1876 / 114 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 15 May 1876 18:00:01 GMT) scan diff

den administrativen Wahlen, Maßgebend ici. MTM, die die Vdikssckwlcn biinckn Haden, soU Ohl]? Riicksicht auf das Ein- kommen das poliiisckze Waßlrecht zugestanden werden.

Türkei. Konstantinopel, 14. Mai. (W.T.B.) Die Regierung fielzi fick) veranlaßt, hier und durch ihre aUvaär- tigen Agenten erklären zu lasen, daß keinerlei Kundgebungen vor- gekommen smd, durch Welche die Ruhe gestört oder die Sicher- heit der Fremden gefährdet gewesen wäre. Es sei nur Tdat- “sache, daß von Seiten der Theologen der Sultan um Erseßung des Scheich ul Issam ersucht wmden wäre und daß diesem Ver- langen stattgegeben worden sei.

Bisher Haben keine weiteren Emermungen fiatigefmxdcn. Raschid Pasckza hat noch das Ministerium der Yliiswärtigcn Nn- gelegenheiteu; der neue Gouverneur von Bruffa (an Stelle des zam Kriegs-Minister ernannten Huffcin “Livni Pascha) ist noch uicht ernannt. Die kürzlich erlassene Verfügung, Wonach alle Journale der vorgängigen Censur unterliegen soÜen, ist wieder aufgehoben worden.

_ (W. T. B.) Nachrichten, welche der Regierung aus Salonichi zugegangen sind, bestätigen, daß dori 36 bei den lcßtcn Ereignissen kompromitiirte Personen, ohne daß die Ruhe dabei gestört worden wärs, verhaftet worden find. Weitere Verhaftungen seien in Ausficht genommen.

- Zn BUlgarien find der „Pol. Corr.“ zufolge eben- falls Unruhen aitsgebxochen. In den kikinen Städten Slatiha und Tatar Bazdrdjik sollen die Kaimakams verjagt und der Aufruhr in aller Form organifirt worden sein.

- 14. Mai. (W. T B.) Der „LevantHerald“ ist wegen ungehöriger Acnßerungen iiber den rusfischen Botschafter iusPendirt worden.

Rumänien. Bukarest, 13. Mai. (W. T. B.) Dcr Senat hat dym noch von dem Ministerium Catargiu vor- gelcgwn Anleibkgeseß, durch Welches die Regierung znr Aus- gabe von 16 Mil]. Schußbonds ermächtigt wird, seine Zu- stimmung ertheüt. Die Führer der jrßigen Opposition in der Depntirtenkammcr habcn erklärt, fie seien bereit, die weiteren Finanzvorlagen zn v02iren, dlzrie jedoch damit dem Mimisierium ihr Vertrauen andipreclhsn zu onsn.

_ 14. Mai. (W. T. B.) Der Senat hat dem Fürsten durch eine Ksmmisfion eine Adresse überreichen laffen, worin die ooiiße Ergebenheit gegen den Fürsten ausgesprochen und die Unterstüßung der Regierung in 011811 Stücksn, insbesondere in der Finanzfrage zugefickxrt wird.

Amerika. New-York, 13. Mai. gemeldet, daß die Meldung, General Dominigue sei an seinkn Wunden gcftdrbcn, fich nicht bestätige. Nack) Bcrickzien aus Pdktd-Rico haben die spanischen Nebördxn den

Aus Hayti wird

77“, . _l “:

Ka itän des britisckgen Schiffes „Octavia“, an Bord deffen m: rere Jniurgentcnführcr ihre Fincht aus San Domingo de- werkftelligt hatten und dsren Auslieferung von der Regierung diestr Republik verladgt worden war, auf freien Fuß geseyt,

Venezuela. Caracas, 27. März. Der Geburtstag Sr. Majestät des Deutschen Kaisers ist in diesem Jahre hier ganz allgemein gefeiert worden. Machte schon die Hauptßraße durch die Menge ausgehängtcr deutscher Fahnen faß den Ein- druck, als befände man sich in der Heimath, so bot die ganze Stadt einen festlichen Anblick, denn man sah auch manche an- dere Flaggen, besonders spanische, venezolanische und italienische. Die Lcib-Compagnie des Garde Regiments stellte fich als Ehren- wache vor dem Hause des deuisckzon Geschäftsträgers auf, und während des Diners, welche?- dieser dem diplomatischen und Konsular-Corps gab, spielte die Regimentsmufik draußen auf dem Plays. Der Präfident der Republik gratulirte dem Kaiser- lichen Vertreter in besonders verbindlicher Weise, und auch von Seiten der Venezolanisckyen Preffe geschah des deutschen Festtages gebührende Erwähnung.

Kunsk, Wiffensthast und Literatur.

In Augsburg starb am 12. Mai im 73. Lebensjahre 131“. A. J. Altenhoefer, ehemals Chef=Redaktcur der „Alig. Zcitnng“.

Gewerbe und Handel.

1)„-. TH.,KCrau-rex-Klstt, Fabrikbssißsr zu Nürnberg, wurde in den e lichen Freiherrnstand erhoben.

Kaiserslautern, 9. Mai. Die feierliche Grundsteinlegung des monumentalen Baues unsers Pfälzischen Gewerbcmuseums findet am Sonntag deu 21. Mai statt.

- Die L_ebensvcrs;cixerungs-Gcfcllfck)aft zu Leipzig bringt zu öffenilicixer Kcnniniß, daß nach ihren allgemeinen Verficberungs- beditigungcnxch RcisL zur Weltausstcliung nack) Philadelphia die Gültigkeit ilirer Versicherungen nicht berührt, so daf; es Weder x_Zrng-Wsndcr Anzeige neck) der Zahlung einer Extraprämie bedürfe. S. 11.

Wien, 13. Mai. (W. T. B;) Der Rechnungßabschlvß der Al_brscdtsbabn weist, der „Prejfe“ zufolge, pro 1875 ein De- fizit von “72,000 _F_l. auf Und hat die Verwaltung bei der Regierung um Aufnahme dj_eiss Defizits in die Siaatégarantie peiiiionirt. Der am 1. Juni c. saklige Coupon sol] mit 2 Fl, in Silber eingelöst Wkrden. Die Generalverfammlung wird in den leßken Tagen des Juni stattfinden.

_ Der aus den österreichischen Staaten dissseit: der Leitha ausge“ wiesene Yan_quier Aub vvn Frankfurt a. M hat zur Ordnung ie ner Geichäfte eincn LiufsÖab von 14 Tagm bis zum Ende dieses Monats erhalten.

_ - Dic „TiMTS' ist srmäckxtigi uriiintdcilen, das; die Herren Jruhiing und Greschen, als die Londoner Agmten der ägyptischen

Llnleihkn von 1862 und 1864, in Kairo aiif ixlcgraphisxbem Wege gegen das jüngst vcißffenilichte Dekret des „Khedwc, soweit dasselbe diefe Anleive'n betrifft, protestirt haben. - Usbrigens beurtbailen „Economist“, „Saturday Syectator“ und „Examiner' den ägyp- tijcven Finanzplan höchst uugunstig. Verkehrs-Anftalten.

Die Eisenbahn zwischen :Ducherow Fund Swine- münde ist heute für den allgemeinen Verkehr eröffnet worden.

New-York,13.Mai. (W. T. B.) Der Dampfer „Hol- land“ der National_ - Dampfschiffs - Compagnie (C. Mesfingsche Linie) ist hier einxetroffsn - Das Postdampf- sicbiff des Norddeutschen Lloyd „Rhein“, Kapt. H, C, Franke, Welches am “..-“;), T*:pril yon Brsmen und am 2. Mai von Southampton abgegangen tvar, ist heute 11 Uhr Vormittags wohl- behalten bier angekommßn. Q..

Aus dem Wolffschen Telegraphcn-Bureau.

Berlin, 15. Mai. Das Panzergeschwader, bestehend aus den Panzerfregatten „Kaiser“ (Kapitän zur See Frhr. v. d. Golß), „Deutschland“ (Kapitän zur See Maclean), „Kronprinz“ (Kapi1än zur See Livonius) und „Friedrich Karl“ (Kapitän zur See Preziwifinski) und dem Aviso „Pom- merania“ (Kapitän-Lieutenant Georgi), welches in der Formation begriffen isi, wird, nachdem Contre-Admiral Baisch den Oberbefehl übernommen hat, im Laufe der nächiten Woche nach Salonichi abgehen. Das Kanonenboot „Ko- met“ (Kapitän-Lieutenant v. Pawelsz)- welches geftern in Dienst gestellt worden ist, geht in dieser Woche ebenfnUs dahin ab. Die Korvette ,Medusa“ wird in diesen Tagen dort Erwartct. Das Kanonenboot „Nautilus“ (Korvettenkapitän ValoiS), Welckch auf dem Wege von Malta nach Port-Said ist, wird von dort nac!) Konstantinopel dirigirt wcrden.

Ems, Montag, 15. Mai. Der König und die Königin von Belgien trafen mittelst Cxtrazuges heute Vormittag 93/4 Uhr zum Besuch des Kaisers Von Rußland hier ein.

Konstantinopel, Montaz), 15. Mai. Der Regieruug ist von den Spezialkommiffarien aus Salonichi heute folgende- weitere Meldung zugegangen: Seit der [chien telegraphischen Mittheilung find achtzehn weitere Verhaftungen vorgenommen worden und werde noch andere folgen. Die Aburtheilung der der Theilnahme an der Ermordung der Konsuln Verdächtigen hat begonnen. Die Strafen werden ohne Verzug und mit voller Strenge voilftreckt werden.

Kopenhagen, Montag, 15. Mai. Die Eröffnung des Reichstages findet heute ohne besondere Formalität statt. Der König und die Königin von Griechenland smd heute, Vor- mittags Zi Uhr, eingetroffen.

Berlin, den 15. Mai 1876.

Am Sdnnadcnd Vormittag um 11 Uhr hat die feierliche Erdffmxng der AuÖstcllung wissensclzaftlicher Appa- rate in London durch Ihre Mäjkßäk die Königin von Grdßdrirannien in Begleitung Ihrer Majestät dcr Karseriii-Königin mit glänzendem Gefolge stattgcfunden. IHF? Majestät_die_Kaiserin=Königin d(ückw dkm dxutsch€n Kom- mn1ar Liiicrhdchsnhre Befriedigung über die deUtsck): Betheili- gimg axis.

Deutscher Bazar. DZ? Kiiii'aicrix:;:i_dkr unior dcm Proickioraie JN?! KaiseriiÖ-kn un) KOMJUÉJM H01Mt der Man Kronprinzysfin des Dmxtschcn Rejcbcs

und von PkEUßM bsgründcren „aiigoixisixicn dkuischen Pm- iionsanstalr_für Lebrcrinnen Und Er:,iehsrinnen bai in 1eincr itaxuxmävigen derczfißang am 7. d. M. bsikdlosskw, zun: BSÜCN DSI HiilZSiOUds der Anstalt im Mondi ?iovexn- bst d. I, &th dewricbcn Bazar, r-rbunden mii ein-r B*r- lcOiUrxz, gixi-Özziiig in Biriin imd “sn eiiier Anzahl zindcrer aiif VO!- iöxkx-z dr sziiké'vsriraiknnxsaux"cizüffc zu bestimmemdxn ZTÜ'TE TMiscblanrs zn [*:raiisiaixcn, nnd [)'-11 den Bcr- bereitungen diciss lintcxmkxii232s (inc KLTLLMZMLU keatxixmzt, weich? tire Thätigkeit [mdr ').?er rss Tircfrdrs ch Csnrral- verw.11:'un15.1U§ick11sics *))iiniiisrialdirckrvrs (Hreiii, Unker den Lindén 4, bégrnrcn [Nik. Das Kuratorium [*k'nßk dies uuicc Vor- kehaii näiyrcr ')]iiithsixungsn zur ÖFkntiiMn Kenntnis:, um in dxn wkixeitsn chiiin Imsrxsie fiir dcn günstégen Erfolg dss Bazxrs zu errrciksii, Und bxixkt rie chbrt-xn Zsitnnzsxxkaktidnen um gefällige uu- eutz-zxiliibs Lixiinabms (“isser BcfannxmacLJUti-g. * Berlin, 15. Mai 1876. R. F a 1 f,

_ „_ G n e i ii, Ösi'iöikkik

siellvéxtretsndsc Vcrüyrnder d:; Kuratoriumxi.

Nm Zcmxéaxz Vcrxtiitrax fand '.:icrieli'st dic Einiüioriznx, des ncuenPrnU-teÖ und Piarroré an Si. Petri, ch kiéiier an rer Universiiäi zu Bonn bnbilitértxn Pccieffvks Frcjbcxru Dr, V. d. ©0113, Unit. Dic Kixidk, zu dcren untersm Theile nur ki? ke- scnders (_Zikiudcncn iniritr batten, War bis auf den icizien PLUS JL- füiii; Jank" nnd Blumxxgcwindc Éniückren die hkixen "St."..ßerix ler, ck19?in u:"a'.“ in KMU duiiiaen B11'17176nbain unigewankelt. Zn d'r Miike erlösn Y_Mkißtk dcr Tauiiicin ais riesigks Blumenchqmt, :u beidén CL!Tch_'.'!_ kx'xkl'xn WFM 1ich die Sitzi fürdic Dcputationen reréixißixcben u:? 'TLTZ!"ÖZK_V€[§SXÖ€U bin. Es wohnten der Feier außer ciüék z.xi*Lr-:ich_-:n szx-txiÉkx'i [*xi: dcr Kniius-Minisicr Dr_Falk, dx'; Uniér- Sx;§:§'.xf:mr 127; Z::“cxv, dcr Ministerial-Dirckior Förster, der PTM? xm ds?- (.kaxclé'één Obst - Kirchenratkys Dr, Herr- ""“-77)“- Ixr K:x'";*:c=.'7;i - Tréiixcnr Dr. Hegel. Die städtischen Vzkxxén V:;(éxi ::;rxx'sxsq TITÖ den Obcr = Bürgkrmeisier karz-R. :_::=k.:chrck ,.;ITTÖTÉ? xx:xx séxe T&Uiaxion der Siadlvyr- c::xxsynzéxkxxémludz Uni?: Vs:.xutx47: 595 V::iiekxsxz Ox. StrR";- 111,1!!(7: M1: *.*-x:; (;ck:ixxx-s :::? SF:!FYZ'FIM Xéxé-xxéxkx: „quckxxci Tex: .O-Jkkn ;ÉH;__'_IZ:'i:§“ u.“,d rem ich:";TZ: ,.fx-ér': F-Ziiii'ékrk'iéydé: Zu uns nréri: Fk5“1"€_'? _7: : in-r: mal:." T7r *.*-::! T3217 "Y?“I'ZZ? Wxiriié: abgeir-xierisx'. Iiiurzte kiinie ker (I::i-rrai»ZW-zrénz-nI-ZI? (,n-. FÜR?“-

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ci'aclxiuriz deH Vynixsrurckzgzngs im Tczémbe'r i874 zu ißrex Zxaxioti ' KITZUSWT !!?-IrzuiÜSrsxi, w:?e («:ck 2552 Rzihe ;

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„(Sin IMMS qrrÖL-s Stück des Kessels war

Wenig __dekanntcr_ Länder und Meere in geographischer nnd mtuqujcniciéaftliibsr Beziehung zu durchforskkkn. Dcr Comman- chr dcr .Galelc“, Frhr. _v. Stiiciniß, das Offizier-Corps derselben und die (Heiehrten,_ Miche die Expsdiiicn bcgleitetm, hatten der Ein- ladur'g zu 91715111 1712: Zu _vérausialienden Gastmahle freundlich ent- sprochen. Eine grdßc 3251 von Mitgliedern der geographisckzen Ge- sellschaft und von ewgeiadencn Gästen, unter welchen sicb der Preußische Gesandie 7.5; Wentzel und die Hörrcn Obkrstv. Böhm und Oberfi-Lieuieuant v; RLsfOkss bkfandcn,_i_varcn um w'_ Uhr versammelt, um die aus Kiel cmgetroffcizen Ehrengajie zu bsgxüßsn, und zu der festlich geschmückten Taiel zu x_ubren. Der Spuaidr Or. Kirchenpauer, Präsident der geogra- p1311chen _Gsiellschaff, cröffmie die Reihe der Trinksprüche mit dem mit Bcgsrßxrung auigexiommexianoÖ auf dM D eutsci) e n Ka iscr,dem w'.r zu icme-n andcren glorrxichen Thaten die Stiftung der deutschen _Lx'iiartnc: vcrdankcn. Dcr VuZL-Pcäsidc'ni, Schulrat!) Harmß schildexte m gedrangixx Uebxrstcßt dis Fahxten und Unkernchmunsen der .GazcÜe“, welch? fie_ i_n dix kon Cock zuerst besuchten Merke geführt, und bxachic niit srcudi *:".k Ancxkcnnung ihrer Verdienste das Wohl ihres F1chrcr6_und der Offizizrx aus, Welches Frhr. von Schleiniß mit einem Hoch ans Hamburg crwxdecis, in_dezn er besonders betonte, wie die „Gazeile“ a11c1)__an den ikrndisn Küsten, die fie besuchi, die Zeugnisse von_ Hamburgtyddem Unier*nchmurr;;5geift und Hambuxgiscber Tkat- kxafr gcfundxn habe. .Der Viirgerincistek 1)r. Petersen trank mit einer Yrtnnerung (_m den__2[r.th2il, km Hamburg in alien Zéiten an dem “_ZÖUTZS deuixckoxr Kmtsn genommen, auf die deutsche Marine und ibren JSJLUWKLUJLU CHF, den Staats-Ministér von Stosch, und Hr. Yddlpk) Godenrov aus das Heer und seine Führer. Eine gehobene ZUMMUUJ be:r1chte kis zum Schlusse an der Tafel.

__ Jus Köln, 13. Mai, meldet die „Köln. Ztg.“: Eine schreckliche Kaiaitroylyc verxcizie heute die Gemüther dcr bicsigeu Einwvbuer in große Aufregung__ Gigen ck11 Uhr Vormittags yer-ahmen die Be- wvhnex de§ (_Cuxmxcriüilosisrs und der umliegenden Straßen bis nach dem _Eigxlitem l,".n, idgar vor dem CigklstLikék Thore auf dem Felde O_eiÉ-aitréte Leute, emsn fürchterlichen donnerähnlichen Schlag, der OLL_HÜU kr dcr Kralxnkngaffc, unisex Kahicnhausen uad am Cuniberts- kionkr e_rbeben machte. Im selben Augenblicke flogen große undkleine (Lisenlhkilk, ganze qu _zerknittette Balken, Bretter, Zinkfaffungen, 4,a_chpsannyn_ uud _Stxme, [eßtcre in groß?: Menge, durch die TU_kt und „neiLi _m die nahe der CwÜeriZkirche liegendcn Gurt“; und «xmxzen, au? die Däckxr und durch Ne Fenster m_ dxe Wohnungcu ni€d€r. Dic BewobUék dec beiroffsnsn Hauser_ [lési'n_VLÜ Llizgsi und Schrecken zuiammcn odcr stürz- isn hinaus in_s FWW, in dem Glauben, eiu mächtiges _Erdiebeu babe dre Stadt heimgesucht und die nächiie Minuie werde ihnen den Umetgang bringen. Nack) einigenSckUnden, ais der Stein- und Baikenxcgen zit_(Tczde war, Waudte man sich dcm Orte zu, von wo das_ enmcymhe Ekknglfz ausgsgangcn. Es war das am Cuniberts- kldxtcx 5 _und 7, zwri )en den dichtdvölkccien obenqeuauuien Straßen und m nachster Nai)? dx§ Maricnbospiialß g-xlcg-Zne Eta'dliffemeni von Ferd. Mayer, „Fabrik filr mechanischc WLVcrci von Lasting, Serge de Bkrrx)_11n_d Schu1)-Ciaft:qncs“. Hicr bot 1159 nun dem Auge ein un- bcschxeibltcher schauderhkäter Lindiick dar. Das Maschinenkyau3 der Igbrik [gg 11: Folge xmcr Kissxlxxplosiou vvlisiändig in Trümmern. ;.:ng menten dcr _dayyldst be )üfNZt gewcjer-en Arbeiter unter denielben ussrabcii. Dkk! unter 'ableni)nuscn liegende kleine Häuschen

_ _ _ , , wxrén durch die ('*Zewalt dcr Explosion cbenfxilä eiy e tür t An de

1 ,' k ! 1 v . y- * ' * " “"' ' ' * . ' * M ' ' * . ln Dil.. ke- ,xiiirovi Or. TK.:icn, KcnßttorxgiR-ér“: 'Les-:( ::nx ::.x ; *;L'iU'RboWiial batte D!? sÜkÖTSXliÖS K.:tixftrcphes sinclone Fenster TSU rx-Uén “Y"“;rx": - '

ZHUUZgériisxn.

Ven ZWLi Kc-ffeln War der eine d:: Länge nach durch

* 7:13 zz4k'rik Q€7chikllTSLT MMU, wäßrend déc andere “u: mehrere Theile

:ZUMMÉM Wkg dmc!) da! Dachwsri in die .“5 e enommen at (_xe wa-Éttgér Mei! dcffxlkén, dessen Sckxwxsßmsan auf WHEEL“. «Wie, war dei 151,1 Fixx“; weii Über ein cth 35 Fuß hohes Haus dc.- K_raiznengaixs mxt_sc!cher Wacht gsgen das gegxnübnlieaende Haus x_ewyrfen woxdci), da?; er einm Tbeii dsr Vordermann mit einem „»:nyter WSJFCUUU 5,1172. Dieser K*xfféltbxil lag in derKrabnengasse. _ uo weiter etw 300 Fax. durxb x:: Lait cefschn, hatte in seinem Fécüe an der hin“- texen (Texte ;tncé nßucn _,Haufes unter Kabienhausen das Dach zer- LUUUULÜ urid wax kis aas dix zweite Etage ksé Gebäudes durchgeschlagen. Ö“ gaxizc YUTZMUÜ [.ig voilrr Baiken, ZYÜLZTU Holzthcile, Steine xc. ck urch di; (Higém-Fung des noch weiter abliegenden Schlachthofcs waren Ventiie, ]ov_stxg( Er"enth€xle,Sieine uud Holztrümmerniedeixefallen. Fast aÜeHamér rn ke'r N1chbarschxift ker Unglücksstellebatien mehr oder Weniger «1?DJchS!11,MUUL!WékkUnd Fenstern g-littzn. Das ganze Bild der Zer- swrnng ZMD. Vsrrxüsnzng läßt fich unmöglich beschreiben. Sofort nach der ungluälkcben Katastrophe wurde die Fsuerwehr auf telegrapl)ix"chem WKS“ MCB d€7x1_Orts kcs Scbrccker-s bestbisden. Drei Minuken xpaker brauste kieécil'e heran. Auch aus dcn Kasernen trafen bald

Manujchaftenzur Hüifelsistung ein. Nun wurden die zu dec Fabrik und den e_mgefallenen Häui-rn führenden Straßsn abgesperrt und dann mit Aufbiciung aller Kraft die Trümmer wxggeräumt, um zu den unter denselbeti Begrabenen zu gclangen und ihnen, Wenn möglich, Rettung zu bringen. Gegen 41 Uhr hatte msn, so viel wir erfahren konnten, 17 Personcn unter den eingesiürztcn Gebäude:: hervorgezogen. Vo" diesen waren [.idc-r fünf todt und sieben schwer 1)?le t. Die Verstüznxuelungcn cinzclner Leichen soßen gräßlich sein. Die 3 ?ern- deim uberng die Polizei dem Marienhospital, einzelm auch dem Burgerhdypital in Pflege. _Ob durch die durch die Luft gcschleuderten Keffeltheile, Balken, Steine xc. aucb erhebliche Ve-letzungeu vorge- komnien, _konnte_ man nicht xxfabren. (Fs fcbeint jedoch, das; größere Unglucksfaae außer den _durck) den Eixsturz bsrbeigeführtkn nicht zu beklagen_ find. Von den m der Fabrik beschäftigt geivesMTu Axbéityrn und Madchen wurdcii gege_n_1 Uhr noch mehrere vermißt. Ucbkr di-x Entstehung des Unglucks ließ fich bis jetzt noch nichts feststeiien.

Ja der Londoner „PKU-Mall-Gaetie“ vom 10. . d

sjch f(ZlgcYekNotiz: __ _ck 3 d M fin e

5 i ein;!zwxzß m_nva r einlich, daß im Lau e der “im Jahre die Chrxemn in Masse dem Arbeitsmxirkie uches Landes znstromen werden_, wie fie es bereits in Kalifornien geißan haben._ Agel) kanti _kcm Zweifel darüber bestehen, das; fie als Diktist- boten 111 Viel?! br_tttschen Hagöhalten warme Aufnahme finden noer- deu, wxlche_fa1i bis 3111,“ Zerruiiung g-brachi find durch die Unlust Utiredlrchkeit uyd Traghclt von Köchen, Haußmädchm und sonstigen, Dtenstbotezi, die fich_ ebsnfalls freuen weiden über die ihnen gebotene Gelcgcnhxix, diefen_ interessanten Fremden Vsrrichtungen zu überlassen, dercn Ausfuhrung ihnen selbstebenso widerwärtig wis erniLdrigend ist.

Theater.

Im Königlichen Opernhause trat am Sonnabxnd :nm ersten Maie Frl. Zucchi. vom Theater della Scala in Mailänd, als Gast in dem Ballet: „Das schlecht bewachte Mädchen“ auf. Das sz'ylikum verbtcxt fich gegenüber dieser ihm neuen Erfchcinung, die an 11ch nchtg Y_lMdendB bat, zuerst kühl abwarten?) und ruhig; dann dier stxtgeric 1171) de_r Beifall von Scene zu Scsny, und würde deni (HML mn _mehrmaitgc-r Hervorruf zu Theil. Dieser Beifall muß _e'«1_r_berechttgtcr_ genannt Werden in doppelter Beziehung; Fri. anchi txt geuxandt 111 déi" mimischen Darstellung und gab alle die kleinen Schwankedtessy Pactiq mit anmuthigér Kokcttcrie; dann (iber bxmzx sie _eme cmmente Virtuosität in allem Technischen ihrer ckK_nnst, groxzeKrast und wa-nzdtheit; namentlich ist fisbcdeuicnd durch SchneUleClt urid rurßy dre Piroustfen und Pas auf der FußiPiHe, - nur x_ehitr.“ ed“ da1'*ct_nnd nuxmntiick) in der Haltung der Arme, oft an G3a31y._ TL'.“ nnJck!i:_Pariie, im Szrdagapal, wird zcigrn, ob Frl. _Zuccbt auch fur rixie Art ferieuisn Tanzes und groß-r Mimik sich eignet. - De_m _BaÜet voran ging das alta Lustspiel „Der Weg dmchs Fenster.“, m_ den die beidxn neucn Mitgli-xder des Schauspiels, Frl. Abici) ai,“; Umge _Bawnxn und Frl. Hrabowska als Lise Pomme_auftraten und beide durch die Natürlichkeit ihres Spiels wie durch O_ik Akimnil) ihres Wesens, Welche bei Frl. Avic!) mit viel Jnnigkeii, 58; Fl. Hrabowsw mit reizender Dcolexie gepaart War schr gefislen. ,

_- Um Hrn. August Neumann Gclkger. eii :: bieten 1 Berliner Publikum auch in m_auchen stine? alzien Gluiizrxlclkßndezni: zeigen, Wird ntorgenz_D10111tga, im Wailncrtlwater die [»(kanute Pyhlsche (Hysangépdme ;Lucmcß vom Thkaier“ zur Aufführung g:- lanschz. Dcr Rxnttsr Huxjkixkcp'," des Hrn. Neumann ist mix seiner drainjcksn Komik noch_g2_:iUgs_am in AUTO Erinnerung, und einen be- sonderexn Reiz durfie_die erxicllung noch dadurch erhalten, das; Frl. Crnesimc Wegner _dic voii Frl. Stauber kreirte RoÜc dsr Hermine FZYWWÉWFM YU). Zig übrigen Hauptroüen find mit den Damen

cr, „ar en, Org, :idxw, un d s " Blencke, Dsnzau _________ d en Herren Engel , Mcißnec

- Neben dem Einmaligcn Gastspiel des Hrn. Otto S indler ais Hans Slyx wixd im WolterSdorff-Theater in dx? Auf- YWLALWLJF _:_.Orpixcus iizb der _llnéerwelÉ auch das Debut der - „_ r i_ -_ „11198, von 1 rem eren «gagement am cLriekri - Wilhelmstadttscbxn Tick.“atc.'r hkcr bekannt, als Eurydice, stati'fiuden.ch

Redaeikur: F. Prebm. Verlag der Expedition (Kesici). Druck: W. ElSUer- Vier Beilagen (einickvliesslicb Vöri'en-Beilaae), (49V) außerdem ein Fahrplan der Rheinischen Eisenbahn.

Berlin:

Erste Beiiage

zum Deutschen RkikhZ-Anzkißik mxd Königlich Preußischn Siaais-Anzeiger.

WichtiM

Preußen. Berlin, 15. Mai. Im weiteren Ver- laufe der Sivung des Hauses der Abgeordneten am 13. 1). MW., bei der Spezialberathung über den Geseßent- wurf über die Geschäftssprache der Beamten, Be- hörden und politischen Körperschaften des Skaats nahm der Minister des Innern Graf zu Eulenburg das

Wort:

Der Gesetzentwurf ist in der Kommisfion auf das grünlicbsie b_eraiben, und haben die Berathunaen in dem Kommissionßberichie eme außerordentlich klare Daxsiellung gefunden. Nicht blos in der “Form, sondern aucli in der Sache selbst sind Vorschläge gemackot, mit denen die Regierung im Großen und Ganzen sich ein- vxrstanden erklären kann. Es werden also die Verthei- digex des Kommisfionßberichts zugleich als Veribeidiger dEr Regierungsanficbt angeskhen werden können.

Wenn ich jetzt das Woxt ergreife, fo ist es nur, damit die Re- gierung bei der Generaldcbaiie über das Grieß nicbt stumm er- schciue, und wenn ich mit wcniscn Worten den Standpunkt der Regieruns bezeichnen will, so kann ich das am bsstkn thxm,_ indem ich zu den Aus- drücken des Berichts meine Zuflucht nehme. Sprachverschiedenheiten haben im preußischen Staat ja seit 50 Jahren und länaer bestanden, aber fi_e find in der letzten Zeit an Umfang größer geworden; danebsn find die Institutionen des preußischen Staates, um nicht zu sa en 'komplizirter, aber wenigstens lebendiger geworden. Es ist nament ich die Mündlichkeit und Schnelligkeit des Austausches der Gedanken im “öff.“ntlichen Verfahren ein aus esprochenes Bedürfnis; ;ewordeu, und die Gesetzgebung hai sick) bemü t diesem Bedürfnisse nachzukommen. Daß bei dieser Lage der Dinge Sprachvericbiedenbeiten zu Reibungen und Schwierigkeiten führen, liegt auf der Hand und bat fich von Jahr zu Jahr mehr gezeigt. Es ist nicht blos ein' natürlicher Ge- danke, sondern ein in der öffentlichen Meinung zum _Auédrncke kdmmmdcs Bedürfniß, daß es sich empfehle, eine StaatßWrache 311 fixiren. Ich betone diesen Ausdruck, weil er richtig den Gegensaß zur Volkssprache ausdrückt, auf Welche der Hr. Abgeordnete aus der

robin? Posen so großen Werth gelegt hat, und die er mit so großer

mpha e für gefährdet erklärt. Es handelt sich um die Sprache, Welchkm, wie der Bericht sagt, bei dem Zusammentreffen mehrerer Volkssprachen für die Wahrnehmung gemeinsamer Angelegenheiten die entscheidende Geltung zuerkannt Werden soll. Eine solche Staaissprackch muß eingeführt Werden, und da es nur die deutsche 1ein kann, geht doch erstens daraus her- vor, da wir m dsr überwiegenden Majoriiäk deutsch find; dann aber x_wcix aus Linkin andereii Géfick7t8punkie, der, in dem Bericht nur bei- Jäufig erwähnt, Meiner Ansicht nach eine große Bedeutung hat. Es isi da gn einer SteUe gesagt, wo von dcn polaischen Juxistkn die Rede; ijf, sie dächien Wesentlich deutsch und wüßten |ck deutsxh aus- zudrucken. Das ist ziemlieh natiirlich, denn die Ueberseizung 1charfer Begrifföbezeichnungen ist stets schwierig und in unentwickelteu Sprachen un- 1ich;_ wcnn wir-alw derwickeltc Institutionen mit scharfen Be- gri sbezeichnungen zum Gens erheben, dann muß die Sprache dem folgen und muß diesen Institutionen und ihren einzelnen Phasen einen_Ausdruck geben, der sicb bei Weiiem leichter und mit mehr Präzision deutsch auSdrüeken läßt als in it d ,ein-; ,der S reichen. die bei-"katoÜ gesprocheu'Werden. Ziemlicbg-Jbe lié'gi ,das zitiren könnte-man es Wohl: warum hält die Naturwi enscbaft we- sentlich an ck lateinischen TerminolOgie und die tömi ch-katholische Kirche an "dé! 1Me€ni1chen Sprache fest? Nach dieser Richtung hin ist es für den gesammten Gxscbäftsverkebr eine Wesontliche Wohltbat, wenn angeordnet wird, da[; er in einerSprache geführt werde, die den Bedürfnissen desselben den besten Auödruck giebt. Wenn Sie das _zugeben, meine Herren, dann, glaube ich, ist das Bedürfnis; für Festseßuug einer Staatssprache als erwiesen an- zusehen. Was bleibt dann übrig als Oppositionsgrund gegen den Gßfeßentwurf? Blos die Furcht der Bewohner der Provinz Poser), daß man damit zu gleicherZeit ihre volksfprachlicheEigenthümlichkeit "verlesen wolie. Die Abficht des Gesetzes ist dies nicht, kann es nicht sein und wird es auch, glaube ich, im Erfolxie nicht sein.

Die Verträge von 1815, die zitirt werden, bespreche ich nicbt nochmal!. Ich betone nur, das; wie ja wiederholt hervorgehoben und auch wohl 11th bestritten wvrden ist, den damals kontrahirsuden Staaten aUSDrücklich überlassen Wurde, den einzelnen Theilen des pol- nischen Reiches so viel nationale Selbständigkeit oder so viel natio-

- “nale Institute zu !assen, als die kontrabirenden Staaten in ihrem

eigenen Interesse für nötbig halten würden, und damit, glaube ich, ist diese ganze politische Frage entschieden._ _

Wenn das aber drr Fall ist, dann weiß ich nicbt, wie die Herxen darauf kommen, aus der Einführung der deutschen StaatsspraÖe eme Gefahr für sie erkennen zu wollen. Ich habe mit großer Freude aus dem Bericht ersehen, und heute zu meiner Ueberraschung wiederholen ' ören -- es war m1r eigentlich neu -, daß Sie wirklich Lagen: wir

ekennen, Bürger eines keuischen Staats zu *in. Das aben Sie bisher in dieser Präzision nicht gesagt. Niemais habe ick) etwas An- deres von Ihnen verlangt. Oft ist hier in der hohen Versammlung das Wort von mir zitirl worden, ick) verlangte, daß Sie deutsch wüden. Das babe ich nie gesagt, oder ich habe M1ch sebr falsch aUSgedrückt. Ws: damals mit gutem Wilien verstehen wollte, was ich sagen wollte, muß es verstanden haben. Ich habe nicht esagt, die Polen müssen deutsch werden, sondern fie sollen das Bequtsem bekomrcht, Bürger eines deutschen Staatrs zu sein. Wenn Sie dieses Bewunnein haben, Wenn Sie das zugestehen und mir zugeben, daß der erste Theil meiner Aztöeipanderseßung ricbti ist, daß es für den preußischen Staat Be- dzxrfniß s_ei, eine StaatSHpracbe zu haben, daß Sie uns nicht zumuthen “konnen, eme andere Staatssprache als die deutsche zur Staatsspxache zu machen, dann zeigen Sie, daß Sie gute Bürger des deutjchen Staates find,_iz1dem Sie deutsck) lernen und Ihre Sache vor Gericht deutsch_ve:tl)etdigen und an öffentlichen Angelegenheiten fich deutsch bctheiligen. _D98 ist die ganze Forderung, die die Regierung stellt.

Nach einigen Bemerkungen des Abg. Hansen und des Rcfcrentxn Abg. Bxisert wurde §. 1 nach den Anträgen Hansen und Aegidi geziehu-ngt, so daß derselbe jeßt lautet:

§. 1. „Dtedeutsche Sprache ist die ausschlie liche Geschäfts- svrache aÜer_ Bebo_rde_n, Beamten und politischen öperschaften des Staats. Em schriftlicher Verkehr mit denselben ist nur in der deut- schen Sprache gestattet.“ §. 123. „In dringlichen Fällen können schriftliche von Privatpersonen aukgxbende Eingaben, welche in einer anderen _Sprache ab efaßt sind, berucksichtigt Werden. Im Falle der Nichtberuckstchttgung yd sie xnit de_m Anbeimfteüeu zurückzugeben, sie in deutscher Sprache wieder emzuxetchen.“

§. 2 lautet in der Kommüfionswrlage:

Für die Dauer von höchstens wanzig _chhren von dem Inkraft- treten MFS Geseßes ab, _kanu_ im SFTRöm licher V-Jrordnung für einzelne reise oder Kretstbeile der _onar ie _der Gebrauch einer fremden Sprache neben der_ deut eben _fur die mundlichen Verhand- lungen und die protokollartfckxeu ufzeichnungen der Schulvorstände, sowie der Gemeinde- und KreiSvertxetungen, der Gemeindeversamm- lungen und Vertretungen der sonstigen Kommunalverbände und für schriftliche Eingaben an die Behörden gestattet werd_en.

Während des glei eu Zeitraums kann durcb Vexfugung der Veéirks- regierung den der den schen Sprache _nicht mä_ tigen Beamten and- "?er Gemeinden gestattet werden, ihre (Will er; Berichte und Er- klarungen in der ihnen geläufigen Sprache einzureichen.

eispiek und "-

Berlin, Montag, den 14). Mai

Hierzu beantragte: _ 1) Der Abg. Wachler (Schiveidmh): im Absah 1 die Worte:

„und für schriftliche Eingaben an die Behörden“ zU-fireichen.

2) Der Adg.Hansen: 3. in den Sch1Ußzeilen des erstenAbsaHes die Worte: „umd fiir schriftliche Eingaben an die Brhdrden“ zu streichen und dagegen 5. in dem zweiten Absatz zwischen „Be- amien ländlicher Gemeinden“, und „gestattet werden“ einzu- schalten: „durch Verfügung der vorgeseyten Gerichtsbehörde, be- ziehungsweise des Vormundschaftherichts den der deutsckzen Sprache nicht mächtigen Gericht?:vögten und Vormiindern.“ Nach einer kurzen Debatte zwischen den Abgg. v. Czarlinski (Neustadt), Dr. Franz und Löwenstein empfahl der Regierungskommiffar, Geheimer Iußiz - Rath Oehlichläger die Anträge Hansen und Wachler zur Annahme, wenngleich eine redaktionelie AMderung derselben wünsche119werth' sei, indem anstatt der Worte: „der vorgeseßten Gerich*sbehörde“ besser „das Appellationsgericht“ gesagt werde. Die Fassung der Kommission dagegen sei unklar, da nicht festßehe, ob die eingeräumte Befug- niß lokal a:: den betreffenden Kreis oder an seine Bewohner geknüpft sein soll. Der Abg. Hansen erklärte sich mit der Redaktionsänderung seines Antrages, welche der Regierungs- kommissar gewünscht hat, einverstanden.

Nachdem noch der Referent Abg. Beisert die Kom- misfionsbeschlüffe befürworiet, wurde der Paragraph mit dem modifizirien Amendement Hansen angenommen.

Darauf vertagte ßch das Haus.

Die Erwiderung des Ministers für dis landivirthschaftlichen Angelegenheiten 1)r. Friedenthal auf die Ausfiihrnngen des Abg. Dr. Lasker in der Siyung des Abgeordnetenhauses am 12. d. M, hatte folgenden Wortlaut: _

Meine Herxeii! Ich werde auf den emen meHr persönlichen Theil dir Ausführungm des gekbrten Herrn Vorredners nur mit einigen Worten antworten. Ob meine Vetihxik-ZQZWZ gcgkn jmcn An- gxiff heftig war, ob sie mehr das p-x-1iön_lichc Clement vorkslxtc 916 den Angriff, das mag dem hohsn Hume zu Osuxtiéeilcn Überiaßen bleiben, ebenso das Uribeil darüber, ob_ jencr persönlicbe__2lngriff_ bei dieser Gc!eg:nlckeir überhaupt in irgend cixi-r Ways Uioiivirt War. Ick Werde mich auch nicht einlasscxz auf die irc_tl)üm- liche Auslegung meiner Ausführung, bchtrchffcnd die Aeußerung des Herm Minister - Präfidxnien, näher einzugeben, ich habe das Gefühl, das von Eifcxjacht dakei keine Rede war; ich glaube aueb, ME ist klar aus meinen Llusfübrungkn i)?i“vorgcgangcn; ich habe den Eindruck, als ob das hohe Haus dersslbé'a Meinzxpg hierüber sei, und daß es sich daraals tmr ?arum vaxikclte, dic äszer- liche Veiknüpiung eiae gelcgeniliä; in Pxiniiretsen qbgcgebencn Aeußerung mit dem Geiss und den geseßgeberi1chen Motiven in _der ftaitgehabten Art zurückzUWeis-sn, weil der_a_riige Verknüpfungen nichi geeignet sein können, sachlich Gescße zu kritifiren. _

Was diese Kritik betrifff, i_o Wkit ste 'ackyliÖer Natur Wax, 10 versteht sich ganz von selbst, daß ich gegen derer. Berechtigung nichts einzuwenden babe. Sind doch AuSeinanderiißyngßn des Herrn Vor- ;eduex,s«„ auch im Falle mangxlnder U91. *cemsttmmung, so be- lehrend, daß, daraus ein förderlichcs Resultat entsteht. _Das, wogegen ich mich en1ichieden zurückweisen!) Wek-deie, war nur die Art und Weise; ich Habe damals das Nötbige géiagt, so das; heute daraui zurückzukommen keine Veranlasung rorlie t. . __

In der Sache behauptet der Herr Loxredner, das Geseß hatte nicht den Charakter eiue“: Reformgeseßes, sondern ililk den Schein eines solchen. Ich bin da duni) genöthigt, Wenn auch 1n_Kü**ze, dig- jenigen Hauptpunkte vorzuführen, in denen die begkfichtiste _Emanzi- pation des Ansiedelungswescns von früheren_Beschrankungcn !iegi, um aufzuklären, in wicweit dis heutigen Ansuhrungin des Herrn BZN redners gerechtferiigt find, oder vielmehr das günstige Urihetl zukiixxt, das er früher über die Vorlage fälitc, Früher bestand in den 6 ö1t- lichen Provinxcn crstcns folgende Vorschrift: _ _

.DerAusbändigung des Baukonsenscs und der Bertchitgung de_s Besißtiicis müßte die Vertheilung der öffentlicbcix Lasten und die Reguliiung der Gemeinde-,_Kirchen-, Schulverhältmsie vorangxben._“

Die hierin liegende E.1parung wird durch die Vorlage mr die Anfiedelungen pure beseitigt.

Zweitens: _

„Der neue Anstedler muß die besonderen Unkosten und _Lasten tragen, welche dULOÉSULU Hinzutriit dem Gemeinde-, K1rchen-, S ul- oder sonstigen Verbande entstehen“

ausge oben. _ _ _ _

Was jeßt kommt, gilt auch fur Wxsifalen, Waixrend die webkn bezeichneten Bestimmungen nur für die östlichen Pryvmzen gelten._

„Alle, und nicht nur die außerba b der Ort1chaiien zu errich- tenden Niederlassungen auf dem platten Lande find thher den Vor- schriften über Ansiedelungen unterzvdrfxn.“ _ _

Die Vorlage befreit dagegen diexemgm Niederlassungen, die fich an die bestehenden Ortnhaften anschlicßcn, ganzlich von dem Erfor- dernis; des Anficdelungékonscnses. _

Meine Herren, d. l). 99/109 aUerFaÜe neue; Ansiedelungen, welche dem AnfiedclungSverfabr-n unteriicgen, 1o_[len nicht mehr als neue An- siedelungeu gelten. Wenn zur Zeit in einen) Dorfe, ati dessen Ende oder an einer Seite ein neues Wobneiai'liffcM t errichtct_ werden sollte, so bedmrfte es des A;:ficdclungskonseuses u 1) dann lixgt e_ine gro e Beschränkung der wirtbfchaitiichen Bewsgung, ix_xelckw die Ver- grö erung der ländlichen Ortschaften vpn dem Gutdunken der Ver- Waltungsbehörde abhängig macht. Meizu Hz::ren, diese Bestimmun- gen, welche den größten Theil dss bishergkn Anwendungsgebieies des Ysiedelungsvexfabreus decken, sollen nach der Vorlage auéscheiden.

iertens:

„Auch bercits bebauteGrundstücke, Wenn sie ohne Zulegung zu anderen benachbarten Grundsxücken vom Hauptgute abgetrennt werden (in Westfalen _nur _wahrend 5 Jahre nach der Bebauung) unterliegen den Vorschriften uber Ansiedelungen.“

Aufgehoben.

Fünftens: _ _

„Die Anfiedelung mußte untersagt Werden, wenn die Gemeinde widerspxicht und der Anfiedler nicht - und zwar durch der_i Befiß von Grundstücken oder sicheren Hy otbekxn oder durch die Ver- sichemug zweier zuverlässiger GemZ ndeglteder - den Besiß eines hinlänglichen Vermögens zur Ausfuhrung des Baues und zur Er- richtung der Wirthschaft nachWe1st.“

Aufgehoben.

Sechstens:

„Die Ansiedelung kann versagt_werdeu, wenn davon Gefahr für das Gemeindewejen zu besorgen i_ft.“ _ _ _

Meine Herren! Eine ganz ai] ememx wtxlkurltxhster AwaUdizng auSgese te Bcstimmung. Worin ann e_me an stlicYe Poltéei nicht überall efabren für das GemeindeWefen 1eheu! - ben aus an gehoben.

Siebentens: _ _ _

„Gefahr für das Gemeindewesen _uxid _dte polizeiliche Beauffixb' tigung mit ungewöhnlichen Schwierigkeiten verbunden ist. Dies ist insbesondere bei erheblicher Entfernung oder sonst uupassender Lage“

- oder sonst un assender _Lage! - _ „sowie bei Be (holtenhett des Nachsachenden anzunehmen.

1Z7Z.

In solchen Fällen hat in Westfalen die Geineiudxvexiieiung die Ansiedelung zu genehmigen; in den ösilichen Provinzen 1011 es, nmz» stens in der Regel mci-t g-icbeben, wcnn ksr NaOsuÖ-nde notorisch unvermögend oder bischwiten war.

An Steli: dieskr [Men, in das Gutdünken de_c V-stvaliungs- behörden gesteiixcn Voricvrif'tcn Wlägr dec (mexm M J. 14, 15 und 16 vor. Ich glaube, dieje Gegenüvexjnüung wird ge- nügen, meine Herren, um meine Behauptungcn zi; béWZ'ika, daß ein Gkskß, Wilsbks dia vorgeführten Bcichränkungen aufhebt, cinen durchar-q reformatorischen (Charakter hat, nicht nur den ScHein einer Reform an fich trägt. Ick) komme nun zu den Ausführungen des Hrn. Vorredneis, Welche in der Hauptsache darin gipfelten, daß §. 15 resp. 16 aÜes Gute des Gyseßes zu nichte macht. In der That wären fast aUe AUSfÖLlUUUJLU, die dsr Hr. Vor- redner gab, zutreffend, wenn er nicht außer Betracht gelassen bäite, worauf es ankommt, nämlich, daß es im Entwurfe beißt: „That nchen u, 1.- _1p.“ Entgkgen diesxm Kxiierium citirt der Hkrr orredncr: „daß zu Vermuthen fei, es Werde ge- mißbraucht wcrrcn, aber daß die Vormisseßung da ssi, daß die Ge-

hren eintreten. Wenn das nun im Gescß stände, (“„Um Hälxe der * eordnetc R€chi. Wenn also der Plan etwa so lautete: enn Einspruch erhoben und die Behauptung aufgestelit wird, daß die Ansiedelung, k-en Schuß u. s. w. gefährden *.*verde, so müßte eine derariige Fassung verwerflich cricdeincn; sie cnthielte etwas ganz Bages, und die Verwaltunßsgerichte würden nicht in der Lage sein, auf Grund derselben zu entschcikcn. Das ngknthsil liegt vor. Wer den Paragraphxn unbefangsn lic-fi, kommt meines Ec- messenz nothwendig zu folgender AUslegung: _ _ die Ansiedelung darf, abgesehen von dem Erfordernix; des Woges, nicht versagt werden aus dem allgemeinen Grunde, weil sie uur die- jenigen Folgen nag) sich zieht, tv;1che_ noidwendig „aus dem Wesm jkder Ansiedelung sich ergeben, fie darf nur untersagt wcrdxn, Wenn bestimmte Thaisachen vochanden smd - und darauflegcick) den allergrößten Nachkruch- Thatsachen, Weiche nach der konkreten (He- iammtbeschaffendeit dss besonderen Failss die Annahme der Gefahr recht- fertigen. DieThäkigkeit der Verwaltungsgcricizte wird darin liean, zu untersuchen, od soche Thatsachen nachgewiescn sind. Wenn Jemand sagt, ich erhebe Einspruch gegen die WM Ansiedelung, rveil jede An- siedelung eine Gefährdung für den Nachbgr herbeifüvrt weil, wenn mehr Menschen auf eine tbeßimmtcu Fiiiide fick) anbauxn, dann na- türlich auch mehr Menschen da sind, welche das_ Eigenthum des An- dern beemträébtigen können. G1a_uden Sie, meine Herren, dat; unsere Verwaltungsgstichle daiin Tbalméoexz [inden xverdcn, xvie pie hier nach dem Gewiss gcxordert wecken? Wx eine sklckoe Mkiimug hätte, Der müßt-c aUérdings an der ges.-1n::«tc_n Institution VIL'ZWkiféln. Denn das wäre - und ich apchire an chen Juristen unter Ihnen "- cin? AuIlegung und Behandlung, die den juristischrn &'Lnslkguuzs- rsgeia geradezu wixcripräche. _ '

Hiermir «*.*-Or faiicn aÜe NiiHiübrungen dss HTWK! Vorredners, da seine Arzzumciitatidn darauf hinaußlicj, die Vexwaltun;:„§gerichte könnten auf Grund dcr Vorlage nichiprü'sn und äUiZSklicb sniicheidem Die nglLlUKZÖVOrlüge hat offenbar iolssnke Tendsnz: an fick) ist die Llnfikdelung erlaubi und darf nicht gehindeit, sie darf_ nur auSnathWeise vcrsagf werkenx Mun _ix-ezieUc Thatsachen behauptet und kcwiesrn sind, aus dklléil die Geiä'yrkiwg folgt. Was Wil], nun der Herr Abgeordnete? Der Herr Akngxdnstc will, und das ist de; einzige Unterschied stink: rcformawtii-Hei'.A;.sÖauung und der Anichauung der Vorlage - er will dem Richter verdenkeu, wie er diess Thaifxcden 1“Eurtf)€ilen soll, und zwar nach seinem ersten Antrage bielbéi daS persönliche Momsnt allein in den Vordergrund steÜen. Ick) bleibe noch hende dabei stxhen, meine Herrcn. dar; eine solche V0rschrift in dcm Geiss? nxihwendig, dis zum Ciiiyprijck) B?" rechtigten und die Behörden dazu drangen Wide, vdn psrscaiiciZer Quali- fikation mei)r abhängig 311 1;-üch211, als cs ?inxr ratxcnelisxi L[!171k_k__clung5- freihcit emsprichc. C5 ist aber sirncr dor IiUsgar-ZIPUML [xisrnir nicht zutreffend. Der Hr. Abgkordncie hat auxzkri1chcinlich an:; der Gewerk)?- ordnung, ivoranö auch unsere Fassung jtanixnt, iszmn _Antrag herg_e- nommen. Nun bitte ich, sich zu V.“:gkgckxwai'tlgéji, daß, wcnn es in der Gewerbeordnung sicb handelt um die Schanikdpzrssidw eme per- sönliche Konzcsfion in Frage sichi, dic is_dsn Augsnblick im Fans des Mißbrauchsö naci) dem 05217133 Wiedcr zuxnckgczo_gen wsxdcn kann. Hier dagegen handelt es fich iim ein? Anlage, die “81112 dleikende _ uxid von der Person unabhängige Ut, und :S UMß dieß ch1chixd€nheiim dein (Heseße Ausdruck finden; es kann das pexionitckye Momenr nicht wre bei den Schaukkonzcjfionen das aÜein maßgebcnde fein.

Monatsübersicht für April 1876. 111, (Vergl. Nr. 112 d. B.)

Großbritannien und Irland. Die Titelfrage, welche langeZeit das englische Volk in allen Schicht_en bewegt hat,_:ft jetzt entschieden; am 28.April ift_durch feieritcize Prokiamgtron angezeigt worden, daß Ihre Majestat die Kön:gm_ fortan ihren anderen Titeln den der prrs» of [nciia hinzufuge._ _

Aus den sonstigen parlamentarischen Vorkommnissen tft zu erwähnen, daß die Klosterfrage im Unterhaiisc angeregt worden, die Regierung aber nicht die Initiative ergretfeii, sdmdern written wollte, bis ihr die Bemeise für eine Noxhwendigkext der Rivifion vorgelegt seien. Ferner wurde das Budget vorgelsgt, bei dem fich ein Defizit von 7 74,000 Pfd. Sterk. ergab, zu dessen Deckung eine Erhöhung der Einkommensteuer um ] Pence per Pfd. Stekl, aber nur von 150 Pfd. Sterl. _an, vorgeschlagen wurde; dies würde einen Ueberschitß__von 365,000 Pfd. Sterk ergeben. - Die vorgeschlagene Enifuhrung dcs Schulztpanges wurde abgelehnt. Das Blaubuck) uber den Aufftqnd m der Herzegowina ist dem Pazlamente vorgelegt und in diesem Blatte

ereits ein e end ewür igt. _ _

b Die 2921 de? Regicrung eingebrachte Sckgrffahxisbili zum Schuße der Seeleute fand kcinen_Anklang, weil fie_mcht fur zu- reichend gehalten wurde. EUÖllkh kam, ww seit 10 Jahren regelmäßig die Frauenfrage und das Wahlrecht der Frauen zur Sprache und wieder wurde der Antrag abgelehiit. Die dagegen ßimmende Majoritäi vor) Jahr zu Jahr gestiegen und betrug dieSmal 239 gegen 152 S_ttmmxn. _ _

Die katholische Partei hat 111 diesem Monate nur zweimal die Aufmerksamkeit auf fich gezogen; zue_rft_ dadurch. daß der Papft seinen besonderen Segen allen Dementgen verh_teß,_welche zur Umwandlung des Fort Augustus in Schottland m em Be- nediktinerklofter beitragen würden, und dann dadurch, daß die ultra- katholischen Mitglieder des Stadtraths in Dublin keine_Glückwzms - adresse an den Prinzen von Wales mygen seiner glücklichen Ru_ck :: * zu erlassen beschloLen, weil er in Malta nicht den Grundften) zu

einem ausschließli für katholische Kinder beßimmten_Wa1sen= hause legen monte, was ihm aber nur dadurch unmoglich :- macht worden, weil der Bischof die Feier zu emer g_anz ka o- lischen gestalten wollte. _ Dagegen haben 3620 englische Geiß-

liche (darunter 33 Bischöfe) u. 4093 Laien eine Dankadresse an