' _Wenn die eine Art von Erzeugnissen desselben. die Mühe nicht lohnt, so kann er es mit einer anderen versuchen. Z| das Ge- traide zu wohlfeil, so mag er, sick) auf die Viehzucht legen; und wir sind nicht die Ersten, die ihr Erstaunen darüber ausdrücken, daß viele Distrikte unseres Landes“ nicht längst 'aus Getrmde- in Weichand verwandelt worden sind, da- doch verhältnißmäßig das Brod weir mehr im Preise gesunken ist, ais das Fleisch. Man hat immer gesagt, daß eine natürliche und wichtige Folge von *eéner Aufhebung der Korn-Gesche die größere Verbreitung der Vieh- zucht und ein größerer Verbrauch von Fleisch seyn würde, em- 1prcchend dem dcr dann zu erwartenden Verminderung des Ge- tracoe-Anbaus. Was wär'e aber wohl egen eme solche Verän- derung eiüzuwcnden? Ein Faison der lcischpreise und der. dar- aus folgende angedehntere Genuß von Fleisch unter den arbei- tendet- Klassen Großbritaniens würden wir für eine der größten und heilsamsten Verbcsscrungen zu Gunsten unserer ärmeren“ Landsleute ansehen. Dadurch würde auch. der Preis des Weizcns in *cmer angrmeffencn «Höhe .gehalten werdcn, und » das beste, Getratde ; Land dem Ackerbau verbleiben. Man sagt uns abex, dic Gutsherren könnten den Grundzins mehr diktiren, und“ ste könnten nie mehr für ihr Land bekommen, als es“ wcrth sev. Das ist abcr eine arqe Täuschung. Bei wei- tem der größere Theil der Landgüter in Großbritanien wird lange Jahre hindurch von derselben Familie in Pacht behalten; die
Räumung einer Pacht ist für den Pächter immer mit einem zo "bedeutenden Verlust an Kapital und mit so viel anderem Ungx- mach verbunden, daß der Gutsherr seine Bedingungen fast ganz nach seinem Belieben kkellcn kann, und, ausgenommen in Fäl- len, Wo ein Stück Land noch gar nicht besetzt und dem neuen Ankömmling offen ist, Wird es immer, wenn der Gutsherr habsüchtig ist, unter Bedingungen, auf die das Sin-
_ ken der Gctraide-Preise nur geringen, woüberhaupt irgend einen
“ Einfluß hat, so lange verpachtet bleiben, bis das Kapica] des Pächters _ganz verfiegx ist und er zahlungsunfähig wikd. Es ist wohl wahr, daß der Grundzins im ganzen Lande gesunken ist, aber es fragt fick) nur, ob in dem Maße, daß der Pächter sick) j-xßt "so gut sieht, wie vor 30 Jahren? Wenn der Gurshcrr nicht seinen vollen Antheil an dem aus dem Faélpn der Preise entsprinsendenVerlUst getragen hat, so bleibt der Pächter 0111116: .in einem gedrückten Zustande, dem noch abgeholfen Werden muß. Wir sind weit entfernt, -die Leiden einer Klass, welche am wcsent1ichsten zu der Größe unserer Nac19n beiträgt, und von der das GemeinWescn genährt wird, ohne?)?itge 111)! zu betrachten, aber wir glauben nicht, daß, wenn der vom. us'lanpe eiygeführie Weizen mit dem im Inlande erzeugten in Konkurenz kam:,„dte
)Preise des lehterén beständig im Sinken bleiben würden. CML?
"unserer Korreypondenten, dcr fick) eincn Freund aller Volksklaffen- nennt, scheint sogar desyalb die mögliche Aufhebung der Kom- “
gesetz? zu fürchten, weil eine solche Maßregel- die Tendenz hab?, ein Steigen der Gtiratde-Preise zu bewerfen; wenn daeje ONeinu'na richtig ist, welchen Gsund könmn dann die Agrikülturisten „haben, fich einer für sie so vorthejjhgsten „Veränderung zu widerseßen?
"m“: xmms Schlxmmcrcs bx'gég-nen kennts, ais“ dichsrscHung künst- licher Pr'eix'c für den Ertrag dex“; Bodens uu-d dre durch eine gewaltsame Einwirkung der Gejeßgcbung hirvorgebrachee Sxö- rung, der natürlichen Verßälrniffe zwischen Gutsherrn, Pächxer und Konsumenxen. Die Agrxkulturisten müssen jetzt sehen, wenn ihnen noch etwas Sehkraft geblieben, ist, das; die Korngeselze ihnen nichts weniger als Schuß.gewäorx haben.“ „ Die Königliche Societät zu Dublin hat dcr; lgthqltschxn Er bischof _dieser Stadt, 119", Mkurrai), der: als Pktkglikd in die- scl 8 aufgenommen zu 16erden wunschte,_ mtt164 gegen 64 Stim- inen abgewiesen. „Déeyer Umstand“, ragt der Dublmxr Korbe- spondent des Mo rning Heraid,.„61'rcgc um ,so größeres (Tr- staunen, da an dem Privatlxbsn ]enes Mannes tztcht ber geringste Makel hafter, da man ihn yogar als einen heftigen Anti-Jiepea-
ler und als_dcn größten Freund der Vereinigung Irlands unt .
Großbritanien kennt, und, da n_och dazu schon mehrere Kathoii; ch Mitglieder jener Societht smd.“ *
Dieser Tage brack) zU Hatfieid an dem Landjtße „des Max'- quis von Salisbury ein Feuer ays, iyelches aus, J.;?achl „an «FeunigebHülfe so plötzlich um sich griff, daß [cmi 8-1zalxrige (Bak'in den Tod, in den Flammen fcmd und die ubrtgrn Haixs- * '*ner auch mw mit genauer Nock) ihr Leben rett-xn konnten.
Z:??éäahtige Woh'ngebäude des Maquis wurde fast ganz in
* ä! “„ elt. . A1chL§T3§ndfan9 in dcr Kron; und 'Anker-Taverne ems V.:r. sammlung der bissige?) Polnischen Flüchl1énge unter dem Vorsitz von Fergus O'Connor. ".IN, der schi“ vtcle DatZLFU beiwohn'ten, und in welcher fick) am!) bei“ ehemalige Franzöméhe Depum'te, . ert," Cabet vsrnehmen liey. . ' „
H Die T,imes berichtet ihre Angabx uber d_en [)x-:x umer Königs Schloß liegenden fremden Weizen o_ahm, daß diese.“ Vorrath! nicyt in 5 Millionen, sondern nur in 000,000 Quart.:rs be (- é- " ' ' . , . / | hDas Linienschiff „Nemrbdé“, wsrdhmcht, wie es hxeß, nach “zien sondern-nach Wescmdten ge en. . - . SpakDas, Königliche Packet-Boot „L_cxmet“ isi am 2zten o. I).._ mit ZeitxitxZen und Briefen von Ltjjabon, bon _wo. es am 22sten absegelte, in Faimouth angekommen. Es bringt die Be-
stätigung _der schon früher durch den „Stag“ überbrachten An;-
' 'e'neue Ministerial-Veränderung. (Vergl. den Ar. YißkknFTeth'sal in Nr. "335 und im _beutigen Blatts 13er Sr, Z,) ' Dex“: ?arquis von Loulé „fsk zwar noch mehr „ offiziell zum Präsidenten des Conseils- xrnannt wordcn, dock) zweifelt man nich_t mehr daran, dax; ihm Her)“ Mou- zi'nßo d'Albuquerque, welcher anfangs dazu. destgxnrc gewe- *en seyn soll, werde weichen müssen. “Faß alxe Korrejpondenten än.) der Ansicht, daß die neueskq Ministerial-Veränderung., Wenn auch vielleicht in anderer__Bezc_ehung von guten Folgen, do_ch deshalb zxibekiagen sey, wetl sie offenbar yur durch die Lasa- boner Garnison herbeigefühxc worden. Die hiesigen Blätter äußern |ck) sc.“;x tadelnd übeb diese eränderuyg, namentlich über die Ernennung dks Marqms v- LVU!“ SUM Mlnlskek der aus- wäétigen Abgelegenheitjérx,„Und_Über dis _muthmaßliche Verdrängung oeern. Mouz-nho durch iy.:._m Lk.? Präfidentschafc des Conseils, so wie“ über 'die Uebertragung des“»":Yanz-Departements an Herrn Campos) in Folge _dexen man in Lissaöo." schon W" M' UUPOPU- lairen Maßreget einer Einkommenskpuer spreche. Den) Globe zufolge, wurde der junge Prinz vonSachsen-„Kobue-gbmnßn kur- zem “n. Lissabon erwartet. Mit _dem Pokerbopt „Lmnet ßnd der Brasilianische Gesandte am hiesigen Hofe, Don ManoelAn- :onio Galvo, und die Herren I. Gpmes de Soaza , Z. Shaw und Leväz'llant von Lissabon hier angekommen. . ' An der hießgen Böre'hat die Nachricht, daß Herr Cam- " ro's zum Portugisßséxn inanz-Mwistex ernannt, worden, SWH? Besorgnis]? für dén Finqnz-Zuftandeortusals erregt, Und die *))“ortugiesischen Fonds. erlitten 'in Folge dessen bedegcenve SMM“-
Wir für unser Theil waren Von : Anfang ax: der Meinung, daß dem Land-Zntereffe Gsoßbritaniens -
"*. ck“*.“ **? WYRUWQW-„WHWKch„WW »*-..-.-.„... „ ...,-W *, *
1388 _ kungen, was auch auf den Stand der „_Spgnithen nachtheilig wirkte, * * ' * "
Der Globe giebt Folgmdcsals den Bestand der Britischen Hülfs:Legion in Spanien bis zum 16. Novembex an: 5 Bri- gade-Generale, 5 Brigade-Majors, 41 Feld-Osfiztere,_94 Capi- taine, 184 Subaltern-Offiziere, 67 Offi iere .vom Generalstab, 18 Kaderten,_1_57 Trommxlsch1äger, 422 ., ergeanten, 7161 Ge- meine der Infanterie und 653 Kavallerisken. “
Im Persischen Meerbusen soll, dem Globi" zufolge, die Seeräuber“ sehr zunehmen, wodurch besonders“ Arabische, aber auch einige Schiffe unter Britischer Flagge gelitten hatten; ass Grund _dqvon geehrman die: Entfernung “„eines Thrils. der Bri- tischen Seemaclyt an, die zu der Expedition nach Sokdtora ge- braucht wurde. _
Nach den leßtenBerichten aus Ostindien soll zwischen den Sikhs und Afghanen cine Waffenruhe eingetreten seyn. Eiüer der erste!? Generale von Nepal beabsichtigte, zu seiner Belehrung eine Reise nach England zu machen. , '
Der Globe erklärt, daß das Gerücht von der Ermordung bes Herrn Colvin und anderer Engländerin Delhi, welches von Bomba!) Zkérungen verbreitet worden, durchaus" ungegründet sev.
Aus' Bttenos - Ayres gehen die Nachrichten bis zum 9. SWH; die Communicationen mic Cordoba waren noch immer unterbrochen. * -
Niederland.e.
Aus dem Hang, 1. De. Die zweite Kammer der Ge- ncralstaaren hat gestern eine 'éhung gehalten, in welchex die Ccntral-Scction ihren Bericht über den Geselz-Entwm'f wegen Bezahlung des vollen Zinsbecragesx- dcr Staarsschu1d abstattete. Du" Dikcusfiomüber dre en Geseß-C'ntwmf wird morgen eröff- net werden, und man ist auf deren Resultat um so mehr ge- spannt, da auch aus dem Bericht der Central-Section, wie aus früheren Aeußexungen in den Spezial-Sectioncn hervorgeht, da]; man sich keinesweges bei den Erklärungen der Regierung beru- higen zu können glaube. Aus dem Byricht der Central-Secticn crheüt insbesondere, daß viéxe Mitglieder der Kammer Nachricht von der Regierung darüber verlangen, auf welche Weise sie die am“ Ende des Juni 1836 fällig werdenden Zinsen zu decken ge- sonnen sey; daß man es mehrfach für unpolitisck) erklärt hat, nur für den gegenwärkigen Augenbiiok zu sorch, ohne fich um den kommenden Tag zu bekämmern; daß man die Aussicht in die ZUkunst far düster hält, und daß wem.;stens keine Wahr- schemlickzkeic der Annahme des von einem Mitgliede untcr Ge- nehmigung der Regierung ausgegangcnen Vorschlages vorhanden ist, zum Behuf der Zinsbezahlung der Staatsschuld,ein drittes großes Buch zu eröffnen. '
B e l g i e n,
Brüs sc [, 30. Nov. Dem von der chräsentanten-Kammer angenommenen Geseiz über die Besteuerung dss Schlachwiehes zufolge, beträgt die Einfuhr-Abgabe überhaupt 10 Eentimen per Kilogramm, Für Kälber." sollen 50 Cent., fü? Schafe 5Fr. und für Lämmer 1 Fr. per Stück bezahlt werdets. '
Schweden und Norwegen.
Stockholm, “27. Nov. Se. Majestät der König _aben am 24sken d. M. ein großes Diner, zu welchem auch der “arz- [ich hier eingetroffene_ncue Engtische Gesandte am hiesigen Hofe, Herr Bligl), gezogen wurde. Vorgestern ist Herr Btigh-bereits wieder auf einige Zeit nach Engl nd abgereist. * _ * -
De'r Minister der auswärtizsSn Angelegenheiten,“ Graf von Wetterstedt, ist noch immer sehr krank, doch soll es sich seit eini- gen Tagen mit seinem Bcftnden etwas bessern. _
Dänemark.
Kc-penh agen, 30. Nov. Die „Dänische Stände-Zeitung“ vom 29. November liefert (außex dem im gestrigen Blatte der Staats-Zeitung mitgetheilten Berichte 1":er die Sißung vom Lösccn d. M.). dcn Scyluß dessen, was in _der Versammlung Übcl' den Handel dsr Grosürer beratben und byschlossen worden ixk. Die VJTitthcilungcn über diese Sache sind deswegen interes- sank, wm! man dadurch eine Einsicht in die bürgsrliche und ge- werbliche Stellung des Kaufmavnskkandcs und sein Verhältniß zi! dem Detailhandel bekommt,. In den Bestimmungen des Gessß-Encwurfs und noch mehr in dem Gutachren der Stände ist es vorzüglich darauf abgesehen, danroßyändlern oder Grojfirern, die sick) 111 einer ungünsttgkn Lage befinden, einige Vortheile auf Kosten derzunftbercchtigtcn DctaiUesten einzuräumen, ohne deren Ge- reciztsamcn jedoch einen wcseanicheü Abbruch zu thun. Zugleich spricht das Gutachten dcn Wunsä) aus: „So. Majestät möchten geru- hen, in Allerhöxhske chcägung ju ziehen, ob nicht nach Verlauf einer gewissen Zeit eine allgemeine.Handelsfrcihctt, unter Auf- hebung der jetzt bestehenden Handels unfr-Tinrirhtuggen, einge- räumt und ,daourei) dem Talent eine 'elcgenheit erdnncc werden könne, sich auf eine passendere Weise zu entwickeln, bhne 8 oder 10 der besten Lebens'jahre bei einer so häufig den Geist nieder- drückenden Arbeit aufzuopfern.“ Der Besch1uß,“dem Könige die- sen Wunsch vorzulegen, war von der Versammlung mit 60 ge- gen 4 Stimmen gefaßt worden. .
Deutschland.
Hannover, 3. Dez. Se. Kör1ig1._ Hoheit der Herzog von Cumberland wurde gestern Abend. bei Jeinem Erschein-sn im Theater mit einem allgemeinen 'Hurrah empfangen; unmittelbar darauf erscholl aus dein Orchcßer und von der Bühne das .,11011 81171,“ 1110 s(inZ'“, einstimmte. - ,
Die Prinzen Wilhelm und Carl von Preußen Königl. Hz)- beiten find heute Nachmittags“ gegen halb zwci Uhr von Berlin hier eingctroffcn Und im Fürxienhofe abgestxegen.
Darmstadt, 1, Dez. In, unserer zweiten Kammer haben am 201161 v. M. Vcrhandlun en über dre Landes-Universttc'xt stattgefunden; ' Nach dem Aus ckuß-Berichte epfbrdxrte die Um- vcrsirät für die Jahre 1833-35, emschlteßlich des Gymnafiums, jährlich 70,400 Fl., während “sie r-ur, 31,272 Fl. Einnahme hatte,
“ *.so daß ein Defizit von 30,128 Fl. vorlag. Die Staats-Regie-
rung hielt aber noch Weitere Ausgaben“von 11,600 Fl. in) In- teresse der Universität für erforderlich, wodurch das „Defizit auf 50,728 Fl. stieg, wovon abcr 5628 Fl. durch Rückstände, Eyspar- nisse :c. gedeckt waren, und deShalbkim Ganzen ein Zuschuß'von 45,100 Fl., nämlich 38,500 Fl. für die Universität U1ld 0600
l. für das Gymnasium, in Anspruch 'gqnommen wurden.
ie (Fr öhung der bisherigen'Dotatiynen beider) Anstalten um 10,614 ( [. wurde dadurch motivivt, daß die Universität xmf ei- nen würdigen Standpunkt gebracht werden müsse, und die For- derung auf dem-Landrage 1834 bewilligt. Wiewohl die “dabei in Ausficht genommenen Anstellungen an det: Universitäx noch nicht erfolgt sind“, so wurden für die Finanz-Pertobe „von 1836 - 38 im Ganzen 86,826 Fl. veranschlagt, nämlich fqr
in weiches die zahlreiche Versammlung .
*
die Erhaltung des dermaiigen Standes 48,286 Fl., für “ dige neue AUSgaben, worunter die erwähnten neuen AWN gen, 13,740 Fl. , Für Neubauten und Anschaffungen im 74,400 Fl., oder j
Die ständige Dotation der Univeksitäc
werden. daß es zur gründlichen Beurtheilung derselben nbehig erich. vorher genau zu wiffcn: :.) ob die Uribersität mit diesen
schüssen auch wirklich „ihren Zweck erreichen würde,. und 1.)- nicHr andere bereits bestehende Anstalten des., Landes“ für 0
Zweck benutzt w.;rdcn könntcn, um die vorgesehenen bedeuten Ausgaben von [20,000 F1. jährlich (einschließlich der eigenen-
___.ven11?n der Universität) in der nächsten Finanz-Periode :„u ermäß- . 'Zuß klaren BeurtheiLUng dieser Fragen sey durchaus nöthig, über ' Zweige des öffentlichen Unxerrichts und
über die künftige nuhung der bereits vorhandexaen wiffenschaftlichen“ Ans. einen zusammenhäzxgenden und umfassenden Plan zu bps Schließlich wolite devAusschus; die Hauptsumme von 5-1, “Fl., wiewohl se die der vorigm Finanz-Periode um mehr 16,000 F1. übersieige, bewiütgen, statt der geforderten 86 Fl., und die Staats-Regierung ersuchen, a.uf dem nächsten tage den vorhin evwähnten zusammenhängenden und umfa den Plan „über ,alle Zweige des höth öffentlichen U.. "richts und über" die künftige Benußunq d=2r vorhandenen scnschaftléchen Anstalten, und cinen definitiven Pccsonal- .und soldungs-Emt für die Landcs-Univcrslkät. vorlegen zu lassen, Die heurige Diskussion eröffnste per Abg. Ritgen. Pflicht, “unsere einzme Universixät: zu erhalten, sen um so gr als schon die Universität Mainz mit ihr verschmolzen wäx'e. ' sey nicht schwcr, da Gékßen über 30,000 Fl. eig-sne Revenuen . Nicht immer sey es eine kleine Universität gewesen, sondern no-* Jahr 1829 eine mittelgroße, da es über ein halb Tausend Zuhöre habt habe. Abg. Hesse ist Her 'Meinung, nicht mehkals in der la . den Finanz-Periooe zn bewillégén, da für kein Institut so aisxwie seither stets für die Umverfirälgegcben worden sey, Kanzler Linde vertheibigte in einxm auFührlichen Vortrage Propofitionen der“ StaatI-Regierung. Die Kammey werde * auf die finanzieUe Seite sehen, da ste immer mit preiswü Bereétwtlligkctt verwilligt habe, was“ für wissenschaft11che B' , nothwendig. Er ging-in eine Erörtexungbes Ausschuß.- “ ein und erläuterte zunächst, wie das Dcfizic eigentlich nicht soß- sondern mehrere bedeutende Posten, die als ständische Bewillig gen dargeskeüt werden, eine ständige Dotation der Universtäcse welche nur durch eine frühere, den Aussthüssen nicht zum 73" wurf gereichen02 unrichtige Behandlung des Universität» _qets nicht so betrachtet worden wären; daß die Univsrfität'. fsske Dotation von 58,513 F1. 10 Kr. jährlich habe, und erst 1821 10,000 Fk., mit der Ausficht auf Vermehrung, Und ] weiter 6900 F1. bewilligt Worden seven; daß endlich die Utii sität durch die gegebewe AverfionaleUmms nicht cimnaé für “ festen Dotationen entschädigt Wurden sey.
Hechingen, 27. Nov. Gestexxn Abend wurde die 16ten d. M. in Wien verstorbene Pranzessin Maria Theresa Hohenzollern-HeMng-m, Gemahlin des, Kaiserl. Oesterreichcs' General-Feldmarschaüs Prinzen Friedrich Franz-Xaver zu * benzollern-HeMngen, in der" hiesigen Fürstlichen Familiengr feierlich beigeseßt. . _ “ . .
Oesterreich. _
Wien, “1. Dez. Se. “»Majestät deriKaiser haben dem'* fessor der Bildhauerkunsk an der Akademie der schönen Kü _in Mailand, Pompejo '))?archesi, zu bewilligen geruhc, den ' von Ihrer Majestät der Königin von Portugal verlichenen'» rngiesasctzen Chresius-Orxetx annehmen und tragen zu ds'xrfemzx Teplitz, 30. Nov. Von d?!" in verschiedenen Dau * Blättern angekündigten Reduzirung dsr Oesterreichischen A' hat fichbisber noa) niclzts besiätigt. Nur soviel is:“ gewiß, die Infanterie in dcr IJTontur einige Aenderung erhalten 0 Das knapp änlékgsnde weiße Beinkleid wird in graue bequ Pantaions vsrwandeli. Alle Regimenter erhalten nach den.- vinzen einerlei Aufschläge und Unterscheiden |ck durch dieN mern. Die Offiziere wxrden an der Seitennath der Pantai goldene Bordüren tragen. Die Böhmxschen Regimenterb
„men durchgehends grüne Anf]'ch1äge, die Ungarischen aber gelb
blaue Pantalons' nach Ungarischem Schnitt.
S ck w e i z. ;
Liestal, 1. Dez. (Allg. Ztg.) Die Zeitungen; des Zerwürfnisses' einigemale erwähnt, welches Üch1** Frankreich und unserm kleinen Kantontheil (Basel-Land zu entspinnen scheint. Es ist Ihnen vielleicht „von einigem; teresse, die Sache von Anfang an" rechtlich beleuchter zu s auf Schweizer Blätter ist fich bsi solchen Vorfällen nicht za lassen“, wie denn überhaupt fast alle Darstellungen und U“, derselben vom_ Parteigeiste dikcirt, oder von Privat-Rän eingegeben smd. Die Sache ist foxgendeZ „Jm Anfange Jahres erhielt der Fratszöfische Bürger (Israel“) Wahl von 1*- hausen von dem hiestzen Regierungs-Rathe, als der komp! Behörde, die Bewilligung, eine mehrmaxs feilgebotene L: schafr in unserem Kanton zu kaufen. Wie es hier“lano
.und gesehlich vorgeschrieben ist, so wurde der Kauf zwischem
Betheiligten von dem botrcffenden Orts-Vorsfande. (Gem R the) gefertigt, und Wahl zahlte dem Verkäufer wirkli S mme von 64,000 Schweizer Franken. Am 11. Mai * därauf unser Land-Rach: Da Wahl ein Juve sey, und im Kanton kein Nceorrlaffungs-ReM hätten, so sey der“*_ ungültig". Vergebens machte die Franzöüsche Regierung, * Schuß Wahl angerufen hatte, dagegen EinsprachU, gebens lieferte Wahl den Beweis“, daß er das ', lassungs ; Recht nie begehrt. sondern .ausdrücklick) * verzichtet habe; vergebens bemühte Kei) unser Regie Rack), zu zsigen, daß Eigenthums - Recht- an Grat) .gar nicht eins und dasselbe wäre mic Niederlassung,. da ] (nach unsern Gesekzen) ein Vertriebmer noch Ländereien * dürfe; 'Der Landrat!) _blixb“bei seinem Beschlusse vom 1'1- Nun entstand natürlich die Rechtsfrage, „ob eine von _dtk. petenten Behörde aUSgeftelltq, in güjciger Form verfaßte. Bewilligung von einer andern Behörde zum Schaden des.“ habers' umgeskoßen werden könne?“ Dies): Frage wurde, wit jedem Rechtskundigen, so auch von der Französischen Reg zu Gunsten des Käufers Wahl verneint. Zugleich der Her og von Broglie "sein diesfalliges Scypeeben mlt triftigen orskellung überallgemeine zeitgemäße Rechts-G “; und machte auf “die Folgen aufmerksam, welche aus „i;, harrlichen „Weigerung des Landrgthes hexvorgehen müßen!-F man von hier “aus diese Vorstellungen nichteinmal el wort. würdigte, “so erhielt der Vorort am 5. Oktober kannteNote (Ordonnanz) LudwigPhilipp's, in welcher dem
, _ -. s .allekVorkehr zwischen dem'Base a ,
hrlich für diese Finanz; Periode 24,800 -* _sollte also aberm um 23,526 Fl. erhöht “"und'außerdem 74,000 Fl. für außer deutliche Ausgaben in der nächskcn Finanz-Periode verw". Der Ausschuß hielt diese Forderung für so bedeu
WafslikandsMft-"Wökf Tage“ Bed'énkkeit ßegében Kno, löidri-' ' :S: im und rankréixh - --rochen ,un_d gegen unsere Angehöri en 111 Frankrei “das_Er- ' - „chc,ausgeubt_“würde. Am „19. O t.?küsgm, elti ck.unser -- rath*w1c'detk,beskätigve aber aufs Neue itiénfrü U16 ?Yluß, _ so sxh-enz_tyir_ da die Bedenkzeit ver offen ist, der wirklichen “g)jehung def Xranzösüchen Note, entgegen. Da ziemlich _ßarker eetéh? zwischen uns und den. Franzosen an. der Grünzechmx *.,x,.auch “virle alte Soldaten nba; PenLonm, undder agi fsxhr-vorthxilhasteWeise'Salz aus *raukreich bezieht, so __ p“: Hemmung aller Verbindung fühibav werden. Wir . :*“ deß noch, daß durch Vermittelung des Vororts und un- ' _Regieruyg der“ Landrath'end11ch nachgeben wird. Recht- ““S-iaimmer, auch spät, noch besser, als starre Unbeugsamkeit. ".*“ viellxichtmöslich, daß Frankreich bei dieser Gelegenheit &. das allgemeine Niedérlassungö-Recht fur seine israeluisthm. arger. dehrte. Das wäre dann allgemeine Schweizerisché elege -eit. .
Italien.
**Verdnä, 25. "Nov. ,e. Majestät der_„König von Bayern, ,. .vorgestem-.21bend, vomZanspruck kommend, hier eingetrof- * und haben, nachdemSie dier übernachtet, am folgenden Tage “Nesse“ naclx Ankona-und-Griechenland fortgesetzt. _ T-uxin,424'. Nov. Die hie'dIig-e Zeitung meldet, daß am ßen d. M. Nachri'chten a'us Cagliari hier tingegangen-feyen, z' “ die daselbjk an eordnerenMaßregeln gegen C'imchieppung era auf das., enaueste auögesühut worden, smd. *
:„ Wik haben hievsn't einigen Tagewsehr empfindliche Kälte; '. fxüb Land das Thermometer 25/2 Grad unter d'em Gc- e. : _
Spanien.
;Madrid, 22. November. ,Die Hof-Zeitung' einhält s' von der Majoritäc-der Kommission entworfene Wahl-Geseß, *.“.."s von der Regierunxz. genehmigt und gestern in ver ro- oren-Kammer verlesen worden ist. Folgendes ist ein, briß "'on:_-„Auf jede 50,000 Seelen kommt ein Wähler, wie es in m, diesem, Gcseße angehängten Tableau näher angegeben ist. e.Spanier,-we1che fünf und zwan igIahre alt smd und foi- Eigenschafren besißen, sino ähler: 1) Sie müssen im .“ igreiche von Spanischen Aeltern geboren seyn, oder wenigstens .. "Spanier zum Vater. haben, wenn sie im Anstande geboren 2)"Sie müssen zu den am höchsten Besteuerten- der Pro- ,..geizören, von „denen 100 auf jeden Deputirten kommen. Isk “_Bexzeichniß dieser 100 Personen angefertigt, so sollen noch , 1ng .als Wählkrhinzugafügt werden, welche. soviel zahlen, »die am geringsten Besteuerten unter den ersten 100. 3) Alle yokaten, Assessoren, Sindici, Aerzte, Chirurgen, Apotheker, *. orm der Rechte, Licentiaten und Schreiber bei den Kdniglichen erichtshöfen, die Mitglieder der ökonomischen Gesellschaften, er Freunde des Landes, die Professoren, welche Über Wissen- ..aften, Literatur und, Humaniora Vorträge halten, mit Aus,- ahxue der Elementar-Leyrer und derjenigen, Welche in fremoen ,.rachen unterrichten, können Wähler seyn. Famex. alle die;- „nigen, welche eine Penfion odor ein Wartegeld für ein öffent '-U-.Amt. beziehen, dessen Besoldung 10,000 Realm beträgt; ile' penßonirte Offiziere der Land; undSeemacht, so wie der ;_;die .Offiziére. der NationalzGacde, vom Grade deöLapi- ' ' “ Wähler Listen werden von den Provinzial-
aknxth-uarts. DIe M Pf „*- ationen, mit urat eie un 0er _“; _ .p- arx er- M «**-“_ck! *Im? Ei?."fichr dePPub trums 'Üusgelegt n. Einsprüche Oagégen müssen an die Provinzial-Deputation tec werden,mitVorbehalcdesRekurses an die hdchste Behörde. “Provinzial:Deputationcn werden jede Provinz in "so viele ,'Distrikte theilen, ais se für zwcckmäßig erachten, ohne sich .an dre administrative oder gerichtlich)? Eintheilung zu bin.- in. In der Versammmng der Wähler führt der Alca1de des rm den Vorstß, bis ein Präfident und vier Secretaire, als «ahizeugen, ernannt" wvrden sind. Jeder Wähler schreibt “so iele “Namdn auf, als die Provinz Deputirte zu wählen hat, muy eine gleiche Anzahl. Stellvertreter und endlich den Namen nes Kommissare? des Bezirks. Nach beendigter Wahl bégiebt ck der Bezirks-Kommissar mit dem Wahl-Protokolle nach der auptskadt der Provinz, wo er, in Verbindung mit der Provin- ml-Deputatiyn, einen AUIzug der Abstimmungen anfertigt. ** als Deputirter erwählt zu werden, ist es ndrhig, mehr als -e Hälfte sämmtlicher Stimmen zu haben. Für diejenigen, „eiche zwar relativ die meisten Stimmen, aber die Majorität **t haben, wird zu einer neuen Abstimmung geschritten. Bei er zweiten Abstimmung isr-es indeß zur Erwählung _hinreichend, ehrStimmen als die anderen Kandidaten zu haben. Zum De- urirten kann jeder Spanier gewählt werden, der 1) frei und eklichen Standes ist; 2) der das fünfundxcwanzigste Jahr u- Egele t hat;" 3) der Familien-Oberhaupt ([ ; 4) der ein jäJr- énkommen von 6000 Realen oder ein Kapital von 240,000 _- in Grund-Eigenthum besitzt, oder in Handels; oder in- Wn-Unternehmungen angelegt hat; der auf eine unabhän- - 97-01» ehrenvolle Weise von der Ausübun eines _Berufs lebt„ _ Advokat, Doktor der Medizin oder der echte, als Professor . Wissenschaften oder schönen Künste, wenn das jährliche Ein. vmmxn 1.0,000'Realen bexrägt; endlich Jeder, der, aus dem öWlichm-Schaß jährlich e-ine'Besoldung oder (eine»,aPen- .on von 14,600 Realm erhält. .Die Deputirten bei den Cortes md Unbesoldce und zur Annahme der Wahl nicht gezwungen. eder Deputirte, dem die Regierung ein _mt'tBesoldung verbun- 3, “„Am überträgt, muß sich einer neuen Wahl unter iehen. Ür die Stellvertreter- gelten dieselbenBedingungen, wie ür die „Wutirten. Sie üben ibre-Functionen in folgende:: Fällen aus:
.Wenn ein Depmirter in mehreren Provinzen erwählt worden |“Und's1ch für eine detxselben entschieden hat; 2) im Falle des odes emes Députixten; 3) im Falle der Entlassung desselben. ei dem gegmwärcigen Zustande der Baskischen Provinzen wird ür den Augenblick die Einthe-ilung in Wahl-Distrikte auf die- klbext nicht angewendet werden und die Ernennung der Deputir- ?" m "den vier Hauptstädten der Provinz durch die fich daselbst 'ksammelnpen Wähler stattfinden.“
„ * Der Globe undbcr Courier theilen wieder Korre- Udenzcn aus Briviesca, dem Hauptquartier der Britischen 191011011 Spanien, mit, .die bis zum 14, November reichen, "*". mehr vie! Reyes enthalten, Es heißt darin, daß am 13ten- __..'auj'_,d„e„tn-.3nn und dem 7ten Jäger-Regimmc' bestehende Brisabe,_.die bach Burgos“ hatxe marschiren sonen, Ge- -chl erhalten habe und in ihren jetzigen Quartieren ver- Werde, weil in Burgos bereits mehrem Portu- 4 (the.Regimenterangekommxn („eben. Beim Abgang
'sen, dercn Grundjähe Iervis o'Atougia,
“nahme Liffabons
*aus vier General-Majors, _ „ _ Povoas; aus acht dergleichen Titulaiven, worunter Santq-Martha;
- Minister des
_iéiefe bxfa'nd' sich „'Coxdqu in Logrono, Espartero in Va- "Bilbao": m-Mira'nba, Evans in Briviesca ?*und Mérasol , „0 "_
„. Popeugal. ., “ *- -*-*Lissabon', 7. Nov. (Verspätet.) Der Augenblick
' der *Wahl der zur Ergänzung der Depucirten-Kammer noch man- ..gelnden viemnddreißig Mitgtioder, und demnächst“ der Eröffnung
der Cortes, rückt heran. Das *Ministerium,'welches man unter diesen Umständen eng verbunden vorausseßen sollte ist deffenun- geachtet fortwährend in drei Parteien gespalten. “ aldanha' und Zervis d'Atocha erklären laut,“ daß fie ihre Entlassungemrei-
*chen würden, alls-fie keine entscheidende Mehrheit erhielten, auf
deren Bildung ste inzwischen nur wenig hmarbeiten, worausßur Genüge hervo'rzugehcn scheine", ““daß „Ke sri“) abermals mit ihren früheren Bundes-Genoffen der Linken verbinden zu können hof- " nach besten Kräften," im Marine-Departement zu befördern beflissen gewesen ist. Pinto, de MagelhaeS- giebt sm) nicht -die mindeste Mühe, gewählt zu werden , da _das * ostensibxe System Palmella's dahin zielt, keiner Meinun s ; Nüäyce anz ehdren, um sich, nach Lage der Umst nde, der an “ließen -zu können. Silva Carvalho und Fonseca agelhaes“ dagegen vieren Alles auf, um sich eine kompakte Meh'_ eit zu bilden, damit sie ihren zahlreichen Feinden, zu denen avö ein großer Theil des Hofes gehört, die Spiße bieten können. Jedenfalls sehen wir hier am Vorabeyde von Ministerial-Krisen, die vermurylich verschie- dene Phasen darbieten werden, _b'ls-die Dinge nach Eröffnung der Kammern und der- Bildung“ *Der »)?ajorit ten, wieder eine feste Gestalt. gewinnen. -- Diexzktgierung. ck| entschlossen, die Zu dem Staats-Gute gehörige, imer dem Namen Lezm'as be- an
nie fruchtbar? Tajo-Niederun§.im Ganzenxzum Verkauf u'
stellen. Eine inländische Compw'gküe hat fünf Millionen Cru a- den_in klingender Münze dafür geboten. Bei einem Parse!“- rungs-Systeme würde vielleicht du's Doppelte dafür einkommen; aber die Canalisation des Tajo,“-die zur Erhalmng und Verbes- serun dieses fruchtbaren Landstriches unerläßlich“ ist, würde dann wahr?cheinlich nicht gehöri beser 1 werden. - Der bekannte frü- here Minister Agostinho reire in die letzte Pairs-Creation mit einbegriffen worden. Man hatbadurch diesen nicht unbe. deutenden Mann zu n.?utraljfirenozßesucht, der während des Auf- standeßdév Funken in Spanien. .iene machte, in Portugal das Cortes-System von 1820 wieder in Anregung zu bringen. - Die hiefi e Munizipalitär hat die Entfernung der Ziegen-Heerden aus der ?)?achba-cWaft dieser Hauptstadt, die bekanntiich der polizei- lichen Sicherheit wegen für ndrhig erkannt wurde, nnnmehr voll,- ftändig ins Werk gefilzt. '
Lissabon, 14. Nov. 'In hiesigen Blättern befindet
„fich eine namentliche Leske der Generale und Brigadiers der Por-
tugiesischen Armee. Selbige werken in solche, 'die ursprünglich für Donna Maria Partei genommen, oder ioforc nach der Ein- .zu ihrer Sache übergetreten waren, und in solche eingetheilt, die erst 1834 die Sache Dom Miguel's verlie- ßen und amnestirt worden snd. Die erste Katsqorie zählt zwei Marschälle, funfzehn General-Lieuterxanxs, zwei General-Majors, vier dergleichen Titulaire, siebenunddrcißig Brigadiers „und zehn dergleichen' Titulaire. Die zweite Kategorie besteht aus einem General-Lieutenant, dem bekannten Visconde do Pero da Regoa; woruriter der Graf Barbacena» und
endlich aus fünf titulairen Brigadiers, worunter der ehemalige Kriegs-Minister und OberbcfehlsWxD-dm Möguei's, der Graf von St. Lourenxxo. - “ '
Im Diario do Governo vom 2. November befindet sich ein Königliches Dekret, welches, mit Bezugnahme auf das frü- here Dekret vom 31. August 0. I., den Termin, bis. u welchem noch Sardinische Schiffe in den' Portugiesischen Hä en zugelas- sen werdcn sollen, bis zum letzten November verlängert.
Die hiesigen Blätter enthalten verschiedene Details hinsicht- lich der Bewegungen der Anhänger Dom» .iguel's in der Pro- vinz Minho, und namentlich in denStädten Braga und Viana, die inzwischen doch nicht bis zu offenen Ausbrüchen gediehen zu seyn scheinen. Der Prior von Montserrat und drei ehemalige Brigadiers [der Armee Dom Miguels, Nicolaus. da' Cana, Joao Barbosa und Joao Joaquim, "waren von den Behörden verhaftet worden. Em Decaschement der Freiwilligen von Porto war nach Viana marschirr, um dort zur Aufrechthalcung der Ruhe beizutragen. -
Lissabon,. 22. November. Die Regierungs-Zeitung vom 19cm d. enthält Mehrere Königliche Dekrete, wodurch die Resignation der vorigen Minister nun doch angenommen und das neue Ministerium ernannc wird, und zwar 1) der Oberst Jose Jorge Loureiro um Kriegs-Minister (diese Verordnung ist .von .dem Marquis aidanha gegenge eichnet); 2)? der *Mar- quis von Loulé zum Minister der auswitigen Angelegenheiten; 3) erc-Francisco Antonio de Campos zum Finanz-Minister; 4) err Manoel Antonio Vellez Caldeira Castelbranco zum Mé- mster der geistlichen Angelegxnheitmynd der „Justiz; 5) der Visconpe de Sa da Bandeir'a zum Marine-Mimster und inte. rimistischen Minister des Innern; die l_eßteren vier Verordnun- gens-smd'von dem neuen Kriegs-Minisker, Oberst Lour'eiro, kon- traignirt.. „_ '
(Eben dieses Blatt theilt auch,.sechs andere frühere Ver- ordnungen der Königin m_it',“ *die-erste, zweite und.sechste vom 20. Mai, die dritte vom 11. Juli, die vierte vom 21. Juli und die fünfte vom 8. Sept., durch welche mehreren Personen, _als Lohn für ihre Dienste, höhere Titel verliehen werden, nämlich 1) dem Herrn Christovao Pedro de Moraes Sarmento „für seine diplomatischen Dienste, namentlich bei der Abschließung des Quadrupel-Alléanz-Trakcatss“, der Titel Baron von Moncorvo; 2) dem General-Lieutenant Francisco de Paula d'Azevedo, „für seine militairxschen Dienste während der langen Zeit von 44 Jahren-und für seine Loyalitäx u'nd ehrenvolle Emigration“, der Titel Viswnde von Semodaes; 3) dem Grafen von Bemposta, Baron Hyde de Neuville, „für seine erfolgreiche Mit- wirkung u dem glorreichen Triumph der Sache der Legitimität und der “sortugiefisch'en Freiheit“, derTixelMarquis von Bemposta für ihn und wei seiner Erben; 4) dem Herrn Alexander Thomas de Moraes armento, „für seine Opfer u Gunsten der Sache der Legitimität und der Portugiesischen Freiheit und für seine diplomatischen Dienstleistuvgen in Madrid“, der Titel Vis'conde von Banho; dem Herm Joao „de Carvalho, „für seine Verdienste, *Treue und ehrenvolle Emigrataon“, der TitelGraf von Carvalho, und dem General-Lieutenant Baron von Villa Nova. de Gaia der Titel Visconde von Villa Novabe Gaia. ,
-- Der Morning Hexald, dessen Lissabonor Korrespon- dent meldet, daß Herr Mquztnho d'Albuquerque zum desnitiven Innern bestcmmt sey, und daß der Herzog von Terceira den Qber-Mfthl über die Armee niederlegen werde, da ex zu den Ersparungs-Pläqen ber neuen Minister gehöre, diesen Unträgiichen Posten ganz einzuziehen, giebt folgende Schtlberung
_ neuen Portugixslschen Miniüeiiuxnsi
Herr . A. de Campos ist ein “wohlhabender Kaufmann. 7“ ins inan alen_te sind noch nicht erprobt, denn er war, als er das [este Mal diesen Posten bekleidete, zukurze Zeit im Amte, als daß fich eine bestimmte Ansicht über ihn härte bilden können. Er ist reich genug, um die Gewähr der Ehrlichkeit in seinem De-
Bon 'de'n Mitgiiederü des
_ partement darzubi'eten, und das ist gewiß eine großeEmpfehlung.
Man häu ihn *für einen echten Patrioten, obonY er sich etwas zu sehr [,um kaealiberaliSMUs hinneigt. Herr ouzinho d'Al- vuquerq e, der_Ménisker des Innern, ist ein Mann, der fich, Wenn er stcl) auf-diy Politik so gur wie auf die Chemie versieht, zür Staats-Verwalcung vortrefflich eignen würde. Im Jahre 1826 hielt er Vorlesungen an der chemischen Schule in Lissab 11. Im ahre 1828 wanderte er nach England aus“, von_wo er ck nach erceira begab, woselbst er großen Beistand bei der Pul- ver-Fabrication leistete“. Seine politischen Talente zu bewähren, hat er bis jeßt noch keine Gelegenheit gehabt. Er :| ein rechtléx cher Mann, aber ein entschiedener Radikaler und ein sehr eigensnmiger Mcnsch. Der Marquis von Loulé, Minister der auswärtigen Angelegenheiten, wird gewöhnlich dcr Damen-Mi- nister genannt, denn er ist ein schr hübscher ONann, zeichnet st'cb aber durch nichts als durch seine Schönheit und durch seine ge- schmeidige Unterwerfung unter die stolzen Befehle seiner besseren Hälfte, der Prinzessin Donna Anna, aus. Der Visconde Sa da Bandeira ist der älteste unter achc Brüdern, von denen drci unter Dom Miguel dienten und der Eine für dessen Sache starb, während er und die andern vier für die Constitution foch- ten; er ist ein höchst achtbarer Mann, dessen Charakter makellos dasteht, und ein Jeder hält ihn für einen der bravsten Männe? seines Jahrhunderts.“
Türkei.
. Konstantinopel,.6. Nov. Die Tekwimi Wekaxi be.- rtchtct, daß der Sultan am 5ten Redscheb den Großhcrrlichen Sommer-Palask *Beilerbei verlassen, und (wie auch bereits nach anderen Quellen berichte1 worden) seinen Winter-Palast Beschik- café bezogen habe, _ Auch erzählt es mit gewohnter Umständ- lichkeit einen Besuch, den der Sultan, in Begleitung alle'." Groß.- Würdenträger, am 17ten DschemasilAcher dem Direktor desAr- tillcriewesens, Sa'ib Efendi, in seinem Lustschlosse an der Bucht Behaji abgestattet. Nach der Abend-Mahlzeit, die in der mlftcn Stunde eingenommen wurde; ließ Sa'jb Efendi, dem Wunsche Sr. Hoheit gemäß, sowohl in dcr erwäix-nten Bucht als in ejney benachbarten, Raketen und Schwärm-sr auffliegen. Die beiden Söhne des Direktors und sein Schwiegersohn, der Secrecair Rais Bei, wurden dem Sultan vorgestellt und empßngen aus den Händen Sr. Hoheit filberne'Taffenteller mit Diamanten be- sekzc. Um 3'/2 Uhr in der Nacht nahm der Sultan von seinem Wirths Abschied. Dieser erhielt nachträglich ein mit Brillanten besetztes Bildniß Sr. Hoheit zum Geschenke. '
_ Die Wiederaufbauung der verbrannten und die Wiederher- stel-kung der schadhaften heiligen Gebäude wird mit großem Ei- fer fortgescßt. Dem vorliegenöen Blatte der „Tel'wimi Wekaj'.“ zufolge, hat man_ außerha'b de:“ “Mauer eines Klosters in Bruffa das Grabmal einer frommen Frau aus" Jüdischem Stamme entdeékc, „die cn ihrem löten Jahre durch AUah's gnadenvolle Leitung zum Is1am übxrging, und bis an ihren Tod in Dürftigkeit [*.b- te.“ Diese ehrwürdige Renegatin hat ein schönes, mit ßiner Einfriedigung versehenxk Monument erhaiten. “ „ Unter der_Rubrik „WMd-krbarcs“ theilt die Türkische Zei- tung mit offiziellem Erqste folgende Nachrichc mit: „Em Be- wohner des zum Sandjchak Kintahije gehörigen Fleckens Uschal, seines_Namens Seid Muhammed, hatte funfzehr': Jahre lang mit seiner Gattin in kinderloscr Ehe gelebt. -- Eines Tages sagte die Leixtexe: „„Wezm Allah uns einen Knaben schenkt, so wol- len wax ihn von seinem zehnten Jahre an in das Großherrliche Heer eintreten lassen.“? Unmittelbar darauf fühlte die Frau sch schwanger; und, als dre bestimmte Zahl der Monden verßossen war, da gebar sie drei Kinder zagleich, zwei Knaben und ein Mävchen1 _Dies leuchtende Zsichen von Allah's Wohjg“efauen an dem _Wtrken unsers Sultanz haben sämmtliche Betvohner des Ortes m:t Ehrfurcht aufqenommen, und fie haben demnach zu
uten fqr Se. Hoheit brünskig gebetet.“
s Skutari u ekommenen S rei-
b_en Folgendes: „Dex Groß-Wefir, welcher 1211 gAnfange seinerchRe- gtexung über alles met größter Gleichgültigkeit hinauözugehen schien„was während des Aufstandes zum großen Nachthei'le der öffentlichen Ordnungin Skutari vorgefallen, geht nun mit ge: rechter Strenge zu Werke. Er ließ Kaki, Pascha von Didra, Islam Pascha der Stadt Spech, und Seffulin, kommandirenden Pascha von Sgcova, festnehmen, und si: !*.-bst dem alten Kadi, Mollah _Jbrahtm, und dem Datschi "MusrapZ-a Batscheluk n.ach K'onstanimopelfabführen, erstere drei als _des Verraths be7chulx digt, mittelst eines treulosen Rückzuges die Rebellen begünstigt zu haben, lcßtere zwei als Häupter und Beförderer des Auf- ruhrs. Man glau t, daß noch fernere Arretirungen, folgen'wer; den. Es“ wurden auch verschiedene Volksälteste "oon jeder" Be- sorgung _der Voikéangelegenheiten enthoben, und durch "andere der Groß'herrlichen Sache Ergebcnere ersetzt. Der Mirialai, Is; mail Be», und der Kaimakan Wel“. Bey, Welche mit den Nebel- len kapitulirt hatten,_wurden Thier Stellen “e_ntseßt.“ *,.“ ' . Fürst, Milosch ist auf seiner Rückreise von Konstantinopek m chdtn angekommen, von wo aus er den ihm gehörigen in der klemxn Wal1achet gelegenen Ort Pojana zu besuchen ent- schlossen est. Dee nettesten Briefe aus" Bukarest melden, daß der Hospodar der Walachei diese Gelegenheit zu einer persönli- chen Zusammenkunft rnit dem Fürsten Mikosch benutzen wil], und ck find deshalb auf genannter Herrschaft des Fürsten von Serbten, wo Fürst Ghtka in den nächsten Tagen, wie es heißt, mit großem Pompe erwartet wird, alle ?lnstalten zu "seinem Empfange getroffen. » Aus Salonichi meldet man, daß in Drama, Cavalla und der UmgeZend neuerdings Pestfälle vorge- kommen smd.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerikcj,
New-York, 4. Nov. Der INayor von New.? drk „H
T. W. Lawrence, hat an den Präfidenten der AntiZC-mznäkxxk taons-Qäcsbellscyafc in Chc;_rleskon er die .* erzeugung aus pricht, daß wenigstens neun T eile de Bevölkerung von wa-York fest encschloffetz seyen, alle gheseßlici): und verfaffungsmäßtge_Maßrcgein zu ergreifen, „um den gehei- men Umtrieben des fanatischen gegen die Sklaverei gerichteten Bundes unp der Verbreitung seiner aufreizenden Flügschristen einen unüber- stetg11chenDamm entgegenzuseßen;““ “In einigen südlichen Staaten _ist die Austheriung solcher Flug1chrtften unter die Sklaven sogar in die Kategorie der Staats-Verbrechen gest t worden,
Bürger des Staates Missouri, der Herausge er des Washing-
xon Telegraph, stellt in Be ug auf die Sklaven-Ver ältn“ imSüden folgende Anstcht an?: „2116 Mensch, als ChliZist LFZ
ein Schreiben gcrichtet, Worin.
* MSME"WMMQMWWMMWMNWÜMMWKO' “?ck “ “ .'. -*"Y ** . .