1835 / 139 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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quit: eröffnete die Berathungen über dasselbe mit einem langen '

ortragc Über die auswärtige Politik Frankreichs, die er na- mentlich in Bezug auf Spanien und die Schweiz höchst tadelns- würdig fand. Der Herzog von Broglie trat zur Widerle- gung des Herrn IJTauguin auf. Ueber die Angelegenheiten Spaniens äußerte er sich im Wesentlichen folgendermaßen; „Spanier: befindet sich nicht in einer so verzweifelten Lage, wxe der vorige Redner es glauLk. Die Französi- sch“- NLIWUW hat Alles qcthqn, was sie thun konnte und musie, “(T s“? die KUNZ? Königin anerkannte und im Uebrigen dcr SpamyYen Regierung vollkommene Freiizrit des Handelns 11613. ,Der “'rnennung des Herrn Zea Bermudez hat Frankreich ÜL!) nichr widersekzen können, da dieser schon am Ruder war und rein J.)?anifest erlassen hatte, bevor noch die Nachricht von dem Tode Ferdinands 1711. nach Paris gelangte. Hätten wir es aber auch gekannt, so würden wir es nicht gethan haben, denn es“ kdnnte nicht in unserem Interesse liegen, eine Revolution in Spa- ntcn zu bewirken. Hätte Frankrcici) jenem Lande das System, das es" zu befolgen hade, vorschreiben irrilcn, so würde es sich dadurch auch verbindlich gemacht haben, diese:“. System mn jeden Preis zu behauyten. Frankreich zog es daher vor, den bloßen BWWMer zu machen, und der Spanischen chicrung mit RathsOlä- grn im die Hand 311 geben. Ludwi. ZK]? und Ludwig TMM! haben ?_W LÖWLWILUHVÉTTU Spaniciis ierten wollen, und dadurch den *zranzdsiichen Namen den Spaniern vcrhaßt gcmacht. Alle heil- Wneti »))?aßrexielix, die Spanien in neurrrr Zeit getroffen hat, sind tHnrii_voti (Frankreich angerathrn wordrn. Was den Bau- kerotcbctrint, sd iki er von den Cortes arisgesprocixn worden, und- uber dich Hari.» Frankreich keine Gewalt.“ _- Um 44- Uhr bestieg Herr «:"-32.1119".in ziim zweiirn Male die erncrbühnc. rWsr ivrrdrn arif dirséii Theil der Silzung zurückionnnrii.)

Lord Tiiiot Und HérrGurwood sind do:; ihrer IITiffion nach

Spanien heute 0112701611)?!" zurückgekehrt.

. Dre nrucficn . achrichtrn von der Spanischen Gränze sind ohne Bedeutung. Die Srntineile des Pyrenécs mel- der, V-cra sri) chr vollständig befckiigt, und es hätcrix sick) im Landscch Rioja, so wie in der Provinz Santandir zahirciche Freiwillige ffir die Königin erhoben. Bei Valladolid und Bri- vtesca ständen ctwa 20,000 Mann Reservc-Truppcn, grdßtrnthcils RWruten. Vaidrz habe sie fiir den Garnisdn-Dirnst bcsiimmc, uxdeß er selbst mit geübterrn und abgehärtcten Truppen-ins Feld rrici-“en wcrde. Zn Catalonien dagegen crhicltcxz die Karlisken, trotz der Thätigkeit der Truppen und dir Milizen , immer mehr Zuwachs. -- „Jm Mémorial des Pyrenées ließ man Fol- gcndes: „Zumalacarreguy griff am Morgen des 2th das Fort Zrdrzun mir 4000 Mann und 6 Kanonen an. Als er aber erfuhr, da;; Valdez mit 12,000 Mann sich nähere, warf er sick), nachdem er die Kirche jener Gemeinde angezündet, in dir Gebirge, wohin er ohne Zweifel stimn Gegner zu locken hoffte. WaHrsMiniick) aber wird die Erfahrung jeizt den General Valdez vorsichtiger gemacht haben.“

Großbritanien und Zriand.

London, 12. Mai. Unter den Anträgen und Bills, wrlche sc!)c»n für die Zeit bis zum heutigen Tage im Unterhause ange- kimdigt waren, die aber wegen der Vertagung des Parlaments noch_ nici)! haben erledigt werden können, befiiiden sich folgende: Dix; die Bischöfe dcn Verhandimeen des Oberhauses nur darm, UNO zwar ohne mitzustimmrn, in derseiben Weise wie die Riel)- tsr dri Gerichtssachen , beiwohnen sollen, wenn es fich um Kir- chen-erormen handelt, damit sie das Haus, sobaid es gi“!VÜt'.scht wird, dabei mit ihrrm Rath unceriii'iixen könntrn; von Sir S. Whaliev. Eine Bill zur Abschaffung der Todesstrafe in gewis- sen Fällrn; von Herrn Ewarr. Eine Bill ziir Vcrbcffcrung der Wahl - Gesckze iii Irland; von Herrn O'Connell. Daß es;: besoiwrrer Ausschuß ernannt werde, um die Mittel zur Verminderung der Ausgaben für die Gesandtschaften zu un- tersuchen; von Henri) Lycton Briliver. Daß das Haus sich in einen Subsidien-Aussclwß vcrwandle, um die Verhäicnissc Enz;- lands zur Türkei in Erwägung zu ziehen; von Sir Richard vayan. Eine Bill zur Einführung einer besseren Ordnung in dem „Handel mit Bier, Wein und Spirituosen, zur *Hschränkung dcs Scl)ank-Rechts und zur gehörigen Bcaiifzirixégung dcr Wirths- häuser, damit Wiäßigkrit und Nüchternheit befördrrr und die Gesundheit und Sirtiichkeii dcs Voiis bewahrt werde; von Herrn Burkingham. Eine „Biil ziir Aufrechtrrhaicung der Sab- bathsfoirr; von Sir A. Agtirw. Eine Bill znr Vrrbciserung eiiiigcr Theile des jrizigcn ?irmen-Geschs; von Herrn 21. Tre- vor. Daß“ die Pensiotis-Listc vom Unterhause in Erwägung gc- zogcn werde; vdn Herrn Harvey. Daß das Haus das Beneh- men des Gcnerai-Poftmcifters untersuche; von Herrn Hume. Daß jedes Mirglied dcs Uncerhauses an jedcm Montage 30 Briefe portoirei empfangen dürfe; von demselben. Daß kein Geld mehr zur Besoldung von Civil-Beamcen irgend einer Kolonir, Über deren Einnahmen und Ausgaben ftir das vorhergegangene Jahr noch*nicht Rechenschaft bei der Englischen Regierung abgriegt sey, vom Schaizamte vorgeschoffcn werde; von eben demselben. Daß die Budgets von Ostindien und den Koso- niccn jährlich vorgelegt werden soliten; von demßelben. Für den heu- tigen Tag sind unter Anderem angekündigt: ein" [ntrag, daß cinTheil der Fremden-Gaiicrie ziim Gebrauch für Damen eingeräumt werde; von Herrn G. Berkeley. Ein Antrag in Bezug auf den Skiaven-Handcl; von Herrn Foweu Buxton. Ein Antrag auf Er.- wägung des von dem besonderen Ausschusse über die Art der Absiimmung im Unterhause abgestatteten Berichts; von Herrn Ward. Für morgen stehen unter Anderem an der TageSordnung und sind angekündigt: die zweite. Lesung der Bill zur Abhülfe der Armen in Irland, der Bill in Betreff der Trauungen der Dissenters und der Bills über den Matrosen-Dienst. Ein ?in- trag, daß die vorlckzte Bill ersc Über sechs ONonatr zum zweiten- mal verlesen werde; von Herrn Kennedy. Ein Antrag auf Ab- schaffung des “Matrosen ; Pressens; von Herrn Bucking- ham. Für übermorgen; die zweite Lesung der Bill in' Betreff der Trauungen der Katholiken. Cine Biii, wodurch das in der vorigen Session durchgegangene Armen; “Gesetz zu- rückgenommen werden soll; von Herrn Cobbett. Eine „23.11, wo- durch die DaUer der Parlamente auf 5 Jahre abgekürzt und die Mitglieder des Unterhauses von der Nothwendigkeit befreit wer- den sollen , sies) muß der Annahme gewiffrr Armter einer neuen Wahl unterwerfen zu müssen; vor:“Sir Robert Heron. Ein ?in- trag auf gänzliche Abschaffung der Grafschafrs-Steucrn in En.)- iand und Wales; von Herrn Divett. C'inr Bill, Wodurch däs )““Ö'É'Z bestehende Gesetz. in Becre fremder Werbunézen in England auxgehobcn, wcrden ioll; vom berst Evans. (in Antrag auf BerückslclxkgünJ der“ Not!) der ackerbaucreibenden Klasse; vom Marquis o_on Lhandos,

Der „Courier wünscht dem Lande Glück dazu, daß bis jeßt nur ein emze_lner Fall yorgekommen sey, wo im VW Jahrhim- dert das Geschrei: „Kein Pap thum!“ unter Englischen Wäh- lern einen Eindruck gemarht abe, nämlich in der von dem

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Bischof Phiipotrs grieitrtrn Grafschaft Devon. Ueberhaupt äußert dieses Blatt große Freude über den Ausfall der letzten Wahlen im Allgemeinen. „Auf“ 22 Ausschreiben zu neuen Wai),- [rnT sagt es, „wurde bei dcr Vertagung des Unterhauscs ange- tragen, und 21 Repräsentanten, sämmtlich entweder Mitglieder “des s))?clbourneschcn Kabincts oder Personen, die unter seiner Verwaltung aiizieiiriit sind, wurde" wieder gewählt. So hat sich dennalso die 'Meinung des" Volks unzweidrutig ausgesprochen. Von dem vorigen IT'kinisierimnfieicn 11 Mitglieder diirch, rrn dem ]eizigen nur ein einziges,“ Der Standard hingegen stellt das Reigltat der Wahl in Devonshire ais cinch hohen Siegdcs Proteimn- tismus dar, indem er, um die Gefahr zu bcwei1et: , worin ,die Religion bei dieser Gelegenheit «&ckth !).".be, cinen Isritkel aus der „Gazette de France“ aiifi'ihrt, die an die Wirdercrwäh- lung des Lord John Ruffrll schon die Hoffnung der Herscellung des Römisch-karx)oiisciwn Glaubens in seincr volirn friiheren Macht Und eines u::umschränktrn pdiitisMn Systems ktiiipstr, womit, wie sir sagts, aiie Revolutionen oxiden müßten. Auch die Times hebt dicsrn Iirrikc! hervor und fiiat hinzu: „.Wir Übrriaffcn ,es unseren Lesch, den Wirth eitirr Religion zu brftiimnrn, die ein- griiändiiri) als Werkzeug gebraucdt werden soll, um die politisrhc Macht Unseres Landes zu verniriyrrn und die Bevölkerung defici- brn arif eine giriiix Stufe mi.“ denjenigen Nationen herabzuiez- zcii, die mir zum Ruhm und Nutzen der Römischer: Kirche leben.“

In Dublin ging in den lrßtrn Tagen das Gcrücßt, zwri Zvyländische Grafschafts-Miig[ierrr hätten sich bereit erklärt, die Chiltcrn Hundreds anxitxi-shmcn, wenn Lord John Ruffeil cs ge. nehm sindrn sdiirr, eir'...“ ibrrr Wählersihastrn zu rrpräsriirircn.

Dcr Giobc meim, die Französische Mrzierrmg werde sich dUrch dr.. Prozeß vor dem Pairskxdfr großen morcciiscizrn Scha- den zuziehen, drm! das iärmende herausfordernde Benehxnrn der Grfangcncn und die Uncn.sriY-loisenhrir und Vcr-xr-irrx;:xg drr Richtrr miißtrn dem 9.11:er Latidc zum AergerUiß gereichrn. „Wenn es überhaupc der Mühe werks) gcwrsrn wäre“, sagt die- ses Biatr, „jene Männer 311 verfolgen, so“ hätte man dem Pro- zeß eincn gam, aUdcrcn Charakter geben und ihn, einmal angr- faiigcn, so di!rchfi'ii)ren mi'issrn, daß es zu dem triigrzicmrnden und empörrndrn Betragen dcr ?ixigeklazsitrn nicht hätte kommen kön,- 11-11.“ Zn «ii)iiliclwr Weis..- iiiißrrt sich der Courier iibcr diesen Gr.;rnsiand. „.Der Pairsiwf“, sagtcr, „scheink sich schon in sei- nen eigenen Formen und ertßümern fesrgefdhren zu haben, so daß er nicht mehr weiß, wo axis, wo ein. Weder die Minister, noch die Pairs scheinen die Schwierigkeiten geahnt zU haben, in die sie UML vcrwiri'elt sind. Es wäre weiser, die ganzen Ver- handlungen cht aufzugeben, als bei einem Verfahren zu behar- rrxi, wrlchcs' 11111" die Rrgirrmig und die Staatsgcwaii in Verruf bringrn muß. Wem: die Doctrinairs auch sämmtliche Gefangenc vrrnichren köimccii, so werden sie damit doch den Repubiikanis- mus nicbt tilgen, während jeder Beweis von Willkür, den die nioknar-xbische Regierung giebt, die Stärke ihrer Feinde nur ver- mc rt.

)Die Malta-Zcitung vom 18. ».-kärz meldet Folgendes

über die Expedition nach dem C'udhrac: „Das Transportschiff „George Cantiing“ kam am „Dienstag hier an. Es befinden sich der Oberst Chrsnry mid die Offiziere und ?)?annschasten, welche nach Siirirn gehen, umrinr Dampfschifffahrt durch den Euphrat nac!) Jddien einzurichten, am Bdrd desselben. Dcr Vrrsuckz, eine Verbindung durch Dampfschiffe zwischen unseren Indischen Bcfi'ßimgen U'kld dem OJthcr-iande zu begründen, wurde zuerst im “Jahre 1825 mit großen Kosten vermittelt? des Dampfboots „Entcrprize“ Zr:na_cht,_wciches die Reise um das" Vorgebirge der guten Hoffnung nach .*»?Iaikutea in 113 Tagen roilendrtc; da aber ein Srgrlschixi im Dnrrhschniic nicht mehr als 120 bis 130 Tage zu diescr “Fahrt braucht, i'd wUrdr aiif dem alten Wege kein den damit vcrkniwi'rcn Opfer:: .*mgcmeésrner Vortheil dadxirii) gewon- nen. Seitdrm war es" stets ein Liebiitigspian, quer durchs Land eine Communication zwischen dem Indischcn Ocean und dem WTittclländisMii TNrere zu errichten, wodurch die Entfernung und die Zeit fiir den Brief; und Paffagicr-Vrrkedr zwischen England und Indien sebr abgrkiirzt werden würde. Das leiste Parlamcvt [;.-Icli diesen ZW.?" f..".Zr so 11.r.':1:sci)rnswerrh, daß es“ eine S' Mit.? von 26,000 Pfund zur Beförderung desscihgn bewilligt.“. Zwei Wezze birken sich dar, nämlich der über Aegypten und das Iidrbc IJZecr imd drr iiber Syrirn, dcn C'Uphrai und den Pcrsisci,.rn *))chrbussti. Der .'ri'rcrr dicirr Wege wird ver- miticlsr der 1120211 Anordnungen versucht, wriche dic Regirrung Sr. Majestät in C'ngiaiid getroffen hat, um die Briefe nach dem *))2ittciländischcn TNrcrc iäoxiatlick) diirch rin Rcben-Packeiboor von W'Talta nach Alexandrien zu befördern, von wo sie durch die O)Titwirkun_ch-; des aufgréiärcrn Paschaß don Aegypten sogleich nach Suez writer spedirr wcrden, rim von dort durch Dampfböte, welche, wie man rrwarter, dir Cinwtherichaft Indiens von Iris; zu Zeit wird das Rock).“ Meer hinauf |cxidcn können, nach ihrem Bcstimnnmgsorte zU gelangen. Dcn Weg durch den C'Uphrat hält man jedoch für kürzer. Auf beiden isi mit physischen Sibirie- rigkeiten zii kämpfen, und man muß; daher die Probe abwarten. Um nun die Vorcheile des" [ersteren Weges und die Hindernisse der Natur an demselben zu ermitteln, ist die jr.“;iige Expedi- tion mitcrrwmmcn. Dcr „George Catzning“ hat, Zur Er- probung auf dem Cuyhrar, zwci cijerne „Dampfb te, in Stiicken zerlegt, zusammen fast 150 Tonnen schwer, an Bord, die vom Ordrrcs am"; zu Lande arif dem Rücken von Katnrclcn forigrschafft werden sollen. Das größere Dampfboot, dcr „Euphrat“ genannt, dessen »))?aschinen 25 Pferde Kraft haben, wird, wenn xs zusamrnrngescht ist, [05 Fuß lang und 10Fuß breit, das kicincrr, der „Tigris“, mit OJDasclUncn von 10 Pferden Kraft, 85 Fuß lang und 16 Fuß breit seyn. Das erstere wird mit zwei, das leiczterr mit einem Rewipfi'mder be- waffnet werden, und außerdem wrrd ein jrdes 6 Ciiipfünder, 2 Cylinder zu Congreveschcn Raketen, 4 Mörier mid emeQuanti- tät Flinten und Pistolen an Bord haben. Obgleich die gewöhn- liche Vorsicht es“ erheischt, eiiie so„intcreffantc Expedition “auf diese Weise auszitrüsren, damit sie sich im Not_1)fall verthcidZZen kann, so hoffen wir doch sei?, da]; dr :Obcr*st_€hcch1cy und 181116 Gefährten durch nichis in ihren friedlichen Absichten und Ge- schäften eine Störung erfahren werds", in welcher Hoffnung uns die Art und Weise brsiärkt, wie der „Courricr de Smyrne“ diesc Unternehmung ankündigt. Dcr Jascha von Aegypten, des- srn Einfluß eben so w:"msrhenswrrth i , wie der des Sultans, wird, als Beförderer von Wiffeuschaft und Handel, gewiß in ähnlichem Geist handeln, wie die Tixrkische Regierung, wrlche die zu derhErdcdition erfordrrlichen Fermane auf's “be'citwillcgsie er- teit at. h Zu Portsmouth siiid Vorsichis-Maßrrgrin in Qezug auf 'die aus Alexandrien ankommenden Schiffe angeordnet worden, weil man erfahren hat, daß sechs Engléiäw Fahrzertge, mit Baum- wolle befrachcct und von der Pest angesteckt, von Aegypten nach England unterweges seven.

Nachrichten aus Jamaika vom 28. März und von den

...*

Leewards-Znsein vom 6. April zufolge, waren die Inf.:[n 1. kommen ruhig, und die Geschäfte gingen ohne Unccrbrccho ihren" Gang.

Canton-Zeitungen vom 7. Januar melden, daß so: vom Kaiser von China ein Edikt erlassen worden war, Wodu die Einfuhr von “Opium in das Chinesische Reich aufs enk verbotrn wird. Sie berichten ferner, daß die Chinesische Ne“, rung von dem Britischen Ober-Zntendanten zu Canton fürd Schaden, der durch das Fcucrn der Englischen Schiffe ge Whampoa, kurz vor dem. TodeLord Napier.'s,.„,qngerichterwW Genugthuung und Entschädigung gefordert hatte._ Die Sa“ sollte auf schiedsrichterlichem Wege erledigt werden , doch (| Resultat noch nicht bekannt. '

Niederlande.

Aus dem Haag, 13. Nkai. Die Abreise Zyrer Kön.“ Hohciren des Prinzen und der Prinzessin Friedric) nach S“ Priersburg ist auf den Lixsten d. M. frfigeseig. Dem Ver...“ man nach, werden Höchkidiesclben acht Tage in Berlin ver ' und dann von Stettin aus die Reisr zu Wasser fortsrßexx

Se. Königliche Hoheit der Herzog von Cambridge M*gcsiem hier angekommen.-

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B e l g i e n.

Brüssel, 13. Mai. Der Spanische Geschäfts'träge. Brässek erklärt die Nachricht des „Courier beige,“ daß die nigin Regentin einen Belgiscdrn OffÄZicr beauftragt habe,* Corps Freiwiliiger zu bilden, fiir grundlos.

Gcsrsrn Abend nwsztr drr Dampfwach „ia Fl.**ci)e“_,-x, seiner Ankunft am [.'(x-trii HäuÉehcn an der Chauffrc von Lari... wegen ;))kanziels an Wazjer mihaiten; er schleppte eme Dirigent.

wei zwrirädrigr Wagen und fünf sogenannte Wagons;

* *)rrxdiien mußten aussrrigen und den Weg zu Fuß zurückleg

Nachdem der Dampfwagen von den Wagons abgelöst war, mai ten sich mehrere Personen das Vergnügen, ihn bis zu sei.. Bestimnmnqsorir fortzurollrn.

Der Moniccur giebt sich die Mühe, sieben verschied Beschwrrden, die in Bezug auf die neue Eisenbahn vom Pu.; kum geführt worden sind, einzeln zu beantworteii. Aike Antw. tcn zusammengefaßt, geben das einfache Resultat, das; ein _ciroßartigcs Unternehmen in seinem Beginn nick): gleicha[].

- Wünschen auf einmal entsprechen könne, das; Msi jedoch “““]?

dem Tage mehr befriedigt werden WÜWM.

Deutschland.

Kassel, 11 Mai. Der „Hof hat diesmal nicht, wieson gewöhnlich in dieser JahreSzeii, das Schloß zu Wilhelmshö- bczogen, Es wird dies erst nach drr Rückehr aus dem Ba von Kissingen, Wohin Se. Hoheit der Kurprinz Regent in in zem abreisen: wird, geschehen. Eben dahin begiebt sich an. wie man hört, der noch fortdaurrnd außer Dienstthätigkeitbefini liche vormalige Vorstand drs Fina'nz-Ministerimns, Herr Meisterl“

Voriger: Sonnabend war im hiesißen Hof-Tbeater ei.- Vorsiellung mit aufgehobenen: Aborinemenc, deren Ertrag. Schiilcrs Denkmal besiémmt war. Es wurde zUm Erstenw „Schillers Feier“, mciodramiiches Festspiel, ONusik' von Ign- Walther, gegrben, und hierauf folgte „Wallensteins Lager“vo Schiller. .Das Haus war ziemlich besucht. Zu gleichrm Zweck nämlich Beiträge zu Schillers Denkmal zu sammeln, kaufen iibei dies in hiesiger Stadt Aufforderungen u Subscriptionen um.

Man zweifelt hier nicht, daß die nleihe, weiche dd: Ku prinz beabsichtigt, theils um frühere vor seinem Regierung “Iintritt kontra! irre Schulden zu tilgen, theils um fiir eine Do tirung seiner Kixidrr aus morganatischcr Ehe Vorsorge zu irrst durch Vermiticlrmg des Hauses Rothschild zu Stande komme- nnd die Zuscinmmng des Kurfürsken Königl. Hoheit dazu erzi- wcrdrn wird. .Der Betrag dieser Anleihe wxrd zu 300,11 Rthlr. angegeben. Der Plan ist, dieselbe in Form von Lotteri Obligationen zur Ausführung zu brinZzen. Der Plan des neu sten Heffen-Darmsiädtischrn Lotterie-“(nle ens wird dabei;); Grunde gelegt werden und das“ Loos 25 thlr. betragen. kai glaubk, daß sämmtliche Loose, sobald sie in Cours kommen,!“c. bald untergebracht seyn wcrden.

Kas s el, 15. Mai. .Der Gemeindé-Aussclwß hat nunmch ' im:?) erfolgter Genehmigung des Wahl-Verfahrens von

der Reqierung am ];;tcn d. M. seine Functionen durch dieW seines Vorstandes angetreten und dazu Herrn BibliothekarBe [)ardi und zu dessen Stellvertreter Herrn :Ober-Finanzrath Roni mel gewählt. Die Wahl des Stadtraths wird künftiger: Mr tag stattfinden.

Weimar, 16. Mai. Der außerordentliche Professorand Universität zu „Jena , Guscav Schueler, hat bis jetzt Sachsk1 Preußen bis an die Ostsee , Schlesien, Polen, Gallizien, Mäh ren, Ocs'rerrcich und eincn Theil von Ungarn bereist, umd“ Länder in geognosischer und mineralogischerHinsicht, so wred Zustand des Fabrik; und Gewerbwesens und die technischanch1 Anstalten derselben näher kennen u lernen. Zu Anfange died“;i Monats befand er sick) noch zu . ien, gedachte aber schon.“ Reise über Ungarn, Siebenbürgen, Serbien, die Wallach?!“ dcn Balkan nach Konstantinopel fortzusetzen und besondersi gnostische und orographische Beobachtungen anzustellen. “' dort aus wird er er noch Klein-Asien imd Aegypten besuchen“ dann über Italien nach Jena hcimkehrrn. Durch Verinittclu unsers Staacs-Ministcriums hat dieser Gelehrte die liberalske ' trrsrüßung seiner Bemühungen von der Oesterreichischcn SW“ Regierung erfahren und mit Hülfe so edler Begünstigungcnik“ Erfahrungcn und, wie er uns schreibt, vieles I)Tcrkwürdig“* naturwiffenschaftlichcr und technologischer Beziehung gesamt" womit er dem Staate eins'c zu milzen und zu vcrgeltcn gebs,“ Unter anderm beabsichtigt er, in Jena auch eine technolog“ Sammlung zu begründrn. - '

Karlsruhe, 5. Mai. In der gestrigen Siizung der. re:: Kammer war die Diskussion des Lauerschcn BerichtesÜ„ die Prüfung dcr Rechnungen der Amortisations-K'assc von ] und 18.32» an der Tagesordnung. Herr von Rotteckk daß gegen die ausdrückliche Vorschrift des Artikel 11 des* sckzes vom 31. Dezember 1831 eine Zinsen-eruccion, ohni geholt: Zustimmung des ständischen Ausschusses , vorgenotyl' ivordcn, Und vcrbmgt, daß die Kammer Verw.“.ihrung ““““ und die Vorlagen, wclche dem Ausschuß hätten gemaeht den sollen, nachträglich sich selbst machen lasse. D“.“ “3 nanz-Mixiisier entgegnete, daß man es mit solchen Best“)“ kungen, wie sie die Statucen drr Amortisations-Kasss “““““,- chen, 011111 55.3...) 811118 nehmen, d. 1). Ausnahmen machen 111, wenn es die Interessen des Landes verlangten, daß na “[ Ucberzeugung bloße Formen den wirklichen Ztitcresieit nélkhi“ti zen seyen, daß vorhergehende Oeffentlichkeit: bei Kredtc-Oyk“?H UM so wenig m'iizlici) sey, als bei Ki'iegs-Operationen.„ da“? “„, die Einberufung des Ausschuffes die Gläubiger hätte in ds?

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.Jedensalis wäre die Kammer

„, sehe" lasscn-2c., und schließt mit ausfü rli er Entwickelun Zis Ganzen der Opergtion. Nac!) lebhafter f?Discihkussion ward beg- schwssen, dieselbe a“? eine besondere Kommission ur Begutachtung u geben; Ml chhr'tgci". aber "wurde der Haupt,- ntrag, auf An- erkennung der :)eachweisungen dcr Amortisations-Kasse, ange- Karlsruhe, 13. Y_Y_)?ai. In der heutigen Sitzung der Ab- eordnetcn-Kayimrr brfragte, dcr Abg. von Rotteck die Regie;- l„mgx;,-K*ommri'sartcn uber die Verhältnisse mit der Schweiz und insbesondere „libret.“ dad Verbotsdes Wanderns der Handwerker dahin, „sb WU? uber die Reidrsions-Maßregeln von St. Gallen. DerMimsreerier verweigerte für jetzt weitere DJTittheilungen, fügte aber hian , der, Zeitpunkt der völligen Ausgleichung der Sache,:nit derfSchwetz sey sehr nahe. -- Die Kammer beru- big“ sich bei dieser Erklärung. eidelberg, 12. Mai. In der Gegend von Karlsruhe hark rzllch LM Bauer, beiin Umgraben cines Ackers, 500 Gold- acke, ]rdrs „an Werth von 8 Rihlr. 26 Sgr. Preuß. Tour., ge- funden. 'Sie Haben keine Zuschrift, sondern nur ein Schwerdt und Schild. Der Bauer lebte bisher in großer Armuth. Darmstadt, 15. Mai, In der vorgcskrigen Sitzung der weiten Kammer war die Berathung über die Beschwerde des Hofgerichts-Advokatcn, p_cnsionirten Zustizraths Buchner, wegen vrrweigerter Zurückgabe keiner in Beschlag genommenen Papiere an der Tagrs-Ordnung. Der Abgeordnete Glaubrecl) hielt eine weitidufige Rede voizi Siße aus. Er theilte die Beschwerde in wei Punkte:! 1) da[; man dem Petenten die Papiere genommen und nicht zlxruckgegeben,_2) das; die kreisräthliche Kommission da- bei ihr.: Beingnissr iibrrsthritccn, Überhaupt daß eine HauSsuchung “bei Herrn Buchner stattgefunden habe. Er gab zu, daß der erste Punkt von der Kammer nicht berücksichtigt werden könne, weil die Sache noch bei Gerichcanhängig, welches die Papiere be- size. „Dagegen fand er den zweiten Punkt für begründet und die Kammer in dieser Hinsicht kompetent. C'r er- örterte, wre 'das Haus eines jeden Bürgers eine Frei- skätte scii, die man nicht verreisen dürfe, sowohl dies- seits, als ]ci1sri_ts ch; Rhein. Jede Haussuchuüg abcr sey eine Vcrlckzuiig dicics "Liixilrecixs; sie könne Glück, Ruhe, Frieden, Kredic einer Familie stören, dürfe deshalb nur in den seltensten Fällen und müsse immer mit der möglichstrn Schonung stattfin- den, nur wenn die dringendsie Rothivendigkeit gebiete, nur bei schweren Verbrechen; nur der Richter dürfe sie unternehmen. Er citirtr eine Menge Stellen aus juristischen Schriften für seine Mcmrmgen. Er gab zu, daß in Deutschland die Praxis Auénahmcn anerkenne. Ami) die Kreisräthe haben die Befug- -niß dazu erhalten, doch mir bei vorliegenden Verbrechen. Wo aber sey hier das Verbrechen? wo der schwere Verdacht? wo die Gefahr _in_1 Verzugs? Dcr Petent habe also Grund zur Be- schwerde, 1chon weil die Haussuchung geschehen, noch mehr aber darüber, wie sie von der k'reis'räthlichcn Kommission vollzogen worden sry, die nicht bloß die zur Sache gehörigen Papiere, sondern alle seine Papiere untersucht habe :c. C'r glaubte, die Kammer sollte das OJTinis'ierium ersuchen, gegen den Beamten, der seine Befugnisse überschritten, eine Untersuchung ein,- -zuieitcn, und tadrlce dcn Ausschuß, daß er nicht näi)cr auf die Sache eingegangen und sich von dem That - Be- stande Überzeugt habe. Er woiitr deshalb den Gegenstand nochmais an den Ausschuß zum weiteren Berichte zurück haben. _ Der Abg. Knor r zeigte mit wenigen „Worten, daß Hr. Buch- ner gar nichr iiber den zweiten Punkt, sondern bloß iiber den ersten eigentliche Beiciytvcrde gefiihrt, jenen bloß beiläufig berührt, also der Ausschuß ihn gar nicht zu berücksichtigen gehabt habe. in dieser Hinsicht gleichfalls“ nicht kompetent, da der Bitcscrller nicht nachgewiesen, daß er sich we.- gen lciztern Punktes schon vergebens beschwercnd an das Ministe- rium gewandt. Er lasse die ausgesprochenen Ansichten des Red- ners' vor ihm unerwiedcrc, da sich ohne Einsicht der Akten gar kein Urtheil fällen laffe; aus der Vorstellung selbst aber gehe schon hervor, daß wohl Grund zu einer polizeilichen Untersuchung vorhanden gewesen seyn möchte. - „Dcr Regierungs-Commissair !).-. Breidenbach stimmte dem bei, was der Abg. Knorr so treffend gesagr, und wenn er zu den iibrigen ausgesprochenen An- stchkin des?1bg.Glanrcch schwcige, so vcrwahre er sich auridrürk- 1ichdagcgrn, daß man dies nicht für eine .Beistimmung halre. - Ads ähnliche mißbilligcnde Weise sprachen sick) auch die meistert anderen Mitglieder der Kammer aus) die sich Über diese Sache

noch vernehmen ließen.

Darmstadt, 15. Mai, Das heute erschienene Regie- k_Ungs-Blacc enthält folgende Bekanntmachung des Ministe- riums des Innern und der Justiz vom '.)ten d., die auf der Lan- dcs-Universirät zu Gießen bestandenen Verbindungen der Studi,- renden' betreffend: „Se. K. Hoheit dcr Großherzog haben Sich bUldretclUk bewogen gefunden, die dermalen anhängigen Diszipli- nar-Untersuciwngen gegen die Mitglieder der zu Gießen unter dem Namen: kl:1§§i;i, iiljuiidiiji) und “[*611101118. _- später 81:11» (L!]1)11|'Z111 » bestandenen r'crbotrnen Verbindungen der Studi- renden ntedcrzuschlagen, dergestalt jedoch, daß durch diese Aller.-

' “)dck)|e_BcZ12adég1Mg nur allein die Vcrlcixung der Diszipli-

"ar-“Geiclze getilgt, mithin dadurch nicht bezweckt wird, den Vcrfdlg der Ergebnisse, welche die wegen der burschenschaftlichen . e_rbmdungcn eingeleitete, oder etwa noch rinzuleitcnde gerichtliche anksuchung gegen einzelne Mitglieder der oben genannten Ver- - „“UdUngenin gemeinrechtiicbcr Beziehung liefern sollte, so wie die gerichtliche Untersuchung für den Fall, wenn sich früher oder » 1? kek heraitssiellcn sollte, daß eine oder die andere dieser Ver- tndungcn im Allgemeinen politische Zwecke verfolgt hat, aufzuhe- Aei'l1 ,oder „JU hemmen. -- Se. K. Hoheit der Großherzog haben * .UIUäd'tgst befohlcii, Vorstrhendes unter crnsklichcr Verwarnung „Wk äbtrlrchrn künftigen Grießes-Uebcrtretungcn und mit dem susdruckliclwn Bemerkcn öffentiick) bekannt zu machen, daß jede vätere aniderhandlung gegen die das Bestehen von Verbindun- en Unreridgenden Bestimmungen der Disziplinar- Statuten der MdkK-Unwersität, die Verbindungen mögen politischer oder nicht polarwer Natur seyn, unnachsirhtiicl) mir den gesetzlichen Stra- en geahndet werden soll.“

* » Frankfurt a. M., 16. Mai. E.? ist nur WM" u ber FÜNF Gang de'; Erickten-Handcl-z im Laufe_ dieser WWW. EIL? (S Mit War abwechselnd fiveimd und lebhaft. die Notirung im (Mien etwas weichcnd. In den letzten Tagen hatten einige mim-

"“" Um-kätze üatt besonders in 4 * - ' ... . / _ proc. Metalliques und „.wa ck"kquqlen; erstere hamm sick) steigend, weil die Stücke fediten.“

Ü:! Actren wurde nur sehr Wenig gemacht,

, Spank che MM 71 Faiién und finden kaum Nchmcr. s F ' jd

Die 3proc. waren etwas be-

"kbkkr. Weil einige Kommissionen darauf am Platze zu“ effckmircn“

")" mochten. Holländische S d'k * ' '

, _ yn cats und Darmstädtisan 50 [.

J-01)sthva17en grsucht, ““I“" so nne verzinsliciicn Fonds von PrenßFen

einen KMM" NU“. Pramicn-Scheine erlitten bei mangelnder FM,“;C

lebhaft “yet; Rucksal]. *- Im chhsel-Gescbäft war es ziemlich

und Le" =tOie _Deveseti auf Amsterdam, Berlin, Paris. Augsburg 11959 hielten sich gesucht. Das haare Geld ist abondant,

' und Don Carlos auf fremdem Boden, Gott dankend,

_ bezweifeln.

569" Diskonto-Pavxer u 2' Wk. nini u placiren. -- rolon ationen wurden zu 31 pCt“. geiimcht. g S P 5

V e | e r r e i ch. ,

Lemberg, 8. Mai. Ueber den (bereits erwähnten) Brand zu Brody meldet die hiesige Zeitung Folgendes: „Am 29- Llprtl zwischen 12 und 1 Uhr Mittags brach das Feuer im ause des „Juden Meschorer im Kamin aus, verbreitete sich in .'olge eines heftigen Windes schnell weiter auf der einen Seite der Lemberger Gasse gegen die Juden-Schule, die es umringce, warf sich weiter auf den Rin , von dem es zwei Drittel eis:- äscherte, drang bis zum Schoß vor, das es drei Mal ergriff und das gerettet ward, und legte in seiner Verheerung bis 7 Uhr Abends an hundert größere Häuser von festem Materiale und funfz_ég hölzerne Häuser, zusammen, wie man hört, 155 Häuier in Asche, ohne noch jene zu rechnen, wo UM" das Dach mehr oder weniger in Feuer aufging. Erst um 10 Uhr Abends ward man des Feuers gänzlich Meister. Von den Häusern aus festem Materiale, die unten Gewölbe ha- be_n, brannten nur wenige bis auf den Grund ab. Nach dem, wre man im ersten Augenblick-cinen Ueberschlag machen kann, schlägt man den Schaden auf 6-800,000 Rthlr. an. An der Realschule brannte nur das Dach ab; das Spital der Israeliten [etc nur einigen Schaden, doch büßte überhauyt Niemand sein Leben ein. Denjenigen, welche den stärksten Verlust erlitten hat- ten, ertheilte man für die nächsten AUgenblécke mit echter Men- schenfreundlichkeit die erst.: und nöthigsie Hülfe.

S ck W e i z.

Zürich, 13. Mai“. Eine vom 3. April datircr Zuschrift, wom1t Se. INajeskät der Kaiser von Oesterreich den Eidgenossen der 22 Kantone Kunde von dem Hinscheiden des Erzherzogs Anton giebt, wird vom Vororte den Ständen mit dem Beifü- gen'mitgetheilt, daß er das Schreiben auf angemessene Weise erwiedert habe; zugleich ist aus dem Begleitschreiben zu entneh- men, das; der Graf von „Bombclles akkreditirtcr Kaiscrl. Gesand- ter in der Sckyweiz ist.

Die bekanncc Schlußnahme des St. Gallischen Regierungs- Rather; vom 1. Mai, betreffend die Ausschließung dcr Großher- zogl. Badischen Unterthancn, soll nach näheren Berichten «_uf eine plöizliche Motion des Landammann Baumgartner, in An- wesenheit von bloß fünf Regicrungs-Räthcn, durch eine Stim- men-Mehrheit von drei bewirkt worden seyn, die andern zwei aber sich schriftlich zu Protokoll verwahrt Haben. Die Handels- Kammer soll ebenfalls dagegen protestirc )aben, und nicht un- wahrscheinlich ist, daß der in dem St. Gailischcn Gebiete einge- schlossene Kanton Appenzell gegen eine solche Absperrung seiner Badedrtrr ebenfalls einkommen wird.

Spanien.

'Die Allgemeine Zeitung berichtet von der Spanischen“ Gränze, 4. Mai: „Meine Voraussicht hat sich nur zu bald bestätigt. Die Reputation und die moralische Kraft des Gene- rals Valdez sind dahin und wenn er auch seine Truppen wieder organisirt, so grht der Krieg doch nicht aus seinem grwöhnlichen Laufe heraus, demzufolge aiir bisherigen Feldherren der Königin nach vier oder fünf i))?onatcn vom Schauplakze abgetreten sind, ohne etwas mehr als“ scdwache und demoralisirte Truppen zu hin- terlassen. Von allen Generalen, die dort kommandirtcn, hat nur Rodil eine Idee gehabt, die mit der Natur dieses Kampfes einigermaßen im Einklang war. Diese Idee brachte er aus Por- tugal mit: die persönliche Verfolgung des Prinzen. In der That, damals schlief Don Carlos keine Nacht ruhig und es gab Augen- blicke, wo ihm sein Schicksalnur die Wahizwischen einer Flintenrugel oder dem Sturz in einen Abgrund iibrig zu lassen schien. Hätte Rodil damals 50,000 durch die Constitution enthusiasmirte National-Gardcn hinter sich gehabt, welche die, wenn gleich oft schlecht kombinirten Angriffe unaufhörlich fortgesetzt hätten, so wäre Zumalacarreguy heute in irgend einer Höhle von Bergen daß er ihn aus der Gefadr crrettec habe. Aber das Eskatuto real kann solche Wunder nicht hervorbringen; es macht die Maßredcin unzureichend und läßt die Menschen kalt; "es ist ein Zankapfel, den man unter die Spanier geworfen hat, denn ohne diese Auchburc cines poetischen Gehirns würde es heute nur Constitutidnnelle _und Kariisicn geben, und dann würde man bald erfahren, wer zuerst das Feld räumen mr'iffe. Deutlicher als jetzt kann man wohl nicht sehen, daß es nicht die Men- schen, sondern die Sachen sind, welche zuletzt die politischen An- gelegenheiten entscheiden. Valdez hat io zu sagen die Elite der alten Constitutionnellen bei sich, und was haben diese Menschen gethan? Vielleichx wird es nicht lange dauern, daß der Ma- drider Hof wieder Llaudcr zurückberufen wird, und was könnte man dagegen einwenden? Freilich glaube ich, daß LlaUder so wenig als die Anderen ausrichten wird. Daß das Spanische j...:to ...iliau. das vor Allem seine Beute in Sicherheit bringen will, schon jetzt diese Intervention wünscht, kann ich nicht mehr Zu dieser allgemeinen und Grund-Ursache des schlechten Fortgangs der Christinischen Sache kommen noch be- sondere: die Uneinigkeiten in der Armee, die schlechte Diöziplin, die Unerfahrenheit der Offiziere und der fehlerhafte Plan, im- mer Pampclona zur Operations-Basis zu nehmen. Wozu die- ser O.)?arsch von Vittoria nach Pampclona, welcher cinrm so

thätigen und des Landes kundigen Feinde die linke Fianke dar- '

bot? Warum vereinigt man nicht 20,000 Mann in Vittoria und marschirc geradeswegcs auf die Karlisien los, um sie zuerst wenigstens aus Biscaya und Guipuzcoa herauszuwerfcn und auf die Gebirge von Navarra zu beschränken? Die Karlisicn hat- ten auf der ganzen Linie von Victoria bis Elisondo die Offensive ergriffen. Während sie den Brigadier Oraa aus Vera und Ur- dacl) vertrieben, fiel Zumalacarrcguy der Kolonne Valdez in die Flanke. Cordova, ein braver, abcr unerfahrener Offizirr, der sich mit zwei Batailloncn zu weit in die Schluchten gewagt hatte, sah sich umringt; immer an der Spiize seiner entmuthig- ten Truppen rettete er “sich durch seine Standhaftigkeit von der Gefangenschaft, aber es' kostete ihm zwei Schußwunden und ein ganzes Bataillon; ein Rest der übrigen konnte sich mit Valdez vereinigen. Seoana isi ebenfalls verwundet, und man ist wegen des Brigadiers Freylan Vigo, der kaum von einer Kopfwunde hergestellt war, in Sorgen. Valdez sucht sich in Logroüo zu konzentriren. Die Karlisirn scheinen die Absicht zu haben, mit Nachdruck im Bastanthale zu opcrircn, um den Truppen der Kö- nigin die Französischen Konvois abzuschneiden, ohne welche sie schon längst den Kriegs-Schauplakz hätten verlassen müssen. Die Armee des Don Carlos gewinnt sehr an utcm Ansehen. Es befinden sich viele Picmontesen, besonders ffl'Ziere darunter, die man vom Turiner Hofe unterßüizt glaubt.“

Griechenland.

Athen, 13. April. Die erste-Nummer der unter Aufsicht des Kultus-Minisceriums in Griechischer Sprache erscheinenden,

von dem "General-Post-Direktor Soußo redigirten ““...“-...;; „:..:- 67751»).- (Intelligenz-Blatt) enthält nebst andern meist gericht- lichen Bekanntmachungen folgende Verordnring:

„Auf die Vorschläge des Kultus-Minisieriums vom 27. 7-ebruar (11. März) und 14. (W.) Märzbaben wtr_besch1osen: ]) 5 wer- den unverweilt 10 .ichcniscbe Schulen errichtet, und außer dtese_n werden die schon in Athctx. Nauvlia und Sym besithxden Hearn!- schen Schuleit und die met ihnen vrrbundenen Gymnasien beibehal- ten. 2) Diese Schulen werdcn nx so_lgcnden St_ädtcn ercxchtcx: ]) In Tripoliha, 2) in Sparta, 3), m_Kaiamä, 4) m Pairs, 5) in Mesolonghé, 6) in Anwhtssa. 7) M 730111in 8) m Chalkts, 9) m Hydra, 10) in Tinos. 3) Das Gymnasium und die HcUeniscbe Schule in Syra Werden eine solche_Vergrößcrung erhalten, daß sie mit dem Gymnasium in Nauviia tn gleichem Verhäitniffc stehen. 4) Die Au5gaden der Schule in Tipos wcrden_ bestrittezi yon den Einkünften der Kirche der „Evangelistedci“. Die _auf _die ubrigen, unter Art. 2 aufgeiädlten übernimmt provisorisch die gastliche Kaffe, auf deren Etat auch die Heuenischcn Schulen und Gizmnasien von Athen und Nauplia bleiben. Eben so übernimmt dicse Kaffe d.: Kofien für die in Art. 6 erwähnte Vergrößerung eder Helixnischen Schule und des Gymnasiums von Syra. 5) Fur dee_ fur dicse Schulen nöthigcn Lokalitäten werden die treffendin Gciycmden, eme jede in ibrir Hauptstadt, Sorge tragen; reo icmr verfugbaren Ge- bäude vorhanden sind, grüattcn wir, zur _(xrl„etchterung und _Be- scdleunigimg dcs Beqinncns der Schulen. dar Bezahlung dcr Mic- the für d.:s acgenwärtige Jahr aus der ge.s1.i,cl)cneKaiYe, m.t-AUS- nahm.: von Tinos, wo aus den Lokal-Einkün.ten fur die Lokalitätci: Sorge zu tragen ist. In Syra, Arden und Naupim _werdcn drove- soriscl) die nämlichen Gcbändc beibehalten, weiche bischyt fur die vanasirn benutzt wurden. 6) In jeder Hkllemschen Schug, beile- bcn drci Klassik, aber in Kalama", Sparta, Paträ. Axnvbtna nnd Lamia werden für das grgentvärtigeFahr nur zwei Klauen dcsichcn. 7) In Siphnos wird provisorisch die ersie Klaffe drr ÖLUUUsCtUU Schule ans dit] Einkünften dieser Insel errichtet wirken; wenn dicse Mittel nicht hinreicdcn, so wird die geistliche Kane: htkkkar Sorge tragen. 8) Dirie Schulen Werden den 1. (13.), Mar e_rbnxiet. _9) Das Stants=Miniüeriiiin des Kultus und Untrrrecbts wird im Ein- vcrßändnisc mir dcm des Innern qndxrweilt alle de_ziaiixigexi Em»- leitungen treffen. und insbesondere l)tnnc_i,-tlich der Ausfindigmaäximg und Hersiclimig dcr chäude das Nöthtge versügen. 10) Uederdie Ernennung nnd Besoldung der Lehrer und die inncre Organisation diescr Séblilfn- werden besonders Verordnungen erlassen ivcrdcn, 11) Gcgcnwärtige Entschließung soll dnriddas Regicriing_s- und KnicUigenzKökatt bekannt grmawt, und zwei auf einander folgende Sonntage von den Kaniein verkündrt werdcn.“

In diesem Augenblicke vrrbrritcc sich in der ganzen Stadt das Gcriicljzc von einer noch heute oder morgen erfolgenden Mi- nisier-Vrränderung. Man spricht von dem Abgayge „Kolet- ti's, Theorharis (dcs Finanz-Ministers“) und thoeiliveiier'Ilbtrctunjg dcs »))?inisrrrs des Hauses und des Kultus, Herrn tho, so wre von dem Eintritte des" Herrn Maurokordaio.

Der Sotir isc von der wegen eines Artikels von der Staatsbehdrdc gegen ihn erhobenen Anklage freigeiprochrn wdr- den. Der Staats-Prokurator von _Nauplig hgt itidrssrxi bereits einen neuen Prozeß wegen eines icinrr ]Üngicrn ,)lrctkrl gegen ihn anhängig gemacht. ,

Dcr Kdnyervator Ros; hat das crsrr Heft der vdr] ihm auf- gefundenen Inschriften herausgegeben. .Die lichographiiciwtichd- bildungen mehrerer diescr Zuschriften, die dax“ Werk enthält. sind sehr gelungen, und es wird das" Ganze dcn Freunde): der Litera- tur und Alterthumskunde gewiß eine hdchsi wcllkdmmene Cr- scheinung seyn. Herr Ros; wird die Forcießungen icines Werks so wie man vornimmt, in Deutichland drucheii 1affen.

Vereinigte Staaten von Nord-Atnerika.

New-York, 15. April. Am 11ten d. M. fand das Ver,- hör drs Richard Lawrence, der den bekannten TNord-Anfall auf den Präsidenten Jackson machte, starr. Vor dem Beginn der Verhandlungen redete der Angckiagce die Richter folgendermaßen an: „„Ich stehe unter dem Schuße meines Vaters zu Hause. Der Thron Großbritanicns und der dieses Landes gehören, dem Rechte nach, mir. Ich stehe iibcr diesern Tribunal. Ich frage Sie, ob Sie in Ihrem Verfahren sich auch auf dem rechten Wege befinden;“ und dergleichenmehr. Als der crsce Geschwo- rene den Eid leisten wollte, sagte dchefangcnc; „Schwdrc nur immer zu, aber bedenkt, daß ich König von England und von diesem Lande bin und Euch aufs jircngsce bestrafen werde.“ 9321111 brachtc ihn endlich zum Schweigen, und nachdem die Jury sick) zuriick gezogen und etwa zehn Minuten berathcn harte, sprach sie das „Nichtschuldig“ aus, weil der Gefangene zur Zeit seiner That geistcsverwirrt gewesen sey.

Der mit der Untersuchung der Amerikanischen Grfängniise

angekommen. Auch er giebt, wie die Kanadische Kommission, dem in Philadelphia Üdlichen System den Vorzug.

Zu dem Staatc Maffachusetcs ist die Todesstrafe für ails Verbrechen, mit Ausnahme des" Mordes, abgeschafft worden.

In der Grafschaft Mansfield in Connecticut ist im vorigsxn Jahre für 60,000 Dollars und in der Grafschaft Windham sar 500,000 Dollars rohe Seide gewonnen worden.

Der Capitain Shibbirs von der Brigg „*.*-Tanhegan“, will, auf der Fahrt von New-Orlcaxis nach Boston, in der Nähe des Cap Race (dcr südöfilichsieU 'Spiize von New-qundland) eine große Wasserschlange gciehen haben. Er konnte sie deutlich mit bloßem Auge erkennen, um sich indrß 11.36) mehr zu Überzeugen, nahm er sein Fernglas zur ._Hand ,und sah nun die Augen, den Hals und den Kopf, “der io groß war wir eine Tonne. Am oberen Theile dcs Halies bemerkte er eine AU '))Tähne. Mehr- mals erhob das Ungethi'im seinen Kopf sieben bis acht Fuß über das Wasser und schwamm wohl eine halbe Stunde lang mit großer Bchendigkeit hin und her. Die O)Tannschaft von zwei anderen Schiffen, welche in der Nähe waren, sah die Schlange ebenfalls. Nach der Aussage des Capitain „Shibbles hatte [is eine Länge von 200 bis 250 Fuß, und ihre ganze Gestalt, sowie ihre Bewegungen glichen ganz denen einer gewöhnlichen Schlange. So oft sie ihren Kopf aus dem Waffer erhob, machte sie ein Geräusch, wie der aus dem Kcffcl ciner Dampfmaschine critivei- chende Dampf. Dcr Capitain und die ?Okannichafc dcr Brigg bezeugen die Wahrheit dieser Aussagen, und em Matrose er; zählte, din; er ein ganz ähnlichrs Thier im vorigen “Sommer gc,- e cn air. sh Bhrirfe aus" Talcahuma inChilicvod: 1_1.Januar melden, daß die "Llraukaner einige Tage zuvor in 3110001" Zahl bewaffnet die Stadt 'Iirauka in der Nachi- Überfallen Haben. Sie ermor- dricn ctwa 500 Personen und inhrtcn 2000 Stück“ Viel) hinweg.

Inland.

Berlin, _19. Mai. Mai) 1“ Midi aus 'T-ricr Uncerm llten d' ON“: “D““ EMAS? dcr hieiigen 'SWR-Bibliothek, welche eine ausgezeichnete Stellefunter den Bibliotheken Deutschlands“ cin- nimmt, sind durch ein werthvollcs Geschenk“ des Königl. Mini- steriums der Geistlichen-, Unterricl)ts- und Medizinal-?ingrlegcn;

heiten vermehrt worden. Dieses Geschenk dcy'ichc in 15 Bänden

sich beschäftigende Doktor Julius aus Berlin iyk in Charleston_

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