tLhoeri?tDway Stuart bei ihrer Durchreise das Bürgerrecht er-
Der unter dem Namen „der Schäfer von Ettridk“ bekannte Schottische Dichter James Hogg ift kürzlich iw" 5917?" Jahre seines Alters mit Tode abgegangen.
. Der zum Statthalter von ObersKanada ernannte Sir Fran- cis Head hat ßeh auch in der literarischen Welt durch seine un- ter.dem„ Titel: 81100165 ok U18 brunudn§ bekannte humoristische Reise emen Namen gemacht.
Dcr Yigebliche Plan der Regierung, den Besitzern von fremdem Weizen, „wovon 5 Millionen Quarters in London unter Königs Schloß liegen, die Vermahlung dieses Gerraides und die Ausfuhr desselben in Gestalt von Mehl oder Schiffszwiebaek zugestarten, damtc das darin steckende Kapital anders angelegt, Müllern tend Bäckern Verdienst verschafft und der Handel mit diesen Artikeln nach wa-Foundland künftig dem Mutterlande selbst zugewendet werden könne, findet von Seiten der Korn- Fqktoreri großen Widerstand, indem diese behaupten, daß es ganz unmöglich seyn würde, in London einen Verkauf von Schiffs-
zwieback zur Ausfuhr zu bewirken, Weil dieser Artikel in Ham--
burg viel billiger zu kaufen ien.
Aus Porto vom Zl)- Iktober schreibt man: „ Der Prior “" Montserrat, DM Francisco Pedro de Aranza, isi mit wich- tigen Papieren, die er bei sich führte, in Viana ergriffen wor- den.“;'es- “Mb sich- daß er Personen dazu verleiten sollte, sich einer M'nglißischen Guerilla, die an einem nicht benannten Orte stand, “"zu-ck!Ußen; Heute früh find 120 Mann dorthin abmarschirt.“
Die „Times n1achc darauf" aufmerksam, daß fast alle Ma- “driver Zettungen jeßc heftige Ausfälle gegen die Französische Re- gierung ?Whielten, worin derselben das heimliche Bestreben Schuld gegeben ivird, die populaire Wendung der Dinge im Königreichc du hwkertreiben. .
Auch die_Morning Chronicle widerspricht der Behauy- ning Franzöfiicher Blätter, daß England gegenwärtig mit Spa- nien über die Abtretung der Balearischen Inseln unterhandle. Dergleixhen Unterhandlungen, sagt die Chronicle, hätten niemals stattgefunden, denn England habe schon mehr Kolonieen , als es brauche, und möge keine neue Erwerbungen, die ihm eher eine Last, als ein Vortheil seyn würden; wäre England aber wirklich ehrgeizig genug , um nach den Balearischen Inseln zu trachten, so würde es in keinem Fall den jeßigen Zeitpunkt, wo Spanien m eiiiem Kampfe für eine freie Verfassung begriffen sey, dazu gewählt haben.
“Amtlichen Angaben aus QUebek zufolge, waren in diesem Jahre dort bis zum 19. Oki. 1067 Schiffe mit 11,394 Ansied- lern angekommen; im vorigen Jahre betrug die Zahl der Leiste- ren um dieselbe Zeit 18,78] mehr.
“Den letzten Zeitungen aus Jamaika zufolge, war dort das Gerüo'yt im Umlauf, daß der Statthalter" fich anschicke, die Insel zu verlassen. Es hatte in der lclzten Zeit dort zwar ge- regnet, doch hoffte man kaum, daß dies für die Aerndte noch v,o„n- großem Nutzen seyn würde.
' Aus Lima find Nachrichten vom 21. Juli hier eingegan- gen, die äußerst traurig lauten; Alles war noch in der größten Unordnung, die Geschäfte lagen gänzlich danieder, und die Land- straßen waren mit Räuberbanden bedeckt. Die Einwohner er- warteten täglich eine Armee von 6000 Mann unter dem Befehl des Präsidenten von Bolivien, General Santa-Cruz, um den General Salaberry, der in der Umgegend von Lima stand, an- zugreifen. „Salaberry wird als ein blutdürskiger Tyrann geschil- dert, „der kaum- einen Tag ohne Mord verleben könne, Er hatte eine Armee von 3000 Mann, die gur besoldet war und fich durch treffliche Disziplin auszeichnete. Ehe er Lima aufgäbe; hatte er erklärt, wolle er jedes Haus daselbst bis auf den Grund nieder- brennen. Man sah einer Krisis entgegen. Salaberry war Prä- sident in Lima, Obrogoso in Arequipa und Gamarra in Cuzco und Punto, so daß es drei Präsidenten gab, ohne einen Kongreß.
Niederlande.
Amsterdam, 30. Nov. Folgendes ist die (kürzlich er- wähnte) Petition von 42Friesischen undGröningschen Schiffern gegen das Korngese .*, Edelmögende Herren! Wir Unterzeichnetetl, Schiffer und ährleute, die wir für .uns und unsere Familien den'Unterhalt mit unsern Koffen, Smakken, Tjalken u. s. w. verdienen müssen, wenden uns an Ew. Edelmögenden mic Fle- hen .und Bitten, daß Sie uns vor dem Untergange bewahren mögen, der uns bedroht, sobald das vorgelegte Geseß über die Getreide-Einfuhr „von Ew. Edelmögenden angenommen werden sollte. *- Unsere Schiffe, meistentheils in Friesland und Grd- ningen erbaur, sichern uns, sobald der Kornhandel blüht, unser Auskommen; früherhin gingen wir mit Salz nach der Ostsee, doch seit langer Zeit schon ist dieser Handelszweig eingegangen; wir brachten ganze Ladungen Häringe,„ Dachpfannen, Taback und viele andere Artikel dorthin; jetzt noch können, ungeachtet Emdener und Hamburger Häring, schon bevor unsere Buisen in See sind, in der Ostsee für Holländischen Häring verkauft wird, die Ausklarirungsttsten bewr'sen, daß alljährlich viele Güter von uns nach den verschiedenen äfen der Ostsee ausgeführt werden; wir begnügen uns'dabei mit mäßigen Frachten, weil wir auf gute Rückfracht von Korn, Saat, Hanf, Pottasche u. 1._ w. hos- fen. „Sollte nun das neue Getraide-Geselz durchgehen, io ist für uns nichts als Elend zu erwarten. Wir flehen zu Ew. Edelm, geben sie nicht den Todesstoß dem thätigen Seemann, der keine Gefahr scheut, und der, wenn Noth an Mann tritt, sich stets als einen braven Gesellen (.]:m Maut) erweisen wird. Wie Viele von uns haben das nicht schon bewiesen! Und sollte das der Lohn. seyn, daß des Landes Regierung uns die (Mittel unserer Existeng nimmt?- - Reiki, edelmögende Herren, wir können, wir mögen das nicht glauben. Schon in diesem Jahre haben wir die Folgen eines“ bedruckten Zustandes des Getraide-Handels empfunden, und wie soll es erst dann werden, wenn die Hoff- nung auf eine bessere Zukunft uns geraubt isi? -- Der Gott der Niederlande “lenke Ihre Herzen zur Vermerfung eines Geseßes, welches die Schifffahrt, dieses Kleinod unsers lieben Vaterlandes, zu vernichten droht.“
Belgien.
Brüssel„Ll), Nov. Gestern haben die Repräsentanten, nachdem“der Finanz-Minisker darin nachgegeben harte, beschlossen, daß der Einfuhrzoll auf anständisches Vieh vom Gewicht, _und nicht pr. Haupt oder nach dem Werth, bestimmt werden solle; alsmmnzab'er mit 37 gegen 35 Stimmen diesen Zoll für Pferde auf15 Fx. das Stück (statt 50, wie es der Minister verlangt
harte), sk. wie auf 5 Fr. für ein Füllen festgescht. _ D “k n e m a r k. ' Kopenhagen, “29. Nov. In der Sitzung der Stände vom LMM d. M. wurde die Diskusßon über den von “dem
„Justi rats) „Salicath gemachten Antrag u einer Petition wegen einer zneum Gesehgebuns m Bezug an .den Diebstahl beendet.
1384
Darauf trug der Prokurator Rye mehrere auf die Brapntwein- brennereien bezügliche Anträge vor, welche n*ebsk“'*and'eren in die- sen Gegenstand einschlagenden Petitionen an ein aus 5 Mitglie- dern bestehendes Comité verwiesen wurden, und nachdem dann der Amtmann Tiltisch als Berichtersiatter mehrerer Ausschüsse verschiedene in Auftrag der Versammlung abgefaßte Gutachten über gesetzliche, auf die Faröer-Jnseln bezügliche Verordnungen verlesen hatte„wurde die Sitzung geschlosset".
AusTönn-ing und Friedrichstadt wird berichtei, daß der Sturm in der Nacht vom 18, auf den 19. November, in Folge dessen das Wasser mit reißender Schnelle anwuchs, nicht Unbedeutenden Schaden an“gerichtet und leider auch eiiier Anzahl Menschen das Leben gekostet hat. Namentlich haben die im vo,- rigen Sommer an den Eidechichen gemachten Arbeiten schr gelitten, und bei Delve scheint sogar ein Durchbruch erfolgt zu ]epn.
Drittsehland.
_ Hannover, 2. Dez. Die heute ausgegebene Nummer der Geseßsammlung enthält nachlic ende Publication des Bundes- beschluffes vom 5. v. M., betcmend, das Verbot der ?lkcer-Ver- schickungen in Polizei- und Kriminal-Sachen: „Wilhelm der Vierte :e. Nachdrm in der 27|cn diesjährigen Sikzung der Deutschen Bundes-Versammlung zu Frankfurt a. M. am 5. No- vember 3. i;. der Beschluß gefaßt worden ist, daß in denjenigen Bunde's-Staaten, in denen die Verschickungder Akten in Poli- zei; und Kriminal-Sachen an Fakultäten und Schöppenstühle der- malen noch "gestattet ist, diese Verschickung der Akten, es sey an Deutsche oder ausländische Universitäten, spätestens von_dem .|. Jarmen“ 1,837 aufhören solle: so wird dieser Bundesbelchluß hiedurch nach Maßgabe des zweiten Paragraphen des Staats; Grundgesetzes Unseres Königreichs Hannover zur öffentlichen Kunde gebracht. Hannover, den 30. November 1835.“
Ebersdorf, 30. Nov. In der Nacht vom [Iten auf den ““en d. M, verheerxe eine Feuersbrunst das gewerbsame Städt- chen Hirschberg an der Saale im Reußischen. Das Feuer brach Nachts halb eilf Uhr in dem Hintergebäude eines am Markte gelegenen Hauses aus und griff. mic solcher Schneliigkeic nach allen Seiten um stch, daß binnen Wenig Stunden außer der Kirche, dem Rathhause und der Knabenschule 49 Wohnhäuser und 23 Scheunen in Asche lagen. Se. Durchlaucht der regie- rende Fürst war in unglaublich kurzer Zeit von Ebersdorf her- beigeeilc, um persönlich zum Löschen des Feuers mitzuwirken, und unter seiner Leitung gelang es, mit Hülfe der zahlreich her- beigekommenen Bewohner der. umliegenden Ortschaften , gcgen Morgen der weiteren Verbreitung des Brandes Einhalt zu thun. Der geringste Theil der abgebrannten Gebäude war versichert und die Roth der vcrarmren Einwohner wird durch die Utige; wöhnlich strenge Jahreszeit vergrößert.
Hamburg, 3. Dez. (Börsenhalle._) Da in öffent- lichen Blättern mehrfach die Rede von einem Hamburger Schiffe gewesen ist, welches von einem Spanischen Dampfschiffe genom- men seyn sollte, weil es Waffen für die Karlisten am Bord ge- habt, so geben wir hier zur Berichtigung folgende Mitt eilung des Herrn P. . Mohrmann, Rheder des hiefigen chiffes „Pomona“: „ ,einZachtschiff „Pomona“, Capitain T. Va- lentin, ist gestern mit einer Ladung Kastanien von Bilbao , von wo es am 22. v. M. abging, hier angekommen. Dieses Schiff segelte im Oktober von hier mit Ladung nach Jersey, kam dort am 19. desselben Monats an, löschte daselbst seine Ladung und ging dann in Ballast nachBilbao. Am 11. Novbr. ward die „Pomona“ von 2 Spanischen Kanonler-Schaluppen angehalten, aber nach kurzer Untersuchung von denselben wieder freigegeben. Am folgenden Tage ward fie abermals angehalten und zwar von dem unter Span. Flagge fahrenden Dampfschiffe „Isabella 1 1,“ dessen Befehlshaber dem Capitain Valentin sagte, er, habe schon länger nach ihm gekreuzt, indem és ihm wohl bekannt sey, daß er Waf- fen für die Karlisten am Bord habe. Allr Gegenvorstellungen,
-alle Bitten des- Capitain Valentin, ' ibn fahren zu lassen, da er
die größte Eile habe„ "halfen zu nichts und das" Hamburger Schiff „Pomana“ ward _von dem Dampfschiff „Isabella ll.“ nach St. Andero aufgebracht, Nach Ziägigem Aufenthalt ward freilich die „Pomona“ wieder freigegeben“ und von demselben Dampf- schiffe nach Bilbao geführt. Capitain Valentin hat indessen nicht versäumt, gehörigen Protest zu machen, und ich muß nun sehen, ob die Spanische Regierung mir den Schaden, der sich gar nicht berechnen läßt, aber für den Gegenstand dcr'Reise sehr be- deutend ist, ersetzen wird.“
Schweiz.
Basel, 28. Nov. Die hiesige Zeitung läßt “fich über
*die Aargauischen Angelegenheiten folgendermaßen vernehmen:
„Der Aargauiscben Regierung mag vielleicht ein großartiger und des Kampfes würdiger Zweek vorschweben, nämlich, die abhänden gekommenen Rechte des Staates gegenüber der katholischen Kir- che und den der Regierung gebührenden Einfluß “auf den Un- terricht in dem Umfange, wie die Deutschen Regierungen solches üben, fich wiederum zu vindiziren. Dieser Zweck, den wir mir bil- ligen können, ilk noch klar festgehalten und ausZeiprochen in denyBa- dener und LuzernerKonferenz-Artikeln. Allein anstatt nun diesen großen Zweck ruhig und umsichtig durchzuführen, fängi fie mit der katholischen Kirche über lauter, untergeordnete Dinge much-
willigen Zank an, ergreift kleine Maßregeln, die; wenn die'
Regierung auch das volle Recht dabei hätte und des Sieges gewiß wäre, unklug find, weil sie, zu keinem Resultat; füh- ren, als die katholische Geistlichkeit zu erbittern und zii rei- zen, ohne fie zu besiegen. Eine solche zwecklose Zänkerei war die den Geistlichen gebotene Verlesung der Großräthl. Procla- mation; denn was ist doch für die rechtmäßige Stellung des Staates gegenüber der Kirche dadurch gewonnen worden? Ueberdies war die Regierung hierbei völlig im Unrecht, detin (Groß- und Kleinräthliche Proclamationen zu verlesen , ' ist Sache des weltlichen Beamten '. oder des Büttels, aber nicht des Kirchendieners, gehört auf's Rathhaus oder den Markt, nicht auf die Kanzel, und der Priester ist bloß; zu dem ver- p|kchtet, was seines Amtes ist. Mehr Recht hat die Yar- gansche Regierung in der jüngsten Forderung des Staats-Eides und der Verweigerung des geistlichen Vorbeyqlcs, indem dieser Vorbehalt durch die in der Verfassung ausgesprocheneGarantie der katholischen Glaubens-Freiheit überfiüsfig gemacht „tsk- _AUEM eine anz. andere Frage, als die der Berechtigung, ist die, der Klug eit und Zweckmäßigkeit; und daran hätte die Aargamsche Regierung doch wohl auch denken sollen! “War es der Mühe werth, war es klUg und zweckmä ig, wegen eines Vorbehaltes, der im Grunde schon in deniS' wure eines bloß verfassun s,- mäßigen Gehorsams' liegt, ,eikien Bür erkrieg anzufangen; a- tailio'nze und Batterieen aufzubieten ;, die iihefeines ganzen Kantons zu störenz'uud die religiöse Empfindlichkeit eines. kräftigen Volks- üam'mes aufs tieffte'zu tränken?"I| der mögliche, aber immer- hin'zweifelhachSiog-dieser großen Anstrengungen werth? Oder
hatüberhaupt die Aargauische Regierung sich““nue klar vor es stellt, was sie erreichen und erliegen wollte? Wir zweifeln-se r.
Jm-glücklichsken Fall den Schwur der katholischen Geistlichkeit -
ohne Vorbehalt, wobei aber derselben immer noch die Garantie der katholischen Glaubenssteiheit in der Verfassung als eben so vieldeutiger RüKhalc blieb. * Vielleicht aber ordnete die Ain:- gauische Regierung den Schwur an , um, die. katholische Geis?- lichkeit des Kantons zu sichten, und eine Gelegenheit zu erhal- ten, sich der Widerspenstigen Geistlichen z_u „entledigen. Gut! Sie soll auch hierin liegen, sie soll, indem sie die Gefühle der an "ihren Geistlichen hängenden Gemeinden mit Bataillonen nieder- iriit, es dahin bringen, alie cidweigernde Geistlichen abzusetzen und
fortzusck)icken; hat sie wohl auch schon daran gedacht,“ wie die _
leeren Stellen wieder zu besetzen? Zeder andere-Stand ißmit Kandidaten Überfälle, nur der Stativ der katholischen Geistlich- keit har “Mangel daran, und wer wcrd einer so .leidenschaftliwen Regierung sein Schicksal anvertraue'wwolleii? Die Aargauische Regierung möge es einmal bis zu dieiem Siege treiben, so wird fie finden, daß die größere Verlegenheit fÜr fie imn elrst beginnt. Wenn die Aargauische Regierung solche politische Fehler uud Thorheiicn hegeyt , so iii dies zur Noth rioci) „e_rklarliclx Aber daß Regierungen, welche außerhalb des. Kreiies- dieier_ Rau- ferei stehen, wie die Züricherische, aucb_tmtzrehen'köniien m die- sen „Plapparten-Krieg“, der muihwilligerwetse m „Linen „Kap- peler-Krieg“ verwandelt wird, - dies wäre lächerlich, wenn es' nicht zu trqurig wäre. „ „ [
Rat!) zur Klugheit und ?).)iäßigung häere _die Aarqgmsche Regie- rung von Seiten kluger Nachbarn verdient. “Wit? ke_nnen die Jnskructionen nicht3 welche der Vorort d'en eidgenössichen Re- präsenta'aten gegeben, wir hoffen aber, sie werden vermettelnder Art seyn, Bürgerkrieg zu verhindern und die Aargamsche Re- gierung zu vermögen, von ii)rer, .Wenn aach uicht Uüberechregten, doch zwecklosen und verderblichen Forderung eines unbedetm Staatseides von Seiten der katholischen Priester „abzusteen, und denselben den Vorbehalt, der den Rechten des Staakes nichts
verschlägt, zu gestatten.“ S p a n i e n.
Cortes-Verhandlungen. Proceres-Kammer. Size,.- Zn dieser Sitzung fand die Wahl die *
zung vom 17. Nov. 4 Secretaire starr, welche auf den Marquis von Miraflores“, di,: Grafen von Sascago, den Marquis von ESpeja und, de_n Cra- fen von Moneerron fiel. Es wurde sodann die Kommisnonzie' Redacrion des“ Adreß-C'ntwurfs ernannt; sie besteht aus folgen- den 9 Mitgliedern: den Marquis von Santa-Cruz und Quint“ rana, dem Herzogs von Eve, den Bischöfen von Cordova und» Posada, dem Herzogs von Osuna und den Proceres Balanzat
- und Alava. Am Schluß der Sitzung stattete noch der Herzog
von Rivas über die Verlegung der Proceres-Kammer aus dem Palast del Buen-Reciro nach dem der Donna Maria von Ara- gonien Bericht ab.“ Prokuradoren-Kammer. Sihung vom 17. Nov. Nach einigen Debatten über die EideSleisiung wurde zuePrä- sidentensWahl gcschritcen, und Herr Istariz, der interimisiische Präsident der Kammer, erhielt wieder die meisten Stimmen, nämlich 88 unter 134; nächst ihm hatten die meisten Stimmen Don Antonio Gonzalez, der Marquis von Someruelos, Heri Ochoa und Herr Ferrer, unter welchen fünf Kandidaten dieKö- nigin die Wahl zu treffen hat. .- ' . Prokuradoren-Kammer. Sitzung vom 18. No.» Es wurde der Kammer angezeigt, das Ihre Maj. die KMW“ unterden ihr vorgeschlagenen Kandidaten Herrn Isturiz YM Präsidenten und Herrn Antonio Gonzalez zum Vice-Präsidenteii der Kammer erwählt habe. Herr Istari z dankte darauf, ws? gewöhnlich, in einer kurzew'Iinrede für die Gunst, mit der „_ ihn beehrt habe. ,Die von der Kammer ernannten Secretairi, Herr Onis, Herr Polo y “Monge, Herr Cortes und Herr Mom tes, nahmenihre Sitze, ein. Um_1 Uhr trat Herr Mendizab; in großer Gala in den Saal. Der Minisker der Justiz und der Gna- den verlas einen Geseiz-C'ntwurf über die Fideikonimiß-Güter, und nach der Vorlegung dieses Projekts zeigte Herr Martin de los Herr der Kammer an, daß die Königin der Publizirung des Munii- pal-Geseizes erlaubt habe. Der Präsident des Minister-Ratßs bestieg sodann die Rednerbühne“, um den umfangSreichcn Wahl- Gesekz-Encwurf zu verlesen. Er erklärte, daß die mit der Rei daccion dieses Entwurfs beauftragte Kommission sich nicht h-- verständigen können. Drei Kommissarien, worunter Herr Ali Galiano, hatten sich für die direkte oder einfache Wahl aui sprochen; die beiden anderen Kommissarirn, namentlich Herr latrava, wollten die indirekte oder dreifache Wahl. DemnF “verlas Herr Onis, Secretair der Kammer, die Namen der 1“ lieder der mit der Redaction der *Antwort-Adresse auf die Thk Zierde beauftragten Kommission; es sind die Herren Aug!- Arguelles, Alcala Galiano, Fleix,_ Ferrer, Marquis von nardo, Acuno, Firmin Caballero, Cano Manuel und Puche-
Madrid, 21. Nov. Die Hof-Zeitung enthältfolg, den Artikel über dasjenige, was den gegenwärtig versammil außerordentlichen Cortes, außer “dem Wahlgeseße, noch vorge werden soll: „Mehrere Perionen haben, nach dem Inhalte Thron-Rede, geglaubt, daß den gegenwärtigen Cortes eine gw Zahl in der That vortrefflicher Geseiz-C'ntwürfe vorgelegt. den sollte, deren Diskussion jedoch die Einberufung der Cortes verzögern würde, welche, im Einverständniß mit deri“, niglichen Gewalt, das Königliche Statut revidiren und die .
Uebeiwollende haben nicht unrerlaffen, diese Gelegenheit zu nutzen, um das Ministerium in den VerdachtXxu bringen, wollte es die Einberufung dieser Cortes durch erlängerung, so eben eröffneten Session hinausschieben. Die folgenden“, trachtungen werden indeß Jedermann von der Wahrheit '. zeugen, daß die Regierung Ihrer Majestät, welcye ',
als irgend .Iemand dabei mteressirr ist , ihre Ve ; chungen zuhalten, nicht“ anders handeln durfte. 1) , Repräsentativ ; Regierung" ist unmöglich ohne Wahl' " setz, ohne Freiheit der Presse, ohne Verantwortlichkeit der * -
Nici): Beißand, sondern wohlmeinenden,
“? ; Präsidenten dieser Kammer ernannt. “suche, welche jedePartei ur Erprobung ihrer Stärke macht, ket- stveges emen so heftigen €
' ; Vertrauens erhglten, Wenn es. nicht durch Vorlegung * gengnnten Wichtigen Geseße vorläufig eine Garantie für peratioiieii bietet?“ , Königin hat das Palais der Infantin Don Carlos on Sebastian zu, Aranjuez für das Königliche Waisen- _ t der Union „bestimmt. Der erste ,von“ Ihrer Majestät e Zögling_dessclbeii ist dié achtjährige Tochter des Con- soer Diligéxce von Bonaveyte nach Santiago, Manuel , der am [/. Oktober von dem Karlisten Lopi'z gctödtet
n Königliches Dekret pom 19. November befichlt, in Ma- "- dThffteetti1 Umgegend ein Inikitut für Bauwesen und Berg- erri . “„Graiid'en von Spanien haben sich, Wie "Unniebr pie Hof- ng offlzksa aangk- erboren, 5000 Soldaten auözurüstcn. Malaga hat der Handelsstand'am 13ten d. M. eine “plion für di? außerordentliche Bewaffnung eröffnet, die sedes Vornziliags schon 300,000 Realer: ketru'g. Barbdskiz ist, in Folge einer gegen die Mönche gerichtet eanmksbewegung, das Klosrer: geschloffen worden. ie hiesige Hof-Zeitung giebt ein (bereits unter London kes) Dapkiagungsschreibcn des Kanonikus Riego, Bru- „3 rehabilitirren _Genexal Riege», an die Königin, worm , niichdem er fur die lebhafte Sympathie und den Ge- keicSsmn, den Ihre Majesiäc zu Gunsten des Andenkens eneralci und_seinrr_Familie k'undgegcben, innigsk gedankt, . erklärt,. da;; „ihm leine Gesmnungeii niehr erlaubteii, in e enwärtigen_Lliigenblick nach Spanien zurückzukehren. chtungsßchlagt rr, „welche ich dem Andenken meines xs schuldig bin, der als Opfer seiner Hingebung für das scineiVaterlandes starb, und meine GrundsNze, „welche ie seimgen find, gestalten es mir nicht, eine Gimli anzu- n, Welche, so großmüthig sie auch ist und so seiyr sie mich “n meinem Unglücke trösten kann , nicht von der Nation ausgeht, und meinem Bruder nicht als eine Handlunq dcr einm Seiten der Nation, sondern nur als „das persöblicde ;ck desxedlen Herzens Eurer Majesiäi dargeboten winden.“ as Eco, del Comercio, ein Oxpositionsblatt, enthält de Betrachtungen über die Ernennung der Secretaire der radoren-Kammer, welche in der Sitzung vom |8ten statt,- „Die ehemalige ministerielle Partei hat nicht gesiegt, aber das Terrain'ziemlicl) "streitig gemacht, und sie hat bewiesen, tekompaki gemig ist, um sich bei dem geringsten Schwan.- .exKammer den Erfolg zu sichern. Es isi zwar nur Einer Kandidaten ernannt worden", die drei anderen aber haben Stimmen davongetragen, und es braucht nur durch einige . endeoder abwesende Mitglieder eine gcrixige Verände- iii dem Stande der beiden entgeqengeseizten Ansichten her- kracht “zu werden, so kann beider Stärke sich ziemlich gleich- Diese Betrachtung darf denen nicht entgetien, die den errungen haben, und die mit dem jeßigen Kabiner am mei- im EinilanZe stehen.“ Jm-Eipan-oi liest man: „Die Nachrichten von der Nord- ee [quien-mck): günxiig. Der Truppenmarsci) nach-Arago- isi Wichtiger, als man anfangs glaubte. Es handelt sich
[ich um nichts Geringeres, als in Araaonien und Catalonien '
Bewegiing für Don Carlos hervorzubringen, wodurch der akier des Krieges ein ganz a::derer werden würde. Ohne eLeser-beunruhigen zu wollen, glauben wir doch, ihnen an- n zii ,nxüssen, daß die Sache der Freiheit sich in Gefahr be- i, wäßrend wir uns dem Vertrauex und der Freude überlas- Warum wird die Garnisonx von Madrid, Welches durch ,“ *racht und den Patriotismus seiner Bewohner hinreichend wert ist, nicht nach Aragonien gesandt, wo die Gefahr im,- ernster ivird "?“ . - Das Journal des Débats Mthält folgendes Schrei- aus Madrid vom 21. November: „Die Kommession, emitEntwerfung der Adresse zur Beantwortung der Thron- e-beaufcragc ist, vereinigt die 1vidersprechendsten Meinungen. erZusammenseßung nach, gehört sie offenbar dem Fortschritte aber da die gemäßigten Mitglieder nicht die Majoricät bil- , so ist es vorherzusehen, daß sich die Kommission schwerlich rden Entwurf zu der Adresse verständigen und vielleicht der mer emen doppelten Entwurf vorlegen wird, die sich dann rbeide aussprechen muß. Die beiden Prokuradoren, wclche gesmäßiglsken Ansichten haben, sind die Hrrren Fleix und »Wo. „Bis jetzt ist die Majorität in der Prokuradoren- noch nicht deutlich hervorgetreten. Der von den ehe- kin Ministeriellen für die Präsidenten-Würde aufgestellte Kan-
aiisivonHerrn Zsturiz nur mit wenigen Stimmen besiegtworden. n erwartete, Herrn Firmin Caballero um Secretair der
kuradoren-Kammer ernannt zu sehen. Eine Art von eigen-
niger Vorliebe hat die “ersten Versuche der Majorirät ausge- chnet. In der Proceres„-Kammer ist die Richterwählung des rzogs von Rivas zum Secretair dieser Kammer bezeichnend. dermann weiß, daß der Herzog sich durch seine Liebe zu dem Kiliides Fortschrittes auszeichnet. Das Ministerium hat die Wußten einer Protestation gegen diese Handlung der "Majo-
t'deiPrdceres eidgesehen und den Herzog von Rivas zum Doch haben diese
' ' arakter,_daß sie die Regierung nöthigen ten, zuso wechtigen Maßregeln zu 1chreiten, wie die Auflösung der
Wkilxadoren- Kammer oder die Ernennung einer gewiffen An,- [Proceres, um die INajoritäc zu erlangen; obgleich Uebelge-
zweckmäßig befundenen Modificationen damit vornehmenso' Ykk'slch in der Verbreitunzz solchkk Gerüchte zu gefallen fck“?
Die Meinungen müssen sich ersi völlig gesondert haben,
** das Ministerium eine bestimmte Partei ergreift. Die Pro- adorenz-Kawmer ist _noch bei weitem nicht vollzählig. ubt nUgemnn, daß die noch zu erwartenden Mitglieder sich
Man
eniäßigten anschließen werden. In der Adresse muß noth- digemeDarlegung der Prinzipien gegeöen werden, und in .DEkujswn über diesen Gegenstand werden die verschiedenen cyten besser hervortreten. Daher erwartet das Puölikum mit
“lo größerer Ungeduld die ersten Resultate der Session.
der Erwartung, daß diese 'Session eine bestimmrere
ster, und diese drei schon an und für sich sehr nothwendigen G“, hysvgnomie annehmen werde, will das Ministerium „zahlreiche
will, ohne eine neue Anleihe zu machen) und ohne die Adi
welche durch ihre Anstrengungen zur Beendigung des B «» krieges nothwendig werden dürften, beßreiten , ihre be ckckHie- Verpfiichtungen erfüllen und den öffentlichen Kredit verbs Wäre es aber möglich, diesen Entschluß auszuführen, wenn . den Cortes die in der Thron-Rede angeführten Gesc ;EUU' übe'r die Staats-Oekonomie vorgelegt würden? Ein kW“ Vertrauens indeiden Kammern würde allerdings daß rium in den Stand setzen, jene wichtigen Maßregeln, ". -
, . . - Ausl. “ckden Gefinmin'gen zu erhöhen, alle gewöhnliche und außerordentliche s Reben, m n'vch' nicht, drei „ter den Waffen seyn werden. 4 Mitwirkung der Portugiesischen Truppen, ““' “Herr Mmdizabal so“l)ohen Werth legt. Er ckden) emenxC'ourier mit einem Schreiben an die junge . “ZKEZeZkssabon “gesandt, worin er sein Vertrauen auf das Ein- „kur entschieden aussprieht:
“ von Seitender“ Portugiesischen Regierung würdyhier je-
werden dies noch mehr durch die Umstände. 2) Die Regi“ , „xonabVeränderU-ng vornehmen. "" Im Kkisgs-Mknésterium
-
cht fortwährend die größte Thätigkeit. Man glaubt, daß die sich in den meisten Provinzen kund- Monaten'mehr als 60,000 Mann Mit Ungeduld erwartet man auf die bekannt- hat gan v'or öni-
Hülfs-Tkuvven fürdie Sache der Königin von Spa- Die Verweigerung einer Interven-
auszuführen, wobei seine Handlungen btlkändls d“ “K" “ks“. falls einen üblen Eindruck machen. Einige. Umstände haben
künftigen Cortes unterworfen blieben; aber wie soll es 9"
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1385
übrigens hier die Meinung verbreitet, daß nach dem Wieder- zusammentreten der Portagicsischen Cortes das Palmellasclje 'Mi- nisierium gestürzt werden würde. - Die Verhältnisse des Pre- mier-Ministers zu den Botschaftern Englands und Frankreichs smd fortwährend sehr sreundschafclicher Art.“
Türkei,
_ Konstantinovcl, 6. Nov. Die TürkischeZekkUU9 TU“ tvimi Wekaji vonr*14ce'n Redscheb (5. November) enthält fol- gende Artikel: .
„Nachdem im Scharten Sr. Hoheit die Angelegenheiten Skodras (Skutari's) ein glückliches Ende erreicht haben, ist M' .Kapudani Derja, Tahir Pascha, am Eten dieses Monats mit eiiiem Theil der Großherrlichen Flolie nach dem Weißen (Alba- niichen) Meere abgesegelr, um fiir die' nothwendig gewordene stärkere Befestigung einiger, Großherrlichcn Festungen an den Küsten Albaniens zu sorgen und darüber zu wachen, daß die im Weißen Merre liegenden Inseln gut vrrwalict und sowohl die Rui)? als die Wohlfahrt idrer Bewohner auf das strengste bewahrt werden. Das Großherrlichc See-Arsrnal wird bis zu felder Riickl'ehr unter der Leing _des nunmehr zur Würde ei- nes Feriks der GroßHerrlichen »))?ai'ine-Truppeu erhobenen Na- mik Pascha stehen, welcher an dem genannten Tage mit drm erforderlichen Ehrenkleide investirt worden ist.“
„Nachdem Hussein Pascha, Beilerbei von "Tunis, mic Tode abgegangen, und die »))?agxeatcn dieses Cialecs (wie bereits frü- her gemeldet) _die Genehmigung ihrer Wahl des »))?Uskafa Bei (als seines Nachfolgers) durch den zu diesem Zwecke abgeordne- ren Scbakir Bei von Seiner Hoden erfleht «» wie denn aUch ')»)?Uskafa Bei sélßü des:“)alb sck)rifclcch eingekommen -- so hat Se. Ho; heit, in Crwäguna, daß der erwähnte Magnat ein gerechter, wackerer und zur Verwaltung tüchriger Staatsdiener isi, drm- iilÖL-n Gnade 1"!er Gnade zu beweisen „geruhc. Es ist ihm außer der W:":rdr eiiies Beiletkbi'i von Tunis aueh die eines Ferit“ ._“Dwisions-(Generals) der Großherrlicben Linien-Truppen zue:“- kamti worden, und hat derselbe in Folge dessen die Decoration, weiche der Fire? Würde zukommt, einen micDiamanten veselzten Ehreniäbci, em Harwan Und em Diplom empfangen. Der oben- gewamire Schicker Bei ist *))Tiralai (Oberst) bei den Großharr- ließen Linirn-Trudpen, und *)]Tusiafa “„Bei, der Schiveeger- sohn des Paschds, Kaimakam (Obersr-Licutenant) _qervorden. Den 2c. Schakir Bei begleiren auf seiner Rückkehr 100 Mann aus dem Großherrlichen See-Ilrsenale, die in der Festung (Tu- nis?) beschäfiigc werden sollen. 'Uuii) sind von Seiten Sr. Hoi). Ernmhtiungen Zan den Bellerbei) eraqrzgrn, daß er, der ibm be,- ivtesenen Gnade dankbar einchenk," fiir die Ruhe und Wohlfahrc der Völker in seinem Ejalec eifrig und unabläsfig Sorge trage.“
„Dem gnädégsien Willen S1“. Hoßricgemäß hat der Müte- sellim des Sandschaks Nikoboli (Nikdpolis), Arif Liga, in der gleichnamigen Festung zeln: Magazine erbauen laffen, die 20,000 Kil Aegyprischen Weizens faffeu können., Das aus Ramel: an: gelangte Journal (xine Arc Amtsblatt) srlzr uns davon' in KMU!“
"if;, daß der Bau sciwn am Anfang des diesxäßrigen eriéd- '
cher glückliä) VOÜNWU worden ist.“
„In der Nacht des Listen*Rebi Clewwil, um L'JL UT)!) sahen die Bewohner des Fleckens Blramidsch am südlichenHim- mel (wörilicl): an der Kibla-Seite) einc lichte Kugel schweben, deren Glanz an Stärke dem des Mondes glich und deren Farbe ins Grüne*) spielte. „Dieses Phänomen erhielt sch drei Mi- nuten lang in den Lüften und sank dann auf das Monument einer heiligen Frau hinab, welches eine Stunde von Biramidscl) entfernt liegt.“ ' - -
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
New-York, “5. Now. Die Evening Post entixälr fol- gende Notiz, die bei drm jkßt über die Emane'iparion der “Skia- ven angeregten Sireite zwischen den nördlichen und südlichen Staaten nichr obne ,Jiicereffe iii: „Es mag nicht Vielen be- kannt seyn, daß Benjamin Frankiiii mehr iiur ein eifriger Gegner der Sklaverei, sondern selbst Präsiderir einer Gesellschaft war, die sich im Jahre 1778 oder 1779 in Philadelphia bildete Und sich „„Pemxsrlvanische Gesellscbafr fx'irdie AbsckyaFung der Skla- verei und die Befreiung .der Neger, die ans unZescizlicl)e Weil: in Fesseln gehalten werden““, nannte. Gegen Ende des Jahres 1789 erließ Franklin im Raiden der Gesellschaft einen 'elufruf an das Volk“, worin er die Sklaver»: „„eine abscheuliche, Ernie-
driqung der menschlichen Narier““ neun: und es als eine heilige *
Pflicht bezeichnec, so viel a:s lllökklliik) ZU? Emancipation der Re- ger beizutragen. Seine lekzie öffexerleche Handlung war; daß er, als Präsident drr GcseilWasr, ,eine Birtschrifc dersel- ben an den Kongreß unterzeicßnecr, worin dix: er erschzr wurde, alle ihm durch die Comiitmidii verliehene M “chr auf die Vernichtung des JITensäxen-Handels zu verwenden. Diese Biti- schrifc gab zu heftigen Debatten Anlaß, indem mehrere Redner der südlichen Staaken sich zu Gunxien der Sklaverei erklären. Die Rede eines Repräsenianied von Georgien, Namens Zacki'oz, veranlaßte Franklin zu einer Parodie. Worm er alle in jener Rede für die Sklaverei der Neger aufgestellte Argumente dazu anwendece, um die Jagd auf Europäer und die Sklaverei der- selben zu rechtfertigen.“
Zn Wasdington hat fich eine Amerikanische historische Ge: seilschaft aebildet, deren Zweck rs iti, Alles, was sich auf die Naturgeschichce, die bürgerliche, literarische und Kirchen-Geschichte Amerika's und besonders der Vereinigten Staaten bezieht, zn Zawmcln und aufzubewahren. “Sie wird vierteljährliche Sißungen
aten. ' . Die methddiüisrhen Bischöfe haben einen Hirtenbrief er,- lassen, Worin ne die Prediger und die Mitglieder ihrer .Kirche ermahneii, fich nicht mir den ?lbolitionisten einzulassen. Süd-“Limerika.
Das“ Mißvergnügen über die Douanengeseize des Kongres- ses von Bogota erreichte im Anfange dieses Jahres in den zwei Provir-zen des Isthmus von Panama," Welche u der Re- publik von Neu-Granada gehören, cinen so hohen rad, daß man in Bogota befürchtete, sie würden sich entweder für unab- hängig erklären, was der allgemeine Wunsch in der Provinz Panama war, oder zu der Republik Central-Amerika schlagen, wozu die allgemeine Stimmung in der Provinz Veragua fick) neigte. „Der Kongreß“ hat daher einige Maßregeln genom- men, diese Provinzen etwas" mehr als bisher zu begünstigen, und namentlich einige Häfen der Provinz Veragua zu öffnen, welche bis dahin gar keinen dem fremden Handel offenen Jason besaß und daher ihre Ausfuhr und Einfuhr über
anama oder über die äfen der Republik Central-Amerika bewerkstelligen mußte. er Kongreß hat durch ein Dekret -vom 9. Juni „an dem Flusse Conception einen Hafen für Aus; und Einfuhr errichtet und die Hafen von Montijo im
*) Grün ist bekanntlich die Farbe des Propheten.
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Distriktvon Santiago und von Bocachica im Distrikt voti Alanjex U Aquuhr-Häfen erklärt. Eben so hat der Kongreß die Aus- ?uhr der Perlmutter aus“ deanseln des Stillen Meeres erlaubt, welches Produkt bisher wegen des Ausfqu-Verbots unbenuizt liegen blieb. Uebrigens tragen auch diese ekrete den Charakter einer unndthigen Einmischung in alle Handels-Geschiifce, welcher die Douanen-Geselze aller Süd-Amerikanischen Freißaaten, be- sonders aber die von NeuiGrana'ea auszeichnet. Die Unterschei- dang der Häfen'iti “Llusfuhr- und Einfuhr-Häfen - als db die eine ohne die andere lkaitfinden könnte! “ die Vervielfälttgimg der Visitationen der Schiffe, der Pässe und Ausfuhr 1 Schemx- welciie die Gouverneure der Provinz zu geben haben, und die Masse von legalen Papieren, welcbe erfordert werden und por jeder Opcration an die Ceixiral;-Behördcn der Provinz geschickt werden mxisscei, scheinen mir berechnet, den offiziell erlaubien Ver- kehr zu verhindern, oder den Douanen-Veamreu einen Vorwand zii Erpreffungen zu geben.
Inland.
Berlin, 5. Dez. Z:: Köln fand anixlskeri d. M die Wiihl eiiies OberHaUptes für des „seit deni 453921325 Grafen Spiegel zum Drsenberg und Caniieiii eilrdigie ErzbisihumKöln statt. Die Miiglieder des" Mrtropelica:i:“Dom:.“Tapitrls versam- melten fiel) des Morgens im .Kapiirl-Saale, ix_m QM HM" Ober-Präfideirccn der Rl)ein“:ProviiU-, PW BVWBHPMIH/ Ml' cher von des Königs »))?ajeliät zu Allerhöchstihrem BWVUMÜTH- tigten bei der Wahl ernannt worden war, zu erwiirren,“ DW selde iangie gegen 0 UHr Morgens an, wrirde von zwei DOM- herren an den Pforten de'." Klick)? smPsÜUlée" Md *" ÖW Ka- pitel.- Saal Zeleéret, wo er die von Sr. Max:;iäi iiym verlieheW Volimaelyr dem Kapitel Überreichir. Lelzi-xrcs begab ÜTZ) *).“??an mir dem Hsrrm Bevollmächtigten M den WM de'? DVLU-MM- wo der Wrilzöisclwf und Dditi-Probsr Freiherr W", B“)“ das Hrcbaxric hielt, dem die gesammte Pfarr (GEMMER! der Stadt beiwohnre. Nac!) Vollendung desselben __vcrllel; der Herr Bevoilnxächcizxte die KircY-e und vrrfüßte “"ck zur Pi'ddsiri, Hier::äebsr ging im .Kapitel-Sanlr auf VNZWMMÜÖe Weise d:.“ 218.1!3i vor sick), deren Resultac “loi"orc dem „Herrn De- voilwäciitiqrxn mitdecheilc wurde und vonihm das laridesherrllck)? Plaeet erhielt. Der Herr Bevollmächtigte kedree jetzt Y HM „Kapirel-Saal zurück und begab sich aufs neue Mit dem Kapxtél in dcn CiZ-or drr Domkirche, wo gegen 12 Uhr der DMKN" tular iind Präses des CrxbiscHöfiechen Priester-S:*MW«1'S- [.)!"- Wexiz, drr L*Hriiiliidkeir Ulid dem Volke das Ergebniß dk!“ Wahl in Laieixiisciécr imd Denischr Sprache.". verkündiZte. DMM) K| rer Freikerr Clemens 'Liiiqnik Droste zu VisHeririzI; Biscddf von Caéamaw und Weihdiscizof zu *))?Ünsrer, eénstimmig zum *Frxdxscixdf für die Erz-Diözele Köln erwählt worden. Next)»- («;; Or.?x'cs Resultat verkündigt worden, kiémmre der Weihbiiriwf Ki'relx*ei':' vori „Beyer unter drm Geläuce aller Glocken das “ke: Ue-iixn Z.:ix'i-lumlix ail, Womit dic Feierlichkeit schloß.
» Man s(bi'ciÖ! aus* Posen vom Zcen d. M.: „Die ixiesigexi Jiixiiz:Brnmtcii Kaden gestern CM großes Fr:“tmahl zii EDU:: de',“ zäinrntlicden “»)inlitair- iind Verivaltiirrgs:Bchdrden, 'die il)1ieii VN,“ :*.) I.??drmeen bei Cinfétixrung der neuen Gerichts- Bchördcn in dwser Slade freundlichst entgegen gekommen Waren. Es nahmen medi" als 200 Personen daran Theil; ein seltener Frohsinn belebte dic Gesellsäxait und das Band der Einrraetze, welches hier alle Vcrhältniffe belwrrsedi, wurde in größern Krei- sen geschlungen. Der erste Touji wurde dem Wohle Sr. Ma- ]esiäe des Königs dargebracht, zugleich in dankbarer Anerkennung der neuen Wodlthat, welche der Provinz durch die Allerhöchste Bewilliguxiq eiiier verbesserten Gerichts-Vcrfnffung zu Theil ge: Woxdcn isc.“
-«--- “.'.lus einer Bekamitmachung des Vereins, der [?ck in Königsberg in Pr. Tur Abhi'ilfe dcs Nothstandes in der Pro- vinz OiiPreußen und Iitthduen gebildet batte, ergiebt sick), daß die Grsammcsummc drrjrnixen milden Gaben, die dem Vereine, in 'Le-ige. scenes am 10. März d I. erlassenen öffentlichen Auf'- :".xss xiizxrgiixigen sind, 10,191 Rrylr, betragen hat. In einer rem Beriäxtc angehängien Nachweisuug werden die einzelnen SUMMER, so wir die Quellen, aus dcrien sie hergefiossen, aufge- fxéxéxrt, Und zugleich die Geber unterrichtrt, welehen Gebrauch der '):er9771 von 'der. ihm anvcrrxaieten Gaben gemaciir hat. Die rxiwiiexi Spenden sind aus der Rhein-Provin und namentlich «w:. dem R. B. Düsseldorf eingegaiich. Her Verein harte stel) die ')[ufgade qcseßr, die successive eingehenden Gelder “dcn einzelnem Hülfs-Vereincn in der Provinz nach Maß- ;_;-abe des moiivircen Bedürfnisses zu überweisen. Leßce- :'er» isi geschehen, und sind auf diese Weise allmälig dir "Fxxßqaden gemacht worden, die der )'le vorliegende Nac!)- weis zyxdmmensrellr Die .syt'ilss-Vereine haben die ihnen br- :diilizzl-xx: Summen den Mitgliedern ihrer resp. Bezirke, und Zwar dizi drodldsen, ade:“ arbeitsfähigen Leuten im Wege der “erbeacsz-Vermierelung, den arbeitsunfähigen Greifen, Wittwen imd Kindern dureh uruniecclbare Verabreichunq angekauftrrNah- FUZ'XJLMICLTL, und endlich den von “dem vorjäörigen Mißwaehs deirrffepen käemen Ackerwirikxen durch eine .ganz oder theilweise unentgelilici)e Ueberweisung von Saar:Getraide und Saat-Kar- toffrln zugehen lassen. Zwar sind die milden Gaben nicht Überall zeitig und, bei der ersten Noth, auch nicht reich- lich genuzi eingecrrffen, um den (Genuß ungesunder Nah- rungsmittel zu verhüten; indeß hat sick) "doeh nirgends der Fall creiatiec, daß ein Bewohner der bedrängten Kreise iwirklirl) Hungers gestorben wäre, wohl aber ist durch die Zu- sammenwirkung mit den iibrigen gleichzeitig in Anwendung ge- kommenwi .Hülfömiiccln eine große Menge der an C'ntk'räftung Erkraxekrcn wieder genesen, indeß dic Uecker der Verarmten neu bestellt werden konnten. Der Verein schließt seinen Bericht mit folgenden Worten: „So viel an uns war, haben wir nicht ver- säumt, die uns anvertrauten Gaben nach bestem Wiisen und Gewissen zu verwenden, und heute stellen wir den hochverehrten Gedern in alien Provinzen die ganze Fülle des Dankes und der Segenswüyiscbc geireulicy zu, die dem Vereine von den Gepfleg- e-xn fiir alle Helfer in der Noth zugeflossen -- jedem nach dem 21.12.10»; der HerzenSgüee und Fröhlichkeit, mit welcher er spen- dete.
"- Die Rhein; und Mosel-Zeitung berichtet aus Ko,- blenz vom 30. Nov.: „Seit 1815, wo die Wölfe heerdenweise hier und in der Umgegend erschienen, weis; man sich nicht zu erinnern, so viele dieser Raubthiere gesehen und sie in einer sol- chen Nähe der Stadt bemerkt zu haben, als in diesem Jahre In der Nacht vom Lästen zum 26sten brachen Wölfe in den, ganz nahe bei Wallersheim gelegenen, den hiesigen Meßgern zu-
Schaf auf. Gewiß_ würde die ganze_Heerde, bei Abwesenheit des Schäfers, der reinen Pfsrch an jenem Ort außer Gefahr qestellt zu haben glaubte, eme Beute geworden seyn, wenn die
Wölfe nicht durch die Wachsamkeit der, einem daneben
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gehörenden Schafpfekch- tödceten 9, zerrissen 7 und fraßen ]-
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