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Schiff nicht zu verlassen brauchten. Nachdem der Papst den Ca- pitain und die Besatzung fürstlich beschenkt hatte, verließ er das Schiff wiede): bei den Salinen, unterhalb Corneto, und besuchte die in der Nähe liegenden großen Alaunwerke, die gegenwärtig für Rechnung der Regierun außgebeutet werden, und wo mehrere Millionen Pfund aufgeFäuft liegen. Nachher beschtigte der Papst die Alterthümcr der Stadt und Umgegend, und kehrte nach Civita-vecchia zurück. Hier nahm er Alles genau in Augen; schein und genehmigte verschiedene Vorschläge, in Betreff W" Festungswerke und des Hafens. Mehrere der Gefangenen in dk? Festung erhielten Milderung ihrer Strafen. Doch der Haupt- zweck der Reise wurde durch die Freigebigkeit des Papstes er.- nillt, der die noch fehlende Summe zur Anlegung der neuen Straße, von dort bis an die Gränze von Toskana, aus seiner Pri- vat-Kasse vorskreckte, so daß die Arbeiten unverWeilt vorgenommen Und noch in diesem Jahr: vollendet werden können. Diese klei- nen Reisen des Papstes finden bei allen Vaterlands-Freunden Beifall, da sie ihm Gelegenheit verschaffen, Vieles mit eige; mn Augen zu sehen, so wie es denn auch jedem Un- :erthan frei sieht, sich mit etwanigen Beschwerden gerade an ihn selbst zu wenden. Nur die bedeutenden Ko- sten, wclche mit einer solchen Rciseverbundcn sind, könnten in ökonomischer Hinsicht etwas dagegen einwenden (affen. Doch diesesmal hat der Papst die ?luSgaben aus eigenen Mitteln be- sx'xirtin. Durch Tesiamcnt eincr g(äubigen Person in Amerika 01 ihm eine große Summe »- man sagt 80,000 Spanische Pia- stci' «- unter der Bedingung vermachtworden, für ihr Seelenheil eine ?effe zu lesen. -- Der Ritter Sobre ondi wird uns ver; lassen, um in Mailand ein ihm von seiner egierung anverirau; tes neues Amt anzutreten. ?qn hofft, ihn dennoch bald wieder Hieru sehen, da er auch die Leitung der Militair-Verwaitung dsr esteyreichischen TrUppen im .KirQensiaate unter sich hat. ““ Untei' dcn Büchern, Welche die Inquisition neulich verboten hat, fiiidet sich ein Russo Piano (]"ixiruxionc? cl'i-ieoloxiz, (ji (Xio- *EUR-1165111038. Das Buch is! zu Catania 1833 gedrucki aber hier ganz unbekannt.
Neapel, 23. Mai. Ein Nord-Amerikanisches Gcsävwader, heßehend aus dem Linienschiffe „Delaware“, mit; dem Komma.- dore Paterson am Bord, der Fregatte „Potomac“ und der Goxxlecxe „Sherk“ ist, von (Gibraltar kommend, auf der hiesigen Rhsde angelangt.
Moldau und Wailachei.
Bucharest, 15. Mai. Wir hatten heute das Vergnügen, Dm Kaisers. Rusfischen General-Lieutenant Grafen von GciSmar in unserer Stadt ?u besißen. Graf Geismar, w-elcher fich nach Silisiria zur Mus eyung der dortigen Garnison bcgiebk, hat auf Hssondera ÉÜTTWUUZ unseres Fürfxen, mit dem ei“ seie vielen Zahrkn in freunvschaftlichen Verhäirniffen sti'hi, den W313 Über Bixchareyi gsnomnien, wo er 24 Stunden verwsilte.
T ü r k e. 1“.
.Die Times «*nthäit cin PrivatsÉrcii-en «0.0 Konstantl; noi)?! NN: 0. ». M. Die Weigerung Mihmed Aki's, einen Forman für die Britische Expediiion nach dem Euphrat zu be- WUÖZW (Veizxiieicße Aegypken), wird darin dem Groll zu- ZIMMER", den dci“ Pnscha darüber hege, das; sick) Englaud ZJTV-ILZWT, ix_)n als unavhangig anzuci'i'cnnen. Die Bercitwillig- 1590: des Reisx Efendi, den Engländern die Beschiffuug des Eu- PÖMÉ mit Dampfbötin zu gestattkn , wird dem Einfluss: des T*.»ry-Kabiniis beigemeffen, welches bei der Pforie bciiebrer sey. Di: Aegxyptische Flotte, aus 0 Linienschiffcn und 8 kleineren .K-TkicgssMFen Öcsx'ehend, mit 8 bis 9000 M*ann am Bord, soli Kandicü Verlaffcn Heißen, um die Bewegu'ngen der Türkisäycn 31.3 Seoimcißten. Auf die Voi'sreiiimg Rußlands Und Oekkerreichs, daß ie die Serbissbe Constitution nicht anerkennen würden, soli dix“ Psi)??? 00111 Fürsten Miloscl) angeZeigt haben, er möchte die- ssiße znrüoknehmen, widrigcnfalls die firkische Regiei'ung Trax)- psn 0ach Sei'bien schicken müßte.
A e g i) p t e 11.
Briefe aus Kahira vom 25. April in der Times entwer- fen eine furchtbare Schilderung von Aegyptens ZUsrand. Zn Diiexäxdrisn syll ein Drittheil der Bevölkerung gestorben seyn; in Kadim geben die Bx'illetins täglich im Durchschnitte 500 Todxs an. Alle Konsuln, mit Ausnahme des Englischen, Ober.- sren Campell, hatten ihre Posten vcrlasen. Der Pascha wax nach «(():-ck01 zurückgekehrt. Mehmed Ali_ hac fich geweigert, 5 einen Ferman zu Gunsten der Britischen Expedition nach dem Euphrat zu bewilligen, obgleich ein ähnlicher vom Großhcxi'n vorgezeigt Wilkdc, woxauf er aber bloß erklärte , er werde einen Tataren deshalb nach „Konstantinopel senden. Bis zu dissen RÜchehr wird die Expedition wenigstens sechs Wocizcn in de;: Bucht von Alexandrexte warten müssen.
Inland.
Berlin , . c"uni. In Bezug auf den aus den Breslauer Zeitungen in die “* r. 155 der Sc.-Zeg. Übertragenen Berichr Über die 50jährige Diensk-Zubelseier des Generals der Kavallerie, Grafen v. Zicken, Hemerken wii nachträglich, daß der Tag selbst, cm 113010st dir Jubilar im Monat Mai 1785 in den *Militaiw „Dienst getreten, nicht genau_ zu ermitteln gewesen war, weshalb" Se. DWZ. der König den 30. Mai als den Tag, an welchem im Jahre 1814 der Pariser Friede geschloffen wurde, zu der gedach- ten Feier zu bestimmen geruht hatten.
«- In der vorgestrigen Sißung der hiefigcn geographischen Gesellschaft trug Herr General-Auditeur Friccius eine Abhand- lung vor Über Ostfriesiand. Hr. Dubois, von seiner Reise nach dem Kaukasus ziti'11ckgckehrt , brachte eine Reihe geographischer Zeichnungen und Prospekte zur Ansicht, welche er mündlich er- läuterte. Herr Baron Schilling von Cansradt aus St. Pe- tersburg legte mehrere Thébetischc Manuskripte, Koreanische Bücher, ein JNanUskript in Palischrist von Ceylon, so wie merkwürdige in der Mongolei angefertigte_und von dort mikgebrachte Zeich; nungen vor, Über welche er, to“ wie über einige Russische in Ja- pan verbesserte Karten noch beyondere Erläuterungen gab. Herr “.O-. Aßici) theilce Beobachtungen über den Vesuv und Llama mit, und erklärte dieselben durch eine Reihe lithographirterBlä1- xsr. Hx.Geheime Rath Lichtenstein Übergab als Geschenk Na- mens des Capitains Sir John Roß“) deffen leßte Reise nach den Polar-Gcgenden, so _wie von dem Grafen von der Gröben dessen Ueberscizung jenes Werks. Als Geschenke. gingen ferner ein: von Herrn Graberg von Hemsö , sein „5943681110 ZGUZM. ich» ck 31.11151ico tlvll' imyaro (Li 1113701300“, so wie eine statisti- schc LTHHandlung Oeffelben. Ferner von dem Verfasser: „die
*) Welckzer 17ch einiseTage in Bexlin aufgehalten hat und vor- gesierq isdn“ chttm mit dem Damptboote nach Kopenhagen abge-
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Toskanischen Maremmen im Frühling 1832 von A. Reumont“; von dem Major von Ocsfeld: die neu erschienene Nr. 149 der Reimannscheu Karte von Deutschland, und von dem Baron von Cäansieizx dessen „Anleitung zum Entwerfen der physischen Erd- r ume.
-»- Nachrichten aus Halle zufolge, ist der Nr. Dzondi, ei- ner der verdientesten Profefforen bei der medizinischen Fakultät der dortigen Universität, am 1. d. M. daselbst an den Folgen ei.- nes Schlagflusses mit Tode abgsgaiigen.
-- Man schreibt aus Breslau unierm 3. dieses: „Die Ausstellung von Gegenständen der Kunsk und der höhern In- dustrie, in den Sälen der Gesellschaft für vaterländische Kultur, hat mit dem lsken dieses Monaxs ihren Anfang genommen. Ver.- zögert durch äußsre Umstände, ct'afen dis meisten Kunßsachen erst an diesem Tage hier ein und kNMWU dahcy auch in den [613th Tagen nur nach und nach zm" Aufsxeliung gelangen, ja sogar sind noch bedeutende Sendungen im NWsrande, die später und im Verlauf der Ausstellung seid:? cinxreffen Werdsn. Der vier Bogen starke Katalog zeigt gGZLUWÜUÖZ schon in Der Tren Auf- lage gegen 600 Nummern (Ulf, uncey denen VÜÄI in doppeltci', ja in vielfacher Zahl Kunstsachsn [)CtkEffCU, die UML!) eiiisr Zahl enthalten find. Zn dioscr Bczicßung wäre also die 2100021101153 die reichste, die jemals hier sTeTTthfi-MÖCU hai; sis ist es aßsr auch in Bezug auf ihvcn Znizalx: sclßst.“ .
-- Da am 1. Juni in Brekzlau das Wetter so ungi'inkiig war, daß dadurch die Vertheilimg dci" Eernpyeise ftir die Mä) beendigtem Wettrennen zur Saßau gestellten Thiei'z: verhindei'c wurde, so fand disselbe am fokg-xndcn Tage in der GencrciL-N ey- sammiung des Vereins für PsCi'N-RLUUM 11110 Thieysck)au stake. Es wurden vertheilc: ;;) fiir srarie Rcix- LMV KavaUeric-Pferde: 3 Preise von 11:39. 40, 35 und 30 Rthli*.; 11) fÜi' starke Zitchr- und Laß-Pferdc: 3 Preise von 712511. 35, 30 11110 25 Rihlr.; «) für leichte Reit- und .KavaUcyia-Pfei'ds: 3 Preise von 1055). 30, 25 und 20 Rthlr.; ci) f:“w Zxäixi'ige FEHWUT “;“ Ppkcise von 1937). 25, zwei Mal 20, zwei Mal 15“- RiHiy„ 10 UND 5 Rihir. (3 dieser Preise von 25, 20 11211) 15 Rißli'. waren eigentlich für leichteZug-und Wagen-Pfsrde3010111112. Da 111097701 keine solchs im ausgebildeten Alter gestellt wordxxn Waren, so wnrden diese 3Drä:11i_cn auf Zjährige Fohlen Übertyagcn.) 0) F0? che zur Lr- zeugung von starkem ZUM- 11110 Sch)iach1)iviek) mn geeignexeicn erschionen: 3 Preise von 223, 20 und 1390011“; 1') für Kühe und Zugochsen, welche den “Iltifordcruiigc-n xm“ 9320100219 Und zum Ziehen am meisten entspi'aMn: “.? M*cist von 20 und 13 91113112; €) für Kühe zum O)?iich-Ertka§xc: Z “PWM? von '2'30, “15 110012 Rthlr,; 11) fiir Bnuervich: 1 Preis" von 15 911002; Z) fin“ Kai- binnen Und Siierkäibeik: :*; Pixise 09:1, 12, 10, 8 und .?» Rrhir.; ];) für Schaust: 0 C:?)i'engabcn, (7911217010 in 21030160 Vaslin mik goldener Schrift; 1) fiir Z1.1ch1';*Sclck*-Viéins: ;; Preise von 12, 10 und 8 Rihki'.; m) fü? *))?aßi's-xkxiveiiie: 1 Preis" von 13 91110113; won 30, 25, 20 und 10 "272117112; 0) fx'ik Die. i'ÖWci'scen Sangiäi: 0er: 1 Preis von 12 Rtl)!x*.; 0) sin“ di.", scizwchi'xn Himmel; 4 Preise von 10, 8, 0 und -“1 Rik)11'. »» IMU) dir *Preis-Verthei- lung evfolgis dic. Verlvosimg dcr von. dem Vei'eine zit_den Prei.- sen von 300 Rt!1“)li'._, 200 010302, 120, 177.70, 110, 10 und 100 Rehlr. angekauften Pferd?. *
«» kKei“ FrühlingÉ-Woiinmi'i zu SYkTmbLkg, wslcheir in diesem Jahre am 25. Mai a-ZJLHÜÖWU 1002111», Und O_ei' von aus;- wäris wohnenden Einkäufern 10in als 091051771101") besucht war, eigte als Resuliai, daß 1012171111011 170 Cry. KB Pfd. Mitreswolle Libsaiz fanden. Anfänglich 010.020 die Produzenten Hei den vor.- jährigen Preisensiehen; 111510311017. 10001 si? sick) jcchi) singt: "9.111.- s'chlag von 1 bis "L- RUM: ZU'" «[.-30“: gefallen, 11011 10 09.1)ex 30 den Preisen von 05 Rxhlr. bis“ 07,1 011007. .""- antncr W'i'aiixx worden.
Einen Bericht Über dis Seiden lekztcn VersammliinZ-m des
Vereins zur Beförderung 1383 GKWMÖQUQZ :Uiissen wii.“ 117.19; wx- gen Mangels an Raum im- morgM vorÖeHaZtan.
ÜUKKÜK'th-JL Fixöxssu. .ngtexkänäxi, 3. „113131. Kieäor]. «il-ki. Zcimiä „WZ. JZ- 410, 101.21, QUIZ. 8131311111 139.» Knur-Zill. 2544739. YFZ- „ZYMDU. 0.5. ZZZ INH.. 15.038. MF. ÜTZIWM'. 09. ['r-zuuu. kcäm-stinriini 110. (10. 4.2- .0103. «. 803-11- 52 437'5. 3-9. 274. - “ 011111.
„41010/090011, - LÜNEN 393.
S") 89311. 53 45. ZF --. ZUM. 1057. "'S-"eme“. Spät]. 3111. 5/1!» 11.477100. LIZZ. ' [4011.11'».':, 2. .!1Z!Z§„ Uzix. I'M. (“)x-nu. ÖNklI-Z BMZ. 51317. 1834 2.3.2?- 15611. IIZ. 5x? (10. 100,3 !*(xrt. (101121111). «. 1024 "3.0. 019.11. 30T.
()(-ux). 321,
(„'on-!. 33 00,7.
--. 211001]. .011§;;.10.
89. ßnZ].-|1-1§§.108§. 131413. 82:1.
.k'oru 20. Ciiiki 47. * U/iixn, 3. „370111.
53 MOT. ]01Z-Z. 4Z- 9 ZZ. ÜZÜiUk-KQUU] 1332. NEU&- Qui. 589M-
KökkiézLécHC GxÉoaUsvii-le.
Dienstag, 9. Juni. Jm SäxxuspieihaUss: DLL." siandhaste Prinz Don chando von *Pyi'ngal, TMUSFWWl in 5 Aviv., nach dem Spanischsn dss Caldcxmi, “VM Sch)Tcgel 00910131 11110 für die Darstellung citigßkichxet von (250002.
“Mittwoch, 10. ZUR. Jm Schauspielhausg: Zum c;,"st-In- malc: Richte und Tanis, Luixspisl im 1. Akt, Wii (Hörner. Zn Scene geselzt vom chiisem; ngß, Hicxaiii' : Zum expienmate: .Die Familie Hellbrand, Pose 'in 2 20511), nach »))?elcsvilis uni) Caramouche, von L. Angclx). 1100: Die Vei'yäthsi'in, Liisisyisi in 1 Akt, von F. v. Holhein.
Königiiädiiicßss Theater.
Dienstag, 9. Juni. ZUlerl, die Pußmachcrin, parodirende Posse mit Gesang m ?- Akim, von Meisl. 03211711? von A. Mül; ler. Vorher: Die Ehrendamv, Lusispiel in 1 Akt, nach Dupin, von A. Cosmar. Mittwoch, 10. Juni. (Zn Italiäxiischer Spiache): Semi- ramis“, Oper in 2 Akten. Musik von Rossini. (Dlle. Vial, vom Königl. Sardinischen Hof-Theater zu Turin: Semiramis, als Gastrolle. Hr. Holzmiller wird vor seiner UUaubSreise ais Hydronus zum letzten Male aiifccetsn.)
Preise der Pläße: Ein Platz in den Logen UKW. im Balkon des ersten Ranges ] Rthlr. :c.
Donnerstag, 11. Zum". Zum erstenmale wiederholt: Gasi- wirths-Proben, oder: Unrccyte Wege, Posse in 5 Akten, von Adojph Roland. „
Neueße Nachrichten. Paris, 2. Juni. Die Königliche Familie und der Prinz Leopold von Sicilien kehrtcn noch_ vo*.'gesrern Libcnd von Versailles nach den Tuilericen zuriick. Gestein arbaitcte der König mic
m:? iß-
deir Ministern der Finanzen, des Innern und der auswärtigen
n) für die schwekskén und 00,11?" 0373101000811midKÜHc: ::2 Preise *
' pen und ScHaaren Oedccér.
Angelegenheiten und ertheilte dem Fürsten Talleyrand eine ?( dienz.
Es war gestern 4 Uhr, 1111? die Pairs sich in ihren gewsh
lichen Silzungs-Saal zurückzogen, um über das Schicksals Theilnehmer an der Abfassung und_Publication des Schreibe an die April-Gefangenen zu berathnhlagen; sie blieben hier 1“
6 Uhr versammelt, Heute wurden die ZuhörerxTcibunen de *
Publikum Mittags um “.)-Uhr geöffnet, indessen war die Berat. schlagung dir Pairs auch noch nichc um 41-Uhr beendigt. Mi lerweile erzählte man sich, daß in der gestrigen Berathschxagu zunächsk die Frage erörtert worden sey, ob es nichr räthl- seyn möchte, wenigstens einen Theil der früher von dem Pair hose zurückgewiesenen Vcrtheidiger der April-Gefangenen zu
saysen. ,Die IJDajorität soll nahe daran gewesen seyn, WE..
die Affirmakive zu erklären, als ein Mitglisd bemerkte, daß“ *
nicht angemessen sey, wenn die Pairs-Kammer sich „„-, einem Gegenstande beschäftige, der allein zum Refforc 1386ka Hofes gehöre, Hiernächsc soll Herr Bichat mit großer SW men-Mehrheic ffir schuidig befunden wovden seyn; man W101 eine ähnliche Entscheidung in 239ng auf Zauffrenou, M
Ti'éiat, [):-. Gervais und Reynaud. .Die meisten Schiyierizxch ten sollen der Kammsr jedoch aus der eigsnthÜmiichen Lage» HLW" Andro- de-Puyraveau entstehen.
" In der Depucirien-Kaxnmer wurde heute zu einer 01- ten Iibsiimmung übei' dcn Geislz-C'ntwurf wcgen der PMsonaßz der ehemaligen Veksranen-Kaffe geschrittcn, und diese?.“ EWU! mit 215 geZen 10 Stimmen angenoiiimen. » Ein zweitchha, lickzer Geseß-Eniwuxs wegen eiUes Vorschusses von 400,00011 zur BofriediZung der Pensionairs dei' ehemaligen Civil-Listegg'
wir 200 gigen 38 -Stimmen durch, “- An der T. ' gesordnung war jeizt die Debatte Über -den Gessxz *Ev
wmf wegen einer Summe von 250,000 Franken“ fürx
diesiährige ZUii-Feicr, wclche Summs die Kom10i7sionx
21.111,00!) Fr. mit dcm Zusalzs hirabgeselzc hatte, daß die K1
für diese Feici' kiini'iig im Budget des Ministeriums des IM
in Ansatz gebi'acht werden sollten. Diese lekzcere Bestimm
wnrde auf denLinkyag dss Grafen von Mosvourg verwor
die Rcduciion dach?" angeanmicn, worauf dei“ ganz? Ges
Entwuyf mit 2105 gegen 17 Stimmen passirtc. -- Die Versammlu
bescHäftigti? sick) dann mit dem GcseZ-Entwurfe, wodurch .“
Zuschuß von 500,000 Fi". zu den I.“. Millionen verlangt wird 10811256 Wo:: im diesj'ähi'igeii BUMM fiir die psUtischen F0... 1003? ÜUÉJOsS-ZT wo:"Q-m sind. .Die .Konrmij'sion hatte jene Sum auf 300,000 ei'niäßigt, die auch mir 212 gegen 26 Stimme; [3811511ij “1010-1701. »- Den Beschluß der Sikziing machtem 5152201311711“; 0130 das Budget des Ministeyimns des Innern.
Dia? Zak)! der in Paris noch anwesenden DepUtirccn 01 immer gei'inger, und doc!) wird die DiIWsÜon und Anna!)". dss 2311179810 ei's'i naciz zehn Siizungen beendigt seim können.
Vom Wien 0. an ci'i'cixeint hM" ein iieues Journal un Dem Tixei: „Themis“.
Die 02th eingetroffenen Zeitungen aus dem Südene halien keine wichtige Nachricht von dem Kriegssch)auplat§e« Spaniiiix Nach den Privat-Mittheilungen zieht GeneralVa dez alia sein?. Truppen aus den Festungen, wo sie in Garniso JAWS", und konzentrirt sie am rechten Ufer des Ebro.
Aus Bayonne vom 27. Mai .s'chreibc man: „Heuteii 0132: Hic? ein Convoi von 2,500,000 F1". nach Oieron abge „51811, von da Wil'd Li." nach Jaca_011d dann nach Lambier gchn Dcr Umweg, dcn man durch *»)U'JZOUÖEU einen so bedeutend Convoi nehmen iäßc, kiäri meHr, als viele Bulleiins, :iberdcu Smnd VCO Dinge in Nawarra auf.“
Im NWRWUW! des Pyrenäes vom 27. Yai 100. Wii „Dax; GEBÜCÖT versreiier siii), dcr (erßii'CTWf 00:2 THL. "Jago ha 1314: FMH"? 021“ Empörinig axifgeyßatizi und beiixiTy-e s1chsch11 «'m. der Spiéx»? ciner iinskhniicixn Pakrii. 2111-3819 saZYN, es se; in:“: ein Sccrciaix dm“; Ekzdisciwfs, der die BWegiing [cite, D Nachricht ßedarf Jedoch immex 11.011) sel)? ÖW Bssiäiigung.“
In einem Schreiben aus Madrid vom 2-1. Mai heißtez. „Do.:? LMO ist nach «111611 Richmngen [)in von Kariitiiii'kxchrux Ueberall hcmmcn sie die Thätigki der Regierung und die Eniwinung dcs öffentlichen Gedeii-l ck*ie erhalicn UntecßiißWg von den Klöstern, .Kaxyirein 10110 0511111010000 TMM Zz?! Bcvdléixi'iiiig. MM ÜbiZi'kiSZEXZCU Sixeitiräw zusammeanti-cffelx, v-xkniiiden sie; sie ziehen csvyi', 011) 30 zerttrcukw Um sich b.,“iid WWÖW an 01116111 :*.chnOrte zu 101111110111. Zhreiw fiißrer sind meisienihciis €!)tinalixc royaiisiiicize .Offzzicye, U 16101? Priester oöer NRW)? mit “Zisxolei, dcm Ki'Uc-ZZM undd Karai-Mer. Die Cox'ps siiid .?)00, *00, 130, 80, oft auchn- 3020017111. stark“, je nachdemdieBes'chaffeUhcic dcsL-“rrs es gesta" Nack) don offizieiicn Beriihi-xzi, die der chizsruyg zngekomm 7013311 in J'TW-„Wa 31,000 Kiirlisien unter WM::L; :!:-Bist, 11,000; in Catalonien 8000, zwar nici» in ROZÜMWWF eingetlg ' aber doch imStande, das Feld 9,0 0110211 ; imKönigreiché-VaicnciaLo in MUriia 000 ; in Alt-C aßilien ;)?-00 ; in. der W'Tancha 1200; m E! maduxa 800; in Andalusien, die Provinzeii Coydypg 0710 R01 mix c:;"nbcgi'iffen, 73100; in Gaiizicn, W!) der Crzviichwi imd? Kapicel von SL: Jago äußcx's: thäcig sind, an 00005011 | WM 1400, die zugleich aiici) die'. waiwz Leon 042009111 sucixexi; 'in Aragoxnen 000. Die hiesigcy :YYäixc-v cm:)alregt *- lich Bcricßis iiber die BcMgUtigM 01171131“- 00096 1,1110 bejck) (0311 Die Viiniikcr dch Fahrliii'zigkcii.“ ,. “ Dis Quotidienne x-iiblizii'c eizxe von ihr fiir authenu okkläxxs Kopie einex Protesiatioxi DOM »)Jéigusi's gem denv dsr: Lissabons? Regisrmxg deki'cxii'ten Verkauf dx?!) Mcheng Thie *PL'OWÜÜÜON ist* aus Rom vom 14. Mai dcicirx.
Dia Spekulauicn hatieii sici) heute'wiedcr ganz von panischcn_SckccÉcn erholt, dsr wéhchnd dkl.: leßr-en Tag?" vorigen “I)ioxmis an de:; hiesig-cn BOM geHei'richx; MM» M
«» Heure schloß Hproc.Zi€1ite pl". «„U-pt. 107“. 411. 01160 107. 00. Zproc. ZU'. 00111111. 711. 20. iin «(“-in'. “10. 80. 51 Reap. pi". 0011191". 97. *75. iin 00111". 95. 00, 921"? 0811 Com öproc. Span. 40T. ;.".proc. ..“-“;. Tories 40T. &Usg. Stb 18.5. LZproc. HOT!. 50. 75. ck
Frankfurt a. TM., 5. Juni. Oesierr. Jproc. M 10237. 102. 4proc. 07Z.117k. L-Zproc. 58. B. Iproc.Li B. Bank-Actie111595.1593. Part.-Obl. 1411-1072“, U 100 G. 213. Br. Preuß. Präm.-Sch. 03. „.*)r. 103.411o
nl. 080. B. Holl. öproc. Obl. von 18212 10071. Dr. P Loose 69. B. 5proc. Span. Rente 42. 41:37. Zproc. do.p
251. 254.
Redactcur (Fa em; 3.
__ "M.M-m- „_ „_,
Gedruckc bei A. W. Hav"-
Z-i auch Herr Michsl,
AllgeMeine
taats-Zeitung.
. .». “
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Des Königs IJTÜiestäi haben den Regierungsrat!) Nobiling von der Rigicrung zu Königsberg zum Giheimcn Finanzrathe ny vortragenden RaCHe m“ der Abtheilung dcs Minisxerinms dcs Kdni lick)?" Haitses fÜr die General-Vemvalcung der Domainen !! oxsrezi zu ernenneii und das darüber ausgcfcrtigtc Patent Uerhzcystisibii zu vollziehen gemihr.
Se. Königl. Hohcic dci" .TT'ronprinz isi nach Pommxrn
und . . - . . . . -, ZHW Komgl. .Hohceicn 1391 Prinz und die Prenzesiin
xiedkich dci" Nicdcviands imd nach St. Petersburg ab-
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Angekommen: Sk- Excellc-nz der Kaiscrl. Russische Gc- eral der Kavalicyie, Getiei'al-Iidjixtaiit und Borschastci' bsi Sr. )'ajeskäc dcm Könige dizi" Franzojen, Graf von der Pahlen, 'on St. Petersburg.
Der Kaiser[. Ossteryeiclßsclyc Gcncral-Maior, Graf von «chlik, von" Neu-Screliéz.
Abgereist: S_e. Excellexiz der Kaisers. Russische General derInfanterie und Gineral-Jldjutant, Freiherr von Zomini, nach Lübeck,
Zeitungs-Nachrtchten. ?! u s [ a n d. F r a n k r e i ck.
Paris, 3. ,mei. Vorgestern Abend wuvden der Englische “undder Sicilianische Botschafter, der Preußische und der Würt- Mnbergésche Gesandte, der ***-räsident der Pairs-Kammcr und der General Darriulc von dem Könige empfangen. Gestern arbeite,- 'ten Se. Majestät nach einander mit den Ministern des Handels, 'des Krieges, des Innern und der auswärtige" Angelegenheiten.
Sir Charies Bagot, der sich seit einigen Tagen in Paris befindet, wird heute die Reise nach London fortseßen.
, Die gestrige Berathschlagung der Pairs - Kammer dauerte bis 7 Uhr Abends. Als um diese Stunde die Sitzung wieder eröffnet wurde, waren von den Vorgeladenen nur "nocH etwa 6 zugegen. Dei" Präsidcnc- tbeiite sofort den „Beschluß der Ramme? mic, wodurch nachti'äglich noch 10 der 'Vorgeladcnen (unter diesen auch die Hei'rsn Rasixail, THouret und Bergeron) Feigesprochrn, dio 9 Übrigen aber, “nämlich die Herien Bichat, "auffrenou, _Ti'éiat, Michel, Reynaixd, Geroais, Bei'nard, von Thiais und ?indry-dc-Puymoeau Oer Beleidisung der Pairs-Kam; mer für schnidig (*.*fiindcn MWM. Die Sikzung wurde darauf sofort aufgehoben, WW heute Miimg um “12; Uhr wich er; öffnet. Der Namens-Ausruf er;.zab abermals 7 anesinde Pairs. Von den Taizé; zuvor ftir schnidig befmidenen ".'[ngekiagten fehlte Nachdem der Präsident an die Defensoren,
» denen sich auch die Hsrrcn Carrcl und Razipail zugeselli hatten,
.die Frage gerichxcc, o!) sis noch etwas Über die Straf-Amveiix dung zu bemerken Häiien, exhoö sich Herr Sarruc von seinem Silz; und sagte: „Meine Herren Paiii's, Einer von Ihnen, dessen Name nicht in Vei'gcsi'ciihcii geraxhey wird, da er an die i_Ühmlichen Y'ZNff'cnthaien seines Vatcrs erinnert ( des Mar- 1chalis Lanncs), Hat Ihnen durch die Demtnciation dcr „Tri; 51110“ und des „Réfoyxxmieur“ einen neiicn Prozeß aufgebÜrdcc; „Ste haben sick) s-z gitt wie MÖIML) aus OiZsxrr Sache herausgezo- en, und Zhye gsstrigc Bcruxhschlagumg hat das „Schiiidig“ zur olgß gehabt. Ueber Hemm Bichat verliere ich kcin Wort; Wii- ker51chabe Zhnen schon einmal gcsagk, und HLW Bahar sclbsi hackesihnen wiederhoit, daß er gzr nicht. in Paris war, als das inkrimmirte Schreiben in der „TT'ZÖUW“ erschien. Nichtsdesto-
:U'M'Lger haben Sie, im Widerspruchs: mit alien Geschwornen-
“MMW in Fi'axtkrciä), 9111000060, daß selbst, wenn der Ver- fasser“ eines angestHUldigtin Schreibens sich namhaft macHe, die
den rtikxlaufgcnommen, dxffcnnvgcaäscc in 'Linsyruc!) genommen Yverdon komm'. Und d;)cl), M. H., giebt cs unter Ihnen emen MLU"- dessen Reime von Gewicht ist und der das Gesch. von 184?- krafr dessen Sie [Ms .hier vcyiei'theilcn wwiécn, seLÖsc abge- faßt hai. Er sagte damals, daß die Kammer *sich in großkr Ver; legxnheic befinden würde, wenn der F0“ cinti'äie, daß der Herma?- geber den _chfaffer :mmhast 1012101610113 dieser selbst erkläM, daß er dsp betrcnenden Artikel geschricben habe. Ein aiidercr Pair cr- wtidcrte auf disse Bemerkung, daß alsdann die Ficiion cines 5vcxantwortliihen .Heraxisgcßers wegfallen mid der Wirklichkeit Ylakz machen müzie. Der Graf von Argout, den ich hier meine, telt ,also eine doPPLTte Bci'iwihciiitiig für unzulässig, und ii!) schmetchle mir, daß mindoskcns seine Atisichi hieriiber sick) nicht
gelindert haben Mid , n»:nnglcicl) der Beschluß der Kammci' jm
enrgegcygeseßteu SMUE ansgcfailsn isl. Uns bieibt jetzt nur 1101!) d?“ Pflichtxibrig, dem LaUDe das Verfahren zu bezeichnen, das dWPatrs-Kammcr bei dieser Gelegenheit beobachtet hat, und das von früheren ähnlichen Fäilen so ganz abweicht; dennkürz1ichtwch
_hat sie in der Sache des „National“ sotoohl, als früher in der des
„' Tapcaubianc“in dffentlichchißung,und ni tbeiver cllo e; yen Thüren derarhschlagt. Eben so hat an;!) die Dethircen-KLÖnTr m der Sache der „Tribune“ und des „RcT-fot'mateur“ gehandclk.
Q“ steht zins nun dafÜi', daß nicht mancher Pair, der sich An.- fangs fiir inkompetent erklärt, an der geheimen Bcrathschlagung “th genommen habe.“ L?ck Rednei' w-urde hier durch Murren un- nurrochcn, und de_r,*].öi'«111de1:t nmehtx ihm bemcrklécl), daß er ihm red das Wort Hewxlligi habe, um Über die Straf-Anwendung zu
M; was das von thinberührce Faktum betreffe, so wisse er M*JrrUt) sek)" Wohl, da]; täglich dcr Namens-Aufruf veraniialtec
*“ ?, und daß keines der abwesenden Mitglieder späterhin an
ZesLYkM VeraxitworiLtchkeii dcs .Hcrauscheks der Zeitung, die “
Berlin, Mittwoch den 10ten Juni
der Beraihsckylagung Theil nehmen dürfe. Heri“ Sarrut schloß daraufUMtt folgenden Worten: „Cs wiirde mir kein Verdacht in 0221 Senn gekommen seyn, wenn die Kammer, wie früher, offen “5591771111"k„häk_ks- 2.0001 weiß ckck, dixß ss gebräuchlich ist, wäh- rend der Berathschlagxmg die Atigcklagtctsund ihre Rechtsbei- stände zy entfernen; eben so gebräuchlich ist es aber aus)“, dax; die Richter auf ihren Sitzen bleiben, und im 25010711 dcs_Publiimns abstimmen. Ich erkläre Laßt nur noch auf meme Ehre, daß diejenigen, die Sie vor ihre Schranken ge- laden, das inkriminirte Schreich nicht unterzeichnet hatten.“ Nachdem die anwesenden anulpaten, auf Befragen des Präsi- denten, erklärten, das; sie ÜbU' die Siraf-Anwendung nichxs Wei- ter zu sa,?en hätten, verlas“ derselbe noci) das nachstehende, ii')m so elZ'en *chän'oigtc Sck)i'ciben des Advokaicn Michel: „Herr Prändent, in der [eßten Freikags-Sißung handelte es sich damnn, Yen Beweis zu fühyen, dafi dieFairs-Kammer nichr kompetent je», um eine Beleidigung des airshofes zu rächen. In der OJTontagsz-Silznng Lonnie es noch angemessen scheinen, dcr Kam- mer einige _offene und loyale Aufschlüsse über die Absickx uiid den Geist des- inkriminirren Schreibens, so wie Über die, “Umstände '.1 gcöen, unter denen es aesthricbsn iind pixblwirt' worden. „Dies Alles interessirte Jas Land und dre Zustiz; ich nahm daher das Wort. Heute, wo es sich nur noch um meiniVei'mögen und meine Freiheit handelt, wird die Kammer es nur mchtverargcn, Wenn ich (“Linen weiteren Aniheil an den Debatten nehme; ich könnte ohnehin nichts:; saqen, was meiner Richter würdig wäre: (18 minimis 11011 02101“, "'I-“3101", Ic!) benuxze nur noch diese feierliche Gelegenheit, um ams Reue. als Mensch, “als Bürgci', ais Advokat, nicht' gegen das Urcheil, das nnch tronen wii'd, wohl aber gegen alle Erkenntnisse zu pro- tesriren, dix dcr Paii's-Hof späterhin noch in meiner Abwesenheit gegen meme ;Pariser und Lyoner Klienten erlassen möchte. (gez.) _Michel, aus Bourges.“ ,Die anulpaten wurden hisranf abgeführt, und eben wollte der Vicomte Dubouchage die Berathschla- gung eröffnen, als der Graf von Taschcr auf den g-xheimen “210511010? antrug. Demi emäß wuxden die öffentlichen Tribunen geräumt und die Pairs zogen ich um;) Uhrinii)ren gewöhnlichen Sitzungssaal zurück", wo die Berathschlagung bei dem Aögange der Post, um “1; Uhr, noch forcdauerxe. Mittlerweile erzählte man sich, Herr Ti'é-lat habx,_in der Erwartung seiner Verurchcilung, nach Clermont ge- 1chrieven, um sich von dem „Patrioie“, dem er bisher ais: Haupt- Redacteur vorstand, [oszusagen. ,Jn 17er gestrigen Sitzung der Deputirten-Kammer wurdcn dre ersten KapiTel des Budgets des Ministeriums des Innern ohne i_xgxnd eine erhebliche Debatte angenommen. Man bewilligte an Gehalten für die CentraixVerwaltung 71.121,01“) Fr., zu Pensionen und Remunerationen 07,000 Fr„“ zu den Bai.- reau-Kosksn 214,000 F1". , ftir“ die Landes ; Archive 80,000 Fr., zu geheimen Ausgaben 1,265,500 Fr., für die Telegra- phen-Linien 932,000 Fr., für das Pei'sonal des Generalsta- bes der Pariser National; Garde [10,000 Fr. Hi“. Auguis' trat hier zum vierten Male seit 1831 mit dém Antrags h-eryoi, dcm MarschaU LobaU das ihm ausgesthe Gehalt von 00,000 Fr. zu streichen, indem es Sache der Stadt sey , den OberhechLShaber dcr National-Gardc zu remunerircn; er ko-nnte indesen nicht durchdringen. Für das Material der.- National- Garde wuxden ferner ?!,000 Fr. bewilligt; *z'u National-Beloh- tzungen 27,000 Fr.; fiir dis Verwaltung der Brücken und Chaus- xeen 3,151,000 Fr.; für das Berg; und Hüttenwesen 450,100 Fr.; an Beitrag zum Pensions-Fonds 355,000 Fr.; zur Anlegung neuer Straßen, Brücken und Kanäle, so wie zur Verbefferunß der inneren Schifffahrt 20,220,000 Fr.; 0 Hafeanauten 4,240,000 Fr.; ziir Instandhaltung der d entiichen Gebäude 500,000- Fr.; fiir den „Bau neuer Central-Gefangenhäuser 000,000 “Fr.; zur Erhaltung alter historischer Momunente 12(“1,000_Fr.; zur Unrcrsiüßung dei“ Kunst-Anskalten 403,104)F1'.; Zur Vcrickxönermxg der öffentlichen Gebäude 300,000 Fk.; zur iufnmnterung der Schriftsteller und Künstler 406,00!) Fr. Eine längere DLÜQUC erhob sich iiber das: “20. Kap., worin eine Beisieuer “oon 1,300,000 Fr, zu den Kosxen der Königl. Theater verlangt wird. Zeri" Liadiéres war der Meinung, daß man auf die große per “zu viel verwende, da;"; man aber der Jtaliänischen Oper gar nick)cs bewilligen sollte. „Ich ivxiß“, sagte cr, „daß man dies AML“; seh'.“ cheuer bezaHlen muß (man lacht) und daß die spekulirendq Possio unsrer Zeit sich eben so theuer bezahien läßt, als hie schönen lyrischin Verse cms der alten Zeit; indessen hai di? Erfahrung der [ckth Jahre gelehri, daß ein geschicchr Dé- rckxor, wenn er 110".- ein einziges Werk mit gurem Erfolg nur die Bühne brackxo, ganz gur seine „chhnung da; bei fand. Dies ist ohm: allen Zweifel in dcr ' Ord- nmig; allein es ifi cöcn 10 seHr in der Ordnung, daß man darüber seine Bemerkiixigen mache. Man darf behaiiptcn, Daß in einem Jahre 150 Vorßcilmigen gegeben werden. DieKosken hxclanfen sich für jede: einzelne Vorsteüum höchstens auf 10,000 F1"., mithin in Sitmma anf 1,500,000 Fr.; rechnet mim hierzu die Decorationen und Kwski'ims, so werden wir eim“. Kostensum- nie von 1,750,000 Fk. [)LMUSÖT'MJLU. Andererseits variiren die Einnahmen zwischen ()'-10,000 Fr. Die Durchschnitcssmnme dei" Einnahme betrug in den letzten Jahren 8000 Fi. und für das ganze „Jahr' 1,200,000 Fr. Rechnen wir hierzu die Bei- steiier von 720,000 Fr., so ergiebt sich eine Einnahme von 1,920,000 Fr., 13. 1). ein Ueberschuß von 270,000 Fr. Ich frage nun, ob nicizt schon 70,000 Fr. ein anständiger Ge- winn wäre, mid ob man nicht im nächsten Kontrakte einen Abzug von 250000 Fr. machen könnte. Was" ick) indessen vollends nicht begreifen und noch weniger gutheißen kann, isi, daß man der Ztaliänischcn Oper außer dem freien Saale noch eine Subvention von 70,000 “Fr. auf 6 Monate bewilliat. „Jeder- mann weiß, daß das Italiänische Theater von der reiklxren Klasse der Bewohner der Hauptstadt frequentirt wird; muß aber der Staat den Vergnügungen der Reichen zu Hülfe kommen? Man wird mir einwenden, die Jtaiiänische Musik, das Jtaliänische Theater trage dazu bei, den Geschmack in der Musik unter uns zu vervollkommnen. Werfen wir aber einen Blick auf diese an-
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1835.
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' gcßliche Vervollkommnung. Wir hatieii ehedem eiiie National.-
Musik, und es Zlänzten unter uns Komponisten, die es an Ruhm mit den ausgezeichneixien des Auslandes unter éhxen Zeitgsnoi- scn aufnehmen konnten. Abei' seitdem das Fieber der Jialiäxii- scs)en Musik unter uns um sich gegriffen hat, sind wir «WH selbstständigen Schöpier'n Nachahmer geworden. Unsere Ver- vollkommnun erreichte endlich diesen Punkt, daß Boys!- dieu's Sitz im nstitute fast ein Jahr lang nicht würdig 74-9- selzt Werden konnte. Daher konm1f, nach meiner Ueberzeu- gung, der vollständige Ruin unseres NatiONal-Theacers, dei" ko- mischen Oper. Was hilft es, wenn wir auch 270,000 Fi. dazix. beisteuern: wir verßelfen ihm damit nicht zum chen, sondei'ii. zum Tode. Vécrma ist dieses Theater schon zu Grunde changcnz Ich wünsckx von Herzen, daß die diesjährige Beisieuer nicht Hazi: dienen möge, sein fünftes Leichen-Bcgängniß zu bestreiten. DZH Odeons kann ich leider nur erinnernd Erwähnung thun, und 16.3 trage auf seine Wiederherstellung an. Der Herr Minister hätte der unermeßlichen Dienste, die das Odeon der dramatischen Kuni? ge[eistet at, eingedenk seyn, und sich erinnern sollen, daß das" größcx: dramati che Genie unserer Zeit, der Verfasser der Siciliani- schen Vesper, der Schule der Alten und der Komödian- cin, ohne dieses Theater vielleicht schon vor der Geburt gestorx ben wäre. Wenn wir ferner dem Théätre-franxais eine jähriiche Unterstüxzung von 200,000 Fr. bewilligen, so ist dies entweder zu viel oder zu wenig. _Zu wenig, sobald wir wollen, daß das Théütre-francxais in Wahrheit ein Französisches Theatsy sey, ich meine, das Theater der schönen Diction und der edelxx Empfindungen; wenn wir wollen, daß unsere jungen Diciztsr, durch große Vorbilder begeistert, gereifte und unsterbliche Gei- sicswerke hervorbringen. Allein «3 ist zu viel, wenn das Theistre frangais mit den Boulevards rivalisircn soll (sehr Juri sehr gut!); wenn jene ehrwürdiged» Bühne diesen drama: tischen Fantaßmagoriecn, - gestatten Sie mir den AUSOrU-F, « diesen Gespenster-Erscheinungen in 3, -1 His 5 Aufzügen, die dem 9311111105430th eben so sehr zuwider sind, als “sie die. Sitz,- [ickzkcit vcrleßcu, zugänglich werden soll. „Ich hege die Hoffnung,.
" daß der Herr Minister des Innern disses Theater unter seinen mmm;-
tilbai'en Schutz nehmen, und daß der Staatswann ficl; d::o Grundsätze des Schriftske1lcrs erinnern werde, -- Grundsäßs, die er vor kurzem bei einer General-Ver'sammiung der Akademis aussprach, und welche die Manon Andrieux's, feines geistreichen Vorgängers, freudig erwärmen mußten. Dies sind die Vorschlägs- die ich Ihnen machen wollte; sie haben den Zweck, den Dick): tern und Komponisten, welche wahre Talente mitbringen, de;? gerechten Lohn für iszre ehrenvollen Arbeiten zu sichern.“ Heri“ Augnis erhob ich gegen jede Art von Subvention zu?. Gunsten der Theater, und verlangte, "als den erkken Schritt zm." endlichen Aufheöung eines solchen Mißbrauchs, einen Abzug von 300,000 Ft". auf dieses Kapitel. Herr Sauveur-Lachapells äußerte sich folgendermaßen: „Ich möchte die Aufmerksamkeit; der Kammer auf die gegenwärtige Lage der Französischen Ko- mödie hinienken, deren Verfall jedem, der noch an die guten lice- i'aris en Traditionen hängt, einen Seufzer aquressen muß. Ich dran )e Sie nicht daran zu erinnern, was sie einmal gewesen ist. Die M-eisicrwerke unserer großen Dichter, von Schauspie- lern, ihres Genie's würdig, dargestellt, trugen außerordentlici) zu den Fortschritten der Civilisation bei; sie verbreiteteii den Gsbrauck) unserer Muttersprache im Auslande und ey- hoben unsere Literatur zur Literatur von Europa. Abox“: scitdemDemoiselle Ducheönois sich znrückgezogen hat und Talma todc iii, ist das Schauspiel immer mehr in Verfall gerathcn. Die Gleichgüitigkeit, womit die Verwaltung der schönen Künste dasselbe seit 1830 behandelt, hat auch das ihrige dazu beigciéa- gen, es auf den Punkt der Erniedrigung, wo wir es [)euce er.- blicien, herabzufüh'ren. Die Finanzen diescr Bühne gerathcn in Unordnung. Durch einen seltsamen Mißbrauch in der Verwal- tung empfangen Schauspieler, oder vielmehrSchauspielerinnem Gé- halte, ohne jemals aufgetreten zu seyn, und ohne daß se würdiq smd, die Bühne u betreten; desgleichen erhaltenDichter im voxauéi Honorare für Otücke, die sie noch gar nicht geschrieben habexx- Endlich gicbc es P?itglieder dieser Bühne, die sick) pensionirsxt lassen und demnächsi neue" „Kontrakte abschließen. Die auf dem Theater lasiendcn Pensionen erheben fiel) heute auf eine Summe von 135,01") Fr. und die von der Regierung bewilligte Unter- stüßung reicht kaum hin, die Kosten eines Theaters zu bestreiten, welches nicht mehr eine Akademie der Sprache der Nation ist, sondern, wie so viele andere, von der verderblichen Sucht besaß len ist, bloß die äußere Ausstattung zu berücksichtigen und recht viel auf Decorationen und Kostüme zu verwenden.“ Der Redncc' verlangte schließlich , daß man die Summe von 70,000 Fr., die." bisher dem Jtaliänischen Theater bewilligt wurde, zur Errichtung einer dramatischen Schule benuße. Herr Fulchiron trat der: Meinung bei, daß das Théätre-francais einer völligen Wieder- geburt bedürfe; wenn es aber doch einmal, in dem dramatischen. Genre mit dem Theater am Thore Saint-Martin rivalisiren solle, so müffe man wenigstens auch die ausgesetzte SUMME unter die beiden Direktoren theilen. (Gelächteu) Nichts- destoweniger sprach ei“ für die Subvention, doch unter der Be; dingung, daß das Théi-tre-franxais in dem Genre verbleibe, das sonst immer sein Glück und seinen Ruhm ausgemacht habe. Die Debatte schloß der Minister des Innern mit einigen, Aufschlüssen über die besprochene AnLelegenheit. Er habe bei seinem Eintritt in die Geschäfte den Staat durch Kontrakte mit den Tbeater-Direktoren gebunden vorgesimden, und diese Kon- trakte habe er vor Allem _achten zu'mäzycn geglaubt. Dennoch habe er bei Gelegenheit cm_er Streitigxeit zwischen dem Sram: und dem Direktor der großen Oper iolche Verbesserungen er.- ziclc, daß von den dex4-Oper gemachten “Abzügen die 100,000 Franken für das Thoxttre (frangais auf das Doppelte und die Subvention für die komnche _Oper auf [80,000 Fr. habever- mehrt werden können.- Wenn, aller Erwartung nach, die große Oper ferner gute Geichäste machen sollte, so werde es bei der Erneuerung, des Kpntraktes vielleicht möglich seyn, neue VW theilezuerreicheu, dee alsdann auch noch den beidmzuießeerwähnten
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