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praktischen Brauchbarkeit, die einen lebhaften Geist, vorzügliche Kenntnisse und einen unermüdlichen Arbeitseifer zur Grundlage hatte, den liebenswürdigsken Charakter, der in reiner, kräftiger Gesinnung und größter Bescheidenheit fich auSsprach, so daß er im Leben die innigste“ Zuneigung, im Tode aber die unbeschränk- teste Betrübniß Aller, die ihn kannten, erwarb. - Er und sein unglückliches Schicksal werden hier lange in wehmüthiger Erin- nerung bleiben.“
Literarische Nachrichten.
.Das Erbrecht des Mittelalters. Zweiter Theil. Von 91“. Eduard Gans. Auch unter dem Titel; das Erb- recht in wel-tqeschichtlicher Entwickelung. Vier- ter Band 714 S. in 8. Stuttgart, Cotta, 1835.
Je stärker in unseren Tagen der Gegensah der reinen Fach; Gelcyrsamkeit *um gciüvoUcn- Raisonncment hervortrixt, 11er [e seltener die F1“ chte deerrskcrn, jc vergänglich“ 'die Bluthen des letztern zu werden beginnen: um so_freudi xi; mussen wir die Zortseyung eines Werkes begrußen, denen kr [nge und gesunde
eife ihm nicht ein bloßes ephemeres Daseyn, sondern eme 1e- bensvoUc Dauer auch bei den Nachlommenden sichert. Der Streit der philosophischen und hiüortschen Rechtsschulen hat das Verdienii, diesem Buche daß Daseyn gegeben zu haben, wie das Hervorgeben des Besten uberhaizpt der Anspannung der Kräfte, Welche durch Kampf erzeugt wird, im been wre in Der Wls- senschaft zu verdanken lü- Die philosophische Schule „hatte nie we- der die Benennung, welche von den Historikern ausgnzg, noch ,die Untersetziededes Ge ensaßes, welche diejelben Ge911er [e!tüellten, bit- ligen können; da ßgeajür sich jenen Gegensaix uberhaupt nicht an- erkannte. Leicht mo [te sie der Gegenpartei die nge11_(_1!1d_cne Wahr- heit zugeben,“daß es ihr an Philosophie mangcle; [ie [clbß aber- weit entfernt von der Geschichte zu abstraberen, um ftch- wie man den Außenßebenden gern vorsptegelte, in felb_[*i-ges11)daffc11en absirykten Prinzipien zu bewegen, betrachtete die Geschichte vielmehr als ihren elgembümltchcn Boden, als die Verwirklichung der Idee des Rech- tes, deren Erfassung allein tie [ich hin ab. Denn es. 111 uberhaupt der Charakter der modernen Philosop ie, die Geschichte nicht als einen Abfall von der Idee zu betrachten, sondern als der_en „noth- wendige Endwiekelung; [ie weiß, wie weit das Recht der Ee1chcmung gehe, nnr mag sienicht, was das Zufäütge und Umvtrkleche an ter- selven isi, als das Beßimmende und Leitende aelten [.Jssen. Sie würdigt und erkennetdcn Werth und die Selvüüändlgkeit der eiii- etnen Völker und ihrer Leiüungen, nur mag sie dieselben metz: m 1l1rer Vereinzelung erfassen, oder glauben, daß irgend elne große
Sphäre des Lebens mit einem Volke so sehr abgeschlossen sei), ,
daß die Nachkommenden nichts Besseres zu thun vernaschten, 1le 1111 heiligen Anschauen das Frühere zu bewyndern. Rein, ihr 111 dieGi- schichte vielmehr ein ewiges noivtvendtges Fort[chre_1ten des Genies, eine ewige Erweiterung [“einer Offenbarung, und dies auch im Em-
zelnen zu begreifen, und dies funüvol] darzustellen, 111 die wal__*-r- . Und das Recht, [ene großartige.
hafte Aufgabe des Historikers. , Seite des lekerlebens, sollte [ich diesem Zusa111111enhange entzie- hen? das Recht, das Gepräge des religiösen, moralischen 11111) [11111111- chen Standpunktes derNationen, sollte der ZufäUigkeu der Erxchemung anheimfallen oderse'inenchgrlffenaci) m eine mVolkcal-zavgeschloseu auftreten, und nicht vielmehr [ener bedeutenderen Anff [sung der Ge- -fammtgeschichte sick) unterwerfen, so das; der Fortgang, den ent Volk überhaupt in dcr Entwickelung „der Idee daisiellt, euch _den Fortgang, welchen der Recixtsvegriff gew-nmn hat, bercimel' Diese (Y_rdankc1t, zum Theil lange ausgesproclnn/ ehe die moderne Philosophre fie in ihrer Nothwendi keit nachwles, waren wenig geeignet, Anklan bei den Jurisien zu anden, ds_e feli gebannt im Römischen Rechte, e nec- seits tbr Auge nicht an die Weite der Aussicht gewöhyen konrzten, welcbe rie Universalrcchts-Geschichte crdffnete,_ andererseits der einem Uniernehmeii zurückbebten, welches da.? Eingehen m die Sitxi, Sprachen und Literatur einer Menge von Völkern verlangte, die, weil nicht Römisob- den Meißen eine barbarische 14-11:- ...-3.131.111. waren. Und doch war auf dieser Seite das Pocher: aux Gelehrsam- keit, z. B. gegen Montesquieu, an der T_agesordnunM frk112ch 11111- in dem Sinne, da[“; man unter ihr die mikrologtxäx Kenntniß einzelner Details oder das Verbessern kleiner Irrungen vcrsiand, welches die früher-n Heroen, wie Gothorred, Exitus u. 21. aUem Übrig elaffen batten. Solchem Axtsvrucy „gegenuber gebuhxte rs drn philosophischen Juriüen, zu zeigen,. wre [cpr em umfanendes Wisen, wie sehr d1e_Würdigung dcr Einzslnheit d.r thracvtyng dee Rechlöwiffenschast m ihremque erforderlich sei). Sollten [cue Grundzüge nicht für bloße Aritractionmr„gelten, so mnfmn sie an der Geschichte der Völker, an ihren Inutiutionen und Rechten bis
in das
der Wjffenschaft Ernst 111, zxkgleich mit Freude und Dank erfüllen.
angemessener
Uc1n wir tauben daß der feine Takt, welcher den Verf. in allen Finca öffentglichetr Öiiüungen stets das Angemessene u.":r. dem Mo-
Trelfendevorfübrte. Denn eine Universalrechts: Ges.?richte würde weder
ein Eingehen in die äußerüe Genauigkeit gestattet haben,1vclc1)e1vese_nt= . [[ck crsoderlich war,umjcneeVorurtheilzu zerstören, noeh wurdet) [ene * allgemeinen Gedanken auch jede einzelne Institution so haben bUeruvlr-n : können, wie dies ein bcschränkterer Stoff erlaubt, wo derBÉtcant) 111151" ck
1. wc er .
. ' s 1 _ ; ' . - ' Theil des Rechtes war wvhl geeigneter, als det“ vo.11Verf2Z§7xz?k)1§c's Z Goldgrotte“ ern morgen gegeben werden. Die dazu bereits ver,- § kauften, mit „Donnerstag“ bezeichneten Billers bleiben zum Frei- .
so leicht 111 der“ Breite der Mannigfaltigk-ii Verliert.
rbreelt hat seinen Boden in der Familie, “oer ZFUFUU LZbens. Sein Beginn ist die Nufldsiing der Familie -
der Tod des Individuums seine Grundlage, die Verwandtschash _
er die Dcsccnden - die Geburt. So enthält es die stete Be- ;tjéjßung zur Familie Fils sem Haupt-Jntereffc, und durch diese umfaßt
es die Betrachtung des Staates, so in das (Jesammtlchn det? Vol: „ m eingreiscnd und darin seine Erklärung und Berechtigung ündend, * Was der Willkür des Individuums aussem Eigentbmn,.1l5se11-Reci11, ,
enüber der Netbwendigkeit der Natur aus 11cm Bande der Familie Yreegx bleibt, wie der Staat die Familie schutzend, solcher Winrar gk enüre'tretm kann, bildet die andere utitersc111edene Sitte res Ert;- "re tes, die des Testamentes, in dcr namentlnb die Freitzen als [cj- tendes Prin io [7.11 geltend 1uachi. So bi.tet deux: der Stoff den Vortheil, a e großen Kreise des Daseyns und der Kultur der Pkt- !er zu berühren, ohne der sorgsamsien Vecsolggng des elgcrtltchen' Vorwurfes hindernd entgegen utrete1i, Dieser, Stoff min 111 so relxt wisenschastl:ch- „mit solcher "larbeit spekulativen Bewußtscyns _ge- gnedect, daß man alsbald der Ueberzengyng WWI, tec Verf. have nici)! nur das (;)-blk: derPhilosovhie derGe (mchte nuctxden Stadien unserer neuesten Philosophen durchmeffen, ondern thätig und selbüüändig beigetragen, viele Seiten desselben aufzuklären, und viele Ycsltmmun- en, die eben nur aus genauer Kenntniß des Rechtes [ich ergeben onuten, hervorzuheben und aufzuzeigen. Vor mm ]1 Jah. ren mit den Staann des Orients beginnend, wo das Recht noch nicht gelöst isi von dem Charakter des Religiösen , hat er in fortgeseytem Siudéum das Werk durch Griechenland und Rom bis [u der Differenz und der Vereinigung des Nxmp schen und Germanischen Rechtes im Mittelalter durchgefuhrt, nirgend mit den vorgefuniencn Behandlungen sick) befriedi- end, sondern durch die Mübseligkelt der fremden verschiedenüen Yprachen zu den Quellen drin end, welcbe oft noch unbekannt - wie z. B. faß durchaus im panischen Rechte - auf Reisen erst ausge acht und bearbeitet werden mußten. uiid fragt man, wie es den “kästen eines Einzelnen gelingen kbnnc, ein so umfangrei-
ches Material nicht nur zusammenzub'lngtn- sondern auch zu vanx
5 litäten fai? wissmschaftllck) begründet und mit einer Gekehrsamkeit
. bchren. "Sind Euch nur jene beiden We e qeqeben, prüfet, welcher
cnauelke Detail yachgewiescn „und so, jener Vorwurf _des - umhersc)1vankens_ in Prinzipien, denen die hisoxischeBast- „(119 von „_ Grunde aus ['ernichtetwcrden. Daß Gans dies u11ternommen und ; indem vorliegenden WWK zum Theil vollendet, muß jeden, dem" es mit „ * ; L*.rcas'; Isidor, als leßte Gastrolle.) Und vielleicht mbci-te es scheinen, daß es denxaiisgesproxbencn Zwecke , ' ewesen wäre, nicht einm Theil des Rechtes, sondern ;
die ganze U""“salrÜÜNGesMä)“ 1" jm“ We"? 5" v“““bejtm' Theater zu Hamburg: Tamino, und *)]?ad. Fischer, vom “Groß-
. herzogl. Badenschen Hof-Theater zu Karlsruhe: Pamina, als
ment Entsprechende [inden läßt, ibm auch hier das Richtige und Gastrollen.)
digen, so findet vorzüglich zwci Eigenschaften des berübmxen Ver- fassers, denen wir mehr oder minder in anen seinen. Schxiften bk,- ge nen, die hierin Betracht kommen. Die eine ist die, daß ihm die D nge, wie etwa Rechts-Jnsiitutionen oder Nechts'quelley u.s.w. stets von vornherein als Ganzes tn ihrerwabren Wesenheit ersc1)e1nen,zumeis1, ohne daß er einer mühsamen Combination und einer äpgßlichen Kritik bedürfe; die andere; die mit jener einen gleichen Boden in dcr plastischen Anschauung des Verfasser:; hat, daß dee Darüellung „einzelner Thxile genügend iii, ihm das Ganze in wahrhafter Lebendigkeit vorzufuh- ren. "Hierdurch aber erlangt die schriftsteUerische _Leisiimg, qußer der Sicherheit und Naschbeit der Bearbeitung, xugleick) eine Frische und UrsprünZlichkeit der Darstellung, die den Verfasser vortheilhast vor den meii en Deutschen Schriftstellern auszeichnexx, und auch die ge: lehrteßanorsehungen jener Eintönngeét und jener Sterilixät ent- Fbcn , ' welehe die Benutzung zu einem wahrhaft mubsamcn
urevarbeiten machen. Es weht uns namentlich aus den al! emeinen “Charakteristiken und Völker - Dgrfictlungen eine F1“ che des Styles entgegen, und zugleich eme so lebendige oratorische Gewalt, daß wir zumal in den beiden letzten Bänden an die besten Franzb[i['chen Muster erinnert _1vexden. Denn sichtbarlich ist seit den ersten Bänden, in denen du; Syrache, der Schule hin und wieder noch als eine Fessel drückt, dte kunßlereseche Darstellung des Verfaffers unendlich fort eschratxen, und wir durfeix wohl an_- nehmen“, daß, wie unter uns Öcutsctzen die ,klasfische Diction der bei- denHumvoldt'e, so namentlich die Französische Weise, das Gelehrte auc!) derSthbnheitder Sprache zurückzugeben, vorge[chwebt babe. Fassen Wik nun [Usammen- welcl)erSchri1td_urcl1 das vyrliegendeWerk gethan set), so müffen wirwiederbolen, daß die Grundzuge der Universalrea)ts- Historie, der Fortgan des Rechtsbegr1ffes in „seiner Wanderung _von Volk zu Volk, von ' eie zu Zeit, [eine Beziehung zur allgemeinen Geschichte, seine Unterschiede in den verschiedenen Völker-Fndwidua-
durch cfübrt worden, die in ihrer unisasseudenWeite den Gegnernwohl eher ?Öelegenhcit ur einzelnen Ruge, _els Luü zu einem ernsten wiffcnschastlichcn Kampfe, welcherem die Kraft des, Gegners ein- ginge, bereiten möchte. Und so durfte das Werk nicht dem etxgen Kreise juridischer Leser an ebbren, sondern vor einen dem Hiüoriker, der mit pbilosovhischem (x, eiiie die innere Entwickelung dcs Völker- Lebenz zu sexuem Objekke macht, [;_ns wentgsiens scheint m1t _Tbi- baut diese Weise der Behandlung allem zur.wghrhaften lebend! cn Rechts-Geschichte zu führen, nicht jetze m_ußigen todten Samm un- gen von Lehrer:“ und Büchernmnen, n1ck1t tene Anhäufung bibliogrm phischer Notizen, die, unbekümmert um das Leben des Rechtes im Volke, den Schein einer Gelehrsamkeit annehmen können, aber jedes [evenskeäftizen Hauchcs, jeder Blüthe, jeder Frucht durchweg ent-
Euei) gefördert; an ihren Früchten sollt „fbr sie erkennen. ., .
Meteorologische Beobachtung. Morgens“ Nachmittags Abend.“; Nail) einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
-._. „an
1835,
2]. Juli.
Luftdruck... 338,25““P11r.1338,18““P.1r.1337.86““Par. QU““'1*Ü'"'1? 7-4 T R- L11ft1värt11e.. 15,2" 91. 231,1 “ R. [4.90 N. Flllüwürme 19,0 R. Thaupunki .. 12,6“ R. 12,3 0 R. 12,0 “ 91. Bodenwäims 14-9" R- Dunßsättig., 82 [:U- 47 pCt. 81 pCt. A11sd11nfiu11gl),21l“Ni). Weiter ...... heiter. heiter. Heiter. Ntedcrscblag 0,0115“ka- Wind ...... NO. NO. NW. Naci1tkä-lre 1220 R.
Wolkcnzug . .1 -- HNO- 1 -- Nachw. levrklein (,'-5011.
Tagesmittti: 338,06““ Par... [7.70 R... 12,30 R... 70 pCt.
Kuswärtigs Zöraoo. Imstacäum, 17, .|u11'.
Kimber]. Wirk]. Zobulä 56. HJ (10. ]01Ö. !(:1111-13111. 2573. UZ Amort. 944 343 79171
991; ['n-uu. 1'räm.-801181uo 106 (10. YF 4111. --.
Üusx. 861111141 -. llusß. 99; 088101'1', Bpm]. 5F41Z. .
* in Saragossa bekannt geworden,
z:; 26? „Qutyyakpau, 16. In". ann. 53 404 211181. 177. Cortes 36; 891111. 19.111. 504". "'*'Z- 100Z.
[„a-111111], 17. .11111. . (Jona. ZF W;. Us!;z. 100. Span. ()urio-x „'US-Z. 0111. 7. 1834
467; 211131. 13; zusg. 225» 24311011. 542. 53 110. 1014. ['n-t. 53 9'7' Z,“; 604. Luxe,]. 4111543. 109. [Frau. 80. Calumb. c. 1824 3742. Nox. 37F. [.'-!!"" RU: C11i1i YGZ. “ d't. l'otarnburxz, 14. .11111. [„to-141.10“. ck11'1uteräum 534“. Umnburxxdzx
Und. 3704. 1719.11, 17. .11111. 5x 111191. [(*-2? 497 98 Resu" 11111. 581).
Könialiche Schauspiele. Donnerstag , 23 Juli. Im Schernspielhause: Olga, Trauerspiel in 5 Abth., von C. Raupach.
Coup, TLF. Kone 1
1'11 ['18 11];. 8111581'“
[sank - 110111211 1329,
Isidor und (Hr. Karl
Freitag, 2/1. Jul:. Im Opernhause: Die Zauberflöte, große - Oper in 2 Abth. Musik von Mozart. (Hr. Schäfer, vom Stadt-
Königstädtisches Theater.
Donnerstag, 23. Juli. Welcher is? der Bräutigaiir? Lustx spiel in 4 Akten. Vorher: Ein Mann hilft dem andern, LUstx spiel in 1 Akt.,
Wegen einxetretcner Hinderniffe kann das Zauberspiel: „die
tag gültig. Zur heurigen Vorstellung gelten die mit „Freitag“ bezeichneten Billers.
'“***“"A"**“'*'-"' "B***“ -. . .- .. „
Neueste Nachricht 11.
Paris, 16. Juli. .Der König kam gestern Mittag zur Stadt, arbeitete nacheinander mit mehreren *)]Tinisrern und dem Grafen v. Rigny, und kehrte um 5; Uhr nach Reuelly zurück.
Gestern wurde ein *))?inisrer-Conseil bei dem Conseils-Präfideiiten gehalten. Lord Granville und der Spanische Botsiizafcer hatten
gestern eine Conferenz mit dem Herzog von Broglie. Dieser erhielt auch Besuche von dem Oestreichischen „Botschafter und dein Preußischen Gesandten.
In der gestrigen Sißung des“ Pairshofes wurden end- [ich gegen 4: Uhr die Angeklagten, 30 an der Zahl, eingeführt. Bald darauf traten auch die Pairs in den Saal und der Prä- sident verlas den Beschluß des Gerichtshofes auf den leßten Antrag des General-Prokurators. Derselbe lautet im Wesentli- chen dahin, daß, da die Halssrarrigkeit einiger Angeklagten den Lauf der Gerechtigkeit niche hemmen könne, der General-Pro- kurator sein Requisioriurn auch in Abwescn,heit dieser Angeklag- ten halten und eine Abschrift davon au das Bureau des Präsidenten niederlegen solle, damit dieselbe jedem Einzel; nen der abwesenden Angeklagten mitgetleilt werden. könne. Zugleich wird verordnet, das;, falls der W derskand jener Ange- klagten [lch erneuern sollte, darüber ein Protokoll auf enommen, und le teres bei der Eröffnung jeder Audienz vorgeleßen werden solle; erner, daß, nachdem die Vertheidigung der anwesenden
' gen die Geislictzkeit aus; sie riefen,
' dazu wären.
; gehört: „Es sehr die. Constitution!“ maltuaneen die Qonsrctution von 1822 meinten.
. allen Richtungen Hin lebhaft verfolgt worden.
Angeklagten yernymmen worden, auch die abwesenden zu demsel-
ben Behufe vorgeführt [verden sollen, und daß, falls fie [[ck „
dann abermals widerspenstig eigen sollten, ein Protokoll darübex
aufgenommen, und demnäch
liche Looner Angeklagte geschritten werden solle. Den B
zum Urtheilsspruche über sämmx, escbluß
dieser Sißung machte die Vernehmung einiger Knoch nachträg[[ch
vorgeladenen Zeugen. - In der k) nächst, in Ausführung jenes Beschlusses, das Protokoll vorgeleen
eutigen Audienz wurde [,
Allgemeine
A“"
das heute Morgen in der Conciergerie über die entschieden,
Weigerung der daselbst befindlichen Angeklagten, [ich “zur “YUM „ zu begeben, aufgenommen worden ist. “„Jetzt endlich h_teled General-Prokurator Martin sein Reqmsttortum über die all- meinen Thatsachen, die dem Prozesse _zum Grunde liegen. „Im folgte gegen 25 Uhr sein Sybstitux, Herr ChegareiyL der die [[", zelnen Punkte durchging, hei dem legange der Post seinen 93..- trag aber noch nicht beendigc hatte. . „
In einem an das Journal de Paris gerichteten SM ben berichtigen die 11 April-Gefangenen, die bei der Entwei der übrigen aus Ste. Pélagie zurückgeblieben waren, einige[[„ gaben jenes Journals in seinem Bericht Über die Flucht» Gefangenen. Falsch sey es, daß sie durch die Behörde gehalten worden scyen, da diese von der Flucht nichts gewußt 1. sich doch erst nach einer Viertelstunde nach der Flucht gest habe, als erfahre fie dieselbe; sie wären zurückgeblieben, Weil die Ansicht der Entwichenen über das Resultat, welches ein [ cher Schritt für die republikanische Partei heben könnte, 11" getheilt hätten; falsch sey es ferner, daß Herr Keriausie von dem 1 rektor den Schlüssel zu dem Keller, von wo aus die Fluch: schehen, erhalten habe; der Direktor habe ihm denselben förm[ verweigert, und eben so den Herren Sauriae und Beaumo die zusammen dies Verlangen an ihn gestellt gehabt.
Fünf von den Kerkermeiskern und Wächcern in Ste. Péla hat man verhaftet. Keiner von den entwichenen Api'ilgefang ist bis jetzt wieder ergriffen worden. *
Briefe aus Oran berichten, daß General Trezel Abdel “ der zu verfolgen fortfahre, ohne jedoch ihn erreichen zu könn Mehrere Stämme haben den Bund mit Abdel Kader ebro. und sich den Franzosen angeschlosen. - Nach einem Échre“ aus Algier vom [sten d. M. hat die Nachricht, daß INars. Clausel zum Gouverneur der Kolonie bestimmt sey, dort [ Freude erregt. Dieses Schreiben erwähnt auch eines Ger11ch wonach bei Oran ein Treffen stattgefunden haben soll, in Wel. Abdel Kader 400 Mann verloren hätte.
Einer telegraphisthen Depesche aus Bayonne zufolge, [' der heutige Moniteur mittheilc, waren am [Iten d. 917.250 Englische Freiwillige in St. Sebastian angekomMen. AMF hatten die Urbanos dieser Stadt 7 Holländische Stabs-Ofßzj verhaftet, die so eben gelandet waren, um zu “Don Carlos stoßen.
Zn Bayonne sind am 9. einige Details über die V'orsk Schon seit einigen Mon.. war die Stadt in großer Aufregung; der Bürgerkrieg, die .
. ruhen in Catalonien und die Einfälle der Karlisten im Gebi
von Aragonien, alles hatte dazu beigetragen, die Gema aufzuregen. Die Unchätigkeit der Geuerale erweckte nicht ringeren Unwillen, als das Mißtrauen der Regierung,. Nationalgarde mobil zu machen. Die Bildung des neu Ministeriums“ und einige ONaßregeln schienen die Gäbru in Saragossa zu dämpfen, als ['ich das Gerücht verbreite der Cirrus i11 Saragoffa unterhalte einen strafbaren [. kehr mit' dem Feinde, und biete alles auf, um den Ein des Don Carlos ii) Madrid zu erleichtern. Am gen des" 5, Juli sammelten fiel) die Urbanos von Saragossa . dem Constitutions-Plaße und stießen ein drohendes Geschrei das Volk selbst müsse Zügel des Staats ergreifen, wenn du: Behörden nicht stark ge. Der Pöbel, durck) das Geschrei der Urbanos. hitzt, überließ ['ich dem ganzen Ungestüme seines Charakters . zeigte, wie wenig Scheu es nun vor dem Klerus habe, dem in früheren Zeiten blind gehorchte. Das Volk, die Urba selbst die Truppen. ein einziges Regiment aUSgenommen, ten sich auf die Klößer, Alles zerstörend und niederbrenm Unter den Klöticrtx , die dieses Schicksal getroffen hat, smd Karthäuser-, das Kapuziner- ('von Cavallada), das Franziska das Dominikancr-, das Angustiner- und das Victoria-. ster. Es wurde aber weder geplündert, nocl) gemordet; Mönche encl'amen während des Tumulte. Nur ein Ruf w....- Es ist klar, daß die
nehmen, und verlangte c11ergische Maßregeln gegen die Karli" Ain "2lbend_ des töten hatten die Unruhen aufgehört, und es » nicht, als [ollten sie sick) wieder erneuern. General Alvarez,
die Besatzung von Saragossa befehligt, hatte es nicht für --
net gehalten, sich einzumischcn, da das Volk nichts weiter,! es lebe die Conüitucion! rief, und außerdem die Truppeni nicht geneigt ["ihienen, die Bewegung zu bekämpfen. ' Vor einiger Zeit hatte sich ein Haufen Znsurqemen ver.. telst eines Ha1id[*rreichs_ in den „Besitz von Pracs-deTMoUo an Fra11zösischen Gränze [etzen wollen, war aber durch die Be ner Und die aus der [l_ingegcnd herbeigeeilren Milizen 1111501" dergesprengt worden, [0 da["; sich ein Theil auf das Franzöß Gebiet flüchten mußte. Das Journal de Paris theilt»- diesen an sich völlig unbedeutenden Vorgang 11achk1chc11de De mit: „Der Marquis de la Torre, der von Navarra geschickt worden [rar, um ['ich an die Spitze der “*mit! tion zu stellen, ist, wie es heißt, am Neu in der UmgeZe-nd Mello er kiffen nnd erschossen worden. Vier andere Chefs“ in dem Kampfe getödtet und der Ueberresr dcr Insurgencen * Am 81er: wu auf U11[erer Gränze abermals dreizehn Gefangene gemacht. S andere Flüchtlinge wurden auf dem Albet'esberge ergriffen. ( lich sind drei Offiziere, Namens Antonio Palleja, Ramon Villagarcia und Antonio Soriano, die Casct'es verxassen um fiel) den „Jnsurgenten anzuschließcu, bei der B1-1'[chevon-17 nes in einen Hinterhalt Lerathen.“ “ “2111 der heutigen Brrse war es" sehr [1:11 und die Ten- blieb weichend. Als Grund dafür gab man die Wai)t'['chein1 keit an, daß das Englische Ministerium verändert werden wü
»- Yeute schloß Jproc. Rente [113 «0111111. 108. 75. ' 0,0111“. 1118. 90. Zproc. ]11'. (20111111. 78. 91). 1111 ("0111“- 79- 5proc. Reap. 1111 (',-1111". 97. 10. äproc. Span, YF, Zproe. 204. AUSg. Schuld 104. Cortes 393. 2;proc, Holl. 56.
Redacteur b'o erat. «*
Gedruckt bei“ A. W. Hav“-
. 2lngeé.11“.1111cxx:
_. , _. _ Nirgends [' . „ck die 2[b[1cht, den Thron zu stürzen; man wünschte nur, , Regierung möchte die radikalen Prmzipéen der Constitmion
g den 2411er: Juli
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AmtlicHe Naedrichten. Kronik des Tages.
Se. Maj-xsiät der König Haben dem Geheimen Ober-Tri-
unalöxRiiTÖ) Hanstein den Norden ?ldler-Oroen zweiter Klasse [: CieFen-laud zu vcrlcißeu geruht.
Se. Majesräc der König haben dem vormaligen Stadtratl) eidier zn .?.Tönizxederg in Preußeir den Rothc-n Adler-Orden ierter Klasse zu verleißen geruhc.
Se. 233111110161!“ der König 1).1l1en dem Kaiserlich Russischen bersten 11011 Wrangcl, WU drr Garde-Ariillerie, den St. johanniter-OrdM zu 11.111100“; gerrxyt.
Se. 912.112th der 5115109 1711101: dem Unterofffzéer Block ss 61611.K1“11*a7*;'1e_r-Regimemrs (1101111110 Kaiser von Rußland) die
;
'eitungs-IITedai31e mir dem B.».Udc zu verleihen gereiht.
Se. Excellexrx de'.“ Wirkliche Geheime ail), Präsident der Haupt-Vrrwaltux19 der Staats-Sehulden, hes der Seehandlurzg [Md der Verwaltung für Handel, Fabri- tion und BanCskxi, Rotßer, mis den Rhein-Prooinzeii. Abgereisr: Dcr General-MaZor u::d Znspecteur der Men .rtillerie-Znspection, vo11 „Diese, nach Stettin.
Berichtég 121113: Der zum Rrsidenien bei der freien Stadt rakau ernannte ..?-1.111. Nüssische Kammerherr, Freißerr von ngern-Stemiberg, ist MMZ von Warschau hier angekom- en, sondern von hier dorthin eidgereisi, und ist hiernach die estrige Meldung zu bernhtigen.
Zeitrxngö-Nacörichter. A u s l a 11 d.
F r a n k r e i ck.
Parés, 16. Juli. Die Königiiche Verordnung, wodurch 'errn Thiere? ein Urlaub bewilligt wird, i[t vorgestern von dem .'önige unterzeichnet worden. TU_kan weiß aber noch nicht, zu .elcher Zeit der '))Miisrer davon Gebrauch machen wird.
Iii der herttigen S11_5111tg des Pairshofes ließen s:“cf) wie bereits erwähnt worden) zwei Ot'gcme des öffr11tliche11 Mi- lster'iums vcrtteh117e11. Der General-Prokurator Herr “Marcin emühte [“ich 1111111171100), zu beweiser, welchen verderblichen Cin- '1i[;' dte Geseliscdaft dri" 931e11["cl)enrechte auf ders sogenannten
* Lutuellisren-Vrrrin in Lyon geübt l).“«de; wie aus den Verdin- .
ungen, in welehe dieler Verein mit den Mepudlikancrn getreten, as Komplott hervorgegangen sei), und 11311: lelzteres ctidliä) zu im offenen Angriffe gegen die Regierung grfi'iyrr hade. Der enerat-Advokax „Izéver'r Ehégaraxv 1121; sich in eine atxsfüßrlicöere 1ele11cht11ng des aanzen Léufsrarzdes ein, indem er mir “0211 Ereig- [[s.-11 degami, die s1chi1nMitcelpU11kce derStadt zutrugen, und dem- ächsrzlt denen chrging, deren Seiyatiplatz die westlichen tmd südlichen tadtviertel, [o wre die Vorstadt Vaise waren. Sein Vertrag aucrte hrs 5 Uhr, wo die Sißzung aufgelwben wurde. WKorgen ird „Herr CH-igaruy ['e_i_1*.e Rede deendigen, Und nach ihm der eneral-“Zldvoéat von Larom'nelle diejenigen Begebenheiten be- Ührcn, die sie!) in dex: Ö[“-:.ichen imd nördlichen Stadtviertem [)ens, in den Vorüädter: m GUiUOtiZ'W und Sie. Claire, so ck in den La-idgeme111den zleerragcn haben. In dem DMR, te die Reqnisixersen vorscdreiken, werden [“le zum Drliel-“e beför- ert, um den libW-Z'Z'MÖFU Angeklagten durch einen Gerichtsdiener isnuirt 30 werden. Die Plaidowers der Advokaten dürften am äch[11'n Diemßag (TZZKCÜ) iHren 721111741113 neihmen.
Im Ten“; 1.16 liest“ 1111111: „Der Grrß-Referendar der Pairs- .“ammer i;? ofiézéell 112110) ctxxen Bréef des Herrn Giequer und U10) einen 23.1.1411 des Herrn 5.12.0101 von dem Entweicden der ifangcnrn 1'11 .?"ernxrtniß _qessch wordext; eiriige Augenblieke spä- rwuwe es" Herr Paquier. Weder dtrser Letztere, noch der erzoq Decazes 17.110 die Poéizei der Gefä11gnijse, da diese ihnen 011 Anfang des Proze-[X'es m: ertzegen worden war. “'Es ["clzeint, aß wäßretid des Prezrßes 111.1): rloß der Präsident, sondern auch der Groß-Rrstreirdar :".»en (559771115391101 die Ermudmß, sich in die Kranken-Hämer 311 begeben, oder e111c11 halben oder ganzen Tag außerhalb des kaanr-„mscs 111 dem Schoß: ihrer Famiiien zu.- Ybringen, öewilZigc 0110-3111. “„It-ese 111d€)li'volle1ide Weise, Lettre, te bloß durch iHre [1901011011 *))Teimmgen komprvmittirr waren, uchhandeln, 13.11 1111111." WW 171111111111 Oer Wixzquetscyej: Polizei Uißfallen, die dir??: GrkMgexien desrbuidixxkxe, da[; ['i-e die. il)- en gelassene FreiHeit 11111" 0.130 (111171115701, miss neue. Vcr-
wörungen a11_:„11;,crr.-lt“x. Die Verdälmizie warrn in 11er [Wirren Zcit (*.-111“ de:: 111111113: Zediclzen, 13.11; die .Herren asquier uud Decazes [“i-ci) Um die Ttöx*.1ii["l1chtigung der ksängwiffe gar 111011 11113131" §i1111111e:'xe11, die 0.111“ diese Weise aas,- ch1ikß11ch dem Rt-Tc-l'r Dez:"; IZ-rlizei- 51.11'äfréten amheim fiel. Der “*olizei-Präsekt, dersebemirulßige11de Berichte abzxsratten versand, no es fich um da:? dischen “FreiHeét Handeite, das den Gesamge- ck durch Herrn 'Pas-3513191“ (.de-.' „Herrn Demzrs bewilligt wor; e-111var, härte ["eixle “FW;"gad-e in jener Hitman?" Weise lösen 0-16", die eme Pßicht zu erfi'xlien weiß, ohne selbige jemals zu » bertt'eiben.“ *
Dcr Courrier franqais enthält Folgendes: „Es herrscht 1ch immer viel Dumkclhexc Über die Entdeckung der letzten Ver- chWÖkU"g„ und .das hartnäckige Sc1l1sch01eigen, das die Organe l_s Ministeriums in dicsrr Beziehung beobachten, gießt zu den lderlprechendsien Gerlichrcn “21111101; mittlerweile halten wir die “chfNchde Version für 1r17111's'11-ciniicl)er als alle Übrigen. TNcm '“hathet nämlicé), daß die Vorschiveruen, oder vielmehr diejeni- "'- Welche Die Polizei der Verichwörung bezüchtigt, was etwas ck? Verichiedciies [11,111 kann, 12 bis 14 an der" Zahl smd, daß Fekesämmtlcck) 0.115 der Provinz, theils von Straßburg, theils von “TUV thele von, Czrenodle gekoxnnren find. 2er gehören
niedrigsten Bolksklasle an, und [cyeinen weder von Partei-
' dern durch körperliche Verwandlung
geisk ndr!) von politischem Hasse geleitet worden zu seyn. Man sßgt- h-xizn, da["; bis jetzt weder die Polizei noch die Justiz ein einziges Wort aus den Gefangenen l)abe11 herausbringen können. Z))?elyere Tage hintereinander vor den Znstt'uctisns-Riä)ker ge- [Ührc, haben ste keine Antwort grben, [a nicht einmal ihre Na- men nennen Wollen. Wrxm fie bei diesem Stillschweigen behar- ren, [0 werd es schwer seyn, gegen sie etwas zu unternehmen, da nur VerdacHe vorhanden ist, und weder ein corpus 1121100 noch ern Bcrs11ch der Ausführung existirt.“
Großbritanien und Irland.
Parlaments;VerHandlungen. Oberhaus. Siz- JUNI vom 14. Juli. (Nacycrag,) „Dr.“ Graf von Radnor ließ [ich in seiner Rede zu Gunsten der „BLU, wonach in gewissen Fäxlcn d:"e Unterzeichnung der 39 Glaubens-Artikel a?,tfgehoben werden sollte, unter Anderem folgendermaßen vernehmen: „Ei- nes dee Haupt-Argumente, die in den vorjährigen Debatten für diese Unterzeickzxmng aufgestellt wurden, wurde von den angebli- chen schlimmen Folgen hergenommen, welche die Abschaffung re; lig1öser Eidschwüre an den Deutschen Universitäten gehabt hgben sollte, indem man behauptete, daß auf diesen Akademieen cine_ Wkasse von antichrisilichcn tl)eologischen Grundsätzen im Utn[chwunge sey. Man erlaube mir aber die Bemerkung, daß da, wo der National-Geist sich nicht so sehr zur spekulativen Phi- lowphie hinneigt, wie in Deutschland, auch solche Folgen nichtzu befürchten sind. In jenem Lande findet man diese eigenthümliche ["pe- kulative Geistesrichtung nicht nur in religiösen Dingen, sondern auch in wiffenschaftlichen und anderen altgemeineren Fächern vor- herrschend. Unter den Deutschen Geologen zum Beispiel sind einige in ihren Forschungen so weit gegangen, daß sie am Ende hcratisfanden, der Mensch sey kein ursprünglickxe Geschöpf, sen;
„ aus einer Eidechse entstan- den, die erst Affengestalt und zuletzt IJTenscdengeßalt eri'yaleen hal-e. (Gelächter) Es ist also ganz verkehrt, die Deutschen Univers- täteit den Englischen als Warnung vorzuhalten, damit diese ihre religiösen Eide nicht abschaffen. Das Komisch[1e jedoch bei die; [er Sache ist, daß die meisten 'der in Deucsrhland umxausenden
seltsamen anti-religiösen Lehren qerade ven [91173211 aniriduen ?
ausgegangen smd, welche theologische Lehrstühle inne hade", und die folglich, als Theologen, selbst religiöse Eide haben schwören müssen. Aber ehe Ew. Herrlichkeiten die Abschaffung der re- ligiösen Eide ohne „Weiteres verwerfen, geziemt es Ihnen doch, zu erwägen, ob dieselben nicht noch in andern Ländern, außer Deutschland, abgeschafft worden sind, ohne daß der be- züchtigte theologische Rationaleus daraus erfolgte. In Bayern (dies scheint der Redner also nicht zu Deutschland zu rechnen!) und Fraiikreich werden den jungen Leuten, bei ihrer Zulas- sung zu den Universitäten, keine religiöse Eide aögefordert; es wird ein Jeder, welches auch seine religiöse Ansicht seyn mag, zu den Universitäten, ja selbß zu den Lehrstühlen derselben zuge- laffen. Bologna und Rom fordern keinen religiösen Eid; zu Pisa, wo Griechen, Juden und Muhamedaner studiren, kennt man ebenfalls keinen; der einzige Unterschied, wenn ein Muha- medaner promovért, is: der, da[? der Kanzler den Stuhl verläßt und nicht den Vorsitz dabei führt, und daß der Vice-Kanzler dann die akademische Würde verleiht. Zu “Padua wird auch kein reli- giöser C'id gefordert, und es kommt hätißg vor, daß Englische Presbyterlaner und Kalvinisten an dieser Universität eine Pro- fessur bekleiden. Um wieder in unsere Heimath zurückzukehren, [» ist auch an der kürzlich zu Durham errichteten Universität für die dort Studirenden kein religiöser Eid festgesetzt. Warum syllen denn also Oxford und Cambridge allein an religiöse Eide gebunden seyn, die von den [Ungen Leuten nicht verstanden wer- den und den Z1veck, auf den fie berechnet sind, gar nicht erreichen? Auch ist es zu Oxford nicht immer so gewe- sen, bekanntlich stand diese Universität einst nicht nur Per- srren aus verschiedenen Ländern, sondern auch von ver- schiedenem religiösen Glauben offen. Wyclysfe war noch lange nach der Zeit, wo er er vor den Römischen Hof gela- den wurde, um wegen ["einer keizerischen Ansichten Rede und Antwort zu üehen, Professor der Theologie zu Oxford. Wenn durch die Unterzeichnung der 39 Artikel der Verband zwischen Kirckw und Staat aufrecht erhalten werden soll, so scheint mir Dies eixi sehr wunderlicézes Mittrl zu diesem Zweek. Fordert doch die Kirche selbst 11icht einmal bei der Erkheilung ihrer Sakra- mente von den Laien die Unterzeichnung jener Artikel. Und was die Universität Cambridge anbetrifft, so war ja der vorige Kanz- ler derselben ein critschiedener Unitarier und konnte als solcher doch dre 35,3“LlrtikelmitgutemGeiviffenniäzcu1iterzeichncn. Ich behaupte, daß zwischen der Université» und der Kirche kein nothwendiger Zu- samm-InHang stattfindet, eben so wenig wie ein solcher zwiscyen der Kirch und den Fakultäten der Jurisprudenz, ODedizin und Plslosopise vorhanden ij'c. Einige bilden sick) ein, die Univer- sicäten tmd KoxlrLi'cn seven ein und dasselbe Ding; das isi“ aber keémesweges der Fall. Die Koléegien ['ind bloße AuE1v11chse der Universitäten. Die Universcät-Oxsord bestand lange vorher, ehe an ihre Kolleqien gedarhc 11111170, und wenn selbst das Parlametit mit einem Male allen dilsrn Kollegéen den Gar.“:us machen wollte, so Würden die Umwersicäien noch eben so fot'tbesehen, wie immer. ??einer Ansicht 1130) werden durch diese „Bill keine Privilegien verlelzc. Die Univet'fitäten sixd öffentliche Anstal- ten, die Kollegien aöer Privat-Jnstitute, und wenn es“ auch an; gemessen scheint, das; das Parlament die Vorschriften für die ersteren gebe, so darf es doch die Rechte der leßteren nichr beein- trächtigen.“ Der Erzbischof von Canterbury suchte in seiner Entgegnung auf den Antrag des vorigen Redners besonders die BehaUptung zu bekämpfen, daß die 39 Artikel von denen, die sie unterzeichnen müßten, nicht verstanden würden, indem er bemerklicl) machte, daß ja eine zweimalige Unterzeichnung dersel- ben skattsände, die eine bei der Aufnahme der jungen Leute an den Univerfitäten, die andere, we11_11 sie schon drei bis vier Jahre studirc hätten. „Das erstemal“, [agte er, „werden dem Eintre- tenden die Artikel ganz einfach zur Unterzeichnung vorgelegt, ohne ihn vorher über den Inhalt derselben zu examiniren, ja
ohne ihm einmal die Artikel vorzulesen. Diese erste UnterZel-(h- nung ist also ein bloßes Zeichen, daß er zu der Anglikanischen Kkrcdr gehörtund in deren Glaubens-Artikeln unterrichtet zu werden wünscht, Er erhält sodann den ndthigen ReligioW-Unterrwht, und es werden, ihm namentlich diese Artikel ausführlich erklärt. Nachde171 er «111€ diese Weise seine Studien drei oder vier Zahrrfortgeseßt Har. wird eine zweite Unterzeichnung der Artikel von. ihmgcfordcrr; doch darf er sie nicht eher unterzeichnen, als bis sie ihm vorge- lesen worden snd und er erklärt hat, da[“; er vollkommen demie einverstanden ist. Nun gehen die jungen Leute gewöhnlich 111 dem Alter zwischen 17 und 19 Jahren auf die Univerfitéxtrnxx pflegen zwi[chen 20 und 22 "Jahren den ersten akademiscHen Gr.» zu erha1ten, bei welcher Gelegenheit die zweite Unterzexchnnnx stattfindet; in diesem Alter aber ist doch wohl ein junger Mumm im Stande, den Sinn der Artikel zu verstehen.“ (Daß die 25:11 mit großer Majorität verworfen werden, haben wle bereits" 9-1:- [tern gemeldet.)
London, 17. „Juli. Der König hat den Grafen HNW und Cork den St. Patricks-Orden verliehen.
'Von den A- Herzd en, welche im Oberhause [“iiz-xn, nnd worunter fich die drei Zrüder des Königs befinden, haben 13 an der Abstimmung über die Bill wegen Abschaffung der Unter; zeichnung der 39 Glaubens-Artikel bei der Jmmatriculation «111 den Universitäten Oxford und Cambridge “Theil genommen; da.- von stimmten .“"1' für dieselde, nämlich die Herzöge von Suffer, 11111: Richmond, von Portland, von Bedford Und von Norfolk, und 10 dagegen, nämlich die Herzöge von Cumberland, von Bear:.»- fort, von Rutland, von Manchqter, von Dorset, von Northum- herland, von Backingham, von Leeds, oon Newcastle und 111111 Wellington.
Zu der Petition, welche dem Könige neulich 1,1011 den erär1- dischen Baronets überreicht wurde, verlangen dieselben unter 2131:- derem, da[“; ihnen, eben so wie den Englisckxen Baronets, erlaudt werde, das Zeichen ihrer Würde an einem orangefarbenen Band..- um den Hals tragen zit_dürfen.
Die niinisieriellen Blätter erinnem alle Reformer darax» daß der MM 11. *M. der letzte Termin für die Einregixk'rirmxg der Parlaments-Wähler sen. '
Man ist noch ungewiß darüber, wie die Englische Regierung die 20 Millionen zur Entschädigung der Westindischen Pfianzer herbeischaffen wird; für das Wahrscheitilichsie hält man eine “Lit".- leihe; Einige meinen durch “Bluegabe von Schaßkammee-Schcixter, dies wird aber von den Meisten sehr bezweifelt.
Vorgeslern kam es im Ostindischm Hause auf den Antrag eines Herrn Mills zu einer sehr lebhaften Debatte. (Tr 1-21:- lanqte nämlich die Verlegung der zwische'i der Osrindéschen Kon: rrol'le und dem Direktorial-Hofe stattgehaßten Korrespondenz we,- gen der Resignation des Lord W. Bemme!“ und der Ernennung seines Nachfolgers. Der Antrag wurde zwar nicht genehmigr, doeh dürfte eine Veröffentlichung dieser Aktenstücke nächsrcns [*mit- haben. Es scheint nämlich, daß der jetzige Kolonial-Secreiair, Lord Glenelg, früher, als er noch Herr Grant und Pri“.- sident der Ostindischen Kontrolle gewesen, fich seines Einslussee.“ bedient hat, um ["ich selbst die General; Gouverneur; Stelle z.; verschaffen. Die Times fordert den Minister auf, diese 2111- sicht, die ziemlich deutlich zur Sprache gekommen, öffentlich 111. widerlegen, zumal da es ihm gelungen sey, seinem Bruder, Sir Robert Grant, die Gouverneurstelle in Bombay, und [einern vertrauten Freund und Schützlin e, Herrn Macauley, eine Os."- 1§difsfche Richterstelle mit 10,000 s?dfd, jährlichem Gehalt zu ver.-
a en.
In GlasZow haben eiwa 30 ßerermkene Soldaten ihre Bajonnerte auf gröbliche Weise gemißbraucht und eine '....kenge ven Personen mehr oder weniger übel zugericbtet, Der Streit batxe in einem Branntwein-Laden begonnen. Der „?aupt-Rädelsfübrcr des Unstigs ist zu i;!)tägigem Arreste verurthe lt. “
Oberst Shqw ist von Portugal hier eingetroffen.
Die roße Frage, ob Dampfwagcn auf gewöhnlichen Land; straßen ge raucht werden können, ist nunmehr durch den Damp?“- wagen der Herren Maudslen und Field bejahend entschied.?» welcher bereits mehrere Fahrten nach Sloug und Reading 11111“... den mindesten Unfall mit einer großen Anzahl von Paffaqicrtyx gemacht hat. Der Wagen hat im Durchschnitt 1-5 En"g[:'[".-[;..s Meilen stündlich zurückgelegt. '
Auf der Eisenbahn von London nach Birmingham, 1110.11; neu*angelegt wird, hat sich ein großes Unglück ereignet. Dcr Bogen eines Tunnels, der u diesem Behufe in der Nähe “...... Watford unter einem Landsziße des Grafen von Essex gezoge.» wird, ist eingestürzt, da er noch nicht vollkommen ai,:szzemauerc war. Wie viele IKenschen bei diese:" Gelegenheit umgekommcr sind, ist noch nicht völlig bekannt; es sollen 13 Personen [cm.. worunrcr fiel) angeblich auch der Erbauer dieses "Tunnels hef.1:1.'*'. Drei der Unglücklichen sind im schlimmsten Zustande aus.;ear; ben worden. * “ “'
Mehrere hiesige Blätter enthiexren vor einigen TMM einen mit „Traveüer“ unterzeichneten Artikel, in welchem die Einrichtung der öffentlichen Sehulcn (Iohannektm 1111.» Gymnasium) in Hamburg ausführlich beschrieben und, namen.“. [(E) im Vergleich mit den Englischen ErziehungsxAnsralten, sel..»- belobt wird. Als Zweck seines Schreibens giebt det- Verfasésxy an, den Engländern, die ihre Kinder häufig auf dem Kontinente, und besonders in Frankreich erziehen lassen, vorzugsweise dx: Schulen von Hamburg und Lübeck zu empfccthn, außerdem al...- aueh die Errichtung ähnlicher Anstalten in England zu veranlaxx sen; der Verfasser schlägt vor,. durch einex: “.*-ksonderen, der 91711.- nizipal-Reform-Bill einzuschaltenden Artikel den größeren SFZ, ten die Anlegung solcher Institute zur Pfiielzt zu machen,
Niederlande.
Aus dem Haag, 18. Juli. „J re Köniali en . “* der Prinz m1d die Prinzessizi Albrecht l111911 *dreüßeét [');-ZH? “1111“ i rer Rückreise aus dem HaUptquartier hierher dem Generel
hassé. in Breda emen Besuch abgejkattet und eine Collatiou ein.