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System mit Sardinien berührt daher den Portugiesischen Han- dels-Stand um so mehr indirekt.
Griechenland.
Athen, 8, August. (Allg. Ztg.) Athen selbst ist voll Fieber. Von ertva 10,000 Einwohnern, die es enthält, MMF)- 1ingen aller Nationen, find eben jelzt mehr als 4000 leidend, zum Glück die meisten nicht gefährlich, verhältnéßmäßig wenig die alten Einwohner. Ursache der Krankheit ist die große Hitze, das Aufrühren des Bauschmtes der alten Stadt, und die Stagna- tion des nahen Kephissos, der durch d'ie letzten Gewitterrcgen stark angeschwollen war , und SÜMpfe zurücklicß, die erst jekzt abtrocknen. Im Übrigen Griechenland herrscht Gesundheit, nun auch wieder äußere Ruhe. Bekanntlich war diese ernstlich bedroht durch die aus Epirus eingebrochenen Banden, die keinen ernstlichen Widerxkand trafen, im Gegentheil an véeLen Ortm durch die Parteimänner und Mißvergnügten Sympathie. Sie hatten an Einem Punkte 400 Mann beisammen, an einem anderen 250. Eine Compagnie regelmäßiger Soldaten, die in Voniza lag, em- pörte stel), mißvergnügt, sagt man, wegen Bevorzugung der Fremden, und wollte sich mit den eingefallenen Banden vereini- gen, doch wurde die Festung durch die Geistesgegenwart des Kommandanten gehalten. In Miffolunghi lag ein Bataillon von 3011 Mann; aber es wagte nicht, die Stadt zu verlassen, oder vielmehr die Offiziere besorgten Abfall und hielten die Leute in:;erhalb der Siadt, bis zu deren Eingängen die Klepl): ten vordrangen. Die Suliotcn untcr Konstantin Bolzaris reg- ten sich eben so wem'g. Die ungünstigsten Gerüchte gingen über Athen, 0811 Peloponnes, und die Banden hatten freien Paß durch das ganze westliche Griechenland, und Lepanto konnte sich nur da- durch gegcn Plünderung schükzen, daß es ihnen Geld und Pro- viant lieferte. Sie lagercen 10Tage vor und in der Stadt, die unregelmäßigen Truppen ruhig, sogar fraternifirend in der Burg. Narürlich war durch kühne und erfolgreiche Bewegung der Klephxen oder Palikaren die ganze Betvegung der Regierung in WestGriechenland gehemmt, das Land ohne Schutz, die Be- hörden und Notabeln größtentheils geflüchtet, die Bauern der Dörfer, wohin die Raubzüge gingen, geplündert, gcmißhandclt, und das" Uebel stieg noch durch Verspätung der Hülse. Oberst Gordon ward ernannt, gegen se in das Feld zu rücken; doch dauerte es noch fast einen Monat, ehe er aus Theben, Negro; pont und Athen 1200 Mann zusammenbrachte und auf den Isth- mus , rückte. Da zogen sich die Klephten zurück, wie fie gekommen waren, unbehelligt, weil fie zeitig genug aufgebrochen waren , um “den Zusammenstoß zu vermeiden. Nur einer ward erwisrht; befragt, was ihn zu dem RaubzuZe brwogcn habe, sagte er dem Engländer: „Die Noth! Zch habe Frau und Kinder und für sie und mich nichts zu leben, trokz, meiner zehn im Befreiungs-Kriege erhaltenen Wunden. Darum habe ich mich meinen alten Kameraden angeschlossen, um gleich iimen zu nehmen, was ich finde.“ Er wurde zum Tode verur- theilt und erschoscn. Er ßarb ohne die geringskc Spur von Ver- Zagthit. Die Cxprdition kostet 200,000 Drachmen, unberechen- ar ader ist der Schaden des Staatsschaßes, denn die Raubzüge fielen in die Zeit der Aerndce, die Zetzcnt-Pächter und Zehenr- Einnc'hmer ßokwn gleich den Uebrigen, und es wird schwer hal- ten, nachträgléche Zchcnt-Erhebungen zu machen,
Aegypten.
Alexandrien, 4.21ug. (Journal d'Odessa.) Herr v. Cerisy verläßt definitiv den Dienst des Paschas von Aegypten; er hat schon alle seine Effekten verkauft und wird fich nächstens auf der Französischen Kriegs-Brigg „l'C'clipse“ einschiffen, die, um unter Segel zu gehen, nur die Rückkehr des Herrn Mimaut abwartet. Die Abreise des Herrn von Cerisy wird eine schwer aus'zufüllende Lücke hier zurücklassen. Der Pascha ist persönlich sehr Wohl davon überzeugt und hat alles Mögliche gethan, um ihn hier zu behalten, aber vergebens. Dieser geschickte Inge- nieur hat einmal den Entschluß gefaßt, fich zu entfernen, und die ihn kennen, werden wissen, daß es nicht leicht isi, ihn von einem Vorsaß abzubringen. Ueberdies scheint er des Aegyptischen Dienstes sehr müde zu seyn, und seine Freunde verfici)ern, er habe keine sehr hohe Meinung von der Regierung dieses Landes. Die meisten Europäischen Arbeiter und Handwerker, welche Hr. von Cerisy hattehierher kommen lassen, reisen mit ihm ab, und man weiß nicht, was aus dem Arsenal werden soll. In admi-
Bekanntmachungen.
Notbwendiger Verkquf.
Das zur Kpnkurimasse der (Hiasfabrtkanten Neu- mann und Ztmmxrmann _gebdrtge, „aus der Glas- hütte ncbü Utensilien, emem FamUkenbause ucbü. Staaungcn, und einer Acker-Parzele besiehende Erb- pachtgrundfiück zu Sternkrug, abgeschätzt, ohne B:- rückffchtigung des zährlicézenKanons von 50 Tblr, auf 1718 Thlr. 3 pf, soll zuxolge der nebsi Kaufbe- dingungen in der Registratur cinzusehendcn Taxe
am 9. November (:„ Vormittags 10 Uhr, in der Geréchtsüube xu Statt-
der Präclusion, spätestens in diesern Termine zu meiden.
Stettin, den 20. Juli 1835. x (.
Patrimonéalgericht von Stutthoff- „sobann Gottlieb Enderlein unter der Verwarnung, daß im Fan ihres Außen- sür todt erachtet und ihre hier zu-
ck
vormalciken Bcrggescbworncxt Herrn Christoph Fricdri ) Köhlers anhin“, mx Monat August Verluß 1758 geboren, hat von „ererberg, wo er den Bergwisscnschaften ücl) wrdmetr, m den Jahren 1778 vis 1780, ohne seiner damals noch leben:
ßische Kriegsdienst: genommen, auch Monat Aizguß 1787 aus Reise an se„ne Mut- den vorigen ter geschr1ebcn, seit welcher Zeit semc Vcr- wanytetx nichts weiter von ihm erfahren haben ZM! semer Geschwiüer find noch bei der Mut-
dcs väterlechen Hauses
„ „ _ „an eine Tochter Frau bm oder dem Johanne Chrisiiane Htueg, zuletzt verebel- ,Brcit- ?
binnen 6
tcrléches Erdtbeil _darauf welcbe auch noch jkßt- nachdem das Haus an n 1 der Lrßtern Tochter, Frau Christiane Sophie der Ertheilung Schms1eZkchthd nekuerfdtttIs 11,111 Hrln, Christian Au u eu er ver au or en as unbea [. ver „_ tengaufgeld darauf haften. , ib 1" stb"
1134
' niskrativer Hinficht ist diese. Anstalt verloren, denn es war d'ort
organisirt, und nun wird das Ara- eitfaden für die Verwaltung dienen.
Alles a ran dischen u dische Su171'rFem Zvißder al? J
Inland.
Berlin, 5. Okt.. Am Lösen 15. M., Vormittags zwi- sehen 9 Und 10 Uhr, traf Se. Kaiserl. Hoheit der Großfürst Konstantin, aus Kalisch kommend, unter dem Donner des Ge- schüßes in Danzig ein, und sekzte ohne Aufenthalt die Reise nach Neufahrwasser fort, wo bereits seit dem Listen die zur Abho- lung der Russischen Garden bestimmte Kaiserl. Flotte vor Anker liegt. Hier angelangt, begaben sich Se. Éaiserl. Hoheit sofort an Bord des Dampfschiffes .„Hcrcules“, (: fwelcbem Höchstöie- selben Nachmittags“ gegen 2 Uhr die Rückreise nach St. Peters- burg antraten.
»- Das Michaelis-Programm des Gymnasiums zu Stet- tin , welches eiue lesenswertl)e Abhandlung des Lehrers Weslmann über das gothisché Adjektivum enthält, giebt für das Schuljahr von Michaelis 1832/“5 folgende statisiische Notizen. Zn sämmt- lichen 6 Klassen waren zu Johannis v. Z. 430 Schüler; es- wurden 127 aufgenommen und 164 versrkzt, dagegen gingen 101 ab und es befanden fick) im Zohannis-Quartal d. J. 15:3 Schüler in der Anstalt, Zu Ostern und Michaelis d. I. wur- den zusammen 15 Schüler mit dem Zrugm'ß der Reise zur Universität entlassen, wovon 10 Theologie, 2 Medizin, 1 Juris- prudcnz, 1 Jurisprudenz und Kameralia, und 1 Theologie und Philologie srudiren onen.
» Das städtische Schulwesen in Stettin'hat in diesen Tagen eine eben so erhebliche als erfreuliche Reorganisation er; fahren. Die bésher bestandene Elementar- und Bürgerschuw isr aufgehoben und dagegen einc der allgemeinen Volksbildung ge- widmete Anstalt unter der B**Uennung St. Otto;Schule -« zum Andenken an den Bischof Otto von Bambrrg, den ersten und eifrégsten Beförderer des Christcnthmns in Pommern, und na- mentlich auch in Stettin so bcwannt - in einem neu erbancn, höchst zweckmäßig eingerichteten (Gebäude eröffnet worden, in Welchem der Unterricht durch 8 Lehrer, einsch1ießléch des Rektors, eines zweiten, wisenschaftlich durch akademische Studérn gebilde- ten Lehrers und einer Lehrerin, ertheilc und 111 der obersten Knaben-Klasse zu einer höheren, Über das gewöhnliéize Maß in niederen Bürgerschulen hinausreichenden Stufe gesteigert wird. In dem bisherigen Lokal der oben gedachten Bürgerschule wird eme neue besondere Armenschule von 6 Klasen -- 3 gemischte Grund,- oder Kinder-Klassen und 3 ausscszlirßlicl) Mr Mädchen - errichtet, welche mit drr forebcstchenden ?irmcnschulc ['.115- ZOhan- nis-Kloster ein Armen:Schul-Syskem bildet. In der 11-1: 25811611111- ten Johannis-Klofter-SMM wird der Unterricht 1313611111118 111 0 Klassen, nämlich in 3 gemischten Grund- odchinder.-Kt"ck77e11 und in -3 obern auf einandcr folgcchn Klasssn ausschließlich fürKna- ben“, ercheilt, so daß diescSctzule dic öcsondkre Ktmbcn-Téi'nwn- sci,ule, jene die besondere Mädcs;e11-Armensch11[e bildet. In der“- den werden 12 Lchrcr und 2 Lehrerinnen, unter der Leitung eines wiffenschaftlich gcbildrtrn Rektors, unterrichten. Ueberhauyt wird von den auf etwa 5500“ anzunebmrnden schulpflichtigen Kiydcrn Stetténs einer Zahl von 1000 Kindern in öffentlichen Schulen städtischer Seits völlig "freier Unterrichtertheilc werden, und es hat die nunmehrige Anordnung fÜr das städtische Schulwesen Stettins noch den bedeutenden Gewinn und Vorzug, daß nun für den allgemeinen VolW-Unterricht keine Privatschulen mehr bestehen, sondern dicser Theil der allgemeinen Bildung lediglich durch öffentliche, 1vohkgeor03cte Schul-Anstalcen bewirkt wird.
___-
Méteorologische Beobarhturig.
211.1an5 Nach cinnmxiger
10 Uhr. Beobalxumxg. “'*'" “* “- “"B.-*.*":m'
1833.
MWMZ Naämüttagö 4. Oktober.
6 Uhr. 2 UZ»: ' M - " ?LOY'N-"t
Luftdruck . . .. 1331,03““Par. 332,16-“Par.'332.97*“Par.J QW'V***M'*? 7-8“, 91- Lustwärme . . 9.3 0 N. 10.8 (7 R. 7,8 0 :)1. 11 FlußnUIrme 11,4 “ R, Thaupnnkt . . 7,5 “ N. 5.00 R. 3-3 0 R. „ Bodcmrärnxc11,7 0 R. Dunßsättigung 87 pCt. 63 pCt. 82 pCt. “Wetter ..... i'cgnig. regnig. halbbeitsr. Wind ...... * W. W. * Wolkenzug . , -- W. *- Tagesmittel: 332,07“ Par... 9.10 R...
“M
' Nachtkältc 6,29 N. 5.90 R... 78 pCt.
„ , bleibens sie selbt": 1. Johann Frtedrtcl) Köhler, ein Sohn des rückgelaffctzen Er und gesckltchen Erben vcrabfolgt Werden, so wie bei hrer Anjvrüche daran und der Wiederein- sevung in vorigen Stand. hierdurch aufgefordert, zu- gleich aber für diesen Fall dicjenigcn, welche ein „ , Erbfolgerecbt an der Verschollenen Vermdgcn zu ba- “ _ , . den Mutter Vorweffcn, steh entfernt und Preu- ben glauben, bci Vermeidung der Ausschlicßung' und gelancncn Vemnögcns bet Uns den Endcögéchn ulcyt im Verlust ihrer Ansprüche und der Wiedereinsetzung in Stand, _hiermit vorgeladen, den ersten März1836 an bieüger Stadtgerichtssielle zu erscheinen, und, was die Erben betrifft, ibr Erbrecht gebührend zu ter Lebenszeiten verstorben, und beim Verkauf bescheinigen, darüber mit den bereits gemeldeten Er- 18 c;)mchizu Testeüecißkkxeii NaYläaßvereretJ '- o en 11 a ewe e ten tzcn na * ld, dem Ilbwksknden 66 Thlr.]ö gr. als vä- Vorschrift der Erb:Pro cß gOrdnung Dir. 41. 9". 6 zu vernchert Worden, verfahren und- zu besch11cßem auci) v e b e n t e n, „ eines obrigkcttlichen Bescheides oder der Bekanntmabung des einzubolenden Urtbels fia) . Auswärti e aber haben zu Annahme kunftigcr Ladungen leg timirte Bevollmächtigte tm
btbeile den
, “ .. e “ “' " * 5 . * 1, ck eigci 1111? die 5111111311111“; 11- Johann Gottlieb Enderlein, der Sohn Orte zu bestellen. In Bezxcwmg'nyf d_1e unxcr hte- des hieügrn Schneidermeisrers gletcbes Namens, tigem Ratbhczuse auSgrb-mgencn Edtcmlten Wild die- im Jahr 1792 geboren, iu als- Sclpneidergescüe ses zn öffentltchcr KenntnM grvt'acl)t im Jahr 1813 von hier auf die Wanderschaft gegangen, obne settdem von sich einige Nac!)- richt zu geben, und desen väterlichcs Erbthcél, welchcs nach der letzten Rechnung gcgen WTM beträgt, xuerß nach des Vaters Tode im Jahr 1812 von dem Handelsmann Hrn. Johann Gottlxev Küchler, sodann aber bis icht von Dem chicrrmacher-Mci|er Karl August Kramer, als AbipestchitZ-Vornmnd, verwaltet worden. _ Da beide, und zwar Köhler über 40, Enderlein hoff suvhasiert werdet). Alle un„bekann„te Rcal-Prä- aber über 20 Jahre verschollen sind, so werden auf1 tcndenten Werden anfgebotcn, stel), bee Vermeidung Antrag ihrcrwräsumtiven Erben in Gcmäßhcit der Hbchücn Mandafe' vom 13. November 1779 Stadt.- gerichts wegen ernannter “ “cobann Friedrich Köhler und
Das
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A1:6d1'im111119(),080-- Nl). : W „ ITTcdcrsch-g ““OK““RO.
Annaberg, am 15. September 18:15. Stadtgericht.
Edictal :.Lndung. Nachdem die beiden Milétmrsx als: 1) Johann (55ottléebW1n_kler und 2) Johann Chriüian H„aserkorn, beiderseits von hier, welche tm Jahre 1811 zum iKönigl. Sächs. Militairdienü ausgehoven und wovon ersterer dem ananteric-Jx'cgimcnte yon Rechten, 161)- terer aber dem 21111 Schkchcn=21icgtmenee zxxgrtherkt worden, in dcm darauf folgenden Fabry. 1812 nur ihren Regimentern nach Rnßxand nmxsclnxt, von_ da n seitdem weder selbst nach Böhlen zurucrgckchrt sind, noch ihren zurückgelassenen AKUverwandten daselbü einige Nachkécht zukommen lancn,_und dath, was Winklcrn anlangt, seine gewessne Ehcfrczn, Johatme 11ckch17en Vcrwandrcn Rosine- jetzt anderwcit verchrl. Bdttcbertn, und 12111 mit dieser erzeugter eheleiblicher Sohn Johann Frie- brick) Winkler, und was Haferkornen betrifft, dcjscn Sch1vrüer, Johanne Ro!711e,_ verxhel. Fuchnn m chs- nig, um Erlassung von Edtctalicn und 111111) Bestn- den um Todcscrklärung und Zusprechnng remes nach-
Geréchten gczicmendü nachgesucht haben, Wr: auch diesem Suchen [iattzltgebem itnvcdenklicl) ge;nz1d_cn, als laden Wir'yack) Vorschrift des Allergnäoegncn Mandats die Verkürzung dcr'curxxe 1111501111111" und deren Vermögens:Adminiüratton betr. vom 13. No: vember 1779 und des Allerhöchücn Patents wc cn der aus den Feldzügxn von 1812 und 11.13 n.c1)t zurückgekehrten Militatrs vom 11. Scytbr :.:-; 30 nacht nnr genannten Winkler und Huserkoru selbst, rondcmt auch alle dicjenigcn, wclche an deren Vermögen als Erbcn odcr .sonü _aus irgend einem ?):ccvtsgrunde Ansprüche zu haben vermeincn, und zwar die Ab- wesenden zu Empfangnahn1e,ihres in ren). 15-1Tblr. 22 gr. 3 pf. und 17 Thlr. 12 gr. beßehendrn' VermD gens unter der Verwarnung, daß sie bei threm Au-
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Königliche Schausyielc. Dienstag, 6. Okt. „Jm Schauspielhause: Sargines, hewW-
komisch Opcr in
2 AIM„ mit Tanz.
Musik von Parr. Hm
auf: Der arme F1scher Divsrtiffcment von P. Taglioni. - „ , , * “ “ _ „ OJTittwoch, 7. Okt,. Jm Opernhause: Götz von Berlichi k)1'k„k)"„1sl)ll bks zum k1äch)|cn,er!kag aurgejckyoben „117.717, UM"? gen mit der eisernen Hand, Schauspiel in 5 Abth., von 011 te Anordnungen zu den Festlichkeiten während des Zluxenthaltcs
Jm Schauspielhause:
1)0111* 1'0111'61'1111'6 (111 1111551113 1111
Allgemeine
Preußische StaatszZeitung.
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M*“ 278.
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Berlin, MittwochL-den 71-11 Oktober
Am11iche Nachrichten. Kronik des Tages.
Ge. Majestät der König haben dem Pastor Grünwald „Kristin, im Regierungs-Bezirk Stralsund, den Rothen Adler- . n vierter Klasse zu verleihen geruht. Se. Majestät der König haben dem Ober-Försker F is cher u Rothenfier, Regierungs-Bezirk Stettin , den Rothen Adler- Brom vierter Klasse zu verleihen geruht.
Angekommen: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath und Éhelf des Funanz-Ministeriums, Graf von AlvenSleben, von ep 115-
Abgereijk: Se. Erwachc der Kaiserlich Russische Wirk- liche Geheime Rath und Kammerherr, außerordentliche Gesandte unh bevollmächtigte Minister am Königlich Bayerischen Hofe, ürft Gregor Gagarin, nach München. *
*Zeitung§“-é§1achr14111171. A u s l a n 1).
Frankreich.
Paris, 30. Sept. Der Könég und die Königlich Fami- lle haben fich noch nicht nach Fontainebleau begeben. Dte Rei1e
JI. MM. dasel | noch nicht beendigt find. Gestern Mittag
(;.-115: 1) 1.1: jaune 1101111111? 1:11 1019110, 0011161110 01111161 hielt der““KöniI einen 21/2 1111111318?" Ykinistek-Rath-
01 131] [;1'030. 1112108, [1:11' 1111". 1
5111-3111.
2) 1-;1 "17111119 11111119, 111'01110-73111101'1118 en . 0 3) 1.135 Znntg j51111126, 011: 141381111111 hierher zurückgekehrt.
111110118 11'1111 (1:111x0111'. 1'11111113171111: 601"qu ('n 1“ 3010. 9:11" 111
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13111115 [10111' 0111150 6'111111511115111011.)
Die eixxgegangencn WTrldungen um besrémmke Pläße zu d Französisäxn Vorüsllurgen sind möglichst b-xröickfichtigt word und können die Béllets im Billec-Verkaufs-Burcau in Empf
genommen werd;
11.
(1511 8110111131111, 11". 1116111101 11611111 111: 1111". “1711101, -
Königskädtische's Theater.
Dienskag, 6.
Posse in 5 Akte:
Die Re:“se auf Vor er:
Okr. 1, von L. Angew.
cmcinschaftliche Kosi» Die Seelenwan
rung, oder: Der Schampieler wider WiUcn auf eine andere 11 nick, P:":s'ß'c 1'2'1 ] “3.111, von Kwkxebuc.
2714121100» 7. Okt.
Ben David, der Knabcnräubcr, oder
Der Cßrijk Und der Jude, romantisches Schau'spirl in 5 Ak nach Spindkcrs Erzäykimg: „der Z::dc“, für die Bühne bea" tet von „B Neuscäor.
Donnerskag , 8. Okt.
Die Gongrotte des Geisterbann
oder: Nori) einmal jung! romantisch-komischcs Original-Zauw
spiel mii Gesang in 2 Akten, von J. C'. Gulden.
Franz Edlen von Marinelli.
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Genscl.
Redacrcur C9 ttk? /. _ck
Musik 11
Gedruckc bei
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© M a k l H'. ßenblciben für todt erklärt und ihr „beiderseitig Nachlaß denen, wclche dte nächücn Rechte dan! rarzuthun vcrgaögcn, überlaffen, letztere aber , Strafe, daß ne für aus'gescvloffcn geachtet sollen und 11:1 Verlust der R.-c1)tswoblthat der ** dcreinscßung 111 den vorigen Stand, Kraft diesesv
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den acht ebnten Novbr lauf. Jahres;.
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zu rechter fruher Gerichtszsit vor 111111 an cwö licher Gerichtsstrlsc a;“ibécr, entwcdrr tn Peron u insoWrit nökhig, chörig bevornmnth, oder dirt hinreicbcnd, insondcrs auch zu Ahnhli'cßung Vcrglcéchs gerechtfertigte und, so viel dre Aysläu betriFt, gerichtlich legitémirte Gevoümächttskk-k' “Weinen, ihre Ansprüche anzumelden und 1“ schrinéqcn, mit dcm bestellten Herrn Vcrlasscns?4' Vcrtrcter rechtlich zu verfahren und zu beschltk
drn_ncunzebnten Decor. [auf. Jahre1
der Fnrotulation der Arten, so wie
den ersten Februar 1836
Uebrigens haben
der Eröffnung rrcbtléchcn Erkrnntnisfi-s oderE lung cines (HerichtSbcscHeids, als womit widek ; Außenbleibendku in conemnncimu verfahren w ' wird, zu gcwä-tigcn. _ Fnicrcffenten, selbs? nur den Fall, daß" 1“- Anmcldungs-Terminc persönltcy ersch1m_enso „ zu Annahme künftiger Ladungen und Aussertwm', Bevollmächtigte entweder im Orte odcr wens in der nächsten Umgegend unfehlbar zu bcsiellexk _, Haus Bdblcn_in_1 Amtsbezirke Coldéß/ Kreises des Königreachs Sachsen, am 25.
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Die errli Ranischen atrimonkkl', H Kerichte dasellNX. Ur. Dindemagn,*(Yz-D-„,
Literarische Anzeigen.“ Bei G. Reimer, Wilhelmtiraße Nr. 73, 11
schienen:
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Der Herzog von Broglée ist aus dem Eure - Departement
.Die Kammern werden, wie man vernimmt, nicht mehr in diesem Jahre, sondern erst anf den 15. Januar zusammenberu- sen werden. „
Dre Detherten-Kammer har neuerdings einen Verlust er- litten. Der StaatSrath Fleury de Chaboulon, Depucirter des ?epartemfe'nts des Calvados, i| vorgestern hierselbst mit Tode a gegange .
Die diesseitige Regierung ist gegenwärtig mit der Abschlie-
ßung eines Handels; und Schifffahrts-Traktats mit dem König- nkche Hannover beschäftigt. . Die vor einiger Zeit (in Nr. 264 der St. Ztg.) gemeldeten Ernennungen im diplomatischen Fache scheinen noch keinesweges Wuitiv beschlossen zu seyn, weshalb wohl auch der „Moniteur“ ßenock) nicht'gebracht haben mag. Es heißt jelzt, daß der Ba- ron'Mortier nicht nach dem Haag, sondern nach Brüssel, der Graf von Latour-Maubourg von Brüssel nach Turin, und Herr von Rumigny von Turin nach Neapel gehen würde.
Es sind gestern hier Nachrichten aus “Madrid vom 2311en
,einJegangen. Die Lage Mendizabal's war noch immer dieselbe; * er
chwankte hin und her Und konnte sich zu keinem bestimmten Systeme entschlicßen. Das Ministerium war noch nicht vollzäh- 119, und man erwartete mic Ungeduld die Ankunft des Generals Ylava. Mittlerweile beharrten die Iunten in den Provinzen bei ihrem Widerstande, und Unordnung und Anarchie griffen täglich mehr um slch". Die Division des Marquis de las Navas“, die man die Andalusische Armee nennt, war, etwa 3500 Mann 1011, im Anmarsche auf die Haaptftadt, um die Verfassung von 11112 zu proklamiren; fie stand am LTZsten nur noch mm; 35 Lieu“; von I.";Tadrid. 1000 Mann von der Division des Gene- rals Latre, die man- ihr entgegen geschickt hatte, waren zu dem Marquis de las Ravas übergetreten. Die Revista 91th die “näheren Details dieses Ereignisses. (S. den Art. Spanien.) Einem Privat-Schreiben aus Madrid zufolge, war früher auch 1li Deputirte von Zaen, Don Rodrigo Aranda, an den Mar- 1U1s_de las Navas ab, efertigt worden, um fich mit ihm zu ver- ändtgen und eine Tenderung seines feindlichen Betragens' ge- gen die Regierung der Königin zu bewirken. Dies war ihm indessen nicht gelungen. Nichtsdestoweniger würde vielleicht von der Expedition des Marquis de las Navas gegen die Hauptstadt Wenig zu befürchten gewesen „seyn, Wenn nicht zugleich die Trup- pm des Generals Latre abtrünnig geworden wären. Die Abcja richtet jekt, daß Herr Mendizabal am LMM den sehr einfluß- ,k'ichen General Quiroga beauftragt habe, sich in das Haupt- uartirr des Marquis de las Navas zu begeben, UNd man 1chme1cheltx fich noch in “Madrid, daß es demselben gelingen Mrd?- dte irregeleiteten Truppen zu ihren Fahnen zurückzufüh- M- Der General Quiroga hat fich gleich am 22|en um 5 Uhr v ends auf den Weg dorthin gcmacht; in seiner Begleitung befin- en fick) der Deputirte Don Miguel Charon und Mendizabal's Pri- »"ük-Secretair. Zugleich sind als General-Capitaine der General alafox nach Saragossa, Cordova nach Galicien und Caratala
' Valgr1cig beordert worden. Für die feindselige Stim- “Fuß“ die in Andalusien herrscht, spricht namentlich auch Duende Thäls-"LM- Die Spanischen Postivagen führen die *" schrift; ()en-191111111 111: 1'811188 (1111"'6110188. Auf dem Post- * agen nun, der am 23sken aus Éranada in Madrid am 11.15 war das Wort 1193103 (Königlich) gestrichen, und dem 1111" ucteur hatte man die Knöpfe seines Rocks, auf denen gleich- . ' 0,“ Wort 1183195 steht, abgeschnitten. Auf mehreren Punkten thxwuys dauertdas Unwesen der Anarchisten auf eine beklagenswer; 11111,“e soxk; so z. B. in Valencia, welch? Stth kaum mehr “Wanöennen :|; alle einigermaßen begüterte Familien find ausge; ert; das Landvolk , in blinder Raserei mit den Ausrührern Andradt wetteifernd, bedroht das Eigenthum, und Mord und m voäklmg bezetchnen seine Schritte. Nach der Flucht des Gra- rm Uknxo'dovar, "'der fick) an Bord eines Engleschen Schiffes altircm Mussen, ist,die Junta aufgelöst worden, und die 11mm S|W unter den Demagogen haben selbst eine Re- 84 sebtldet. Lopez ist noch der xinzige. Mann, der
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1 einen Einfluß auf sie Uhr; doch dürfte er bald debor-
dirt werden. Mittlerweile &“ die Re kerung, als Antwort auf die Adressen der obersten rovinzial- unten, ein Dekret er- lassen (sehe den Artikel Spanien), aus dessen Abfassung fich hinlänglich ergiebt, mit welcher Vorficht fie es vermeidet, sich über den Inhalt jener Adressen entschieden auszusprechen.
' Der ONZtriteur melder-von der Spanischen Gränze Folgendes: „Es heißt, daß der General Eraso, das einflußreichste Haupc dcr Navarresen, am“ 22|en mit Tode abgegangen sry. It; Valencia-haben die Urbanos am 2011er: die Ruhe wieder- hexzzxsiellc. Der Graf von Almodovar, der fich hatte verbergen ruusjcn, hat sein Amt wieder angetreten. Die Regierungs-Junta :| aufgelöst worden. In Cartbcsgena haben der General Va!- dez und der Gouverneur sech zu dem Franzöfischeu Konsul flüch- ten müssen. Murcia und Lorca sind der revolutionairen Bewe- gung gefolgt.“
Jm Mémvrial Bordclais liest man; „Wir erfahren auf'das Bestimmtesre, daß die Jvnten" der ehemaligen Krone Ara- gpmen,„nachdcm sie die Veränderung des Ministeriums" erfahren, eme Btttschrifc an die verwittwcte Königin gerichtet haben, .um von ihr zu verlangen, daß sie den durch das Tesame-nt Ferdi- nand's 'Uli, ca“::gcseßren Reqierunas- Rath, als aus Verdächti- gen bestehend, auflöst, Diese Junten nehmen mit jedem Tage LMM revoluriotméreren Charakter an. Das Franzöfische Kaßinet hat übrigens den Grafen von Rayncval dahin angewiesen, daß er, Falls" die Königin Chréstinrdkr Regentschaft für verlustig er- klärt werden sollte, augenblicklich jede diplomatische Verbindung mit dem Spanischen Kabinetts abbreche.“
Man berichtet aus Bayonne vom 25. Sept.: „Das Kar- lisrisclw Haupt-Quarcier hac Murguia verlassen, um s1ch nach Berberana, auf der Straße von Miranda nach Orduüa, zu be- geben, wo es sich am 19. Srvx. befand. Man glaubt, daß der Zweck dieser Bewegungén dahin gehe, die Christinos zu beobach- ten, die Bilbao verlassen haben, um ihre Vereinigung mit Cor- dova zu bewerkstelligen. Man beschäftigt sich sehr thäcig zu Bil- bao, unter der Leitung der Engländer, mit ausgedehnten Brfe- stiguan-Werken. Die Wegnahme eines Spanischen Schiffes in der J ähe von Andaye durch die Karlisten hat uns die alten Traktate wieder ins Gedächtniß zurückgerufen, wonach Frank- reich auf *dem ganzen Laufe der Bidassoa kein Fahrzeug hal- ten darf.“ _
Es fehlt „auch heute noch an.1111en näheren Details über die Affaire bei Onate am 20sten, die Zum Vortheile der Christinos auSgefallen seyn sollte.
Zu Anfang der heutigen Börsx waren die Spanischen Fonds ziemlich ausgeboten; späterhin hielten sie fich jedoch wieder, weil man tviffen wollte, daß nach der Ankunft Quiroga? in dem Hauptquartier des Marquis de las Navas die Truppen diesen Leßteren verlassen hätten, worauf derselbe auf Quiroga's Befehl
,verhaftet worden sey.
Großbritanien und Irland.
London, 30. Sept. Der Herzog von Nemours hat ge- stern London verlassen, um nach dem „Kontinent zurückzukehren.
Lord Auckxand nahm gestern von Lord Melbourne, Herrn Spring Rice und anderen, Kabinets- Ministern Abschied, indem er heute nach Indien abreist.
Ueber den Ursprung des berüchtigten Lynch-Geseßes in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika, welches in der letzten Zeit wieder mehrmals daselbst in Anwendung gekommen ist, gtebt ein dortiges Blatt folgenden Aufschluß: „In einem Krimi.- nalfalle im Staat Misfisfippi, 1prach einsk die Jury, wider alt;;c- meines Erwarten, das Nichtschuldig aus. Der Richter, welcher Lynch hieß, und den Unwillen des Publikums theilte, sprang von seinem Stuhlc auf, rief dcn Pöbel zu Hülfe, ließ den Gefange- nen ergreifen und ahn ohne weitere Umstände aufhängen, Ein so summarisches Verfahren hat seitdem den Namen 1411011411"- erhalten, docs) kam dasselbe früher schon in England unter dem Namen 11),'(111)|'(1-111M vor.“
Von Hamburg ist hier ein Schwedischer Offizier, Graf Karl von Kalling, eingetroffen, der, den hiesiqen Zeitungen zu- folge, von dem Könige von Schweden die Erlauvniß erhalten haben soll, unter General Evans Dienste zu nehmen. Er wird mit nächster Gelegenheit nach Spanien abgehen.
Vom Cap smd Zeitungen bis zum 24, Juli hier eingegan- gen; die Schartnükzel mit den Kaffern dauerten an den neucn Gränzen noch“imn1er fort. Leßtere standen in beträchtlicher An- zahl an den Ufern des Kei, wo ste, wie es hieß, Halt zu machen beabfichtigten. Die Obersten Somerset und Smith waren nach dieser Richtung hin abgegangen. Seit acht Tagen wurden ein Offizier und 30 Gemeine von den Britischen Truppen vermißt, und man fürchtete, daß sie in die Hände des Feindes gefallen seyn möchten. Mehrere Trupps waren auSgeschickt worden, Um nach ihnen zu forschen, aber erfolglos. Die Abtheilung des Ca,- pitain Roß hatte in einem Gefecht mit den Kaffern an 30 der- selben getödtcc und ihnen 4000 Stück Vieh abgenommen. Ca- pitain Roß selbst empfing dabei zwei Wunden, und das Pferd wurde ihm unter dem Leibe erschossen.
Der Capitain des Schooners „Vesper“, von New-York in Liverpool angekommen, berichtet, er sey unterweges von einem Seeräuber angehalten worden; zehn bewaffnete Männer seyen vom Piraten auf dem „Vesper“ herübergekommen und hätten dort mehrere Effekten der Passagiere weggenommen, seycn aber sehr bestürzt gewesen, als fie bemerkt, daß der „Vesper“ Ballast geladen habe; fie sprachen Spanisch unter einander, sagten abcr üöcr ihr Schiff nur, daß es von Vera-Cruz komme und nach den Capverdiscyen Inseln bestimmt |B *
Ueber New-York hat man auch achrichten ausverschiede- nen anderen Gegenden Süd-Amerika's erhalten, die aber ohne be- sonderen Belang smd. Die Gazeta de la Nueva Granada vom 31. Mai enthält ein Dekret, wodurch Portobello und Pa- nama auf 20 Jahre für Freihäfen erklärt werden, welches Ge- séß aber erst in Kraft treten soll, wenn entweder ein Kanal oder eme Eisenbahn zwischen beiden Häfen zu Stande gekommen
seyn wird. Keine Art von Waare bleibt ausgeschlossen; alle Abgaben, selbst die Hafengelder, werden aufgehoben, die Mono- pole von Taback und Rum ebenfalls, und die Zoll-Aemter an beiden Orten, so wie in Chagres, sollen abgeschafft werden. In Buenos-Ayres war am 9. Angusk der 20ske Jahresmg der Un- abhängigkeit der Republik gefeiert worden; in seiner Antwort auf die verschiedenen Adressen sprach der Gouverneur die Hoff- nung aus, das verderbliche Ungeheuer der Zwietracht, welches bisher das Land verheert habe, werde in der beabséchtigten Ein- führung einer engeren Confödet'ation erstickt werden, welche die
verschiedenen Provinzen unter sich verabredet haben. In Monte- '
video wurde am 18. Juli ein Amnestie-Dekret für die politischen Verbrecher vom Juni und Juli 1832 erlassen. Aus Para lauten die Nachrichten sehr ungünstig; im Lande herrschte Unordnung, 5 -« 6000 Indianer bedrohten die Stadt mit einem Ueberfall, und nur 300 Mann Regierungs7Truppen standen ihnen entgegen; die mrisken Kaufleute hatten auf den Schiffen ihre Zuflucht vor der drohenden Gefahr gesucht; die dort stationérten Englischen Kriegs-Fahrzeuge gewährten zwar ei- nigen Schu15_, doc!) fordern die Nord-Arnerikanisehen Blätter den Präsidenten auf, gleichfalls ein Kriegssthiff nach Para hinzubeor- dern. In St. Jago in Chili war am 2. Juni der Kongreß eröffnet worden. Der Präsident sprach in seiner Botschaft von der Pflicht, auf Erfüllun, der Verbindlichkeiten in Hinsicht der auSwärtigen, vor Aller a er der inneren Schuld bedacht Zu seyn. Das Land und die Staats-Einkünfre waren in emporbl henden: Zustande. In mehreren Theilen Chilis hatte ein furchtbares Erdbeben wieder einige Verwüstungen angerichtet. Ein Brief aus P ortland berichtet, daß der Schooner „Emeline“ im Golfstrom, 640 Meilen von Kuba, einen Neger an Bord genommen hat, der seinem Herrn auf Kuba entßohen war, und auf einem klei- nen Kahn sich den Wellen Überlassen hatte.
An der gestrigen“ Börse herrschte ein ganz unerwarteter Geldmangel, was mehr oder minder alle Staats-Papiere etwas herabdrückte. Ueber die Ursachen dieses Geldmangels find die Ansichten sehr verschieden; man rechnet darunter eine zu bedeu- tende Speculation auf das Steigen der Spanischen Obligationen, zu welchem Zweck man Geld zu sehr hohem Zins anlieh. Man- che glauben jedoch, es sey noch ein wichtigerer GrunI vorhan- den, und es find in dieser Hinsicht allerlei sonderbare Muthma- ßungen in der City' im Umlauf.
-- -- London, 29. Sept. Allen Berichten zufolge, ist: England und Schottland nie ruhiger gewesen, als in diesem Au- genblicke. Selbst da, wo O'Connell erschienen und seine stam- mensprühenden Reden gehalten, wurde nur eben die Oberfläche angeregt. .Die meisten Handwerker verließen zwar die Arbeit; aber es“ war nur für Einen Tag; den nächsten sah man ste schon wieder in der Fabrik oder Werkstatt, indem die einträgliche Be- schäfcigung, die ihrer hier wartet, ihnen nicht erlaubte, länger mäßig zu gehen. Daß die Minister und alle Whigs s1ch über- all von ihm entfernt gehalten, hat ohne Zweifel auch mit dazu beigetragen, den Einftuß seiner Gegenwart zu vermindern. Auf jeden Fall haben diese dabei gewonnen, indem viele dadurch ur Einfichc gekommen sind, daß die Regierung nicht weiter von i m abhängig ist, als daß sie ihre Maßregeln so einrichtet, daß er ste untersrühen muß, ungefähr in der Art, wie vormals Canning, und selbst der Herzog von „Wellington zu Werke gegangen, um sich die Unterstützung der Whigs zu verschaffen. Ja, man versichert, daß an 30 Mitglieder des Unterhauses dieses scheinbare Auf eben O'Connell's von Seiten des Ministeriums zum Vorwand neFmen werden, um dasselbe in der nächstcn Session selbst unterstükch zu können, und daß die Minister gewissermaßen konservativ auftre- ten werden. Dreißig Unterjküßer mehr sind aber hierzu nicht hinreichend,“obgleich ich Überzéugc hin, daß das Ministerium vor; zugéweise konservativ zu seyn wünscht; ja, wenn es etwa 4 bis 500 Whigs und Tories im Unterhause auf seiner Seite hätte, und im Oberhause die Mehrheit seinen Vorschlägen eine freund- liche Aufnahme gewährte, so würde es zwar immer noch viel weiter gehen, als man'chem Tory recht scheint, aber es würde auch der Demagogie Schranken zu sexzen wissen, gegen die der Grund al- ler unserer Institutionen befestigt werden dürfte. '.)[ber ich fürchte, wir sind von dieser goldenen Zeit noch weit entfernt. So lange die Ultra-Tories sick) noch mit der Hoffnung schmeicheln können, selbst die Staats-Gewalt in die ände zu bekommen, werden sie den W[)igs eine solche friedliche errschaft nicht gönnen; und so lange der Kampf zwischen ihnen und den Whigs fortdauert, können die Radikalen und Jrländischen Katholiken nur gewinnen. Indessen ist es merkwürdig, daß man, während O'Connell seinen'Umzug hielt und an mehreren Orten dcn Whig-chräsentanten Feste ge; geben wurden, nur von Einer Tory-Versammlung hört, welche in Devonshire zu Ehren des Herrn Parker gehaxten wurde, den; man dort an die Stelle des Lxrd John RuffeU-erwählt hatte"- und diese war sowohl in Hitmcht auf die Anzahl, als die Nam- haftigkeit der Personen, höchst unbedeutend. Auch enthält bis eben erschienene Quarterly Review, das Haupc-Organ der Tories, nicht einen einzigen Artikel über die gegenwärtigen Ver; hältnisse, was Manche auf die Vermuthung führt, die Häupter der Partei hätten die Nothwendigkeit zu einem Umschwung er- kannt, scyen aber noch nicht 11511“ die Art und Weise einig ge- worden, wie solcher einzuleiten soy. Auf der Whigseite fahren die Morning Chronicle und andere Journale zwar fort, die Un- umgänglichkeit der Oberhaus-Reform zu behaupten, doch erheben auch einzelne Whigs ihre Stimmen zur Verrheidigung dieses Inst:- tuts; besonders verweise ich Sie auf eine vortreffliche Rede des Ser- geanten (bekanntlich ein Ehren-Titel bei den Advokaten) Wylde, bei einem Ehrenmahl zu waark gehalten, welche nicht nur viele von den Verleumdungen, dee nzan auf dieses ehrenvolle Znßituc zu häufen bemüht war, kräftig widerlegt, sondern anch eigt, wie dasselbe ohne gewaltsame Veränderungen mit dem UnterZause in Uebereinstimmyng kommen werde. *Wer da bedenkt, wie viel jener Kammer seit 6 5115 7 Jahren nachgegeben, muß sich zu denselben Hoffnungen b„erechtigt halten; aber die, welche in ihrer Ungeduld nichts der Zeit überlassen wollen, und die, welche nicht
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