1876 / 106 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 04 May 1876 18:00:01 GMT) scan diff

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derung betreffs der Verzebrunchßeuem fallen, sondern es bleibt überhaupt das bisherige Quotenverbältniß der Beitragsleißung beider Reichsbälften zu den gemeinsamen AuSgaben auf weitere 10 Jahre unberändert. In diesem völlig unerwarteten Resultate 1iegt dcr aneikennenswerthe Erfolg des ößerreichischen Mini- ßeriums. Damit ist die gesammte Ausogleichsfrage aus der W211 geschafft, einschließlich jener finanziellen Punkte, Mlckge, Wie man allgemein noch gestern glaubte, erst in einem späteren Zeitpunkte gesondert zur“ Verhandlung hätten kommen soUen; die Gefahr endloser AuSglcichs-Verhandlungen, weiche dem Reiche ernstlich drohte, ist so mit Einem Schlage beseitigt, die Monarchie als Ganzcs, die beiden Landeöregierungm im Spe- ziellen 151111611 fich nunmrhr wieder ganz den großen Aufgaben, 11021112 ihrer harren, widmen. Das vcrtragSmäßig bestehende Quotenvcrhältniß geht bekannilich dahin, daß zu den Koßen dsr gemeinsamen Lliigelegenheijen Oesterreich 70 Prozent, Un- garn 30 Prozent, oder nach Uebergang der Militärgrenze in dée Civilverwaltbng Ungarns _ in Folge der hierfür spezieb 11.111 Umgarn zu [eistsnden Quote von 2 Prozent des Gesamttit- exfordrrniffes _ Oesterreich thatsächlich 68,6, Ungarn 31,4 Prozsiit beiträgt. Das Zugeständniß, welches die österreichische ngieriing in der Steneri'echs-Restitutionsfrage machte, ift békamit. Rückfich11ich der Vei'einbarungsn in der eigentlichen Zollfrage dürfte mebr als das bereitsx Bekannt? kaum in die Oeffentlickzkeif gelangen, che der Zolltarif sammt dem ab- zi1schlik߀nden drutsch-ösicrreichischen HandelSvertrage den Legis- 101112811 vorgelegt wird. AUS dem Gesagten ergiebt fick; im Ganzen, daß sowohl das ZoU- und Handelsbündniß als auch 1332 fiiianziebcn Liiisgleicbsbcrträge erneuert werden. Was end- lich Die Bankfrage betrifft, so bildet das mobrfacb eröricrte Pro- jeki eiiier einheitlich Bank mit einheitlichen Noten, jedcck) mit gewissen Zugeständniffen an die Autonomie Ungarns, die Griindkage der erzieltcn Vcrständigung. Einzslbeiten über die getroffciien Vcreinbarimch außer den bersits be- kmmten liegen nicht vor und dürften auch ÜLlZLllblick11ch dercn noch nicht viele festgestellt sein. Jedenfalls bleibt die Einheit der Währung, die Einheit der Zcitelbank gewahrt. Die Frage der auf ungarischer Sein: geforderten UiaterieUeiiTl)ei[U11g dcs Metallschaßes wurde, wie wir erfahren, nicbt entschieden. Die österreicbiftlie Regierung erklärte, nach dieser Richtung eine Vereiiibarnng nicbt ireffen zu können, nachdem die Disiwsiiion Über den Baarschaß au§schließiich der Bank vorbehalten bleiben müsse. Die ungarische Regierung acceptirte diesen Siaudpimkt urid somit wird die angeregte Frage erst anläßlich der Verhand- lungen Über die Erneuerung des Bankprioilegiume; in beiden Reichshälften zur Entscheidung kommen.

Prag, 2. Mai. Die Vollversammlung des Vereins der mittelbbhmisckien Zuckerfabriken faßte, wie die „N. Fr. Pr.“ mittheilt, die Resolution, es sei die Regierung aufzufor- dern, eine beruhigende Erklärung abzugeben bezüglich der Frage dsr Zoll-Restitution bei Zucker gegenüber Ungarn, nachdem in dcr jüngßen Zeit allcrlsi diesbezügliche Gerüchte zu Börsen- manövcrn bciiüßt wurdcn, wodurch die gesunde Geschäftsfüh- img 1111111'grabetr werde.

Best, 2. Mai. Nach der Meldung des „Pester Lkoyd“ boten bei den leßten Verhandlungen mir zwsiPunkte noch Schwierigkeiten, Dcr erste Streitpunkt war die Ueberfiedlung eiiies Theilcs dcs Metallsckwßes nacb Pest, worauf die ungarisch? Regierung formcU bestand, während die österreichische Regierung gerade diesen Punkt aus formalen Gründen bekämpfte, weil dadurch der Dualismris des Bankwesen?) äußerlich 0:11 deiitlichften veranschaulicht werde. Der zweite Differenz- punkt betraf die Z1isammcnießnng des gemeinsamen Ueber- wachungs-Comités, das nach dem bstkrrcichisckzen Vorschlags aus zwölf Mitgliedern bestehen und V011 der Gcneralversammlung der Aktionäre gewählt werden sollte. Vier Mitglieder sollten uns der bfici'rcichis0)cn, vier 0119 der Mitte der Ungarischen Direktion gewählt werden, und vier Mitglieder aus den außer- halb beiderDirekÜouen slkthéU Ykiionären. Nachdem die 1111gk-1- rjiche RegierUiig mit ihrer Absicht, diesen Ueberwackmng-Frath gänzlich zu beseitigxn, nicht durchzudringen1111111011116, beantragte dieselbe, das Uebsrwackzungs-Comité habe 0119 sechs Mitgliedcrn zu bestehen; zwei Hätte die österreichische, 311111 die ungarische Direktion aus ihrer Mitte zu wählen, und jeder der beiden Jinanz:Minister hätt? sodann eiii Mitgxied in das Comité zu e,:iiciiiicn. Dieser Antrag 1v111dc angenommen.

“Schmeiz. 111chdkm der BUndcsratl) der Errichtung cines ckirißkatholischcn Bisthums für die Schiveiz Die bundes- gsmbßeGenehmigung ertheilt hat, ist nun vor: dem Landammann Ksller dcr Syiioda1rath auf Montag, dem 8. Mai, nach Solothurn einberni'eii, um die beförderlicbe Versammlmig dcr Naiional- s::xodc aiizUordnen, Traktandciiverzsickgniß derselben festzu- siHrn, 11111) 110513 eiiiigc wichtige Vorlagen (111 die Synods vorzu- bereiten.

Großbritannien und Irland. London, 2. Mai. Jm LLleshaUse gab übst das Schiff „Ociavia“, welches vor Kurzsm von einem spanischen Dampfer aiifgebi'aclit 1111?) nach Porto Rico gefübrt wiirde, in Erwiderung einer Anfrage Ser- j63111 Simon?- der Unter-Staatssekrktär im Auswärtigen Am“e, Herr Bourke, folgende 211191111111: Seit der 3911, wo die Weg- nahme der „Octavia“ bekannt wurde, also seit etwaseckis Wochen, smd vom britischen Konsul in Porto Rico und von den Flotienbehbrden an Ort 11118 Stelle bezüglich des Schiffes i.bneUe Maßregeln getroffen worden. Als die' Umstände drr Kb11iglichsii Regiciung gemeldet wurdsii, sex,;ie fick) dieselr-z 107011 mit der spanischen Regierung durch den 111111118351 Gesandicn in Madrid in Verbindung. Das Ergebniß ::.-ar bis jcyt, daß sämmtliche britisécze Unterthaiien in Freiheit gxießi Wurden imd Weisungen ergingen, 0110) den Kapitän, der sin Teiiiscber ift, iammt seiner Familie ebenfasls auf freien Fuß zu seßeii. Allein das Jabrzeug, seine Ladimg und drei Per- sonen, aiigebkick) Cixbaner, werden noch zur Aburtheiliing vor e7112m sogenannten Vrisenge1icht feßgchalfen. E:“: fixid darüber VorsteUUiigen gcmaäzt 1130113811 und Verhandlungen sind gegen- wärtig 1101; im Gange. Wir haben keinen Grund zu der 2111110511113, daß 'Der K0pitän in Ketten qsicgi oder die Mannschaft mißhandelt wurde. _ Bezüglich des streitigsn Auslieferungsfalles, zu welchem drr mehrerwähnte amerikanische Fälscher Winslow den An- haltspunkt geliefert hat, Wurde ferner der Minister des IRULM von Sir Henry James befragt, Der Minister erwiderte, es sei eigentlick) gegen Vorlegung des Sch1iitwechselszwischen der diessei-

tigen urid der amsrikanisckzen Regierung Nichts einzuwenden. In- deffen sei das Auswärtige Amt der Meinung, daß die Mittheilung deffklben im gsgknwärügen Augenblick nachtheilig sein könnte. (VZL. Amerika.)

Frankreich. Paris, 2. Mai. Am Freitag folien nach eiiixm T*?[LJL'ÜMTU bs"; „Köln. 3.“ im Minifterrathe, dsm aucb

schlüsse gefaßt werden. Am Sonnabend reist der Marschall M ac Mahonedaim zu den Festlichkeiten der Johanna d'Arc nach Orleans ab. _ Infolge der Verzögerung, welche die Veröffent- lichung der administrativen Veränderungen erfährt, zeigen fick), der „Indcp.“ zufolge, die Republikaner sehr verstimmt. Sie fürchten, daß bei einer neuen Wahlperiode die nicht abgeseßten Präfekten der „moralischen Ordnung“, welche ihre Siebung ge- mißbraucht, um Deputirte wählen zu lassen, deren Wahl von der Kammer wegen zu offenbarer Verlebung der Wahlfreiheit hat kassirt werden müssen, in ihrem bisherigen Benehimn fort- fahren werden. Briefe, wis die des Hrn. v. ChazeUe, dem sick) Andere angeschlossen, gäben Zeugniß von der Gesinnung der alten Verwaltung und der Nothwendigkcit "durch- greifender Veränderungen. Dem Vernehmen nach würden die Veränderungen, wenn Herr Ricard übermorgen nach Paris zurückgekchrt sei, veröffen11icht Werden. Denn am Freitag soUe fich deshalb ein Minifterralh vorsammeln, und wenn die Neu- Ernennungen verzögert seien, so würden fie desto befriedigender ausfallen.

_ Dcr Zudrang der Pilger zur KapeUe des heiligen HkkzLWZ auf Montmartre war heute sehr groß. Es hatten sich die Pilger der Gcmeinde Saint Germain des Prbs (Faubourg Saint Germain), meistens Pricßer, Mönche, Nonnen und junge Mädchen, eingefunden. Morgen ist einer der Hauptfags auf Montmartre. Zablreiche Gemeinden und das große Seminar von Meaux werden erwartet. Außer diesen Wallfahrten finden fast jeden Tag besondere kirchliche Ceremonien ftatt. Heute legte der Kardinal-Erzbischof von Paris den Grundstein in 'der Avenue de Friedland (in der Nähe des Triumph- bogens der Champs Elysées) zu einer Kapelle des „Sacré Coeur“, dem fich nach den Geboten der Jesuiten ganz Frankreicb weibrn soll. _ Das „Univers“ bringt den Wortlaut der Bitt- sclirift, welche die katholischen „Familicnväter“ an die Depu- iirtenkammer und den Senat gegen den von Waddington vorgelegten Gesehentwurf, betreffs Abänderung des Unter- richtsigeseßes richten. Als Katholiken beglückwünschen fick; die BittsteUer, daß die unumstbßlickgcn Rechte der Kirche von dem Geseße, das man angreift, anerkannt wurden, als Familien- väter schäßen fie fich glücklich, ihre Kinder iiicht dem Ein- fluffe unheilvoller Lehren auSziiseYen. Schließlich beto- nen die Bittsteller noch die für di? katholiickzen Universi- täten scbon anfgewandtcn Kosten und erklären die Vorlage Wadbingtons für einen Angriff gegen das Eigenthum. _ Die Uliramontancn seßen ihre Bestrebungen fort, auch die Arbeiter 0111 ihre Seite zu ziehen. Das „Univers“ erklärt offen, daß die Ar- beiterfrage ihm und seinen GesinnungSgenoffen überall am Herzen liege. Der Bischof Jreppel hielt vorgestern in der Madeleine eine Vrekigt über „das große Werk der katholischen Arbcitcrvereine“, worin er diese als die auSerwäblten Rüstzeuge der Kirche empfahl, und vor den Zuhörern, um mit dem „Univers' zu reden, das Bild der Ein:ich11mgen eiitrollt'e, welche die Kirche von ihrem Ursprimge bis auf unsere Tage gegründet habe, nm die Armen zu unterstützen und zu trößen. Msgr. Frcppel schloß mit der Hinweisung auf die Devise der Kirche: „17011 »"6111 [1306111 111111610 5811 Z1aäjum!“ _ In der Kapelje „Vom heiligen Herzen Jesu“ wurden zu Gunsten der „Universitä19u11terrichtsfreiheit“ Gebete gelesen. _ Die klerikalen Provinzblätter eisern gegen das populärste Unter- nehmgn der Regierung, die Ausstellung von 1878.

_ 3. Mai. (W. T. V.) Das in Ajaccio erscheinende Journal „Aiglc“ veröffentlicht einen Brief Rouhcrs, in welchem derselbe den Wählern feinen Dank ausspricht und die Abstimmung vom 5. März als eine Anerkennung der Rechte des Hauptes der Kaiser1ichen Familie bezeicbiiet.

Spanien. Madrid, 3. Mai. (W. T. B.) TUS von dem Depuiirten Alvarez eingebrachte, gcgen die To- leranz in Religionsfragen gerichtete Amendement wurde von dem Ministcr=Präfidentcn Canovas del Castillo leb- haft brkiimpft und bei der Libstimmnng mit 226 gegen 39 Stim- men abgelehnt.

Italien. Rom, 4. Mai. (W. T. B.) In der gestrigen Sißung der Deputirtenkammer ßellte der Minister-Präfident Tcpretis den Antrag,. die Bureaux sollten bereits morgen mit der Prüfuxig der Eisenbahn-Konventionen beginnen und die Deputirtenkammer mögo vor Mlem dic Konvsntion, betreffend die oberitalienischen Eisenbahnen wegen des iiiternatio- nalen Charakters derselben, berathcn. Der Anth wnrde an- genommen.

Türkei, Pera «28.211361. (A(lg..31g.) Tieamtlickzen Nacb- rick1te11 aus Bagdad ineldcn, daß dort 130111 16.1112“- 22. April 336 Menschen an der Pest gestorben find; in Hillah starben in demsek- ben Zeitraum 159 Menschen; die Epidemie hatte bis dahin noch nicht den Cordon Überschrittcn. _ Auf der Insel Cypern haben sick) leider wieder die Heuschrecken gezeigt, welche seit fünf Jahren von der Insel vertilgt waren. _ Dkvon hier nach Angora geschickte Spezialkommiffion zur Untersuchung der Vorfäkle zwischen den Hassunisten Uiid Antihassuniften hat nach den sorgfältigsten Erhebungen festgeßeklt, daß der ganze Lärm, welchen die Haffuniften über angeb1iche Mordan- fäUe, iibcr wiUkürliches Einschreiten des Statthalters u. s. w. erhobsn, vom Anfang bis zum Ende erlogen war.

Amerika. Wasbingion, 3. Mai. (W. T. B.) Der Präsident der Vereinigten Staaten, Grant, hat dem Kon- greß eine Botschaft zugeben lasen, in welcher er die Mit- glieder der beiden Häuser auffordert, der Eröffnung der Welt- ansftellung beizuwohnen. Dcr Botschaft ist der Bericht der Ausstellungskoiiimisfion beigegeben, in welchem mitgetheilt wird, daß die Vorbereitungen für die Eröffnung dcr Nusstcüimg am 10. d. M. beendet seien.

_ Unterm 2. d. meldet cine Depesche der „A. A. C.“ aus Washington: Mr, Fish, der Staatssekretär, hat den Vorsißcnden dcs Repräsentantenhaus=?lusschuffes für auswärtige Angelegenheiten benachrichtigt, daß Großbritannien endgültig be- schlossen habe, den Fälscher Winslow den Behörden der Ver- einigten Staaten nicht auszuliefern. Derselbe wird daher, wie die „E. C.“ meldet, freigelaffen wsrden.

_Aus Philadelphia, 3.Mai,meldet„W.T. B.“: Von den für die Weltausstellung bestimmten Gegenständen sind bereits neun Zehntel aufgestellt worden.

Brasilien. Rio de Janeiro, Ende März. Das gelbe Fieber ist leider noch in fietem Zunebmen begriffen, Die Mor- talitätstabellen weisen für Rio de Janeiro im Januar 21.3. 120, im Februar 317 und ' in den ersten 17 Tagen des März 629, im Ganzen also während 2-1 Monaten 1066 Todesfälle nach. Hiervon kommen 604 auf die portugiesisckze, 193 auf die italienische, 57 auf die brasilianische und 22 auf die deutsche Bevölkerung. Unter den

filien angekommene italienische Konsul, dessen Tod allgemein beklagt wird.

„Gegenwärtig ist die Zahl der Todesfäüe bis auf einige siebzig per Tag gestiegen, ryährend fich die Gesammtßerblichkeit d_er Hagptftadt auf 110 Falle täglich beziffert. Die Presse ist einmutbtg der Ansicht, daß die mangelhafte Straßenreinigung und die unterlassene Desinfizirung der elenden Herbergen, in denen die ankom- metiden Einwanderer untergebracht werden, am meisten zur Steigerung der _ angeblich hier nicht endemischen _ Krankheit beitragen. Namentlich wird auch das Verfahren, die Straßen mix Meerwasser zu bespüken, als höchst verderblich bezeichnet, Weil bas Waffer zunächst dem flachen Strande geschöpft wird, wo seit unvordenklicher Zeit (,D'Globo“ sagt, seit dreihundert Jahren) aller Unrath von Rio abgelagert sei. Gerade in der Berpestun'gtder dem Strande zunächst liegenden Theile der Bar] hqi der leidige Gesundheitszuftand der Hauptstadt 1" einen Ursprung. Die Anordnungen der Regierung werden von den Lokalbehörden mangelhaft oder gar nicht auSgeführt, weil es an der nöthigen Ueberwachung fehlt. Ein Vorgang neuesten Datums mag als Beispiel gelten. An der gegenüber von Rio liegenden, als be- sonders gesund geltenden Seite der Bar) befindet fich ein Hospital für die am gelben Fieber erkrankten Seeleute, welches nur benußt wird, wenn die Epidemie größere Dimen- sionen annimmt. Dort in der Nähe war vor einiger Zeit ein Schiff gestrandet, dessen Ladung _ 5000 Cent- ner gesalzenes Fleisch _ bald in Fäulnis; über- ging und die Umgegend verpestete. Ein Regierungsdekret vom 29. Februar ordnete die Beseitigung dieses Fleisches an, blieb aber unausgeführt, bis am 13. März der Kaiser von Brasilien, welcher jenes inzwischen eröffnete Hospital besuchen Wol11e, durch die verpeßete Luft bereits auf eine Meile Entfernung sich zur Umkehr gendthigt sal).

In Folge direkten Kaiserlicbm Befehls wurde nunmehr JYÜM geschafft, indem man Schiff und Ladung in Brand e te.

_Die Nr. 33 des „Amtsblaits der Deutschen Reichs- P01_1_- nnd Telegrapben-Verwaltung“ bai fo1aenden Inhalt: Verfugunaen: vom_27.April 1876, Behandlung nackygemacbter und ver- fälschter, sowie be1cbädigter und unbrauchbar gswordener Reichskaffea- scheine; _ vom 27. April 1876: Einziehung der noch kursfäbigen Lapdes-Kupfermünzen; _ vom „28. April 1876: Posiverbindung zwischen Bremen und Brafilieu.

Neichötags : Angelegenheiten.

Berlin, 4. Mai. Die Justizkommifsion des Reiäxstagcs trat zu ihren Schlußbernibuniien der Justiz Reformcntwürfe Dienstag, Abends 8 Ubk, zumersten Male wieder zusammen. In ilirer ersten Sißung beschränkte sicb, wie die „Auerb. Korr.“ mittbeili, die Kom- mission auf_ das Anhören der Eröffnungen, Wibke der Direktor des Rei_chs-Justizamis v. Amsberg,betrcffe11d die vom Bundesrathe gepslogenen Beraibungan über die Beschlüsse der Zufiizkommission, machte. _Der Wirkl. Gel). Ober-Regierungsratb v. Amöberg be- tonte, daß die den Beschlüssen der Justizkommiifion gegenüber vom Buvdeöratbe gestellten Amendcments als Wünsche der Rrgierung aufzufassen seien, und ihre Berückficbtigunq das Zustandekommen des Entwurfs misentlich erleichtern würde. Zum Strafprozeß pro- ponire der Bundeöratb im Wesentlichen Folscndes: 1) Beieitiguya der mittleren Schöffen Und Wiedethcistellwg der Bestimmungen des Entwurfs über Zusammensetzung dkr Strafkammern der Land- gerichte. 2) Bcrufung gegen Unbeiie der kleinén Schöffengerichte; Beseitigung der Bsrnfung gcgen" die Urtbeile der Straf- kammern; ww die Veruxung zulässig ist, 11311 sie auch dem Staatöanwalf ebemo zustehen, wie dem Angeklagten: 3) Behandlung der Kompetsnz bei Preßprozefsen nach den all- gemeinen Grundsätzen. Zum C iv1le03€ß proponire der Bundesraibx 11Beseitigung dcr Revisionssummc und Wiederbcrsteüung der Vorschläge des Entwurfs über die Zulässigkeit der Revision. 2) Pro- visorische Vollsireckbarkcit aUer amtsgericbilichenUribcile, 3) An- waltßznmng in band_e1§g?1ichtlichcn Piozeffen. 4) Wieder- herstellung des Satzes, dax; durcb den Arrest ein Pfa udrccbt an den arrestirten Objekten begründet wixd. _ Nachdcm der Bundeskvumiiffar seinxn Vortrag beendet hatte, iprachen sick) mchtete Mitglieder der Kommission dahin 1111“, das; die von den Regierungen voraeschlggenrn Abänderungen bei dsn folgenden Be- ratbungcn der Kommi1sion selbstredend volle Würdigung finden wür- den, daß dies jedoch durcb eine gedruckte leage, in welcher alle vom Bundesratbe vorzusckylagenden leänderungcu und Ergänzungen zusammengestellt wären, am cb-sten err_eicht werdcn _könnte. Der Bundeskommiffar versprach sodann, 1ch1e11nigst die gedachten Anträge dcn Kommisfionsmitgliedern gedruckt zugeben zu lassen. Die Beratbungen wurden bierauf'bis Donnerstag Abend vertagt. Aus den bereits gestern den Mitgliedern der Iustizkommisfion zu- chavgenen gedruckten Anträgen des Bundeskatbs find besonders die- jenigen Vor1ch1äge beivorzubebm, welche die Einfügung von neuen Bestimmungen in di? Justiz-Gesctzentwürie bezwccksn: Nach §. 330 drr Civil-Prozeiiorbnung ist als §. 3308. folgende Be- stimmung vorgeschlagen: „Oeffeniliche Beamte, auch Wenn sie nicht msbr im Dienste find, dürfcn Über Umstände, auf Welche sich ihre Pflicht zur Amtövericbwicgeubcit bezieht, als Zeugen nur mit Genehmigung ihrer vorgcse ten Dienstbehörde oder der ihnen zuleßt vorqes-ßt gewesenen Dientbehörde vernommen Herden. Für den Rricbskanzler bedarf es der Genehmigung des K_aiiers, für _ die M*i- nister dcr Ginebmiguug des Landesherrn. Die Genehmigung ist durch das Prozeßgcricbt einzuholen und dem Zeuge:) bekannt zu machen.“ _ Nack) § 335 ist als §, 335a.folgendeBestimr_nung vorge- schlagen: „Der Reichskanzler, die Mi-«isier e_incs Bundesstaates, die Mitglieder der Senate der freien Hansestadte, dieV-orstände der obersten Reichsbebörden und die Vorstände der Mixnsterien sind an ihrem Amtsfive, oder, wenn fie sich außerhalb desielben aufhalten, an ihrem Aufenibcütsorte zu vernehmen. _Die Miigiiedex des BundsSratbs sind, wenn fie am, Sitze desielben aufhal- ten, an diesem Siße, und die Mitglieder ein.,r deut chen geseßgebenden Versammlung find Wahrend der Sißungswriode und während ihres Aufenthalts am Orte der Versammlung an diesein“ Orte zu vernehmen. Zu einer Abyeicbung von den vorstehenden Be] stimmungen bedarf es: in Betreff des Reichskanzlers ber Genehmi- gung des Kaisers, in Betreff dcr Minister und .d" M11_lieder d'es Bundeöratbes der Genehmigung des Landesherrn, in thre der Mit- glieder der Senate der freien Hansestädte der Gencbm1gnng des Se- nats, in Betreff der übrigen vorbezeichneten Beamtßn der Gegebmigung ihres unmittelbaren Vorgeseßten, in Betreff der Mitgliederxmer gesxtz- gebenden Versammlung der Genehmigung der letzteren.“ (Anaioge Antrage find vom Bunkeßratbe auch zu Z, 44 und 47 a. ,der Straf-Prozeß- ordUung gestellt Worden.) _ Na §. 405 der CivibProzeßordan ist als 5. 405 a. die nachstehende Bestimmung vorgejcblagxn: „Dur die Annahme oder Zurückscbiebung des Eides Wird d1e_Gelteup- machung-anderer Beweisinittel auégeschloffen, sofern _nicht _der E11; nur für den Fall zugeschoben oder als zugeschoben anzuzeben ist, dax; dlie bAutretung des Beweises durch andere Beweismittel erfolglos b ei 1.“

_ Die KonkurSordnuugs-Kommission des Reichstages triit nunmehr nach einem an die KommisstonSmitglieder gelangten Sebreiben des Vorsitzenden, StaatSraths Dr. von „Sarwey, aus Stuttgart, am Donnerstag, den 18, Mai c., zur zweitxn Leiung des

ds: Minister de-Z I:?TTSM, Ricard, anwohnen wiib, wichtige Be-

Opfern befindet fich auch der erst vor wenigen Monaten in Bra-

Konknrsi:rdnungs-Entwurfs zusammen.

Landtags = Angelegenheiten.

Berlin, 4. Mai. In der geßrigen Sitzung des Hauses der Abgeordneten nahm in der Berathung des Kappscben An- trags, die Kündigung des mit dem Fürsten von Waldeck 11111 18. Juli 1867 abgeschlossenen Vertrages betreffxnb, der Vize- Präfident des Staats-Minifteriums, Finanz-Mimfter Camp- hausen, nach dem Abg. Dr. Kapp das Wort:

Meine HEUER! Der ' err Vorredner hat in seinem Vortrage cine Acußsruvg des Finanz- Linisters Campbausrn ankac'fubrt. d1e zwar von mir grmacbt worden ist, aber nicht zu eiiicr'Zsit, wo :cb vex- cmtwortlicbor Minifier ivar; sondern die von m:: gemacht _111' 111 meiner Eig-xnscbaft als Mitglied des Herroxibaufes. Bei xsncr Acußerung würde ich aber auch noch beute sieben bleiben, insofern in jxnsr Aeußerung sehr lebhaft ausgesprochen war, daß wir mit unseren Verbündeten Abkommsn zu ireffxn haben, Wonach die Annexion ihrer Länder nicht erforderlich wird._ Wir stehen noch heute, 1130 ich im Namen der preußischen StgatSregieruug spreche, so, daß wir Den Fürsten Waldcck durchaus Nicht. wie, der geehrte Hr. Vcr- rednsr, für einen überflüssigen Fürftxn balterx, im Gegentheil, meine Okircn, wir vergegenwärtigen uns sehr lebhaft, daß, Wenn der Vertrag nicht erneusrt Werden ioUte, Eines gewiß nichteintreten1rird 1151111111) die Annexion, und daß es sich also um die Frage handeln wird, ob, und in welcber Weft dann der Vsrtrag zu verlängern oder em neuer Vertrag zu schließen ist. Wir würden, unsererssits" auch nicht bereii seien, anzuerkennen, daß das bisherige Verbältn11;_dem Lande Waldeck keinen Vortheil gebracht habe. Wennjrs damm an- käme, den jißigen Zustand mit dem Frühexkn zu ycrgleicbcti, wenn L's darauf (::-„käme, was in _dem Lande, seitdem dies? Verbindung 11111 Pcrußen i'txttfindct, geschaffen worden ist, dann würde sich demi bbc!) ein durchaus nicht ungünstiges Resultat _erqeben, wobei _1ch anerkenne, daß die Wünsche und Aiiiprücbc und Amor- deriingen der Bevölkeiung _über dieses Resultat noch immer hinausgegangcn sind, und daß wir in Folge des Vertrnges auf kchr einen Seits mcs): oder weniger lebhafte Bemeikungen_un1er9r preußi- scben Landekvertrejuug zu hören bekommen, daß uniexe 2111311013611, unsere Aufwcridung für das Land zu groß seten, unquaß w:.r Ius der anderen Seite Acußernngsu vernehmen, wonach 1111: das Landchen lange nicht so viel gesuhcbe, wie gcicheben kbnnie, In einem Punkte stimmt 111th aber die Staatsregierung mit dem Hin. AntragstrYer vollständig überein, nämlich in demjemacn Punkte, das; 110) die Vsrlängeiung des bis jetzt bestehenden Vertrag» um bone zehn Jahre nicbt empfehlen würde, und die StaatSrcgiirung hat deshalb den Entscblui; gefaßt und bat die Aüerböchste Erurach11_gnnx1 dazu er- halten, bebmfs Anknüpfung von Virbandlungen dem Fmsien _Wa'ldeck denabge1chlosscnen Vertrag im Laufe diesbö Jabres zu kund-igxn. Diss? Kündigung wird also erfolgcn und w1r_w_erben 11118 511111113211, dann einen neuen Vertraß zu bringen, der moglichst den Interessen der beiden Länder entwricbt. . _ _ , “_

Nach dem Abg. Miquel erklarte der Jmanz-Mmqter Eamphauseu: _

Mrinr .Herren! Die sorgfältige Erniaguug 1111er dcr angersgim Ge- fiibiöpunkte wird jedenfalls erfolsirn. Juzugroße Hoffnungeii 0111_H.-rab: setzuna der prcußiscben Veitiäge möchte ich nichtzxrxveckegi,11n1711ch1yurdciaus das Wort wobl haben ver'icbteu können, da “[aöUMU'kUck) die eisentlicbe Bcbandlung drr Freise erst 111 dem ipäteren „Stadium erfolgen kann, Wenn mich nicht der 111111111118 daß die bc1deu_Herren Voir,d111_r, welcbe? das Wort 0119111111111, [1511 dem Verkauf dsr Domansn in Waldeck gciprochn 00-511 111? 1191: der Voraiisießung aiisgegaiiacu sind, das; der Vrrknuf 311111 Nacbtbsil dis Laiides' stattiznben 1011, 111111) nicht veranlassen 1111117315, noch eine kleine M1ttbe11ung Ubek-klkssn Punkt zu machkn. Ich habe vor ciiiiger Zeit_ von dem Laiideswrkktbr Auskunft darüber erfordert, we es sich mit dem Donianrnkaui 111 ledcck verbizlte, und er hat mir darübxx cinen Bericht crsiaxtri, aus dem 111) folgenden Passus zur Kxnutniß des hohen Hau1283u bringen wünsche, Es heißt in drm Bsr1cht: _

Was die bei dem 11131111 hiesigen Lar-dtag_e bsrc1is zu": Sprach: gcbracbtcn und in bff11111ichca Blätter erivabxitxn VSMUHLUZUJM aus dem Béstande de.»; Tzrinanialv-rmögeos 112111111," so beirbrankcn sicb dieselbeii aiif 11111111211111011: Verkäufe, Wie 11e be1__iedcr be- Deuicnden GÜTOLVLT'WIlkx-Mg vorkommen, bezikbungbweiie _durcb deren Jntercsse geboten werden. Nach de)“ 1111 Auiirage des Fürsten 111 ker iibliczcndcn Beilage, im " [1281011 Re- gisrungsblait wxöffcntli-Mm Zufaiiiiiicmthung belauft 1111) der Geiammtweitb der seit 1868 veräußxiicuOb16kte_auf 77,046Ybalcr, während der Werib “111 zugekaiikien Grundfiucke 20,369 _xbalcr beträgt. Der UebeisÖUY-x de?" VcikaufSerlöies ist durch Ablosungen u. s. w. zu Gunsten des Stammvxrmögens' verwaxidt _wordeu _

so daß also nach diefer Auxkuuft irgend eine Beeintracbttgung des S1an1m1xrmögen§ nicbt stattfinden kann.

Vereinswesen.

Die 30. Hauptversammlung des Gesammtvereins drr Gustav-Adoli-Stiftung 1011 am 12., 13. und 14. _Sep- tember d. J. in Erfurt stattfinden. Das Programm _wirk- iciner Zeit bekannt gemacht werden. Diejenigen, welcbe Vixrixqge'auf ber Versammlung halten wvllen, liaben dieselben zuvor ichriftlicb beim Ccntralvorstand in Leipzig bis spätestcus 28. August anzmiielden.

Statistische Nachrichten. , Den AufsteUungen dcs Kaiserlichen _statisiiscben Amts im_.De11"1. Vlbth. 2 der Vierieijabrkbefte zur Statinik bes Deutycb-kn Reichs fiir das Jahr 1876 entnebmsn wir über den wichtigsten Zweig de_s drutscben Bergtverksbetriebes, den'Kvblenbersg-bau, die nacbfolgsiiden cmi das Jahr 1874 sich bc_zwlckxnd.-_n stati1t11chen Yu- ?.ko: Unter den Mincmlkbblcn stehen die Ste1nk1Yckbcn obrnan. Es wurden im Jahre 1874 111" Gewinnung der «reinkobie 1118 Hauviwodukt 578 Werke, als ebcnvxodukt 7 Werke urid zur Vluy- scblicßung des Materials obae Pioduknvn 59 Werke betriebcri. Die Förderung im Laufe des Jahres betrug 718372272 (Hir. 1111 Es- sammtwertbe von 387,182,871 «16 (durcéischnittlicber Wirth bes Criiiners 0,54 «(4)- Von vorgenannter Gcsammtmrnge entfallcu auf den prenmichen Steinkoblrnbergbau 638,773,665C1r. im Werthe vo_n_337,404,522„46; aiif den bayerischen 9.375,367 Ctr. i'm Werthe voii 5.582,529 «16, ans den sächsischen 60.845,088 Ctr. „im Wextbe von 36685502 „M, auf den elsaß-lolbringisckoen 6864160 Ctr. 1m_Wer1bc von 3789871 „M;; der Rest vertbeilt sich auf SchaumburJ-W 131, Baden, Sackisen-Mei- ningcn, Sackyseu-Coburg-Gotba, Sacbyeno) eimar und Oldenburg (Fürstentbum Birkenfeld). Von dem Verkaufswi'rilx der_xGesammt- PTVdUkÜOU sind 48.094.387 Ctr. Steinkohlen 1111 Werthe bon 23,236293 .“ in Abzug zu bringen, welcbe für DSU _Bergrvérxebctricb einschl. Haldenverlust verbraucht wurden. Die_kei derForder11ng beschäftigten Arbeiter machten in mittlerer Belcgisbafi d1c 3.111] von 185,504 Köpfen aus, wovon unter Tage arbeiteten 147,485 Manner, über Tage 34,906 Männer und 3113 Weiber. Der bekcutmre Aur- scbwung des deutschen Steinkohlenbergbaues in den letzten zehn Jahren läßi sicb aus folgender Uebersicht, “welche die Menge und den Werth der geförderten Kohlen angiebt, ersehen: Ctr. „M Ctr. M 1865 . 435,894,109 126529092 1870 . 527955390 163,537,080 1866 . 432594926 127,230,114 ' 1871 . 587465446 218,351,295 1867 . 476161426 ]37,414,202 1872 . 666126366 296666500 1868 . 514,095,157 ]45,791,087 ; 1873 . 727,845,597 403645296 1869 . 536487365 155,785,209 ! 1874 . 718372272 387,182,871 Nächst dcn Strinkoblen werber) Braunkohlen m ansebn11ck_en Mengen aefördert. Die zu diciexn Zwecke 1:1 De_utschland im Jahre 1874 betriebenen Werke belamen mb auf 824 mit Brauknkoer als Hauptprodukt, 4 mit derselben als Nebenprodukt _u_nd 50 zur Auiicbließung des Minerals obne Produktion. Auf, dieien Werken wurden im Ganzen 214,790,633 th. Braunkoblm im Werthe von 39231880 „FQ (durchschnittlicher Wegtl) des Csntners (1,13 „M) ge- wonnen, von we1cher Menge aber fur den Bcr11wchrksbeir1eb einschl. Haldenvrrlust 15,110,829 Ctr. im Werthe van 2,596287 „Fi verbraucht wordi'n sind, Auch bei dcr Produktion der Braunkohle entsaÜt dcr

zrbßkéTb-il, Nämlich 174,332986 Cér. 1111 Meribe UM 31,467,846 „(ck auf Preußen; sodann folthachsen 1111112076385 Ct: (2,135628 ck15), Sachsen-Altenburg mit 11,357,421 Ckr. 11.442,74] „17.1, Llnbglt mit 10.470.296 Ctr. (2321401; 311). Braunschiq mit 1310737 Cir. (1,183,908 „FH), Heffen 11111806857 Ctr. (316646 „ckck), ScbWari- burg - Rudolstadt mit 579,018 CZ:, (94,400 „M), Bayern mit 406.835 Ctr. (126,102 .“) u. 1. w. Die mittlere Beleg- schaft in den Braunkohlenbetaiverken betrug 25,718 Arbeiter; davon arbeiteten unter Tage 15,901 Männer, über Taxe 9208 Män- ner und 609 Weiber. Das; auch die Braunkohlen-Produktion Deutsch- 1avds im Verlaufe der letzten zehn Jahrs erbeblicb gksticgen ist, [51131 folgende Zusammenstellung näber ersehen. Es Wurden gefördért:

tr. :“ Ctr. 9“. 1865 135,161,139 für ]9,783,713 1870 152104684 ffir 22056117 1866 130,661,182 18846091 1871 166656755 26212644 1867 ]39,896 358 20,05],043 1872 180360964 29495622 1868146487300 , 26006520 1873 1960582512 34,626561 1869151,390,897 21,051,681 1874 214,790,633 39231880

Kunst, Wissenschaft und Biteraéirr.

Der Maler Christian M_ali ans Miinchen ist, dcm „SPA. s. W,“ zufolge, für ein größ-rTH Bild,_ „Ecliaie 1111 Frübjabr“, *Das er im KristaUpamst zu Sydenbam ausZestLlli bat, 11111 der großen goldenen Mcdaikle ausgezeichnet Wordsn.

_ Der Kupferstecher Fri edrich Waanrr starb am 27. v. M. in Münchrn 1111 WM von 73 Jabrcn. Skini NacbbiWungen von Wsrksn ker kkaisiickien Jialxener siiid in WLZLLN Kreisen bckanur.

_ Profrssor 131, S. L. Reinisch ist von ssiiier wisssnicbafx- ichen Reise nacb Ost-Afrika «1112421111711 wieder 111 Wien eingetroffen. D7rselbe hat einen eingeborenen abeifinifckirn Knaben aus dem Stamme der Bogos und zahlreiche [iiiguiiiiiche 9111118111)- nungen, welche er an Ort und Stelle sammelte und ivoditrch “ci: Kenntnis; er ost-airikanischen Sprachen 1112161111111) erweit rt wird, mitgebra t.

_ Lehrbuch der Psychologie vom Standpunkte drs Rca- lt'smus und nach genetiicber Methode Von 1311 ])r. Wilbelm Volk- mann Ritter von Volkmar, K. K. 1). 5. Proii-sior dcr Pbilo- 1061116 an der Universität 111 Prag, korr. Mitßiied der K.Kükademic dcr Wissenicbaften in Wien, Ritter W K. österr. 1112;n211Kronen-Ord1115. Des Grundrisscs der Psychologie 31130112 ssb: v.rxriel)rte Anfla-„xe. Erster Band. (Cbiben, Verlag VON Otto Sckinlze. 1875.) Der Verfasser giebt in dieser umfassenden und jorgfältigiu Au-Zarbsitung ieincs früheren Grundrisch, von Hkrbaiistb-m Standpunkw 11115, cin-sn klaren Ueberbiick über die Leistungen kes Realismus auf 11111 656- “biete der Psychologie. Zuglciä) aber bietet dericibe 111 drn eixogs- fügicn geschichilich€n Exkursen und scharfsinnigrn (??inzelbeiiierkurmn cine böcbst dankeaneribs kritische Darjteüunq Der biiioriichen Eni- wickelung der cinzc'lncn Hauptbegriffe der Psyibologic bis auf Die neusste Zeit, sodaß diciklb: auch Weiteren Krsiien wii_1kominsnikin dürfte, um so mehr, als man neucrdings dsr Herbarticbcxi _Tb-Wrie eine gröx';ere Aufmerksamkeit zugewandt hat und der Vrrsasiér "Hes chrbucbI 311 ibreu bedeutendsten Vertretern gezählt Werden 11111.

Ncuenburg, 2. Mai. H ute Morgen um Halb 9 Uhr bai sich wieder ein Erdbeben bier verspüren lasien.

Land- und ForstWirthfchaft.

_ Am Mittwvcb Mittag fand in dem Kaiisriaal kei“ Passxße einc außkrordantlicbc Sißung der ständigen Mitglieder des Konciresies dkutscber Landwirtbc statt, Welche von etwa 100 MiigliKerii bxsucbt war. Um 1231121 kiöffnétc dir zeitig? Vor- sißcnke dcs AUÖFÖUÜLÖ, Oekonomix-Naty Sch111132(He1nsdktff) Veiiammlunß mit einem Hrck) aui" Se. Majestäi dcn Kaiixr und König, in Welches die Anwesendkn bcgeisirri drei Mal 1111- stimmien. Zu den Vorstar-d der gegcuwäriigen Verjammmim 1v11rd111 gewählt zum Votfiß-snden Oekonomie - Raik) SÖÜLL, _ zu dessen ersten Stcbvertreter Hr. Seiler-Neucnsalz (Sachßn), zum zireitcn SteÜverircicr He. 1). Lenibe (Hannover). Nachdem der VOkfißUÖe noch der vci'stpcbciien Mitglisdcr, v. Wedcil-Veblirigswrff, v.Wedc111cvcr undPrcf. Dr.Te-llkampi, sbwie ibrer Vstdiciiste um den Kongreß gedacht, reicririe Vr. Calbirla im Namcn Dos _Aiisscbussks über die Fragen ob Tie, 111 Aiibßcbt genommene Vcr1ammlung des Kcngie is im Ju1_11 111 Heiko!- beig stattfindcn solle oder nicht. Er wies zunachst „11111 ,die jüngst mier DM Konsrrßmiigliedsrn auögsbiocbencn StreitigkUtep bin. betonte, wie aus dem Kongrcß heraus fich eins iicuc Faißt, die der „Siyiicr- und Wirthschastsréformer", eniwickxlt babs, o Dax; die Frage aufgeworfen worden, ob cs 111601 ratbsnm ici. ken Kongrcxz 1111191161111 und sick) dkii Steuer- und Wiiisckxaftsrcfrrmein 1111311- fcbließen. Cr müsse sicb gcgen diesen Vorschlag erklären, 1116111010715 nur wenig.: Mitgliedcr des Kongrcssks (nur 105 13911 431911111) 1--c neuen Parici angeschlossen und Weil er 1190) nicbt Ubsr die Ziele dic- f?r neuen Partei Gcwifzboit erlangen 1511111. Daßegcxi bcaiitmge cr, zn beschlicß-"n: ,1) C5 ist in diesem Jahre keine Gencralocmaiiimlung nacb Heide1berg einzuberufen. 2-)_ der Stadt Hcidclbsrg ist von 11111111 Beschl.;ß Kennimß zu „geben 1111121 d_cr ausdrückliibm Bemerkung, daß bir leistriit dsr 1117-10-11- dcutscl)en Miigliédcr ans dcm Llus'ébm; ibn vxraniaßt [m_bk. ©1111)- 3111111 ist der Siadt Hcidelber-g Dank auSziid111ck?n,"1n101ecn als 110 1111 Tag:"n dez KVUglkss16 111 ibrin Mauern 1111111111185"- wcsltix“, Hr, Scb111nacher-Zarchlin stell1c sodann dcn Antrag, 11211 .Kcngrcx; 11111- 111lbsrn. Hieran scklos; 1111; 17115 iiiiigere Debattk, 111 dir firb 1111131: Dem AnkkagsTLÜkr für 'die 8101157111113 119 HH, 1)1*. P;rrot,_vo1: Treékow-Grocboliii, Zt.:ktgeriÖW-Ratb 2611101111116 KrmUZr-Grobcxs und GrafDürckl)e11n, grgen 11111118 die HH. 1*. Lexibe, v. Dmit- Daber, 1)r. Rudolph V".!“c'eycr, 1'. NOTM anÖchxr v. (!UNMU. 9113011, v. Bcbr-Baiidelow, v. Zichixz und v. “»I-„chmetti'rlow (111519'11Ö811, obgleich dic mristcn von [[)111'11 zii dc11_ch:1c1_10r- 11:1O_W111111chafts- reformexrn gehören, Der Antrag 1111-1173? ich11c1;11chb ziiiackgozogrn und die obcn erwähnte Reiolution des ])1; Cxlberla angsnmumsn.

Gchrbc smd Haydex. _ __

Der Bruiiogewinn der Diskonto-Geiellichait fur das Jahr 1875 beträgt nacb Ubsibrejbuna dcherlustx. 117911), vor Ab- ießung ker Verwaltungskosten _ca. 6026000 .O Die D1r1'kiibn bean- tragi, bikraiis eine Gesammidividendc 12121170/0 zu vkitbcilcn iind dcn vcr!.*lcib-Ik.k*1'11 Vortrag aus dem Fabre 1874 111111. 161001101515 3:1. SVéziaU'Esth-U für nicbt abgewickeltZ 0101135111? 311 v31“1v.'11dcn. Dcr allgrmeine Reseivcfonds 111111 ficb unverandsrt 0111 ca. 121306000 «sé:

- Tie Dcutscbe Hankelsbank L_ambrecbt 11n„d Lange hatte im Jahre 1875 einen Gxsamnitumiaß von 81 Mill. Mark, während im Fabre 1874 nur ca. 5.11 M1U.Markqximges_e_(z_t wo_rden sind. An Wkch1e1n (5111111151 1874 5,103,672 ck14, 1815 13.151995 «16,31»- durcb sicb ein Gewinn von 45,073 „47. ergab. Wahrend 1874 31,431 „16. brachte. Auf dem Effiktenkonw erziilxe dic Ba11k1874 160011113 «16. und 1875 10913439 .“. mii einem Provxfibiisgcwmn von 12,991 „(C: 111qu 20,531 „16 im Jabra 1874. Der 0.111 der anderen Seite _dtkses Kdnios entstandcne Verlust von 12,289.“ entstammt dem BMW eigener Effikren (ius dcm Jahre 1874 und solcher 1m_Laufe des 111 1111132 stehendcn Jahres iii: Konto-Kurrent-Forderungen 111 Anrechnung uber- nommener Pavierc. Jm Konto-Kurrxnt-Konto crrctcbte der Umfaß gegen 1874 11111 17,049.867 „46. die Zlffkk voy»24,638,192 «(ck _

_ Die Fa9011-Scb1111ede- und Hchrgybenfabrik zu Berlin v:r1bei'.t für das Vergangene Jahr kelne'Dlmdknkk. Von dem erzielten Brutiogcwinne von 86,336 „M verbleibxn nach Abzug der Unkosten, Zinsen :(. nur 27,536 „14 als, Reiygewmn, dcr diirch Ab- schreibungen bis auf 3920 „(€ absorbiit wird. Die. Abschre1b11ngen betragen insgesammt 115,752 „xz und vernisacbek eine_ Unt*rb1_lanx 8111 29,416 „.;-s., die durch Entnahme aus dem Reservciond bk811ch611

rden ist. wo _ Nach dem Geschäftsbericht dcr Berab_au-thicn-Geseil- scbaf't ,Pluto“ betrug der 1111 Jahre 187.) xrz'elte Brutioaewnn 307,066 ..,-1 wovon 190730 «11. zu Ybscbrcivungen. 50,295 „15. u: Verzinsung von Prioritätsanleibxn, 6004 „;ck zur Dotirung dcs

5 cservafonds, 9010 «44 als Taniibmc unb_ 37,500 „15 zur Zahlung yon 5% Dividende (1111 die Stamm-Prioriims-Aktxcn vcriienkcc

Werden. Ein 91111 von 7536 „15 blribt „1111- Verfsxgiigg 1.5 Vcriiial- 1101081611695“. DZI Aktikn erhalt?" somit irinxDioiOc'icz 111.11: deiiPaffiveik figuriien: Staurmakiian-KapifaU Emiiüon 2,41111,()1“-0«Fé. Prioritäis-Sknmmaktien 750,000 «FF., Stammaktien 11. Eiiiiifion (von dieser («7111115511 konnten 384,700 9-6. nicbt begeben wcrden) 1,265,3(10 „16.

_ In der Generalverfammlung dss Mrcbernicber Vkrg- Werks-Llftien-Vereiias vom 29. v. M. Wurdkn die" Bilanz nnd die Jabresberickite pro 1875 vorgelegt. Die Bilanz erßiiébf 1117211 Brnttosewinn voii 1,372598 „44, Wovon 475,231 „16. als Abfcbrxi- 1311179111 aui Bergwerkzbei'ißnnqen, Gcbä::lichkc-iieu TMD 9110116211121 511: Verwendmig kommen. Der N-éservxfonds entbéxit 11112"; Dom blzib-xiideii I)icingewinn 61,385 «M und erreicht dadurch 2718 6110119611151“; VOM?- icbricbcne HÖHE DM 950.000 «M oder 10% d&? AXTL'LUZQOÜULÉ“. Die Divideiide bcträqt 80/0.

_Cöln, 3.51.0111. (W. T.,B.) Iii Dem Proxys; d?!" 058)"le- scbart .Germania“ in 6111 ist 01116 di.? Freisprérbimq res Direktors Neurrburg in Cöm erfolgt. Gegen dikjenigen Poribncn, dis (111 dem verstorbenrn Vcrivaltungsratbe v. Kaufniann-Asser 111 1711181 Angclcgsnbcir Erprcffungen versucht hatten, ist 1111111106:- 111ch11ng eingeleitet, und haben bsrcits Zrugcuvcxnxbmuxigrn statt- gefunden.

_ Urbar die Bier-Aus- u'nd -Einfubr im Königreich Babkrn wäbrsnd des Jahres 1875 1131111 die „Skibbx'ULsÉ-e Piifse' fo1gsnde statistisibe Daten mit: Es 1111111111 außgefübrt 11111 9111171111111) auf Rückvergütung des Malzaufschlags 518,176 katoiiier (wi'nigxr gegen 105 Vorjahr 68,181 Hektoliter). Hiervon 91115111 11110) den norddeutschen Stnatcn 469,383 Hükt01itcr, 11:10.) BMW, WüriTem- 19111, E11aßLotbringen 42,046 Hektoliisr und in 1.15 391111311116- 11113111110 66,746 Hektoliter. Die Wöß'k 3111511191“ war 11115 dcm Hauptzollamt NÜMbqu, 1151111111) 285,032 5,3:11011? r, dann 101,11 2310111111) mit 123307 Hkktoliixrn; München 11111110 11111“ 34734 Hektoiiisr aus, Würzburg 28,829 und Hof 25957 Hattoiiksr. TMZ Anspruch auf Rückvergütung de; Malxamiséblagss wurde:“. 01ka 551113 Bayirn 0115981111111 26,878 Hsktolitsr, 111911011 der grbmo Anébcil 11111“ Kmfrrsmuicrn (16,223 *Ökkwikkék) und Ludwigshafen (7188 Hck101itsr) 111771, dsrcn Abfaß nicist nacb Baden, Wiirxcemb-rg uiid Elsaß- Lcibiingen ging. Die Gxiainintciiifubr beirug 20,326 Hektoliter aus den Vsreiusstaaim, wovvn dcr „11161316 5211811 (6774 kaioliier) .111f Msmmirgrn und (1111 Kaiikrölxukcrn 162917 Heftbliier) triffi, dann 82,492 aniner (245 Pfund in (1111111an Gsbindcn 91210) 1 H-kiolitcr) aus dcm Veriinsauolandk. Von 111111111 (Lininbrqimniuin trcffen 11111111 12,472 EMMA," auf Orsii'rrkicb, wovon 3236 Cs1itn1r nach 9111111111211, 2596 CMMCL nacb Frcilaisiiixz 1897 Centxicr nacb S11nbach und 1643 Ccutncr 1111119 Hof rmgiiübri wurdcn;

Wien, 3.9.1101. (W. T. B) In der bentigcn Geiirralbcr- sammlyng Dsr kaionärI dsr Nordbahn Wurdc, iraäxdem 1113.11 von stbiung ch Rickwnicbaftsbkricbts 1111111111111, zu 11611111LT1 erkYZir batte, der Brirag von 727,380 F1. zur Errichtung von SckiuizvoxrichkiMm 1169-11 Sch:7e€berwcb11n90n, 311 Rekrnstri1kticnc11, ;u 2111101017100] ncusr WMW 11111," zur Crwsitcrung des Montanbefißes bcwibigt. Für die Mäbri'scb-Schlefislbc 9101261511 Wurde die Stanisqmaniie mit 685,665 F1. in Anspruch gsnomuwn, F-rmikr wurden die An- träge der Direktion (1611617111151, 1110111111) znr Deckung der BUKO für rio 1“.('U angkkauiirn Linisn und Ulm Bab der SMM BioliH-Savbnich 8111 iiinivrowntigch, in Banknoten 1'er71110- Und amortisirbaics Priviitätcii-Anlcbxii von 7,5(10,0ch0Fl. anfzxéxioxiimm Werden 1911. DKS BezngSri-cbt 11111 dic 111 dicssm Jahre 111 ywiitirendc Hälfte dieser 321111211)? soll 311171 Cburie von 88 ken Aktionären cxngkräiixni iyerbcn, 10, das; 0111 j-xds Aktie Der Nordbabn eine halbe Prioré'xätS-zkric cntfäklt. Ueber die 11117111? Häsie Der 211118188 015151 der Dircktion Das Verifigun-zsrech vorbe- 17111151, Cndlicb Wurde beschlossen, Per Aktie 70-1 Fi. anc'rdivibxrike zu vsitbeßlcn in dir 2132110, 8:11"; Der 650115011 der Nordbabn 1111153331. 111111 und mit dir 2111376110110 uns ein balch Stück bm Der neuen Prioritäten-Llnlcibe 11!!! 6811115111111; aolangt.

_ 4.9.1101. 128. T. B.) Die „Wiener 3111111111“ bxrkffsiii- lick)! die vom Kaiser iank1ionirtsn (3219132, bstrciieiid dic Koti- runqsiteuer bki der Wiener Börie und d:8_D111cl)iÜbr:1ng ch Eisenbaanrojektes Pilsen-Klattau-Ei)enstéin.

_ (W. T. B.) In Drr beutigéii (936118..1-v1*r1amm- [ung der Elisabeibbabn wurde 1icichlossem dn 7111 1. Zbli 1“. fällig WL1deiikkn Cknpon der Staiiimuklicn, untcr HYUN- ziebnng dsr Sprziairkseive, 1'1311 11:11 5 F1. 25 Kr. in Siibrr 1111111- 1öfen. Der Linz-Bndwxiser-Coupon soll mit 4 Fl. 2.) K;. (iiig-Ilöst und die résiircrkcn 75 Kr. iollen ziir Tcikung res Außfalch an don Bctxicb-Zrinnabmcn rerwsndct 1vcrdc1i. Bcircff; der Salzbiirg-Tirolsr Ceupoiis Erklärtc, de': nglc'kUnJI- kommissar, dai": die 9111112111111; das Beimbbdsfizii 516511111, ok-ne da- 11111 cin Präiudiz für die“ Zukunft 511 1113111151, in Die Jabrxsroibnbng einstellrn lasse, 111-301 solle dis Frage wegen des BStcikkEdUizits 51111- 2151111 gxsetzlicb gercgclt wcrdsn. Sonach wird der (80119011 rochzablt Mrdsn.

_ Die (Hensmlveriamwlimg Fer L_lkkivnärß der Viinquc d? Brigiqiis born 2. D. M, beichloi:, daß der Gouvxrner nnd der Verwaltsr Der Bank nur geg-Zn Zahlung von 2,625,1)(10Fr5._11us ibrer Veraiiiwoitliibkeit wcgcn der vorgekommexcii TTfMUDaUOULn 511 entlasicn ieicii, , _ “_

Rom, 30.April. (J!.il.Nach1r.) Dic GCULräl-ZVÜNWMOK bat sine brrgl-kiibeiideUzbeisiibt der Ein- 1111 d Llusuiub-r 1111 eiiien Viertsljäbr dcr Fabre 1876 und 1875 11e11411cn111011,_ 1Ubnach ker Jmpbit vom 1. J1n111'1r 1113 31.912.115 1876 315,135,100 L., dagegcn 875 315818104 8. betragen batte, 0110 61,914 L. 111-Zbr (116 1111 Jahre 1876; DcrExpNtim ersten Viertcljabre1816 2092253018, 1111 crsicn Vintüjabre 1875 282355037 L.,„also 119-111 1.Z.111_11ar bis 31.912513 1876 16876264 L. mehr als in dermben “_Périlkdé (:ss V:):jabixä. Dic Zblleinnxkymen betrugcn vom 1.J.1n11ar bis 31. 911.113 1876 25,722926 I., vom 1,J;1n1tar bis31. März 1875 211449413 L., Uibcrscbni'; zu Gunsten 1875 726,54? 8.

Verkehrs-Anstalten.

Snmmariicbe Uebersicht iiber den Debrsqunvcricbr auf der indo-curopäiscben Tclcaraybcnlini? 1111 _Mcnat April 1876. 67-3 smd an gebi1brxnpfiichtigen Dcpeicbcn bcwrdert: 0. (1115 London, dem übcigen Cng1and und “311115151 nai'i,» Pcrficu 1p1d Indicn 1030 Siück, b. aus Persien mix indwn nacb London„bem übrigen England und Amerika 14911S1uck, 0. Z"") 1111011410801 .Kcniincnt _ €1'C1. Rußlmid _ 11:10) Perfiexi__und 811151911 201) Stuck, 11, 11115 Peifien und Indien nacb dem currxazichcn „1101111116111 _ excl. Rußland _ 258 Stück. Summa 2978 Htuck. __ “_

' _ Der Betrieb auf der (Hotba-Obrbruifer Eiycnbabn w'rd am 8. d. M. erö*111t werdcn. ' '

1 London, 3.191.111.7 (W. T. 9731)“ Die isleixapbiiche Ver- biiiduu mitAmcrika ist znr 21.1111 er ro _en. __ „__

SOthanipton, 3. Mai. „Das Pciidainviich111 des

Tordd. Lloyd „Main*, ivclchcs 0111-22. April von Nkm-Mtk ab- gegangen war, isi beute wvblbebalten_l)1cr angrkommzn und 17131 11.11!) Landung der ffir Soiiibambion_bsstiimnkkn Passa iere, PM! 1818 L-dung die Reise nach Brimen fortgen'ßt. Der , 11111“ uberorxn-zt 141 Pastagi-re imd vac Ladung. _ _

Pl1)1111ckutb,3.912111. (W. T. B.) Der Hamburger 53.1911- dampfcr „Goethe“, n_)_clcbcr die Sabraubc v.rioren 511116, kehrt nach England zurück und 111 111 Sicbi kesschcbtiburms vmrSi. Agnes SciUri-Jnicln). Cin Sch11pydampker 111 16111 enigegensrianbt. Aa Bord bes „Gocibe' ist nach den gegebenen Signalkn Alles wobl.

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Aus dem Wolffsckzen Telegraphen-Bureau.

Frankfurt a. M., Donnerstag, 4. Mai. Se. Majeßät der Kaiser ist heute Vormittag 9 Uhr 50 Minuten von W196- baden hier eingetroffen 111111, vackideiii sich die GT'Oßhekle'lä) badischen Herrschaften, welche Se. Majeftat bis hierher [1811101111 haticn, verabsäziedct, alsbald miitelst Extcaziiges 11011] Bérlni

wclicrgercist.