Plan einer Vermählung der Königin mit dem Sohne des Prin- zen von Sachsen-Koburg wurde wieder besprochen. In Lissabon glaubte man, daß die Unterhandlungen über diese wichtige An- Zlegenheit bereits sehr weit gediehen seyen. Sir John Milley - oyle ist auf seine Bitte aus dem Portugiesischen. Dienst entz' lassen worden. Als er dem Krie s-Minißer- sein Gesuch vortrag, bedauerte dieser war seéir den Kennst seiner «Dienske, klingelte aber augenblickli und efahl, daß. die erforderliche Bewilligung ausgeferti t werden sollte. Herr Lowther, Offi ier in der Be- freiungs- rmee, stark am 12ten d. M. an der ' uSzehrung; ein trauriger Zufall begleitete seinen Tod; eine Stunde darauf „ nämlich“ landete seine Mutter mit dem Paketboot; fia hatte einen Englischen Arzt mitgebracht, der die Hei- lung des Kranken versuchen sollte; man kann sich die
Verzweiflung der armen Mutter denken, als sie ihren Sohn schon todt fand. Die Regierungs-Zeitung vom 10cm enthält ein sehr- *lichtvoll geschriebenes Dokument, cine Kollektiv-Denkschrift, welche die Minifter der Königin Über'die Vortheil: der Verbrei- tunqdes Unterrichts eingereicht haben. Dieses Akcensiück ge- reicht ihnen zur großen Ehre, und es ist darauf ein Dekret der Königin gegründet, welches ein neues Unterrichts-System, ganz in Uebereinstimmung mit dem Inhalt der Denkschrift, anordner Und in seinen Bestimmungen von so viel Einsicht und Wohl- wollen zeugt, daß man es unmöglich mit Gleichgültigkeit betrach- t_en kann. Es werden täglich zwei Herren aus England in Lis- sabon erwartet, der Eine von der Londoner Münze, der Andere ein „Civil - Ingenieur, der bereits im Dienste der Regierung in Lcssabon gewesen isi. Beide sind von der Portugiesischer: Regie; rung engagirt, der Erste, um ihr bei der Prägung der neuen Münzen mit seinen Diensten zur Hand zu gehen, der Lehrere, um die Gasheleuehtung in der Sta'ot, den Straßenbau und" an- dere öffentliche Arbeiten zu leiten.“ ' '
". Die Morning Post enthielt gestern einen Artikel über den General Evans, worin sie dessen Talente und Verdienste als gan unbedeutend darsteklre; er besäße, sagte dieses Blatt, weder wi enschaftliche Kenntnisse noch Erfahrung, er habe nie einen Rang im aktiven Dienst bekleidet, sondern nur als gewöhnlicher Lieutenant gedient, und er habe fich zulrkzc glücklich qenug ge- schäßt', den Rang eines Feld-OffiZiers zu erkaufen. „Diese Be-
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nächst nach dem Rßthhause,.zwo jede ,der-Meri" vom-Pürgermei- ster eine „Denkmünze erhielt,. und darin n ' dem, Park, wohin der feierliche Zug durch die jubelnde Volksmenge begleitet ward. Es hatten slch L der Preis-Bewerbung die “'Musik-Gesellschaften von drei Dorf; emeinden,..4 Städten zweiten Rcmgés.und drei Städten-ersten Ranges (Namur, Antwerpen und,Ha1)xei_nge- funden. Um 10 Uhr*begann im Parke die *Preis-MUM und um 2Uhr fanden fich Ihre Majestäxten auf der Königl. Tribüne ein. Von den Dörfern erhielt Quaregnon, von den Städten zweiten Ranges Ixelles ( eigentlich auch eine Dorf-Gemeinde)- und von _den Städten ersten Ranges Namür den ersten Preis.
Bogen; und Vogelschießen u. s. w. statt. “
Gestern hat “hier auch eine große Versammlung Belgischer Aerzte im geographischen Institut des Herrn Vandermaelen stattgefunden. _
Die Zahl der Fremden, die zu unseren September-Fefien gekommen, ist» diesesmal ganz ungewöhnlich groß. Alle Gasthöfe find beseßt und die „Dili encen haben. zur Fortschaffung des Pas- sagiergutes besondere G terwagen mitnehmen müssen. Die, Om“- nibuffe reichen nicht aus, um die Herbeiströmenden nach der Ei- senan zu fahren, Und in vielen Straßen können die Wagen, der olksmenge Weges:, nicht fahren.
Dänemark.
Kopenhagen, 25. Sept. Aus Helsingör vom 23|en 0. wird gemeldet: „Gestern ist die Englische Korvette „Kleopatra“, geführt vom Capitain Graw, auf der Reise von London nach St. Petersburg auf hiefigcr Rhede angelangt, nachdem dieselbe am 19. Sept. Mittags 12 Uhr auf Lessöe fich festgesegelt hatte; fie mußte, um wieder fiotc. zu werden, mehrere ationen,“ Ketten u. s. w. in die Holländische Kuff „Ypeus“, Capitain H. de Weerd, welche eben in der Nähe war, Überladen. Letzterer verlangt für diese Dienstleistung 500 Pf. St. .Der Chef der Korvette hat ihm aber nur 100 Pf. St. geboten. Am Bord der „Kleopatra“ be- findet sich die Gemahlin des Lords Durham.“
In der hiesigen politischen Zeitung liest man: „Wie es heißt, wird die Anlegung einer Chaussee von Hamburg über Oldeswe nach Lübeck. nun wirklich beginnen Und smd die erforderlichen An-
Es Üfanden hierauf noch- andere öffentliche Ubterhastungén durch"
das Boot „pas hiesige Ufer und [an te um Preßburg an. Gleich bei seiner nkunft beglückte Se. K Hoheit der Er herzog Palatin das “Boot mit seinem Besuch,"
Zufriedenheit mit den am 23, September von Preßöurg nach
' schleunigen,“ um dem längsk gefühlten Bedürfnisse eines "“im ten Verbindungsmittels zwischen Fest und Moldova ab u „ fie hat nichts gespart, um das chiff mit.?[llem auszuß-W was zur Bequemlichkeit der Reisenden dient und auf Reisen ausführbar ist. ;- Das Dampfboot „Zriny“ wird__§e erste Dienstreise von Pest nach Moldova am 11.0kcober treten.
S.chw eiz.
Chur, 20. Sept. Dureh eine nachträgliche Veröff chung von Akrenstücken in dem Waldstätter Boten ers man, mit welcher Energie die hierseitige Regierung ihre N., 016 Schtrmvogt des bischöflichen Stuhles von Chur gegen , Bossi geltend gemacht hat. Als Letzterer von Einsiedeln, wo sich hatte zum Bischof weihen lassen, nach Chur zurücke wyllte, um die bischöfliche Residenz zu beziehen, kamen ihm 10. Juli drei Regierungs-Kommiffarien zu Ragaß mit der Verlangen schmftlick) ausgestellten Erklärung entgegeir, daß 5 - die erforderliche!) Maßregeln getroffen seyen, ihn nöthigen selbst mat bewaffneter Hand von der Be iehung der bischdfn' Residenz abzuhalren; und daß, im Falle Ée. H0chw., HinB: dies dennoch veriuchen wollte, er für ailr. daraus entsteh Üb_le Folgen persönlich verantwortlich «macht werden w.. Hierauf stellte Hr. Boss die schriftliche Grgrnerkxärung daß er, nur der Gewalt weichend, und um andern zu be tenden, von ihm aber nicht provocirten Folgen und Aufreg“ vorzubeugrn , sich enthalte, die bischöfliche Refiderxz in (9. beziehen; ]edyck) die durch seine rechtmäßige Ernennung zum schof von Chur wohlerworbenen Rechte sowohl auf die Resao als _anderes ahm Zukommiiches, von Amts Wegen und aussi.
zuzuführen. Noch am selben Morgen um 11*/ Uhr „, 23/4 u r glücklich
nehmigte eine .leineSpa *ierfahrt nach Theben und geruhce [
ortschritten dieses Unternehmens a »zudrücken. .Das Schiff wollte, wenn es FrstWbcxxsßrftand erla “e a aren.D'. rection hat Alles angewandt, den Bau dieses Schiffes ;ft
3 hefs
W “ , M „jessy Vorstadt- verbrettet hat.
Die Angelegenheiten der hier ansässigen Griecheti find noch in Ordnung; da der Türkische Gesandte in Griechenland „ ässegeforoerrund-scl) von Athxn entfern-c at, so wird Lage noch kritischer, und fast alle'Tischler- und chuhmacher- kin" Pera iind Galata smd geschlossen. Dem Vernehmen
.is't Mehmed Bey, den die Pforte nach Griéchenland abge- .
,xhatte, fchpn nach varna zurü-Fgekehrt, von wo er "*sich rzügli nach Konstantinopex zu begeben gedachte. „
Aus egypten gehen noch immer .die tra'urigsten Nachrcchten ..die ?| .und über die zu ßieser Geißel noch hinzugekom- Choera ein., In Konstantinopel find' einige Erkrankun en "xx Po,!n'ischen-Zudén vorgekommen; auch in bekannten H u-
von-Pera haben |ck Pesifälle_ gezeigt, was großen Schrecken Die Stadt myrna dagegen
„man jest als von dieser Geißel befreit ansehen, da seit dem . August kein Pestfall dort vorgekonmien und der Gesundheits-
- ßand daselbst seitdem sehr gut gewesen isi, wie denn über-
opt, Dank den weisen Maßregeln der Behörden und den Vor- wngen, welche sämmtliche Einwohner Hei Zeiten zu treffen ; beeilt, die'P'esi in dieiem Jahre nicht sehr heftige Verl)??- “ngen dort angerichtet hat. In den Dardanellen ist die Pest * “,'. verschwunden, und seit Anfang dieser Woche bis ge- Witte man täglich nur eine oder zwei Erkrankungen.
2 --Ueber die (oben erwähmr) Audienz des Fürsten“ von rbien,9)?ilosch Obrenowits, bei Sr. Hoheit dem Sultan, "1010 die Serbische Zeituv vom 29. August (10 Sept.) fol- pén amtlichen Brricht. „ ie Audienz des Serbischen Fürsten, .xYnONilosck) Oörenowics, hat am 16. (W.) Angusi d. I. um 11 Uhr örmittags stattgefunden und war sehrgroßartig, wie sie nur ein mäch- .“ und gnädiger Kaiser veranstalten konnte. „Ihre Excellenzen de_r eriaEker Chosrew Pascha, der Kaiserl. Schwiegersohn Halil sascha, der Groß-Admiral Tahir Pascha, der Muschir Achméed sascha, der Namik Pascha und mehrere andere Kaiserl. Westre ahnten derselben bci. uoienzsaal geschah in folgender Ordnung, nämlich: Chosrew a'scha und Groß-Admiral Tahir Pascha, Ersterer rechts und
100 links, gingen voran, ihnen folgten der Kaisers. Schwie- “erwin Halil Pascha und der Muschir Achmed Pascha nach, und zwar
rxkrrer hinter dem ChoSrew und Leßtercr hinter dem Tahir Pascha,
Die Einführung des Fürsten in den
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Konstantinopel, und stattete dann mehreren Primaten und den zwei Patriarchen von Konstantinopelxund Jerusalem seine Be- suche ab. Beim Besuch des Patriarchen von „Konstantinopel empfing ihn dieser mit allen den kirchlichen Ceremonien, under- teilte ihm auch seiner Seits- den religiösen Segen anf. die ürde eines Fürsien von Serbien.“ .
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. New-York, 2. Sept. Die Evening Post enthält un-
.ter der Ueberschrift= „An die Verständigen aller Parteien“ fol-
enden Artikel: „Es ist eine unbegreiflich große Thorheit, die- ?es Land nach Europäischen Prinzipien regieren zu wollen. Es
“setzt dies eine Unbekanntschaft mit dem Mechanismus der Euro-
päischen Regierungen voraus, deren ck Jeder, der nur eine ge- wöhnliche Erziehung genossen, zu sch men hat. Die Elemente zu einer solchen Regierung fehlen hier durchaus, und obgleich hm- terlistige Versuche gemacht worden sind und noch gemacht wer- den, diese Elemente zu erschaffen, so sollte man sich doch erin- nern, daß dergleichen nicht das Werk eines Tages ist, und daß, bei dem jeßigen ZustaUde der Welt, es zweifelhaft ist, ob selbst Menschenalter hinreichend seyn würden, um die für eine Euro- päische Regierungsform geeigketen Elemente hier hervorzubringen. Ein temporairerWohlstand, welcher durch die näcbsteGeneration, oder noch früher, durch eine unserer politischen Erschütterungen vernichtet werden kann, hat unsere Wöig-Policiker mit Träumen von Macht berauscht, die sie bei ihren Krämer-Sétten und ihrer mangelhaften Erziehung nicht zu realifiren im Stande find. Sie ?aben unglücklichrrwcise ihre Kräfte völlig überschätzt. Sie smd ehr schlechte Politiker, und haben ein Werk unternommen, das der Geschicklichkeit und Encrgir der Macchiavell's und Napo- leon's spotten würde. Ihr jungen Aritkokraten seyd wunderbar unerfahren in diesem Geschäfte der Regierung und scheint nicht zu wissen, daß diejenigen, welche Euch mit der Aussicht auf Sterne, Ordensbänder und Wappenschilder schmeicheln ,' und ihre feilen Talente Euch zum Verkaufe anbieten, nur für stal) selbst Macht und Reichthum suchen und , mit Ausnahme Eures Reichthums ,. Alles an Euch verachten. Sie haben es nur auf Euer Geld abgesehen, und kehren Euch den Rücken, so bald das Glück Euch verläßt. Seyd Ihr blind? Seht Ihr nicht, daß Sie arm und demüthig zu Euren Tischen
* de akler Länder,
cher“ und die „Eleanor“ des Herrn Mosson in Berlin., Der , Brownlock“ siegte in beiden Läufen und erhielt somu den lÖreis. In dem zweiten Rennen um _den von [dem Vereine ausgesehten Preis von 100 Frd"or. „(Pferde, in Neu Vorpom- mern oder Rügen Yeboren, im ungestörten Besiße der Züchter. Einfacher Sieg) lieb von drei Pferden Sieger der Hengst
*„B oradin“ des Herrn von Owftien-Quilow. Bei dem dritten
Rennen um den von Stralsunds Damen ausgeseßten Teppich (Pferde jeden Alters und Landes, die nie trainireworden. Emfacher Sieg) ritten Herren. Von den angemeldeten 10 Pferden er- schienen jedoch nur 6. Den Preis errang die „Herta“ des Herrn olß-Neparmiß. Das vierre Rennen galt dem von dem Ver- eine ausgeseßten Preis von 80 Frd'or., für inländische Pferde im ungestörten Befilze der Züchter. (Einfacher Sieg.) Derselbe Wurde, von 3 Pferden, die um denselben liefen, dem Hengste „Remus“ des Barons von Hertefeldt-Liebenberg .zu Theil, der auch auf der Berliner Bahn in diesem Jahre einen Preis ge- wann. - Am 22. Septemb er wurden abermals 4fRennen abgehalten. In dem ersten, um die von Sr. Königl. o- heir dem Kronprinzen ausgeselzte silberne Schale (P er- doppelter Sieg), erreichte von 4 Pfer- den abermals der „Brownlock“ des Herrn Paul Evers in „Berlin in beiden Läufen zuerst das Ziel, wodurch der Eigenrhümer dieses Pferdes in den einjährigen Besilz der Schale kommt, die er jedoch im nächsten Jahre vertheidigen muß. Das zweite Rennen war um den von dem Berliner Verein auxge- seßten Preis von 150 Frd'or., wofür der Sieger gekauft wrrd. (Inländische Pferde, doppelter Sieg.) In beiden Läufen siegte von 5 Pferden die braune Stute „Dorothea? drs Herrn Mosson in „Berlin, im zweiten Laufe jedoch nur mit Einer Kopf- länge vor dem „Bravo“ des Barons von Malßahn-Sommerß- dorf. Herr Moffon erklärte sick) bereit, die „Dorothea“ dem Verein ,für den ausgesekzten Preis zu überlassen. Das dritte Rennen War ein Unterschrifts - Rennen untrainirter Pferde , mit einem EinsaZe von 5 Frd'or. Sechs Pferde, geritten von ihren Befißern, liefen, von denen der braune Hengst „Unknown_“ des Herrn Paul Ebers Sieger blieb. Den Beschluß an'dtr- sem Tage machte ein Rennen der Landleute nut Pferden,)": m Neu-Vorpommern oder Rügen geboren. Den ersten Preis VVU 50 Rthlrn. gewann der Bauer Niejahr aus Lonnviß, den zwei-
haupcungen“, entgegnet hierauf der Courier, „smd sämmtlich falsch und ungegründct. Der General Evans empfing seinen Unterricht in den wiffenschafrlichrn Zweigen des Militairwescns in der Kriegsschule von HiZh-Wycombe. Als er seine Studien beendigt hatte, ging er nach Indien und nahm Dienste bei dcr Oskéndischen Compagnie; die dortigeKriegführung genügte aber seinem damaligen Eifer nicht; er trat daher in die Linie ein und war Dra- goner-Lieutenant und Asüskrnt des General-Quarciermeisters, als er zuerst die Aufmerksamkeit des Herzogs von Wellington auf der Halb- msel erregte. Der Herzog harre das Terrain in der Gegend von Pampe- lona aufzunehmen befohlen, und diese Arbeit war so gelungen, daß Se. Gnaden sich den Ofßzier nennen ließ , der fie ausgeführt. Es war der General Evans, dessen Verdienste der Herzog nie vergaß, indcm er ihn bei der Expedirion nach dem Chesapeake zum Assistenten des Gencral-Quartiermeiffers ernannte und wäh- rend des ganzen Krieges in den Vereinigten Staaten keinen Of- fizier so sehr auszeichnete, als ihn.“ Das genannte Blatt theilt nun mehrere AUSzüge aus Depeschen mit, in denen der General Evans immer sehr belobt und zur Beförderung empfohlen wird, und fährt dann fort: „Nach der Schlacht von Neu-Orleans, in Welcher General Evans schwer verwundet wyrde, kxhrte er im . März 1815 nach Hause zurück, um sich heisen _u„ lassen, und wurde zum Capitain und bald darauf auch zum gjor befördrrt, »ohne daß es ihm etwas kostete. Seine Wurrdrwwarxn-noch nicht aanz gehcikt, als er zum Stabs-Ofßzier hct Sir William Pon,- sonby ernannt ward; er kättrpfte bei Waterioo unter'diesem kapieren Offizier, der dort biieb, und sÜrxseme ausgezeichneten Dirnste bei Waterloo erhielt Gener_al_€'vans den Obersk-Lieute- ::ants-Rang, den er jetzt in der Britiichen Armee bekleidet. Und was den Vorwurf anbetrifft, daß er nicht Erfahrung“ genug be- silzr, um ein bedeutendes Truppen-Corps anzuführet), jo fragen wrr, ob eine Stelle in der Armee wohl g_eecg_neter ist,. sich zum Anführer einer" Armee auszubilden, wie die eines General-Quar- tiermeisters? Mehrere Umierer besten Generale, die fich auf der Halbinsel am meisten auszciäxneten , find aus dieser Schule her; vorgegangen. Wir brauchen nur Sir chrge Murray, den Grafen von Hopetoun, und den General Craufurd zu nennen. Unser Koliege mag immerhin die Ernrnnung deZGeneral Evans zu dem Kommando in Spanien seinen policqchen Grundsätz- zen zuschreiöen, wenn die Post aber wßßce , vo_n wert: Géneral Evans zuersi wegen seiner Tapferkeit, Geschocklichkett und Erfahrung zu diesem Kommando vorgeschlagen wurde, so würde fie gewiß ihren erthum eingestehen. „Ueberdies haben viele unserer Peninsular:Offizdere, 'die später bei “Dorn, Pedro in Dienste traten, große Talente gezeigt, als sie mxlitairtsche Func- tionen von ganz anderer Art zu verrühren bekamen, als die. wa; ren,“ welche ihnen im Britischen Dienst oblagcn. Als Beispiel führen wir nur den Oberst Hodges an, der durch seine trip- fere und geschickte Vertheidigung von Porto., so viel Ehr; em- lsgte, und der doch im Kriege auf der Halbinsel UM“, wre der General Evans, Lieutenant im Iten Dragoner-chrment war.“ err W. Allen, der als Artillerie-Hauptmann zu der Briti- schen'Jegion in Spa'nien abgehen wollte, ist vor einigen Tagen hier vom Tode ereilt worden. ,
Aus Briefen des Englischen Konsuls itz Trapezunt erfährt man, daß am 13. August in der Stadt Cäiarea eirrErdbchen „stattgefunden hat, welche.; 300 Häuser zersidrte, wobei 50 Ein- wohner ums Leben kamen. “ _ '
Der Statthalter von Jamaika hat" in semer leßten Eröff.- nungsrcde die Annahme eines Gesetzes! in Betreff der Einwan- derungen, für unbedingt nothwendig erkiärt und sich, darüber fol-
* gendermaßen geäußert: „Die schreckliche Sterblichkeit und an- dere umstände, welche beider Einführung von Einwanderern ohriewaltet haben, smd Ihnen zu bekannt, als daß fie von_ mir aufgezählt zu werden brauchtrn. Ich glaube dahrr, daß Ste dre Festfeßung von Vorschriften M Berx-z anf _die Aufnahme und Beschüßung solcher Einwanderer ,und auf die gehörige Haltung der mit ihnen geschlossenen Uebereinkünfte nothwendig finden werden.“ » .
Die lekzten Nachrichten aus- Demerara, die bis zum 12. Angus? reichen, sind sehr beunruhigenden Inhalts; die emanzi- plkken Neger begmgen in jener Kolonie aUnächtlich Diebstähle und Räubereien.
stalten grtroffen, damit alles in diesem Winter so vorbereitet wer- den könne, daß die Arbeit mit dem Beginne des Frühjahrs rasch vor fich gehen könne.“
Deutschland.
Eutin„ 19. Sept. Unser Großherzog hat, in Erwägung der mehrfachen Unzurrägliohkeiten, welche aus der Schließung der Zünfte auf eine frste Meisicrzahl erwachsen , durch Verord- nung vom 12cm 0. bestimmt, daß fernerhin keine Zunft an eine gxi'chloffene Meisterzahl gebunden, vielmehr jede derselben ohne Ausnahme von jech an verpflichtet seyn soll, alle diejenigen zur Gewinnung des Meisterrechts I“Zuzulassen , welche einen obrigkeit- [ichen Erkanbnéß-Schein zur iederlaffung als Handwerks-Mci- ster beibringen.
Unterm 24sien v. M. ist eine Verordnung Wegen Abtretung von Land und Materialien zu öffentlichen Wegen erschienen, Worin die Breite aller eigentlichen Post- und Landstraßen, ohne die zu wenigstens 4 Fuß Breite an jeder Seite anzulegenden Gräben, zu 32 Fuß, die sonstigen größeren Cdmmunications- Wege ohne die Gräben u U Fuß und die der Kirch- und Communications-Wege zwiéckjm einzelnen Dorfschafcen zu 16 Fuß bestimmt wird.
Karlsruhe, 24. Septemöer. Zu den bedeutendsten Er- gebnissen des [eßten Landtags und den erfreulichen Zeichen der Zeit, wodurch der menschenfreundlichen Regierung unseres Durch- lauchtigsken Großherzogs ein neues Denkmal gesrßt, der Segen eines qeordneten Staatshaushaltes recht fühlbar beurkundet und den hülssbedürftigsten Menschen eine sichere Zufiuchtsstätte geöff- net wird, gehört die beschlossene Errichtung einer großen, auf mehr als 400 Kranke berechneten allgemeinen eren-Anstalr. Der- jenigen, welcbe sei11820 zu Heidelberg besieht, gebrichtes an Raum, an der nöihigen Zsolérung, an zweckmäßiger Bauart, an Was- ser und an hinreichenden Gärren , woraus in; und außer- halb der Anfialt unzählige Verlegenheiten entstanden sind. Die für die neue Anstalt gewählte Gegend im Mictrlpunkt des Lan; des und am Fuße eines schönen Gebirges ist mit fließendem Waffer, überhaupt mit allen den Eigenschaften, welche den Zweck drr Anstalt u fördern vermögen, und dabei noch mit _einer An- muth ausgeZatter, wie sie in dem an Natur-Schönheiten so rei- chen Großherogchum nicht größer aufgefunden“ werden mag. Daß die vie besprochene Trennung ciner Heil; und Ver- sorgungs-Anskalc bei dem neuen Plane nut: in derselben Lokalität und nicht an zwei versckziedencu Orten statthaben, daß für „Kranke aus höheren Ständen eine eigene Abthei- lung entsprcchend eingerichtet, vor Aaem aber, daß die ganze Anstalt von Grund aus neu aufgebaut werden soll, wird alle die, welche mit den- Bedürfnissen eines solchcn Instituts ver- traut smd und ihm mehr als einen nur cixi'citndcaircn Rang ein; geräumt wissen wollen, wohlthätig ansvre en. Die von der Re; gierung nach sorgfältig erhohenen Vorarbricen geforderte und von den Ständen einstimmig bewiljigte Summe beläuft fich auf 250,000 Fl. ?it der Ausführung dieses großartigen. Unterneh- mens soll ungesäumt begonnen werden.
Oesterreich.
Tepliß, 26. Sept. *) Am 23sken d. M. um 7 Uhr Mor; *ens begaben fich Se. Majestät der Kaiser Ferdinand nach der 2 ».skung Theresienstadt. Auf dem Wege dahin befichxigten Höchst- dieselbrn die daselbst aufgesteüte Brigade des General-Majors Grafen Wrbtta, deren Mannschaften vom Feldwebel und Wacht- meister abwärts der Kaiser cine dreitägige Gratis-Löhnung be- willigte. In Thereßensradt geruhten Se. Majrsiät den"komman; direnden General in Böhmen, Feldmarschall;Lieutenant Grafen von Mensdorf, den Zeßungs-Kommandanten, General der Ka- vallerie, Grafen von [rbéssb'erg, so wie die übrigen anwesenden Generale und Stabs-Offiziere, und den Bischof von Leitmeriiz zur Tafel zu ziehen. Um 3 Uhr besichtigten Se. Majestät dar- auf die Festungswerke, onei A(lerhöchstdieselben von dem Gex neral-Grnée-Direkkor, Erzher og Johann Kaiserl. Hoheit, be- gleitet wurden. Um 7 Uhr A ends trafen Se. ONajestät Wieder inTepliß em. “
Wien, 2-1. Sept. Am 22. Srpt. um 9Uhr Torgens hat das neuerbaute Dampfboot „Zriny“ von 80 Pferden-Kraft, in Gegenwart der hohen Behördxn, die günstigste Probefahrt ge- macht. Da das Wasser -seit» eir-igen Ta en forxwährend sehr fiel, so *säumte man keinen Augenblick, das _ chiff seiner Bestimmung
tigste verwahrt ':"W fich vorbehalten wiisen WVUC- Se. Ho...- mmschritt in 0erMicte der Fürst, hinter ihm dessen Gefolge, wel,- bewohnt KUch seitdem noch seine frühere WMHMUM Wöhtiu- er Zug von mehreren anderen Türkischen Beamten geichlossey T 1] k urde. Se. Hoheit der Allergnädigske Sultap , welcher“,an er,-
r e i' . Canapee saß, begrüßte den Fürsten bei seinem Eintritt): mcc
Konskantinopel, 3. Sept. (Oesk. Beob.) 20110 n Worten: „Fürst Milosch, sey willkommen!“ Fürst Mtlosch,
v. M. hatte (wie auch bereits nach anderen Quellenberich r eine Uniform trug, machte die gewöhnlichen Verbeugungen, wurde) ,der Fürst von Serbien, Mikosch Obrcnowits, seimA ßte dann dem Kaiser nach herkömmlichem Gebrauche den Fuß NMH betm SUM", von welchem er mit besonderer AuSzeicim d hielt in Serbischer Sprache folgende Dankrede an den Sul- empfangen, und bei diesem Anlass mit dem in Brillanten gef . : „Die göttliche Vorsehung hat mir geskattec zu erleben, uzw ten Portrait Sr. Hoheit, cinem prachtvollen, mit Edelftei ie buldreichste Gnade Ew. Kaiserlichen Majestät würdigte mrch gezierten Säbel, einem mit goldgestick'cem Kragen und brilla “eure, vor dem Antléße meines und so vieler 9lÜckÜchM Völker ner Schließe versehenen Ehrenmantel und einem reich aufgezä roßmächtigen Kaisers und Herrn mich persönlich darzusteüen. ten Arabischen Hengste beschenkt wurde. Fürst Mikosch bra 21 ein Herz schWéMtUk in der" Fülle dN" gefühlvollsten Dankbar- seinerseitS-dem Sultan einen in Wien verfertigten, Mit Brill eit, und diese FW? wird 0Uch dadurch vermehrt, daß neben ten reich besetzten Becher von massivem Golde, 1100 den be“ » einer persönlichen auch die herzliche Dankbarkeit der Ser- Prinzen geseyrnackvoll. mic Edelstein“en verzierte Uhren zumi -ischen Nation, MM)? [MM dem Schatten des wohlthä- schenke dar. tigßen Thrones Ew. Majestät ein Uebermaß des Glückes Der vormals in Diensten des bekannten Ali Paschav mießt, slch VMMiZk- Die Weisheit, WEU)? der ewige Janina gestandene Silihdar Poda isi vor einigen Tagen in .» Dort mit I!)??? Vernunft 9902014,- und die Gereckztigkeitsliebe, ser Hauvttkadt hingerichtet worden; dem Vernehmen nach, .» welche der Himmel m Ihr Katierltckxes Herz ergossen, haben alle er des Einverständniffes mit den Rebellen von Skutar/ fiir sck) jene Hinderniss, welche dre Uebelgefinnten der Kraft Ihres Thro- dig befunden worden war. Außerdem find noch mehrck» 0 nes und dem Glücke-Ihrer Völker entgegenzustellen fich bemüh- Persotzen, die in den Aufstand von Albanien verwiokeirgv vn, beseitigt. Und die Riesenwerke, wodurch Ew. Majestät der in dicker letzteren Zeit mit dem Tode bestraft worden. Erneuerer Ihres Thrones geworden find, werden Ihren Namrn An die Stelle des unlängfk nach einer langwierigen Kr unter den großen Kaisern aller Jahrhunderte verewazen, und die
heit Mik TVR uk'Icgangenen Pforten-Dolmrtsches Esrar & Geichichte wird Sie nach Verdienst feiern und hochpr*riscn._ Ich ist Tedschrlli Efendi in gleicher Eigenschaft ernannt worden. aberals Vorstand des mir von Ew. Maj. anvertrauten Serbischen Dem vormaxigen Baruthane Emmi (Jmendabten der Pu! Volles, nahe mich mit meinrm und des Volkes dankbarrnx Herzen stampfen) Said Bei ist das Amt eines Sure Emini oder vor die Füße Ew. Maj. und bitte trenergcöenft, daß deere unsrre führers der dieöjährigen Pilger-Karavane (nach Mekka) übe Dankbarkeit huldvcll anIMMUUM MWM WME“ les? ZM WN'ÖM- Anrede wurde ron dem“ fürsilichen Rache Herrn _Awram Petro;- Nachrichten aus Kaißarée (Cäsarea) zufolge, smd ein gr yitwirs Griechisch und vom Herrn Nikolaus Artsrarch, der als Theil. dieser Stadt und zwei nahe liegende Dörfer durch ein Lercmonienmeisker bei der Audienz fUngirte, Türkisch dem Syl- beben zerstört worden. Ein diese Gegend bewäjsernder Fluß tan verdolmetscht, bei welcher Gelegenheit der Katierl. „Schwie- hierbei gänzlich verschwunden seyn. gersohn Halil Pascha dem Dolmetscl) öfter ins Wort ftrl , uni) zur deutlicheren Ueberseßung der Rede beitrug. Nac1)_Bcendt- _ ng der Rede ließ der Sultan durch den Chosrew Pasha drm Fürsten in einem C'tui sein Portrait, welchcs reich mit Brillan- tmbeseßc isi, überreichen; bei dessen Uebergabe sagte der Sui- .kan zum Fürsten: „Dies wird Dir, Deiner Familie und Der- rem ause gegeben;“ dann wurde ihm durch den MUsk-hil' Lich; mid ascba ein reich beseßter Säbel umgürtet, und durch die Kaiserl. Adjutanten ein mit einer bcillantenen Schließe und Kra- en reich beseizter Harwanie ( Ehrenxnanrel) gmgehängt. it diesen Merkmalen der besonderen Huld und Gnade fiel Ubser geliebtesier Fürst Mikosch nunmehr so geschmücYT un0 von Dankbarkeit durchdrungen zu den Füßen des großmächtigsten Kaisers und küßte wieder nach dem herkömmlichen Gebrauche den Fuß. Bei dieser Gelegenheit richtete der Sultan einige lköstend: Worte an den Fürsten, welche die Bosnicr und die re- bkuisxlxn Albaneser betrafen; es sollen nämlich die Ersterezt gleich- falls der neuen Ordnung slch fügen, und das Serbische Land "M mehr “bciäsiiqen können, auch die Lelzreren durch die TrUp- W-rseltde der Sultan zu Waffer und zu Lande dorthin brachte, WU Gehorsam ebracht werden. Auf diese Kaisers. Bemerkung erwiederte der .in-| dem Sultan: „Alle diese Unruhen, mein mächtigster Kaiser, werden vor Deiner Kraft so verschwinden, als httrn fie nie existirt,“ wclchem Ausdrucke der Sultan durch ein wohlgefc'xlligeéi Lächeln seinen Beifall zoche. Hierauf erklärse dcr ultan den Wunsch, daß ihm das Gefolge des Fürsten namcnc;
_ vorgestellt werde, und als der Herr Aristarch fich anschickte, solches zu thun, rief der Sultan dcm Fürsten “zu: „Miloschbeg! M00schbeg soll selbst seine Suite vorsteUen“, welchem Befehle der Ürsb sogleich Folge leistete. Mit dieser Präsentation endigte Uk eierlichkeit und der Sulran sagte zu seinen Wesiren, sirsolltcn ',deürsien durch den ganzen Pallasi, und durch ganzKonftancinopel -» en, ihm alle die Merkwürdigkeiten der Hauptstadtzu zeigen. - ,Ich Beendigung der Audienz führten den Fürsten Ihre Excel- 50011 die Paschas in die Wohnung des Musohir Achmed Pascha, _ßelche gleichfalls in dem Kaiserlichen Palast? ist, wohin nach einer inen Weile ein prächtiger Araber mit kostbarem Reitzeuq und -»ld?nen Steigbügeln, ais Geschenk vom Sultan, dem Fürsten “ WM und von da in die Wohnung des Fürsten abgeführt MWH». Während des Aufepthaxts bei Muschtr Pascha Übergab und die man für ein gefährliches, von den bösen Ausdünfkki. ck "" M*wskh Hiesem die verhchiedrt1en Geschenkr, nxorynter sich der umliegenden Moräske herrührendes Fieber hielt, noch „ "Widmer, matBrillanten reich besekzter und nut Turkcschrn In- mit gleicher Heftigkeit fort; man fürchtete in dieser Stadt “kisten verseYne-r Bechrr für den Sultan besonders_auszeichner, “ sonders die große Hitze, welche dort in den lekxten Wochen) _ Uß der “UM sem Wohlgefallen darüber met „folgenden August gewöhnlich zu herrschen“pflegt_ Die Zahl der Kt], au rk“): „So kräftig als der Milosch ist,. eben so thMchttg jitxd hatte sehr Zugenomnxen; die Sterblichkeit war fasr immerö ;“Mc? 001? Geschenke“ ausdrückte. -- Den folgenden Tag rtttFÜrst“ HerrKyletti ist «1140»: nach Frankreich abgereist. “W “Uf dem vom Sultan erhaltenen Pferde durch ganz
ten von 30 Rchlrn. der Bauer Zickermann von Vilmniß und den dritten von 10 Rthlrn. der Bauer Graff aus Rubiß. -- Am 23. September fand noch ein Jagd-Rennen um den von dem Vereine ausgesefzten Pokal mit Pferden jeden Alters und Landes statt. Die Entfernung betrug 1 Meile. Es _er- scheinen 3 Pferde, von denen die „Saraband“. en)? braune Stute des Herrn Schlettwein-Teschendorf, Siegerin blieb. -- Die Rennen wurden dieSmal durch das schönste Wet- ter begünstigt und hatten sich wie im vorigen Jahre der lebhaf- testen Theilnahme zu erfreuen. Am Lien Renntage wurde Gr- neral-Versarnmlung gehalten und in derselben beschlossen, künftig versuchchise, statt im Herbste, schon im FrühjathQie Rennen Stralsund:? beginnen zu lasen, um eine muthmaßlich größere Konkurrexiz herbeizuführen.
, -- Man schreibt von der obern Mosel unterm 17ten d.M.: „Die Trauben find im Allgemeinen gegen das vorige Zahr-um wenigsisns drciWochen zurück. .Die Beeren sind in' den meisten Bergen nocl) hart. Zwar ist die augenblickliche Witterung sehr günstig; indessen isi die Zeit schon zu weit vorgerückt, als 0131"; man noch auf einen guten Wein zähten könnte. Es darf nur em mittelmäßiges Gewächs erwartet werden: und ,da die Menge„ do,", Trauben groß isi, und manche Vorräthe von früher liegen, so dürfte an vielen Lagen der Wein kaum den Werth der dadurch theuer gewordenen Fässer und der Steuer erreichen.“ -
. MeteorologischeBeobachtung.
1835. Morgens NaMnittags Abends Nack) ?inmakiqer T€).Sepkcmbcr. 6 Uhr. 2 [Mk. 10 Uhr. Vél)d0chtun§. TMTm-MYLMW-UYMMW' „:..-WW “x.y - ., . . x I“"
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Lufxdrnck . . . . ZZÖHLNP-„U“. 336,|7““Par. 330,51WPax-„J Unellwärme 8,2“) Hz_ Luftwärmr . . (;,-1 " N. 12,1 0 R. 7,80 R. Flußwéirmc 13,8 “ R, Tlmupnnkk .. 21.3" R. 2.5" R- 23“ R. » d - . . 0 _ Dunfisärrigxmg 85 pCt. 210 001". 64 pCt, Bo "_„UMWUYL R' Wrtkrr ..... hrifrr. [“*citcr. bcitcr. AUIdunsiung (UM“, Nh- Wind ...... NH. O. O. Niederschlag 0. Wolkcuzug -- *- O- -- Nachtkä1te 3,00 N.
Tagesmittel: 335,17" Par... 8.09 R... 32,10 R... 05 pCt.
kommen, und daß sie dieselben mit goldenen Schüsseln in den Händen und Stolz im Herzen verlassen? Sie arbeiten nicht, sie ärndten, wo sie nicht gesäec haben. Der Landmann und der Handwerker leben von ihrer Hände Arbeit und verlangen nichts von Euch, als daß Ihr sie in Ruhe läßt und ihnen namentlich nicht solche Leute zuschickt, die mehr versprechen, als fie im Stande smd, zu erfüllen. Denkt doch nur an die Versprechungen der Webster's und Calhoun's. Sie versprachen Euch eine Bank, ei- nen hohen Zoll-Tarif und Verbesserungen im Inneren; aber was ist aus Allem geworden? Ihr habt die Zahlungen pünktlich und freigebig, aber auf eine höchst thörichte Weise vor der Vollendung des Werkes geleistet. Ihr hathuer Geld weggehen, und nichts" dafür erhalten. Das VolkistjrdochjeßcaufseinerHuth, undfängtan, seinen wahren Vortheil zu begreifen. Es wird fernerhin allen Euren Entwürfen zur Beschülzung der Amerikanischen Industrie miß- trauen, denn es weiß jekzt, wohin dieselben führen. Es hat kein Vertrauen mehr zu Eurem Bank-Sysrem, wodurch das Geld im Uebersuß in Umlauf kommen sollte, denn dieser Ucberfiuß an Geld hat, während die Vorsteher der Bank und einige Begün- stigte reich wurden, Tausende von fleißigen Arbeitern um i ren Erwerbszweig gebracht:, die Preise der Lebensmittel, der lei- dungsstücke erhöht, ohne zu leich den Arbeitslohn verhältnißmä- ßig zu vermehren, den Wert aller Dinge ungewiß gemacht,. und der ganze Rufzen dieser Veränderungen ist in die Hände der Kapitalisten und derjenigen geflossen, welche diesen Plan erson- nen haben. Wenn irgendwo das Voik fich geneigt zeigt, selbst die Ausübung der Gesetze zu übernehmen, so müssen entweder diese Gcseix oder die Verwaltnng drrscißen mangeli)aft seyn. Es bedarf keines „Beweises, daß Gesekze fehlerhaft sind, “"welche die Banken von Nrw-Haven, Providence und Baltimore auto- risirten, Tausenden von Witiwcn, Waisen und fleißigen Hand- werkern in einem einzigen Tage Alles zu ranen, was vielleicht die Ersparniß eines langen nuihevollcn Lebens war. Die arbri- tende Klasse hat das größte Interesse bei dcr baldigen Rückkehr zu einer rechtlichen Gesetzgebung und die Reichen haben, indem sie auf dem Wege der Ungerechkégkeit so weit gegangen find, mehr auf das Spiel gesrkzr, als sie selbst glauben. Es muß frü- her oder später durch gms oder soylechte Mittel anders werdcn. Gebe der Himmel das" Crfiere.“
J u l a n 0.
Berlin, 30. Sept. Aus Trebnilz im Regierungs-Be- zirk Breölau geht uns nachträglich noch folgende Mitcheiiung vom 24sien d. M, zu: „Vorgestern Nachmittags um 5 Uhr kamen Se. Majestät der König auf der Reise von Kalisch nach Breslau durch die hiesige Siadt. Die Bürgerschaft hatte, Al- lerhöchstdenselben zU Ehren, eine sehr geschmaakvolle Ehrenpforte errichten lassen, einige Königliche Beamten aber ihre Häuser mit Laubwerk geschmückt", und am “Libande, wo die Prinzen des Kö- niglichen Hauses hier durchreésien, erleuchtet. Sämmtliche Be- wohner der Stadt zeigtcn bri dicser Gelrxxenheit die altbewährte Schlesische Treue und Anhängkéchkeic an Se. Majestät den König und das ganze Königliche Haus. Am folgenden Tage besuchten des Kronprinzen Königlicße Hoheit nach Höchsiihrer Ankunft die hiesige schöne katholzfche Kirche und festen demnächst die Reise nach Breslau fort.“
-- Der Direktor'des [)iefigen Friedrich-Wilhelms-Gymna- fiums, Profrssor Spillekc, ladet durch ein besonderes Programm zu der auf den 2. und ;. Oktober anstehenden öffentlichen Prü- fung und ere-Uebung der Schüler dieser Anstalt ein. Den in diesem Programm von dem Direktor selbst mitgetheilten Schul- Nr-„chrichten geht ein intrrrffaxtcr Aufsaß des Ober-Lehrers Bre- semer, „Bemerkungen über den Werth und die Glaubwürdig- keit der Kommentarirn Cäsärs“ voran. Aus den statistischen Nachrichten heben wir bloß heraus, Saß die Gesammt-Zahl der Schüler im lelzten Quartale 114 betrag. Aufgenommen wur- den 100, abgegangrn smd 08, worunrer 8, mir dem Zeugnisse der Reife, zur Universirär. Das neue Schuljahr beginnt am 19. Oktober.
& -- An den Tagen des R., 22.“ uiid 23. Srpt. fanden aus der StralsUnder Balm die diesjährigrn Pferde-Reimen Neu- Vorpommerns statt, bei denen Se. Durchlaucht der Fürst zu Putbus, unter Assistenz des General-Lieutenants von Borstell und des Kammerherrn Barons von Kraffoiv auf Dioiß, das Richteramt übernommen hatte. Am 21. September wurden 4 Rennen abgehalten. Für das erste um'den von der Stadt Stralsund ausgeseZten Preis „Fon 100 Friedrichsd'or (Pferde jeden Alters und andes. Doppelter Sieg.) waren 10 Pferde atIemeldet worden, von denen jedoch nur 3 liefen, nämlich der „ rownlock“ des Herrn Paul Evers in Berlin Und der „Pin-
(Iournal d*Odessa.)
_Konsiantinopel“, 4, Sept. Ellis _hat eine Audienz “beim Großherrn gehabt; auch hat er“ Perfikchen Gesandten emen Besuch abgestattet, bei welchem gen der durch die Etikette vorgeschriebenen Formen einigen nehjmlrchkeiten stattgefunden haben sollen. Herr Ellis wird . Reese zur See auf dem Kriegs-Dampfboot „Pluto“ forts' "we[ches ihn nach Trapezunt bringen soll, von wo dieser D mat sch zu Lande na_ch Teheran begeben wird. Man behaup der „Pluto“ werde icine Rückkehr benußen, um eine Fahrt den Küsten des Schxvarzen Meeres entlang zu unternehmen- zum Zweck haben soll , bereits begonnene Studien zu beendi und mehrere Punkte auf der Karte zu berichtigen.
Am 27sten v. M. lief eine Tunesische Fregakte nebst
Transportschiffen ix: den Hafen von Konstantinopel ein, die Schwiegersohn des Dey, C'sfik Bey, an Bord hatte, wel hierher kömmt, um die Huldigungen seines Schtvirgervztersk Sultan zu Füßen zu legen; er ist der Ueberbringer kosib Geschenke, die in 3000 Dußenden rother Müßrn (Jex), “ schönen Negern, 200 Eseln von bester Raxe, in einem Sch!" _käskchen für das Serail und in einer mit Goldmünzen ges." Chatulle bcsiehen. Es“ ist dies ein wichtiges Ereigniß, indem die gute Wirkung beweist, welche die Expedition nach Tkl'p' in Tunis ;hervorgebracht hat, wohin die Türkisch Regis? ebenfalls einige Kriegsschiffe aßsenden zu wollcn schien. „Die in der leßten Zeit aus Albanien hier eingegani Nachrichten lauten kehr günstig; ' die ganze Armee des Sul befand fich in dem Thale von Berat, von wo“ aus sie mit Geschwader kommunizirce, und man beschäftigte sich mit Plan, wie man sich Skutari nähern wollte. Die Hoffnung., emen glücklichcn Erfolg schien ganz sicher zu seyn.
Die Familie des Grafen von Armansper isk aiif ** prächtigen Englischen Kriegs-Dampfsck)iff von “()]lthcn hier kommen, dem Vernehmen nach, um einer epidemischen KM ,' zu entfliehen, die in Griechenland ausgebrochen isi. - * Kobell, der sich zu Konstantinopel befindet, erwartet, wiessh, die Ernennung zum Bayerischen Gesandten in Griechenlandz Nachrichten aus Sym vom 25. August zufolge, dauékke Epidemie, die seit einiger Zeit in Athen um sich gegriffen-
1111807511'11Z086r89u. „Amstßkäum, 25. Raptgmbor. RiLäer. W'ii'k]. 801100] 549/10 50/0 (10. 1017» zußg. 801111111 152,2. ]imm-UUL. 21%. 211/2941 „41001?- 94%. Zs/Zo/g 791-0- klaus. 971/.-_-2_ ()x-gtorr. 90'7-“M. 1'1'0053. kräm-chsiua 10454.“ 610. 40/ „„.-_ _., 50/0 8011". 32124. .10. 30.4, 19% " .Xuth/srptkn, 21. §L[)t€"1béck. ZM, Ilm". 323/4. 21115]. 14. Cnrwß 31. 1411]. Ql'zL... ]):n'mst. 25. ZLLZ", 1003/3, € 30, 911 “l-UöémsiQL?) W[ÉÜMWT 0118. “.„ : (*. r. 2 _ .. mx. *01'712, 1/ . ', 18321 42%. 2111.51. [ZW. * 3110554. /1499,(;.9 IPZ"... 1:02:13? ZZV“ 91,159!“ «1... 103. 50,1, 9011. 881,44. .]... 32/0 581/4. Dugi. [&i-33.810737? 11-713. 88. (7.1.11; 43. (70011111), 341.5. 1119.» 381.3, 11.3... Wi.... “* !*:1er, 24. d'aytkzmber. * * * 05. ZR! (10. 80. 65. ZZZ, Mkay. 98. 30, 50,5 3"/„ 21%,- 00110 110]. «. 11051; 801111111 14T“.
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11.1. 576 “„/;;. 1
Königliche Schauspiele.
, Donnerstag. 1. Okt. Jm Schauspielhause: Zum erstenmale zytederholt: 231?er ;Fraint un? keDine, ÉUc'latlsx/éel Zn 1 Akt, nach dem “ran von “e ?. terau: ie ' “ Y: -1-3Äbth„ von E. Raupach. )ecchh TMM, Possenspcct
Freitag, 2. Okt. Im Opernhause: .Der reisende'Scudent niusikali1ches O.Uodlibet in 2 Abth. Hierauf: Der Schweizer; Soldat, militairisches Ballet in 1 Akt, von Hoguet.
911er 11].
R80-
S |Kö|nég)|ädOtische? TCHeater.
.; onncr ag, . :( kt. * ie Famiten ayixlrti und M;): e “ Oper in 4 Akten, nach dem Ztaliäntschen. MUM von ÖMZ:- (Dlle. Hähnel: ZchoÉDlF Gerhardt: Giulietta.) *
Preise der 31 (ze: * in Tal.; in den Lo en und ': des ersten RangrsQ1k MW'lUl' )) g tn Balkon
c'“. ' ») .s * ' 1 *
Jreitag, -. 'k- „IU U , dre USmackwrm arodirende Pose mic Grsang kn 2 Akten., (Herr Beckmann (..-Ko, von sei- nerUrlaubsrecsr zuruckgekehrc, hierin als Licinerl wieder auftreten.)
Nedacteur «..-ZF. ** ""M“-„.___
Grdruckc bei *A- „W. Hayn.
Niederlande.
Aus dem Haag, 25. Sept." In-Nvmwegen ifi am 19ten d. M. der General-Lteutenant» von Heldrinzk) im 74|en Jahre „“Eines Alters mit Tode abgegangen. =
„ B e [*g i e n.
Brüssel, 25; Sepk- Etüern, als am zweiten September- Feseage, brgaben stch die konkurrirenden Mufik-Eesellschqften zu-
*.) Auch der geürige Bericht aus Tevüß ist von diesem Tage, und nicht vom 27. Sepccmper- wie es in. der Leipziger Zeitung, wgbrscheinlich in Folge einchruckfehleW, hieß. _ „