wieder das der Aerzte ganz zu Guysien des Fräuleins. Herr Be- coeur, der Haus-Arzt der Familie Morell, sagte aus, daß das Fräulein von Moch vor dem 24. September 1834 dollkommen ge- sund gewesen sry. DieWupde des Fräuleins haveermwt untersucht, und auch aus Zartgefühl me mit dem Fräuleindarüber gesprochen. Daqegm sagte die Hebamme „Duhamel: „Ich habe am 21. Dez. v. F. auf Befehl des Jnßructions-Rickxtxrs, gemeinschaftlich mtt dcm Doktor Lbcrmmier, das Fräulein Marie von Moreudntersuwk. Wir haben die Narbe der Wunde gefunden, welcbe mtt_ etnem spitzen und schneidenden Fnürumcnte gemacht worden ilk. Dre Narbe chr :: Linien lang und eine breit, und AU-es deutet. darauf hin, daß de_e Wunde gcritert hat.“ Der Doktor Lhermtnier beüätigtc dieie i'lns'snae- Dcr lebte in dieser Sitzung verhörte Zeuge war der Dok- xdr Ollivicr, der dir Art der Nerven ufäüe bcschried,_ denen das Fräulein unterrvorfen tik, und die Ver uche. erzählte, die' er ange- ücUt bab."- um 0:1) zu überzeugen, daß keine Verüeuung tmeSPtYkk set). Seine Meinung skémmtr mit der aUer übrigen Aerzte ubrrcm, daß der scbresklécbc KrankheitNZufi-md leider nur zu wahr sey. --« Das Verhör der von dem (53eneral-Advokarcn vorgeladcncn Zeugen
ist nunmehr beendigt. (Uebé'r die Sitzung vom Lien, in welcher die
Enelaüungs-Zeuacn vernommen wurden und das Plaidoyer des“ Hrn. Odilon-Varrot stattfand, wird morgen Bericht erfiattet werdcn.)
Galignani's Messenger erklärt sich für ermächtigt, ei,- nem von mehreren Londoner Blättern verbreiteten Gerücht, daß der Spanische Botschafter in Paris, Herzog von Frias, sick) ge- weigert Habe, die ?lushebung von Hülfs-Mannschaften für den „Dienst der Königin von Spanien zu genehmigen oder zu unter- :“cr'tfzen, und daß derselbe geantwortet, er könne es nicht unter,- nehmcn, etwas der Art zu thun, wie General Alara in England (s. den Art. London in Nr. 18] der St. Z.), auf. das bestimm- teste zu widersprechen, indem der Herzo von “Zwar; nicht nur augenblicklich bereit gewesen sey, dcn l);)lan des Obersten Sir Nobert Steele, der ein Corps von 1500 Mann zusammenbrin- gen wolle, zu befördern, sondern auch vorgeschlagen- habe, eine Abschrift von diesem Pian an den General Alarm in London zu srnden, da derselbe sich die Anwerbung Britisrhsr Truppen be- sonders angelegen seyn lasse. _
Die (gestern mitgetheilte) Anzrige dcs Präfekten Grafen von Rambuteau ist das erste amtliche Akccnstück, aus welchrtn man erfährt, daß die Fremden-Legiou in der That bestimmt ist, gegen die Karlisten in Navarra und den Baskischen Provinzen zu käm- pfen. Der heutige Mvnéteur enthält hierüber noch keine Sylbe, und es scheint" fast, als ob die Regierung beschlossen habe, diese indirekte Intervention auch nur auf indirekte Weise zur Kenne; niß des Publikums gelangen zu lassen.
Der National sagt: „Die heure auf außerordentlichem Wege eingetroffenen Madrider Zeitungen vom 24. Juni melden, daß der General de la Hera (derselbe, der den Valdez im Ober- Kommando erseßt haben soll), seinen Abschied genommen habe.“ - Eini e andsre hießge Blätter versichern, die MiiitaiwInten- danrur Zerbe wegen drr Anwerbung vort Freiwilligen für den Diensk der Königin von Spanien Lontre ; Ordre erhalten. Gewiß ist, daß die oberwähnte Ankündigung des" Grafen von Rambuteau heute noch nichc an den Straßen-Ecken angeschlagen war. Als Grmid für jenen Gecenbefehl gab man an der heu- :Mn Börse an, die Karlisken )ätten bei der Annäherung der Christéuos die Belagrrnng von Bilbao aufgehoben, und die Re,- qicrung habe überhaupt so günstige Nachricheen über den Stand der Dinge im nördlichen Spanien erhalten, daß sie die Werbun- gen 1: einer indirekter: Intervention fiir überflüssig halte. Diese Geruchtr hoben den Muth der Spekulanten, und machten, daß alie Effekten stiegen. .
Ein Privat-Schreiben aus B*ayotme vom 29, Juni melder, daß Zumalacarreguy in seinem Geburtsorte Ormaiske uy beerdigt worden sey, und daß Don Carlos das Kommando tber die Ar- mee selbst übernommen habe.
Ein in Toulon erscheinendes Blatt giebt die dort täglich vorkommenden Cbolera-Fälle auf 5 --- 10 an.
Großbritanien und Irland.
Parlaments;Verhandlungen. Unxerhaud. Siz- zung vom 2. JUN". (Nachtrag.) In dem Ausschuß übdr dre J)?unizipal-Reform-Bill kamen Lord Stanley, und Hr. OCon- Nell hart an einander. Es handelte sie?) nämlich um dre Frage, ob die Stadtschreiber, wie die Regierung es_ wünschte, nur auf ein Jahr, oder, wie Lord Stanley vor1chlug, auf s_o lange Zeit, wie sie sich kein Vcrgeherx zu Schulden kommen ließen, er- nannt werden sollten. Dieser mchte xu zeegen,„daß häußge Ver- änderungen nur nachtheilige Folgen nach sich ziehen und perrdn- liche Animositäten und Zobbereien veranlassen würden, Irn Laufe der Debatte fragte Herr O*Conn_ell den edlen Lord, war er auf der Bank, wo er jeßt 115 (er saß nämlich artf der er en Oppositions-Bank unter den ories) , von yerächtlichen 30 be; reien reden könne? Lord Stanley fragte ahn, war! er darmt meine? worauf Herr O'Connell erwiederte, er meme gerade, was" er gesagt habe. Der Wortwechsel wurde. eine Zeitlang fortgeseßt. Lord Sandon mischte sTch *zuleßt „em und fraate, ob der gelehrte Herr den Vorwurf der Jobberei gegen alle In- dividuen erheben wolle, die zu der Opposition gehörten? Herr O'Connelkerwiederce, er habe mit Individuen ntchts „zu thun; er rede politisch, aber nicht persönlich, und nehme kemen An; üand, der Opposition ihre Reixheit zu lassen. _Lord Stanley gab nun einige Erklärungen über reine S_teslung mdiesem Hause. Er beabsichtige eben so wenig eine faxtiöre Opposition gegen das jetzige, wie gegen das vorige Ministerium, und habe daher auf den neutraken Bänken eine Zeit lang Plaß 'gxnommen; allein die ironische Weise, wie er leßthin von emeti vor- maligen Freunden behandelt worden, habe ihm deutlich zu verstehen gegeben, daß er nicht mehr unter ie passe, und er theile diese Ansicht, die ihn demi anch ewogen habe, sich zur Opposition zu halten, obwohl seine früheren Grundsätze unverändert geblieben wären. Dies nur," um sichdem Publikum gegenüber zu rechtferti en, damit exn' bloß persönlicher Ortswech- sel nicht als ein politi cher an esehen Werden möge. Lord John Russell meinte, sein edler rrund habe das Recht, sich seinen Sitz zu wählen; er könne nur bedauern, daß derselbe in so vie- len Punkten von ihm abweiche. Lord Stanley ist demnach förm- lich zu den Tories übergetreten und die sogenannte schwankende ZOartei des Unterhauses, genannt der „Stanleysche Schweif“,
at zu existiren aufgehört.
London, 3. Juli. Bei dem vorgeftrigen Lever wurde dem Könige auch der Fran öfische Gesandte in ?amburg, Baron von Varennes, dureh den . ranzöfischen Botscha ter vorgestellt.
Der zum Vice-Kammerherrn ernannte Lord „Charles Fi roy ck| fck“ Bury St. Edmunds ohne Oppofition werder zum ar- laments-Mitgiiede ewählt worden,
Der Hampséire Telegraph meldet als ein Gerücht, daß Lord Auckland, 1th erster Lord der Admiralität, zum General- Statchalter von Indien ernannt werden würde.
Der Liverpooler Standard sagt, die Dampfschi e von Irland hätten am verflossenen Sonntage 2000 Irländif e Ar- beiter in. Liverpool gelandet, die sich sämmtlich im größten Elend
!
772 befänden; die TraWport-Koskén waren nur zu 3 Pence auf den Mann ausbedungen.
Cork und Limerick find für Süd-Zriand zu Depots der An- werbungen für Spanien bestimmt worden,
Ueber die Explosion in der Kohlengrube von Waasend bei Newcastle hat man jeßt nähere Details erhalten. Am 20. Juni war es gelungen, 4 noch lebende Arbeiter herauSzuziehen; sie waren jedoch mehr oder weniger verbrannt und schienen wahn- sinnig zu seyn, so daß man von ihnen keine Aufschlüsse erlangen konnte; man hofft indeß, fie am Leben zu erhalten. Dem Einen mußte der Schenkel abgenommen werden. Am LLsten belief sich die Zahl der herausgezogenen Leichen auf 86. Unter den 14, die noch in der Grube stecken, glaubt man keinen mehr lebend zu finden. .Bei der Explosion waren 104 Menschen, grdßtentheils junge Leute, in der Grube.
Die Brigg „Columbinc“ hat aus Malta Nachrichten über die Britische Expedition nach, dem Euphrat mitgebracht. Oberst Chesnry und seine Begleiter waren 'am 3. April auf einer Insel an der Mündung des Orontes gelandet, die ste Amelien-Znscl nannten, und befanden fich am 3. “Mai noch daselbst. Die ein- zelnen Theile des eisernen Dampfschiffes, welches den Euphrat beschiffen soll, wurdcn glücklich aus Land gebracht. Capitain Esk- court hat die Ausbesserung des Weges vom Orontes bis zum Euphrat übernommen, Lieutenant Murphy die topographische Ausnahme der Jffus-Bai, Oberst CheSney selbs": und Lieutenant Lynch haben mit den Arabern Verbindungen angeknüpft. Die Einwohner der umliegenden Gegend waren in großer Anzahl her- beigekommen und sahen den Vorkehrungen der Engländer mit großem Erstaunen zu.
Niederlande.
Aus dem Haar., 4. Juli. Der Kolonial-Ménisier ((Bene- ral-Lirutcnant van drn Bosch hat eine Reise nach der Schweiz angetreten. Dem Vernehmen nach, isi derselbe vdn Sr. Maje- stät dem Könige zum Baron er:“)oben worden.
B e l g i e n.
„Brüssel, 4. Juli. Der Monitrur zeigt an, daß sich un- ter den Antnwrt-Sc-R'eiben, welche auf die Notification der Ge- burt des Kronprinzen éingcgangen smd, auch ein solches von Sr. Heiligkeit dem Papste aus Rom vom 4. Irmi befinde.
Jm Journal d'Arlon liest man:_ „Wir vernehmen aus zuverlässiger Quelle, daß es den Belgischer: OJTiiicair-Ilutoritäten
untersagt worden ist, fremde Deserteure anzuwerben; diese leß- .
teren können ebenfalls nicht mehr nach den Französischen Grän- zen abgeführt werden, weil Frankreich deren keine mehr will. Es wird ihnen daher, nachdem sie ihre Fahnen verlassen haben, nichts anders übrig bleiben, als sich in den Provinzen Belgiens nieder- z:;|'assen; aber dann müssen sie fick) über ihre Unterhalrsmitiel aus- weisen, wenn sie nicht als Landstreiéher betrachtet und bcfkrast werden wollen.“
Dänemark.
Kopenhagen, 3. Juli. Se. Majestät der König smd ge- stern Abend um 7;- Uhr im erwünschten Wohlseyn hier wieder eingetroffen. Die Reise wurde durch das ueblige Wetter, wes- wegen man öfter Anker werfen mußte, rinigermaßen verzögert. Se. Majestät wurden auf der Zollbude von „Jbrer Majestät der Königin, der Königl. Famiüe und ihren Hof-C'tacs, so wie von den Beamten der Stadt und einer unzähligen Volksmenge, wel- che Se, Majestät jubelnd nach Atnalienburg begleitete, empfangen.
P o [ e n.
Warschau, 5. Juli. Se. Majestät der Kaiser Haben, in Betracht, daß der Handel mit Russischen Waaren im Königreich Polen immer mehrzunimmt, und das"; daher eine immer größere Anzahl Russischrr Kaufleute, Händler und Fuhrleute nach dem Königreich kömmt, in Betracht, daß in Prozessen vor den Han- delZ-Gerichten die Parteien entweder persönlich erscheinen, oder ihren gerichtlichen Sachwaltern doch einen speziell von ihnen da- zu bevollmächcigtrn Assistenten zur Seite stellen müssen, und in Betracht, daß den RussischenKaufseucen und sonstigen Geschäfts; männern, wenn sie vor dem Warschauer Handels-Tribunal zu ihrer Vertheidigung persönlich erscheinen unijsen, ihre Unkenntniß dcr Poinischen Sprache und der Mangel an solchen Mitgliedern des Handels-Tribunals, die der Russischen Sprache mächtig und mit dem Russischen Handel bekannt wären, so wie die beschränkte Befugniß in dem Gebrauch von Rechtsbeistand, zumal für arme Perionen, die Vertheidigung und die bei derlei Pro- zessen so ndthige Schnelligkeit in der Abmachung derselben sehr erschweren, auf Vorstellung des Administrations ; Raths verord- net, daß zu dem Personal des Handels-Tribunals der Wojewod- schaft “Masowien 2 Richter und 2 Stellvertreter und zu dem Personal des Appellatious-Gerichts ein Assessor und ein Stell- vertreter aus der Zahl der Russischen Kaufleute inzugewählt werden sonen. Diese Wahlen sollen nach den beste enden Vor- schriften vorgenommen werden; Wähler jedoch sollen nur Russi- sche Kaufleute und Händler seyn können, die sich in Warschau befinden und in die von der Regierungs-Commisfion des Innern bestätigte Liste eingetragen smd, ohne Rückficht darauf, ob ste zu der Warschauer Kaufmannsgilde ge ören oder nicht.
Auf den lelzten Warschauer . .ärkten zahlte man für den Korzez Roggen 18-'ck » 197'. Fl., für Waiéen 21-;--- M;, für Gerste 16; *- 174; und für Hafer 12 -- LZ Fl.
Deutschland.
Meiningen, 30. Juni. Die Stände-Versatnmlung des Herzogthums ist nach einer viermonatlichen Dauer am 23|en d. M. durch den Geheimenrath und dirigirenden Minister von Krafft wieder vertagt worden. Den wichtigsten Gegenstand ihrer Be- rathungen bildeten die Finanz-Verhältnisse des Staats , in wel- chem durch den mit dem Jahre 1834 erfolgten Anschluß des Her; othums an den großen Deutschen Zoll-Verein eine bedeutende
er nderung eingetreten war. Das Resultat der von der Staats- Regierung durch den Landtags-Kommiffar, Regierungs- Assessor Blomeyer, gemachten Vorlagen und der ständischen Berathungen Über das Budget ist als ein sehr erfreuliches zu betrachten. Es ist nämlich durch die in Folge des Zoll-Llnschlusses entstandene Mehreinnahme und durch Sparsamkeit in den Verwaltungs- AUSgaben ermöglicht worden , nicht nur die beschwerleche Geleitsabgabe hinwegfallen zu lassen und geringere Säße des Chauffeegeldes einzuführen, sondern auch die Grundsteuer um den vierten Theil jährlich zu-mindern, die lästigen Chaussee- baufrohnden, welche in Hand- und Spanndiensten sowohl zu Re- paraturen als zu Neubauten zu leisten waren, gänzlich aufzuhe- ben, die Sportéln bedeutend herabzuseßenz den Papier-, Karten- und Kalenderstempel abzuschaffen und die Collateral-Geldcr, welche bisher in die Staats-Kasse flossen, den Orts-Gememden zu über- lassen. Aber nicht nur diese beträchtlichen Erleichterungen styd den Staats-Angehörigen zu Theil geworden, sondern auch viel
bedeutendere Summen,
als rü er u emeinnü i en , stalten und Zwecken, f b , z g ßg Aw
' insbesondere für Chaussee- Neubauten zur Unterstutzung der Landes -Kultur - Vereine, zur „; besserung der Lage der Geistlichen und Volks - Schuuthk und deren Hinterbliebenen, zur Verbesserung der Gelehrtenschu, len, für die Landesvermessung, für die Landes-Irren-Anstalt, füt; den _Hebammen-Untcrricht u. s. w. bestimmt Worden. Ein sehr erw:mschtes Ergebniß dieses Landtags sind auch die Geselze, Welche über das Institut der freien Gerichtstage, Über die Frieder», rccht_e und über die Sonntagsfeier erschienen stud, und sehr wir thäceg wird it) seinen Folgen seyn das Gesekz über die Verve"ck rung der Bejoldungen „zu gering dotirter Pfarr: und Schulstch len, wonach das jährliche Dienstcinkommen eines selbstständige, Pfarrers nicht unter 400 Fl; Rhn., das eines Schullehrerssx, den größer:: Städten, deren Einwohnerzahl 3000 übersteigt, "0 unter 300 Fl. Rdn., das eines S.;bullehrers in den kleineren S0, ten und auf dem Lande bei einem Schulbezirke von 300 Einwoh»;l oder mehr, nicht unter 250 Fl. Rhn. und das eines Schullehr» in einem Ort von geringerer Einwohnerzahl nicht unter WM Rhn. betragen soll.
Leivzég, 4. Juli. Der Verwaltunas-Rath der Sächfischq Bobiner- J)?amxfaktur*_) hat Unterm 27. Juni einen Jahres. Bericht ( den vierten) Über dieses Unternehmen erstattet, a welchrn; wir Folgendes crtlehnen. „Der Jahres-Betrieb der M nufaktur hat 124;- pCt., von denen dsn Actionairs 0,47 pCt.z kommen, reinen Gewinn ergeben, die diesjährige Dividende mie hin ebenbko hoch herausgestellt, wie im vcrgangrnen Jahre. Sie betrug für jede voilparticipirende Artie LZ Rthir. .Das Jnstitm selbst gewährt die reellske Sicherheit. Hinderniss, die einen Ma»:- gel rm Arbeitrrn veranlaßcen, wurden beseitigt, und die Dirrctic: versaumt nichts, W;“;s .grdßerc Enksastung des Uncsrnehw-rxs t, Innern und nach Iiußen befördern kann. Zeßt ist die Manufakturin Harthau (bei Chemnikz) in einem großenGebäudc konzentrirt, worin ein Regulatoreine gleichmäßige Triebkrast bei den so zarten und sei mn Bobinet-Maschinen bewirkt. „Jm vor. “Z. wurde die erßx “4.9 breite Patent-Maschine aufgcfkellc, das Vollendetste, was man bisher im Bau der Bobinec-Masck)inen geleistet hat. Dies Uni vicics Andere verdankt man Herrn Wieck“. Die ehrenvoilsie An- erkennung eines so redlichen Strebens spricht das Königl. „D,. krec vom ']5. April d. I. aus. ("'s ist nämlich auf Allerhöchxk und Höchséen Befehl von dem Miuisterium des Innern „d Sächsischen Bobiner- Manufaktur zu Harthau wegen fortschrri , render Vervollkommnung ihrer Leisi'imgen und großartiger “,)/ir- . bildung des Unternehmens, auf Vorschlag des zur Beurtheilurg der Gewerb-Aus'stellung dcs 3,1834 geordneter: Prüfungs-Xus- scharfes, der erneuerte Anspruch aus die derselben im J“. 1832 verliehene große goldene Preis-IJZedarlie zuerkannt worden.“
Mürrchen, 4. Juli. Geßern feierten die Künstler dahier die Rückkehr des Hrn. Akademic-Direktors v. Cornelius aus Rom durck) ein _ländiichrs FUL" auf der Menderschwaég. Ueber 150 ausübende Kunstgenossen mit einer beträchtlichen Zahl von mestsreunden rxmgaben “hier den edirtr Meister: Maler aller GattUnZzen, Bildhaurr. Kupferstecher, Architekten, Graveure, Li- thograpwn x:. A. Iiinh Hr. Prof. “.;“iauch aus Berlin, seit einer Wer:“)e unsrr (Gast, hatte fich der Gesellschaft angeschloffen. . Die Tafeln zum N'éittageffen waren unter schaccigen Bäumen im Viereck angeordnet, in der )?itre derselben die Tafelmusik. Der.- Gefrierte wurde bei seiner Ankunft mit der her lichsten Freude.. begrüßt, und drs Mal)! war durch die erregxesre eiterkeit, vary Gesänge, für das Fest gcdichket , und durch Toasts belebt. Cor: neléus selbst erhob fich, um zu erklären, daß er, in das Vaterland zurürkgck-ehrt und die Luft der Heimat!) wieder athmend, sich ge- drungen f:“;hie, das Wohl Sr. DM;). des Königs Ludwig, des großen und edlen Beförderers der Künste, auszubringen. Ein allgemeiner Enchusiawnus empfing diesen Toast, worauf von den Künstlern ein Lied auf ihren Königlichen BeschÜZer gesungen ward. Dann brachte einer der Gäste das Wohl des geeierten Meisters selbst aus. Hierauf folgten Gesänge auf den „yeimge- kehrten, der sodann auch auf das Wohl des gefeierten Gai?“ aus Berlin unter sreudigem Zurufe der Versammlung trank. Das Fest, von der herrlichsten Witterum; begünstigt, selzteüch in gleicher Heiterkeit bis in die Nacht fort, und allgemein war das Gefühl, daß eine ähnliche Feier, die so viele und ausgezeich49 nete Meißer und Jünger der Kunst in solcher Einstimmigkeit? vereinige , diesseits der Alpen nur in München möglich sey (?)., Herr Prof. Rauch, der das Nöthige zur Aufstellung des vo ihm modellirten und hier gegossenen kolojsalen Denkmals a . König Maximilian Joseph vorbereitet at, hat uns diesen Mie- ? tag verlassen, um über Salzburg nach ien zu reisen; doch hoi- _“ fen wir ihn bis zum Oktober, wo die Enthüllung jenes Monu- ments erfolgen soll, wieder hier zu sehen.
Karlsruhe, 4. Juli. Se. Hoheit der Erb-Großherog und Ihre Königl. Hoheit dietC'rb-Großherzogin von Hessen [de diesen Morgen wieder von hier abgereist und nach Darmxiwt zurückgekehrt.
Die zweite Kammer der Landstände wird nunmehr nach Beendigung ihrer Berathuugen über den Zoll-Verein ihre öf- fentlichen Sikzungen künftigen Montag, fortsexzen. Auf der Tagesordnung ist außer der Anzeige neuei Eingaben die Diskussion über den Geseß - Entwurf, die Eigen- thums-Abtremngen im Zwangswege zum öffentlichen Nußen be; treffend, verzeichnet. '
Am Lscen d. M. jor Corneli, Commandeur jähriges Dicnsk-Zubiläum.
Darmstadt, 5. Juli. In der , mer vom Zten d. führte die Tagesordnung zur Berathung über den Haupt-Voranschlag der Staats-Ausgaben für die Jahre 1833, 1834 und 1835. Beim Eingangs des ?[us'schuß-Berichti_i- der sich über die Grundsäße aussprach, von welchen der Au schuß ausgegangen ist, entspann sich eine Discusston zwisch dem Präsidenten des Finanz-OJZinifteriums Frhrn. v. HofmaW den Abg. Schenck, Hellmann, v. Gagern, Goldmann und HW- veranlaßt durch die ganz eigent ümlichen Verhältnisse, daßMk fast am Schlusse der Finanz,- eriode das Budget für diesilbe zu berathen ist, und die dabei u beobachtenden Grundsäße, wäh- rend das Finanz-Gesekx, der vorzergchenden Fina ;Periode durch Prorogacion fortgedauert hat. Die Staats-ergierung sieht hierin auch das“ Recht, die Ausgaben des Budgets dieser Periode fortdauern zu lassen und solche als gerechtfertigt an, während der Abg. v. Gagern namentlich drm widerspricht,
feierte der allgemein geachtete Generalea- der ersten ananterie-Brigade, sem
in der Prorbga- tion des Finanz-Geseges nur das Recht der Regierung rrblickt- einstweilen die Steuern fortzuerheben unter der Bedirrgung M nachträglichen Bewilligung der Ausga en durch die Stände. Im
*) Welche die bisher g::sscl)lie':lich aus Nottingham in EUF- land bezogenen feinetr Engltsckikn Tua-Gewebe auf das Glücklich “ nachahmt und wohlferler bersiclli.
.mit Oesterreich
den (icen d. M., wieder ben urüokziehen will.
' man ihn ersetzen soll.
Sitzung der zweiten Kam- “;;
Ungemeinen ist man der Meinung, daß erst bei der demnächski- mdefinitiven Rechenschafcs-Ablage der Gegenstand gehörig zur Sprache kommen und erledigt werden könne, und geht von die- ser reinen Prinzipien-Frage zur Berathung der einzelnen Po- [km über.
Oesterreich.
Wien, 1. Juli. Se. Kaisers. Hoheit der Erzherzog Fer- dinand von Eike ist gestern Abend hier eingetroffen.
* Von Seiten Tyrols ist nun ebenfalls eine Beglückwün- schUngs-Deputacion hier angelangt und wird dieselbe von II. MM- in den nächsten Tagen empfangen werden.
Seit einigen Tagen geht hier das Gerücht, daß der bisherige Kaiserliche Gesandte am Württembergischen Hofe, Fürst von Schönburg, die Botschafterstclle am Londoner Hofe während der Abwesenheit unseres dorti en Botschafters, des Fürsten Esterhazy, interimistisch zu versehen estitnmt sey.
' Nächstens wird die angekündigte Veränderung in der Er- hebung der Zoll-Abgaben eintreten; auch dürfte die projekirte Abänderung iv dcr Uniformirung der Deutschen Infanterie bald sratthaben. Die Kommission, welche vom Hof: Kriegsrath be- auftragt ist, über die zweckmäßigfte Bekleidung des Infanteristen ein Gutachten abzugeben, soll auf weite Pantalons bei den Deutschen Truppen angetragen haben , die Ungarische aber wird wie bisher bekleidet bleiben.
Der Hospodar der Moldau, Fürst Stourdza, hat hier Münzenstempel verfercigen lassen, und es ist sonach zu vermuthen, daß _«rnanntcs FÜrsienthmn m Zukurzft eigene Münzen ausprä-
en Mrd.
9 Ueber Konßaxzténopri melden die.? WM: Briefeaus Smyrna, daß die M:? 53.10le forédährend einige Opfer täglich fordere. Indessen Wisi'CU y'cxz-mserr Vorfich25--;F:F1xnßre“geln getroffen tvorden. Beinahe sämnwlicbe Kaufmanns-Gewöibe waren gcschloffen und der Judei [ag gänzlich d.“.rnirder.
*en :ieui'scen Briefen aus Serbirn zufolge, herrscht in diesem Lande die vollkommenstr Ruhe: u:!d Zufriedrnizcic. Die Liebe des Volkes zu seinem Fürsten spricht: sich bei jedem Anlasse auf unzweidrurige Weise“ aus. Es läßr sich sonacl) nicht zweifeln, daß die durch die Protefi'acion Rußlajrds und der Pforte her- beigeführtx- .Neue Krisésö gleichfalls ein glückliches Ende errei- chen werd;-
Die Krankheit, die in Trawnik und Sarajewo brrrscht, soll nicht die orientalische Peik, sondern ein bösartiges hitziges Fie- ber seyn, welches die Befallenen in 5" 05.5, 8 Tagen tödtec, doch soll die Sterblichkeit keineswegs so groß seyn, als man Anfangs behauptete. Es bleiben also die an der Gränze angeordneten “strengen “Maßreyeln so laUge in Kraft, bis die ins Innere Bos,- 'niens abgrschickten Sachvrrständigcn dlis Jeéchtvorhandenseyn der Pest außer „Zweifel gesetzt haben. Bis dahin unterliegen an der “Bosnischen GränzePersdnen noch im::wr eincr Quarantaine von 20, giftfangende Waarrn VN? 42 Tagen. Dic“ häufigen räube- rischen Einfäiie von der BonrisMn Gränze wachen rs übrigens unserer :xegierung zw.“ drixxgcnden Pflicht, auch dagegen Vorkeh- rungen zu troffen; rs werden daher, sobald man die Ueberzeu- gung erhalten, das; di.“ Post in Bosnien nicbt Vorhanden ist, von diesseits, im Einveri? “1..dnisse mir den Türkischen Behörden
- Exekutiv- Maßregeiu gegen jene Räuber-Banden aufs nachdrück-
Lichste genommen werden.
O;“rnerxe en zu Triest eingegangenen Nachrichten aus A then Tir Bezug aU die Thron-Beskeigung des Königs Otto haben selbst unter den dafigén Griechen keinen so erwünscksten Eindruck" ge- macht, als man hätte erwarten dürfen, Wer sollte es in einem Jahrhundert der christlichen Toleranz glauben, die meisten Grie- chen, selbsk die aufgrklärcesien, hatten nichts anders erwartet, als daß König Otto ihren Griechischen Glauben bei seiner Thron- Besteigung annehmen werde. Die unter den Grirchen darüber “allgemein herrschende Ansicht findet sich damit nicht beruhigt, daß der König die- Zusicherung ertheiire, seine Nachkommen in dem Griechischen quuben zu erzieben, und wer den Geist des Zweifels kennt, der Griechen und Katholiken Kim Orient beseelt, darf sich nicht wundern, daß besonders die Griechische Geistlich- keit in diesen allgemeinen Chorus der Klagen einstimmt. Be- sonders die niedere Geistlichkeit, die aufeiner sehr geringen Stufe der Aufklärung steht, zeichnet sich durch ihren Haß gegen den Kathoiizismus aus, und trägt viel zu obiger Stimmung bei. «- Es heißt in Briefen aus Athen, daß der König am 2. Juni den abgeschloffencn Handels-Traktat ratifizirc habe,
S ck w e i z.
Neuchatel, 30. Juni. Se. Excellenz der General-Lieute; nant von Pfuel, Gouverneur von Neuchatel, ist gestern Abends hier eingetroffen.
I t a l i e n.
Juni. (Allg. Ztg.) Auf das Ansuchen des außerordentlicher Kommis-
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Rom, „a. Kardinals Spinola, seiner Stelle als sarius des Papstes in Bologna und Pesaro enthoben zu werden, hat die Regierung mit Bedauern eingehen müssen, da seine Ge- sundheit so angegriffen ist, daß er sich ganz vom öffentlichen Le- Der Kardinal hat dieses Amt zur größ- ten ufriedenheit sowohl des Papstes als der Administrirten ver- und man befindet sich in einiger Verlegenheit, durch wen „ Das Gerücht, der Kardinal Gamberini, Minister des Innern, sey dazu bestimmt, bedarf noch der Bestä- tkgun . Unserer Regierung muß Alles daran liegen, diese wich- Uge telle einem Manne anxuvertrauen, der mit Milde Stärke Und Kraft verbindet, welches bei Gamberini's hohem Alter nicht Vorauszusetzen ist. Auch ist er dort geboren, und hat seine Gü- ter in den Legationen, was zu Mißverhälmissen führen könnte. Auch der Kardinal-Odescalchi soll den Wunsch geäußert haben, als Vikar des Papstes entlassen zu werden, da er sich nicht stark genug fühle, dies beschwerliche Amt mit Kraft zu führen. Man nennt Kardinal Velzi, von dem Orden der Dominikaner, als seinen Nach- folgen Früher hatte er als Maestro de' sacri Palazzi ugleicl) Uk Zufriedenheit der Regierung dcm Censor-Amte vorge anden.
ie“ Monsignori Mai und denn Genga Sermattei nennt man “ „Kandidaten zur Kardinals-Wärde, An Monsignore Mai's Stelle soll der berühmte Monsignore Mezzofanti als Secretair “' Propaganda treten, Wodurch allen Gelehrten, Welche die Vatikanische Bibliothek benußrn wollen, ein herber Verlusi be- vorsteht, da Mezzofanti als erster Custode dabei durch seine Spkakb-Kenntniffc und Gefälligkeit sich vor allen seinen Vor- Y,.ngern auszeichnet. Doch der Papst wtll ihn befördern und [Zinew'Wirkungskreis vergrößern. Er wird vermuthlich in wenig «WWU Kardinal. -« Von den Portugiesischen Kriegsschiffen, WU)? bei Genua stationirc sind, um die Schritte Dom Mi uel's *" Italien zu beobachtrn, kreuzt seit einiqen Tagen ein B1 LZNsxrrUKüsten und hat vorgestern durch ein bewaffneces üboot em Reapolitanischcs Schiff angehalten, um Erkundigung
kk Dom Miguel's Anwesenheit in Porto d'Anzio einzuziehen.
chkff
_ 773 _ _ Man hat Dom Miguel gewarnt, upd er wird vermuthlich sei,- nen Aufenthalt dort verlassen, um wieder in Rom zu wohnen.
Spanien.
„ Der Courier theilt einen Brief aus Bilbao mit, welcher bis zum 25sten d. M, geht und die Bemühungen schildert, welche vo_n dem die Spanische Flotille befehligenden Engländer, Capi- tam Henry, gemacht worden sind um das von den Karlisten bedrängte Bilbao zu retten, Der Öberbefehlshaber der Christini- schen Armee hatte so wenig für die Vertheédigung der ohnehin ganz offenen und von dominirenden Anhöhen umgebenen Stadt ge- sorgt,„d„aß beim Beginn des Bombardements (am 20.) kaum so viel Mwntron vorräthig war, daß die Geschütze während eines Tages bedient werden konnten; die gesammre Bevölkerung der Stadt war daher geneigt, fich sogleich aw ersten Tage der Uebermacht des Fetndes zu ergeben. Commodore Henry, von dieser Lage der Dinge unterrichtet, beschloß noch einen [ekzren Versuch zur Rettung der Stadt zu wagen; er ließ seine Schiffe, so weit es ihm möglich war, den Fluß hinaufsegeln, und entsandte, als er sich noch zwei (Engl.) Meilen von Bilbao brfand, drei Offiziere mit 25 Ma- rine-Soldaten, mit aller vorräthigen Munition, Congreveschen Ra- keten „und zwei langen Achtzehnpfündern. Als diese Verstärkung in Bilbao anlangtc, beschloß die Besaßmrg sogleich, sich bis aufs Aeußerste zu vertheidigcn. Com. Henry brachte überdies auf sei- nen Schiffen 1000932ann von St. ;.;bastian nachPortugalette, VU"- mochte aber nicht, sich mit Bilbao selbst in weitere unmittel- bare Communication einzulassen, da die Karlisren zwei Bötc tn den Fluß versenkt und dadurch die Fahrt auf demsel- ben gänziich gehemmk hatten. Mitklerweile hielr sich die Stadt fortwährend; die Congrercschen Raketen äußerten ihre vrrnicbtende Wirkung unter den dichtgedrängten Feinden, und es hieß allgemein, daß die Verwundung dcs Zumalacarregux) durch eine Englische Kugel bewirkt worden sey. Am “.)-Ästen zogen die Karliscen den größten Theil ihres Belagerungs-Corps zurück, um Valdez entgegen zu gehen, von dem es endlich hieß, nachdem er dieStadr während fünfTage in einem vrrtheidégungslosen Zustande slch selbst überlassen hatte, daß er zu ihrem Entsakz anrücke. Von den zu Hülfe gesandtrn Engländern ist ein Capitain der Marine- Soldaxen gctödtet worden; 8 Soldaten wurden verwundet, mei,- stens 1chwrr. Am Schlusse des Briefes geschieht eines aberma- liga'n Vrrmwes drs Commodore Henry, der Stadt zur Hülfe zu Z))mlmen, Erwähnung; das Resultat desselben wird nicht mitge- er t. T 0 r k e i.
„ Konstantinopel, 12. Juni. “2011 15. Sefer (11. Juni)- tsl schon wieder ein Blatr drr Tckwimi Wekajé-rrschicnen, also nur neun Tage nach dem Erscheinen der vorigen'Nummer, welcher Umstand schon lange zu den Lkusnahmen von der Regel gehört, obgleich dem ursprünglichen in der Ankündigung drs Un- ternehmes ausgesprocbrnrn Pian zufolge, in jeder Woche ein Blatt erscheinen soiicr. liegende Blatt cnkbäLr, daiirrn noch was dem verganqenen ONO; nac Muharrcm. So wird der feierliche Ausbruch des Sultans nach irinem Sommer - Palaste Beilerbei (Zscawros), und der nichtrninder feierliche Niedergang des Scdtffes Neßretije (d. h. sem Lauf vom Stapel) mit Ausfiihrlichkeit berichtet. Das letztere herrliche Schauspiel begeiyierte zehn der anwesenden Wür- denträger, unter diesen auch den "Redacteur 'der Türkischen Zei- tung, zu improvisircen Versen, m welchen das Datum durch Zahlwerth der Buchstaben ausgedrückt isi, z. B. „Schön glitt die Siegerin (Neßretije) wie Waser in das Meer“; „Gleich- wie ein ungezktgelt Roß die Siegerin vom Stapel schoß u. s. w.“ Cin Zimmermann, der bei dieser Gelegen- heit durch einen hrrabrolscndcn Balken am Fuße verlekzt wurde, erhielt ails dcm Sch5k5e dcs See ,- Arsenals' eirie Entschädigung von 50 Piastcrn; der Admiral Tahir Pascha aber einen kostbaren Brillant-Ring.
Die Türkische Zeitung berichtet ferner mit großer Umständ- lichkeit über einrn Besuch, den Se. Hoheit am 25. Muharrem der großen Knierne von Ramis Tschiftlik abgestattet, um die zweckmäßigen architektonischcn Veränderungen, welche in der neuxstrxi Zeit an diesem Gebärrde vorgenommen worden, in “Llu- genicbeen zwnrhmcn. „Jm Vorhof der Kaserne standen drci Baxacllonc Lmiert-Trupprn in zwsi Gliedern unter Gewehr und präientirten, während der Sultan mit prüfendem Herrscherblick hindu_rchritc. Zu gleicher Zeit wurden 2! Kanonen gelöst. Se. Hoheit rastete kurze_Zeir in der für ihn bestimmten Abtheilung der Kaserne und erichicn dann wieder, worauf die anwesenden Bataillone auf sein Geheiß verschiedene Manövers ausfiihrten. Nach Beendigung derselben ließ sich der Sultan, in Begleitung der Wesire, sämmtliche neue Bauten und Einrichtungen zeigen, bei welcher Gelegenheit ein cxrchitektonischer-Fehler im Bauwer neuen Kriegsschule seinem Scharfblicke nicht entging.
Der erwähnten Kaserne gegeniiber, an einem Orte, mit Na- men Kara Aghadsck), befindet sich ein Wäscherhaus, worin das Waschen derchider vermittelst einer Maschine vor sich geht, die innerhalb 24 Stunden 270 Kiridrr reinigt. Dcr Sultan be- suchte von der Kaserne aus auch diese Anstalt, und Überzeugte sich durch den Augenschein, daß die Reinigung der Kleidungs- stücke vermittelst des Rades sammt anehör nicht bloß weit schnel- ler von Statten geht, sondern auch, daß die Kleider durch diesen Prozeß noch reiner werden, als die mit Händen gewaschenen. Se. Hoheit beschloß sofort in der genannten Kaserne ein Wasch- haus mit einer ähnlichen Maschine erbauen zu lassen, nur in vergrößerter: Maßstabe, so daß binnen 24 Stunden 10,000 Klei- dungsstücke gewaschen werden können.
_Nach demselben Blatts der Tekwimi Wekaji isr Bchlul Paicha, bisheriger Statthalter des Sandschaks „Bajefid, wegen gewiiscr durch den Pascha von 3"“rirrum notifizirtcr Pflichtwidrig- keiten abgejeßt worden und das Sandschak unter die Gerichts- barkeit des leßterwähnren Magnaten gekommen. Auch berichtet diese Zeitung, daß der Deftrrdar der Linien-Truypen, Rafik; Efendi, wegen seiner täglich zUUehmenden Berufs-Geschäfte, um einen Secretair angehalten har, welcher ihm auch in der Person des bisherigen zweiten Qittschriftcnmeisrers bewilligt worden ist. Dieser neugeschaffene Secretair rangirt mit den Beamten dritter Klasse und erhält seine Besoldung aus dem Fonds der Linien- Truppen.
Zn demselben Blatts wird schließlich gemeldet, daß Ab- dallah Bei, einer der Emire von Dagheskan, welcher im vergan- genen „Jahre mit seiner Mutter Konstantinopel besuchte, und von da nach Mekka pixgerte, wr kurzem wieder in Konstantino- pel angelangt sey und, scincnx lebhaftesien Wunsche zufolge, eine Anstellung an der dortigen Krirchhule erhalten habe. Auch für den ansiändigcn Unterhalc seiner Mutter ist Sorge getra- gen worden.
Konstantinopel, 14.301111 Der Griechische Abgeord- nete Zographos hat die Thronbesteigung seines Königs dem Neis
' Der Pascha [)atkr
Die meisten Neuigkeiten, welche das vor- '
Efendi offiziell angezeigt, allein es heißt, ob [ei unverbürrf, er habe darauf bloß eine EmpfangsbeskätigunggdeschReis Efrxäzdi erhalten. Lord Ponsonby sandte cinen Courier an den Konsul nach St. Jean dAcreWab. Man vermuthec eine günstige Ant- wort m Betreff des Fernians die' Dampfschifffahrts-Expedition auf_ dem Euphrat beireffend. Neuerdings spricht man von eincr Re_ise des Sultans m die Provinzen, allein Viele bezweifrxn, daß eK OWT! komnSren werdkx. , ck
' ,wie est in «myrna at si se r mä*i e ei t die Styrbc» falle sind nur bis auf 10 PersonenhgestiexéeÖgz g ,
In Folge der Nachrichten aus Albanien dar der SUM??? dem Pgscha von Janina befohlen, zur Hülfe des Pascha VR? Scutari aufzrtbrechen. Aus Rumelicn sind 5000 Mann Tr:;r- pen eben dahin beordert. Sämmtlt'chc partielie Insuri--.*ctéM-:crx 10 den verschiedenen Provinzen des Reichs bilden die Großdx-xxr- lieben Truppen zum kleinen Kriege aus, und dürften in M..... Zeitraum den kriegerischen Muth der Moslims aufs Nrw? [;.-?r- ben„so daß der Verlnsc der ehemaligen Kerntruppcn bci .*.x'rwx“ etwgtgen auswärtigen Krisis ersekzr scheint. Dieses Resxricdr sch€Mk unbestreitbar und ist für die Erhaltmtg dcs" :OH::1.1.-.iscdxr: Reiches ein glückliches zu nennen. ' , ,
Von der Bosnischrjr Grätize, 24. Zum. FDM 2730-- strn ;)?aÉrichten aus Albanien bis zum 13. Ilmr znfdiac 55.2; dre m Scumri ausgebrochene Insurrectidn ndcb nä.“): 05555552“. . “3000 TNann Türkisché Truppen Wrrx'räréxkxxa erhalten, allem die „Fnsurgenrcn rrbielten aucb einigen Z.;cde; aus „Dulcigno, obgleich sich die Gebirqsbrwdhner nch Wi-ig vrrhtrltrn. „“,-„in dem halb verwaiseten“Srutari begann l.» Ykangei an Lebensmitteln rittzitrrißen, da die Srddt *.*-31: JW ;;nsurgrntenf ganz umlagcrr ist, » Die Gbrrr 5.25 in 7250075 Luga bmgerrchtrtrn Rebellen-Chefs, OItUan 'Lileqovicb, 07.5 vox: dem Qommissair des SUltans in Beschlaq qeridmmrn 1.0.5550. » Nach Sarajevoo wurden 2 Chefs“ der Räuber, wricbc sd ois das Oeskerreichißhe Gcbiec verießtrn, gefänqlick) cinqsbracixc. -*--- Andere Briefe jagen, daß 22 solcher Bosniscben Räätber bins.» richtet wurden. ' ' '
Vereinégkc Staaten von Nord-Ameréka.
. Ne-w-Yrrk, 6. Juni. Der Rew-York Arnrric-xr.“ außert sich Übrr einen, im Washington-Giobc, dcm REFLE- rnngs-Blatte, enthaltenen (und Nr. 182 der Sts. Rg. mxxar- christen) Artikel in Betreff der von den Französischen“Kammért: verlangten Entschuldigung wegen einer Stelle inder Botsch»?! des Präsidenten folgendermaßen: „Dic Sprachr dcr quicrmxw'a Blätter und namentlich des Globe, des offiziellen Oräans 5-35“ Präsidenten, in Bezug auf die von der Französischrn**Dchrxr ten-Kammer geforderte Erklärung iibcr gewiffe Stellen in dcr Br.:- schafc des Präsidenten, zeigt eine weir größere „Besorgnis; für d.;s, was sie die persönliche Ehre des Präsidenten nennen, “ für das Interrxir des Volks und den Frirdrn des Landes. «...». bac, fragen wir, die persönliche Ehre des Präfidrnten mir dir:".rxr Gegenstandr „zu _]chaffen und wir kann sie bei drr WWW, d;“;“ch Frage bethctitgt WU? Bci Cröffrnmg des [exzteri .Kédmgrrssrs 005.5- sandre der Präsident, wie gewöhniiä), seine «Botschaft, und rirxd m der Stelle, wrlche von unseren Vrrhälcniisrti zu Frdnkrricl; handeite, Repressalien gegen Frawkrcich zu gebranchén, M.“: d:.*::» nach seiner »)Minung, das beste, Mittel sry“, um einr Cnts-chL»Z-5zch gung von dem gengnntcn Lande zu erhalten, Hierin lieqcé1texé';r5, wodurch seine perpönliche Ehre oder sei.? “:*-“Tufbrtbciltät wird. sondern es isk nnr die Ausführung eines '.)[rtikrls der 50.555.7- tion, cs fsk nur die Ausübung einer Voilmacbt dcr erc- Yutivcn Gewalt, und nur als solche wurde drr Vw". schlag von beiden Häusern drs Kongrrffrs empfangen «rw»:- gen x_md verworfen. Wem: die E.“) r d des PrÉsidcxxkrn, in dirirr Dirigelcqenhrir gefährdet ist, so ist es der Kongreß Und das Volk der Vereinigten Stauch und nichr die Franzdkx'x"cl)r Hammer, wodurch strangegriffen wurdc, Allein dem ir." &...... w, und dies, so wie bei einer ähnlichen Gelegenheit die “*.*-x...“...- lung auf die persönlichen Gesmtmngen des Präsidenten brwciké nur, da[; es immer gebräuchlicher wird, bei großen dée 5375052; brtrrffrnden Fragen mehr die Art und Weise, wie ,djg «([»-MZ.»- era-lt dadurch afsizirc wird, als ihren wabrscszeinlécben C“ii2.('.“.i§ auskdte Wohlfahrt oder die Würde der Natidn zu crwägew TW*' Prayzdentqthac seine Pflicht nach seiner Ucberzeuartrtg .A.: s;“ die Ergretsung von Repressalien empfahl, dcr Klonq'reß ,hm:d--7x-c ebenfalls nach seiner Ueberzeugung, als cr diese Enwsehlund. „'.-*I; wars. Keitie von beiden Parteien wird in ihrer Hcinratiö fizr untrüglrch gehalten Und das Land wünscht .Das-.;..r» nicht, slch m neue Sch1vierigkeitrn zu verwickeln um dr.? Untrr'tgltchkeic der einen oder der anderen im , “I(Usiarrdr zrt behauptrn. Was dir „Erläuterungen“ betrifft wch die Französiche Deputirten-Kammer verlangt, so sech wir [...'-.',». wenn es nicht etwa an gutem Willen von unserer Seitr-“rdsé gar kxine Schwierigkeit. Wir g(aubrn gern, daß die .Deijkfir; Ln-Kanimer, nachdem fir. die Entschädigung als cirw ...er-:ck» Forderung anerkannt hatte und Überzeuqk war, daß dir Böcs'.;.,§sx des Präsidenten nicht an das Französische Volk gericbtri *„(MÄ also auch nicht als absichtlich bcleidtgend s;"ir daffrlbe bcßraxbkrs“ werden konnte, nnr glauben, sagen wir, daß die Kammer ::..-.“» kdnsequeyt bandrlce, als sie eine genuqthucndc Erkiärxma I'M- dtedetjchafrc rerlangte. Da es sich aber nun einmal so 005.5. was iir nacurlccber, was gewöhnlicher, selbib-rtnter den 0505757";- N?en1che_t), undwas schicklicher für Regierungen, die nnr (1501505 Weseti sind“, als zu erklären, daß es von unserer Seiko (»...-*.*» ausweis die Absicht gewesen set), zu beleidiqen, da wir in 00.5077- heit nie dicse Absicht gehabt haben.“ * " “
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(“(L . .;
(.Ne'ri'l'o,
Nord;“,.)lmrrikant'sche „Blätter entbajccn aus *))?exiko bis zum 15). Mai. “ Séßungen drs Kongresses am 50; April (s. Nr, 180 d. St A " sagte der Präsident in seiner Rede unter Anderem, daß cy" I;.- den, der." Umgegend von Vcracrtr; zirgrfx'égtcn Siimd-xn Um's. mehr eine billige Entschädigung zu erhalrcn hoffe, d.: S pa*x'1','-M im Begriff siehe, die nationale UnabßäxwMYC“, ?Nexikois anzuerkennen. “ ** “ _ Dcr Vice-Präsidcm der Vereinigten Samara von Moik.) hat ein „Dekret bekannt qrmacht, Wonach den C'rbrn oder ..ck-„[„- nehmern des Generals Don Auquy'cin Icurbidr, als RéwßFJY fÜr die Verdienskr, Welche er sich *ivährend drs Umbkßnqiééißg Krieges um sein Vaterland erwwrbcn hat, sch NWZM“.]§.É:ZZ azxsgezahlölund 520 Fuadrax-Meilen Landes in" :?“... "' »???le ??exiko,- »er- oder nter-Kali drr“ ..“-* ." ““““" ";“ .'“, sen werden sollen. , s “[R aw &..tgrntbum angrwcc-
DIC. Zahl dc" UWÜUIW des Generals “Zi“[varrz nimmt täqiicd ab. «„Im Uvant-Garde is" von dem Obersk-Lieutrtmnt Nr....» MILRAM",- mehrere Soldaten getödtet und zwyx abfanqrn worden. Alvarez hat an den General Bravo, der dir Redke- rungs;Truvven befehligt, einen Brief geschrieben, worin «. “sicb
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