het'fielen Und eine roße Anzahl derselben zivar tödteten, aber auch 1211111 viel verloren. m folgenden Tage hielt man Waffenstillstand, um die Todten zu begraben, und es fanden fich 49 Soldaten der Pforte 11110 51 Znsu-xgenten als Leichen auf dem Kampfplaße. Im (Ganzen sollen jedoch die Erstercn mit Einschluß der schwer Verwundetin 350, UND die Letzteren nur 113 Mam: verloret) haben. Seit- dem halten die Scutariner den Haßs-Pascha wceder eng bloßtrt Und dieser wartet vergebens auf Verstärkungen aus_Rume_0§n Und Akbanicn. Die Jnsurgenten scheinen auch weniger dieje, als einen möglichen Angriff zur See zu fürchten, da es hkzßk- daß die Pforte zu diesem Zwecke 22 Segel abgesandt hcibe. “zn- zwischen schweben die neutral gebliebenen chrisk11chen„Emwohncr von Scutari in fortwährender Furcht und Bangrgkeit.
Aegypten.
Kahira, 13. Mai. (Allg. Zeit.) Auch dieSmal kann ich Sie fast nur von der Pest unterhalten, da durch_sie Alles übrige Leben und Treiben "Ick in gänzlicher Stockung :sk. Roch hat sie leider nicht ausgewüthet, doch ist die Zahl_ ihrer Opfci' ungefähr bis zur Hälfte seit einer Woche herahgemnkcn. Das offizielle Bulletin gab gestern 391 Todte an. Wie schon bemerkt, ist diesem wenig zu trauen, da es nie 800 an Einem Tage über,- Kieg, obschon man mit Bestimmtheit weiß, daß fast 14 Tage lang täglich mehr als 2000 starben. Manche behaupter indessen, Und vielleicht mit einigem Rechte, daß das Bulletni während der Stärke der Epidemie allerdings", um die Leute nicht zu ei:- schrecken, nur ein Drittel der wahren _Zahl „angegebxp hade, daß es jeßt aber nichts mehr ver1chweige. Wee dem aUch seyn mag, so viel ist gewiß, daß ehe noch etwa 400 sterben, und doch sagen die Araber: „ elobt sey ©3011, es hat Alles aufgehört, es ist nichts mehr.“ Danack) läßt stch urtheilin, wie es vor einigen Wochen aukgesehen habeii muß. -- Während aber hier die Seuche abnimmt, steigt sie immer mehr in den Dörfern Unter- und Miteel-Aegyvtens. Zn Kanko z. B., einem Städtchen von ungefähr 2000 Seelen, jmd sch011 Über 300 gestorben; in Abusabel, einem Dorfe, das kauin 1500 Seelen zählt, sterben täglich 6 bis 8 “MensYxn. Zn Islcxgriz drien Zeigt sich die Seuche schr launenhast. Sie war vor cem,- gen Wochen schon auf 21 Todt: täZ1ich herabgckomwen, 0111) hatte fich p(ößlich wieder“ auf 61 gehoben. Sie nahm dann wre- der ab; und am 4. Mai starbm nur noch 5 an der Pesk. Dahn skicg sie wieder bis auf 44, und man vermuthet -- doch möchte ich's! nicht verbürgen- -- daß manche Cholerafälle dabei vorgekonzx men sind. Mit Bestimmtheit kann ich Ihnen abox 1agen, daß, laut Briefen von Dschidda, die Cholera wieder, wie vor, vier Jah; ren, in Mekka ausgebrochen ist und an einem Festtage 14,000 ( ?) Pilger gestorben sind. Wenn nun diese Epidemie auch die6n1al wie- der wie damals den Pilgern hierher 11achfolgte(und in einigen Wochen wird die großeKarawane hier zurückerwarcet) und wie damals 3 bis 400,000 Seelen in Aegypten hinwcgraffr, so weiß ich wahrlich nicht, was dann noch übrig bleibt. »- Schweriici) wixd die Cho- 121»: die Armee im Hedschas verschonen; eben so wenig als das Pesk die in Syrien, in welchem Lande fie schon an mehvercn Orten ausgebrochen seyn soll. Mit der Staats-Kaffe ichcént es auch nicht am besten zu stehen, da nach langem aéxseitigcm Betteln während der Dauer dcr Epidemie endlich vor emi- gen Tagen erst„von 8; Monaten Besoldung der TrUppen und axler Angestellten, nur ein Monat und 25 TuS: bezahlt worden 11:10. Ncuangescellte, die z. B. nur fünf oder sechs Monate zu fordern hatten, konnten nur durch außerordentliche Gnade, als wäre es vorgestrecktes Geld, eine einmonatk'che Besoldung erhal- ten. Auch werden die Europäer, Kaufleute sowohl als Ange- stellte, Aegypten sobald als möglich verlassen. Erstere können bei der verarmccn Bevölkerung und dem sich 11811“ Alles ausdehnen,- den »))?onopol-Sysceme der Regierun wenig Geschäfte machen: und leßtcre werden so unregelmäßig ezahlc, daß nur diejenigen, die entweder eigenes Vermögen oder eine sehr starke Besoldang haben, es aushalten können. Dabei wird immer in Aegyptischen Piastern ausbezahlt, die täglich schlcchter werden, so daß jcht 10; einen Conventionsgulden ausmachen, während vor wenig-cn Jahren 7; denselben Werth hatten. Ueberdies steigen die Le- bensmittel aller Art fortwährend im Preise, so daß man unge- fähr das Doppelte gegen friiher braucht. „Daß daher Manche bei der Furcht einer wiederkehrenden Pest im nächsten Jahr Aegypten gern verlassen werden, ist ganz natürlich. Für Ange- stellte, die nicht schmeicheln und intriguiren können, ist, bei allen möglichen Keimtniffen, überhaupt wenig Hoffnung, hier ihr Glück zu machen. Alles kommt hier auf Gunst, gar nichcs auf Vor,- dienst an. In einer und derselben Schule, in einem und dem,- selben chimente finden Sie Professoren und Znstructeurs dessel- ben Ranges 'mit verschiedenem Gehalte, je nachdem der eine oder der andere mehr oder weniger von den an der Spilze des Civilisationswe- sens stehenden Europäern oder Türken begünstigt isk. Es sind Lerne schon 10 bis 14 Jahre im Dienste, ohne daß fie je zur mindesten Klage Anlaß gegeben, mitgeringerem Gehalte, als unfähige, die ganz neu angekommen find , aber bei irgend einem Großen in Gnade stehen. -- An diesem Unwesen, woran so viele Anstalten geschei- tert smd, und bei welchem , wenn es so fortdauert, zuletzt nur noch ganz gemeines Gesindel hier zurüokbleihen wird, ist freilich der freigebigc, für das Aufblühen Europäischer J::sticure so vieie “Millionen opfemde Pascha ganz unschuldig; nur hat er manchen Männern zu viel Vertrauen geschenkt, die im Namen der Civi- lisation, eigentlich absi- aus eigenem Interesse, um ihr Ansehen, ihrsn Einstuß, ihre Klientel und ihr Einkommen u vci'grdßern, imme? neue Projekte vorzuschlagen haben, die der Y.);egierung viel Geld kosten und wenig Ruhen bringen. - Man erzählt mir so eben, alxd katholischen Geistlichen seyen einer nach dem anderen ein Opfer ihres Berufs zxworden.
Inland.
Berlin, 27. Juli. In Achen hat sich ein Verein zur Untersrüßung unbemitkelter auswärtiger Brunnen; und Badekur- Bedürsugcn an den dortigen und den Burescheidcr Mineral,- Quellen gebildet, dessen Statuten Se. Majestät der König un- txi'm !0. Mai 0. ZZ Allergnädigsk zu bestätigen geruht haben. 'Zur Ausfiihrung d:eses Unternehmens ac der Verein das Krebs- Bad in Burtscheid angekauft, -- dasselbe an!!, in we1chem einst Frie- drich". mit so großemErfolge badete und von der QueUe trank. Hier soiien 2 getrennte Bade-Anskalten gebaut und eingerichtet wer,- dcn. Reöen dem Hauptzwecke des Vereins, unbemittelten aus,- wärtiqcn Personen, die 0er Achener oder Burtscheidec Heilwäs- 1er bcdx'ii'kcn, die Wohlthac des Gebrauchs der für sie pa11“ende11 Brunchx; und Bade-Anstalten, der ärztlichen Behandlung und der nöthiqcn Hülfs-Arzneimittel, nach Umständen absr auch selbst dsr frei-cn Wohnung qnd Verpflegung, während der Km-zeit zu- zuwenden, liegt es.g1e1chzeitig in sowei“ Aufgabe, durch jährlich 3“ crsiaxcetidc Bertiyte, durch treue Veröffentlichung der Erfolge seiner Bemühungen bei den von ihm aufgenommenen Kranken,
die heilbringenden Kräfte der dortigen Minéralwässcr mehr und mehr anschaulich zu machen.
- Die diesjährigen Pferderennen auf der Brander Zaids bei Achen werden an den Tagen des 24. und 26. Augu ab- gehalten werden. An jedem dieser Tage finden 2 Renner) statt, und zwar um zwei Preise von 50 de'or, emen_ Preis von 100 Frd'or und einen Preis von 200 er'ov. Die Bahn be,- trägt nur resp. ], 1»; und 2 Engl. Meilen. Das Comm: hat bestimmt, daß alle Pferde, die bereits in diesem Jahre auf ir- gend einer bekannten Rennbahn einen Prxis gewonnen haben, 3 Pfund mehr tragßn sollen, als das fi'stgexelzte Gewicht; haben sie zwei Preise gewonnen, so sollen sie 5 Pfd., und haben so deren drei und darüber gewonnen , 7 Pfd. mehrszu tragen ha.- bcn. Zum Säylusse finden noch einige Rennen mit Landpferden um einen stlbernen Pokal und ein komplettes Reitzeug statt.
Zerlinor 361813. [)en 27. „11111 1835.
(,'-"s““. ('N-“'.) „:I/“'. * “x/(X. “"x“/ck .
1024“-
17011118- , 111111 (28111-80111'3-26110]. 1 YXZH'7U'E/"1kx'k/1É [
1011 98: 60,1,
101
100;-
101 1
«L 1111].
Usqxr. 7111111101".
90111171. (10.
[(ur- 11. Faum. (111.
§cl1le5150110 (111,
111151. ('. 11. .J.-81:11. (1. [(n 11. I'.
dc-dUnmÜ-dub. !*1“. [Lux]. 0111. 30. 1'151'111.8011.(1.§01*|1. kur111.()1)1. "1.1.13. J'011111.|111.§1711.(10. [:(-71. 811101-011]. [L11111YZZÖ. 110. &)11111111'. (10. 1111112. 110. 111 711. U'ckxtpr. [“'1'11110111'. (;k11ik112. !*1115. 110.
106 102;
1211111 71] 11131'60 . . Ron" ])111x' ...... 1'11011111'11511'01'. . . [1183111110 ......
;] 4ka
14-- ; = ; 1«111,„=.;1,;.:-
„:=-414441741 .d-
102; äusyxärki'gs 52673811. Qni-at-zräum, 22 31115.
FILÉZT]. 11111111. 86110111 5541. ZF 110. 10141. QUIZ. 80111111] ];;F. [(:-111211111. 25 EZ:? .411101'1. 9.11; JFF 704“. 1111111199; 005tsr1'. 00,2- 1,1611“. kräm-Jo'uujuo 105§ 110. 42.4111. 101. Zyau. 53 411. 33: 211; 0111117910131], 21. .!1111. 2211151. 1T. Cortes ZZZ. Nous
(301111. -.
811011. SF 60:. Ryan. 3111. 50. [401111015 21. „11115.
(.)-11111. 37; ZGZ. “xx:xx. 100. „891211. Cortes 50. 01117. 1834 47. 21118]. ]ZZ. KUM- 23. "LFZ 11011. 54;. 53 (10. 101€, l'art. 5x? 914Z 39, 17.01, 1211111111135. 109;-. ]Zrus. FZZ, (7431111111). 7. 1824 37. 111611. ZA. 1qu 301.
171011, 22 „11111.
213 98,4. Zeus 11111. 580. 8311101100011 1328.
53-1 Mist. 1152? 2; F 305...
Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. B'eobaci7tung.
«W» ...*
1835, 26, Juli. ---* - 4-.-/_“40“1thchU'M"'-_"" «““,-1..- .- ' .* * L1tftdr1111.... 340.55"“Par., 339,8-k““““par. 339,6|““Par. QUkÜkae 7-4“ R- Lustwär1ne.. 10,2 " N. 16-90 R. 11,8 “' R- 'Fluiiwärme 17.5" R. TWWMÜ - * 7-3 . N- 'N ' R. 4-3 a N“ Bodenwärme14,4 ' N.
D:;nsis-ättig. . 79 pCt. 30 pCt. 55 pCt. _ „ . „ Weticr ...... heiter. heiter. beiter. Y0.dunfiun,30,1lo Rh“ Wind ...... 1571). NO. NO. Niedtkschla5 0- Woikenzng .. NO. -- Nacbtl'älte 7,4" N. Taseömitkel, den 2517111: 33972““Par... 12,7" 91... 5.8" R... 62 pCt. den 261701: 340.017“ “ 13,09 4,3 o t 55 -
__-
Königliciie Schauspiele,
Dienstag, 28. Juli. Jm Opernhause: Das eherne Pferd, Zauber-Qper in 3 Abth, mit Tanz, nach dem Franz.: 1,1: «1191111 (10 11101122 des Scribe, von dem Freiherrn von Lichtenstein.
Tusik von Aubcr.
Mittwoch, 20. Juli. Im Schauspielhausc: Der Mann im Feuer, oder: Der Bräutigam auf der Probe, Lustspiel in 3 Abts), von Schmédt.- (Neu cinstudirt. Dlle. Bertha Stich: Agnes, als Debütrolle.) Hierauf: Der reisende Student, must- kalisches Quodlibet in 2 Abth.
Königfkädtisches Theater. Dienstag, 28. Juli. Der Glöch11er von Notre-Dame, ro- mantisches Drama in 0 Tabieaux, nach dem Roman des Victor Hugo frei bearbeitet von Charlotte Birch-Pfeiffer.
„„ .,.-. «.,.-. „;.-„** ---».„*; *!!1
Neueste Nachrichten.
Paris, 21. „Juli. Der Preußische Gesandte, Baron von Werther, hat mit seiner Familie gestern Paris“ verlassen. Der Legations-Rath, Herr Brassen de St. Simon , wird während seiner Abwesenheit als Geschäfcsträger fungiren.
Heute früh sind alle Minister nach Ncuillo gegangen, _wo ein INinister-Rath unter dem Vorsß“ des Königs stattfinden 1011. Es wird, so heißt es, die Orientalische Frage zur Sprache kom- men, denn Herr v. Broglie habe in diesen leßten Tagen von Lord Granville eine Note Lord Palmerstons über diese wichtige An- gelegenheit erhalten.
In der heutigen Sitzung des Pairshofes ließ fich der Advokat Méncstrier zu Gunsten zweier Angeklagten vernehmm. Man glaubt, daß, um die Plaidoyers nicht zu unterbrechen, im Laufe dieser Woche keine legislative Sitzung stattfinden werde.
Die Regierung hat bis jetzt das tiefste Stil1schweigen über die ungünstigen Nachrichten beobachtet, die so am leßren Donner- stage aus Oran erhalten haben soll, wo General Trexel in einem Zusammentreffen mit den Arabern eine starke Niederlage erlitten hätte. Dieser Unglücksfall soll am 28. Juni 4 Lieues von At'zew stattgefunden haben; die Araber, heißt es ]eßk, wären 15,000 Mann skakk und wohlbewaffnet gewesen; die Kolonne der Franzosen aber hätre nur 3000 Mann gezählt. Es werden, wie man verfichxrt, zwei neue Regimenter nach Afrika geschickt werden, um die Lacke auszufüllen, die durch den Abgang dkr Fremden-Legion entstehen wird. Aus Algier vom Men 0. 111 über das Gefecht nachstehende Privatmittheilung hier eingegangen: „Die Nachricheen aus Oran sind betrübend. General Trezel, welcher ausgeruckt war, um mehrere Stämme gegen die Plackei'eien Abdel .quer's zu schi'ikzen, schlu die Feinde beim erßen Zusammentrxßcn; als aber General rez'el mit seinen Truppen in ein Deftlé gekom- men war, griffen die Araber die Franzosen und einen Theil der Fremden-Legion an. Die Imliäner wandten sich _feigcr Weise zur Flucht; und daher der ganze Unfall. Nach offiziellen Berich- ten 10511111 300 Franzosen todt auf dem Schlachtfelde geblieben; allein Privatbriefe geben eine größere Zahl an. Die Soldaten der Fremden ; Legion sind in ihren Quartieren konfiguirt. Die
Behörde ist genöchigt, fie so gigen die WUth der Franzößschm Truppen zu schützen. Treffen muthig gehalten.“
An der Börse ist eine SubscriptionÉu Gunsten der Cho- lerakranken von Toulon eröffnet worden. ie ist schon mit zahl- reichen Unterschriften bedeckt. *
General Mina ist am 17cm d. in Toulouse angekomtmn, Er ist von seiner Wunde ganz 1viede1*hergc|ellt.„
_ Jm Constitutionnel liesi man: „Es smd aus Madrsz Depeschen dis Herrn von Rayncval angekommen, welche bemer- kenswerthe Details üöer die Lage der Regierung _und der G„ müiher mittheilen. Die öffentliche Meimmg in die1er Hathstadx ist dxr Regierung der Königin und insbesondere dem “»)Mmstcrium des“ Herrn von Tot'eno sehr günstig. Ein ansxhnltcher Theil d„ Bevölkerung Madrids 111 dem liberaler: Systeme schr et'giben, doch scheue ei- zitgleick) die gewaltigen Erschüetepung_en 1111011, Revolutionen; er wünscht das Fort.“chrciten,_ die »:ntwwkehzF der constitutiomiellen anic'tutioncn und vor Allem die Beste: der Presse von einigen ihrer Beschränkungen, die allmälige V1: theilung der ungeheuren Domainen des Klerus unter die Bauern, als Eigenthümer odir als Domanial-Koloiiißen, 511 gutes System des öffenUichen Unterrichts, das sich bis auf did unteren, in der gesellschaftlichen Bewegung noch am weitesk-m zurßck'. eiliebenenKlas- sen erstreckcnnn'ißxe. Hr. v.Toreno theiltganz dieie? nfick)ten, undcj, KöniginwürdeauchwdhlihrMinisteriumindiesemSinnchandelukaß sen; allein der Widerikand kommtvon außen. Die Prcßfrethcitbesow ders crrcgtdie lebhastcstin Bissrgnisse, weil, sagtman,Spaniennich: im Stande seyn wiirde, die Vorcheile davon zu ärndcen. N11 dcnsciben Depcschen isi cine Karlisth'che oder revolutionaére Be: wegung in Madrid 11icht zu besrrgcn; die Mönche habenvii von ihrem Einsiusse verloren, * Pöbel der Scädte, der frühxr mit LMU“ so unbedingtan'rgei-ea heit dem leisesten Winke dir „“;-111511“ gehorchte, ist ]th gigen aufgebracht, so daß dée Urbanos und _asmäßigten Bürger Existenz der Mönche schükzcn müssen. O_xe Vorfälle in Sar _aoff'a haben besonöers em lebhaftes“ Staunen erregt; deim d1 Stadt galc als dem WTSnchswex'en schr «*g-:ben; es is einyd Städte Spaniens, wexche die meiftin Klöster zähk't. Die Na richten aus dem Süden des Königreichs sind im höch1€en Gra béfriedigend. Jedseits der Sierra Morena giebt es nur wenige Guerillaz; ganz Andalusicn ist in tiefem Frieden; der revolution; 11airc Geiß, das Verlangen, “dic Cortes von 1812 zu haben,»: fich hier in den W0nsch umgewandelt, die nothwendigcn Vm besserungen, jedoch ohne dffct1tliche Unruhen, zuUei'haltcn. M11 Bewegung untér den Parteien ist in den Königreichanu lencia, Murcia und in den beiden Castilien, und was aui; die Karlisten sagen mögen, hier werden six: 0911 der Bevöiku rung nicht unterstützt werden, wenn vox Allem die RegierUng der Lönigin fich auf den natio1ma1en Geist und die Stadt-Mixi 111711301 will. Die Depcséoen fügen, wis es heißt, noch hinz'a daß die Verweigeruxig dcr Z::xsrvcncwn Weniger Eindruck gem'a hat, als man anfangs gcgiaubt hatte. Soit der Aufhcbgng *- Belagerung Bilhao's haben die Regierung und der öffentli- Geist ein weit höheres Vertraum auf sich 121071.“
Die Sentinelle des Pyrenées vom 161211 d. meld „Die Karlisrische Armee, aus 16 Bacailioycu bejiehend, schi. sich schon an, vor Puente de la Rehna Baecsrée-Zn aufzufüh als das Aurücken Cordova's, an der Spiße rox: 81:00 91101 sie veranlaßte, die Belagerung aufzuheben. Die Kolonnen Christinos rückte in Puente de la Rsyna ein; fie hatte mehr.!- Karlisten gefangen genommen, die gerade mit der Aufführung 1111 Batterie beschäftigt waren. Ein K_arltüisches Bataillon,oax erste Cascilische genannt und aus Chmsrinos gebildet, die MD gai'a und an anderen Orien gifaiizzcn genommen woxdcn weir“ isk mit seinen Offizieren zu 01111 consmutxonnxlleti Heere wredt Übsrgegangen (vergl,*die Nachsthrifc zum 90:11qu Ylaxie 11 Staats-Zcicung) imd 1111th Trowmehchlag in Logrono emgqot acn. Alle Chapexgorkis, die in Bicgara, Villafmnca 1111 Öchandram in die Gewalt“ der Kgi'likéen gefallen waren, sind in Oäate; fie haben noch mehr dazu gedraiht wer- den können, in die Reihen dir Znsnrgenten zu tre- ten. Die Forcificaeionen bei Btlbqo r11ck211 schne1ljvor- wärts; bald wird die Stadt gegxn glle 201911172 dcr Karlrsbschen Armee geschüßt seyn. _ Die Zchhkefc aux dem einfachen Grabe Zumalacarreguy's bestehcöaus sdlxzenden bechcungspollen Wor ten: „„Hier liegt der Sieger jiber Sola, Daerfield, Valdez, Quesada, Rodil und WTina, dio.- zu ihrem Befehl die Bevölke- rung Spaniens", zu ihrer Unterstüßung die Regierungen Eng lands und Frankreichs hatten!““
Heuxe um halb 2 Uhr wurde wieder an der _Börse folgend teleqraphische Depesche angeheftet: „Bayonne, 20. Juli. Y (551111101 Harispe an den Minister des Innern. Das Tren am löten “bestäxigt sich; 1111111 hat sch auf den haider: Ufcrq '- Ai'ga bei Barraja und Ai'tajona gejchlagcn. Auf dem [mkc- Ufér wurden die Karhsrsn nach Lagarda zurüokgcworfcn: aufba- rechten zogen fie fick) nach Otecza ynd Hon Cazkos nach EFW“ zurück. Cordova ließ am 17ten ihr? Excellungcn rekdgnosqu Das Resultat ist" noch 111c1ckt bekannt. Es tjc das 3. KailiscischiOa' taillon, welches zu den Qhrisriiws Übergdgangen.“ Deeje Dxpc1chk war, wie man sich denken Fami, der“ Gegenstand voi: tqujeUW lei Vermuthungen. Naeh der_ Rxchkung, welche die Karltßk eingeschlagen haben, 1chemen 119 nch 'von den Gehxrgeti 10 W fernen, was glauben ließe, kdax; ore .)[mnee de'." Königin ck" den Weg dorthin versperrt hatte, und man meint, _daß die Ka listen nur in den Gcöirgin z-u furchtcn sehen. Außchxin UW behauptet, das Hcci' des Don Carlos sey sehr zuiamminx schmolzen; viele Gcbéx'gs-Bewohncr ©1116 Navarra wären lic , in ihre Heimath zurückgekehrt, als daß sie untcr- Anführer" 9 dient hätten, die nicht ihre Landsleute find. Es 111er “No? sich::rc, das Karléstische Bataillon, wisches zu den'ChUskl" übergegangen, wäre der Nack;hut zugcthiilc wvrden, trctl man!“ nicht recht traute. General JILoretio soll, als die Karltskkn“j 10ten sich zur Flucht wandten , von seinen'cigencn Lexicon, gk * tec worden seyn. Die obige- Depesche hac ubmgcns alls die S1 nischen Fonds keimn Einf'iuß auSgciibc.
. _, , ß
--- .s cute schloß 5proc. Retm'. (111 00111". 109. 15. 3er
011111“. 79.9225. Sproc. Reap. 1111 ('0111'. 97. 35. _Span. 51?[ 41-2. Zproc. W:. Cortes 40-1. AuSg. Schuld 11.
Frankfurt a. M., 21. „Juli, OZZYUU 5pl'ok- M““. 1.022. 10“ HJ,. 4proc. 081. 981. Exproc. 51-3 271“. kpkoc-Lo G. Bank-Aetien 1028. 1.027. 'J)art__.-Obl. 1102". 140-F- & ou zu 5111103. 11111. 11131. Loose zu 100 G. 2131. G. Mo Präm.-Sch. 01,11. 59.1. do. 4proc. Uni. 98-15 98-1. Pkl"; , 091. 691, 5proc_ Span. Rente 40-1. 40-1. sproc. do. 24?-
. .....-„.......-.....-..-..-.-«.. «_.- .-.
WWRTÖacccur C'“ „ckck. „_ck; Gedruckt bei A. W. Hayn-
und, was das Scltsamsre 111,
1 “Handels, des Seewesens,
Die Polen haben fich jedoch bei jenem
Allgemeine
sch
iStWtJ-Zeitung.
; Préußi “.'-H0
Berlin, Mittwoch den Wilen Juli
' - «„,-„WOK.- ._.-“"...““. QIP“: - :-*__. *- ...-«.,.: „_; ... ., ,
.___-„_...
A.mtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Das Königs Majestät haben geruht, dcn Kammergex'ichts; ?'akk) Grafen yon der Schulenburg an das Ober-Landes- «:ck: zu Breslau und den Obcr-Landesgerichts-Rath, Nico- o'vius zu Frankfurt a. d. O. an das" Kammergericht zu ver-
s en. H Se. Maxestät der König haben den Land; und Stadtgerichts- «ffessor BUOU) m **))?Uhlhalxscn zum Justiz-Rath zu ernennen m das desfallfige Patent “lelerhöchek zu vollziehen gcruht. Der Zustéz-Kommiffai'ius Emil Giersch zu Posen ist gleich zum Norat'ius im Departement des Obcr-Landesgcrichts . Pojen bestellt worden.
Ablgeréisx: Se. Excellenz di't' Großherzogs. Mecklenburg- chwercnsche Otaacs-Minister, Freiherv von Plessen, nach admigsluft,
“Zeitungs-Nachrichten. A u s l a nd.
Frankreich.
Paris, 22. Juli. Der König kam geskern Mittag ur tadt, Und arbeitete nach einander rnit den *));imstcrn der Zu iz, der Finanzen, des Krieges und :: aus'wärxigen Angelegenheiten.
Man 1prach schon seit einiger Zeit hin und wieder davon, -aß der Gesundheits-Zuffand des Herrn Thiers seinen Freunden esorgnisse eiyfiöße, und daß seine Aerzte ihm gcrathen hätten, 11) von den Geschäften zurückzuziehen. Der Minister hatte die- -, Rath unberücksichtigt gelassen, und nachdem ihm ein Urlaub * einer Reise nach Italien bewilligt worden war, erklärte er ald darauf, daß er auf die Rexse verzichte. Die schlimmen Fol- m der übertriebenen Anstrengung smd nicht ausgeblieben. Vor- .eßem isl Herr Thicrs plötzlich so krank geworden, daß er zu am bracht werden mußte. Auf den Rath des Arztes ist der 31 in er 11ach„seinem'Landfiße bei Neuilly gebracht wvrden, wo
1 gegen Abend der Zustand des Kranken so verschlimmern, aß zwei _Ai'i'zte die ganze Nacht “hindurch an seinem Bette tva- -en mußten. Heute O.!korgcn geht es indessen etwas besser. lese Krankheit hat das ganze ONinisicrium in Bewegung ge- ht, da man allgcmein glaubt, daß Herr Thiers seine Entlass'u'ng nreichen werde. Der König läßt sich täglxch zwkimal“nach dem efinden des - Minißcrs erkundigen.
Ueber die gestrige Sißimg dcs Pairshofes ist noch zu elden, daß der Namcns-Llufruf zwci abwesenöc Pairs ergab, ämlich dcn Marschall Oudinor, dessen jüngster Sohn, Comman- ur eines in Afrika stehenden Jägcr-Regiments, bei der lcßten ffaire mit Abdel Kader gccödtcc worden ist, und dcn General erthezé-ne, der kkank damcder liegt. Nach dem Advokaten Me- estrier, der die Vertheidigunq zweier Angeklagten führte, plai- irten noch fünf andere Advokaten, worauf die Audienz geschlos- en wm'de. -- Die heutige Sixxung begann mit dem Verhöre
ehrercr neuerdings vorgeladenen Zeugen.
Der Moniteur enthält einen Bericht des Ministers drs [fentlichen Unterrichts an den König, und in Folge dessen eine öniglihe Verordnung , wodurck) 111 der medizinischen Fakulxäc 1" hiesigen Universttäc ein Lehrstuhl für pathologische Anatomie krachtec wird, zu dessen Begründung bekanntlich der verstorbene “Upuutrcn cin char von 200,00" F1“. ausgesetzt hatte.
Die beiden in Paris bcfindlichcn Kriegs-Gcriciue haben in en Monaten April, Mai und Juni 71 Personen vei'urthcile, acunter 27 zu i::famiyendcn Strafen.
Der „Rachrmaceur“ 0011123. Mai enthielt einen Artikel, Worin die Polizei beschuldigt wurde, daß sie die Volks'a11f1ä11f--, die um diese Zeit auf den Boulevards stattfanden, sclbjt veranlaßt Skt,“ um demnächst durch die Unterdrückung der.elbcn 1311" Re- Zerung ihren Eifer zu bezeigen. Am Schlusse dieses ?sx'tikci's "'ß es: „Bürger von Paris, wenn ein großes Volk dicse Un- Ußkn, wovon es die Quelle kennt, nicht länger will, so 111111; es _nen auch ein Ende zu machen wissen; läßt es fich dieselben ru- !9 gefallen, so darf es s1ch nicht beklagen, aber es verdientauch lcbt die aUgemeine Achtung.“ Nachdem der Polizei ; Präfekt egen dieses.?[rtikels gegen danerausgebcr dcs „Réfornmteur“ errn Jauffrenou klagbar geworden, und sich den Advokaten
erkn Philipp Dupin zum Verthcidiger gewählt, wurde der Pro-
111 “ßseßern vor dem hiesigen Assisenhofe verhandelt. Herr Jaus-
mou, der zu diesem Bchnfe seiner Haft in Ste. Pélagie für Augenbltck entlassen worden war, erschien unter der Asfistcnz „erm. Raspail, den er sich zum Anwalt gewählt hatte. enen dicses Lehrern Waren mehrere Zeugen vor- [aden worden, um den Beweis zu führen, daß die „ deni inkriminirten Artikel enthaltenen Thatsachen der “*“ l"hett gemäß wären. Herr Armand Carrel, einer dieser Zeu- "'- und Haupt-Redacteur des“ „National“, erklärte, daß ihm kseine Person jene Thatsachen zwar unbekannt wären, daß essen alle republikanische Blätter der Meinung wären, die da- “ligen Un_ruhen seyen von der Polizei selbst angeregt worden. .“ Her „Carrel keine bestimmte Fakta, namentlich darüber, daß ' Polizei Geld vertheilc habe, unter der Bedingung , daß die pfänger: „Es lebe die Republik“ riefen, beze1chnen konnte, Y:"nge der Advokat Dupin, daß der Präsident ihm das "| entzxehe und zu dem Verhör der übrigen Zeugen übergehe. 5 mm wxdekskßte s1c_h aber Herr Raspail, indem er bemerkte, u"Zütsäw Beweqe, eben o gut wie materielle, seinemKlien- "sm" sure konzmen müßten, und als der General-Advokat diese tm'a -: ehr entsthteden bekämpfte, stellte Hr. Raspail folgenden 8 „Ick verlange im Namen des Hrn. Zauffrenou und nach
dem Buchstaben des Geseßes vom 20. Mai 1819, daß der Ver- thetdt'gung voller Spielraum gelassen werde.“ Nach einer halb- stündigen Beraxhung verfügte jedoch der Gerichtshof gegen die- sin Anxrag, daß_die Zeugen nur in Bezug auf solche That1'achen, die zu ihrer periönxichcnKenntniß gelangt, befragt werden sollten. Herr Cauchois-Lcmairc, dcr Haupt-Redacreur des „Von Sens“, jagte darauf aus, daß mehrere Personen in sein Bureau gekom- men wären und sich über die Brutalität der Polizei beschwert hßttxn. Herr Rodde, sein Mitarbeiter ( fügte er hinzu), könne h1erubcr_em Mehreres mittheilen. Letzterer meinte, jene Per- soncn„„hacten ihm bewiesen, daß die Polizei den Aufstand oi'gatnsU't habe, indem sie die ,Mai'seillaiye und die Car- magnole habe einstimmen lassen. Als aber der Präsident den Herrn Rodde aufforderte, die gedachten Personen namhaft zu maihin, erwiederte Lckzterer, daß er sich ihrer nicht mehr ge- 11aU entsmne. Die Redacteure dcs „Messager“, dcs „Constitu- t1onn9l“ und des „Courrier frangais“ erkxärtcn ebenfalls, daß ste kenxe bestimmte Fakta bezeichnen könnten, daß aber nach ihrer moralqchen Uebei'zeugung die Polizei allein an den Volks-Auf- läufcn tm Mynat Mai Schuld gewesen ser). Ein anderer Zeuge 111th aus, daß er gesehen habe, wie Bürger, die sich völlig ruhig ch'hlelten, von Leuten, die mit Stöcken bewaffnet waren und von den Stadt-Sergeanten beschülzt zu werden schienen, gem:ß- handelt worden wären; die Frage aber, ob er Geld habe verthetlcn sehen , vsrneinrc c:". Aehnliche Aussagen wur- dcwauch noch von anderen Zeugen gemacht; fie klagren über quhgndlungcn , waren aber außer Stande, über das Fak- tum ciner „Bestechung Seitens der Polizei, irgend etwas zu be- siätcgcp. chh beendigtem Zeugenverhör hielt der Advokat Du- ptn seen Platdoyei', Worin er steh im Wesentlichen dahin äußerte, daß, da die Zeugen-Aussagen die Beschuldigung dcs „Résorma- teur_“.“, dat; die,Polizei die erwähnten Volks-Aufläufe selbst an- gestiftet habe, 111 keinerlei Weise bestätigten, diese Beschuldigung 17111" 110ch als eme reine Verleumdung erscheine und als solche gcjeßlichgeahndet werden müsse. Herr Raspail hielt einen sehr ayssührlichen Vortrag zur Veitheidigung seines Klientin, worauf die Andie" auf kurze Zeit suspendirt und um 8 Uhr Abends nieder erö ner wurde. Nach dem Requisitorium des General- ?[dvokateti, der*Replék des Herrn Raspail und dem Résumé des Präsidentin, wurde Herr Zauffrcnou zu 3monatlicher Haft, emehi'Éseldbuße von 3000 Fr. und in die Proxeß-Kosten ver- um ei . “
' Jm National liest man: „W'k'r hören, daß ein Mitglied des Parquets, Herr Chegaray, sich gestern gerühmc hat, er kenne den Aufenthalt von 6 der aus Ste. Pésagie entxvichenen polici- schext Gefangenen. Wir hoffen, daß Herr Chegm'ay schlecht un,- terrechtec gewesen isk; aber jedenfalls scheint es uns rathsam, daß diejenigen der Entsprungenen, die sich noch in der Hauptskadt befinden, nicht allzu sehr auf den schlechten Erfolg rechnen, den die Nachforschungen der Polizei bis“ jekzc gehabt haben.“
_ Der Baron Larrey 01 gestern Morgen um 4 Uhr in Be- gleitung von acht jungen Aerzccn nach Toulon abgereist, um den dortigen Cholera-Krankcn ärztlichen Beistand zu leisten.
Das letzte Bülletin aus Toulon giebt die Zahl der Erkran-
kungsfälle auf 44, die der Todesfälle auf 00 an. Die Total- Summe der Erkrankungen ist bis" jetzt 1059, die der Todes- falle 93:3. ' Das Journal des Débats enthält heute eine umständ- liche Schilderung des für die Französischen Truppen so nachthei- lig aitsgefallenenTreffcns bei Oran. Dasselbe fand am 28. Juni statt. Der Verlust, den die Franzöüschen Truppen erlitten haben, wird verschtcden angegeben; die Zahl der Todten und Verwun- deten scheint sick) indcß auf 800 bis 1000 zu belaufen.“ Die Köpfe der gctödteten Franzosen wurden von Mascara nach Be- |idah Über Chorea , Medea und Miliana zur Schau umher ge- tragen. General rezcl hat seine Entlassung eingereicht.
Die Nachricht von der Niederlage des" Generals Trezel isk yach Algier 'zu Lande von Arabern gebracht worden, welche aus- 1agten, daß le in Mascara 14 Französische Kassen, musikalische Iqstrumcnre und Fahnen qcs.-hen hätten, und hmzusügten, daß 1111191111 Truppen der Rück_;ug abgeschmccen, und daß ein Theil 111119111“ Soldaxen 11111" dura) die Fiucbt nach Arch auf Han- dcxsschéffcn entkommen Icy. Ti s: Araber sagten zu dem Gou- veriscur: „Wirf uns in's Gefangmß, und wenn wir die Un- wahrheit gzsagc h-xben, so laß uns den Kopf vor die Füße legen.“
Die .Herren 'sranconi habn vorgestern Abend tm Cirque „Oxympich eincn nxucn Beweis von ihrer wahrhaft bewunde- rungswürdigcn Gedehiokltchkeie im Abrichten der Thiere abgelegt. Ihr Elephant Kcount hat näml1ch an jencm Abend zum ersten- maTe eincn Tanz auf dem gespannten Seile aixsgeführt.
Jm Journal de Paris liest man: „Es heißt, Moreno sey durch seine eigenen Truppen getödtet worden; aber dieses Gerücht verdient BestätiZUng. SaaLFSfikld ist in Pampelona an- FesLomzxt-cn, wo er sich als Ober-Befchlshabcr hat anerkennen a en.
Der Constitutionnel enthält folgendes Schreiben aus Bayonne vom-17ten d.: _ „Wir erhalten endlich authentische Details" über die Bela erung von Puente de la Rcyna. Es ist nicht wahr, daß die arlisten die Belagerung am 12ten aufge- hoben haben; an diesem Tage waren im Gegentheil Don Car- los und Eraso mit zahlreichen Streitkräften erst vor dem Plahe angekommen. Die Bewohner der umliegenden Dorfschaften wurden aufgefordert, sich bei Todesstrafe vor Puente de la Reyna einzufinden, um dort an den Tranchéen und Batterieen zu arbeiten. Wirklich wurden auch am 13. Juli mehrere Ka; ndnen und ein Mörser in Batterie aufgestellt, und man beschoß dre Stadt den ganzen Tag über, jedoch ohne großen Schaden anzurichten. Die Karlistischen Artilleristen sind nicht sehr ge- schickt,* dax haben fie bereits öfter und namentlich auch vor Bil- bao bewiesxn. Am14ten Morgensmachte die Garnison einen kräftigen Aus-sall und überrumpeln die Belagerer, welche bereits auf eine Ca milation rechneten. Eine Kolonne von 800 Mann warf sich an die Bateerieen, zerstörte sie und bemächtigte sieh des Mör- strs, 11achdem sämmtliche ArtiUerisken und ein Oberst, des Don
1835.
,. „__-_ ... ..- ... „_..-.„xW-K “„TQQZ-IJZ-“Z;
Carlos getödtet worden waren. Mittlerweile war der Genei'al Cordova in Larraga angekommen; seine Division, 8000 Mann stark, schickte sich an, die Karlisken zwischen zwei Feuer zu 1190- men. - Es ist gewiß, daß Puente de la Rehna entseßt werder; wird, wenn es nicht schon geschehen ist.“
DcrIndicateur de Bordeaux vom 181en berichtet, daß mehrere der in San Sebastian gelandeten Enqliéchen Söldlinge, die unvorsichtig genug gewesen, sich außerhalb der Mauern dei: Stadt zu wagen, von den Karlisten aufgefangen und vor Don Carlos geführt worden find.
Eben dieses Blatt enthält Folgendes: „An der Gränze wird noch immer die strengste Wachsamkeit geübt. Bei dem Zoll-Amce von Ainhoa ist ein Englischer Karlistischer Agemt verhaftet worden, welcher sich nach Bayonne durchzuschleichskl suchte. Dieser Agent, der sich Edmund Ryan nennt, hatte viel Gold bei stch; er war schon einmal auf dem Wege von Frank- reich nach den insurgirten Provinzen ergriffen worden. Man Zar ihn vor die Behörde von Bayonne geführt, wo er ausgesagt
at, daß fich bei den Karlisten Geldmangel verspüren lasse, und daß deshalb zahlreiche Desertionen stattfänden.“
Großbritanien und Irland.
-- «» London, 21. Juli. Heute wird die Corporations-Bill im Oberhause zum ersten Mal verlesen werden, nachdem dieselbe ge- skirn im Unterhaus: durchgegangen is'. Was nun im Oberhause auch damit geschehen mag, heißt es jcße unter den Whigs, so seyen doch die Minister entschloffen, nicht zu weichen, so““ lange sie eine entschiedene Mehrheit im Unterhause hätten; weil, wre ja auch Sir Rob. Peel selbst vor kur em erklärt, alle Gewalt in demselben ruhe. Aller Au en smd al o auch vorzüql1ch auf die- ses gerichtet; besonders ge pannt aber ist man auf dessen Ent- scheidung über die heute Abend vorkommende Frage, ob die An,- eignung des Ueberschusses mit der Jrländischen Zehnten-Bill 011“; einigt bleiben, oder besonders verhandelt werden solle. Bei den Tories scheint noch immer die Ueberzeugung zu herrschen, daß da; Unterhaus den ministerieüen Plan nicht billigen, und die Mini- ster also abdanken werden. Ich muß jckzc aber daran zweifeln, besonders auch darum, „weil weder Wellington noch Peel eincn besonderenC'ifer blicken lassen, aufs neue die Regierung zu über- nehmen, ehe die Kirchen-Sache abgemacht ifi. Ihre Rückkehr zum Ministerium in diesem Augenblicke wüyde Um so schwieri- ger seyn, da so viele Tories, die es fich vor ein paar Monatm stillschweigend gefallen zu lassen schienen, daß fie für Reformer gelten, seit kurzem diese Maske wieder abgeworfen und fich für Gegner selbst derjenigen Nkaßregeln erklärten, we1che Peel, aua“) von den Whigs kommend, billigt. Besonders wiirde ihnen di." Unbeugsanikeit der Orangisken unsägliche“Schwierigkeiten in den Weg legen. So haben dieselben eben wieder" in mehreren Städ- tsn und Dörfern den 12. Juli durch Aufzüae begangen und selbs1_d_er öffentlichen Gewalt thätlichen Widerstand geleistet, so daß dicielbeaufsie feuern mußte ; ein neuerBeweis, daß mamauch ohne Den's Theologie zu skudircn, ein schlechter Unterthan werden kann. Das ebe_n versammelte Comité- zur Untersuchung des Oranqisccn- wesens 111 Irland ist auf den Beweis gekommen, daß nicht mir einzelne S_oldaten Mitglieder von OrangistensLogen geworden, sondern dq]; es in mehreren Regimentern eigentliche Logen gicdt, was afls em Verbrechen gegen das Kriegsgeseß angesehen wird. anw1schen habe_n die Minister doch erklärt, daß sie das vorjäh- rige Zwangs-Geieß, welches sowohl gegen die eine Partei, als gegen die andere gebraucht werden könnte, nicht erneuert zu se- hen wünschen, dagegen aber wollten sie zwei andere, mildern! Verordnunqen vorschlagen, womit im Nothfasl die Regierung sich zur Erhaltung der Ruhe verstärken könnte. Aber ami) daß die Kat olikcn fich ruhig verhalten, macht man ih- nen zum Ver rechen, da es ein Beweis ist, daß fie O'Con- t_1ell zufrieden ge11ellt.- lezcen Sonnabend fand hier eine Ver,- 1ammlung starr, welche, j„e 11achdem es den Pauei;Ansichccn frdmmt, für höchst wcebttg oder sehr unbedeutend geschiiocrc tvird. Sie geschah, der Ankündigung gemäß, um über die Ilb- schaffung dcs Zeitungs-Stcmpels zu Rache zu gehen, und Lord Brouxiham führte den Vorsitz, Aber nach dessen „Rede, so wie denen O'Connell's, Roebuck's u.Ä. zu schließen, wollte man sich ein- mal wieder nach Herzenslust gegen die Times", den Morninq Herald, das Oberhaus u. s. w. Luft machen, wozu dieses eir'se jahr gu_te Gelegenheit gab. .Der, Saal war voll; da aber kein ausgezeichneter »))?ann zugegen war, außer denjenigen Radikaxcn, welche bet jeder Gelegenheit im Unterhause über diese Stempel.- Gebühr als ein Hindernis; gegen die Verbreitung ihrer Lchkcn gekiagx haben, so wird fich das Parlament schwerlich beeilen, diere Steuer abzuschaffen, besonders da nicht abzusehen ist, wie der dadurch entstehende Ausfall von beinahe 600,000 Pfd. zu ersetzen wäre, und sich ohnedies im Laufe des lehren Jahre?, statt eines Ueberschujses', eine Lücke in der Einnahme erg'cbcn hat. Indessen, wenn der Stempel nicht abgeschafft wird, 1111111 das Geseß gegen den Herausgeber ungeskempelter Zeitungen qe: schärft werden, da diese bei der Ermunterung, die ihnen jéne Versammlung giebt, bereits kühner zu Werke zu gehen angefan- gen haben. Sie bestehlen dadurch die', welche demGeseize ger horchen, verbreiten ihre rcvolutionairen Gesmnungen unter dcn niedriZsten Klassen, und nur wer ihnen cbcnfails durch ws [fene Tagb! cter entgegenarbciten möchte, findet 1121) durch das . escß gesunden. "
Niederlande.
Aus dem Haag 23. Juli. Se. Köni [. o eit“ d PkriZz von Oranien ist ,wieder nach dem HaupthartZreh zurüiT ge e rt.
Bélgien.
Brüs s el, 23. Juli. Den aus den Provin an ei N9chr1chtenzufolge, ist auch dort der Jahrestazz der stecgung des Kömgs in allen Kirchen gefeiert worden. *
Die Ernennung desGrafxn Joseph von Baillet um Gesandten in Berlin ist in jeder Hénfici): eme sehr passende Mahé Graf Baule:
n§ehenden hronbe-