Die“ Times or ährt heute Folgendes nach einem „ rländi- schcn Blatt: „Am ontag Abend wurde ein Mann , J amens John Sheehy, ungefähr 70 Ja r alt, in der Nähe von Ballin-
-» [anders von“einigen Kerlen ers ossen. Er war, wie man vor- nimme, der [chte noch lebende Erbe einer erblichen Pacht, und um diesem 'Recht schneller ein Ende 11 machen, schaffte man ihn
' 'auf diese Weise aus dem Wege. Er “und dann schossen fie ihn todt. Als wir (fügt die Times hinzu) die Bemerkung machten, daß diejenige Bestimmung der Zrländi- schen KircheaniU, welcher zufolge Pfründen mit dem Tode der 'jißigen Inhaber aufgehoben werden sollten, möglicher Weise zur Ermordung dieseanhaber führen könnte, als“ einem kür- zeren Prozeß, um die Pfrßnden zu erledigen da äußerte Man- cher großen Unwillen darüber, daß wir den * rländern eine solche Schandthat zumuthcn könnten. Mögen diese Personen ]“th obige Geschichte lesen!“ -
Madame Malibran soll durch ihre kurzen Engagement:; im Drurnlane- und CoventGarden-Theater dem Herrn Bunn 10,000 Pfund eingebracht und als Honorar 3510. Pfund erhal-
ten haben.
ZmPlymouth ournal liest man: „Der Major Sloane, der früher bei dem 23 en Füfilier-Re iment stand, befindet sich cht in Plymouth und wirbt Manns aften für das 412 Regt“; ment der Königin von Spanien. .Der Offizier-Etat desselben ist schon komplett; die Offiziere halten sch 111 den benachbarten O1"- ten auf, wo fieebenfallß werben; obgleichdas Depot.cr| wenige Tage hier“ 10,00 find doch schon 100 tüchtige junge-Leute zusam- mengebracht, und die Zahl „derselben nimmt rasch zu.“ „ „
Aus St, Sebastian snd „gestern Briefe vom löten 0. hier einge augen. In einem derselben heißt es, dchimes zu,- solge: „ ie Engländer sieben mit unsern Landsleuten und mit
der Garnison in brüderlichem Vernehmen. Wir haben viel Gu;
tes von ihnen zu erwarten. Von Bilbao ist ein Boot hier angekonv men; es war 'edoch bis gestern Abend dort nichxs Neues“ vorg-x- fallen. Das inzige, was man von den Bewegungen der Kat"- listen wußte, war, daß sie Puente de la“ Reyna belagert, als abér
der General vaez mit seiner Division herangerückt war, 110),
ohne ihn abzuwarten, entfernt hatten.“
„In Beziehung auf den bekannten G1*änz-Streit.zw1sche11Ohio und Michigan bemerkt ein Schreiben aus Philade phia in dcr Times: „Ohio ist ein selbstständiger Staat, und als solcher ei- ner der Theile des Amerikanischen Staaten-Bundes; Michigan dagegen gehört für cht noch zum Gebiet der Vereinigten Staa- ten, ol'ne ein selbßßäudiges Mitglied derselben zu seyn. “Sobald seine evölkerung stch auf 00,000 Seelen beläuft, dürfte der Kongreß diesen Dißr'ikt als einen der Staaten des Bundes an- ei'kennen; bis dahin Zac Michigan keine Souverainetätsrechte 0113311111101; der Prä ident der Vereinigten Staaten ernennt 0111 Gouverneur und gewisse Beamten. Jm Kongresse wird es nicht rcpräsentirc; nur im Hause der Reprä- sentanten hat es, wie jedes ähnliche Territorium, einen Abgeord; neten, der seine Bedürfnisse vorträgt, ohne Stimmrccht zu 11101,- zen. Der Senat vertritt die Staaten als solche, in seiner Mitte kann daher ein solcher Abgeordneter eines bloßen Territoriums nicht erscheinen. Hieraus folgt nun, daß nicht Michigan, sondern der Kongreß die GränzencZu bestimmen hat; von einem Gränz- streit zwischen" Ohio und ?icbigan kann daher dem Rechte naeh gar keine Rede seyn. Wahrscheinlich wird, um einenKonflikt zwischen Staaten 0 vermeiden, der-Kongreß die Gränzcn noc!) reguliren, bevor Michigan als Staatanerkatmt und in den Bund aufgenommen wird.“
“ “ Zu der geseßgebenden Versammlung von Maine in Nord- Amcréka wurde in der lesion Session von einem Herrn Smart dec “31111109 gestellt, daß alte Junggeseüen zum Becken unverhei- rarheter Damen von einem gerrij'sen Airex hxsteuertMerden soll- ten. DieDebatten darüber waren ziemlich belustigend. Unter Nn von 0111 0110110011010?thMännern vorgeschlagenen Amcnde; mem:: befand fick) auch eines, wonach jeder Mann, der fünfmal cine» Korb bekommen oder sonki 1111111110011? bei semen Heiratßs; Bewerbungen gehabt hätte, von den Bexümmungen der einge- bracht111 Bil] ausgenonuncn seyn sollte. Ein Herr Jordan wollte sogar Prän11en fÜr alte Zungqeseüen, n_ach Berhälmtß ihres “211- tcrs, ausgesetzt 11710111. Die Bil! wurde übrigens bis zur näch- sten Leqislatur zurückgelegt, so daß die Junggesellen noch Zeit genug haben, Kah dagegen zu rüßen.
_ An .der csirigen Börse ing allgemein das Gerücjzt, daß die Weßindische nieihe dem Ab chluß nahe sey, und daß man gleich die ganze Summe von 20 Millionen Pfund kontrahircn wolle. Getraide-Durchschnitkspreise in vergangenerWoche.
Wöchentl. Sechswöchentl. o . Wei*en . . 42 Sh. 1 P. 40 S1). 9 P. 46 Sh. 8 P. Geräe...Wv10 281111» 1911101» „Hafer. . . 23 11 23 12 Roggen . . 29 7 31 22 Dohma . . 40 1 40 9 Erbsen . . 45 0 » 30 . 11
Belgien.
Brüssel, 27. Juli. Der hiesige Moniteur enthält Folgendes: „Wir hatten in unserer Nummer vom 240211 auf die neuen Angaben einiger.Oppoütions-Blätter iiber die angebli- chen Sahrirte der Franzö “101111 Regierung, um die Aus'liefcrtmg der aus Stk. Pélaqic (.ntwichenen zu erlangen, geancwortct. Aber 011 genannten Blätter haben es“ nicht „für gut befunden, un-
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machten sie ihn betrunken, *
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schluß der Regierung verkündigt, keinem jener Entsprungenen den Aufenthalt -'1n Belgien gestatten zu wollen. Dieser Beschluß ist bereits auf Herrn Guinard angewendet worden, der einen Paß nach Ostende unter der Bedingung erhalten hat, [ich gleich daselbst einzuschéffen.“
Der Laffationshof hat in seiner vorgestrigen Sißung den Antrag des Syndikats der Wechsel-Agenten, das Urtheil dcs Königl. Gerichtshofes in Betreff der unvereidigten Mäkler zu kasstren, verworfen, und ist der Meinung der ersten Richter bei- getreten, daß keine Corporation dcr Wechsel-Agenten und Mäkler mehr existire, und daß es einem Jeden freistehe, Kommissions- Geschäfte am Plaße zu machen.; '
Deutschland.
, Darmstadt, 24.300“. In Bezug auf die beim Landtage im Großher ogrhume Hessen zur Sprache gekommene Beschrän- kung der effentlichkeit der Rechtspflege enthält die Allge- meine Zeitung aus Darmstadt unterm 16. Juli Folgendes; „Zn unverer Provinz Rhein-Hesfixn besteht der Grundsaß unbe- dingter Ocffe1ulichkair dcr Rechtspfiege, namentlich in Strafsachen, wic 111311011, wo Französsches Recht gilt, und worin in Frank- rxich 10160 die einigermaßen modifizirenden Beßimmungen der Charte von 1814, und der von 1830, wenigstens bis jeßt keine zur Anwendung gebrachten Aenderungen bewirkt haben. Die
smycn in der Provinz Rhejn-Hejscn auf dem diesmaligen Landtage vor, desen Artikcl ] bestimmt, daß das in der, in der Provinz Rhein-Hessen bcstchcndcn Stt'af-Geseßgcbung enthaltene Prinzip dsr Oeffentlichkeit derGerichts-Verhandlungen auch fernerhin gelten sollte; glcichwoh1 könnccn “Lias“nahmen stattfinden. Art. 21“th dann fest: „ „Wenn nämlich eine Verhandlung vor den Kriminal-GcriMs- höfen, vor den Zuchtpolizci- odereinfachen Polizei-Gcrichren gefährlich für die öffentliche Ordnung und Sicherheit, für die guten Sit- ten, odec für den guten Ruf und die Ruhe nicht bei eiligter Individuen oder Familien 1110101111, so snd die befaßte" *crichte . bcfuqt, die Verhandlung bei verschkossenen Thüren zu verord- 11cn.““ Art. 3 ordnet dann an, daß das Gericht in einem solchen * Faüe, auf den Antrag des öffentlichen Ministeriums, des Be.- schuldigtcn der etwanigen Civil-Partei, oder selbst von Amt:?we- gen, em förmliches Unheil mit Moxiven erlasse. Ausgenommen von diesem Urthcile _seyen aiißcr den bei dec Verhandlung be- schäftigten Personen, wixkléche Magistrace und Gerichts-Angehöx rige, wozu auch dée Anwälte unddie Stage-Advokatcn gerechnéc werden, und die für die Session desgnirten Geschwor11en. Nach 201.4 kann dieAnordnung der vet'sckzloffenenThürcn in jedem Momente der Verhandlungen, fü? diese ganz oder für T1)eiledersclben stattfinden ; nur die Vorkündigung chEndurrheilö, und bei dem Asfisex1-Gerichts- bose die Erkiärung der Gcsckxworncn, müssen öffentlich geschehen. Art. 5 verfügt, das; gegen solche Urtheile kein Recours zuläxfig sey. Art. 0 endlich spricht aus, an Sonntagen und christlichen Feiertagen dürfe keine öffentliche Verhandmng in Strafsachen |1attfinden. Dic Staats-Regisrung begleitete den GeselZ-Entwurf mit Motiven. Diese bezogen-ficb auf den Artikel 87 des in der Provinz Rhein-Hcssen geltenöen 130111: 01011, worin für Fälle öf- fentlichen Skandals odcr großer Unbequemlichkeiten bei verschlos- senen Thürcn verhandelt werden kann, und auf den schon vorhin angedeuteten Artikel 04 derFranzösischen Charte von 1814 und 1830, wonach aucl) Strafsachen, wenn die Oeffentlichkeit gefähr-
*auf die„Schamhaftigkeic, skandalÖsc „Handlungen vor einem
sere Entgegnung aufzubehmen. Welchen Grund hat dicse poii; tische Unrccixilxäzkcii? Wir können uns dirselße einigermaßen 11"- ; klären. Die Belgische Regicrunq hatte kund gegeben, 0111; 110. Z von dem ihr 1111114110) znßehenden Rechte (Gebrauch machen würde, ;“ den chublikanem “ot: Aufenthaltskarm: z1_1 verweigern; 171 hatte ; 11-011», daß das Interesse des Landes dicse 0311011121311 crhcische. 1 Dtxsrs V:1*f.11ckre11 der Regierung beruhigte alle diejenigen, ' 10611196 010 VU'ehc'éle Unseres neuen Zustandes in Ruhe ge- nikßrn, 11113 mch: Wollen, daß unser Belgien im Innern b111111'05'g1, 11110 1111 Auslande als der Vereinigungspunkt aller Aufrühvxr 11110 Verschwörer bezcichnct Werde. Die offene Und bescémmie C'rkiärung dcr Regiepung sicherte ihr die„Zukkimmung des Publikums; man mußte daher, um dieser.Wirkung entgegen 11 arbeitm, die Thatsachen zu cntskcllen und die Regierung erabzusclzen 11101111, indem man die Meinung verbreitete, daß fie eum" fremden E::rgeöung fokqe, und daßes sich darum handle, die Ent101ch111e11 der Polixei eines- benachbarten Landes auszu- liefern. Die genannten Wärter scheuen es nicht, einen offenen Widerskand qegen die „Behörde anzuratben, aher sie werden weder Schwäche“ bei den Behörden, noch Theilnahme bei dem Volke finden; ihre Proj-rkce smd jetzt zu genau bekannt.“. *
.Jn dems 110111 Blatts liest man: „Einige Journale ha- ben gestern von einem Minister.-Rathe gesprochen, in welchem die Fraqe wegen der aus Ste. 923611190 Entwichenen verhandelt wor“- den wäre; dicser Minister- ach hat nicht lxkattgefunden, er wäre nxnüß gewesen. Wir haden schon vor me reren Tagen den Be-
lich für die (Gerichts-)_O!kdn1mg und die Sitten werde, durch gerichtliches Urtheil zur VcrHandlung bei be,?immen snd. Die “Mon“ve bezogen darauf, daß in dcr vorießcen Aijisen ; bei dcr Verhandlung einer
geschlossenen Thüren zu *sich sodann weiter Sißung zu Pkaénz, Anklage wegen eines“ Angriffes
sehr zahlreich versammelten Publikum beldil' Gcschlechter dar- gelegt jvorden seycn, und daß in dcr l-cßten Assisen-Sißung bei der *Procedur gegen die Giscmischct'in ZäZer, dem Publikum in de:" verbrecherischen Kunst das Gift auf eine Weise zuzubereiten, dte-dcm ausdrsehcnen Opfeö es ganz unmöglich mache, auch beider größten Vorsichc der Vergiftung zu entgehen, 11110 welche die C'ntdmkung auf's Aeußei'sre erschM-re, öffentlicher Unterrichc crthcilt worden wäre. Solche Thatsachen nähmen _eine Be- schrä11kung so sckziankenlos bestehcnder Oeffentlichkeit der Ver- handlungen in Strafsachen als notchndég in Anspruch. , Vier Stunden lang dauerten darüber die Verhandlungen im Aus- schusse, dessen Bericht eine Art Mittelweg zwischen dem jetzt 5051111010001 und den Vorschlägen der SraKtWRegic-rnng ein,- sch1ägr. Er entwick-xkt, daß die Voxtheile solcyen öffentlichen Verfahrens öftcrs dnrch deren Nachiherle aufgewogen 11.111001; s 0 bei Fleischesvcr'gehen, bciKéndcrmord, bei Vergiftungen, „ „zuwei- len auch bci Vcrbrcchén gegen den Staat““ 11, s. w. Mittermaier sey dieser Ansicht mtc Unrecht entgegen. Außer den Bcstimmun- gen der Charte von 1814 und 1830 verdienten hier der Nieder- ländische und Würrtctnberqisckw Entwurf 011116 Verfahrens in Strafsach111 Beachtung. Gegen Inhalt und Fassung der einzel- nen Artxkel mit Ausimhme dss Art. 2 liege ein erhkblicher “.)[m skand nicht vor“. Der A1"t.2 wiirde nämlich angemeffcn die Aus- nahme von Vcrhanklungcn, we1che für den guten Ruf und die Ruhe nicht betheiligter Personen gefährlich crscheénen könnten, nicht enthalten, wohl aber die zwe; anderen, im Artikel voxher angcsÜhrtcn ?lusnahmen. Sodann wünschte auch der Ausschuß die Ausnahme der einfachen Polizeigerichte in den Art. 2 weg. Dies das Wcsentlichsre des Berichts, der in seinen übrigen Thei- len meist historischcn oder theoretischen Kommentar giebt.“ (Daß der (Hefe ;Entwurf mit 25 gegen 10 Stimmen in dcr Sißun Vom 23. ); uli angenommen worden, haben wir bereits genwldetZ Unter.“ der Ueberschrift; „Die diesjährigeOskerw Leffe zuOffen- 0011)“, enthält das Iunißeft 011“ „vaterländisMn Berichte für das Großherzoqthum Hezson von G. W. Freiherrn von Wede- kind“, 1111111 Aufsatz„von dem wir hier Einiges entnehn1111. Jm Allgemeincnwar die“ diesjährige Oster-Messe bei weitem bedeurm- der, 0115 dieselbe “7.7.1220"? im vorigen Inh:, 1100 es hat selbst 11)? Umfang den dcrHerösr-Meése des vorigen Jahres nicht allein cr. rcick1t, sondern sogar in sofern übcxtroffen, als sich zur Ostcr-Messe 618 Vsrkäufcr eingefunden hauen, während in „der letzten Herbst- Mcsse 111,11" 509 anwesend waren, und als die Menge der zur Messe gebrachten Waarcn, mic Ausschluß der Wolle, welche nie- mals“ auf die F1'111)jak)rs-Meffe in so bedeutenden Quantitäten gebracht wird, wie zur Herbst-Meffc, 43,440 Ctr. betragen hat, während zur Herbsr-Messe des vorigen Jahres, die Wolleeben- falls umgerechnet, 43,153 CU". gekommen waren. Von den vor.- erwäbntcn 01:8 Verkäufern auf dieser O|er-Messe„hk1tten ich ein- gefunden: 183 aus Preußen, 119 aus Sachsen und Th1 ringen, ' 52 aus Bayern , 26 aus Württemberg, 30 aus Kur-Hessen, 90 aus dem Großherzo thum Hessen und 102 aus nicht zum Zoll- Vereine gehörigen Staaten, vornehmlich aus Frankfurt. Die Zahl der cyschienenen Käufer läßt fick) nicht auömitteln, weil_ der größte Theil derselben aus Mangel an Unterkunft zu Offenbach
Scagts-Regiexung 1ygte mm unserer zweiten Kammer eincn Ge- ' seß-anrwurf uber d1e Oeff011t11chkeit der Verhandlungen in Straf- *,
nur bei Tage zur Besorgung der Einkäufe nach Offenbach ko Nachstehend folgt eine wichtigsten Wanken unter Angabe ihrer Herkunft.
,
t_ zum ercm qe.-
Groß: Hes
herzogtb. “ „-
ien.
sen, Tim: 13011 11. Zur.-
11117811.
Preußexx Aus dem
Haupt * Sorten.
3,902? hcrigLandem
Aus Sack) rin Wurttemberg. Aus nic!)
*
Gezwirntes weißes und ge- färbtes Baumwollengarn. Baumwollcne Waaren aller Art. . . . . . Rohe Schaafwolle Wollenc Waaren aller Art. Seidene Wanken . Halbscidcne Waaren . . Graue Pack-Leinwand . Rohe Leinwand . Appretirte Leinwand . . Lcinene „Bänder, Bactijk und dergl. leinene Waarcn. Feit1e'Wachs-Lcinwand . Rohe Häute . » Leder aller Art Leder-Waarcn Papier . . . . Stangen; und Bandeisen. Eisen; und Stahlblech . „Grobe. geschmiedete Eisen- Waarcn . . . . . Feine EésEn-Waaren . . Kupfer; 0. O)?esfing'-Waaren. Nürnberger- und sogenannte ' ordinaire und feine kurze Waaren aller Art . .- quel- und Hohlglas ,. 585 Spiegelglas. ., . “. . 0 Spiegel . „. .“ . ., . „ 1 1 Porzellan . . . . 975 * „ 205 1 Fayence und Steingut . 408 20 110 & _ Summa [3001415189] 0867] 11006W Dabei ist zu berückficheégen, daß diese .Waarcn, mit Ausn der Wolle, nur aus dcnjenigcn Zufuhren an sogenannten ...,
Z AußBauern u. "! Y „ Zuka'mmkn.
Cn: 780 *
6100 1291 5797 469 068 210 510 970
497 18 980
4083 16
„JQ © :“? O
__.
191) 502 *
24 81 1 889 542 . 56 100 1
2114 75 1048 16 419 87
1000 1342, 43.31 - , _206
* 299
“ihre“
güccrn bestehen, welche während des der Messe unmittelbarw- hei'cxegangcnen Monats und noch während .der 932110? selbst, Meßlager gemacht worden sind, das; also hierunter wederdie Plakze vorher bereits. vorhanden gewesenen Lagrr-Beskände -- die Fabrikate aus den zahlreichen Fabrckcn in Offenbach beqri find. Die vorßehende Nachweisung zeigt,.daß dev Verkcör der Offenbacher Messe hauptsächlich mit Erzeugnissen und F1 katen des Zoll ; Vereins betrieben wird. Es“ liegt in der Na der durch die Nähe von Frankfurt am Main begründeten :* hältnisse, daß sich die Einkäufer aus“ dem Zoll-Verein mit ih Bedarf an auIländischm «- im Gegensatz von „Vereinslä schen“ _- Waarcn zu Frankfurt am Main versehen. Be ausländischer „Waaren auf ,Meßlagcr 1: Offenbach wcrden her hauptsächlich nur (die Neuchateler Zaumwollenm ren, we1che Zoll-Begünstigung genießen und von dem_' mehrere Lager zu Offenbach befunden haben, aUSgenom1' des? Assortiments wegen gemacht. Nur der Handcl mit :“ ausländischen Artikel, nämlich mit Oesterreichischer, Ungari und Böhmischer Wolle, ist zu Offenbach von großer Boden Der Handel und die Spedition dieses Artikels befanden sich her in Frankfurt a. M., sind aber, seit Anfang 1834, in Fo der Tranfit-Zoll-Vcrhältniffc jm Zoll-Verein, auf Offenbach 11» gegangen. Zn Wollentuch und auch in den Übrigen wolle“ Fabrikgton, sofern se nicht zu den Mode-Waaren gehörten, »- der Absaß den Vorrächen nicht ganz entsprechend. In ba 111011111811 Waarcn habcn hauptsächlich bedrmkte Waaren, M Waarcn, Spikcn, “511110, weiße Gewebe, Westen- und Hos zeuge, BerlinéÉ', Säch111che und Elberfelder Ylscücher zu ten Preisen eincn 11.111111 Absaß gefunden. “_ or üglich ha die Augsburger, Neuchateler und Sächsischen (* äumbur-- Katiune sich einer lebhaften Nachfrage zu erfreuen. * "! néger günskig, als bei den WoUett-Waaren, find die Ges in schweren Baunnvollen-Waaren ausgefallen. Wenn auch Geschäfte 111 Seiden-Waaren, in Folge der hohen Preise, etwas" zu wünschen übrig ließen, so war man d'agegenmic Absaß de_r 0911101110111- Waaren, von welchen - ausgezei schöne Favrikare aus Elberfeld zu Markt gebracht waren, rieden. ' Leinwand und Linnenwaaren fanden zu erh“! Preisen stärken ?lbsaxz. Wenn auch die bedeutender: Bonk an Leder beinahs sän1111tlich verkauft worden sind, so warerx“ die Verkäufer nicht ganz zufcieden gestellt, weil die Preiskstk der vorigen .Herbsi-Messe gewichen. wwhlseiler als 111 der Hetbst-Mcffe, auc!) Kathleder soll 110111 theilhast verkauft worden seyn, während Zeuq-ledcr' und and Lcder-Arten bessere Nachfrage fanden. Schafkéder allein btha tete fich im Prexsc. Von den sogenannten kurzen Waaren,w namentlich die 0101011115117, die Spiel- und die Sohlinger S* waaren gehören, haben die großxn Vorräthe, gleéch1vie Spit! (Mas . und Porzelkan- am'en (besonders Pfeifenköpse aus *“ zahlreichen Fabriken in Thüringen) einen mehr und weniger tcn Ahsakz gefunden.
Türkei.
» Konstantinopel, 30. Juni. Times. Ejne Dep 01111 001: Griechischen Einwohner der Eparchie ?)Belaz in E11 übergab am Freitags: cine Bt“!!schrift an den Sultan, unter net 0011 den “2111011111 der 44 „Dörfer, aus welchen dieser Qi ' besxebt. S_ic [1111111 Seiner Hoheit vor, daß so bei der An! 015 Taßl Dust ihre Heimat verlassen, den größten Theil 1“ Eigcncwuns der“ Raubmeht seiner Anhänger preisgegeben ( „ Zuflucht 11011) Janina genommen hätten; daß alle i'“ “ fährge Mannschaft dieses Distriktes mir dem Kiaya desR- xnelszach 9111 dessen Zug ge en die Räuber ausgezogen" 1h111 1ve1cntlich hülfreict) gemeéjen sey, fie aus ihrer |““ vi-rjchanzten Stellung zu vertreiben. Anstatt aber 119 ' ihre Dienste zu belohnen, habe der Kiaya bei “seiner " kunft nach „Janina ihrem Distrikt "eine Schaßung“ von 600 ** um zu den durch den Kriegszug verursachten Kosten aufexW Umsonft hätten *die Aeltesten die Unmöglichkeit, für den D: diese Forderung zu bestreiten, so wie die Grausamkeit und U Yrechrigkcit des Benehmens des Kiaya's vorgestellt; 1721021111 efängniß „geworfen und bedroht worden, dort eingesperrU bleiben, «bis sie die volle Summe beza [: hätten. Von VerzW“;
in Frankfurt a. M. Wohnungen zu nehmen geuöthigt ist, und
lung setréeßen, hätten 17? beschlossen, 1 re Beschwerden dem “““
Nachweisung der zur Messe gekomm ,'
* 111 nach Durazzo abÉxgehen im
Sohlleder way 2 bis3 R01 “
utra en übereugt daß sie *sein Ersarmen' nicht vergxb- arirufen gM-“krden. z Es, heißt, *der Grqßherr habe“ die »Bitt-. f: mit dem ausdrücklichen Befehl ait dte Pforte, gesandt, daß Kiaya unverzüglich nach Konstantinopel besch1eden werden
, um zur Rechenschaft gezogen zu werden. - Der Aufstand
“ ien rei c ra um sich; er hat schon eine so benruhi- Lzlxl'bLjétjjesialtg 019111111111, daß die Regierung in 111111: „EU? Bei“- ' ngen an den Rumeli-Wales nach Monastir schickt. Die
„pen , welche nach Volo aasandt waren, um denen tek“ „ .
*“ u .» cn, kamen am 2811111 0. zurück. Ste wer- " “3152de1??an beigegeben werdcn, die.an einer Abthketlxmg der * Begriff sind. An das. Gesch1vax jnTripolis 111 der efehl gesandt, fich eben dorthin z11 ver. im Eine“ Fregatte von diesem Geschwader kam am 39sten
.“ dem Bei von Tripolis und dessen Harem an Bord hier an.
' de dem Sultan vorgestellt, der ihn auf's g11_tigske empfing MXU ein Paschalik versprach, wo er den Resi mner Tagx in he verleben könne. -- Am L4sken wurde ein Taitar an Mek)- d'Ai mit der Anzeige abgesch1cki, daß er auf seine Depeschen “Betreff der Euphrars ;“Éxpedttton unter dem Ohersken Thys- keinen Bescheid erhalten werde, bevor_mche aus London eme twore auf die Mittheilungen eingehen- wurd1,_welche der Groß- r der Englischen Regierung durch seinen Gejandten in London .: machen laffe_n. “ .
Dek Montteur Ottoman vom 21.Jm11'meldet, daß .jdzEfendi-Farifi-Sade, zu dei“ I)?oschee, 008, Eintr Sultan in ussa gehörend, nach zehnjähtzcger Jskbett-xstme Geschichte 001? rkjschen Reiches bxs“ zm: Regieryng des Sultans Abdu1hannd „,k vollendet und dieses verdtenfivae Werk dem Sultczn rreicht habe, welchcr befohlen, daß es ayf Kosten- der Nexte- ng gedruckt werden und der Versqsser eme Pension 111111 000 aßeé' monaxlich aus den Steuer-Emnahmen der Stadt Bruß'a
..aiten s olle.
"Inland.
“Berlin, 1. August. Am 25. Juli fand im Raxhhaus-Saahe zu bin die ersteGeneral-Versammlung "der Unterzeichner zur Eisen- hn von Köln nach der Belgischen Gränze statt. C'me große Menge 11 Accionairen nahm an derselben THM. Dcr OHer-Bürger- 111111 von Köln, als Vorstßer des Ausschussxrs, der sich der Vor,- beiten unterzOgen hatte, eröffnete die Stßung mit einer An,- de'an die Versammlung, worin er den Wunsch aussprach, daß 11 keiner Seite ein feindliches“ Streben dem Unternehmen ent- gentreten, die neue Straße vielmehr vdn Alley 1118 em Element sFriedens betrachtet werden möge, ww fie, ihrer Besttmmuyg
äß, ein Element der allgemeinen Wdhlfahrt sey. Nachdem der be- -ndige Referent des Ausschusses „hiernächst 110er,dte gegenwär- : Lage der Vorarbeiten bertchtet, ,konsittmrte dre Ge- llschaft sich als eine „Rheinische Eisenbahn - Gesellschafi“ d.srlste dann ihre Statuten fest, 11111 'solcbe unperweilt rhöhcren Bestätigung vorzulegen. Schließlich fand dt;? Wahl 11 % Mitgliedern des Verwaltungs-Rathcs statt, der; statuien- ßig“ innerhalb 4 Wochen einen Dtxekcor und 4 Direktorial;
YU" ernennen hat. Abends war indem .Hotel de ;Bellevue
, 1103 ein glänzendes Festmahl der Isctionatre der _Eesqnbah11- «':1 (haft veranstaltetworden, wozu die höheren Mtl_1ta1r- und ivil-Behdrden der Stadt eingeladen1varen, und bei welchem
für diese Gelegenheit gedichtetes Lied abgesyngxn wurde, das it einem S1". Maj. dem Könige unter dem einstimmigsken Iu-
dargebrachten Lebehoch schloß.
-- Der zu Hennersdorf, im Kreise Reichenbach des egierungs-Bezirks Breslau, verstorbene Freistellen-Bcfißer
ünzel hat der dortigen evangelischen Kirche 1000 Rthlr., fer-
r zur Verbesserung des Gehalts dcs cvgngclischen Geist1ichen 11 Rthlr.“und zum Besten der evangelijchen Schule daselbst 0 Rthlr. testamentarisch ausgeseßt. !
110111111er 801'80. 9011 ]. 41-51-05t 1835.
11111. [**011118- um] Eolä-EourZ-Astw]. (,)-"1911.13. ('m-N'.)
12,11/1'1'1'19k1 LSM] “4 1017“; 101177 1131111". [*1'11110111'. 90; 08; 1,0101". 110. 60Z 593; [(111'- 11. Remus. (10. 101,1 -- 8011108180110 _110. 101 111180 (3, 11. 238011. 101Z 0. 1(.- u. 01.
» ___-"»
1112; '*' 105 102;-
.*8011010-ö011.
"1'. T'] ,1. 0b'. 30. Lim.. 011. 11.511011. 111111. 0111. m.].(J. 011111. 101.801), 110. 11. Ztuät-Ubl. 111113111). (10. *lbiug. (10. 111111. 11... 11. “111. 111081 . 1'1'111111111'. 10111112. 1'08. (10.
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Emim Pascha zur Herstellung der Ruhe in Ems.
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867 KöniglicheSchauspiele.
- ' Sonntag, 2. August“. „*Im Schaufpielhause: Das Käthchen von Heilbronn, aroßes Nitter-Schauspiel in 5 Abth., nebsk einem Vorspiele in ]. Aufzuq, enannc: ' Das heimliche Gericht, von H. v. Kleist, für die BÜFne bearbeitet von F. 0. Holbein. * Zn Charlottenburg: .Der “Wollmarkt, Lustjpiel“ in _4 Abth., von H. Clauren. Vorher: Der grüne Domino, Lustxpiel in 1 Akt, von Th. Körner. -
Montag, 3. August. Jm Opernhaase: Zur Feier des Aller- höchsken Geburts-Festes Sr. WTaj-rstät des Königs: Festmarsch, Sr. Majestät dem Könige zugeeignec von Spontini. Hiexauf: Rede, verfaßt von A. Müller, gesprochen von Herrn Grua. Dann: Volks-Gesang, den Preußen gewidmet von Spontini. Und: Lodoiska, Oper in 3 Abth. Musik von Cherubini. (Neu einstudirt. r. Schäfer, vdm Stadt-Theater zu Hamburg: Flo- resky, als astrolle.) _, , *
In Charlottenburg. Zur Feier des Allerhöchsten Geburts- Festes“ Sr. Majestät des Königs: Rede, verfaßt von A. Müller, gesprochen von errn Stawinsky. ierauf: Zum erstenmale: Der Ball zu E erbrunn, Lustspiel in 3 Abth., von C. Blum.
Königftädtiséyes Theater.
Sonntag, 2. Angus. .Die Goldgrotte des Geisterbanners, oder: Noch einmal jung, romantisch-komésches Original-Zauberspiel mit Gesang in 2 Akten, von I. E. Gulden. Musik von Franz Edlen von Marinelli.
Montag, 3. August. Zur Feier des Allerhöchsten Gebyrts- Festes Sr. Majestät des Königs“: Prolog, gedichtcc von A. Cos- mar, gesprochen von Mad. Laddev. Htkrauf: Zum erstenmale: Titus, Oper in 2 Akten. Mufik von W. A. Mozart. (Dlle. Vial: Sextus, als Gastrolle.)
Preise der Pläße: Ein Plaß in den Logen und im Balkon des ersten Ranges ] Rthlr. 1c.
„Dienstag, 4. August. Zulerl, die Pußmacherin, parodirende Posse mit Gesang in 2 Akten, von Meisl. Musik von A. Mül- ler. Jm Zwischenakr: Rosa-Walzer von Strauß, und Jagd- Galopvpon Lanner.
Mittwoch, 5. Juli. Zum erstenmale: Das goldene Kreuz, Lustspiel 111 2 Akten, frei nach dem Franz. von G. Harrys. Hierauf : Zum erstenmale: Die Wiener in Berlin, Posse mit Gesang in 1 Akt, von K. v. Holtei.
W Neueste Nachrichten.
Paris, 20. Juli. Der Herzog von Orleans isi vorgestern Abend von seiner Reise wieder hier eingetroffen. DerKriegs-Minister, Marschall Maison, ist, wie das Jour- nal de Paris meldet, etwas unwohl. Er konnte estern Nie- mand empfangen und sich nicht in “den Minister-Rat begeben. In der gestrigen Sißung des Pairshofes gab der Ge- neral-Prokurator (wie bereits erwähnt worden) die Anklage gx- gen 6 der April-Gefangenen auf und behauytete sie gegen die 52 übrigen von der Kategorie vonxLyon. Die Audienz wurde
RU? Zsannison. Den Geineitieti' werden ein Paar Schuhe und 30 Sous 111 [ich bis zum Orte ihrer Bestimmung versprochen. Di? Spaniehe Gesandtschaft hat gewünscht, daß hauptsächlich Franzöüfthe Offiziere, die Offizier-Stellen erhalten möchten, und s? hvst, [?ck auch“ mehr in dem Fallezu sehen, die Diepske Irg- 1éänischek und Polnischer Flüchtlinge," die an der Expedition Thetl zu nehmen fich erboten haben, annehmen zu masse,:x Unter den Offizieren, die bei dem Chyistinischen Freiwilligen-Coxps Dienste genommen haben, nennt em Blatt den Baron vqn Vill?- neuve, der ein Bataillon befehlen Wird. Fast asse Offiziere, die sich bis jetz: gemeldet haben, habeit Ehrenzeichen ynd zoählen schon viele Dienstjahre. Mehreye smd, m den Tages-Bexehlen während des Krieges in Algarbien mtc AuSzeichnung genannr und von Dom Pedro mit dem Thurm; und Schwerdt-Orden belohnt worden. Die Compagnieen sollen „heute schon ganz voil- zählia seyn. Erst an der Gränze werden die Soldaten 11110 selbst die Offi1iere ihre Uniformen anlegen. Nach den Iuli-Festen werden die Freiwilligen von hier abgehen. Der heutige Moniteur enthält folgendx Nachxicheen aus Spanien: „Don Carlos war am _21. Juli zu; Estella. Er hat Ituralde zum Ober-Befehlshaber m Nayarra ernannt. Dcr- selbe crseßt den General Eraso, der wegen reiner schwnch1n Gc- sundheit das Kommando niedergelegt hat. Am 20. Juli tsk Cor- dova mir dem Heere der Königin von Pampclona 110ch Pfuente de la Rehna aufgebrochen. Die Karlisken haben slch bei Los Arcos konzentrirr.“ Das Journal des Débacs, welche; heute, den (gestern erwähnten) Bericht des Spanischen Menisrermms an. die ver- wittwete Königin ausführlich enthält, bemerkt: „Dieser Be- richt scheint auf Besorgnissc infichtlich dcr Aufrechterha§tung der Ruhe in der Spanischen auptsiadt hngdeuten. Wir er- fahren, daß ein Spanischer Kommissar in Parts ankommerxsoll, mit Vollmachten versehen, um die Werbungen m, Frankreich für die Königin Christine zu betreiben. Zn Madrid glauht nzan, daß man in Frankreich eine ansehnliche Armee von eruviütgen wird anwerben können. Die Königin hgt obigeq Bericht geneh- migt und befoßlen, daß die Vorschläge ihrer Mintster. sämmtlich genau ausgefü rt werden onen,“? Nach Briefen aus „adrtd„vom 18ten sprach man dort von der Entlassung des Kriegs-Mimstexs, Herzogs von Ahumada. Doch hatte dies Gferücht in der Spanischen Hauptstadt selbst nur eni Glauben _e unden. . . W ?))?it dem quricht der Spanischen Minister a_n die Königin und den d-1rin vorgeschlagenen Maßregeln find die O_pposttions; Blätter sehr unzufrieden. Toreno :| ganz bei ihnen m Ungnade e allen. gf Nach Briefen aus Saragossa vom 111e11„d. M. haben die Offiziere von drei „Bataillonen der Stadt-Miltz eme Adresse an die verwictwete Königin zu richten und darin zu verlangen beschlossen: 1) daß alle Klöster in Saragossa gufgchoben_wxrden; 2) daß die Kommission, die ein Geseßüberdte Preßfreshxttvqr- bereiten soll, ihre Arbeiten beschHeumge; 3) chen 1o die Kir- chen ; Kommission; 4) daß alle die Beamten entlaffxn wer; den, die dem gegenwärtigen System nicht ergebqn nnd; 5) daß Alles aufgeboten werde, um den „Kampf 1111: der), In- sur enten zu beendigen; sollten die Milizen zu dtesem Zwecke moZil qemacht werden, so wollen dre Antragstech: nur den Sold von emeinen Soldaten verlangen. erdcn dte1e_Be- dingungen gene migt, so verpflichten sich die Offiziere, die dnxnt- liche Ruhe auf Gefahr ihres Lebens aufrecht zu erhalten. 2111-
sodann v'on 3 bis gegen 6 Uhr suspendirt, in welcher Zeit der Polizei-Comméssair Vassal und der Gerichtsdéener Sajou fich "nach der Conciergerie begaben, um die dort befindlichen wider"- spensiigen Gefangenen darüber zu Protokoll zu nehmen, ob fie bei dem bisher von ihnen bewiesenen Widerstande beharrtcn. bejahten diese Frage. Dieser Eine war Navachol, der bei der Wiedereröffnung der Audienz in den Saal geführt wurde und der sich ohne Zweifel bloß deshalb hierzu verstanden hatte, weil er Einer von den Sachsen war, hin; sichtlich welcher der General-Advokat auf die Anklage vert zichtet hatte. Auf die von dem Präfidenten an ihn ge- richtete Frage, ob er noch etwas zu sagen habe, erwie- derte er: Nein! Dagegen ließen sich noch'einige dcr Advokaten zu Gunsten ihrer Klienten vernehmen; unter ihnen Herr De- seaubiers, welcher die nachstehenden Worte sprach. (Wir führen diese Worte bloß an, weil fie von Bedeutung sind, wcnn man bedenkt daß 3 Tage später der König so nahe daran war, als ein Opéer politischer Aufregung zu fallen.) „Welchen Augenblick“, sagte er, „wählt man, um von dem Pairshofe einc Verurtheilung zu erlangen? Es ist der Vorabend eines Tages“, wo vor 5 Jah- 1'311 ein König die Krone verlor, weil U“ dem unvors1chcigcn Raths seiner Minister gefolgt 100.1“. Uebermorgen ist der Tag, für welchen die Regierung ganz Frankrcich zu öffentlichen Luftbarkeiten einladet; ich sage ganz Frankreich, und was sehen wir? Die Einen befinden sich in der Verbannung, die Anderen im Kerker. Ich wüßte wohl ein *Métrel, diesem unsc- ligen Prozesse ein Ende zu machen und aUe Parteien mit eincm; der zu versöhnen, -* ein Mittel, wie man das bcvorskehcnde Fest zu einem wahrhaften Rational-Fcstc machen könnte. Sie ken- nen dieses Mittel so gut 101“? ich, meine Herren. Gehcn Sic jexzt und berathen fich unter einander, aber bedenken Sie wohl, “daß das Land Ihnen zuruft: Einigkeit und Verqessenheic!“ Die Sitzung wurde um 61 Uhr aufgehoben. Die Bcrathsch1m gung wird erst am nächsten Donnersmg beginnen, und man glaubt nicht, daß der Urtheilssprucs) vor dem 10. oder 12. August er- folgen werde.
Der Prozeß des Dr. Bancal (dessen in der Nr. 207 der Staats- eitung erwähnt worden) wurde gestern vor dem hiesi- gen Affi enhosc verhandelt und in “einer einzigen Sitzung been; digt. Die Geschworenen erklärten nach einer ].:skündigen „Bera- thung den Angeklagten auf alle an sie gerichtete Fragen für nicht schuldig. Derselbe wurde demnach freigesprochen. Herr Cames'casse, sein Freund, warf fich ihm tief gerührt in die Arme, worauf Beide sich, ohne eén Wort zu sprechen, aus“ dem Saale entfernten. (Wir werden morgen ayf dic gerichtlichen Debatten zurückkommen.) „ _
Paris hat bereits ein festliches Andchen. Während viele Yersoncn aufs Land gexen, um dem wildcn Treiben der drei
age aus uweichen, str men von allen Seiten Neugierige her- bei, die [les mit ansehen wollen. „In der Politik herrscht tiefe Stille.
Während der drei Juli-Tage ist der Abgang der Post so regulirc: am 27ften um 5 Uhr, am 2811cn um 12 Uhr und am 2911er: um 2 Uhr.
Der Direktor von Ste. gerek t. „
ie Angabe, daß nun auch in Frankreich die Werbungen für den Spanischen Dienst beginnen, bestätigt fich. Heute heißt es, die Werbungen geschähen im Hotel de Normandie auf der
Pélagie hat seine Entlassung ein-
'ßerdem sollen aus Saragoffa noch zwci Adressen an die Königin abqeschickr worden seyn; die eine, von den Sergeantxn und Kor- poi'alen der Stadt-Miliz unterzeichnet, welche die E011ajs11ng g.?- wésscr Beamten verlangen; die andere vo11 der Mumztpalctät. 111 demselben Geiste abgefaßr, wie die der Osßzicre der Stadt-Mtltz.
Auf außerordentlichem Wege sind hier heute Nachrichten aus Lissabon vom 11:00 0. eingetroffen. Das Poytugiesschs Ministerium stand auf dem Punkte, bedeutende_»))kodtfithtonen zu erleiden. 932011 verschertc am 10tcn Abends jogar, daß err von Silva Carvalho das Portefeuille der Finanzen und err Freire das des Innern wieder 1'1_vcrnch111cn würden. Graf: von Linhares würde mit dem Portescuillc der Marine, Graf von Villareal mit dem der auswärtigen?lngelcgenheiccn, H1“. von Sousa Pinto Magalhaes mit dem desKr'iegcs_011d de'r Marquis von Sal, danha mit der Präsidentschaft des »)]?nnxter-Rachs beaufttjagt werden. In dem Portugiefischen Blanc die VolksK-Tribune- vom [lccn d. M. liest man: „Das 1111111691101: Pänisierium ist ge- fallen; wir wundern uns nur, daß es 15? lange chanerr hat. Die so erwünschce Aenderung erklärt man 110,1 so: Da der, Eng: lische Botschafter, Lord Howard de Walden, am 81111 0. beim Handkusse nicht erschienen war. so haexe 11“ am 91111 eme Zu sammcnkunft mit gewissen Per1_o11en, die 1h11 um NZ Pkonve seines Benehmens fragten. Cr erwiederte ganz onen, das Ministermm biete keine Yinreichende Garanttccn dafür 0111", daß es mit dem _C'nqlx'jchen Kabinetts bei einer so delikax ten Frage, wie“ die Ausführung des Vertrages der Qnax drapeL-Ailianz durch die vier IJTächce, um. den Bürgerkrieg in Spanien zu bccndigcn und das Yepräsentaxtv-Syskem in Portu- gal zu konsolid1rc11,i11 Ueberetnxcmungng handeln werde. DU" Botséhafcer fügte hinzu, es wäre nßthtgcr, als jemals“, daß eine vollständige Uebereinstimmung z1011chc11 dcn dcidcn Kabinetten von Lissavon und Madkid bcüchc, und jeßt, da Herr Mendiza: bal m das Spanische “*)."1211111111'11101 eingetreten, sey ein 3111th Einverständniß unmöglich, weil Herr Campos 011“ politische Gr.;- ner des“ Herrn Mendizabal sey. Als die Dinge einmal so 111611.“ gekommen waren, war das“ Resultat unausblctdlich.“
Briefe aus Neapel et'kiären die Nachricht für ungegrändct, daß der Zweck der Reise 010 Prinzen Lkeopold von Sic1lien 11.1111. Paris eine Vermählung destclben mit emer Tochter Ludwig Ph!“- ltpps gewesen sey.
Frankfurt a. M., 29. Juli. Oesterr. 5proc. Metau. 10270. 1024. 4proc. 981.981. Yproc. 57-2. B1". 1.proc_ 23; B. Bank-Actien1627. 1025. Part.-Ob_l. 1401. 1401. Looy: zu 500 G. 1101. 110€. Loose zu 100 G. 2135. G. Prcuß- *prätn.-Sch. 604. 60. do. 4proc. Anf. 98.1. Br. Polu Look., 69-3. 091. 5proc. Span. Renee 401. 392: Iproc. do. 244. 23;
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Gedruckt bei A. W. H,ayn.
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