1902 / 45 p. 12 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 21 Feb 1902 18:00:01 GMT) scan diff

Dann noch eins, mcinc Herren! Wir müsste:: die Voxlage schnell fertigstellen; denn die Frist,.die von den Verkäufern gestellt ist, läuft nur? bis zum 1. April und läßt sich nicht v'erlängern. Wir müffen daher die Hoffnung und die Erwartung aussprechen, daß .es dem Hohen Hause gelingen möge, die Vorlage rechtzeitig Vor den Osterfericn noch fertigzustelLen. , '

Ich empfehle dringend die Vorlage dem Wohlwoüen des Hauses. (Bravo!)

Abg.]1r. Schulß-Bocbum (nl„ sehr schw“ verständlich): Schon lan ?, bevor der Koblenbergbau in Oberschlefien emporkam, bl" te der Koblenbergbau in der_ Grafschaft Mark ynter dem Einfluß Friédrich Wilhelm's ]. Spater kam_ dieser fiskalrsche Befiß wieder in Privatbände. Früher war eigentlxch zu viel anatbesiy, j 1 macht sich das entgegengesetzte Bestreben gelxend; der _Staat hat faé- alles m Händen, und wir müsse in dtese_r Beziehung ge- wiffnmaßen einen Hemmschuh anlegen. Do_ch tft mcht zu Der- kennen, daß die Staatsbetriebe sehr gut gewtrtbsxhaftet und erheb- lickße Ueberschüffe erzielt haben; die Erfolge m Schlefien er- muntern dazu, auc!) in Westfalen Steinkohlenfc'lder zu erwerbexj. Ick babe 1887 empfohlen, in Westfalen auch __Salzwerke m staatlichen Bes: zu bringen. Hätte der. Staat rechtzerttg die Koblen-

felder gekauft, 9 hätte cr wesentlich geringere Beträge dafürzu zahlen ,

e abt. Inwieweit die aufgestellte, auf Schäxzung beruhende ?Förderungsberecbnung zutreffend ist, Wird zzz prüfen sein. Jedenfalls ommt der Fiskus zu ganz koloffalen Erfragen. Man kann den Be- Zand der Kohlen auf vier MiUiarden Tonner) rechnen. Durch den' __.rwerb dieser Koblenfelder wird der Fiskus m semem Bedarf von Kohlen unabhängi er von den rivatbergwerkxn und kann emen Ein- fluß auf die Pretsßildung, bo entlich auch rm Interesse der Kon- Lumenten, auIüben. Der Skaat wird dadurch auch in dle La egeseßt einen Arbeitexn einen reichlichen Lohn zu Zahlen. Wir bof?en, daé' die von uns stets betonte Solidarität des 5 ergbaues un_d des Vater- landes s1ch immer mehr bestäti en und betbaxLiézen ward, und daß ein LZ?! zu' stande kommt, wel es dem ganzen aterlande zum Segen gem ,

AHL. Jßmer (reikonf.): Es ist begreiflich daß der Staat be- strabt is , auch in estfalen gröZere Koblenfeédet zu erwerben, um seinen eiJenen Bedarf an Kohlen effet befriedisFn zu können. Die zu erwar ende Koblenförderung bietet nach der orlage ein gsmstiges Bild. Der Zweck, den fich der Staat hiermit gesteüt bat, Wird voll erreicht werden. Fraglick) könnte es sein, ob man die VovaYnkelschen Felder erwerben soll, die erst später ihre vone Leistun sfabxgkeit er- reichen werden. Da aber diese Felder später sehr viel t rer werden kömxen, so kann_ich nur dringend empfeblcxn€ auch fie zu errverben. Ich beantxagc, die Vorlage der Budgetkommjsfion zur Vorberathung zu überwetfen.

Abg. Kindler- ofen (fr. Volk»): Nachdem einmal der Staat die Eisenbahnen Vers aatlicbt bat und selbst ein groß? Koblenver- brauche? geworden ist, ist es richtig, daß er darauf binar iter, fick) un- L_bbängtß zu machen von den Syndikaten und den'Unternebmern. Es nt zux qffen, daß der Staat mit diese? Erwerbung auch ken" Aus- glxieb zwischen dext Interessen von Produzenten, Konsumenten und Handlern finden wtrd. Da die Sache drängt, empfiehlt es fickkvielleickpt, die Vorlage nicht der Budgetkommisfion, sondern einer esondeten Kommifßon zu übertreffen.

_ bg. 1)r. Wßjbe (konf.): Ich begrüße diese Vorlage mit Freuden, * kyetl ße geeignet 111, dem Syndikat und der R'mgbildun ,der. ndlex etnenDamm entge enzuseßen. Ick) bitte, die Votla e aJex 111 1, einer besonderen ommi on, sondem der Budgetkommis n zu überweisen. Site ist von erbebl:cher*finanz_ie11er Bedeutun , und in dieser Kom-

s'uzen schon Sachverstandige genug. UJZ!) hoffe, daß -die*-

m Vorxqge dem Vakerlande „zum Segen geteicben

Der.“ Geseßentwurf wird darauf der Büdgetkommiffion übmviesc-n.

Sodann wird die Bérathung des Etats“ der Justiz: vee_r81'valtung* im Kapitel der Land- und Amtsgerichte fort: 9 e t.

Abg. Marx (chtr.) empfiehlt eine Vermehrung det ctatßmäßigen Kanzlistenstellen.

Geheimer Ober-Justizratb 111“. Bierhaus weist darauf hin, daß in dieser i_nsicht Potttwnex an das Haus eingegangen seien, welche in derÖuttzkomnnsßon emgehend ur Erörterun kommen würden, Die JKtk'verwaltung erkennc_das edürfniß WZ Vermehrung der Kanzltsten'tellcn an, aber 561 der Finanzlage müsse sich die Ver; waltämg Reserye axxferlegen. Nur eine geringe Zahl von neuen Ste en habe in diesen Etat aufgenommen werden können. Der Fauxtübelstand in den Anstellungsverbältniffen liege nicht in der ab “'der etatömäfäigcn Stellen, sondern darin, da fick; die Militär- anwärter-nach ein gen wenigen Bezirken, namentl ck) nach Berlin, zu- sammendtängen.

Abg. Goldschmidt (fc. Vqlksp.) empfiehlt die Kanzlei- gebilfen dem Wohlwoyen :der Regterung._„ Bus Zusammendrängen der Militäranwärter m dre großen Stable komme daher, daß ße nur“in diesen durch Nebenatbeiten «:

enug verdienten, um ihre milieu ernäbxen zu können. Bei Erbö un der Diätensäße würde der Audra" m den kxeineren Gerichtsbez_rken ebenso Zroß sein wie in_ Ber iu. Um emexn wahrhaft _drmgenden Bedurfniß ab- ubelfen, müffe 'der preußtscbe Staat 1mmer Geld haben. Der

ilifäranwäüer, der erst zwölf Jahre gedient babe, müffe dann noch“

10 51312 Jahre auf Anstellung im Ztvildienst warten, das Höchst-

gebalf werde in Ber_lin erst mit d_em 65 Lebensjahr erreicht. Wenn" der Militäxanwärter nn 32. Leben51ahr mit einem Gehalt von 1000.44 .

angesteat würde und dann all? 3 Jahre _einc Dieqstalterßzula e von 150 .“. achtmal bekäme, dqnn wurde er wezngstens mtt dem 56, _bens- "abr das Höchstgebalt erxctcben. Der Fmanz-Minister Freiherr von Rheinbaben habe als Minister des_Innern einmal gesagt Aufgabe der Regierung sei es, das Volk glücklxck) zu machen. Macße er also die Kanzlisten glücklich.

Geheimer Obcr-Justizratk) [)x- Vierbaus theilt mit, daß der

Zusüz-Ministcr schon Vor kurzem durch eine besondere VerskÉYng die ' ezüge der Kanzlisten _und Kanzleidiätare erbßbt habe. i ihrer Anstellung Wollten die Kanzlisten nicht aus Berlin heraus; Eine Aus; wahl unter den Militäranwärtern m dxr Art, Haß dre beffer ge- kigneten schneller arYxstcllt würden, fer n1cht moglzch; die_ Zusm- Vcrwaltung sei Verpf11 )tet, jeden fich meldenden Milttaranwarter an- une men. _ z l'Gebcrim-sr “inanzratb Halle _ widersxxtcht der Behauytung dcs Abg. (Hold- chmidt, daß der manz-V tmstcx den berechtrgten Wünschen der Kanzlisten nicht wqb woÜend gegenukzerstehe." seitens der Finanzvérwaltung bereits Erbebltcheö fur dkcse Beamten e e en. _ , _ , (; sch§2l1bg. 1)1'. Göschen (nl,) empfiehlt gletcbfalls dle Verbessern!) der Verbältniffc dcr Kanzlisten und die Vennebxtrxxr? der eiatqu igen Stellen, die bisher thatsäcblich «_ dcm Wr 1an_de_ der Fmavn - verwaltun gescheitert sei. Der Zut_rttt_ zu den Kanzltstetzstellen mu e eine Zeit ang gesperrt werken, damtt dle Anstellungsvcrbaltniffe besser würden. Seitens der Provinzialbebörden seien neue S_teUen beantragt, vom Iustiz-Ministérium abcx ab elchnt worden. 2218 Anforderungxn seien zu boch, dic PrakTiker sc1e_n ?chon "xange Yavon ubsrzeu t, daß em Mensch nicht 15 [ich 36 Sexten schreiben konne, obne fi kaput zu machen. Die Beßtimmungcn über das Arbeitspensum bena thetligten besonders die Kanzlistcn im hohen Lebensalxer. _

Ab'g. Golds His? blexbt den Regierungskommtssaren gegen- über bei einer Ant t e en. _ _

Gebximer Fincmzrat) qule besicettet, daß die_ Kanzltstxn in de?) JusiizZetwallttung stärker m Anspruchcgenommen wurden als m derürien'erwaung. _ _ _

M*Willebrand (Zenrr? führt gleichfaus aus, daß die Be-

züge det“ Känzlisten und namentl (!).-der Kanzletgebilfen“ zu niedlkq für.

die Ernäbmmg- einer Fumilie skies,“

“zeichnet wird. Es heißt auch, daß die

' “über „den ganzen

Es sei'

Abg. Goldschmidt bemerkt, daß _die Erböhung der Be- üge der Kanzlisten wieder außgeglichen set“ durch eine Erhöhung des rbeitspensums.

Zu dem Titel der Y_esoldqn en der Gerichtsyoüzieheyliegt die Denkschrift über die WU" ungen dcr GertchtSUoszchcr- ordnung vom 31, März 1900 vor, _ _

Abg. Jm Walle (Zenn); Infolge der Beschwerden der res1e

über die neue Geriäyjsvollziebcryrdnung bot der Minister die ber- landes ericbts-Präfidenten zu Venxbten darühet aufgefordert, die in der Denks rift niedergelegt find. thäxinden 11) den Berichten cin über- einstimmenkes Lob der neuen EMU tun , d_12 als Fortschritt gekenn- ertchtsvollzicber selbst damit zufrieden find. Ohne Widerspruch kann man behaupten, daß diese Be- richte sehr optimistisch gehalten smd. Ueber verschiedene Punkte giebt die Denkschrift keine Ynügcnde Auskunft. Sie saY an mehreren Stellen, es seien zwar ' kängel Hebauvtet aber ke_ine ' eschwerden vor- gebracht worden. Die Mühe; eme Bescßwerde emzubringen, wird oft escheut, zumal man nicht wetß, _ ob ein schuldhaftes oder entschuld- Lares Versehen des GcrtÖYSVoUztebers vorliegt, und man fich wegen eines kleinen Versehens n1cht gerxt b_eschwert. Wenn man den zu Tage getretenen Mängeln namentl1ch 111_Be_zug auf die Vertbeilyngs- stelle abbilft, ist jedoch zu__ erwarTJn, da[; du: neue Gerichtsvollzteher- ordnung fich sebr gut bewahren Wird. _ _ _

Geheimer Ober-Iustizrath ])r. _Vrerhaus (schwer verstandltch): Es hat 1ch gezeigt, daß die Ger1cht§voüzieher-Ordnung auf _emer gesunden rundlYe beruht, wenn aucb Einzelheiten noch geankcrt. werden können. ewäZbrt hai_fick) das Verfahren, das von den großen Banken in Düsseldorf eingefuhrt worden ist. Die JustizVLrwaltung will Mängeln abhelfen, sobald fie fich bemerkbar machen, ohne erjt die Einbringung von Beschwerden ahzuwarterx. Jeder einzelnen Klage über Versäummffe von GertchtEVOllztehern wtrd die Justizverwaltung gern nachgeben. _ _ _ _

Ab . Sevdel-lesÖÖLkg _(nl.): Die Befürchtungen, die im Vorigen 5Z'Küne über die neue_ Gencbtxyoüztebewrdnung eäußert wurden, sind Von der Erfahrung ntch_t bestatigt worden. Na lässigkeiten von Gerichtsvoklxiehern sind- nur xn ganz gerxngem Umfange Vorgekommen. Zn Vielen Fällen, in dencxj uber Verspatungen geklagt wurdc, ste_llte fich nachher heraus, dgß dte Schu1d_an Versehen der Re Wanwalte lag. Die Zwart svolljjreckun geschieht “etzt eher noch s neller als fruver. Die 112 cssjände, 11 er die gek agt wird, können vielleicht dadurch beseitigt Werden, daß mag den-Antbeil der GerichtSvollzieher an den Gebühren auf__ 50%" erhohte, sodaß sie selbst ein höheres Jntereffe an den AuftraTJn butter), _und da? man die Zahl der Gexx ts- vollzieber Vermehrte. e Prinzipten, an denen dre neue Ger: ts- VoUzieberordnunZ beruht; smd durchaus _richtig und zutreffend.

Geheimer ber-J111fiz_ratb ])1'. Vzerbaus: Ob die „Zahl der Gerichtsvollzieber ix! den etnzclnen Gertchtsbezirken genügend ist, läßt fich z. Z. noch m_cht üb€r1xben. Ueber den Gebührenantheis der Gerichtsvollzieber wllen gletchfalls 1101!) weitere Erhebungen statt- finden. Die Einführung einer Skala für den Gebührenantbeil kann

,_ m Erwägung ezogen werden. Der näheren Prüfung unterliegt ferner

d_ie Frage der uf_naht_ne der Wechselproteste durch die Gerichtsjwll- zteber. _Unzuträglrcbketten im Emzelncn werden von der Justiz- verwaltung gem cprüft werden.

Abg. P e [ ta fgo h_n (ft. Vo1ksp.): Da die Gerichtsvollzicl)erordnung erst_ [mt 1HIabren _m Kraft jst, müffen _wir aüerdin s dem Justiz- thster ett für_*cte nötbig ewordcncn Refotmen 1a sen. Die Be- rtcbte der OöerlandeßgeriÖts-Zräfidenten find abcr ni t geeignet, die

Beschwerden des" Publikums und der Rechtsanwälte ruhen zu lassen,

Y Weit gßbt es, wen_n die Denkschrift agt, daß die Bes werden der chtsanwalte_ auf einem emsxttigen ntereffenstandpun ' und auf Maaßel an dem guten *_W111en, ich in die neue Ordnun eiuzu e_ben, zurückzuführen fxten. Du eine folche Bemerkung wir? “der Auf wetweckt,“ *ass balken die erade o jektiv beurtbeili. Die-der Denk! rift-ang, gte' Zusammen- tellung der Ergebnisse von- Zwangsvoüstr ngkn Staat; es schami fast, als_ sei diese Zusammen- WMW so gemacht, daß fie beweist, was dte Regierung beweisen wo e. '

Geheimer Obcr-Justizrqtb _1)1' Bierhaus bestrkitet, daß bei der Aufstellung der Denkschrtft _1rgcndwelche Tendenz obgewaltet Habe. Die Berichte der Obkrlandc'SgeUchts-Präfidcntcn skien unverkürzt bc- rückfichtigt worden.

Akzg. ])r. (Höschen (nl,),z Das S_trchn der Justizbehörden, dic Uebelstqnxx zu besertxgen, _tst 11che_rlich mcht u bezweifeln. Ich möchte den anqter fragen, -ob dre für nicht ersaßfäéigc Auslagen Vorgesehenen 14 0/9 genugt hqben, und_ dann unterstütze ich die Bitte, den Gebühren- antbeil der Gerichtsvollzteber auf 50 0/9 Zu erhöhen. Die nicht erfaß- fäbigen Auslagen soÜten auf 20 0/0 erbö 1 werden.

Abg. Kirsch (Zentr.) lenkt dic- Aufmerksamkeit auf die Er- Zcbwexung der Wechse1protes1e, dic namentltch für die roßen Banken ehr una" e_nebm sex. Hoffentlich würden fich aber alle cbwierigkeiten mtt_der e11_überw1nden la en. In den gro en Städten kämen die (Herr tsvollzjeber mit der_ ienstaufwandöents ädigung nicht aus.

ebeimer O_ber-Justjzratb Or. Vierbwns hebt nochmals berVor, dgß 'die _Denkschnt nicht die Meinun des Ministers enthalte, sondern die Besuchte der* Yerkandeßgcricbts-Éräfidenten 'zusammenstelie. Die kaifchtttsvollzieber hatten nur mangel aftes Material für Beschrverden ge te e ., Abg. Dr. Cxüg.ek (fr. VMM): Von_allen Seiten wird die Deyk chnft als mcht geyügend angesehen. DLS Oberlandeögerichts- Brat enten werden allerdmgs sehr wenig von den Mängeln -der neuen rdnung berubrr Der Anwaltsverein wird Hoffentlich sein Material an Beschwerden dem Minister EY Verfügun stellen. Die Rechts- anwalte, klagen namentlieh darü , da die erichtsvollzieber über-

lastet nd ;_ dahxr Find die Wechselprotcte vielfach von den Geri ts- voUzie ern auf die

vollzie er müssen anders geregelt werden. k__?ie Denkschrift wird durch Kenntnißnabme für erledigt er ar. JKU Y?!) Besolen xn ??ZGerßchxsdienerÉritt g. mi - ü edor - entr. ür eine ertel] d' Beamtenklaffe dura? Gewährung von Uniformgeldernéffdusrch uFngekktsrfxr; der Steüenzulagen :c. em. _ Fb? Jem TLtZel tde;? YemFmerationFMän elt . ar; en r. ie orm der ? ä tgungszeugniffe der Affefforen. Dtese Zeugnisse ollten keine 11 ru s * ' sondem bäiten lediglich als Kaffenbelege zu NYM" ng zeugnisse sem, Zu den Gxsängnißverwaltungskosten führt Abg. quye1sel (Zentr- aus,_ daß tt_nsere Strafanstalten ihren Zweck, zt; erstehen und zu be etzt, mcbt erfuuten, was die große Zahl **der rückfalligen Verbrecher bewetse. Für" den Gottesdienst sei nichc ge- nügend gesorgt, man:?e Gefan e_nen ekamen den Geistlichen nur alle 14 Tage einmal z_u ebxn. _ _te kOnfesfionellen 'Rücksichtcn müßten gewahrt werdxn; dte Gefapgmßbtbliotbeken müßten-den Anforderungen entspxeckyen, dre man an_ ste stellen müsse. Den Gefangenen müsse die ' oziale Geseßgebun . die FürsoZe des Staates für dre Arbeiter zum ewußtsein gebracxt wcxden; roßer Wert!) 121 auf die Erziehung der Jugend m den foangmffen zu legen. Vor dem Mü“ig ang, der aUcr Laster Anfang set, müßten die Gefangeney bewahrt lei en. Geheime)", Ober-Justizratsx Werner erwidert, daß für die Ge- fängniß-Biblwtbeken eme sorgfalttge Auswahl etr_o en sei. Auch in der Seelsor 6, sowohl in evangelischer WE in ka! o_lrs er, würden ständj Fortschr tte- gemacht7 es sei anzuerkennen, daß in dieser Hinsicht no mebrÄzeschehen müsse. * _ . . Schall (kons.) chlxeßt fick) den AustYrungen des Abg.

Hoheise an. Die_ AuSwal der Bücher ür Ge angene sei aller- dings_ sebr schw1eng. ' An dem neuen_ tqvtvo gtetgefän ni am Alexanderplatz mit_ 850" Gefangenen set kern eigener Gßeitlicher angestellt; der Gerstltche aus _ _

mit zu versorgen. _ In den so terxelley » bemachtZJe ß GefaseingetZZn, namentlich in der ersten Zei , » eme wahre crzw da “'1 um

'der

kricbterstatter M.Sackye nicht-

reckten fich nick)!"

otare übergegangen. Die Gebühren der Geri ts-'

ensee ?babe dieses Gefängnjß,

“der Besuch deß' Geifiüch671 eine wahre Wb!) f?)??-

Das StadtVoi tei efän ni 5: da reitb- Besuch des G Zsßligäxen g QZ _ YEWM Isolierjellen- _ die Errichtung emes Zentralgefängn“! es Frauen in d?! PM“ Ostpreußen an. Der Um an des ischen mit den GNM!" exfordcre viel Tczkt und z)"xjt'uhßlcht, der Seitliche dürfe 11 “"ck "W- furcbten, Wenn em Gefangener ahm einen tiefes nachwlr 1, wie das ihm (dem_Redner) s on vor ekommen sei. . ' _ Gebemger O_ber- uÉizxat Werner en»1dert,daß1mS1adwolgkU“ gefangni? em standi er exstlichcr nicht nötbia sei, da |ck dort “mäß

nur Ge angene be änden, die w * “inis? Tage abfißen. egen geringerer Vergeben *

Ab .Scb1nid1-Warburg l(Jenna) verlangt die AnsieUur-s cinOk e

katholis en Geistlichen in Te

Ge eimer Obcr-Iustizrat Werner crklärt,daß bereits ein solchel angenommen sex.

_A_b.S_cha[l bleibt dabei tb , v ' "tei?“ (_Hclstlt cr_1m_Ncbcnamt_ nicbt gseäüerx. éßühlet; ?eejrenScTJFvoxßtk etgener Getsthcher uud cm eigener Le rer angestellt gewesen-

_Nach crmgcn weiteren Bemerkun en des Geheimen Ober- Jusnzxaths erner und des Ab „S midt-Warburg werdM_ der_Tttel sqmze der Rest des Kgapitels der Land: und Amt“- gerichte bcwxlltgt,_ , .

_ Darauf Lchlagt der Präsident von Kröcher ook, 5“ weitere Berqt ung des Etats der Justizverwaltung zu verlag,?" un_d auf _dkc Taquordrxuyg dcr reitagsstßung die zwe“? Le1ung_ des Etats bes thxteriums es Innern zu seven. hVeHMZaZchgZ 2133 F_r1cc1_)) erß und von Eyncrn (nl,) er-

e _ ;et 1 er pru un mün en, da am kkimg erst der Rest des Iuftiz:Etats erledigtsrFird. ß F

Das aus nimmt den B ' und von Fynern an. orschlag der Abgg. 1)r.Fr1edbcrg

Schluß 47/4 Uhr. Nächste Si un reita 11 Uhk- (Etats dcr Iusttzvcrwaltung und des P?inißeers XL:!e-s InnkM)

Handel - und Gelberbe.

(Aus den im Reichöamt des Inner ' liter! „Nachrichten für Handel un?) ÖrßsdaKturxieZJeste

Ein- und Ausfuhr des deutschen Zollgebietg*an Stein-

kohlen,_Braunkoblen, Koks undBrlquets im Ianuar1902-

S t e i n 1“ ob [ e n Januar1902 Januar 1901

_ t, t Etnfukyr ......... 348 soo" m 40! DavOn aus: _ Bclgicn_ ............... 35 818 35 973 Jrankrezch „_ ............. 544 480 roßbrttanmen ........... 254 685 257 041 Nicderlqnde ............. 15 192 9 726“ Ocsicrretch=11ngarn .......... 41 975 42 924 Vereinigte Staaten von Amerika . . . . *- 31 Uebrige Länder ............ 466 294 Ausfuhr ......... 1100 077 1100153 Davon n_ach: _ Freibaxen Hamburg .......... 57 961 61 803 Breiha en Bremerhaven, Geestemünde .* . 19047 17610“ * elgien ............... 85736; 114180 Dänemark ........... „. . . 5680" ZM ankreiä)“ .......... ,. .“ . . 54474__ 48411 _ o britannien ............ 26557“ 2932' aen . . . . . .......... 2815 „3098? tederlande . . . , .......... 264934 - 245838.“ Norwegen .............. 416" 320? Oestexreich-Ungarn .......... 451 528 527 798 Rumanien .............. 4 531 985 Rußland .............. 46 133 81214 leand ............... 551 '“ SYWL'OLU .............. 1 313 1241 S wciz ............... 88068 86541 Kiauxscbotx .............. -- 45 Uebrtge Lander ............ 236 254 Braunkohlen; Einfuhr ......... 422 330 043021 Davon aus: Oestxrreicb-Ungarn .......... 492 330 643 079 Uebrtge Länder ............ -- 2 Ausfuhr ........ . 1243 2500 Davon nacb:

Niederlande ............. 43 236 Oesterrei Ungarn ........... 1200 2 129 _ Uebrige Lander- ............ » 204“ *

Koks. . Ei f b n u r ......... * DFP" Y: b 32224 31010 ret a en m urg .......... 5570 Lelgierx ............... 16 815 YZF ' Frankreich .............. 4 982 4 091 roßbritannien ............ 2 717 2 406 Oestxrreicb-Ungarn ......... ] 940 2 390 Ucbrtge LänFler „_ ,h .......... 200 147.“ us 11 r ........ ., DMV" ZMS , 154 740 107 730 - ret a en tu urg ..........

Zöglgien ............... 8 31,113 7 47 [' Danemark ............ 1158 ] 427 , ran_kreich.........„„__" 51244 1593. Nfaxtet; .d ............. 2878 8? LY

' te er an e ........... 3253.25..- - - - “- - - '- ? ?? “??? IT??" - 71 am ..... ' Rußland . „g. . . , . . . """" 48592 50592 SYwepen ............ 10 439 15 724 * S wxrz .............. 518 828" Spanten .......... 12 469 10 880 Mex'xko ............ 1 365 - Brttxsch Australien ........ 698 75738 Uebrtge Lander .......... 1" 500 1 W Pkeß- und Tor k """"" anzünkÉe_r._ f Vblcn, Feuer tn u r , _ DSVM aus: b ' ' ----- 4702 10 058 FÜR" c'!) “u ““““ 168 941 * L ?ULi - [[ arn _ . ' * " " * " *. 4 * 8 ",' Ucbrtgc LänZleT-J _ _ _ ......... 120 18T * us u """"" 4 Davon „a f br --------- 5919: , so on Irelhafen Hamburg _ ; realg1ken'cß """""""" ' ' 25675? 21334 , n re1 ------------ * Tiederlcxndc _ _ .......... 1678 1350“ e lerr_c1ch.ungarn _ ......... A1??? 18 Y? z .......... _ Ue rige Lände": ---------- 31894" 24455?“ .......... 1 180 1905,

(Schluß in der Dritten Beilage,)

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