1876 / 109 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 08 May 1876 18:00:01 GMT) scan diff

Bemerkungen,

'1) Die Reihenfolge der Eisenhahnen 11? nach der Größe der mittleren Verbältnißzabl (geometr. Mittel) zwischen der _an je Eine Verspätung der Cvurier-, SchneÜ-, Personen-_uud gemischten Zuge auf eigener Bahn entfallenden Anzahl von Zugen dreier Gaüup?eu und der auf je Cine Verspätung entfallenden Zahl der von dre en Zuggaiiungen zurückgelegten Achskilometer bestimmt (Col. 34, 35 u, 36).

2) Es entfäüt: a. die größteZahl der beförderten üge auf die Säckyfischen Staatsbahnen mit 23 310 Zuger: (lfde. Nr. 41, ol. 5-10); 1». die größte Zahl der zurückgelegten Achskilomeier aller Züge auf die- selke Bahn mit 55623490 Achskilomeiern, und der Courier-, Schnell-, Pnidnen- und gemischten Züge mit 11,369,241 Achskilomktern (lfde. Nr. 41, Col. 31 und 32):_ e. die arößi_e Leistung pro Kilometer Bahn- länge auf die Niederichlefiscb-Märkinbe Bahn mit 51,500 Acbskilo- metern (lfde. Nr. 35, Col. 3, 31 u. 33).

3)Durchschnitili ck bciräqi: «. die auf jeden Kilometer Bahn- länge von der Geiammtsumme der Acbskilometer entfallende Zahl 23,200 Acbskilometer (Col. 3, 31 _und 33); b. die mittlere_ Verhältnißzahl zwischem der auf je Eine Verwirkung entfallenden Zugzayl und der auf 'e Eine Verspätung entfallenden Zahl von Achskilometern 3941 (Col. ,

35 und 36). Yiehtamtliches,

Großbritannien und Irland. London, 6. Mai. Der ,Economift“ erkennt die große politiscke, ßrategische und wirthschastliche Tragweite der dem preußischen Abgeordnetenhause gemachten .ReiclJSeisenbahn-Vorlage an. Politisch erßrebe

_ *,ie eine festere Einigung Deutschlands, strategisch größere Kriegs- tüchtigkeitz aber auch ihr ökonomoscher Erfolg sei wahrscheinlich, wie fick; dies aus dem günstigen Beispiele schlie€5en kaffe, welches die Sinatsbahnen in Belgien und anderen Staaten geben.

_ Dem Kommandanten der australischen Flotten- ßarion wird demnächst die Aufgabe zufallen, die Einge- bornen einer Insel der Aurora-Gruppe zu züchtigen, auf welcher vor einigen Monaten die Mannschaft des Käuffahrers „Laeiia“ niedergemacht wurde.

_ Tie „Times“ enthalten einen Artikel über den Hirten- brief des Kardinals Cullen, welckzem wir Folgendes ent-

nehmen:

_ Der Ton, in_ welchem Kardinal Cullen in seinem vor Zirrzcm erlassenen Htrtenbriefe fich über die Erziehung in Irland außert, ist kein _unklarer, Unzufriedenheit im Allgemeinen mit 21119111, _was bzö 1eßt für die Erziehung in Irland geschehen ist, außert ircb darin und zugleich wird der Raib ertveilt, daß kein Ver- kesserungiplan angenommen Werden dürfe, durcb rvclchen nicht dem Kgrdinai Cullen _uud seinen Untergebenen absolute Gewalt in die Hande gegeben _wurde_ _Das jxßt in Irland ciugriührte System des Clemenxarunkerrrchi3 slößt dem Kardinal die ernftesteu Besorg- mfis ern._ Nich! iowohl in dem Sinne, daß es kein Gutcs wnfcr: kcnue, in der gswöbnlicheu Laicnauffa ung des Wortes, als vielmxhr darm, dar; er es für sehr wahrscheinlich hält, es könne durch__da11ell*e krrch1iches_Unbeil angestiftet werden. Ebenso unzufrie- den 111 der Kgrdrnal mit der Univufitätöauöbildung. Der Zustaud, m_ dem nch dirselbe b_efindet,_ ift seincrAnficht nach, ein schmachvolier. Die Protestanten hatten wir Jahrhundert ein Monopol dafür bxirffen, und, wenn i_"re auch somit keinen Vortheil davon gehabt h_attcg, koch_ Wenigstens das Einkommen der Univerfitälcn Yur_1rch _aencUeir. Die von Gladstone eingebrachte Bill hätt: rniorarnrmg iaUche Rixbxung veriolgt, a1s darin der katholischen Hierarchrerichi die_voU1tandigc Kontrcle über Asles gegeben worden war;._ D__ie Kaibdirken, meint der Kardinal, müßten eine gute Uni- O_«rsrtat_1ur fie? haken, obgleich die _dafür erforderlichen Mittel natür- 11ch_aus protcttanmcheu Quellen be1chafft werden müffrn. Kein Plan, kurse _czngenomrn_cn werden, der den Katholiken nicht eine wahrhaft fatholtiche Au_sbrlduug__fichert. oder, wie diese Worte später erklärt werder,__d_er die katholiicbZHrer-archie nicht als den aUeinigen aneqriff allergerittgeu Wahrheit fur Jrland_anerkennt und ihr nicht die Macht _vcrieihr, qlTe die Lehren auszuschließen, welche in irgend einer Weise m Wideripruch zu rbren eig_enen stehen.

_Tre irrichc Erziebqngxsrage ist verbältnißmäßig eine neue. Zu Kardrrral Whately s Zeiten, (316 Dr. Murray die Aniprückye der irischen Gerstlxrhkeit vertrqt, schien dj_e Sache auf dem besten Wege zu einer schlrcßirchen Ccledxgung_zu sem. Die Regierung Hatte damals auch die enirernirste Idee arrsgegxken, fich in den katHoliscben Elementar- unicrrrclxt (m_zurrmchen. Sie war bereit, unter gewissen Garantien 7:qu dxriur 0UVTÖ1JL_GC]_Ö vorzustrcckcn und für aÜe Glaubenébrkeuni- ni_iie_in __„xrlaud io rrcl zu ih_un, wie die Katholiken wenigstens me m_r Stande gsivéserr find, für fich selbst zu thun. Auch war Dr. PcurrZerurcbaud m_cbt unbiUig. Damals hörte man nichts von de_u ubermayrßen Lluwrucben, wclche Kardinal für bloße Gerechtig- keit _ßegen__1ernc Gigubensxzrnosim hält. Das Syfrcm der irischen Naiicngl-Scbulkcl1cgien war aUcrdings ein Kompromiß, aber einer fur bside Parteien, und was Seitens der Protestayien dabei auxgrgcbsw wurde, war keineswrgs unbedxutend. Der Unicr- sch1_€1 zwrsZ-cn 1)“. __Murray und Kardinal Cullen ist kein Eklnßi'k. “.:-ersclbr 11t,__ wie wir Meinen, in der Neuen Stollang, Welche dre_kaiholr1che Hierarchie in leßier Zeit Ü'cerall cin- szrruxmrqhat, und _m_d:n neuxn Beziehungen dersrlden zu wrlilirbrn “.:-LMM, dre auf naturliche Wsixe immrr schroffer geworden sind, be- grundrt. 1)r, Murray, der vor den leßteu vatikanischen Dch7eien ariitrat, war ein _ Marin vori W811 und rcn praktischem Verstaude. Cr wunscbte _das iriicbe Volk erzogen zu ichen urid war_ nur besorgt, dat; dabei nicht unbillig gegen seinen xigrnen (Handen verfahren würde. Kardinal Cullsn, der erst nach ]:rrcn Dkkrctcn auftrrit,_ist gieiÖiaUs ein Mann run Welt und Taieri! urid hat gsnug pra_kt11chcn Verstand, um die Beziehurgen zwischeii Mrtirl und „_ZOCCO _ flir erkennen zu können. Die starke oder kcsscr _gcjazt _ dic sc.“;wache Seite der Stellung, die er xrmirmmt, _1st die, das; es ihm glcichgüliig zu icin 1chemt, ob same Lgndölertte eme Schulausbildung genießen oder nicht, und vor Allem beyorgt ist, daß, soll dies zweifelkyafte Verfahren zur Anwendrmg grbracbt werdeii, drxs ohne Nachtheil für die „katholische Wahrheit“ grjcbehr. Damit stimmen auch seine Ansichten über Uni- vcrfitaiSaquildung vollständig üßercin, Hisrin, wie in aÜen andercn Pin_gen, darf kein Kompromiß zu Stande kommen. Wenn die Irlander _nrckZt grade so ununterricbtet werden sollen, wie Kardinal (571111931 es fur fie am besten hält, so können sie, soiveit es den Kardinal b;tr|fft,_ eb-xuio gut unterrichtet bleiben. Unterricht _chemi der Kardinal, anstatt ihn für den größien Segen, dcn der Staat bisterr kiznn, zu halten, eher als einen Einfluß an- zusehen,_ der denen, die ihn empfangen, ebenso 9131 schaden als müssen kann. Aller Unkek_r1cht _mizß daher mit der größten Sorgfalt über- w9cht uud (te serne_moglrchen crraiifchm Tendenzen mit rr'rckficbts- wier Energie unterdruckt werden, Selbst in seiner einfachsten Ge- stalt lau_ft er stets Gefahr mit den Lehren der katholischen Hierarchie 1U„KMfi„lkk zu geralheu. Schon die bloße Geseaichaft prote tautischer Kinder _ck dollrr Gefgbrcn _für ihre Mitschüler. Kann der Unter- Ucht alio kein katholiicher sern, so darf er überhaupr gar nicht statt- finden. Aüe ,Proiekte“ durcb wclche er nicht den katholischer: Geist- lichen vollst_ändrg uaierworfcn wird, müssen deshalb von aUen geireuen Gliedern rer sronrmm eerde des Kardinal Cullen einstim- rmg vcrwdrfeu-Zverderz. Eigenthumlick) ist dabei aber, daß Kardinal Cullen anbts uber_dre Quelle:; der Unterrichtsmittel sagt, die er auf dresx Weise von_ ihrer ursprurrghcheu Bestimmung abzuleiten vor- schlagi. _Das kaouzxnen_ der irischen Naiioual-Sckyulkdllegicn fließt bekanntlich aus dcn_ jahrlichen vou Parlamente gemachten Bewilli- gurzgen. Aus_Kardmal Cullens Sprache dürfte man aber schließen, daß dasselbe virimehc _aus den irrrwilligcn Beiträgrn frommer Katho- likcrr _stßmme, river dae der katholischen Hierarchie ua:.üriich das aus- schliéß11che BcstrmmunsSrecht zustände.

4) Die größie Fabrgeiéowindigkekt (iuki. Auienihali qui den Stationen) haben: a. von den Courier- und Schn'ellzugen diejenigen der Magdeburg-Halberstädter Bahn mii58 Kilomexeru pro Stunde Fahrzeit (lfde. Nr. 4, Col.38); 1x. von den Personxnzugetr dreiemg-u der Ober- lauiißrr und Cottbus-Großmhainer Babu mrt 42 Kilorrretern vw Stunde Fahrzeit (lfde, Nr. 61, Col. 39); e. vvrr dm gemnchten Zügen die- jenigen der Eutin-Lübecker Bahn mit 32 Kilometern pro Stunde Fahr- zeit (lfde. Nr. 50, Col. 40). _ _

5) Durchs ck ni ttlich legen pro Stunde Fahrzeit incl. Aufenthalt

- auf den Stationen zurück: “. Courier- und Schnellzuge 46 Klin., 1). Per- sonenzüge 33 Klin., e. gemischte Züge AKUT). (Col. 38, 39 u, 40),

6) Die Zahl der zurückgelegten Acbskrlom. tft von den Verwaltungen élfde, Nr. 6, 8, 9, 12, 26, 38 und 43) nach approxrmanvem Ueber- chlageick von allen übrigen Verwaltungen uach genauer Berechnung angege err

7) Von den Gesammivnspätungm in Col. 22-27 wurden ber- vorgerufeu: _

a. durch Betriebssiömngen in Folge des am 12. und 13. Marz

errs enden Orkans: m b ck Min. Fällen.

bei der lfd. Nr. 3 ( Hessischen Ludwigs - Bahn) 313 9 ' | r x- 7 (Main'Weskk ) 2373 14 . . . . 8 (Vergiicb-Märkiicbe . ) 1067 22

Wir körnen nur auf das Tiefste bedauern, daß Kardinal Cullen einen solchen Ton in seinem Hirtenbriefe angeschlagen hat. Als eme Upyel- laiion an die Vernunft, oder als ein Hinweis ciu-c das, was _wun- ichenßrvsrib ift, verdient derselbr natürlich keinerlei Beachtung. Nr ts- destowenin aber kann dadurch_ in Irland großer Schaden axgcri tet Werden. *ir wünschen das iri1che Volk ut unterrichtet zu sehen und bedauern deshalb, da Kardinal Cullen o bereit ist, dieser Aufzabe Hindernisse in den eg zu Legen und sich dem schließlicyen Erfolze gsgenüber so vollständig indinerent zeigt. Die _Klasfe von Leuten,. denrn er seinen Befehl gsgeben hat, Werden kern Bedenken trage_n. denselben wörtlich auszuführen. Fur sie, wie für ihren Führer, rst der Unterricht eine Sache von untcr eordneter Bedeutung. Wrs ihnen wirklich am Herzen liegt, ist die uirechterhaltung eines geistigen Systems, welches ihnen vortrefflich zusagt und für welches sie eine unbegränzte Hingebung zeigen und ohne Zweifel auch fühlen. Das Interesse, welchos ihre Hrerden daran haben, ist «ker weit weniger klar. Sollen die Jtländer ununterrichiet bleiben, bis daßihre geistlichen

ührer ihren Streit mit der modernen Welt auögeglichen oder lcßtere

ck nnterrvorfen haben, so dürften fie, unserer Ansicht nach, noch auf lange Zeit in Unwissenheit verharren. Aber gerade dies wünschen wir nicht und können kaum glauben, daß es in rbremeiaeueu Interesse liegen sollte. Wir haben und bereit gezeigt, den halsstarrigen Ver- tretern des Katholizismus große Konzessionen 1: machen, aber was wir auch ibun mögen, nichts will ihre ?tets wachsendem Ar:- sprüche 11efrredigeu. Der_s Schlimmste bei der Sache ist, da die mcdernen__Streiter der Kirche Weit davon entfernt find, in der «hl ihrer Waffen oder in ihrem ganzen Feldzugöplane sebr wählerisch zu sein. Wir sprechen hier nicht nur von den Beschuldiguugen, welcbe Kardinal Cuüerr auf das _Andenken des Dr. Whately und Diejenigen gehäuft bat, dre ibm aur seinem Wege folgten. Derartige Anzriffe sind so wirkungslos, daß sie kaum eine Abwehr Verdienen. Aber eine firenge Blockade des _SÖulunt:rrichts ist ein unheilvolles Ding und Kardinal Cuuen scheint [*.-strebt zu sein, fie über Irland zu ver- hängen, damit er fie untkr den von ihm gestellten Bedirguugeu wieder aufheben könne. Die Jrländer selkst geht dies am meisten an. Kardizial CuÜen nebst Gefolge haken gcrade so viel Macht, Unheil zu stiften, als ihnen das _eiwas leichtgläubige Vertrauen ihrer Anhänger giebt. Sobald das irländricbe Volk einmal zu der Ueberzcuguug gelangt, daß _diese Le_uie sich um ihre wahren Interessen nicht kümmern, und daß ihucn die Sorge dafur niclit anvertraut erdca kann, wird ihre jetzigeicheinkare Regierungögewali ein Ende nehmen. Augenb1icklich aber in fie nur zu wahr vnd nachth-ilig. Kardinal Cullen verkündet uus drohend Krieg uyd andere Strafen als die nothwendigen Frxlgen unseres sündhaften Zustandes. Unicrer eigenen Ansicht nach sieben Urmche und Wirkimg in einem natürlichereu Zusammenhange mit einander, könnrn Brgcterie und die damit verbundene Unwissenhcit nirgends lange ohne ihre entsprechende Streif? bestehen uud kann kein Volk fi_ch erheben, WWW nicht im Stands ist, sie abzusckxüiioln. Wäre ein Beweis nöihig, um uns in unserer Auficht zu bestärken, io brauchten wir nur auf Irland zu blicken wir es ießt ist und wie Kardinal Cullen es auch in Zukunft gern haben möäxte.

Landtags = Angelegenheiten.

_ Berlin, 8. Mai. Die Rede, welche der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten 1)r. Falk in der Sitzung des Hauses drr Abgeordneten am 5. d. M. über den, den Maffenaustrut aus der evangelischen Landeskirche betreffenden Antrag der Abg. Dr, Virchow und Kloß hielt, hatte folgenden Wortlaut:

_ Es dürfte, _meine Herren, wohl augemeffm icin, wcnn ich der its rn diejxm Stadium der Erörierung Über den Antrag der Hema Kick und Virchow das Wort ergreife. Sie werden sich am wenigsten wun' dern, wcurz ich dasjen:ge, was der Hr. Regierungékommiffarius iu der_Kdmmiésion als Cndresultai 1einer Erwägungen aussprach, auch meinerseits mit der dringenden Bitte wirderbvle, dern Anfrage keine Folge zu gebcn. Ick kann dem Hrn. legeordxeien gern darin [*ei- ireien, daß _cr und icin: Freunde nicht die Absicht gehabt haben, einen provoxatoriicbcn Antrag zu stellen; ich glaube aber, wie die Dinge 11-th licgkn, daß er prcvrkatcrisci) wirkt, und d..? ist für méck) in Bezug _an meiner: Widerstand das Entscheidende, nicht der Wine der Yritragitellér. Ich kann auch dem Hrn. Abgeordneten Weiter darin ercht geber), daß der Hr. Rrgierunßskommissarius, der von frühcreri Vor- ggngenznxreixm hrhcn Hanse ("(US unmittelbarer Wahrnehmung Kenntnis; nicht heiaß, dre_Urbeberichait des Gedankens zu dem Anfrage einer viel zu rraheliegcndcn Zeit zugemcffeu hat. Ich Weiß mich wenigsters zu rr- zuneru, dax: b-zi Berailxung des späteren Gesetzes vom 14. Mai 1873, J irh glaube sogar, bei frühercn Petitionskeraxkxungm in diesem

ame der Gedanke schon angeregt worden ist, daß man wenigfiens durch die Entwickelung der Dinge.dahin kommen kann, ein derartiges (HeseF zu machen, welches man kurz bezeichnete als ein Gsies für den all dcs Maffmaustritts aus der Kirche. Wenn aber der Hr. Abg-_Kloß heute als den eigentlichen Urheber des Antrags den nicht änwkiendxu A_bg._Schumann kezeichnet hat, so möröic ich dem Satz nur fordert Richtigkeit beimesseu, daß vieÜeicht der Hr. Abgeordnete drm!) den vdu Hru._Schumann gestellten Antrag dahin gelangt ist, die jeßrgc Zeri als dre rechte für 1einen Antrag aufzufassen, während 1ch den grrßen Unterschied zwischen den beiden Anträgen dahin faffe, daß der Antrag_ des Hrn. Schumann der künftigen Entwickelung der Dinge Raum laßt und auf Grund deren eine gesetzgeberische Rege- lung verlatzge urid anstrebe, während Sie gegenwartig, wie i meine, und weit uberwiegend, ja vielleicht aUem aus theoretischen ründen Ihren Antrag stellen.

Meme Herrexi! _Es ist uns gesagt worden, auf Grund dieser Synodalordnung ift die Frage des Bekenntnisses nicht von den kirch- lichen Faktoren ferrrgehalteu, und d.: das nicht ist, so kann eine Zeit kommen, wo auf dre Gewissen Druck geübt wird; da diese Zeit ein- mal kqmmen kann, so ist es gut, in Zeiten Vorsorge zu treffen. _ Ich ix_)eiche _ron dcm Hrn. Antragsteller insoweit ab, als ich meine, daß drese_Dm e viel zu ernst und viel zu zart find, um obne win ende thatsach'lrchr erhaliuisfe blos Vorbeugungsmitiel zu Leben. ie ache liegt, wenn rel) uncl) an die Argumentation des Hrn. bg.Kloi3 jchließe, folgendermaßen: der 5. 1 der Gcneral-Synodalordnung in seinem zweiten Absatz _ das ist das vorliegende konkrete Gesetz _ läßt den Bexenntmßftayd der einzelnen Gemeinden und Landestbeile und ihre Umon unherubrt. Man hat efragt, was das zu bedeuten habe. Nun, meme Herren, die historiche Entwickelung bezüglich der Auf-

nahme dieses Salzes _in die Generai-Synodalordnung ist eine ganz klare. In dem AUnhochstea Erlaß vom 10. September 1873, Wclcher

kei der lfd. Nr. 9 (Berliu-Görlißer Bahn) 531 10

, 13 (Rheinischen ) 5909 41 , , 15 (Main-Neckar ) 302 4 23 (Magdeb-Leüniger ) 801 5 35 (Ni_ederschl.-Märkische . ) 509 4 41 (Sachfiscbe Staais- . ) 503 6“

b. durch Betriebsstörungen in Folge von Ueberftutbungen, Da_r_1_rm-

be cbädigun en 2;- s . Mit. FFM.

bei der 1fd.Nr.3( essiscben Ludwigs-Bahn) 573 4( agdeburg-Halberftädter ) 1122 44 Z(Elsaß-Lotbringiscben , ) 1238 36 Z(Beraisch-Märkifcbe Z 1715 64 ) )

11 (Breölau-Schwüdn-Jreib. 284 7 , 17 (Berlin-Stettirrer 894 19 24 (Württembergi1che Bahnen 177 9 25 (Berliu-Hamburger Bahn 1309 14

8)“ Bei Zee laufenden Nr. 63 (Berlin-Potsdam-Magdeburger Bahn) ist der regelmäßige Betrieb auf der Strecke Berlin-Magdeburg erst seit dem 22. März wieder voÜständig hergestellt.

die_ kirchliche Sanktion au die Gemeinde- und Synodalorduuug er- iberlie, firrdet der Satz: _

_ Die dadurch herbeigeführten Aenderungen beschränken fich auf dre kirchliche Verfassung; der Bekenntnißftand und die Unrdn in den genannten _Provinzex und den dazu gehörenden G'ememdm Werden daher, wie Ich auödrücklich erkläre, durch die ueueOrdn-„mg in keiner Weise _berühri.

Sie _finden hier in dem zweiten_Theile dos Saßes dieselben, Worte wieder, die in dem zweiten Ahja des §. 1 der General-Sy- nodalorduung sich finden, und Mun die er ten Worte, die durch den Ge- gensaß denSipnklar biufieaeu, mggelaffen sind, so batdas seinen Grund in der materreUeu Festseßung des §. 1 Absaß 1 der General-Syno- dalordnung, Wo das Moment, daß es fick) um die Verfassung handle,. bingefiellt tft. (_Ls bedeuiet also drr Saß: diese Ordnung baut nur das _TrzYere Gebaude, die1e Ordnung tangirt ru keiner Weise das Be ena 1 .

Nini, meine H-rren, hat der Hr. Abg. Kloß fich auf hervor» ragendiie Autorität berniev, daß, wenn auch nicht durch diese schon gcgekene _General-Synodalordnung das Bekenntniß bedrückt werden könne, die Möglichkeit in dieser Beziebuns doch in Zukunft obwalte. Er führt uns in dreser Beziehung eine Reihe von einzelnen Vorschrif- ten der Geueral-Synodalordnung, sowie auch der früheren Ordnungen vom September 1873 vor. Meine Herren! Wenn er für dre Mög- lichkeit, daß aux dem Boden des Bekenntniffcs eiue ewisse Fixirung später eintreienk unte, andere Gründe nicht hätte als die e, so schiene mir seine Argumentation eine außerordentlich schwer haltbare; denn, meine Herren, die von ihm vorgetragenen Bestimmungen drs L*. 55, des §. 68 der älteren Synodalordnuug, des F. 36 der geßeuwärtigen Sono- dalordnuug ordnen nichts writer, als da über die etreffendeu Frrgen, nicht mehr allein ein_e kirchenregimeutlich berufene Behörde entscheide, sondern nur eine krrcbenregimentliche Behörde, wclchs verstärkt sei durch die betreffenden Spezialorgane. An der Materie wird in der Sache also nichts geändert.

Und nun, meine Herrin, weise ich auf die Debatten der ersten Beratbung hin. Darqn wird doch Niemand eincn Zweifel hxben, das; allerdings ein Geistlicher möglicherweise gegen die Grundlchren iciner Kirche lehren kann, _und daß er aus dieiem Grunde in das Amt weder eintreten noch 111 _demselben_belasfcn werden darf. Und iir das eiwz etwas Neues? Ist das nicht auch das von Ihnen in dcr Kommi1fion angerufene Landrecht,_iu welchem dies mit dürren und runden Worten sicht? _Jst es nicht eine landrechtliche Bestim- munz, die der Gemeinde Emipruch giebt gegen die Lehre und sagen nicht landrechiliche BeYtF'meungen, darüber iochn geordnete kirchliche Organe erkennen? eine Herren, lautet nicht der J". 73 des 11. Titels U. Theiss desselben Landrechts dahin:

In ihren Amtövorirägen und bei dem öffentlixbcn Unterriéhte müssen sie _zum _AnstoFT der Gemeinde nichts einmiichen, was den Grundbegriffen ihrer * eiißiousvartei wideripricht.

Meine Herren! Ich denke, insoweit ist durch die Sy- nodalordnu-g nicht das Geringste neu eingeführt worden. Die bezeichneten Bestimmungen bczieben sich auf Dinge, die bereits jetzt vorhanden_siud, und die, wie Sie sagen: in dem milderen _ Landrecbtc bereits erwähnt sind.

Meine Herren, es ist wahr, es befindet fich in der General- Syuodalorkuung der Saß nicht, das Bekenntnis; und die Lehren sind kein_Gegenst.1ud _kirchlicher Geseßgebung _ das ist ein Punkt, der erwabrrt wdrdeu ist in der Geueraldebaite, und der auch heute, wrnu auch nicht m einer solchen direkten Weiie, wie ich es formulirt habe, hervorgehoben ist. Aber, meine Herren, wenn Sie einen Blick zurückwerfen auf die Verhandlungen der Generalsynode, io werdrn 'Sie finden, daß diese Formuiirung verworfen worden ist Weitaus aus praktischen Gründen, weil eine solche Formuliruug nichts nüßen, a , weil fie umgekehrt der Entwickelung der Dinge nur schä lick» werdcn köaue, _ nichts uüize _ Wkil in den Gebieten der Synodalordnuugm, _in_ welchen fich eine ähnliche Bestimuiung fi-det, doch die Bekenntnißxrage auf das Alterschärffte hervortrrtt __schädlich wirke,_weil nacb mannigfachen Erfah- rungxn an emen solchen Saß dre Lähmung ieder Entwicklung ge- knüpft werdeii kann, Weil es, _ ich sage: leider! _ heutzutage in weiten Krei1en Mode geworden ist, aUe möglichen Dinge mit dem Bikenntniß zu v-rbinrßn, die ganz und gar nicht dazu gehören. Das find Erwagrmzen gerrzejen, "die zur Verwerfung dieses Saßes geführt haben _ Daß aher dre _synodalen Organe über die Bekenntnisse der evangeirscheu Kirche nicht hinwsggehru köunen, ift ausgesprochen iu §. 5 dsr Synodalordnung; auf dem Grunde des evangelischen Be- kenrrinisses, und was dZS bei i, das ist in der beredicsteu Wer1e_ und mit der großten nergie ausgeführt wvrdea von verschiedenen Rednern auf der Generalsvnode _ auf dem Grunke_ des evangelischen Bekenntnisses soll die Synode mit dern Kirchenregiment aufbauen die weitere Entwickelung der „Kirche. Daryl: rst die Grundregel gegeben, und was sie sonst zu thun hat, das ist im § 7 enthalien, über den ich bereits in der ersten Ve- raihun gesprocken _babe, insbesondere gegenüber dem Herrn Mit- anirag eller_1)r_. Virchow. Ich habe damals aukgeführi, daß die Garantie, dre drese_ General-Synodalordnun in einer unrichtigen uud die_Gewrssen bedrrzckendeu Reacßung der :keuninißfrage giebt, sei es_ rn Bezug auf dre zu enge Ztehung_ der Grenzen der Lehrfeeiheit, [er es 111 Bezug aiif andere Schritfe, m Bezug auf die Kultusakte, m_ Bequ auf dix rcligiösen Akte, wo diese Gemeinden mitzu- wirken _ aßen, großer 1ft, daß dieser §. 7 Ihnen ganz andere Ggrantreu giedi, als gegenwärtig die Gesch chung schafft. Dre Sach_e liegx also meme: _Meinung nach Lo, daß ganz rind gar k_em Bedurfniß vorhanden ist, im gegenwartigen Augenblicke- em derartiges Gesc zu_ erlassen, daß die Möglichkeit _ wer möchte das bestrxitez: _ a erdmgö existirt, aber nur die Möglichkeit, keine Wahrschervltchkert. Sie sehen mehr und berufen fich auf den einen Fall in dreier Stadt, _auf den Fall, den ich nicht anders nennen kanrr, _ _tcb halte mich frei von einer persönlichen Aeußerung oder- Memyns m der Sache _ als eine der bedauerlrcbsten Erfahrungen, die wir in der gegenwärtigen Entwickelun unseres kirchlichen Lebens gemacht haben, denn an diesen Fall ist 0 viel angeknüpft norden zum Schaden der evangelischen Kirche nach rechts rind nach links, als mar: etzextlicb niemals hätte denken können. Di:]er eine Fakt ist* aber n-cbt in dem Sinne erledigt worden, wie der Hr. Akg._KloZ befürchtet, sondem umgekehrt, und ich_rmine_ daher, daß es keinen Grund hat, aus diesem einzelnen Fall die Gefahr als eine,- so nahe_und große uns binzustcüm.

Meme Herren! Wir wissen F1 Alle, ck sind Strömungen, die- dagegen arbeiten, die die General-«ynodalordnung nicht ins Leben tret_en lassen wollen, sie kommen von den eutgegengeseßieu Richtungen. (Hort! hört! links.) Ia, meine Hérren, da brauchen Sie, nicht

erst zu böten, Sie wiffcu das a, aUe_Tage lesen Sie :s, _und wer böten Wollte, konnte es an in diesem Hause, und nicht erst heute, außgiebi hören. _ _

Ich bin a erdiugs der wiederholt ausgedrrrckien Ueberzeuguya, daß geschehen wird, was von der einer:, der kirch11ch_ orthodoxen Seite _ um den gestern hixr gebrauchten Auddruck zu wiederholen _ oder richtiger: durch den Mund hervorragender ihr adeböreuder Persßw lichkeiten ausgesprochen ist: Wenn diese General-Hpuodalordmzng m_s Leben tritt, dann Werden wir in Treue mitarbeiten und_mcht dre Büchse ins Korn werfen und binausgeben! ch hm auch uberzxugt, daß die Bemübuu en des Hrn. Abg. Klo? und ferner Frepudeghrcn Erfola nicht verfeßleu werden. Ick habe :: sogar_unter Hryzufugrrng des Wortes „Gott sei Dank“ in Bezug auf den in einem Bezirksvereine gefteütea Antrag, in Masse aus der Kirche zu treten. her der erfteu Bcraibung gesagt, er sei verworfen worden. (Ruf: Er ist nicht ver- worfen worden !) _ Dann allerdings wurden der Hr. Y_ba. Kloß und seine Freunde noch etwas mehr Thätigkeit anseßerzmuffen, nur_dte Neisuu zum Austritt aus der Kirche zu unierdruzken. Ich meine, ich hake diese Sorge Vor dem Massenausmtt archi. aber, meine Herren, es ist viel Reizung auf diesem_Gebicie vorhanden, und le_me Frage giebt es ja, vor allen Dingen ber uns Deutichen, die so _lercht ku lebhaften _ und ich mag sagen leidenschaftlrcheg Schritieu fubrrn

ann als die religiöse im weitesten Sinne. Nnn,_mer-e Herren, find die

ceutripeialen Kräfte, die zusammenfassen, doch_ nicht so_ ubermäcbitg in unserer evavgelischen Kirche; cs rst doch _mcbt ziverfelbaft, daß es überall Kräfte giebt, die eben das Centrum fliehen, _ meine O_errxn (_zum Centrum),es War diesmal unbewußt! _ u_mficb ibrx S_elbstandrgkeix zu retten. Und nun werfsrrxSir..iU solche Verhaltnisse huren) obne thatsach- liches Bedürfniß ems solche Ermächttgung;_wie' die Herter; Abg. Kloß und Genoffen sie wollen! Ich frage GW: wdß das nicht dre sonft vorhandenen fiillichen Bedenken gegen den Austritt Zins der Kirche abschwächen? um so mehr abicbrväcben, als _ wir konnen es nicht leuanen _ bei einem großen Theil miserer Bevölkerung finan- ziellen Beziehungen gegenüber ein Jdealrßmus gar nicht _ vor- handen ist? Muß man nicbt besorgen, daß foiche Elemente bet der- artiger Reizung, die viekleickxt geiragen wird ron e_inem beredten Munde irgend eines religiös begeisterten Mannes _ und ich kö-nie solche Ihnen mit Namen nxnnen _ leicht in die Gefahr kommen, 1k)r_zu folgen? _ und das nicht sowohl um seiner Befürchtung des Gewissensdruckxs willen, _ das Werden Sie freilich sagen. als in Wahrheit aus rein äußerlichen Gründen aus der Kirche herauszugxbcn? Uud_das wil] man herbeiführen in einem Augenblick, wo wir mr_s berauben, dre widerfirebenden Richtungen in der evangeliichen Kirche zusammen- zufassen, damit sie Raum haben auf einem Boderr, um sich zu messen, audzugleicbeu und in gemeinsamer Arbeit dre evangelische Kirche innerlich zu befestigen! _ _ _

Diese leßie Tendenz und die Herberfrrbruug ferner xrsieru _ nicbt sage ich Möglirbkeit, sondern _ große Gefahr vereinigen sicb mit einander nicht, ich sa e mn deöwillen große Gefahr, we111ch n_ach einer Richtung hin wenig ten] vor meinen Augen habe, we1che_germg- füqigeu rein äußerlichen Gründe es sein können, um sie!) von dem gegliederten Organismus der Kirche zu trennen. Gehm Sie nach Heffeu, sehen Sie fich die sogenannten Renitertcn an, rst es da wohl eine Be- schränkung der Glaubensfreiheit, Was in Betracht kommt? Nein, blos Weil dievdrbandénen Konsistorieu, obneibre Bedeutung rind Macht

u ändern, in eines zusammenxefaßt find, da firzd fie m Menze inausgegaugen. _ Und wissen Sie auch, wie zu diesem Eqde_9 r- tirt worden ist? Lesen Sie sich die Schilderungen der Spezialia _c, fie find ja weit genug verbreitet in der Presse _ und_mm sehen Sie hierauf noch eine Prämie durch die Bestimmung_uber die Ver- mögensverhältuiffe. Nein, meine Herren, Wenn Sie das '.“:st zu- sammen erwägen, dann Werden Sie begreifen, wenn die Regierung sagi, da kann sie nicht mitgekmr

Nun, meine Herrcn, korxime ich auf den anderen Grund, den 'der Parität. Es ist mir ja recht erfreulich, von _dem Hrn. Abg. K_lo_ß bereits gehört zu haben, daß er eigmtlicb nur eine ge_wrss e Yarriat in Anipruch nimmt und selbst der Meinung ist, d1e_Verhaltmffe paßten eigentlich nicht überall zu einander. Und ru der That, meine .Herren, die Verhältnisse waffen nicht. _ dem Centrum.) Warien Sie doch uorh. _ Daß SU? (zum Centrum) nicbt anderer Meinung werdcn, rvxrxz 1ch langst, Sie haber: die Zbrige schon in Ikarer Zeitung p:oklamtrt,“ und_ ich möchte mit goldenem Mu.-de :edrn und die übcrzeugeudften Grunde brmgsn, Sie würden es doch nicht zugefieben. _ Also der Hr. Abg. Kloß hat bereits anerkanrii, daß die Sache rirszr gleich liegt. Das_ iogenaynie Alikatbolikengexeß betrai _ uxd das ist die prinzipielle S_erie _ nicht Personen, die aUssijyieden aus der „Kirche. (Widerspruch aus dcm Centrum.) _ Sie 1agens zwar immer, ab_er der Bode! des Gesetzes ist das doch nicht, und darum dreht srchs ganz allem. (_Unruhe im Centrnux.) Ja, meine Fetten, Sie können es doch wirk_11ch nicht leugnen, _m dem Alikai olikengeseß steht das mit durreu Worten drm. Wie fängt aber das Amendemcni der Abgg. Klotz uud VirÖow an: Für Diejenigen, die außscheiden _aus der Kirche. Nun, meine Herren, die Siaatöxcgirruug _ist ber dem Alt- katholikengesev so verfahren, wie cs, so 1chemt rnit, der Hr. Abg. Schumann wollte _ mch der Cniwickrluus der Dinge. Als das Vatikanum gekommen war, entwickelte fick: pvr der'._Augen der Welt und damit auch der Staatdrcgierung eiu Zwiespßlt rauerixaLb der ia- tbrliscbeu Kirche, ein Streit. Dieser _ihaisächlW? Zustand allem, ohne in irßcnd welcher Richtung eme Entscheidung _zu treffen _ (Lebhafter Widerspruch aus dern Ceutruuz) xa, meme_ Herren, hundert Mal habe ich es _Jhnen Zemgi, akec her Ihnen ist es das huuderlste Mal u1cht_ zrz v:e1,_ ohne eme Enischeiduvg zu treffen, welches das Richtige ser nnd rvejcbcs

(Widerspruch aus *

fein laffcn; fie hat beide Theile anerkannt als Mitglieder einer_und derselben Kirche, Die Staatöregierung war dxr iur fie aüerdrnßs, wie die Dinge liegen, nicht lösbaren Aufgabe uberhoben, eine Erri- scheidung über Glaubensfragen zu treffen. _fie hat sie nicht geiro eu. Sie aber mit Ihrem Antrag_ __ die Herren Kloß und Dr. irchow _ fordern eine sdlche Eatstheiduug von der Staats- regierung, indem fie den Saß hinstellen: „rvenn ain Bekenntnißiiand nichts geandert ift.“ Abstrakt von yornherem soll die Staatsregierung eniscbe'deu über eine solche rein klrchl1ch€ Frcige dhne Rücksicht arif thatsäcbliche adäquate Entwicklungen uad darm liegt wiederum em sroßer Unterschied. _ _ _

Und seit wann batdeuu die Staat?:regrerirng ck12 Zirstrmmung er- tbeili zu dem Altkatbolikengeseße? Seit dre Majoriiat der Kaibo- 1iken diese Alikaiholiken aus ihrer Kirche verbannte, als sie nicht bloß erklärt -battc, Jhr gehört nicht mehr zu_uns, Ihr dürft nicht mehr ihcilnebrneu an denjenigen Mitteln, die _wrr brauchen zur Urbung der Religion, sondern als das alz etwas nicht mehr zu Aeudemdes konstatirt worden War, als im Interesse der Altkmholiken das Be- dürfnis; nacb Entwicklung n einer besonderen Organisation, alsd wiederum zu einer tbatiär'Zlicben quftenung besonderer Etsch?!- nungm, als das dahin geführt hatte, eme solche Organisation herz):- stellen, _ da hat die Staatsregierung anrrkanut, jxßt ist der Zsrt- punkt gekommen, das; das Recht, was die Altkatholxkeu nacb Auffaffung der Siaatércgierung und aller gevesßedenden und rechtwrecbenden Jaktomr im Lande haben, ihnen _aucb gewah1t_ Werden myß. Wenn _ und ich hoffe, daß das nie :ein wird _ ghnlrcbe Zustande in der evan- lischen Kirche die Hülfe des Stagts fordern, dann, meine Herren, wird die Striaisregierung gerade 10 helfend eintreten, wie fie einge- treten ist ia Bezug auf die_ Altkaihoäiien; aber rzm bloßer theoretischer BestrebunJcn w.ll_en , m_ de_nen die_ größte Ge ahr liegt, die Kirche ieler ihrer tuchtrgen Mitglieder aus nichtigen Gründen 21: berauben, 1123 M11 ihnen vielleicht ein Ober-Kirchenraib oder em P._äiiden_t nick)“: gefällt, aus solcheu, rein äußerlichen Grüzden, _aus _ rch wiederhole _ theore- tischen Geficbtspunkren ihre Zustimmung zu ernem_iolchen_Antrag geben. das kann fie nicht im Jutexxffe der evarrgelqcbexr Kirche, _ da;. kann fie nicht im Interesse de_s “Staates, Werl si: uberzeusr ist, fie bat aucb um des Staates quen 73:75 Ihre zu thun, dre evan- eliscbe Landeskirche zu schüßen, _dre Kruste dieser acht Pcovrnzen zu- ?ammen zu faffeu zu einer gedeihlrck) Wirkendrn Einheit. Ja) bitte noch einmal, lehnen Sie diefes Amendement ab.

_ In der Sißung des Hquses der Abgeordneten am 6. d. M behauptete in der zweiten erathuug des Geseß- entwurfes, betreffend die Vertheilung dsr offentlichen Laßen bei GrundßückStheilungen und die Grundung neuer Anfiedelungen in den Provinzen Preußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen der Abg. Hundt v. Hafften unter An- derem: Dreiviertel Jahre seien xs schon her, daß_ auf de_m Po- sensthen Provinziallandtage bel dem Mrmßer die Begrrrndmrg eines selbständigen Kreditverbandes beantragt worden ser; bis heute sei noch nichl einmal _eme Aniwort gekommen. _Der Minister für die landmtrthschastlichen Angelegxnherten, [):-. Friedenthal, erwiderte: _

Ich werde auf die AuEfül)rungen_kes Herrn _Vdrrzdners rnaicrrel] nicht eingehen, ich wiÜ nur eine ThaNache derrcbngen, welche in i_emer Ausführung criibaltcn ist, in Betreff res _Aniragxs_ des pcien1ckxc_n Provinzialiaudia es ü'oer die Begrundung eines Kiedrivrrbanded i_ur die kleineren esitzer. Erstens rst is _nrcht ganz_ r*.cbtrg, daß dieser Beschluß vor bereits !* Jahren gefaßt worden is_i. son- dern die Zeit ist eine kürzere, bm ich rccht_ unterrichtet, _so War es im Oktober v. J.; hierher an die Staaisrcgrexung ist drrier Beschluß erst vor nickxi langer Zeit gelangt. Cs find iofdrt Schr_ritc geschehen, urn dasjenige zu veranlassen, was vorhrrgebxn muß, nam- lich die Bereitwilligkeit der bisherigen Krcd;idc_rbande_ zu kdn- statiten, in irgend einer Weiie eine neue Kredriorgamsatirn nn Anschluß an die vorhandenen dorzunehmru, da nch) _aller Sachverständigen Uriheil die Begrunds-ng eme? selb standigrn Kreditverbandes in formeller und maicrteU-rr Beziehung, Schwierig- keiten und Bedenk-n haben würde. _ Dr_eie Verbaudlrmgerr müffxn ihre Zeit haben, und zwar bayvi_1ßchlich_deshaih, _WOrl die Vertretungen der Krcditverbände nur perrodrick) _zuiammenirrten._ Es ift vou Skiken der Siaatöregiertng nicbt dre mrndeste Zeri versaumi worden, U*d der Her. Vorredner i_vurde, glaube ich, auf thrrn, ber seine- Kollegen an diesen Kreditverba_ndeu fich dcr _ArÉelegenyeii an- zunehmen, staii unbegründete VorWurfe gegen dre taaisregreruug

auSzuiprcchen.

Die russische Provinz Jerghanah. 11. (Vergl. Nr. 108 d. Bl.)

Hr. Kuhn geht nun zur Beschreibung der bedeuéendstm Städte des Kbanat über, die er besncht hat- _ _

Der Anblick Khokands, agi er„_ m9chi_ keinen besonderea_Ern- druck. Außer irinem Bazar, der amehnirxb rst,_und_ dern leaii des Khans, unterscheidet fich die alte Hauviitadr rn nrchis von den ar).- deren großen Städkm Mittülaiixus, Khodjeut, Taicbfent :(.; dre L-gc diesc.“- letzieren ift ivgar malertsrber a1_s dre von Kbokqnd; _dre asraiiicbePr-unklitbe bat dicsemiedochdrc Bezeichnung „K_ukandr lkaflb , das aumuthige Kbokand, gegeben, dre fich _an aßen in der Haupt- stadt geprägten Münzen wiederfindet. Wie dre meisten der asiatischen

Städte ist Khokand mit einer Mauer umgeben; diese ist von einem M.

___-“___-

nicbt, hat die Staatdregierung für ihre Eaticbließung maßgebend

B1: 3 u ?" erare fir den Deuticbea Reichs- u._.Kgl. Preuß. Skais-Unzeiger, das Ceutral-Haudeldreurster nxd das

des Brutsrben Keilhs-Juzeiget- und Königlüh Pmsisüjm Staats-Ruzeigers: Oetiix, S. F. Wilhelm-Strabe Nr. 32.

Osffentlicher

- * ' . ' 1, Zisckdrioéd a:";é. [Irréörsuob-Ugs-Zaobsß.

Pestblati :xrmmt ..ut dre Königliche Expedition "2. 81113113 ___MM_____ Mfg_,_______ YUMYUM u. äerxl, _

3, ?srkäufé, ?eryzoixtrxygev, ZUbZTZZ-LSUW ste.

4. 781160574118. WOKWQÜOU, Zizrsr-Mnng L, o. 17. 79! öTsrrrUabsu ka-rsren.

Srossbsr-äs], , Literaréssds 3152-43-1er kmiUsn-UM-btickwu,

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

[3928] Bekanntmachung-

Die zum Vau_der Umwäbruug kes Marine- Lazarethö erforderlichen Arbeiten :c. sollen verdungen Werden; hierzu ist Textura auf:

Freitag, den 12. Mai er., Vormittags 11 Uhr,

an esevt worden. _ _

Bie Umwährung befiehi_ zum Theil an? einer massiven Mauer, zum Theil mrs erm Brustangs- mauer mit darauf stehendem Ersengriier,_und sind die Arbeiten resv. Lieferungxn enzgeiheilt m_:

4. Erd- und Maurcr-Arberten, mkl. Materral, ver- anfchlagi mit 35,675 «74, _ _

13. die Lieferung der ornamenirrten Werksteme au_s Natur- oder Kunstsandstem, verauichiagt mit 6125 «x, _

0. die Eisxnarbeiien inkl. Material, veranschlagt mit 5950 .“, _ _

1), die Anstreicher-Arbcrten inkl. Material, ver- anschlagt mit 250 .G- _

Die Offerten können auf die vorbezeichneten Loose

Einzeln oder auf das Gewmmtobjekt akgsgebcn

[3731]

werden-

werden und zwar in Prozenten zur Anschlagssummc.

anichlägeu und Zeichnungen _lizgen im_d1effertrgen Bureau zur Einsicht aus; dreielben konnen auch, gegen Erstattung der empfangen werden.

Wilhelmshaven, den_20. April 1876. Kaiserliche's Marme-Lazarcth.

Cottbus-Gro er

Die Auöführunß zrveier hof Peitz und Muücoie, jsder auf__rot._11,770 .“ vergnscblagt, sollen im Wege der onenilrcben Sub- miifion inkl. Materialiicferung im Ganzen vergeben

Bedingungen, Massen- und KostenbercchyunJen nebst Zeichnungen liegen im Barcan des Abrkyrrlangs-

bezogen werden. Kopialienkosien, daselbst mit der Aufschrift:

Px“; _uztd MÜUrose“ eingereicht 1em müssen, ist auf

Cottbus. den 26. April 1876.

"iscnbahn. Neubau Cottbus- rauksnrt a. O,!» . „.:,

üierfchuppen auf Bahr:- osenbeiätzen

emden , Pelzmüßen ,

Dußend Thore unterbrochen, die nach däm Aukkrnck d.“?- Lanch sich „nach allen unkten der Welt' öiinsn; die Stadt _und de Gurren werden mit5 affer durch einen Gebirgdstrour genmst, der m eme große Zahl von Bewäfferungskanalcu bmeruflrxßt. _

Die Bewohner betrachten Kbokand als eine:: der 111 Bezug auf das Klima am meisten begünstigten Orte _des Fer Hanab-Thalcd; während eines Theiss des Sommers jedoch ist i_er ' nientbalt _bäer wegen der itze und der Westwinde (barszL), dre dort fait ]cden Tag in die er Jahredzeit wehen, unertragltch! _In den unilrsgenden Ortschaften ist der Kropf eine ziemlich verbreitric Krgnkheti. Man will den Grund davon im langen Grdraucl) des Trinkwassers aus einem kleinen See südlich von der Stadt nahe bei dem Thor von Mu1mubarakschen. _ _ _

Der Palast (ouräa) ven Kudc'r'ar ist im sndlrcben Tb211_dcr Hauptstadt errichtet, auf einem von Menichenlxnd gcmachte_n _klrmen Hügel. Sxinx Hauptiaxade ist mit Steingutfeldem von verichredknen Farben gescßmückt, die durch ihr Myster an die alten_ Bguirn ron Samarkand erinnern. Eine am Giebel anqebracbic Jnichrrft konstaö iirt, daß dies Gebäude ron “Se'jd - Mubamed-Kuchr-chm im Jahre 1287 (1870) erbaut ist. Seine interne Aus- stattung ist kostbar; rnkbrere Pircrn haben ein reiches europäisches Möblement, oixnc Zweifel in St. Peisrsburg oder Mdéxaa gekauft. Jm Hauptsaale, dcr offcnbar für Empfangsfeierlrckykeiien bestimmt ist, hing cin Krrnleuchier ron iocher Uußdehnung,_ daß er fait den Fußboden berührt? und die ganze Weiiedes Saales erunahm, indem nur ein ganz schmaler Weß an der Mauer entlang fréi Blieb. In einer der Eckrn war eine Art von rergiitxrtcr Logs, wo wahr- ichein1ich der Khan saß. Die Mauern dieses Saales smd mit Stiick- Arabedkea geschmückt und die Zwischenthürcn rnit heimiicher Malerei, Bäumen mit goldenen Aepfeln, Roienborrquets 11. s. w. darsteU-“snd.

.Der Bazar ist durch die Zul)“. icinxr Enden der bedczrtenritc dcs KHanais; diese Buden find von Holz Und bilden Siraßen, dre mit einem cht'cach bedeckt sind; die mcisirn sind von Kdridc'iarKvan e_r- richiet, der seiner Würde nichts zu vergeben glaubts, indkrrr cr kur seine eigene Rechnung Handel trieb. chimal wöchrntjich iir Markt im Bazar und hier konzsntrirt sich dann fast die gaxze Geickyaitsbe- wegung, zu welcher 1:1“: aus Rußland eingefüßrten Und dann den _Dc- taZlisten in KdrnUiiiiidri gegebeusn Manufakturwaarcn Vsranlniwng

e rn.

g Die Hauvisiadi nwiaßte in ihrem Distrikt ungefäsyr 400 Téricr und Meiereieii, die ihr adminiitrativ bsigezäßlt wurdcn, nnd die aus ihrer Umgebung einm der béliek'trfiku Kantone Miticlaüens machcn. Dieser Distrikt ist uicht weniger ausgezeichmt durch den N:ichri)um der Vegetation als durch die Dikhtégkit dsr Bevölkerung; von den Mausrn der Skadi an bis mehr als 10 Wsrst im Innern des Lan- res hinein ist der Weg, iomeit man iskxcn kann, von wobl kuliivirten Felderu, von BarrmwoWPlantaacn, rrn Üppigen Obstgärten umgsbry, die alle von den kleinen Waffkrströrricn, die von dcn _B-Jrgön im "Süden drr Stadt hsradiommxu, Umgeken sind. _Das Biid, wclches dicse Landschaft dem Reisenden birisi, ist wnbrkart wuridervoil.

Marghelan uud Audidjari smd nac!) Khokarrd dir bedeutendsxxu Städte der Provinz; trotz ihres großen erérs b:?iHÖrr "e aber kein Dknkmai drr Vérganqerißsit; alle ihre ' _autcn smd modern. Jn Marghelan bietrt feincs dcrirlbrn *.chnd ein Juicrrise; der Paiast SrrlTUrr - Murad - Ickx, de_n _dre Bewohner als ein bcm-Zrkenswsrrhes Gkbäirde rüizmc'n, unierickxeidet fich wenig Von einem rrichcn Hauke Zn Taichkxni od.“: Samarkanr. Dic: Stadt ist den ciuxr Mauer umgébcn, bak abr: keiUe Citadelis.

Margßrian wird als der Handi Seidenmarki ron .thk3nd an- grsehen und briißr zahlreickW kavcleién und W:Lereirn; icin Bizarr war einer der bedeutendsten des Khanai.

Zn Andidjabn verdierren nur zwei Gokäuke erwäßni zu w::ren: eine Waffensakrik und der Pakait dcs Nasic Eddin-Kdan, beidc von einem Afghanru erkaui, der in Ixid'scrr 17:16 ancrrZ-Iuriach itudirt hatte.

Trotz des R2ichi§um§ ickncr Felder 12.11 SÖJrikÖQn dic krmmer- zieÜe Bedeutung vérloren, welche !"ie ;rirerr besaß. Man *cbreibi ihren Verfall der Erkammg vrn AffakE 311. weickch ron Rukr'i-xr- Khan in geringer Cniierurmg don di:“?cr Stadt ZSJTÜQTU w:;rde. Scharikhxn bxiißr keins lefasinngsmausr. _

Affake Liest malerisch, acht Wsrst "üdlic'i) :*rn ;?Öarrkhan, aizf drm Abban; eines Bages, in einem Thai, das ein kleiner JZUZ, Nebenflrrß des Sy-Darja, kcwäsierr. Asiakc ist ein Beiirxci der Willkür der KMU, weich: Städte: m: 71.71?) ißrrm _G4rdßnkcn schufen, ohne den örtlirhen Bsdingnrgm rder drn wirrkßxchairi'ckykn Bcdüriniffen Rechnuns zu iragen. S0 ist alid nsucrrinzs aucb ';“Uiake von KudoLar-Khau gegriindxr. Auf d-Ir HSZ): drs Brrxxs, aui e_iner Terrasse, erhebt sich das Palais des Khxn, dcissn Eartrn_fich_7 _uber den Abhang des Berges ausdehnt; uuicn grudviren iich dre „Hauser der Bewohner darum. Von einer drr Tcnaisended Palastes gcnicßt man cincr herr1ickcn LluIst.r't; das Auge umiaßt Hier ein__-Mchcr roa grünem Laub, das der fil'TLrne Lauf der Wasser des Zyt darch- durchicbneidct und welchc?! am Horizvnt die Lcßicn Hügrlreiberi des Tian-Schan begrenzen, desen Givisl sick) icrn nm klauen HLRPÜ «Weben. Die Gewässer 1111-36 Baches, der ungestüm im Thni-e_crn- berfließt, werden durch ein Waisérrad gehrbrn, nm die dkcren (Harten des Pa1aftes zu besprengen.

Das Klima von Affxke ist, wie man "'.gi, arrdgczcichnct,_11nd diesem UmstaUde hakte ez visUcicht die “Stadt zu verdanken, daß sie vom Khan zur Residenz gEWählt marks; Kudc'jarrrrkrachte hier dre Zeit der ngen Hitze und wandte 'ein2 ganzx Mlikßé an, in _den he- n1chbarren ergen zu jrgen. Ebenso wie 311er Han ifi Akiake crne offene Stadt; das einzige beacknenswsnhc Gebäude ist_der Paizsi, der im aiiatiichc-u SiyLe erßaut ist, aber europäische anitcr 11111 x'ar-

nzeiger.

' 5. UWUieUs LWUUZWUMOI, Fabriken uml 6, ?'chik-äsye 13531133an33252,

7 8. WWKN-YASÄZSU. ck lr: eier Zöyssu- 9 Küsgs. X

Baumeisters Mehrtens, Tiegelsiraßr 5, 11. bixrselbst

Die Submisfions-Bedinguugen nebst den Kosten- ZcichEnérangérT gcelxesri ÉTYTLFULFJUFVUMLÜUAYUYZTUk)???

ZOer Submissionsiermiu, bis zu welchem die Ouerten vorschriftSmäßig, portofrei und verfiegelt

„Ausführung aus Hoärbauteu, Güterschuppen

den 15. Mai 1876, Vormittags 11 Uhr- im obengenannten Bureau angeiest Worden.

Die Direction.

?. Das Regiment beabsichtigt den Bedarf vrd 1876 an grauer und blauer Futterlemwaud,_Sie1f- _und Waitirleinwand, Futter- und Unierhoien-Calltcot, Drillich zu Jacken und Hosen , Platt- und Kanten- scbuur, Hoscnborte, Knöpfen. fixbernenxrcffey, Kass". Sobl- und Brandioblieder, «tickeieiien i_mt SchkmÜgklu, Gummi- und Strefelstrrppcrrband, braunem Blankleder, Halsbrndcn, „ederharidkcbußeu, Sckyirmmüßen fur Unterofsrzrrrc, Kochgeschirren , iriegelu, Fangichnüre, Feldzerrvm und S im Sudmisfionßwegc zu vrrgekxn.

digen Scheiben besitzt. Für d-cn Handel ist Affair oHire Bcdeaixmg.

B B Jnsérate nehmen an: daß Central-Annopcey- Bureau der deutsckxen Zeitungen zii Bcrrrn, Mohrenstraßr Nr.45, die AnnonceU-Érrkdrtroncu dcs „Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haxseusieiu & Vogler, G. L. Taube & Co.,_ E. «(blaue, Büttner & Winter. 'Wie alle ubrigen größeren

Annoncen-Bureaus.

Proicn werden bis zum 13. Z; Mts._entJegcn genommen. Nicht beanrwvrtrie *„frcrken !i:1d___als abßclehni zu kctrackteu. _ __ 3381] Frankfurt a. M., ren 2. Mai 18-6. ]. Hesüsthes Husaren Regimcrrt Nr 13.

[3924] Bekanntmachung.

Tie Eckrnlökouomie im l)iefigcn_ Könizxsckyeg Gymnasium, dercn inernehmer rie tagliche Zyri- sung von anichlagßmäßig 50 Alumneri zu lrescrn hat, soll vom 1. Oktober 11. I. ab rm nge des Herabgebots weiter v:rdun;;en _wcrdeu, __ _

Zu diesem Behnke steht im Regrstraimzimmer

des Unierzeichueien _ Mittwoch. den 17. Mai, Na mritag_s_ 2 Uhr, Bietuugktermin an, in weichcm auxionsxabigc imd in der Speisewirthschaft erfabrrne Unterachmcr zu erscheinen eingeladen werden. _

Die Bedingungen für die Gebote *"md 1.1 dem ägei, Kasisnzimmrr des Herm Landiäyrrlk,rs_te_nv::rr*-.*:11-._rs Leipdld hier tägiicb während den Dirnirirundrrx r*n- zusehen, ach) gegen Erstattung der Sä):c:1*9cr.:1zrrrr abschriiiückz zu dezirbkn.

Schleusingen. ren 3. Mai 1876. _

Ter Königikckn Gnmuafiai-Trcckwr. "ko PZechék.

Woylaars, chärpen Offerien ncdst .