1835 / 243 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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*laxigte hier das Dampfschiff „Zsabella“, sechs 24Pfündcr an Bord führend, in vier Tagen von Falmoutk) an.

* weiche aus dem [sien und Lien Regimente des Britischen Hülfe;-

Cch1icßdng sämmtlicher Klöster. Darauf sendete er zu dem Erz- ' biichofe von Saragossa, welcher in Lerida residirt, und ließ ihn auf- swrdrrii, sich i'chicunig zu entfernen, indem er ihn bei längerem Ver- wrilsn nichc werde schützen können. Der Erzbischof folgte dieser Wrisung imgcx'äumt. Die Ruhe Bargelona's hängt von der Antwort ais, welche die Regierung in Madrid auf die diesseitigen Adreffkn vom Sten und ?ten erlassen wird. Das Volk von Bar- crloxra ist nicht ganz einig, indem ein Theil sich mit der Consti- tUti'ön 11011 1812 begnügen will, währeird ein anderer Theil die Trcmxuna Catalonirns und dcranqränzenden Provinzen von dem übrigrn Spanien verlangt. Eine Proclamation der „Junta besagt,

daß sie von der Regierung die Aufhebung gewiiser Steuern und-

?(Ufi'agen gefordert bar, und das; die Staatsgesälle Cacalonicns fiirersr lei-igliä) zur'Bestreitung der speziellen Bedürfniffc dicser Provinz undszur Vernickztung dcr Kariisten verwendet werden sriiexi. Lie .-Zczrte „Freiheit, Gleichheit und Isabella 11.“ spir- lcii ii! 1111741 diesen Prociamaiioxicn eine große Rolle.“ Die Pa- trioten wcrden aufgefordrri, freiwiliige „Beiträg? ziim .Kanäpfe zzrgen die Karlitien darzixbrinqcn, und die Namen der Subskri- bcnicn sdilrn publizirt wrrdsn. Heute früh hieß es, morgen solle i.“;cr Königl. Justiz - 0.1.1110“? ' hicseibsc niidergedrannt Wer- dcn. C's zirkulirc eine Lich von 20 IndividUrn, wclche vom Volke ais Kariichn odcr eigentlich als" allzu laue Anhämgcr dcr.“ Freiheit proskribirc worden „find. Sämmtiiche Ade- lig: siiehcn (11:25 der SU'LÖk; die Emigraiion würde noch größer seyn, wenn man nicht ?iirciixcie, 1111) iiach Frankreich zu wenden, win! Ökl'k die Choicra hcrrsQt, und nach der Umgegend, wcii “ddrc 11.1551; iiberall Unruhrii ausgcbrochcn sind. ZnSaragossa ift TU Volksbewegung mic- cikn'k gcwiffen Ordiiung vor sci) gegan- grn. Das Voik fragte dcn General-Capitaén, Don Frlpe Mon- tes, ob er sch selbst an die Spéße der Bewegung stellen wvlir, widrigenfalls man ihn absetzen werde. Montes zog das Erstere vor Und wurde darauf zum Präsidenten der Junta ernannt, welche aus 0 Mitgliedern zusammengeseizc wurde, die von 26, von den ver- sciziedcncn Klaffer: der Bevölkerung ernannten Wählern, erwählt worden war. In den Proclamationen diescr Junta wird neben andern Maßregeln, z. B. der sofortigen Schließung aller Klöster, der Absetzung verdächtiger Bcamten u. s. w., auch die sofortige Brendi-gung der Prozeffe der, in den Gefängnissen von Sara- gossa befindlichen Karlisron versprochen, was unter den vorliegen- den Umständen eincr alsbaidiqcn Hinrichtung derselben zioml'ich gleich sieht. Unter, andern Zusagen verspricht die Junta voii Sa- ragojsa auch eine vollständige OeffenUichkeit aller ihrer Maßregeln.

- Englische Blätter enthalten folgendes Schreiben aus Santander vom 17. August. „Am verwichenen Donnerstage

C's führte uns den General Alava, den General-Lieutenant Evans“ und die ?ämmtiichen Generale und Stabs-Ossiziere des Britischen Hülfs- (Korps zu. Sobald die Behörden dies vernommen, ordneten sie 0611 feierlichsten Empfang der Ankommenden an. Kanonen wur- den geiöst, die Glocken gxläutet, » ?Ufik-Corps begriißten sie mit kriegeriséoen Hymnen. Ihr hiesiger Aufenthalt wird nur von kurzer Dauer seyn. Schon heute früh erhielt die Jriändische leicizi: Infanterie den Befehl, sich bereit zu halten, um am näch- sxexi M::twoch, dem 10cen, nach San Sebastian eingeschiffc zu werdcn, wohin sich auch General-Lieutenai-r Evans begeben wird, 12:11 die Truppen u'nter dem General Chicheskcr zu inspiziren,

Corps bssiohen. Die hier versammelten Spanischen Bürgergar- den 11:20 Freiwilligen wurden gestern. von dem General Evans HZCMUÜLVT imd marschirten heute unter dem Kommando des Ge- 111'l'äl Baäos nach Torre la Vega aus, um ein in der Nähe 1117.17; Orrys poftirtes KarlistenCorpé, welches etwa 4000 Mann st.“.rk srmi soll, zu Überfalls". Die hiesigxiGarnison ist vor kur- ? in durch das Regiment Sci)ort«sc1„»-.:x Grenadiers untcr Obcrsc- LLUWUUUT Tuppcr und durch das dritve Regiment dcs Hüifs- Csry-Z unter Cayxciin Fißgerdld verstärkt ivordcn.“

'](öniaxla. cia. _-

Hülfe, m. H., wird uns dies gelingen.

Portagal.

Lis;*abon,1,2iugusi.Das Diario do Governo enthäxc -

eincn i'iUSfÜhi'liC-héu B2richt des im Hauptquartiere der Spani- sMn Armee der Königin in Navarra mit einer Sendung drauf-

» tragten Portuqiefischen anenieur-Obersr-Lieutenants Barreiros

Über das Treffen von Mendigorria. Der Berichterkiatter vermikt darin, daß, obgleich die Army? des Don Carlos einc “Sceliung

gehabt, die nicht allein sehr fesc gewesen sey, sondem auch jede : Benußimg des Sieges“ von Sei.!en des Angreifers unmöglich ge; „“; _ _ _ . _ *, ' macht habe, General Cordova doch zum Angriffe geschriicen sey. ? k)“t “UsMpiWM WUWL- 1" dai; 3294 Duchesne, "" "UM"

Dxr (Gesammt-Vcriust der Karlcsren wird zu 1500 »))?aiin“, dcr- ]enige der Christinos auf 600 Mann angegeben. Don Carlos hatte 28.Bataillone und 500 Mann Kavallxrie in Lime. ?[ucv

ersieht man aus diesem Berichte, daß sich in der Armee drs Don '

Carlos verschiedene ehemalige Ofß1ike,*ka Migueis bcfinden. Eincr dieier Ofäzicre wurde bei * cetidtgorria gefanqen; cin an-

icrrr war, wenige Tage vorher vor Puente de la Rehna getöd- _

tr: worden.

Inland.

Berlin, 31. August. Dez,.KönigS Majestät Hasen der evangelischen Gemeinde zu Pausniß, im Kreise Torgau (Reg. BW“ »Mcrseburg), zum Neubau ihres Schulhauses eme Bei- hmre 0011 400911002 und der evangelischen Gemeinde zu Groß-

Hclmsddrf, im Weissenfelser Kreise, zu demselben Zweike cine

Bgthmst von 50 Rrhlr. ais Gnaden-Geschenk zu bcwäitqen aerulxr.

. .- Am Lijstcn d. M. baldnach 10 1101“ traf Se. Königii- ck: .Fr-Nic der Kronprinz, von Stettin kommend, auf der Reise 11:15) Schirsisn in Frankfurt a. O. cin. Se. Königl. Hoi). nah- mrti dic "Zinfwarmng der hdhern Militair- und CiviHVrhördcn, so wie der kiädéischen Deputirten huldrcick) an urid unterhirlten

*siu“) Wr gnädig mit ihnen.» Nack) einem fast einstündigen Aufint- haixe scizien Höchsi'diisclben unier eincm weitschaliinden Lebehoch der zahir-cicl) verjammeicen Einwohner die Reise nach Schic- sicn sort .

. «,Nax!) drr von den Vorstehern des Frauen-Vcreins zu Nordhaiiien für das Jahr vom 26. August 1834 bis 10. 211141111 1835 abgelegter: Rechniing hat die Einnahme mit Ein- sch10sz des Bestandes vom vorigen Jahre 630 Rrle. betra en;

di-VOU sind zur Bekicidmxg'von 351 armen Kindern (104 „Zna- (11711 Und 187 Mädchen) 511 Rthlr..ausEgegeben worden,- und es isi dcmnqci) der Kaffe 1111' das bevorstehende Jahr ein_Ueberschuß von 110 Rtlzlr. verblieben. Rusxn'üriigg L*örson. 1 matsräum 2 „.

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Tagesmittei: 835.45“ Par .. 70 pCt-

Qneliwärm: 8,39 N *Jiußwäime 13,90 91, Bodemwirmc 13,1 32,

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Königliche Schauspiele.

Dienstag.]. Sept. Zm Schauspieihause: Zum crsrenmaie: Die Roscnmädcven, krmische Oper in 3 Abtk)., nach dem Franz. des Thé-aulon, von Koßebue. Musik von Lindpaintner.

I)iitcwoci), 2. Sept. Im Schauspielhause: Zum erscenmale: Drei Frauen und keine, Posse in 1 Akt, frei nach dem Franz. des Varin und Desderges, von G. Kette“. Hierauf: Der Ball zu Eilerbrmm, Lustspiel in :; Abrh.,„vc»n Karl Blum.

Königstädtiscbes Theater.“ Déciistag„ 1. Sept. Der Glöckner von Nocre-Datnc, ro-

- mantiscbcs Drama in 0 Tabliaiix, nach dem Roman des Victor

HuZo frei bearöeitet von Charlotte Birch-i feiffer.

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'Neuejie Nachrichten.

Paris, 25.2019 Jndergestrigen Sißungder Deputirten- Kammer hieic noch der Conseils : Präsident einen sehr aus- führlichen Vortrag (auf den wir zurückkommen werden) zur Ver- t-heidigung des neiieri Prcßgesehes. Am Schlusse desselben wgre er: „Nachdem wérmehrmals den Aufruhr in den Scraßenbesiegthaben, ohne die persönliche Freiheit zu verlesen, wollen wir jekzr auch dem Re'dk-»9)T.ißi)rauch. steuern, ohne der rechtmäßigen und gesetz- lichen Freiheit der Crörierung zu nahe zu treten. *Mit Ihrer ***Bei.) naciher aus uns ir-irdcn; was ca wolle: wir werden unsere _Pflicht erfiillt habrn. Sey es nun, daß der König in seiner Weisheit andere Männer an das SmaTSruder berufe, oder daß Sie aus Gründen, die wir stets ehren werden, uns Ihren bisherigen groß; würdigen Beisiand entziehen, odcr daß wir mit oder ohne unsere Schu!» unterliegen, wxr werdcn bei unserem Müdkcrict in den Privarsrand dcn Trost mit uns nehmen, daß wir uns als C'!)- rxiimänner benommcii, daß wir nichts für uns srib'sr'gethan, und

1“..--.-:;.-..-_7*x--WL*** ;.“NLTu *" ***-.“)“;

»“ das; wir WTS 11111 unser Land wohl vcrdicnt gomacyc haben.“

lebhafccfi'c Beifall begleitete den Minister auf seinen Hiernächsr hielt 17dch Herr Dugabé eine Rede gegen den GcseZ-C'ntwurf, worauf von mehreren Seiten der Schluß derD-cbacte verlangt und mit schwacher Stimmen-Mehr-

Der

Depotirtcr, nici): mehr zu Worte kmmuen kontiie. Als der Prä- sidcnt den Ökt'!chTcxskakki'l', Herrn Sauzer, aufiordertc, icin R9-

eine groß? Verwundxixuxg in de:; Reihen der Opposition erregtr. Herr Odilon-Barror rief i1n„hÖch)siei]1111wi11eti: „Besser ist's, man bewilligt gleich das ganze Gejctzl/ „Za wohl“, fügten andere Oppoiitions-Mitglieder yiiizu, laßt uns gie„a) Über alle “Iii“rikel auf einmal abstimmen! Keine Amende; ments! Laßt uns die Diktatur bewilligen!“ Es iollren nun 'die Bri'athungcn Über den -ersten “Artikel drs“ Gescß-Emwurjeßbegin- UM, da i::dcffszi H;“. Royrr-Coiiard, alS*zu-srsr emgeichriebmer Rcdiier, in der Sxizung nxchr zugegen War, jvqk)ksch6111[ich1vei[ er nicht gcahnet harce, daß die allgemeine Debatte io rasch gc; säU-offcn werden WÜWE, so wurde aus Achtung vor ihm die 7§c*ri1'«1;,1111g der Beraihung auf den folgendeix, Tag verlegt. - In der heutigen Siszii'mg, in welcheraile ÖssNTtsi-Ihc Tribunen überfülle waren, bcmcric-e. man eine ungewöhnliche Bewegung in der Versammlmng. Nachdem der Präsidetit den crßen Artikel des Gcscß-Entwmscs verlesen, wonach gewisse Preß-Vcrgrhcn als ein ?ictemax gegen die Sachsrheic des Staats bstrachtec wer; den sollen, besiirg Herr Royer-Collardicic der Iuli-Rcvolu- tion ziim ersten Male wieder die Rednerbüytii-„um n'a) nament- lich gegen die beabsichtigte Urbcrwcisung jener Preßvergehen-vordcn PairshofauszUsp-i'schin. Seine Rode (aus der wir Uns ei11_en2[uszug vorb-Zhaxten) machte einen großen Eindruck auf die Versammlung. Hr. Thiers traczur deriegi-mg des Herrn Roycr-L-oüard am, und such1c dae Nothwendigkeit zu beweisen, die Pcrwii dis Kö; Uigs und das Prinzip der Regierung vor jÖcdcm Angriffe diirch die*-Prej]'e zu sch1315em Herr Dupin trat iodann den Präsiden- tensiuhl an einen der Vizc-Präsidéntcn ab, »um dem Minister de_siZnnern zu antworten. Beim Abgange der Post befand er sich noch auf der Rednerlrühne. '

Die Rede, die der Conssils-Präfident zur Vertheidigung des neuen Preßgeseizes gestern in der Depucirten-Kammer hielt, machte, wie es schien, einen tiefen Eindruck auf die Kammer. Selbst die Op- positionsrBlä'kl'er geßehen ein, daß err von Broglie Mit großem Ta- lente und nichc geringerer Gewandt eit die Sache des Ministeriums vertheidigt habe. Der Constitutionnel sagt, der Minister habe Recht oder fast Recht in d&m gehabt, was-er gesagt, Unrecht aberin dem, was er verschwiegen. Der ConseilMPräfident ver-

such die beantragtenGesehe mit- denen Über die Associationen.

“und an die Vernunft der so aufgeklärten „Bevölkerung 1

sunn“: zu machen, erklärte derse1ve, daß er darauf verzichte, was .

Dazu bemrrii dei? Temps: „Darin sind wir seiner (der! Min srers)._.An_ficht. Das AssocéfMKnsrekht ist in der That der Wi LM“ der Gewalt Überliefert, dize fich jeßt rühmt, alle nüßlichexs srciationenMZeduldet zu haben.“- Das ist's,. Wir werden ni , mehr die *Jreiheit der Presse, sondern nur die Duldung derselb haben, und bald wird man sehen, was das für eine Presse ( die man für würdig erachtet, geduldet zu werden. Man v». langt die Diktatur, mit dem Versprechen, sie nicht zu mi, brauchen.“

=ZCÉTUUJ.

Seit einigen Tagen sind die Tambours und die Adjuta ten der Nationai-Gardc in den Hauptwachen kmifignirt. Zn ]“ der Kaserne ist ein Piquet, konfignirc, und die Nacht-Patrouiü' haben an Zahl und Stärke zugenommen. ONan glaubt, daß d'" in dcr Deputirten-Kammer schwebende Diskussion des Prc

Berlin, Mittwoch devn Ltr" Se

Gesetzes diese Maßregeln veranlaßt hat.

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Man will „hier wissen , daß in Mailand , Padua und V rona dic Ci;olera zugleich ausgebrochen sey. Oberst Schwarz, der die Werbungen für Spanien n bcendcrgc th, tfeikk hexte von hier nach[ BZZonne ab. »

«iin „ourner «claircur de a ?editerannöe vo ' '

Mster; licsx man, daß an diesem Tage 356 Mann, der Rest 1 ' _K r o n t k H e s T a g e 3“ Fi'cmden-chéon, auf drr Gabarre „la Rhone“ eingeschiffc „„ Se. . ?ajeiiät der König haben den Land- und Stadtgerichts- den sind. Dieses Faßrchg sollte am leien nach Spanien Direktor KMU? in Stolp zugkeich zum Kreis-Iustizrath für tsr Segel gehen. “(.dcn Stolpschen Kreis zu ernennen geruhr;

Aus Sai: Z-Ldefotiso vom 18. August schreibt ma' Des Königs Majestät haben dem Kaufmann Jäger zu „Heute um 3 Uhr Hat sich das IJTinister-Conjeil unter der Pr Düffeldka den Titel als Kommerzien-Rath zu ertheilcn und das sidentschaft Jhrer' Majesräc versammelt, die seit den letzten darüber ausgefertigte Patent Allerhöchsiselbst zu voilziehen geruht. eignisscn einen hohen Muti) und die größte Energie entfa[ Se. Mojsikäk dir König haben 02111 Gold; und Silber- hat. Die Berathung währte sehr lange, Folgendes smd Waaren-Fabrikanien Bonheim Saling das Prädikat eines wichtigsten Maßregeln, die bis cht beschlossen worden 1711 Hof-Lieferantm beizulegen geruht.

1) Die Entwaffnung der Stadc-OJKiliz und deren schleunigeu„ “"“ “-

vollständige Reorganisation; 2) die Niederseizung eines M, Der Justiz - KommissariUs Goidßeck in Wusierhausen litair ; Gerichtshofes, um die Strafbarcn sofort zu richmx a,b. D ist leqieick) zum Notar in“ dem Departement des Kam- die Suspension des Journals Echo“ und wahrschej mergertcsUs eskeUt Worden.

lich auch der „Rcvisra“, oder doch eine *))Todijication der Pkt ' Der Notariats-Kandidat Anton Thelrr: iii xum Notarius Gesrße, deren neue Reglements nach engeren Grundkagen e im Freed?"sgkl'i_chks-Bezirk Solingen, LandgericsytH-Bezxrks (Misr; worfen werden würden. - Herr von Toreno geht diesen Abe feld, mrt Anweiiimg scines Wohnorces in OU“ Gemeinde Wald, nach der Hauptstadt, um pcriönlici) die Ausführung der kräftig ernannt worden.

Maßregeln zu bewachen, Welche die Lage der Dinge nothweno macht. Der Hof wird sich wahrscheinlich erst Ende dieses 1“;- nats nach der Hauptstadt begeben,.wenn ihn nichc die Umstä zu ener früheren Rüikkchr bewegen sollten. - An dieE wohner Madrids, wo in diesem Augenblicke die größte R1 herkse'ht, ist gksrcrn folgende, von J. de la Torre Trafi unicräeichnete Proclamation gerichtst worden: „„Bewohner )* drids. Die Feinde unserer angebeteten Königin und der öffentl' Ordnung suchen Mißtrauen unter Euch auszustreuen, um E zu thciien, der Unordnung den Triumph zu verschaffen und » über Emre Personen und C'ucr Vermögen verfügen zu »“ nen. In solchen Umständen ist es die Pfiick)t der Behörd» die Ruhcsrörer zu zücytigcn, die Unvorschtigen zu wa

Amtliche Ndachriciztrn.

Angekommen: Se. Excslleni der Wirkliche Geheime Staats; und Minister dss Innern fü? Gewerbe-Angeiegenheitcn, Freiherr von Brenn, von Leiiizixi.

Der Wirkiicbc Geheime Ober-Zujii rat Un) G 9. b Tribunal-ChF-Pxäffzgm, Sack, von KZsfinkégen, ek) imeO er-

ZeiciixigS-Rachrichkeri. A u s l a n 13.

Frankreich.

. Dcputirten-Kammer. Si un vom 24. Au 11 . (Nachtraa.)_ „'Herr Merlin verlas HeinegR-ede zu EMMA? dxks _ . neurn Prch-Gsscßes, von der aber, wegen der lauten Unterhal- lichen Pläßen und auf den Straßen bilden, sollen von tung der Drputircen, wenig oder gar nichts vertianden werden bewaffneten Macht, in Ausfiihrung der Befehle, die sie erha konnte. Das Erscheinen des Herrn Eusdbe Salveree auf bak“, zerstreut werden. 2) “Es ist Jedermann, der nicht -der Rednerbühne stellte die Ruhe einigermaßen wieder her. bcwaffneten Macht gehört, verboten, fich öffentlich mit Feuer Derselbe begann mit folgenden Worten: „II?. H., die Redner, wehr oder blanken Waffen sehen zu lassen. ') I| ebenfalls die den Geselz-Entwurf vertheidigen, haben es que für nothwen- boten der Ruf: Viva! Muera! (Es lebe u. s. w.! “' dtg gehalt“), sich über den Zustand der Gesellschaft auszulaffen, niit u. s. „w. !) und jeder andere Ruf, der zum Hasse «13 und von diesem Zustande ein höchst trauriqes Gemälde zu ent- oder den Pa1*tcigei|7_anl'kgkn könnte, 4) Wer diesen Maßreg .werfcii. Ihr Talent hat höchstens vermochk, alten Dingen einen zuwiderhandelt, soll iofol'k verhaftet und der kompetenter: Behz Schein der Neuheit zu verleihen; dieselben Dinqc smd oft gesagt Überarben werden. _ Bewohner Madrids, hört, wie immer, worden, 11111) haben allen Zwangs-Geseizen, welche seit 45 Jah- die Stémme Eurer Behörden und verbindet mit denselben ren vorgeicküagen WOM" ÜW- zur Entschuldigung gedient. WM" Bemühungen für die Iiufrechte_rhaitung der Ordnung , ohne man das Gemälde der Wahrheit etwas näher härte rücken wolien, keine Wohlfahrt im Staate moqlich ist.““ so häite man jcner unseligen Sitte der Aposiasie Erwähnung Das Gerücht, daß das Ministerium sich für die Znte- thun iollen, Welck)? verursacht, * tion in Spanien entschieden häige, isi bis jiizt ganz unverbü Indifferenz die Lehrsäkze und die Handlungen ieines ganzen Le- Wie man hört, hat chi ein Notexiwechsel zwischen Herrn bens verleugnet; man hätte von jenem Durst nach Geld, Acm- Broqiie Und den auswärtiaeu Diplomaten begonnen. C's'h“ UM UW Ehrewsprecheii sollen, der Ein?" Theil M' Gesellschaft die Regierung habe Depeschen aus Madrid vom 19ten erha "?kzkhkk, MW welcher uns zu dem schMählichM Grundsatz,: «3?- Dic Ruhewärezwar ungestörk geblieben,doch hsrrsche immer führt bak, daß das BMW eines BUMM unbedingt dem Mk- emg so großeGäf):mig, daß man in jedem Augenblicke eine Er nisterium angehören muß, das ihn ernannt hat. Wenn man die- rung der Bcwcgimg_fürchtcte. r. v. Toreno hätte dem » ser so charaktcrischen Züge unserer Epoche "icht gedacht hac, so Mendjzabal eincn Cilboten zugecbickc, um ihn zu veran 10 es wahrscheinlich deshalb geschehen, weil man sie der Presse fixk) dirrkt nach Madrid zu begeben. Das Geyücht wäre nicht zur Last legen kann. Giebc es nun aber ein wirksames '.UJadi'id verbreitet geweien, zwei von den Ministern bestä Mittel gegen ein solches Uebel, so ist es allein in einer vollstän- darauf, daß die Regierung eine Politik der Bewegung anne dkgen AUSÜbUng del" Preß-Freiheit zu MWM.“ Der Redner ließ Die Deputirten Argurlles, Galiano und Calatrava sollen "ck jeßx auf eine Prüfung der einzelnen Bestimmungen des Ge- haftet worden seyn. ' seh ; Entwurfes ein, und suchte dar uthun, daß derselbe Aus Bayonne wird vom 20sjen geschrieben: „Die lediglich darauf bere-chnet sex), alle Journale zu tödten,

dem Karijstischen F auptquartiere in Ochandiano vom 1tjteny 1velche nichc unbedingt im Sinne des Ministeriums schrie; ten Nachrichten er lären den eigentlichen Zweck der verschied ben. „Die erste Wirkung IHM; GEMÜ“, sagte U", Bewegungen der Karlisien, erst nach .Casiilicn und ,dann “WW die senn, die Departemental -*- PWM zu vernichten, Bilbao hm- Man, wollte die Aufmerksamkeit Cordova's bes und bald wird man zu dem schönen Ideal gelangen, welches tigen, um dem Brigadier Giicrgué- es möglich zu machcn, * man so ängstlich aufsucht, zu dir" allgemeinen SML?- in WMH“ Hinderniß 1cinen Marsch nach Aragonien foi'tzuseßen. DieserZ man immer Recht hat, Mil man “ULM redet. Wir kennen iyi fast erreick)__t, Jm_ Karlistischn Hauptquartiers ck| die . dieses tirfe Schweigen; wir haben es im Jahre 1703 und un- riclzc eingetroncn, da[; Guergué mit seiner Division glückii- M: der Kaiserlichen NSLM'UUZ herrschen sWkn- Die erße dieser Baidasiro _angckom'uen „war und sich nach Catalonien WHM Epochen sah NWWB“??? auf eine gewaltsame,Weisr UU- Naci) ?[usjagen von Reisenden wäre Gucrgué, der ein aus terlregeu. Die Einschüchterung, MU)? man damals EMM k)?“- chcs Convoi von Fiinten mit sich führt, schon in Catalonien [LMM Schrecken nannte, hat gerndec und mußte enden durch g([angtg- . . . ' . die Vernichtung derjenigen, die ein solches System zu Ehren Zn Catalonien scheint slch die Bewegung zu konsolid gebracht hatten. Was" Napoleon betrifft, so ist ihm dasselb? Dir Junta von Barcelona hat in den Corregimctitos die MLM, Wenn auch IMU) mildere "MMU, eben so "9511151 gelun- nxrmung vmrDeputirten angeordnet, welche in Barcelona ?W- SM UUILHLUML' RUÖM- sek" GM“ haben ?MiMMÉKÜÉU fÜr Junta bilden sollen, die mx: der Verwaltung der Provinz eine Fehler entschädigt; aber doch ionnien weder" sein Ruhm auftrazzt werden würde. Nach der Gazette de France noch sein Genie die Folgen derselben verhindern. NMMO" ren einige von den aus Ste. Pélagie entflohencn April- Wollte allein seyn, und er ist allein geblieben. Ihr fager, die klagten in Barcelona angekommen, , L?sellschaftlichen Bedürfniffe verlangten neue Maßregrlnéaber es Die Gesc1)äfre_waren heute an der Börse Unbedeutend- Mbt ein Bedürfniß, an das Ihr keine Rücksicht nehmer, und

3 U[)1' verbreitete sich das Gerücht, daß am 20sien neue * War das Bedürfniß einer wirklichen, einer wahrhafxcn Oppos- hen m Madrid au's'gebrocheii wären. Darauf gingm die “W Die Regierung bodarf einer" lebhaften, einer leidenschaft- nischen Papiere Wieder zurück. * "ck01 Opposition; weil es sci) in der Literatur, bei Prozessen “""" Heute schloß 5proc. Rente 0". compi. 109. 5„„ Und in der Politik biwährr, daß die Gegner die besten Argu- c011r. 109. 10. Zoroc. pr. (30111111. 78.. 60. Fin sour. 7! Mente beibringen. M- H', Ihr Gescß verseßt der Presse Einen 5proc, Nrap. 96. 80. :*)proc. Span. 33. Zproc. do. '21.“ "UbarMberzigen SMW; es beleidigt die Gefühle dc" Mensch1ich- tes 33, Ausg. Schuld 14. 3proc. Port. 55. Ulk Und'der Theilnahme fiir den Unglücklichen, die dem Menschen * Frankfurt a. OK., 28. August. Oesterr. 5proc. 11' sonatürlich smd. Von ach§UUZSW91chM Interessen zur'ückqestoßen, ["'-'H;- UW“- 4p1'o,c- 982- 984. Yproc. 57 1proc- » des Verstandes dcr öffenciichen Mcinung beraubt, selbssvon der Br. Banr-Accien 1583. 1582. Part.-Obl. 140.1. 140. k Lekoensobafc bald verlassen, wird Ihr Gesetz nur die Gewalt für zu 500 Fl. 1144, 1141. Loose zu 100 Fi, 213, G. 23 haben, und noch dazu eine vorübergehende Gewalt; es wird Präm„,Sch_ 59.581. do. 4proc. Anl. 981-“G. Poln- - Untergehen, „aber leider eine unversdhnliche Spaltung zurücklas- 684". 6817. 5proc. Span. Rente 304 30,19 ZUM do. 181 se"- Ich stimme gegen den Entwurf, und geqen die Amende- * , ments der Kommission.“ (Lelohafcer Beifall zur Linken.) -- Herr

reeimercier legte die immer zunehmende Unskklicksekk in Frank- Gcsh lediglich, der Presse zur Last, und erklärte die voraeiegcen kitßi :2131: für eine Wohlthat. Sollte es ihm auch seine PMW- kosten (Gelächter), er werde fie, wo sein Gewissen so laut

drids zu“ Gunsten der öffentlichen Ruhe zu appelliren. diesem Behuse sollen die folgenden Maßregeln beobachtet w dM: 1) Alle Zusammenrottungen, die sich auf den öff

Rediicteur b'v “sé. Gedruckt bei A. W. Hav“-

daß man mit einer unglaublicheii

ipreche„entschloffen aufs Spiel setzen. Aber er hoffe, das Land werde einsehen, daß Geduld und Nachsichi schlechte Waffen für die Regierung 1eyn würden, wenn es auf die Bekämpfung züqelloisr Parteien ankomme, Es bedürfe dazu wirksamerer, heroischer Mittel, und deshalb stimme er für den Geséiz;Etitwu1'f. - »Hcrr von La- bdulie sagte, das" vorliegende Geseß sey einc Beleidigunx; gegen die gxsunde Vernunft, eine der Unabhängiqkeit des Gedankens zugesagte Schmach, ein Lügenstrafcn der einfachsten Begriffe des öfféntltchen und natürlichen Rechkes- Man wolle hauytsächiiä» dds bestrafen, was andere Nationen als Tuaenden bezeichneten: die Wohlthätigkxic und die Treue. EZ? solle nicht allein eianergehen, es ioile ein Verbrschen “seyn, wem: man seinen polit0chen Ansichten treu bleibe. DI?! Ministern müsse allerdings

daran gelegen seyn, daß die Verleugnmiq der Grundsäße, für ;

die man früher gelitten und gekämpft habe, als der höchste Grad

des Heldenmuthcs und der Selbsaufopferung betrachtet werde; '

aber so würde das Land nicht denken. JJFärtiirer, aber keine Verbrecher machen. Entwurf und gegen die erschwerenden Amendements derKommission. -- «zrkzc bestieg der Herzog von Brogiie, der schon im Laufe der Rede des Herrn von Laboulie Rcdnxrbühne imd drückie sich unter der gespanntesien Aufmerk- samkeit seiner Zuhörer folgendermaßcn aus:

Das Gesetz würde nur

„M- H;! Ick liebe eben nicht die Gegenbeschuldigungen; ici) ;

finde eben io wenig Vergnügen als Vortho-il darin an" “e cr- gangenheiizurückziikommean. (Ironisches Gclächrer/in dfendtNeBihi-n Yk Opposition. Eine Stimme: „Das glauben wir Ihnen gernx-“W Ick meme, daß ich keinen Vortheil dabei sche, alte * «“:ufzuwäxmeP und wieder in Frage zu ücilen, was die Zeit mit ihr ren Ereignissen bereßetx; entschieden hat. 'Wenn ich indeffen seit zehn Tagen _unahläsiig der Vermaltung den Vorwurf machen höre, daß ne absichtlich den Schmerz „aüxr gutgcfinnten Bürger ve- xiuizxn woilve, um die_Vo1ks-Frethciten zu beschränken, daß sie in, ihrem Jnterxs'e, vielleicht gar tn dem Jntercffe einer Par.“. tet, em allgemeines Trübsal auszubeuten suche, so muß es mir wohl erlaiibt seyn, daran zu erinnern, daß ein solcher Vorwurf nicht neu isi. Was man heute von uns sagt, das sagte man aucli nach den Juni-Eretgnissen v_on'dem Minißcrium des 13. März; man hat es auch imc!) den Eretgntffen des 11. Oktober von dcm M1- nisterium gesagt; in, man ,hat es vox: alien Regierungen esagt, die seit 40 Jahren in Frankreich und seit 150 in England an? einander gefolgt und. Auch wiindert mich dies nicht; unter einer Regierung wie_ dicaunsrige, wo die_Nedefreihcit besicht, giebt es gewiffe Ge- nieixiplaße, »“ halten Sie mir diesen Ausdruck, der Niemanden be- leidigxn sou, zu Gute - die auf al1e Phasen und“ Wechselfälle des volitqchen L_ebens paffen. Dqs politische chen hat seine Friedens- wie seine Kriegestqge, seine Zeiten dci“ Ruhe wie dcr Bewegung. Aber die Opposixionisi xürglie Fälle grräsier. Will die Regierungz B. in FriedenSzettentr end em Gessi) dcrOrdmmg und Sichérbeiteinführrn, so wird sofort e n gewaltiges Geschrei erhoben: man miß'traut, heifit es Filsdann, „dcm Lande, lohnt ihm mitUndank und was derqicichen mcm“ isi. Ziehen dagegen Stürme heran, ist der Horizont mit Wos- ken bedeckt, befürchtet man irgend, eine Katarirophe, und die Regie- rittxg wendet sick) an die Staats-(Hewaiten, um von ihrer Weisyeit etntgxi'trengeMaßideln zu verlangen, qleicl) heißt es, daß man die Veermffung mit Fußen trete. Isi das Uebel wirklich da, wütht der Burgerkrieg mit allen seinen Gräucln, sofort wird die Svrackic gxändcrt; alsdann heißt_ es wieder, das; die Regierung srlbsi die Krise- _vorbereitet have; tic hat die Fnsurrection in Lyon und Paris organiiirt; sie hat durch die Polizei auf den Kdni schießen lassen; bald Wird man auch sagen, daß sie die HöUcn-Machinc angezündct habe._ Genug, die chierungwag handeln wie sic one, immer hat ne Unrecht. Wenn sie bei Volks-Aufiäufrn die Menae ans.- einander treiben weil, ohne gerade zur Gewalt der WaFcn iöre Zu: flucht zu nehmen,.so spricht man von Todtsäilägcrn, die unter das Polk gemischt ivurdcn, um es zu zermaimen. Werken die Auf:- ruhrcr mit Steinen, oder es“ fallen gar Srvüsse und man nini“; zu den “Bajonnetien seine szfiuchr nehmen, so ist die. Nr- gicrimg bluidurüig urid se qefäat nut) bloß im Gemetzel. Artet iu- chi der Yurruhr in emen förmlichen Bürgcrkrieq auI, so daß Ge: schuiz_anrgefah§en werdeii muß, um die Empörer'zn Paaren 511 frei- ben, jo beißt e ,_dte _Regterung [affe unscjmldigeBürgcr nicdcrscbir: ßen, imd bahne sich ihren Weg über Trümmern und Leichen. Dies isi abcr no_ch lange ntcht_ Alles.! dic Empörung besiegt und die Empdrer ionen vor Gericht geitelit werden, Um hier ihrer": gcrcriixcn Lohn zu empfagqen, so üemvelthm die' Miniüer ais“ StnaiS“L-Ver: brechcr, wenn ne, nach dem Beispiele frühercr Zeiten, Krieas .- Ge: richte e_rnentten ivolien; oder man wirft ihnen vor, daß sié'mit drr versinliciien Freiheit ihr Spiel trieben, wenn 17:- die geduldi ere Gerichtsbarkeit dcs Paixshofes in Ansprucii nehmen. Denkt die e- Ycrung dagegen an emL Amneiiii, wii] solche jedoch mit“ den * eu'igcn und, Utitcrwiirngrn, nicbt chr zugleich auch drinn beWiUigen, die tbr i_m (Zicfängnissc noch mit gebaiiter Faust drohen, so athmxt 17:3 nichts aisHaß und Rache, dem wilden Tyiere gieiri), dasOgiertg seinen Raub verfolgt. Dics Alias wundert uns nicht: Wir und im politischen chin ergraut, wir kennen die Umic- reciixigkeiten der Menschen, die Sprache“ der Factionen; nicbt; desto- weneger ist es aber gut, daran zu rrinnern, damitNiemand sich durch Yesc Sprache täusciiejx lasse und „sie für haare Münze nebtire. --* 3,th zur Suche: Wenn: bischuldtgi man uns"? wir sollcn schon langst emen ganzen Vorrath tvranmiclier chiehe in der Tasckie ge- habt und nur auf einen günstéqen ?ixixzenbiiri“ qanrtet haben“, um sr hervorzuzieben. 'Was soli dies nun aber heigcné“ Wil! man da»: mit sagxn, das: die der Gexellsckxast drohenden Gefahren uns schon 1ange_eengeleuchiet_, das; war schoxrlangc die Wunden des Landes nnteriucbt und aux Mittel gedacht hätten, sie zu yxilen? Wenn dem also 111; so haben wir nur die beiligüe unskrcr PsiickMn crfüllt: des- halb 11“: man Miniüer, deswilb 13117111: cine Verwaltung; was heißt iin Laxid verwaiien axndcrs, als_dte Gegenwart beobachten und die Zukunft vorausschepz' Oder will man damit sagen, daß wir mit den Yorschlägen, die wir Ihnen neuerdings gemacht haben und die wir fur erccUt, verfaffiingsmäsitg und nothwrndig halten, so lange gezögert ätten, bis nmere uebcrzeugung aucb dithriae geworden, bis sich vor deri Tbatsachrn 2111er Aux?" geöffnet.? Ist dem also- so trifft un; keen Tadel: deshalb ind wir Minister. Will man aber behaupten, daß uns bei jenen „Vorschlägen das Gemeinwohl nur zum Vorwande gedient habe, daß wir sie vielmehr in unserem ergenin imd persönlichen Interesse ersonnen hätten, um unsere Macht zu befestigen und uns die Verwaltung zu erleichtern, so erlauben Sie mir hieraufFolgendes zu bemerken. Man könnteRecht haben, ivenn diernen bezeichneten Gefahren eingebildet oder auch nur übertrie- ben wären, wenn unsxre Vorschlage die Größe des Uebeis überfiie- gen, wenn sie die legitimen Rechte der Franzosen verletzten, w'enn

wir, Minister, uns mehr Vortheiie davon zu versprechen hätten, als

ck 4) da§21ussie11en und der

Er stimme gegen den “*

Z

i

das" Wort vcriangt hatte, die Z

jener Tyrannen des Mittelalters dnrgesieüt die sia» ,? Stillen vom Halse schafften? ' ' , & i ck 1 |

** zudrücken dar Streitigkeiten ;?

*. zii schaffen sucht. 5 ein iiolirtes bctrarsxten?

dkk Zkrkngüe Bürger, wenn sic nichc vieimshr in unscrsr Ziller I““ rere] e vloß dazu dienen solitcn, die bcücbende Oxdnung zi: bcfesré- gen/Z „» Der Mmiüer ging hierauf noch MMW] die vier HMV?- 1 Bestimmungen des neuen Preß-Geseßes dura), wonach 1) die Br: 1 leidigung der Persou des Königs, die Bestreitung der Rechte Dc»; rezziexendcri Hauses„ und die Erörterung drs Prinxiys dir *.*Irfaffixn97. maßtgcn Monarchie zu Verbrechen erhoben, 2"1 ans dkt'se LZLTVL'T'* chen io hohe Strafen _gesciz! werden sollen, das; eineRecidive gercéi": firinaßen unmöglich ward; 3) der Regierung das Recht zustehen soi1, dtex?“ VekbkchM cvxntueu vor den Pairshof zu vrrwrisen; endli-“xx „_ . Verkauf von Kupserßiiiixn, io wre di,- Thiatcr-Diche voii der Apörobation der Behörde abhängen folien rü“ _, fuhr Herr ' von Broglie fort, „dry politisciw Charaktxr des Gréchs: die Neben :Beüimmungm übergrße ici) *: mit Stilisäiwi'igcn. (Hs fragt sich jetzt: ist das" Uebel wirk- roß, als wn' es behaupten? ““““ci) sage 19 Mi- , . _ n_ „drr That mit der Unverlcizkisihkcit d-s FLan 5?

x Wird ntcht1x1ni Perron seit 3 Jahren täglich aus das Unversci) nx- . txüe,angtgkiixeli? Hax man nicht schon mehr als hundcrxmal den König als einen Yrri'ätber bezeichnet, der seine Fahne dcriaßsen hat;; und zum Fcixde udrrchangcn sei)? Hat man iim nicbt ich-n mei): ais hai_idertmal als_ eins voix jenen Rsvolutions:Ungeheuern geschil- dert, _die (?ck nur in dcr,Mitxe von ernkcrn und Gefängnincn ge- fielen!“ Hat man ihn nicht iciwn mehr als hundertmal als eincn „. ihre Feinde in: ;_;-(1) frage nun, gehört ein solches Ver- brechen wohl zu der Zahl derer, worüber dir Gcsclisckmfi die Augcn f. Gewik; giebxesnoch mchr als Einen in Frankreich, dcr

» den König nie gekannt hat, ihn aber nach den abscheulichen Lügen dcr

/x ZZZ“:

3110) so "' ficht es"

Z Presse nothwendig als eine Geißel für." das Land betrachten muß, und

es sonaci) für ganz natürlich_bäit, wenn man sich ihn vom Halse ZXT Wie wrii man min ein solches ka0k6chkn ai»; . ( _ Wäre dem also, so wiirden die republika- nischen Blesxtcpmxbt offen darauf hinweisen, wée die Monarciiic 9111 28. Kult der xinein Haare umgesiürzt worden wäre, und wie iqnach die Republik nicbt dcn„Muth verlieren dürfe. Gesetzt nun, die Kammern nähmen timer diesen Umsiänden die drei erücn Artikel dcs vorliegendxn Giscy-Entwurfes an, so frage ich Sic, welcbe Nachtheiie d!€1_i Aritkel den Ehrenmännern aller Parteien zufügén köxmen? 'in wce wett se denrechtmäßigen Gebrauch der Prcßfrci- beit beschränken.? (Hiebt es EMM unter uns- der für sci) oder An- dere das Recht in Anspruch nähmc, den König oder die Charte nn- gesirqft zu beschimpfen, so mag _er aufstehen, und unserx Entrüüunq wirdibm antworten.... Jchgeveixtzt zu einem andernPunktrüber. Ji: Frankreich giebt es, eine monarchtjcbe Regierung, an drrkn Spitze cin

diiig sieht, den die konstiimrten Staats-Gewalken selbst, untrr drm Persallrufe des Volkesz gewählt haben. Dieser Regierung gcgcix- uber bestehen zrvee Factionxtt, welcbe behaupten, „da;? sie dicielbc nie:- mals anerkannt, und, somit das Recht hätten, offen an ihrem Um: * üurze zu arbeiten; ne kuren uns zu: „,-Eure Regierung ist nicbt die unsrige. Eurc_C.bartc schüizt gas gegen Euch, nicizr Euch gé- en uns. Ihr durkt uns nicht ein Haar krümmm; wir dagegen

„aden das Recht, täglich die Bürqer geg?" Euch an urri en “a, die Waffen srlbü zu ergreifen. Ein fortwährender Bfirgcrzkriexz j117 Ye Bedingung, die wir derßGcseUsciiaft auflegen wollen. Heute die Frohimg, morgen die _ Gch1qchc Richtet Euch hieriiachk/“i Ick? fx'agk, ob dies 'niciit die Sprache ist, wclciie die Kat“- ltsiischcn und republikanischen Blätter täglich führen; ich frage,_ ob em solches Vexfahren, das ohne Beispiel in der (Yeicixichte der Völker isi, mchtzuleßt seine Früchte tragen muß? „*.-der glauht _man etwa, daß zwischen einer fortwährenden Aufrei- zimg zum Burgrrkriege und dem Bürgerkriege silbü nicht der ge- rmgßr Zusammenhang besehe? Haven wir nicht schon “vier grofic Sedicichtm, und wer weiß, wie viel kleinere Gefecht“: in beidén Haupiüädtin des Landes zu bestehen qehabt? Haben, die Empdrcr xchi ihrer Besiegung nicht.offcn erxlért, daß m; bei dem Aufruhrs M ibrcm Rechte gewesen, indem sie ihre volitiscben Ansichten mii bcwaiFneter Hgnd vcriheidigr hätten? Sind sie nicht von diesem ihrem angcbiechen Rechte so überzeugt gewesen," daß sie di.“ Zeitungssaireibcr _sxlbü aufgefordert haben, ihr Werk vor (Sc: richt zu verthcidtgen , und und die Zeitunqssckirriber tried: m dkt' T_hat gnsge1reixn, nicht bloß um "die' Verdrecbcr. denen sie die Warten in die Hand graeben, zu vsrtheidégen, sondem). um ?[011012 die Vervchxen selvü, die Ke vorgefchrisben, zu rcciutkerxi- gen. Dres Alles,]x. „r).- muß für die Folge aufhören. und es" wir?.“- nufbörrn, wcnn (Hie das„'Iicknen vorgeschlagene Grieß annrbmcm [Unbeüitnmte Yianruckc wurdrxi indessen hicr' nix!," din Zwekk vrricia „“L"; man 111111; die Snaxs 1151 ihrem Namen nennen, damit rbrn dri,“ Gtrnfi den-“Scbuldige'n tkéffk. Oder woaen Sie vielleicht, in. ,i'“*., das: jencr Skandal nociy-länqrr dauerr, wolien Sie, das: di.- (Tieséi'k-“s siiiasI noch länger auf eme so harte Probe csi-rUr werde.“ Diek; ßck-t bci ;;»hncn; em Anderer mag alsdann aber att unscrer das SWI: ruder in die Händr nehmeiz, um dieses skurmdewcgtc Meer zu be:- scbiffen. ;_Strmme zur Linken: „„Aba! das ?Fiiniücrium 13.6111 iins no_ch_cinn:ai d'en S:“uhk vor die Tbürx/M) “7011 170,11».- U.“ 1 nur die Kupferütche und Thrakerßiücke. Frankrricb “isiein civi- lirrtes Land, das iomt wegen seiner artigen Siiken, seines ks'..".'-:11 (Heskdmacks und seiner Urvan1tät dcn erüen .')kimq in Europ.: “.*-.. bauvtrte; es war bisher fioiz hierauf; i'eit JFabr-“n (1th ist diescr Sto?“- furcbtbar gedemüihigt worden. Was sou derAUS'käUdkkvonl:11§-T*€'*7Z-€?'-“„ wmnaerxciztnach diquupismdt kömmt, und auföfécntiiMiiPläyyxi 27.11 Spaziergängen ,nur niit medrrgesäxiagcnrn Aach ein“.“kßxrgrixsx: 3-7??? wenn anders seen Biwi nicbt brk jedem Siiirirtr auf die 111105111114» ßen und schamlosisien Gegenstände fallen soi]. Da; Tchm- W113" sonst Frankrciiizs Ruhm: was ist es trist? Eins *“:th1111: 1-1».- 117711? lichkeit und des V-erbrxchrns. Ich frage Sie, ob dies 135511 sander geduldet werden darx und „ob 1-3 ein andere:; wirkiame»; Mir tel als das vorgeschlagene gicbk, im: diesem Unfugc 111 11-502?in u'nsere Gegner. werdrix uns einwenden, daß dir ?)quixriiria 13111: fubro cgle Meiürrwerxe der Kunst unterdrürkcn würde. “1.31 «». innere Sie aber hierbei an die Prophezeierngrn, dic. m::n MZ; NWZ“ ciations-Gesehe nmchtr._ Auel) damals sagte man, 15" würde lzkx:k§“.1;,-.,Ü in Franerich keinen MtldM Verein mehr geben, ": Menscb-Zx; "„;ZZ'É." den srcx) nicht mehr die Hand auf der Straße rcéWn könnéxi. “ZZR“, zu befurcßk'm, daß man sie gßkichkllch belange. 1"! woßi eiw- ZZZ." zige dieser Prophezeiungen eingetreten? i_«Ié-,;-.-*:; ij „UL; “(;." verschiedenen Bestimmt!!! in Ils Géskv-Esxrxvsixfez daZi'cd' Je [euchien Sie ire“ von a en,Sritrn; was 17170111th iir aJW-x' als daß die Ferson dcs Königs“ UW das 275571119- dsr 111-1114"qu nicht mehr olicti atzgefochten,Werdcn dürfen, das; dir" '»;Zsch üicbe kein dfsenUicbes Aergermß mehr arbeit und das; ma): ohn: zu errbthcn wieder das Schauspiel best-ckién dürfe. ““Dies “ist M9?“ Dem Lande “Meng! der Geskv-Entwurf m:rrmeßliiiyrn Voribrii: auch den Mini rn? Lassen Sie doch sehen. Alle die'Anqx-iffe, di; bisher gegen den König gerichtet worden iind, merdrn hinführo' «„I gen uns gerichtet werden, denn uns schützt der Gisch , Enxwxxxé

"WKM" ßcbm frei da und dienen, wie es unsere Pflicht „7, dem