“Ö"!TZSK'“. „* „:s-;, *.
“.: FZZ?“
**«3 „„..
ck“*Z.?K .; I..-
“K,“ . 'I! «M*;
- x'.- '. «,s.-
«“ »»:w-TZW-OWM ““W“???" - „. ,.
„Kammer unterzeichnet, wonach Herr Audry- de; Puyravcau vor die Pairs-Kammer geführt werden soll.
Das Linienschiff „Suffren“ und die Fregatte „Bellona“ sind am 22sten d. M. von Toulon nach der Levante abgescgelc, Um auf der dort:“ en Station das Linienschiff „die Stadt TNar- seélle“ und die regatte „ Artemisia “ abzulösen, die nach Tou.- lon zurückkehren.
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen, Oberhaus. Siz- zung vom 25. Mai. In dieser Sißung nahm der Herzog von Cambridge seinen Silz et'n. Fast da;; einzige Thema der Debatten war wieder, wie während. _der [elzcen Zeit überhauyt, der Einzug des Lord Mulgrave in Dublin und die Prozessionen, welchx dabei stattgefunden hatten. Der Graf Roden fragte nämltch, ob der Premier-Ménistec etwas dagegen einzuwenden hä“?- dem Hause eine Abschrift der Depesche des Lord-Léeutenants von Zriqnd vorzulegen, in Welcher derselbe Über die Prozession, die thn xn Dublin empfing, Berichterstatte, worauf Lord M elbourne erwrederte, er sehe keinen hinreichenden Grund, in dieses Gesuch zu willfahren. (Graf Roden wiederholte nun noch einmal seine Verficherung, daß diese Prozession aufrührerisch gewesen sey. Der Graf von Leitrim, der bei dem Einzuge dcs Lord ONN- grave zugegen gewesen war, behauptete das Ge entheil und ver- slcherte, es sey Alles ruhig und féiedlich dabei )ergegangen, und er habe nur eine einzige Flagge mit der Inschrift: „Aufhebung der Union“ gesehen; da die Einwohner Dublins, fügte er hin- zy, die größtentheils atholiken und als solche von der Mu- mzipal - Corpovatton artögcschlossen seven, bei der Ankunft des neuen Vice-Königs ihre Freude kund gegeben hät- ten, sey gar nicht zu verwundern, da man von dem jeßé- gen Ministeriuw eine Reform des Corporationswesens cr- tvarte. Da auch noch der Marquis von Londonderry und Graf von Wicklow von neuem ihre Gcgenbehauptxungcn be- gaxmen und namentlich fragten, warum .die Minister die De- pe1che d'es Lord-Lieutenants nicht vorlegen wollten, wenn sie die Prozesfion für so harmlos und “gesetzlich hielten, erhob fich Lord J,)?eYbourne und äußerte großes Bedauern Über die unaufhör- leche Aufregung dicses Gegenstandes, die nur Erbittcrung in Irland hervorrufenmüsse. (Hört,hört!) „LkennZemand“,fügte er hinzu, „einen besonderen und unumwundenen Antrag auf Vorlegung von Papieren oder auf spezielle Untersuchung indiesev Sache stellenwill, so werde ich dann, aber auch nur dann, nähere Mittheilungen darüber machen. Ick muß übrigens gegen den von dem edlen Grafen (Roden) aufgestellten Grundsatz, daß , weil von jenem Vorfall keine Notizgcnommen worden, das bestehende Geseß als ein tod- ter Buchstabe zu betrachten sey und gegen etwanége künftige Uebertrcter desselben in anderst; Theilen des Landes nicht geltend gemacht werden dürfte, aufs cntschiedensre procestiren. (Hört, hört!) So lange ich und meine Kollegen etwas mit der Rogie- rung des Landes zu thun haben, werden die Geseße mit dersel- bendFesr/égkcit und in demselben Geist, wie bisher, gehandhabt wer en.
Unterhaus. Silzung vom 25. Mai. Sir W Folkes und Herr Hume überreichten mehrere Petitionen aus mehreren Städten in Norfolk, worin über die gefängliche Verhaftung ei- nes Buchdruckers Herrn Childs aus Bungay (deren schon Lord" BroUZham in einer seiner leßten Reden erwähnte), der die Kir- chen-Steuer nicht bezahlt hatte, Klage geführt und um Milde- rung der Geselze , wonach diese „barte“ INaßregel Habe ergyiffen werden können, gebeten wurde. Dies gab zu einer lebhaften De- batte Anlaß, in deren Verlauf mehrere allgemeine Verwaltungs- Gegenstände, die zu Erklärungen der jcßigen Minister Anlaß ga- ben, zur Sprache kamen. Herr Henntker entschuldigte die Kirchen-Vorsceher von Bungay, von denen die besagte Verhaf- tung vorgenommen worden, ohne daß er jedoch die Achtbarkeic des Herrn Childs bestreiten wollte. „Im Jahre 1833“, sagte er, „wurden die Kirchen-Steuern in Bungay ohne Opposition entrichtet; nur zwei oder drei Personen , worunter auch ein Verwandter des Herrn Childs, widerscszten sich. Ihre Habe wurde deshalb in Beschlag genommen, und dies verursachte zwar große Aufregung, die Steuern wurden aber gezahlt. Im Jahre 1834 wurde wieder eine Kirchen-Steuer ausZeschrieben; sie fand zur Zeit ihrer Ausschreibung keinen Widerspruch, als sie jedoch erhoben werden solltxx, wollte Herr Childs, sie nicht zah- len. (Hört, hört!) Der Grund nun, weshalb die Kirchen- Vorskehcr zu dem Verfahren schritten, Über welches jelzt Klage geführt wird, war erstens, daß sich unter den beiden gerade fun- gircnden Magistrats-Personen ein Geistlicher befand ( hört!); dann, daß man eine Wiederkehr der Aufregung von 1883 ver- hindern wollte, und endlich, daß man glaubte, die Sache würde am besten von dem Konfistorial - Gericht entschieden werden können. Die Kirchen-Vorsfeher erboten sich wiederholent- lich, von jedem Verfahren gegen Herrn Childs abzuste- hen , wenn er, und zwar ohne weitere Executions-Kosren, die Steuer noch entrichten wolle. C'r weigerte sich aber, und die Kirchen-Vorsteher wurden aufgefordert, gegen ihn zu verfah- ren.“ Herr Hume schilderte nun den Lebenslauf und Charak- ter des Herrn Childs im glän endsken Lichte und behauptete, der- selbe habe nur aus GewiffenSszkrupeln, da er ein Dissenter sey, eine zur Erhaltung einer andern Religion erhobene Steuer nicht zahlen zu können geglaubt, wie es die Quäker schon seit vielen Jahren thäten, und doch wende man gegen diese keine Gewalt- maßregeln an. Der Redner sprach daher die Hoffnung aus, daß die jetzigen Minister eine Veränderung in dem System vorneh- men würden, nach welchem jeder achtbare Familienvater um ei- ner Kleinigkeit willen auf solche Weise beunruhigt werden könnte, denn Herr Childs sey 40 Meilen weit von seiner Familie entfernt worden. Lord John Russell nahm nun das Wort und äußerte sich mit Bezug auf den vorliegenden Fall ganz im Sinne des Herrn Hume, indem er sagte, das“ Ver- fahren gegen Herrn Childs sey nicht zu rechtfertigen, weil einer- seits erst dadurch unnülze Aufregung und Erbitterung veranlaßt worden, und andererseits nach einer Parlaments-Akte in solchm FäUen, wenn die schuldige Summe nicht 10 Pfd. betrage, der Prozeß nicht vor einem geistlichen Gerichtshofe anhängig zu ma- chen, sondern von einem FriedenSrichter zu entscheidetxset ; Übri- gens aber entschuldigte der Minister die Kirchen-Vorskeéer und glaubte, daß ste nur axis Jrrthum gefehlt hätten. Dann, an Herrn Hume fich wendend, fuhr er mit Bezug auf die Erwar- tungen, die dieser, wie er gesagt, fich von dem jetzigen Ministe- rium mache, folgenderma en fort;
„„Das ehrenwerthe Mt lied hat die Hoffnung geäußert, daß die jeytgen Mintsier Sr. Maj: ledigen würden. (Hört!) Nach dem, was im vorigen Jahre mein edler Freund, der Graf Spencer, als er Mitglied dieses Hauses war, äußexte„ und nach den;, was als der feste Entschluß des Greyschen Mintfkertums„bekannt„ksk- nehme ich keinen Anstand, zu sagen, daß ich die Eerledt ung dxeser Frage und die Abschaffung der Kirchen- Steuer fur h ck| wunschenswerth halte. (Großer Beifau.) Es
616
herkschte indcß cine Meinu!:gschrscksedenheik zwischen den Mitglie- dexn des damaligen Ménjüeriums und denjenigen ehrrnwerrhen Mit- gltedern, Welche mit uns in Betreff der Frage über die Abschaffun der Kirchenßeuer übereinßémmen. Diese Mctmmgs-Verschiedenhett entstand, wre ich glaube, zum Tbeél aus cxner Behauptung des Lord Althorp, als er seine Maßregel über dtescn (ngenüand dem Parlament vorlegte, daß nämléck) der Staat Vcrpütastet sey, die Gclzäude der Kirche in gutem Znskandc, zu crhaltczt Ich war der Memung- daß man diesen Grundsah vcevchaltxu musse, (hört, hört!) und bin (“3 noch, Das Ministerium Sr. Mén- sttnmzt auch der von Locd Althorp ausgesprochenen 21111700 bei, das; CTM PKW cincr gesch chenden Vcrsmnmlung sey, dre herrschende Ktrche zu beschützen und fgür die Erhaltung der («[ckcker derscchn zn sqrgen. Es würde daher bei irgend einer Maßrcgcl, woran _tcl) Thetl nchtncn kann, meine Psticlx seyn, dahin zu sehen, dxxß dre erforderlichen Vorkeh- rungen gctroffen würden, damit Dte KtrchcmGebäude nicht in R1117 ncn zerfallen. (Großer Beéfal], brsondcrs von d_er Opposition.) Bee diesem Zuüamde dcr vorliegcnden Fragx iskxs ,thiztig, dékselbe in ge- naue Erwägung zu ziehen, und cben jo wrchttg1| *I, im Besatz al- ler Thatsachen zu seyn, welche ni.?)t nur Die Ktrchen-Kommisfion, die durch da:; Greyschc Mknéßrrium ernannt, sondern auch die, Welche durch das Ministerium des sehr ehrenwerthct: Baroncts gegenüber ernannt wurde, und hoffemlicl) cht (rxtcucrt_1vsrdcn wird, dem Parxament, und dem Publikum wahrschcenlici) tptrd vorlkgcn könyen. Ic!) lxnbc mdes; bei dieser Gelcgcnhctt nocl) Etnéges zu sagen uber dlc Maßregeln, welchc während dieser Sesnon cinzubrmgen seyn dürften. Dj_x jcizégen Ménéßcr haben beschloffen, dem Parlamente in dieser Scsnon eine Frage von sehr großer chhkfgkcir und schr großym Umfange und, ich muß hinzufügen, von sehr großem Dc- tail m Betrcfßder MunizipabCorporationcu vorzulegen. (Beifall.) Sée_„habcn gletchkalls bcschloff9n, in kurzem me:)? nur eine Frage hénjtciztlécl) dex Zehnten in Frland, soNdcrn «11-54 in Bstkkff dcr AnIführung emes Beschlusses dicses Hanses, Den ill) vor der,Ve1*- tagung zu beantragen dée Ehre hatte, cinzubrt'ngen., (25xtfal).) Aus der „Erfahrung der drei Jahre, während 1velcher tch Mttglted dcs Mémüeréums war, habe ;ck gelernt, daß wir dadurch häufig,in Schtvierégkcéten geratben t?nd, daß wir eine zu große Mannichfaitrg- keit der Geschäfte auf einmal vornahmen. (Brisas! von der Oppo- sition und von den minéstcrécllcn Bänken.) So bemét ici) Haber auch bin, jede Frage, welche von dem vorigen Minis'terénm cmgc- braxlwt wurde, oder die irgend ein ehrenwerthes Mitglied diesem Hause Noch vorlxgetx möchte, zu vckrücksfchtigcm so kann ich mic!) dennoch, was das Mintstcrmm v_etrifft, nicht verpüéchten, daß daffelbe sich noch auf mehr als jene bctdcn Fragen - dic Munkzipal-Rcform in Eng- lax1d und Wa1es und die Reform der Jrländeschen Kérctw mtt Einschluß dcr Zchntcn-Frage - einlassen kann. (Hört!) Anz diesem Grunde will ich in dieser Sesffot: keine Maßreqcl hinsichtlich der KircheMSteucr mchr einbringen. (Beifakl und (Be- läcbtcr von der Opposition.) Es ist dies eine Frage, über die meine Anfichtcn bekannt find, und ich würde s:“e gxrn cénbrt'ngcn,_sowohl um das Interesse der Désstnters, als das,der herrzchenden Ktrche zu befördern, abcr__für cht kann ich es nicht, und ich wünscjze, daß das" ehrenwerthc Mttglicd für Méddlcscx die (Gründe, wcshalv ich das Minéücrimn Sr. Majestät nicht verpflichten kann, noch in dieser Session jene Frage vor das Hauszu brinqcn, richtig verßehcn möge.“ Diese Erkxärungen veranlaßten Sir Robert Peel zu ei- nigen Bemerkungen über das, was er zu thun beabsichtigt habe, wenn er am Ruder geblieben wäre. Er gab zuvördersc seine Freude darüber zu erkennen, daß Lord Ryffcll mit Hinsicht auf die Kirchen-Steucrn bei seiner früheren Ansichr geblieben, daß die Fürsorge dcs" Staaks für die Unterhaltung und Ausbesserung der kérchltchcn Gebäude eine wesentliche Bedingung für die Exi- stenz eincr herrschenden Kirche überhaupt sey, und sagte dann: „In Vetreff desGescves über die Munkzipal-Corporationcn will ich ein Wort sagen. (Hört!) Für die Erhaltung der öffentlichen Ordnung und der MMU)! dcr Gesche isi nichts wichtiger, als disch nigen Mißvkäucsw und Statuten, welche durch das Wort und dee Vorschläge der Regtcrung schon verdammt fivd, zu verb.ffcrn. Die rage über die Kirchcn-Otcuer gehört dahin, se isi von dem Minis
ät die Frage über die Kirchenüeuer er: _
“?
ßeréum Uerdamxyt, und daher hätte fck geglaubt, daß, mit Llusnahme der Frage hénttcdtlécl) dcr Frländéschcn Kirche, dicsey „(Hegenüand dréngcnder sst), als irgend ein anderer. Dic Scbwiekigketten, welche mit der IrlänYéschn Kkräxcn-Fragc verknüpft sind, erfordern nach der Art, wie ne erhoben worden sind, eine schnelle und wirksame Abhülfe. Und dies ist nach dcm , was über die Kirchen- Stcucr gesagt und versprochen ist, vornehmlich auch mit d'éeser der Fall. Ick glaubte, die Regierung habe 1511.40 diese Fragen vorbcrcitet. (Hört!) Ich glaubte, daß nur der Umstand, daß ich im Amte war“, ne abgehalten habe, jene angcn etnzybrkngen, daß ich sie daran verhinderte, daß sfc durcb tc sirenge Kälte, welche seit dem 9. November V. Z». irgendwo herrschte, im Keim, erstickt seven. (Beifall und Gelächter.) Dies wurdx in der That m dcm Amen- dement zu der Adrcffe beim Bkgémx dtescx Sesscon erklärt. Hierauf hieß es in dem Amendement, daß du: Erctgmffe „„versäücpene Mas:- rcgeln unterbrochen und gefährdet MMW“ (Zanker Verfall, auch von den Minister-Bänken), daß „„eine unnöthth ?lnflösung““ des Parlaments üattgcfnndcn habe, so daß ich naturltcl) glaubte, dix- jenigen, welche dtes Amcndement vorgeschlagen und jetzt das Mint- |erium bilden, hätten ihre Maßregeln vorbcrektct. (Lauxcr Bei- fall von der Ovpoätion.) Und wenn man mich gefragt hätte, welchc Maßregeln die Minister besonders vorhcrcxtct hätten, so würde ich qcantwoytet haben, die Zehntcy-Btll, die Frländische Kirchen-Béll nnd déeKérchenüeuer-Btl], wetl ste wrssen mußten, da[; dies Maßregeln sind, worauf man die Désenters so sehr be éerig gemacht hatte, so daß diese berechtigt waren, zu erwarten, da" das Ministerium bei seiner Rückkehr zum Amte unverzüglich diese für se so wichtigen Maßregeln einbringen wcrde. „(Lauter Beifau.) Nach dem, was über dre Ablösuxxg der Zchxjten t_n England gesagt worden ist, kann ich nicht begretfenz ww rm Meniüereum, das so darüber gesprochen hat, sich entscblteßcn konnt», keine Maßregel über diesen Gegcnsiand voxzulegen, selbsk nachdem das angegebene Hindernis? entferné kü. Wir hören, daß das Méniüerium 1"th nur zwei Maßregeln vorbereitet hat. (Betfall und Gelächter.) Die wé_chti_qske Maßregel, die in Betreff yer Kirchen - Steuer, wobei die Dtssenterssosehrbetbeiligtffnd, soll, wre werhöxcn, aufgeschoben werden. Was würde man dazu gesagt haben, xvcnn :ck M Einschaltung ei- nes solchen Gedankens in dte Throy:Rcde anempfohlen hätte? Was anders, als daß ich mir die Frage en Bctrcff der den Dissenters zu schaffenden Abhülfc anz vom Halse schaffst) woklc? (Lauter Bei- fall.) Die Jrländis )e Kirchen-FrYe freéleck) mußte schon berück- ächtkgt werden, denn die jetzige ertvqltung war gewissermaßen Yarteé bct dieser Sache geworden. Aber Hie Frage übex die Kirchen- «teucrn, bei der die Kirche so sehr bethctlégt isi, verdtcnte wahrlich eine eben so große Aufmerksamkeit, und es wäre besser, die VerWal- tung nähme se auf, als daß man fke noch ein Jahr lang das Thema von Diskussionen in Volks:Versamnxlunqcn und eiwen Anlaß'zur Widerseßlécvkeit von Seiten der KtrclzspeelI-Märtyrsr seyn ließe.“ (Großer Beifall.) , -
Herr Spring Rice, der fick) hterauf erhob, meinte, der sehr ehrenwerthe Baronec habe zwar sehr schöne, aber nicht ganz auf- xtchtige und ehrliche Worte gesagt; er habe gethan, als ob das ]elzx'ge Ministerium noch ganz in dcrselöen Lage sey, wie vor dem Mu1isterwechsel im November vorigen Jahres und vor der dar- auf erfolgten Auflösung des Parlaments; diese beiden Ereignisse aber hätten eben den Verzug und die Unterbrechung, über welche das Amendement zur Adress geklagt, und die Her sehr ehren- wcrthe Herr nun sehr, mit Unrecht der je!;zigen Verwal- tuxtg zuschreibe, in den Fort ang der Reformen gebracht; Nzematxd “wisse besser, als ir Robert Peel, w'ie nö- ch etnem IJTt'nisterium die Zwischenzeit zwischen einer
esfion und dem Anfang einer anderen sey, um Maßregeln, mit denen es vor dem Parlament erscheinen könne, vorzubereiten;
diesen Vortheil habe aber das jetzige Ministerium ganz entbehrt Nachdem diese beiläufige Debatte noch einige Zcit“'fortgedaueré hatte, bis der General-Prokurator wieder den Ligennj vo'sliegenden Gegenstand in Anke ung brachte, wurdcn zulekt die oben erwähnten Bittschréften au die Tafel des Hauses nießerge, legt. Hierauf ward für den Burgfiecken Tiverton zur Wiederbeseszung der Stelle des Herrn James Kennedy der die Chilcern Hundreds angenommen hat, ein noms“ Wahl ; Ausschreiben erlassen. Eine von Heym Trevor an die Minister gcrx'chtexe Frage, ob es wahr sey, daß alle Be- stallungen der erändUchen Beamten direkt oder indirekt der Sanction O'Connell's unterworfen worden seyen, wurde keiner Antwort gewürdigt. Dq egen antwortete Lord Z. Russell auf eine Frage des Herrn inclair in Betreff der Jrländjschen Kirchen-Sache, daß Lord Morpeth baldigst dem Hause von [„-, ner Absicht, eine darauf bczügliche und auf die von dem Hausege; nehmigteRefolution über die Verwendung des ÜberfiüssigcnKirchM, C'égenthums gegründete INaßregelein _ubringen, Anzeigemachean' de. Den Übrigen Theil der Silzung Üll_te hauptsächlich eine Debatte über einen AntraL des TNaquis von € handos, dcrnach Ikkoohn; ter Weise, das «;ntereffe dcs Landbaues vertheidigend, eineMot tion auf eine Adresse an den König machte, durch welche dM, drückte Zustand der ackerbautreibenden Klaffe'der ErwägunW selben empfohlen werden sollte. Der Antra? fand Unterstützung und BekämpfunZl, ziemlich in demselben Naße , wie die frühe; rcn ähnlichen nträge dcs Marquis. Die Minister Wa, ren ihm entgegen , und es gelang ihnen, vermittelst :x, nes von Lord Russell beantragten Amendements, denseh den zu beseitigen. Dieses Amendement ging dahin, daß sch das aus verpftichten solle, den im vorigen Jahre IWW-
ten Vors )lägen eines zu diesem Behuf ntedergeselzt-m Ausschuß ses zufolge, die Ermäßigung der Grafschafrs-Steuern in Bera- "Ü
thung zu ziehen Und dadurch die auf dem Landmann haftend, Lasten zu erleichtern. Sir R. Peel sprach fich auch gegend»
Antrag des Marquis von Chandos aus, und das ministp rielle Amendcxmcnt wurde mit211gegen 150 Stimmeryalso mit einer Majomtät von 61 Stimmen, angenommen.
London, 26. Mar“. Ihre Majestäten kamen heute nach der Stadt. Die Königin will Abends einer Vorstellung der „Purétaner“ in der Ztaliänischcn Oper beiwohnen.
Die Kabinets ;“Minisrer versammelten sich heute kitkagzu einerBerathung in der Amts-Wohnung des Kanzlers der Schas- kammer.
Es heißt 0th, die gegenwärtige Sesfion werde wahrscheinlich nicht über den I eonac Juxé hinaus verlängert werden.
Der Oberst Fox ist zum Secretair des Feldng-Amts er- nannt worden; er gab vor einigen Wochen den Posten eines General-Znspektors in demselben Departement auf, den Sir RUfane Donkin jckzt bekleidet; der Courier will aus leßterem Umstande folgern, daß die Behauptung, der Oberst habe auf seinen Parlaments (kz, für Stroud zu Gunsten des Lord Russell nur deshalö vcrzé tet, weil er auf eine Anstellung Aussichtge- habe, ganz Ungereimc- sey.
Lord Anglesca ist von seiner Kontinental-Reise hierherzu- rückgekehrt.
Herr Fraser ist mit Depeschen aus Persien hier angelangt, von deren Inhalt jedoch noch nichts versauter.
Herr Santa Maria hat sein Beglaubigungs-Schrejben als Gesandter der Republik Mexiko am hiesigen Hofe erhalten
und ist zugleich zur AOschließung eines Handelsx und Freund: *
schafts-Traktats mit Spanien bevollmächtigt worden.
Der Courier verschert, Lord Palmerston werde W700 Tévcrton als Parlaments-Kandidac melden.
In Lichfield ist bei dem Beginn der Wahl für Süd-Staf- fordshirc die Abstimmung durch Aufhebung der Hände zu Gan- sten des minisceriellcn Kandidaten Oberst Anson ausgefallen, dock) hat sein Gegner, Sir Francis Goodricke, auf eine fdrmlicheAb- stimmung angetragen.
Zn Birmingham isi eine öffentliche Versammlung im Werke, um Über eine Adresse an Sc. Majestät und die beiden Parlo- mentshäuser zu berathschlagen, den jüngsten O)?ini|er-Wechsex die Kirchen,- und Covporations-Reformen und die Beschwerdm der Dissentcrs betreffend.
Das Birmingham Journal berichtet, daß der Vorstand „„ in folgender Ordnung-
der bekannten Birtninghamer politischen Union, welche fich ind Mitre des vorigen Jahres auflöste, zum 26. d. M. zusammenbeM rufen sey, und daß man die Absicht hege, die Union wieder in'! Leben treten zu lassen, um den immer eifrigeren Versuchen dcr Tories, das Volk fÜr sich zu gewinnen, entgegen zu wirkcn. Die Urkunde, durch welche die Reorganisation der Union beglau- bigt werden soll, zählt, wie jenes Blatt behauptet, schon an 3000 Unterschriften.
Das erste Erscheinen des neuen Lord-Lécutenants von Zr- land im Dubliner Theater ist ohne Partei-Exzesse vorübergegaq- gen. Lord Mulgrave wurde mit EnthuftakZmus empfangen; dk: einzige Ruhestörung waren einige gegen dre „Anti-Katholckxn auSgebrachte Pereats. Bei einem „Besuch aber , den der Graf dem College abstattete, wurde er mat Pfeifen und Zischenauß
genommen. Die Times giebt ein sehr schwarzes Gemälde von Irland!
jeßigem Zustande und meint, es könne daselbst, wenn nécht„elnx unerwartete Aenderung einträte, ein Bürgerkrieg nicht ausblexben- Die Dichterin Miß Henmns ist in diesen Tagen mit Todt abgegangen. , Das Liverpool Journal meldet, es sey wegen cx"?- Preßvergehens zu 40 Shilling Schaden-C'rsaxz an den Klagtk verurthetlc worden, wobei aber außerdem die Eigenthümerdk' Blattes noch gegen 1000 Pfund an Kosten zu bezahlen hätten-
Aus Lis s abon wird unterm 17ten d. M. gemeldex, „W die Aussichten auf eine baldige Wiedervermählung der .Könkg'" mit dem „Bruder ihres ersten Gemahls wenig steher seyen- 5“ eine cinflußreiche Partei im Französischen Interejse ger.",de" Prinzen von Nemours substituiren möchte. Die Depunrten1 Kammer hat indeß bereits früher fest. beschlossen, daß ke,m FW" zöfischer Prinz als Gemahl. der Königin von der Natton “"““ kannt werden solle. ' .,
Nach den leßten Berichten aus Madrid, welche die h" sgen Zeitungen enthalten, soll Herr ?artinez de la Rosa/ "“, dem er der bewaffneten Rotte, die seinen Wagen anfixl, eykko", men war, in seinem eigenen Hotel, als er sich_:'n een Zimms, desselben begeben wollte, in einer noch größeren Gesahl' ge1chWZ„ haben. Ein Mann von der Stadt-Méléz, so heißt _es, den„ Dienerschast des Ministers in der Meinung, daß er Em
. [kÜkilder[b“- -.. „(». - von denen sey dre thlen Herrn geschükzc und nach Hause Ie , se e tn Jolge emer vor mehreren «za ren gegen t n an- tct, in das .Hotel hereingelassen hatte, überfiel ihn heck "" Q,T'Ylgsn Untersuchung nur ab itwlantiä abxholvirc worde? sey.
essen hat ])r. Häcker dieser Tage wirklich zu lesen ange-_
führte mit dem Degen einen F iel) egen ihn, der nur dad),1,k, abgewendet wurde, daß die chw gerin des Herrn Marr,“; Donna Paulina, dazwischen sprang und. den Menschen &"
" achrtchten befand, wird als gränzenlos geschildert.
. I" der Verwirrung gelang es diesem, die Straße zu ev“- Zu und zu entkommen. , ,
Die Nachrichten aus Kanada gehen M zum U. Aprtl. , Kolonial-Versamnxlung von Ober-Kanadaharte vor ihrer rtagung den Beschluß gefaßt„ daß x:; geselzwcprég sey, weny Britische Parlament oder dex Bratsche Regterung ohne dre „,mmung der Versammlung d_ee Provmz besteuere oder über enEinkünfte verfüge. Dre [tberale Presse der Kosonie klagt rüber den Gouverneur Lord Aykmer. .Das Parlament von „„Kanada war von Lord Aylmer zum 21. Mai wieder ein- usen, das von Ober-anada aber am 16. April prot'ogirt wordey. New-Yorker Zettungen vom 1. Mai melden, daß m [xjmorc ein ruchloser Versuch gemacht worden _sey, das do!:- ,Bzrsgn-Gebäude, in Brand zu stecken, daß rhn jedoch dre ehdrden noch glückltch en_tdeckx und verhindert hätten.
n ?exiko haben szch dre Unruhen wieder erneuert. Die taa„„„Zaccctecas, „Moreta, San Luxs und Durango erklärten , „gen den Prästßenten» der Republtk, General Santana., Es Z.„ wie im vyrtgxn Jahke, die mächtigsten der ndrdltchen r vißzen gegen dte L_cnxral-Regierung wieder unter den Was.-
und es heißt, dar;, cm Theil des Heeres untey General Al- x„zsicl) ck11?" MILFMONU ,habe. Auf der, SMS Santana's Hude" fick) der Zr'dßexe Thexl des Heeres, dee Reste der Spa- schen Partei, dee Artskokratce und der Klerus.
Aus Buextos ; Ayres erhält man die Nachricht, daß der „malige Prästdenc dcr chublrk, G9nera1 Quéwga, am 16. bruar in der Nähe, vox1 Cordova mrt set_nem ganzen Gefolge
einerGefckMftsretse m das Innere cr]chlagen worden isi. er Tod des Generals“, der sehr beliebt .jyar, erregte Besorg- ffe fürdt'e Ruhe des Stcxatcs. Die chje des Generals „Qua.- baktcden Zweck, dre Stycitégk'eiten zwischen den Provinzen
cmémn und Salta beizulegen. Dx'e Verwirrung, in 1vclcher ! die Regierung von Buenos-Ayres beim Abgange der lclxten General gsas Katte die ihm übertragene Präsidentschgft zum vicx'ten alea gelehnt. Dies bewog auch den intermustischen Gouver- ur von Buenos-Ayrcs, Herrn Maza, zur Resignation. Nun * annte man den General Rosas auf 5 Jahre zum Diktator, icder einzigen Bedingung. daß er die katholische Religion auf; chtcrhaltsn solle. Seine Antwort darauf wurde noch erwartet.
Niederlande.
Aus dem Haag, 26. . Tai. Der Kaiserl. Oesterreichische 'esandte in Karlsruhe, Graf von Buol-Schaucn|ein, und der aiserl. Russische Gesandte in Stuttgart, Baron von Meyen- orßsmd Über Rotterdam nach LoUdon gereist,
Belgien.
Brüssel, 25. Mai. Der König hat dem Professor Warn- nigeinen kostbaren Ring in „Brjiéanten von großem Werth dmit seinem Namenszugc geschnUTck'c, als Zeichen seiner hohen friedenheét mit dem Eifer, womit dieser Professor sein: Func- nenerfüllt, und als einen „Beweis seines Beifalls fÜr das hi,- rische Werk Über Flandern, das Herr Warjakönig ihm gewid- ethac, übersandt. Zugleich hat der »Minisrer des Innern die,-
Gelehrten einc Verfügung des Königs, wodurch ihm eine umme von 1000 Fr., aks Unterstützung für die Herausgabe rFranzöfischcn Ueberscxznng seines Werkes über Flandern ém itteialter, bewilligt wird, mitgetheilt. Der erste Band dieses eckes wird im nächsten September erscheinen.
Deutsch1and.
Dobßevan, 24. Mai. Se. Königl. Hoheit dcr Großherzog afen am 10ten d. M. zwischen 4 und 5 Uhr im höchsten Wohl- yn hier ein. Eine beträchtliche Anzahl hiesiger Einwohnkr und nachbarter Landleute, unter Anführung von zwei der angesehe; ern Dobberaner, wartete eine halbe Meile von hier auf den ochverehrten LandeSvaNr und eZkorcirte ihn zu Pferde bis zum icfigcn Palast, vor welchem die Einwohner zahlkeicf) versannnelt arm und Se. Königl. Hoheit, mic einem freudigcn Lebehocl) be- üßten. Mit Allcrhöchstcr Genehmigung ward dcr feierliche ackelzug, mit welchem die Dobberaner dcn Großherzog zu empfan- n und ihm ihre ehrfurchtsvollen Wünsche vorzutragen ge- chten, bis zum nächstfolgenden Abend ausgesetzt, wo er nn auch, bei sehr günstiger Witterung, stattfand, und Der Zugführer; 50 Chine- FÄ)? farbige Laternen auf hohen Städen getraYen; ein horHautboifien; dcr Marschall mit Zwei Wappentr gern, die sdobbcranerLsLappen tragend, an jeder eite zwei große Fackeln; terDeputir-ce, gewählr aus den ältesten Einwohnern dxs Orcs md [Zegleitet von den hiesigen Großhcvzogl. Beamten. Ein sehr “hlrercher und wohlgcordneter Fackelzug aus ömal 50 Fackeln 'Jßehend, paarweise und mit 4 großen Fackeln schließend, in de? “Uke deffelben 10 Chargirte; das Dobberaner Mufik-Corps und zum MM 50 Tulpen-Laternen mit den DNecklcnburgischen Farben, mmrltcl) auf hohen StäbÉü getragen. Gegen 10 Uhr gab ein “"Menschuß das Signal zum Aufbruch, welchev vom Stahl- ade aus erfolgte, während Raketen in die Luft stiegen und mit “"o'W-Feucrwechselten. Der Zug war so bedeutend, daß er den WM Raum vom Crb-Großher sgl. Palais bis zum Stahl-Bade mnahm, Nichcallein die ganze LzOobberaner Einwohnerschaft, son- ern auch zahlreiche Zuschauer aus der ganzen Umgegend und selbst "7 "|W“, die fich während des Tages eingefunden hatten, be- leeteten den Zug, welcher vox“ dcm Großherzogl. Pallasr einen roßen Halbkreis bildete, hinter welchem fich das versammelte olk schaarte. Die vier Depucirtcn, begleitet von den Großher- ogl, Beamten, be aben sich nun zu Sr. Königl. Hoheit und "WM, nachdem ie sich ihres Auftrags entledigt hatten, von mer[)ab-cnen Landesvater ganz besonders gnädig und mit der Zxabsassendsken Güte empfangen. Als die Deputirten wieder „ddkm allast getreten waren, wurde ein dreimaliges don- „" es Lehehochpon der versammelten VolkSUmsse ausgebracht, ,unach dxesexn em, für dieseZ feterlixhen Abend gedichtetes, Festlicd „ &gcn. „Hterauf hatten SC. Kömgliche Hoheit: der Großherzog en ““de, ganz unerwartex selbst vyr dcm Pallasre zu erschei- „,rtund die bereit; an dre Dcputrrxcn gerichteten huldvollen "e e der gegenwärtegen Menge zu wrederholen, welche gnädige - rablassUncJ mit dem höchsten Jubel anerkannt wurde. Mün )en, 25. Mai. Se. Majestät der König haben Sich , onntag Vormittag von hier nach dem-Luftschloß Berg, am ambergexrsee, begeben. , dDer Senat der,!)icstgen Universitär soll gegen die Aufnah- istexs ZTUM ordentltchen Professor der Rechte ernannten Mi- „ drtal- ,aths,und Redacteurs der hiesigen Zerrung, ])]: Häcker,
as Gremmm der Professoren Vorstellung gemacht haben,
angen.
617
auf die Vorstellungen des Senats, nicht in der so weit von dem Mittel unkte der Stadt entfernten Ludwigsstraße, sondern vor dem arlSthor an der Stelle, wo jekzt das alsdann abzubre- chende Kadetten-Corps-Gebäude steht, aufgeführt werden. Für das Kadetten wird dann ein großartiges Haus in der Ludwigs- Stkaße gebaut werden. Dieser neue Platz für die Hochschule ist Zur gewählt und wegen der Nähe des botanischen Gartens und des all emeinen Krankenhauses um so passender.
„Ein „K migl. Reskript verfügt, daß von nun an in den ka- tholischen Schulen Bayern?: der Religions-Unterricht nur nach dem, von dem Ordinariate des MÜUMU-FWÖsinger Erzbi'sthums approbirten Katechinnus, so wie nach den, von dem rühmlichsc bekannten Iugend-Schriftstcllcr, ])--, ChréskopY Schmidt, verfaß- tendAUSzügen aus dem a[ten und neuen Testamente crchcilc wer e.
Karlsruhe, 16. Mai. Ueber das Mufikfest in Heidelberg wird Folgendes berichtet: „Das Fest, das zur Feier des Na- menstages Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Großherzogin Sophie am 15. Mai jeden Jahres abgehakten werden soll, wurde schon am Vorabend durch 50 Kanonenschüffe, Glockengeläute und Freudenfeuer auf dem Heiligenberg und Geisberg angekündigt, während alle T*)?itwirkcnden der erscen Hauptprobe im Museum- Saale beiwohnten. Schon hatten Frankfurt, Mainz, Darmstadt, „Karlsruhe und Mannheim theilweise die Zhrégen eschickc, die Zahl stirxg schon jetzt auf mehrere Hundert, und so te bald noch bcdeUrcnd wachscn. Am Festtage selbst geschahen früh Morgens 50 Kanonenfuhüsse, worauf das hübsch uniformirte BÜrger-Mili- tair zur Reveille mic Q.211itscl)aret1-D)2Usik dUrcl) die Stadt zog. Sodann versammelten sich die verschiedenen Bürgcy-IJTilitair-Corps und führten oberhalb der Brücke ein *.)?anövcxr zu Wasser und zu Lande aus. In gleicHer Zeit fand in dem Schloßhofe die Haupt- probe starr, Wbei denn die Zahl der OJTitwirkendcn fiel) auf 480 Personen feststellte. Den gcmzen Morgen Über war f1*c:'er Zutrétc in die Aula, die Bibliothek, das physikalische, anatomische und zoologische MUseum, den botanischen Garten u. s, w. Auch hatte Herr Geheime-Rakk) von Leonhard seine ausgezeichnete Privat- ?»JTineralien-Sanun(ung zur Ansicht frei gegeben. Acht Tage vor- hek hatte man nichts als kühles Wetter und Rech, echccs April- wetter; ja, in dcr lelztcn Hauptprobe nmßccn fiel) noch die Theu- nchmer vor einem kleinen Regenschauer fiWten; doc!) mitC'énem- male klärte es sich auf; der Nach111tttag, an dem das Fest statt- fand, war ganz herrlich. So zog denn eine WUnsclxmncngc, die man auf 4000 Personen sck)äx§r, naoh dcm alcerthümlichcn Schlosse, und der ganze Hofraum war mir *))?cnschcn bedeckt. Großartig nahm fich die Masse uns, wie sic in Ununtcrbrochencr Stille und "Llufmerksamkeic den Himmelskönen Händels und Mozarc's lauschte.“ Op.“.xx'reiä).
Wien, 22. Mak. (SÖles. ZeérUng.) Jhre OJKachkät die Kaiserin har dem Mucxcx'gorkesbalde in der Kirche zu Maria- !)in ein sehr werthvolles Maio - eigenhändig gcskéck'c -« zum Geschenke ge::mcht.
Se. Kömgl. Hoheit der Kronprinz von Bayern hat uns vorgestern verkaÜ'en, Und ix'r fich“ Preßburg, Pest, nach einem Theile Ungarns, von wo er s(ci) nach der Schweiz begeben we'll, abgereisct. Dcr ihm bcigeZebcn gewesene Hofstaat isr mirKönigl. Freigebigkeéc belohnt worden.
Se. Durchlaucht dcr regierende Färsc von Hohenzollcrn- Hechingen isc zur Begrüßung unseres Kaisers vor einigen Tagen hier angelangt.
Es sind nun auch Deputationen der J)?ährisckck-SMesischcn und Stckcrschen Stände hier eingetroffen, um Sr. 2)?ajestät die
Welcher Mor en 'in der Alameda, einem dem Herzoge von Ossuna gehörenden U|schlosse, seine Vermählung feiern wird. Die vor,- wittwete „Königin wird sich dort durch die Marquisin de Santa Cruz als Madrina der schönen Braut vertreten lassen.
Türkei.
Den letzten Nachrichten aus Elbassan im Türkischen Albanien zufolge, ist dort nach der Abreise einiger revolutionnairen Beos mehr Ruhe eingetreten. Der berüchtigte Tafil Bussi ist eben- falls flüchtig geworden, ohne seinen Sökdlingen die ihnen schul- digen Rückstände zu bezahlen. Die Montenegriner ihrerseits [c- ben jedoch noch fortwährend im Hader mit den Türken, denen sie ein Dorf nach dem andern abnehmen und die sie am Ende wohl auch noch aus den befescégten Oyten Spms, Podgorézza und Xabliak vertreiben werdcn.
Griechenland.
Athen, 5. Mai. (Allg. Ztg.) Der gestrige Tag war Zeuge dcs erhabensten Festes, welches, die erste Landxmg des Königs in Naupléa ausgenommcm, in Griechenland stattgefunden hat. Es war am «1. Mai 1827, das; Georg Kara'I-«zkos odcha- ra'jskakis, durch seinen ungesckimcn MM!) vcricércx, slch in ein unbedeutendcs Vorposen-Gefccht zn miscHen, «11177 cer" Cbcnc zwé- « schen dem Piräus und dem Oelwald-x die t-INléclx Txmwc cr- l)ielt, an der er nack) wenigen Skunden verssßiyd, mch scixm'm lelzrcn ?sthemzugc die um ihn stehenden J'Zasfemz»';ro;;'c11 zxxr Cin- tracht crmahncnd, da er in edlem SclbjWchtxxrscx-n f:?!)ltc, daß mit ihm die Seele von dem Heere wéck), wechs Alhkll zx! cxtx- seßen bestimmt war. Nur zwei Tage später erfolgrc 02-3 blxxxége Niederlage der Griechen untcr Chuccé), 1er 10110991“ das 9.171,51? bedeutende Unternehmen scheiterte. Karajskexkés 11-05," ohuc We.- derrcde an Feldherrn-Talenk dex axtsgozeéchmctsrc F;“:[zrcr Os“.- ***;T'ÖE/ chen; alle Capitaine, unter sich nea'disch, cx'kcxéncn M: «1125 i1)rcn Meister an. An persönlichem TOTurtJ-x öUrfrc er 7711; eéxxcm “".-.'?«xr- kos Voßaris und den €).1Tauron1iciyatis znr Scétc ykciésxx DaF)» war es eine richtige Wahl der MILRAM, Ln scémcn PJUM. Ms Gedächtniß Aller, die in d'm BesrciUmxskaxnpsc gksÜÜ-kkk/ :ck».- ren. - Auf dem Plakze, wo er vcrwmndcr wxxyde, (“M der Straße, die vom Pir'äns nac?) AWM ffth-x'k, cx'ljx-xbr 71-5.) :cxzr ein geschnmckvolles 5.1)2011U111c1:r aus gklbcm Aegimcttxcézcn: EMU: cin véercckiger Céppus, dcr anf cincr brcék-m „Basis sxcszk, Nack) eéner Zeichnung des Ii'rcl)itek'tcn *HKEsL von dcm Fi'rcdiI-cöxcm Lv.“:- ders «stzefa'jhrr. - Schon am :. Mai Waren die GcMins dss Tapscren, die bis dahin im Schoße dc? [)xcéis'x-„cn S:“;[;7«211.:“5 gemxlu hatccn, von einer zu diesem Zw-«ckc ab;.z-xordmcrcn Ko;111:x§3,'“wxx von Obwa-Osfizécrcn nnd Geistlichen U::d z'm BUMM :'céxnztr Héxexsréas; senen T-Ich 7.071) Vcrwmtdtcn iW»? (.'-NUN“ c::cUMM-„N U::d ans einem KUWZÖÜZNFC nac!) dem Pérätxs :“1vcx'346f'xxiyx'k w:»rdcm. COM so Hatte dieng cx'ung die Gebeine der anf ÖL?“- KÜCHJÉ'M SchHr- feld-ern wn K*UUM'U'V, Chatdm'i, Cap KMW U. s. w._;._;-sfal[cncn GNccth und Philhellcncn sammxln, Wo in cét2c1*'«)'.:1zaéj=1 von Särxxen in dcr KMW dcr heil. Jx'cxic *.)x-e'x-„KUH-Z ONFL'HM W.;“;cxx. A;); Morgen des gcsrkigcn Tages [1111 K*? 1157-13 sex,:kcxr M,) b::tdc Traxcrzüge von der SWOT umd *.wxn “);-3406.05 021.2? ;.“„;.:*:“ci*5c;tég in Bexvchmg, 1th in dem Angenvlick-e, wo sx"; Ost O:":U ",x-.*oixéx- mente zxxsammIntrach, crschicn aUcl) Sc. “T*J-“aj. “:I-er 5,7250?» Um; geben von der Regentschaft, dcn 521611100», GIerai-„xn [md StaatNäkßen Und einem glänzendcu Gckwr'aLYZ'avc zu Pferd:: Se *))?ajchäc wurde hie? von dem déplomarischcm Corps, dcr S:)noöe und den 'qugeskekikcn sänmnlichcr »)]?initöxrien, so wie von einem zahlreicßcn Offizécr-"Corps empfangen, x'oälwrend cine
unüberschléch Volksmcngc di? Ebene rings Umhcx [M*cckce. Gamz
Gefühle der Tx'aUcr wegen des Ablebens dcs höchstscligcn Kai- ser's Franz, und die Glück'wéjnsche zm" Thronbescctgung auszu- sprechen; die in gleicher“ Absicht zu erwartende Siebenbt'n'géschc Deputation wird erst" aus der ??)?écrc des neu einzubekufenden Landtages gewählt werden, und also erst später hier eintreffen.
Zu Triest" wurde am 10th d. um 1 Uhr 10 Minuten ein stYrkes Eydbcben verspürt, welches jedoch keinen Schaden an- ri )tete.
Berichten ans Scutaré zufolge, isc OS in Albanien neuer- dings unrnhég. Man möchte dieses Land, mehrjährigcn Beobach- tungen gemäß, den politischen Barometer für den Stand der Dinge in "Zlch-ptcn nennen. Man weiß nämlich, daß, so oft “Mehmed Alt mit einem Wagßückc umging oder einen Angriff befürchtete, in Albamien cin Aufstand ausbrach. So zeigte in neuester Zeit der Skcmd der Dinge in Albanien dic [Verhältnisse Syriens an. Ganz entsprechcxid M* mehr oder minder gefährli- chen Stimmung in diesem Lande und der hieraus cntsprtngenden größeren oder kleineren Gefahr von Seite der Pforte, wnßtc Mehmed Ali stets dUrcs) Geld und Versprechungen die Sachen in Albanien zu gestalten, um dort die Pforte zu beschäftigen Und ihre Absichtcn gegen Syricn zn dnmhkreuzen. Ohne Zweifel ist es cht die Pest, welche Mehnwd Ali veranlaßt, durch seine Kreatur» Tafil Bust, Albanien abermaks zu insurgéren; denn diese Seuche könnte ja Aegypten so schwächen, daß die Pforte dadurch zu einer Wiedereroberung ihres Eigenthums Anlaß erhält.
Spanien.
Madrid, 9. Mai. Schon öfter werden Ihnen meine Mittheilungen gezeigt haben, daß es nicht die Nord-Provinzen allein sind, welche sich gegen die bestehende Regierung erheben, sondern daß auch in anderen Theilen der Halbinsel dic öffent- liche RUhc mehr oder minder bedroht wn'd. So hat man neuerdings in Sevilla und Ecija Karlistischc Verschwörungen entdeckt, deren erstere bedeutende Verzweigungen in Carmona, CN"- dova und Lucena hatte. In Catalonicn sollen die Karlisren 13,000 ONann unter den Waffen haben, und gestckn erhielten wir aus BiScaya die Nachrichr von dem Unfall Jriarce's. Die Regie- rUng Hat noch nichts darübcy bekannt gemacht, es heißt aber, er selbst sev getödter und" 4001'cinerLcute gefangen genommen wvrden. Zu gleicher Zcit isc der Pfarrer Merino wieder mit einem Corps von 500 *Mann aus seinen Schwpfwénkcln hek- vorgekommen und hat am 28. AW! c_in Treffen mit den un,- ter dem Obersten Azpiroz stehenden Königlichen Truppen ge.- habt. Am auffallendsten ist die Nachricht von einer in Valde- moro (halbweges von hier nach Aranjuez) entdeckten Verschwö- rung; ein Gardc-Kürassier tödtcrc dort den Anführer; allein diese Sache liegt noch etwas im Dunkeln. Wir wissen nun, daß Valdez nach Pampelona gegangen ist. Mit Aufträgen von ihm ist vorgestern Herr Lémia y Varela, Beamter im Kriegs-NTini- sterium, hier eingetroffen. Personen, die untcrkichcec seyn wol- len, behaupten, General Cordova habe in Betreff der dem Mi- nisterium gemachten Vorüellnngen Über die Nothwendigkcic einer fremden Intervention die ihm vom Kriegs-Minjstcr ertheilten Vollmachten Überschriften. General Cordova hac fiel) nach Aran- juez zu der vcrwiktweten Königin beZcbcn. Man erwartete gestern Abend seine Zttrückkunfc, die aber noch nicht erfolgt zu seyn scheint. Eben dahin begab fich gestern, wie man sagt im
Das neue Univerficäts-Gebäude wird nun, wie es heißt,
Interesse der Zntcrvenrions-Fragc, der Finanz-Miniskcr Torcno,
Athen und Tausende aus den Provinzen war's:! 50)"n:x1n1-:ngc- scrömt, um Zeuge der dem Lécblingöhclch dcr Naré-M, so Me Allen, die für das Vaket'land gstttcr, daxgcbrachkcn .erldcgung zu seyn. Nachdem der König mic scxncm kaolgc dic flir tkm errichtete Tribune besrécgcn, [Mt ch“ OJTimskcx ZYTHizos Z-Zcrxxtos an de:! Sarg, dcr Karaxskakis SraUk) cncHicét, UN:) Htclc (“Luc dcr Bcdeutung des Tages angem-xsscne “RUN; mac!) ti,)m sprach noch der :Obcrß-Ltcutcnant Spéros Méléos, ch: Waffchctwsxe “0.5 Helden, wenige kräftige Worte, in welchen er Daran crxxmcrxc, daß Kara'xskakis beé seinem Scheiden scmc arm [md schuxzios hinterlassenen Waiscn dem Varerlande cnwfvhlcn [)atxc. „Hierauf wuvde cin Trauer-Gotrcsdienst gchaltcn, wobei der Biscl)“.:f von Attika die Messe las; aber wer schilderk dic fchdigc RÜLWUJ, dcn gränzenloscn EnthusiaSmus dcr *))Tsnge, als ;ctzr, in dem Augenbxick'c, wo die Gebeine in die Gmtfr gesenkt werdcn x'zlxx-en,
! der König selbst an den Sarg trat, WO mit chr-endsn Tééox'tcn
sein eigcnes Großkreuz dcs Er'köser;.M'd-;21s von d&"; Brus! nahm und es auf den Sarg legte? Immo? neu erhob stcl“; cin taUsendskimmiges Lebchoch, so wie sich déc Kunde dicser .ßéxdnigl. Anerkennung des Heldcn weiter durch OZ:) Mcngc vcrbkcixcte. Unter dem Donner des Geschüßex? und U::tck T'mucr ; SuMu dCi" zu beiden Seiten des *.*)Tonumcnts aufgestellten Lime wurdcn er?,dlicl) die Gebeine Karaiskakés in dcr fÜr sic be- stimmten Nische, die der Übrigen Grfallencn «Wer ix1 céncr zwei- ten gemauerten Ernst neben dem Denkmal bcégcsclx't, Über der sich ein Erdhügkl wée Über den Gräbern der „sycch ch Vox- zeit erheben wird. - Diese durchaus wÜrdig und crH-xbcnd bc, gangene Feicrléchkeit hat einen ticch Eindruck in den Gctnkxtycxn des Volkes hinterlaffen, und dée Bande, welchc dascide aU-sci- nen jUngen Herrscher knüpfen, noch fester gcscHUtUch.
für die Wécdergchrk des Vaccrlanöcs s:"cl) geopfert, ehrcjwollan- erkannt gesehen, und Tausende uad abermmls Taxtscnde [(NÖ “(zr wieder freudig bereit, wenn es scnn nmß, M König uno Burch land zn blUtcn, da sie wiffen, da]"; ;D“; „eine:; edlen RUHM binrcr sich lassen werden.“ -- Auch das cinzt-Zc Bcrmächrnx'ß, Daz dcr sterbende Karaéskais seinen bcédcn Töchtern geben konnte, Ne Hinweisung auf die Dankbarkeit dcs Vac-crkandes, Har drs Kd; nigs Großmutk) nichr unverwirklicht gexaffcn. Wie man VOMUUMT, hat “- c. T5JTc1jcsrät jeder dcrsclbxn fünfhundert Stratmnctx de'.“ Oc; sten Ländereien in dcr Eparchie Korinthia, Uno 01300 DMOWU, zur Aussteuer gcscthkt,
Ostindien. Der" Mofnsil Akbar (eine in Agra crschcénchc thrmm) in der Nähe von Pcschawcr cine Schlachk [i-cfcrr-c.
Kampf auf Leben und Tod scp." lich, mit einem Vckluste von «3300 »).Wnn.
Runschid Singh _selbjk seßce
seinen Französischen Offizieren
4.1)th m; nemkcr Zufriedenheit hat man cnwltci) die Bsrdécnßc derer, die
vom 20. Dezember cnthäl; dic ?)?acl)_t'iél2k- Mk; “M' IMILUT VM Kabul, Dost“ Mithamcd Chan, dcr “.'lrnjcc von NUnsciW &“)th _ FOTO ?'[leM- nen waren in gelbe Farben geklcköcr, ZUM ZL'WM/ dax): ss ein Sie schlUchUOt-x Six:?)s gänz- - :'Oer Qéöcmcrak dcr Sikhs, Nu Nihal, dcr C11_kel und T[)1'Ot1fokgcr von RUNsciUd Singh, soll selbst gefallen W711, was von größcx'cr Wthéchic als die Schlachc selbst wäre, JPM]! cs sch) dcßäkégcwsölltc. , 110) auf die Erhalcmrg, dicser Rachrtcht in Marsl) gegen den Indus, cm der S*“;Ktizc de'.“ von , - organislrccn Brigaden, dercn Disziplin jedoch mehr beyonders gut zu seyn scheint, dcnn
„ - “M- E. . “.;s-Qz-skx-«MRU; * .. ,