1835 / 139 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

--

:*?“- "1- *

„. *: ““.-* .

„**-. Z.:«xr»

KFHFMD

„*Y"HXTF“NK«§«§%L .*") "L'?" «„U- * -. *:? ' .

-k*. ck....

«"ck “4 "'*'-HC KH

- «.*-«..

k. /-,

'1 . ,..- . :*"1. .- . ) .- *.*“ „I , „„ **.- ck .,1. „,x-* . ,“.“ ... 1 . „& IT,. „.,-„ 7 4.4, „..„ “m_". . 1." ' r- 1-- 1 «.' '1. ," (16... .* -_* : . 1 . .".1 ' 11, ck I;. - x'." ' ,k . N '.. , k.“- :! „**, 1“. "1 “_, 'I. ck !*

„„ckck-«14.7 &. »,

“. “*. 7“ 11

*„

und Holoserne-s, Lustspiel in 2 Akten, nach Théaulon, von L.

Angeln.

Mittwoch, 20. Mai. .Der Barbier von Sevilla, komische Oper in 2 Akten. Musk von Rosmé. (Olle. Vial, vom Kö- !U'Sl. Sardinischen' Hof-Theater zu urin: Rofine, als Gastrolle. „"„m weiten Ak; wird Dlle. Vial Variationen von Rode fingen.)

reise der Pläße: Ein Platz in den Logen und im „Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. :c.

Donneestag, 21. Mai. Zum erskentnale: .Der alte Antoine, oder: Die drei Generationen, dramatische Bilder aus der Frem- zöfisck en Revolution, in 3 Abth, nach Melesville frei beat'be1ter von réedr. Genée. Erste Abtheilung (spielt 1789): Die Fam111e Saint Vallier. Zweite Abtheilung (spielt 1793); Die Republck. Dritte Abtheilung (spielt 1829): Der Erbe.

W Neueße Nachrichten.

Paris, 12. Mai. Geseeyn Abend wurde ein Minfsterraxh bei dem Marschall IKaison gehalten. Die Sißung währte b1s halb 11 Uhr. ,

Nachdem die Pairs noch gestern spät am Abend zu emer außerordentliche" Sißung auf heute zusammenbeeufen worden, fanden s1ch déeselben am heutigen Vormittage schon bei guter Zeit eén, so daß bereits um 11-;- Uhr die Versatmnlung 11111113- wöhnléch zahlreich war; von de119321'néste1'n waxen der 9321111111111! Maison, der Admiral Duperré und Herr Humann zugegen. Um 12 Uhr eröffnete der Präsident die Sißung, und nachdem der Finanz-Ménister zw“ von der andern Kammer bereits ange- nommene Geseh-Entwürfe vorgelegt hatte, ergriff der Herzog von Montebello das Wort und sagte: „Die „Trib1111e“enchälx in ihrer gestrigen ( in Beschlag genommenen) Nummee ein mir 91 Untemchrésten versehenes Schreiben an die poläcischen Ange- klagten, worin die gehäsfigsken Verleumdungen, die heftigsxen Verunglémpfungcn gegen die Pairs-Kammcr 111 der Ausübumg ihrer hohen richterlichen Functionen enthalten find. „Wohl weiß ich, 111. H„ daß die „Kammer auf die Schmähungen, welche die Factionen fich so oft gegen fie erlaubt haben, oftmals nur durch Verachtung antworten zu müssen geglaubt hat. .Wenn aber die anarchischen Leidenschafcen in ihr die heiligsten Grund- säße der Gerechtigkeit anfachten, wenn sie die von ihrem hohen Richtcr-Amte gesetzlich ausgegangenen Handlungen als gehamge Maßregeln brandmarken; wenn für solche Fälle das GWH Ih- nen das Recht vorbehalten hat, entweder selbst dem Lande Ge- rechtégkeit zu verschaffen, oder die Sache den Zewöhnlichen Rechtsgang gehen zu (affen, so würden Sie nicht bkoß gegen sich selbsk, sondern gegen die gan e Gesellschaft fehlen, wenn Sie schweigen und fich des Re )tes nicht bedienen wollten, womit das Gesekz Sic bekleidet hat, um ein so großes Vergehen zu bestrafen. Vor einigen Monaten hat die Kammer bei einer ähnlichen Veranlassung auf den Vor- schlag eines meiner ehrenwerchen Freunde keinen Anstand genommen, den Herauögeber einer Zeitung ( des National), 9er Sie beleidigt hatte, vor ihre Schranken zu laden. „Heute, 111. „H„ wo die Umstände viel ernsterer Art find, bin ich der Meinung, daß Alles, -- die große Menge der Unterzeichner dcs gedachten Schreibens, die Unverschämtheit, womit sie einen Staatskörpee beschimpfen, dessen Ehre nicht ihm allein, sondern der ganzen Gesellschaft gehört, endlich die Kühnheit, womit fie die Ameklag- ten zum Widerstande aufmuntern und die Mitschuld des Bexge- ens, über welches Sie zu richten berufen sind , für fich, in 42111- xpruch nehmen, - daß Alles, sage ich, Ihnen eme gebteteecsche Pflßcht auferlegt. Ich beehre nnch daher, der .Ka111111er vorzuschlagen, sowohl den Heeausgeber der Tetbune , als die sämmtlichen Unterzeich11er des mehreewähn- ten Schreibens, insofern fie fich zu den Unterschriften bekennen, vor Ihre Schranken zu lade11.“-« Auf Verlangen des- Vécomte Dubouchage und einijczer anderer Pairs verlas daraut der Archivarius Cauchy sowoh das inkriménirte Schreiben (das wir morgen ausführlich mitcheilen werden) als die Namen der Unterzeichner, die keine andere sind als die yon den Angeklagten qewä [ten Rechtsbeistände, mithin auch d1e becden Depurirten Hon ormenin und Audry-de-Puyraveau, so wie derAbbé von La- mennais. Nachdem sodann mehrere Pairs darauf angetragen, daß die Kammer in einen geheimen AusschUß zusammentkcxe, wurden die öffentlichen Tribunen geräumt. «» Was, in die1er geheimen Silzung verhandelt worden, 111 zur Zeit noch nicht be-

x'annt geworden, indessen dauerte die Beraehung so lange, daß .

die Stßung des PairshofesOauch um 2; Uhr 11th mch: erösf. net werden konnte. Schon nng das“ Publikum a111 den öffenen:

566

chen “Tribuncn an ungeduldig zu werden, als endlich (es war beinahe 3 Uhr) die Angeklagten (jetzt nur noch 27), einge-

führt wurden; fie waren diesmal nicht durch Munizipal- Gardiscen von einander getrennt, sondern nahmen Alle neben eénander auf der ersten Bank Malz, während die Gardésken sich hinter ihnen aufstellten. Diese Anordnung, dauerte jedoch nur bis ur Eröffnung der Sitzung, wo wieder Gendarmenzwischen die lngeklagten beordert wurden. Um 31- Uhr traten dte Pairs ein. Der Namens-Aufruf ergab keinen Abwesenden. Der, Ge- neral-Prokurator zeigte zuvördersk an, daß ein gewisser Geeaud fich freiwillig als Gefangener gestellt_habc, um an den Debat- ten Theil zu nehmen. Nachdem die1e1' Stgnd und Namen an- gegeben, wollte der Archivarius Cauchy 11111 der Verlesung der Anklage-Akce fortfahren. Da erhob fick) der Angeklagte „Ber- tholet und erklärte, er habe fich zway xu demselben Be- hufe vor zwei Tagen ebenfalls freiwilltg gestellt; da aber sein Vcrcheidéger verworfen worden sey,§1o verlange ee, fich zu entfernen. Der Präsident: „Seßt CUch, Ihr habt nicht das Wovt!“ Berftholet: „Ich proeeßcre; 111) mag nicht _béeében, wenn 19) kemen Verthetdiger zu"." Oecte habe!“ Der Angeklagte will gehen; der Prhndent befiehlt, 0,111; ée z1111'111geb1'acht weede. Bertholet: „Ich jage Euch, ich [1111116 1111111 111111 mag mich nicht schen.“ Da der" Atxgeklagte den „Hrn. Tanck)» 911111111113 nécht zu Worte kommen lick; Und ihn immer wéedcr von neuem unterbrach, so blieb 31111151: 11icl)tstveitc1'1“1b1'éq, aks ihn aus dem Saale zu cnkfe1'11e11. CM 1111913111“ Angeklagter wollce dem Beispiele chchoéee's folgen, indehen gelang Es OM 93211111519111- (551119119311, ihn 311111 :I?icde1*1"1_1§c11 zu bewegey. _ Der neu hinzngeeretene Angeklagthieaud eeklärre, dax; _e1' mh 11111111 Bruder 511111 Rechtsbeistand: gewähjr habe, 1111111111111 bcwe_Uegt WUWE- Ickx cndlécl) konnte Here Cauchy die Anklage-Akte sort- 1119111, bei deren Vorkesung er nicht weiter unterbrochen wurde.

Es heißt, daß die 5131111'151111111181' am Schlusse ihrer heutigen geheimen Sißung die weitere Diskusfion Über 9111 Antrgg des Herzo s von T*)?ontebello 111 Betreff der von den Beecheedtgeen der ' ngeklagten erhobenen Prokestatjon auf morgen aus;“.esekzt habe, )?an verstehen, daß viele Unxerscheéften dieser Protesta- tion nicht von denen, denen sie angehören sollen, herrühren.

Die Deputircen-Kammer bcendigte in ihrer heycégen Sitzung ihre Beeathungen über die Yxßeroedentlichen Z111ch111sc zu den Ausgaben von 1834 und erönnete 11191111n_dic Debatte über das AusgabexBudget für 18:31“; , indem 11e_ mit dem Etac des Handels;Ministerimns begann. 'In derselben Siz- z1111g legten die Herren Bugeaud 11111) Reynard die Konunisjwns-Bcréchce über die beéden GeseZ-Entwürfe wegen einer SU111111e von „“)-50,000 F1“. zur ferneren Unterstützung der fremden polétischen Flüehklinge und wegen der Einführung einer Da'.11pssehifffahcm-Verbindung zwischen Frankreich und der Levante auf das Bureau des Präsidertren nieder.

»))?1111 91111151 nicht, daß dée Oppoficion der Depun'1'ce11-Kam- mer 1111 die 9329111111“ Jnterpcllatéonen 1111er den Prozeß vor dem Pairshose réch1e11 wird. Dagegen heißt es, es werde die Depu- tércenkanuuer 11111 die ÉOULRHTLZUUZ angegxnewa weeOen, die HH. Cormenin, Garniee Pagkxs und Boyer Q'Urgenson, als Unrec- zeichner verschiedener Petitionen, die sie gemeinschaftlich mit den Veethcidigern der Angeklagten abgefaßc haben, gerichtlich belan- gen zu dürfen. Einége behaupten sogar, ein Depurircer werde ihre AU'sstoßung «Us der Kammer, wie es einmal dem Herrn Cadet geschehen ist, beantragen.

Nach dem Messager nehmen nur drei Angekéagte die De- batte vor dem Pairshofe ohne Protestatéon an; es sind dies die Heeren Laporte, Marcadécr und (651111111119. Nach demselben Blatte find es 41 Parry“, die 1111) zurückzu ichen gedroht haben, wenn der Pairshof die Konkluswncn des Öcnerai-Prokurators Martin annähme, daß nämlich die Angeklagten, auch in ihrer Abwesenx heit, bloß auf Aktensrücke hin _eréchtet werden sollen. Schon 500 Nacional-Ga'cdiften der 101111Zegion haben folgende Procestatéon unterzeichnet: „.Die Unterzeéehncten, National-Gavdisten dec 101en Legion, erklären, daß ste gegen alée Akte protesriyen, die die Na; téonal-Garde unter die Milktair-Behöede stellen würden, und verpfiichten slch z-ngeich auf ihre Ehre, daß sie den Dienst im Lnxembourg 1111111111111: werden.“ Auch bei der 11. Legion 3111 17111111 11131 einc Peoresrarion gegen wen Dienst der National- Garde wahrend der Deöacten des großen Prozesses und hat schon viele Unterschriften erhalten. Der Messager berichtet: „In eince Z11s111111nenk11nfc der Vertheidiger der Angeklagten, die heuce statfgefundcn hat, ist bcschloffen worden, daß eine Summe von 20,090 Fr. für die Unterst1'1ßung der" Angeklagten und ihrer Fa- ? milieu verwendet werden solle.“

' den. Man sprecht davon, daß dee Spe1111che11 Regierungv

An der Börse war heute eine gänzliche Stockung in * Geschäften. Erst um 3 Uhr erfuhr man„ was eigentlich die a ßerordentliche Zusammenberufung der Patrs-Kammer verursa abe. * h Es ist das Gerücht ausgesprengt worden, in diesen Tag werde eine politische Brosch11re vom Marschal1 Gérard erschein, die unter Anderem die Korrespondenz bekannt machen werde, 1- zwjschen ihm und den Ministern gepfiogen tyorden, als diese sps erbocen, sich seiner Bedingung, eine Amnestte-zy erlassen, zu wollen, wenn er wieder Präfident des Memfterraths w.. . wolle.

Eine „Brigg ist vor dreiTagen von Toulon abgegangen, , dem König Otto von Griechenland den Scepter und die K., zu Überbringen, die hier von dem Goldarbeéter Odéot verse“; worden smd.

Jm Journal des Debats liest man: „Die Eng», Blätter (vom Iten d.) theilen Nachrichten vom Kriegs-SW p[alze in Spanien naeh Briefen mit, die mit dem Packek-VM „Royal Tae“ eingetroffen sind welches von Santander am Mai abgegangen war. Diese Nachrichten, die sich 11111113111an auf die Operationen des Generals Valdez beziehen, Von nen wir schon Bericht eestatter haben, sind sehr ww sprechend; jede Koeeespondcnz, entweder den liberalen „„ -. den Tory ; Charakter des 251111191? ("111 sick) tragend, „_ das sie ge1'1chter ist, liefert demnach nur sehr verwirrte Min., lungen, wie Alles, was uns seit einiger Zeit aus Navarra 1151111111. Der „1332911111111 Herald“ 111elöec die 171111111111sz Miguels zu „55.1539 111 1251511111an und die Einnahnw Béibao's 111- dte Karlisren. Allein man hatte 111 Bayonne am 7ten * aus Bilbao vom Freu, die dieser Nachrichten nicht im ent „_ sten erwähnen. Die Besatzung von Bilbao hatte im Gegench Verstärkungen erhalten.“

Es wird aus Bayonne 110111711311 geschrieben, daß Gen Valdez am Iten in Pampelona an ekommen und Gencralé 9an nach Madrid abgereist ist, Im Iren soll Valdez 1111 Spiße von 18,000 Mann Pampelona wieder verlassen und Jeglen Lumbier, welches die Karlisree: beselzc“ halten , gew...“

a1en.

Die Election von Bordeaux enthält folgende 9711111111 «1111; TNadrid vom 29s'cen v. M.: „Die Regierung soll dem zweideutigen „Benehmen des General Alava auf seinem sandtschasts-Posren in London, wo derselbe sich zwischen den den Parteien hindurchzunvinden gesucht hat", sehr ur1zuf111 111111 11119 seine '.)[bßerüfung beschlossen haben, doch hält 11111 11éel)e für wahrscheénléeh, daß sein Vorgänger, de1' Marquisv JITirafiorcs, wieder 111111)C*11911111d gesandt werdeU dürfte, ong' davon die Rehe 111. Sobald 'der Tod des Herz von Leuchtenberg hier bekannt wurde, erhielt M C' nésche Gesamdte zu Lissabon den Auftrag , eine Verb dung zwischen Downes Maria und einem Sohne des Insa". Don Francéöeo de Panda vorzuschlagen. D1ese Unterhanol schlug jedoch fehl, wer! die Herzogin von Braganza andere .“ sichken hatte. .Der Gedanke ist daher ]“th ganz aufgegebcnw

* 1

gxoßen LondonerKapitaliscen, worunter sich auch das HausRo schild befinde, ein bedeucendes Darlehen angeboten worden [ um die ganze auswärtige Und innere Schuld konsol1déren,-1 Bedürfmsse des Staates bestreiten und Unternehmungen zum1

deihen des Landes beginnen zu können.“ 11

- Heute schloß 5proc. RenteZZp. (30111111. 108. 40.11.11... I

108. 51). ZPWC. 111". (30111111. 8]. Ncap. [)1'. 00111111. 99. 21). 611 (30111. 99. 35. 5proc. Sp- 49151. 3proc. 311. Ausg. Schuld 20-3. Cortes 493. 21111 Holl. 59. "25.

Frankfurt a. M., 15. Mai. 1024. 10231. 4proc. 971.9-7-1. LZproc. 58. G. 1proc„'.„. G. Bank-Acreen 1630. 1629. Parc.-Obl. 141€». 141. Lo 11 1011 G. 213.*Br. Preuß. Präm.-Sch. 643. 641. do.1p nl. 98-7. G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 191.11, 101.37, P Loose 78141. 701. Hproc. Span. Rente 473 47. Iproc, do. 28-1. 2 1.

Oesterr. 5proc. Me

*- **

Redacxcu." C9 et- 1.

Gedruckt bei A. W. Ham

) 1

„ens, das der Herzog von "Montebello heute der' enuncirt hat:

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Se. Majestät der Khnig haben de1n Hofeéöärtner Voß zu anssouci den Rothen Adler-Orden v1e1'ce1' Klasse zu vcrlethen “uhÉc. Majcscär der König haben den „beiden leoren Korz- ing und Vrolyk zu Scheveningcn 111 „191111111111 dre Rettungs- 11daille mit dem Bande zu verlethen geruhr; _

' Des Königs Majestät haben geryht, denKDtxcktor des Land- nd Stadtgerichts zu Goldberg, Juertzrach «11 ßengutk), zum

„„,-s1311stiz1'akh für den Goldberger Kreis zu ernennen.

Ihre KaiserkHohciten die Großfüeskin Helena und die

1.xoßfürscinnan“?)karia, Elisabeth und .Jachayina“ 11011 )*ußland sind von St. Petersburg eingckrosen 11110 11111 dcm

onjglichcn Schlosse in den für Höchstdiesclben in Bereitsämst

cscHtcn Zimmern abgesticch

Der bisherige Land- Und Stadtrichter Schlemm zu Koniß

|zum Justiz-MxUmissartUs bei dem Stadtgeeichte 3191331111111; 111) zum Notarms 1111 Departemenr des Ohe1*-La11desge1';chrs zu 11a1'1e111ve1'de1' bej'rellx worden.

Ze111111gs-Nacl)1'ichken, 21116111 11 0.

Frankreich.

Paris, 12. Mai. Nachstehendes ist der In alt des Schrei- aérs .- Kammer

„An die Avril-Gefangcneti'.

Bürger! Um uns des Vertrauens würdig zu zeigen, das Sie

.nssejt dem Tage, wo Sie 11115 zu der Ehre beriefen, thenazgr eite auf den Bänken des“ PatröhofcsPlay zu nehmen, unablasng .ewjesen, beeilen wer 111117, das Sct)rctve11_zu beanxworten, welches Sie gefrern an uns celanen haben. *- Wtr begrencn es sehr wohl, Sie sich, in 11er verlqffenen 11nd getrennten Lage, in „welche un- sere gemeinschaftltchen Fecnde Ste in demselben Augenblecke versetzt _ 13111111, wo sie Vorberettungcn der Gewalt und des Schreckens treffen, an

1151111111111, nicht um aus unserem Gewiffen cine Krßf1zuschöpfen, die (men nie gesehn hat, 1911111111 um von uns,;“jhranrudcrn, zu ermhren,

ov (" r Berra 111 111111) 111 Allem der repuvlikamscven Partei würdig“ [111 60119. 82. -. 5pr 11"1„“§Z.ff1n [109111119118111' Stützen und unerschrockcnüe Verehejdéger Sie 171111. Es 117 111111 aber für uns eine Gewkffcn-I:P1Licht„ - und wir ersüUen sie mrt stolzerGenugthuung, » im Augenchte der 528111511 erklären, dqß Sie 11.1) bis zu diesem Angenblicke der her- ligen Sache, dee Ste Frechen und Leben 1 _ nd daß Sie den Erwartungen aller freien Männer edelmüthtg entspro- chen bavrn. * itJbren Rechts=Bcé11änden zu besprechen, und nach den alleinigen Eingebungen Ihres Gewissens haben Sie gehandelt und gesprochen ie Ein Mann. avcn Ihre Réchtcr verworfen. Man hat Ihre We1ver, Kinder-

geopfeet, würdig gezeigt,

2111111111111 Sie behindert, sich unter einander und

Man hat Ihnen Vertheidiger verweigert, uud Sie

119119111911 Ihnen emfernt, und Ihre T 111111111 hat sich 111 de.; insamkett noch erhöht. Man hat Ihnen das Bajonnec 11111

die Brust gesetzt, 1111d Ihre Brust hat 1111) unte1' der Spétze der Bajonnctte geßählt.

x: w11111„11ndSic haben jedeVertheidigung zurückgewiesen. Man hat , 1611111111111mloser Stémme versucht, Ste 1111 Angesichte des" Landes ' anzuflagen, und Ste haben mit lauter und siolzer Stimme Ihre “211111111311: angeklagf. 2111111111.“ 1111111719 und Sie haben bei Ihrer Wegführung durch die

Man hat die Vertheidigung verstünnncln

Man hat Sie gewaltsam der Gegenwart Ihrer

männliche Kraft 51111111“ Sprache dke. Richter „auf ihren Sivzcn erzit-

* 1-- 1!!!“ 3 *!" *k.-“'*'1*s.l-s« k-'1' ““?“-“'*',W "IMI", (. [:*-"'M-„MU. L*UxW ““"“!“- MU “. ** 13.1.75-7 -*I"F*'?-)“**ÉL'*'1chPK1YI [“I'MWlk-U WpélÖ-“U-“L' -']' AKKU“ 1

-..* «„..- » - --

WW,“ "“' .-.-_;_.;x._.„„-„-=. *“ '““ *???»- " Wége1111111e1 Bekahnx'maebungee. NWMEFKZ

Auf je:;égen Antrag des Dvcxorö Oldenburg hier- 1111111 Feiederiken,_„verehcl. 531111111111;- vorher verwittw muß, 1111,“ 1111-11-15 (..,-1111111111111 tm Amtsrath Schon: Partner, (Hucsbewyerm 111 Merkwth, zkakfrtedtguM

deegx'eh-„n Debétwescn, wird denjenigen Gläubigern 1l)1er(_§;11äu_111'g1-1' dee 23111e111111111c1sche11Eheleute, vormals auf Blüäwr, 1111er (211111111114 und M'» des wail.A1n1seathScl)dnberg aux Blücher, 111; als werdcn.

"dercn Forderungen in Das Blücherscin Hypothekexr- te (5511191111111, Welche 1111 die ernannte vercbel. Frau;

_ e durch den bereits 9111111111141 aus irgend einem Grunde Ansprüche 511; 11111 17. Juni 1818 legittmieken Ober-Aypclwtions- 111111111 11e1'1111-é11e11, 111111 und geladen, das; ' dert zwanzxgüen 211191111 11135

Buch 1111111911711 waren, und ;.

zzcré,1)t=F-Pe1.cuxato: Hettling zn Wolffcnbüttel, resv

1117111 Suhfiimten, dcn Advocaten Baetnmg biersel'vß, 511 ruhte".- 1.7.1111": (1111111115391 1111 (Hroß-Probstci-(HQÉ

ihre noch habenden Ansprüche 1111 den 2111111111111) 111111511119 «(11111

Sä,)öubcrg, 111-1110 dessen Nachlaß in dem, nach er. den (531111;1111:t511o:“1111'1111)e111 und durch die Vor1111'1n-1

111111111“:- foemcÜer Concurs-Eröffnung 171111“ sotbanen de_r oder 1111111),

0111111111"; 11:11 ;: Fehr. 1889.1111111319111111110119111111096.,retchend, 111111111511“ (J.vol!n1äch1égtc rescl) "„Je-mine 1111ge111clde1_ 111111111, _11_11chde111 von dem ge:;decu mtr dem 1111111111n .!)crrn 1211131111 11115 q1'1tltCk)k'Z„*bat1 7111 verkaufen. 7411.11" Peocurator 1911111911 1e111e Vollmacht a::fge- Verhör und Unterh-mölnnq Pütßkn, 1111.11 1vo111bglich11gen s:“nd für den Käufer sehr annehmbargestellt, in- _ treffen, in desen Ernüehung abcrjdcm der größte Theil der Kaufsunnne gegen Zinsen 11:1 111117111101 iK, hiermtt aufgegeben: 111111“ *.*.“ocderungcn und Ansprüche liquidiren und bc:

!

rufen worden und 1111911111) auch die seéncs Sub:":itu- c111e11_ Bergleech

0115111111 1111: 12111 Pre111111ch111 «“Wake-11.

: t a l : S i t a t i o n. sbiefigcn Bevollmächtigten zu Annahme künftigeer „dungen und Zafertigungcn besjeUen sollen.

UFkundlécb 11? diese Edictal-Cétmion unter der Uni» ve1'11_9_ät'“;711s1'egel_und des verpßéchteten (Hericlns-Iw 11111111 ktgenhäkidtqen Unterschr1fr ausgefertigt worden. _ So geschehen Leipzig, den 30. 2111.11 1835. htermtt alle bekanme und unbekann-xDas Groß - Probstei - Gericht der UnéVer: sität daselbst.

C- E. M ck [* U 5/

GcrxActuaréus.

Vermögen Frau Wélbeiminen Alber.-

s1'1:.1.'n;111'11chend 911111111111, und nach 1111111119“ dcr Concurs 1111111111 worden]

(l.. 5)

1“ 'Sie entweder in PWW" resp. mit““

stehen bleiben kam:.

1,11"er Wochen, vom Tage der ersten Bekam":'schcénégrn 11111111, unter der Verwarnung, daß diejeni- Kdnigl, JunUgenz-Comloir hier.

machung dicses 111791119th Notificaroxjj a-nqc rechnet, einen 2110111139101“ 111 1111-- zu dcesen Dc- bitacnn 311 1191111111111! und denselben *11111-31-511-

.11:1-.1*11.11 i11«m1-!Z-111-- 11-“3.*“:1§1111: [1014151131919 »

Ndlegunz «11-11 „„...-111», gcrichrléch vroponirtcn werdcn geachtet

Verglei-ä) 11 1111111111111, sons: aber, wie hiermit 1-„11-11 11:11 111 der be1ii111mte11 sccl1s1vöche111licben F1'1'11 cm fär a emal angedrohet wird, unfehlbar zu dnrch 111-1111vech1elnde Sätze 1111111111) vsrfahren und den veerten September [1435

gewäeeégen, daß (Ze 1111 1111 die Beschlüsse der an:? wescnden, oder mit Procuratoren 111 11111. vrrse- der Pnbltkatéon

9111er: Creditoren für gebunden werden e:?!äret Auffenbegliebencn 1'mgleichcn

' sechsten October 11-135

blk Jurotulation „der Actcn zm“ Versendung nach recht»

Im' Großherzogs. Merkl Xufiiz-Canzlei verordnete licheanrkennt-nß oder Abfassung eines Locations- Beschexdes gewärteg„ sein; übrigens auch diejenigen

Gläubeger, welche mehr 111 1090 jucljcjj wohnen, einen

werden. den Schwerin- den 1. Mai 18:15,

Director Vice-Démtoe und Räthe. 11.8.) ' , G.- v. Maydell.

91-11, „11111111111,111sc1rvlcéven oder ihkc Ansprüche nicht 911111119 1111111d11'cn, 17.11 ausgesehloffen Md ihrer ?in- 111111111e 111111) 11111 der ihnen etwa zuüehendca Rechts .. _ _ woßlthat der Wiedereinscyung in den vorigen “Stand, zn einer 1111 1111111111: Er11a1'1111g uber einen zur für,“ 911111111111, sowohl diejenigen, welche zwar erschei- Hinlegnug céncs 9111111511111“; mit dem Guts: neu, 1111) aber wegen Annahme eincsetwa vorseienden'Vcrlkn bei E. S. Mittler, so wie in allen andern gexzolu-n 1011 1-- 1111-1131.

besétzer 251111111111 auf Nuetcln, 11-1. Rechnungs- Vek'gleich uicht deutlich erklären ür cénwiUk end Bu andlun en daelbü und anderwärts u aben: ] “l'! lr. "' .--_ * - . - . ' k , f g (hh g s i b PractésäwAnleitjuttngkkdt'n Ueberseyk."“- nde ahn VWMIM“ “"' Welche d“ RNÜ'UMI kb" getrieben [11111

. na * «1 ' -' ' ' dem Deutschen tnsFra,nzbséschc "'"“) en, »IWSJ 51"er m d“ Unmöglwhknt 111119111- fick) zu Vertbetdt- wctzung auf d1e Grammattken von Hckkm“ 1 ' ' '" /

Werden, sodann mit dem Herrn (,'-11- Das Benehmen der

cim"; Präklusvbcscheich wegen der

1111115.

Verkauf einer bedeutenden Apotheke.

Ein Apotheker in einer der ersten Städte der Rhein: 111 ?ibschiecßnng eines 231111191111; a11ö=ZProvßnzen 111 Willens, sein Geschäft, wckches einen emen, zujvdr-jährlechen reinen Medicinal111111'111111g 11011 111,8(10Tl)lr. Hausvoigteéplah Nr. 1, c1'1“11)1encn und 111 11:11th Preis und Zahlungs-Bedingun: handlungen zu haben:,

Nähere Auskunft crtheikt das

MsW-WMW-"MZW WDM QMM"

Literarische A11zeigen.

Prinzen des Hauses Bourbon während der Revolution, der Emi ration _und des Consulates (1799-1895). (0110111311111 tm Auftrage von Napoleon Bo. Xranceson und Hirzel. navarte d11rch Barrdre, ehemal. Métglecd des ?

National-Conventes, und mit Anmerkungen ver- mehrt durch den Grafen Néal; Nebst t'ac 35- Aus dem Jranzdsschen ubcrseßt von L. v. Alvensnbcn. 8111. geb. 1Thlr.15sgr.

2371 F. Dümmler, Linden Re. 19, 11? s *“ erschtenen: _ , E1chorn, K. F., Prüfung der Gründw ' „welchen von den Herren Klüver 1111131111 dee Rechtsgültigkeit und StandeF-näßtgkelt von seiner Königl. Hoheit dem .Oekzogv Sussex _mit Lady Augusta Murray 1'111 .1'“ 1793 gejchlosenen ehelnhcn Verbindung btb t_et wordenisc. geh. ] Thlr 5sgr. , Devpold, 111:- H. C., Skizzen der allgemtl Winter 1811 Nach seinem Tode bci“*JUsng' 2 Bände. Lte Auflage. 2 Thlr. 201111. So eben isi in der Na11chschen Buchhandl"

1111112191111“, 1111131' „*Kejxn'abl 111101'85311111171'EÜ

1'1'111121'121812]:1*11 ['r-1891511111 111111 ])113111131'11, "

111211, 1011 [.. 11113181 11111] il. Kosta. “7 i L 1" t. 1: 1"

Fr. 890.

Enthaltend: _eine 1- !nzabl nzusiergültigee, nach den Regkl" Grumman! geordneter, aus den besen ska"

bearbeitet von Friedrich Herrmann »: Louis Axbcrt Beauvais. 91.8111. 20 SM- Prets 25 sgr.

1111111111111. Mit wte1mm_er, durchaus 1111111 verleUgnet, um 1711) allein der Grund- [1131119111131 Gerechtigkeit zu er:“nnern, denen Sieden Sieg zu 1111“- sch11ff1n berufen 17111). _- Ehre mit Jhnen! - Was uns 111111171, die Kerntcbt'minder 1119111191111 smd, unsere PZlchtzn1-11'111111111119 die wir „cl)nen 1115 5111“ Entwickelung den redlichen Weißand unscees Eifexs, unserer Erfahrung und 111111115 innigen Mitgefühxs angedeihen [affen 111011111, so haben wir 11115 1111“ 1111111111111" erkläxt. Ww 1olgen mit

bqndlungen, und bedauern knnen thätigern “211.119! haben nehmen könnm; 11351'1'1'11d bereit, uns “"_fden Ehrenyoßcn zu begeben,- den Sie 11115 1111111'1'11'11111, wtr es mit Würde für Ihre Partsé 11111) mit Eefolg für Sie 1131111

"Ü: frei und vollständig; E"kschexdungen Ihrer vorgeblichen Richter eine xhätége,

Geschichte. Vorlesungen gehalten in Danzig 1111

6111113112911 1119 ],)11711161' 1101" "81181'Lw11m1 neuk *,

Bci Gddsche in Meißen erschienen und in 1-111121'31111, 1191111111191 90:1 ])1'. .]. 111111811 ['“ Qiu)

42 “()J-'"- * | d

.““de Richters mamt den Ruhm des Angeklagten aus.

. "M und 111 1111111 L" d b j ' ' 7.“ ' cken S r117e11ern cntle nten Se! e und .e _. “" kk" ha M d MMZ?"- Us |ck mehr oder sßkYen Fngn'ente, mit UZbrter- “V?“l'zckkk)"i 1111114111121?“ "u“ Gro" oder aus Schwachheet, dcn Handlungen einer

x

einem Worte, Sie haben 1711), bei diepem Anlaffe

1111 lebhaftenen 311191111, mit der bxädeylicchn Sorge deu, Ver- 11111“, daß 11311" an denselben bisher

sobald

nnen, d. h. sovald die Vertheidégung das seyn 1v1rd, waz se'e [11,111 und 111111111115 Werden 11111“ üets 1“:11e1* 111 _ energische !kd fortlazqende Kontrolic üben. - Das von dem öffentlichen Mé- 111111111 m 2311111111111; gebrachte und von der Pa11s=Kammer an:

Ok,!!ominene Syßem der Gewaltthäfigkeit hatte 1711) [»Wer nur M 111111- 2111 vo11“s11)1111vfl1cl)er Zaghaftégkeit offenbaét; 111): hat es

(111111111 die Anwendung des rohen Zwangeö", durch Ihre gewalt-

We Wegführung von der Barre dezGeréMtshofes' (111.1 W111“ 1'11nd NRW. Man harte damit ckWef11ngen, pie Vertheidéger auszuschlie- 1111111111111'11 11121" smnxözjxckban 5111'11c119 cb"; "Ht- 10111 MM? “"ck Sie ausschlteßen,

' „Wksencheu ther 1111101115141 Z.-111*1]111=1l'l' 511117111: :1118 (1011 111158151" i" „xhrer etgenen 2111191111991 ruhten. Lass" Sie es immerhin

Man wolite Szc 111

Veethcidéger vernehmen: jctzt 111111 1111111

schehen: dies 11? keine Gerechtigkeét, es isi ein Bürgerkrieg, der

Rncbritkblun 1'1111 110111171'1'11850111 1111111111011" ':lfl'lshSclwße dW Fkadkns und in dem Ökklkgthmue dk!“ Ges“)? sklbü

rcwi1d - Seven Sie beharrlich, Bürger; zkigcn Sie sich, wx'e

11 |, L i ], Tuner, Whig- üolz- energiscl)"; Sie kind die Vertheédiger dcs gemet-

i „Rechts; 111115 Sie wollen, das will auch Frankreich; auc Par- 111, “UL 991111711“z1g1'11 Memungen wollen es; nie wird Frankreich Ohne Zweifel

. ter erblickep, wo es keine Veetheidjger sieht. k 1 mm 15 emma! so rveit gekommen, der Pairshof die vZYDU'xb-

tchV

den_ jraurigen Muth haben, “Sie zu verurtheélen. te j?erden nach so _91e1111 Unßgereclxxögkeiten aucl)„diese neue Unbill

ener edlen Rescgnatton uber nch ergehen 11111111: die Ehrlofi'q- Zu auen

[Mn Rechtspflege zugeselit den Haß ihrer eit eno en un " FMA) der Nachtvelt davo'ngetra/gen. - Gruß1111719)BZIMULYF)aft!“l3 (Folgen Nr 91 Unterschrésten.)

Ber_lin,_,Mittw,-och den

Allgemeine

4

2011111 M ai

«xre11ß1sche1 Staats=ZeikUUg*

1839.

Der (gestern erwähnte) von den Vertheidigcen der April- Angeklagten gefaßte Beschluß *zur Veranstaltung einer Kollekte für ihre Klienten, welcher unter andern auch von den Deputie- ten Aubry de Puyeaveau und F. Arago unterzeichnet ist (der Name des Deputtrten vonCormenén dagegen fehlt), lau- tet „also; „In Betracht, daß der vor der Paéeskammcr eingelei- tete Kampf döe langwierige Gefangenschaft der Angeklagten und die Entbehrungen Three Famixéen ins Unendliche aUSOehnen kann; da[“; die Angeklagten éhe persönliches, ja selbst das Interesse ih- rer Frauen und Kinder, der Ehre und der Würde der republi- kanischen Sache anzxeopferc haben; daß es Pstéchc 111, für die 1'cp11blikanisCl) (5511111111111 Leiden zu méldern, welche die Hingebung der Angeklagten nicht geschwächt haben, und die a11s'eine1' dcs OJDicgefühls und der AchtUng höch| würdigen Quelle entspringen; 111Bet1'achr, daß es bei den bedeutungsvollen Umständen, die den 2111111; Prozeß begleiten, 11911 Wichtégke1c ist, d-qß die republikani- sche Gesinnung einen offenkundigen Beweis" ihrer Bcipflichtung ' md Einheit liefere; in Betracht endlich, da;"; die Vcrtheidiger durch déeNatur der Sache berufen 1111, diese gerechte und noth- wendige Erklärung abzugeben; » beschließt die Versammlung der Berrhcidiger dcr 21111192111geklagten vor dem Pairs'hofe, daß eine Sunnne von 20,000 F1.dc11 Bedürfnissen der Angekxagten und ihrer Familien gewidmet werden soll.“ '

In den heutigen Blättern [iesé 1111111 folgende, von 221 im Gefängnisse des Luxembourg bestthichen Individuen unterzeich- nete Erklärung: „Um den irrigen Gerüchten, die sich außer- halb verbreiten, cin C'me zu machen, erklären die Unterzeichne- ten auf das bestimmtesre, daß ihre Gegenwart bei dcr Vorlesung der Anklage-Akte lediglich ihrer unüberwindléchen Abneignng ge- gen Alles, was Aussehen und Lärm erregt, zugeschrieben werden muß, daß aber ihr fester und 1111e1'1"ch1*'1t1e1'l1'cl)e1' Entschluß stets gewesen ist, bei ihrer Prorestatéon vom 7. Mai ). J". Und allen ihren Folgen zu beharren. Sie erklären mithin aufs neue, das; sie niemals mit freier Zus'rimmung eme unvollständige Verthei- digung, die nichts ist, als ein von der Regierung in 911111111111) genommener" Vorwand, ungerechte VerUrtheilungen zn verfügen, annehmen und die förmliche Verletzung des Geseßes in seinen schüßenden Bestimmungen durch ihre Gegenwart bei den münd- lichen Verhandlungen sanctéoniren werden.“

Eine neue Protestation, gegen den Tages-Befehl vom 16. April-hat das erske Bataillon der llten Legion der National- Garde, den Hauvtmann JJDarchand an der Spitze, bekannt machen lassen. Die Unterzeichnev unterscheidM den National-Gardistcn als solchen von dem Bürger. Als Bürger behalte der Natio- nal-qudisk das Recht, unter allen Verhältnissen zuerst seine eigene Einsicht und sein Gewissen zu befragen; deshalb fühlten sie sich verpflichtet, sich aller Theélnahme an dem veehaßten Pro- zeffe zu entziehen. Mit Unwillen wiesen ste eine. ihnen aufge- bürdete solidarische Verpflichtung von sich, die sie dcnKerket'mej- scern gleichskelle. Welche 932111111“, so schließt diese Erklärung, „welche 111e11schléche Macht darf sick) das Recht anmaßen, uns zu i')?1'tschu(digen dessen lzKu machen, was" jetzt vor dem Paieshofe vor sich geht? Ein .*„icnsk von der Art, wie man ihn uns auf,- zulegen beabsichtigt, streitet gegen unsere Loyalität, und die Uniform des Bürger-Soldaten 1v1*11'de c11teh1'c seyn von dem Tage 1111, wo _s1e die Gefühle des Mannes, der sie 11151111, erstickte.“ - Jm Gegensatze zu obiger Erklärnng 1111d 5111 Berichtigung einer von

einem Blatte anfgeskcllten BehaUptung, als hätten die National- Gardisrcn der 31111 Legion 11111 7. IJTai in sel) 1“ 1111111 gce An- zahl sich zum Dicnsre 1111 P11l11srL11xe111bo111g eingefunden, theilt 2111“ Monitcur folgende Rcelamation dcs“ Bataillons-Comman- dcurs Richard 11111: „Ick 1111113, 11111 der „wahrheit ihr Recht 311 geben, erklären, daß die ?sbcheihmg, welche ich an jenem Tage in meiner Eigenschaft als B11r111[lons-Co1mnandc1rr zu bcfehligcn die Ehre hatte, ganz vollzählig 111111"; ich muß hinzufügen, da;; meinen Kameraden 0111 desto größeres Vcrdfcüsc wegen ihrer P:“inktlichkeft gebÜhrt, als fie, 111111111111) für Freitag den. 8. Mai kommandiec, erst Mittwoch “211111115 111117 Uhe erfuhren, daß Donnerßag eine außeeorQeUtLiei): Süßung des Peirshofes starr- f111den würde, so daß die Reihe Ihres“ Dienstes um einen Tag voraUsgerüch ward.“

Paris, 13. Mai. Der Bischof von Meaux wurde gcsrern *.*-011 dem Könige empfangen. Se. Maiescäc arbeiteten darauf m:“t dcn *))?em'fi'een des Krieges, der" Justiz und des Innern.

Nachdem die Pairs in three gestrigen geheimen Sifzung b_esch[ossen, ihre Berathungen Über den Antrag des Herzogs von Montebellh heute sorezuscxzett, 11111111 sie um 11 Uhr Vormittags wredee zummmen und nahmen, wie 1111111 schon jeßr vernimmt, nach einer mehr als Mündigen Delibeeaxion den gedachten An- trag an. Demnach sollen die Herkasgcbcr der „T1*1b1111e“'“ und des „Reformarenr“, so wie die sä1n111t11chcn Unterzeichner dcs (0919111) in diesen beédcn Blättern erschienenen Schreibens vor die_S1hra11k"c11 der *]!1.11'1's;Ka1111nc1' 311119191, 111111) einc Adschrtsc die1e1' Resolution dem Großßchewahrcr, so trée der Depurie- tej: - Kammer zugefertégt werden, indem sich unter jenen Unterzeichnern einige Dcputirte beQndeU. * Nach Aufhebung der geheimen __Sikxung 1111111111111 die Pairs sich in den neuen Audienz ; Saal, um ihre richterlichen Functionen wieder anzutreten. Hier hatte mitcleyweile eine große Stilie ge- herrscht. Um 2; Uhr wurden die Angckéagten eingeführt; es waren deren nur noch 24, so das; aufs neue 3 auf ihre Gegen- wart bei den Debatten verzichtet haben,. Nachdem die Pairs ihre “,)-läßt: eingenommen, wurden auch dée Zeugen eingeführt. Dem Namens-Y'Ll'ufrufe zufolge 19111" keiner der 162 Pairs abwe- send. Der A1“ché11.11'éus Ca11ch11 selzte darauf die Vorlesung der Anklagte-Akte fort. Es fiel sonst n1chts vor, das einer besondern Eewähmmg verdiente.

Man will wéffen, daß das Oeigénal des der Pairs-Kammer denuncérten Schreibens bei weitem weniger Unterschriften traqe als der Abdruck, und daß der Herausgeber der „Tr'ibuue“ Jie übrigen ohne Vorwissen der Bctheéligten hinzugefügt habe. Etwas, das dieses Gerücht zu bestätigen scheint, ist dee Umßand, daß “der „Naréonal“ bei dem Abdruckjcncs Aktensküekes, alle Unter-

ck ck..

schriften weggelassen hat. Indessen ist bis jelzt noch keine Recla- mation über jene angebliche Eigenmächtigkeit in den öffentlichen Blättern erschienen.

Die Dcputirten-Kammer unterbrach in ihrer qcskri- gen Sißung auf den Antrag des Präsidenten die Debatte Über das Budget des Handels-OJKinifteriums , um zunächst die (gestern erwähnte) Diskussion zwischen Herrn ONauguin und dem Herzog von Broglée, bis zu deren Erledigung die Kugelwahl über den Geselz-Encwurf wegen der Zuschüsse zu dem Buo- get von 1834 auSgcsekzt worden war, wieder aufzunehmen. „Ich will“, sagte Herr Mauguin, „an den Herrn Conseils- Prästdenten nur eine einzigeFeage richten; wie weit nämiich die Verhandlnngcn der Französischen Regierung mit der Belgischen über die Uns schuldégen Summen gediehen smd?“ Der Herzog o,on Broglie erwiederte, die Holländésch-Be[gische Frage sey an stck) noch schwebend; sobald diese erst erledigt worden, werde auch die über die Feanzöslsche Entschädigungs-Forderung, die nur eine secundaire Frage sev, zurSprache kommen. H1.Ma u g u i n bemerkte, die Französ1sche Regierung habe Belgien eine Summe von 7«-8 Mill. vorgeschoffem und demnach müßten entweder Belgien, für dessen Rechnung der Krieg geführt worden, oder Holland, das der be- siegte Theil gewesen, oder endlich die Unterzeichner des Traktats vom 8. Juli selbst Zahlung leisrep. Hierauf berührte der Red- ner auch die mit der Belgischen Regierung für den Unterhcckt der Französischen Truppen abgeschlossenen Kontrakte, die er leb- haft anfocht, weil dabei die Preise viel zu hoch angeseßt worden seven. Det" Minisker äußerte sich hierauf fol- gendermaßen: „Der vorige Redner hat, wie mir scheint, in seinen Fragen zwei ganz verschiedene Gegenstände mit einander verwechselt; nämlich den mit der Belgischen Regie- rung abgeschlossenen Kontrakt, und die Convention zwischen Beb- gien und Frankreich. Was den erstem Gegenstand betrifft, so werde ich darauf nicht weiter antwoxren, da er mich nichts“ an- geht; es kann diese Frage nur von der .KréegS-Verwalcung un- tersucht werden, die am besten weiß, unter we1chcn Bedingungen mit der Belgischen Regierung Wegen der Verpffegung unserer Truppen kontrahéet worden ist; ich habe 111einerseits um so weniger eine Erklärung darfiber abzugeben, als es sich hier um eine Thatsache ha11delt,dies1ch vor meinem Eintritt in das Ministerium ereignet hat. „Was dagegen die andere Frage betrifft, wer nämlich die Kosten für die Expedition gegen die Citadelle von Antwerpen zu tragen habe, so bemerke ich wiederholentlich, daß sie von der definitiven Regulieung der Holländisch-Belgischen Angelegenheit abhängig ist. In dem "Augenblicke, wo die Exped-tion von Antwerhcü beschloNn wurde, unterzeichnete die Franzößsckye Reqicrung mit der Bexgt'schen eine Convention, wonach Belgien “die Kosten des Unternehmens tragen sollte. Es erhoben sich schon da; mals über diesen P1111kt zwischen beiden Regierungen Streitig.- keiten, mit deren Details ich die Kammer verschonen zu 1111111111 glaube. Die Französische Regierung befand sich nun in der Al- ternative, entweder die Expedition nach ',)[ntwerpen ganz aufzuge-

ben, oder zu protestiren und sich einen 1pätern Vergleich vor-

zubehalten. Naxl) reiflicher Ueberlegung fand sie das ick;- rcre 111 dem etgenen Vortheile Frankreichs für das Gera.:

thenste. Natürlich mußte die Regierung nach Beendiqung jc- 11e1' Expedition ganz auf die nämléchcn Schwierigkeier von Seiten der Belgier stoßen, die. man gleich anfangs gemacht hatte. Jekzr boten sich derselben drei »))?ittel dar, um sich bezahlt zu machen; entwedey offene Gewalt, oder die bloße und eif1fac11e Uebcrredung, oder endlich eine »)]?ischung von Gewalt 1111911e5e1- redung. Das ersrere steht uns noch immer frei; wir können Belgien den Krieg erklären und es zum Zahlen zwinaen, und hierzu fehlt es Frankreich keinesweges an Kraft; alle:]? bei den stattfindenden gegenseitigen Verhältniffen beider Länder wäre dées cin gcwaltsamcs Verfahren. Man würde sich dabei gewiffcmna- ßen in eine von jenen Unternehmungen einlaffen, dic 10,000 F1: kosten und 10 Thaler einbringen. Bei der einfachen UeberredUnq stöße man stets M die alten Schwierigkeicen und so blccbe dent“: mchts weiter übrig, als fiel) bei einem etwa künftig von dee Be!- gischcn Regierung einmal in Anspruch genommenen Becsmnd dre Anerkennung einer gerechten Schuldforderung zm" Bed111g111111 zu machen. Um mit Erfolg zu rek1111n1'1'e11, 111111; man den ge“- legenen Zeitpunkt dale abwarten. So lange aber dre Hollämdisck); Belgische Frage 1111 sich noch schwebt, bedarf die Belgische Re,- gierung unsers Bciüandes nicht, und so härten 9.111 also f111' jetzt keine andere Wahl, als die offene Gcwaxr oder 11.11.11: Ueberrchng; jene aber taugt nichts", und diese hilft zu 11111115.“ Herr Mattguin erklärte darauf, daß die Regierung 11111 jenen. e11tschloffee1e1 Willen reklanu'ecn 1111'11'1'1', der seines 1131111111115 111": mals veefehle; denn wenn Feankreich seine "Schnidcn 1111111111177 _ bezahle, so müsse es der Welt zeigen, daß es“ sm“) anch 11'1111'111'111. Zahlung verschaffen könne. - Nach Beendignng dieser De'c-atte erfolgte jetzt noch die “2111111131111“ des GeseH-“Cnixvnefes 119.1“ 1311“ N11chsch11ffe zu den voxjährigen Ausgaben mit 201 gege11-3x1 Stimmen.

In der heutigen Sikz ng wnrden die Bcrathumgen 1191-1- das Budget des Hanöexs-*))?1111ske1'iums forcgesch 11110 been; digt. Da dé-xsclbcn für das Ausland von keénem crhcblrchcn Juceycse find, so begnägen wir uns, hier die sowohl gestern als he111c vewijxsxx, ten Summen mitzutheilcn: Besoldunsen für die Cent1'-7,'.,VW walnmg 332,000 Fr., Bureau-Koskcn 811174") FTA, zur Erhaltung der Bade : Orte und Ouaranraenc ; “3111111111111 130 090 F1- fÜr die Gestüte 1,500,000 FTU; für die Thier'arzneé- Sch117 [en und 3111' Aufmunterung des AckerBaU-cs 360,000 Fr - für das Konservatorium de1'_.*?§1“111|e und HMWchke 399-000 Fl", zUr Patentérung neuer Cryndungen und zur Aufnnmteruna des Handels und dee Manufaktm'cn 210,000 Fr,; 3111 Aufmunterung des Seeüxchfanges 3 Millionen; für die Maße und Ge1yéchce 701191111351; zur Unterjküßung dcr Kolomüen 937,000 Fr.; 311 Unterstutzungen bei Hagel.- und Brandschäden, so wie bei Ucberschwxemmungen 1,887,000 F1". Diese lestere Pofitéon macht den Ochluß des Budgets des Handcls-Mintyw

ri'ums. An die Reihe kam jelzt das Budget des Ministe- rcums der auswärttgen Angelegenheiten. Herr Mau-

'; e:!“- „*I-«913119»- *1-

«*,-*.,» .* «:“-:

„4-

*„-»« -«,

-,»-.__