1835 / 288 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

513111 in ébkér jeßigen Gestalt billigt, davon hasen wir ein voll- gültiges Zeugniß in den Worten, die er Sr. Maj. in der le ten Thron-Rede in den Mund legt; so daß wir, seltsam genug, ord B)."U'elbourne dieselbe Bill einmal tadeln und ein andermal loben schen, Se. Herrlichkeit hat fich also einer offenbaren Jnkynsequxnz s-DUldt'g gemacht, denn wenn er zugiebt, daß die Bill dee seémge ist und von ihm gutgeheißen wird, warum proteftirte er dann dagegen, warum strengte er alle seine Kräfte an, 17? zu vernichten? Wenn er aber seinen Protest anerkennt,; warum "ertheilte er ihr dsp." in der Thron-Rede seinen Bejfal]? Unter diesen Umständen L*!ytbt nur die eine AntWort übrig, nämléch daß die Minister M "(*.*-:* vorigen Sesffon keine einzige Maßregel dUkchgébkachk hüben-

Worin unterscheidet steh denn also ihre Lage von der Sir R. .

Peaks? Zn nichts. Beide haben einen Versuch gemacht, und Beiden ist er mißlungen, und doch ist, „einiger Unterschied da, Wenn wir die Sache näher „betrachten, "und" zwar kein geringer, denn der Eine andelee als Mann von Ehre und Rechtlichkeic und legte sein mt nieder; der Andere, ein Mann von nicht so feinem Gefühl, bleibt auf seinem Platze... Ist nun wohl ein so :unedelmüthi es" und einem Staatsmann: nicht geziemendes Be- nehmen zu illigen? Das „Ein 1 „e, was Lord Melbourne, wxnp er wenigstens seinen früheren amen hätte behaupten wollen, thun mußte, wäre gewesen, daß er das Verfahren seines Vor- gängers nachgeahmt hätte, denn die Verhältnisse Beider waren sch anz ähnlich, da Beide [?ck in der Minorität befanden, und dur jenes Verfahren gewann fich Sir Robert Peel nicht nur die Achtung seiner Freunde, sondern auch seiner erbéttereften Gegner.“ _

Das Plymoutß „Journal behauptet, daß bei dem „Diner, “Mlches der Plymout er Köm' liche Marine-Klub am vorigen Sonnabend dem Grafen von 5 sinto .und der Admiralität gege- ben , der Toast auf die Minister in feierlichem Stillschweigen, dagegen die Toasts auf Lord Hill und die Armee, aus den Her,- zog von Wellington und die Helden der Halbinsel mit dem größ- ten Enthusmswus auSgebrachr „morden seven,

Aus Mancdesker wird _der Times „geschrieben: „Unsxre

Stadt wurde in dieser Woche von zwei Leuchten der whégtstijcl); radikalen Sippschast besucht, von Joseph Hume und Majker Sprén .Rice. Als der Erstere vor einem oder zwei „Jahren Uach „Manchester kam, wurde er sehr fetért; Montag wieder hierher, und nicht eine Seele achtete auf ihn, so daß er fich fein still nach__ Liverpool fortschleichen mußte. Der Kanzler der Schalzkammer traf am Mittwoxh Abend im Hause des H-rrrn G., W._Wood, dcs durchgesallenen Kandidaten für SÜd-Lan- cäßexshére, ein. Heute erschien “er auf dex Börse, und welcher AUfcr-étt ereignete fich da! Bist; Zerren befanden_ fich in dem g:“.yßen Zeitungs-Zimmcr,„und der m'gfiecken-Aufjeher Edmund Backxley war da, weil Herr Wood fich erboten hatte, ihn- dem großen Manne vorzustellen. „Nun, der große Mann trat herein aber kein Hut lüftete |ck, nur einige 9071 Okt: galanceren erren mqchcen.der Tochter des Kanzlers, die TFM begleitete, ihr Kompliment. Nachdem er so eine Zeitlang auf .;::;e höchxk peinliche Weise „im Saale herumgezogen war, enc- “F-«ch er fick), ohne daß eine Beisallsbezeégung ihn erfreut hätte. 2113er der beste Spaß kömmt noch. Eimge von seinem„Schwejs“ !xwern gern, daß er eine Rede halten sotlte, da dies aber an 0:90:11 Ort gegen_dée Regel war, so wurde es nicht gestattet. “J)?an gab jedoch zu verstehen, daß für ein paar Guineen der OÖN? Saal für diesen Zweck zu haben seyn würde. Dies schieß !*!Weß des Guten zu viel. Ein Jeder steckte die Hand in du Taschc und -- sch1üpfte davon, ]o daß der Kanzler der Schaß- ?xmmer sich allein-seinen Weg nach Hause suchen mußte.“,

In der heutigen Times" liest man Folgendes über OCyn- r*??s'lcßte Rede in der Versanxmlung des Handwerker-Verexns ZU Dublin: „Wir hoffen zuverjtchtlicher als“ je, daß das gcmeme Betragen dieses“ Mannes ahn endlich Zepermany verächtltch' ma- chen"u'nd daß er von Allen, die! ihm 111cht gletchen, vermteden 2991."de wird, so sehr sich auch die Mémster vor ahm heugen und W sehr fie ihre sklavischen Zeitungxqbewcgen mögen, [hn „„Gem- jkxnan“ und „ausgezeichnetes Indsytduum“ zu,'nennen.- Er hat :““;cl) schon außerhalb des Bereich?, jeder anständtgen Prwatgesexl- D.;;xasx gesetzt, und es soll uns mchtuvuydcrn, wexm es noch, 111 C'UZUUW wenigstens, dahin ko-mmt, day der bloße Umgang mcc i;")m für I)inreichend erachretywn*d, um C'men aus" allen gefitteten Kreisen auszuschließen. Was dane wohl der Leser, von welcher Farße auch séine politischen Gesinnunözen seyn mögen, wenn xr em? SteUe, wie die folgende, in 'Cotmell's Anrede an dre Ouöliner Handwerker-Union ßtzdex: „„Die Oxangisren-Factic-n ZM viel von Loyalität geschwakxzx ,und sich- damtt groß gethan. Loyalität, ja freilich, wenn six dix Throuxylge ändern könnten. Sie möuizcen das gern, und zwar zu.Gumren des Herzogs von Qumberlamd.““ Isk cs mögxicl), daß dex "Mann, der eine solche Sprache führt oder geführt hat, von dem Repräsentanten Sr. I."??ajeskät, dem Lord-Lieurcnant von Irland, zzzr Tafel; eittgxxadcn TMWLU kann? .Die nächste Pösk wird diese Frage lösen. Einst- U-«riwn Wollen wir uns damit-begnägen, noch bloß die Frage zu Yécslkn, ob dicser Mensch Mitglied von Brookc's Klub bleiben Tac .“ * ,

fDa die miniskeriellen und. radikalen Blätter dcm Oberhausc ssrcwährend den Vorwurf machen,- daß es“ allen Bills“, die aus chu Unterhause an dasselbe gelangten, so arg :nixspiele und se ; alle verwerfc, so hat die Timés- ein Verzeichmß derjenigen ::2'1 Untex'Hause angenommenen Bills zusammengeskeljt, welche das OHexhaus verworfen oder aufgeschoben hat, urxd welche das Mé- x2ch2rium selbst aufgegeben oder im Oberhause nicht beantragt ZM. Dex ersten, nämlich der verworfcnenz sind 5, welche eine L:?sx'ändchng der Wähler; Regisrrirung iu Jxland , die Einfüh- ng eines neuen KonstablewSyston ebendajelbsk, die Verände- ,.:-;;::g des Polizeiwesens in Dublin, 'die Tanz_- und Musik-Ver- (:?:-:".xgungen UKW die Anerkennung vynxkhm zwi]chen denKatholéksn ?.;nd' Protestanten, wenn die Trauung yon einem katholichzcn (Brisk,- kéchn voUzogen worden ilk, betreffen. Aufgeschoben Wurder) 10, mei- chns da:“; Justizwescn bccreffend, darunter dieBill üßcr dre-Verhaf- ::“.xxg wegen Schulden und über dieVerxlxidigung derrGefange- ::cz-x. „Als "solche endlich, auf deren Annahme das Ministerium cm 'OberHause selbst noch nicht axngetxggejz oder deren Durchsez- ;_;xmg in' diesem Hause es aufgegeben, fuhrt _die Tunes 3 auf, «('-41106) die Bill in Bezug auf die Kirqhe in Irland, die Maß- .:gcl zur Reform der Coxporacéonen ebendaselbst und die Bill, *»:Dduch) Stafford .seénes Wahlrechxs für verlustig erklärt werden :*»11. Saztießlécb bemerkt das genannte Blatt, daß 28 Bills in x-c'c lex_zten Session vom Oberbausx amendire worden,: und daß avon das UnterHaus 20 in dieser amendirten Form genehmsgc habe.

Die Times“ mäder: „In einem Prwatscdreiven aus Paris, 21ches vom Grafen Sebasceani spricht, _eéßt es, dqß derjelbe in *" »“ besten Stéxnmungyvon London zurü gekehrt scp, daß er fich «.? großer Zusréedcnh'cit über seinenYexkehr mit den Englischen “„IT-énißern äußere, und daß er Jedermann vcrfichere, die Allianz (".;“)kschkn Frankreiä) und Eygland sey noch nie so fest und so auf- .,-;_-Z,.xj9 gewesen. Was unxerx inneren“Angelegenheiten anlöetriffr,

„er kam am leßten -

1176

so soll er mit einer entschiedenen Meinungsäußerung darüber sehr

zurückhalten und in 23er auf unéere polixischmzPartei-Diffe-

renzen- eine vojlko“meck_j éplämatiche*Neucra1ttZt beobachten. Er sprüht mit eäthu astffchem Love von Gro brétatiien, und wenn man ihn fragt, wann er Paris wieder verlassen werde, antwor- tet er, binnen einem Monat gedenke“ er wieder in Manchésterz Square zu seyn..“ Sein" Gesundheitszustand jon hergesksllt' seyn.“ : . Der 'affiftirende Secretair des Londoner Post-Amts, err

G. :. Freeling, ist so eben in Paris angelangt; er hat oll; machten, die udthige sendung der Zeitungen abzuschließen. nach Brüssel und dem Haag begeben. . ' Die Times hatte gestern gesagt, die Franzosen seyen da- durch, daß die .Englésche-Regierung die Blokade von“ Portendic am Senegal aufgehoben,“ verhindert worden, einen ehrenvollen Frieden mit den Trasarisch'én Mohren zu schließen, worquf ihr heute in einem eingesandten Artikel erwiedert wird, jene Be- hauptung möchte ihr tvohl aus Fran dfischer Quelle zugeflossen seyn. Zur Berichtsgung fügt dieser insender Folgendes hinzu: „Die Bloka'de hatte, obgleich fie schon fast seit einem Jahre be- stand, nicht das Geringste dazu beigetragen, eine Aussöhnung mit den Mohren unter den Bedingungen, welche die Franzosen ihnen auferlegen wollten, zu Stande zu bringen. Der eigent- liche Zweck der Blokadé war, die Trasaren zu zwingen, mit den Franzosen nach deren Belieben Frieden zu machen, obgleich derselbe in den Augen der theilhaft war ; und in'dieserAbsicht schnitten die Franzosen ohne weitere Umstände den Engländern den Gummi-Handcl zu Portendic ab, der uns durch den =Traktat von 1783, als Preis für die Zurück- gabe von Senegal und Gori!) an Frankreich, feierlich garantirc wurde. Ihr Streit mit den Trasaren ist ein rein kommerzieller; Feindseligkeiten finden von keiner Seite skate. Ein Trasaren'; Häuytling war am Senegal érmordet worden; in olge davon weigerten fich die Mohren , den Franzosen ihr Gummi zu ver- kaufen, und die Blokade sollte nun auch den Verkauf desselben an die Engländer verhindern. Dazu kömmt noch, daß Portendic nicht einmal im-Trasaren-Gebéet liegt, sondern daß “dieser Volks- siamm fich nur des Handels wegen dorthin begiebt, und so ist wohl das Selbstsüchtige und Unverantwortléche des ganzen Ver- fahrens der ;Ft'anzöfischen Behörden am Senegal klar erwiesen.“

B e l g i e n,

Brüssel, 11, Okt. Das Gerücht, daß Ihre Majestäten sich in der nächsten Woche nach Paris begeben Wollen, scheint durch einen im Journal des Débacs bcfindüch-m Artikel in dieser Beziehung Bestätigung zu erhalten. Der Emancépa- tion zufolge, dürfte ein Thei! des Königl. Generalstabes die hohen Herrschaften nach Paris begleiten, die fich von da, Wie es" heißt, nach Fontainebleau begeben werden.

Der bekannte General Lecharléer, der nach Poktugal zurück- berufen worden ist, wird in- diesen Tagen von hier nach Léffabon abreisen. *

-- Der Schwäbische Merkur schreibt aus Brüssel vom 6. Okt.: „Die Zsvistigkeéten zwischen den Belgiern und den sch hier aufhaltenden Franzosen nehmen täglich einen ernsteren Charakter; ste haben sich bisher nur in der Civil-Klasse offen ge- zeigt, find nun aber auch in der Armee ausgebrochen, und zwar auf eine gar sehr grelle Weise. Der Mephistopheles, ein schmutziges Blatt, nahm einen énsolenten Brief gegen die Fran-

zösischen Offiziere in der Belgischen Armce auf. Es heißt nun,

daß derselbe zu ernsten Angriffen die Veranlassung wurde, und daß der General Olivier (Belgier) den General Gerard (Franzo- sen) nach mehreren derben Aeußerungen herausgefordert habe. Es ist nicht zu leugnen, daß die Franzosen einen gar unyajsend an- maßenden Ton hier angenommen, und nur zu oft gegen axle Scho; klung und gesellschaftliche Delikatesse fick) Aeußerungen erlaubt haben, die kein Belgier ruhig anhören und gleichgültig behandeln konnte; es ist aber von der anderen Seite traUrig, daß eine Ar- mee, die den Beruf Haben soll, gemeinschaftlich zu wérken, sch zu Exzessen hinreißen läßt, die beiderseits nachtHyélég sind, und namentlich eine sonderbare Anficht von der gegenseitigen Stellung geben. Es heißt, der Kriegs ; Minister habe sfch in das Mittel gelegt, und daß es zu ernsten Untersuchungen und Maßregeln kommen werde, die bccde nothwendig smd. Der Fürst von Ligne ist seit einéger Zeit hier, und, wie man wissen will, mit der Sen- dung beauftragt, eine Annäherung des" Adels an den Hof zu be- wirken.“ '

Deutschland.

Hannover, 13. Okt, (Hannov. Zeit.) Unsere Stadt bot gestern in den Nachmittags; und ersten Abendstunden einen ungewöhnlich lebhaften Anblick“ dar. Am Vormittage hatte bei dem M*nnövcr dsc T:,“vaen in der Nachbarschaft ein Theil der sick) störend aufdrängendcn Zuschauer von den Landdragonern zuletzt mit einigen 71achen Säbelhéeben zurücksewiesen werden müssen, wobei ein Schneidergeselle eine Rifzwunde im Gesiéhte erhielt, die, da derselbe ohnehin betrunken war, seinen Transport nach dem am 'entgegengesekzten Ende der Stadt belegeuen Krankenhausé vekanlaßte. Dies geschab unter dem Geleite des von Straße zu Straße s(ch mehrenden mü- ßigen Volks, und bald V'e'rbreiteten sich übertriebene Ge,- rüchxe von dem bei dem Manöver vorgefallenen Gewaltthä- rigkeiten und deren. bs'utigen, ja tödtlichen Folgen. Vor der Kaserne der Landdragoner entstand em' Auflauf, m1d'_ während des Verhdxs einiger Werhaftetm und deren TranSports" z:v:schen dem Gefangenhause und- dem'PoLizei-Büreau waren in den Straßen jener Gegend viele Menschen, meist feiernde Handwerks- bmschen, Srraßenfunqen und Weiber, versamm-sir, weshalb zur Aufrechtßaltung der Ordnung hin und wieder MMtair aufgestellt ward. Mic vöUég-cfü' Eintritte der Dunkelheec verlief sich die Menge in der Stadt, sammelte sick) jedoch leider wieder vor dem Clevkrthore, und bedrohen das Büreau der König!. Landdrago- ner, so daß das Milikair einschreiten mußte, und bei dem dabei entstandenen Tumulte zwet hiesige Einwohner schwer verwundet worc-en sind.

Weimar, 14. Okt. Der Großherzogliche Oberschenk, Frxi- herr Vißthum von Egersberg, hat von Sr. Maj. dem Kaner von Rußland den St. W[adimér-Orden zweiter Klasse mit „dem Stern und der Kaiserl. Oesterreichische Kämmerer, Graf Sandor von Szlawnécza, von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoae das .Komthurkreuz Höchstc'hres Haus-Ordens dcr Wachsamkeit erhalten.

-- » Dresden, 13. Okt. Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Sachsen-Weimar nebst Gemahlin „Kaisers. Hoh. sind heute Nachmittag unter-dem Namen qittes-Grafen und einer Gräfin von Altstädt, auf der Rückreise von Prag, hier einge- troffen und im Hotel de Polo ne' abgestiegen. Auch der K, K. Oesterreichische Fsld-Marscha :Lieutenant undBotschafter am

Kaisers, Russéschcn Hose, Graf Fthuekmdnt, dexi das Gerücht

völlig wieder- .

Uebereinkunft, wegen der portofreien Bew. Von Paris wird er sich,

Mohren keinesweges ehrenvoll und vor; .

in London bezeichnet, ist hier angekommen.

Leipzig; 14. Okt. Wir erhalten aus Penig die traur' 7 Nachricht, daß die StadtWaldenburg (in der Fürstl. Schönb gischen Receßherrschaft d. R.) ein bedeutendes Brandunglück. trpffen hat. Am 11ten d. Abends in der eilften Stunde br daselbst in dem Hause des Kaufmanns Meißner ]“th noch unbekannte Weise Feuer aus, wodurch in kurzer einige 50 Wohnhäuser und eine große Anzahl Neben; und ' tergebäude in Asche geLegt wurden. Auch das Lokal der Po -Verwalcung-i| niedergebrannt, jedoch smd durch thäcige Hüls! stung fast alle zur Post gehörige Expcditéokis-Gegenstände u Utenfilien, die Tasse und sämmtliche Steuersachen gerettet word

211nchen, 12, Okt. Zu der auf den 12, Okt., als»). Tag der stlbernen HochzeiW-Feier Ihrer Königl. Majestätmz-a geseßten Gx'undstein-Legung zur heiligen Bonifaciuskirche in ., Max-Vorskadt zu München ist vom Königl. Staats-Ménisrerj des Innern ein eigenes Programm erlassen worden. Schon.“ Vorabend wird von dem Dom-chrus das Kreuz auf der B,", stätte aufgerichtet und die Weihe des Salzes und Brooks“ genommen. Die Grundsteinlegung selbst geht um 12 Uhr sch. Als Zeugen find von Sr. Maj. bestimmt: die Prin en ., Könéßl. Hauses, die Bischöfe von Aungurg und von ir. derIxegéerungS-Präfident des Isarkreiscs, der Stadt-Kom'. dank und der ersteBürgermeiskek dcrHaupc- u. Refidenzstastadt. Erzbischof von München-Fceifing mit dem gesammten Klerus . scheiut in feierlichem Zuge, welchem sch die Stadtbehdrden. schließen, auf dem Bauplakz. Die gesammte Garnison hälco Maxplatz beseßt. Se. Maj. der Kdni wird in Begleitung . Königl. Prinzen, der General- und F1 gel-Adjutancen, des Fe] marschalls Fürsten vvn Wrede, der ganzen Gencralität undd Generalstabs fick) von der Königl. Residenz aus dorthin begeben» die Truppen beschtigcn, sodann fich nach dem Bauplalz verfW und dort auf einer Estrade Platz nehmen. Auf das von SUM]; gegebene Zeichen wird der Staats-Ménisrer des Innern den in'» Dank der Münchner Bürgerschaft für die großmüthige Erbamm einer Pfarrkirche aus Königlichen Mitteln ausdrücken. Hiera vollzieht der Erzbischof mir der Geistlichkeit die Einsegnung d-. Grund; und Schlußstcines. Der Architekt überreicht Sr. 1... dem-König zwei Steinplatten mit Grundriß und Inschrift, d. Bildniß Sr. Mai., eine goldene Uhr, verschiedene goldene,u ter Sr. Maj. chéevung geprägte Münzen und sämmtliche G schichtöthaler. Se. Maj. legt diese Gegenstände in den Grun [kein, während der Klerus die Litanei fingt. Der Erzbés' führt nun mit dem Hammer die herkömmlxchen drei Schlä und bringtmit der Kelle den ersten Kalk an den Grundstein. E Maj. der König und nach ihm die Königl. Prinzen vollziehen hier“- den Hammerschlag und Kalkwurf, wähyend der Erzbischof ' Gränze des zu überbauenden Kirchenplalzes einsegnet. Zulc wird das Yoni creator 891111115 gcsungen, dann von dem C7 bischof der Segen ertheilk, und einige Worte des Dank“ Se. Mai. den König gerichtet. Se. Maj. läßt hcerauf das 9 sammte Militair in dcr Ludwigs-Styaße defiléren, und kehrt ua der Königl. Nefidenz zurück. Während der Grundüeinlegu wivdb mit allen Glocken geläutét und eine Artillerie; Sal gege en.

Gestern Abend ist eine Eskaffecte von Herrn Reichardth' eingetroffen. Er 1Yao: fich in Eggenfelden im Unterlande, un Passau niedergela xen. „Jener Ort liegt 32 Stunden von hie Herr Reichardt fuhr von hier ab um 2 Uhr 50 Minuten;- kam dort an um 4 Uhr 15 Minuten; er machte also den'!» ten Weg in 1 Stunde und „25 Minuten. Aus der_gatizet Umgegend strömte Alles herbei. Herr Reichardt schreibt, die Tour sey die angenehmste gewesen, die er je gemacht habe.

Darmstadt, 12. Okt. Das heutige Regierungsblat enthält nachstehende Bekanntmachung, die Aufnahme des Lan gräfklich Hesfischcn Annes Homburg in den ZoU-Verband bo tre end:

„'In Folge einer vorläufig getroffenen Uebereinkunft sou vo- 1öten d. M. an und bis zu dem Zritpunkte, wo der mit der Lank- gräfléch Hlssl'schen Regierung bereits abgeschloffenc Vertpag Wega des Beitritts derselben mit dcm Amte Homburg zum ZoU-Vcre“ vollüändxc zur Ausführung kommt, die Freiheit von den beidcx- seitigen ingangs- und Ausgangs-men bet“ dcm Waaken-UW gange aus* dem Amte Homburg nach dem ZoUvereins-c Gebéctc,„111 umgekehrt aus dem ZoUvercénö-Gebiet nach dem Amte Hombnrx. für alle im steuerlich freien Verkehr des einen oder des andernLon- dks beändlicin Gegeküände der Regel nach cinsiwcilen schon Rat!; Enden. Diese eénßweilige ZoU-“reibeit wird ganz in derselben Wc?“ “siatthabcn, wie solche in Gcmä beét dcrdieffeitizcnBek-1nntx1tacbu, vom 3. Sept. d F., die Zoll: und Handcls-Verhältnissc mit dem Hik- zogthum Nassau betr., im Verkehr zwischen dem ZoU-VrreinMHcvM und dem Herzogthum Naffnu vorläqu véléMbakt und seitdem 10ten v, M. zur Ausführung gekommen ist. Die Beßimmungk! und Vorschriften, Welche die gedachte Bekanntmachung fürdzk Verkehr mit dem Herzogthum Nassau enthält, finden gleichmäßigk Anwendung auf den Vexkehr zxvéschen dem AmteHomburg und d(- Zou-Vereinsgebiete, und-rs treten nament15ch auch hicr die da!“ benannten Ausnahmen für diejenigen Gegenstände ein, welcizc von der als Regel gc'ltenden einüwc:lige11 ZoU-Frckhext für jetzt!,m' weder noch unbedingt ausgescmosscn sind, oder w-lcbc mw gta“ obrégkex'ttécj) beglaubigte UrsprungS-Zeusniffc von Favrikantcn oder 5 roduzcntrndcr bexdcrscätégenGcbiete zoüfreicingevcn können. GW“ "1 (lud: der letzten Act dürfen, nnsiatt der im „C. 4. der me:;rgedaMkn Bs- kan'ntnmchng angeführten Haupt: und Neben-«ZoÜ-Aemterx-W über die .Hauyt=Zoll-Ae1ntcr Maénx und Vilbel und über die Re- bcn-ZoU-Acmtck Ovcrej'ckxback) und Oberroßbacß aus dem AmteHoM' burg in das Großherzogtdum eingehen“ und können nur von duft! ZoU-Acmtern abgefertigt wcrden. Dic Großhexzogkéckzc Zou-Dkkkéé tion ist mit der Ausführung der vorßehenden Anordnun en beaux“ tragt, nach welchen six!) auch ,die. übrigen betreffenden Be ördcnunY namentlich die Großhexzoglicézen Kreis: und Landrätbc wegen dc.

, als Nachfolger des Fürsten Esterhazy auf dem Bokschafter-Po"

Beglcubégung de_r Ursprungs-Zcugnisse gehörig zu bcmcffen babkn' Darmsmdk, den 5. Oktober 1835. _* _ Großö'crzogléck) HesséscHes'Minißerium der Fananzkn“

In der Sißung der zweiten Kammer unserer Stäudc-Ve- sammlung vom Nen d. Wurden in Betreff der Beschwerde 1“ Hofgxrtchtsx210vokacen Bopp, die Verweigerung der Konzessé't zur Herausgaße eéner Deutschen Rechts-Zeitung betreffend, Wi! 27 "gegen 4 Skimmer: besckylosscn, dem desfaUsigcn GERÄTE.“ Vem'wndumg bei der Staats-Regicrung nach dem Antragk * AUSschusses Folge zu gsben. Sodann wurde auch in BUW- , den, den Hausirhandel und die haufirend betriebenen GCM betreffende Geselz-Entwuuf die Frage: Will die Kammer 1!“ dem Antrage des Abgeordneten Goldmann das propomxteMYsÜ.

dagegen der Art. 1 des Geseß-Entwurfs mit 29 gegen 2 „SUM men, und die Art. 2, 3 und 4 einstimmig angenommen. '

Oesterreich. “b

Tepliß, 11. Okt. (Leipz. Ztg.) Die hier zurückgeblrksß

quidatéonen zu thun. Es [1119 große Summen hier in U12 ck gekomrmn.“ Große Fl'eude bes aUen Wohlwollend“: hat “*

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vor der Hand ganz ablehnen? mit24 gegen 7 Stimmen oem ' *-

nen Kaiserlxcy Oesterreichischen Beamten haben vollauf mik uf d

ge, daß. unser wackerer junger Arzt 1313. Schmelkes [ür sejne ei wahrhaft gelungenen Gedichte: „Dee drei Adle-r tm Btla- ale“ pnd zur Einweihung des Mopuments bei Prußen, voae erkenmmg gefunden, und vom Kaiser vo_n Rußland *einm kost- .ren “Brillancréng, vom König von, Preuyen eine goldene Tax tiere mit huldvollen Schreiben erhalten hat. Es gexen täg-

viele der von Prag zurückkehrenden hohen Hensche: ten4bier „57, Di;- Prénzen und Prin essnnen des „Königl. Preußischen ,aUses mußten fick) freuen,. in rag selbst durch eine, dem Bran- .nhMgcr Thore in allen 1einen Maßen und Verzierungen voll- mmen nachgebildete Ehrenpforle einzuziehen. Ueberhaup: syb- ,„ die Höäzßen Herrschaften zwischen hier und Prag dnrch mcht enéger als 44 Ehrenpforten. Sehr rührend für unsery Kaiser ar die schne11e Abreise des Kaisers Nikolaus nach Wem, um xKaéserin Mutter und der Gruft des Kaisers. Frau; einen Be,- ch abzustattey. *Er blieb nur einen Tag in Wim in der Byrg, „d ck| nach seiner Rückke r nach Prag u_nd nach dem Abschrede on unserem Kaiserpaaré uber Schleßen m die südlichen Gou- „mmenes seines Reichs abgegangen.

Prag, 12. Oktober. Se. Majestät der Kais-rr haben am M O. Vormittags die hiesiÉe Universität mit einem Besuche -ce rt. In dem Promotions- *aale war die gesammte sehr zahl- «Zé akademische Jugend versammelt, und nach diesem Saale ..urden Se. Majestzt von dem akademischen Senat durch die

zwei Reihen geordneten Doktoren aller Fakultäten inmitten mmtlicher Professoren geleitet. Se. Majestät 1éeßen sich die .orzüglich|en Urkunden des Univerfitäts-Archives, wobei sich um HZAtiderem ein Belobungsschreiben Kaisers Ferdinand 111. we- [en der von den Prager Studirenden im Schwedischen Kriege ewiesenen Tapferkeit befindet, vorzeigen, wohnten hemp cini 'Z' ..eméschxphyfikalischen Experimenten des Professor lns'chel et, on denen besonders das Verbrennen einer Sta leder und et- 21 Stückes Phosphor in Sauerstoffgas die ?( erhöchske Auf- merksamkekr erregte, und besichtigten endlich auch die Präpargte des anatomischen Kabinets. Sowohl bei der Ankunft als bum Abschiede wurden Se. “Majestät von dem lauten Freudenrufe der uersammlung unter Pauken; und Trompetenschall begrüßt. An demselben Tage, bestchtigten Se. Majestät anch noch das „okytechnéscbe Institut, dée großartige „Buchdruckerei der Herren taase SöHne und das Böhmische Museum.

Wien, 10. Okt. (Schlaf. Ztg.) Es war gestern Nach- fetags 114, Uhr, als ( wie bereits erwähnt) Se. Majestät der aisey von Rußland mit 6 Wagen ganz unerwartet hier ankamen nd im Kaisekx. Rusfischen Botsckxafts-Hotel abstiegen. Dieser Besuch hat so allgemein überrascht, daß man, axs die Kunde iervon in die Kaiserliche Barg kam, weit davon entfernt war, hr Glander: zu schenken, sondern an der Richtigkeit erst, naeh- em dieselbe durch eigene Beamoe, deren mehrere abge- chickc wurden, weil man auch ihnen anfangs nicht traute, estäcégt war, zu zweifeln aufhörte, Selbst das Botschafts- otel, desen Bewoßxxer slch auf dem Lande beßnden, war emahe ganz leer Und vc-x'waisk; nur der Botschafts-Rath '.ürsk Got'cschakoff und der SkäMskath von Kudriaffski waren in Geschäften im Hotel anwescxxö. Um diese Ueberraschung recht vollkommen zu mackyZn und damit ja nichts geahnet werden konnte, wurde die gt'ößxe Vorsicht vom Kaiser selbst anbefohlen, und namentlich wurden die Postpferdc von- Prag aus- ge- rape-m encgegengeseßcer Richtung von Wien bestellt. Um so fxeudigsr sst aber auch der Eindruck, den die ange- me Kunde auf aUen Gestäxtern malt, und man kann dem .Lajser die Meisterschaft in der Kunst, Herzen zu gewinnen, nachdem man solcher Vorgänge Zeuge geWesen isi, gewiß nicht abLyrecheu. Ein Couxier wurde sogleich nach Prag abgeschickt, „umvnsérm „Kaiser die frohe Botschasc Ns" öchüm Vcsuckps zu üb'crbréngcn. DerseW? galt imsbesoudere J!):“tk Majestät dec- Kqésért'n *))?uxter, welchxr Der Kaiser von Rußlcmd saint schmerz- léche ThsxinaéNne 03er den Verlust cknes theuern Gatten und unvergeßléx'oen Fyeundes mündlich zu bezeugen sich “vorgenommen „hatte. Zu déeser Abstchc begab sch der “[an-hte Kaiser auch unverweilc, nachdem er slch WMA in die Uniform des seinen Namen fx'xhrcnden HusarowRegiments geworfen hatte, nach Schönbkunn, wo sm) mm cin»: Scene drs Wiedersehens berei- tete, die slch unmöglich bc-schrcißen läßt. Ihre Kaiserl. Hoheiten .derErzherzog Franz Karl und Erzherzog Ludwig hatten fich bei Ihrer »).22ajeZZät der Kaiserin MMM eingefunden. Nach zwei- ]"iünoégem Verweilen bsi „Jhrer Ykajcßät und den Kaisers. Ho- heiten begab sci) der Kaiser zurück in die Stadt unmit- kklbar in die Sc.*;'xxs-Kanzlei, um der Frau Fürstin von „MetterNtch, der cx“ einen Bréef von ihrem Gemahl aus Wag übeybmch-x, 27.217,11 Besuch abzustatten, und nach einem kur- Zk'nAUfknthaéts dasexbsr kehrte er m das Botschafes-Hotel zurück, aber nm" um sich in die Russxsche Catnpagne:llntform umzullei- den. Und dann die Gräfin von Czernitscyeff, wclche im Gasthof Zum goldncn Lamm in der Leopoldstadt wohnt, mit einem Be- suche zx: überras-ch. Von da aus fuhr „Kaiser Nikolaus aber- "Mals _txcch) Sck)ömbrunn und kehrte Abends nach 9 Uhr auf dem ,ckWege nyc?) eixnnal bei der Frau Fürste'n von Metternich ein, „welche ihn in Gesellx'chfc ihrer de:“den Töchter, der Gräon von * andor und 13er Fürstin Hsrmin'x, etxtpstnq, da der Kaiser den Unsck) aeäwßerc hatte, keme größere Ge;'el.'schast zu finden. Erst W) 11 UHrvs-xlécß ek die F:“:cstlixh Metckrnichschcn Appartemenss, Um (:x;- 11:75“; Eine? beispéelws ssrcércen Reise im Botschafts-Hotel SU? Juho: zx. Öcgybcn und sich von den Ankfrmgungen des Tages" "su-eryol-en. HM: in ail-ar Frühe waren schon zahlreiche Grup- Mbiesigsr Ecnxvohxxer vor dem Botschafrs-Hotcl versammels, die “ckck" r.1xm*l:'cé,:xn Kaissr zu schkn hofften. Ihr Wuusch wurde «ck baxo e":;üiéc; schon in dcn ersten Vormiacagsfiunden ging ZZV &gxx'cx' «1105, um die sehenswerthen Theßle der Stadt in «*Z'gcnxcß'cét: zu MHMM. Ein gewöhnxéaher Fiaker wurde auf .semen ausdräckchxn Befehl zn dxescm Behufo requérérr. Jede ., szeécjxnung und selbst eine EHZ'enwache hatte Er sach auf das Msnnxmxeste vsrbeten. Dem däpwänméscknn Corps , welches an- kagte, es seine Aufwartnng machen dürfe, wurde die An!- Wort: daß so der Kaéscy außer'oT'dcmlich bedaure, aus Mangel “PZM, W 'C“? schon heute NWMéLcag wieder abreise, dasselbe tempfangen zu könncn. Um 12 Uhr kam “Se. Kaiserl. Hoh. “C'l'szkz'krzog Pakaténus, von der frohen Ußl'erraschng in Kmne; “ck IETM, von Preßburg hxcr an, -- *Östjclers-Hotel, um den Kaiser zu 7411; hcrzléchste empfing und ihm seine freumschästliÉ'fte Ach- ?" aaf eine aus eachnende Weise zu erkennen gab. N44 einer ,.;MndenlanZen Be puchung veraßschccdcte fich der Erzherzog, um “€*“th Schönbrunn zu Hochs". Seine Majestät der Kaiser “..“FL'FUHO im Wagen seines Botschafters nach der Staats- “WIZMZ. um von der Fürstin von '))?etternicb Abschied zu neh- "'-* 1,111 “KÄUFER“ im LUKJ'Olcß vox: Schönbrunn.

bewtükommncn, der ihn

-“' “I'“Fijsx nur Noch auf emen Augenblick nach dem Botschasts-

“Mzurückkommxn und dann di-e Rückreise nach Prag unver-

' dessen die Schiffe der

und cékte ohne Aufemhalt nach_

2 Uhx- crwm-tet Zhu die Kaiser-Ymilic zum Min; ach diesem wird

1177 Weilt antreten, also noch einmal mit unserm Kaiser zusammen- kommen. Daß der Kaiser,.Nékolaus durch diesen, wenn auch. kurzen Besuch unserer“- Kaiserlichen Familie einen wiederholten sprechenden Beweis der zartesken Aufmerksamkeit geliefert hat, wird hier allgemein und um so lebhafter empfunden, als er da; durch auch eine hohe Achtung für die Oesterreichische Vkonarchie überhauyt beurkundet hat. Man kann sch aber auch keinen Be- griff machen von der freudigen Auft*e_.3Ung, welche die Kunde von seiner: Ankunft vxrbreitete. Diese Stétmnung hat stch auch schon verschiedenemalc Yestern und heute beim Erscheinen des Kaisers durch lauten Zu el Lust gemacht, und mit vollkommener Ueber- zeygung wiederhole ich, daß stch derselbe dadurch in jedes Oester- retchers Brust ein unvergänqliches Andenken gegründet hat. In der Begleitung Sr. Majestät besmdet sci) der Kaisers. General- Adjutant, Graf von Benkkudorf und der Ihm als Flägel-Adju- tant von Seiten unsers Kaisers beigegebene General-Major Fürst Karl Lichtens1ein.- Heute ist auch der Kaiserl, Königl. Bot- schafter am Londoner Hof, Fürst Paul Esterhazy, von Prag zurück hier angekommen.

S ck w e i z. Neuchatel, 8. Okt. Die Musterung unserer Milizen ist durch, ein freundliches Festmahl beschloffen worden, das sich die Offizwre aller Wgffengarcungen der b-ctöen Kontingente und die

*Mitgléeder der Militairchpartements gegeben haben.

La Chaux de Fonds hat Behufs der bessern Einrichtung ihrer Wochen- und Jahrmärkte einen Platz für „7980 Sclwelzer Franken angekauft, wozu die Gnade des „Königs 5000 ranken beigetragen hat; das“ Uebrige ist durch frei- willige Unterzeichnungen zusammengebracht worden.

3 t a l i e n. (Allg. Ztg.) Man schreibt aus Rom,

Die Gemeinde von

Turin, 5. Okt.

“daß Se. Heiligkeit der Papst auf Vorstellung des Englischen Kon-

suls fick) bewogen gefunden hat, das Verbotaufzuheben, vermöge Königin von Portugal, so wie die Por- tugtestsche Handels-Flagge, aus den Häfen des Kirchenstaat“ aus- ge1chlossen waren_. Dock) müssen fich aile untchorthjefischer Flagge fahrenden Schiffe dazu verstehen, daß fie bei threr Ankunft m den Römischen Häfen dieselbe“ cin ichen, und sie erst wieder aufziehen dürfen, wenn se die Nömis e Kaüe verlassen haben. Ihre Pa- piere sollen indessen respektirt und, Maxjnschafc wie Ladung so angesehen werden, als“ ob ste einer Nation zuqehörten, die mit dem Römischen Hof in den freundschaftlichskcn Beziehungen ffeht. Man scheint in diesem Falle zu Rom eben so verfahren zu seyn, wie es bei denjenigen Schiffen geschah, die den SÜd-Amerikani- schea Staaten ange ören, we1che auch nicht vom Papße anerkannt Kad, aber wie Beg nftigung erhieltsn, ihre Handels-Verbindun- gen mit den Päpstlichen Unterthemen auf Nacional-thiffen unter denselben Bedingungen zu unterhalten, wie se gesenwärcig für Portugal vorgeschrieben smd, , Hier hat man dixje Uebereinkunst mißbiüé end aufgenonnnen; man hätte es lieber gesehen, wenn der R mische Stuhl den Zuredungen Englands widerstanden hätte. «- Aus Spanien sind die hier céngegmkgenen Nachrichten mjcjcnen übereinstinunend, welche die Franzözischen Journale täg- lich geben, doch dürfte es nicht unwichtig mm zu bemerken, daß die vielen Königl. Freiwilligen, welche nach demTodeFerdinands sl]. aufgelöst worden_ find, sich bei der großen Aufregung, die in allen Provinzen herrxcht, auch wieder zu rühren beginnen. Sie kön- nen, falls es Don Carlos gelingen sollte, eine Demonstration im

nnern des Landes zu machen, gefä rliche Gegner der Sache

sabeams werden, denn nach den M nchen find die Königlichen Freiwiäe'gen am härtesten behandelt und leichtsinniger Weise in ganz Spanien aufgelöst und zerstreut worden, wo sie unter aüer- lei Formen das glémmende FCULX' dcr Uxxzufréedenheét nähren. Die Zahl dieser Freiwilligen soll kurz vor dem Tode Ferdi- nands 1'11. nahe an 70,000 bexragen haben. .

Seitdem unser König fich während der Cholera nach Genua begeben hac, wo die meisten angesehenen Leute aus Furcht slch gesiüchtet hatten, zeigt sich dort für ihn ein entschiedener En- thufiakmus, und die enueser, welche sonst keine großen Anhänger des Königlcchen Hauses waren, scheinen jeßr bekehrt.

Mit dem Schweizer Vororte find Unterhandlungm ange- knüpft, um einen freicrn Verkehr zwischen diesem Lande und Piemont herzustellsn. Dies scheint um so nöthi er, da die Eid- genossenschafcauch imBegriff stehen soll, mit den eutschm Reale- rungen Handels-Negulérungen eivzugehen, wodurch mittelbar Lm- sern Produkten ein neuer Ausfluß geöffnet werden könnte,

S p a n i e n.

Durch zwei Dekrere, vom 27, und. 28. . Martin de los Hsros zum Minister Don Alvaro (Gomez Becerra zum Justiz; Mi-

Madrid, 2, Okt. September, werden Don des Innern und nister ernannt.

. Folgendes Dokument, wexchcs dem D:!ret vom 28sien zur Embxrufung der jeßigcn Cortes vorhergjng, kam: als ein neues Mamfestxdes Ministeriums betrachtet werden:

„Scnora! Jnxetxx „dcr interimifiésche Präffdenthres Méniüer- Conseils den Beweis semxr Ltede und Ehreröe'etung zu den Füßen dxs Thrones Ihrer erhabenen Tocbt-“r, der Königin Isabeau "„ mcderlegt, knüpft er da-xan folgende Betrachtungen über den ge: chwärtégen Zynand der Nation. “Oje lcvtkn wohlwollenden Dpa rete Ew. Maxrüät und die Muigung, wom.t Sie die Grundsätze zu bewgbren gerahmt, die ich in dcr Erklärt": ausgesprochen, welche t_ch am 14 SM 1) F. zu übsrreécmn dic -bre hatte, haben dtcoAUsrcqung, weiche nnscr„11119111411001'5 Vanrland heimsucbte, gesaux._ Der Tag her aUgcmcxm-n Vscsöhnung sehr nnhc, und mit dmem Tage wcrd eine neue Arm des Ruhms für Ew. Maje- siät und de_s_G_1ückes für das Spanische Volk beginnekx. Dann Wet“- dxn „auch dtexsmgen Gz-uttdi'ähe fick) zu enth'ckeln anfangen, welcbe fur immer)"? öffentliche Freiheit an dcn Thron "Fbx'cr erhabcnkn Tochter knuvkcn wckdcn. Ems Zu_s'a:mncndcrufung der Sorte; des

Könkgrrichs isi aUgcmsin ats unerläßlich anerkannt, um in Ukbx'kx ' das Königliche Statut,

cinünnnxUUZ mit der K'önjzxiaxsn Amokität zu rev-„dtren und dadurch, auf eénc fcüe und dauernde Weise, d.'c Ausführung der alten Fundamental-(Hcseyc der Monarchie zu MHK", indem “111011 fix *sz"-©1406 dcs Fahrhunderts und Mr Erfordernésscn der jck)!gen_ Ctytlemtton accommodért. Wenn- étxdeß chermann von M* Nothwendtgkext dé. scrhYZaßk-“gkl faverzcugt it?, rv, [M für immer den Ab-

rund dcrvolixxschcn Sgnlmngen vcrschlccßcn wird, so herrscht dtm) cine

ersxhtedenbcrtdcr Annehten darüber, tvc1chc Mxttcl unter den gegen- wärttgen nxnüäpden zn ergrcikcn seyen, um die (d'ortes auf eine ge- setzlich Werse emzuberufen und dadnrck) jeden Vorwand zu ferneren Schwierigkeiteww xntferxksn. Zur „Erret'ckxung dieses so sehr qe- wünstbteu wackes bieten ssc!) drei Mtttel dar: 1) Die Einberuftkng ncUcr Cortes m Gemäßhxét cines mum von Ew. Maj. bekanntzu- mncl)end'cn Systems., 2) Dieselbe Cixvdcrusung nach dem ieht'gen Wahlgcscße. 3) Emvcrufung der xcviqen Cortes, um ein neues Wabl=Geses zu entwarfen. Das erüe Mittel widerüreétet den Grundsäßen Ew. Maxeüät und Ihrem festen Entschlusse, über och wichtkge Fsaqcn dj_e Stimme" des Landes zu hören, rs wcherßrcltct der Natur c:"ner Repräsentativ- Regierung, deren

;wnhtégßes Gesch cbm das Wahlgcscy :ü, denn es umfaßt

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aYein eine_ anke Conüitutkon. Ew. Majeüäk-Mkökki EÜ“ Wk mM «kgkk=,en„wo11en, welches dér Lösung des Pebblems guss „111.-"ß- ltch dcr WtUkur der Regierung üb'er1-'ieße*,“denn„'Ew. Mäseftämvts- sen, daß ,die Bewahrung der öffentlichen Garantteen *die heße-Stütze yes Thrones lü- Das zweite Mittel wäre, unteo-anderen als:den xeßigen Umständen, sehr leicht ausführbar. Zur Erwählung von Dcputirten nac!) ßem_ jetzigen Wahl: Gesetze bedarf es der Mxtwjr... kung der Munéztpaltxäten, dee noch nicht im ganzen Lande, very ne_ue_n Dekrete gemäß, eingeseßt worden 17:11). Man müßte dicxe Emnßung abwarten, und dann' könnte die Versammkung der Lortes erst x'n vier Monate_n ßattünden, ein Aufschub) den Yee kngenwärtege Lage der chterung, namentlich in Bétresfkdesdfa x.:rt rcven Kredits“, nicbt erlaubk. Uevcrdies könnkc jede Verzögerung der Eiqurufung dcr Cortes von den Argwdhniscben als eine„'lyon dcn thftern er'sonnene Ausflucht, um sci) der Erfüüun ihrer Versprechungen zu entziehen, betrachtet w'erd'en, und ein Méniüe- raum, das Achtung vor der öffent11chen Memung und vor fick) selvsk hat, muß selibü dcn Sebatten eines Verdacht)? vermeiden. DicNmb- wendéqkeet exner Zusammenberufunq der jevtgen qutes ist erwiesen; dies Marxel :| das einfachste und leicbtcüe und dee gegenwärtig !: Cortes smd das einzige zgeseyliche Organ des öffentlichen Wä- lens, welches Ew. Majeß t in der icyxgen _Lage zu befragen haf. Diese gesevgebcnde Gewalt, deren Scsnon tn anderthalb Monaten exdffxxet werden kann, wird das neue Wab1:Gesey, demgemäß dann dae folgenden Cortes werpen einberufen werden, so wie die drin- endßen Angelegenheiten m Beratbung ziehen. Nach der Abfas- 1gung des" pcucn Wal)l:Grsehes und der Einberufung der neuen Cortes begtnnt unsere parlamentarische Aera. Die Vertheilung und das Gleichgcwicht der öffentlichen Gewalten, die PräroJKtive dcs Throncs, die Rechte der Nation, die Verantwortlichkeét er Méni- üer, die organischen Gesetze und, xvefnn es für nbthig gehaltenwird, sclvü das Wahl-(Heseh können dxw'netév beüimmt werden. Sind diese. Fragen einmal erledigt, so können der Thron und die Nation ihre Aufmerksamkeit aussch1ießlécd auf Gegenßände der Verwaltung- auf die Queüen des National-Reichthums und auf das Wohl des Volkes richten, we1chez,der aüeinige Zweck jeder Ne kerung seyn muß. .Ich habe daher dtc Ehre, Ew. Max.. die unverz glkcbe' Ln- berufung der jetzigen Cortes der Monarchie vorzuschlagen, um den in dieser ehrfurcbtsvollen Erklärung ausgesprochenen Zweck zu er; reichen. - Jm Schloffe, den 28. Sept. 1835. I. Alvarez Mendizabal-“k

Das Königliche Dekret, wodurch die Cortes einberufen wer. den, lautet folgendermaßen: „Donna Isabella "„ von Gottes Gnaden" Köni in von Castiléen u. s. w. und in ihrem „Königli- chen Namen Donna Maria Christine von Bourbon, Köniqin-Re- gentén während der Minderjäßrigkeit meiner erhabenen Tochter, Allen, denen Gegenwärtiges zu Gesicht kömmt, ihren Gruß: Da ich die Bande, welche dée Freiheiten dieser edlen, loyalen und hochherzégen Nation an den Thron meiner vielgelt'ebten Tochter knüpfen, enger schlingen will, habe ich, nach Anhörung des Re- gentschafts- und des“ Minister-Raths, beschlossen, dieselbe in ih; rem sichersten und gescßmäßigßen Organ, nämlich in den nach einem WahlSvstem, welches die geseUschaftlichen Interessen in ausgedehnteror Weise repräsentirt, als das cht bestehende, *zu- sammenberufenen Cortes zu Nathe zu ziehen. Diese CorceK “sollen fiel) so bald als möglich versammsln und im Einklange mkt der Autorität der Krone das Königliche Statut revidiren, um die ganze Ausführung der Grund-Geseße der Monarchie fest und dauerhaft zu sichern; fie sollen die in der Darle ung meines Con- seils-Präsidenren und Finan ;Minißers D. I. [varez Mendéz'a- bal vom 14. September ent altenen Regierungs-Prinzipéeu, die ich zu genehnygen für angemessen erachte, entwickeln und den großen Spamschen Staat definitiv konstituiren. Aber die drin- gendep Umstände erheischen die Zusammenkunft der jeßigen Cor- tes nxcht nur, um das Wahl-Syüem festzustellen, nach welchem sich dre Cortes, die ihnen unmittelbar folgen werden, versammexn sollen, sondern auch, um über andere höchst wichtige Punkte, na- mentlich, über die, welche die Befestigung des Staats-Kredits in [?ck schlußen, z/u berathen. Ick befehle daher", daß am 10. No- vember dieses F??!“es die Proceres und Prokuradoren "fich in der Hauptstadt des önigsreichs zu den Cortes vthsammeln sollen. Ihr habt es vernommen. Prado, 27. Scptem er 18.75,

- - (gez.) Die.Köni§7;n.““

Am 28. Sept. richtete Herr Mendizabal folgendes Schrei- ben an Don I. Maria Calatrava, Minister des obersten Ge- richtshofes für Spanixn und die beiden Indien; „Mean Herr! Ihre Majestät die Königin-Regetttin hat Ihnen wegen Ihrer C'inficht und Ihrer Kenntnisse in den Gesehen und der Politik ihr ganzes Vertrauen geschenkt und Sie daher um Präsidenten einer aus Ew. Exceüenz und vier anderen étgliedern, die Ihre J))?ajeßät unverzüzzléch zu ernennen fich vorbehält, bestehe“, den Junta zu ernennen geruht, um Ihrer Majestät “"VW-161- Geseß-C'ntwurf zu ihrer Billigung einzureichené de:, 0537? WTO jestät dann den nächsten Cortes zur Bestätigßkg vorngM la:;"cn wird. Ihre Maj. zweifelt nicht, da„ ÉWÜÉxcellenz und ZN"? Koüegen, Von der hohe?" Wichtigkeit durchdrungen, weiche éix: Gesckz, Has fast alleFÉlentettte der politischen Verfassuna dev Monarchxe m sch) schlxeßk, für die künftige Sicherheit und Wohl- fahrt dteFer lcßeeren haben muß, dasselbe Mxk dem reifen Urtßeix Überlege?! und entworfen werden, welches Sie ausz'eéchnst, Und welches die großen öffentlichen Interessen erhetschen, auf Weichk- dasselbe sich bezieht, w wie die großen Gefahren, von denen dax! Vaterland bedroht is?, Über die jedoch die Regierung Ihrer Ma- jsskät durch die Mitwirkung aufgeklärter Personen, welche die Rechte des Thr'ones und die Rechte der Nation auf gleiche Ltnie stellen, zu fiegen Hoffr.“

Dxxx'ck) «*in Königlkckxé: Dekxct vom heutigen Tage werden Don M. J. Quintana, Procer des Königyeichs, Don A,Alca1a (Ha!.iano, ProkUradoy auf den Cortes, „Don I de Wxadréd dAvjla, Mmistsr des Königlicher: Raths fük Spanien und die beiden Indien, umd Do:: I. Ortigosa, Isr-Didéakonus von Car- mo.“;a, zu Mitarbeitern Don Z. Makéa CalarravaY bei der EM; wcrfung des Wahk-Gesetzes errxannt.

Die zu Badajoz bestehende Rx'géérungstunm von Effre- madura hat an den Präzidcntsn des *))?tnißszaths ein? Erklär t'ung eingesandt, wodurch fie dem Sme der RegierungIbrer Majestät volxk'ommsn beépflichtet. Si? k-érxdéqt an: 1) Daß sie alke Hx'ilfsquellen an »Manxxschaftx-x: Mid Geld, welche die Provinz darzubésten vkrmöge, zm“ th'fügung der Regierung stelle; 2) das; OS.: dispoxxéblen Sicherheits;C:.»mpagnécen und T:"- raillEUr-Bataislone sich mit eéncr FcW-Bathéx uno einer Kaval- [e1*ie-Sch1vadron nach ?)?adréd bcqeben solL-krt, Um unter die Be- feHTe der Regterung zn treten; 3) daß die Kxéegs- und die F:“- nanz-Kommtsson soqxeichzusammenkommen und die nöthégcn Fonds bewilligen sollen, um die Armee von Estremadura auf 10,000 Mann zu Bringen.

Die Seadc-I)2ékéz so!! von jekxt an in Namen „RationalGarde“ annehmcn.

-- Fran ösische Blätter enthalten fokgende'Ptéévatmék- theilung axxs ?adrid vom 22. Oktobxr: „Das Dekret, wo.- durch die Eortes zusammenber'ufen werden, hal einn: günskégen Emdruck gémaäyt. Dee Et'ncmmng der Mitgüeder dcr Junta,

ganz Spanien Nn

welche beauftragt ifi„- der Mm»?- dcn Gesck; - Enéwurf für dic