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Zu den Bureaur der Deputirten - Kammer Waren gestern bei der Zusammensetzung der Kommission zur Prüfung des An- trages dcr Pairs ; Kammer 383 Depucirte zugegen; von diesen sprachen sich, nach den stattgefundenen Wahlen zu urtheilrn, 247 für und 136 wider die verlangte Autorisation aus, so daß an der Bewilligung diescr [exztern kaum zu weifeln seyn möchte. .Die neu ernannte Kommission hat noch ge ern Abend eine Siz- zung gehalten; sie wird die Herren Audry-de-Puyraveau und von Cormcnin einladen, heute vor ihr zu erscheinen. Dem Messa- ger zufolge, würde ,der Bericht an die Kammer ecki“ am Montag abgestattet werden.
Der nachstehende Rapport des Chefs des Generalstabes dcr National-Gai'de, Generals Zacqueminot, ist, auf die Ordre des Ober-Befehlshabers, Marschalls Lobau, untcr Bezeugung dessen Zufriedenheit mit dem Benehmen der National-Garde, durch ei- ncn Tagesbefehl bekannt gemacht worden:
„Paris, den 15. Mai 1833.
Herr Marschall ! Ich habe die Ehre, über die Ausführrmg Ihres Befehls vom 16. April, in Ansehung des Ehren: und Sicherheits-Diensies, welchen die Nationalearde, auf die Re- quisition dcs Präfekien dcs Seinechpartements, im Palasi'e Luxembourg bei dem Pairsho e zu leisten berufen worden ist, Bericht zu erstatten. Sechs egioncn haben bereits der Reihe nach diesen Dienst geleistet, und nicht ohne wahrhafie Freuoe kann. ich Ihrer Aufmerksamkeit den Eifer empfehlen, wovon sie auch bei diejer Gele enheit Beweise an den Taa zu le en stch beeilt haben. ' ußer der in Gemäßheic Ihres e- fehls kommandirten Zahl von National-Gardisken verlang- tcn mehrere bereitwillige Personen, fich den Abtheiiun- Freu anjchließen zu dürfen, wurden dazu auch ermächtigt. us den, von 'edem Bataillons-Anführer dieser 6 Legionen, un- ter deren Befeél die “„National-Garde gestellt war, an den Gene- ralstab erstatteten Rapports geht hervor, daß statt der 246 Mann,
weiche kommandirt waren, die lfte Legion 276, die Zte (deren „Dient? erst den Abend vorher angesagt worden war) 256, die 4te 252, die die, 254 und die 6té 318 Mann unter den WajLen zählte. Und was endlich das Piquet (Kavallerie) der 13ten e- gion betrifft, so war dies immer ganz vollzählig. - Der Chef des Generalstabes, (gez.) „Jaqucminot.“
Das Journal des Déb'ais enthält ein an den Redac- teur des „National“ von dem Hauptmann der Voltigeur-Com- pagnie des 1sken Bataillons, der 2th Legion der National-Garde, Herrn I. Saunier, gerichtetes Schreiben, wodurch derselbe die von dem gedachten Blatte aufgestellte Behauptung, daß schon 56 Voltigeurs jener Compagnie eine Protestacion gegen den Tages- Befehl vom 16. April unter „eichnec hätten, in so weit berichtigt, daß die Protestation jeßt er ( also 24 Stunden später), 7-8 Unterschriften zähle. Zm Uebrigen sey der Geist der Compagnie der beste; fie habe den Dienst im Palafte Luxembourg bereits get an, indem sie 41 Mann zu diesem Behufe gestellt habe, und me rere Anträge, fich dem Dienste anzuschließen, hätten zurück,- gewiesen werden müssen.
Vorgestern früh starb hierselbst der ehemalige Deputirte und Staats-Minister, Graf Alexis von Noailles, nach einer langen und schwer haften Krankheit, im 53|en Lebensjahre.
Der Fräsekc des Departements der Ardennen, Baron von
Lascours, ist vor einigen Tagen in Mezidres mic Tode abge- gangen. Aus Toulon schreibt man unterm 16ten , daß die daselbst schon so lange versammelte Flotte nunmehr bestimmt am 26|en d. M. die dortige Rhede verlassen werde, Um sich nach Grie- chenland u begeben, und am 21. Juni bei der Krönung des Königs tto zugegen zu seyn, die mit großem Pompe vollzog»): werden soll. Man versichert, daß auch viele Englische Schine um dieselbe Zeit vor Athen versammelt seyn würden.
Die vornehmsten Muselmänner und Israeliten von Algier, über sechzig an der Zahi, abcn an den König bei Gelegenhcic seines Namensfestes ein S )reiben gerichtet, worin fie ihm Treue und Gehorsam geloben , auch die Versicherung hinzufügen, daß sie sichöglücklicl) schäßten , unter die Zahl der Kinder Frankreichs u ge ken.
z ie Sentinelle dcs Pyrenérs vom Men will wissen, daß die beiden Generale Valdez und Zumalacarreguy aus den Garnison-Piäßen alle nur irgend entbehrlichc Truppen an fick) zögen und sich in der Gegend von Estella konzentrirtcn. Die Divifion des Generals Cordoba Zieht ]“th unter den „Befehlen Espartero's. Die Gazette de rance meldet, die Karlisicn hätten fich am 5ten der Stadt Estella bemächtigt, während an- dererseits Guernica von den Christinas eingeäschert worden sey. ONirZa 1“le Pampelona verlassen haben, um sich nach ;.))?ontpcllier u e en.
z ' as „Journal des Débacs sagt, es habe noch nichts Be,- siimmtes Über die seltsamen Gerüchte erfahren, die über einen Austritt des Herrn Martinez de la Rosa aus dem Spanisc en T))?inii'cerium und über die Veranlassung zu einer solchen Ni- nisterial-Beränderung verbreitet worden wären; es glaube daher, daß man diese Gerüchte nur mit großer Vorsicht ausneh- men dürfe.
Die Geschäfte an der Börse waren heute ohne Bedeutung. Der Prozeß vor dem Pairshofe und das vorgeblichc Arrange- ment zwischen der vertm'ttweten Königin von Spanien und Don Carlos waren die einzigen Gegenstände der Unterhaltung. Wim: behauptete, der General Cordova habe den Auftrag, dem Madri- der Hose die Bedingungen mitzutheilen, unter denen sich Don Carlos auf eine Uncerhandlun einlaffen wolle, und die Königin sev geneigt, sie mit einigem orbehalt anzune men. Die Sra- 11ischen Fonds hielten fich auf ihren gestrigen (oursen, selbst die Cortes-Bons, obgleich man weiß, daß Don Carlos erklärt hat, er trerde fie niemals anerkennen.
Großbritanien und Irland.
London, 15. Mai. Es soll anfangs die Absicht gewesen seyn, die Sißungen des Unterhauses noch etwas fänger 1: ver,- cagen, weil Lord John Russell noch nicht wieder gewählt isi und dem Ministerium in ihm einer der bedeutendsten Wortführer im Unterhause fehlt; doch wurde dieser Plan, wie der“ Albion be- hauptet, deshalb aufgegeben, weil einige Privat-Geschäfce zu drin- gend eine baldige Erledigung im Parlament forderten; indeß sey man, fügt das genannte Blatt hinzu, wenigskens da[)in Überein- gekommen, m dieser Woche noch keine allgemeine Fragen, bei de- nen Partei-Anstchcen ins Spiel kämen, zur Sprache zu bringen.
Der Albion sagt, die Prinzessin von Beira habe so uner- müdlich und unablässig alle ihre Kräfte aiÉgebocen, um zu Gun- sten der Sache ihres Schwagers Don arlos in England zu wirkecJ, daß man sick) über ihre Erkrankung nicht zu verwundern brau e.
Die Times bezeichnet die Rede, welche Sir R. Peel bei dem ihm_in der City egebenen Diner gehalten hat, als eines" der wichtigsten und le rreichsken Dokumente der jetzigen Zeit,
580 Welches in Hunderttausenden von Exemplaren iibcr ganz England verbreitet werden "sollte, um den gesunden Sinn des Volks zu schärfen, denn dererdner habe in diesem srinem Vortrage ganz besonders den Nagel auf den Kopf getrrffen und, aufgezeigt, was Noth thue. „Wie kömx-ot es,“ sagt das genannte Blatt in dieser Beziehung, „daß bei der Wahl der Repräsentanten für eine Hauptstadt, wie London, ihr ganzer Reichrhum und ihre ganze kdxxserrative GesinnunZ aUsIesMOisM blieb? Denn mit Ausnahme Sir F. Burdrtt's gehören alis 16 Miiglieder für die Hauptscadr, das Ost- Und West-C'nde, der sogenannten Bewe- gungs-Partri an, das heißt d::rjrnigrn, die gern in jedes Staats-Drpartc-ment einc noch bsi weitem grbßrre Beimischung von Deinokraiic bringen möchtr, ais y'cibsr jckzt schon darin ist. Nun fragen wir aber jeden Rcdli-Ihcn und Leidenschqftsidsen, ob dieser Zustand der Dinge ein gesunder seyn kann? Sir R. Peel be-
haupcec daher sehr treffend, daß dieser Anblick, den die chrä- .
sentaiion der Hauptstadt g:“x'dährt, krin natürlicher sey, und daß der Fehler in dem Bc:;ri)11irn der wohlhabendercn und einsichis'- volleren Klaffexi selbst liege, iiicht aber in dem Buchstaben des Wahlrcriyts. eriß, so ist es. Aus. Gleichgültigkeit, oder chin- t'mxth, oder tadclhaftcm Widerwillen gegen die Rcsorm-Bili hatte eine große Anzahl von Wirhlern aus den höheren und mittleren Klassen , besonders in Westminster und Maryiebone, im vorigen Sommer ihre Siimmen gar nicht einregiskrirrn lassen, sondern das Feld ganz und gar denen geräumt, die sich mit nichts als Politik beschäftigen, und denen die Jntriguen', der Lärm und der Kampf einer Wahl die einzige Aussicht darbirtr, diejenige Wichtigkeit zu erlangen, die darin besteht, daß man fich einen Namen macht, durch welche Mittel und Kunstgriffe es auch ge,- schehen mag.“
Die Morning Chronicle meint, wenn es Sir Robert Peel mit dem, was er in seiner letzten Rede in der City gesagt, Ernst gewesen sey, so müsse er die Partei, der er bisher ange- han en, und mit der er gemeinschaftlich die Reform-Bill aufs heftigste bekämpft habe, gänzlich aufgegeben, über Bord gewvr- fen, ja, jeder? Glied, das ihn an dieselbe gefesselt, zerrissen ha- ben; der merkwürdigste Theil seiner Rede abcr sey der, wo er seine unveränderliche Anhänglichkeic an die Mittelklaffen des Volks kundgcbe und mit Verachtung auf die Aeußerung hinweise , die aus dem Munde der HockxTory-Aristokratie hervorgegangen, näm- lich daß der König den Sohn eines Baumwollrnspinners bis von Rom habe holen lassen, um ihn zum Premier- Minister Eng- lands zu machen. „Es ist sehr wohl bekannt“, fährt die Chro- nicle fort, „daß die Faction, mit welcher Sir R. Peel Hand in Hand gewirkt hat, so unentbehrlich er ihr auch lange Zeit war, doch stets mit einer gewissen Eifersucht, die sie nicht ver- bergen konnte, auf die Stellung geblickt, die er , als Plebejer, durch seine Talente gewonnen hatte. Ebcn dieser Scheelsucht von Seiten des Tory-Adels fiel Canning als Opfer. Peel hat oft Gelegenheit gehabt, dies in allen Verhältnissen seines Pri; vat-Lebens zu erfahren.
Die Morning Chronicle ält es für einen unter civilifir- ten Nationen unerhörten Akt der yrannei, daß der Französischc Pairshof über die Angeklagten in ihrer Abwesenheit richten wolle. „Alle Formen der Gerechtigkeit“, sagt dicses Blatt, „werden da- durch der tiefsten Verachtung auSgesekzt. Ganz Frankreich wird durch diese Maßregel zu Gunsten der Angeklagten gestimmt wer- den, und diese Stimmung dürfte eben so mächtig seyn, wie die, welche zu den Barrikaden Anlaß gab.“ .
Im Albion heißt es, das Betragen der Neger in La Pe- nitence sey, nach Berichten aus Demerara vom 28. Mär, immer noch sehr ordnungswidrig; fast alle Weiber hätten fich izo benommen, daß fie bestraft werden mußcen; der Verlust des Ei- Zenthümers' jener Plantage sey unberecbcnbar, und man fürchte, daß die unter den dortigen Ncgcrn herrschenden Gesinnungen fich auch auf andere Pficm ungen verbreiten würden. Tor Skandard verfichcrt, er habe * rivacbriefc aus St, Vincent vom 25. März gesehen, die eine detailiirte Schilderung von einem in den drei großen Plantagen des nördlichen Theiss dcr Charib-Graf- schaft angebrochenenNcgerauffi'ande enthielten; die Neger hätten sich daselbsc „czrwei ert, mehr als 6Stunden des Tages zu arbeix ten, was in der L erndtezeit nicht hinreichend geschirnen; die Po- lizei, welche den T))?agisxratöpersonen zu Gebote gestanden, sey nicht scxirk genug gewesen, Um dcn TUmult zu unterdrücken, und man habe ein Drrascbemrnc des 65sicn Regiments ;,u Hülfe ru- fen müffen, durch wcixiws endlich die Neger eit1_q**schi1ci)terc und mehrere derselben gczüchtigt worden scyen, Diese Jnsurreccion soll, dem genannten Blatt zufolge, auf St. Vincenr große Be- sorgniß erregt haben. .
Niederlande.
Amsterdam, 14. 232116 Dem (gestern erwähnten) vom Ingenieur Brade heraxisxzrgebenen Prospekte eix1cr Eisenbahn von Amsterdam nach Harlem, Leiden, Haag, Delft und Rotter- dam zufolge, soil der Weg nach Harlem in 25 Minuten, der nach Leiden in anderthalb Siunden, nach demHaa-g in zwei und nach Rotterdam in drittri)a1b Stunden zurückgelegt werden. Die ...*?)osten für die Eisenbahn noch Roccerdam sind zu 4,266,660 Fl., nach Harlem zu 1 ,664_d,41()0 Fl. angeschlagen. An die Spiße des Unternehmens wird eine anonyme Gesellschafr treten. Die Action sollen jede 1666 Fi. betragen. Von der Eisenbahn nach Roricrdam verspricht man sich 18 pCt. Zinsen, da man annimmt, daß mehr 266,666 *Menschen und 146,66“) Tonnen Güter jähl'z lich auf derselben trandpori.» werden. Für die Reisenden ist das Paffaqe-Geld von Amsterdam nach Rotterdam zu 3 Fi. 27; C., 2 F1. 25 C. und 1 Fi. 25 C. angeseßt. Ferner wird die Nothquidigkrir erörtert, diese Bahv mic der projektirien Eisen,- bahn nach Köln in Gerbindung zu z'rxzrn.
B e l g i, *: n.
Brüssel, 17. Mai. Zu der Provinz West-Flandern haben unsere Zoll-Beamten vor einigen Tagen eineuTransporc von nicht weniger als 43 Ballen Bammvolscn-, WotLen- und Seiden-Waa- ren in Beschlag genommen , welche diesseits härten eingeschmug- gelt werden sollen. Die ZdU-Beamtrn hatten dabei mit den Schleichhändlern einen Kampf zu bestehen, bei welchem mehrere Menschen verwundet worden find.
Von einer auriwärtigen Zeitung isi der Beweis geführt wor,- den, daß die Frachten auf unserer Eisenbahn lömal so k)0ch sind, als im Durchschnitce dic Frachten auf dem Rheine zwischen Rot-
terdam und Cdln für eine gleiche Strecke.
Deutschland.,
Hannover, 19. Mai. Den neuen Bestimmungen über die EingangW, Durchgangs; und Ausgangs-Abgaben zufolge, wird beim Eingangs unter Anderen erhoben: 1) vom Ctr. Kaffee 3 Rxhlr. 3 gGr.; 2) vom Ctr. Zucker 3 Rthlr. 3 TGW jedoch vom Ecnr. Rohzucker fiir inländische Zuricrficdereien 1 I thlr. 8 qGr.; 3) vom Ctr. Thee 6 Rc lr. 6 gGr.; 4) vom Ctr. ge-
käénmte Baumwolle 12 gGr., von aumwollgarn ] Rthlr. 1 gGr.
bis 6 Rthlr. 6 gGr., von Baumwollwaaren 12 Rti)lr.129(zzr ichkwogenden Mrnschenmassen bedeckt, die axifgeschreckt und von
5) vom Ctr. roher Tabacksbläcter und Stengel 1 Rthir, ]
, & k . ' b o „' . : “. _ ' . von fabrizertem Rauch- und Schnupf-Taback 6 Rtl)lr. 6 ZYreUgMde getrie en ““ck der GUILD 30891, um die Wirkung
r,xschrecklichen-Ereigniffes zu sehen; überall heransprengende
jedoch vonTaback fürinländische Tabacks-Fabriken ] Rthlk-1gEr„endarm.en, Offiziere, Reihen von Wagen und ZÜ e von Mi-
6) vom Ctr. Wein in Fässern 3 Rthlr. 3 gGr., M Flasch „air,
Fask M eincm Augenblicke war die ganze nhöhe, auf
4 RUM 4 IGLU; 7) VOM CW Branntwein von 4 Rkhir. 496 er das ?Nagazin gestanden, so weit das Auge reichte, mit der
bis zu 8 Rthlr. 8 gGr.; 8) vom Ctr: Bier. 16 gGr.; 9) Ccr. roher Wolle 2 gGr., von rohem ungefärbtem Wollgarn ZR.
von „Zollen-Waaren 12 Rthlr. 12 gGr; 10) von Flachs, Hanfu Heede nichts; vom Crntner gebleichten und gefärbten Garne Rthlr. ] gGr., von Packleinen und Segeltuch 4 gGr., Von
gebleichter Leinwand 1 Rthlr. 1 gGr., von gebleichter Lec'nw. und Damast 8 Rthlr. 8 gGr., von übrigen Linnen-Waaren
Rthlr. 12 gGr.; 11) rohe Häute und Felle smd frei; 12)v Centner Leder wird gezahlt 3 Rthlr. 3 gGlU, und von L„“ Waaren 6 Rthlr. 6 gGr. Aus dem Königreiche cms ck41 Waaren unterliegen in der Rrgel einer A usZangs ; AZW- nicht. Nur für einike wenige Gegenstände ist im Tarif «W: sondere Ausgangs-L bgabc feFZ'égeseßt. Dazu gehören 1141th die Lumpen, für welche eine [usgangs xAbgabe von 3 RWD gGr. für den Centnrr gefordert wird. _- Die allgem Durchgangs ,- Abgabc beträgt 4 gGr. vom Centncr; sie jedoch für Gegenstände, welche nicht direkt transitiren, son zuvördersc durch unversreuerte Niederlagen gehen, auf 3 4 Pf. ermaßigt. Eine besondere Durchgangs-Abgabe beste: einzelne Gegenstände nach einem Tarife; für gewiffe DurcK. Routen auf den Grund von Verträgen; eben so kann von genstärxden, welche vom Ausmnde in solche Theile seines Geh'
eingeführt werden die von unserm Lande gan umschlosen eine der Eingangé-Abgabe gleiche Durchgangsz- Abgabe'erhs nal! folgte ein Erdstoß, der alle Häuser dermaßen erschütterte,
werden.
Kassel“, 18. Mai. Der Universität Marburg und Hesfijchen Vaterlande ist eine der rößten Zierden durch den entrissen Worden. Am 14. Mai ' bends verschied U Mari. nach schwerem, langjährigem Leiden, der ordentliche rofejsor Philosoyhie, Hofrath [)1'. Suabediffen. Er war in Nieder!) zu Meiningen am 14. April 1773 geboren. In ihm hat Den land einen geisrvollen philosophischen Schriftsteller und die versität einen ihrer gefeiertften Lehrer verloren.
Hamburg, 26. Mai. Nach Privat-Mittheilungena Kopenhagen war Professor David in der bekannten, wegenwx Vergehen gegen ihn anhängig gemachten Rechtssache freigesproche- aber in die Kostetx verurtheilt worden.
Das Dampfjchiff „Havre“ kam gestern am Abende-' 38 Passagieren aus Havre hier an. Unter ihnen beßndet der Russische General Jomini.
München, 16. Mai. In der hiesigen Zeitunglj man: „Das Theresien-Monumenc bei Aibling sieht man » seiner Vollendung entgegen. Dasselbe wurde am 15. Okto 1833 durch die rege Theilnahme gegründet, welche die Frau Bayerns an dem mütterlichen Schmerze Ihrer Majestät der niginThcresie genommen, als die Erlauchte Mutter am 6. Dez. 18 beiAibiing von Zhi'emhcißgeliebten SohneOtto schied. DasMon ment ist in dem ehrwürdigen, ?[ltdeutschcw kirchlich-frommenSn aus Echelsbacher Sandstein gebaut und mißt in der Höhe 41F Auf dem Würsel, über weichem fich das Monumentmit seinen spißa laufenden Thurmchenrrhebt, sind die Wappen der achtKreiseBayei angebracht, zum Zeichen, dqß in allen Bayerischen Gauen -- Königin Schmrrz metcmpfunden ward. Ueber dieirm Wdri an der Vorderieitc, steht in einer Nische in Lebensgrdße das C'rz egossene Bild Maria? mit dem Christuskinde. Oberh dcs ildcs dcr Schußpatrdnin des Bayerlandes prangt Bayerische Wappen. - An der Westseite ist das Herzogl. Sa srn-Altcnburgische Wappen, das Familien-Wappcu Ihrer Majes der Königin, angebracdt, worunter die Inschrift: „Bayer-
. Königin Therese weinte hier um ihren vielgeiicbt
Sohn Otto herbe Abschieds-Thränen. Möchtensiez
Freuden-ZThräncn wcrden!“ - Aufder Ostseitezeigtsuii
Wappen Griccl)“rnlat1ds mit der Inschrift: „Königs Ludiig
z-weitgcborner Sohn Otto riß sick) hier vom Mo
terherzen, um der Retter und König Grieche
lands zu werden. Am 6. Dezember 1832.“ -4 Rück,- und Nordsritr enthält das Wappen des Aibling und dir Znscbrift: „Die Bewohner des König!. Lr Nichts Roietiheim und theilnchmende Frauen aus allen Gau“? « yerns vereidigten hier ihre und ihrer Königin-Mutteropfern. Liebe. Am 1. Juni 1835.“ _ Den Plan und dieZeichnu des Ganzer. entwarf dcr Königl. Architekt Hr. Ziebland, so 11) er auch die Ausführung besorgte; das Modell zur Madon so wie den Guß, sowohl des Bildes als der 8 Wappen-S der von Bayerns Kreisen, bewerkstelligte Herr Stieglmaier, ** spektor der Königl. Crzgießerei; dic Steinarbeiten befor teH Hip. Hanimann, Bildhguer, Am 1. Zum“, an dem agb 1vclchem Sc. Majestät König Otto das 211|e Lebensjahr erte, und zugleich als volljährig die Regierung antritt, an diesem Griechenland so wichtigen Tage, wird dieses Denkmal miii szcr Feierlichkeit enthüllt werden. Wie in dem fernen Gru“ * lande, so wird auch dieser Tag für die treuen Bayern ein s?
cher Tag seyn. - Mögen die uns nun befreundetenH'k1
immer mit eben der Lieb.“ und unerschütterlichen Treue ani!)
Könige, dem edlen Sprossen des geliebten Bayerischen Kömgs
ses hängen, wie die Bayern es bei jeder Gelegenheit fürs
telsbach beurkunden.“
München, 16. Mai, Abends 5 Uhr. Vor einer S " wurde unsere Stadt durch eine furchtbare Explosion in Schk' gesejzt. Das westlich von ihr in der Entfernung von etw! Stunde gelegene Pulver-Magazin war mit allem Vorrathe Granaten, Bomben, Congreveschen Raketen und etw“. Fässern Pulver in die Luft gefiogen. Die Häuser bebten in die entferntesten Theile der Stadt, die Zimmer füllte“, mit Staub und von dem Drucke der Atmosphäre sprqngsn" nur die Fenster und streutcn ihre Trümmer bis in dt; e Winkrl der Zimmer, vcrii-ßend und verwundend, wen sl? "', sondern an vielen Häusern wurden auch die Fensterrab zerschellt, und an den Thüren die Schlösser und A" abgesprengt, auf den Straßsn mehrere Menschen zu „ geschleudert, Der Ort dieses Unglücks glich im ““|“" ment cinem ausbrechenden Krater; in den aufikl'öm Flammen erschienen mir dem Pulverdampfe Massen von nen, Balken, Geräthe des in zahllosen Trümmern zel'plßß' Gebäudes, und wurden weit umher in die Felderbma schleudert. Unmittelbar darauf siieg ein dickes, tve'ßkchg Raucygcwölk über den Schlund des Verderbens emka/d ward von dem Winde gegen die Stadt getrieben, ,LVÜUUZ Platzen einiger Granaten und Bomben noch LMP? K blicke fortdauercc. Darauf in jener Gegend tiefe Stille. “n war die Explosion vorüber, so waren die Straßen dah'
., keuschenmenge bedeckt.
;; gGr., von gezwirntem, gefärbtem Wollgarn 4 Rthlr. 498211“
_ Auf dem che dahin iiberall erschien [len Häuser:) dicieibe Zerstörung, xjrx-sejrs der Stadt weit ereutes GLskeM- RSÜL MYDAYS? B.“.ikrn, Untermischc mit geln; gesprrngten PUlVLl'kaw-Iln,“ Resten von Kieidern und noch Wpfenden Eeräiheri, und,. ein kiagltcher Axiblidk! mit Gliedern er Unglücklcchen, die der Ausbruch in dem OJTazzazm getroffen, „nzähxige Stücke zerrtsscn, Und, von den'. Pulver geschwärzr, wischen der Zerstdrmig umhergrsireut hatte. Wo größere Reste vici)“ schrechlcch zerrtffenen Leichnams lagen, sammelte fich die e„ge„und was rtnzeln an menschlichen Gliedmaßen, kaum „miar rn der Zerrrffrnxeit und Schwärze, gefunden ward, legte ., mitleidsvoll auf dre en trauervoilen Haufen. Sechs Men- en find dabei_auf diese Weiie 'in einem Augenblick zerstört .orden- Einen nebenxcn hatte der Oberfeuerwerker kurz vorher usdemselben MPaxx" Nach dem benachbarten Wachtposten ge- andt und er wurde dadurch gerettet. Nack) seiner Aussage war irgends eine .Spur yon Feuer 'oder Frbergcfährlichkeit gewesen, nd das Unglück scheint durch einen zufälliJ bei der Arbeit auf,- esprungrnen Funken veranlaßt worden ZU 1eyn. Von dem Ma,-
a ine war im “ganz eigentlichen Sinne kein Stein mehr auf -
em andern, und die ganze Fläche bis zum Boden herab glatt .bgebrochm, und dem Boden gleich gemacht.
„In einem andern Bericht (vom ].7. »))?ai) über obiges Er- zgmß heißt es: „_Unsere Stadt wurde gestern Nachmittags um . uhr in den größten Schrecken versetzt. Auf einen entsetzlichen
aß Fenster eingeschlagen und Meubel umgestürzt wurden; viele mächer brachen zusammen und die Rohrdccken der Zimmer fielen crab. Der Schreiber dieses selbsi wäre von dem einstürzenden lafond seines Zimmers beinahe verschüttet worden. Die Be- .ohner flohen auf die Straßen, man glaubte, es sey ein Erd- .ben. Es war der Pulverchurm und das Laboratorium der «itillerie, welche in die Luft flogen. Diese liegen eine Viertel- stunde außerhalb der Stadt, und es hätte dieses Unglück für
ünchen höchst gefährlich werden können, wenn die von dem chauplaß des Unglücks nicht gar Weit entfernten, in 6 Häusern ufgehäufcen großen Puivervorräthe gleichfalls entzündet worden ären. Nachdem sich die Bevölkerung von der ersten „Be- Kürzung erholt hatte, strömte Alles nach dem „Kugelfang“, der ringsum ein vollendeter; Bild der Zerstörung darbot, die beson- ders auch die nahen Saatfelder und Dörfer traf. Viele Solda- ten, die in der Nähe des Ausbruchs beschäftigt waren , so wie einige Spaziergänger wurden schwer verleizt. Umgekommen sind, so viel man bis jekzt weiß, 2 verheirathete Feuerwerker, 8 Kano- niere und 1 Korporal, dercn einzelne, kaum mehr kenntliche Kdr- pertheiie man hier und da weit weg zerstreut und gänzlich ver- iohltfand. Diese Unglücklichen befanden sich unmittelbar im Laboratorium, und es ist sonach die Ursache der Explosion zunächst nicht auszumitteln. Anch der König und die Minister erschie- nen auf dem Piafze. In mehreren Stadttheiien sind fast alle Fenster zerschmettert. Der Bazar und die Pinakothek haben be,- sonders viel gelitten. In dem leizrercn Gebäude, so wie an dem Königsbau sind ebenfalls die schönen großen Fenster eingeschlagen, „welche aus den berühmten Glasfabriken in Frankreich kamen, und von denen eine einzige Tafel 88 Fl. kostet.“
Würzburg, 16. Mai, Gesirrn ist hier eine Frau, Apol- lonia Rottmann, verstorben, welche, nach amtlich konstatirten Ur; kunden, 117 Jahr 8 Monat ait geworden und als Ehefrau des Soldaten Rottmann, im siebenjährigen Kriege bei der Verpfir- ung der Verwundeten und Kraiikrn namhafte Dienste geleistet at. Sie war bis an das Ende ihres Lebens sehr munter und noch bei dcr Weinlese des Jahrs 1838 auf den Weinbergen thä- tig gewesen.
S ch'w e i z.
Neuchatel,14.Mai. Der hiesige Constitutionnel entlehnt folgetide Bemerkungen des" s-énfcr Fédéral, die ge- en einige Artikei dcr „Europe central“ gerichtet sind, und fügt Jin u, daß sie ganz auf Neuchatel anzwvcnden serien, und zwar (zu hinsichtlich des Umstandes, daß der Kanton Genf keine ge,- 3chriebene Constitution hab?: „ Blickrn wir um uns, so
sehen wir überall Uebcrfiuß, Rcichthnm, Glückseligkeit, der Arme“
*wird untersii'iixt, der Bedürftige crhäir Vorschüffe, die Abgaben sind _1eicht und zweckmäßig vertheilt, drr ererbiieiß blüht, alle nijßltchen Unternehmungen werden ohne Hindernis; ausgeführt, die Fretheitxn des Bürgcrs werdcn geachtet, die politischen Garantiecn Ind adßerordenclicl), politischr Zcrriittungen sind unbekannt, die
eckUchaffrnheic in der Verwaltung ist allgemein, das Einschrei- ten der Gewalt unmerklich und vicileirbt zu selten; es fehlen alle
' gewaltsame Bewegungen in dem Fortschreiten der poiitischn Ent-
wirkriung , die Reformen werdet: allmälig, dcn aufgeklärten An,- fichten des Volksgeiskes gemäß, «mSgeführc; alle Umwälzungs-
Versuch: find unterdrückt, man hört keine andrren Klagen, ais„
dre der getäuschten Eigeniirbr odrr der in ihren Erwartungen betrogenen' Verschwörer; es herrscht die grdßtmdglich»: Ruhe, der größte Reichthum an Hülfsquellen und der höchste Wdhlsiand: das “| es, was Genf unter der Regierung, Weiche seit 1814 seine Entwwkelizng leitet, best!;«t. Aber alle diese Glückseligkeit isi lei- der nrir em Schatten , alle diese Wohlfahrt ist nur Tätischung; Jibckltch dem Scheine nach, sind irir in der That höchst unglück- 'ch- ,denn, hört es! wir haben krinr geschriebene Constitu- tkon. Und wie kann man wohl irgend eines Glückes, irqrnd ines Fortschrittes, irgend einer Freiheit theilhastiq wcrden öbne etnegeschriedet1e Conßikutidii? Das isi einc Sachs, die den ubeoreen der bewährten Publicisicn, welche den Radikalisinus Vtiteru'ns predigexx, gcradr_zu etzrgegcn isi. Man erwäge den qroßen vkihetl dcs Radtkalcn. Cr wrii ein Volk bcurchciicn und ha": 11th
_" t kg.,- es kennen zu lernen. Er besiizt cine Sammlunq vo/n Phortsmenx politischrn chcpten, Und eines derselben *[autrt nvgenderwaßrn: „„ Ein Volk dixnr geWricbene Constitution ist „"khWetidtg allen Uebeln des Heiotistnus, alien Geißeln dcs “ezspous-mus oder einer kleiniichen Arißokratie imterwor- sein' Dies Volk isi. aller T))?rtrftbcn-chl)ce_beraubt, es hat Ram Rang in dsr “ jnenschlichcn (GcsrliWaft verloren.““ denchdem das Recrept gesundenowordcn _:sk, wendet man es auf „eneleiegrndrn zzall an.“ „„Hai da;; Genfer Volk eine geschrie- Uebel OUÜttUtlon_Z Nein. „Dawn ist das Genfer Volk allen morfen des Helotismus, glleti Geißeln des Desporismus unter- knnten und nur der Rrxdtkalismus kan ck retten.““ Und wie der R Mn,“ nach eiiier 1olchetr Denzonstratxon, _noch zweifeln, daß schaff a talismds nicht nur eme fUr das Jorrjchreitcn eigens ge- ene Doktrin, sondern auch eine den gegenwärtigen Ideen der Dinge sehr vortheilhaste Theorie könnte man das Wichtige seiner Absichten und
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Entwürfe leugnen? Dies wird ohne Zweifel Niemandem auch ndr im Traume einfallen; Gott bewahre uns nur da- vor, die Anwxndung derselben zu sehen. Vergebens werden war sagen, das; die Geschichte durch sehr besiimmce Thatsachen den belebenden Einfluß der geschriebenen Constitutionen wider- legt; vergebens werden wir darrbun, daß England unter der Hrrrschgft des Herkommens mächtig gewvrden, daß in Frank- reich sert vterzig Jahren eine gescl)i'iebenc Constitution der an- dern gefolgt ist, ohne daß es in einer die versprochene Ruhe ge- fanden,. das;, die Schweiz zu derselben Zeit wegen ihrer geschrie- beneri Constitutionen, die heute als ein wirksames Heilmittel an- gepriesen werden, zerstückelt wurde. Vergebens würden wir eine unter dem Emßuß der radikalen Doktrinen verfaßte Constitution vforiegen, welche aiie Theiss der Eidgenossenschafc [ehrt, daß zwan- zig „Seitenkemer geschriebenen Constitution nichts weiter find, als ein “Stuck Papier fiir den, der sich desselben in seinem eige- nen politischen Interesse bedienen will. Vergebens werden wir sagen, digß Peru das schlagendsie Beispiel von dem darbietet, Was die Crikarer eincr geschriebenen Constitution, den darin auf- Zxskeiltcri Grundsäkzxn zum Troß, daraus machen können. Der
adikanus hat nch nic, weder um die Geschichte noch um die Erfahrung, gekümmert.“
Spanien.
In einem von Frawdsischen Blättern mit et eilten Schreiben aus Madrid vozm 8. *.)?ai heißt es: „Diegquiäßig- ien Männer aller Parteien, deren Organ der General “Cordoba isi, können viel zum Heil ihres Vaterlandes beitragen; aber fie miiffen Muti), Festigkeit und Geduld haben, um die Schwierig- irttrn zu besiegen, denen sie begegnen werden. Die Christixxds furchten, der Kampf in Navarra möchte , wenn er noch länger fortdjauerr, mit dern Siege der Anarchie enden, während ande- rerseits die vernünftigen Karlisken fühlen, daß auf einen mit Ge- walt erzwungenen Sieg am Ende eine verderbliche Reaction foi- gen möchte. Alle einfichtsvolle Männer, denen wirklich das Wohl ihres Vaterlandes am Herzen liegt, müssen also einen Vcrqieick) wünschen. Die Grundlagen des Arrangements“ find eine Heirat!) und eme Amnestie, und dann noch einige unerläßliche Bedingun- gen, un) dre Formen beider Parteien mit einander u versöhnen, dhne tbrr Grundsätze zu verlelzen. Zum 0 eispiel: dcr ]urZJe Konig von Spanien, der sich mit Isabella vermählen soll, wußte den Namen Ludwig 11. statt Kari ]U. annehmen; und diese Utiumgänglichen Bedingungen würden, Unter Englands und Frcxnkretchs Einfiuß festgeseßt und ratifizirt und von den anderen Machten Europa's bestätigt, Spanien gewiß bald die Ruhe wic- dergeben. Die Armee und ihr Chef, General Valdez, sind da- mrt ganz einverstanden; und Zumalacarregm) und seine Truppen writtschen zwar nichts so sehr, als die Privilegien Navarra's und Bt_scaya's anrecht zu erhalten und das Bewußtseixn zu haben, das; sie durch ihre angesircngten Bemühungen, der Dynastie des Don Carlos den Thron zu sichern, eine Revolution verhindert, aber auch ihnen würde es willkommen seyn, wenn fie dieses Ziel durch einen ehrenvdllen Frieden erreichen könnten. Ein Mini- sterium, mit dem Grafen von Torend an der Spitze und von den Las Amarillas, den Quesada's, dcn Rodil's, den Llauder's, den AnglonaD Und allen vernünftigen Männern in den beiden Kammern der Cortes unterscüizt, könnte aller Opposition die Stirn btexen. Die Königin Christine sollte sich bedenken Und einsehen, daß fie besser thäte, auf diese Weise ihrer Tochter den Thron zu erhalten, als Alles_auf"s Spiel zu setzen. Auch Don Carlos sollte zugestehen, dax; er durch einen solchen Vertrag seine Grund- säkze retten und die Krone seiner Nachkommen sichern könnte; und er sdll_t-: nicht vrrgeffen, daß Dom Miguel noch König von Portugal 1eyn würde, wenn er vernünftige Bedingungen ange,- nommcn hätte, und daß Portugal dann auch den Europäischen Mächten keinen Grund zu Besorgnisscn gegeben haben wiirde, währeyd sie jekzc fürchten, daß die Hyder der Revolution sich dort etxmisren möchte. Endlich WÜRDE auch die große Masse der Spaniichen Bevölkerung sick) Glück wünschen, wenn sie einen furchtbareti Kampf, dcisem Ende nicht aszsrch ist“, und der die heranxvach1cnde (Generation Spaniens ohne ?Zarmherziqkeit dezi- mirt, auf dieie Weise auSgegltchen sähe.“ *“
Griechenland.
Athen, 3. April. (Allg. Ztg.) Die Krönung Sr. Maj. wird dem Vernehmen nach, da kciar dcr hicsrzzen irchcn arri"; genUg dazU isr. und auch das Parchnon, vor beendiatrr Auf.- räumung chchben, nicht Rdmn genug darbietct, auf dem Piaiz an der Nordxrite der Skadi vdr sicl) gehen, wo nach drm friihe- ren Plan die Rciidenx projririri war, und dea Herr v. Klonze für die ErlöserE-Kirche besrimmi hat. Dir Vorkehrungsn werden so getroffen wcrden, daß die Crrrmonir ganz öffentlich vdr sick) g::ht, wori'ibcr das Griechische PUÖUÉUM, das sich für diese “Linaricqcn- beit so heiß interessirr, 606) crfrritc ist. - Dir dirldiiiacisäw Weit ist einige Taxze in großer Bewegung chesen kibri“ dcn Abkehiuß cinrs ck“*.)andcls-Vcrtrags Mik Oesterreick). „Dic Verband.- luann iind io verrraiU' gexvßdzé-rn wordext, daß nicht eitimai die Gera_11dtrn der drei Sc7„*'.-x'.:**.chcr rtwas davon rrx'rrhrrn, und die Hrrren sollen sic!) «&.-ii; dicsrv Grdrimniß etwas gckrämic finden. “ Dir BMW: im Piräiis Und in Athen scibj'c grdsn mit großer Lebhaftigkeit fort, 13.7 és iy? ein eigener Anblick, wie dort auf einem ganz Nackten Trrrar.., .)ier ans cinem Trümmer- Meerr p[dßsici) Häuser Utld Sxiraßen erstehen, und “Tausend qr,- schäfrige Hände sick) regen. Ueber 'die reizenden Untizrbitnérn Athens [hat der Frühling ;ech icim'n ganzer: “Schmuck ansquds- jrti; [cidrr isc er gerade ir. diesL'r Provinz von so kurxcr Dauer, und wird uns jetzt Überdies dnr-Z» häufige kaiie Winde vcr- kümmert.
„ Lirbrr die Häridel, welche in “Zitiwn am 31. ?))?ärz, ]. m““.d 2. April zwrsthrnGrichiWen imd Barrrischwn Miliiairs'vdrficlen, ent- hiiit dic **))Tiriheilung emos; _OrxirsMn Rachsirhrxides: „GFZ ist iert einigen Tagen hier Mddr, daß sich die Griecbisiiwn imd Deutichen Soldaten blutige Köpfe schlagen, und daß sogar cini,- Zes Atheniensischcs Gesindel -- welches 'ich hier täqlici) mchrx «- 1eine LandslcUte in diesrn dldtnpisckyrn Épielrn haiidsrcißich und durch Steinwürse unterstiixzr. “Jim 31. März Abénds 5 Udr zankten sich einige Deutsche WTO Gri-xchische Ooldarcn, wahr- scheinlich vom Wein aufgeregt", in ritter Graßiscchkc in der HU“- messkraße. Von Wdrtrn kam es, da beide Parteien sich ncickir grnugsam verständlich warden“ konnten, zu Thätlichkeicen, und da die Griechen in weit [Wer'le'gi'UCk Anzahl gegenwärtig waren, so wurderi die Deutschen derb durchgeprügeitz wobei eincm Soldaten der Ju]; abgeichlagen, und zwei andere bedeutend am Kopfe bicssirc wurdcn. Nachdem es ganz dunkel geworden war (denn die Straßen und Wege der Haupt; und Rcsidcnzsradt sind Nachts noch nicht erleuchtet, obwoßl man fiir cin elendes Quartier von zwei klei- nen Zimmcrchen mit acht Fensrrrn und sieben Tht'iren monaiiicl) 75 Drachmcn (18 Thaler) und dieses wenigstens auf drei Monate vorausbezahwn muß), fiel cine Bande von 16 bis" 18 Griechen mic Knütcccn bewaffnet alle einzeln gehende Deutsche
Soldaten an und schluß fie zu Boden. Daß ein solcher Vorfall die Gemächer der Deutschen erbittcrn und empdren mußte, ist klar; doch war am andern Morgen alles noch ruhig, obw'ohl eine Spam_nunngnvrrkennbar War. Als endlich gcgen T'Nitt-aq cixxige Detlkicsx Soldaten im „Woiwodcnhof von mrhrerrn ercdi- 1chen Coldatcn und Bürgern tbätlici) mit Stöcker. ((Maxx-.ffen wurden Und die Gendarmerie sic!) zUm Vorthcié iiirrr Larrys- leute ins Mittrl legte„ eiiien die in diesrm .;sz ciriqitarricrce" Lxmciers, etwa zehn Mann, mit Lanzen bewaffnet, zu “FUF zur I;)!“ilfe der Deucschen Soidaren herbei, worauf alsbald der Wohl htmderc Köpfe starke Schwarm der Griechen davon [icf, allein nach beliebter Weise tmc Steinwürfcn scine Flucht inter den Rmnen deckte. Sogleich entstand ein bedeutender Volksauflauf und allr Läden wurden geschlossen; doch schon vorbereitete starke Patromilen eiiien von allen Seiten gegen den Woiwodenhof und erwahnten das versammelte „Volk an seine Beschäftigung zu gehen, das Milicair aber wurde in die Kasernen verwiesen. Nach zwei Stunden wurden die Läden wieder geöffnet, und die Ruhe war hergestellt. Am 2. April würde sich Abends halb 7 Uhr tm Woiwodrnhof die Scene des Tags zuvor wirderholt haben, allein es erichalitr alsbald dic Retraite, nnd Alles blieb rUhig. So wenig urn idle!» Rausereirn an und für sich 31! be- drutenxhäcten. wenn sie unter einem und demsrxbrn Volke vorge- fallen icon wiirden, so erhalten sie doch hier Wichtichir, weil sie den Haß beider Nationen, die doch nur Eines Sitiiies semi soli,- rrn, nähren, und höcbst wahrscheinlich durch 'IiUfreizung Und Grid- 1penden absichtiics) herbeigefi'ihrt wurden. Man bezeichnei einen gewissen P?ilciadcs Chourmouzi (ehemaligen Sergeancrn drr tak- tischen TrUppen, der sich einen Sce-Capitain der Sulidtcn nennt) als sirafwürdiger Aufrrizung höchsc verdächtig. Da starke Pa- trouillen die Straßen Tag und Nacht diirchkreuzcn und iiberdies fur das OJTilicair der Garnison schon um halb 7 Uhr Abends die Retraite geht, ist die Wiederholung ähnlicher Vorkommnisse nicht leicht denkbar. “
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
' New-Ydrk, 26.'Apri1. Briefen aus Washington zufolge, isi der General-Poftmetsier „Barry zum Gexandtcn in Madrid ernannt. Seigen Nachfolger im Po-i'r-Amte kennt man noch nicht.
Da der Kongreß es unterlaffen hat, ein Gcselz zur Griin- dung eines Marine-Hospitals in Wilmington (Nord-Cardlina) anzunehmen, so haben die Bürger dieser Stadt beschWsscn, auf ihre Kosten ein solches Institut zu errichten.
Am 26. Februar Überreichre der Gouverneur von Maryland, Thomas, im Namen der gesetzgebenden Versammlung dieses Staates, drm General Towson Und dem OJTarine-Caditain Gal- lagher, als Anerkennung ihrer ausgezeichneten Dienste im irkzten Kriege mit England, reich vcrzierce Chren-Degen.
Die von der Regierung in Uncer-Kanada ernannte Kommission zur Untersuchung der Straf-Anscalten har ihrrn Bericht abge- srartrt, worin es heißt: „In den Straf-Anstalten der Bereinig- trn Staaten giebt es zwei vorherrschende Svsceme, das von Aubura und das von “Philadelphia. Ersrcres wird in den Staa; tcn Ncw-York, Maffachusctts, *))Taim', New-Hamshirr, Rhode,- Zsiand, Comrecticuc und Vermont angewendcc und verbindet die einsame Einsperrung des Sträflings mit dem Arbeiten in Gesellschaft, wobei jedoch das tiefste Schweigen beobachtet wer- den muß, und Überhanpr keine I)iittheiiung unter den Gefange- nen mdgiicl) isi. Nach dem zweiten Svsccm arbeitet der einzeln eingesperrte Scräfling auch allein in seiner Zolso und de»:- in namentlich in Pennsylvanirn und 'New-Jersey im Gebrauch, Das zuerst erwähnte deiem gewährt einen größeren Gewinn aus den Arbeiten der Gefajigencn, das lexztcre macht dic Sträf- linge unrerwürsiger, Und bewirkt eine größere Bescrung ihrer Gesin- nungen und Gewohnheiten, lieferr aber einen grringeren Gewinn aus ihren Arbeiten. „Da nun dasjenige Si,)xicm, welches dem Zweck aller Straf-Anstalcen, nämlich die Gefangenen zU bessern und Andere von dem Begrhdn von Verbrechen abzuschreckcn, am meisten entspricht, natürlich das Beste ist, so gebcn die Berecht- C'rsmctcr dcm Philudeldhischcn System den Vorzug, dbgicici) es weniger UiUiiicc-xibrwcn "3-26an darbicicr, 1a sogar féir einige Zeit brirächtlicde “Llusgaben verursacht. 211.16) dar das "LiubUrnicxxc Cw- skcm zu vielfäitigen Beschwerden der Kaufleute Und Handwerker gegen die 'Linfcrcignng Und den Verkauf von Artikeln ihres“ Oe- werbrs in den Qöefängnissrn Iinlaß gegeben.“
In Boston ist drr zweite und dritte Band von „Wasiiing; tons Lebrxi Uiid Schriften“ erschienen und cm amdcrcs Werk, „Franklin's Leben Und Schrifrrxi“ umrr der Presse, -
.Die chirrtmg von Criba har, zUr “Zinlcgnng cincr Eissw bahn von Havana nacl) Gimme, in London cine “Zit".lrtizc von 456,06» Pfd. zu 91pCt. und (ipéc. Zimsen vom 5. “))T'a'rz d. J. an, abgeschloffen.
Es wird Hier ein Schiff von ctwa 366T01111e11 aiisarri'isrcr, das eine Rri'x'r nach dem “)."!Ticrcilätidisc1)en *))chr-c maid'cm Und nur Passagirrr aitftichmrr. soil Es WWI di:.“ 3121421: WU ITI. lien, Afrika Und Asian brsuch 11111) in verschiedenen ÖKs'ZU 1.211, _r-„ere Zeit vrrwriieti, damit die Reisemdcn Jidrcmz, Roni, Z“."rayei, Pdnchi, Zcrusaicm, Damachs 11. s. w. bcx'ixcdcn kd ":ricn, :::10 zum Hei'bji wirdrr izier eintreffen.
Dcr *,"chdni Löwe, wricyrr dcm Präsidenrcn *:;r Vcr*r:mi.;;en Staaten von dem Kaiser von »))cardkid ziim Grieben? .-..*:1iach*c ');-wdr, ist, zum Briten einiger Waii'rixiz,.i*.;icr, dr'frnxi:ä„)":*ersrcix „(ckck und fÜr :?:;56 „Odilars von einem *))krrmgeric ; Bcsixzrr in Boston chaiist wordrn.
_Drm Coliimbia O bserver zuwigr, ist drr U.".rrrr Tdril drr Grafichafc *))?ixrrmw, im “Staake Tr:1:1.c?“!"rr, am 21, *).“Larz :n der :*)"iaibt bdn emen: furciyibarcr: Smrmc drtmgci'nch worden. 21cm ““;.“**'r“z'dt1cn wurden getddrcc und ecwa zir-axrzig sd o'mri *.*rrwimdsr, 813 max“. an ihrer Wtcdrrdcrschrmg zwrifrir. HäUs-cr, B.:“...m, „';...Unr, AUCH, was sic!) dem Winde crixgegrmkriicr, wurde *.*.1 O», dcn geworfen. Von dcr .Hcfxigkotr dcs Srrtrmcs kaxzn Oér 11:1:- scand eincn Bch'iff geben, da;; cm starkes, am End: vöiixg 1111111- pfes Brett, Unrer eincm Winkel von ctwa fiinf Und vz.“:zig. G;»- dcn, 3; Zoll tief in einen Lindenbaum hinrmgccricdcn wurde.
Inland.
„Bertin, 22. Mai. Aus einer Gcncr.«1-Uebersiciir v.." dir Verwaimng dcs Land-“,)irtnrnhaiiscs 31: Latidsdcrg a, ck W ;?!0 183“- erdicbc sick) Folzxrndcs: “2111; !*;1. D."). 18.37; &“.va “*Ic- xicixid 21 SU'äfinIk imd. 188_errigcndcn. Qiixgcxxchrc wurdcn im vor:grn „Jahre 164 Srräsiinge und ;,“.67 CVN'UMOM; IWL- gen scbicdcn resp. [iii] und 312 «ms, sd dax“; am chien „Dez. 1834 sich iiberhaupt noch 19 Srräfiinge und 13:3 C,;m-U-WOM in Summa 172 anirid1ck11, in dcr Ansraic bcfmtdcn.* BMW;" 418 Ausgcschirdcnen ]ind T') als “Iiusiäitdrr Über die Gränse qc,- bracht und 11 in atidcrc Anstalten abrieliefcrr worden, 4.9") 'Wo nach_itzrrnrchiinnnutigsdrcc znrüikgékcdrc, 1 rx'r enrwciiwn Und 36 und gestorben. Die in dcr ?imsralr vordandcn gewesenen ar-
beitsfähigen Personen, 143 an der Zahl, haben überhaupt 4898