Berlin, "den 11. Juni 1876.
Am Sonnabend beging, wie bereiis kurz gemeldet, _der um dgs deutsche Vvikölied io hochverdiente Musikdirektor Ludwig Erk sem fünfxiÉjähriges Dienstjubiläum; am 10. Juni 1826 war er in das emiuar zu Mörs als Lehrer ,eingetrxten, und Zexidem _bat er unermüdlich treu in seinem Beruf,. und e.en1o unermud1ich_ fur bas deutsche Lied gewirkt und so viele Tausende erfreut, daß die offentliche Feier, die Mittags im Saale des Friedrichs-Werderscbexi Gymnasiums stattfand. der mit zahlreicbkn Topfgewächsen _geschmuckt, und de_ssen Redncrbübne mit Blumen und Guérlanden geziert war, sicb zu einer
' ?béa so würdigen als herzlichen bestaltete. Der Feier wohn- __ ten außer einem zahlreichen Publikum _ die Vertxeier de_r Königlichen und städtischen Behörden und viele Deputationsn bei. Als der Jubilar, von den Spißen ber Bebbrden gefßbrt. tm Saale erschien, erhoben fich die Anwesenfoen und_ ihn begrußte Paul Ger- b'ardis erhebendes Lied: „Befiehl Du Derne Wege“, -ge1_unge1_1 von Seminaristen und Schulkindern. Dann hielt Semmaedtrektor Schulze *eine warm empfundene Anrede, welche das treue, äcbt päda- gogische Wirken des Vol_kölel)rers Erk s_childerte und ihn in seiner edlen, anspruckzslosen, pxlicbttreuen Weise als Muster und Vorbild für die jüngere Generation binstcliie. Der Provinzial-Scbulratb Vr. Weßel überbrachte darauf dem Jubilar die Gluckwünscbe der vor- geseßten Beböide und überreichte ihm das Diplom seiner Ernennung um Professor; der Gkheime Regierungs-Ratl)_ Schneider Zügie die persönlichen Glückwünsche des Kultus-Mimster ])1'. Falk Hinzu; der Ministerial Direktoxc _1)r. Neithardt begrüßte deu Jubilar, der aus Hessen stammt, 1m_Namen des Gro herzogs von effen und überbrachte ihm das Gebßkreuz des Verdien tordcns Phi- lipp des Großmütbigen. Hierauf beglückwünschte ihn der Stadt- ichviraib 131". Bertram, dem sie!) der Stadtverordnete Springer ansäxloß, und übergab ibm das Dokument über die städtische Ehren- dotation von 3000 „16. jährlich. Nun saug der Eiksche Männer- gesangverein „Der Herr tft mein Hirt“. Hierauf überbrachte ibm der Seminarlehrer Strubing die Grüße des Festcomités, sowie von Hunderten von Schulen, Seminarien, Vereinen und Pri- vaten, Freunden und Bexebrern des Jubilaxs und überreichte ibm ais. DarszSZabe ein Ehrengeschenk von 3000 „M _ Das bie- xtg-e Semmar Überreichte ihm durch ])1'. Otto ein kostbares Al- um, in dem nichk nur dieBiiber von Sibülern, Kollegen und Freunden des Gefeierten, sondern auch das Bild seines Geburtshauses in Yreixickyenbeim, des Seminars in MM; und des hiesigen waren. Die Demmaristru haben sein Wohlgclunßenes Bild für das Seminar ge- stiftet und_batcn um die Erlaubniß, es aufzustenen; viele Ansprachen und Begluckwünschungea hiesiger und auswärtiger Deputationen er- folgten, Adressen und Grüße aus nah und fern waren eingelaufen, u. A. ein Telegramm des jungen deuticben Sängerbundes aus K ckiro, und mit ememSchlußgesang des Erkschen Vereins schloß bie erbe- bende und windige Feier.
Das Programm übe_r die feierliche Eröffnung der deiztschen_Kunst- und kunstsewerbliÖen Ausstellung in Munchen im Jahre 1876 lautet nach der „Weiz. Cork,“:
_ Am Tage der Eröffnung der deutschen Kunft- Und kunstqetberb- 11che1_1_AussteÜung _in München wird zur Feier- des 251äbrigen Jubilaums des Munchencr Kunst-Gewerbevereins in der Pfarr- kirche zum heil. Bonifaz Morgens 9 111): ein feierlixbcs Hochamt stattfinben. Die feierliche Eröffnung der deutschen Kur.]t- und kunst- gewerbltchen Ausstellung wird im AÜerböcbsten Auftrage Sr. Majestät des Konng duxcb Se. Königliche Hoheit den Prinzen Laitpold von Bayern am mevch,den 14. Juni, im Jnduftrie-Aussieliungsgebäude vorgenommen._ Zu diesem chck wird das Aussieklurxgsgebäude um 10.) Uhr eroffuet. Das Aussteüungs-Comité mit seinen Prä- sidenten versammelt sich eine halbe Stunde vorbcr im Aus- steuuxigspalajt. Eibe Demüaiion ber AusstclluriaScommisfion empfangt bei denz Cmgange in den Ausstellungsbalast ,die besonders gelgdenen Ehrengafte. Um 11111)? begeben Sich Se. Königliche Hoheit Prwz Luitpold bon Bayern mit Höchnseincm Gefolge nach dem Aussxeljungspalast, wo Höchstderse1be von dem gesammien Ausstellungs- Comrié und beren Präsidenten ebrfurcbivoast empfangen und an den fur dieFeixrlicbkeitvorbereitetenPlatz im Palafte geleitet wird, und wo- sxlbst die eingeladenen Ehrengäste versammät find. Die Feierlichkeit be- mut mit einer _Festhymne. Sodann hält der erste Präsident des Aus- teÜungs-Comits eine kurze Anrede über die deutsche Kunst und kauft- gewerbltcbx Ausstellung im Ziahre 1876 und richtet an Se.König!iche Hoheit _die Bitte, in Stellvertreiung Sr. Majestät des Königs die Er_offnyng der YussteUung buldvoUit vorzunehmen. Nachdem Se. Konigliche Hoheit dieser Bitte entsprochen haben, wird von dxw_Or ester die bayerische National-Hymne „vorgetragen. Se. Kö- nigliche oheit werden die Vorstellung der Vorstände der auswärti- gen AusteUungs-Comités durch das Direktorium entgegen nehmen, und_ sodann von der_n Direktorium begleitet die Ausstellung in Augen- schein nthen. Wahrend des UmZanges wird das Orchester passende Musikstucke vortragen und Se. önigliche H?heit werden bei der Entfernung aus dem Gebäude in gleicher Weiie wie bei der Ankunft ebrfurchtsvonft begleitet werden. _ Hier mag au erwähnt werden, daß Se. Majestät als Ordeys-Großmeister des t. Georgi-Ritter- Ordens die Ueberlassung nachbezetchneter Gegenstände für die Dauer der AussieUuna _gestattet hat, nämlich: 1) des Schwertes weiland des Herzogstrtstoph von Bayern, 2) des Ordensschiids, 3) dreier großer Renaisfance-Degen und 4) des St. Georgi-Pokals.
Intex dcn deuifchen Kunstvereinen isi der Schlesische Kunst- ve_rem in Breslau einer der bedeutendsten. Derselbe steht, wie fruher, unter dem Protektorat weiland Ihrer Majestät der Königin Ettiabeib, welcbe dasselbe als Kronprinzession am 6. Januar 1837 anzunehmen gxrubtx, so gegenwärtig unier dem Protektorat „Ihrer _Katperlichen und Königlichen Hoheit der Kronprinzessin, Der Verein veranstaltet auzweijäbrlich eme gwßx Kunstausstellun ; auf der leßten, welche vom 9. Mai bis 4. Juli v. Y. geöYnet war, gelangten 729 Kunstgegenstande zur Ausstellun . W hrend Jer letzten Etatsperiode (1874 und 1875), in der seine in_nahmen 43, 65 «71, seine Aussaben 39,189 ckck betrugxn. erwarb derjelbe für 24,740 „4a „Kunstsacben, voii benen Zr fur „44 zum Selbsikosteupreise an seine - Mitglieder uberließ. Die Zahl derselben belief fich am
. November 11. I. auf 1498 mit 1568 Antbeilscheinen. De_r Preis des Antherlscheiue6 stellt sich auf 12 „46 für das Jahr. Mitgliedxr styd u. 21.711111) Se. Majestäi der Kaiser und König, Ihre Kaiserlichen und Kbniglichen ?oherten der Kronprinz und die KronpxmLesft-i, _Jbre Königlichen Ho eiten der Prinz Carl von Preu- * M- die anbgraßn von_Hessen, der GroÖber og von Oldenburg, der
ck13 Friedrich der Niederlande, die ro erzogiu von Sachsen-
eimar. sowie Ihre Hoheiten die Herzöge von raunschweig und Sach- . ewAltenburg. Unter den am 22. November 1875 unter die Mitglie- 1Fr vexwoitm Kunftsegenstände befanden sich 42 Oelgemälde, 5 Aqua- UÜU' - 69 wertbvoile Kupferstiche, an Radixungen die große und kleine _Ausgabe des Albums moderner Kunst, 15 Oelfatben- drucke (Mxlst nach Hildebrandt) und 40 größere Photogra- phien, sowie 38 „Kunstlachen, welche der Verein als Mitglied anderex Kupßvereme „erhalten hat. Der Schlesncbe Kunstverein unterhalt mti den ösiltcben Vereinen in Königsberg. Danzig, Elbin _. uud Stettin stete Verbmdun . U_nter seiner Leitung und qusich ficht aucb eine größere, dern ublikum zugängliche Gemäldegallerie: dieselbe umfaßt an*“ dem Verein sslbsi gehörigen Kuriftgegenständen
stiche, Radirungen xc. und eine Sammlung von mehr als 1000 Chodo- wieckischeu Kupferstichem ferner Bilder, welcbe Siaais-Eigenibum sind, und wa: aus der Öoubletien-Sammlung des Königlichen Mu- seums in erlin, aus“ der Hofrath Bachscben Gemälde-Sammlung Und aus dem mit der Universität Breslau verbundenen Kunst- und Antikenkabinet, welcbe leßtere aus dem Inventar der 1810 aungober-en Klöster stammen; endlich Bilder, welckoe der Stadt _ reslau gehören, darunter namentlich die von Säbischsche _Gzillerte. Der VerwaltungSausicbuß des Vereins besteht gegenwartig aus den Herren: Baurat!) C, Lüdecke, Vorsißender, Kaufmann Bülow, Sekretär, Landschaftsma1er Li. Dreßler, Prof. Dr. Ebern), Kauf- mann A. Hübner, Kunsthändler E, Karsch, Rektor 1)r. Luchs, Graf Hans Ulrich von Schaffgotsch uno General-Major 3. 5). Weber.
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Die vierte Sitzung dcr altkatbolifchen Synode in Bonn
des Mitgliedes ber Synodalrevräsenianz, SanitätSrath 131. Ha- senciever. Sodann iheilte er ein Telegramm mit, nach Welckzem Prof. Herzog zum Bischof der sckyweizsriichen Altkaiboliken gewählt worden und derselbe die Wahl angenommen hat. Die Synode sandte tele- graphisch ihren Glückwunsch. Hierauf wurde die Vorlage der Reprä- sentanz, betreffend die Bildung „kirchlicher Bezirksvereine an- genommen; dagegen ein von Heidelberg aus egangener An- trag, bezüglich bxffelben Gegenstandes. der rwäguna der Repräsentanz dringend empfohlen. Ein Antrag: in Zukunft die Verhandlungen „der Synode zu stenograpbsren, der Re- präsentanz, beziehungsweise der Synods, 3u_ _"iberlassen, die fieuo- gravhirten Verhandlungen ganz oder theilWei1e zu veröffentlichen und auch ]edem Redner die Veröffentlichung der von ihm gehaltenen Reden zu gestatten, Wurde angenommen. Nach Ablehnung anderer Anträge erstattete die »Kasse-Revifionskommission Bericht, und wurde demzufolge dem Kasfirer de_r Synodalrepräserrtanz Decbarae erihéili. Bei den Wahlen_ wurde das aus der Reprä- sentanz staiutenmäßiq a1is1cbeideude Miiglied Prof. pen wiedergewählt, und an Stena des verstorbenen Saixitäisratbs Haienclever Ober-Bergratl) Brockboff gewählt. Die auS1ck1eidendcn außeroxdentlichen Mitglieder Prof. Michelis, Prof. Friedrich, Prof. Corneliuß, Obcr-Vürgermeiséer Malick) wurden wiedergewählt, ebonio d1e_vorji1brigeu Synodalcxäminatoren. Um bali) 8 Uhr schloß der Bischof die Synode, indem er der Freude Ausdruck gab, über die Eintracht, mit w_21§ber die Befchlüffe, seibsi solche über die 1ckwie- tigsten Fragen, gefaßt warden.
Das Protokoll der Leichenscbau des verstorbenen Sultans Abdul Aziz lautet in der Ueberseßung dcr „Allg. Ztg.“ wie folgt:
„Jin Jabr Ein Tausend Ackotbunbert Sechmbfiebenzig, am 23, Mar (4. Juni), 11 D1chcmazi-ül ejvel 1293, Sonntag um 11 Uhr Vormrttaqs. Wir Doktoren der Arzneikunde. Marko Paicba, Nuri Pascha, Julius Mininaen, Kara'tbeobory, Sotto, Dickson, Marroin, Nundsckoian, Cunard Spadaro, Vitalis, Spagnow, Mark Markel, Jatropulo, Miltiades Bey, Abdinur Effendi, Mustafa Effendi, S_ervet Bey, Mehemed Bey und Jakob de Castro unter- zcrchnete,_ _WUrden auf Befehl Sr. Kaiserlichen Majestät vom Ministerium requirirt, um die Umacbe des Todes des _ Ex - Sultans Abdul Aziz zn konstatiren, und wir verfuqteu uns nach dem Wachigebäude neben dem Kaiseüchen Palast von Tscheragan._ Dori führte man uns in ein Gemackz bes Erd- gesckooffes, wo wxr einen Leichnam sahen der auf einer Mairaße auf dem Fußboden_1ag. Dieser Körper War mit einem neuen Leinen be- Yckt. Als die1_es Leinen abgenommen wurde, erkannten wir den Ex- Sultan Abdul Aziz._ Ane Theile des Leichnams waren kalt und blut- los. bloß oder mtb geronnenem Blute bedeckt. Die Leichen- st_arrheit existirie nicht; die Augenlider Waren halb geöffnet; dle Hornhaut leicht verdunkelt; der Mund halb geöffnet. Mir Blut getränkte Leinen bedecktcnbie Arme und Beine. Als wir von den Axmen die Leinen wegnahmen, konsiatitten wir etwas unterhalb der Biegung des linken Armes eine zusammenhängende Oe ming von 5_ Centimetern Auödebnung und 3 Czntimetern Tiefe. ic- Ränder dieser Wunde waren ausgezackt und unregelmäßig. Die Richtung der Wunde icht von oben nach unten und von innen nach außen. Die Adern dreier Gegend waren durcbscbnitten und die Arm-Pulsader fast an dem 5' unkt ihrer Außmüsidung bis zu drei Viertbeilen ihres U_mfa_ngs geö net. An der Bie ung des rechten Arms koustcztitten wir eme etwas schräge Wunde, e enfaUs ausgezackt, in der Ausdeh- nzmg von 2 Centimetern und anderthalb (Zentimetern Tiefe. Auf dieser Seite fand man keine Verletzung der Adern von geringem Um- fange; die Pulßadern waren unverletzt. Man zeigte uns_ eine sebr fcharfe Scheere von 10 Ceniimetern Länge: die eine Hälfte derselbcn _bat nahe an dem Oberende einen kleinen Seitenknopf. Die Scheere 1st_b!utig und, wie nian uns sagte, habe der verstorbene Ex-Salian Abdul Aziz sick)_ mit diesem Insirument die eben beschriebenen Wunden beigebracht. _4eraus verfugten wir uns in die Wohnung des verborbenen Ex- ultans: man führte uns in ein grbßes Zimmer, welches die Aus- sicht auf das Meer hat. _Dort konstattrten wir auf einer Ecke eines Sophgs, wetckes neben'émem Fenster stand, eine über dieses Möbel v_erbrctieth1u1lache, sowie eine große Menge geronuems Blut in einer einzigen Masse auf der Matte dcs Fußbodens; außerdem meh- reré Flecken in der Umgegend. _
Aus dem Vorbergebendeu find wir einstimmig der Ansicbt:
1) daß der Tod des Cx-Sultans Abdul Aziz durch die in Folge der Verlesung _der Gefaße in den Armbieaurzgen veranlaßte Heimorrbagie vyrursacbt isi; 2) da das uns vorgezeigtx Instrument diefe Wunde rccbt gut hervorbringen kann; 3) daß die Richtung und die Beschaffen- heit der Wunden, sowie das Instrument, dLZrch welches _sie gemacht worde_n sind, 111373 auf einen Selbstmord _schlteßen la sen. Zur Be- glaubigung de_syen haben wir gegenwärtiges Protoko auf eieht und unterzeichnet, im Wachtgebäude von Tscheragan, Jahr, onat und- Tag wie oben. _ 131, Marko, ])1'. Nuri, ])r. A. Sotto, Arzt der Kaiserlich König- lichen Botichaft von Oeßcrreich-Ungarn, ])r. Spaanolo, 017. Mark Markel, ])r. Jatropulo, 1)r. Abdinur, _Vr. Servet, Dr, I.. de Castro, Dr. A. Matroin, Ur. Julius Millmgeu, Dr, C. Karaibeodory, ])1'. G, D. Dickson, Arzt der eugliseben Botschaft, 131“. O. Vitalis, L_lrJt der Sanitätsverwaliung, 131". Eduard Spadaro, Dr. I. Nu- rtd chian, ])r, Miltiades Bey, Or. Mustafa, ])k- Mehemeo.“
Eine vom 7. Mai 1). I'. aus Teheran datirte Korrespondenz des „Journal d_e St. Petersbourg“ vouz 4. d. M. _entbält folgende Mit- theilungen uber_ die vondxxrpersijcben Regierung zur AbWehr der Yest ergriffenen Maßregeln:
_ n_Folge der von Teheran emp_fan enen beunruhigenden Nach- richten uber das Auftreten der Pest m agdad und in der Provinz. deren_ auptoct_d1ese Stadt ist, hat der Schah die Einseßung einer Samt tskommiision unter dem Vorfiße des 5p_rmzen Ali-Kouli-Mir (: augeocbnet. DieH-mptauigabe diefer Kommnsiotz ist, die MaßregeKn ausfindig zu machen, welcbe geeignet sind, das Eindringen der Plage, welcbe in_Jrak-Arabi wütbet, in Persiezx zu verhindern.
Die in Teheran wohnenden mr_ovmsch „Aerzte find ein eladen worden, an den Arbeiten der Kommission Theil 1: nehmen. 11 der Kommission winde beschlossen, daß die persische egierung sofort an der 03an e emen _Quarantainediezist einrichten sollte, zu welchem anecke Tomans (ein Tomans ist gleich ca. 8 Reich8mark) anzu- weisen wären. '
eröffnete Bischof Reinkens mit der Trauerkunde von dem Ableben“
Lan- „
Denkschrift verfaßt, um den perfischen AerztenbeneuropäiQen Sia punkt über die Frage der gegen die Ausbreiiun der ergreifenden Vorsichtsmaßregeln und über die rantainenxklar zu machen. _
Zugleich wurde bestimmt, daß eine Ouaraniaine „auf de'r Insek. Karak im persischen Meerbusen zu errichten sei, um. der Uebertragung
dieses Projekt durcb einen Vorschlag-verbessert, der die Insel Khi :* an der Mündung des Chai-el-Arab, als zweckentsprechender bezeicb- nete zur Errichtung eines Ueberwachungsdienstes für die ankommenden und abgebenden Schiffe. Nach der Ansicht des russischen Delegirtetr
des Tigris und des Euphrat, dercn Wasser im Frühjahr Mesopo- tamien überschwemmen. und“ dem periodischen Auftreten der Pest. Die gleiche Verkettung von Thatsachen, zeigt sich in dem Niltbale, wo die Ueberschwemmung von Unter- Aegypten im Allgemeinen epidemiscbe und vestartige Krankheiten im Ge- fblge bat. AuSgehend von dem Gefichtspupkte. daß die Pest vielleicht“ eme Folge der Malaria sein dürfte, schlug ])r. KouzmiUSki vor, sie besonders vor der Entwickelung der Beulen mit dem Arzneimittel des Chinins zu behandeln. Er findet eine Bestätigung seiner Ansicht in d_em Umstandx, daß die höher gele enen und bergigen O:.te, welche die ticfexi Thaler, in dxneu fich die 5 alaria behauptet, beherrschen,. gemeinhin als _ gigen den Ausbruch der Plage sichere Zu- ...ffuchtsstäiten . dienen. Ebenso ist Hr. Kouzminski L: der "“Annabme geneigt, daß das Bestreichen mit cbmalx oder jedem andern ietiigen Körper tbieriichen Ursprungs als Präfer- vatiy gegen die Ansteckung dienen_ soll und ex zicht diesen Schluß aus der m_ mehreren Monographien uber die Pest verzeicbneien Thatsache, daß die Fleischer und Kaufleute, Welche mit Schmalz und anderen Fettprtzdukten handeln, von der Krankheit ficbtlicb verschont bleiben.
_inr das eigentliche Persien_verlangt er_die Errichiung eines Samtats-Kordons an der turkifch : pe1s11chen Grenze, einer“ Quarantame auf den großen Verkehrßabem und auf den von de_n Pilgerkarawanen. Welche fick) nach den heiligen Orten,. Wie Kerbelab, Samari, Nedjef, begeben, benußten Straßm und was- besonders wichtig jbl, ein förmlicbes Vexbot, die Lsichname weit zu. transportiren. Au erdem ist es unerläßlich, zur Beerdigung der an dex Pest Gefiorbenen trockenes, vbn den Wafferläafen entferntes Ter- ram zu wahlen, die Gruben so tief wie möglich zu graben und mit de7chKerern eine Quantität Cblockalk als DeSinfektionsmittel hinein- zu u en.
_Die telegxapbiscben Nachricbien aus Bagdad, meldeten von Anfang an eine_ beträchtliche Sierblicbkeit. Von 30 oder 35 täglichen Erkran- kungsfaÜen hatte fast die Hälfte den Tod zur Folge. Die Zahl der Opfer an Und für sicb wa; nicbt boch,_ aber das Verhältniß der Er- kran_kungs_-_ zu den_ Sterbesäuen zeigte den ernsten Charakter dér Epi- dexnxe. Em panischer Schrecken bemächtigte sich der Bevölkerung, beionders_der fremden Kolonie, welcbe fich genöthigt sab, auszumn- dem. Die Nachricht von dem Auftreien der Plage zu Basrab ver- znebric die aliixememe Mißstimmung. Bis jest ist die Epidemm nur in Bagdad gestiegen. Vom 17. bis 24. April kamen daielbst681Er- krankngsfälie vor, von dem:) bei 419 der Tod eintrat. Diese der Kommnsion mitgetheilten Nachrichten scheinen vollen Glauben zu ver- dtczicn, da sie mit den nach Teheran gelangenden Angaben aus ver- schiedenen Quellen Übereinstimmen.
_ Dcr Haubrmann der freiwilkligen Feuerwehr zu Seifbännersdorf m_Schlcsien, Julivs Schmidt, hat kürzlich ein Handbüchlein fur den F_e1i Lrwehrmann berauégegeben, das bereits in achier Auflage erschtxnen ist. Das Werkchen ist seinerzeit _von dem zweiten uordwesiböhmtscben FeuerWeßrtage zu Tepliß pramiirt worden. Der Yexrfafsxr hat es verstanden, seine_ Erfahrungen auf dem Gebiete des- Lo1_chWe1ens fo zux_2[:1_1chauung zu bringen, daß fich auch weniger gebildete Laien yon der Wichtigkeit einer aÜen Anforderungen genügenden euer- nxebr xiberzeugen müssen. Der achten Anflug? ist ein neuer Bib (built emgefugt, welcher die trockene Feuerlöscbmethode ausführlich behan- d_elt und eine genaue Anleitung nebst Kommando zur Anwendung 0er diesßlbe verxvirklichenden Buchers Feuerlöscbdosen giebt. Der Preis des_ Heftchens, dem als Anhang „Feuerwehrlieder“ beigegeben find, betragt 50 «1.
»
Theater.
_ Jm Friedxizh-Wilbelmstädtisében Theater brachte die Herzoglicb metyiiigensche.SHofschauspieletaesellschaft am Sonnabend zum e_rsten Male in dieser aison „Die Bluthochzeit“, dieses treff- liche, interessante Drama, das 1chon früher, als dieselben Gäste es uns zuerst gebracht, so großen Beifall gefunden. Auch diesmal wieder Fire es d_ense1ben Erfolg, der um so mH: natürlich war, als im
anzen die Hauptpartieen auch dieselbe eseng erhalten hatten.
rau Berg_ als Katharina von Medicis, r. Teller als der ranke, gereizte, unglückliche König,_ der unser tiefstes Mit- leid erregt (vielleicht die beste iYume, die wir von dissen: begabten Künstler bisher gesehen, Hr. Hellmutb - Vräm, der ehremvertbc Admiral Colign , und Fr. v. Moscr-Speruer, die unglückliche Margarethe v., alois, sie fanden wieder mit Recht ungetbeilten Beifakl; ebenso Hr. NcSper, Heinrich 1). Navarra. Dieser Künstler gab die Rosie hier zum ersten Male; stattlicb in seiner Erscheinung,_ w::ßte er den Muth, den sorglos heiteren Sinn, und die tiefste Wehmuth zugleich trefflich zum Aus- druck zu bringen; impomrend und doch nicht hochmüthig, uur menschlich und cdcl, gewann er Aller Herzerxd und fand sich batch vielfachen Beifal_1 belohnt. _ Auch ie übrigen Mitwirkenden waren Ane an ihrem Plaße und wirkten mit Luft und gutemCrfolg zum Gelingen ,des_ Ganzen mit. Das Publikum rief zum Schluß, nachdem die Mitwukenden geebrt__worbeu, zum Dank für die tre lichen Arrangements und die künstlerijch schöne Ausstattung dcn Ober: egisseur Hrn. Cbronegk.
_ Woltersdorff-Tbeater. Hrn. Conrad Junker ist vom Direktor Emil Thomas für MixtWch, den 14. Juni, ein Benefiz bewilligt und hierzu die Posse: „Eine resolute Frau“ ge- wäbltworden, welche in immer steigendem Maße das Interesse des Publikums gewinnt. „
Bäder-Statistik.
Baden bis 10. Juni .
Elster bis 7. Juni
Ems bis 11. Juni „ „
Flinsberg bis 5. Juni .
Kisfingezi bis 2. Juni . .
Lippspringe bis 30. Mai .
Marienborn bis 9. Juni
Oeynhausen bis 9. Juni
Reinerz bis 7. Juni .
Schandau bis_9. Juni .
SchWalbacb bis 8. Juni
Soden bis 8. Juni . . . . , . . Texliv-Scbönau bis 30_. Mai . . . . Wiesbaden bis 3. Juni . . . . . . . Wiesenbad bis 9. Juni . . . . . . . .
Redacieurk F. Prebm. Verlag der Expedition (Kessel). Truck: W, E(sn er..
Drei Beilagen (einschließliib Börsm-Beilase).
Berlin:
(589)
67 Oelgemälde, 37 Werke der plastischen Kunst, 44 Kupfer-
Von dem Leibarzie des Schub„ .dem Dr. Tholozae, wurde ej "„_
. idemie 131€"? * icbttgkeit ;der, Quas“ *
der Pest nach den anderen Ländern vorzubeugen, aber später warde:
in der Kommission bestände ein Zusammenhang zwischen dem Steigen;
""M“? E“"-
znm Deutschen Reichs-Anz
Die Nr. 44 des „Amtsblatts der Deutschen Reichs- Post- und Telegraphenverwaltung' bat folgerxden_ Inhalt: Verfügungen vom 6. Juni: Postausiräg? nach der Schwetz.__ Post- Dampficbiffsverbindnng zwiicben Dänemnik, dxn Faröer und JÖUUD. Postverbiudungen 11.101 Nn Justin Jbl): unt) &“,le
_ Nr.5 des .Ministerial-Blatis _füx die ges_a_n_1mte
innere Verivaltung in den Konr_gl_1ch_ preuß11chen Staaten“, herausgegeben im Bureau_ des M_m1ster_mms des Innern, hat folgenden Inhalt: „Verfügung, die Zulassigkeit der_Beserung von Pfarrern zn Waisenräibcn betreffend, voni 21. April 1876, _ Cirkular, das Vetiabren bei Ausloosu:1g_der Kreisau51chuß-M1tglieder und bei der Wahl der Nacbfolger betreffend, vom 20; Marz 1876. _ Erlaß, die Aushängung de_r _ _Subbasiatwns - Patente an den zur Publikation ortspoltzeiltckxr Yekannimmbungen bestimmteu YUM betr., vom _16. Marz _ 1876. _ Erlaß, die ablen der zur 21111191ka119 bei den Ge- schäften der Rentenbanken zu berufendeu Abgeordneten der Pro- 'vinzialvcrtretung betreffend, vom 25. März __ 1876, _ Cirkular, die forlnc-Ü? Bebandlung der Frage der Zulaisigkeit der Berufung gegen ein Endurtbeil betreffend, vom 15. April 1876. _ Verfügung, die Unzulässigkeit dc? Uebernahme bon Porto fur- die dienstlichen Sendungen dex VlmiSvorsieber __und der Standesbeamten *an die Laudräibe auf die Staatskasse“ betreffend, vom 152191111876, _ Erkenntnis; des Königlichen Ober-Tribunalö vom 9. Dezember 1875. beir. die Frage, ob bei Abichiuß eines Liefeirungsv-Zrtxuges 71er Berufung auf rechtliche Entscheibung ubex 1710 VeriragSmaßigkeit der Lieferung Seitens dks einen Theils rcchthult1_g enisagt wxrden kann. _ Cirknlar, die Portofreibkit in Angelegenheiten der ReickYZ-Haupt- kaffe unb der Reiibs-Vankarxstaxten beireffebd, vom _14. 911.113 1876. _ Cirkularverfügung. diE Umwcch1eiung_ von Reicbs-Golomunzen aegen Reick)s-Siiber-, Nickel- Und Kupfermunzen und von 1100) cours- fäbiaen Landes-Silberscbeidsmunzen bexrsffend, 00111 24_ Marz- 187€). _ Cirkular, das Ressort für die Anfrage vo_n Civilbeborde_n gufGe- währung militärischer Hülfe _ bei ungewöhnlrcbexi Nciiurereigmsjen 20, betreffend, vom 24. März 1876. _ Erlaß, die Ressbrtvcrhaiimffe bei den Taubsinmmenauftalicn nacb déreu Uebergang auf den Provinziallandt'ag betreffend, pom 12. Jaguar 1876. _ Erkenntnis; des Köxiiglichen Ober - Tribunals, die Girafbaxkeit dcr Eribeiluug des Sebuluutcrricbies in der Religion ohne staatliche Er- laubniß betreffend. vom 6. Januar 1876. __ _Befcbeid, den Ausschluß der jüdischen Religionslzbre von den_(5_509,emianben _dcr Ybituxienicn- Prüfung _ Attest des 1iidiichen Religionslebrers fiir die Abiturien- ten _ botreffend, vom 14. Februar 1876. _ Bescheid, die Erlernung 'der Stenographie durch Schüler böberer Lebransialten imb die Schülew€rxine 313 dieiem ZWcäe betreffend, vom 14. _F-xbruar 1876, _ (Zirkular, Einreicbusg von Verzeicbtzissen dec_ Midrziiialperioncn be- ireffend, vom 11. April 1876. _ Cirkulgr, die BewtÜigun von (Ge- 'bübt-N füx Hebammenprüiungetx cm ._Krets - Physiker bene cixd, vom 12. April 1876. _ Cirkular, die Prufutig der Apoi_hc_kergebulfexi be- treffend, Vom 1. Mai 1876. _ Erkennim); _des Königlichen _(Hecicbts- «l)ofes zur Entscheidung der Kompetenz-Konfkikte vom 11. Marz 1876, betreffend die Jraße, ob eine von der Kommunal-Auf11cht§mstanz 111 einer Gemeinde-Angelegenheii (Art und Umfang der Benußung eines *Stadiwaldes) getroffene Entstbeidung Seitens der Nußungs- berechtigten im Prozeßwege angefoapien Werden _ kann (§§. -49_5-0, 76 der Städte - Ordnung 120111 30. Mar 1853). _ Erlaß, die VoÜziehung der Sparkassenbucber als Urkunden durch den Landrath und durch Mitglieder des_ Kuratoriums betreffend, vom 5. März 1876. _ Criaß, die Bestätigung ker Wahl v_on unbesolde- ten Kreis- oder kaeindebeamten othe Rücksicht auf die Amtsdauer des Vorgängers betreffend, vom 5. Maxz 1876. _ Eckenntmß _des Königlichen Gerichtshofes ur Entscheidung der Kompet-enzkonfiikie vom 11. März 1876, beire end die Frage, ob das von einem 5p_bltzer- verrvalier auf Requifitiou des Staatsanwalts ausgesteUte xmgunsttge Leumunds- und Führungsattest zum Gegenstande einer Jn1urixzik1age wider den Aussteuer gemacht werden kann. _ _ Erkenntmß dxs Königlichen Ober - Tribunals vom 8. Marz 1876; Befugnis; eines Polizeibeamten zur Festnahme Dessxemgen, dsr ibn be- leidigt hai, aucb Wenn derselbe dem Beamtin bekannt ist. __ 'Cirkulcir, Maßxegeln zur CrlciÉ-terung der Ermittelung von _mez- Verbrechen und Vergebén betreffend, vom 17.214211 1876. _ Cirkular, die Genehmigung zu öffentlichen Ausspieiungen betreffend, vom 11_. April1876._ Beicbcid, das VerbotSchlavgew vor den Augen__ des Publi- kumsmitlebeuden Thieren zu füiiern, betreffend, vom 17. Marz 1876. _ Erlaß, die Voüstreckung einer Korrektionsnacbbaft_betreffend. vom 12. März 1876. _ Erlaß, die anückbeförberung nigendlicher Ver- brecher aus der Deientionsanstalt in die_Heimatb und Tr_agung der Kosten hierfür bexreffc'ad, vom 26. Marz_ 1876. __ Cirkularver- fügung, die eicbamtliibe Behandlung borichriftsw1drtger Ma_ße, Ge- wichte und fonstigsc Mcßwetkzeuge beireffsnd, vom 21. Marz 1876. _ Cirkularverfiigung, bie Tagegelder, Fahrkosten und Unggskbsten der Reichsbevollmächiigten für Zölle und *Sieuerii und de_r Stations- Controleure betreffend, vom 31. März 1876. _ Ctrkulcxr, die Stempel- Pflichtigkcit beglaubigter Abscbriften von_G'-unk9uchbrrefen beireffenb, vom 28. Februar 1876, _ (Zirkular, dic iiuicrbaliung d_er Wege in 13211 Siaatsforfien betreffend, vom 20. April 1876._ _ Cirkular, die Mitwirkung der SmalE-Jorstbeamien zur O_urthubrung dcs Wald- icbuß eseßes vom 6 Juli 1875 bei landespolizeilichen Provokationen beirr end. vom 7. Mai 1876.
Statistische Nachrichten.
Das „Dresd. Journ.“ veröffentlicht nacb den Mitibeilurigep des statistischen Bureaus des Ministeriums d8s_Jnn_ern bie definiti- ven Resultate der Volkszählung im Königreich Sachsen. Nach den vorläufiien Resultaten hatten sich 2.760.416 Einwohner ergeben, während Sacbsen in Wirklichkeit am 1. Dezembxr 1875 nur 2.760.342 Einwohner hatte- Die kleme_L_Oifferet_1 hat ihren Grund in den unrichtigen Zusammenstellungen eim er Za lerlisten. _
Die am 1. Dezember 1875 in Sachen ortsanweiendx Bevol- kerung von 2.760,342 Köpfen bestand aus_1,352,065 m_annltchen un_d 1.408.277 weiblichen Personen, und _vertbeilt sick) _auf dix Städte mit 1.109.175 Personen, 553.804 männliche und 555.371 werbliche_(gegen 1,013,904.Personen, 504.270 männliche und 509.634 weibliche m 1871) und auf das Pia11e Land mit 1.651.167 Personen, 798.261 männliche und 852.906 weibliche (gegen 1.542.340 Personen, 744,529 männliche und 797.811 weibliche in 1871.)
„„ Die Kreishauptmannsthast: _ zahlte 339.203 Pers., 162.653 männl., 176.550 wetbk. 749-503 , 368.701 380.802 . Léipzig 639-731 . 316.218 323.513 „ Zwickau . 1.031,905 . 504,493 527,412 .
Die Zahl der Okkscmwesenden Haushaltungen betrug am 1. De- zember 1875 602.010, "bie Zahl der Anstalten _3929. Die Zahl der bOWVHutk'n HauSgrundstucke im Königreich _Sach1en betrug am ]„De- zember1875: 263.138 egen 252.310 bet der Zählung am 1._De- 321111171: 1871. Die Zuna me“ der bewohnten Hausgrundstücke. beziffert sicb somit auf 10,828 oder 4,2920/0 und die der Bewohner _aus 201,098 oder 7,9840/0. Diese Zunahme ist _eine ganz axxßerordentlnbe, sowohi bei einer „Vergleichung Sachsens m1t anbern __Dtaaten, als_auch bei der Vergleichung mit der Zunahme ber fruheren Volkszablungen. Eine Vergleichung der fächfischcn VolkSzablungSreiuliate mit den vor-
Baußon Drcsden .,
Erste Beilage
Berli!» qutag- .de]! „___1?_:__„_Ixmi
1871: 24.643.513 4.863.450 1 ,818,539
1875: 25,723,754 . 5.024.832 1,881 ,505
Zunahme: 0/0 1.080,241 4,38 161,382 3,318 62,966 3,47; 1,461,562 1,505 531 44,969 3,07 dasegen
Sachsen 2.556.244 2.760.342 204098 7.984 Ebenso überraséhenb ist __die Zunahme der sächsischen Bevolkerung bei deren Vergleichung m1t frubxren Jahren. _ Das Königreich Sachsen zahlte im Jahre 1815 nach der Thei- lung des Landes nock) 1.182,744 Y_ewobner. Die Bevölkerung war schon nach 20 Jahren nach der Zahlung _von 1834_ auf 1.595.668 Personen gestiegen und hat sich jezt 1834 m noch_ starkeren _Dtmerx- fioneu vermehrt. Es hat 'ebocb m keiner Volkszabiungsperiode seit 1834 eine so bedeutende Vermehrung um 7,9840/9 wre von 1871 bis 1875ftaiigef11ndkn. Am stärksten war die Zunahme vor 1871 m den 3 Jahren von 1861 bis 1864 um 111.952 _Einwbbner : 5,03, während in dem Zjäbrigen Zeitraume von 1864 bis 1867 nur 86.394 EinWobner .: 3,70 0/0 und in dem 4jäbrigxn Zeitraume von 1867 bis 1871: 132.658 Einwohner oder 5,470/9 ymzukamen. _ _
Der Erklärungsgrund der ungéwöbnitcan Verniebriing iert 1871 liegt Wobl vorzugsweise in dem Fr-si ügigkeitsaefeß und 111 dem starken wirtbicbaftliaben Aufschwunge der abr_e 1872 11111) 1873, der ganz besondcrs der sächsischen Industrie zahlreiche Arbeitskrasie aus andern deuiichen Ländern zufübrie. Jm ganzezt Deutschen Reich kann fich nur der Regiexungsbezirk Düiielborf init Sachsen _vergieichen. „Dort zählte man 1871: 1.328.324 Cimvohner und 1875: 1.460.981. Es hat mithin daselbst eine Zunahme von 132.657 Einwohnern oder 9,9 (*,/0 st.].tigefundcn.
Dic beriibicdenen Städte Sacbisns haben an bei" Zimabme der Bebölksruug nur behrsclbnbleick) Theil genomman. Eine Abnahme der Bevölkerun er io" 't [ ei
JHiaZcban von 22.036 auf 21,743 ober -»1,340/0 Oedxran „ 5,866 ., 5,836 „ _0,51('/0 Kirchbcrq „ 5,841 ., 5.761 „ _1,38“/0
21112 übrigx'n Städte über 5000 Einwohner haben zugenommen.
Am stärksten ist die Zunahme bei Radeberg von 4388 auf 5894 oder
34,32 0/9, dann folgt _ Plauen von 23.355 auf 28,756 oder 23,12% Leipzig „ 106.925 , 127.387 19,13% Lima 8,905 10.581 18,9 0/0 rimmiiichau 15,280 17,649 15,50 0/0 Zwickau 27,322 31,491 15,25 % Chemnitz 68,229 78,209 14,62 9/0 Zittau 17,869 20,417 14,25 0/9 Auerbach 4,625 5,277 1409170 Meißen 11,455 13,002 13,50 0/.) Sebnis 5,216 5,908 13,26 “9/0 Reichknbach „ 12,942 14,620 12,96 0/0 Bautzen „ 13,165 14,709 11,72 “»,/0 Dresden „ 177.089 197.295 11,41 '*'/9 Meerane , 19,187 21,277 10,89% _
Land: und ForftWirtbschaft.
Gegen den in mebrecm Kreisen d_es ng_ier1_tngsb€zirks Königs- berg cingktretenen Futtermangel gewabrie die _xn diciem _Jabre vor- überaei)end ziemlich früh eingetretene warme_ W11ierung_em1germaßen Abbülfe, wenn auch die Weide nicbt [onderlicb wqr. Leiber rpurde es auch hier bald wieder rauher, so daß selbst Mitt€_Mai_die nge- tation sich 1191) nicht voÜbänbig eniw1cke1t_ hatte. Die ionjt gut ca_uf- gegangenen Wintersaaten sind leider Wahrend des str_engsten Jrostes obne Ecksneer-ecke gebliebzn und haben deShaibnamentltcl) fast 1ammt- liebe Rü senf-klder wieder umgepflugt und nut Sommexung bestxÜt Werden müssen; dasselbe gilt aucb yon den 1111! fiemdlau- discher, noch nicht genügend akkiimaiisirier Sagt besteUien Acckem. WERU auch Der Ertrag eines großen _Tbailxs der sisbcn- gcbliebem-n Winierfelder nnr ein geringer scm_toixd, fo kon_nie doch Wenigstens die Sommexxsaat überuli Unter giinstigen Bedingyngcn bestellt werden. Auch di? Foriikuliurkzn find zur rechten Zeit be- gounsn, mid [affen cinen gaben Foxtgaiig bcffen. Ebenso sind zahl- 16111)? Düneukulturen in Arbeit. _
_ Jm ?;iegicrungsbezirk Cöslin, desen Haupterwexbzqmüc; ber Ackerbau ist, haben sich die Saaten, dic ub2rdi0s bei ver fruhen Kältc: nicbi gut in den Wini-sb gckoimzien waren, in Foige _der xin- günstigcn Wiitcrung, die auch die FrubxaberesteÜbyg ziiruckbtelt, 1111 AÜgemeinen nur mäßig entw1ckelt. Es empfinden Oles die mehr odxr minder verscbuldeten Grundbesixzcr um so sckzwexer, als leider auch die Ernteergebniffe der beiden Voijabte kein_e gunstigen Wazen iind zudem die niedrigen Preise der landwrribschaftkcben Produkte in keinem _Vcr. bältniffe zu den hohen Arbeits1_öhne_n standexi imd stehen. Erfreulrcber- Mise war die Auöwanderung m diesem Friihjahr; ganz unbebcutend, auch der Gesundheitszustand ber Haustbixre em gutcr. Eine _vom 18._20. Mai in Belgard abgehaltene Thierscbau war_ gui b-ziuxbt und wies merkliche Fortschritte dxr Viebzucht auf. _ _Fur_bie _dyxcb- g_ebends arme Bevölkerung der Jtscherdorfer an dkrOstieekuste 111 der Lachsfang recbt ergiebig gewe1en._ _
_ So Weit im RegisruersVezirk O P Pcln die UéborschWem111u1ig der Oder und ihrer Nebenßüije die Wintersaaten nicht verinchtst bat, sieben dieselben befriedigenb. Ueber _die Sozuxn'sxsaaten, 51"? erst spät besteÜt werden konnten, laßt sich ein bestithLE Urtheu 1106) nicht abgeben. 3 D s A b l) s
Rom 3. uni. (L. “ .) em ober ten cker aurai_-e it von Seite des MiniJsteriums für den Ackerbau und" Haube! dicser _Taße zum ersten Male ein statistischer Agswäs uber die agraris che Produktion Italiens und zwar im Jalre 1875 vorgulxgt _wvr- den. Die Hauptziffern bYelben lassen fich fo gendernxaßen re1um1ren:
X?bcéihute Yurxbskchnittlicbe Gesammi- rodukie: [ ("1 e: ro u tion pro - . _ P Hektaren. Hektare : Produktion. Weizen 4.676.485 11,07 Helis. 51,790,005 Hektl. Mais . 1.696.513 18,33 „ 31.098.331 „ Reis . 232.669 42,19 9.818.159 Hafer . . . . . . 398.631 18,67 7,443,567 Roggen und Gerste . 464.780 14,40 6.697.288 Erbien, Lini en, Bohnen 2.496.192 Wickcn. Lupinen u. a.
312.869 7,97 Leguminosen . 300,637 10,30 „ 3.096.747 , Kartoffeln . 68,524 102,85 Ctr. 7.049.879 Ctr. Hanf . 133.039 7,21 „ 959,177 „ Flachs . . . . . . 81,166 2,89 „ 234.057 ,. Wein . . . . . . 1.810,109 14,51 Hektl. 27.136.534 Hektl. Oliven 900.311 3,76 3.385.591 „ Kastanien . . . . 495.794 11,63 , 5.768.347 „_ Der geringe durchschnittliche Ertrag hierseibst rührt zum _großen Theile von der Gemischtheit und Aufeinanderfolge de_r verschiedenen Kulturen her. Während eine O_ektare Bodpbs in Ziglten nur 10 bis 11 Hekloliter Weizen hervorbringt, erntet man 111 Bgyern “i_md Fnußen 15 bis 20 ektoliter,_ in Belgien und den_ Niederlanden 5 Hektoliter, in Sa sen 28 bis 30 Hektoliter, und in Eyglaxid so- gar 32 bis 35 Hektoliter prq Hektare; abex in Italien ist m ben Meisten Fallen der Weizen m t das alleinige Prodykt, welches _eme Hektare * odens hervorbringt, ondern es sind zum mmdesien 2 bis 3
Preußen Bayern Württembsrg Baden
“ektka
*
läufigen Ergebnißen in Preußen, Bayern, WÜMLMUW UNd Baden ergiebt folgende unabmen:
ektoliter Oel 8 bis 10 Hektoiiter Wein, ein und der andxre Cent- Zr Früchte _un,d endlich die zweiten Ernten hinzuzurechnen. fur welche
Eiger und Königlich Preußischen Sinats-Anzkiger.
YÉTÉS
der Boden nur in der Zwischenzeit von der einen zur andern Haupt- ernte in Anspruch grnommen wird.
GeWerbe und Handel.
Die Oberschlesiscbe Bergwerksz und Hüiisninbu- strie kann noch immer nicht zu neuem Aufiubwungc gelangen, viel. mehr dauern die Cin1chränkungen des Betri-xbes noch_f07t und_ haben auch jetzt noch Arbeiterentlassutzgezt zur Folge. Aaerbmgs begunfttgie der anhaltend stc-nge Winter bis m O_en Februar _bmem den Koblen- absa , Mit dem Eintritt mtldercr Witterung zergte_ sich aber ?ofort eine rückgängige Bewegung, _Welcbe rasch _und in so umfassender Weise zunahm, daß eme vollige St_ockanß im Kohlm- geicbäfte eingetreten ist. Aussicht auf Besserung ist bet der_ Lage_ der Jqdustrie zur Zeit nicht vorhanden; es babexi daher die _mexsten Gruben ihrea Betrieb beschränken, die Kohlenpreiie und ALÖFUSLOHUL ermäßigen und die Belegschaft vermmd'ery mu_ffen„_ Die Pro- duktion dsr fiskalischen KönigSgrube werft fur die Zext vbm Januar bis April allerdings gegen das Voxquarkél eme Msbrfbrderung von. 7 0/0 nach, doch konnte die Forderixng auf 'der bisherigen Höhe nicbt länger gebaiien werden, es war viel- mehr eine Beschränkung derselben um 8-10,000_Ctr. per Tag noth- Mndig. (Hieichzeiiigtnußten gegen 3('0 WerkSarbeiter entchffen lerdxn. Günstiger liégen die VUrbälir-isse bei dem anderen fiskglticbex Stem- koblenbergrverke Königin Lime, wo Weder B_elrieböcmschmnkungen, noch Arbeiterenilaffunqcn nöibig wurden odex m Aussicht sieben. _ Der Zink- und Bleierzbergbau stand in 1chwungbastsm Beirtxbe. Einzelne Gruben warsn sogar in der Laße, _1bre Belegschafx nicht unbedeutend zu vermehrea. _ Bei den fiskalischen Eifenhuttenx werken zu Gleiwitz nnd Malapane war dér Geschäftsberkcbr bei stetig falienbsn PrCiien ein nur wenig reg-«r. Die stkiicitien konn- ten zum THM niibi inkbr in 90112111 B triebe erbaiian Werben, das [eßiere Werk war sogar genöihigt, eine Anzahl Arbeiter zu entlaff-U. Dagegen Erfreuie sich 1310 fixkalisxhe Blei- und Silberbiixie Friedrichsbütix bei Tarnowrß guck) im letzten Quartale Lines außerordentlich [sbbastenBetriebes _Die DZ;- steUung dir véxkäufiiiben Produkte erreichte emen aniebniiibx Hohe und, Wekxn aucb Blei und Silber zu eiivas weichenben Pretien ab- gesetzt Wurden, so war doch das finanzielle Ergebnis; des Quartals ein. sehr günstigks. _
_ Der Bericht des Verwaltunginaths der Ornoniotvi er Aktiengesellicbaft für 1875 bemerkt _Übex dex! Stand 1169 e- ieuicbaftskapiials und den Status:_Die GeichaitsYeiuliate des Jabxes 1875 bliében ibeils wegen der Mmderernte, theils wégiri der _ruck- gängigsn KNÉuukfur in den Getreibc- Und Spirituspreiicn, bintec denen des orjabses 1874 zurück und _gesiatten nur 1 Prozeni Divideude zu vcriheilen. Die Gewmne _dss Jabxexs 1875 ergeben aus" Hypotbcken-Zinjen- (5,0910 1636 “FC., 1111s_ _Fonbs- Zinsen- und Agio-Konto 7162 914, auf (Tonio _er sxistßnden Gruben 22 „17., auf Conti dcs Beiriebss der landwrxibsckzgfißcben Güter 33,205 «M, Summa 42,027 «714 Das Debet des G2_wtm:« und Viriuft-Conios waist nacb: aus Fonds Conti): (4501102911001 1110 31. Dezember 1875 493 014, Verwaltungsratbskosten 3585 0-11, Syndikatz- kosten 1500 «FS, Direktionskosten 11,700 „76, auf Cbnio das_Ertrages der Forsten 2488 „70. auf Konto des Ertrages 17er Arbetterkoiome 320 «. zusammen 20,087 „14, bleibi sonach als Gemma 21.939.714 Davon sind per 1875 siatuiemnäizici abgeschrieben 6570 ck,d1mnack) Nsitogewmn pro 1875 15,369 .41 Hierzu tritt dsr Bilanz-Oaldo vom 1. Januar 1875 mit 8476 010, miibin Gewinn 23,845 «kü Dav-„m kommen sta- iutenmäßig zur Vertheilung: zum Réservefonds 60 15.369,44 10 0/9 1537 016. zur Tantiéme an den VerivaltuugSratb (10 15.369,44 50/0 768 „46, zur Dividende (ius 1,870,740,00 1"... 18,707 046 und 2832 e/xé bl-éibeii auf dem Gcwinn- und Beriustkonto-beertmg am 1. Januar 1876.
Posen, 11, Juni. Wollmarki. .Die _ kaum 18,000 Gtr., von denen bis _ 1081 etwa_ ;; vexkauft smd. DominiqlWollen 54_58, einzelue Stamme 60-65 Thlr. Das Geschäft entwickelte sich ziemlich rege, wuxde aber dann, 011 die_Ver- käufer fest auf voriäbrige Preise haltxn. 1chleppendcr Die Waschen stellen sich geringer heraus, als man _erwartet batte. Das Schur- gewicbt ist 80/0 niedriger und die Zuxubr & gertngsr als 1111 vorigen Jahre. Gute Wäscbcn wurden schlank 3-4 Thlr. unter den _Vor- jabrspreisen aus dem Markt genommen, wochen schiechte Waschen und besonders geringe Qualitäten sehr vernachlassigt bleiben. _ _
Cöln, 10. Juni. (W. T. B.) Das hiesige Zuchtpolrzer- gericht bai beute den General-Direkwr Martin Nciiexburg zu Kalk Wegen Untreue zum Nachtheil der BergiperkEgezellichaft Germania zu: Kalk in der Appeliinstanz zu einer Gefangßißstrafe von wei Monaten und in die Kosten verurtbeilt.
„Moskau, 10. Juni.- (W. T. B.) Die V:“rbanblungen des Prozeises egcu [)r. Oirousberg und die Fingcklagien vson der bie?“
Zufubrcn betragen
igen Kommerzlcibbank wurbkn beuieNgcbxriiitag eröffnet Die Prokureur-Gchülfen Obninsky uud Simbnoss bieiten die Anklage aufrecht. In “Folge des Aquleibens mxbrerer Zsugeu wurde die Sitzung des Gerichts aqunirag der Vertheidiger mebrxrer Angeklagten verwgt. Die Vertbeidigung 131. Stroquer-gs crklarte fich gegen die Vertagung.
Verkehrs-Anstalten. _
Dur Cenirraiverein für Hebung _der_ Dxutzchxn Fluß- und Kanalscbiffabrtbeschäftigte sii) in seiner Au81ch_ux;- fißung vom 8. d. M. vvrzugSweiie mit der Laburegulrcung, worubkr Herr Ber affessor Giesler referirte. _ _
Die änge der Lahn, Weiche reguliri werden soll, betragi 126 Kilometer, die Kosten circa 8,4 Million?! Mark. _Dte Regiiltrung bezweckt. die Rheinichiffe von maßiger Große und mrttlexpn Tiefgang direckt und ohne 1'imladuug aui dex Lahn stromauf zu fuhren, dergrt, daß auf eine nußbare Ladefäbigkch von 2500 Centner zu rechnen ist. Die Leistungsiäbtgkeit der Lahn, insowxii sie durch die Schleusen bedingt ist, hofft man auf 20_25 Millio_nen Gentner erböhxn zu können. Der Bergbau der Lahngegexid belaufr sich gegenwartixauf eine annähernd gleicbe Summe, _ ist aber noch yoeit gr ßxrer Sieigerung fähig. Von den [9131 forderndeu__ (Hryben liegt ein Theil günsiiger für die_ Lahnbabn als fm: bie Waffe:- straße, dagegen sind wieder v_te1e Gxubeu_ausichlics;11ch_un den LahntranSport angewiesen, Zungchst wird_ 0110 die Rentabilitgt der Eiisnbahn im Labmhal durch eine Regulirng ber _Labzi [l_kd die da- durch bewirkte Hebung des Wassertransports nicbt beemtxachttgt werden, dagegen ist es für die günstig ur Labn liegenden Gruben von außer- ordentlicher Wichti keit, bikli e asserfrachteg zu erhalten, zumal da gerade jetzt die ua aui1cben rze, welcbe bexonders zur Parsieuuus vou QualitätSZisen gebraucht i_verden, fur die Hoböxen die einzigen find, welche in heutiger Kr_ise uberbgupt noch begehrt werden.
Nach der Lahnregulixuug wurden an Transportkosten allein jährlich gegen 1,8-2,5MiUionen Mark erspart werden können. _ Im preußischen Abgeordnetenhause sind die Kosten für die Labnxegu- lirung in 1875 abgeiebni wbrden, weil man eine erneute Bearbeitung . der Pläne für nothwenbtg bxeli. Gegenwärtig liegt dem Abgeordne- tenhause wieder eine diesbezugliche Petition vor. _
VonSeiten dés Vereins erkannte man aÜseiiig den_ großen wirth- schaftlichen Nußczt der Labnregulirmig, namentlich fur die Etien- ndustrie an. .Die Debatte ersixeckie sich sodann auf vorwiegend technische_Fragen über das Quellengebiet der Lahr), deren Wasser- stand. die Dtmenfionen der Schleusen, die Untersckxtedx zwischen ben Kosten einer Regulirung der Lahn und dem Aufwand fur vollständY:
K_anaiisaiion nicht minder über die _verscbiedenen Finanzpläne, wel fur die Ausixührung zu empfehlen seien.
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