1835 / 195 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

sparung binwirken, welche den einzigen Vorzug des neuen Syßems

“kim“ht' * K * . . * Allgemeine.

' . taatsx-Zrituug,

MereorologixsßciZ-iPÉeobachtung.. 13. Juli. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung, Berlin, Donnerstag den 16“" Juli

ses geschiedi aber wirle, und kaum 8 neue Loc-motixen werden xäbrlich angeschafft: man kann also mit Rechtschlie m, daß der u.a- terscbied zwischen beiden nicht roß iii. Die Berg ei ung der bw kimnt emachten Beira? der xranspyrt-Kosien “eines eiscnden und Brücken n der Art ealxsichtigt, daß man später noch zwei Bah- enxcr onne Ladung .ze gt auch deutlich, daß während des ganzen nm _anie en und den Guter- vom Personen-Verkehr trennen kann, Zecxraumes von 3-5 ahrcn, oder so [gage diese Rechnungen“ mit?“ 1 damit xe _er seine passende Geschwindigkeit annimmt, thcalt ünd, die-Bemebs-Koßen iich nicht vermindert baben,„obgle ck _ MQ wird mir vielleicht den Einwand machen, daß es gar nicht „fortwährend von wesentlichen Verbesserungen die Rede war. die Ab 1 wäre, unsere Eisenbahnen ausschließlich für den Güter- 5) An Lohn für die Maschmenmetsier und Heizer auf den Lo- Verkehr zu benutzen, sondern daß im Gcgentheiie sie vorzugsweise comotiven find jährlich vxrausgabt 1898 Liv. St. oder für die Meile zur Förderung der Reisenden dienen soliten. Aber wie groß isi die :- Sgr. 41Pf..und [)1'0 Ctr. und Meile 0,098 Pf. Anzahl von Reisenden, auf welche wir rechnen können? Ehe die 6) Ein sehr bedeutender osien isi wieder die Unterhaltung der Liverpool-Manchesicr- Bahn ausgeführt wurde, fahren auf den Schienen und der Bahn, ncb , der zugehörigen Mauern _und Hecken: Cbauü'een zwischen beiden Orten durchschnitilich an jedem Tage * dafür ßndonämiic!) m iedxm Jahre verausgabt 15,322 Liv. St., das 450 Personen, die 12 bis 17 Sgr. für die Preußische Meile zahlten. _,- . macht auf zede Meile, die eme Locomotive durch!äuft, 1 Rtblr. 13 Sgr. Zwijchen_Loudon und Birmingham reisten zur Zeit, als die Eisen: oder [);-„ Ctr. und Meile 0,791 Pf. -- Mit Berücksichtigung des bahn pro'jektirt wurde, auf den Chauffeen jährlich 488,000 Personen, M 195 K*ohlen-Trapsvortes, der in den Abschlüssen nicht genau bezeichnet also etwa eben so viele, wie von den sämmtlichen Post : Course:: ' ' * iii, würde dieser Posten sich etwas niedriger üellen. tm Preußischen Staate gefördert.11)crden. » Es wird demnach . __ * . * . . . . . . 7) Endlich werden für Unterhaltun und Ersav der Frachtwa- der Personen : Verkehr bei uns gewiß viel geringer ausfallen, 13 0 1" 1 1 11 8 r 13 0 r 8 8. :“ «W- »»»-»» " “' gin, desgleichen für Taue und Segeltu zum Befesiigen und Be- und es entsteht die Frage, wie viel Reisende auf einmal gefördert 01111 14, „zu]; 1835. “““"“ ““"“" " """" . "-___“..- "- Amtliche Nachrichten.

decken der Wanken jährlich verausgabt 2574 Liv. St. das macht bei werden müssen damit die lau enden Kosten für die a rt no = ' . --_--- 4681 Güterfabrten auf die Meile 17 Sgr. 22 Ps. ode,r [110 Ctr. und deckt werden? ,- Die oben ufntcr Nr. 2 bis" 6 nachJLjescncxézJ- 14111111. 17011113- 11110 (181üuÜ0urs-Aettsl. (,'-Jse-x/"x. Um“,

* ***,/WMW“. “ZN“;MW K r o n i k 0 e s T a g e s Jm Bezirke der Königl. Regierung

Meile 0,314 Pf. sien betragen Fsammcn für eine Meile, welche der Pcrsonen-Zug Zu diesen Ausgaben, die beim Güter-Transporte vorfalien, kom: durchläuft, 3 kdl. 121- Sgr, Der Bedarf an Kokes wird sich aber Zh-Iéhulä-Job. 1011; 101 0111111". kkauäbr. «- 10T 151“. MJ]. (1111. 30. 99 MF 1'0111111. (10. 1061 _ zu Gumbinnen ist der bisherige Rektor in Schwentainen, Schlick, zum Pfarrer in Sorquitten berufen worden;

men nach die Koßen für die Unterhaltung der Speditionö-Steüen, wegen der geringen Anzahl von Reisenden verhältnißmäßig viel hö- !“1'21111. 60.0.8061]. 614 00-Z- [(ur- 11. Kaum. 110. 1021; zu Köln ist der Predigtamts-Kandidat Karl Küpper zum

ahrcn. Eben so wird für die Bahn zwischen Se by und Huli der

Zersonenwagen imd zw“ wieder für die Güterwa en, die langsam nkauf ines so bre ten Landßreifen; und eine Ausführung der

Dunfisätiig., 82 pCt. 218 pCt. 90 pCt. . . _ Wetter ...... Heiter. beiter, regnig. AUSDUMUW (“(WM Niederschlag 0,356“th Nachtkäiee 9,7 9 N, 10,110 R... 73 pCt_

Morgens Nachmittags ! Abends ' « * .. * ' "HL„ "., , ' *.: Luftdruck,... 335,02*“Par.]333,12““Par. 333,80““Par. Quellwarme 7,3“ N *" „“i-“Z=; 2- - Luftwärme.. 11,60 I?- 20,0 0 R. 13,00 N. Flußwärme 17,110 Dt ' Z'?- ' Ü:“ Thaupunki .. 9,09 R 9,8" R. [2.00 N. Bodenwärme 13,505. , *„;;*L.“;:._ . . “7“ "L *

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Wind ...... D. II. SW. Woikenz11g..1 -- IL. Tagesmiitei: 333,85“ Par... 121,90 91...

183.

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Ueber diese verschiedenen" Punkte sind, wie man sagt, Erklärun- sondern die Behörden erst dann ur Erhebun einer Armen- SM verlangt wiirden, und es wird versichert, man “abe einen Steuer ermächtigt, wenn nach gehzöriger _Unter uchung des Zu- Mitteiwrg “„usftndkg gemacht, wodurch die definitive dsung der Zander; der Armen in einem bestimmten Distrikte_ dieser von der Schwierigkeit umgan en würde. Es soll nämlich keine Blokade _rt befunden wird, daß ein Eingehen auf die Gesuche der Al“- und „also auch kein onfiscations- und Pri en ; Recht gegen die man um Unterstützung als dringend Köthig erscheint. Die Bill Neutraklxn ausgeübt werdxn; aher jedes al, wenn die Eng- wurde von Seiten der Minister aus dem Grunde angefoch- ltsch -“ Französiscan Kreuzer einein“ verdächtigen Schiffe be- ten, weil zu befürchten sey, daß bei der drin enden Nothwen- gegnen, werden fie Jagd auf dasselbe machen, und es digkeit einer allgemeinen Umwandlung des uskandes der är-

so wie auch besonders die für das Abholen der zu versendendm (Hü- ber stellen, da das Gewicht der Locomotive noch überwiegend bleibt. tir und für das Fortschtcken derselben an den„Empfänger; nächsidem Rechnet man daher für Kokes und für die Reparatur der Personen- __ dre Verwaltun skoiien u. dgl., doch werden diese von den Lokal-Ver- Wagen 17; Sgr., so wie für die Unterhaltung der Anmelde-Bu- 1111111100101. 1.13, 1011 100; 8611168130110 «10. 1011; 0181111111108011410. 101 100.1 illist.l).11.2.-§c11. 11-111, 8111111013]. 101.1. 101 0.1(.- 11.111. _

häi'tnissen so ebr bedingt, daß man sie genauer durch sorgfältige reaus und Stationen, und für allgemeine Verwaltungs-Koßen 15

Ueberschiäge für jeden specieiien Fall, wie durch Benutzung fremder Sgr., so werden die laufenden Ausgaben 4101011. für die Meile be-

meren Klassen in Irland, einer Umwandlung, welche nur

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Erfahrungen wird ermitteln können. Die oben an efübrten Sätze wird man dagegen, so lange es keine anderen Er abrungen giebt, bepußen müssen, und dieses scheint um so ndthtger, als man wohl kerne Veranlassung hat zu erwarten, daß die Kosten der Locomotiv- Kraft sich in Deutschland niedriÉer stellen werden, als in _England: denn wenn der Da lohn der rbeiter bei uns auch geringer ist, und dadurch ullerd nas manche Ausgaben sicb ermäßigen , so ;_“1bersieégt der Verkehr auf der LivewoolxManchester-Bahn doch so Uhr den bet uns zu erwartenden, daß eben dadurch schon die Preise „ck höher tienen. Ueberdies ünd manche von diesen Ausgaben nicht gxrade dxr Ausdedyung- des Verkxbrs proportional, woher tie bei emerTeriFeeen requenz perbäitntßxnäßig erdßer werden.

ie üter ezablen au! der Liverpoo aManchejier-Eisenbabn an Fracht- und 2341111191! die ganze Länge der Bahn _pro Tonne 10 Gb., da! macht pro Ctr- und Meiie, Pr. 91 Ps. Die Wasscr-_ frucht auf dem Mersey und erell ist iert Eröffnung der Bahn auf den gleichen Saß von 10 Gy. reduzirt; früher betrug sie 15 So. Es zahlte also _;Tmals der Ceqtner beim Waffer-Transporte zwischen zwe “Orten, di ". ,n" gerader N1chtut_tg noch nicht 6 Meilen von „em- ander entfernt 01m- 7' Sgr. 6 Px. Dieser überraschend hohrSa erklärt sich zum Theil dadurch, daß die Waffer-Verbindun oda) unbequem war und es am!) noch ifi. Sie ist 18 Engl. Mei en icin- ger als drr Kan !; me rere Schlrusen liegen in ihr, do das Uebelüe iii, daß die Sch ffe ni t" d'en ganxen Weg in Neschio enem Wasser zurücklegen 1111 1111, sondern sie mussen dc breten Busen des Mer- sey einige Mei cn weit“ besegeln, wobei e ganz vom Winde und der Wittcrqng abHängig iind. "Daher kommt es, daß vor dem drit- ten Tage me die biteferun der anfdiese Art vxrscndeten Waaren erfolgt, und oft verzögerte ich die Fahrt sogar bis auf 20 Tage. «* Mit dieser Wasser-Straße trat die isenbghn hauptsächlich in Kon- kurrenz, und matt rechnete'darauf, daß ne den ganzen Güter-Vcr- kehr, dcr nach einer MM! M Bcrechnung auf 12 Millionen Cn“. geschätzt wurde, an sich zie en würde. Indessen dix Mersey-érweu- Kanai-Geselischaft seßxe dic Zölle berad- so daß dee Fracht Fisch der auf der Eisenbahn gleich ikelite, und ihre Einnahme wurde wegen des dadurch bewirkten größeren Verkehrs bedeutender, als früher, währcnd die Eesxnbabn nur 3 Millionen Ctr. erhielt. Nach der vorliegenden *Preis-Lise dcrActien vom 23. März 1835 sind die Actien des erwähnten Kanales. “die für 100 Liv. ausgegeben waren, zu 550 Liv. notirt, und sie Yblen 25 p. Ct. Dividende, während die chlLiverpool-Mancheüer-k ahn auf 192 Liv. stehen und 11 p. Ct. 50 en. Bei den spätem ähnlichen Agiagen m England hat man, so- bald eine Waser-Verbindung bereits beßand, nicht mehr darquf ge- rechnet, mit dieserin Konkurrenz zu treten. So ifi z. B. m den Vernehmun en', die 11“. Ermittelung des zu erwartenden Verkehrs auf der Lon on-Birm ngbam-Bahn angestellt wurden, gar nicht da- von die Rede, daß Kohlen, Steine u. dgl. auf die Bahn übergehen soUen: ja selbß sehr werthvolie Ge enfiände, wic scrdene Stoffe, (Hias- und Galanterie-Waarcn und hnliche wurden von den Kauf- sruten keineswegs unbedingt der Eisenbahn zugesagt, sondxrn nur für den Fall, wenn eine besonders schnekie Vcrsexedunß ndtbtg wird, oder wenn zufälii dingnäiegcsverrtsknd. Eben so ist bei derBahnzwi- schen Sexby undQuii nur auf den vierten Theil dcxrinßyil seewärts xin- gekommemn Güter gerechnet, wogegen von den übrigen drei Bier- mn angenom'men iii; daß sie den unbequemeren und vici weiteren Weg auf dcm'Hixmi-er we en der geringeren Trachten anschlagen Werden. *- chi; in_Nord- merika hahen nach er Qarßcilung, die Ponsün von den dortixFen Coinnmnicattoncn giebt, die schneii fah- vendcn Locomotiven be nqbe ausschließlich den wack, die Reisenden und Bri e zu fördern: wie Wenig msn aber 111 Transport der schweren „üter auf fie übertragenmag, iebt; cb wohl am deut. lichsten, daraus 511 erkennen., daß nian na Vollendung der Eisen-_ hahn zwischen Camden nd. Ambvy, worauf mittilß Locomotiven die Reisenden zwischen Fhiladeiphia und New-York raj'elfdrdert wer- den, noch die Auöführuns "eines parauilen Kanals bes oß, der von Delaware nach dem Raritpn führen und „dadurch eine Wasser-„Vcrhm- dung zwischen denfelbru Orten darßelien soüxe. Diese Eisenbahn gehört aber, info erii : eine doppelte Bahn, hat, und weder tiarke Steigungen, no [ck ist Krümmungen darm vorkommen, zu den bequemsten, die es giedi. . "

Es hat demnach_dce schnelle Fdrderqng aux Etienbabnen in den Ländern, wo sie bereits e ngefübrt ifi, eine ganz andere Bedeutung erhalten, als worauf wir fie anwenden 11100111. In Ermland haben sich auch sehr entscheidende Stimmen gegen den schnellen Betrieb Ze; FMM-Verkehrs erhoben, wee cr ezuf der Liverpool-Maxrcbefier- Bali:) sxattänden muß. Das neuerdings entworfene Projekt zur zweiten Eisenbahn ziviskhen diesen Orten, oder der sogenannten Nord.ßx„nic„das freilich von der Direction der ersim Bahn-Gr- chsckmst vrtöätbkkg 011110th wrrd,„|ebt hiermit in Verbindun_. Die Eiscüvabn zwjsa'x'n 1..ublin utidKingswtvn-hat. zu demselben werke vier Bahnen erhalten, nämlich zwe: fur die hm- und hergehenden

tra en, oder wenn durchschnittlich 18 Personen :*- 71, Sgr. jedesmal rei en, so werden, dadurch nur eben die .Kostcn gedeckt, und der Per- soncn-Veriebr wrrft,noch gar keine; Dividende ab.

Man könnte freilich einen geringen Pirsonen-Verkehr dadurch einträgiicher machen, daß man entweder die Wagen seltener abfah- ren iäßx, oder daß man sie den Güter-Wagen anhängt; aliein bei- des scheint zkleich bedenklich, indenz der Vorzug der schneUen Förde- , rung dabei eidet, und es daher leicht geschehen könnte, daß diejeni- Lien Reisenden, welche höhere _Sa 2 zu dezahlen geneigt smd, die.

isheri en Communications-Mittc der Eisenbahn vorziehen.

. D e_ wichtige rage, die noch zu beantworten bleibt, wäre diese: fue wei en Frack) :Sas kann der Cxxttncr mittels der schnellfah- renden ocomotiven aul ?eutschxn (xtsrnbahnen gefördert werden. Allem offenbar bängtde _ntschetdung' hierüber nicht nur von der Ausdehnung des Verkehrs uiid von Vieleii Ldkal-Verbältniffen ab, sondern'großeuxbeils auch *yon der beabsichitgten Ausführung der Bahn- wenn diese nämlich im Gegensatze mit den Englischen und Ame? anischen Anlagen dieser Art, nur ein Geleise erhalten so!], und man die Gischwindigkeik dcr Transporte wieder durch das noth- wxndi e gegenseitige AuSweichen und Anhalten der Wagen aufheben will, . o werden das Anlage-Kapitai und songci) auch die Zinsen des- selben sich bedeutend verringern. 11:11 hicrübrr keine willkürlichen

nnaLmen zu mc1chen,' die' doch keine allgemeine Gültigkeit haben k nne , übergebe icli d1e_d1rckte Beantwortung der Frage, und wil] dLür untersuchen, wie dceDividende der Liverpool:Manchesier-Bahn si fienen würde, wenn bei ihr solche Verhältnisse eingetreten wä- ren, wie wir sie erwarten müssen. -- Es ergiebt 'ich aus den oft erwähnten Ahschlüffcn, daß die Bruttoinnnahme aus dem Perso- ncn-Verkehr tn jedem Semester größer tft, als die aus dem (Hüter:- Verkebr, im Jahre 1834 betrug der Untcrscliied 22,500 Liv. St. Daßeßen smd dic Ausgabcnhfür den Güter-Vcrkehr, wenn auf dcn Me r'edarf an Kokes Rück'ncht genommen wird, wieder größer als die. fur den Personetx :Verkehr. D,“? reine Einnahme, die der Guter- Verkehr abwirft, beträgt wirklich nur etwa den dritten Theil von der, weiche 1th in beiden Arten des Betriebes er- reicht wird. Die Dividendewürdr also, wenn man auf die relative Vergrößeruns der Kosien bei Verrancrung der Anzahl von Fahrten aux!) nichtRucksfcht nehmen wollte, sick) aus 3 PC:“. ermäßigen. Vcr- mindert sci) nuxt vollends die Gütermaffc von 3 Millionen aufeine, wie se metii bei uns nur xrwartet Werden kann, und berücksichtigt man den viel höheren Preis von guten Kokcs in Deutschland, der

selbst in unseren Kohlenfeldern doppclt so groß ifi, als auf der Liv.- Manch.-Bahn, so Merkt man wohl, das; ein solcher Betrieb nur eben die laufenden Kosten decken wird, und daher das Anlage-Kapi- tal, wie 12131“ man es auch im Vergleiche zu dem jener Englischen Bahn ermä igen mag, sich gar nicht mchr verzinü. Dabei 111 aber noch immer die Fracht zu 91 Pfennig pr. Ctr. und Meile ange- "nommen., d; 1). fast so hoxb, als die Landfraciß 170) in Deutschland unter 91111111 111 Vcrbältmsen zu ßellcn pficgt. Das Publikum darf aiso von Arx agen dieser Art wenig Vortheil erwarten, und: es wird sie wahrscheinlich schoii deshalb nicht immer benuizen, weil die Waa- ren nicht nur am Speicher des Verscndrrs und Empfängers, sondern außerdem nach noch beim Zugang und Abgang zu und von der Eisen: ba n umgeiadeg werden müssen,

Die angefuhrten Thatsachen zeigen, daß drr Güter=Vrrkebr, den man den Deutschen Eisenbahnen zuweisen wrll, nach den bisher bekannx geworde_nen Erfghrun _rn sci) für die schnelle Förderung nicht _eegnet. Dee Belgiiche E yenbahn wird wahrscheinlich in kur- zlem „einen mehr entscheidendxn Beweis“ lirfertx, ob Anlagen dieser

rt sich für un ere Verhältniss cigncti, oder nicht; zwischen Brüffel und Mecheln i der Frachtsatz voriänség anf 1 SK,?- 10; Pf. pr, Z,?ättijqd Meile fefigeseyt worden, wodurch jene Bedenken fich nur

e gen,

Nl) muß cbließiicb noch die Bemerkung beifüqen daß die an'e

, / gegebene Daräeiliutq sich nur auf den Fau bezieht, wo die F?rdé': rung mittels? der schnell _fahrcnden Locomotiven beabsichtigt wird; ganz andere Resultate wird nxan dagrgen erhalten, wenn man hier- von absirahirt, und„ solche Mittel wäbit, wie ich ste oben an rden- ict habe, und wie ne noch die gewöhnliche'n sind. Sobald die Zchwe- _ren _Locomyßven und die großrn Gcschwindigkeiten der Wagcnzüge fortsalien, ermäßigen sich gleich sehr bedeutend die Koßen für die Reparaturen der Waéen und Bahnen, und es dürfen die Schienen aiich ohne Naciitheal chwächer gewählt werden: für unsere Verhält- nisse möchten sci) abcr besondrrs die Coniiructions-Arecn drr Bai).- n'en eignen, die man in Amerika anwendet, und von denen man in England we en der hohen .Hixizprrése nnd der Wohlfeilheit des Ei- sms abgewi. 911 111. In Hinsicht der Geschwindigkeit wird aber die Förderung Mit Pferden auf der Exsciivahn vor der auf Cbauiicen nochzimmer xinen großen Vorzug 1110011911, denn man wird leicht in der «runde uber :! Meilen zurücklegen können, was bedeutend mehr iii, als unsere". Schnchagen leiüen: und so könnte man auf diesem

viel einfacheren und sichereren che sehr wesentlich auf die Zeiter-

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5.2. “81118 pr. compi. 109. 20, 1111 130111". 109. 40. Z,"; yr. 6011101. 79, 00. 1111 60111“. 79. 75. 51“; Reap. [)1'. aompt. 97. 20. 1111 coat. 97. 40. 53 8111111. ULUTS 212?- ZF 110. LZH. Cortes 42. (301111. -. 1111515; 801111111 17.1. 11011. 213. 56, 85. ' L:!"

Königliche Scharispiele. _.

Mittwoch, 15. Juli. Jm Opernhause; Zum erstenmal: Das eherne Pferd, Zauber-Oper in 3 Abth., nach dem Franz: ].12 (:]-00:11 (18 01011743 des Scribe, von dem Freiherrn v. Lichtew stein. ?ufik von Außer. Die neue Decoration des dritten Aufzuges: „Der Zauber- garten auf dem Planeten Venus“ ist von dem Königl., Decora- tionsmaler Herrn «erst, die darauf folgende Decoration: „Pa- gode“ von dem Königl. Decorationsmaler Herrn Köhler.

Donnerstag, 16. Juli. Jm Schauspielhause: Corona von Saluzzo, Schauspiel in 5 Abch. , nach einer alten Novelle, von C'. Raupach.

Königskädtisches Theater.

Mittwoch, 15. Juli. Zulerl, die Pukzmacherin, parodirenie-

Posse mit Gesang in 2 Akten, von MeiSl. ONusik von A. 9) - ler. ' (Disc. Muzarelli: Julerl, als fünfte Gacßrolie.) Vorhei: Zum crftenmale wiederholt: Die eifersüchtige Frau, Lustspiel *-

2 Akten, von Koßebue.

„-

Markc- Preise vom Getraide.

Berlin, den 13. Juli 1835, , L“ Land*:: Hafer 1 Rthlr. 3 Sgr. 9Pf., auch ] Rtblr. 821 Zu Wasser: Weizen (weißer) ] Nthir. 28 Sgr. 9 Pf., 1114 1 Rthlr. 20 Sgr. und ] Rthlr. 17 Sgr. (; Pf.; Roggen 1 Rebir-

15 «gr„ auch 1 Rtizir. 12 Sgr. 6 Pf.; Hafer ] Nthlr., auch 2708!-

M' Sonnabend, den 11. Juli 1835. Das Schock Stroh 8 Nthlr. 20 Sgr., auch «; Nthlr- 20 SSW; ! der Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 20 Sgr,

eracreur 09 see 1. W

Gedruckt bei A. W. Hayn-

. Allgemeiner *Bckgiintmachungen.

Subbnßations-Patcnt.

Da; im Greiffmhagenschen Kreise Hinterpommerns beiegcne, im Jabrl1834 von der Landschaft guf 80,351 Thlr. „18sgr. abgeschätztc *Auodtaigut Hem- ricixsvocii ist, im Wege der Exekution, “zur Snbhastm

gesehen werden.

ficlie auf . den 22. Sevrrmber dieses Jahres,- Vormittags 10 Uhr, vor dem D mieten, Oper-Langesgcrichts:Asseffor Sonneui'chm : anberaumt. worden.

zwanzigüen

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Stettin, den 19. Januar 1835, König!- Ober-

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3502111 aben über das gradlint'g e Dreieck Literatur gerechnet wird, vollendet. Inhalt undi“! trigoanmmsgh gejzsj v, August Richter. M11 ßattung machen, es besonders zu Geschenken geek?“ geb. 15 sgi“. [Mk- Nk- '

Stuhrschen Buchhandlung zu Berlin, Schloßplay Nr. 2.

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. Schefer, Leopold. L_aienbrevier. Zweites Halbjahr. 870. Feines Velinp. geh. 15Thlr.

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Mit diesem Vaude ist ein Werk, dessen ersler Tk“ bereits ein Lieblingsbuch des gebildeten Publikux/

zu den bcdeutendsicn Erscheinungen der Deu

Bett & Comp., Oberwa

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dritten oder Hülfs-Prediger der dasigen evangelischen Gemeinde ernannt worden; zu Königsberg isi der Predigtamts-Kandidat Gustav errmann Martin Gisevius zum zweiten Prediger an der evangelischen Kirche zu Osterode ernannt worden; Köstin ist dem Prediger Hunger zu Priizig auch die

u ' ['em-Hvar“ Pfarre Veiiin zur Verwaltung übertragen worden.

Zeitungs-Nachrichten. A u s l 0 nd.

Rußland.

St. Petersburg, 8. Juli. “Se. Maj. der Kaiser haben bei Gelegenheit der Bestätigung der hier zu errichtenden Rechts- Schule das nachstehende Schreiben an den Prinzen Peter von Oldenburg erlassen:

,Unserm geliebten Neffen, dem Prinzen Peter von Oi- denéurgx “- Nach Bestätigung Ihrer “Vorschläge zur Errich- tung einer Schule der Rcchtswissenschafc halte Ick es für eine an-

'anehme Pflicht,Zhnen zu erkennen zu geben, wie sehr Ich den

erth Ihrer Idee und die Art der Verwirklichung derselben zu

._fchähen weiß.! Diese Idee ist Ihnen durch angeerbte Liebe zum .-Vater[ande eingeflößt worden, und die zu deren Realisirung ge- ,_troffcnen Maßregeln beurkunden Ihre Bereitwiliigkeit , zu desen Besten aus eigenen Mitteln so bedeutende Opfer zu bringen,

Ich bin überzeugt, daß Siemtci) keine Mühe sparen werden, ,diese Schule zu organisiren, und durch ihre Fürsorge den Un-

. terricht in solcher, wie auch die moralische Erziehung, auf jene „Stufe der Vollkommenheit zu bringen, welche Ihrer ursprüng-

lichen Abficht angemessen ist. Empfangen Sie die Versicherung “Meiner aufrichtigen Erkenntlichkeit. Ich verbleibe Ihnen stets wohigewogen. - St. Petersburg, 31, Mai (12. Juni) 1835.

* ' Nikolaus.“

In einem Ailerhöchsren Ukas an den dirigircuden Senat vom 81. May (11. Juni) heißt es: „„Da den Hebräischen Kauf- leuten erster Gilde die Handelsrechte nur in einigen Gouver- nements und Bezirken gestattet sind, so halten Wir es für bil- lig, ihnen in Betreff der Gilden-Stcuer gegen andere Kaufleute derselben Gilde, welche das Recht, überall Handel zu treiben, ge- nießen, Erleichterung zu ertheilen, und befehlen: Vom Jahre 1836 an sollen von ihnen für die Bcrechtigungs-Certifikate auf den 'andelsbetrieb, anstatt 2200 Ruh., 1800 Ruh., außer den städti chen und Land-Abgaben, erhoben werden.“

Aus WZÖUSk schreibt man, daß am 15ten v. M. diese Stadt

.von einer großen Feuersbrunsk eim esucht wurde, Wobei mehr 9

als 100 Häuser und vier Kirchen, darunter auch die lutherische, eingeäschert wurden. .Bei dieser Gelegenheit hat sich die Tole- ranz der verschiedenen Religions-Parteien in dieser Stadt auf eine überaus erfreuliche Weise kundgegeben, indem der katholische Bischof stch beeilte, der lutherischen Gemeinde seine Kirche zur Verrichtung des Gottesdienstes anzubieten,

F r a n k r e i ch.

. Paris, 8. Juli. Der diesseitige Konsul in St. Jago de Cuba, Herr David, hatte vor einigen Tagen eine Privat-Audienz beim Könige. _

Folgende 6 Mitglieder der Französiichen Akademie sind, ge- meinschaftlich "mit dem immerwährenden Secretair, mit der Ab-

.fassung einer Geschichte der Französischen Sprache beauftragt:

die Herren Ch. _odier, Jony, Droz, Roger, Campenon und von Pongervilie. '

Es heißt, daß der bekannte Seefahrer, Herr Dumont- d'Urville , der schon einmal auf dem „Asrrolabe“ eine Reise um die Welt gemacht hat, nächstens eine zweite wiffenschaftliche Ex- pedition für Rechnung der Regierung unternehmen werde; er hüt fich vor einigen Tagen von hier nach Toulon begeben.

Der Constitutionnel macht in Bezug auf die Bildung

. “einer Englisch-Französischen Flotte zur Beaufsichtigung der Spa-

nischen Küsten folgende Bemerkungen, die das Ministerium nicht füglich' unbeantwortet lassen kann: „Die Note, welche die Re- “9ierung in Betreff der Bildung eines Englisch-Französschen Ge- -schWaders at bekannt machen lassen, hat zuvördersk, dem diplo- matischen orps gegenüber, eine Schwierigkeit in Anregung ge- bracht. Die Bestimmung jener Flotte kann für Niemanden ein Geheimniß seyn; sie wird ohne Zweifel den Auftrag erhalten, _die Transporte an Waffen und Kriegs-Munition zu verhindern, Zwelche Don Carlos von mehreren Punkten Europa's erhält. Hierbei nun erhebt sich eine der kikzlichsten Fragen des Völkerrechts; dxk Handel der Neutralen ist nur in dem Falle untersagt, wenn einer der kriegführenden Theile eine Blokade erklärt, und über

* diesen Punkt bekennen sich England und Frankreich zu verschie-

dxnen Theorieen. Wenn man den Franzöfischen Grundsalz an- nimmt, daß die Flagge die_Waare deckt, so wird dieFiotte Unnüß; denn ein Neutraler braucht alsdann nur die Russische,

- Oesterreichische oder selbst nur die Holländische Flagge zu führen,

'Um vor jeder Durchsuchung und Verhinderung seiner Fahrt ge- schext zu seyn. Wenn man dagegen den EU lischen Grundsatz annimmt, nämlich das Durchsuchungs-Rechc, o wird die Maß- regel allerdings wirksamer, denn man kann es alsdann verhin- dern, daß die Züfuhren an ihren Beskimmungsort aniangen; aber hier entskeYT eine andere Schwierigkeit; man mitß nämlich als- daxm .das usfische, Oesterreichische odcr olländtsche Schiff auf- [U'mßm aus es diirch ein Prisen-Geri t verurtheilen lassen.

durchsuchen; man wird die Ladung nicht wegnehmen, aber dem Schiffe befehien, fich zu entfernen, und es verhindern, an den Kßsket) Spaniens zu landen. Dies ist ohne Zweifel ein Mittel Wie em anderes; aber wie soll dasselbe in Ausführung gebracht werden? Wenn das neutraie Schiff unter dem Schuße seiner Fla „gc sich weigert, die Befehle der Kreuzer aus uführen; wenn es ich widersetzt oder entwiicht, welche Strafe sokl Und darf ihm Yerkannt werden? Muß man nicht immer zu der provisorischen

eschlagnahme oder zur Confiscation des Schiffes gelangen, wel- ches Kriegs-Contrebande geladen hat? Die Schwierigkeit würde auf diese Weise skets dieselbe bleiben, und wir sehen keine „Mög- lichkeit ein, wie eine Blokade-Erklärung vermieden werden könnte.“

Im Temps liest man: „Die Konferenzen zwischen dem Herzog von Broglie und dem Herzog von Frias dauern fort; es handelt sich noch immer darum, die finanziellen Bestimmungen festzustellen; denn die Gerechtigkeit muß man Herrn Humann widerfahren lassen: er leistet nicht den geringsten Vorschuß, ohne der Wiederbe ahlung gewiß zu seyn. Das Geld ist noch immer die große S )wierigkeit,. und wenn der Herzog von Frias dcn Freiwilligen, die sich zum Dienst melden, antwortet: habe keine Befehle““, so heißt das so viel als: „„Ich habe kein Geld;““ denn die Befehle hat man,schon, aber die Ma- drider Regierung hat keine Kreditbriefe gesandt, weil fie selbst sehr schlecht bei Kasse isi, und ihre laufenden Ausgaben kaum bestreiten kann. Da man nun aber in Paris von der Geldfrage- nichts wissen will, und da eine Anleihe schwer zu Stande zu bringen seyn dürfte, so versichert der Botschafter, er habe keine Befehle, obgleich er schon am 1. Juli erklärt hatte, es seyen ihm Befehle zur Anwerbung einer Fremden-Legion zugegangen. Wirk- liche Anmerbungen haben daher bis jeßt nur.. in England stattge- funden, weil dort von Privatleuten (wahrscheinlich Inhabern von Cortes-Bons) einige Summen vorgeschosscn worden sind.“

Mehrere der in Frankreich anwesenden Polnischen Flücht- linge, denen unter der Hand zu verstehen gegeben worden, daß sie in Spanische. Dienste treten möchten, haben'sich geweigert, dieser Auffdrderung zu genügen.

Die Cholera, die in Toulon schon im Abnehmen war, scheint aufs neue um sich zu greifen. Das Bulletin vom Lien zum 3. Juli enthält 47 neue" Erkrankungs- und 16 Todesfälle. Die Gesammtzahl der ersteren beläuft sich gegenwärtig auf 183, die der leßteren auf 77.

Großbritanien und Irland.

Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Siz- zung vom 7. Juli. (Nachtrag.) Das Unterhaus versammelt sich jekzt, so wie im vorigen Jahre, gelegentlich auch wieder des Morgens, um die ihm noch vorliegenden Geschäfce schneller zu beendigen. In der heutigen Morgcn-Sikzung verwandelte es sich in den Ausschuß über die Bill in Betreff der Todtenschau in den Grafschafcen. Ueber einen Artikel der Bill, welcher schon in dcr vorigen Session zu lebhaften Debatten Anlaß gegeben hatte, bezügiich auf die Oeffentlichkeit der Todtenschau, entspann sich abermals eine weicläuftige Debatte , welche fast die ganze Zeit der Sißung ausfüllte. Von Herrn Poulter wurde ein Amendement des Jnhaits vorgeschlagen, daß das Publikum nicht ausgeschlossen werden dürfe, so lange nicht die asstsrirenden Ge- schworenen die Ausschließung ausdrücklich guthießen. “Es kam über dies Amendement zur Abstimmung, und es wurde mit 44 gegen 37 Stimmen angenommen.

Oberhaus. Sißung vom 8. Juli. Das Haus ver- sammelte sich fast nur, um wieder auseinanderzugehen, denn es geschah weiter nichts“, als daß der Herzog von Richmond den dritten Bericht der Kommission zur Untersuchung der Gefäng- nisse auf die Tafel des Hauses niederlegte, und daß einige Pri,- vat-Bills aus dem Unterhause eingebracht wurden. („Der Cou- rier kann nicht umhin, dabei an das Treffende der neulichen Aeußerung Lord Brougham's zu erinnern, daß die Geschäfte des Oberhauses in dieser Session gleich Null zu seyn schienen.)

Unterhaus. Sitzung vom 8. Juli. „(?err Divett rügte es, daß ein Herr Halse, Mitglied fÜr St. «ives, die An- kündigung eincr OITotion in das Protokoll des Hauses habe ein,- tragen [affen , welche dahin ginge, daß alle Gefangene in New- gate und in den übrigen Gefängnissen von England und Wales, so wie überhaupt die ganze Bevölkerung ohne alien Unterschied, auf dem Fuß der vollkommenen Gleichheit, nach den natürlichen Menschenrechten, gleiche Berechtigung zu allen Aemtern, sowohl durch Ernennung als Wahl, haben sollten, und daß für diejenigen Herren, die einem solchen revolutionnairen Geiste möchten entfliehen wollen, ein schicklicher Zufluchtsort eingerichtet werden möge. Er trug darauf an, daß diese Notiz, als eine große Beschimpfung für das Haus und die Wähler, mit dem stärksten Verweis getilgt werde, nahm den Antrag jedoch nach pielen Vorstellungen einstweilen zurück, worauf das aus beschloß, die Notiznack) Herrn H ume's Vorschlage bloß zu eseitigen. Sir G. Clerk erinnerte an ähn- liche Späße, die der berühmte Sheridan sich früher in diesem Hause erlaubt habe. Herr Halse soll jene unziemliche Motion aus Rache in das Protokoll ver eichnet haben, weil man ihn, als er im Ausschuffe seine Anichten über die Munizipal- Reformbill ariseinandersekzen wollte, nicht hatte zu Worte kom- men lassen. Eine ziemlich lebhafte Debatte entspann sich hierauf über die zweite Verlesung der von Sir Richard Mus- grave eingebrachten Bill zur Erleichterung des unter den Armen in Irland herrschenden Eiendes. Diese Bill ist zwar den Englischen Armen-Geselzen nachgebildet , doch inso-

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nach reiflicher Erwägung aller dazu führenden Mittel zu

bewerkstelligen sey, , ais Übereilc, theils als zu wenig umfassend erscheinen werde.

die jeßt in Antrag gestellte Bill theils

Andere »Mitglieder des Hauses widerseßten sich der Bill, weil sie nur in einer Einführmr der jelzt in England bestehenden Armen-Geseße Abhülfe des '[ends in Irland erwarteten. Herr O'Connell endlich, der sich bei seiner leßten Anwesenheit in Irland anz offen ebenfails für die Einführung der Englischen Armen- 'eselze erklärt hatte äußerte sich jekzt wieder mehr gegen dieselbe und meinte, die Leiden Irlands würden nicht sowohl durch Armen-Geselze als vielmehr durch eine gute Verwaltung im Allgemeinen abgestellt werden. Nach längeren Debatten wurde zwar die Bill zum zweiten JNale verlesen, doch scheint es , daß fie während der egenwärtigen Sihung auf diesem Stadium yer- bleiben, und daS es den Ministern gelingen werde, für ihre Pläne den Vorrang zu gewinnen. Lord Morpeth legte am Schluß der Sißung den ersten Theil des Berichts der zur Un- tersuchung des Zrländischen Armenwesens ernannten Kommission auf die. Tafel des Hauses nieder. Oberhaus. Sißung vom 9. Juli. Der Graf v'on Limerick führte Beschwerde über einen Artikel des „Morning Herald“, worin einige für den Grafen verleizende Bemerkungen über den Zustand der Armen auf seinen Gütern vorgekommen waren. Er klagte über die Tyrannei der'Prcjse, schloß jedoch mit der Erklärung, daß er jenes Blatt nur in dem Fall gericht- lich zu verfolgrn gedenke, wenn seine Advokaten ihm dazu rie- then. (Der Courier meint, Se. Herrlichkeit würde fich, wenn er eine solcheVerfolgung einleiten wollte, dadurch nur ielbst schaden, denn der Artikel des „Morning Herald“ sey kaum in ein anderes Blatt Übergegangen, die Vertheidigung Sr. Herrlichkeit aber würde in alle Blätter kommen, und so würden die ihm gemachten Vor- würfe nun erst im ganzen Lande verbreitet werden.) Es wurde sodann dem Hause von Herrn Park das Gutachten der R1chter über die Bill wegen Einrichtung eines Viehmarktes zu Islington mitgetheilt, welches dahin ausgefallen war, daß das Parlameizt zu einem solchen Schritt nicht berechtigt sey, wenn es nicht die Privilegien der Stadt London verletzen wolle.

Unterhaus. Sißung vom 9. Juli. In dieser Siz- zung wurden die vorläufigen Berathungen über die Munizipal- Reformbill in so weit beendet, daß die bisher noch nicht zur Er- örterung gekommenen _Bestimmungen derselben, die Anzahl der Stadc-Räthe betreffend, zu der eine jede einzelne Stadt, auf welche die Bill Anwendung findet, berechtigt seyn sou, festge- skellr wurdcn. Dann wurde der Bericht über die ganze Bill nebst ihren Amcndements eingebracht, über welchen am '14ten d. M. neuerdings debattirt werden soll. Es kam während der heutigen Bera'thung über die Bill nur einmal zur Abstimmung, nämlich über ein Ainendcmcnc des Hrn. Roeb Ulk, welcher die Zahl der Scadt-Rärhc für Barf) von 30an 48 vermehrt wiffen wollte; das Amendement wurde indeß durch 105 gegen 73 Stimmen verwor- fen. Herr Wallace brachte in dieser Silzung auch seine Mo- tion ein, wonach ein besonderer Ausschuß zur Untersuchung der Post-Verwaltung ernannt werden sollte, ließ es aber am Ende zu keiner Abstimmung darüber kommen, um nichts zu thun, woraus auf Mißtrauen in die Versprechungen des Ministeriums gefol- gert werden könnte. Herr Spring Rice versprach, daß dem Hause baldigst der Bericht der von der Regierung zu jenem Zweck niedergeseizten Kommission vorgelegt werden solle; er er- kannte an, daß manche Mängel im Postwesen vorhanden seyen, und versicherte, daß die Regierung das Jhrige thun werde, um die darin herrschenden Mißbräuche abzustellen.

London, 10. Juli. Der König hielt vorgestern ein Lever im St. James-Palast, bei welcher Gelegenheit sich der Fürst von Leiningen und der Königlich Niederländische Gesandte Ritter Dedel bei Sr. Majestät beurlaubten. Der Graf Sebastiané stellte dem Könige die vier Französischen Offiziere vor, die auf diesseitiges Ersuchen hierher gekommen sind, um über die Fran- 'zöfischen IKilitair-Strafgeseße Auskunft zu geben, nämlich Oberst „Baron von Losrendc, Eskadrons-Chef Bres, Bataillons-Chef Baron Bertrand und Capitain Chapui. Sir Francis Shack- burgh, Präsident des Comité's der „Baronets, Überreichce Sr. Majestät eine von 105 derselben unterzeichnete Adresse, worin sie um Wahrung ihrer Rechte und Privilegien bitten. Die (Morning Chronicle meldet folgendes Nähere über die bevorstehende Abreise des Lord Durham: „Es heißt, der Graf Durham werde im Laufe der nächsten Woche seine Reise nach St. Petersburg antreten. Da der Kaiser wohl- nicht vor Ende Septembers dorthin zurückkehren wird, io will Se. Herrlich- keit diese Zeit benußen, um Konstantinopei zu besuchen, und Über Odessa und Sebasropol nach dem Orte sxtner Bestimmung abge- hen. Der edle Lord findet, daß See-Retseti sehr wohlthätig für seine Gesundheit sind, und er werd sich dieser Gelegenheit be- dienen, um die anmuthigen Lüfte des Pontus „T_uxmus einzuath- men. So wie der Russische Botschafter am hieiigen Hofe, Graf Pozzo di Borgo, von den Wünschen Lord Durham's in dieser Beziehung durch den Arzt deisrlben unterrichtet war, benachrich- tigte Se. Excellenz sogleich die' Behörden an den Russischen „Kü- sten des Schwarzen Meeres hiervon und gab die nöthigen Be- fehle, um Se. Herrlichkeit überall auf die ausgezeichnetste Weise u empfangen. Graf Durham wird wahrscheinlich einige Tage ei seinem_edlen Freunde und Verwandten, dem Lord Ponsonby, in Therapta ZUHringen. Man hofft in den diplomatischen Cir- keln, daß Lord Durham's Sendung nach St. Petersburg man-

allgemeine Steuerpflichtigkeit zu Gunsten der Armen siatuirt,

fern gänzlich von denselben verschieden, als sie keinesweges eine'

che wichtige Schwierigkeiten lösen wird, die eine Zeit lang dazu

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