Die Asseßun en von Beamten, die für Feinde der Revo- lution gelten, wä ren noch immer foex1 Einige sind nach ver- schiedenen Punkten der Provinz exilix ___nd mehrere Geistliche nach Zvéga verbannt. -- Die Generae Montes und Guerra smd am 22|en von Barbaskro nach Muzon abgegangen, um die Karlißen , welche in Catalonien ein efallen find, zu verfolgen. "Lehrers haben bei dem_Uebergange 11 er die Cinca mehrere Mann _verloren. -- Der Vapor enthält einige Details Über die „In- surrcction von Valladolid, die am 271101 mit größerer Ordnung und unter Zustimmung des General-Capitains stattfand. Alle Klöster stehen leer. -- Der Vapor vom ijen enthält das De- kret vom 28. Juli über die Munizéßal-Wahlen, die hier am 4. September stattfinden sollen.,
Kunst-Nachrichten.
Ausstellung einer Gemälde-Sammlung im “großen Saale der Akademie dcr Künste zu Berlin.
, Um dieselbe Zeit, wo uns sonß die großen KunüéAusfteUyngen, lecder nur ein Jahr ums anderx, Linen so xctchen Genuß tn den Sälen der Akademie darbietcn, tß dtesmal dre Lücke glüch11ch aus- grfüll-t worden durch eine kleine, aber sehr beachtenswerthe Samm- 1ung altex Bilder welche die Bcsycr, die Herren Morise und Franck, dcn Kun freunden in dem großen akademischen Saal aus- gcßcUt haben, Den Kern der Coaxcnon bildsn zwei große Gemälye von Rubens', welche der Fiamändescbe Messier in Venedig für dee Könx'gin Cbriüéne von Schweden gemalt_ hat. Nach ihrem Tode wurZ'en se der Gallerie des Herzogs von Orleans (dcs Regenxen) einverlcebt, also dersclben Sammmng, 111 Welcher fich ehemals auch die Leda und Jo
dss Correggio befanden, die jetzt einen Schmuck unsers M::scums aus-.
machen. Avbildungen der egenwärtég héer ausgeücUtcn beiden Bil- der von Rubcxxs befinden :ck in dxm bekannter: Kupferwcrk der Ga- lerie d'Orlcan-F. Das größere„ em Bild „von vie1cn Zevensgkoßen Figuren, ßcUt dée Scytbcn-Kömgin Tomyrts dar, wie ste das Haupt Yes Cyrns thren Feldherren zeigen läßt. Vol! Kraft undCbax'akter smd besonders die Stqungenmund (Hebcrden der scythtscbcn Barba- rkn, und im Ausdruck zeigt nch derperschiedene Antbeil der Persq- um an der Handlung. Deutlich erkennt man den Eénüuß, den dre Venctianischen Maler, namentlich Tttian, _damals auf Ruhms aus- gcü'ot bqbcn. Exne Repetition dieses Bildes (die wir pur aus dcm Luvxcrßdtch. kennen), mit kleinen Abweichungen, basmdct sich in
11 an . '
gDas zwkéke Bild hat die Enthaltsamkeit des Scipio „Africanus zum Gegenüandch,-_wie er näxnltct) dem jungen Ylluttus feme_ Braut wiedergtevt. Sexpeo, von Kriegern umgcben, vat auf dem Thron, das Brautpaar knéct auf den Stufen, bintxn em Gefolge von Frauen.
Die Ausführung verräth gleichfallsFtaliänischan1nfiuß doch mehr “
_vonCPalul ZBeronesc. Auch hérrvon veßndet sich eine chdarholung 10 1119 an . „
Em Bild, das dem Vandyk zugeschrieben Wild, you'der Com- pofition des Rubens, muß uns deswegen noch _besonders mtcrcsant skyn, weil wir auf unserm Museum die Origtnal-Skizze besaßen. Sée zrigt Rubens kühnßen Pinsel, welcher die wohlüberlegtc Erän- du_ng'1nit cjnen) Mintmum von Faxbe nur eben hingebaucbt hat; währénd wn“ vter'in dem ausgeßeUten Bilde eine ungefähr doppelt so große Ausführung von einem harmonischen Kolorit und cincr sanften Hand tchkn, welche in der That an Vandyk erinnern kazm. Dasselbe gilt von cmer Susanna im Bade; die Erffndung wtrd dcm Rubens beigelegt, aber Farbe und Pénsel haben mehr Verwandtschaft mit seinem Schüler. .
„ Aus Jtaliänischen Schulen beßytdie Sammlung zunchlzft zwei Bcldxr von.Andrea del'Saréo, aus verschiedener; Perioden dcs Meiners. Eine Madonna empfiehlt ffch durch edle und großartige Zerchnung und durch den Schme1z eines feurigen Kolortts. Das andere Stück ifi einc Cbaritas. Zur Haupt-Figur nahm ,der Maler
1040 ein Portxait, das sch mehr darch Wahrheit und Auödxuck, al:? durch Schdnhext der Form auszeichnet, desio'rnehr abcr gefallen “dee Kin- dcr duxch üsrenge Zeichnung. „
Em Bild von Domenichino, von yorzüglccber ErhaltuttJ, skent die bekannte Geschichte dar, wie eine Römische Frag ehren gre - sen Vater säugt. Das Gemälde isi geeignet, einen Begrtff von dem großen Styl und dem ernsten Kolorit djcses Meiücrs zu geben.
„Besonderer Werth darf auf einen 154-114: [1011-10 von Andrea Solarto gelegt werden; in der gewissenhafter: Zeiciz-nung, dex Rckn- brit'der Farben und, in dem Gruß der Empßndung „zeigt 110) dec Schuxcr des Lzonaxdo da Vinci seines Meißers würdtg;
Un„tcr zwe: Baldern von Detroy ( eb. zuToulome 1015, gest. FY Parts" 17:10) heben wir besonde'cs Lokk? und seine Töchter 111-wor. Go nbüoßmd auch dcr Gegcnßand seyn mag, so muß man doch in dem Ausdruck des trunkencn Alten und in der Uepplgkeit der einen Tochter das Darstellu'ngs-Talent des Künstler? in hohem Grade an.- erkennen. Dée_Farben snd von großer Retnheit und Léck1t17ärke. Aus der Franzbsncben Schule 17th man ferver zwei hübsche Sxücke “von Bourdon; Räuber, welche, in dém einen Bilde, Reescnde bc- rauben, und, in_dem andern, die Beute theilcn. .
Ein ausgezccchnetxs Stück der Sammlung ist noch eine Lapd- schaft, welche als Ruesdael angegeben wird; désFarbc und Stun- mung läßt auch sogleich an diesen großenKünülcr denken, allein
n9ch dem zu urtbeélcn, was wir von ihm gcschen haben, weixlzxwe- _ mgüens die Ausführung ab, fie zrigt aber n'ur noch einen fieeßegcrn "'
und 1111'11chern Pinsel; die Echtheit der Aufschrift Ruisdael, welche das B11d tkägt, müssen wir andern zu beurtbeélen überlassen. Mkr
Huysum, das abex'*von dcm gc1vöynlichc1n S*.Tzicf'sal dieser Bilder- blki'b. Gr. .
Berichtigung. Jm gestrigen Bkaktx der Staaté-ZeékMg S. 1034, Sp. 3, Z. 13 v. 11. st. „nixmals“ [. „jcderzeit“.
Meteo roéogische Beobachtnng. Morgkns Naäzmittags Abends Nach einmaliger 6 1101“. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobmbtung. W “"
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1835. 11. September. 8,40 N, Flurkwärme 13,7 0 R. 7-40 N' Bodcnwärme 12,7 0 R. 92 .th' 1“ Ünw'dfinsaung () 088“ Nb 1711174101191“. 1111101102. 0911er. ', ' “ “ “' , - 11 «mer Ing , "U.,. O. S. «I. 9" '“ 151 0971 “)*k __ SW. , .... 47 Naäztkälte. 4,4 9 N. 332,76“"Pa1... 9,60 N.. 6,8091... 81 pCt.
13,90 R. 8,30 31.
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nennm nur noch ein schönes Viehüück von V„an der Velde, cine ;, Abcnd:Landschaft von Cuép, wrlc1'1e mit ge_r1ngcm Aufwand einm = wahyx-cn und drillemten Effekt zeigf, und endltcj» sin Blumenüück von ?
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daß nämlich das Grün blau geworden 111, auch„1:icht vcrschonk§
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111] ']"111. 11!) '1'111. 150 K|,
Ul) Üb].
Königliche Schauspiele.
Sormczg, 133. Sepf. Bertha St§ch: Agnes Soko
. _ Jm Opernhause: . Orleans, rv1nantx1che Tragöoie in 5 Abth.,
DSL ZUUIfMu vo . von L*“.chéller. [; Mad. Crelinger; Johanna»),
Lemm: Raoul; Hr. Rott: Takbot.)
Montag, 14. Sept. „Jm Schauspéelhause: Schauspiel m 1 Akt, von Kokzebue. nodrama in 1 Aufzug, nach dem Franz. des Und: Die seitsame Wette, Lustspie
Dienstag, 11)". Sept. Jm Schauspielhause: NTUsik von C. 932. v. Weber. (Hr. Ha."
1 Akt.
Oper kn 3 "Abth. vom Hoftheater zu Kassel: Mantius: Max.) *
K ö n i _q sr & 1» Sonntag, 13. Sept. oder: Akten. (Hr. A. Wohlbrück Zwirn, als Gastxoile.)
Stadttheater zu Breslau:
Dienstag, 15. Sept. Oper in 4 Akten. Musk v
Der arme P., Pygmalion, 1
Hierauf: Rousseau , ko “
Der Freésch Kaspar, als leßte Gastrolle, '?
tésches Theater.
Der böfe Geiß Lumpacivagabunz ;
Das“ [iedcrliche Kleeblatt, Zauberposse mit Gesang in'
, vom Stadc-Theatex zu Bustau
Montag, 14. Sept. Die Reise auf gemeinschaftljcheKo| Posse in 5 Akten, von L. Angew.
( 1'. A. Wo lbrück, . Liborius, 01213 Gastrolle?) Vorv.
Der Journalist, Ot'iginal-Luskspiel in 1 Akt, von Oettinger.
Lestocq, oder:
Intri ue und Li on Auber. g .
Redacteur (70 „ck k..
“k. grief. 'in-F;“. _ „ *
Me. *
_Berlin, Montag den 1411" September
_,ZeitUngs-Nachrichcen.
Anstand,
Frankreich.
Paris, 7. Sepx. Der König ertheiltq vorgeffern dem KH- „191, Bayerischen Ge1chäftsträger, Herrn vor) Sci)öpf,_eine Prt- „„:yAUdienz und empfing aus dessen Händen em Glückwunschungs- Schreibenstßeines Souverains wegen der Erhaltung der Tage
1“. Ma'e t- S Seit] einigen Tagen konferért der Minister der auswärtégen Angelegenheiten in semem Hötel sehr fletßig mit den Gesandten der QuadrUpel-Alléanz. „
In einem hiesigen Blatte lccsc man: „Die Umwandlu-ng “der Pait's-Kammer in einen fast permanenten_Ger'icytshof 101170 „"ck Veränderungen in der inneren Organimcion der Pame nothwendig machen. „ , , _ , schaffen hat, muß “map ihm aux!) erne- _rcchtx'rhche erarchee be:- 1 en, und man verstehen, daß man 111 dtcjer Bezaehung schon 1110 folgende HauUt-BcstimNungen einig geworden sry: Es soll in dem Palaste Lnxembouvg eine aus 30 Pairs bestehende per; 'manenteKommission gebildet werden, vor welcher in dcr Zeit zwi- schen den [egxsxativen Salzungen die der Pairs-Kammcr zugewie- senen Preß-Prozksse verhandelt werden. Jeder diesey Richter “soll'einGehalc von 10,000 Fr, erhalten. Der Präsiömt des Gerichtshofes so-(l einer der Vice-Prästdentyn dcr Paérs-Kammer seyn; er soll ein Gehalt von [00,000 F1". beziehen. Dann sol- len zwei Vice-Präßdenten des Gerichtshofes und ein Ge,- neral-Prokurator ernannt werden. «- Untcr den zahlreichen Kandidaten zu dem Posten , dcs General- Prokurators nennt man die Herren Cousm (?), Girod, Tripiet', Freville und sogar Herrn Sauzet, der aber vorher zum Pair erhoben wer- den müßte. Die Stellen des Präsidenten und der Vicc-Prä- stdenten werden eben so lebhaft gesucht. »Man spricht von den
erren Baüakd de l'Etang, Zangiacomi, Gilbert des Voésins, von Montebello u. s. w. “Ilm meisten Ausscht zur Präfidentx schaft hat jedoch Herr Bertin de Baux, Bruder des Haupt; Redacteurs des Journal des Débats.“ “
Der General Solignac hat nach langem Stillschweigen ein Schreiben in den „Messaqer“ einrücken lassen, worin er das
neue Preß-Geseß lebhaft békämpft.
Gedruckt bei A. W. Hann.
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Bekanntmachungen.
Avertiss'ement. '
Das im Neuüädter Krctse belegen: adlege Gut Ovvatin, landschaftlich auf 6610 Tblr; 19 sgr. abge- scväyt, ist auf den Antrag dxr Gläubtger' zur _Sub- xasiation gestellt, und der Bwtungs-Termm aux
Allgemkiner Anzeiger für die
etwa erzeugten Ki_nder, so wie die etwanigcn unbr- kannten Erben deexer sämmtl:chcn Kinder, werden biedurch auf den Aqrrag ihrer hiesigen nächßcn Verwandten und des thurn beücllten Curators, Bé: bass derTode-“erklärung dx.“ ersiern und Präcluséon der letztern nnfgefordxxt, nch innerhalb Neun Mo- naten und späecoéens 111 dem auf
Königl. Bibiéothek daselbst an,
reichen) Literatur.
Preußtschen St.“: Avertissement. in der cncycsopädiscbcn, linguiüiscb-n und classischen
(vorzüglich an chnnabcln, alYinisclwxr Llusgavcn :e. Kataloge und vc: Herrn Buck)-
at
in Berlin
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***- „“*Ü-ké-KqZ-«Mr*W«,W"WJ “ ' .*)". ' ' .“ ."" '- .*, =. ., k':;*« :...; „_.- .-
den 11. November,» Vormittags um_10 Uhr, vor dem Dcmxttrten, Herrn Oscr-Landesgertchts-Ascssor Edmg hicr1clbs1 angesetzt worden.
Die Taxe von Ovvalin, der neueste Hypotheken!
Schein und die erkaufß-Bedéngungen find übri- gens jederzeéx in dcr hieffgcn Over-Landesgericyts- Régiükatur emzusrhen. Malienwcrdcr, den 12. März 1835. Civél=Senat des Königl. Ober-Landes- gerichts.
„_ Bekanntmachung.,
EZ 111 der hier wohnhaft gemescne cbemaltge Tanz- lehrer Heinrich En-gsi am 27. Juli 1834 ohne Testa- ment vcrüorben, und da de1'srlbe-zwei eheliéhe Töcl): ter, wovon dic_ älteste an einen Schauspieler Hoppe, dic jünqüe thbelmine'abcr an einen Schauspieler Bertram vrrheérathet sem soll, nnqeblich nachgelassen hat, so werdcn dtcse ihrem Aufenthalt nac!) unve- kannte chnzeüern Engü, hiervon in Kenntniß ge- :“th und „umgefordert, sick“; binnen 3 Monaten und langsiens 111 dem
ar111-1.November n., Vorm. 10 Uhr- anücbendcn Termine zu melden, ihre Abüammung
- von dem Erblasser nachzuweisen und ivrk Rechte
wnbrznnchmezt.
Im Fall 1101711) nicht melden, wird über diesen Nackln geseyltch verfügt werden- 21fcherölebx'n, den 21. Juli 1835.
Kbnégl. Preuß, Land- und Städtgsx'écht.
Bekanntmgchung.
Die nacbbenaxmtcn fünf Kinder der bereits für 1th erklärten Emsnnße Thomas Magnus und Marie Streca'schcn Eheleute 111-Krampe!) bei Danzig,
1) Fcrdinandus **)qurltms, geboren den 4. Octo.
ber 1702 zu Krampitz,
2) CarolineBlondéue, gcborcn den 30. Januar
, 1701 zu Krampf!)- „
3; Heinze Clarissa, geboren den 6 November1700 111 Kleinwalddork, -
4) Loutse Wilhelmine Rahel, geboren den 4. Juli
) 21171799“le SlaZvc und
5 arte Imo ic, cvorcn den 2:1. 21 rél 1801 u Kleianddorf- g p 1 welche 11119010) _von ihren genannten Eltern im Jahre180/1 au eme Sesreksc von hier nach Ame- rika mtcgenommcn woryen 111111, und von deren Le- ben und Auféntbalt settdxm keine Nachrécht einge- gangen éü- imqleichen dte von den genannten für
* todt erklärten Streeckschen Eheleuten außerdem noch
[nacb crfolgterPräclusx'on noc!) melden sollten, alle
den 0. (sechsten) Mai 18:10, Vormittags „ ' 10 Uhr, vor dem ynxxrzeiclmkren Gcricbt in der Behausung des Juüétmrtt, Langgasse Nr. 303, bisselbü angr-"ctz- mx Termin p_c_rsönlich oder schriftlich zu melden und *r-ettc'rc Anwemmg zu erwarten. Zur Wahrnehmung ihrer Rechte wexden denselvcn die héejkgen'Fustéz- Coméstffarecn Zacharias und Groddch' in Vorschlag cdra )t. 9 Sollten 1711) aber die Kinder der Strecct'scbe'u Ehe- leute und ihre etwanége unbekannte Erben nicht melden, so w:rdcn die Kinder dcr S11cechschen Ehe- leute für todt erklärt, ihre unbekannten Erben aocr' oräcludirt, und der vorhankene Nachlaß der Strcccl- scben Eh:-le11tx, welchchn circa 1200 Thlr. besicht, wird ihren stck) legittmtrcndcn Euben nusgxbändégt werden, so dax“: diejenigen Prätendcnten, weläyc sich.
von Sciten der Inhabechs Nachlass.; vorgenom- mene Verfügungsn anerkennen und übernehmen müssen, von ibncn wederRect'nungsla'gung noch Er- satz dex erbobenanutztmgcn fordern dürfen, son- dern sach lediglich met dem, was vom Nachlass noc!) vorhandxn isi, "bsgnücZen „müssen.
Danztg, den 13 „(um 1835. Das Gcrixtxt der Hospitäl'er zum heiligen
Geest und St. Eltsaveth.
Vacarur-eéner Ober-Rabbinatsüelle. „ Nachdem es dem Herrn über chcn und Tod ge- 1allen hat dyn bochrhrwürdigcn Herrn L. Carlburg s. A. von semcr irdischen Laufbahn abzurufen, und
hänölcr Köhler in Lc_iyzig und in der Dresdner Bücher-Auctions-Expcdttcon zu bekommen. _ Bücher-Aucnonator Segnkß zu Dresdcn,
14110111011'811-1,01'1(;1111*8 - „1111201349, ]) [Jiane 1111011101100 111 Fimkzr- 111111 (111121'81'1110- 81011 :*1 12.001) 111112, 14.1.1110 11111“., 19.000,11111'. 111111 26.000 “1010.
*I) 151111151:
;. 1500011111: 1113; 3000011111:
3; 131111311- 11151'5-„1. 1111 1101714111111" 5110118911.“- 20.000 1011. 25.00011111'. 111111 32.000 “[*]-11".
4) 211111 1181'Y1. 111 1113191011150" 51 15.000 11111“. 111111 35,1)0011111'.
5) 01111111! 1111 (11'111'51111120Z11111111 1'1121'11 .) 5501111111; 61.100 111112, 7000111112. 101100111113 111111 20.000
'1*|1!1*.
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511111 1111101" 90.111“ ;1111101111111111'011 111-1110151111340" 211 Wr- 101111011, “111111 111111 .“111 0101010145004“ 10111: ;:1211'1'11181;11115 111151011111110810111101 (211110111 70111 111111'3Z0- 111111 111111013-
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' Bci Joh. Fr. Hartknocb jn Leipzig 117 in Den 2. November 18:15 fängt m Dresden die Ver: sem Jahre neu erschienm und bei E. S. Mitt! steigerung einer Sammlung von Doublettcn aus der
. _ _ (Stechbahn Nr. 3)/ so wie bei Stub Angezctchnct 111 sw zu haben: *
ßlands Helden,
in chronologischer Reihenfolge da:*ge1'teUt_
von 111-. F). Doering.
gr 810, 111 Umschlag geh. 350 Seiten. 1 Thlr. 15
Unter decken: Tttel wird dem Publikum ein gevoxe_1, wexcbes das I-ntcrcffantcße aus demL * Rusuocher Fuckien und Feldherren seit 1674 bis 1?“
Ausfühylicber sinde dax'in behandelt: Mcnztkow, Munntch, Romanzow, Suwor Potemkin, Soltyk'ow, Kutusow- Bennigsen, .“ clavde_Tol_11)- Buxhöwden, Bagratbion, Diebitstb. Es 111 du's Buch nicht nur jedem Gebildet"! 1a21gcnc01nc_n Lectüre, sondern auch srlbsi dem sch1chtssor1chcr zu cx11pfe1;len*- sten „»I-„111110: bei der Bearbeitung benuht worden!?
da die zuverlässi
bereits in den mchrßen Zcitschri Blättern, als einer der gehalmi
zur Geschichte der deutschen Liter-
in den [ckth 00 Jahren, einstimmig anerkatm “
„Christian Gottfried Schütz; Darßcll' s.;mes Lebens, Charaktkrs und Verdiet1ües;n-“ ccncr Auswahl aus seinem literarischen ** wccl)sel„herausgegeben von seinem Sohne“?
, drécl) Karl Julius Sckjüh.“ Drei VU
* 1111 7111811 1101111101181“.
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di; beiden. ersten dm Briefwechsel, der dritte Brogeraphce und. Charakteristik des verew Schuh, mit sexncm wohlgetroffcncn Bild »" enthaltend, -
1111 jekzt der zweite Band erschienen, womit dieB ésanunlung, welche die Briefe von beinahe 200 berühmtcücn Gelehrten und Dichter umfaßt- schloffchn 111. Die Vorrede enthält zugleich eine *- rtchtix1ung dxs“ Grnbekschen Aufsatzes in NK“!
also die Stelle eines 'Obcr-Rabbincrs nnd Vorstehers,-1i«-. 111-159111911111"; 110.1- 8114111180110" 81..;-13[1:.kxo--p?dcc deesiävriqrn Halle'scl)": Allgcmcéncn Literat"
des Constüoréi im Sprengel des „ehemaligen Roer- Dcpagtcments „vakant geworden 01- so haben 'die Vlhufs dcr Wtcdcrbcschung gcdacbtcc Stelle am 10 d. M versammelt ge1vxscne11 Nokaveln cinen d.17né-
110801'Z1?1|, 111111 /.111' 119111101111101111'1'1. 1188“ 9111111111111»: clio 111-1*1'('11 1101111. 110111111191" 111 111111111 (NNW ]“ 1'11*- 111'11'118-311'111'x8 “J'ai. 70). 111-1111111331. 1171111211 111(1*211 (';-111- 191111'011111-11 0111119110110" JoJo" 111-1'01'8 111 [*.111 110115
tiven Wahltermin auf den 2:1, November 1. I». 211 119111111311.
anberaumt. Israelitische Theologen, Welche auf die Wahlltße aufgenommen zu werdm wünschen, werden demnach mit dem cherkcn, daß die besagte, mit einem pedcuxenden festen Gehalt und ansehnlichen Nebenenzkkmstsn ve:bundcne Stelle etncn ausqevrei- teten Wtrkmx 5k1'1-1s, darbietet, ebrerbéetigü efngcla den, 111-e Te imonm, betreffend dée Wahlfähigkeit, Zesv. die verlangten Grade und Würden, in Rück- 11cht allgemein w1ffenscl1aftlicber Bildung sowohl, als insonderheit der Israelitisch-tbcolo ischen (Hclabrtbejt M17 praktischerAmtStüchtigkeit neb 1:111'1'11711111111 1111-10. - aus welchem levtern hervorgehen muß, daß der As-érant das 31211- Lebensjahr erreicht hat - Sor dem 15 October portyfreé einzusenden an
Das-Israeléttschx Consistortum zu Crefeld.
Lctcrarrjcbe Anzccgen.
Bei C- H, Schroeder in Berlin, Königsstraße Nr. 37, isi even erschéenen und durch alle Buchhand: lungen zu beziehen:
Dorn, J. F., Königl- Preuß. Fabriken-Come
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tung, vom
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111118'91'1111111, 11611 3]. ÜUZUZL 11533. 11, Z. 1-111'1 111111110 & 801111.-
Praktische Anleitung zur Aus-
führung der neuen flachen Dachdeckung, wcchscls u. a
Anlegung künülécber Fußwege u s w. Nebst Abbildungen und" Bemerkungen über die Con- üruction diescr Dächer von I. H. Richter, quhs-Zimmermessier. gr., 870. geh. 2115191“
_“ e-rauögeber, welche für die Lcserd krimcbrn Fourmxls, dcff-xn Stifter und saß 501111 chutz bekanntltcp War, «*in bcson Die _Suvscyivtion auf dieses, allen Literaten-- vo'rzügttci) Pbtlologcn, Schulmännern und den1 rctchen Verehrern, Freunden und Schülern des rkrhmtcn Mannes, schätzbare Werk, ist, der An dtgun-J. desselben zu Folge, nunmehr zwar been dyct) und bis zur Erscheinung des dritten 231 du beiden ersten Theile zusammengenommen, ' für ;1 Thu, in dxr unterzeichneten Buchhandlung erhalten, cm, bet dec Stärkx derselben (von 69 * gen) gewiß sebr billk er Preis; zumal im Verb“11 zu dem des Gdthe' )en, von KnebelschenB
m. Einzeln koüet jeder Band ;
Ladenpreise 2 Thlr. Berlin, den ]. Sevtbr. 1835. " ' Vereinsvuchbandlung zu Berlin 11“,
Königsberg 1. d. Neumark.
Das in Bordeaux erscheinende Oppofitions-Blatt: „l'Elec-
tion“, kündigt an, daß es aufhören werde zu erscheinen, da bei dem neuen-Preßgeseße die Zeitungsschreibcr s1ch nur noch kom- promittiren könnten. ** Jm Bon Sens liest man: „Die Instructions-Kommisséon des Pairshofes hat jetzt die U-eberzeugung erlangt, daß Fieschi bei dem Attentate vom 28. Juli “nur aW Werkzeug gedient hat. Die Hauytperson in dieser ganzen Sache scheint ein gewisser Mokry zu seyn. Ein großes Licht auf die ganze Angelegenheit soll ein Taschenbuch des Morey geworfen haben, welches man in einem Abzugs-Kanal aufgefunden, und mit großer Mühe ent.- zifferc hat. Fask Alles in diesem Taschenbuche ist mit Bleistift und in Zuffern geschr1cben. Man findet auch darin alle Sum- men angeführt, welche Morew vor dem 28. Juli. erhalten hat. Die eine derselben beläuft sich auf 21,0002Fr. Die merkwür- “digstc und bedeutungsvollste Notiz lautet; „„Der 932010113110 wird Schrccken Über Frankreéch verbreiten.““ - Nina Lassave und die Frau Petit haben erklärt, daß fie um die Ermordungs- Pläne Fieschi's, aber nichts Über die Art und Weise, wie er die- selben ausführen wolle, gewußt hätten.“
Gestern fanden hicrselbst die ersten dieSjährégen Pferde- Renncn um die beiden Bezirks-Preise von 2000 und 3000 Fr. auf dem Marsfeldc statt. Den ersten gewann „Sylvino“ des Herrn Legigan (ein dreijähriges Pferd), der den einmaligen Um- kreis des Marsfeldes auf freier Bahn in 2 Minuten 251/3 Se- kunden zurücklegtc; den zweiten, die „I)?iß Annette“, eine 5jäh- rige Stute des“ Lord Seymour, die in einem zwkimaligen Laufe auf der Bahn mit Händernissen das erste Mal in 2 Minuten 212/5 Sekunden und das zweite Mal in 2 Minuten 24% Se- Hunden fiegte. Die schönste Witterung begünstigte diese Rennen, _denen Ihre Majestät die Königin, der Herzog von Orleans und die Prinzessmnen beiwohnten.
Ueber die (gestern erwähnten) Vorfälle in Domgermain giebt Das Journal de la Meurthe vom “I. Sept. folgende nähere Details; „Vor einigen Monaten hielt es die höhere geistléche Behörde für ihre Pflécht, die Abselzung des Pfarrers von Dom- germain zu verfügen, deffen öffentlich unmoralisches Betragen ein Gegenstand des Aergernisses für die "aufrichtig religiösen und *ih- ren Pflichten getreuen Einwohner war. Ein Priester ward ab- gesandt, um ihn zu erseßen; aklein ein Theil der Ge- .meinde weigerte fick), denselben zu empfangen, obgleich eine- lange Und strenge Prüfung euwiesen hatte, daß sein Leben durchaus vorwu-rfsfrci war. - Man wandte Drohungen und Ge- Waltthäcigkeéten an, um ihn zu zwingen, das Pfarrhaus zu ver- lassen; selbst Weiber scheuten sich nicht, bei diesen beklagenswer-
tn Scenen eine Rolle zu spielen. Des Krieges müde, verließ “211“ neue Pfarrer vor 2 Moyaten Domgermain. Nun brachen * Wistjgkciten zwischen den Einwohnern aus, wovon ein Theil den alten, der andere Theil, den neuen Pfarrer haben wollte. (Um diesem Zustande der Dinge ein Ende zu machen„ forderte ,der Unter-Präfekt von Toul die Militair-Behdrde auf, ein De- Üschement von 50 Mann des tiösten Lénien-Regiments nach Domgermain in Kantonnirung zu senden. Bei seiner Ankunft "Mud dieses .Detaschement den Eingang des Dorfes barrikadirt und die Einwohner gerüstet, ibm denselben streitig zu machen, Der kommandirende Offizier glaubte nicht , seine kleine Schaar in einem ungleichen „Kampfe der Gefah? aussehen
JU dürfen und verlangte Verstärkung von Toul. Zwei Compag-'
(„nien des 65. Regiments und eine halbe Schwadron Kürasfiere, "5 Ynter-Präfekten, den Königlichen Prokurator und einen mdarmerie ; Lieutenant an ihrer Spiße, wurden ah esandt, um dem Geseke Achtung zu verschaffen. Beim Anblt dieser
Nachdem man diesen neuen Gerichtshof gc- “
zeichnet waren ,
Allgßmejne
_ Preußisch'e Staats-Zeitung.
Streitmacht fielen abek'die Barrikaden 111111111111“ nicht, sondern die Einwohner antworteten nur durch Geschrei und Mord-Droöun- gen auf die Ermahnungen des Unter-Präfekten und des Gem“ darmerie-Lieutenanes, der einen Beweis von großem Mathe da- durch ablegte, daß er eine der Barrikadsn erstieg, um näher mit diesen Wüthenden zu sprechen. Nachdem die geschlichen Auffor- derungen erlassen Worden, ward_der Befehl gegeben, die Barri- kaden mit dem Bajonette zu nehmen, allein es fiel sogleéck) aus denselben ein Hagel von Steinen, wovon einige mehrere Soldaten, untey andern 2 Offiziere, trafen und verwundeten. Nun empfing ein Peloton den Befehl, in die Luft zu schießc11, um die Jnsurgenten zu erschrecken, die auf diese friedliche Demonstration mit Flinten- schüssen antworteten, aber nicht in die Luft, sondern auf die Truppen feuerten. Durch diesen kühnen Angriff erbittert, gaben die Soldaten Feuer und 5 Einwohnerj stürzten todt nieder, an-
.dere, in ziemlich großer Anzahl, wurden mehr oder minder schwer
verwundet: die Barrikaden wurden vernichtet und die Truppen nahmen von dem Dorfe Besitz. Verhaftungen hatten statt, und 2 Individuen, die als die Anstifter dieser blutigen Auftritte be- wurden in die'Gefängnisse von Toul gebracht. Der Präfekt des Meurthe-Departements, der in aller Eile in Begleitung des Generals" Vilatte und des Kommandanten der Gendarmerie nach Domgermaén abgereist nöar, ist erst nach gänzlich wiederhcrgeskellcer Ordnung zurückgekehrt. Die ersten Berichte geben die Zahl der Todten auf 8 und die der Verwun- deten auf 12 an; unter den Leßtern befinden fich mehrere Soldaten.“
Dcr Klavier-Vértuos err Kalkbrenner ist von einer Kunst- reise nach Deutschland hier er zurückgekehrt.
Nachrichten aus Genua zufolge, hat die Cholera daselbst einen überaus, bösartigen Charakter angenommen. Bis zum 25. August waren bereits 1691 Todesfälle vorgekommen. Am Löften zählte man 206 Erkrankungen und 86 Todesfälle; am 27sren 342 Er- krankungen und 124" Todesfälle. Das Uebel scheinthiernach noch immer bedeutend im Zunehmen zu seyn.
Der Temps sagt, die Nachricht von dem Tode Paganini's bestätige M); et" hinterlasse ein Vermögen von 7 Millionen Franken.
Der Phare meldet Nachstehendes über die in Valladolid stattgehabte Bewegung: „Valladolid ist dem Beispiele der übri- gen Provinzen gefolgt. Nachdem die Truppen der Garnison ausgerüokc waren, um s1ch nach Madrid zu begeben, griffen 'die royaliskischen Freiwilligen zu den Waffen, und warfen sich auf die Liberalen, die einen energischen Widerstand leisteten. Nach einiger Zeit kehrten die Truppen, die “von dem Vorgefallenen Kenntnis; erhalten hatten, zurück, und fielen im Verein mit den Miliz'en über die rovalistischen Freiwilligen her. Man erwartet nähere Details über dieses Ereignéß. Dic Mönche sollen da- selbjk ebenfalls aus ihren Klöstern vertrieben, und die chörden verändert worden seyn.“
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Sißung vom 2. September. (Nachtrag.) Auf die (gestern mitge- theilte) Rede des Lord Melbourne, worin dieser s1ch gegen die Angriffe und Vorwürfe der Tories vertheidégte, fand der Herzog von Wellington fich zu folgender C'rwiederung veranlaßt:
„Seit ich die Ehre habe, in diesem Hause zu st'ßen, habe ich stets“ ane Persönlichkeiten vermieden und besonders nie von Abwe: senden gesprochen. Ich erinnere mich n1cht, jemals das Individuum (Herrn O'Connell) qenqnnt zu haben, dessen der edle Lord gedacht hat. Ueber dicses Individuum habe ich tncine Meinung, wie an- dere Lords. Aber :ck spiele nicht auf dieses Individuum an„ wie überhaupt auf Niemanden, der nicht zugegen 11“! Dennoch hat es dcm edlen Lord gefallen, die Gcwaltsamkeit der Partei„ auf welche mein edler Freund (Wicklow) hindeutete, mit der Gewaltsamkeit eincr anderen Partei, auf deren Untersiühung die zucht abgc: trctcne Verwaltung zählen konnte, zu verglcéchen. Darauf kann ich nur sagen: Ncemals, war ich abwctngég von der Untersiüyung irgend einer Partei, als nur von der Partei der Neuen nnd friedli- chen Unterthanen des Königs: niemals war ich abhängig von der Untersiühung eines (?ndividunms, Welches eines üblen Betragens überführt worden. Der edle Lord sagt, wir hätten uns um Volks- gunst bemüht. Das ist insofern wahr, als wir Maßregeln vorschlu- gen, die wir dem Lande zuträglich glaubten. Und diese Mnßrcgeln, wir sind dessen gewiß, würden keinen Widerstand in diesem Hause gefunden haben.“
Lord “ißgerald ergänzte diese kurze Rede durch die Be- merkung, 'ord Melbourne möge fich erinnern, daß die Majorétät im “Unterhause, der er seine jetzige Stellung verdanke, keines- weges eine ONajorität der Repräsentanten des Englischen Volkes gewesen sey; (man weiß, daß die Stimmen der Zrländischen Mitglieder entschieden ;) übrigens wolle er hoffen, der edle Lord werde mit so viel Ehre und Sclbstständigkeit aus dem Amte treten, als Sir Robert Peel, dessen Verwaltung er eine Fall- tHüre genannt habe; ja es würde für den edlen Lord gut seyn, wenn er einst in den Tafem der Geschichte die Vergleichung be; stehen könne mit dem sehr ehrenwerthen Baronct, dessen Ver,- fahren zu radeln er sich herausnehme.
Oberhaus. Sißung vom 4. September. In dieser Sißung begannen die Berathungen über die von dem Unter- hause amendirce Munizipal-Reform-Bill, auf den Antrag des Premier-Ministers Lord Melbourne, der zugleich die Hoffnung aussprach, daß man über die Veränderungen, welche das Unter- haus mit den AmendemeUts des Oberhauses vorgenommen habe, in friedliebendem Geiste berathen möge. Lord Lyndhu'rsk bil- ligte mehrere jener Veränderungen, besonders dié, webche fich auf das Präsentations-Recht der Munizipalitäten zu geistlichen Pfründen bezieht, ein _Recht, welches sie bekanntlich zu veräußern gezwungen werden sollen; mit der Bestimmung aber, welche sei- ner Anstcht nach die Prärogatéve des Königs bei der Wahl der Magi- strats-Personen be?inträch1égt,so wie mit dem auf die Wahl der Alder- men bezüglicheanragraphen, glaubte er fich nicht zufrieden erklären 1311 dürfen; seiner Ueberzeugung nach sollten die Aldermen auf
ebenséeit gewählt werden müssen, Da jedoch Sir R, Peel und vele der edlepß Lords, welche gewöhnlich dessen Ansichten theilen, sch aber iese Veränderungen günßig kerklärt hätten
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(wahrscheinlich in„der früher erwähnten Versammlung dsr Tories
beim Herzog von Wellington), so wolle er sch denselben nicht fk'é- ' ner opponiren. Lord Brougham seinerseits war auch durch öko
Umänderungen, welche das Unterhaus vorgenommen hat, 1116531
zufriedengestellt; die durch dasselbe vorgenommene Nkodißzirmxg
der bekannten Qualifications-Klausel hat seiner Auslchk Mä) “M
Wahlfreiheit noch mehr beschränkt, als dies schon durch 059
Bestimmung des Oberhauses geschehen war. Dxr Heyzyg
v. -Welléngton erklärte fich mit Lord Lyndhursc einverstanden,
besonders auch was die Wahl der Aldermen beikéfft. Nachdem
auf solche Weise die Déskusfion noch längere Zeit und zwar 111
einem Geiste der Mäßigung fortgesetzt Morden war, wurden dé?
Amendements in der Form, wie se von dem Unterhause ubm“-
sandt worden waren, zur Abstimmung gebyacht. Den 08 ersten
Paraprapben der so veränderten Bill ertheikte das Haus seitxe Gene migung. Weniger glücklich war der 99ske Paragraph. CL:: Sub; mcndement des Unterhauses zu diesem Paragraphen ver-
weigert der Krone das Recht, die Friedens - Richter zn
wählen, welches derselben durch das Amendement d:“?
Lords reservtrt worden war. Lord Abinger beantragtc
die Verwerfung des“ von dem Unterhause in dieser Beziehung
gemachten Amendements, und dieser Antrag wurde denn 111-ici)
mit 141 gegen 82 Stimmen angenommen. D;“c übrégon
Modificationcn, we[ch-.x die Lords mit den Verschlägen des 1111th
hauses vornahmen, waren weniger bedeutend. Cine derselben betraf die Klausel üöer Eintheilung der größeren Städte in Di-
strikte zum Behuf der Wahlen; es wurde nämlich mit 79 gezxen
33Stimmen entschieden, daß diese Distrikte nur 6000 statt 0000 (die ursprüngliche Klausel hatte 12,000) Seelen enthalten sollen.
Auch trag Graf v. Devon darauf an, daß die Stadtschrexbcr auf Lebenslang ernannt werden sollten, nahm solches“ aber auf Voäsxtkellung mehrerer Tories, so wie des Lords Melbourne,
ur .
z Oberhaus. Séßung vom 5, Septembxr. Der Be- richt über die Munizipal-Reform-Bill én ihrer neuesten Gestalt" wurde von dem zu diesem Behufe ernannten Ausschuss;- erstattet. Der Herzog von Wellington brachte denselben ein; er Oc- schränkte fich auf eine Auseinanderseßung der Gründe, wesbaxb die Lords nicht auf alle Vorschläge des anderen Hauses einchm könnten, besonders in „Bezug auf die Wahl der FriedenSrichxey durch die-Kommune, und warum sie die Städte in Wahl-Bs- zirke von nur 0000 Einwohner cingetheilc wissen Wollten. Dem Schlusse des Berichts hatte der Ausschuß die Erklärung aug.“- fügt“, wie sehr es der Wunsch der Pairs sey, das 9111: Einverständnis; zwischen beiden 5" äusern des Parlaments zu bewahren, und daß diese 1Ückficht sie zurückgehal- ten hase, auf verschiedene Verbesserungen zu dringen, 111211110 ihrer Anficht nach nöthig gewesen wären, um den "Erfolg T:“? Reform der Munizipalitäten zu st'chern; zugleich äußerte der AUS; schuß die Hoffnung, daß die angenommenen Maßregeln dazu dis- nen würden, die Einwohner des Landes zufrieden zu stsllen Und den Städten eine gute und ruhige Verwaltung zu fichern. OH; gleich Lord Melbourne fich dem Inhalte des Berichts, 1112111131“ darauf antrug, die am Tage zuvor gefaßten Beschlußtmhmen zu bestätigen, wédeysekzte, so behielten doch die Tories die Oberhamd. Es wurde alsdann beschlossen, am *))?ontage eine nette „0111101903 mit dem Unterhause zu halten.
Unterhaus. Sitzung vom 1. September. Hsm: Hume trat mit einem Antrags hervor, dem ufolge die “211112132 von 15 Millionen Pfund zu Gunsten der „„Qesktndischen Koko- nieen als unverantwortlich bezeichnet werden sollte; dieser 21111103 wurde jedoch durch das einstimmig angenommene Atnendemcäc des Herrn Spring Rice, daß jene Anleihe keinen Tadel ['N'-“- diene, verworfen. -.
Unterhaus. Séßung vom 7. Sept. Lord Z. Rus. sell erschien mit der Munizipal-Reform-Biu unterm Arm, g:- folgt von einer sehr großen Zahl Mitglieder, um über die mir den Lords, welche durch den Grafen v. Devon repräsentirc gewe- sen, gehabte neue Konferenz zu berichten und auf Er1väq1111Y». sq;- neuesten Amendements des anderen Hauses an'zucraqcn, Cr beklagte, daß dieses nicht für gut gefunden, in einige O.".- vornehmsten, vom Unterhause, wie alle übrige, im Geésrc Der Versöhnlühkeit, ja mit großem innern Widerskrcben angenothc-x nen Bestimmungen einzustimmen (hört, hört!), was doch, 11111111; 26 geschehen wäre, sehr zum guten Vernehmen zwischx'n [Wie" den Häusern und zum allgemeinen Wohl beigetragen hach würde. Er wies dann die Wichtigkeit der Beistémmuna 0er“ Lords in mehreren Punkten nach, beklagte aber ihr Beharxséxx
„auf andern und bezeichnete es namentlich als ungereimt, 001“.
fie den revidirenden Juristen die Macht der Eintheilxmq 7:1 Stadt-Bezirke eingeräumt, so daß in der That die Kroxxc von diesen Herren abhängig gemacht werde; dieser Eingriff 11: M Prärogative des Parlaments sen um so seltsamer, da or vo.". einem Hause komme, das stets besonders eifersüchtig auf seine Vorrechte gewesen. (Beifall.) Was nun zunächst JU “Wäg?"- sey, 05 das Unterhaus diese Amendements angempxxy. ner Weise abermals ändern könne. Nach reiflichem Bedaojx-c scheine es, daß dies nicht in der Weise geschehen könne, daß bei Aufrechthaltung der großen Grundsäße décsxv Bill auch ein einträchtiges Wirken beider Häuser zu eénck schließléchen Uebereénkunft zu Stande zu bringen seyn dürfte, Was die Ernennung von Friedensrichtern betreffe, so wäre" U. und seine Kollegen entschlossen, so lgnge se die Rathgeber ch. Krone blieben, immer zuerst_ dte Memung dcr Sradcrärhe 1100. die geeignetsten Männer, dae zu ernennen wären, einzuxieh-cxx. (Lauter Beifall.) Zn dcm_ Amcndement der Lords über' Orcs- und Bezirks-Gränzen „scheme ehm etwas bloß “provisorisches ZU liegen, und 9.5 werde dteser*]ck1_mkt bee einer nothwendig werden- den GränzbeskimmungSakxe wreder zur Erwägung des „Hauses_ kommen, ja es sey upmögltch, daß die Bill, die nun so verschieden von ihrer ursprün [tchen Abfgssung sev, mehr wieder zur Revision gelangen skas- auter BMU")- Er willige ein, sie in ihrer jetzigen Gestalt anzunehmen, da es immer eine große Vorbesc- kUUI des alten Syftems des Selbstwählens und ihre Bafis "W..