt, um Über die Gründung einer sellsckyaft zur Ermun-terung des Einwanderns von Arbeitern berathschlagen. „ , , „ ,
In den aus St. Croix hier eingegangenen Privatbriefen ,- 9ten v. M. wird über den ungemeincn JNangel an Regen [agi und die Besorgniß ausgesprochen, daß die Aerndte dies hr wohl sehr kärglici) ausfalleti dürfte.
Von den Nord ; Amrrikaniicben Münzen ist jeizt die soge- nntc Freiheitsmülze, die Phrygische, verschwunden, welche bis-
die Libertas auf denselben trug; man hat nämlich gefunden, ßdies Symbol ein unwürdiges sey, da es im alten Rom die igclassenen Sklaven trugen.
Nachrichten aus Veracruz vom 20. Februar zufolge, sollte on Luis Aiamar mic Aufträgen der Mexikanischen Regierung chMadrid abgeben, In Mexiko war eine allgemeine Amne- cfür alle vom 27. September 1831 bis zum 4. Januar 1835 angene politische Verbrechen „er]clxenen. Sqantanq hatte cht abgedankt, sondern sich bloß seiner Gesuiidhett wegen fs Land zurückgezogen. Am 18. Februar sollte eine Conducta n der'Hauprsradc nach der Küste abgehen. Lord Powerscourc d dessen Freund, Herr Parnell, Sohn des Sir Henry Par- 11,“ smd jetzt, nachdem sie schon die Vereinigten Staaten be- “sr haben, auf einer Reise durch Mexiko begriffen.
An der gestrigen Börse ging die Abrechnung in fremden nds außerordentlich leicht von Statten, weil das allgemeine tcigen der Staatspapiere zU großem Gewinn Anlaß gegeben tte.
B e l g i e n.
Brüssel, 18. April. Dem [ck_zten ärztlichen Bulletin zu- lge, haben sich bei der Königin Symptome eines entzündlichen usiandcs gezeigt, die jedoch durch Anwendung von Blutegeln iedserh beseitigt worden sind. Der ncugeborne Prinz befindet *- e r wo [.
HerrGTndebien hac seine Wähler in Mons in einem pathe- schen Schreiben aufgefordert, ihm in der Repräsentanten-Kam- er einen Nachfolger zu geben, da er doch einsähe, daß seine arriotisch-republikanischen Bemühungen in der jetzigen Zeit ohne im Erfolg blieben. Einen ähnlichen Schritt hat auch der be- nnte republikanische Depu-tirte Herr von Robaulx gethan.
. D e u t s ch [ a n d.
München, 17. April. Die hiesige Zeitung meldet mtlich: „Se. Maj. der König haben wegen des am 28. März u Liffabon erfolgten Ablebens Allerhöchsiihres geliebten Neffen, r. Königl. “oheit des Infanten Dom Augusto von Portugal, * erzogs von euchtenberg ie„ Gemahls Zhi". Maj. der Königin )iaria da Gloria von Portugal und Algarbien :c., eine Hof- LUUFZM zwei Wochen, vom 16tcn d. anfangend, anzuordnen ru .
Am 20. April wird in Augsburg die feierliche Benediction s Abtes des daselbst neu erstehenden Benediktineerlosiers, earixicabas Huber, durch den Bischof von Augsburg vollzogen en. .
Die Reise des Königl. Hofes nach Aschaffenburg ist aus 4 Wochen verschoben worden. Ihre I)iajcstäc die Königin ivtrd Zhwi'cikd dieser Zeit mit den Königl. Kindern in Nymphenburg * eien.
Italien.
Rom, 9. April. Dcr-Französische Botschafter, Marquis „kla Tour-Maubourg, hat von seiner Regierung dUkch Cou- (kBefehl erhalten, sich möglichst schnell nach Paris zu bege- M- Um seinen Sitz. in der Pairs-Kammrr während des bekann-
rozesses einzunehmen. ' Naa“) Turin geht als Päpstlicher Internuntius Monsignore Wpodonico an die Stelle des Monsignore Gizzi, der nach Brüs- kl in gleicher Eigenschaft ernannt ist.
as neue Gesetzbuch hat in den Proyinzen, hauptsächlich " Bologna und der Romagna, große Opposition gefunden, und el".Kardinal«L“?ommissarius hat für gut befunden, es nur theil- Use zii promulgiren. Diesem Uebelsrande abzuhelfen, soll eine ."mrbcttuiig des ganzen Geseßbuchs vorgenommen werden, und “ KommUsion, die die erste Ausarbeitung gemacht hat, erhielt MAUÜMI, mit allen Rücksichten die nöthigen Veränderungen
Mxenvorzunehmen, und dann der Regierung zur Prüfung „vor-
461 , ben [des Kaisers Franz 1. an die versammelten Kardinäle gehal- ten at: „Ehrwürdige Brüder! ein Unglücksfall, der unlängst Uns mit hartem Schlag betroffen, hat Uns in ttefsien Schmerz versenkt, den
auch Ihr, wie Wir überzeugt snd, schwer empfunden haben werdet; diesen Schmerz müssen Wir erneuern, indem Wir Euch jenen Trauer-
fall in Eurer Versammlung anzukündigen babxn. Der erlauchie
Kaiser von Oeßerrejch , Franz, nposioltscizer König von Ungarn , ist
am_ zweiten Tage des verfioffenen Monats März aus dem Leben ge-
schteden._ Solchergcüait (o trügerische Hoffnungen dcr Mensclxen-
o ungewtfser Aiisgang drr menschltchen Dingek), soichcrgesmlt jmd
die Thränen und die Trauer des Kaiserlichen Hofes und des ganzen
Kaiserreiches an die Stelle der Glückwünsche und Fregdenbezeigun-
gen über den eben üattgefundenen Antritt des vixrundvterzigiten Re-
icrungsjabres getreten. Und nicht rrknnsieitz wre dies wohl zu c-
?chehcn pfiegt, sondern wahrhaft „war dtejc Bezeigung der f-
fentlichen Trauer und Betrübniß- Deenn wer sollte nicht
von Herzen über den Tod eines Fursten trauern, „deffen
Verdienste um die Seinem Scevier _untergebenen Völker, so vielfäl-
tig und sq ausgezeichnet gewesen smd? Es gcnüge dies Einzige,
worin alicm sehr viele und sehr große Woblrhaten begrtffcn_ find,
zu erwähnen, daß Oesterrciä) aus den grdßtep Gefahren, die von
allen Seiten berauüürmten, und aus drn scixiveertgsien einheimischen
und auswärtigen Verhältnissen, in dre es so oft verwickelt war,
durch Seine Bemühung gerrtlct wurde„ und während so vicien
Jahren, wo fast überall Unruhen und Sturms ausbrachcn, dcs Fric-
dens genießen, seinen Wohlstand vermehren, seinen Glanz, seine
Achtung und sein Ansehen bei den benachbarten und entfernten Völ-
kern, behaupten konnte. Den Ruhm, der_gcwiß glänzend und aus-
Jezetcimet ist, hat der vortreffliche Fürst 1:0) errungen, daß Ex als er Gründer des Friedens in Seinem Reiche iind der öffentlichen
Ruhe gepriesen wird. Und daß Ibm dieses init voliem Rechte ge-
bührt, wird wohl Jeder eingestehen, der SeineiTu enden betrach-
1er, aus welchen dicse und alle andern Vortheile ür Seine Völ:
ker hervorgegangen find; denn Er war weise, vorsichtig, _gc- mäßigt und höchst chrbar in Seinem Lebenswandel und. in Setn_rn Sitten. Orr Grrccdtigkeit, die Er ais Leitsiern bri Seiner Neger-
rung sieis vor Augen izatte, in hohem Grade brfltssrn, hat Er_dic Gerechisnme “eines Irden gegen niir Gewalt uiid Wiükür kräftig vertheidigt. Und nicht minder war (Zr ausgezeichnet durch Milde, Sanftmutb, Woblthätigkrit, und die Sorgfalt, alie Vortbetle „2111er zu befördern. Jedem Seiner Unterthancn ward letcht der thritt zu Ihm gesiattct, und durch eine wundervolle Huld u_nd Freutxoltcl)keit der Rede hat Er Aller Herzen an sick) gezogen. Die katholische Re- ligion und die Mutter und Pflegertn aller Tugenden,„die Frömnng- keit, lagen Ihm sehr am Herzen, was er durch unzweifelhafte Z,“- ck81! musteryast bewiesen hat. Mtt Recht also_ bedauern Seine Völker den Verlust eines solciicii Fürsten; und mri Recht bedauern Wir Ihn mit ihnen, die Wir mit vänrlichem Wohlwollen umfas- sen, und was ihnen Böses oder Guns begegnet, als Uns widcrxah- ren betrachten. - Was aber Uns selbst anlangt, sd hat un); der Tod eines so großen Mannes auch deshalb so tief, betrubt, „weil Er gegen die Würde, „die Wir, wcnn gleich unverdte_nt, bekleiden, beständige Ehrerbietung und Liebe grzrtgt hai. Wahrlich, Er hat viele Beweise eines dem Stuhls des „beiligxn Petrus ergebe- nen Gcmiithcs gegeben, und Er würde, Wer zwecfein mäß daran, noch viele gegeben haben, wenn Er, wee Wir s_o sehnlich wunschten,_ noch länger am Leben geblieben wäre. Uebrigens, wre Er _gegrn Uns und den avosioliséhen Stuhl gesamt war, hat sich deutlich in neuesier Zeit bewirken, als Er hervcteilte, um weder dee Waffen der Anfrührer, wclche Unsere Städte, dcn Wohlßand Unserer Untertha- nen, alle geistlicher: Dinge und Personen, und, selbst Unserchupt bedrohten, so zeitige und heilsame Hülfe zii ietsieti. - Alietn uber den Tod der (Helicbten mögen Jene trauern, dic ketn_e Hoffnung haben; Wir aber, wenn Wir ami), wo die Natiir ihr Recht for- dert, nicht widcrürebcn dürfen, Wir haben den ubergroßen Trost,“ zu wissen, daß die Seelen der Gerechten_ in der Hand Gottes smd- und daß sie nur in den,?liigeii dcr Unsinnigezi zu sterben scheinen, in der That aber im Frieden sind. Und gewiß läßt dieses für den besten Fürticn selbst Sein dem Leben so „cntsvrechender Tod hoffen, den Er, nachdem Er die göttlichen Geheimnisse mit, Sehnsuxhx ver- lanat und mit „ rößter Andacht empfangen, iind Seiner Famckee, dee in Thränen zer offen, Sein Sterbebett umrmgte, die «o_ttesfurcht und Eintracht empfohlen und deri göttlichen Segen gewunpcht hatte, gestorben isi. -.- Indessen ist die Drohung: Ein hbchfi siren- ges Gericht wird über die Vorgesetzten ergehen, zu furchtbar, als daß man leiclit glauben könnte, daß Ie- mand von ihttcii g(eick) nach dem Tyde zugelassen werde, um den Friedcn der Gerechten zu genicßcn. „„Deshalb, chr- würdige Brüder, laffet mis nicht aufhören, iämmtlicy fiir den Ver- ewigten zu beten„ und Wir werden dtrsc Pflicht, nach Sitte iinserer Vorfahren, zu sciner Zeit gegen Ihn in Utxserer Päpstlichen KapeUe auf feierliche Weise erfüllen. __Nim aber ist es nicht bloß die feste Hoffnung der ewigen Glorie, dir Unseren Schnier? „lindert, sondern es gereicht Uns auci) zumTroste, das; Er, wenn g etch von Uns ge- schieden, einen Sohn, als een anderes Selbi't-„ Ferdinand [„ wie als Erben des Reiches, so auch als Erben Setnxr Tu enden hinter- laffen hat, eines Erbtheils, das weit kostbarer isi, a s alle „Schätze und Ehren dieser Welt. , Deshalb vertraueti Wir, daß Sem glor- reicher Vater der esialt tn Ihm forticbeii wird, daß, was von dte- sem für das geist iche und allgemeine biirger1cche Wohl unternom- men wordcn, auch von Ihm wird fortgesetzt werden, und daß Er im langen Wohlsryn, was Wir se„hnltch| vom Herrn_ erfichrn, und mit jedem Tage Sick) einer glücklichere?! Lage der Dinge erxrmend, .*.Ue die Beweise einer diesem heiligen Stuhl vollkommen ergebenen und willfähri en Gesinnung geben wird, welche Sem verewigtcr Vater, durch ZZim Tod gehindert, nicht hat geben können.“
T ü r k e i.
Konstantinopel, ]. April. Die Tekwiini Wekaji vom 1. Zil-„Hidsche 1250 (31. März) zeigt das Ableben Sr. Majestät des Kaisers Franz [. folgendermaßen an: „Der „J? K. Oesterreichische Herr Gesandte hat der i)d[)cn_Pfortr die ofnztelle An eige gemacht, daß Se. Majestät der Kaiier Franz ]., welcher nac?) einer Regieruwg von 43 Jahren am 24. Februar d. I'. an
Hülfe der Aerzte, nach sechs Tagen verschieden isi, und da[; Sein erlauchtcr Sohn Ferdinand [. an SeinerStatt den Kaiserlicher: Thron bestiegen hat. - In Folge der Grundsätzevund des poli- tischen Systems, welches der vercwigtr Kaiser wahrend Seiner ganzen Regierung bcfolgte, haben zimschen der hoher Pforie und dem Oesterreichischen Hofe nic andere Vcrhältmsie als die des besien Vernehmens und der aufrichtigsien Freundsckiaft 'dbgewaltet. Da aber iiberdies Sc. Hdheit der Sultan- durch die Bande persönlicher Liebe an den Kauer Franz geknüpft war, so mußte Ihn dessen Tod tief betrübcn, und Jhm rtnc'n Schmerz verursachen, den nur die freudige Ueberzeugung aufwcegen kann, daß Se. Majestät drr jekztregicrrndc Kaiser in dem Systeme Seines erlauchten Vorgängers verharren werde.“ &
Am 26. März ist die aus zweiLinienschiffrn, fiinf Fregatten und mehreren kleinern Fahrzeugen und Transporrichtffen besie- hende Ottomanischc Esoadre aus dem Bospor nach dem Meere von ONarmora abgesegclc, und hat am 30.0)?ärz , nachdem, ne sich kurze'Zeic bei den sieben Thürnxien gitfgrßaiten, die weiiere Fahrt nach Tripoli angetreten. Srlbegc wird von dem Riala „Beg (Contre-Admiral) Achmed Bet befehligt und es befinden sich darauf 3000 Mann Landungstrupprn unter dem Kommando Nedschib Pascha's.
einem heftigen Lungem'ibci erkrankte, ungeachtet aller Kunst und
- Tabackspfeifen nach s1ch Fehr,! zu?ersparen,'“am 26. Silkide 1250
(26. März 1835) eine erordnung erlassen wodurch das Auf; warten met Pfeifen, welches bisher beim z'*mpfcmg eines jeden Znéqesehepedn Gastes unerläßlich war, gänzlich abgestellt und ver- o en wrr .
Griechenland.
Athen, 15- März- (Allg. t . Die En li" e loire
die vor kurzem von Smyrna und TZenZdYs hier angeZottnéneHWiir: hat ihre angetretene O.Uarantaine im Piräus nicht beendigt, son- dern gesiern bei günstigem Winde den Hafen wieder verlassen, um nach Malta zurückzukehren. Ihre Excursion in den Ge- wässern der Dardanellen war also nichts weiter als ein diploma- tisches Manöver, das seinen Zweck verfehlte; denn wir haben hier direkceNachrichten aus Alexandrien und Smyrna, welche die Spannung zwischen Mehmed Ali und der Pforte als fort- dauernd schildern , und an eine Wiederaufnahme der Feindseiigx keiten glauben lassen.
Die Pforte unterhält cin friundschaftliches Verhältniß mit der Regierung Griechenlands, und scheint in den Griechischen Nachbarlanden ihres Gebiets" die Pascha's zii ähnlichem Wohl- vcrnehmen aufgefordert zu haben. L.?chrrre Bayerische Beamte wurden in Janina und Tricala, wohin sich auch jeßc die Rei; senden wieder wagen, aufs Beste empfangen, undeinige sogar mit Arabischen Pferden bcschenkt. Es ist lange nicht vorgekom- men, daß ein Courier angehalten oder sonst eine Gewaltthätigkric in dem ehedem so berüchtigten Runieiirn imd Macedonien ver- iibr wurde.
Die Straße zum Piräus schreitet rasci) voran, und es blüht nunmehr auch diese einst so berühmte Hafenstadt wieder auf. Die Architekicn haben dieselbe auf die Fläche zwischen Mundchium und dem Türkischen Molo, ivo einstweilen die Sanitäks-Behörde wohnt, neu projektirt, und die Straßen wie in Athen mittelst Gräben angedeutet, an deren Kreu linien die Namen an Pfähie geheftet wurden. Wer bloß das eben und Treiben innerhalb dieser imaginaircn Mauern sähe, würde glauben, die Bevölke- rung betrage das Doppelte. Uebcrall sieht man Hütten und „Bretterbuden, und hie und da sprießen die Pfosten und Balken eines Hauses aus der Erde. Was das Projekt einer Eisenbahn betrifft, so hat es sich, wie leicht ermeßlicl), als zu vorschnell er- wiesen. Die Versicherung, daß man die Armee reduziren, und zunächst die Bayerischen Truppen entlassen wolle, hat die Grie- chen mit großer Freude erfüllt, und viele friihere MißvergnüLtr, besonders alte Offiziere und Capodisiriancr, hcrbeigelockc. „ie Leute haben bei dem ihnen inwohnenden richtigenGefühl des Schick- lichen eingesehen, daß der Staat mit dem Gelde, welches ein Deut- sches Bataillon täglich mit Einschluß der Reise kosiet, drei Grie- chische besoldcn, folglich das Kriegs-Budget um zwei Drittel ver- mindern könne. Es soll im Vorschlag seyn, die als sehr brauch- bar sich bewährende National-Gendarmerie bis zur ahl von 2000 Mann zu verstärken, und außer ihr nur eine Landwehr mit einem in Athen garnisdnircndcn Stabe und Lehr-Bataiilon zu organisiren, um dadiirci) mit einem Male die möglichste Oe- konomie einzuführen, und dir iämmtlichen Offiziere und Armer- Beamten in Thätigkeit und bei Zufriedenheit zu erhalten. Befferes wäre der Regentschaft wohl nicht anzurathen. *Mit dem Gerichtswesen will es noch immer nicht voran. Es fehlt an Juristen und Advokaten, und die Ausländer sind der Sprache nichr kundig. Am Areopag oder Cassationshof haben mehrere ONitglicder ihre Dimissionen eingereicht. Dagegen giebt man fich Mühe, den Wünschen der öffentlichen Orgqne mit den Schulen zu genügen, und reiiffirt. . Es fehlt in Griechenland nicht an Lehrern. „Dic Regentschaft hat ausländischen Philologen, die sich hier befinden, Hoffnung zu baldigen Anstellungen gemachr und Wartrgelder bewilligt.
- Man schreibt aus Tricsi vom 13. April: „Die Nach- richten aus Griechenland stimmen darin iiberein, daß in Er- wariung dcs ]. Juni das Land der Ruhr sich erfreute. das dann Bevorsichendc waren die Ansichten getrennt. Zn Athen selbst stehen fich zwei Parteien schroff entgegen, die regentscpaft; liche und die rumeiiotische, Jene behauptet“, bei der Jugend des Königs sei) es nochwcndig, daß der Staatsmann, welchen das Vertrauen der Mächie zur Regentschaft berufen und darin bestä. tigt habe, wenigstens noch eine Zeit lang an der Spitze der Ge; schäfte bleibe. Geschieht dieses, so wird die Regierung des Kö.- nigs als eine modifizirte Fortsetzung der regentschaftlichen sich dar,- stellen und unter der Verantwortlichkeic cines Ministcr-Chefs * oder Staatskanzlers geführt werden , und diese Ansichc scheint sich denjenigen zu empfehlen, welche die Garantie der noch jungen Ordnung in dem Namen eines anerkannten, von der politischen und der pccuniairen Macht gut angesehenen Staatsmannes suchen, und meinen, daß dessen Fehler theils durch den richiigen Sinn des jungen Königs, theils durch die Liebe des Volkes zu ihm könnten ab ewcndrt oder aufgewo- gen werden: diese sen die eigentliche Zdanacec fiir alle Leiden und Gebrechen des Landes imd seiner Lage. .Die andere meint, man müsse es gerade vermeiden, auf diese Weise den Namen des Königs zn gebrauchen, auf den das Volk allein vertraue, da er in Griechenland noch neu, also vorzugsweise eine mo- ralische Macht sex». Dazu würdd die Fortsetzung des regent- schaftlichen Systems, weil es in Griechenland keine Früchte ge.- rragen Und so großen Haß erregte, auch unter Modificationen kaiim durchzufi'threii seyn, und wollte man sie auf die Länge ver- suchen, eine verderblichc Capodisirianische Reaction zur Folge haben. Es sei) deshalb weder zu erwarten, noch zu wünschen, dai“; 1101110811 gegenwärtigen I)iachi'habcrn Einer bleibe, sondern daß der König mit neuen Rathgebcrn, die sein Und des Volkes Vertrauen verdienten, eine neue Rrgicrimg beginne. .Da man nim diese nicht in Griechenland zu finden glaubt, hat sich das Gerüchc verbreitet, ein Conseil, sed es in London oder in ONlin- chen, oder im speziellen Auftrag der J)?ächtr, odcr Sr. Mai. des Königs von Bayern, in Athen gebildet, werde unter dem Könige die Geschäfte leiten. Diese Idee hardic Gemächer während der lrkxtrn Zeit sehr in Bewegung gcscizt.“
A r g 1) p t c n.
Man hat iiber Triest schr beti'i'tbende Nachrichten aus Alexandrien vom 2. ?Jkärz rrhaltcn. Die Pest machte so reißende Fortschritte, daß man der Zahl _:hrrr täglichen Opfer gar nicht mehr berechnen konnte. „Der Geiundheirs-Kordon war als unnütz aufgehoben worden; die Pestkranken verließen ihre Häu- ser, und alle Straßen lagen voll von Leichen. Die Seuche war (100) in das Fränkische Quartier, dann auf die I(egrxptischen Kriegs- schiffe Nr. 6. und 7., und ielbsc auf die Kauffahrteischiffe ge- drungen. Unter den eingesteckten Fahrzeugen nennt man zwei Englische, ein Französisches, und mehrere Griechische und Aegi) tische. Die ganze Stadt war in die größte Be iirzung versexzt. In der Näke von Alexandrien waren häufig ? raver, die in den Baum; wol-PfianZungen arbeiteten, todt nicdergrstiirzt.
Nom, 11- April. Folciendes isi die (bereits erwähnte) An- ede, welche der Papst Gregor Ixil. in Bezug auf das, Able-
Der Großherr hat, um seinen Unterthanen die unnöthigen Ausgaben, welche die Anschaffung eines bedeutenden Vorrathes an
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