...?-AU?- :.“
rung, eine „Gratificatiou von 60 Gulden C. M. eim für alle- mal zu erhiilt», auch der niederen Mannschaft eine Erhö- zhung iner Löhnung bewilligt worden. “_Aus verschiedetien Gegenden Ungarns wird berichtet daß unter dem Hortiviel) und den Schaafheerden der Milz rand in einem bedenklichen Grade herrsche. Es sind deswegen an der Gränze Vorkehrungen getroffen worden um der weiteren Verbreitung dieser Seuche vorzubeugen. “ an folgert ihr Entstehen aus der Trockenheit, und besonders dem staubigen Futter und sehnt fich desßalb nach Wind und Unwetter, was in solchem Falle stets von eilsame_n Folgen war. - Aus Italien äußern Briefe fortwährend die ängstlichsken Besor nisse wegen der Cholera, die sich- mehr-und mehr der K. K. Éränze nähert. Es snd sogar in Mailand schon eini e Fälle vorgekommen, die für Cholera, jedoch nur spo- radischer rt, erkannt“ wurden. Man huldigt dort noch der An- sicht, daß diese Seuche hauptsächlich ansteckender Natur sey„ ynd hält ihre Abwendung durch einen Cordon, eros gegenthetlrgrr Erfahrungen anderen Orts, für möglich , weshalb auch vtelseitig der Wunsch laut wurde, es möchte an der Sardinischen Gränze ein Cordon gezogen und mdglichste -Sicherheits-Vorkehrungen getroffen werden. Ob diesem Wunsche entsprochen werden werd, scheinr noch nicht entschieden und hängt ganz von dem Gutbefin- den Sr. K, Hol). des Vice'xKönigs Erzherzog Rainer ab, wel- cher, in Betracht der Drin lichkeit der Gefahr, unumschräxikte Vollmacht" erhalten hat. er kommandirende General, Graf Radezky, hat 70 Aerzte für das K. K. Militair gefordert, und schon ist dieser Forderung theilweise entsprochen worden; für das Civil wird eine weit größere .Anzahl abgesendet werden. Dee Truppen-Konzentrérungen in Italien zu den Herbsk-Manövern sind wegen der Cholera contremandirt worden. - Pqn den durch Arsenik vergifteten 13 Personen ist nicht eine einztge ge- storben, vielmehr find alle wieder vollkommen hergesi'rllt. Man- hat keine Ursache, diese Vergiftun absichtlicher Bosheit zuzu- schreiben. Auch der durch seinen. ourier-Schüßen schwer_ ver;- letzte Hauptmann Z ...... befindet steh auf dem Wege der Bes-
erun . . s Beni Streite hinsichtlich der Frage, ob Se. Majestät der Kaiser in Zukunft als König von Ungarn der Erste oder (wie die Ungarischen Ständetafel mit einer Dringlichkeit, als ob das Wohl Ungarns davon abhinge, es erbat und'wünschte) der Fünfte heißen solle, hat der Kaiser selbst dadurch em Ende gemacht, daß er s1ch entschloß, zu gestatten, als Köni von Ungarn der Fünfte genannt zu werden. Der allverehrte tatthalter Erzherzog Id-
e oll mit dieser Entschließung vor einigen Tagen nach Preß- , _ „ _, _ * 11.th sabgegangen seyn, um die Ungarischen Tafeln hiervon in ' hen, wonn Silva Carvalho bet seinen Cm]chl'ättkungs-Verjucben * “ mehr von seinen Kollegen unterstützt würde.
Kmntniß u seßen und dadurch der so'leidigen und das allge- meine WoZl beeinträchtigenden Disharmonie zwischen der Mag- naten; und Ständetafel ein Ende zu machen. .
Schweiz.
811 rich 25. Au. In der Sißung der Tagsalzung am 21. d. bericétete die Kommission Über Herbeischaffung der Gel- der, welche durch die nrue Militair-Organisation nöthig werden.
'Die Entscheidung wurde bis.zum Einlaufen der Insiructionen
verschobew Die Kommisfion will ein halbes (Geld-Kontingent vonden Ständen erheben, eine andere Ansicht möchte die Lask dem Eidgenösfischen .Gränz-Zoll überweijen, dessen Ertrag be- kanntlich für das Eidgenösfische Kriegswesen bestimmt ist. .Die Militair-Kommission berichtete über die revidirte _"».'.éitair- Organisation; dreizehn Stände, eine kümmerliche .F.-heit, stimmten für den Entwurf, der so viele Zeit gei hat, welche vielleicht doch verloren ist, da alle 13 Stimmer„ „ un-
ter Vorbehalt der Genehmigung von Seiten der bet:“-;,'“*j'::„-1:*»-en ,
Stände gegeben san. Der Bericht der OJZilitair-Behördzé tiber das Thuner Uebungs-Lager spricht sich über den Stand des Schweizer Wehrwesens, namentlich was lecht und_Ordnung be- trifft, so“ wie in Beziehung auf Kenntniy und Eifer der Offi- ziere nicht befriedigt, theilweise sehr unbefrtedigt aus".
Am 3. August, während es in der Basel-Landschaft so [1111.- misch zuging, wurde in Solothurn zum ersienmale in der St. Stephanskiräxe.GotteSdienst nach reformirtem Ritus gehalten. Die Feter eröffnete der Gesang: „Wir glauben-All' an einen Gott!“ ' » .
Laut der Allg. Schw. Ztg. herrscht in Genf große Bez stützung, da die Cholera in einem kleinen Orte Savoyens dicht an der Gränze ausgebrochen seyn soll.
Die Tessiner Blätter widersprechen nun bestimmt dem erüchte, daß die- Cholera im Tesfinischen und der Umgegrnd ausgxbrochen sey. Von dieser Seite habe die Seuche s1ch nicht nicht m?.hr als 60 Stunden der Schweiz genähert. -
Spanien.
Nach Brießn aus Barcelona vom 18ten d, M. in der Times smd daselbst viele Personen verhaftet worden, welche den Plan hatten, den Constitutions-Stein auqupflanzen Und 4319 Verfassung von 1812 zu proklamiren. Auch at man bei ihnen revolutionaire Proclamationen gefunden, die sie unter die arbei- tenden Klassen vertheilen wollten. . Sie sind sämmklkch in die Citadelle gebracht, General Varleta hatte mit nur 200 „Bewaff- neten in Lerida eine Karlistische Verschwörung unterdrückt; da; egen war in Mataro eine ultraliberale Bewegung auSgebrochen. Dcputirte von Gerona, Tarragona, Lerida und Mataro waren
“zum 20sten d. zu einer großen Catalonischen Versammlung nach
Barcelona einberufen. * P o r t u g a [. Lissabon, 15- AUSUsk- Die Hof-Zeitung enthält ein
:Dekret der Königin, wonach Britische Schiffe, die durch Sturm
enöt i : ind in Portugiefischen Häfen Zuflucht zu suchen, keine 'gélbgaLetgi zs: thlen haben. Diese Bestimmung bleibt so lange in Kraft, als die ähnlichen Verordnungen der Britischen Regie,- rung hinschtlich der dortigen Häfen bestehen.
- In einer Privat-Korrespondenz der Times aus Lissa-
" b o 11 vom 8. und 15. Aug. liest man : „Marschall Saldanha hatte vor ' einige]: - Tagen beim Besichtigen seines neuen Landhauses zu Ein-
tra das Unglüok , die Treppe hinabztifqllen; doch beschädigte er fichdabei nicht und ist seit gestern Wieder in der Stadt. Die Königin begab fich am Montag früh nach Ramalhao bci Cintra und kehrte heute Morgen hierher zurück, um ZUersk einen Kabi- nets-Ratl) und dann einen Staats-Rath zu halten, woraquhre “Maj. wohl wieder nach Zhrér Sommer-Nesdenz zurückkehren wird. Diezur Berathung gekommenen Gegenstände waren 11. A., wenn ich recht unterrichtet bin, die Vermählung der Königin, die Spanische Intervention, die Ernennung von Civil-Gouverneuren und Zu- stiz-Behörden, m Gemäßheic der neuen Einth'eilung des Landes, und endlich die Zahlung der dem Herzog von Wellington und dem Lord Beresford „schU[dkgen Penstonen, Was über diese Be- rathungen verlautet, ilk Fölgeizdes: In Betreff der ersten Frage ck| noch nichts festgesekzt. Bet der Interventions-Frage suchten Silva Carvalho, Fonseca, Maselhaenx, Palmella und Pinto
1
1004 Magelhaens zu zeigen, wie unnöthig es sey, eine Armee nach Spa,- nien zu senden, wenn derselbe Zweck,dadurch erreicht werde, daß man die Anwerbung eines Hülfs-Corps von“ 4000 Mann in Portugal estatte. Herr Silva Carvalho benußte diese Gelegenheit, um fich Zber die Nothwendigkeit auszusprechrn4 die Armee und namentlich den sehr zahlreichen und höchst k_oskspteltgen Generalstab sogleich um die Hälfte zu vermindern. Dieser Vorschlag wwd-memals die Zustimmung des Marschall Saldanha erhalten. _ Das, Verzetchmß der neu gewählten Civil-Gouverneure und Bezirks-Rtrhter wurde von der Königin genehmigt und wrrd gejviß allgemeine Zufrie- denßeit erregen. Die Zahlung der rückständtgen Penfionetr fand deshalb einigen Widerspruch, weil der Gegenstand so wencg p?- pulair isi; fie soll jedoch zuletzt bewilligt worden seyn. _ Ueber die Zweckmäßigkeit, die Wahl von 20 neuen Cortes-Mitgliedern aus,- zuschreiben , weil mehrere Doppel-Wahlen stattgefunden haz ben, und vier Deputirte Minister geworde1i find„ kam es zu keiner Entscheidun . Der Ohersi Marmo, em tapfe. rer und gewandter Mann, ist _emscimmtg zum Präfekten der Inseln des grünen Vorgebir es _ernannc worden. - Silva Carvalho will durch Herrn O endizabal der Spanischen Regierung sämmtliches vorräthige Pulver zum_ Verkduf atibieten lassen und zwar für einen Preis, der um FpCt. geringer ist, als ,- in England. " .Die Hapdels-Kammer-von L1ssabon hat der_ Kö- nigin zur Aufhebung des Handels-Traktats mit England „ihren Glück1vunsch abgestattet; doch glaube tch nicht zu irrrn, weiin ich sage, daß die öffentliche Meinung- gegen diele Maßregel ist. _ Fast alle Briefe und Zeitungen, die man am 3ten d. aus Frank;
- reich und Spanien hier erwartete, sind auf dem Wege zr'vischen
Truxillo und Merida verbrannt, indem die Axe des Postwa- gens Feuer fing. - Der im Portugiesischen Dienste gewesene Oberst Gordon wird nach England gehen, um ein Kommando bei dem für Spanien gebildeten Hülfs-Corps zy'übernehmen. - Morgen wird die Portugiefische Korvette „Clizq“ nnr Herrn Joaquim Antonio Magalhaes, dem_ neuen Gxsandten am Braslianischen Hofe, nach Rio Janeiro unter Segel gehen. Eine andere Korvette wird den Gouderncur von Angola, Don Domingo Saldanha, an seinen Bestunmungsvrt bringen. _ Es ist nicht gegründet, daß der vorige Finanz“- OJTintsrr, Campos, dem Dom Miguel den Betrag seiner Penxxion für emen Monat übersandt habe. -- „Der Verkauf der Nattoyal-Güter geht wett bess1r von Statten, als früher; mehrere Besikzungeti wnrden dop- pelt so hoch bezahlt, als sie veranschlagt waren. Dies bietet eme gute Ausscht für den zukünftigen Fmanz-Zustand Portugals dar. Die Verbesserungen würden in dieter Beziehung noch rascher ge,-
_ Marschall Sal- danha und sein Günstling d'Attaguia tviderleßen ich jeder Re,- duction in der Armee und Marine, namentlich in der rrskeren, wo, ohne den geringsten Nachtheil für das Land, etUe-jähl'léck)? Ersparniß von 550,000 Pfd. gemacht werden kdnnte. 2l11ch bei der Marine ließen sich sehr gut [00,000 Pfd.-1ährltch er1paren. Die Departements des Innern und der Justiz können ihrer Organisation nach nicht anders als kostspielig seyn. Aber wes- halb werdcn d:“e C tv: Gouverneure besoldet und warum über.- trägt man diese 21.13.11 - «“l“, reichen und angesehenen Personen, die sie der Ehre m.. 1.107." der Besoldung wegen übernehmen? _ C's heiéHc jetzt, dae Kéx;,.x1in werde sich mit dem [ungen Prin- zen von *Saäxsen-Coburg vermählen, doch glauben nur sehr We- nige dat..;1.“ Gestern kam die Königin von Ramalhao m die Stadt, um heute, zur Feier ihres Geburstages und des Jahres:- tages d;?) Eröffnung der Cortes durch Dom Pedro, em Lever zu halten. _ Sie ist 1ek)r starkageworden. Heute früh 11111 die Her- zogin voxxBraganza von Caxéas hier an, um de:? „Ks,:tgcniizren Glückwunsch abzustatren und kehrte nach dem „“O-ner dahin zu- rück. “- Rodrigo da Fonseca (Magelhaes hat an die Cor,- poration der Britischen Kaufleute ein Schrribe_1t crlgffen, worin er anzeigt, daß die Beschränkungen, denen sie 11:11 emeger Zeit U11; terworfen gewesen sind, einstweilen aufgehoben würden, bis ein neuer Handels-Vertrag mit England abgeschlossen 1ey. Ein sol- ches Verfahren war um so nothwendiger, als fiel) ein, Haß gegen die Briten zu „zeigen anfing. Vor einigchagcn erhielt em Ma- trose von dem Englischen Schiffe „Hastings“ drri Bajotmetc-Wlm- den von einigen Soldaten, und zwei ]ungr Manper, die_ m Pdr- tugicslsahen Diensten gestanden haben und auf die Erledigung tl)- rer Angelegenheiten warten, wurden unter den) Geschrei: „Schlagt die Englischen Schurken tod-t!“, aus ihrer Woh- nung nach der Wache gebracht, weil das Volk behaUp- tete, fie hätten die Matrosen des „Hastings“ gegen die Portugiesischen Soldaten ausgereizt.! Sie wurden mdeß, da durchaus kein Beweis ihrer Schuld vorhanden war, wieder in Freiheit geseßt. Am folgenden Morgen begab fich .der Capitain Shifner vom „Hasréngs'“, in Begleitung des Britischen Vite- Konsuls, zu dem Herzog von Terceira, um ihm anzuzeigen, daß, wenn dergleichen künftig nicht verhindertwürde, er s1ch genöthigt sehe, seine Matrosen bewaffnet aus Land gehen zu lassen. 7- In Betreff der Intervention in Spanien werd man wohl die An,- kunfc des Herrn Mendizabal abwarten, der den 31. August hter
* eintreffen soll. Den neuesten Nachrichten aus Madrid zufolge,
wollen die Liberalen alle Klöster aufheben und zum National- Eigenthum mackzen, die Zahl der Bi1chöfe und hoHen geistlichen Würdenträger bedeutend vermindern und endlich die Zehnten ab; schaffen. Dies Alles ist in Portagal längst geschehen, » .Die gestrige Hof-Zeitung enthält ein Dekret, welches die Ernen-
"nung von Fonds-Mäklern genehmigt, wodurch eincm schon längst
gefühlten Bedürfnisse abgeholfen wird.“
' Z“ n l a n d.
Berlin, 3, September. Se. Majestät der Kaiser von Rußland sind auf Allcrhöchscihrechise von Kali1ch nach Lieg- nifz am 31.1). M. Morgens gegen _7 Uhr durch Breslau gekom- men, nachdem Tages zuvor ein Theil des Kaiserlichen Gefolges vorausgeeilt war. - Der Posciljon, der der) Wagen des Se. Kaiserl. Majestät begleitenden „Königl. Preußilchen Obersten und Flügel-“lejutanten von Ranch führte, hatte das Unglück", mit dem Pferde zu stürzen; er gerieth unter die Räder und blieb augen- blicklich todt. , - ,
* - Ueber die am Geburtstage Sr. Majeskat dcs Köntgs _zu Königsberg in Pr. erfolgte Einweihung eines unweit dtejel' Stadt befii-idlichen vaterländischen Denkmals, geht uns nachträg- licl) folgende Mittheilung von dort 11: „ Am 3. AugUsk wurde die Wiederherstellung der Rudauer chlachtsäule feierlichst began,- gen. Nahe bei dem Dorfe Radau, 4 Meilen von Königsberg, erhebt fich nämlich eine steinerne Säule, zum Denkmal des gro- ßen Sieges, den 1370 der Deutsche Orden über das hereinge- strömte Heer der Litthauer erfochß Zeit und Witterung, hatten diese Säule sehr beschädigt; «die Tafel mit deé Jitschrift war Verloren gegangen. Der Ostpreußische Kunst-Verem und die Landstände des Samländischen Kreises, auf deren Bezirk diese SäUle sich befindet, beschlossen daher, dieses älteste vaterländische Denkmal wiederherzustellen. Auf den Gipfel der Säule wurde
ein hohes Ordenskreuz geseßt und auf eine Marmortafel folgend Znschrift eingegraben: „„Am 17. Februar 1370 fiel hier al Sieger über Olgjerd und Kynskutte des Deutschen Ordens-Ma, schall Henning Schindekopf.““ -- Der benannte Orden„ Marschall hatte nämlich zuerst den linken Flügel des Feindes zu“ Weichen gebracht, war auf dem Schlachtfelde tödtlich verwand„ geblieben, und der damalige Hochmeister Winrich von Knipro.
war es, der seinem Freunde und Waffengefährten diese Traun ' säule errichtete. Zur Erinnerung dessen ist auch des Marschaa . Lanze und Ordensschild '
Wappen: ein geharnischter. Reiter niit in halberhabener Arbeit, über die Inschrift gesetzt worden. ZU- erneuerten Einweihung dieses merkwürdigen, alterthümlich Denkmals war gewaß kein Tag schicklicher und erhebender, a der 3. Angust, der Geburtstag unseres allverehrten Königs. A ,
heiter" Festmorgen hatte sich eine zahlreiche Versammlung 3-- Jnnerhalb des Kreises befand “ ** ** «-
dem Monument eingefunden. stel) Se. Excellenz der Hr. Ober-Präfident v. Schön, der Gehei Regierungs-Ratl) Dr. Müller, als Kommissarius der Ostpre ßischen Regierung, der Landrath 1)1-. Abegg, als Repräsenta
der Landstände, und der Stadtratl) Degen, als Abgeordneter d. “
Kunsr-Verems. Die Feier war einfach und erhebend. D Pfarrer Hoffmann aus Laptau hielt an die ZUschauer eine A rede, worin er das Geschichtliche des Denkmals und der s. daran knüpfenden wichtigen Begebenheit auseinanderseßte, m Bezugnahme auf den heutigen feierlichen Tag und die gesegne Regierung unsers geliebten Landesvaters. Der Landratl) 1) Abegq sprach hierauf zu den Schulzen und Landleuten, denen die Obhut des“ Denkmals anempfahl. Eine schickliche Muß gesang: „Den König segne Gott“ eröffneten und beschlossen 1. ' ländliche Fest auf eine würdige und rührende Weise. Deko,;
Allgemeine
WußiscßeStaats-Zeitung.&
12“ 246.
*'-'_, -
Amtliche Nachrichcen. Kronik des Tages.
„ Des Königs Majestät haben den Polizei-Präsdenten Heinke Breslarr zurn außxrordentlichrn RegierUngs-Bevollmächtigten der Umvrrfitäc da1elvst, so wie zum Geheimen Ober-Regie;
_ . weiter
,so, zu ernennen und die fur denselbrn ausgefcrtigte Bestat-
«“,-Rache mit dem Range drr Ministerial-Räthe
*g Allerhöchstselbst zu vollziehen geruht.
. , . . . „ Des Königs Majestät haben den bisleri en au“erordent das Lebehoch dem Könige und der emsitmmrg gesungene Vol - en Professor **"..ÖU' Philosophischen Fakulzät Ich akax1381111sche11 r-Anßalt zu Munster, 91". Grauert, zum ordenciichen Pro- jsor m der gedachten Fakultät „zu
preußische Kunsr-Verrin hat von den ihm zu Gebote siehmym arent Allcrhöchstselbß zu vollziehen geruht.
Mitteln gewiß einen sehr rühmlichen Gebrauch gemacht und 111,
gleich einen beachtenswerthen Artikel seiner Statuten erfüllt,! '
dem er das älteste vaterländische Denkmal auf eine solche Wei wieder herstellte, daß es“, dem Anblick gefällig, für kommen Geschlechter dauernd erhalten wird. Sowohl der Kunsk-Vere' als die Landstände werden für die „künftige Erhaltung des Den mals die eifrigste Sorge tragen.“ :».-
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krankf'nrt 8. 111, 31. Inguxt. 088ka1". 50/0 111011111. 1029/10“ 1027/16.“ 40/0 983/8_ 985,“ 21,3%, 57. 19/0 251/8. 111". [1011101100911 1584. 1582. [*U' (1111111; 140%. 111'. 140086 211 500 [**]. 1143/4. ]]4'/3- [40088 2111 171. 213. (11. ['1'0035. |'1*ii111.*§011. 587/8. 583/4. (10. 40/9 „4111. 98“ (;. ]“11111. bm,» 687/3. 111'. 59/0 8111111. [19.1110 31%. 3154.
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14111. 507.
Kö11igliche Schauspiele.
Freitag , 4. Sept. Jm Schauspielhause: Zum erstenm wiederholt: Die Rosenmädchen, komische Oper in 3 Abch„ 11 dem Französischen dcs Théaulon, von Koßebue, Musik vonL* painrner. Vorher: Zum erstenmale wiederholt: Der Onkel schl Lokalposse in 1 Akt, von L. Angeli).
Sonnabend, 5. Sept. Jtn-Schat_1spielhause: Das Käth- von Heilbronn, großes" Rittcr-Schampiel in 5 Amy„ von, v. Kleist.
Königstädtisches Theater. .
Frsilag, 4. Sept. Der Mann 1111 Feuer, oder: .Der B tigam auf der Probe, Qt'iginal:Lu|spiel m 3 Akten, von Zit (Neu einstudirt.) Hierauf: Der Kapellmeister von V»; musikalisches Quodlibec in 2 Akten, von Breitenstein. 111“ von verschiedenen Meistern. ' ' ' - „
Sonnabend, 5. Sept. Die Familien Capuleti und "* tecchi, Oper in 4 Akten, nach dem Italiänischm. Muslk . Bellini. (Dlle. Vial: Romeo, als Gastrolle.) ,
Preise der Pläße: Ein Platz in den Logen und im'B kon des ersten Ranges 1 Rthlr. :c.
Sonntag, 6. Sept. Hinko, der Stadtschultheißen-S
,.von Nürnberg, Schauspiel in 5 Akten, mit einem Vorspk D
„Der jüngere Sohn“, von Charlotte Birch-Pfeiffer. ' Redacteur („'“-si. - " * Gedruckt bei ,21 W. Havn- „
11-4 '
'Zei-tungs-Nachrichcrn. A u s“ [ an 0.
Frankreich.
Deputirten-Kammcr. Sißung vom 27 Mugust. achtrag.) Nachstehendrs ist der Inhalt des ersten Titelsdes neuen eß-Gejeß-Entwurfcs, bctrcffend die Preß-Brrbrcchen, Vergchen d Contraventionm, wie solcher in dieser Sitzung, ganz nach
Vorschlägen der Kommissionund mit Beseitigung aller dazu
; achken ?lmendements, angc-nolmnmi worden ist:
„Aktikrl ]. Jade Hrrmwfdtderung zu dtn in dcn Art 80 und des Straxgcscy:Buchcs bczrtämetcn Bcrbkccbcn, *) sc 1111111 von
olg gechsln seyn odcr iiicht, 1'11 1'11121111'11111tgcg111 ric Séclscrhcit Smats. Ist sie von Ersolg gr1vcs111,1o 111110171! nacl1 dcm Buä;|«1-.
des ] Artt'kz'l drs Gescgesvo11117. 9)?ai181011111ast;1vo nicht, so thfängnelf-sikafc und eine Gcldb11ßcvo11111,000 50.-0')0Fk- darauf, beiden Fallrn kann drr Prozcß, dem 28. 2171 der Charts gemäß, YalrßKmymcr überwtcscn werden. Art. 2. Jede .Bclcidlqunq
bntgs, die den Zweck vert, „111 Haß oder Verachtung sci11er*P1r'= oder scmer vcrsasungsnmßigen Autorität aufzurclzen, ist cin Ilt- at gegen die Sicherhest dcs Staats, und der Sch11ldigc wird ge- tet und beüratt, wre dcr “voregc Artikel cz bfsagf. 2111, 3, Nye ere Beleidigung des Königs wird uncl) dem ck1511ch|aben d1s*21rt.
es Gesetzes vom 17. Mai 1810 bestraft. Art. 4. Wer den Tadel
r dle; Vrrautworilichkeit für Verwaltungs : Maßregeln dcm Kd- betmtßt, soll met eenmouatlttixcr vis einjähriger Haft und einer dhuße von 1700-5000 Fr. büßcu. Art; 5ch1'rAngriff auf das «17,111 oder die Form der dukci) ,die Charte von 1830 eingcsrhten terung 111 rtn*-Atteniat gegen die Sicherheit des Staats, sobald den Zweck hat, „zum Umßurzc der Regierung aeifzurrizcn. “Der .uldige w1rd ger-chret und bcürast, wke der crlicArtikcl es besagt. 1.6. Jedcr andere in dem Gesche vom 211. Nov. 1830 vorherge- ene Angriff soll auch ferner nach den Berinnmngen dicses Gcscz- beüraft werden. A rt. 7.Dieselbc11 Strafen treffcn diricniacn, die ntllch'jeder andxren als der befiehcndcn Regierungsform bc'ivfiicv- , sey es, das: 11e den durch das Gesc!) vom 10. April 18:12 für er aUZ'FknilkkeU'l) _verbanntm Personen, oder jedem Andern als wtg Philipp und -semc_r Nachkommcnsämst, Rechte auf den Thron kennen; sey es, das; sie sick) den Namen eines chublxkaneré oder andere mit dert-Cyarte 11911 1830 1111011113 liche Bencnnung bei- 11; sry es endlich, daß nc dcn Wunsch, ic Hoffnung oder die ong eines-Umsturzcs der monarchiscb-consiitutionncllen Ordnung, 1 einer Wiederherstellung der _gcfallenen Dynaüie aussprechen. 1:8. XederAngriff auf das Eigenthum, den Eid oder die den seven schuldtge Achtung; jede Lovrcde auf Thatsachen, d.,e das liche Gcscjzbucl) als Verorechen o_der als Vergeben stempclt, jede fretzung zmn Hoffe gegen dic vckrsch110cnkn Klassen der Geseüschax't, nach dem Artikel 8 des Gesclzcs vom 17_. Mai 1810 beskraft werden; - können die Gkricbte nach den Umüändcn die Strafen vis zum Ppcltrn de:: Maximums erhebcn. A rt. 0. Bci 1111611 in den Gesetzen bergexchencn Vcrunglimvfungen können die Strafen, den Um- den qzmäß, bis zum Doppelten dcs Maximum:? erhöht werden, ob] fur die_ Haft als für, die Geldbußc. Dor Schuldige kann rdee_s für eine der Dauer der Gefängniszßrafe glcichkommende feiner bürgerliibetx Rechte, wie solche im 4211111 Art. des“ Straf- selzbuches benannt jmd, ganz oder theilweise -f1'1r verlustig erklärt den. Art. 10. Es ist dcn Tageöblättern und periodischen Schrif- untersagt, 1111er solcl)e_anurien- oder Diffamations=Prozcffc 11 chien, wo die Beweiskührung g:“sr'hltck) nicht zulässig isi; &: fen nur, wenn „dcr Klä „cr es verlangt, die Klage anzeiqcn; in 11 Fällen aber können Fre das Urthe-l publizércn. Es isi vcrbo- die Namen der Geschwornen bekannt zu machen, auSgenommen dcm Beruht; über die ?li1die11z,„1vo die Jury eingescyt worden Es 10 ferner verboten, übcr die innern Bcrnthschln ungcn so- [ der Gcschwornen als der Gerickytöhbfk und Trivun le Bcricht Matten. Die_Uc-vertre111ng dieser verschiedenen Verbote soll vor die - ivo_llzc1-Gertchte gebracht, und 11111 einmonarltchcr bis einjähri- Hatt und cincr“ Geldbuße von 500 bis 5000 Fr. geahndct wcr- . Art. 11; E,; 111 verboten, Subscriptioncn zu eröffnen odcr öf- "ck anzukundtgcn, die den,Z'rvcck haben, für Geldbußen, Prozeß- en und Schad111=Ersäse M Folge richterlicher Verurtheilunqcn Utschädigcn. Eine Uebertrctimg dieses Verbots wird qerichtet bcüraft, wie der vorige Arttkel cs besagt. Art. 12. Die Be: mungen des Art. „10 des Gesetzes vom 9. Juni 1810 find auf it dem gegenwärttgen Gesetze vorhergesebenc Fälle anwendbar. _ einer zweiten „oder noch bftern Verurtheilung eines Herausge- od_er einer Zeitung binnen Jahresfrist, können die Gcriclztsbdfe Tribunäle das, betreffende Bmtt aqu Monate suspendiren. Die tnüpn kann aber auf 4 Monate ausgedehnt werden, wcnn die ":betlung auf den Grund eines Preß-Vcrbrechcns erfolgt ist. im dem qegenwärligen Preß- Gesetze„ so wie in den früheren „ uten Strafen, werden nicht mit cmander vermengt, sondern M alle einzeln besandcn werden.“ '
Paris,» 29. August. Vorgestern Abend wurden der “a x "“ Molitor und die*Minlster der Justiz und des öffentYeß krlchts vdn der Königin empfangen. Gestern führte der-“Rö- en Vorsiß tm Minister-Rathe. * * «: * . er Kömg hat gestern dem Sächsischen Gesandten, Herrn
*) Diese Verbrechen si d- a * - "
od tx - Alle .lrtentate odcr Verschworun en e en das Le,- “.J.“,FJLZIKWU des Honigs Oder der Mitglieder seiner »In-11391111,“- ane on!“ '“OrdnvanZtetxXJir: MF? xlmüurz der Pe'ßierung, eine Aendemtéiig der in: „„ Todo beärake MM". e sung zum “8 n erkmge bezwecken. e sot-
_ über diesen
ernennen und das dirsfällige
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yon Könnerih. eine Privat-Audienz-ertheilt, um 'das Glückwün- lrhungs-Schretbxn seines Souverains Wegen der Erhaltung des Lebens „Sr. Majestät entgegen zu nchmen.
_ Die Pairs-Kam mer hielt hente in Gegenwart einer sehr kleinen Anzahl von Mitgliedern eine öffentliche Sitzung, in Welcher der Graf Gilbert des Voisins Über den Gesetz-Entwurf we- gen der Geschwornen-Gerichte berichtete und auf die unveränderte élnnahme desselben antrug. Die Eröffnung der Berathungen Gegenstand wurde auf Dienstag (1. Sept.) angesetzt. Nachdem noch zwei andere Berichte Über die Pensionirung der Opfer ded Attentats vom 28 Juli und über die Kosken der bei- den kirchlichen _Feiern am 5. und 0. August abgestateet worden, wurde dre Sitzung, die überhaupt nur eine Stunde dauerte, aufgehoben.
Nachdem in der gestrigen Sitzung der Deputirten- Kamnxer der §. ] des 13. Art. des neuen PreßGeseßes, wel- cher allo „lal'ttet: „Die von jedem Eigenthümer einer Zeitung oder emcr periodischrn Schrift zu leistende Cautions-Summe soll in baarcm Gelde m den Staats-Schaß (statt wie bisher in die De- pystey-Katse) geschüttet werden, der die Zinsen davon nach dem fur die Übrigen Cautions-Leiftungen geltenden Salze zahlen wird,“ anZenommcn worden, entwickelte Herr Vivien ein Amendement, das den chäé hatte, den bisherigen Satz der Cautionen nicht zu erhöhen, lotidern bloß die Herausgeber von Zeitungen dahin anzuhalten, daß sie binnen Monatsfrist die gegenwärtig erlegte Renten-Summe durch die Entrichtung des Kapitals ersetzen, „dergestalt, daß die Pariser Tages ; Blätter, statt der von :hnen deponirten 2400 Fr. Rente, ein baares Kapital von 48,000 Fr. 11 zahlen gehabt haben würden. Die Her- rin Passy und Dubois untcrfkülzwn diesen Antrag., während die Herrrn Dnmon und von'Salvandy die Nothwendigkeic zu beweijen suchten, den Cautions-Saß für dée Pariser Tages- blätter auf ]20,000 Fr. zurrhdhen. Als über das Amendement abgestimnxt werden sollte, waren die Stimmen so gleichmäßig gc- theilt, daß man zur Kugclwahl schreiten mußten Der Namens-
.Aufruf ergab 348 anwesende Drputirte; in den Wahl-Urnen be-
fand-m sich 178 schwarze und 170 weiße Kugeln, so daß der Antrag des Hrn. Vivien nur mit einer Majomtäc von 8 Stim- men „verworfen worden isk, was in der Versammlung eine anhaltende Sensation erregte. _ In der heutigen Sißuna, wd die Debatten fortgeseßt wurden, trat Hr. Firmin-Didöt met nachstehxndem Amendement hervor: „ *rscheint eine Zeitung oder pertodtsche Schrift wöchentlich- öfter als zweimal, sey es nutzfan bestimmten Tagen, oder in Lieferungen und unregel- mäßig, so soll die Cautions ; Summe [00,000 Franken betragen; 75,000 Fr., wenn das Blatt zweimal wöchentlich "er- scheint, 50,000 Fr. für die Wochenhlätter und 25,000 Fr. fiir die Monatsblätter. In der Provinz, mit Ausnahme der De- partements der Seine, der Seine und Oise und der Seine und Marne , soll die Caution für die Tag'csblätter in den Städten von 50,000 Stelen und darüber 25,000, in kleineren Städten 15,000 Fr. , und für ane Zeitungen und periodische Schriften, die mmdcr oft erscheinen, die Hälfte dieser beiden Summen be- tragen.“ Nachdem der Berichterstatter Herr Sauzet erklärt, daß; die Kommilsion diesen Anträgen bcitrcte, wurden dieselben vo): den Centris angenommen. .Die Opposition stimmte nicht mit. Ein Amendement des Herrn „Jollivet, wodurch die Zeitungen und periodischen Schriften in fremden Spra- chk11 begüpstigt werden sollten, wurde verworfen, im- gletchen rm anderes des Herrn B ugea u d, wodurch dem Montteur die Stempcl- und Post-Freiheit ngefichert wer- den sdllte. Im Art. 15 wurde 111111) einer sehr lebhaften Debatte diejenige Bestimmung als unausfützrbar gestrichen, wonach der Herausgeber einer Zeitung jede einzelne Nummer derselben täz- lick) eigenhändig unterzeichnen sollte. Die Art. 10, 17 und 18 gingen ohne Weiteres durch. Der 111. Titel des Gesetzes, der mit dem 1911211 A_rt. anhebt, handelt von den Kupferstichen, Li- thographien und lonsttgen Bildern. Der General Valazé erhob sich sehr nachdrücklich gegen die Absicht, die Ausstellung und den Verkauf aller solcher Bildnisse von der Genehmigung der Be- hörde abhängig zu machen. Errief im höchsten Eifer, indem er auf das im Saale befindliche Gemälde hinwies, wo die Hrn. Benjamin Kon- stant, CafimirPérier und Laffitte demKönige die Charte Überreichen: „Vergessen Sie ja nicht, 111.1), daß die Charte von 1830 keine
*occroyirte Charte ist. Die Minister wundern sich, daß das Volk
nicht aufsteht, und fie schließen daraus, daß die Charte nicht ver- letzt worden ist. M. H., die Gerechtigkeit der Völker isi lang- müthjg; als das Volk sich im Jahre 1830 empörte, war die Charte nicht zum ersten Male verleßt worden.“ Bei diesen Worten er1choll von mehreren Seiten der Ruf: „zur Ordnun !“ Herr GlaiS-Bizoin, der dem General Valazd- auf der IZO- nerbühne folgte, übertraf ihn noch an Festigkeit, so daß der Präsident ihm zuletzt auf Verlangen der ammer das Wort enr- ziehen mußte, wofür der Redner sich höflichst bedankte. Nachdem noch Hr. Duf_aure zu beweisen gesucht, daß der der Berathung vorliegende Artikel den 7. Art. der Charte verletze, trat der H a n d e [6- Minisier zur VertheidiZUng desjelben auf. Zugleich„wurde eine roth gedruckte Nummer des „Charivari“ und eine Karrikatur in Umlauf _ eselzt, wo der König, mit Leichnamen bedeckt, dargestellt wird. * err "Dufaure war indessen der Meinung, daß die be- stehenden Gesetze hinreichten, um die Urheber solcher Ungcbühr- lichkeiten zu bestrafen. Um 41/2 Uhr (wo diesér Bericht schließt) dauerte die Debatte noch mit großer Bitterkeit fort.
In dem (gestern erwähnten) Artikel des Journal des Débats heißt es unter Anderem: „Herr Sauz-et hat in der Sitzung vom 26sken einen der schön|en oratorischen Triumphe gefeiert. Er hat den 1sken Artikel des neuen reß:©ese§-Ent- wurfes in einer kraft; und lichtvollen Improvi tion vertheidigt. Niemals hat Herr Sauzet eine röß_ere_Beredtsamkeit entwickelt. Da ficht man, von welcher MatZt em jchön'ej Talent im Dienste einer uten Sache ist, und wie stark man »ist, wenn man die Wahrhgeit vertheidigt. ') Man muß aber auch sagen, daß seit
*“) Ein [egitimtmsche- Blaki bemerkMert-et, “111- Herr Samt!
„._.-..
Berlin, Sonnabend den 5th September
fünf Iahl'en die Kammer über keine wichtigere Frage des „5911- |iturionnellen Rechts berachschlagt hat; seit der Diskusstoxz 11011- _die Erblichkeit dcr Patris fand keine ernstere und fek-kkliik)??? :I?“ batte statt, Nicht ohne Absicht erinnert: wil“ hier m_: die Dis- kusfion- über die Erblichkeir der Pairie. Es handelte 'ich damgls darum, der Pairieeines ihrerwichngsten Vorrechte zu entziehext, 1l)r das Grund-Privilegium zu rauben, welciws ihr durch die Qhurce von 1814 bewilxigr worden war. Die Erbltchkeit wurde, ahgex' schafft; es“ ist jetzt nicht gestattet, dies zu beklagen, denn die Ab- schaffung macht einen Theil der Charte 0011 1830 aus, und es hieße, den Grundsaß unserer Regierung angreifen, wenn 011111 auf die Erblichkcit der Pairie zurückkommen wollte. .Wir äußern daher jetzt kein Bedauern mehr, was auch zu jener Zeit MMW Ansicht gewesen seyn mag; dagegen haöen wir aber das Reckzt, xt verlangen, daß Niemanddie Prärogative antaste, welchc dec harte von 1830 der Pairie zugestanden hat. Wenn man von - Verletzung der Charte spricht, so muß es die erste Sorge aller guten Bürger seyn, zu wissen, was von dergleichen Anschuldi- gungen zu halten sey. Nun fragen wir aber alis guten Bürger: heißt es die Charte verletzen, oder dieselbe aufrecht erhalte11,wc1m man nicht in die Streichung eines ihrer Grund-Artikel, in dir
* Abschaffung einer Gerichtsbarkeit willigen will, die sie zum Heil
der Gesellschaft erschaffen hat“? _ Heißt es die Chartexverleßen, oder dieselbe aufrecht erhalten wenn man verlangt, daß fortan nicht mehr an die Pairie gerährt werde, und daß 1111111501 auch nicht diejenige Macht noch entziehe, welche die neue (Zharce iw: gelassen hat?“
In einer der letzten Silzungen der DeputirtenKammer hacks Herr Thiers gesagt, daß er die vorige Regierung zwar oft leb. haft angegriffen, aber niemals“ gehaßt habe, und hatte Jedermann aufgefordert, ihm aus seinen früheren Schriften das Gegentheil" zu. beweisen. Dor National führt darauf folgende Stelée aus einem Artikel des Herrn Thiers in seinem Blatts vom 0. “2le3. 1830 an: „Wir halten die Freiheit für gerettet, und sprechen“ jtkzc für die Ordnung. Wir glauben, daß die Ordnung eirxe ONonarchie verlangt. Wir wollen dieselbe mit einem neuen Kö- nige, der seine Krone von uns, und 011181" decdingungcn der modifi irten Charte erhalte. Wenn dies Alles in zwei Tagen ausge ührt wird, so smd wir für unsern Theil vollkommen zu- frieden; aber nur unter dieser Bedingung. AlSdann werden wir eben so wenig fürchten, unsere Zufriedenheit auszudrücken, als wir uns vor 6 Monaten gefürchtet haben, unsern Haß gegen die damals regierende Dynastie zu verkündigen.“
In Rethcl ist der_Marschall Cl'cmzel durch 157 von 243 Stimmen zum Deputirten erwählt worden.
Der aus ezeichnete Orientalist, Professor Klaproth, ist nach einer langen "rankheit hierselbst mit Tode abgegangen.
Die Statue Cuvier's ist am 23. August in Montbeliard, dem Geburtsorte des" berühmten Naturforschers, unter angemes- senen Feierlichkeiten aufgedeckt worden.
Im Journal de Paris“ liest man: Verhaftung hat gestern früh stattgehabt. Seit drei Wochen spürte die Polizei einem gewßffen Pepi", Ex-Capitain der Na- tionalgarde, nach, auf dem der Verdacht ruht, dcm Fieschi das Geld gegeben zu haben, mit dem »die Flintenläufe der Höllen- Maschine bezahlt worden find. Drei Wochen hindurch war 11“- dem Pepin gelungen, allen Verfolgungen zu entgehen, indem cr jeden Tag seine Kleidung und seinen Aufenthalt wechselte. Gestern früh ist er endlich in seiner Wohnung verhaftet worderr, wohin er sich begeben hatte, um die leßten Vorbereitungen zr: seiner Abreise nach dem Auslande zu treffen. Pepén ist derselbe, der im Jahre 1832 vdr ein KriegSgerichc gestellt wurde, ange- schuldigt, am 0. Juni aus dem Fenster seines Hauses , das dem Eingange in die Straße des Faubourg St. Antoine gegenüber liegt, auf die National-Garde geschossen zu haben. Man glaubt, daß diese Verhaftung die Instruction sehr fördern Werde.“ - In dem Börsen-Berichte eines hiesigen Blattes heißt es da- gegen: „Die Börse beschäftigte sich heute nur mit zwei Nack)- r1chten, mit der Annahme des Didotscl)en Amendements und mit der Flucht Pepin's, der erst gestern früh als Fieschi's Mit- schuldiger verhaftet worden war. Man hatte ihn noch gestern von der PolizeßPräfektur, wohin er anfänglich gebracht worden war, in seine Wohnung geführt, wo die Abzugs-Kanäle ausgeleert wurden, um nachzusehen, ob nicht irgend 00111013 (10001; hinein- geworfen worden wären. Da die Arbeit ziemlich lang dauerte, so lud Pepin die Polizei-Agenten zu einem Nachtessen ein, Wel- ches diese auch nicht verschmähten. Eine herrliche Paßete wurde herbeigebracht; Pepin schonte seinen, wie es scheint, gut assorcir- ten Keller nicht, und schenkte tüchtig ein. Dann skeljce er sich, als Wenn er schliefe und die Agenten [äumten nicht, seinem Bei- spiele zu folgen, aber ganz in allem Ernste. Während noch der Polizeé-Commissair die (Gräben prüfte, gewann Pepin mit ei- nem Sprunge die Straße - und verschwand. Es ist diese selt- same Flucht heut Morgen m_n 3 Uhr geschehen. Die Agenten find verhaftet und der Polizei-Commissair, wie es heißt, abgeseßt.“
Der Bon Sens sagt, es seyen gestern tn Folge eines nouen Komplottes gegen das Leben des Königs“, welches im Augenblicke seiner Ausführung entdeckt worden wäre, neue Verhaftungen vorgenommen worden. _
Der Moniteur meldet in Bezug auf die Spanischen An- gelegenheiten: „Die Generale Evans und Alava, die 4000 Mann in St. Sebastian haben, tresen Vorkehrungen,'die Verbindung mit Frankreich durch die Be chung Wu Crnant, Onarzun und Iran wieder herzustellen. - In Folge des Marsches dreier Co- lonnen gegen HueSca, die von den Generalen Gurrca und Zriartc und dem General-Komwandanten'von Aragonien befehligt wur- den, find die Navarrestschen Karlrstrn gendthigt worden, flch zu;- rückzuziehen; sie haben den Weg eingeschlagen, auf dem fie "ge- kommen waren; seit dem 23|en werden fie lebhaft verfolgt.“
In der Gazette de France liest man: „Den Nachrichten zufolge, welche heute durch emen Kabinets-Courier hierhergebrachc
„Eine sehr wichtig.:
chleinm' rosen 0111 als Redner au 11 11 b dr „ , Fung 1111119001 Mlniüfir Karl“! 11. :?:..K'YWZ. “ e V' 11004