1835 / 251 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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sprochen, und die er nur des alb vorzulegen gefürchtet, Weil er geglaubt, fie würde Herrn O' onneU's Erbitrerung erregen. (Ge- lächter.) Der Marquis von Londonderry: „Ick freue m'cch, zu hören, daß Herr O'Connell seine Hände bei der Bill nicht im Spielgehabt, aber das, was dem edlen Lord (Hatherton) so eben entfallen, beweist, welchen Einfluß Herr O'Connell auf das Mi- nisterium ausübt.“ (Hört!) Lord Holland meinte darauf, es sry ganz naiürlich, daß ein Ministerium nicht wünschen könne, stchcheinen so talentvollen Mann, wie O'Connell, zum Feinde zu ma en.

Oberhaus. Sitzung vom 2. September. Lord Dun- cannon trug auf die zweite Verlesung dcr Bill in Bezug auf eine Reform in der Registrirung der Stimmberechtigten in Ii“- Xcmd an. .Die Grafen von Limerick und Wicklow wider- setzten fich dem Antrage, und bei einer darauf erfolgten Abßim- mung fiel das ministerielle Projekt mit einer Stimmenmehrheit von 81 gegen 27 durch. Der Herzo von Cumberland wohnte dieser Sißung noch bei und widerYprach einer Angabe des Lord Plunkett über Aeußerungen, die Ge. Königliche Hoheit in Bezug auf die Orangißen-Logen gethan haben sollte. _

' Oberhaus. Silzung vom 3. September. DevBe- r1cht des Unterhause? über die von ihm mit den Amendements der Lords zur MUMzipal-Reform-Bill vor enommenen Verände- rungen wiirde dem Oberhause durch eine * eputation überbracht undzuglech) um eine Konferenz mit einer Deputation der Lords nachgesu-IU. Unter den auf Lord Molbourne's Antrag dazu ernannten Pairs sollten der Herzog von Wellington, Lord Lyndhurst und Lord Brougham 1eyn. Die beiden Ersteren Zehnten es aber ab, was Lord Holland sehr auffallend, Lord Brougham dagegegen ganz in der Ordnung finden wollte, indem er sich auch seine Ernennung verbat. Nun er- nannte Lord Melbo urne den Präsidenten des Geheimen-Raths, den-Großsiegelbeerer, die Lords Richmond und Shafcesbury, _den Bischof von ristol, Lord Auckland, sich selbst und Lord

atherthon zu Mitgliedern der Deputation. Nach gehaltener ' onferenz wurde die Erwägung dcr Amendements des" Unter- hauses für den folgenden Tag beschlossen. Lord Lyndhurst, Graf von Roden und der Herzog von Wellington woll-

.ten in einer Debatte, die sich in dieser Sitzung über eine vor- gelegte Petition UFS, die Minister für die Aufgebung der Ir- ländischen Kirchen- ill verantwortlich machen.

Unterhaus. Sitzung vom 1. September. Heute

kam im Ausschüsse über die von dem Oberhause amendirte Mu- .

mzipal-Reform:Bill die Qualifications-Klausel an die Reihe., in- dxm LordJohn Russell an cigte, er werde vorschlagen, daß die Betreffenden den Belauf ierer Qualificationen nicht eidlich, sondern bloß durch eine Declaration angeben sollten, auf „Betrug aber Strafe sieben solle; das Nähere weiterhin, jelzt trage eu bloß auf Ausseßung der Klausel an. Sir N. Peel: „Da der Gxundsaß ciner Qualification nachgegeben worden, so dürfte die Diskuttrung-der Sache nicht nöthig seyn. Ich ha1te die einfachste Bezeugtzng m Hinsicht des Eigenehums für die beste, und den Plan, em,Sechschei1 dcr Höchstbesteuerten anzunehmen, für keinen guten. Viele athngswerthe Leute übrigens, die ihre Steuern und Abgaben regelmäßig bezahlt, würden es dennoch schwer finden, ZU sagen, _daß sie 1000 Pfd. im Vermögen hätten. (Hört!) De6halb [Jin ich gegen die Declakation.“ Lord Zohn Russell erklärt)? sich geneigt, den Nathschlägcn dcs chrenwerthcn Baronets YUxapftichten. Er verwahrte sich weiterhin noch einmal ausdrück- -tch, „daß er, indem er den Amendements bxizuskimmen vorschlage, keineswcges deren Grundsalz gutheiße, und würde nach allen Konzessionen gegen die Lords die Bill dennoch verworfen, so würde er fich für die Zukunft befugt halten, die ganze Bill vonommen unver- kürzt wieder vorzubtingen. (Beifqis) Unter: mehreren "O)?itgliedern, die sich unbedingt wider die QUalifications-Kiausel aussprachen, war Herr Leader, welcher bemerkte, daß für den Lord-Großkanzlcr von England keine Qualification gefordert werde, warum sollte denn ein armer Stadtrath sein Vermögen nachweisen müssen?

Tan vereinigte sich endlich darüber, daß in größeren Städten die Qualification in einem Steuer-Beitrage von 30 Pfd. Sterk, in kleineren von 15 Pfd. bestehen sollte, nachdem ein Amoxibe- ment des“ Herrn Rocbuck, durch welches der Steuer-Bctrag auf 10 Pfd. fcsrgestellt werden sollte, mit 271 gegen 37 Stim- men verworfen worden war. In dieser Sikzung ging auch die Bill, welche den Zrländischen Geistlichen, denen auf ihre rück- ständigen Zehnten eine Million von der Regierung vorgeschosscn worden, die Rückzahlungsfrisc vcrlängxrt, nach einer zicmlici) un; gestümen Diskussion, in der es zwiichen Sir H. Hardinge einerseits und den Herren Spring Rice und Gractan ande,- rerseits zu den bittersien PeriönlicReitcn kam, durch den Aus- schuß. Die Einbringung des Ausschuß-Berichts über die Bill in Betkeff der Verwendung der vom Unterßause bewilliaten Sub; slkien (nyyt'olMiulions-cliiuso) wurde auf Hrn. Hume's Antrag noch vertagt.

"Unterhaus. Sitzung vom 2. September. Das .?aus beendigte heute die Verhandlungen im Ausschusse über die ITunizipal-Reform-Bill , nachdem es die Amendements fast ganz im Geiste der von Lord John Russell gemachten Vorschläge um- gestaltet und einige Zusätze dazu angenommen hatte. In Bezug _auf daSjenige Amendement der Lords, wodurch das Präsenta- tionsrechr zu geistlichen Pfründen auf die Mitglieder der herr- schenden Kirche in der Munizipalität beschränkt werden solite, erklärte sich Lord Russell für ein Sub-Amendcmcnc, welches den Munizipalitätcu den Verkauf ihrer Präsentationsrechre zur Pflicht machen soliic. Dieser Vorschlag wurde denn auch, unter Beisiimmung dei" Tories, ohne Abstimmung angenommen. Uc-bcr die anderen weniger bedeutenden Bestimmungen der Bill verei- nigte man sich dann ebenfalls ohne viele Diskussion. Es wurde hiernächsk anf den Vorschlag des Lord Russell ein Comic:“: ei",- nannt, welches die Gründe, aus denen sich das Haus bewogen gesunden, sich mehreren der von den Lords vorgeschlagc- nen Veränderungen nicht zu fügen, schriftlich zusammen- faffe'n und eine Konferenz mit den Lords haben sollte. Nkerkwürdig wurde diese Silzung des Unterhauses durch cine Antwort des Radikalen, Herrn Roebuck, wclchcr sich schon früßer für eine nbthige Reform des" Oberhauscs erklärt hatte und diese auf eine Frage des Herrn Sinclair jetzt dahin näher bestimmte, daß er den Lords das ihnen jrtzt zustchx'ndc Brio in Bezug auf die Anträge des Unterhauses nehmen Und darauf an- tragen wolle, das; eine einmal von den Lords vcrworfene Bill des Unterhauses, nach abermali er Berathung durch dieses und Sanc- tionirung „durch den Kdni' , Landes-Geseß werden solle, Hem- Roebuck vtrspracl) ngleick), zur nächsten SCM" “Us auf dies Prinzip basirte Bill einbringen zu wollen. Auch Herr Hume kündigte eine Bill an zur Erforschung der Nüszlici)kcic des Ober; hauses, und Herr Nippon eine andere, welche die Ei'zbischöfe un.? Bischöfe der Pflicht embinden soll, im Oberhause zu er|cheincn.

Unterhaus. Stßun vom 3. September. Lord John RU1sell beantragte die dritte Verlesung der Bill Wegen

der konsolidtrxen Fondo nebst der Apyroprincions-K:auscl (iiber

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deren Bedeutsamseit bereits bericbkct worden ist)._ Ungeachtet des Wunsches von Seiten des Herrn Hume, die Verlesung noch aufgeschoben u sehen, wogegen sich selbskdie Herren „War- burton und O' onnell aussprachen, wurde die Bill zum drit- ten Male veriesen und sogleich dem Oberhause überbrachr.

L ondon, 4. Sept. Der König kam vorgestern von Wind- sor nach der Stadt und wurde vom Herzoge von Cumberland, der cute frü nach Berlin abgereist ist, im St. James-Palast emp augen. e. Majestät hielten“ sodann ein Lever und ertheilten dem Herzoge von Nemours, dem Grafen von Minto und meh- reren Ministern Audi

en . Der Herzog von IZemours besuchte am Dienstags "auch den .

Tunnel.

Lord Auckland hat vorgestern seinen Eid als General-Gou- verneur von'Ostindien geleistet; der Globe glaubt Grund zu haben, ungeachtet alles dessen, was über die Ernennung des nenen ersten Lords der Admiralität an Stelle des Lord Auckland bereits verbreitet worden, es zu bezweifeln, daß in dieser Beziehung schon irgend eine Entscheidung getroffen wäre. Der Courier dagegen wiederholt heute, daß man in den bestimterrichtecen Zir- kcln die Ernennung des Grafen Minto zu diesem Posten für ausgemacht halte. '

Mic Hinsicht auf die Entscheidung der Frage über die Mu- nizipal-Neform liest man im heutigen Courier: „Wir haben wohl kaum nöthig, den liberalen Mitgliedern des Unterhauses zu empfehlen, die Siadt nicht eher zu verlassen, als [';-s fie das Rc- sultat der heutigen Diskussion im Oberhaus: er ahren haben. Das Land erwartet, daß jedes Mitglied auf seinem Posten blei- ben wird, bis die Krisis vorüber“ ist. Die gestern in Apsley- House stattgefundene Versammlxmg dei" Tory-Pairs war, wenn wir der „Morning Post““ glauben dürften, „friedlicher Bera- thung gewidmet.“ Die Wahrheit ist jedoch, daß die Versamm- lung schrstürmisck) war, daß fie vier Stunden währte, und-daß am Schluss derselben die Pairs noch keinen bestimmten Beschluß gefaßt hatten. Die heftigcren Mitglieder verließen nach und nach die Versammlung und hielten Privat-Berathungen im Garten von Apsley-Housc. Wir hören, daß die Tory-Pairs heute Morgen schon wieder zu ern ster Berathung in Apsley-House versammelt find. Wir glauben durchaus nicht daran, daß sie, ungeachtet man das Gegentheil vei'muthec, zuletzt der Annahme der 23:11 ein ernstli- ches Hinderniß in den Weg legen werden. Sie haben keine Wahl. Die Minister können keine weitere Konzessionen machen. Mehrei'e von den Führern im Unterhause bedauern es schon, daß sie zu viel nachgegeben haben. Die Pairs müssen einsehen, daß sie ihre Existcn auf das Spiel seßcn, wenn sie sich der Bill, wie sie jeßr verandert ist, entschieden tvidcrseßen. Das Bench- men Sir Robert Peel's, indem er die Pairs öffentlich mit seinen Gefinnungen über das von ihnen befolgte Benehmen be- kannt "machte, verdient das“ höchste Lob. Er hat in der That bei dieser Gelegenheit wie ein Friedenssiifcer gehandelt. Gestern früh verließ er die Stadt, sobald er seiner Pfiicht gegen das Land Genüge geleisier hatte, und begab sich nach Tamworch. Die allgemeine Dankbarkeit der Nation wird ihn hinreichend entschädigen für den Verlust seiner Popularität bei seinen frühe- ren Genossen, den Pairs der Orangisten-Partei, die ihn jetzt überall als den größten und gefährlichsten Radikalen im Unterhause dar- ellen.“ _ ' | Die Times lobt den Lord Z. Russell wegen seines Ent- schlussis, fick) mit den Lords verständigen zu onen; sie hatte nach den vorangegangenen Drohungen gegen die Pairs und dem Aufsehub in dcn Gcldbewilligungen ein ganz anderes Verfahren erwai'tct, Die Minister, meinte sie, wären nunmehr." aus derKlemme, denn auf Sir R. Pecl's Anrathen diirftetxdic Pairs, Wenn nicht in allen, doch in den meisten Punkten, nachgeben, jmd die Land; Edellcute würden in gutekLaune gerade noch zur rechten Zeit zum Anfange dcr Rebhühncr-Zagd zurückkehren. .Der Mor; ning Herald sagt, Gewitterwolken hätten«*am politiichen Ho- rizont gestanden, aber ein leichter Wind habe sie verweht. Daß es zu einem Vergleiche zwischen bciden Häusern kommen möge, müsse der Wunsch jedes guten Unterthans seyn. Die Kriss", die, wie Herr O'Connell gesagt, 1th begonnen habe, sey bereits becndigt, denn die Majorität dcr Lords wiirde sicherlich ebenfalls nachgeben. Die Morning Chronicle glaubt auch, daß die Lords, durch Sir Robert Peel bcwogcn, nachgcbcn würden. Durch das Lob, das auch dieses Blatt sich abzwingt, hört man freilich dcuriicl) bitteren Aerger klingen. Es theiltdie Meinung O'Con- nell's, daß die Konzessionen den Lords darum zugestanden wer- den sollten, weil, wenn diese cht noch Versöhnung verweigerten, dieanignation des Volks doppclcaufihrcKöpfe fallen würde und das Volkzu dcr Ucberzcugung gelangen müsse, daß die PairseineMachc be- säßen, welche sie nie hätten haben sollen, und die ihnen daher abgenommen werden müßte. Der lange Artikel schließt, wie folgt: „Was auch immer von der Weisheit der Konzessionen, we1che die Minijbcr und das Unterhaus des Friedens wegen zu machen gedenken, zu halten seyn mag, so glauben wir doch die allgemeine Gesinnung dcr Reformer von England auszusprechen, wenn wir den Ministern erklären, daß sie nicht ein Zora Über die von ih- nen jetzt angebotenen Konzessionen hinausgehen dürfen, ohne al- len ihren Krrdir bei der Nation zu gefährden. Sie haben ge- nug gethan, um allcs Unrecht auf die Pairs zu schieben, falls diese die Konzessionen nicht annehmen soliten. Zeder mäßige, jeder vernünftige Mann wird sagen, daß genug für den Frieden gethan sey. Ein Schritt weiter, und es ist nicht länger mehr eine Konzession, sondern ein Ergeben, nicht länger mehr ein eh- renvolier Vergleich, sondern eine schimpfliche. Niederlage; ein Schritt weiter dürfte von der Nation nicht als das weise Werk der Klugheit mäßig gesinnter Staatßmänner, sondern als die nie- drige und elende Unterwürfigkeit folcher zitrcrnder Großsprccher angesehen Werden, die auf ihrem eigenen PTtsthaufen so lange krähen, bis der Feind auftritt und fie mit dem ersten Schlage seiner Flügel vertreibt.“ .

Man ßndct cs auffallend, daß weder Graf Grey noch Graf Spencer (früher Lord A1ti)oi“p) im Oberhause zit Ganstcn dcr *).!“cunizipal- :“;icform und der Zrländischen Kirchenbiu gesprochen haben, und man fragt fich, ob sie sich etwa für ein künftiges Coalitions-*))?inistcrium zurückhielcen. *

Beim Herzoge von Wellington wurden gestern und heute zahlreich besuchte Versammiungen dcr Tory-Pairs gehalten, „.um u beratbschiagcn, wie man sich» in Bezug auf die Muniziz'al- * cform:Bill zu verhalten habe.

Heute herrscht im Publikum große Spannung, da am Abend die Beratbuugcn im Obct'hause iiber die vom Unterhause-modi- fizirten Amcndcmcnts desselben zur MunizipalsRcform-Bill bc- ginncn sol1cn. '

Dcm'Globc und Courier zufolge, erwartet man, daß in Folge des Nachgebens auch der Pairs das Parlamentam Dienstag den 8ten d. M. werde prorogirc werden. Der Standard und

der „True Sun sind dagegen der Meinung, daß sich die Lords _

zum Nachgeben nicht willig zeigen würden,

Der Globe sagt, das Erste, was SirR.Peel am Dienst.; Abend im Unterhause

Lyndhurst eingebrachte ldermänner-Klauscl über Bord zu werfen

Es sey nicht zu verwundern, fügt das genannte Blatt hinzu, d .

das Gerücht, nach welchem Lord Lyndhursr der neue_ Premier Minister seyn solle, dem sehr ehrenwerthen- Barone; mqht gefiel,

Morgen wird dem Sie Robert Peel von seinen Wähle zu Tamwvrth ein großes Diner gegeben werden, zudem diezah reichsten Meldungen eingegangen snd, so daß eine große Meng zurückgewiesen werden mußte, '

Graf Capodiskrias, Bruder des unglücklichen Staatsmann,. gleiches Namens , der in Napoli di Romania, crmordet_3vukd„ ist hier eingetroffen, angeblich mit einer diplomatischen Minton der Griechischen Regierung. *

Oberst Fairman ist bis diesen Augenblick noch mehr festgemm, men worden. ,

Der berühmte Arzt Sir William Blizard ist vor Umgqx Tagen im 93scen Jahre seines Alkers mit Tod: abgegangen.

Der bekannte f1üchtige Französische Deputirte Cabec hat da Times eine von ihm in“ Form eines Schreibens ati Ludwj Philipp abgefaßte Broschüre über dessen frühere und 1eßtge p [irische Verhältnisse zugesandt, ' woraus die Times, jedoch ol). sonderlich einzustimmen, [ange Auszüge mittheilt.

Gestern wurden zu Portsmomh eine Anzahl von Lancia und Pferden für das Regiment des Oberst Kin1och nach Spa,- nien, eingeschiffc.-„ Heute oder morgen sollen 130 Pferde für die Artillerie, die gestern vom Capitain Allen geprüft wurden, eben- daselbfk eingeschifft werden.

Unsere Blätter geben einen Auszug aus der zweiten Adres, dcr Catalonischen Provinzial-Iunta an die verwittwete König:; von Spanien. „Sie ist“, bemerkt die Times, „in Worber“;- gekleidet, die nicht mehr mißverstanden werden können;, duCM talonicr lassen Ihrer Majestät keine „Wahl zwcschen einer W Bedürfnissen des einftußreichen T eils des gemeinen Wesens an- gepaßten Verfassung oder einer ertrennung des Bandes 'Wi- schen ihrem Throne und dem Volke. Demnach sieht jenem Theile der .f albinsel eine neue _Krifis bevor, In dem Augenblicke, w wir ckreiben, ist die Einberufung der Cortes unter diesen bro henden Umständen wohl schon in der Madrider Zeitung er schienen.“

Belgien.

Brüssel, 4. Sept. In der vorgestrigen Sißung der Re- präsentanten-Kammer nahm der Minister der auSwär- tigen Angelegenheiten das Wort. „Meinx H„errecn“, sagte er., „es würde überflüssig seyn, Sie an die Wichtigkeit, Unicr- Verbindungen mit den fremden Ländern auszudehnen, zu erin-

mer selbst hat dieselbe bei der Votirung der Budgets bestätigt. Die im vorigen'Zahre für das Gehalt eines Geschäftsträgersin Italien votirte Summe schien unzureichend, und bis jeizt hatte die Regierung nicht die Absicht, einen Agenten höheren Rang nach Italien 11 senden. Seitdem haben die Umstände slchg ändert; der ömische Hof hat nach Belgien einen Agenten g sandt, der den Titel eines außerordentlichen Gesandter) uiid b vollmächtigten Ministers führt. Es ist von Wichtigkeit f“ die Würde des Landes, daß der Agent, welcher “uns zii Ro repräsentiren wird, den nämlichen Rang habe. Die im v

rigen Jahre für das jährliche Gehalbeines Agenten in umme von 12,000 Fr. ist bci Weitem nicht ;

lien votirte S _ reichend für das Gehalt eines außerordentlcchen Gesandten Mb

bevollmächtigten Ministers. Er ist [keis von eiiiem Secirka/i begleitet, und man darf nicht aus dem Auge verlieben, daßb ser Repräsentant zu Rom mit unseren Jnteresseri bei deri übrige Höfen der Halbinsel Italien beauftragt seyn tvird. Diese, Aub dehnung dcs Kreises seiner Verbindungen erfordert wctiigstep ein jährliches Gehaltvon40,000 Fr. Demzufolge hatderKömg mr- beauftragt, Ihnen folgenden Geselz-Entwurf vorzulegen:

„„C'inziqcr Artikel. Die im Art, 10, Kap. 2 des Budge des NTinifteriums der auswärtigen Angelegenheiten von 18 bewilligte Summe von 12,600 Fr. kann im nöthigen Falle ga; dazu verwendet werden, bloß einen Theil des jährlichen Geha! einer Gcsandtsckmfc in Italien, deren Chef den Rang eines a-- ßerordcntltchen Gesandten und bevollmächtigten Ministers hgb wird, auf den Fuß von 40,000 Fr. zu berichtigen.?“ - Die] Vorschlag ward in Betracht der Dringlichkeit seiner Annah- an eine Kommission “gesandt.

Oesterreich.

Prag, 5. Sept. Die hiesigeZeitung meldet: „A 2. Sept. d. I. wurde Böhmen der lang gcnährte Wunschi fällt, durch den Besuch Allerhöchst Ihrer Majcsiätcn des Ka sers und der Kaiserin beglückt zu werden. Allerhöchstdiesclb langcen um die 10te Vormittagsstunde an der Landesgrän eb Suchenthal an und wurden daselbst von den äußerst N&W! versammelten Bewohnern der Umgegend „jubeltid begrüßt. 21 Ende der Gränzbrücke war auf dem Territorium der Herrscha Wictingauer Obrigkeit eine kolossale, 10 Kleister hohe und 14 Kb! ter breite Ehrenpforte mic Kolonnaden im ant ken Style crba, geschmückt mit Arabesken-Verzierungen, Blumenkränzen u Laubqewinden. An der obersten Fronte dieser Ehrcnpfoxte ruh der Böhmische Löwe mit der darunter befindlichen Zuschrift:

„(on-10 ]„00 moorons ['ox'iyesoit "OZ“ 7069010." Tief vom Kummer gebeuget, trauert der Böhmische Löwe, Doch gewiß lebt er auf, ficht er den König sich nah'n.

Auf der einen Seite der Brücke waren unten im Wies» grunde die Fürstlich Schwarzenbergsckxcn Fischer in ihrem rige thümlichen Anzuge neben den geschmackvo11 geordneten Atiribut ihrer Beschäftigung, auf der Brücke selbst die Berg-Knapp des benachbarten Eisen-Bcrgwerkes FranzenSthal, die Fürstlich uniformirten Jäger, die Beamten der Herrschaft in festlich, Kleidung und Sie Geistlichkeit der Umgebung aufgestellt. D Ankunft Ihrer Majestäten verkündete das Abfeuern dcr Böll! der einfallende Trompeten; und Paukenschall, das Geläute d Glocken, und ein einstimmig fich erhebendcr Jubel schal1te d ankommenden Regenten-Paare„entgegen. An der Triumph-Pso' angelangt, wurden JJ. OJTM. von dem Bcsißer der Herrli“ Wittingau, Fürsten von Schwarzcnberg Durchlaucht, und d“ Budweiser Königl. Kreis-Hauptmann ehrfürchtsvoll empfangt und nachdem II. MM. sich über „Allerhöchsc Ihr im Vora etnvsundenes Vergnügen, „Böhmen x_u besuchen“ in den huldv, [ien Worten auözusprechen geruht, [e_izten Allerhöchstdieselbcn ' ter dem Jubel der weiterhin aufgestellten Schuk-Jugend und der“ sammengeströmtenVolksmasse die Reise nach Wittingau fort. Zw“ ' zig reitendeDorfrichtcr derHerrschaftWittingäu, mit den berittene fürstlichen Jägern, und die herrschaftlichen Beamten in vierzeh Wagen eröffneten den Zug, welchem sich, an dem Gebiete der Stadt Witcingqu angelangt, noch eine Abtheilung dcr gan'z nell und geschmackvoll uniformirteanchüßen dieser Stadt an chlo- Vor dem Thore der Stadt Wittingau angelangt, wurdxn I *

ethan habe, sey gewesen, die von Lor

MTN» abermals von St“. Durchlaucht dem Fürsten vonS war-

mberg und dem Magistrate, dann der Bürgerschaft dieser tadt ehrfurckxsvoll bewillkommnec und unter Aberern von Bdllern, Gloik'engeläute, dem Schall der Musik der mit ihren Fahnen ausgefüllten Zünfte und ununterbrochenem Vivan-u'fen der u- sammengedrängten leksmenge, welche den Wagen II. MZ)? jubcind umgab, und l_hxnxalzm zu.fahren gestattete, nach erfolg- xcroVorsteliung d'er Czetstkxchzreit und dé? dvrtdomizilirenden Mi- litarr- Personen dura; „die Stadt geleitet. Vor dem EinfaZrts- thore der Szade War em äußerst gcschmack'voll mic Reis , aub Moos undch§aldbeeren vcrzrerter, nnr einev herzlichen Énschrift 'versebexzixr Tisitimphbogen, und neben demselben eine Reihe mit szmeu - CZjewmdcn verbundener Nischen, in welchen festlich ge- lieidcte Madchen, Blumenkränze schwingend, das Volkslied an- stimmxen, welches aus tausend Kehlen widerhallte. Eben so war am Audfabrts-Thore der Stadt Wittingau eine sehr geschmack- volle init Blumen und Guirlanden verzierte pyramydenförmigc Verkleidung angebracht, auf welcher die Inschrift: „Von der Liebe tief.d_urck)_drungen sind unsre Huldigungen“, prangte. In M zu diejcm Lkusfahi'ts-Thore führenden Gasse waren Pyra- mtdcu von Laub, durch Kränze und Gewinde von Blumen- »"chmelz Verbunden und, die Gasse in einen gartenähnlichen Lau- bensgung umgestaltend, aufgestellt. Nachdem Ihre Majestäten dies Huldigungen und Beweise der Anhänglichkcit dcr treuen Bewohner der Stadt Wittingau mit Rührung aufgenommen harten, sei;,ten ?[l1erhöch[1dieselbcn die Reise nach Budweis fort und gei'uth, "bis in den Ort Lischau die Begleitung der uni- formr_rccn «WißcnzAbcheilung und bis an die Grän e der Herrschaft Wcttmqau die der berittenen Dorf-Richter Alkergnä- dxgfi'zu gestattbn. Jm Dorfe Stiepanowilz geruhtenIJ. MM„ von der frdhlockenoetx Menge ehi'furchtsvoll begrüßt, einige Minuten zu verweilen„ bei dem dortigen Orts-Seelsorger über die Beschaffenheit

seines gei|lichen Bezirks sich zu erkundigen und den Armen die-'

ses Ortes eine Gnadenspcnde erfolgen zu lassen. An dem Ge- bi'eie des Marktes Lischau angelangt, erwarteten JI. MM. meh- rere Büzrgei' z_u Pferde, fich den berittenen Schuhen der Stadt Witttngau' an1chließend; und so ging der Zug weiter nach dem Mavkte_ L_tschau. ZZ. MM. geruhten. dort die Huldigungen der Geistlichkeit und der Orts-Bchörde gnädig aufzunehmen und die Rene Unter dem Jubel der versammelten Volksmasse fortzu- scxzin. ?_[uf dim Markts waren zwei Triumphbogen mit passen- denInschrifcen errichtet. Auf dem einen derselben prangten alle Wappen der dem Scepter Sr. Majestät unterworfenen Länder, Neben denselben waren Musik-Corps, welche das Volkslied an- ßtmmten, aufgestellt, und durch die Einleitung des dortigen Bür-

germeisters Simoni) gaben in geschmackvoller Zusammenstellung

. . über Ö'Wkßig für die Linzer K. K. Aerarial-Wollen eug-Fabrik ar- nirn. Diese Nothwendigkeit ward stets anerkannt, und die Kam; .

Nixendc Spinnerinnen von der Zubereitung der olle auf ihren YUM" Spinn-Maschinen ein treues Bild, welche Arbeit dort und m der Umgibung einer bedeutenden Anzahl dürftiger Menschen Nahrung giebt., Zn Rudolphskadc geruhtetiZhre Majestä- ten _ ebenfalls dre Huldigungen der Geißlichkeit und des Orts - Vorstandes „unter *freudigem Zuruf dcr versammel- ten„Volksmenge, wie_ die Begleitung zu Pferde von einer Ab- theilung dcr Budweijep uniformirten Schüßengarde gnädigsk an- Yinchmcp, u_nd breiten um 2 Uhr Nachmittags Ihren feierlichcn

mzug m dre Königl. Kreisstadt Budweis. In der Vorstadt war 8111 Triumphbogen, mic Säulen, Blumen und Laubgewin- den reichlich verziert, mit dem Kaiserlichen Doppeladler geschmückt und der Inschrift; „Heil und Segen dem Kaiserpa'ar“, errichtet. „Von dort aus pajsirren ZZ. NTM. durch die Promenade unter (»Hiobkengekäme, Abschießen von Böllern und Zujauchzen der er- freuten *))ZUige-und dcr daselbst mtfgesiellten, Blumenkränze schwin- gendep Oebuijugend in die Stadt. Am Thore, welches mit gothqchen Beizterungcn reichlich bekleidet und nebst der dahin führender: Bxucke mit Laub- und Blumen-Guirlanden geschmückt war, wuxdcn ZZ. MM. von dem gesammten Magistrate und einer großen 'Linzahl schwarz gekicideter Bürger chrfurchtsvoll -emb_fangen. DTM! traten nun vor den Wagen der Allerhöchsten Reixenden, und so begann der Einzug Schritt vor Schritt von dem Wiener Thor, durch die Wiener Thorgasse über den _Ring, nach dqrzum höchsien Absteige-Quartier bestimmten bi- schdsltchxn Refidxnz. Der Zu:"ammenfiuß der aus allen Gegen- den drejes und selbst der Nachbar-Kreise herbeiqeftrömtcn Volks-

menge wav ungeheuer und die Gassen so überfüllt, daß die Volks--

massen wie _qcmaucrt' standen. Unter einem lärmenden Vivac- rufen schob sich nun der Zug durch die von dem hiesigen Schiffz mcisier Lanna eigens ganz neu wie Matrosen gekleideten, über sechzig Köpfe zählenden Schiffsseute dmch die anstoßcndcn Rei- en der Bcrgknappcn des benachbarten K. K. Silber-Bergwerkes

Gutwaffcr und der hiesigen Privat-Gewerke, des“ aufgeriellten-

bürgerliich ScharfschüßenCorps und der 1ämn1tlichcn mit ihren _ahnen ausgcrückccn Zünfte unter einem fortwährend lärmend ]ubelndcn Ziidrangc des Voikes _an dem unter alle!? Fenstern mit Laub- und Blmmn-Gcwindcn festlich gezierten Stadtring: bis m die bischöfliche Residenz. Dasclbsc wurden JZ. MM. von der, dersammeiten Geistlichkeit, der Gencralitäc und den Civil- Behö-xden ehi'furcthvoll empfangen, dercn Chefs zu der Allerhöch- sien Tafel gezogen zu werden dieC'hi'c hatten. Nachmittags geruhtcn II. MM. die Aufwartung sämmtlicyer geistlichen, Militair- und Ctvtl-Behördcn gnädigsc anzunehmxn, bei den verschiedenen Bran- chen nach den dcrmaligen wesentlichen Objekten ihres Wirkens 1131) zu exkundigen und gegen die altgedienten Staats: und OM:- Ysrratsdiener sich besonders huldvoll auszusprechen. Nachdem llei'hdcl)1“idic1'clben hierauf noch einen Theil der Eisenbahn zu Fuß in „Augenschin genommen, gscuhien Se. ONajcsiät der Ka:"- ser; d_en"21bcnd dcn Staais-Gescbästen zu widmen, worauf das PCUktk-Qorps dcs hier konzcncrirten K. K. Jnsanteric-Regnncnts Ekzhxi'zog Rainer die Allerhöch|e Genehmigung erhielt, unter den Jcnyicrn JZ. MM. zu spielen. * „Se. Kais. Hoheit der urch1auchciaiie Herr Erzherzog Johann langtc am 27. Aug. W711!» Abends in Königgrätz an, wo Hdchstdicsclbcn noch an dicskln Abende die Aufivarcunq dcr Civil- und Militair-Be- rden anzunehmen geruhtcn. Nachdem Se. Kaiserl. Hoheit am sokxzcndcn Tage die vob dem O)kähi'i1'chen Thore der Festung -Zönix]gi'äk§ befindliche Znimdations-Brückc, so wie die dortigen Fkskuygswxike, in Augenschein gcnpnmien hartemseßcen Höchstdicsel- en die Reise t_1ach Josephstadt fort, deren Festungsivcrke eincr glei- ext Aufmerkjamkeit gewürdigt wurden. “lsei'l. Hoheit von Zaromirz in dev Richtung nach Trautenau in das Lager bei Licgnilz abgereist. An eben diesem Tage Abends wurde der Festung und Kreisstadt Königgrätz. das weitere Glück zu Theis, Se. Kaisers. Hoheit den Durchsauchtigsten Herrn Erz- “zog Franz Karl in ihrer Mitte zu verehren. S'ruhten, 'das Absteige-Quartier in der bischöflichen Residenz zu

"? men U11d wurden daselbst von den Civil: und Militair-BeydrH

den ehrexbietigst empfangen. “Ilm 30. Aug, wohnten Se. Kaiserl. oben m der Kdniggräßer Domkirche der von dem errn Bi- [1 0f6_abge1)altcnen Segenmesse bei und scßten hieran unmittel- nr dix Ress? „Über Jaromirz und Nacho_d m ,das Lager bxi Liez-

Am 29. Aug. find Se.-

Höchßdieselben,

1027 mb np erwünschtesken Wohlseyn fort. Bei diesen Anlassen sprach gute, und War mit bedeutenden Uebertreibungen. Es“ sollte uns sry die Freude der durch die Anwesenheit Ihrer .Kaiserl. Hohei- ; daher nicht wundern, wenn die Deutschen Zeitungen dem PU- ten hochbeglückten Einwohner von _Königgräß 'ur'werholen m der 7 blikum erzählt hätten, daß eine Revolution hier ausgebrochen, Art aus, daßislch dieselben bis in die späteste Nacht vor den und daß der König in seiner Hauptstadt'uichc sicher sey. Es har Absteige-Quartteren der Herren Erzherzöge unter lautem Iubelruf sich freilich ein Vorfall ereignet, welcher strenge Maßregeln von vxrsammelxen; besonders erhebend _aber war der Anblick, die in Seiten der Regierung forderte, aber man „laube darum nicht, die Domkirche sehr “zahlreich herbeigeskrömten Bewohner den Sex daß wir in der Mitte von Unruhen und narchie leben, ganz gen für das Allerdurchlauchtcgske Kaiserhaus herabflehen zu sehen.“ im Gegentheil. Eine starke Bande von Räubern oder chphten

* aus Türkisch Albanien ist über die Gränze gekommen mid hac Pre'ßbuxg, 24. August. Die Stände seßen ihre Bera- einen Einfall in Kontinental-Griechenland gemacht. Sl? haki thyngen über die Bemerkungen der Magnatentafel auf die Grava- ten die Kühnheit, bis Missolunghi vorzudringen; die kleine mma und “Postulata in Cirkular-Stßungen fort. “Garnison indeß vertheidigte sich gut und behanlpkkke dis ' Stadt. Missolunghi ist keine Festung und war es niemals. S p a n i e n. Französische Blätter melden aus Madrid vom 26.

Seine Lage, wie sein Name schon anzeigt, in einem MoJa)? ge- August: „Die Ruhe ist in der Hauptstadt wieder hergestellt.

legen, ist seine Haupt-Vertheidigung, „nur eine schlechte auer

, „. . von Erde schüßte die Stadt von der einzigen zugänglichetz Seite Die Militgix-Komtnisfioxi setzt ihre Arbeiten mit Eifer fort,. aber die Polizei ist schlecht bedient, und es ist ihr bis jeßt„nicht nur

u der Zeit, wo die Hellencn die heroische Belagerung gegen die . ürken auShielten, und diese ist noch in demselben Zustande, wie nicht gelungen, die entflohenen Deputirten wieder zu verhaften, ' sondern sie hat anch noch den DepUtirten Lopez nach Valencia

in der Kriegszeit, weil die Re ierung die Stadt für einen um , haltbaren Plakz erklärt hat. a der Versuch auf Missolunghi entwischen lassen. Obgleich die“ Kommission bei der Instruction mißglückt war, marschirten die Klephten auf Lepanto (z'-14-„«xroc)- dxs Prozesses wit großer Strings verfährt, so glaubt man doch eine offene Stadt," und forderten Contributionen. Da ?bchskens n7chk- daß se ett) Todes-Urthetl aussprechen werde. Da überdies 50 Soldaten dort in Garnison standen , und die Räu er etwa die HaUpt-Anjiifter der Empörung contumacirc werden müssen, 300 Mann stark waren, so mußten die Einwohner die un- s'? wird allgemein geglaubt, daß man der Hauptstadt den Anblick willkommenen Gäste bewirthen und alles Verlangte herge- eines Schaffots zur Bestrafung Pölitischer Verbrechen er- ben. Die Staats-Regierung hat sogleich ernste Maßregeln saren werde. Daß die kompromittirten Deputirten ihre genommen. Das Zte Jnfanterie'sBataillon (welches in Negro- tel_len verlieren, ist um so sicherer, da fie eben nicht ponte, liegt) hat Befehl bekommen„ gleich auZubrechen und die geneigt seyn werden, sich als Gefangene zu siellcn und sich de? Pässe an der Gränze zu besetzen, damit den äubern der Rück- Ungewißheic eines Prozesses auszuseßen. - Die Bewegungen in zug abgeschnitten werde, und 2 Compagnie?" des [|M- 2 Com- Barceloria, welche in gewisser Hinsicht durch eine provisorische pagnieen des -1ten und 2 des 8th Bataillons nebst einer Bat- Junta em geseßliches Ansehen gewonnen haben, sind noch immer terie Berg-Artillerie find abmarschirt, um sie anzureében- Das em Gegenstand der Besorgniß für die Regierung. Man weiß, Obcr-Kommando dieser Expedition ist dem“ wackeren Philh'ellenen daß mehrere Mitglieder dieser“ ZUM“ fich bereit erklärt haben, Oberst (jeßt seit weni en Tagen GcneralMajor) Gordon anver- dM Befehlen dex Ministeriums gehorchen zu wollen; Andere da- “traut, der auch vor e ern die Refidenz verlassen. So unange- ISIM- dk? weniger verföhnlich smd, haben sich mit der „Junta nehm es auch ist, Hat es doch nichts zu bedeuten, und die Re- gierung hegt nicht die geringfte Sorge für die allgemeine Ruhe. Durch seine geographische Lage ist Griechenland gegen 1olche Zn- kursionen immer offen, aber „obgleich fie momentanen Scha- den anrichten, so haben ste doch keinen Einfluß auf das Land. Vor acht Tagen langte ein Russischer Courier hier an, welcher den Andreas-Orden von St". Majestät dem Kaiser von Reißland an den König von Griechenland brachte. „Dev Russische Gesandte am hiefigen Hofe," FZZ“. von Kataka i, empfing bei Ueberreichung desselben von Sr. O ajeskäe dem _önige das Groß-Commandeurkreuz des Erlöser-Ordens. " '“

* Inland.

Berlin, 9. Sept. Se. Königliche Hoheit der Herzog von Cambridge traf am ätcn d. M. Abends, von “London kommend, nebst Gefolge in Düsseldorf ein, skicg im Breidenbacher Hofe ab und scizte am folgenden OYorgen die Reise nach Kassel four.

- Herr T. I. Kellerei“, der Chef und Gründer einer der bedeutendsten Tuch-Fabriken zu Achcn, Ritter des Rothen Adler- Ordens dritter Klasse, ist am 4ten d. M. daselbst mit Tode ab- gegangen.

Berlin. In der Versammlung dcs wiffmschaftlichm Kanü- Verciqs am 7ten tb,eilte der Geheime Ncgicrungs-Ratb Kortüm Nachrichten über dceKunst-Sammlimgen in Kopenhagen mit, unter denen sch die Sammlung „nordischer Altertbümer und dcs Kuosersticb-Kavinets besonders auszeichnetcn. - Hr. Professor Rauch legte der GescUs aft eine Sammlung von GtWS-Abgüsskn nach Mx- dainons in Meta und Holz vor, wovon die Originale sich in dem Kbnigircbcn Mi'izizxKabinet befinden. Die Abgüsse hat der Bild- hauer, Hr. Reinhard d J., mtt großer Sorgsamkeit gemacht, und dtc Auswahl ist so vortrefflich, daß durch ein genaues Studium die- sir, vornehmlich dcm Deutschen Kuuüflciß angehörigen Kunüwerke die zum Theil vernachlässigte, zum Theil gcammcte Bildnißmalcrci und Skulptur iti ibrcr_Würde und Bedeutung hergestellt werden könnte. Der wiffciischczxtltche Kunsi-„Vsrcin läßt es fick) angclegcrx seyn, die Sammlung diescr Rembardtschen Medaiücn-Abgüffe alien Künsilcrn, Kunstschulen und Kunstfreundcn besicns zu empfehlen. Auch der Gcschtchtssorschcr findet eine schöne Ruswadl berüwmcc Portraits dabei, dinn nirgends sieht man die Cbaraitere OTZ Méricl- alterslm so, sprechenden Zügcn ausgeprägt als hier. Da die Abgüsss auch im Etonzclncn verkauft_ werden, kann man für einige Thaler sich schon eme recht ansehnliche Sammlung verschaffen. F F.

vbn Valencia in Verbindung gesetzt und sich verbindlich gemacht, nicht zu wanken, bis die Regierung ihren Forderungen durch die Bewilligung liberaler Institutionen Genüge geleistet habe. Diese Mittheilung war kaum in Valencia angekommen, als der neue General-Capitain, Graf von Almodovar, eine Prociamation an das Volk erließ, worin er an die Dienste erinnert, welche er der Sache der Nation geleistet habe, während er Präsident der Pro- kuradoren-Kammer'gewesen sey. Er fügte hinzu, daß er auch in seiner neuen Stellung derselben Sache ferner dienen werde, daß er völ- lig mit den Ansichten der Junta von Barcelona übereinstimme, und daß er "hoffe, das Volk werde mit dem Gange , den er in dem Zntere e desselben geglaubt habe, befolgen zu müssen, über.- einstimmen. Diese Proclamation wurde in dem Augenblick be- kannt gemacht, wo der den 'änden der Madrider Polizei ent- fiohene Deputirte Lopez in Valencia ankam. Die Regierung muß bef11rcht_en, daß der Föderalismus sich in die Provinzen verbreitet. Es steht indeß zu hoffen, daß die Maßregeln, welche gegen diejenigen Städte ergriffen worden find, die das Banner des Föderalismus erhoben haben, das Uebel mit der Wurzel aus- rotten werden. _- Das Fest des “heiligen Ludwi ist mit gro- ßer Pracht in ia Granja gefeiert worden. - n der Börse Ying das Gerücht, daß die von neuem bei dem Kabinet der

mlerieen nachgesuchte Intervention bewilligt worden sey. Das Gerücht ist nicht neu.“ '

_ Dey Morning _erald'“enthä1t folgende Mittheilung 'st ONadrid vom 21. Lugusk: „Vor einigen Tagen meldete ich Ihnen, daß die Frage der Anerkennung der Süd-Ameriia- nischen Freistaaten erledigt sey und, wenn nicht unvorher usehende Exeignijse einträten, brkannt gemacht werden würde. ch freue mich, Ihnen cht anzeigen zu können, daß die '))?aßregel nur durch den leizten Aufstand eine kurze Verzögerunq erlitten hat. Die Erklärung der OJKinister an die Krone, worin sie die Gründe ihrer Politi! auseinanderselzen, und das von der Königin bestä- tigte Königliche Dekret sind entworfen, und sobald die Regie- rung die gegenwärtigen Schwierigkeiten beseitigt hat, werden beide Dokumente offiziell bekannt gemacht werden.“

Barcelona, 18. ?_(uguft. (Times.) Es ist mir außer- ordentitch aufgefqllen, daß in allen Proclamationen der Behörden von hier, Valencia und Saragossa der verwittweten Königin, deren Namen „sonst in Aller Mund war, nicht gedacht wird, aber der Grund ist, daß siexdie Zuneigung der vornehmsten handelnder: ersonesn in dem Schampiele, das cht in Spanien aufgeführt wird, eingebüßt hat. _ Der Hauptzweck der jexzigen Leiter der An- gelegenheiten, i_n diejcr und den angränzenden Provinzen isi, Donna „Chi'iftma ganz beiseitzusckzcn und eine Regentschaft von ihrem eigener) Machwerk mit dem ananten Don Francisco an dex S_pilze emzuseßen. Es ist die Partei dchsabelinos, die dies wall; thxe Begriffe von Freiheit smd höchst unbestimmt, aber auf der größten Gleichmachcrei beruhend. Die Personen, welche hier leizten Sonnabend eingezogen wurden, waren Werkzeuge in ihrer Hand und klagen nun bitter über ihre Patrone; sie laufen jedoch wenig Eis_ahr, besiraft zu werden. Dennoch hielt man ihre Ver- haftung fur _nöthtg, da sie zu hastig und ohne Inskructionen zu Werk gingen; auch weil sie [ich eine Bencnnung zugelegt hatten, welchc die “übrigen in dem Augenblicke nicht für rathsam hielten: 108 [1011300105 (10 1:1 xnnxra (10 [Jiogo (die Erben von Ricgo's Blut). Die Einwohner von Reus und Taragona haben 500 Freiwillige wider die Karlisrcn in der Pro- vinz auf die Beine gebracht unter einem aus der Verfassungs- Yxshns: berhtigtenfAnführer, 1(Zen Ian 1'69 (101 134407 benennt.

re e in )on au einen an en arli en unter einem cwiß . .. .. . . . sen Saura gestoßen, den s? nach der Flugabe des Pep,g mic M?*Xlant/ kunftig "Uk ""t “"k"" solle von 1 D- pr. Busyel b.“-

d _ - . - c . '-

BerliJ chn 271 “Mann scblugjcn, was natüilcch sehr übeltklebkn _in Bezug auf die in unserem Artikel „“Will. ais chierungs- ksß (J PU) WWW „PUNK Ick?" tioch- nehmen. In W?“ Prcxckc erwahnte Ausdehnung des zcizigen Systems der Wanken untcr mgcii _„aÖzen erwartet) wir hieb die kleine Frigatce „Tyne“, Königs Schlrß auf noch andere Häfen, als dcn Häfen von London, Capithm ord anesirie, v-on Alicante, wo sie die Ehre gehabt, hat in der Sitzung ch Unrerhanscs am 31. Juli d. I. der Handels- dxn „;nfanien Don Francisco de Paula und deffen Gemahlin, Miniücx cl'kläkk-„daß MW förmliche BkaUkt'asUng dkksklbk" l'" der gc- die von Alicante kamen, an Bord zu,nehmen. gcnwiirjrigcn Sßsnrii und wahrschciixlich stiliii in dcr nächstfolgenden

- Eine Korrespondenz in der Times, aus Barcelona vom noch mcht bxabiick)tl§;t„_werd§.

22. August datirt, spricht von bedeutenden Vortheilen, Welche die Ucbx'r dle Kanad11che_ Bauholz-Zolisxa-ie xnihaw der Ton rier soi- Karliften in Catalonien erlangt haben sollen, auch die Bevölke- genden intxrcffanten AWM: “Dkk dlcsQJragc crorternde Ausschuß run soll in eini en Ge enden der ; hac anemp,o1)1cn, dcn Exxra-Zoii von 45,1?!2- pr. Load, welchen HU;

g 9 I pWVMzM der Sache des aus dem Norden Europas jetzt mcbr ais mol; au“ Km d b ! Don Carlos ugethan seyn; General Pastor sollte Mit 2590 FM“- muß, vom ("ml)re 1837 ab um cin Okikiél 3.1“! ertnäééqcii. a ZOTWäkic-l: wi_11igen e_gus arceloya nach dem Innern agfbrechen. Dic Fran- schuß verdieiic dafür den Dank des Publikunis. Cs ivnrde zchr scatJsx §|ische zromden-Legton, welche, „wee dcr Courier berichtet, in im Falle der Annahme seines Antrages noch immer eine Extra ; Bg, '

aragona sehr schlechte Aufnahme fand, hatte anfangs sich ge- siencruiig vox) 30 S').- zum Nachthctl Extroväi1“c1;cr Hökzcr'gmcn die

weigert, ohne direkten Befehl aus Madrid gegen die Karlssien Kanadischen uirtq MM"; w,“ schädlich das l'UdCsskU an*cb sey-

zu agiren; „| am 22skcn hatte |ck 'der Chkfder „Legion ent- muß man dcibltoch/"bkl Erwagtmg dcr bcdourcnden im Vertrauen auf Ü ; '

schlossen, „000 Mann nach Lerlda ausrücken zu“ lassen. rcchx's:'nden, wenn die ?lufyibuug nur stuscuwcise gcschchc- wir yos-

! feu jedoch/ daß sie in 111chk ferner Zeit vollständig eincre-

“Athen, 20. Juli. (Hamb. Korresp.) Böse Nachricht 'wie die auf “(int 1as “Kei ' * ' -

„ten über Griechenland perbreiten swb viel schneUee“in Europa, als . Arxifeix“ Ö 9 * L““ fe ov" "W“ M"" ““M""

Haupt - Momente

des Auslandes , so

neuerer Finanz; und olizci-Geseßgchn etrifft.

weit sel ige den Handel M17.

Berlin ,"37. August 1835.

Großbritannien, Auf den, vorläufig silwn in Nr 238 der Siaacs-ZZeicung angxzergten neuen, Handels-Trakmr zwischen Groß- bxxcanxnen und Perstxxn werden wir nach niiher etwa cilangcerKcnnc- nik seines Inhalts zuruckkdmmen.

Das _Untcrhau-s bar in (eiiier Séßung am 18. August 1), J. foi- geykée drei vom Handels-Mmtßer eingebrachte Risoiucioncn geneh- mlg :.

]) Der Zoll aufxßiaffee aus den Beié'lzimgen del“ Oüindifchcn l?'ocmpagnie und aus Sierra Leona soll kiinstig nur 6 D. pr. Pfund

c ragen. _, 2) .D?_1' ZOY von Osimdischen As-ch wird dem von Aschen anderer Lander giexchqeoxeuc. * 3) Dchciß aus Großbritannistbcn Niedcrlaffungcn in Afrika sol]- wetl er von dem aus anderen Niederlaffungcn nur schwer in untcr-

die gegenwartig bcjichendc Gescßgcbxng angelegten 31apira1icn, cs gc- Griechénland. . . .. . cen wird, Diese Zolle sind ohne Vergleich schädlicher,